Nr. 185. Erstes Blatt. nement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 12. August 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jusection 8vreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz berbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Eine„ Doktorfrage". Bei einer öffentlichen Doktorpromotion, die am 7. d. M. an der Berliner Universität stattfand, äußerte sich, so schreibt die Berl. Volfsztg.", der derzeitige Dekan der juristischen Fakultät über zwei Thatsachen, die über den Kreis der zunächst Beteiligten hinaus Interesse erregen dürften. Er wies darauf hin, daß Studierende, die mit einem nicht humanistischen Reisezeugnis versehen sind, zwar zum Jurastudium zugelassen werden müßten; die Berliner juristische Fafuität sei aber übereingefommen, solche Herren zum Doktoreramen nicht zuzulassen. Außerdem wies Herr Prof. Schollmeyer darauf hin, wie besonders wertvoll der Berliner Doktortitel jei. Andere Universitäten hätten ihre Ansprüche herabgesetzt; es sei borgekommen, daß Bewerbern um die babilitierung diese versagt worden sei mit dem Bemerken: Ihr Doktor genügt uns nicht." * * * Da diese Mitteilungen in einem öffentlichen Universitäts- Actus gemacht worden sind, so ist offenbar dem Defan der juristischen Fakultät daran gelegen gewesen, daß seine Aeußerungen im Interesse aller Beteiligten möglichst bekannt würden. Man mag über Titel denken, wie man will, man mag sie für etwas rein Aeußerliches ansehen, so ist doch sicher, daß gerade der Doktortitel Vielen als sichtDoktorpromotion in Berlin aber giebt vielleicht dem preußischen Kultusminister Anlaß, auf eine Einheitlichkeit des Verfahrens gemäß der Tendenz der Gleichwertigkeitserklärung der verschiedenen Bildungsgänge hinzuwirken, die in humanen und realen Anstalten zurückgelegt werden. Politische Nachrichten. Berlin, 11. August. In der heutigen Sigung der 3olltarifkommission wurden die Zollsätze auf Fahrräder nach der Regierungsvorlage angenommen. Die zweite Lesung des Zolltarifs ist nach den vorläufigen Dispositionen auf den 16. September in Aussicht genommen. Vor diesem Termin soll den Fraktionen Gelegenheit gegeben werden, sich zu den KommissionsBeschlüssen zu äußern. - Das Kaiserpaar trifft am 15. d. Mts. von Düsseldorf kommend in Koblenz ein und wird sich an Bord eines Dampfers der Köln Düsseldorfer Dampfschifffahrt- Gesellschaft nach Bingen, Rüdesheim und eventl. bis nach Mainz begeben. Die Fahrt bis nach Mainz hängt jedoch vom Wetter ab. Der Reichskanzler wird, wie nunmehr feststeht, den Kaiser auf seiner Reise nach Posen begleiten. Die Frage einer Verlängerung der Legislaturperiode des Reichstages über den 15. Juni nächsten Jahres hinaus ist vor einigen Monaten mehrfach wurde nahegelegt, die - - bares Zeichen für den Abschluß eines akademischen erörtert worden. Den Tage der Wahl im 5jährige Legislaturperiode Besonders wichtig ist 5 jährige Legislaturperiode nicht vom Tage der Wahl im Juni 1898, sondern vom Tage des ersten Zusammentrittes im Dezember 1898 zu rechnen. Man dachte, auf diese Weise Raum zu gewinnen für die Erledigung des Zolltarifs. In dem Berichte über die parlamentarische Thätigkeit der fozialdemokratischen Reichstagsfraktion heißt es nun, daß die Regierung sich von Staatsrechtslehrern bescheinigen lasse, daß die Legislatur periode 5 Jahre nach dem Zusammentritt des Reichstages endige, also im Dezember 1903. Dazu bemerkt offiziös die Nordo. Allg. 8tg.": Studiums wertvoll erscheint. Besonders wichtig ist er denen, die sich dem Staatsdienst nicht widmen wollen oder können, für die also die Zulassung zum Referendar- und Assessor- Examen ziemlich unwesentlich ist. Zwar kann, jeder der in Berlin nicht zugelassen wird, seinen Doktor wo anders machen, das ändert aber nichts daran, daß die Fakultät die endlich durchgesezte Gleichstellung, der realen und humanistischen Vrrbildung, wieder zu nichte macht. Was die niedrigere Einschätzung des„ Doktors" anderer Universitäten betrifft, so wird durch sie die vermeintliche Gleichwertigkeit der Bildungsmaßstäbe der deutschen Universitäten in einer Weise beleuchtet, die für alle Universitäten außerhalb Berlins wenig schmeichelhaft ist. Indessen muß man es den Univer sitäten selbst überlassen, zu der ihnen in Berlin ge= wordenen Zensur Stellung zu nehmen. Die Ausschließung der Realabiturienten von der juristischen In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Krieg? Er stellte sich sofort, wenn es dazu kam. Wie lange schon wünschte jeder österreichische Patriot, daß Klarheit geschaffen würde in der verfahrenen politischen Lage.- Wie die Sachen in Preußen lagen, hoffte jeder Desterreicher für dasselbe eine ähnliche Demütigung wie im Jahre 1850. Gott sei Dant, daß endlich Anstalt dazu gemacht wurde. Gott sei Dank ein erster Frühlingstag! Alles jubelte; unter dem warmen Strahl der Sonne schien oie ganze Natur hochaufzuatmen, die Winterstarre mit einem tiefen belebenden Atemzuge mit einem Schlage brechen zu wollen. Ein so weicher Südwind hatte lange nicht geweht; er fam auch nicht stürmisch daher, wie es um diese Zeit der Sonnenwende sein Brauch ist, sondern mit hellem Sonnenglanz mild und belebend, als wolle er Böhmens Gefilde Italien gleich machen. Lischa hatte die Thür des Gartenzimmers weit geöffnet, um die köstliche Luft herein zu lassen, da sah sie das offene Wägelchen von Krapolno kommen und Frau von Wazlam mit Graf Joseph darauf. Letterer hatte an seinen Spazierstod, von dem er sich felten trennte, ein weißes Taschentuch gefnotet und schwentte es hoch über dem Haupt der lachenden Frau von Wazlam. ,, Sie wird alle Tage jünger, Mama!" ſagte Liſcha erstaunt man fennt die vergrämte Frau garnicht wieder." Dabei lief sie aber schon selbst hinaus, die Gäfte zu empfangen und die Mutter raffte schnell eine große Stiderei zusammen, an welcher sie mit Liſcha gearbeitet hatte. Ja, Lischa hatte Recht. Aber heute mußte etwas Besonderes vorgefallen sein. Draußen im Flur hörte sie auch schon Joseph Eberns übermütiges Lachen, welches nie ohne eine Beimischung von Spott war. Hurrah! Hurrah! Große Neuigkeit! Verlobung! Hochzeit! Beste Partie in Böhmen! Hurrah! Von jetzt an leben wir alle im Schlaraffenland! Nur Sie, Lischa, werfen Sie sich zur Erde, raufen Sie Ihr Haar Mein lieber Graf, etwas weniger Freude würde paffender sein!"" tönte scharf Baronin Wazlaws Stimme dazwischen. „ Es dürfte dem„ Vorwärts" schwer fallen, nachzuweisen, wann und wo die Regierung die Frage" betreffs der Dauer der Legislaturperioden des Reichstages aufgeworfen hat." Hiernach fann wohl die Erörterung über den Plan, die Legislaturperiode noch über den Juni nächsten Jahres hinaus zu verlängern, als abgeschlossen gelten. Während von manchen polnischen Seiten der Versuch gemacht wird, die polnische Bewegung als recht harm los hinzustellen, wird in dem Graudenzer Polenblatte ein Und nun traten die drei ein und mit unbeschreiblicher Aufregung halb lachend, halb schluchzend und ihre Freundin Cäcilie umarmend, verkündete Frau von Wazlaw, daß ihre Maria sich mit dem Baron Kammerherrn von Gorzberg verlobt habe. " Dem reichsten Grundherrn des Königreichs!" segte Graf Joseph mit ernster Miene und unbeschreiblich vielsagendem Blick hinzu. Die beglückte Mutter merkte garnicht oder wollte nicht merken, daß Frau von Frohberg momentan stumm blieb, daß Lischas Schrecken jeder höflichen Verstellung spottete. Sie fand die Ueberraschung beider Damen natürlich und hatte auch Verständnis für Cäcilies Mitleid mit dem armen Burkard, dessen so sorgsam geheim gehaltene Liebe sie alle gemerkt hatten, weil er fie eben nur so mühsam verstecken fonnte. Ja! Maria hatte sich entschlossen, den vornehmen, reichen Bewerber zu erhören, troß des unleugbaren großen Unterschiedes der Jahre und erzählte die glückliche Mutter jest iebhaft:„ Maria war Gott sei Dank eines der flugen, gehaltvollen Mädchen, welche den wahren Wert des Mannes nicht in äußeren Vorzügen suchen, sondern in seinem Charakter und seiner Lebensstellung. Es war ja auch so natürlich, daß Maria, deren ganze Veranlagung so entschieden die große Dame darstellte, durch ihre Geschmacksrichtung dahin geleitet wurde, für ihre Befähigung den rechten Plaz im Leben zu finden." So ging das noch eine längere Zeit weiter und Graf Joseph, der heute unausstehlich war, saß ernsthaft dabei, drehte die Daumen umeinander und warf nach jedem Saz, den die Baronin strahlend und mit der Sicherheit eines Orafels gab, ein würdeboll beistimmendes:" Ganz recht! Sehr richtig bemerkt!" dazwischen, eine Manier, welche zu jeder anderen Zeit Frau von Wazlam zu scharfer Abwehr gereizt hätte, während sie heute nur ein gutmütig= mitleidiges:„ Der arme Vetter, er ist so neidisch!" hatte. Nach und nach erfuhr man dann auch den ganzen Verlauf der Sache; nicht Maria, sondern die Oberhofmeisterin hatte aus führlich an Frau von Wazlaw geschrieben: Gorzberg habe sich mit Bewilligung der Erzherzogin Wutter an sie gewendet und sie zur Vertrauten gemacht. Und so befannte die Baronin ganz offen auf Gorzbergs Wunsch, Maria aus einer Situation wegzuheiraten, welche seinen Verwandten den gewiß erwünschten Anlaß zu Bemerkungen aus dem Wege schaffte, beruhte in der Hauptsache die Berufung Marias an den Hofhalt der Erzherzogin. Es lag jedenfalls die Verlobung des Kammerherrn mit einer bildschönen, jungen, wenn auch vermögenslosen, Hofoame vor den Augen der gehässigen, erblustigen Verwandten, wie der Welt, Bild von der Gestaltung des zukünftigen Poleneiches gegeben, das an Größen wahn streift. Es heißt in, dem Artikel: Wenn Jemand über Polen spricht, so denken gewöhnlich die Menschen, und selbst die genügend gebildeten, an denjenigen Teil unseres ehemals mächtigen und großen polnischen Staates, der unter der Herrschaft des russischen Kaisers steht und Königreich Polen heißt, aus welchem Grunde sich auch der russische Kaiser amtlich„ König von Bolen" schreibt. Unser Vaterland, unser Polen ist aber weit, weit größer. Bu ihm gehören alle diejenigen Länder, aller diejenigen Teile der Erde, auf denen seit früheren Jahrhunderten ein ruhiges und ges duldiges, sanftmütiges Volk sizt, das seinen Gott in der polnischen Sprache lobt. Unser Vaterland Polen reicht also von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und ragt über die Gipfel der Karpaten hinweg. Zum gesamten Polen gehören also der polnische Teil Pommerns, Westpreußen, Ermland, Masovien, das Großherzogtum Posen, Preußisch Schlesien, Desterr. Schlesien, Galizien, das Königreich Polen, Lithauen, Wohlynien und Podolien. Das ist das ganze Polen, das ist unser Vaterland! Es ist größer, viel größer nicht nur als das Königreich Preußen, sondern als das ganze Deutsche Reich. Für uns Polen haben die drei Grenzpfähle, die die dret Nachbarstaaten auf der Fläche unseres Vaterlandes aufgestellt haben, teine Bedeutung. Wir Alle fühlen uns auch so als Söhne eines großen Polenlandes, unseres Märtyrervaterlandes." " An Deutlichkeit läßt dieser polnische Wunschzettel nichts zu wünschen übrig. In polenfreundlichen Blättern wird man nun wahrscheinlich sagen, diese lächerlichen Forderungen jeien nur Hirngespinste des Graudenzer Blattes, für die man die Gesamtheit oder auch nur einen erheblichen Teil der Polen nicht verantwortlich machen dürfe. Da ist es nicht ohne Interesse, daß ein polnisches Blatt in Oberschlesien, der in Beuthen erscheinende Ratholit" die gutdeutsche Stadt Breslau als polnisches Land in Ansprach nimmt:„ Es wohnen in Breslau", schreibt das Bolenblatt, gegen 30,000 Polen, die sich immer mehr vereinigen. Bis zum Jahre 1906 werden ihrer, so Gott will, noch mehr sein. Jedes polnische Herz empfindet Schmerz darüber, daß Breslau, eine Stadt von nahezu einer halben Million, heute in deutschen Händen ist, dieses Breslau, das eine Residenz des polnischen Schlesiens sein könnte. Seien wir darum besorgt, die Irrtümer unserer Vor- und Urbäter, namentlich des Geschlechts der schlesischen Piasten, für deren Sünden wir noch heute schwer zu büßen ganz anders beleuchtet da, als mit der fleinen Bettlerin, die von der Familie, mitsamt ihren Geschwistern, das Gnadenbrot erhielt. O, Frau von Wazlam sprach äußerst unbefangen und ohne jede Empfindlichkeit von dieser Auffassung des Baron Gorzberg. Ihr genügte die Thatsache, daß er sie um Marias Hand gebeten, in einer Form, wie er sie nur der höchstgestellten Dame des Königreichs hätte darbieten können. Lieber Gott, wir Pauvriens kennen ia die Welt und haben nicht nötig, uns ein für ein U zu machen", warf Graf Jofeph dazwischen. Lischa drängte auf Thatsächliches; ihr waren diese Art Reflerionen peinlich, dies Betonen des Geldes wie immer, verlegend. Nun also: Burkard habe nebenbei, oder vorabgesagt, der Oberhofmeisterin sehr gefallen.„ Ein ganzer Mann", schreibe fie von ihm. Nach Burfards Weiterreise habe man also eine reizende Spazierfahrt zu vieren nach Gieshübl gemacht; sie müsse befennen, daß fie Maria nicht ganz unvorbereitet gelaffen, da fie aus mancherlei Erfahrung wisse, wie gefährlich die Ueberraschung in solchen Fällen sein könne. Maria habe mit großem Taft und Scharffinn fich be nommen und Baron Gorzberg später am Nachmittag bei dem ersten zufälligen" Alleinsein ein geneigtes Gehör bei ihr ge funden. Es sei jezt selbstverständlich, daß das glückliche Braut paar den Segen der teuren Mutter sich zu erbitten wünsche, ba aber verschiedene Gründe gegen ein Zusammentreffen in Strapolno sprächen und der kurze Besuch, wenn die Baronin ihn etwa in Selaino empfangen fön.te, doch zu viel Unruhe machen würde, so bäten die Braut, wie Baron Gorzberg, die teure Mama um einen Besuch in Karlsbad und so flein und wenig tomfortable die Schreiberin des Briefes zur Beit auch logiert sei, so befür worte sie die Wünsche des Barons nicht nur, sondern hoffe, die teure Baronin werde für einen Tag bei ihr fürlieb nehmen. E fönne ja später alles brieflich verabredet werden, was etwa un erledigt bleiben sollte. Der Baron sei ein ungeduldiger, glühend verliebter Bräutigam und denke schon an möglichst baldige Heirat, plane mit Maria den Besuch seiner über des Sohnes Heiratsabsicht ganz beseligten hochbetagten Mutter und wolle Maria über die Neueinrichtungen in seinem Balais in Wien selbst ent scheiden lassen. „ Wozu selbstverständlich der Geschmad unserer teuren „ Schwiegermama" vom Baron Gorzberg, dringend gewünscht werden wird", flocht Joseph Ebern wieder ein und Baronin Waz law lachte ganz glückselig dazu. Sie fand sich dabei sichtlich un entbehrlich. Fortsegung im zweiten Blatt.) Nc. 183. Oberhessische Familienzeitung. & 8 Fanny iſt mig mir miften, eine kräftige Bilang hinausginge, würde er einseben, daß er Gesundheit nie vorher erhält ihn gefund bis in die Neunzig. Nun, wenn Moris toürde einen Mann nie in solchen Zustand bringen. fpielend, das Land, welches ich vor einigen Monaten verließ, Nun", fuhr Did fort, noch immer mit ſeinem Glafe getannt hat. 3weiunddreißigstes Kapitel. Seite 2. Stunde würde es dunkel ſein. Um diese Zeit morgen würde Es war im Monat Oktober, an Dicks lestem Tage in Der Tag war ſoweit verbracht, in einer guten England. Nr. 183. Kleines Feuilleton. Oberhessische Familienzeitung. Ein Ulf im Bictoriapart. Seite 3. die Der Victoriapark ist eine der schönsten" Lungen" traf die Angeklagten einige Tage später wieder auf der feststellen. Auf fteht. Sache auf eine ganz gerböhnliche Uzerei hinauslief. Statue des Dichters Schenkendorf vor, die immer doct Straße und ließ auf der Wache ihre Persönlichkeiten dem bezeichneten Rasenplate fand ich nur Natürlich merkte ich jetzt sofort, daß die ganze Ich ( Nachdruck verboten.) en selbst dem haben, wieder gutzumachen. Schlesien ist ein polnisches Land, ist Altpolen! Möge es dies in Wahrheit auch wieder werden!" - Die Ankunft des König von Italien in Berlin wird am 27. d. Nachmittags 6 Uhr auf der Wildpark- Station erfolgen. Zum Empfange des Monarchen werden die sämtlichen in Potsdam und Berlin anwesenden Prinzen souveräner Häuser und die Generalität fommandiert. Bei dem am 28. d. Mts. Vormittags 10 Uhr stattfindenden Einzug des Monarchen in Berlin werden die Mannschaften der hiesigen Garnison auf der Strecke vom Brandenburger Thor bis zum Zeughaus Spalier bilden. | Zur Vorbildung der Juristen. Mit der Vorbildung der Juristen für die Beurteilung des praktischen Lebens ist in dem Großherzogtum Sachsen begonnen worden. Wie aus Weimar gemeldet wird, werden im Großherzogtum die Referendare hinfort nicht nur juristisch, sondern auch in faufmännischen Betrieben beschäftigt, um so das industrielle Leben und die Fragen des Verkehrs und Handels praktisch kennen zu lernen, über die ſie ſpäter als Richter ausschlag gebende Urteile abgeben müssen. Auf Grund dieser neuen Praxis ist, der„ Köln. Ztg." zufolge, jetzt ein Referendar, der seit dem Mai d. I. am Amtsgericht Blankenhain gearbeitet hat, der optischen Werkstätte von Karl Zeiß in Jena zur Ausbildung auf drei Monate überwiesen worden. Es kommt darauf an, was der junge Jurist bei Zeiß machen soll. - " - sich weigerte, an der Schließung der Ordensschulen mit seinen Mannschaften teilzunehmen. Er wurde sofort in Haft genommen. Maecon, 10. Aug. Der Präfeft hat 4 Maires des Departements Saone et Loire wegen ihrer Haltung in der Frage der Kongregationen ihres Amtes enthoben. Angers, 10. Aug. Der Gerichtshof in Cholet hat zwei Priester, welche die an die Schulen gelegten Siegel abgebrochen hatten, in contumaciam zu 8 Tagen bezw. 1 Monat Gefängnis verurteilt. | Kopenhagen, 11. August. Während ein Eisenbahnzug auf der Vorstadt- Station Noerrebre 5 Minuten lang hielt, hat ein Dieb eine Geldtasche mit mehreren tausend Kronen meistens in Silber gestohlen, ohne eine Spur zu hinterlassen. Der Inhalt war die gesamte Tages- Einnahme der Küsten- Station Charlottenlund. Beamtentum und Geschäftswelt. Wir hatten mitgeteilt, daß in der Schweiz den EisenbahnBeamten, die mit dem Warenverkehr zu thun haben, die Beteiligung an der Verwaltung von Konsum vereinen verboten sei. Die„ Bosener N. N." verlangen ein ähnliches Verbot für Preußen. Denn, so schreiben sie, ein Landrat, der Vorsteher einer Ein- und Verkaufsgenossenschaft ist, hatte die Kenntnis, die er in seiner Eigenschaft als Vorsigender der Einschätzungs- Kommission aus der Einsichtnahme in die Geschäftsbücher eines Kaufmanns gewonnen hatte, dazu benußt, einen Gutsbesizer zur Rede zu stellen, warum er mit dem betreffenden Kaufmann und nicht mit seiner Genossenschaft in Verbindung stehe".- Wenn diese Angaben zutreffen, so wäre allerdings schleunigst dafür zu sorgen, daß solchen Möglichkeiten eine Ende gemacht würde. Der Verbandstag deutscher BäckerInnungen erklärte sich in Stöln fast einstimmig gegen die Getreidezoll- Erhöhung, da das Mehr der dadurch notwendig werdenden höheren Brotpreise auf den Bäckern haften bleiben würde. - London, 11. Auguft. Der König schenkte definitiv Osborne House der Nation als Heim für reconvalescente Offiziere. Der neue bayrische Kultusminister. Der bayrische Gesandte in Wien, Freiherr von Podewils- Dürniz, wurde zum Staatsrat im außerordentlichen Dienst und zum Kultusminister ernannt. am 1. und 15. jeden Monats und ist zunächst bestimmt für die in den Staats- und Gemeindeverwaltungen und im Polizeiwesen angestellten Beamten. Das Blatt soll später ausgebaut werden. Eine Anzahl Fachmänner und Juristen sind für die Mitarbeiterschaft genommen worden. Konstantinopel, 11. August. Das russische Turmschiff Rostislav, das unter dem Kommando des Großfürsten Alexander Michaelowitsch steht, sowie zwei andere Turmschiffe, zwei Kanonenboote und ein Transportschiff unter dem Kommando des Admirals Hildebrand besuchen seit einigen Tagen die bulgarischen häfen am Schwarzen Meer. Man bringt diesen Besuch dort mit der Errichtung einer russischen Kohlenstation in Zusammenhang. Wien, 11. August. Heute früh 7 Uhr wurde im Hofe des hiesigen Landgerichts die Hinrichtung Voboryl mittelst Strang vollzogen. In Silberlack Herr H. V ( 3werghühner) atiche cote copi englifche Ströpfer warze Dragonta gehämmerte B Birtlar, für Kanari Dritte Pre waltung Koln ha Gwent, au Birgermeister bell Herr Karl Boigt, f ** Wann sind die Fahrkarten zu lösen? Unwillig werden sehr oft die Reisenden, und besonders solche Leute, die erst kurz vor Abgang des von ihnen zu benutzenden Zuges auf den Bahnhöfen eintreffen, wenn sie nicht gleich von den Schalterbeamten infolge zu großen Andranges an den Fahrkartenschaltern bedient werden können. Diese Leute seien auf§ 13 der Eisenbahn- Verkehrsordnung vom 26. Oftober 1899 aufmerksam gemacht, in welchem es unter Anderm heißt: Fünf Minuten vor Abgang des Zuges erlischt der Anspruch auf Verabfolgung einer Fahrkarte." Darnach sind also die Beamten an den Fahrkartenschaltern gar nicht verpflichtet, später kommenden Reisenden Fahrfarten zu berabfolgen; mindestens sind aber klagen von Reisenden wegen zu langsamer Bedienung an den Fahrfartensch Itern zumeist unberechtigt. New- York, 11. August. Heftige Regenstürme haben im Staate New- Jersey einen gewaltigen Schaden angerichtet. angerichtet. Der Bahnverkehr ist unterbrochen. Gansas City sind hunderte von Dörfern fort gerissen worden. Lemberg, 11. August. Nach Meldungen aus dem Streifgebiet beginnt der Streik sichtlich nachzulassen. Die kleineren Grundbesitzer haben sich fast sämtlich auf gütlichem Wege mit den ausständigen Arbeitern geeinigt. Nur die Großgrundbesitzer verhalten sich den Forderungen der Arbeiter gegenüber ablehnend. Vom Feldarbeiterstreif in Galizien. Aus Lemberg wird wieder einmal gemeldet, der Ausstand der Feldarbeiter nehme im allgemeinen ab; aus einigen Gemeinden seien die dorthin gesandten Militärabteilungen zurückgezogen. Der Wert dieser offiziellen Nachricht wird durch die folgende Mitteilung von heute gekennzeichnet: Giessener Cagesneuigkeiten. ** Die neue Universitätsbibliothek hat bereits in ihrem vorderen Teile ihr zweites Stockwerf erreicht, sodaß nun auch das Hauptportal fertigge ellt ist. Doch wird dieser vordere Teil von dem fünf Stockwerk hohen hinteren überragt, dessen komplizierte Eisenfonstruktion einer Darmstädter Firma übergeben wurde, während M. Abermann mit der gesamten Leitung und Errichtung des Baues betraut ist. Noch diesen Herbst sollen die Rohrarbeiten unter Dach gebracht werden. Der Ausstand der Feldarbeiter hat weiter in einzelnen Bezirken nachgelassen. In Jablonowka und Sofole hat man um Entsendung von Militär gebeten, da hier die fremden Arbeitskräfte von den Feldarbeitern bedroht wurden. Mehrere Agitatoren wurden verhaftet. Da wird man bald von neuen Säbelaffairen zu hören bekommen. ** Die Spannung der Spiellustigen, die sich an der Darmstädter Schloßfreiheitslotterie be= teiligen, ist jetzt nach Darmstadt gerichtet, weil dort unter Leitung der Direktion der Hessischen Staatslotterie in deren Ziehungssaale durch Notare die Ziehung erster Klasse am Donnerstag, 14. August unwiderruflich stattfindet. Ob wohl, so wie es schon fürzlich zoeimal hintereinander, nämlich in der 3. und 4. Klasse der genannten Staats lotterie vorgekommen ist, auch in der Schloßfreiheitslotterie die Prämien mit den höchsten Gewinnen zu den Höchstgewinnen von 100 000 f.( in erster Klasse) und von 250 000 Mt. ( in zweiter Klasse) sich vereinigen werden? fürstl. Gutsber Brieftauben Herr Jo freuzung RinortaBirtlar Die Zusammenf 3 Men. Gänse, 3 M Sammelflaffe von Wen. Staliener, vogel. Einzelne 3 farbige italiener Hi tox. Unter den Hi geflügel ftärter ber mittag fand die m bfung flatt.- D der Veranstaltu aber ein fröhliches Aus Heller h. Krofdorf, 11 fierte am vergangene jeft verbunden mit gute Leistungen erzielt moch das Hauptintere hofer Ausführung von vorgeführt wurde. S tereins, Herrn Chr. Bäfte und Turner, lei dem Wettturnen berren und Damen reigen aufgeführt, beides die Neugierde bes ungünstigen W nwar. Dann folgte pät in die Nacht. ** Langsdorf, Durch die Schlaube befizer. Der Bürg Feldbereinig De Bereinigung Mehrheit der Orts zu einer Abstimmun Männer dagege ** Hessische Handwerkskammer. Die sechste Sigung der Handwerkskammer findet Montag, den 18. August, Nachmittags 3 Uhr, in dem Sigungssaal der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe, Neckarstraße 3, mit nachstehender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen. 2. Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes. 3. Bes auftragte. 4. Befähigungsnachweis im Baugewerbe. 5. Antrag auf Abänderung des Statuts und der Wahlordnung der Kammer. 6. Genossenschaftswesen. 7. Abnahme der Jahresrechnung 1901/1902. 8. Genehmigung des Voranschlags 1903/1904. 9. Errichtung neuer Gesellenprüfungs- Ausschüsse. 10. Die Umbildung der Fortbildungsschulen in fachliche Fortbildungsschulen. 11. Die Alters- und Invalidenversicherung der selbstständigen Handwerker. 12. Die Lehrzeit im Uhrmachergewerbe. 13. Leitfaden für die Meisterprüfung. 14. Submissionswesen. 15. Lehrvertrag zwischen Vater und Sohn. 16. Verschiedenes. ** Das Regierungsblatt Nr. 50, ausgegeben am 9. August enthält: I. Gesetz, die Aenderung des Gesetzes über die Landesfeuerlöschordnung vom 29. März 1890 betreffend. II. Gesetz über die Ergänzung und ** Heimarbeiter und Kündigung. Haben Abänderung des Gesetzes vom 28. September 1890, die Brandversicherungsanstalt für Gebäude betreffend, Heimarbeiter Anspruch auf Kündigung, oder kann das in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Sep Verhältnis jederzeit gelöst werden? Wit dieser Frage tember 1899. III. Gesetz, die Aenderung des Gesetzes hatte sich fürzlich das Frankfurter Gewerbevom 8. März 1898 über die Bildung der Stadtverord- gericht zu beschäftigen. Ein Schneidergeselle, der für neten- Versammlung der Stadt Worms für die Zeit ein Konfektionsgeschäft arbeitete, war ohne Kündigung vom 1. April bis zum 31. Dezember 1902 betreffend. entlassen worden und flagte den Lohn für die gewerbeIV. Bekanntmachung, den Text des Gesetzes, die Ge- ordnungsmäßige Kündigungsfrist von 14 Tagen ein. sindeordnung betreffend, in der vom 1. Januar 1900 Der Beklagte machte den Einwand, daß der Geselle nicht in einer Werkstatt gearbeitet, in feiner Fabrikan geltenden Fassung betreffend. disziplin gestanden und lediglich bestimmte einzelne Aufträge ausgeführt habe. Die Verhandlung ergab, daß die Firma in einem Zeitungsinserat„ einen guten Nodarbeiter" gesucht und dann bei der Annahme erfläct habe, fie sei nicht im Besitz einer Werkstatt und der Geselle müsse daher außerhalb arbeiten. Den Sitzplaz für den Gesellen hatte die Firma bezahlt. Auf Grund dieses Sachverhalts wurde ein Arbeitsverhältnis angenommen und die Firma zur Zahlung verurteilt. Erste Lokal- Geflugel- Ausstellung zu Lich, veranstaltet vom Geflügel- und Vogelzuchtberein für ich und Umgegend. ( Spezialbericht von unserm V- Berichterstatter.) Lich, 11. August 1902. ( Fortsetzung.) Teplitz- Schönau, 11. August. Beim Prebisch- Thore in der Richtung nach dem Winterberge wurde ein aus Frankfurt stammender Tourist, der mit seiner Familie einen Ausflug unternommen hatte, vom Blize erschlagen. Seine Familie kam mit dem Schrecken davon. Die Kongregationsbewegung in Frankreich. Frankreich zeitigt immer herrlichere Früchte. Aus Wannes wird gemeldet: ** Prüfungen. Das Ministerium für Schulangelegenheiten hat verfügt, daß die diesjährige zweite Definitorialprüfung der Schulamts- Aspiranten und Aspirantinnen am Montag, den 13. Oktober in der Aula des Gymnasiums zu Darmstadt ihren Anfang nehmen soll. Außerdem ist verfügt, daß die Prüfung für Hauptlehrer und Lehrer an höheren Bürgerschulen im Monat Dezember in Darmstadt stattzufinden habe. Anmeldungen hierzu sind bei der Kreisschulkommission einzureichen. ** Offene Stelle. Bei der Hessischen LandesHypothekenbank fann demnächst ein mit dem hessischen Grundbuchs- und Hypothekenwesen vertrauter Gerichtsschreiber oder Notariatsgehilfe Verwendung finden. Bewerber haben sich unter Vorlage vou Lebenslauf und Zeugnissen und unter Angabe ihrer Gehaltsansprüche bis zum 25. August an das Ministerium der Finanzen, Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen, zu wenden. Der Präfekt ersuchte den General Frater, nach Ploërmel eine Abteilung Kavallerie zu entsenden, um die Behörden bei der Ausübung des Vereinsgesetzes zu unterstüßen. General Frater beauftragte den Oberst leutnant de Saint Rémy, den Kommandeur des zweiten Jäger- Regiments in Pontivy, sich mit einer Abteilung des Regiments dem Unterpräfekten zur Verfügung zu stellen. Oberstleutnant de Saint Rémy verweigerte jedoch den Gehorsam und erklärte, seine religiösen Gefühle untersagten es ihm, bei der Schließung der Kongregationsschulen hilfreiche Hand zu General Frater sandte darauf einen Schwadronschef nach Ploërmel. Oberstleutnant de Saint Rémy wird nach dem Fort von Belle- Isle- du- mer gebracht und später wegen Gehorsamsverweigerung vor ein Militärgericht gestellt werden. bieten. Dem„ Gaulois" zufolge wurde außer dem Oberst leutnant de Saint Rémy noch ein Hauptmann gemaßregelt, der sich weigerte, an der Schließung der Ordensschulen mit seinen Mannschaften teil zu nehmen. So untergräbt der fanatische Klerikalismus die Disziplin im Heere. Wird die„ Kreuz- 3tg." diesen meuterischen Offizier, welcher der„ Jakobiner"-Regierung den Gehorsam verweigert hat, als Helden feiern? Paris, 11. August. Außer dem Oberst de St. Remy wurde auch ein Hauptmann gemaßregelt, der ** Postwesen. Eine erfreuliche Einrichtung hat die Reichspostverwaltung zu gunsten einzelner ihrer Beamten getroffen, zunächst nur für die in größeren Städten angestellten; könnte man sie aber nicht auch auf Beamte an mittlecen und kleineren Orten ausdehnen? Einzelne Angestellte der Post- und Telegraphen verwaltung erhalten nämlich, damit sie die Düsseldorfer Ausstellung besuchen können, aus der Reichspostkasse cin Reiſeſtipendium. Sie sollen sich in Düsseldorf mit den neu ausgestellten elektrotechnischen Anlagen für die Bostund Telegraphenverwaltungen vertraut machen, ebenso die neuen Posteisenbahnwagen und dergleichen mehr besichtigen, die daselbst zur Ausstellung gelangt sind. ** Manöver Postsendungen. Aus Anlaß der bevorstehenden militärischen Herbstübungen machen wir auf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und deutlicher Aufschriften bei den ManöverPoſtsendungen aufmerksam. Zur genauen Aufschrift gehören: Familienname( möglichst auch Vorname), Dienstgrad und Truppenteil( Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Batterie, Kolonne usw.) und für gewöhnlich der ständige Garnisonort, eintretendenfalls mit dem Zusatz oder nachsenden". Die Angabe eines Marschquartiers als Bestimmungsort empfiehlt sich in der Regel nicht. ** * Die Westendhalle wird von dem gegenwärtigen Wirt weiter offen gehalten, also von einem Schluß ist keine Rede. Herr Choschick hat vielmehr die nötige Kaution von 400 Mt. gezahlt; man kann also noch wie vor dort einfehren. Das Preisrichteramt für die am Samstag vormittag erfolgte Prämiicung hatte der Vorsitzende des Verbandes der Oberhessischen Geflügelzuchtvereine, Herr Lehrer Gnaup. Im ganzen waren 23 Ehrenpreise gestiftet, darunter 2 besonders schöne, das Bildnis Kaiser Wilhelms II. von May Koner und ein NickelStaffeegeschirr durch Se. Durchlaucht den Fürsten. Die übrigen Preise waren durch die Stadt Lich, etliche Geflügelzuchtvereine und mehrere hiesige Private gestellt ** Eine hessische Beamtenzeitung wird vom 1. Oktober d. Is. an herausgegeben. Die Zeitung erscheint worden. Den ersten Ehrenpreis erhielt Herr Lehrer Hildebrandt Udenhausen für einen jungen Stamm rebhubnfarbiger Italiener. Außerdem erhielten folgende Aussteller aus Lich und Umgegend Ehrenpreise: für weiße ital. Gänse Herr Karl Alba ch- Lich, derselbe für schwarze ital. Hühner, für deutsche weiße Kröpfer Herr Sarl Schäfer- Lich, für blaugehämmerte Brieftauben Herr Lehrer Sußner- Birklar, für Kanarienvögel Herr Hermann Vogt- Lich. tes Bürgermeisters nämlich die Abstimm Rathause zu erschei wären. Wer nicht betrachtet werd.n Frauen mitzuftin hoben hatte, so t meisters. Noch wartete Meinungs geherrscht haben, die Frauen dafür m. Bußbach, Schäfer, der borgestern Aber haftet und in im Verdacht de diebstahl, der Münster gele Gin in einer h wefener Arbeiter er einem seiner 80 Mf. entwend ** Frankfurt Mein Männi! Erste Preise erhielten unter andern auf Truten, Gutsverwaltung Kolnhausen, auf Rouen- Enten Herr Johs. Stoll- Lich, auf rebhuhnfarbige Italiener Herr Johs. Thörner- Arnsburg, auf gesperberte Italiener Herr Johs. Engel- Birklar, auf rebhuhnfarbige ital. Hühner Herr Karl Vogt- Lich, auf deutsche rote Ströpfer Herr Karl Schwenk, mehlfahle deutsche Kröpfer Herr Stadtrechner 3immer- Lich, auf Kanarienvögel Herr Grotefendt- Lich. 3weite Preise erhielten für indische Laufenten Herr Johannes Engel- Birklar und Herr Fr. SchmidtLich, für rebhuhnfarbige Italiener Herr Georg Schneider- Birklar, für Minorka- Hühner Herr Bürgermeister Görlach Eberstadt, für rehhuhnfarbige Italiener Herr H. Voigt-Lich, für gelbe Italiener Herr Lehrer Günther- Muschenheim, für Hamburger = Abend die 23jähri Cigarrenfiliale in hierten Stod des dabei ein Glasda gefährliche V bigen Schreiner Stainz und aufgetindigt. Kindestaubes lajjen. Das Banau, 1 Bigeuner w stein'jajen Fa wieder zug über die preu ** Selige hiesige Wittn einheimfen w daß ihr ein nd die ganze Sertum oder wijchen noch ** Darmita in der Nähe Todter eines a den Hofbedieni wollte, von ein padt und zu be des Kindes eil Bustling Von udhte. Die ** Soden hier eine bo freunden zur it bestimmt für valtungen und im Silberlack Herr H. Vogt- Lich, für Silbersebrigt Ban| m( Zwerghühner) Herr K. Walbott- Bicklar, fü Wagners im Sommer 1860 geftiftete Gedenktafel mit einer schlichten Feier enthüllt. Die Festrede Blatt foll später utsche rote Ströpfertauben Herr W. Völz- Lich und hielt Dr. med. Hughes. änner und Juristen worden. xten zu lösen? en, und besonders g des von ihnen ** Kastel, 11. Aug. Auf der Rhein- und Taunus ic englische Ströpfer Herr Johs. Engel- Birklar, für hwarze Dragontauben Herr Karl Alba ch- Lich, für bahnstrecke sind seit einigen Tagen neuerbaute Wagen blaugehämmerte Brieftauben Herr Lehrer Sußner 4. klasse mit praktischen Neuheiten probeweise in den Dienst gestellt. Die Wagen sind mit je zwei oder drei AbBirflar, für Kanarienvögel Herr Johs. Stoll- Lich. Dritte Preise erhielten für Gänse Gutsverteilungen versehen, zu jeder Abteilung führt auf beiden Seiten nhöfen eintreffen, paltung Kolnhausen, für Smaragd- Enten Herr eine Wagenthüre, dagegen sind die Kopfeingänge an den rbeamten infolge Sd went, auf rebhuhnfarbige Italiener Herr Wagen in Wegfall gekommen. Einem längst gewünschten artenschaltern be en auf§ 13 der ftober 1899 auf Bürgermeister Heller- Lich, für schwarze Kochin- Kückenherr Karl Voigt, für rosenfämmige schwarze Bantam, fürstl. Gutsverwaltung- Lich, für gehämmerte Fräulein Rosa:„ Wenn es dein Bräutigam wäre, würde er mir, offen gesagt, auch nicht gefallen!" *( Verblümt.) Auf der Redaktion einer Zeitung erscheint ein Mann und fragt zornig den Redakteur: " Ist es wahr, daß Sie mich in Ihrem Blatte einen Wucherer und Halsabschneider genannt haben?" " Bewahre," entgegnet der Redakteur ruhig, wir bringen nur Neuigkeiten!" Neueste Nachrichten. Anderm heißt: Brieftauben Herr Johannes Stoll- Lich, für Hühner- spielte sich heute nachmittag furz vor 3 Uhr Ecke der berge plöglich gestorben und ohne Benachrichtigung seiner 5 erlischt der Anfarte." Darnad artenfdyaltern ga Reisenden Fahr nd aber klagen von nung an den Fahr Spiellustigen, eiheitslotterie be richtet, weil dort Deffischen Staats freuzung Minorfa- La- Motta Herr Lehrer SußnerBirklar. Die Zusammensetzung der Ausstellung war folgende: 3 Nen. Gänse, 3 Nrn. Truten, 18 Nrn. Enten, eine Sammelklasse von 38 Nen., 57 Nrn. Hühner, darunter 22 Nrn. Italiener, 61 Nen. Tauben, 3 Nrn. Kanarienvögel. Einzelne Zuchtrichtungen, z. B. für rebyuhnfarbige italiener Hühner, deutsche Kröpfertauben herrschen bor. Unter den Hühnern war aber überhaupt das Nußgeflügel stärker vertreten als das Ziergeflügel. Heute mittag fand die mit der Ausstellung verbundene Verzu der Veranstaltung Glüd wünschen, für die Zukunft Surch Notare die losung statt.- Dem hiesigen Zuchtverein kann man 14. August un so wie es schon aber ein fröhliches Blühen und Gedeihen. ich in der 3. und rie vorgekommen die Prämien mit hstgewinnen bon Jon 250 000 M. den? mer. Die sechste pet Montag, den dem Sizungsfaal be, Neckarstraße 3, 1. Mitteilungen. standes. 3. Be m Baugewerbe. und der Wahlftswesen. 7. Ab 8. Genehmigung Errichtung neuer Umbildung der rtbildungsschulen. erung der selbst eit im Uhrmacherprüfung. 14. Subischen Vater und digung. Haben g, oder kann das Mit dieser Frage ter Gewerbe: dergeselle, der für Cohne Stündigung n für die gewerbe On 14 Tagen ein. O, daß der Geselle in feiner Fabrit bestimmte einzelne erhandlung ergab, jerat einen guten der Annahme er ner Werkstatt und arbeiten. Den Sit irma bezahlt. Auf in Arbeitsverhältnis ahlung verurteilt. llung zu Lidh und Vogelzucht mgegend. Berichterstatter.) 1. Auguft 1902. die am Samstag hatte der Vorfizende Geflügelzuchtvereine en waren 23 Chren ers schöne, das Wild Koner und ein Nidel cht den Fürften. Die Stadt Lich, etliche hiesige Brivate gestellt elt Herr Lehrer Hildejungen Stamm reb Dem erhielten folgende gend Ehrenpreise: fü bach- Lich, derfelbe für che weiße Kröpfer Hen gehämmerte Brieftauber Hus Heffen und Nachbargebieten. h. Krofdorf, 11. Aug. Der hiesige Turnverein feierte am vergangenen Sonntag sein 15jähriges Stiftungsfest verbunden mit Vereinswettturnen, wobei sehr gute Leistungen erzielt wurden. Nach dem Wettturnen erregte noch das Hauptinteresse eine Musterriege, welche in tadellofer Ausführung von älteren Herrn des hiesigen Turnvereins vorgeführt wurde. Hierauf hielt der Vorsitzende des Turnvereins, Herrn Chr. Schmidt, eine kurze Ansprache an die Gäste und Turner, worauf Herr Turnwart Heyer die Sieger bei dem Wettturnen verfündete. Abends wurde noch von Herren und Damen des Vereins der sog. Schnitterreigen aufgeführt, sowie ein Byram i de gestellt, welche beides die Neugierde der Einwohner so rege hielt, daß trok des ungünstigen Wetters der ganze Festplatz dicht gefüllt war. Dann folgte noch das unvermeisliche Tänzchen bis spät in die Nacht. ** Langsdorf, 11. Aug. Herumgebracht" sind hier durch die Schlauheit des Bürgermeisters etwa 130 Geländebesizer. Der Bürgermeister, ein Förderer und Verechter der Feidbereinigung, beantragte in der Gemarfung L. die Bereinigung durchzusetzen. Er wußte aber, daß die Mehrheit der Ortsbürger dagegen war. Dennoch ließ er es zu einer Abstimmung kommen, und richtig war die Majorität der Männer dagegen. Troßdem war der Sieg auf Seiten tes Bürgermeisters und wodurch? Staune, Leser! Er hatte nämlich die Abstimmung so gefaßt, daß diejenigen auf dem Rathause zu erscheinen hätten, die gegen die Bereinigung wären. Wer nicht erschiene, mußte demnach als dafür betrachtet werd.n. Da bei solcher Angelegenheit auch die Frauen mitzustimmen haben, aber feine ihre Stimme erhoben hatte, so war die Majorität auf Seiten des Bürgermeisters. Noch selten dürfte eine solch große und unerwartete Meinungsverschiedenheit in den Familien eines Ortes geherrscht haben, wo so energisch die Männer dagegen und die Frauen dafür waren. m. Butzbach, 11. August. Der Schreinergeselle Schäfer, der früher hier in Arbeit stand, wurde vorgestern Abend von unserer Gendarmerie ber= haftet und ins hiesige Haftlokal verbracht. Er steht im Verdacht der Mitthäterschaft an einem Einbruchs: diebstahl, der vor etlichen Wochen in dem bei Münster gelegenen Jagdhäuschen verübt wurde.- Ein in einer hiesigen Kussensteinfabrik beschäftigt gewesener Arbeiter verschwand plöglich, nachdem er einem seiner Nebenarbeiter die ganze Barschaft von 80 Mf. entwendet hatte. ** Frautfurt a. M., 11. August. Unter dem Nufe: „ Mein Männi! Mein Männi!" stürzte sich gestern Abend die 23jährige Louise Saders, Leiterin einer Cigarrenfiliale in dem Hause Notlintstraße 2, aus dem bierten Stock des genannten Hauses in den Hof hinab, dabei ein Glasdach durchschlagend und erlitt lebens gefährliche Verlegungen.„ Männi," Sohn eines hiesigen Schreinermeisters, dient gegenwärtig bei den87ern in Mainz und hatte dem Mädchen das Verhältnis aufgefündigt. ir Stanarienvögel Her nter andern auf Truter auf Rouen- Enten Hert nfarbige Italiener Hett uf gefperberte Italiener uf rebbuhnfarbige ital uf deutsche rote Kröpfe Bedürfnis ist genügt worden, indem man die Wagen mit Aborten versehen hat. ** Mainz, 10. Aug. Ein aufregender Vorfall Flachsmarktstraße und Rechengasse ab. Der im Eckhaus in einer Mansarde wohnende 80 jährige Privatmann Johann Bapt. Bopp wurde von Passanten beobachtet, als er zum Fenster auf das Dach herausstieg. Als ihm von unten zugerufen wurde, er möge doch in sein Zimmer zurückkehren, rief er:„ Ich muß heute noch hinunter!" und stürzte sich dabei hinab auf die Straße. Der unglückliche alte Mann fiel mit voller Etraße. Wucht auf das Trottoir, woselbst er mit zerschmettertem Schädel tot aufgehoben wurde. Bopp, der in guten Verhältnissen lebte, muß die That in einem Anfalle von Geistesstörung verübt haben. ** Hanau, 11. August. Die wegen eines angeblichen Kindescaubes in der Nähe von Birstein festgenommenen Zigeuner wurden aus der Untersuchungshaft entlassen. Das einstweilen von der fürstl. Isenburg- Birstein'schen Familie aufgenommene Kind wurde ihnen wieder zugestellt. Dann wurde die Gesellschaft über die preußische Grenze abgeschoben. ** Seligenstadt, 10. Aug. Als dieser Tage eine hiesige Wittwe die Erträgnisse ihres torna ders einheimsen wollte, gewahrte sie zu ihrem Schrecken, daß ihr ein Unbekannter bereits zuvorgekommen war and die ganze Ernte beseitigt hatte. Ob nur ein Irrtum oder ein Löswilliger Frevel vorliegt, ionnte inzwischen noch nicht aufgeklärt werden. ** Ein Leckermaul Ein eigentümlicher Rostgänger" wurde durch die Polizei in Ludwigshafen abgefaßt. Der 24 Jahre alte Fabritarbeiter Heinrich Franz aus Burr stadt hat eine besondere Leidenschaft für Muttermilch, die er natürlich nur bei stillenden Frauen finden kann. Dieser Leidenschaft fonnte er aber hier nur in einem Falle genügen, trotzdem er schon wochenlang sein Unwesen trieb. In Worms soll er d gegen mehr Glück gehabt haben, den Frauen stellte er sich als ein Verwandter des Ehemanns vor, der auf ärztliches Anraten zur Hebung seiner Gesundheits- Muttermilch trinken müsse. ** Worms. Der älteste Turner, welcher bei dem reisturnfest im Festzug marschierte, war ein 84 jähriger Greis aus Neu- senburg. Er hatte genau den Typus des Altvaters Jahn. Mehrere hervorragende Bildhauer und stellung von Jahnbüsten in Bildnissen. Der wackere Turner Dealer benußten ihn schon wiederholt als Modell zur Herfehlte seit Jahren bei feinem mittelrheinischen Turnfeste. ** Darmstadt, 11. Aug. H.ute Vormittag wurde in der Nähe der Ludwigsburg die dreizehnjährige Tochter eines auf dem Jagdschloß Stranichstein wohnen den Hofbediensteten, welche nach Arheilgen zur Schule wollte, von einem ca. 20 Jahre altem Burschen angepackt und zu vergewaltigen versucht. Auf das Geschrei des Kindes eilten alsbald Leute herbei, sodaß der Wüstling von seinem Opfer ablich und das Weite juchte. Die Polizei ist demselben auf der Spur. ** Soden i. T., 10. Aug. Heute Vormittag wurde hier eine vom Kurverein und auswärtigen Kunstfreunden zur Erinnerung an die Anwesenheit Richard e deutsche Kröpfer Herr uf Kanarienvögel Hert für indische Laufenten und Herr Fr. Schmidt taliener Herr Georg cfa- Hühner Herr Bürger für rebhuhnfarbige für gelbe Italien enheim, für Hamburg ** Kassel, 11. Augst. Die in auswärtigen Blättern verbreitete Nachricht, an einem hiesigen Schulhausneubau sei ein Gerüst zusammengestürzt und habe fünf Maurer unter sich begraben, von dem einer todt sei, beruht auf unwahrheit. * Kassel, 11. Aug. Die deutsche geologische Gesellschaft trat gestern hier zu ihrer 47. allgemeinen Versammlung zusammen. Die Tagung wird sich bis zum 18. d. M. erstrecken. ** Münchhausen. Wohl noch nie dagewesen! Von einem hiesigen Müllersohn wurde eine sogenannte Doppelkornähre in einem Startoffelland stehend gefunden, welche netto 17 Aehren auf einem Halm ( Hess. Landesztg.) hatte und in voller Blüte war. ** Bad Orb, 11. August. Die Kleinbahn Bad Orb- Wächterbach ergab in dem abgelaufenem, ersten Geschäftsfähre, das nur 10 Monate umfaßt einen Ueberschuß von 9300 Mt., wovon 6600 Mt. als Dividende, gleich 1,22 Prozent, verteilt werden. Vermischtes. Berlin, 12. Auguft. Die Leiche des Kohlenhändlers Ackermann, der bekanntlich in der Irrenanstalt HerzFrau begraben ist, wurde gestern in Friedrichsfelde erhumiert. Berlin, 12. Auguft. Die erste Lesung des Zoll= tarifs ist gestern in der Kommission zu Ende geführt worden. Dabei wurde auch der sozialistische An= Orden verhandelt und abgelehnt. Heute steht trag über die Verzollung ausländischer bekanntlich das Zolltarifgesetz mit den dazu gestellten Anträgen auf der Tagesordnung. * Hannover, 9. Aug. Eine Gesundbeterkirche wird binnen kurzem Hannover aufweisen. Die hiesige sehr starke Sefte der Gesandbeter läßt gegenwärtig eine für ihre Andachts- und Gesundbetungs- lebungen bestimmte Kapell: errichten, welche bei einer Höhe von 9 Meter, einer Breite von 10 Meter und einer Länge von 7 Meter 400 Sippläge erhät und in gothischem Stil aufgeführt wird. Die Kapelle erhält einen besonderen Chorraum und eine vorgelagerte Eintrittshalle und soll bereits im Oktober eingeweiht werden. Es ist dies das erste derartige Bethaus in Deutschland. Verhaftet. Wie ein Telegramm meldet, ist der im März vorigen Jahres nach Hinterlassung von zirka ciner halben Million Mark Wechselschulden aus Leipzig flüchtig gewordene Rauchwarenhändler Perlmann in Odessa festgenommen worden. * In Heidelheim( Baden) zerstörte am Freitag ein Großfeuer 10 Hauser. Fast sämtliches Vieh verbrannte. Defonom Sommer, bei dem das Feuer ausbrach, wurde unter dem Verdacht der Brandstiftung verhaftet. * Querfurt, 10. Aug. Bei dem Dorfe Oberschmon sind größere Steinsalzlager gefunden worden. Zur Beisetzung Bennigsens von Bennigsen's fand im Gutsparke zu Bennigsen statt, wird aus Hannover depeschiert: Die Beisetzung Rudolf nachdem eine Trauerfeier im Hause voraufgegangen war. Dem Sarge folgten außer den Mitgliedern der Familie u. A. Geheimrat Pland, Handelsminister Möller und General von Stuenzner. Zahlreiche Abgeordnete der nationalliberalen Fraktion waren ebenfalls an= wesend. Der Magistrat von Hannover hatte sich fast vollzählig eingefunden. Am Grabe sprachen nach dem Gesang und dem Gebet des Geistlichen Ercellenz Bland, dann Reichstagsabgeordneter Dr. Sattler und der Abgeordnete von Eynern. Diese Herren legten Kränze nieder. Mit einem Gesang schloß die Feier. Nach dem Besuch des Königs von Italien in Berlin reist das Kaiserpaar mit dem Kronprinzen und den Prinzen Adalbert und Eitel Friedrich bekanntlich nach Posen. Am 5. September wird das Kaiserpaar sich in bezw. Potsdam zurückkehren. das Manövergelär de begeben und alsdann nach Berlin Zur Truppenschau in Mainz, welche der Kaiser abnehmen wird, werden etwa 20 Infanterie- Bataillone zusammengezogen. Die Rückkehr des Kaiserpaares nach dem Neuen Palais bei Potsdam ist gegen den 24. ds. zu erwarten. * Paris, 12. Auguft. Gerüchtweise verlautet, eine Compagnie Infanterie aus nimper, welcher der Befehl erteilt worden war, Ordensschwestern in Douarnenez zu vertreiben, habe den Gehorsam verweigert. Petersburg, 11. Aug. Der Zar ordnete die Freilassung sämtlicher im Gefängnis bon Smolensk wegen der Moskauer Februar- Unruhen internirten Studenten an. Der Gouverneur entließ sie mit einer kurzen Ansprache, worin er zur Arbeit und Ruhe aufforderte, aus ihrer fünfmonat lichen Haft. London, 12. Auguft. Königin Alexandra überreichte gestern im Garten des Palais des Herzogs von Devonshire südafrikanische Kriegsmedaillen an 30 Stabsärzte, 25 Pflegerinnen, 110 Lazaretgehilfinnen und 950 Lazaretgehilfen der Imperial Yeomanrie- Lazarete. Boltsaufstand auf Corea. In verschiedenen Provinzen Coreas ist ein Volks aufstand zur Vertreibung der Gouverneure und aller Jenhom hat einen sehr ernsten Umfang angenommen. Fremden ausgebrochen. Namentlich der Aufstand in Mehrere japanische Kaufleute wurden erschlagen und biele vertrieben. Der japanische Gesandte in Söul hat ernste Vorstellungen bei der coreanischen Regierung gemacht und die Unterdrückung des Aufstandes und die Deckung der großen materiellen Verluste der japanischen Kaufleute gefordert. Die coreanische Regierung entNewyork, 12. Aug. Ein Telegramm aus Port au sandte Militär zur Wiederherstellung der Ordnung. Prince berichtet, daß die Stadt Guave bei der Einnahme vollständig zerstört worden ist. 4000 Einwohner sind dadurch obdachlos geworden. Ein französischer Dampfer hat Frau und Kinder aufgenommen. Die beiderseitigen Heerführer beschuldigen einander, den Brand veranlaßt zu haben. Briefkasten. M. Sch. Wenn Sie, wie ich annehme, ein ,, möblirtes Zimmer" bewohnen, so müssen Sie, wenn Sie zum 1. eines Monats fündigen wollen, 14 Tage vorher, also spätestens am 15. dies thun. Wollen Sie am 15. ausziehen, so kann eine 4wöchentliche Kündigung verlangt werden. Marktbericht. Gießen. 12. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter * Eine amüsante Schmugglergeschichte wird der„ Bohemia" aus dem Böhmerwald gemeldet. Sie beweist, daß die Romantik der berühmten„ böhmischen Wälder" noch nicht verschwunden ist, wenn auch die düsteren Schauer von heiteren Lichtern verdrängt wurden. Mehreren Schmugglern war es gelungen, auf Schleichwegen die Grenze mit Waren zu schreiten, ohne von den Finanzbeamten ertappt zu werden. Schon glaubten sie sich in Sicherheit, als sie plöblich aus dem Dunkel eines nahen Gehölzes den barschen Ruf:„ Halt! per Bib. 0.80-1.10 Mr. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. Finanzwache!" vernahmen. Ohne sich erst lange zu befinnen, warfen die Männer die Päcke zu Boden und liefen durch Dick und Dünn davon. Später stellte es sich freilich heraus, daß sie nicht von der Finanzwache, sondern von anderen Schmugglern angehalten worden waren, welche die weggeworfenen Waren in aller Gemütsruhe auflasen und sich aneigneten. Als aber die schmählich gefoppten Flüchtlinge behutsam zurückkehrten und austundschaften wollten, ob die Finanzbeamaten die preisgegebenen Wacen mit Beschlag belegt hätten, durchschauten sie bald den listigen Betrug. Infolgedessen kain es zwischen beiden Banden zu einer großen Prügelei, bei der mehrere Schmuggler derartige Verlegungen davontrugen, daß die Geschichte nicht mehr verheimlicht werden for nte. Auch die Grenzwache erfuhr davon und wird nun mit den Schmugglern wieder einmal tüchtig aufräumen. *( Offenherzig.) Freundin:" Dein Bräutigam, liebe Rosa, gefällt mir, im Vertrauen gesagt, gar nicht!" 0-0 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg., Erbsen per Liter 19 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfa. Tauben per Baar Mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.40, Hahnen, per Stud Mt. 0,60-1.10, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänse p. Bfb. 0.60-0.75 Wt., Ochsenfleisch per Pfb. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pf. 70-80 Bfg. Schwinefleisch gesalzen per Pfund 0.84 Big.. Kalbfleisch per Bfd. 66-70 Big, Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Kartoffeln per 3tr. 500-9.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.50-9.00, Milch per Liter 18 Rfa. Gestorbene. Am 11. Aug.: Christine Rühl, geb. Wagner, 63 Jahre alt, Wittwe des Werkführers Theodor Nühl dahier. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Verwaltungsrat den Zinsfuß für neue Darlehen aus unserer Kasse vom 1. Oktober 1. S. ab auf 41/400 ermäßigt hat, und daß auch eine solche Ermäßigung vom 1. Januar 1903 für alle diejenigen Schuldner eintritt, welche seither 42% Zinsen gezahlt haben. Gießen, am 8. August 1902. Der Direktor der Spar- u. Leihkasse Gießen. Wiener. Spar- und Leihkasse Gießen. - Wegen des morgen Mittwoch den 13. 1. Mts. -dahier stattfindenden Jugendfestes ist Nachmittags unsere Kasse geschlossen. Gießen, den 12. August 1902. Die Direktion der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener. Gascokes. Infolge Stadtverordneten- Beschlusses vom 10. April d. J. tritt eine Preisermäßigung unserer Gascokes ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stück- Cokes Buß- Cokes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: 1,10 Mr. Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 1,25 Mr. 1,30 Mr. In Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückcokes Nußcokes Nr. 1 1,05 f. 1,20 Mr. 1,25 Mr. 1,00 Mr. 1,15 Mt. 1,20 Mr. Nußcokes Nr. 2 Bei Entnahme von mindeflens 200 Centnern: Stückcokes Nußcokes Nr. 1 Nußcokes Dr. 2 Für Cokesabnehmer, welche zwei und mehr Doppel waggons bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Centner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cofes bis zu 6 Centnern auf die betr. Lagerpläge( Keller, Stall 2c.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gascokes Ivon 1 bis 5 Centner bestehen, nämlich bei den Herren: Joh. Jischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwengasse 11 und Bahnhofstraße 33, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5, Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascofes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. Die Preise unserer Gascofes für die Abnehmer auß rhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirückvergütung von 4 Pfennig für den Centner. Gießen, 16. April 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Jugendfest. Allen werten Besuchern des Festes zur gefl. Kenntnis, daß ich in meiner Wirtschaft auf dem Festplatz neben einem prima Glas Bier aus der Brauerei Bichler auch Ehwaren aus meiner eigenen Mekgerei wie: Schinken, Braten und alle Wurst( Hausmacher) im Anschnitt zum Tagespreis abgebe. Das Mitbringen von Eßwaren ist also nicht nötig. Gustav Trinkaus, Metzger und Wirt. Für Magenleidende. Allen denen, die sich durch Erfältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magentatarrh, Magenk campi, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstift. Man sollte also nicht fäumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung wie Beklemmung, Bolik'chmerzen, und deren unangenehme Folgen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Wilz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folce schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemütsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffw chsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung. beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter. Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, W klar Fro hausen, fraunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach. Bad- Nauheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverfauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefrei. Mindestquantum in Engrosversand also drei Flafchen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich, schen Kräuterwein. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Best d teile sind: Malugawein 450,0, Weinsprit 1000, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensaft 150,0 Rischsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerit. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man. Nähmaschinen. Nur erstklassige Fabrikate: Seidel& Naumann, Frister u. Roßmann, Janker n Ruh, Mundios& Co., Grigner. Seidelbeeren täglich frish von 9 Uhr morgens ab empfiehlt 5. Hanfel, Saloßgasse 6. Wäsche zum Waschen u. Bügeln wird angnommen. Auchausbessern wird bestans bes. Zu erfr. Neustadt 77, I. Nur ges. erl. Serienloose! lächste Ziehung 1. Sept. 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