Nr. 188. Erstes Blatt. Freitag, den 15. August 1902. Nov.nement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Jufectionsvreis: Die einſvaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erbedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreiſe Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerci, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Politische Nachrichten. Zu dem Telegramm- Wechsel zwischen dem Kaiser und dem Brinz Regenten von Bayern schreibt die„ Post":" Dieser Telegramm- Wechsel wird nicht verfehlen, überall das bedeutendste Aussehen zu machen. Klar geht aufs neue aus dieser Kundgebung hervor, wie warm des Kaisers Herz für die Kunst schlägt und es begreift sich, wie in ihm ein Boeotiertum, wie es das bayrische Centrum durch die bekannten Kunstabstriche bestätigte, die tiefste Entrüstung und Empörung hervorrufen muß. Der Kaiser macht sich in diesem Falle in der That nur zum beredten Herold der Gefühle, wie sie aller gebildeten Deutschen Herzen bei der Kunde von dem seitens des Centrums gegen die Kunst in Bayern gerichteten Schlage durchbbete. freuen uns, daß aus faiserlichem Munde das Vorgehen bon Parlamenten, welche die höchsten Zwecke der Mensch heit als Schacher- Objekte behandeln, vor aller Welt ftigmatisiert worden ist. Wir Die„ Deutsche Tageszeitung" meint: Die Depesche des Kaisers trage das Gepräge impulsiven rein persönlichen Empfindens so stark und deutlich, daß es frag lich erscheinen kann, ob ihre Veröffentlichung geboten und zweckmäßig gewesen sei. Wir würden uns nicht wundern, wenn die bayrischen Schwurgerichte in der nächsten Tagung über eine Anzahl Preßsünder abzuurteilen hätten, die aus Anlaß des Kaiser- Telegramms ihren klerikalen patriotischen Gefühlen landesüblichen unzweideutigen Ausdruck zu geben sich bemüßigt fühlten. Das„ Berliner Tageblatt" sagt: Zunächst freilich wird sich im Centrumswalde besonders in Bayern über das Telegramm des Kaisers ein mächtiger Sturmwind erheben. Dr. Sigl, der urwüchsige„ Vaterlands" Redakteur, ist freilich tot aber er hat in der bayrischen Centrums- Presse zahlreiche Schüler sitzen, die ihm wenn nicht an Witz, so doch an Grobheit glei kommen und diese werden alles schreiben, was sich abseits des Majestäts Beleidigungs Paragraphen überhaupt schreiben läßt. Im übrigen möchten wir vor einer lleberschäßung des Vorganges warnen. Wenn sich die Wogen wieder gelegt haben werden, dann wird sich zeigen, daß Centrum nach wie vor Trumpf ist. Nicht das Telegramm an den Prinz- Regenten, sondern die Aachener Rede, in welcher der Kaiser das ganze Reich, das ganze Volk, sein Heer, sich selbst und sein Haus unter das Kreuz stellt, dürfte die Politik in der nächsten Zeit bestimmen. In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Sehr still gingen für Burrard Frohberg die Tage dann hin. Es tonute vorkommen, daß er run von Wastaw, die längst von Karlsbad zurück war, tagelang nicht fah. Er vermied es, ihre Triumphgesänge über Marias glänzende Zukunft und das Lob des reichen freigebigen Bräutigams anzuhören, sich sagen zu lassen, wie Maria mit Brillanten und Toiletten behängt wurde und welche Pracht in dem Wiener Palais die junge Frau empfangen sollte. Daß Maria nicht ebenso entzückt war wie ihre stolze Mutter, ließ sich faum annehmen je weniger er an sie erinnert wurde um so besser. Frau von Frohberg konnte freilich ihrem Sohn gegenüber einige gelegentliche Bemerkungen über die Art, wie man Frau von Wazlaw von Gorzbergicher Seite falt stellte, nicht unterbrücken. Es war doch mehr wie auffallend, daß man die Tochter während des furzen Brautstandes ganz offiziell unter den stellvertretenden Schuß der Oberhofmeisterin stellte und daß nicht die Mutter, sondern jene das Brautpaar zu der achtzigjährigen Baronin Gorzberg begleitete. Die Oberhofmeisterin war es, die Marias Ausstattung besorgte, die Neueinrichtung des Palais mit Gorzberg plante und bestellte und die Maria in den wenigen Häusern, wo sie schon jetzt vorgestellt werden mußte, einführte. Maria schrieb, wie es schien, sehr selten an die Mutter und Schidte nur immer ganz kurze Berichte von all den Erlebnissen und glänzenden Wundern, welche ihr Leben völlig ausfüllten. Jest konnte Frau von Wazlam unn doch wieder triumphieren, denn während ihre Maria von einer Gesellschaft in die andere, von der Oper ins Schauspiel und von da zu einem Ball oder Konzert geführt wurde und ihre Toiletten aus den ersten Magazinen von Paris erhielt, saß die Braut des Grafen Koloniz Still daheim bei der Mutter, besorgte ihre kleinen Haushaltsbflichten ganz wie sonst und fand ihre einzige große Freude in der Korrespondenz mit dem Geliebten, der als Vertrauensperson bes Kaisers von einem Hofe zum andern eilte, um die beunruhigende politische Lage im Sinne seines hohen Auftraggebers, wenn möglich, noch zu klären. Aber welches Leben führte Lischa dabei? O, nein, Frau von Wazlaw erwartete für die Zukunft ihrer Maria doch etwas Besseres und wenn die Sonnenstrahlen Die„ Staatsbürger- Zeitung" sagt: Das Telegramm des Kaisers, das die Angelegenheit leider auf das perfönliche Gebiet hinüber leitet, obwohl es sich um eine Forderung des Staates handelt, erweckt die Befürchtung, daß die Vorgänge dem Kaiser nicht ganz zutreffend vorgetragen wurden. Das Blatt hätte gewünscht, daß die Depesche des Kaisers nicht in dieser Form erfolgt wäre. Der„ Börsen- Courier" bemerkt: Das Telegramm des Kaisers wird nicht verfehlen allüberall das größte Aufsehen zu erregen. Man merkt es ihm auf den ersten Blick an, daß es im Momente höchster Erregung unmittelbar nach Entgegenahme der Nachricht, die auf den Monarchen einen äußerst peinlichen Eindruck machen mußte, abgefaßt und auch zugleich abgeschickt worden ist. Man kann es bei der impulsiven Natur Kaiser Wilhelms begreiflich finden, daß er, ein glühender Verehrer und eifriger Förderer der Kunst in stürmische Aufwallung geriet, als er Kunde erhielt von der kleinlichen Rache der bayrischen Gentrumsmänner, die damit zu gleich ihr Kunst- Banauſentum von neuem bestätigten. Der„ Vossischen Zeitung" ist es begreiflich, daß der Kaiser die Ablehnung der Forderung für Kunstzwecke mißbilligt. Gleichwohl dürften die Meinungen über die Zweckmäßigkeit der Kundgebung geteilt sein. Die„ Volkszeitung" sagt: Formell ist die ultramontane Mehrheit des bayrischen Landtages zu der Ablehnung von Forderungen zu Kunstzwecken berechtigt, allerdings geschah dies aus Rache für den Sturz Landmanns. Endlich sagt der Vorwärts": Der Kaiser eilt, die schnöde Undankbarkeit der bayrischen Centrumspartei gegen das Haus Wittelsbach und den Prinzregenten anzuflagen, aber die telegraphische Eile kann nicht übersehen lassen, daß die Anklage des Kaisers staatsrechtlich unberechtigt ist. - Kaiser Wilhelm beabsichtigt den Besuch des König Victor Emanuel in Berlin sobald als möglich zu erwidern. Der Ort der Zusammenkunft wird während der Anwesenheit des Königs in Berlin festgesetzt werden. Zur Teilnahme an den Kaisertagen in Posen werden als Gäste des Kaisers dort erwartet: der Kronprinz, Prinz Albrecht von Preußen, GeneralFeldmarschall Graf Waldersee, Prinz Leopold von Bayern mit zwei weiteren bayrischen Prinzen, Erzvon der Tochter Glanz und Glück sie jest auch nur recht fümmerlich mittrafen, jo tam doch bald genug die Beit, wo sie als Mutter und Schwiegermutter nicht mehr beiseite geschoben werden konnte, dessen getröstete sie sich. Der Frühling fam unterdes mit Singen und Klingen über Berge und Thäler, die böhmische Erde, die immerhin länger als ihre Nachbarländer unter winterlichem Joch zu seufzen hat, wachte zu neuem Leben auf und an jedem Rain, jeder Hede blüte es und sproßte, obwohl es in der Ferne noch schneebedeckte Berghäupter gab. Burkard von Frohberg war nicht der Mann, in einer Sentimentalen Weichheit dem Liebeskummer nachzuhängen, den er fich allerdings nie so schwer vorgestellt, wie er ihn in der ersten Beit nach Marias Verlobung num doch empfand. Nach und nach hatte er aber seine ganze Mannheit wiedergefunden; einem Mädchen nachzutrauern, das sich nie etwas aus ihm gemacht, würde er sich selbst nicht verziehen haben.- Dennoch bemerkte der Postbote, daß an den jungen Herrn Baron, dem man im Volte nachsagte, daß er die Weiber haßte und sich noch nie um eins der Mädchen auf dem Lande umher gefümmert habe, leßthin öfter Damenbriefe anlangten, Briefe von einer und derselben Hand, aber bald hier, bald dort zur Post gegeben. Aus legterem Umstand schloß der sonst nicht gerade helle Kopf auf die Geheimhaltung und hatte demzufolge nichts Eiligeres zu thun, als den Verwaltern, dem Dienstpersonal, oder in den Wirtshäusern vertrauliche Winke fallen zu lassen über„ die Liebste des gnädigen Herrn." Ms aber dann eines Tages einer der jüngeren Beamten yon Klaino, die ihm jest häufiger Rapport nach Krapolno zu bringen hatten, ihn in Prag mit einer Dame am Arm gesehen haben wollte und als ein Staufmann aus der nächsten kleinen Stadt ihn ebenfalls mit derselben reizenden blonden Dame eine Schauspielerin solle es sein- irgendwo auf der Reise getroffen, da lächelte und lachte man, daß der strenge Herr doch auch eine weiche Stelle im Herzen hatte und fand es sehr begreiflich, daß die hübsche fesche Person ihm gefiel. So sah er Lenette drei- bis viermal im Laufe der nächsten Monate wieder. Eines Tages erzählte sie ihm, sie habe seinen Vetter Graf Joseph Ebern in Wien getroffen, mitten in einem Streise von Theaterdamen und Lebemännern vornehmer Streise. Es war ihr erzählt worden, der Graf sei seines Großvaters nächster Erbe und lebe schon im Voraus flott darauf los, denn die Erbschaft selbst werde erst in Monaten ausgezahlt. herzog Franz Ferdinand von Oesterreich, Lord Roberts, der englische Kriegsminister Brodricks und General leutnant Kelly- Kennny. der italienische Kriegsminisier sowie drei amerikanische Generäle. Deutschland und Venezuela. Der„ Post" zufolge ist in Berlin nichts davon bekannt, daß Deutschland den venezolanischen Insurgentenführer Matos seine Absicht mitgeteilt habe, die Stadt Barzelona zu be setzen. Man weist es hier entschieden von der Hand, daß Deutschland sich herbeilasse, mit einem Führer der venezolanischen Insurgenten zu unterhandeln. - Der gesammten Bresse, resp. deren Vertretern wird auf Anweisung des Mainzer Gouvernements für die Truppenschau auf dem großen Sand durch den Kaiser ein Offizier zur Verfügung gestellt, welcher beauftragt ist, den Herren jede wünschenswerte Auskunft zu erteilen. Man erkennt hier abermals, welche Be deutung man in höchsten Kreisen der Presse beilegt und mit Recht. Umso sonderbarer fällt es auf, daß ab und zu es noch Vereine etc. geben kann, die bei vorkommenden Fällen einen anderen Standpunkt einnehmen. - - Köln, 13. Auguft. Der Verbandstag des Zentralverbandes deutscher Bäder- Innungen, Germania" nahm in seiner Schlußfizung einen Antrag an, bei der Reichsregierung vorstellig zu werden um Abänderung des§ 129 der Reichs- Gewerbe ordnung, dahingehend, daß nur derjenige berechtigt set, Lehrlinge auszubilden, der den Meistertitel erworben habe. Weiterhin wurde von verschiedenen Seiten die Errichtung von GenossenschaftsEinkaufsvereinen empfohlen, ohne daß es jedoch darüber zu einem Beschluß fam. 2119 Zur Getreidezollfrage. Die Fleischer- Innung zu Essen veröffentlicht, wie man von dort mitteilt, folgende Bekanntmachung: Zur öffentlichen Kenntnisnahme! Infolge der nun schon seit zwei Jahren anhaltenden, noch fortgesezt steigenden Schweinepreise, sowie auch wegen des außerordentlich hohen und allem Anschein nach noch nicht auf dem Höhepunkte angelangten Rindviehpreises sehen sich die hiesigen Mezgermeister gezwungen, die Preise für Fleisch- und Wurstwaren zu erhöhen. - Sie hatte sich sofort orientiert gefunden und das freilich verriet sie Burkard nicht sich ihn als Cousine zur linken Hand vorgestellt, ihm rüdsichtslos ihre Beziehungen zu Frohberg verraten und sich durch sein lebhaftes Juteresse für sie plöglich zum Mittelpunkt des Streises gemacht gesehen. Wie toll hatte Graf Joseph gelacht über ihre Berräterei. Lenette ging ebenso übermütig darauf ein und wurde nur verstimmt, als er feinerseits ihr erzählte, wie leidenschaftlich Burkard feine junge Verwandte Maria geliebt habe. Nun ja- sie wußte das alles ja von Frohberg selbst-; es gereichte ihr zu großer Genugthuung, Ebern zu beweisen, wie sehr sie Burfards Vertrauen teilte. Er gab ihr auch zu wissen, daß Maria zur Zeit in Wien sei, als Gast der Oberhofmeisterin und unter deren Schuß alle Hochzeitsvorbereitungen treffend. Eine brennende Neugier vadte Lenette. Sie beschloß, die Braut" zu sehen- das Adreßbuch werde ihr schon helfen.- Tagelang saß fie in einer Stonditorei gegenüber und endlich war's ihr denn auch geglückt. Aber sie war sehr enttäuscht.- Bu Burkard sprach sie darüber ganz rückhaltslos, während fie ihm im übrigen nur sagte, was er wissen sollte. Gar nicht hübsch, ein ganz steinernes, verstimmtes Gesicht und feine Spur bon Liebenswürdigkeit." Er wies sie heftig zurück, Marias Namen von ihr nennen zu hören, verlegte ihn, noch mehr der Gedanke, daß sie mit Graf Joseph Ebern vertraulich über dieselbe geredet, und so vorsichtig fie auch war, das verriet fie doch wider Willen. Es gehörte die ganze Schlauheit und Liebenswürdigkeit Lenettes dazu, ihn zu besänftigen. Aber gerade weil sie flarer als je erfannte, daß seine Liebe zu Maria feineswegs erloschen war und daß die Wunde, welche ihm dieselbe geschlagen, immer noch schmerzte, gerade darum gab sie sich jest doppelte Mühe mit ihm. Er war so ganz anders als alle die anderen Männer die sie fannte- anders und vornehmer. besseres lag doch immerhin trok alles Leichtsinnes in ihr eine Fähigkeit, seinen Wert zu erkennen. So gab fie fich ihm von der besten Seite und es gelang ihr, ihn doch von neuem an sich zu ziehen. Als er fie dann verlassen, war es die alte Geschichte; er entbehrte sie nie und begriff seine Schwäche gegen sie weniger als je. Seiner Mutter erzählte er, daß er von Joseph Ebern gehört und sie wunderten sich beide, wie er noch jemand fand, der ibm borgte, zu seinem lustigen Leben borgte? ( Fortseßung folgt.) cin muthe, es ist so." Spott, der ebenso angenommen war, wie Renates NachSie bermuthen es!" rief Herr Esmond, mit einem Run, fagte fie nach einer kleinen Pause ,,, ich verder ihrem lebhaften, jungen Gesicht fomisch ſtand. wenig zur Seite und nahm einen überlegenen Renate neigte ihr hübsches, braunes rud an, Sciterteit gefallen seibt ein wenig trorig. furchtes Gesicht betrachtete. über ihre Ein Schattened bol ihre Augen blickten fo stehen, selbst wenn man sich hartes Loos, mit siebenzi Es schien ihr ein sich Jahren fast ganz allein zu Ein mitleidiger Seufzer entführ ihren innen, als sie jeßt ihre angesehenen Stellung erfreute Ben Reichthums und einer mie Herr Esmond. damit wird; Heidelbeerwälder zu gehen, baran, wenn es seine Richtigkeit hat, was eine alte Sage wachsen. Der Segen Gottes ist aber auch wirklich sichtbar dieses Konsums bekommen wir eine leise Ahnung von den sie selbst in dem Rothwein bei fröhlichem Mahle, der Beeren, welche jährlich allein in Deutschland mir brauchen eben gar nicht in die durch die Berechnung Milliarden a exschuf, auf unseren Tisch, so weiß sich wohl Mancher es nicht nn Deuten, daß aus dem unfruchtbaren Norden ein so fetter Bissen zu uns tommen tonnte. Um der irrigen Meinung des Publikums, als seien die Metzger schuld an diesem Preisaufschlag, von bornherein entgegenzutreten, erklärt die unterzeichnete Innung, daß diese Teuerung eine Folge der Knappheit des Schlachtviehes ist, welche durch die gänz liche Absperrung der deutschen Grenzen gegen die über einen viel größeren Viehreichtum verfügenden Nachbarstaaten hervorgerufen ist; denn, wie die Erfahrung beweist, ist die deutsche Landwirtschaft nicht im stande trotz gegenteiliger Behauptung den Bedarf an Schlachtvieh für das deutsche Reich zu - Washington, 14. Aug. Das amerikanische Kriegsschiff ,, Cincinatti" ist gestern von Puerto Cabello nach Barcelona abgegangen. messer, das er zufällig in der Hand hielt, derart in den Leib stieß, daß er sofort in die Klinik transportiert werden mußte. Die Verlegung des Lehrfind bie Bwijden hauptfahren und 4 Herrenfahrrenne Firma Adam Ope Manila, 14. August. 12 Eingeborene aus Bacotud, lings, der aus Kirchhain gebürtig ist, soll schwer gelangt ein vergol mit Lanzen und Säbeln bewaffnet, überraschten am Dienstag vor Tagesanbruch die amerikanischen Borposten bei Vicars und mezelten die Amerikaner nieder. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Das Zufanterie- Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 decken, und es ist auf eine Aenderung nicht eher zu rückt heute Nacht mit dem Zug 2 Uhr 20 Min. zur rechnen, bis die Grenzen wieder geöffnet sind. Die Fleischer- Innung Essen. Gegen den erhöhten Getreidezoll haben sich, wie gemeldet, die Bäcker- Innungen auf ihrem Verbandstage in Köln erklärt. - In der Aachener Bistumsfrage wurde fürzlich gemeldet, daß ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung dieses Zieles gethan set. Wie das Berliner Tageblatt erfährt. handelt es sich um die Bewilligung von 300,000 mt. zur Bestreitung der Kosten der Ein richtung des Bistums seitens der Aachener Stadtverordneten- Versammlung. Truppenschau nach Mainz ab. ** Das Regierungsblatt Nr. 52, ausgegeben am 13. August enthält: Gesetz, die Landeskreditkasse betr. r. Sehr sorglos müssen die Angestellten eines hiesigen größeren Restaurants sein. Zwei Schußleute und ein fremder Herr machten gestern die Beobachtung, daß das betr. Reſtaurant hell erleuchtet war, die Thüren weit offen standen, aber kein Laut aus den Restaurationsräumen erscholl, der auf die Anwesenheit eines Menschen hätte schließen lassen können. eines Menschen hätte schließen lassen können. Sie gingen infolgedessen hinein, um der merkwürdigen Thatsache auf den Grund zu kommen, fanden aber in der Wirtschaft weder Wirt noch Kellner vor. Schießlich weckten sie den Restaurateur, der schon in tiefem Schlafe ein Antrag zugegangen betreffend die Herstellung fiberner die sehr einfache Erklärung, daß der Kellner, dem die lag, durch elektrisches Klingelsignal. Dieser gab dann Denkmünzen aus Anlaß des Todes des Königs Albert. Schließung des Lokals oblag, seine Pflicht nicht erfüllt hatte. Dem Bundesrat ist von dem Königreich Sachsen Der Großherzog von Hessen reiste gestern Abend von London ab und wird heute Nachmittag um 3 Uhr 36 Min. in Mainz eintreffen. München, 14. August. Wie telegraphiert wird, wurde die Nachricht von dem Depeschenwechsel zwischen dem Kaiser und dem Prinz- Regenten in der Nacht durch Extrablätter bekannt gegeben. In den Restaurants herrschte große Erregung. Vielfach wurde behauptet, der Inhalt des Kaiser- Telegramms müsse den Regenten verletzen. Die Lage in Frankreich wird ernst. Der Intransigeant versichert, Präsident Loubet habe sich bei Rouvier darüber informirt, ob er im Falle einer Ministerkrise bereit wäre, den Vorsitz des neuen Kabinets zu übernehmen. Rouvier habe dies mit dem Hinweise darauf abgelehnt, daß es bei dem Ernst der Lage unmöglich sei, die jeßige Politik weiter zu führen. Der Finanzminister soll jedoch seine Mitwirkung in Aussicht gestellt haben. Paris, 14. Aug. Im heutigen Ministerrat soll ein Dekret betreffend die Auflösung des Ordens der Schwestern vom heiligen Geist unterzeichnet werden. Der wegen Gehorsams- Verweigerung verhaftete französische Hauptmann St. Nemy ist nach Port Louis abgeführt worden. Es wird nunmehr dementiert, daß ein Hauptmann desselben Regiments seinem Vorgehen gefolgt sei. - Gerüchtweise verlautet, Lord Roberts beabsichtige zu demissionieren. Er wurde vom Könige empfangen und soll diesem seinen Wunsch mitgeteilt haben. Als Nachfolger Roberts, der am 30. September 70 Jahre alt wird, wird der Herzog von Connaugth genannt. - Das Attentat auf den Fürsten Obolenski soll im Auftrage des revolutionären Central- Comitees ausgeführt sein. Dieses hatte den Fürsten zum Tode verurteilt, weil er anläßlich der jüngsten Unruhen über zahlreiche Studenten so unmenschliche Prügelstrafen verhängt hatte, daß sie unter den Händen der sie strafenden Stofacken als förmliche Fleischklumpen liegen blieben. Da Obolensti einen Dowe- Panzer getragen haben soll, kam er mit einer leichten Halswunde davon. Ueber das Attentat wird noch geschrieben: Fürst Obolenski wurde von den vier auf ihn abgefcuerten Revolverfugeln getroffen und brach ohnmächtig zusammen. Als der Polizeimeister gerbeteilte richtete der Attentäter die Waffe gegen diesen und gab zwei Schüsse ab, die aber fehl gingen. Der Verhaftete, ein junger Mensch, trug Civilkleidung. Er weigert sich, feinen Namen anzugeben und irgendwelche Angaben über das Motiv der That zu machen. Der Vorfall versetzte ganz Charkow in die größte Aufregung. Villa Norma" in Scheveningen. i. Ein Unglück kommt selten allein. Heute Nacht verfiel ein Kaufmann in der unteren Bahnhofstraße plötzlich in epileptische Tobsuchtsanfälle. Die geängsteten Angehörigen riefen sofort nach Polizei und Arzt. Während nun im ersten Stock der Arzt und mehrere Polizisten um den plötzlich Erkrankten bemehrere Polizisten um den plötzlich Erkrankten beschäftigt waren, müssen durch die offenstehende Hausschäftigt waren, müssen durch die offenstehende Hausthür ein oder mehrere Diebe ins Haus eingedrungen sein. Denn als der Tobsüchtige endlich im Wagen untergebracht war, um nach der psychiatrischen Klinik untergebracht war, um nach der psychiatrischen Klinik gefahren zu werden, fanden die erstaunten Hausbewohner die von innen in den Laden führende Thür mittelst Dietrichs erbrochen. Die Ladenkasse war ebenfalls gewaltsam geöffnet und bis auf einige Pfennige geleert. Es fehlten ungefähr 100 Mf. ** Der israelitische Lehrerverein im Großherzogtum Hessen hält nächsten Sonntag seine diesjährige ordentliche Generalversammlung in Frankfurt ab. ** Der deutsche Radfahrerbund hat mit einem Konsortium von Gesellschaften für seine sämtlichen Mitglieder einen sehr günstigen Haftpflichtversicherungsvertrag abgeschlossen, nach welchem jedes Mitglied gegen Materialschaden mit Mark 40,000 und gegen Personenschaden mit Mark 100,000 versichert ist, ohne daß der Bundesbeitrag erhöht wird. ** Die hessischen Forstwarte halten, wie die Hess. Beamtenztg." mitteilt, demnächst eine Hauptversammlung ab, in welcher u. a die Wünsche der Forst warte um Verleihung des Förstertitels, Gewährung von Kleidergeld und einer Vergütung für die schriftlichen Arbeiten besprochen werden sollen. Die Hegezeit der Feldhühner und Wachteln geht im ganzen Großherzogtum Hessen mt Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten mit dem 21. August zu Ende. Für die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten bleibt es bei der allgemeinen Bestimmung, wonach Schluß der Hegezeit am 31. August ist. ** Ein strenger Winter steht zu erwarten, sofern sich eine alte Bauernregel bewahrheitet, die besagt, daß ein strenger Winter zu erwarten ist, wenn die Zugvögel frühzeitig nach dem Süden ziehen. Dies ist thatsächlich in diesem Jahre der Fall. An verschiedenen Orten sind die Thurmschwalben bereits wieder fortgezogen. Allerdings sind Bauernregeln nicht unfehlbar. Aus Hessen und Nachbargebieten. ** Marburg, 14. Auguft. Ein merkwürdiger Unglücksfall ereignete sich heute Morgen im Schlachthaus. Ein Mezger ursche ging an einem Lehrling vorbei, der mit dem Rücken nach ihm stand und zufällig das eine Bein um das andere geschlungen hatte. Aus Versehen stieß der Vorbeigchende an den Lehrling, sodaß dieser seiner unsicheren Stellung wegen nach vorne zu Boden stürzte und sich hierbei ein Schlacht Wohnung des Präsidenten Steijn. Villa Norma" in Scheveningen. Wohnung des Präsidenten Steijn. Unser Bild zeigt die Villa in Scheveningen, in der Präsident Steijn auf seinem Schmerzenslager liegt. Er hofft, unter der fundigen Hand des Professors Winkler dort jeine Gesundheit wieder zu gewinnen. Dieser ist recht hoffnungslos gestimmt; während die den Präsidenten behandelten Aerzte ein schweres organisches Leiden anzunehmen scheinen, meint Professor Winkler, es liege lediglich eine hochgradige neurasthenische Erschöpfung vor, die in absehbarer Zeit geheilt werden könne. Die Villa " Norma", in der Steijn Quartier genommen hat, ist im Stil der holländischen Landhäuser gebaut. Die großen Veranden bieten dem Kranken Gelegenheit, auch im Freien zu ruhen und die frische Seeluft zu genießen. ** Kassel, 14. August. Die hiesige Strafkammer verurteilte den Schuhmann Polzin wegen Mißhandlung eines widerrechtlich Verhafteten zu 4wöchiger zieht jeder Fahre Gefängnisstrafe. ** Wetzlar, 14. Aug. Der Minister für Handel und Gewerbe hat für 400 Handwerker Stipendien zum Besuche der Düſſeldorfer Ausstellung ausgeworfen. Es sollten jedoch bei der Vergebung der Stipendien vorzugsweise die entfernteren Teile des Reiches berücksichtigt werden, der Besuch da auch min der bemittelten Handwerkern aus der Rheinprovinz und Westfalen ohne besonderen Kostenaufwand ermöglicht ist. Auf den seiner Zeit durch Vermittelung der Handwerkskammer zu Koblenz eingeforderten Vorschlag für die Verteilung der Stipendien hatte die Kammer den Weg eingeschlagen, geeignete Bewerber sich unter Darlegung der Verhältnisse bei der Kammer melden zu lassen. Es waren ungefähr 40 Bewerbungen eingelaufen, von denen inzwischen 5 Berücksichtigung gefunden haben. U. A. ist unter den Auserwählten der Schmiedemeister Christian Befort zu Wetzlar. Dem Genannten ist eine Beihülfe von 50 Mark bewilligt worden. ** Berloofung. Es gramme zur Aus Anzahl Nummern befinden, eine Nu Gewinner des ver mit der gezogenen Mainz, 1 deffen Ausgang gebrochen. E Bribattelep ung der Bürger angelegt wurde raumen oder F liegen, mit ein phonanlagen n länger als 103 amt plöglich de haben die Befig Der Rechtsbeifta erklärt, daß das Entfernen diese Das R Fahren Mainz n der Stadthalle b großem Beifall auf ** Homburg traf heute morg tommt morgen ** Bingen, 14 Geffen fährt den dem Dampfer de Der Großherzo Dampfer mit bi Rüsselshe Isenburg- Birstein ließ das dieser Tage dem ** Birstein, 14. August. Die Fürstin von bosnischen Zigeunerehepaare wieder ausgelieferte Kind zurückholen, um es zu erziehen. Die Zigeuner erhielten für die lleberlassung des Kindes ein Geschenk von 1000 Mk. ** Frankfurt, 14. August. Im zoologischen Garten ist eine besondere Seltenheit eingetroffen ein echter Jagdfalke, diejenige Falkenart, die im Mittelalter zur Reiherbeize verwendet wurde. Zum erstenmal wird ferner ein peruvianischer Triel, aus dem Salpeterland Iquique, ausgestellt. ** Frankfurt a. M., 14. August. Die Blei- und Silberhütte Braubach A.-G. verteilt für das abgelaufene Geschäftsjahr 5 Prozent Dividende. Jm vorigen Jahre wurde keine Dividende verteilt. ** Sonderzug von Frankfurt a. M. nach Düsseldorf Dienstag, den 26. August, wird abermals ein mit Wagen 2. und 3. Klasse und ermäßigten Preisen gefahren Darmstadt, 14. August. Der Großherzog fährt von Mainz aus nach Jagdschloß Wolfs garten. Der Hofhalt bleibt daselbst bis zum 12. September, an welchem Tage die feierliche Enthüllung des Denkmals für die verstorbene Großherzogin Alice stattfinden wird. Von diesem Tage ab bis zum Schluß der Manöver wird der Großherzog alsdinn Wohnung im Schloße zu Friedberg nehmen, da das anfangs vorgesehene Jagdschloß Nomrod zu weit von dem Manöverterrain entfernt liegt. ** Darmstadt. Der von der hiesigen Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgte Lehrer Wenzel zulegt in Raunheim, welcher sich vor mehreren Monaten einer Anzahl schwerer Sittlichkeitsverbrechen schuldig gemacht hatte und inzwischen auch nach Amerika verschwunden war, wurde dieser Tage in Ruhla festgenommen. ** Hanau, 13. Der hiesige Lehrerverein beabsicht, im kommenden Winterhalbjahr eine Reihe von wissen= schaftlichen Vorlesungen durch Universitätsdem Landkreise Hanau und dem Nachbarkreise Gelnprofessoren dahier zu veranstalten. Auch die Lehrer aus hausen, sowie diejenigen aus den Grenzbezirken von Hessen und Bayern können den Vorträgen beiwohnen. Die Vorlesungen sollen sich auf Pädagogik, Literatur, Geschichte und eventuell auf Volkswirtschaftslehre erstrecken. ** Vom Odenwald, 13. Aug. Das falte, regnerische Wetter wird der Ernte recht verhängnisvoll. Alenthalben hatte man zu schneiden angefangen. Nun liegt das Geschnittene seit zehn Tagen schon auf dem Felde im Nassen. Auch das noch auf dem Halm stehende Getreide leidet sehr. Es ist bei uns seit einigen Tagen geradezu kalt und man hat deshalb viclerseits wieder in den Zimmern die Oefen in Funktion gesetzt. Hessische Kammerherr Reichsfreiherr Adolf v. Gem** Fränkisch- Crumbach, 13. Aug. Der Großherzoglich mingen- Hornberg, Herr auf Fränkisch- Crumbach, ist am 4. August zu Stresa gestorben. ** Mainz, 14. August Eine von den Viehhändlern abgehaltene Versammlung beschloß, nach einer Rücksprache mit dem Oberbürgermeister, den hies. Markt von nächster Woche ab wieder in der seitherigen Weise zu befahren. ** Mainz, 14. August. Für die Kaiserfahrt auf dem Rhein hat die Provinzialdirektion Rheinhessen folgende besonderen Vorsichtsmaßregeln angeordnet: In der Zeit von 2 Uhr Nachmittags bis 11 Uhr Abends ist an beiden Rheinufern von Mainz bis Bingen das Schießen in einer Entfernung bis 500 Meter landeinwärts, vom Ufer aus gerechnet, nur derart gestattet, daß die Mündungen der Kanonen oder Böller vom Rhein abgewendet, landeinwärts gerichtet sein müssen. Auch darf von den Schiffen aus, beim Passiren des Kaiserschiffes, auf eine Entfernung von 300 Meter vor und hinter dem Kaiserschiff überhaupt nicht geschossen werden. ** Mainz, 15. Aug. Ein glänzend besetztes Feld wird heute und Sonntag die internationalen Radrennen um das goldene Rad von Mainz( Gesamtpreis 3000 Mt.) auf dem Mainzer Sportplage bestreiten, wozu sich die bedeutendsten Größen des internationalen Radrennsportes ge= meldet haben. Heute finden 7 Vor- und 3 Hoffnungsläufe zum goldenen Rad, sowie ein 30,000 Meter Dauerfahren mit Motorschrittmachern statt. Am Sonntag( dem Haupttag) ** die Behausung eingefchlichen. Bette geben woll Treppe zum Spe machte von der Meldung und de Anzug und eine wurde in dem vorgefunden. Koftheim ** der auch Wirtid Lag erhalten u ließ er aber du wohnt. Der 2 Ohren und fie feinen Stellvert ** Mannheim 24.- 27. Auguft deutscher Ka ** Koblenz Nachmittag am Rade und blieb wunde hervor. * Leipzig. Leipziger Rauch bor einem Jahre schulden unter wie das Berline Berhaftung Selbi * Der 10. B mirte tagte in 5 handlungsgegenste Bolitische hinüber Der Broteft gegen 23. Januar 190 Gastwirts gen läftig und schädli und es wurde be den besonderen Ve nung tragen. Gin borftellig zu wer zu unterziehen u Arbeitgebern un Kommiffion. 2 über das Mil wegen ihres fo behörde verdäch Reichsbehörden berbot, wenn n Tagen verhäng fozialdemokratijo mit der modern fchäftigte fich der bor, daß die Best Betränke auch fet werden; nur gege erster Linie folle n borgehen, welche geistiger Getränke beim Reichstag die nicht unberechti annehmen, welche stand mit Griften bildung der rische Besuch von bill aud) einen Leung von Wich hin wurden Ma erinogen. Der n geteilt, in Mains nd hielt, derart in find die Zwischen- sowie der Endlauf, ferner ein Tandemhauptfahren und Prämienfahren für Berufsfahrer, sowie 4 Herrenfahrrennen. Bei dem Endlauf des goldenen Rades gelangt ein vergoldetes Fahrrad( Lurusrad, gestiftet von der Firma Adam Opel, Rüsselsheim) nach folgendem Modus zur Verloosung. Es gelangen zirfa 2000 nummerierte Programme zur Ausgabe; bei dem Endlauf des goldenen Rades zieht jeder Fahrer aus einer Urme, in der sich die gleiche Anzahl Nummern wie die ausgegebene Anzahl Programme befinden, eine Nummer und derjenige Zuschauer ist glücklicher Gewinner des vergoldeten Rades, dessen Programmnummer mit der gezogenen Nummer des Siegers übereinstimmt. die Klinit trans legung des Lebr tit, foll ich wet iefige Straffamme n wegen Mißhand en su two diges nifter für Hande Fer Stipendien zum ausgeworfen. G Stipendien bor Reiches berüd er bemittelten and und Westfalen möglicht ist. g der Handwer Borschlag für di Kammer den Weg hunter Darlegung elden zu lassen. G cingelaufen, bon gefunden haben. er Schmiedemeister Dem Genannten ist worden. e Fürstin bo dieser Tage dem wieder ausgelieferte erziehen. Die ng des Kindes ein pologischen Garten ffen- ein echter ie im Mittelalter Zum erstenmal , aus dem SalDie Blei- und das abgelaufene Jm vorigen = d abermals ein Düsseldorf Bigten Breifen ge Großherzog Wolfsgarten. 2. September, an des Denkmals Clice stattfinden zum Schluß der in Wohnung im Das anfangs vor weit von dem Staatsanwaltschaft t in Raunheim, Anzahl schwerer tte und inzwischen irde dieser Tage in berein beabsicht, Je bon wissen: ch Universitätsch die Lehrer aus barkreise Geln renzbezirken bon ägen beiwohnen. gogif, Literatur, rtschaftslehre er falte, regnerische nisvoll. Avent ngen. Nun liegt auf dem Felde Halm stehende weit einigen Tagen iclerfeits wieder On gesetzt. Der Großherzoglich Adolf v. Gem -Crumbach, ift am Don den Vieh ng beschloß, nad cmeifter, den hief in der seitherigen ** Mainz, 14. Aug. Ein interessanter Konflikt, auf dessen Ausgang man gespannt sein darf, ist hier aus gebrochen. Es giebt hier eine größere Anzahl von sog. Privattelephonanlagen, welche mit Genehmigung der Bürgermeisterei besonders von Geschäftsleuten angelegt wurden, um Privatwohnungen mit Geschäftsräumen oder Filialen 2c., welche zerstreut in der Stadt liegen, mit einander zu verbinden. Obwohl diese Telephonanlagen mit Wissen des Telegraphenamtes schon länger als 10 Jahre bestehen, berlangt das Telegraphenamt plötzlich deren Entfernung. Gegen dieses Ansinnen haben die Befizer solcher Anlagen Protest erhoben, auch der Rechtsbeistand der Stadt Mainzehat den Besitzern erklärt, daß das Telegraphenamt fein Recht habe, das Entfernen dieſer Privattelephonanlagen zu verlangen. § Das„ Roschat- Quintett", das seit etwa fünf Jahren Mainz nicht mehr besucht hat, gab am Dienstag in der Stadthalle vor einem zahlreichen Publikum ein mit großem Beifall aufgenommenes Konzert. ** ** Homburg v. d. S., 15. August. Die Kaiserin traf heute morgen um 8 Uhr hier ein, der Kaiser kommt morgen Abend 6 Uhr mittels Sonderzuges an. Bingen, 14. August. Der Großherzog von Hessen fährt dem Kaiser bis hierher entgegen. Auf dem Dampfer des Kaisers findet die Begrüßung statt. Der Großherzog fährt dann auf dem kaiserlichen Dampfer mit bis Mainz. ** Rüsselsheim. Am Freitag Abend hatte sich in die Behausung unseres Bürgermeisters ein Strolch eingeschlichen. Als das Dienstmädchen nach oben zu Bette gehen wollte, bemerkte sie, wie ein Mensch die Treppe zum Speicher hinauf sprang. Das Mädchen machte von der Wahrnehmung bei ihrer Herrschaft Meldung und der Eindringling, der sich bereits einen Anzug und eine silberne Armspange angeeignet hatte, wurde in dem Taubenschlag, hinterm Kamin versteckt, vorgefunden. ** Kostheim, 14. Auguſt. Ein hiesiger Landwirt, der auch Wirtschaft betreibt, hatte wegen Hehlerei einen Tag erhalten und sollte diesen kürzlich verbüßen. Dies ließ er aber durch einen Mann besorgen, der bei ihm wohnt. Der Behörde kam aber dieser Rollentausch zu Ohren und sie hat jcht gegen diesen Landwirt und seinen Stellvertreter Anklage erhoben. ** Mannheim, 14. August. In den Tagen vom 24.- 27. August tagt hier die 49. Versammlung deutscher Katholiken ,. ** Koblenz, 13. Aug. Ein Radfahrer stürzte gestern Nachmittag am Hayerberg bei Güls an der Mosel mit seinem Rade und blieb so fort tot, das Gehirn trat aus einer Kopfwunde hervor. Vermischtes. * Leipzig. Der in Odessa verhaftete flüchtige Leipziger Rauchwaren- Großhändler Perlmann, welcher vor einem Jahre mit rund einer Million Mt. Wechselschulden unter sensationellen Umständen flüchtete, hat, wie das Berliner Tageblatt meldet, kurz nach seiner Verhaftung Selbstmord begangen. * Der größte Gasometer der Erde wird gegenwärtig auf dem Gelände der Gasanstalt VI Berlin errichtet. Er wird nach seiner Vollendung bei einem Durchmesser von 76 m und einer Höhe von 75 m über der Erde und 6 m in der Erde einen Fassungsinhalt von 150,000 cbm Gas haben. Hochinteressant wird der Aufbau des Rieseneisenmantels werden. Dieser wird zum ersten Mal ohne jedes Hilfsgerüst erbaut, indem man jedes fertige Stück durch hydraulischen Druck heben wird, um dann die weiteren Eisenplatten zu vernieten. Im Ganzen sind drei gleich große Gasometer für die Anstalt projeftirt. * - von einem tollwutverdächHalle a. S., 13. Aug. Der Unterstaatssekretär im Reichsschazamt Aschenborn übernimmt mit Anfang des Wintersemesters die Kuratorialgeschäfte der Universität Halle. * Gleiwig, 13. Aug. Wie Breslauer Blätter berichten, sind hier eine Anzahl Personen nach der einen Angabe 8, nach der anderen 12- tigen Hunde gebissen worden, der darauf noch einige andere Hunde biß. Infolgedessen wurde über den Stadtfreis Gleiwitz die Hundesperre verhängt. Die verlegten Personen begeben sich auf städtische Kosten nach Berlin in das Koch'sche Institut. Siegen, 13. Aug. Daß Diebe es fertig bringen, die Anlagen zweier Gruben widerrechtlich abzubrechen und zu verkaufen, dürfte nicht oft vorkommen. Ein solcher Fall ist von hier zu melden. Ganz in der Nähe der Stadt liegen die beiden Gruben„ Martinshardt" und Schlüssel", deren Betrieb seit einiger Zeit ruht. Die erstere gehört der Friedrich- Wilhelmshütte bei Troisdorf, die andere einer hiesigen Gewerkschaft. Eines Tages erschienen auf Eines Tages erschienen auf diesen Gruben eine Anzahl Leute, die in wenigen Wochen das Bechenhaus abbrachen, die Rostöfen einriffen, die Schienen aus den Stollen holten und alles verwertbare Material verfauften unter der Angabe, die Anlagen der Gruben auf Abtauften unter der Angabe, die Anlagen der Gruben auf Abbruch gekauft zu haben. Erst jetzt stellt es sich heraus, daß bruch gekauft zu haben. Erst jetzt stellt es sich heraus, daß Einer von man es mit Schwindlern zu thun gehabt habe. ihnen ist nach Belgien entflohen, die anderen sechs sehen ihrer Bestrafung entgegen. * Bonn a Rh., 14. August. Bei Nieder- Dollendorf ectrank heute Mittag ein Vater mit seinem Kind. Der Mann hatte seine beiden Kinder in einem Kinderwagen auf eine Kribbe gefahren, auf welcher der Wagen umfippte und beide Kinder ins Wasser fielen. Der Vater, der den Kindern sofort nachsprang, um sie zu retten, verschwand in den Wellen. Ein Kind wurde durch einen Arbeiter gerettet. * Elze, 13. Aug. Ueber ein Humoristikum in einer Schöffengerichtssitzung wird von hier berichtet:„ Als Zeuge wurde u. a. auch der Nachtwächter M. aus Gronau vereidigt und vernommen. Der Betreffende, der wohl noch nie vor den Schranken des Gerichts gestanden hatte, fiel dem Vorsitzenden, noch ehe dieser ihm die Textworte des Eides vollständig vorgesprochen hatte, ins Wort und sagte:„ Ich schwöre, daß ich ein Nachtwächter bin," was natürlich, troß des Ernstes der Sache, allgemeine Heiterkeit hervorrief." * Ludwigsburg, 13 Aug. In Oßweil ist beim Brande einer Scheuer ein 55 jähriger, zugereifter Drescher Leonhard Hafenfuß von Hesselbronn verbrannt. 3 andere Drescher, die ebenfalls in der Scheuer übernachteten, konnten sich retten. * Eßlingen, 13. Aug, Dieser Tage kam hier ein schwerer Uebergriff eines Schuhmanns vor. Dieser hielt eine hiesige Dame, Frau eines Fabrikanten, auf dem Bahnhof an und wollte sie, als eine steckbrieflich verfolgte Dirne, verhaften. Die Dame wehrte sich dageg n und rief um Hilfe, so daß der Schußmann von seinem Vorhaben ablassen mußte. Die Polizeiverwaltung entschuldigt diesen Fall damit, daß das Signalement der Dirne auf die Dame einigermaßen gepaßt" habe; in dem Steckbrief heißt es nämlich ist einfach gekleidet und benimmt sich unauffällig und anständig. Die Entrüstung ist hier sehr groß. * München, 13. Aug. Am Sonntag begingen die Sozialdemokraten ihr Sommerfest in der Waldrestauration Holzapfelskrauth. Dabei stieß ein Fahnenträger, ein verheirateter Schneidermeister, mit der Fahne so unglücklich an einen Plock, daß er sich mit dem unteren Ende der Stange eine schwere Quetschung des Darmes zuzog, der er bereits im Krankenhause erlegen ist. * Eifersuchtsdrama. Aus Ansbach in Bayern meldet man: Nachts lockte ein 23 jähriger Storbmacher seine Geliebte, eine bildhübsche Ladnerin, in einen Hof und biß ihr, nachdem er sie zu erdrosseln versucht hatte, jedoch durch das Dazwischentreten eines taubstummen Arbeiters darin verhindert worden war, im letzten Moment die Nase bis zum Nasenbein vollständig durch. Motive zur That: Blinde Eifersucht! * Stockholm, 14. Aug. Die Untersuchung ergab, daß die Fälschung der drei Checks, durch welche die Staatstaffe geschädigt wurde, von dem im Juni verstorbenen Staatskassirer Fongberg ausgeführt wurde, der auch selbst die Auszahlung entgegengenommen hat. Der 10. Bundestag des Bundes Deutscher Gastwirte tagte in Hannover. Von den zahlreichen Verhandlungsgegenständen heben sich einige heraus, die ins Politische hinüberspielen. Hierher gehört in erster Linie der Protest gegen die Verordnung des Bundesrats vom 23. Januar 1902, betreffend die Ruhezeiten im Gastwirts gewerbe. Diese Verordnung wurde als* Ein ganz originelles Bulletin über den Naturlästig und schädlich bezeichnet, auch für die Angestellten menschen" Gustav Nagel bringt das„ Schönebecker und es wurde verlangt, daß die betr. Bestimmungen Tagbl.": Nach gut verbrachter Nacht legte Nagel sich den besonderen Verhältnissen im Gastwirtsgewerbe Rech- in den Regen, verzehrte drei rohe Gurken und trank nung tragen. Eine Resolution fordert, beim Bundesrat Wasser dazu. Das Allgemeinbefinden ist gut, der vorstellig zu werden, um die Verordnung einer Revision der Kartenverkauf geht flott. zu unterziehen und gutachtlicher Anhörung einer aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengeseßten Kommission. Weiter von Interesse war die Diskussion über das Militärverbot für Gastwirtschaften, die wegen ihres sozialdemokratischen Verkehrs der Militärbehörde verdächtig sind. Es wurde beschlossen, bei den Reichsbehörden vorstellig zu werden, daß dies Militärverbot, wenn nicht ganz beseitigt, so doch nur an solchen Tagen verhängt werde, wo in den betr. Lokalitäten sozialdemokratische Versammlungen stattfinden. Auch mit der modernen Anti- Alkoholbewegung beschäftigte sich der Bundestag. Einmütig hob man her vor, daß die Bestrebungen gegen den Mißbrauch geistiger Getränke auch seitens der Gastwirte durchaus gebilligt werden; nur gegen das„ Zuviel" wende man sich. In erster Linie solle man gegen die großen Schnapsbrenner borgehen, welche oft am meisten gegen den„ Mißbrauch geistiger Getränke" wetterten. Eine Resolution fordert, Berlin, 14. August. Ueber eine Cholerinenepidemie ,, beim Reichstag und Bundesrat dafür einzutreten, daß in Posen berichtet die„ Volksztg." von dort: Ein hiesiges die nicht unberechtigte Anti- Alkoholbewegung nicht Formen deutsches Blatt meldet, daß nur 24 schwere Cholerineannehmen, welche den einwandfreien, deutschen Wirte- fälle und eine Zahl leichter festgestellt seien. Auf Nachstand mit Existenzvernichtung bedrohen." Zur Ausfrage wird uns mitgeteilt, daß die Cholerineepidemie bildung der Lehrlinge soll überall der obligato- große Fortschritte macht. In mehreren Schulklassen rische Besuch von Fachschulen angestrebt werden; man fehlen acht Kinder. will auch einen Befähigungsnachweis bei Verleihung von Wirtschaftskonzessionen beantragen. Weiterhin wurden Maßnahmen gegen den Flaschenbierhandel erwogen. Der nächste Bundestag wird, wie schon mitgeteilt, in Mainz abgehalten. e Kaiserfahrt ialdirektion Rheinnaßregeln angeord ittags bis 11 Uhr von Mainz bis tfernung bis 500 sgerechnet, nur der Kanonen oder Deinwärts gerichtet chiffen aus, beim e Entfernung von ferschiff überhaupt befeptes Feld wird 7 Radrennen um famtpreis 3000 Mt.) wozu fich die be1 Radrennsportes ge 3 Hoffnungsläufe zum ter Dauerfahren mit tag( bem Haupttag) Cholerinenepidemie und drohende Hungersnot in Posen. Hauptsächlich wird die arme Bevölkerung von dieser Epidemie betroffen. Infolge der seit einigen Wochen hier eingetretenen hochgrabigen Teuerung vermögen sich die ärmeren Klassen überhaupt nicht mehr zureichend zu crnähren und müssen vielfach zu gesundheitswidrigen Nahrungs. mitteln greifen. Ueber die beispiellose Teuerung, die hier in Posen herrscht, bringen zwar fast täglich sämtliche hiesige deutschen und polnischen Blätter lange Artikel, aber bis jezt hört man nichts von einem durchaus notwendigen Eingreifen der Behörden. Tausende von Menschen nähren sich hier nur noch von Kartoffeln und Cichorienbrühe, wozu in günstigem Falle ein Stück Brot fommt. Selbst der Mittelstand muß sich Einschränkungen auferlegen. Die Ernte fällt gut aus, es fehlt an Lebensmitteln nicht und die ganze enorme Preissteigerung ist hier nur eine fünstliche. Falls wir nicht eine Hungersnot bekommen sollen, ist hier ein Einschreiten der Behörde notwendig. Neueste Nachrichten. Berlin, 15. August. Die Hochzeit der Großfürstin Helena, der Tochter des Großfürsten Wladimir mit dem Prinzen Nikolaus von Griechenland findet am 28. ds. in Zarskoje Selo ſtatt. König Georg von Griechenland trifft dazu schon am 23. de. in Petersburg ein. Ebenso erwartet man dazu das Kronprinzenpaar von Dänemark. Am 17. ds. trifft der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin zum offiziellen Antrittsbesuch beim Zaren ein. Berlin, 15. Auguft. Der Oberbürgermeister von Posen, Witting, hat sich in den letzten Tagen hier aufgehalten. Während seines Aufenthaltes hatte er, dem Berliner Tageblatt" zufolge, teils Besprechungen im Reichsfanzlerpalais, teils bei der Nationalbank für Deutschland, zu deren Direktor er bekanntlich be= stimmt ist. " Berlin, 15. August. Aus Ischl wird über Wien telegraphiert: Ministerpräsident Sörber wurde gestern Abend gleich nach der Ankunft vom Kaiser in längerer Audienz empfangen. Szell trifft erst morgen in Ischl ein. Der Kaiser erwartete von den letzten Verhand lungen beider Ministerpräsidenten in Ratot bestimmt, daß sie zur Einigung über alle Ausgleichsfragen führen. Körber fonnte aber nicht die Nachricht bringen, daß dieses Resultat erreicht set. Wohl wurde über eine Reihe strittiger Punkte eine Annäherung beider Regierungen erzielt, aber in der Hauptsache, über den autonomen Zolltarif, bestehen noch weitere Differenzen. Man glaubt, daß die Verhandlungen hierüber in Ischl stattfinden werden, da der Kaiser dringend eine vollständige Einigung verlangt. * Hamburg, 15. Auguft. Eine 2000 Köpfe starke Versammlung der Droschkenkutscher und Fuhrwerksbe sitzer beschloß gestern Abend den sofortigen Ausstand, da die Polizeibehörde ihre Wünsche bei Ausarbeitung der neuen Droschtenfuhr- Ordnung ablehnte. ** Homburg v. d. H., 15. August. Lord Salisbury ist gestern Abend zu längerem Kur- Aufenthalt in Homburg eingetroffen.- Freitag früh 8 Uhr wird die Kaiserin erwartet. Am Samstag Nahmittag 5.25 Uhr trifft der Kaiser hier ein. Berlin, 15. Aug. Ein Hochverrats- Prozeß wird aus Leipzig angekündigt. Gegen den Reisenden Edo Becker aus Wolfenbüttel ist Anklage wegen Verrat militärischer Geheimnisse erhoben worden. Der Prozeß findet demnächst vor dem Reichsgericht statt. Leipzig, 15. August. In dem Prozeß gegen den Bacon Stietencron hat das Reichsgericht die von der Wittwe und dem Sohne des getöteten italienischen Arbeiters eingereichte Revision auf den 9. Oktober zur Verhandlung vor dem 6. Zivilsenat anberaumt. Der Verhandlung werden auf Antrag der italienischen Regierung der italienische Konsul in Leipzig und der aitlienische Botschafter in Berlin beiwohnen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 12. Sonntag nach Trinitatis, den 17. Aug. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmirten der Matthäusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr Naumann. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Vogt. ( Kirchgang der hiesigen Kriegervereinigungen zur Gravelotte: Sonntag, Abends 8 Uhr Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Joh., Kap. 8, 30-36. feier.) Katholische Gemeinde. Samstag, 16. Aug. Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 17. Aug. 13. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. " " " 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austellung der heiligen Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe 9.30 Uhr: Hodamt mit Predigt. Nachmittags 2.30 Uhr: Sakramentalische Bruderschafts- Andacht. Gottesdienst der israelitischen Beligionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 16. Aug. Borabend 7,15 Uhr. Morgens 8,30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Predigt. Sabbathausgang 8,35 Uhr. Ein wirklich guter Kaffee- Zusak ist Pfeiffer& Diller's Kaffee- Essenz Niemals trinkt man sich diese zuwider; babel genügt eine Messerspize voll f. 6-8 Tassen. Bekanntmachung. Die Lieferung von 4400 Ctr. Nußfohlen II. Größe für die Prima Bepfelwein à Liter 35 Pfg. empfehlen ſtädtischen Anstalten für das Rechnungsjahr 1902/03, foll unter ben f.& G. Wallenfels auf unserem Amtszimmer Nr. 15 zur Einsicht offenliegenden Beding ungen vergeben werden. Angebote, in welchen der Preis pro Doppel- Warft 21. waggon, frei Brhnhof Gießen anzugeben ist, sind bis zum 30. August d. J. vormittags 12 Uhr mit der Aufschrift Kohlenlieferung" versehen im Zimmer Nr. 15 abzugeben. Gießen, am 15. August 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Telephon 46. Heidelbeeren täglich frisch von 9 Uhr morgens ab empfiehlt J. Hankel, Saloßaasse 6. der Verwaltungsrat den Zinsfuß für neue Darlehen Zwiebelkuchen! aus unserer Kasse vom 1. Ot ober 1. J. ab auf 41/400 ermäßigt hat, und daß auch eine solche Ermäßigung vom Montag, Mittwoch und 1. Januar 1903 für alle diejenigen Schuldner eintritt, welche Freitag von vormittags 9 seither 42% 8insen gezahlt haben. Gießen, am 8. August 1902. Der Direktor der Spar- u. Leihkasse Gießen. Wiener. rad Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreiner Flaschenreife Weissweine, Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. ,, وو 100 دو versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten 12 Flaschen an " von P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. Bedeutend ermäßigte Preise für Sonnenschirme Casseler Schirmfabrik Th. Budde& Co. Gießen. Seltersweg 9. Anker- Cichorien in Cafeln! Unübertroffener Kaffee- Zusatz, würzig u. bekömmlich), eingeteilt in Tafeln zu 50 Würfeln. Ungemein praktisch und sauber im Gebrauch. 1 Tafel für 10 Pfg.reicht aus zu 200 Tassen Kaffee. Ueberall zu kaufen! 1103 Dommerich& Co. in Magdeburg- Buckan. 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Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Harn Hoflohnkatscher Huhn dahier wenden. Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung verbunden, für welche 1565 Mk. zur Verfügung stehen. Der Prämiirungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schlenke Hardthof bei Gießen zu erbitten. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 122 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurüc Am 11. September, nachmittags 2 Uhr findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verloosung statt von Pferden, Wagen, land wirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Ge brauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mt. ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, Juli 1902. Die Pferdemarktkommission zu Gießen. Jean Kirch, Stadtverordneter. slow is$ 11901 Was ist ,, Naumannia- Seife"? ,.Naumannia- Seife" ist die beste, billigste und dabei praktischste Wasch- Seife, denn sie lässt sich nach jeder Wasch- Methode gleich gut verwenden und ermöglicht der Hausfrau mit einer Sorte Seife auszukommen! "" Naumannia- Seife" ist eine garantirt reine, neutrale Seife, die sich vermöge ihrer soliden Basis viel langsamer verwascht, wie gewöhnliche Seifen und trotzdem vorzüglich reinigt! " 1 Gemeinde Gabelbach, 2. Aufl. Mik 0 35. hält sich bestens empfohlen Frau Schuchard, Asterweg 7. Ein Mann A. Hofmann, Weßsteinstr. 40. Mitte 30 Jag en sucht noch für Saöner Laden einige Stunden d. Tages Be- mit oder ohne Wohnung zu ver= Für Scheffel- u. Gabel- schäftigung. Näb. in d. Exp. d. Bl. mieten. bach- Verehrer: Frisiererin V.v.Scheffel's Gabelbachlied nimmt noch Kunden an in und außer dem Haus. Schloßgasse 12. mit 2. v Anton v. 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Im Sinne der eigentlich alle Handw muff n, und die auf auf eine Alärung der wirtschaftskammern ge Entscheidung des Reid Gie läßt deutlich erfen Die Art der Pro Umfang, der für di Licht als entscheidend Damit Han) in Borliegen der Kärun Das ist einmal die a u der Neuarbeiten, lierung hinweist, dar der Maschinenart die Fabrikation dann die in dem Betriebe t biffentes Handwerkszen bis zur Verwertung zwar lediglich unter bethätigenden Krat ste Wir wollen hier nafchine hinweisen. gewerbe im allgemeinen lich für die Verhältn Definition des Reichs nur deshalb der Fall Fabriken, welcher die Be Rein Arbeiter tann al andern treten. Diese ide Begriffsformulierun man fie jedoch in Bet günstigsten Falle der A fine, die ähnlich arbe fegt werden tann. Von anderen G ausnahmslos. Bei bom Reichsgericht der Berlegung im altungspraxis als Denn er ermöglicht dem außer dem In Wilh. Plank, Bahnhofstr. 18. Behilfe) thätig ist, Per 1. 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