gie an der Leip de an Stelle des Biener Universität ntersemester feine Stadt Gießen. Sote babier mit 1 5.: Heinrich Oline Glifabethe seur dahier mit Heinrich Konrad na Johannette Auguft Magel, Em 8.: Wilhelm berg mit Glija Georg Ludwig mit Anna Luise Luise Caroline iß, Gr. GerichtsDarmstadt. ösler, technischer Altvater dahier. n Wagner, Lehrelmine Adolfine ttmar, Fabrikant er. der Gießener e Tochter; dem Tochter, Marie Scliffer eine Am 6.: Dem Sohn, Heinrich Hartmann eine Dem LokomotivAm 9.: Dem Walter. Rodenhausen, 16.: Heinrich Geheime Rat, Br. Provinzial 34 Jahre alt, ot Gießen meisterei14. die Aufgabe ( Arbeitern und Lehrteln. Uhr und von Surfche, 1 land. 2 Lauffrauen, jenbote. Ener, 5 Dienst, 1 Schloffer, eiten. hores mit Lung Kliniken nötigen nebst Material8 auf den Minibung auf dem Subrbeitsbeschreibungen offen, und können Nr. 161. thin Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. фил Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 15. Juli 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jusertionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie, ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) 942913 für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießer Ein verschwundener deutscher Kleinstaat. - Die Herzogin Friederike von Anhalt- Bernburg- ihr Tod wurde dem Leser schon mitgeteilt war die bei weitem älteste unter den Fürstinnen der souveränen Familien Europas. Wie eine Gestalt aus längst vergangenen und ver= geffenen Tagen ragte die Neunzigjährige in unsere Zeit hinein, und ihr Tod weckt die Erinnerung an den inzwischen längst von der Weltfarte verschwundenen Kleinstaat, dessen lezte Herrscherin sie war, und dessen Namen sie als lezte getragen hat. Ihr Gatte, der Herzog Alexander Karl, für den sie 8 Jahre lang die Verwaltung des Bernburger Ländchens leitete, war dessen achter Fürst. Zwei und ein halbes Jahr hundert lang hat die Linie Anhalt- Bernburg bestanden. Am Anfange des siebzehnten Jahrhunderts ward das bis dahin einen einheitlichen Staat bildende Anhalt von vier Brüdern in vier Teile gespalten: Dessau, Bernburg, Zerbst und Köthen. Kaum ein deutsches Fürstenhaus konnte sich an Kinderreichtum dem der Astanier vergleichen, und doch führte in ver hältnismäßig so furzem Zeitlaufe das Aussterben aller drei jüngeren Zweige das gesamte Land wieder in der Hand Des ältesten zusammen. Allerdings blüht noch jetzt die zahlreiche Nachkommenschaft eines Bernburger Prinzen, die in Preußen lebenden Grafen von Westarp, aber diese, auf die weiter unten zurückgekommen werden wird, haben sich des Rechtes auf die Thronfolge begeben. Von dem hessischen angesehen, weist wohl die Geschichte feines anderen deutschen Fürstenstammes soviel romantische Capitel auf, wie die des anhaltinischen. Deren bekanntestes lebt bis heute im Gedächtnisse des Volkes fort und hat Dichter und Maler oft zu fünstlerischer Darstellung angeregt, dasjenige nämlich, dessen Helden der alte Dessauer und seine Luise, des Apothekers Föhse Tochter, sind. Weniger befannt dürfte aber eine früher vielfach geglaubte UeberLieferung sein, durch welche diese der Nachwelt im Lichte der Verklärung erscheinende Liebesgeschichte ein wesentlich anderes Aussehen erhält. Nach ihr hätten sich die Dinge in Wirklichfeit sozusagen umgekehrt verhalten. Leopold von Dessau sei ein untergeschobenes Kind gewesen und zwar ein Sohn eben des Apothekers Föhse, ausgetauscht gegen eine kleine Brinzessin, deren Geburt ihren Eltern eine um so größere Enttäuschung bereitet hätte, als ihr bereits vier Schwestern boraufgegangen wären. Dabei sei gleich anfangs in Aussicht genommen worden, die beiden verwechselten Kinder später miteinander zu vermählen, um die Prinzessin auf diese Weise aus dem Apothekerhause ins Fürstenschloß zurückzuführen. Die crasse unwahrscheinlichkeit dieser Fabel liegt auf der Hand, und doch haben ihr sogar ernste Chronisten Glauben geschenkt. Der Bernburger Linie fehlte es ebensowenig an Liebesheiraten zwischen Fürst und Bürgerstochten wie der von Dessau. Wie des alten Dessauers ältester Sohn fich ohne Wissen des Vaters die Bauerstochter Sophie Angebots- Vermerk Herre antrauen ließ und die Ehe, der schon neun Kinder Empfang genommen entsprossen waren( die später erloschenen Grafen von Anhalt) erst auf dem Tootenbette gestand, so verband , vormittags 10 Uhr, sich der Erbprinz Karl Friedrich von Bernburg 1716 ift portofrei an uns 1443 ochbauamt Gießen. ing. er, Berlin, schreibt: k"; sie ist sehr milde and weich!" EIFE Infolge ihrer eigenartigen Hot- Methode gegebenen Seife beiliegen, bas befte, Mittel ber Gegenwart. usftattung Sadung, 1.50, 3 Std DH. 4.50. 1.40, 3 Ghid M. 4- Bo nicht zu haben Rolberg, portofrei gegen bezw. 4.50 t für B 0000 heimlich mit der Tochter eines Kanzleirates, Wilhelmine Charlotte Nüßler, die als Jungfer bei einer adlichen Dame im Dienste stand und schon drei Jahre vorher durch ihn Mutter eines Sohnes geworden war. Um fie gegen den Widerspruch seines Vaters und seines Bruders vom Kaiser anerkennen zu lassen, nahm der Erbprinz die Verwendung des Fürsten Leopold von Dessau in Anspruch, der viel am Wiener Hofe galt und endlich auch erreichte, daß die Demoiselle Nüßler auf Vorstellung und wegen der Verdienste Fürst Leopolds von Dessau um das Reich" zur" Reichsgräfin von Ballenstedt" erhoben wurde. Ihre beiden Söhne erhielten später sogar den Reichsfürstenstand, starben aber, ohne Erben zu hinterlassen. Von einem Bruder Karl Friedrichs, Lebrecht, leitete der Nebenast„ BernburgSchaumburg- Hoym" seine Abkunft her. In ihm waren solche sogenannten Mesalliancen die häufigsten Erschein ungen. Lebrecht selbst vermählte sich nach dem Tote seiner ersten Gemahlin, einer Prinzessin von NassauSchaumburg, mit dem schönen Fräulein von Weede, die der Kaiser zur Gräfin machte, und, abermals Witwer geworden, mit Sophie von Ingersleben. Für dieſe fonnte er am Wiener Hofe eine Standeserhöhung nicht durchsetzen, fie wurde offiziell nicht einmal als seine Gattin, sondern nur als„ Eheconsortin" oder„ Geheiratete" bezeichnet. Lebrechts Sohn Victor Amadeus führte eine Bräfin Hendel, sein Enfel Franz Adolf ein Fräulein bwn Haslingen heim, die beide den Ebenbürtigkeits- Vorschriften des Hauses Anhalt nicht genügen konnten, und wieder Franz Adolfs Sohn, Franz wählte eine bürgerliche Dame, die Tochter eines preußischen Regierungsrates Namens Westarp in Brieg zur Lebensgefährtin. Diese letzte Heirat hatte allerlei verwickelte Rechtsstreitigkeiten und Auseinandersetzungen zur Folge. Zunächst nötigten die übrigen Mitglieder des Bernburger Hauses den Prinzen zu einem 1796 ge= schlossenen Vergleiche, durch welchen er selbst seine Ehe für unebenbürtig erklärte und für seine Kinder auf fürstlichen Rang und alle Nachfolge verzichtete. Dieser Verzicht ward mit dem Hinweis auf eine hausgesetzliche Bestimmung begründet; da die letztere aber nie die kaiserliche Bestätigung erfahren hatte und der Vergleich von 1796 ihrer gleichfalls bedurft hätte, sahen die Wittwe und die Söhne des inzwischen verstorbenen Prinzen Franz ihn später nicht mehr als verbindlich an, um somehr als die erstere vom König von Preußen nachträglich den Rang einer geborenen Gräfin von Westarp" erhalten hatte. Trotzdem sahen sich ihre Söhne zu einem nochmaligen endgiltigen Aufgeben ihrer Ansprüche veranlaßt. Dafür erhielten sie aus der Bernburger Staatskasse eine Jahresrente von 6000 Thalern ausgesetzt und von Preußen für sich und 6000 Thalern ausgesetzt und von Preußen für sich und ihre Descendenz den gräflichen Namen von Westarp bestätigt. Der Zusammenbruch des heiligen römischen Reiches deutscher Nation brachte auch für Bernburg, das dem Rheinbunde beitrat, eiue Erhöhung den Herzogstitel. Der Fürst, dem dieser zu teil wurde, ist gewiß manchem Leser dieser Beilen seinem Namen nach bekannt, er hieß Aleris und war der Begründer des lieblichen bei Harzgerode ge= legenen Alexisbades. Die Gemahlin dieses Herzogs war eine hessische Prinzessin, die Tochter des ersten Kurfürsten von Raffel. Vom Vater hatte sie die Heftigkeit und den Eigensinn, und durch diese Eigenschaften, hauptsächlich aber durch ihre maßlose Eifersucht machte sie dem Gatten das Leben so schwer, daß er sich schließlich von ihr scheiden ließ. Schon ein Jahr darauf schloß er, dem Beispiele so vieler seiner Vorfahren folgend, eine morganatische Ehe mit der Tochter eines seiner höchsten Beamten, des Geheimrats von Sonnenberg, und als diese schon nach einem Jahre starb, wurde ihre Schwester als Frau von Hohm" seine dritte Gemahlin. Die Lebensschicksale seiner ersten Gattin nahmen noch einen bewegten Verlauf. Ihre Excentricitäten, die ohne Zweifel geistig nicht normaler Vecanlassung entsprangen, veranlaßten ihren Bruder, den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Hessen, sie durch einen seiner Generale gewaltsam aus Bonn, wo sie sich in die Behandlung eines Magnetiseurs begeben hatte, entführen zu lassen. Sie wurde nach Hanau gebracht und in strenger Bewachung bis an ihr Ende gehalten. - Ihren beiden Kindern vererbte sie die krankhafte Disposition ihres Gemütes: die Tochter, an den Prinzen Friedrich von Preußen vermählt, verfiel später geistiger Umnachtung, und das gleiche Schicksal wurde ihrem Sohne zu teil, dem Leßten des Stammes, dessen Wittwe die jetzt zu Grabe getragene Herzogin Friederike war. Schon als die damalige Prinzessin Friederite von Holstein- Glücksburg sich dem jungen, eben zur Regierung gelangten Herzoge Alexander Carl vermählte, zeigte er bedenkliche Störungen des Denkvermögens, die übrigens oft nicht eines heiteren Anstriches entbehrten. So war seine erste That nach seiner Thronbesteigung, So war seine erste That nach seiner Thronbesteigung, die Schildwache vor seinem Balais in Ballenstedt zum Haupterproben wollen, aber die Probe mißlang, denn seine Ummann zu ernennen. Er hatte damit nur seine Herrschermacht gebung veranlaßte schleunigst, daß die Schildwache, gegen angemessene Geldentschädigung, freiwillig auf das außer gewöhnliche Avancement verzichtete. Bedenklicher war schon seine Liebhaberei, in Alexisbad die Kurgäste vom Fenster aus mit Wasser zu besprißen. Seltsamerweise bewahrte sich der unglückliche Fürst, auch als er nachher völlig verblödete, eine leidenschaftliche Neigung zur Musif. Ja, er komponierte sogar selbst und tannte teine größere Freude, als wenn seine Kompositionen im Hofkonzert aufgeführt wurden. Es war gewiß nicht freie Wahl und Neigung, welche Friederike von Holstein bestimmte, die Seine zu werden. Eher wohl die Holstein bestimmte, die Seine zu werden. Eher wohl die Rücksicht auf die finderreichen Eltern, die nur mühsam, bei ſehr knappen Mitteln, nach außen hin den Schein fürstlichen auftretens zu wahren vermochten. Und war der souveräne Herr eines der anmutigsten deutschen Landstriche, gutbürgerlich gesprochen, nicht noch eine gute Partie", vergeblich die wandtschaft? Prinzessin ihn mit anderen Ehen in ihrer nächsten VerNoch ehe sie an Stelle Alexander Carls zur Regentin des Herzogtums ernannt wurde, hatte die Herzogin Friederike thatsächlich längst die Zügel der Verwaltung aus den Händen des franken Gatten in die eigenen genommen. Sie hat diese Macht nie mißbraucht, und manche segensreiche Einrichtung der Wohlthätigkeit besteht noch heute als ein Denkmal ihrer Fürsorge. Und als 1863 mit dem Tode des Herzogs, Bernburg an Dessau fiel und damit ihrer Regierung ein Ende bereitet wurde, war es ihr vergönnt, noch fast vier Jahrzehnte lang als einfache Schloßherrin von Ballenstedt unter ihren ehemaligen Landestindern, von allen geliebt und geachtet, einen friedlichen Lebensabend zu genießen. Politische Nachrichten. Darmstadt, 15. Juli. Durch einige Blätter ging das Gerücht, Staatsminister Rothe wolle zurücktreten. Wie ich bestimmt erfahre, entbehrt diese Nachricht jeder Begründung. Unser oberster Staatsbeamter bleibt hoffentlich noch recht lange Jahre am Ruder. - Russische Studentinnen in Berlin. Ueber die Zulassung von russischen Mädchen und Frauen zum Studium an der Universität Berlin besagt eine Bekanntmachung des Rectors, Professor Kekulé bon Stradonitz am schwarzen Brett, die schon in unserm telegraphischen Theil erwähnt worden ist:„ Der Herr Unterrichtsminister hat bestimmt, daß die Reifezeugnisse der russischen Mädchengymnasien für den Besuch der Universität in Zukunft nicht mehr als genügend an zusehen sind, auch dann nicht, wenn die mit einem solchen Zeugniß versehenen die Ergänzungsklasse durchgemacht und den Rang einer Erzieherin erhalten oder die Ergänzungsprüfungen im Lateinischen bestanden haben. Auch die fernere Gewährung von Hospitantenscheinen an die bereits auf Grund solcher Zeugnisse zugelassenen Frauen darf nur in ganz besonderen Fällen erfolgen." Die letzte Bestimmung des ministeriellen Erlasses ist hart und wird nur durch die Form ge mildert, die die Aussicht bietet, daß in wirklichen Bedarfsfällen Ausnahmen gemacht werden können. In den Kreisen der Studirenden aus Rußland wird diese Bestimmung als nicht berechtigt empfunden. russischen Studierenden sind der Anschauung, daß die Inhaberinnen des Reifezeugnisses eines russischen Mädchengymnasiums eine Vorbildung haben, die sicher Derjenigen entspricht, welche durch die Erlangung des Lehrerinzeugnisses in Deutschland verbürgt wird. In diesem Sinne gedenten sie zu petitionicen. - Der italienische König in Petersburg. König Viktor Emanuel weilt gegenwärtig als Gast am russischen Hof, ein Beweis, daß die Friedensära von allen europäischen Mächten als Grundbedingung für das ganze volkswirtschaftliche Leben angesehen wird. Dreibund wie Zweibund haben sich in diesem Gedanken verstanden und dieser Besuch ist ein weiterer Beweis dafür. Beim GalaDiner hielt der Zar einen Trintspruch, in welchem er die guten Beziehungen zwischen Rußland und Italien hervorhob und auf das Wohl des Königs und der Königin von Italien trant. König Viktor Emanuel antwortete, ganz Italien sehe in diesem Besuch eine Garantie für den Frieden. Brinetti erhielt die Insignien des Alexander Newsfi- Ordens, welche ihm vom Grafen Lambsdorff überreicht wurden. In der französischen Deputirtenkammer ist es am Samstag zu argen Tumultszenen gekommen wegen des Erlasses des Ministerpräsidenten, die Congre darüber: gonistenschulen zu schließen: Ein Telegramm meldet Paris, 12. Juli. In der gestrigen Abendsigung die um 7 Uhr unter dem Vorsig Guillains eröffnet wurde, bringt Aynard eine Interpellation ein betreffend den Erlaß des Ministerpräsidenten über den Schluß der Congregonistenschulen. Ministerpräsident Combes verlangt, daß diese Interpellation erst nach Erledigung der Tagesordnung beraten werde. Aynard erhebt dagegen Widerspruch und erklärt, die Interpellation werde, wenn sie hinausgeschoben würde, gegenstandslos werden, da sie dann vor einem fait accompli stünde; 2500 freie Schulen würden dann geschlossen sein. Redner wird während seiner Ausführungen von der Linken heftig durch Schlagen auf die Pultdeckel unterbrochen. Er ist sehr erregt, nennt das Vorgehen der Regierung drakonisch und hält es für ein solches, wie es bei gesitteten Völkern unbekannt sei.( Lebhafte Bewegung.) Ministerpräsident Combes will sodann unter dem Beifall der Linken das Wort ergreifen, der Lärm wird jedoch so stark, daß Combes nicht zu Wort kommen kann und die Rednertribüne wieder verläßt. Der | Lärm im Saale wird jetzt unbeschreiblich. Der Präsident| stadt mitgeteilt wird, sind die Lose der Darmstädter Guillain bedeckt sich und erklärt die Sigung für aufge- Schloßfreiheitslotterie an die Kollektöre vollständig auss Da aber bei einigen der letzteren hoben. Der Tumult dauert fort und droht zu Thät- verkauft worden. lichkeiten auszuarten. Schließlich werden die Tribünen noch eine Anzahl unverkauft geblieben ist, so ist die geräumt; nur die Deputirten bleiben noch im Saale Ziehung erster Klasse auf den 14. August verschoben zurück. Nach Wiederaufnahme der Sigung ergeht worden. Bei dem Termine für die Ziehung der 2. Auffray sich in Schmähreden gegen das Ministerium. Klasse bewendet es. Präsident Guillain verlangt die Anwendung der Gensur gegen den Redner. Das Haus beschließt demgemäß. Der Ministerpräsident versucht abermals zu sprechen, die Rechte hindert ihn aber durch großen Lärm daran. Endlich gelingt es ihm, sich Gehör zu verschaffen und er erklärt, die Maßregeln gegen die congregonistischen Niederlassungen seien durchaus berechtigt. Die Regierung werde dem Geseze Achtung verschaffen und sich durch Drohungen nicht einschüchtern laffen. Nachdem Aynard geantwortet, beschließt die Kammer mit 328 gegen 218 Stimmen über die Interpellation Aynard nach der Tagesordnung zu verhandeln. Giessener Cagesneuigkeiten. * Das Amtsblatt des Ministeriums der Justiz Nr. 18 vom 30. Juni enthält ein Ausschreiben an die Amtsgerichte, betreffend die staatliche Betriebsfrankenkasse, hier den Beitritt der AmtsgerichtsdienerSubstituten. p. In der Bezechtheit! Gestern Abend gegen 11 Uhr wurde ein schon öfters wegen Trunkenheit verhaftetes Frauenzimmer im Mittelweg von 2 Männern in unfittlicher Weise angehalten. Auf Hilferufe von Seiten des Frauenzimmers gingen die zwei Männer, als ein Schußmann auf der Bildfläche erschien, ohne erkannt zu werden querfeld durch, das Frauenzimmer, welches sehr betrunken war, wurde in Haft genommen. Auch ein fremder hier zugereister Handwerker welcher gestern Abend nach 9 Uhr in der Wallthorstr. durch seine Trunkenheit einen Menschenauflauf verursachte, mußte in Haft genommen werden. - Errichtung und selbstständigen Leitung einer solchen Bank befähigt sind. Nach Art. 4 des Gesezes, die Errichtung einer Hess. Hypothekenbank betr. haben die Beamten der Bant die Rechte und Pflichten der unmittelbaren Staatsbeamten, auch übernimmt im Falle der Auflösung der AktienGesellschaft der hessische Staat die Pensions-, Wittwen- und Waisen- Versorgung der Beamten und deren Hinterbliebenen. dt. Pfungstadt, 14. Juli. Am Sonntag fand hier das 26. Gauturnfest des Main- Rheingaues statt. Zirka 300 Wettturner traten zum Wettturnen an. Erster Sieger in der Oberstufe wurde Adolf Herbert ( Turngem. Darmstadt) mit 6112 Punkten. p. Hoffnungsvolles Früchtchen. Ein kaum 14 jähriger junger Mensch von hier, welcher schon seit 4 Wochen die elterliche Wohnung meidet, ob da ch- und arbeitslos sich in der Stadt umhertreibt, wurde gestern Abend wegen Diebstahl in Haft genommen. Derselbe entwendete vergangenen Sonntag nachmittag in einem Laden auf dem Kreuzplatz einen wertvollen Stazierſtock, mit dem er sich auf dem Turnfest im Philosophenwald dadurch verdächtig machte, daß er ihn im Rockärmel versteckt trug. p. Gefährlicher Spaziergänger. Heute Morgen entsprang im hiesigen Schlachthause ein zum Schlachten bestimmter Stier, als er in der Schlachthalle zur Schlachtbank geführt werden sollte, und lief auf dem Fußwege der Westanlage entlang, bis man ihn wieder einfangen konnte. Aus Hessen und Nachbargebieten. Lorsch, 13. Juli. Die Starkenburger Getreide verkaufsgenossenschaft hielt heute Mittag eine sehr stark besuchte Generalversammlung ab. Im abgelaufenen 1. Geschäftsjahr wurde in das Lagerhaus Getreide eingeführt 33106 3tr. im Werte von 335 000 Mt., wozu noch ein Kassenumsatz von 407000 Mt. fommt, sodaß sich also ein Gesamtumsag von 742 000 Mt. ergibt. Die Bilanz schließt mit einem Fehlbetrag von 6016 Mt. ab. In Anbetracht des Umstandes, daß man sich im ersten Geschäftsjahre befand ist dieser Verlust für unbedeutend. * Leihgestern. Unsere Kirchweih war auch gestern recht gemütlich, Alt und Jung vergaß dabei des Lebens Schatten feite und ergab sich ganz dem Vergnügen. Die Festwirte hatten für das leibliche Wohl bestens gesorgt; sodaß die drückende Hize die Stimmung nicht erlahmen konnte. ** Personalveränderungen im Bezirke der Kaiserlichen Oberpostdirektion Darmstadt. Versetzt sind der Postsekretär Henning von Gießen nach Ohlau, der Postpraktifant List von Friedberg nach Alsfeld, der Postassistent Oberndorf von Mainz nach Gerns heim unter Ernennung zum Postverwalter, die Postassistenten Bill von Lörrach. nach Offenbach( Main), Kleinschmidt von Auerbach nach Friedberg, Krell von Darmstadt nach Beusheim, Mundschenk von Bensheim nach Darmstadt, Poths von Alsfeld nach Langen, Neiz von Langen nach Auerbach, Steinmetz von Mücke nach Lauterbach, Stromsfy von Breslau nach Gießen, Thörle von Offenbach nach Müllheim.- Angenommen sind zum Post anwärter der Feldwebel Weber in Mainz; zum Telegraphen anwärter der ehemalige Reugfeldwebel Papstein in Mainz; zu Postgehilfen die Realschüler Brückbauer in Monsheim, Hechler in Eberstadt, Imbescheidt in Mainz, Melzer in Lindenfels; zu Telegraphen gehilfen die Realschüler Göz in Darmstadt und Bonderschmitt in Mainz; zu Telegraphengehilfinnen: Agnes v. Klein und Luise Schenk in Bad Nauheim, Katharina Christmann in Bingen, Dora Chantre, Katharina Heil, Ella Karg, Ella Kunze, Anna Lippert, Karoline Uge, Mathilde Winter in Darmstadt, Emilie Arheilger, Lina Dauber, Magdalena Klinger, Margaretha Kloos, Sophie Stard, Anna Werle in Mainz, Sophie Lohnes in Offenbach, Anna Rück in Worms; zu Postagenten der frühere Postbote Hinkel in Dittelsheim, Elisabeth Walldorf in Partenheim. Etatsmäßig angestellt sind der Postassistent Hild in Darmstadt, die Postanwärter Breuning in Gießen, Erbeldinger und Müz in Mainz, Nemniz in Lauterbach, Ringenwald in Oppenheim, Stüßel in Bennsheim. Ernannt ist zum Oberpostsekretär der Postsekretär Schmidt in Alzey.- Be= standen haben die Postsekretärprüfung die Oberpostassistenten Habicht in Butzbach, Heußlein in Mainz, Weiß in Gießen. Freiwillig ausges schieden sind der Postgehilfe Muschke in Gernsheim, die Telegraphengehilfinnen Delp in Worms und Seeger in Darmstadt, der Postagent Walldorf in Partenheim ( Hessen). Gestorben ist der Postgehilfe Höreth in Dieburg. - - - Be * ** m Pfeddersheim, 4. Juli. Der Großherzog berlieh am 11. Juli dem Landtagsabgeordneten Gutsbefizer Möllinger das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. ** Alzey, 14. Juli. In Langenlonsheimer Gemarkung wurde in 2 weiteren Distrikten die Reblaus aufgefunden. In der Tasche eines bei der Beobachtungsfommissin beschäftigten Arbeiters fand man übrigens unter verdächtigen Umständen eine von der Reblaus infizirte Wurzel eines Weinstocks. Herr Go Er g An Der Wic Bei Die Wi St He ber Den Ste Nuc Im * Di passierte d tellung. dürfte dan Allerdings cheinischer Landen mit so u Er Ein eigen 3. Beg Bald na ides Groß prach fein jja!" Ber fogar ein reagierte brochen w * Fi * Aus der Pfalz. Was für polizeiwidrig schlechte Begriffe zu weilen in den Köpfen der Kinder ſpufen, mußte dieser Tage ein Lehrer in Oggersheim erfahren. Er unterrichtete in der Heimatskunde und wollte den Schülern von der Gemeindeverwaltung ein ungefähre Vorstellung beibringen. Auf die Frage: Wozu ist also der Stadtrat da? antwortete ein Knirps:" Der Stadtrat thut die Stadt verraten!" Zum Glücke ist der Bösewicht noch nicht 12 Jahre alt. Lollar, 15. Juli. Am gestrigen Montag ist von dem Gesangverein„ Liedertafel" noch eine kleine Nachfeier zu seinem 15. Stiftungsfest in recht netter und gemütlicher Weise gehalten worden. Ganz unter sich mit ihrem" Kümmel ließen es sich die Sänger beim frischen Glas Bier wohl schmecken und manches Liedchen wurde dabei gesungen. Dazwischen fonnte es Herr Kammermusiker Kümmel nicht über's Herz bringen, seinem Piston auch einige Stückchen zu entlocken, die natürlich wie am Tage vorher reichen Applaus fanden. Wezlar,[ 14. Juli. Am Sonntag hatte die Wettrudermannschaft des hiesigen Ruderklubs einen schönen Erfolg auf der Emser Kaiser- Regatta. Nachdem sie im Vorrennen schon die Frankfurter Rudergesellschaft " Germania" und den Offenbacher Ruderverein geschlagen hatten, gingen unsere Wettfahrer im Hauptrennen in Konkurrenz mit dem schon geschlagenen Frankfurter Klub bei einem Vorsprung von 4 Sekunden als Erste durchs Ziel, trotzdem sie einen ausgesucht schlechten Start hatten. Dieser schöne Sięg trug der wackeren Mannschaft den Lahnpreis ein. Der Weglarer Ruderklub wird sich auch am 27. Juli bei der Gießener Regatta beteiligen. ** Die Doktor- Ingenieur- Würde wurde auf Grund seiner Doftor- Ingenieurprüfung dem Regierungsbauführer und Diplomingenieur Philipp Völker Darmstadt verliehen. ** Marburg, 14. Juli. Gestern hielt der Verband der Gemeindebeamten des Regierungsbezirks Kassel seine vierte Bezirksversammlung hier ab. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Hersfeld gewählt. * " Haßloch, 12. Juli. Der Landwirt Johann Groß in Haßloch wohnend und verheiratet, tam gestern gegen 3 Uhr mit einer Holzfuhre aus dem Hinterwald. Sein Gefährt wurde bei dem Bahnübergang zwischen Mußbach und Haßloch von dem um 2 Uhr 45 Minuten in Neustadt abgehenden Motorwagen erfaßt und zertrümmert, Groß wurde getötet, das Pferd etwa 300 Meter weit geschleift und furchtbar verstümmelt. Groß trägt feinerlei äußere VerstümmelEr soll ungen, er scheint erdrückt worden zu sein. eigenmächtig die Barriere geöffnet haben. * Vilbel, 14. Juli. Auf einem hiesigen Hofe warf ein Hahn ein spielendes 2jähriges Kind um und pickte ihm mit dem Schnabel in die Augen. Das eine Auge lief aus. fc. Frankfurt a. M., 14 Juli. Glück im Unglück hatte heute morgen der Streckenarbeiter Konrad Müller von hier. Er wurde auf der Strecke Hauptbahnhofe- Backenheim von einem vorbeifahrenden Buge erfaßt und die Böschung hinuntergeschleudert, erlitt jedoch nur geringe Verlegungen am Kopf und an der Schulter. fc. Frankfurt a. M., 14. Juli. Am Samstag und Sonntag fam n hier 3 Fälle von Hizschlag vor. fe. Frankfurt a. M., 14 Juli. Der Schußmann Hartl transportierte in der vergangenen Nacht auf der Oberen Bergerstraße einen Festgenommenen nach dem nächsten Polizeirevier. Wie immer sammelte sich dabei Janhagel an. Blöglich erhielt der Schußmann von hinten einen Messerstich, der 10 Zentimeter tief zwischen den Schultern eindrang, aber nicht lebensgefährlich sein dürfte. Der Beamte versette sofort seinen Angreifer, dem 20jährigen Fahrburschen Philippi einen wuchtigen Hieb über den Kopf, Philippi, der schwer betrunken war, brach sofort bewußtlos zusammen und dürfte taum mit dem Leben davonkommen. ** Die nächste Stadtverordnetensizung findet kommenden Donnerstag, den 17. Juli, nachmittags 4 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen. 2. Gesuch der Firma Kauffmann u. Go. um Fristverlängerung zur Aufführung eines Vorderhauses am Schiffenbergerweg. 3. Baugesuch des August Scheppelmann dahier für den Großen Steinweg; hier: Vorgartenanlage. 4. Baugesuch der Johann Georg Weber Erben für die Neuenbäue Nr. 20; hier: Dispens. 5. Vergrößerung der Fabrikanlage des Oskar Gutmann, Frankfurterstraße 114; hier: Dispens. 6. Neubau von Kreuder, Neustadt; hier: Dispens. 7. Baugesuch von Ernst Bloedner, Plochstraße 4; hier: Dispens. 8. Flucht linienplan für Ecke Marktplatz und Schulstraße. 9. Herstellung eines Bürgersteigs auf der westlichen Seite der berlängerten Bismarckstraße. 10. Lieferung von Pflasterflinkern für die Befestigung der Bürgersteige in der Blockstraße. 11. Vergebung von Arbeiten. 12. Dekretur bon Rechnungen. 13. Geländeerwerb für den Ausbau des Riegelpfad". 14. Verpachtung von Gelände aus der Margaretenhütte. 15. Versorgung der Fabrik von Dern u. Co. mit elektrischer Energie. 16. Uebersicht über die wirklichen Einnahmen und Ausgaben des Großh. Realgymnasiums und der Realschule zu Gießen für 1901/02. 17. Beschaffung eines Fahrrades für die Beamten der Baupolizei. 18. Wahl der Zuchtrichtung für Rindvieh. 19. Bildung des Wiesenvorstandes. 20. Gesuch des Vereins Reichsdeutscher in Budapest um Unterstügung. 21. Gesuch der Wilhelm Kaltwasser Ehefrau zu Gießen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Frankfurterstraße 7. ** Die diesjährige erste Prüfung der SchulamtsAspirantinnen des Großherzogtums Hessen wurde von dem Großh. Ministerium, Abteilung für Schulangelegenheiten, in die Zeit vom 19. bis 23. September verlegt und als Prüfungs- Kommission das Lehrer- Kollegium des Seminars zu Bensheim bestimmt. ** Wie uns von der Lotterie- Direktion zu DarmBirkenau( Kreis Heppenheim), 14. Juli. Hier spielte ein 2jähriges Kind mit Streichhölzern. Diese entzündeten sich, und die Kleider des Kindes fingen Feuer. Tas Kind starb an den erlittenen Verlegungen. p. Birkenau, 14. Juli. Die seitherige Oberförsteret Rimbach wird wegen Verlegung des Wohnsitzes derselben nach Birkenau für die Folge Oberförsterei Birkenau" amtlich benannt. † Erbenheim, 14. Juli. Tod den Hamstern! Um dem Ueberhandnehmen der Hamster zu steuern, beschloß der hiesige Gemeinderat, für jeden erlegten Hamster 20 Pfg. Fanggeld zu bezahlen. Darmstadt, 14. Juli. Das Ministerium der Finanzen schreibt soeben die Stelle eines faufmännischen Direktors der Hessischen Landes Hypothekenbank aus. Bewerber wollen sich unter Vorlage von Lebenslauf und Zeugnissen und unter Angabe sowohl ihrer derzeitigen Bezüge an Gehalt, Tantiemen, etc. als auch ihrer Gehaltsansprüche für die obige Stelle bis 25. Juli d. Js. melden. Nur solche Bewerber fönnen berücksichtigt werden, welche sich bereits in leitender Stellung befinden und nachweisen, daß sie in allen Zweigen des Hypothekenbank- Geschäftes durchaus erfahren und zur bon 1500 von 10000 in der Bild dings bor diefer Ring wir einen 2 ben deutsch him weiter nach Deut der Beme ttarif geb Der Der Kieler große Bab ginn des ILY Simpliziff und in der Kreuz und quer durch Gießen. Am Sonntag herrschte große Hize. Die armen Turner mußten ,, schwize", Die nachmittags um halber viere Die Kehle schmachtend nach dem Biere Mit schneid'ger Regimentskapelle, Mit Paufen, Zimbeln und mit Schelle, Im Schritt und Tritt die Stadt durchzogen, Und dann in fühlen Wald einbogen. Bald sah man sie im Barren wippen Am Recke flimmen, schwingen, fippen, Sich an der Stange hoch im Schwunge Zum Himmelheben, sah auch junge Zöglinge an der Stang' zu fünfen Sich üben, hörte auch mal schimpfen, Denn drei Studenten angeheitert, Die sich im Ult ,, zu sehr verbreitert" Die mußten gab man zu versteh'n- Das Fest von außen sich ansehn. Am Abend schöne Pyramiden, Wie man sie selten sie hinieden. Und dann das Turn- Tanz- Bein geschwungen, Das Fest war schön und wohlgelungen. Nach Heuchelheim war man im Bieberlieschen gefahren um so lieber Als dort ein großer Kirmeßrummel Sich bot mit seinem Rummel- Bummel. Am Montag auch darauf dem blauen, Konnt man noch Kirmeßgäste schauen. Man sagt, daß bis die Nacht um zweie, In schlimmen Fällen auch bis dreie Die Gießner sich dort amüsieret" Um nicht zu sagen grad„ poussieret". Nach Lollar ist man auch zu Rade, Zu Fuß, per Eisenbahn's ist schade, Daß es noch nicht elektrisch gehet Geeilt, was man auch gleich verstehet, Wenn man sich klar macht, daß die LiederTafel in diesem Jahre wieder Ihr Stiftungsfest ff. begangen. Drum die paar Groschen drangehangen! Auch unsre„ Heiterfeit" war drüben Und was könnt' da ein Fest noch trübeu? Der Kammermusiker Herr Kümmel, Lollarer Kind, doch im Getümmel Des Lebens viel umhergezogen, War da, man war ihm sehr gewogen. Man bracht' ihm fräftige Applause. Und wenn man später dann zu Hause Die Feier rekapitulieret, So war man wohl etwas tüpieret Von einer sogenannten Leere Im Portemonnaie und Kopfesschwere, Doch freut man sich und sagt mit Lachen Tas fönnten's öfter einmal machen. Doch jetzt die Späße mal beiseite! Ich muß auch ernste Dinge heute In meiner Chronika erwähnen. der Vorfiz Dr. Schube ber Schl fei ein f fährdendes ! berantwo brangen Studenter und Litte Abends, Beitfchrift wurde vo Führer bei boten. feiner An nachdem ftänden hi den Namer Litteratur wird die Berlin Tung mußt info foloff bor dem Lof harifdhe Scen 00 übe Rohrieffe Bompla Vollstän Mozo Eige abzugeben. ng einer folchen Bar to Bejeges, die Erricht aben die Beamten unmittelbaren Staat er Auflösung der Attie enfions, Wittwenu deren Hinterbliebene Sonntag fand b En- Rheingaues m Wettturnen de Adolf Herbet Cuntten. burger Getreid heute Mittag ein ung ab. Im abge in das Lagerhaus Werte von 35000 bon 407 000 tumjag bon 74200 it einem Fehlbet des Umstandes, de Be * Herr Bechthold, Provinzialdirektor, So manchen Nugvereins Protektor, Er ging uns durch den Tod verloren. An seine Stelle ward erforen Der Ministerialrat Breidert. Wir hoffen, daß er niemals scheitert Bei Schwierigkeiten und Chifanen, Die man bei solchem Amt fann ahnen. Wie Bechthold mög es ihm gelingen, Sich aller Achtung zu erringen! Herr Pfarrer Dr. Grein will Gießen. berlassen nunmehr und mit reason. Denn nach der Residenz zu streben Ist ehrenvoll- und schön daneben Nur müssen wir hier mit Bedauern Um seinen schnellen Weggang trauern. Vermischtes. b. Flottwiß. Düsseldorf, 13. Juli. Gestern Abend 1/29 Uhr millionste Besucher Leute gegen ein Entree von 20 Pfg. eingelassen wurden. Selbst Beitungsberichterstatter mußten an der Kasse umkehren, weil diesen der Eintritt verweigert wurde. Die Versammlung verlief ohne jeden Zwischenfall. - Freiherr v. Wangenheim, der Vorsitzende des Bundes der Landwirte, soll die Absicht geäußert haben, bei der nächsten Wahl eine Kandidatur nicht wieder anzunehmen. Das 20. Deutsche Bundesschießen ist am Sonntag durch ein Festmahl im Schlosse Schönholz bei Berlin geschlossen worden. Auf der Militär- Feldbahn zwischen Klausdorf und Kunersdorf ist am Sonnabend ein Zug entgleist, wobei fünf Soldaten vom Eisenbahnregiment schwer verletzt wurden. Kurze Zeit nachher ereignete sich an derselben Stelle ein neuer Unfall, bei dem zwei Soldaten schwere Verwundungen davon trugen. Als Nachfolger des bayerischen Kultusministers v. Landmann, der wegen des Konflifts mit der Würzburger Universität zurücktritt, wird der bayerische Gesandte in Wien Frhr. v. Podewils genannt. Wie wir von anderer Seite vernehmen, Schwaben- Neubefand iſt dieſer de efferte der mingit tige quen perustellung der berzeitige Regierungspräsident von Eden, foll Großherzog be Babgeordneten Gut freuz 1. Stlaffe m Philipps des Gro onsheimer Gemart eblaus aufgefunde achtungsfommissin b ns unter verdächtig fizirte Wurzel ein olizeiwidrig schlecht der Kinder sputen Oggersheim erfahren de und wollte der tung ein ungefähre Frage: Wozu it ein Knirps: De Zum Glücke ist It. Dirt Johann Groß fam gestern gegen Hinterwald. Sein ng zwischen Muß. 2 Uhr 45 Minuten en erfaßt und zer Stet, das Pferd und furchtbar ber ußere Verstümmel zu sein. Er soll aben. Gießen. Hize. „ ſchwize", Fiere em Biere elle, it Schelle, dt durchzogen, bogen. vippen fippen, Schwunge nge fen mpfen, ect, Ceitert" versteh'n ehn. en. ein geschwungen, hlgelungen. man im Bieber er cummel el- Bummel. em blauen, ste schauen. cht um zweie, bis dreie üfieret" pouffieret". ch zu Rade, - ist schade, ch gehet - zich verstehet, t, daß die Lieder wieder angen. brangehangen! t" war drüben eft noch trüben? Rümmel, Setümmel zogen, ehr gewogen. Applause. nn zu Hause tüpleret ere opfesschwere, jagt mit Laden al machen. beiseite! ge heute hnen. ftellung. Die endgültige Frequenz dürfte damit die der 1880er demnächst weit übertreffen. Allerdings ist das jezige Ausstellungsjahr insofern der rheinischen Veranstaltung günstig, als in deutschen Landen und darüber hinaus heuer keine Ausstellung mit so umfassendem Programm veranstaltet worden ist. Er lallte nur. Aus Bad Kreuznach wird gemeldet: Ein eigentümlicher Zwischenfall trug sich im hiesigen Theater zu. Gegeben wurde Ernst's Schauspiel" Die größte Sünde". Bald nach dem Beginn des ersten Attes fiel der Darsteller des Großfaufmanns August Wöhlig völlig aus der Rolle, sprach seine Partie nicht mehr, sondern lallte nur noch:„ Ja, ja!" Vergebens souflierte ihm seine Partnerin und sprach sogar einen Teil seiner Partie selbst. Der Schauspieler reagierte absolut nicht mehr, so daß die Vorstellung abgebrochen werden mußte. Der Vorhang fiel * Ein Mühlenring mit einem Grundkapital bon 1 500 000 000 Mart und einer Leistungsfähigkeit bon 100 000 000 Barrels ist in den Vereinigten Staaten in der Bildung begriffen. Seine Spize kehrt sich allerdings vorerst gegen die englische Müllerei; ist aber dieser Ring erst einmal in Thätigkeit getreten, so werden wir einen Weltmarktpreis für Mehl erleben, der zunächst den deutschen Ausfuhrmühlen den Weltmarkt verschließen, im weiteren Verlaufe aber das amerikanische Mehl auch nach Deutschland führen würde. Diese Gefahr muß bei der Bemessung der Mehlzölle im neuen deutschen Zolltarif gebührend berücksichtigt werden. " " - - Der Simpliziffimus" an der Kieler Universität, An der Kieler Universität besteht eine akademische Lesehalle. Eine große Zahl von Mitgliedern der Lesehalle beantragte zu Beginn des Sommersemesters, den in München erscheinenden Simplizissimus" auszulegen. Der Vorstand lehnte dies ab, und in der dann einberufenen Generalversammlung erklärte der Vorsitzende der Lesehalle, Ronsistorialrat Professor Dr. Schubert nach dem durchaus glaubwürdigen Bericht der Schleswg.- Holst. Volksztg." der„ Simpliziffimus" " sei ein schnuziges, die Sittlichkeit der deutschen Jugend gefährdendes Blatt, dessen Existenz in der Lesehalle er nicht verantworten fönne." Die Gegner des„ Simplizissimus" brangen mit ihrer Ansicht durch. Nun beschloß die aus Studenten bestehende freie akademische Vereinigung für Kunst und Litteratur" die Veranstaltung eines Simplizisfimus. Abends, um einen Einblick in das fünstlerische Wirken der Beitschrift zu geben. Der Anfündigungsanschlag dieses Abends wurde vom Rektor kassiert und dem Vorsitzenden und Schriftführer bei Disziplinarstrafe die Abhaltung des Abends verboten. Der Rettor gab nur die Erlaubnis, einige nuch seiner Ansicht sittlich gute Sachen zur Rezitation zu bringen, nachdem er sie vorher ausgesucht hatte. Unter diesen Umständen hielt es die Vereinigung für unwürdig, noch weiter den Namen„ freie akademische Vereinigung für Kunst und Litteratur" zu führen und löste sich daher auf. Damit wird wird die Sache aber noch nicht zu Ende sein. Neueste Nachrichten. Berlin, 15. Juli. Die gestrige Bückler- Versammlung mußte polizeilich abgesperrt werden, da der Andrang ein so folossaler war, daß sich die Menge auf der Straße bor dem Lokale staute. An der Kasse entstanden so tumultarische Scenen, daß Schußleute einschreiten mußten, weil nur Möbelfabrik Carl Stückrath GIESSEN. Asterweg 47, Ederstr. 8, Gegründet 1868. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in polierten und lackierten Möbeln Tischen, Stühlen, Sophas, 3461 Rohrsesseln, Teppichen, Gardinen, Dekorationsartikeln 2c. Spezialität: Komplette Schlafzimmer- Einrichtungen. Billigste Preise. Vollständige Wohnungs- u. Hotel- Einrichtungen. 1070 Eigene Schreiner- und Polster- Werkstätten. 9919199 Maculatur- Papier abzugeben. ,, Gießener Neueste Nachrichten. burg Excellenz Ritter von Lermann zum Nachfolger Landmanns ausersehen sein. Leipzig, 15. Juli. Auf dem Festessen, welches die hiesige amerikanische Solonie am unabhängigkeitstage gab, schickte Botschafter White seiner Rede, die sich mit der Person des Präsidenten Roosevelt beschäftigte, die Worte voraus: Er könne ohne Verdacht zu erwecken das Lob des Präsidenten verkündigen, denn er erwarte vom Präsidenten keine neuen Ehrungen, da er im November an seinem 70. Geburtstage sein Amt niederlegen werde. Krakau. 15. Juli. Die Polizei gestattete den aus Anlaß der hiesigen Grünwald- Feier geplanten Straßen- Umzug unter der Bedingung, daß feine preußenfeindliche Demonstration oder Reden stattfinden. Dagegen würde die sozialistische Separat Feier verboten. Die anläßlich der Grünwald- Feier in Lemberg gesammelten Gelder, welche einen hohen Betrag erreicht haben, sollen zum Ankauf der Aftien der polnischen Bank in Posen, welche der preußischen Ansiedelungs- Bank entgegen wirken soll, verwendet werden. St. Morita, 15. Juli. Der Kaufmann Schmoller aus Berlin ist beim Edelweißsuchen abgestürzt und hat sich schwere Verlegungen zugezogen. Paris, 15. Juli. Die Zahl der während der gestrigen Truppenschau vom Sonnenstich befallenen Personen beläuft sich auf über 100. Abends wurde anläßlich des Nationalfestes an den Straßenecken und auf öffentlichen Plätzen bis heute früh getanzt. London, 15. Juli. Amtlich wird mitgeteilt, daß die Krönung nunmehr endgültig am 9. Auguſt ſtattfinden werde. London, 15. Juli. Chamberlain ist soweit wieder hergestellt, daß er am nächsten Freitag der Konferenz der Minister der Kolonien beiwohnen soll. Haag, 15. Juli. Herbette, Mitglied des franzöfischen Staatsrates wird heute von Krüger in Utrecht empfangen werden. Beling, 15. Juli. Die neuen chinesischen Gesandten für Frankreich, Rußland, Italien und Amerika find nunmehr ernannt worden. In der Not frißt der Teufel Fliegen. Ich hatte schon mein letztes Lied" " Für die Nachrichten" geschrieben, So lang die saure Gurke blüht, Wollt' ich nicht fischen mehr im Trüben; Doch die Gewohnheit packt mich an, Und lesen will ja Jedermann, D'rum schau' ich so die Woche über Und mache einen Vers darüber. Die Politit ist rosig flar, Seitdem der Dreibund ward erneuert, Von allen Seiten, treu und wahr, Wird uns vom Frieden nur betheuert; Und es gewittert heimlich doch, Denn in der Stille rührt sich noch Der europäische Wolkenschieber, Ich mach' mir einen Vers darüber. C. Lück's Kräuter- Thee. Bestandteile des neuerdings noch wesentlich verbesserten C. Lück's Kräuter- Thee: Je 5 Ko. Schaf garbe, Pfriemenkraut, Lindenblüte, Ehrenpreis, Wachholderbeeren, Huflattich, Pfeffermünze, Bruchtraut, Cassiablätter, Pulverholzrinde, Alantwurzel, Wasserfenchel, Eibischwurzel, Fliederblüten, Birkenblätter, Feldthymian, Baldrianwurzel, Nessel traut, Süßholzwurzel, Bohnenhülsen, 10 Ko. Eichen spiegelrinde. Packete, die auf der roten Umhüllung nicht obige beiden Schuhmarken tragen, sind nicht die echten, seit langen Jahren bekannten und berühmten Präparate der Firma C. Lüd in Colberg, man weise solche Nach. ahmungen entschieden zurück. Preis pro Padet Mr. 0.50. Zu haben in fast allen Apotheken. Ein bischen Banten mit der Schweiz Geschah wohl nur aus Langerweile, Vielleicht hat's auch noch andern Reiz Und dient zur Klärung und zum Heile. Lieb' Vaterland, magst ruhig sein! Helvetia! sted' den Degen ein! Wir schlucken Dich gewiß nicht über,- Ich mach' blos einen Vers darüber. Doch was in Ungarn ist gescheh'n, Wer wollte nicht darüber trauern? Ein Richterspruch, nicht zu versteh'n, Zum Fluchen fast und zum Bedauern. Wo bleibt der Fortschritt der Cultur? Wo bleibt die Menschenwürde nur Bei einem solchen Rassenfieber? Ich finde keinen Vers darüber. Geschwind ein and'res Bild herbei! Es gibt ja auch noch was zum Lachen Herr Paasche möchte gern ei, ei!- Die Mädchentleider billig machen; Doch was er so voll Salbung spricht, Das glaubt er heimlich selber nicht; Den Roll sieht er wohl zehnmal lieber, Und ich mach' einen Vers darüber. In England kann man immer noch Sich mit den Deutschen nicht vertragen; Welch' ein Geschimpf, welch' ein Gepoch Aus Chinas bösen Feldzugstagen! Doch was Herr Graudin d'rüber schrieb, Ist ihnen sicherlich nicht lieb, Im Räubern waren sie uns übec, Ich mach' mir meinen Vers darüber. In Ulm löst man, wie jetzt bekannt, Durch's Bad fonfessionelle Fragen, Der Katholit, der Protestant, Er badet an verschied'nen Tagen; Vielleicht, daß einen Eztratag Man noch für Jeden schaffen mag, Das Wasser wird davon nicht trüber, Und ich mach' einen Vers darüber. So giebt's noch manche Kleinigkeit, Die zur Satire reizt die Feder, Denn in der Saurengurtenzeit Bersauert doch noch nicht ein Jeder; Und sollt' es sein, daß Nichts passiiert, Daß nicht das Kleinste mehr sich rührt, Daß Jedem ist das Schlafen lieber, Ich mach' noch einen Bers darüber. Briefkasten. unabhängig sind die„ Neuesten Nachrichten". Recht und allgemeines Bolts wohl sollen darin eine sichere Stüße finden. Unparteiisch ist ein anderer Begriff, die Generalanzeiger nennen sich unparteiisch. L. in Wieseck. Ganz recht, wie Sie es mir anbeuten'; B. hier. Unser Inseratenteil wird nicht fünstlich ausgedehnt, wie es sonst von manchen Zeitungen in der sog. Saure Gurkenzeit geübt wird. Ferner hübsch in dem Rahmen der Wirklichkeit. Frdl. Gruß. L. in Lollar. Besten Dank für Ihre Nachricht. Ja, ja, die Zeiten ändern sich, harren Sie nur aus, das Gute bricht sich doch einmal Bahn. Marktbericht. Gießen, 15. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosteten Butter per Pfd. 0.95-1.10 mt. Hühnereier 1 St. 6-7 Pfg., Enteneier St. 7-8 Pfg., Gänseeier 1 St. 11-12 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Erbsen per Liter 19 Pfg., Zinsen per Piter 32 Pfg., Tauben per Baar mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1 50, Hahnen, per Stüd Mt. 0,00-1.00, Enten per Stüd 2.40-2.60, Gänse p. Pfd. 0.60 0.75 m., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 70-80 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 66-70 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 fg., Kartoffeln per 3tr. 500-6.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 10.00-11.00, Milch per Liter 18 Pfg., Kirschen per Pfd. 20-30 Pfg. Die Berufswahl im Staatsdienst. Vorschriften über Annahme, Ausbildung, Prüfung, Anstellung und Beförderung in sämtlichen Zweigen des Reichsu. Staats-, Militär- und Marinedienstes. Mit Angabe der erreichbaren Ziele und Einkommen. Nach amtlichen Quellen von A. Dreger. 7. Auflage 1902, Geheftet 3,60 Mk., gebunden 4,50 Mk. 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