achung. en soll in den nad Nr. 236. Zweites Blatt. Samstag, den 11. Oktober 1902. Konement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., fährlich Mr. 1.50. durch Gift in den Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelUm eine durchgreifentiebeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Orderlich, daß alle Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und ausgrundstücke für n ihren Kanälen, Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Die Befizer von 5 terbon unter der borgenannten Tie zu halten, da azansprüche abg 802. eifterei Gießen. t. Lung. Holzhauer und S Men J., Bormittage 10 Zimmer Nr. 15, e en der umliegenden D meinden befannnt mad 902. rei Gießen. traitmaler erricht. Plockstrasse 8 a l 45 X65 zu 5 N zu vermiet n. bo Gießener 11. Jahrgang. Infectionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die N- daktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. Die Ausstandsbewegung. Der Genfer allgemeine Ausstand, der mit so bedrohlichem Aussehen begann, hat lange nicht den befürchteten Umfang angenommen, weil die Behörde sofort einschritt und die Truppen das Pulver hübsch trocken halten läßt. Dabei geht sie fleißig mit Ausweisungen vor. Verhaftung und Abschiebung an die Grenzen folgen einander mit bligartiger Geschwindigkeit. Insbesondere die südlichen Gäste, die Herren Italiener, die ja so gerne dabei sind, wenn es drunter und drüber geht, haben die Firigkeit der Genfer Polizei bewundern könren. Massenhaft werden sie abgeschoben- ein kleiner Nachgeschmack der für kurze Zeit gestörten diplojön möblirtes Zim matischen Beziehungen. Die städtischen Arbeiter und die egsteinstraße 42 mit to Straßenbahnangestellten treten dem Ausstand nicht bei; monatlich 50 mt. ſo ſagt wenigstens ihr letzter Beschluß. Der französische Ausstand wird durch zwei Syndikate Näh. Grünbergerstr. 1 charakterisiert. Das gelbe Syndikat will die Arbeit fortne 3- Zimmerwohnung au leben, das rote ist für die Niederlegung. Beide Teile mieten, sofort zu beziehen sind, um ihren Beschlüssen mehr Nachdruck zu geben, mit Grabenstraße 8. Revolvern und scharfen Patronen versehen. Die Trupön möblirtes Zimmer( ba ben stehen marschbereit. In diesem Aufstand sprechen poin ruhiger Lage fofort litische Gründe gewaltig mit. Wie der sozialdemokratische Abg. Jaures jagte, hofft die Opposition, damit das MiNäh. Nordanlage 19, nisterium Combes zu beseitigen. Die Gegner der Klerikaöbl. Zimme len behaupten, daß die ganze Bewegung von den Drbensgeistlichen geschürt sei, was aber die beteiligte Presse Kabinet zu vermieten, für findisch erklärt. Im Ganzen streifen 3000 Arbeiter. In Amerika ist auch noch alles beim alten. Auch Neuenweg 36, I. St dort machen die Italiener am meisten von sich reden. möbl. Zimmer zu In den letzten Tagen langte eine Sendung Patronen für sie an, die aber beschlagnahmt wurde. Man tat sogar Brandgaffe& noch ein übriges, indem die Führer der Italiener einstwei ößeres schön möblirtes Zimmlen in Nummero Sicher gesetzt wurden. Das erste Blut bart. in rubiger Lage ist auch geflossen. In Tamaqua wurde nämlich ein strein Heren fofort zu vermite tender Arbeiter, der an dem Hauſe etnes nicht vet utNäh. Bruchstraße 1 beiter- Union angehörenden Arbeiters umherschlenderte und ne 3 Zimmerwoh auf den Anruf eines Soldaten nicht halt machen wollte, von lezterem erschossen. Wenn nicht bald Friede geschlos= sen wird, kann es noch stürmisch werden. zu vermieten. sch mit Kost. mieten. r fofort zu vermieten. Dammstraße 4 öblirtes Zimmer inet, und 2 schön mi in nächster Nähe d. ne sofort zu vermieten. Näh Grünbergerfty 48 e geräumige 5-3imm hnung mit Balkon u 1 ruhiger Lage zu vermie Näh. Afterweg 48, adl. möbl. Zimm der später zu vermieten ermel, Bahnhofft Sn möbliries Zim fort zu vermieten. Die Wirren im Orient. Aus der Reichsbauptstadt. Machdruck verboten.] CB. Berlin, 10. Oktober. Nun ist es Herbst geworden.... Die wenigen Spätsommertage, in denen der Himmel in immerhin herbstlicher Frische zeigte, wie lieblich er zu lächeln versteht, konnten uns für den verregneten Sommer nicht entschädigen, aber schön waren diese Tage doch. Ein zarter duftiger Nebel Tag auf den Rasenflächen des Tiergartens und hüllte die After- und Chrysanthemenbeete in zarte Schleier. Der wilde Wein, der mit seinen Spinnwebfingern die Brüstungen und Wände der Loggien umflammert, hatte sein leuch tendes Herbstgewand angelegt, um in Schönheit zu sterben. Die frische Luft aber malte auf die Wangen der Damen das lieblichste Rot. Es ist nun fein Geheimnis mehr, daß im Balkan tatsächlich ernstliche Unruhen ausgebrochen sind. In verschiedenen Gebirgspässen Macedooniens haben blutige Gefechte stattgefunden, bei denen sich die Aufständischen der regulären Streitmacht der Türken durchaus gewachsen zeigten. Sie stehen unter völlig fachmännischer Führung dank der bulgarischen Einrichtung der Reserveoffiziere. Das militärische System ist dem deutschen nachgebildet, aber im Orient ist das Vorhandensein technisch und taktisch ausgebildeter Offiziere, die sonst in Zivilberufen stehen, eine ernste Gefahr. In der Umgebung des Sultans iſt man denn auch sehr besorgt. Deshalb hat in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag in Konstantinopel beim Kriegsminister eine militärische Beratung stattgefunden, welcher der Oberkommandant im letzten griechisch- türkischem Kriege Edhem- Pascha beiwohnte. Infolge dieser Beratung ist noch spät nachts ein Sonderzug mit einer außerPismardstraße 17 ordentlichen Mission, bestehend aus dem Kaiserlichen Ads 7 Arbeitejutanten Divisionsgeneral Talat und dem Brigadegeneral Schlafstelle erhalter Schakir, nach dem Aufstandsgebiet abgegangen. gerstraße 48, Hinterb Glück hat aber die Bewegung doch einen mehr örtlichen Charakter, weil sie nicht auf Bulgarien übergesprungen sardenwohnung ist. Dort hat man sich denn doch nachgerade das ner mit Zubehör zu Eine gemerkt, daß Rußland die glimmenden Feuer im Balkan nicht anfachen und daß es keine Veränderungen Emil Log, Kirchenple im Balkan fördern will. Unter diesen Umständen hat der Aufstand für Westeuropa nicht die Bedeutung, die er hätte, wenn er etwa die widerstreitenden Interessen der Landgraf nitraße 11. eines Zimmer ieten. Orpheum Großmächte gegen einander entfesseln würde. Variete. Täglich Gr. Dorftellung. sener Cag, den 10. Oftober 19 Zum ersten Male: große Fi 5 uspiel in 4 Aufügen Felly Philippi ng 8 Uhr. Ende 10% Zum Bunte Chronit. Die Universität Orford ernannte zu Ehrendoktoren den Geheimrat Dr. von LaubmannMünchen und Professor Schipper- Wien. Beim Abräumen einer Brandstätte zu Freiberg i. Sa. stürzte eine Giebelwand ein. Vier Personen sind verschüttet, doch konnte nur eine schwer verlegt geborgen werden, die übrigen drei liegen noch unter den Trümmern. In Sawelfoje brach nachts ein Feuer im Hause des Kleinbürgers Jwanoff aus. Dieser sowie dessen Frau, Tochter und zwei Onkel kamen in den Flammen um. In Paris wurde die 80 jährige Gräfin Peragallo, Nun ist das alles vorbei. Der Sturm fegt durch die Straßen und wirbelt die welken Blätter wild durcheinander, der Regen schlägt an die Fensterscheiben und die Kälte dringt durch alle Fugen. Es ist die Zeit gekommen, wo der Lenz verblüht und das Rot der Wangen in die Nase zieht! Dabei herrscht eine selten einmütige Stimmung in Berlin, denn wo nur irgendwo ein paar Menschen zusammenstehen, kann man überzeugt sein, daß der eine beniest, was der andere gesagt. Troßz Sturm und Regen herrscht regstes Leben auf den Straßen, und besonders in der Leipzigerstraße ist ein Getriebe wie zur Weihnachtszeit, ein Schieben und Drängen, Sichverlieren und Niemalswiederfinden. Wiebt es doch in Berlin immer etwas zu sehen. Augenblicklich ist das Neueste des Neuen eine Wohnungseinrichtungsausstellung à la Darmstadt, zu der sich erste Künstler vereinigt haben. Man sieht dort neben manchem Steifhäßlicher und Bizarren auch wirklich Praktisches und Hübsches, besonders ein reizendes Kinderzimmerchen gefällt allgemein. Wirklich, man kann in den großen Bazaren jezt alles haben, nur mit der Badeanstalt, die dem Volkswiß zufolge vor Jahren projektiert ivar, will es noch immer nichts werden. erdrosselt aufgefunden. Die 80 jährige Dame bewohnte ein elegantes Quartier in der Rue des Martyres; sie hielt ein offenes Haus und war besonders freigebig gegen junge Künstler. Leßterer Umstand führte die Polizei bei den Nachforschungen nach dem Täter auf eine Spur, die jezt eifrig verfolgt wird. Dafür aber giebt es eine Reformkleiderausstellung, die gleich der im Hohenzollernhaus viel Interesse er regte. Daß eine in Reformkleidern langsam über die Straße gehende Berliner Dame, eine Delegierte des Frauentages, in Wiesbaden verhaftet wurde, wird überall lebhaft erörtert und giebt dem Für und Wider dieser Frauenfrage neue Nahrung. Immerhin erringen die in sämtlichen großen Modemagazinen jezt ausgestellten Pariser Abendtoiletten, die das Zarteste, Duftigstee sind, das Frauenherzen erträumen können, größere Bewunderung bei der Damenwelt, die vollzählig auf den Füßen ist, gilt es doch, die Wintergarderobe einzukaufen und was giebt es wohl Schöneres für die Frauen als Ladenbummeln shopping gehen? Größer als ihr Entzücken bei diesen Wanderungen und Einkäufen ist höchstens noch das Erschrecken der verständnislosen Ehemänner, wenn ihnen die Rechnung präsentiert wird. Auch hier werden dann, wie überall im Leben, nach eini gen Stürmen Kompromisse geschlossen, und beim Übendbrot in einem Weinrestaurant süßer Friede gemacht. Mit gleichgestimmten Seelen spinnt sich dann ein Meinungsaustausch über die neuesten Ereignisse an. Frau M., die bekanntlich einem Hochstapler ersten Ranges, der sich als Fürstenoberhaupt eines souveränen Herrscherhauses ausgegeben, zum Opfer gefallen ist, braucht bei dem Schaden für den Spott nicht zu sorgen. Warum hat auch diese überglücklich gewesene, vergangene Zufünftige sich unvorsichtigerweije keinen Gothaer Adelskalender gekauft, ehe sie dem Prinzen Salinal, dem künftigen Beherrscher einer glückseligen Insel im Mittelmeer, ihr Herz und ihre Börse zur Verfügung ſtellte? Dann würde der Zuckersiederssohn und sein Helfershelfer wohl früher entlarvt worden sein, und Frau M. hätte heute ein leichteres Herz und eine schwe rere Börse. Die frechen Einbrecherstückchen Berliner Gauner, die, dem römischen Beispiele in der Villa Colonna nacheifernd, zwar keinen zwei Zentner schweren Geldschrank, wohl aber eine ganze Wohnungseinrichtung am hellen lichten Tage mit gleicher Ünverfrorenheit gestohlen ha ben, geben den Versicherungsgesellschaften neue Arbeit. Wer's vor der Sommerreise nicht tat, versichert sich jetzt schleunigst gegen Einbruch, und schläft dann süß auf seiner Police. - Teicht bedauern, daß er sich nicht aus Dankbarkeit für die gute Beute Herr von Liebermann genannt da die Eröffnung des Reichstages bevorsteht, wäre ihm dieser Name gewiß ein besserer Schuß gewesen. Bis zu den Parlamentsberichten wird wohl der Koniger Mordprozeß noch die Zeitungen füllen, er interessiert aber nur noch wenig, man ist der Sache herzlich müde. Dagegen rührt das Herz unserer lieben Frauen die etwas dunkle Geschichte von dem armen Weibe, die ihr Pflegekind so liebte, daß sie wünschte, es solle nie seinen wirklichen Namen erfahren, und selbst vor Gericht beschwor, es sei ihr Fleisch und Blut, man solle sie nicht von einander trennen. Dafür wurde sie mit zwei Wochen Gefängnis bestraft und man fragt sich, ob nicht vielleicht ein kleiner Roman dahinter steckt- ein Frauenmartyrium, das zu den alltäglichen gehört, an denen man meist achtlos vorübergeht. Vielleicht ist dieser Knabe wirklich ihr eigenes Kind, das einem Fehltritt in früher Jugend entsprossen ist. Erst der Religionsunterricht zur Konfirmation deckte den frommen Betrug auf, einen Betrug, der aus den edelsten Instinkten der Mutterliebe geboren war. Und das Gericht strafte so hart- für ein nichts. Wer gedenkt da nicht des Goetheschen Wortes: ,, Ihr läßt den Armen schuldig werden, dann übergebt Ihr ihn der Bein." Ja die Herren Langfinger! So oft und glücklich es ihnen auch leider meist gelingt, auch sie wissen, daß mit des Geschickes Mächten ist kein ewger Bund zu flechten. Die schöne Lona, die Geliebte des Barons v. Möllendorf alias Schütte der vor kurzem dem Liebermannschen Pfandlofal einen für sein Begehren so dankbaren e- such abstattete hat sicher nicht geahnt, welche Schäße sie an Steinen auf ihrem Busen trug, sonst wäre sie wohl vorsichtiger gewesen und hätte den Neid ihrer Gefähr tinnen von der Friedrichstraße nicht so arg erregt. Aber wer denkt denn bei den teuren Fleischpreisen noch an echte Brillanten. Diesmal war unsere Kriminalpolizet finbig das Glück des feinen Paares war kurz und Herr Ban Müllendorf wird hinter den Moabiter Mauern viel- Giessener Cagesneuigkeiten. Gedenktafel für den 12. und 13. Oktober. 12. Oktober. 1492. Columbus entdeckt Amerika. -1759. Friedrich der Große erleidet bei Kunersdorf eine empfindliche Niederlage. 1899. Ausbruch des Transvaalkrieges. F * 13. Oktober. 1815. Murat, König von Neapel, wird bei Pizzo in Kalabrien standrechtlich erschossen. зи 1821. Rudolf Virchow, Anatom und Anthropolog, Schivelbein in Pommern. 1825. Maximilian I., König von Bayern, zu Nymphenburg. - ** Familienanzeigen. Diese den Inseratenlesern unserer Tagesblätter wohlbekannte Spezies teilt sich in verschiedene Zweige; es giebt, wenn wir sie nach der Folge der Menschenschicksale einteilen: Geburts-, Verlobungs-, Vermählungs- und Todesanzeigen. Die Leserinnen interessieren sich wohl zunächst für die zweite Gattung, obwohl die Fassung derselben gewöhnlich eine stereotype, die einfache Tatsache wiedergebende ist, zum Beispiel: Karoline Müller Arthur Meher Verlobte. ,, Entlobungsanzeigen" wollen wir mit Stillschweigen übergehen, obschon gerade diese Mitteilungen für die Damen die interessantesten und diejenigen sind, welche den ergiebigsten Stoff zu- ,, wohlwollenden" Mutmaßun gen liefern. Die Geburtsanzeigen zeigen die mannigfaltigsten Formen. Man faßt die Angelegenheit häufig von der humoristischen Seite auf, und kürzlich ließ bin ,, glücklicher" junger Vater in einer scherzhaften Geburtsanzeige das Söhnchen selber sprechen und seinen Eintritt in die Welt verkünden. Sehr häufig wird die wichtige Mitteilung durch ein jubelndes ,, Hurra!" eingeleitet; dann folgt die Andeutung der Tatsache: ,, Cin Junge!" Bemerkenswert ist übrigens, daß dieses Hurra jast immer nur dann ausgerufen wird, wenn es sich Man kann nichts daum einen Jungen" handelt. gegen haben, wenn der Vater Wert darauf legt, daß Die Welt wisse, daß sein Stammhalter fräftig, ge= sund, prächtig oder munter" sei, man liest sogar von ,, strammen" und ,, forschen Bengels", eine Uebertreibung, die dem freudig erregten Vaterherzen zu gute gehalten werden mag. Man tritt in die Welt nicht als forscher Bengel" ein. Der Wahrheit tam jener sächsische Echullehrer näher, der im Wochenblättchen die Vermehrung seiner ohnehin schon zahlreichen Nachkommenschaft durch ein bescheidenes: - ,, Noch ä Wärmchen!" ( Noch ein Würmchen) kundtat; wenn jemand„ hocherfreut" die Geburt von Zwillingen anzeigt, so ist ein gewisses Mißtrauen in diese Freude zu sehen, nüchterner und praktischer faßt jener Berliner Butterhändler die Tatsache auf, wenn er in einem Zeitungsinserat ... allen Freunden, Bekannten und Kunden mitteilt, daß seine Frau ihn mit Drillingen beschenkt habe und seine Freunde daher bitte, ihren Bedarf an Käse in den nächsten Wochen bei ihm zu entnehmen". Die Todesanzeige ist nicht minder verschieden in Form und Fassung. Wahre Trauer, Heuchelei, falsches Pathos, einfache Formerfüllung, aufrichtiger Schmerz, der auf menschlichen Trost verzichtet, und manch anderes Gefühl verrät sich in diesen schwarz umränderten Anzeigen. Auch hier fehlt die Komik nicht, die Witwe, die in ihrem Schmerz gleichzeitig mitteilt, daß das Geschäft mit ungeschwächten Mitteln fortgeführt werde, und die zahllosen anderen tomischen Todesanzeigen gehören auf dieses unerschöpfe liche Gebiet, Billigste, beste, elegante u. dauerhafte deutsche und insbesondere auch weltberühmte Dürkopps Nähmaschinen in größter Auswahl, auch solche zum Vor- und RückwärtsNähen, Sticken und Stopfen eingerichtet. Meine Firma wird von dem Verein deutscher Nähmaschinen Fabrikanten dem verehrlichen Publikum als Lieferant besonders empfohlen. : Joh. Friedr. Schaaf, enommirtestesGeschäft der Branche i Gießen Wetzsteinstraße 44. Jean Dern& Co., Giessen Gegr. 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Gegr. 1883. Cementwaren-Fabrik und Lager: Frankfrtstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Bureau und Lager: Westanlage 31, Telephon 21. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikeln. 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