Nr. 264. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 150. Bratisbellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 12. November 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Vfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Ervedition: Gieken Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Ungerechte Verbaftungen. Zu dem vorstehenden Kapitel wird uns von geschäßter Seite geschrieben: Wenn irgend welche Fälle von ungeechter Verhaftung oder unpassender Behandlung verhafteter Personen bekannt werden, dann bemächtigt sich in Der Regel die demagogische Presse der Sache, während ie gutgesinnten Blätter, um nicht in schlechte Gesellschaft geraten, meist keinerlei Stellung nehmen und sich Bersten Falles auf eine Wiedergabe des Sachverhaltes chränken. Es wäre aber wahrheitswidrig, wenn man ine fortschreitende Beunruhigung gerade der wohlmeienden Bevölkerung wegen der verschiedenen Vorkomm isse dieser Art und insbesondere zweier neuerer Mißriffe der Behörden leugnen wollte. Gerade diejenigen Blätter, die ihre Kritik nicht gegen die staatlichen Einichtungen richten, sondern das Eine nicht vergessen, daß elbst die besten Institutionen durch die menschlichen schwächen und die Fehler der ausführenden Organe zu iner Bein werden können, sollten auch zu den beiden euesten Fällen unberechtigter Verhaftungen bezw. unpas ender Behandlungen Stellung nehmen. In dem einen Falle handelt es sich um einen Bürser von Braunschweig, der den Termin einer gegen ihn stehenden Beleidigungsflage infolge einer unrichtigen intragung im Kalender versäumt, das zuständige Geicht aber telegraphisch von seinem Irrtum in Kenntis gesezt hatte, in einem anderen Falle um eine Tame us gebildeten Kreisen in Altona, gegen die ungerechtereise die Beschuldigung erhoben worden war, daß sie en Betrugsversuch unternommen habe. Der verhafpe Bürger wurde troß vielfacher Beschwerden und Einben und trotz angemessener Kautionsangebote zehn lle Tage in Haft behalten und mußte mit notorischen erbrechern die Zelle teilen; auch wurde er mit diesen sammengefesselt transportiert. Die Dame aber wurde erundzwanzig Stunden in Polizeigewahrsam gehalten, pgleich kein Gerichtsbeschluß hierüber vorlag. Besoners peinlich war für sie das Drum und Dran dieser Serhaftung. Sie wurde im Morgenrocke abgeführt und, a sie sich weigerte, sich in diesem Kostüm auf offener Etraße zu zeigen, auch noch wegen Widerstandes gegen ie Staatsgewalt angeklagt, aber freigesprochen. Die osten der Verteidigung wurden sogar auf die Staatsasse übernommen, womit dargetan ist, daß hier nach nsicht des Gerichts ein Verschulden der Polizeiorgane brlag. In beiden Fällen ist es weniger die Verhaftung selbst, is die Behandlung der Gefangenen durch die ausfühenden Organe, die eine Besprechung und Abhilfe ereischt. Im allgemeinen muß ja zugegeben werden, daß ie Behörden die nötige Vorsicht walten lassen, ehe sie ne Verhaftung verhängen, und es haben sich aus der atsache, daß der Haftbefehl dem Ermessen einer einInen Person anheimgegeben ist, noch keine wesentlichen ebelstände ergeben. In Amerika beispielsweise hat man ir die Verhängung einer Verhaftung, außer bei Präcntivhaft, ein besonderes Verfahren eingerichtet. In inem solchen Falle wird in dem Wohnort des Bedrohten n eigens dazu bestellter Ausschuß von Bürgern- eine t Geschworenenbank zusammenberufen. Dieser wird Er Verdächtige vorgeführt, und in einem regelrechten erfahren wird darüber entschieden, ob sich genügend Serdachtsmomente für eine Verhaftung bieten, oder ob ie Würdigung der Persönlichkeit des Verdächtigten eine olche empfiehlt. Durch dieses Verfahren ist persönlich ngeschenen Bürgern der Schuß eines guten Leumundes esichert. Aber selbst dann, wenn die Verhaftung verfigt werden sollte, ist der Häftling, ehe das Beweisaterial zu seiner Verurteilung geführt hat, noch nicht ächtet. Und darin liegt der Fehler unseres Systems. e Gefängnisbeamten unterscheiden nicht genügend bischen einem tatsächlich verurteilten Verbrecher, einem rdächtigen, oder einem wegen nichtinfamierender Verhen einer Gefängnisstrafe verfallenen Persönlichkeit und Handeln vielfach sämtliche unter ihrer Autorität ſteden Personen gleichmäßig in einer schroffen Form h Schema F. Zum Unterschiede von den europäischen Gebräuchen auch, die amerikanische Justiz, wie sich im ,, Falle Masgn" gezeigt hat, bei der Stellung von Sicherheiten und ürgschaften entgegenkommender. Es ist durchaus kein Scherz, wenn behauptet wird, aß in Amerika jeder anständige Mensch seine ,, Bail" dies ist der technische Ausdruck für die zu leiſtende ution stets zur Verfügung hat. Eine solche Kaution cd auch ohne weiteres den fremden ,, Verhafteten" aus fälligkeit geleistet. Auch ist es durchaus nicht notwendie Kaution in barem Gelde zu erlegen. Die Unterift eines der Behörde bekannten Bürgers ist vollkomn ausreichend, sofern der Betreffende einigermaßen zahlungsfähig gilt. Eine besondere Rigorosität wird rbei nicht beobachtet. Nicht uninteressant ist es, daß Amerikaner sich leicht entschließen, sich als Bürge zu len. Man muß durchaus kein Komponist vom Range ascagni's sein, um den Besiger des Hotels, in dem man wohnt, als Kautionsgeber zu gewinnen. Im Falle die gewünschte Sicherstellungssumme nicht allzu hoch ist, so genügt oft schon ein ehrliches Gesicht, daß ein amerikanischer Bürger zu einer Kautionserklärung sich versteht. Es kommt allerdings auch sehr selten vor, daß sich jemand, für den Bürgschaft geleistet wurde, dem ordentlichen Gerichtsverfahren entzieht. Die Frage: ,, Haben Sie eine Kaution für mich?" ist in Amerika nicht schwerer wiegend als bei uns zu Lande etwa die Frage: ,, Haben Sie eine Zigarre für mich?" Deutscher Reichstag. Fortseßung der Beratung des Zolltarifgeseßes.- 213. Sigung. CB. Berlin, 11. November. Das Haus war heute ziemlich gut besetzt. Auch die Bundesratsestrade zeigte wieder ein belebteres Bild, nachdem die rückständigen Abstimmungen über§ 5 erledigt waren. Diese brachten folgendes Ergebnis: Zunächst wurden alle sozialdemokratischen und freisinnigen Anträge abgelehnt und§ 5 in der Regierungsfassung angenom men. Bei§ 6, dessen Absatz 1 bestimmt, daß die in dem Tarif nicht besonders genannten Waren der nächsten Position beigezählt werden, und dessen Absatz 2 festsetzt, daß Abfälle und Bruchstoffe als Rohstoffe behandelt werden, entspann sich eine lebhafte Debatte über die Frage, ob die nicht besonders genannten Waren grundsäßlich zollfrei, oder grundsäßlich zollbelastet sein sollen. Die Debatte, an der sich die Abgg. Dr. Pachnicke, Dr. Rösicke, Dr. Spahn, Stadthagen und Dr. Paasche, sowie der Reichsschazsekretär Frhr. v. Thielmann beteiligten, endigte mit der Annahme des Kommissionsantrags, wonach der Absatz 1 gestrichen, der Absatz 2 in der Regierungsfassung angenommen wurde. Die Politik. Rechter Hand, linker Hand. K Noch immer sind die konservativen Parteien und das Zentrum nicht einig über den Antrag Aichbichler und Genossen. Zwar sind die sachlichen Meinungsverschiedenheiten über den Antrag selbst zurückgetreten; man ist auf beiden Seiten nunmehr der Ansicht, daß die von Aichbichler und Genossen geforderte Abstimmungsart nicht zu einer Vergewaltigung der Minderheit mißbräuchlich angewendet werden könne. Gleichwohl widerseßt sich die Linke seiner Einführung, weil er zur Ueberwindung augenblicklicher Verhältnisse geschaffen und doch dauernd eingerichtet werden soll. Die Parteien der Linken bestreiten vor allen Dingen, daß der Antrag alsbald nach Einbringung beraten werden könne, da er einem vom Hause ausgehenden Initiativantrage gleich zu achten und daher hinter die unerledigten Anträge dieser Art zurückzustellen sei. Die Antragsteller aber sind der Ansicht, daß die Bestimmung über die Erledigung der Initiativanträge streng nach der Reihenfolge der Einbringung nicht für Anträge auf Abänderung der Geschäftsordnung gelte. Der eigentlichen Verhandlung wird also ein grundsäßlicher Meinungsaustausch vorangehen, und es ist nicht ganz ausgeschlossen, daß vor der endgültigen Erledigung der Geschäftsordnungsausschuß zu hören ist. Die politische Jahresbilanz Englands. Alljährlich an dem Geburtstagsfest des Königs hält der englische Ministerpräsident auf dem Bürgerschaftsbantett eine Rede, in der er die politische Bilanz zieht. Die diesjährige, die erste des neuen Premierministers Balfour, gab zunächst einen kurzen Rückblick auf die Kricgsereignisse der letzten Jahre und sprach die Hoff nung aus, daß die Verhältnisse in den Burenstaaten sich in einer gedeihlichen Weise entwickeln, wobei dem Kolenialminister Chamberlain als dem ,, besten Sohne Englands" gehuldigt und seine Verwaltungstätigkeit als ,, eine der größten in der britischen Geschichte" gefeiert wurde. Bei der Umschau über die auswärtige Politik warf der Ministerpräsident einen freundlichen Seitenblick auf Italien, dessen Freundschaft für England durch die im übrigen bedeutungslosen Vorgänge im Somalilande ins rechte Licht gerückt worden seien". Der Schluß flang in einen Lobgesang auf den Frieden aus, der durch Förderung der Zuneigung unter den europäischen Völfern und durch eine Verständigung der europäischen Staatsmänner" gepflegt werden möge. Was geht in Spanien vor? Aus Madrid kommen ganz absonderliche Nachrichten. Vor kurzem hieß es, der König verweigere den Beschlüssen des Ministeriums, insbesondere in Personalfragen, seine Unterschrift. Die Meldung wurde amtlich bestritten. Dann hieß es, Sagasta, der Ministerpräsident, ſtreife. Auch das wurde bestritten, war aber, wie sich nachträglich herausstellte, wahr. Dann wurde gemeldet, daß die Minister in einer Konferenz den Rücktritt beschlossen haben. Das Gesuch ist aber nicht eingereicht worden. Dagegen haken die Minister mit 14 Senatoren und 38 Deputierten Besprechungen gepflogen, über deren Inhalt und Ergebnis Stillschweigen beobachtet wird. Die Bevölkerung, heißt es, sei beunruhigt. Was geht da vor? Zwischen Italien und der Türkei ist bezüglich der Seeräuberfrage der Frieden geschlossen. Die Türkei bestraft die in ihrem Gebiete zuständigen Seeräuber und liefert die nach der erythräischen Kolonie zuständigen Verbrecher dorthin ans, für die begangenen Verichungen an Eigentum und Leben italienischer Untertanen werden angemessene Bußen entrichtet und die Schiffe der erythräischen Kolonie genießen in Zukunft in türfischen Häfen die Meistbegünstigung. Der Seeräuberstreit hatte also für Italien doch auch seine angenehme Seite. Kurze politische Nachrichten. * Der deutsche Kaiser hat für die verheirateten Mannschaften des Königlichen Dragonerregiments in Ehorncliffe, dessen Ehrenoberster er ist, 10 000 Mark gestiftet. Der Kaiser verbringt die Tage in Sandring ham in steter Gesellschaft des Königs Eduard. * Zu Ehren des scheidenden Erbgroßherzogs von Baden hatte die Rheinprovinz in der städtischen Festhalle zu Koblenz ein Festmahl zu 380 Gedecken veranstaltet, an welchem u. a. der Oberpräsident Nasse, Landeshauptmann Klein, die Generalität und der Bischof Korum von Trier teilnahmen. * Wie verlautet, soll demnächst der Rücktritt des Grafen Lerchenfeld von seinem Posten als bahrischer Gesandter in Berlin zu erivarten sein, da er auf Wunsch des Prinzregenten das Justizministerium übernehmen soll. * Die österreichische Presse widmet dem Fürsten Gulenburg bei seinem Ausscheiden aus dem Amte als Botschafter sehr ehrende Nachrufe. * Das Schiedsgericht, das zur Entscheidung über den französischen Bergarbeiterausstand zusammengetreten ist, hat gegen die Arbeiterforderungen entschieden; die Arbeiter haben sich dem Spruche nicht unterworfen. Die Arbeitgeber aber weigern sich, die Sache nochmals aufzurollen. An einzelnen Orten ist es bereits zu Unruhen gekommen. * Ter Sultan von Marokko hat die Aufständischen besiegt, der Thronprätendent aber ist entwischt. * Zwischen den Vereinigten Staaten und Kolumbia ist eine friedliche Vereinbarung über den Bau des Panamafanals zu stande gekommen. * Die Revolution in Venezuela scheint infolge der Uneinigkeit der Revolutionsführer tatsächlich beendigt zu sein. Präsident Castro ist bereits wieder in der Hauptstadt Caracas eingezogen, die Brücken der zerstörten deutschen Bahn sind wieder hergestellt und die Verbindung zwischen den beiden bedeutendsten Städten Caracas und Valencia ist auch wieder im Lɔt. * Die japanische Regierung eröffnet im kommenden Dezember in der Mandschurei Konsulate, und zwar in Charbin und in Dalnij. Der Wettbewerb gegen Rußland beginnt bereits. Nab und fern. Soeben ist die Die Familie Delarey in Berlin. Frau des tapferen Burenführers Delarey mit ihrer Tochter und deren Mann, Herrn Ferreira, in Berlin eingetroffen. Frau Delarey macht den Eindruck einer derben Landfrau, während ihre Tochter ganz Salondame ist. Seit dem 1. Dezember 1900 bis zum Friedenschluß, so erzählte die Tochter einem Interviewer, also ganze 18 Monate, seien sie flüchtig umbergeirrt. ,, An jenem Tage wurde unsere bei Lichtenburg belegene Farm besetzt. Die Engländer ließen uns die Wahl, nach Port Elisabeth oder Kapstadt zu gehen. Aber meine Mutter erklärte, nur dort, wo Transvaal ist, zu bleiben. Auf einem Ochsenfarren, auf den wir das nötigste geladen hatten, zog die Mutter mit sechs Kindern in die Wüste. Wir waren neun Geschwister. Aber mein ältester Bruder war am Modder River gefallen, ein jüngerer stand beim Kommando des Vaters und eine Schwester war in Pretoria verheiratet. General Methuen und seine Offiziere hatten uns aufgetragen, auf den Vater einzuwirken, daß Frieden würde, da ein weiterer Widerstand nuglos wäre." In Zwischenräumen bon acht bis zehn Tagen suchte Delarey die Seinigen auf. Dann tam auch Herr Ferreira mit, damals noch der Berlobte seiner jetzigen Frau. Kundschafter, die bald von der Familie, bald vom Kommando ausgesandt waren, bereiteten diese Zusammenfünfte vor. Eigentliche Not haben sie in der Zeit nicht gelitten, ob es auch zuweilen etwas tuapp herging. Mit der Unterkunft wurbe es besser, jeit Telareh den Seinigen noch einen Ochsenkarren verschafft hatte. ) Die Stimme des Gewissens. Im Jahre 1893 fand man eines Morgens einen Angehörigen des in Thorn garnisonierten Ülanenregiments bei dem Kasernenstall rechten, dasselbe tut mein Doppelgänger, und jeder Sachbaß die verschie und darf beschwören Hand herdenen Schriftoward ich will Ihnen verständige fan nicht von einer und rühren. andere ich zum Detettib absprechen, zu gut zu diesem Ja, das will ich, Wenn ich sage, schon ganz nicht etwa das Talgeister getäuscht, aber Berufe, ich meine zu gut als Mensch. ich will ich will aus der Welt honichminden. anger Bühne abtreten, so heißt das bei mir: dara um auf und der zu fönnen. eine neue Darauf hatte ich nur gewartet leichtlebige Erbe nahm gleich seiner Leidenschaft, dem Hazardspiel, fröhnen damals manchmal ich fam mit den nichts gut, Würfeln ab, stachelte die Würfel fielen, und hier den Haufen Geld, sebe das klostergut dagegen, alles Nacht nahm ich dem jungen Menschen sein ganzes Geld schon ergut, wußte, was damch London, ich kannte das ihn noch mehr auf zu machen war. In einer dom Manne gela von bleiben. frei sein, mich Amerika aus zugehen. Ja, Angela! Sie soll die verpfändeten Schmucksachen, Glauben verharren, ich bitte Sie. so wurde ich von Frankreich nicht mehr verfolgt. ist alles Lüge, alles Lüge, aber lassen Sie sie bei ihrem edlen Menschen geschildert, auf ihre Bitte mußte ich Ich hatte ihr Sydney Howart, meinen Chef, als einen ihm offenbaren, er fam für die Wechselschuld auf, Ich nannte mich auch hier Jules d'Eclassière. aber sie soll in der glücklichen Täuschung ill jeiner Er malte türkischen auch Tänzerin Modell gestanden hatte. aber er tat nicht gern, gerade als ob er alle Tage erderben werden sollte. Borträts, Dame wünschte von ihm porträtiert zu werden. gewußt hätte, daß ein Porträt sein Eine sehr hochgestellte schöne es Sie fam Es ich muß sie langsamt Howart besitzt auch schön; er malte einen flüchtigen Abschiedsgruß zu. Dame, sagte, fie fei müde, und nichte Gewöhnlich dauerte sie eine Stunde, dann im Borzimmer wartete, bis die Sigung ins Atelier in Begleitung eines atten Dieners, erhob sich meinem Herrn zu Ende war. der war wunderbar die ion hoftick to Sie Enitim fie als Roccocodame 5333235 e 11 r 2 PADIUSO D☹4 a erhängt vor. Man nahm der Sachlage nach an, daß der Mann durch Selbstmord geendet sei. Jetzt hat, von Gewissensbissen geplagt, ein früherer Ulan in SchleswigHolstein gestanden, daß er im Streit den Kameraden erwürgt und dann, um die Tat zu verdecken, an einer Kandare aufgehängt hat. F Frankreichs Bevölkerung steigt. Die amtliche Aufstellung über die Bewegung der Bevölkerung in Frankreich im Jahre 1901 ergiebt eine Vermehrung um 72 398, gegenüber einer Verminderung um 25 988 Köpfe im Jahre 1900. Das Ergebnis ist die Folge einer Vermehrung der Geburten und besonders einer Verminderung der Sterblichkeit. ☐ Sturmverheerungen an der englischen Küste. Im Aermelkanal hat ein Sturm gewütet, wie er selbst in Dieser berüchtigten Windecke zu den Ausnahmefällen gehört. Die Rettungsstationen wagten es nicht, ihre Boote auf das tosende Meer hinauszuschicken, und die großen Postdampfer konnten nicht einlaufen. Die englischen KanalDampfer zwischen Boulogne und Calais trafen voll Wasser bis in die Kajüten hinab hüben wie drüben an As bas Abend- Calaisboot in Dover landete, brach eine riesige Sturzsee über Boot und Pier hinweg. Gleich darauf folgte eine zweite und noch gewaltigere See, die, Pier und Quai 9öllig überschwemmend, sich gegen den eben einfahrenden Eisenbahnzug warf, dessen Türen und Fenster zerschmetterte, und die Wagenabteile unter Wasser seßte. Gleichjeitig gingen über die Südküste schwere Plazregen nieder, sie hie und da die Gewalt von Wolkenbrüchen annahmen. Die Stadt Brighton wurde in ihren niedrigen Teilen von Sturzseen und Regenmassen völlig unter Wasser gesetzt, to daß dieses in den Häusern bis vier Fuß hoch stand. Der Dampfer ,, Bell" scheiterte bei Ramsgate, seine Mannschaft wurde gerettet. Der Rutter des Kriegsschiffes ,, Mitotaur" zerschellte an der Seite des eigenen Schiffes, in Teil der Mannschaft ertrank. Der französische Schoner ,, Gabrielle" ging mit Mann und Maus unter nur der Hund des Kapitäns trieb gerettet auf einem Brackstück auf der Insel Jersey an. - £ Zerstörung von Newyorker Riesenbrücken. Die im Bau begriffene Brücke über den East River zwischen Newyork und Brooklyn ist durch Feuer beschädigt worden. Der Schaden wird auf eine halbe Million Dollars geschäßt. Die zwei Brücken für Fußgänger, die an den Hauptkabeln hängen, sind zerstört. Die Behörden ließen den Verkehr auf dem East River einstellen, da ein Regen von Feuer und glühendem Eisen von der Brücke herunterfiel. Der Brand kam in der Spize des 355 Fuß hohen Turmes der Newyorker Seite aus. ‡ Ein nihilistisches Attentat mutmaßt man ießt in dem kurz gemeldeten Ueberfall, dessen Opfer der Präsident des Warschauer Wohltätigkeitskomitees, Hofjägermeister Fürst Radziwill, dieser Tage in einer der Straßen Warschaus wurde. Der ,, Warsch. Dnewn." berichtet dazu folgende Einzelheiten: Der Fürst kam gegen 12 Uhr nachts von einem Besuche nach Hause. Auf seinem Wege begegnete er einen jungen Menschen, den er dem Aussehen nach kannte, da jener bereits mehrfach die Hilfe der Wohltätigkeitsgesellschaft in Anspruch genommen hatte. Als der Fürst vernahm, daß der junge Mann ihm irgend etwas zurief, wandte er sich zu ihm um. In frechem Tone stellte der junge Mensch den Fürsten darüber zur Rede, daß man ihm seine an die Wohltätigteitsgesellschaft gerichteten Bitten abgeschlagen habe. Der Fürst anwortete, daß die Gesellschaft vor allem für Greise, Gebrechliche, Kinder und Kranke zu sorgen habe ,. aber nicht für junge, gesunde und starke Leute. Hierauf ging der junge Mensch weiter. Der Fürst war aber kaum ein kleines Stück vorwärtsgegangen, als er hinter sich einen Wagen fahren hörte, der plötzlich dicht neben ihm anhielt. Aus dem Wagen sprang derselbe junge Mensch heraus, der den Fürsten kurz vorher angeredet hatte. Der hochgewachsene und kräftige junge Mann vertrat dem Fürsten den Weg und sprach in herausforderndem Tone: ,, Gib mir drei Rubel!" Als der Fürst hierauf antwortete, daß dies weder die Form sei, eine solche Bitte anzubringen, noch der Ort, wo man etwas derartiges tue, rief der junge Bursche:„ Ich will dich schon lehren," und fing, nachdem er etwas zurückgetreten war, an, mit einem dicken Knotenstock auf den Kopf des Fürsten einzuschlagen. Fürst Radziwill beugte sich instinktiv etwas vor, so daß der erste Schlag gerade seinen 3ylinder traf, diesen zusammenschlug und zu Boden warf; die folgenden Hiebe trafen den zum Schuße des Kopfes erhobenen Arm und die Hand des Fürsten. Das alles ging so rasch vor sich, daß der Fürst gar nicht dazu fani, um Hilfe zu rufen. Als aus einem in der Nähe befindlichen Bücherladen ein Mann trat, sprang der junge Mensch, der den Fürsten überfallen hatte, in die neben ihm haltende Droschke und fuhr rasch davon. Der Polizei ist es bereits gelungen, festzustellen, daß der junge Mensch Rybakewicz heißt und sich ohne bestimmte Beschäftigung in Warschau aufhält. Er konnte jedoch bis jetzt noch nicht ergriffen werden. Bunte Chronik. Zur Küstenpanzer- Reservedivision in Tanzig ist zum ersten Mal eine größere Zahl Fähnriche zur See zur letzten Ausbildung vor der Offizierprüfung kommandiert worden. Wie der ,, Reichsanzeiger" mitteilt, sind auf deutschen Eisenbahnen ausschließlich der bayrischen- 20 Entgleisungen auf freier Bahn( davon 11 bei Personenzügen), fünfzehn Entgleisungen in Stationen( davon sechs bei Personenzügen), 2 Zusammenstöße auf freier Bahn ( davon 1 bei Personenzügen), 7 Zusammenstöße in Stationen( davon 1 bei Personenzügen) vorgekommen. Dabei wurden 1 Reisender, 5 Bahnbeamte und 1 Postbeamter verletzt. - In Weimar wurden die Arbeiter Behnert und Fousse wegen Ermordung der Jenenser Trödlerin Harz zum Tode und fünf bezw. drei Jahren Zuchthaus, sowie zu dauerndem Ehrverlust verurteilt. In Lübeck wurde der Wagen, in dem die Prinzessin Antoinette von Anhalt mit der Gräfin von Sierhagen eine Spazierfahrt machten, umgeworfen. Die Gräfin erlitt einen Armbruch, die Prinzessin blieb unverlegt. Auf offener Bühne durch einen Schuß schwer verlegt wurde im Stadttheater zu Sorau N.-L. der Schauspieler Steffan von der Thiedeschen Theatertruppe. Die von Iquique soeben in Hamburg eingetroffene Hamburger Bark ,, Gudrun" hatte bei Kap Horn einen Verlust von fünf Mann. Einer der Schiffsjungen fiel über Bord. Ein mit vier Matrosen bemanntes Boot ver suchte die Rettung, es fenterte aber, und alle Insassen ertranfen. In Danzig wurde der Graveur Emil Behrendt wegen Falschmünzerei und seine 17 jährige Braut wegen Beihilfe verhaftet. Bei Kleinwangen an der Unstrut fenterte ein mit vier Schiffern besetztes Boot; drei Schiffer sind ertrunken. Die gemeldeten Betrügereien im Steueramt zu Christiania haben jetzt bewirkt, daß man eine ganze Reihe Beamten verabschiedet und vier höhere Angestellte unter Anklage gestellt hat. Zwei von den letzteren haben allein 20 000 Stronen unterschlagen. - - Der italienische Komponist Mascagni, der bekanntlich in Amerika wegen angeblichen Kontraktbruches verhaftet und dann gegen Kaution freigelassen worden war, hat jetzt seine früheren Geschäftsführer wegen seiner unbegründeten Verhaftung auf Zahlung von 50 000 Dollars verklagt. Nach anderen Meldungen soll der Zwist beigelegt sein und die Tournée weiter fortgesezt werden. Lokales. Gedenktafel für den 13. November. 1594. Landgraf Philipp von Hessen*-1782. Der standinavische Dichter Esaias Tegnér( Frithjofsage)*. 1862. Ludwig Uhland+.- 1882. Der Dichter Gottfried Kinkel( Otto der Schüß) †.- 1884. A. Brehm( Tierleben) †. ** Der Großherzog empfing am 9. November den Minister Budde, Staatssekretär der öffentlichen Arbeiten. Der Großherzog wird voraussichtlich der Theateraufführung in Mainz beiwohnen, in der Sarah Bernhard mit ihrem Ensemble gastieren wird. ** ** Von der Universität. Der zu Ehren des Professors Drude veranstaltete Fockelzug wird sein Ende auf den Gail'schen Wiesen an der Trace der Fuldaer Bahn finden, wo mit Erlaubnis des Herrn Kommerzienrats Gail die Fackeln zusammen geworfen werden. Der Kommerg findet in Steins Saal statt. ** Hessische Vereinigung für Volkskunde. Wie uns mitgeteilt wird, beabsichtigte die Hessische Vereinigung für Volkskunde ebenso wie im leßten Winter, so auch in diesem für ihre Gießener Mitglieder einige Vort ags. abende zu veranstalten Der erste derselben findet Montaa, den 24. November( 8 Uhr, im oberen Saale des Café Ebel) statt und wird einen Vortrag des Herrn Professor Dr. Wuensch über„ Antife Baubergeräte" brirgen. Die übrigen Vorträge sind vorläufig in nachstehender Weise festgesetzt worden, wobei jedoch etwa nötig werdende Aenderungen vorbehalten bleiben. Montag, den 15. D zember: Herr Lehrer Weyl aus Wised über Geburt und Taufe auf dem Lande, Montag, den 19. Januar 1903: Herr Kustos Dr. Ebel über Gießener Flur- und Straßennomen, Montag, den " 16. Februar 1903: Herr Pfarrer Schulte aus Beuern über die Epinnstuben im Vogelsberge.- Gäste sind bei allen Vorträgen willkommen. Kreislehrerfonferenz. Heute Dienstag fand wie bisher im Café Ebel die übliche Spätjahresfonferenz der Lehrer des Kreises Gießen unter dem Vorsitz des Herrn Kreisschulinspektors Dr. Lucius statt. Eine fast vollständige Teilnahme der Lehrer der Konferenzbezirke Gießen, Hungen, Lich und Grünberg ist zu verzeichnen. Gegenstand der Besprechung war ein Vortrag über die häuslichen Aufgaben, welchem eine kurze Diskussion folgte. Hierauf entfaltete sich eine längere Verhandlung über die Abänderung der im Jahre 1880 eingeführten neuen Ortographie. Ob diese Aenderung eine konsequent durchfürbare sein wird, wird die Erfahrung der nächsten 8 it lehren. Am Schlusse der Besprechung wurde vom Vorsitzenden der gewünschte Antrag gestellt, fünftighin die Konferenz in einen Stadt- und Landbezirk zu Der freundliche Gastwirt Karl Weibig in den fährliche Rente zu Restaurant„ Zum Andres" feiert morgen, am 13. November, nicht um einen feinen 60. Geburtstag. gestern Abend die Leipziger Sänger" in Stein's perficherungsamt ** Leipziger Sänger. Ein vollbesetztes Haus Hattem gefallen. Der Ref Saalbau zu verzeichnen. Die Direktion Eyle- Schmidt hatte schäftigung im o für diesen Abend ein schönes Programm aufg stellt unt wurde dasselbe vom Auditorium beifällig aufgenommen.. fei, daß dem Kön Mainz, 11. Reichen Applaus ernteten nach jedem Auftreten die Herrem ber Bauausschus Römer und Deliz ch, Letzterer als Damen- Imitater. He laufel in die ftabt abend findet der zweite und legte humoristische Abend bei bollständig neuem Programm statt; ein Besuch desselben ifft sehr zu empfehlen. ** Wir wollen nochmals daran erinnern, daß morgen, Donnerstag Abend 1/29 Ubr, für die Gewerkschaften ein ** Frankfurt bafen fippte eine R und gefimetterte fort ein " Frankfurt a Rezitationsabend des Herrn Waltotte Berlin, be abier gab heute handelnd:„ Die grökte Sünde", Schauspiel in 5 Aften, Jamperdenghi stattfindet. Eintritt 10 und 20 Pfg. ** Wichtig für Handwerksmeister. Da: Meggerlehrling Adam D. aus Heimarshausen( Kris Wolt hagen), welcher vertragsmäßig bei dem Meßgermeister F zu age des Königs Spigen der staatlic porragende Mitglie ** Wiesbaden Fr glar in der Lehre war, batte angeblich, weil der Meister Rausch fand im ihm beim Ausspannen des Pferdes, welches er ung schickt aus mil Höfling in der Scheere geführt hatte und wobei das Pferd mit dent in altes, verroftet Hinterbeinen hängen blieb, einige Bitschenhiebe vers zt haben währigen Kommis soll, die Lehre verlassen. Der Meister hatte as R& t, ben, daß in der binnen einer Woche den Lehrling durch die Polizei wieder dite. Dabei fam holen zu lassen, dieses aber dem Vater gegenüber nicht ge bon. oung traf dem G weil er glaubte, der Vater des Lehrlings würde denselben: wieder zurück führen. Er brachte aber denselben vielmehr as linte Auge. Raffel, 11.2 ** ** bei einem anderen Meister in die Lehre, wofür dieser mehrfaen Bäderreifer. mals in Strafe gezogen wurde, da nach§ 148 der Gewerbefung unterzogen, Ordnung erst nach Verlauf von 9 Mona en ein Lehrlino ,. Reife". welcher unbefugt die Lehre verläkt, in ein und demselben ** Raffel, 11. N Geschäft darf weiter beschäftigt werden. Der Meßgermeister rit dahier schlägt Franz F. führte nun Klage gegen den Lehrling, bezw. deffen zent( im Vorjahre Vater, da doch der Meister das Züchtigungsrecht hat, und Raffel, 8. Not es fam im dritten Termine, da der Meister den Lehrling neue elettriste he für die weitere Lehrzeit nicht mehr für geeignet hielt, ein jelthal führend bis Vergleich zustande, wonach Beklagter sämtliche Kosten und und für Industriez eine beträchtliche Entschädigungssumme zu zahlen hat. Be onenbeförderung freig merkt sci noch, daß der Meister einen Rechtsanwalt und Beflagter einen Vertreter angenommen hatten. Aus Hessen und Nachbargebieten. ** Leibaestern, 11. Nov Am rächsten Sonntag 2 Uhr nachmittags findet hier die Einweihung des neuen Schulhauses statt. ** Kleinbahn Kirchhain- Niederofleiden( Obmthal bahn). Mit Giltiqfeit vom 10 d. Ms. werden für die Bförderung von Holz der Spezialtarife II und III in Wagen ladungen von mindestens 10 000 Kilogramm oder bei Fracht zahlung für dieſes Gewicht nachverzeichnete Ausnahmefracht fäße eingeführt und zwar: Kirchhain( Kleinbahn) transit Mt. Von und nach: Kirchhain( Kleinbahn) Amöneburg Rüdigheim Schweinsberg Nieder- Ofleiden ** Stadt mittels elektrisc jondern auch hinau ** Ufingen, 11. No trugen Arbeiter ein en der Stamm ab eriz. Der Mann büdt. ** Hanau, 11. No e ate, an Epilepsie inem Branthe tranfa darin, obwohl das ** Biebrad, 11. 9 das 2½jährige Kit rage durch Spielen Nieder- Dfleiden, in dem sein 11/ i transit 0,07 Mt. wurde zwar noch le doch hat es so um wieder auftomme us Franken, 11. S aum über 300 Seele 0,05 006 0.06 " " 0 05 " " 0,06 0,05 " " 0,07 " Opf r Hochfel je für 100 Kilogramm ( Bess. Ldztg.) Bad Nauheim, 10. Nov. Ueber die Städteordnung Der bisherige auke und die Vorzüge derselben vor der Landgemeindeord el iſt zum ordentlic nung hielt heute abend in der Turnhalle auf Ver- Falaltät der Universi anlassung des Bürgervereins Herr Rechtsanwalt und Notar Römheld aus Gießen einen Vortrag. Der Billiges Robres e Redner, von dem Vorsitzenden des Bürgervereins, Herrn utter, Andhobisbutter c hen, pifanten Geschmac teilen, da die Lehrer der Provinzialhauptstadt doch faſt aufgegelmann, eingeführt, legte in mit großem Beifall out ante idaman jeden Monat eine solche abhalten und in mancher B ziehung andere Lehrziele ins Auge fassen. Nach Beendigung der Sigung hielt ein gemeinschaftliches Essen die Kollegen noch für einige Stunden in zwangloser Weise beisammen. Der Oberhessische Verein für innere Mission feierte am Montag im Konfirmandensaale der Matthäusg meinde sein traditionelles Jahresfest. Die Regierung war durch Herrn Reg. Rt Dr Wagner vertreten, Pfarrer RöschenFreienseen, der Vorsitzende des Vereins, gab in feinem Jahresbericht unter Rücksicht auf die Geschäfte des Verbandes zur Kenntnis, daß im Ganzen 293 Kinder durch die einzelnen Zweigvereine untergebracht wurden; davon durch die Mathildenstiftung zu Friedberg 147, in Gießen 4, in Grünberg 79, in Nidda 7, in Schotten 30 und in Büdingen 26. Am Nachmittag var die Mitgliederversammlung, in welcher Pfarrer Euler und Prof. Dr. Drews als Ausschuß ge= wählt wurden. In einer Beratung über das Kollektenw sen wurden als feststehende Kollekten die für den Gustav AdolfVerein und für das Diakonisser haus in Darmstadt anges hen; solche für die Epilept schen Anstalten zu Bethel und NiederRamstadt, für die Erziehungsanstalten in Dillenburg und auf der Aumühle noch für die folgende Zeit zugelassen. In der Abendversammlung, welche in Steins Garten stattfand, gaben Herr Pfarrer Weber- Lich und Dr. Ebel in anschaulichen Umrissen die Geschichte des Klosters Arnsburg wieder, welcher die Versammlung mit großem Interesse folgte. Mehrere Lieder und dergleichen trugen außerdem zur Hebung der Feststimmung mit bei. - ** Statistisches. Die Chirurgische, Medizinische und Frauen- Klinit der Landesuniversität Gießen erhielten im Jahre 1901 insgesamt 4159 Bugänge mit 89 339 Verpflegungstagen. ** Akademisch- Neuphilologischer Verein nennt sich eine neugegründete Studentenverbindung an unserer Hochschule. Sie gliedert sich dem Weimarer Kartell- Bertand an; die Farben sind Schwarz- Weiß- Grün. ** Ein Verkehrs- Verein soll hier ins Leben treten. Diesem Gedanken fann man nur auch die Wirklichkeit wün schen; unsere Stadt und ihre ganze schöne Umgebung dürfte großen Vorteil davon haben. mit der Gabel fo lange zu haben. Rede Vorteile der Städteordnung dar und meinte u. a.: Nach Nauheim werde gewiß ßig ift.„ WUK it gerne mancher Jurist oder Verwaltungsbeamte gehen. Die Kosten der Verwaltung würden in Zukunft nicht Verwaltungskosten, Friedberg mit der doppelten Seelenhöher sein. Im Ganzen habe Nauheim 11900 mt. Seit 21 Jah zahl nur 10 700 Mt. u. s. w. Weiter gedachte Redner der Aufgaben des neuen Bürgermeisters; u. a. müffe die lokale Bauordnung, die Nauheim durch das übermäßige Bauen so viel geschadet habe, eine vollständig andere werden. Redner schloß mit den besten Wünschen für Nauheims Zukunft. Darmstadt, 11. Nov. In der Dragonerfaserne am Marienplatz machte ein Rekrut durch Ertängen seinem Leben ein Ende. ** Darmstadt, 10. Nor.( Striegsgericht). Einen Kriegsfalle marchem Kolbenschlag sich gewachsen zeigen ganz besonders widerstandsfähigen Schädel, der auch im dürfte, scheint der Musketier A von der 6. Komp. des Inf.Regts. Nr. 168 zu haben; er hatte am 2. Nov. mit dem ebenfalls im Oftober eingerückten Refruten Poil. Schäfer Stuben dienst und ermahnte diesen, der sich gedrückt hatte, auch etwas zu thun und einen Krug Wasser zu holen. Sie famen beide in Streit, worauf Schäfer den steinernen Strug nahm und ihn dem A derart auf den Kopf schlug, daß er in Scherben ging Als A. sich hierauf wehren wollte, verlegte ihn Schäfer noch mit dem abgebrochenen Henkel an der Schläfe. Beide Hiebe hätten sehr gefährlich werden können, und ist es in erster Linie der beneidenswerten Konstitution des A. zu verdanken, daß er nur 8 Tage revierkrant war., Schäfer, der schon wegen ähnlicher Delitte vorbestraft ist, erhielt für seine Rohheit, die er gleich zu Beginn seiner Militä seit ausübte, einen gehörigen Denfzettel und wurde mit 2 Monaten und 14 Tagen Gefängnis bestraft. Mainz, 11 Nov. Die Novemberversammlung des Mittelrheinischen Fabrikanten Vereins findet am 20., am 13. statt. ** echanis bon S Gießen S थ 11. Ka ! I. Kin ersta Nad Fau tritt für jedes fin Gallerie 10 och das Recht ein Borstellungen egleitet. statt In ** Mainz, 11. Nov. Die Brauereiberufsgenossenscha hatte sich f. 8. geweigert, den Hinterbliebenen des von seinem Arbeitskollegen Albert im Keller der Rheinischen Bierbrauerei zu Weisenau erschlagenen Brauers König eine biefen hochinter Theater Ist in h to g fc Karl Weibig in b morgen, am 13. Novemb bollbes Btes Haus hath r Sänger" in Strin reftion Eyle- Schmidt ba beifällig aufgenomme jährliche Rente zu bezahlen, da es sich um einen Mord, nicht um einen Betriebsunfall handele. Die Entscheidung bes Schiedsgerichts war zu Gunsten der Hinterbliebenen ausgefallen. Der Refurs gegen dieses Urteil wurde vom Reichsversicherungsamt zurückgewiesen, da es nur durch die Behäftigung im abgelegenen Keller Albert möglich gewesen rogramm aufg stellt uni, daß dem König Niemand zu Hilfe kam. em Auftreten die her Bauausschuß lehnten die Aufnahme der sogen. StrikeDamen- Imitator. Selausel in die städt Arbeitsverträge ab. Mainz, 11. Nov. Die sozialpolitische Deputation und humoristische Abend ein Besuch desselben ** Frankfurt a. M., 11. Nov. Im hiesigen Kohlenbafen tippte eine Rohlenfarre um, fiel auf einen Arbeiter und zerschmetterte ihm den Schädel. Der Tod trat soan erinnern, daß morgefort ein. die Gemertidaften ** Frankfurt a. M., 11. Nov. Im Hotel Imperial e", Schauspiel in 5 tamperdenghi zu Ehren des heute stattfindenden Geburtsaltotte Berlin, bahier gab heute Abend der italienische Generalkonsul Graf 3fg. dwerksmeister. marshausen( Aris Wo dem Meggerme ster F ags des Königs von Italien ein Galadiner, an dem die Spigen der staatlichen und städtischen Behörden sowie herborragende Mitglieder der italienischen Kolonie teilnahmen. ** Wiesbaden, 11. Nov. Der Buchhalter Johann in Ergebnis der Wahlen von Abgeordneten zum 32. Landtag am 8. November 1902. A. In den Städten. 1) Darmstadt 2) 3) Mainz 4) " 5) Gießen 6) Offenbach 7) Friedberg 8) Alsfeld 9) Worms 10) Bingen ohne die frühere Gemeinde Beffungen Gewählt sind: . Fabrikant Wilhelm Langenbach. Buchhändler Ludwig Sa eng. Redakteur Dr. Eduard David( wiedergewählt.) Schriftfezer Philipp Haas( wiedergewählt). Rechtsanwalt Justizrat Dr. Egid Gutfleisch in Gießen ( wiedergewählt). Buchdruckereibesitzer Karl Ulrich in Offenbach( wieder. gewählt). Beigeordneter Carl Damm in Friedberg. Rechtsanwalt und Notar Heinrich Neh in Alsfeld. Fabrikant Nikolaus Reinhart in Worms( wiedergewählt). Stadtverordneter Jacob Bennrich II. in Bingen ( wiedergewählt). B. In den betreffenden übrigen Wahlbezirken. a. Provinz Starkenburg. Hauptorte der Bezirke: Reinheim 2. Bezirk: Michelstadt 6. 7. 13. ngeblich, weil der Meitausch fand im Privatfomptoir seines Chefs, des Herrn welches er ung sch dt al Höfling in der Adelheidstraße hinter einem Schrank wobei das Pferd mit den altes, verrostet& Flobertgewehr. Er zeigte es dem Bitschenhiebe verf bt haben ährigen Kommis Christ, ohne eine Ahnung davon zu Meister hatte tas Rd, ben, daß in der alten Knarre noch eine Schrotladung 16. durch die Boli ei wieder te. Dabei fam er dem Abzug zu nahe und die Schrotter gegenüber nicht gebon, bang traf dem Chrift ins Gesicht. Dieser verlor dabei " ehrlings würde denselben aber denselben vielmehr Behre, wofür di ser meh nach§ 148 der Gewerbe 14 linke Auge. ** Kassel, 11. Nov. Strenge Examinatoren sind die figen Bäderreifter. Von 11 Gesellen, die sich der Meistersung unterzogen, erhielt nur Einer das Zeugnis der Mona'en ein Lehrlingeife". Et, in ein und demselben den. Der Meggermeister, ** Kassel, 11. Nov. Der Aufsichtsrat der Haferkakaorit dahier schlägt die Verteilung einer Dividende von 6 den Lehrling, bezw. dessen zent( im Vorjahre 25/8 Proz.) vor. Büchtigungsrecht hat, und er Meister den Lehrling ** Kaffel, 8. Nov. Mit dem gestrigen Tag wurde für geeignet hielt, ein felthal führend bis zur Höhe des Habichtswaldes aufneue elettris be herfules bahn, welche durch das sämtliche Koſten undt und für Industriezwecke angelegt wurde, auch für die e zu zahlen hat. Befonenbeförderung freigegeben. Man fann also ist von Rechte anwa't und Be Stadt mittels elektrischer Bahn nicht nur bis Wilhelmssondern auch hinauf bis zum Herfu'es gelangen. atten. bargebieten. ** Usingen, 11. Nov. Im Gemeindewalde von WehrDabei rutschte trugen Arbeiter einen gefällten Stamm n der Stamm ab und fiel auf den 40jähr gen Georg ichsten Sonntag 2 Uhr eriz. Der Mann wurde von dem Gewicht des Baumes ihung des neuen büdt. rofleiden( Obmthal D. Wis. werden für die ** Hanau, 11. Nov. In Wachenbuchen fiel der 28 re a te, an Epilepsie leidende Landwirt Ludwig Buth III. nem ranthe tranfalle in den Orte wassergraben und erarife II und III in Wagen: darin, obwohl das Wasser des Grabens nicht tief ist. logramm oder bei Fracht Biebrach, 11. Nov. In Abwesenheit der Eltern zeichnete Ausnahmefracht das 21/ 2jährige Kind eines Kaufmanns in der Adelbahn) Nieder- Ofleiden ,, in dem sein 1/ 2jähriges Schwesterchen lag. Tas caße durch Spielen mit Zündhöl chen das Bett in tranfit wurde zwar noch lebend aus den Flammen heraus: 0,07 Mt. doch hat es so schwere Brandwunden erlitten, daß Im wieder auftemmen dürfte. 006 " 005 " 0,05 " 11 100 Rilogramm ( Seff. Ldztg.) ' Aus Franken, 11. Nov. In Effelter, einem Dörfchen aum über 300 Seelen, fielen der Diphtherie 20 Kinder Opf r. Hochschulnachrichten. eber die Städteordnung der bisherige außerordentliche Professor Dr. Kurt der Landgemeindeord, el ist zum ordentlichen Professor in der philosophi Turnhalle auf Ver Fakultät der Universität Marburg ernannt worden. r Rechtsanwalt und einen Vortrag. Der Billiges Kochrezept( Preisgekrönt). Sardellenbut er, Bürgervereins, Herrn it mit großem Beifall gute Butter und 1 Theelöffel( für 10 Pfg.), WUK". Dies e der Städteordnung at der Gabel so lange durcheinander gedrüft, bis der Belag auheim werde gewiß haben. WUK" ist schon in Probebüchsen à 25 Pfennig altungsbeamte gehen. Tden in Zukunft nicht utter, Anchovisbutter als Belag für Semmels+ nitten wird en, pikanten Geschmack übertroffen, wenn man nimmt: 3 zu Nauheim 11 900 Mt. Seit 21 Jahren nicht mehr hier. t der doppelten Seelen Beiter gedachte Redner meisters; u. a. müffe heim durch das überabe, eine vollständig it den besten Wünschen " " " " Groß- Umstadt Groß- Gerau- Darmstadt Offenbach- Seligenstadt( Gr.- Steinheim) Wald- Michelbach- Fürth 4. " 9. " Lorsch Gernsheim- 3wingenberg. Hauptorte der Bezirke: 3. Bezirk: Butzbach- Bad- Nauheim Gewählt sind: Gastwirt Friedrich Lang in Michelstadt( wiedergewählt). Bierbrauereibesitzer Georg Schönberger in GroßBieberau( wiedergewählt). Landwirt Georg Hauck III. in Schaafheim. Wahlmänner nicht genügend erschienen. Neuer Wahltermin Bürgermeister Adam Sensfelder in Büttelborn. Donnerstag, 13. November 1902. Dr. Auguft Heidenreich in Darmstadt( wiedergewählt). Bürgermeister Adam Seelinger in Lampertheim ( wiedergewählt). b. Provinz Oberhessen. Laubach- Schotten- Ortenberg- Nidda 11. " 6. " Grünberg- Gießen. 9. " Lauterbach- Schlitz Herbstein- Ulrichstein 10. Hauptorte der Bezirke: 6. Bezirk: Oppenheim- Osthofen- Wörrstadt 9. " 1. " Nieder Olm- Ober- Ingelheim Pfeddersheim. Gewählt sind: Kaufmann Wilhelm Jout in Buzzbach( wiedergewählt.) Bürgermeister Sebaſtian Weidner in Herchenhain ( wiedergewählt). Redakteur Otto Hirschel in Offenbach. Bürgermeister Stöpler in Lauterbach. Bürgermeister Schmalba ch in Grainfeld( wiedergewählt). c. Provinz Rheinhessen. ⋅ Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. 3 bis 6 geöffnet. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von Angebot der Arbeitnehmer: 1 Goldarbeiter, 1 Küfer für Holz- und Kellerarbeit, 1 Sattler und Bolsterer, 2 Wagner, 2 Schuhmacher, i Baus und Möbelschreiner, 11 Hausburschen, 6 Tag löhner, 1 Schweizer, 2 Kutscher, 4 Knechte, 3 Fuhrfnechte, 3 Kellner, 1 Aushilfskellner, 1 Bureaudiener, Wäscherinnen, 1 Nähterin, 1 Büglerin, 1 Schreibgehilfe. 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 2 Nachfrage der Arbeitgeber: 1 verheirateter Herrschaftskutscher, 1 lediger Herrschaftskutscher, 5 Knechte auf Weihnachten, 2 Pferdefnechte, 6 landwirtschaftliche Mägde, 2 Zimmermädchen, 9 Dienstmädchen. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Schneider. chanische Theater PFLEGE DEIN HAAR von H. Pottharst Gießen Dewalds Garten. er Dragonerfaserne am Ertängen seinem Leben iegsgericht). Eiren Schädel, der auch im sich gewachsen zeigen der 6. Komp. des Inf te am 2. Nov. mit dem Refrut n Poil. Schäfer en, der sich gedrückt hatte, ug Waffer zu holen. Sie häfer den fteinernen Arug gierauf wehren wollte, verbgebrochenen Henkel an der gefährlich werden können, neidenswerten Konstitution 8 Tage revierkrant war. den Kopf schlug, daß er r Delifte vorbestraft ift, gleich zu Beginn seiner en Denfzettel und wurde fängnis bestraft. Eröffnungs- Vorstellung Freit. Abend 8Uhr. An den Wochentagen täglich Vorstellungen abends 8 Uhr. Sonntags 3 Vorstellungen um 4, 6 und 8½ Nhr. Eintrittspreise: Refervirter Stuhl 1.25,( Familienkarten 3 Stück zusammen v. mehr á 1 Mt. I. Rang 1 Mt.( 4) Karten zusammen u. mehr á 75 Pfg.) I. Rang 50 Pfg. Gallerie 30 Pfg. Kinder unter 10 Jahren zahlen auf den ersten 3 Pläzen die Hälfte, haben auf Gallerie feinen Zutritt. Mittwoch u. Samstag finden Nachmittags 5 Uhr Kinder- und Familien- Vorstellungen statt. ritt für jedes Kind 1. Rang 30 Pfg., 2. Rang Gallerie 10 Pfg, Erwachsene volle Preise, och das Recht ein Kind frei einzuführen. Vorstellungen werden von einer guten MusikRobemberversammlung des findet am 20., flatt gleitet. Brauereiberufsgenoffenfcha Hinterbliebenen des von Keller Rheinischen diesen hochinteressanten Vorstellungen ladet ern Die Direktion. Jenen Brauers König eine heater ist Fusswarm geheizt. h Ank Pflege Dein Boar JATOL Das ste für die re Pomade, Oel und schädliche Essenzen dürfen nicht auf die Kopfhaut gebracht werden. Es giebt etwas viel Besseres, wodurch Haar und Kopfhaut erfrischt und gestärkt, das Haar seidenweich, üppig, glänzend und geschmeidig wird. Dieses vorzügliche, erstklassige Haar. wasser heißt JAVOL und findet sich auf den Toilettentischen der ersten Kreise, da sein Erfolg ein ganz unvergleichlicher ist. Man erhält es, die Flasche zu 27k. 2., Doppelflasche Mr. 3.50 in allen feineren Parfümerien, Drogerien und Coiffeur. geschäften, auch in Apotheken. MIT.JAVOL! In Gießen bei: Gebr. Michel. öbl. Zimmer auf sofort zu verm. Löbershof 8 II. zu "," reundlich möbl. Zimmer vermieten. Marktplatz 2. Gewählt sind: Bürgermeister Friedrich Braun in Alsheim. Rechtsanwalt Dr. Janaz Frenay( wiedergewählt). Gutsbesitzer Joh. Albert Möllinger in Pfeddersheim ( wiedergewählt). Warum sollen Kinder Kathreiner's Malzkaffee trinken? Weil namhafte Aerzte nachgewiesen haben, daß Bohnenkaffee den Kindern durchaus nicht zuträglich ist, während durch Kathreiner's Malzkaffee mit Milch glänzende Erfolge in dem Gedeihen der Kleinen erzielt wurdea! Dieses Getränk wird von den Kindern auch dauernd; gern ge= nommen, während reine Milch oft bald wider: steht und in vielen Fällen nicht gut vertragen wird. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Bekanntmachung. Die Wetsteingasse, zwischen Lindenplaz und Wetzsteinstraße, wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten vom 12. d. Mts. ab bis auf Weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt. G G G Gießen, den 10. November 1902. 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