Nr. 132. Erstes Blatt. Mittwoch, den 11. Juni 1902. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- nnd Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Jusertionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg., sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdru ferei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Die deutsche Grenzmark im Westen. Ohne jede Debatte hat der Reichstag am Montag den Gesezentwurf, welcher die Aufhebung des Diftaturparagraphen in Elsaß- Lothringen ausspricht, in dritter Lesung definitiv angenommen, und hiermit zu erkennen gegeben, daß die deutsche Volksvertretung, die von Staiser Wilhelm so hochherzig verfügte Beseitigung der bislang dem Statthalter von Elsaß- Lothringen verlieyenen Ausnahmegewalten vollkommen billigt. Mit diesem gesetzgeberischen Schritte hat der seit 30 Jahren in Elsaß- Lothringen bestandene Ausnahmezustand sein Ende erreicht und es greifen nunmehr auch dort norma e Verhältnisse Platz, wie sie ja in den übrigen Bundesstaaten schon längst bestehen. Es fann faum einem Zweifel unterliegen, daß dies endliche Verschwinden des Diktaturparagraphen das im Reichslande mehr und mehr plaggreifende Gefühl der engen Zugehörigkeit zum übrigen Deutschland nur verstärken und hierdurch ein neues Band um das Reich und seine Grenzmark im Westen schlingen wird, trägt doch diese Maßnahme einem schon immer geäußerten dringenden Wunsche der reichsländischen Bevölkerung nur mehr Rechnung. Es giebt zwar auch jetzt noch ängstliche Gemüter in Altdeutschland, welche der Meinung sind, die Aufhebung des Diktaturparagraphen stelle ein bedenkliches polititisches Experiment dar, das unter Umständen leicht andere Wirkungen erzeugen fönne, als man sie in den Berliner Regierungs- und parlamentarischen Kreisen von ihm erwarte. Eine derartige Besorgnis ist indessen sicher unbegründet, im Gegenteil, man darf vielmehr hoffen, daß das Fallenlassen des Diktatur paragraphen, der im allmählichen Absterben begriffenen protestlerischen Richtung in Elsaß- Lothringen vollends den Rest geben werde, trugen doch gerade die bisherigen Ausnahmebefugnisse des Statthalters mit dazu bei, das Protestlertum noch über Wasser zu halten. Die Aufhebung des Paßzwanges in Elsaß- Lothringen hat ja auch nicht die in altdeutschen Kreisen damals vielfach gefürchtete Wiederbelebung des protestlerischen Elements unter der reichsländischen Bevölkerung zur Folge gehabt, es ist da nicht einzusehen, warum denn just die Beseitigung des Diftaturparagraphen auf die Französlinge ermutigend einwirken solle. Vielleicht wird die weitere Klärung der Lage in Elsaß- Lothringen, wie sie sich in der Aufhebung des Diftaturparagraphen wiederspiegelt, auch das haben, die Franzosen endlich von den sich immer dan wethoutients and Geerteerd. mind compobelle von E. 5. Vely. G( Nachdruck verboten.) 1050 Die harten Finger des Seemannes streicheln ihre sammetweichen Wangen; er achtet wohl gar nicht auf den drohenden Ton: Maniel Hay hat für Alles seine Nache gehabt, sagt er. Er fühlt das Klopfen ihres Herzens an seiner Brust und flüstert: Weil Du so zornig sein kannst, habe ich Dich gleich gemocht. Sie ist jetzt still und geduldig, ihr hat sein mildes Wesen gefallen und daß es eine Stimme in der Welt giebt, die weich mit ihr sprechen kann. d Weißt Du noch, Geerteerd? eh ich zu Schiff bin, bist Du auch hierher gekommen! Sie nicht. Heimlich sind wir zu einander geschlichen. Sie hat es freilich wunderlich genug damals anfangen müssen. Ja! Sun is b Einen Kuß habe ich Dir gestohlen- so war's. Sie duldet seine Liebkosung und schiebt ihn dann plötzlich wieder von sich.is Deern! protestirt, er. An Eines sollst Du denken - An viel, lacht er, keck geworden. Geerteerd Hay bin ich getauft. Geerteerd Toben lautet besser. Sie schließt die Augen, wie vor einem blendenden Strahl. Wenn ich wieder an Bord gehe, fährt Jo fort, bin ich kein lediger Mann mehu Habe eine Wette gethan. Sie hat eine feierliche Miene. Jo! all' die Zeit habe ich an Dich gedacht. Glaub's! Sie ist so sanft, daß er's Necken wagen kann. Die Andern aber? Laß sie! Der Feuerwächter geht Dir nach! weiter befestigenden, politischen Zuständen in den geraubten Provinzen", wie man das Elsaß- und Deutsche Lothringen noch heute in Frankreich mit Vorliebe bezeichnet, zu überzeugen. Das Aufhören des Ausnahmezustandes im jezigen deutschen Reichslande sollte wenigstens von den Franzosen als das genommen werden, was diese Maßregel in der That aud, bedeutet, als ein äußerliches Zeichen dessen, daß die elsaß- lothringische Bevölkerung nicht nur Kraft des Eroberungsrechtes, sondern jetzt auch in Folge des freien Willens mindestens ihrer gewaltigen Mehrheit nach dem deutschen Reiche angehört. Es wird darum auch den Revanchepolitikern jenseits der Vogesen gewiß immer schwerer fallen, der breiten Masse ihrer Landsleute vorzureden, daß die Elsaß- Lothringer nach wie vor nichts sehnlicher wünschen, als die Wiedervereinigung ihres schönen Landes mit Frankreich und daß sie lieber heute als morgen das Joch der verhaßten„ Prussiens" abschütteln möchten. In unterrichteten Kreisen des französischen Volkes dürfte man es wohl auch längst wissen, daß sich die Elsaß- Lothringer allmählich in die neuen Verhältnisse gefunden und sich mit der deutschen Herrschaft ausgeföhnt haben, und daß das verbissene protestlerische Geschlecht in der heutigen deutschen Grenzmark des Westens im entschiedenen Absterben begriffen ist. Die reichsländische Bevölkerung weiß eben recht gut den wirtschaftlichen wie kulturellen Aufschwung zu würdigen, den ihr Land seit seiner Wiederangliederung an das alte Mutterland unzweifelhaft genommen hat, wie sie auch die Machtstellung und das Ansehen Deutschlands im Nate der Völker Europas vollauf zu schäzen versteht. Dem gegenüber vermögen alle Rückerinnerungen an die fast 200 jährige Zugehörigkeit Elsaß- Lothringens zu Frankreich nicht mehr aufzufommen, und sie müssen um so weiter verblassen, je stabiler in jeder Beziehung die Verhältnisse in Elsaß- Lothringen werden. Wenn erst Elsaß- Lothringen einen eigenen Vertreter im Bundesrate und hiermit Sig und Stimme in dieser hochmögenden Körperschaft erhalten wird, dann dürfte man es vielleicht selbst in Frankreich nicht mehr wagen, von einer„ elsässischen Frage" zu reden. * Kleine politische Nachrichten. Berlin, 11. Juni. Der Kronprinz wird zu der am 29. Juni stattfindenden Enthüllung des Kaiser Friedrich- Denkmals nach Lehnin kommen. Die Leute sagen es und es ist wahr. Jo, die Wege sind frei. Und Edo Finnink? Ist nicht Platz genug vor dem Hause? Scharf bist Du, Geerteerd, bewundert er sie und sie lacht harmlos und glücklich auf. Habe allerlei mitgebracht, erzählt er dann. Sie schüttelt den Kopf was braucht sie mehr als ihn. Komm, sagt sie. Er weiß, daß Reick wartet, aber wo sie nicht nah' ist, hat er selbständige Regungen und satt genug, denkt er, küßt man sich nicht leicht an Geerteerd's Lippen. Sie aber löst sich sanft aus seinen Armen. Ist Dir der Wind zu rauh? fragt er. Nein aber morgen ist noch ein Tag. Das Wort ist wahr! Und morgen mußt Du zu Maniel Hay gehn! Das thu ich! Richt ein Gedanke an seine alte Mutter kommt ihm jetzt. Rath', was mir einfällt, sagt er nach einer Pause. Sie macht ein Zeichen, daß sie's nicht kann. Der Pastor kommt herüber, fährt er fort und hält dann wieder inne. Clas Krosen will seine Zwillinge taufen- setzt sie hinzu. Da soll er uns zusammen geben. Sie sagt nichts, sie blickt mit seligem Lächeln den Abendhimmel an. Sie gehen neben einander bis hart an die ersten Häuser, dann hebt Geerteerd beide Arme in die Höhe und wirft sich an dem Burschen seine Brust. Wenn Du nicht wiederkamst, Jo Meer gegangen. - - ich wäre auch in's Er füßt ihre heißen Lippen und dann sagt er: Meerie Möllers mag Edo Finnink nehmen, das giebt auch ein Paar. Was geht's Dich an, was sie thut! ruft Geerteerd. Berlin. Eine Meldung aus St. Thomas besagt, die deutschen Kreuzer Falke" und" Gazelle" erhielten eilige Segelordre nach Laguyra( Venezuela). * Berlin, 11. Juni. In zwei dicht an einander anschließenden Plenarsizungen will der Reichstag heute den gegenwärtigen Abschnitt seiner Tagung abschließen. Die Gesamt- Abstimmungen über die ZuckerConvention, die Novelle zum Zuckersteuer- Gesetz und das Branntweinsteuer- Gesez werden in die zweite Plenarsizung verlegt werden, so zwar daß die Abstimmung über die Branntweinsteuer- Novelle zwischen die andern Abstimmungen geschoben werden soll. Die Vertagung des Reichstages soll bis Ende Oktober oder Anfang November ausgesprochen werden. Berlin, 10. Juni. Die Zolltariffommission des Reichstages beriet Pos. 361 und 363 Brennstoff, Schießpulver. Auf Antrag Gothein sollen die bisherigen Bollsäge beibehalten werden, nämlich Schießbaumwolle und Collodiumwolle Mt. 3, Schießpulver, Sprengpulber und andere Sprengmittel frei, dieselben in Hülsen oder Kapseln Mt. 3. Minister von Thielen will zurüdtreten. Aus zuberlässiger Quelle geht der„ National- Zeitung" die Mitteilung zu, daß der Minister der öffentlichen Arbeiten von Thielen entschlossen sei, unmittelbar nach der Beendigung der Landtags- Session in den Ruhestand zu treten. Unter Vorbehalt berichtet dasselbe Blatt weiter, daß dem Kaiser ein Antrag des Staatsministeriums zur Entscheidung vorliege, wonach die Wasserbau- Verwaltung von dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten getrennt und dem Landwirtschafts- Ministerium übertragen werden soll. - Der Kronprinz von Siam, der noch immer in Deutschland weilt, ist in Essen zu einer Besichtigung der Krupp'schen Etablissements eingetroffen.- Hoffent lich hat der südländische Gast auch Bestellungen mitgebracht, die Eisenindustrie kann es jetzt bei dem geschäftlichen Stillstand ganz schön gebrauchen. München, 11. Juni. Aus Rom wird depeschirt: Im Vatikan wird ein neuer Kandidat für die Münchener Nuntiatur bezeichnet, nämlich Monsignore Averardi, der bereits Auditeur der Nuntiatur in Madrid und Paris war und als tüchtiger Diplomat gilt. Ein herrliches Wort hat Prinz Ludwig von Bayern auf der Wanderversammlung der bayerischen Landwirte in Kaiserslautern gesprochen:" Auf schlechte Tage kommen gute. Ein Volt, es mag ihm noch so schlecht gehen, wenn es nur sittlich tüchtig ist, ist Wahr ist das! lacht er. Dann stehen sie noch eine Weile Hand in Hand und schauen einander in die glücklichen Gesichter. Endlich warnt das Mädchen: fing Braucht uns heute keiner zusammen zu sehen. Aber morgen! ist sein letztes Wort, dann trennen sie sich. Morgen, sagt Geerteerd noch einmal vor sich hin, als sie im Halbdunkel das Gärtchen durchschreitet, und blickt zurück nach dem nächsten Hause, aus welchem ein helles Licht schimmert. Bei dem hat Reick wohl schon lange auf ihren Sohn gewartet. Wenn sie wüßte, wo er gewesen ist. Morgen wird und muß sie es wissen. Gönne es ihr! murmelt das Mädchen zwischen den Zähnen. Ja, mit all der Feindschaft, die sie von Kind auf aus Blick, Geberde und hie und da aus einem Wort der Reick vernommen, ist es nun doch dahin gekommen, daß Jo Toben sich Geerteerd Hay zum Weibe holt. Maniel hat seinen Platz draußen verlassen; unter dem Kessel im Hausflur will das Feuer erlöschen, sie schürt's, und hört, ehe sie noch damit zu Ende ist, des Vaters rufende Stimme: Leuchte an Bord! THX Sie zündet die kleine Lampe an und blickt erstaunt auf, also sie, in das Gemach tretend, den alten Seemann nicht wie sonst allein darin findet- Edo Finnink steht breitspurig neben ihm und hilft ihm, den Raum mit Pfeifenrauch anzufüllen. Eine dichte, blaugraue Wolke umhüllt die Männer und die wunderlichen Porzellanfiguren sehen durch denselben nur noch gespenstischer von den Wänden herab. Wo bist Du herumgekreuzt? fragt der Alte, der die Dunkelheit nicht leiden kann, mit barschem Ton. In gutem Fahrwasser, antwortet sie gelassen. Edo Finnink weiß noch ein entschuldigendes Wort dazu: Sonntag haben die Frauensleute am meisten zu sagen. Mannesleute gehen auch zu einander, giebt sie zurück, des ungewohnten Besuchs halber. ( Fortsetzung folgt.) 131. Scheifische Familienzeitung. Steht auf, dicker Narr, nehmt das Verdeck von dem Wagen und schafft alles beraus." erhob sich mürrisch mit Flint zeigend, aber mit der Büchie. " Ben, bewacht dieten Herrn", fuhr der einem lesten böjen Blick auf Edmonstone. Der Mann Namens Bound werde ich selbit ſehen Nach dem jüngeren Dieb fort, auf bingen fant Sette Sundown dheit geben, und ebe er sich wandte, um nach miche die Miaste gelüftet hätte, mehr Bewunderung als wenn daneben und jah ihm zu. Did würde in seinem Blid, au das äußere agenrad gefesselt. Körper. Gr war so feft, wie nur ein rachfiichtiger Schurte Zu fünf Minuten ſtodte das Blut überall in Edmonstones az 131 Sverhessische Familienzeitung Der deutsche Kaiser, besonders großes Interesses für nordische Holzhäuser In der jüngsten Zeit ist in Deutschland ein Dir Initiative ergriffen, der schon für so ( Mit Bilb.) Von Architekt Olof Boecker, Berlin. Transportable Holzhäuser Frmacht. Die mängußenwände werden gefirnißt. Die Innen Sie find bekannten Bauten fich einen Weltruf verschafft haben. oft unter Wunder, daß diese hier in Deutschland Es ist te werden meistens lasurfarbig angestrichen. bestehen bie nicht selten aus schönen Holztäfelungen Gesamtnamen Schwedische Häuser" nicht auch außerorben rund für den Aufenthalt und praktische Wohnungen, sondern กา sinigs nicht verloren, und ebenso fann ein Volk noch so mächtig sein und die ganze Welt beherrschen, so ist es doch nicht bestimmt, immer oben zu bleiben, außer es bleibt fittlich tüchtig. Völker, die scheinbar unüberwindlich waren, sind zu Grunde gegangen, zum Schluß wohl durch ein anderes Volf, aber unsprünglich durch ihre eigene sittliche Verderbniß." Das ist eine Warnung, die Hoch und Niedrig beherzigen sollte. Halle. Die Bibliothek der in Halle weilenden Studenten und Studentinnen russischer Nationalität wurde in der Privatwohnung eines Studierenden beschlagnahmt. o. Das Befinden des sächsischen Königs ist leider immer not recht bedenklich, doch scheint Hoffnung vorhanden zu sein, daß der hohe Patient die Krankheit übersteht. Wir verzeichnen heute die folgenden Meldungen: Am Donnerstag empfing der König die heiligen Sterbesakramente, ihm selbst zur großen Beruhigung. Das Telegraphenpersonal im Schlosse Sibyllenort mußte verstärkt werden, um die zahlreich ein- und ausgehenden Telegramme zu bewältigen. * Dresden, 11. Juni. Nach Mitteilungen aus dem hiesigen föniglichen Schloß hat sich im Befinden des König Albert gestern nichts geändert. Kaiser Wilhelm wird in den nächsten Tagen in Sibyllenort erwartet. dig Dresden, 10. Juni. Nach einem beim Hofmarschallamt aus Sibyllenort eingegangenen Bericht empfing der König in den letzten Tagen wiederholt den präsumtiven Thronfolger Prinz Georg, der dann jedesmal längere Zeit im Gespräch mit seinem Bruder am Stranfenlager verweilte. Heute in früher Morgenstunde ließ sich der König über Regierungsangelegenheiten Vortrag halten und erledigte eine größere Anzahl der ihm am Herzen liegenden Gnadengesuche. Einkommensteuer demnächst ermäßigen, die Eisenbahnen verstaatlichen und das Kultus- Budget abschaffen, ebenso die diplomatische Vertretung beim Vatikan. Es gelangte eine Tagesordnung zur Annahme, worin der Wunsch ausgedrückt wird, daß die Pariser lichung der Bevölkerung durch ein Referendum über die Verwelt lichung der Pariser Hospitäler angefragt werden möge. Weiter wird aus Dresden berichtet, daß das versammelte Staatsministerium heute infolge der Besser ung im Befinden des Königs außer Permanenz getreten ist. Konstantinopel, 10. Juni. Der Sultan sandte gestern au den König von Sachsen ein Telegramm, in dem er sein Bedauern über die Erkrankung des Königs und Wünsche für baldige Genesung ausdrückt. König Albert dankte dem Sultan telegraphisch und erklärte, daß er sich besser besinde. redung mit Combes. Auf eine Bemerkung des * Paris.„ Matin" veröffentlichte heute eine UnterBerichterstatters, wonach der sozialistische Deputierte Jaures geäußert habe, das neue Kabinett fönne ganz gut vier Jahre dauern, habe Combes erwidert:" Sie erschrecken mich, ich soll vier Jahre Ministerpräsident bleiben, ich, dessen letzte Worte zu Waldeck- Rousseau waren:" Sie ziehen sich zurück, weil Sie müde sind. Sobald Sie sich ausgeruht haben, vergessen Sie ja nicht, mir ein Zeichen zu geben". Combes fuhr fort: Ich werde aber gewiß nichts thun, um in furzem wieder zu gehen. Das wäre Vercat; ich habe ein werde." Programm, das ich mit allem Gifer verteidigen At England.S habe die Zeit noch nicht für gefommen erachtet und ha erst noch die Aeußerungen der Interessenten abwarte wollen. Der Kommissionsvorsch ag einer Kontingentierung von 21 Millionen Doppelzentner für die nächsten fü Jahre sei jedenfalls für die Gesamtheit des deutschen Reich ziemlich belanglos. Finanzo wolle die Tagen vorgeb was wäre wünschen, de werden möcht Leute auch fi beffifche Regie fagen: Trop feft und erw Abg. G Vertrag ein. Abg. W redet, al ordnetenh politit, die be Nachdem noch mehrere Redner der verschiedenen Parteien für und gegen die Vorlage gesprochen, wird in gegen 114 Stimmen bei einer Stimmenthaltung abgelehnt. namentlicher Abstimmung die Kontingentierung init 194 Bei Artikel 2 beantragt die Kommission, die Zucker 1905 ab auf 10 Mart festzusetzen. steuer vom 1. September 1903 ab auf 12, vom 1. Sept. Sag von 14 Mart, die Sozialdemokraten die völlige Auf Abg. Dr. Hermes( Frs. Bp.) beantragt einen festen hebung der Zuckersteuer. Finanzminifter Grinben fei ee zu verlangen, und die Intere Richtung der Abg. Jode Daß der neue ale zum Nachte in ber viertägig Steuer auf 14 Mt. festzuseßen. Preußischer Finanzminister v. Rheinhaben bittet die 20 Millionen Marf bedeuten; da das Reich im Uebrigen Die Herabsetzung auf 12 Mark würde für 1903 einen Einnahmeausfall von für 1903 auf ein Defizit von 70-80 Millionen zu rechnen habe, so würde das ein Defizit von 100 Millionen ergeben. Wie sollen die Bundesstaaten in der Lage sin, einen derfönne unmöglich zur Stärkung des Reichsgedankens beiartigen Ausfall Funch Mariularbeiträge zu decken? Ez tragen werden, wenn die Einzelstaaten exorbitante Beiträge das Reich zu leisten haben. Man möge sich auf Neckarbahn 14 Mart Steuer im In'eresse der Zuderindustrie einigen. * Sofia, 10. Juni. Die türkischen Behörden haben Bayerischer Gesandter Graf Lerchenfeld stimmt den ist unter den Bulgaren sehr groß. in Serres die Flagge und das Wappen des bulgarischen Ausführungen v. Rheinhabens bei und ertlärt die Kommis Handels- Agenten heruntergerissen; die Erregung darüberſionsvorschläge für Bayern für unannehmbar. * Breslau, 10. Juni. Das heute früh 7 Uhr über das Befinden des Königs ausgegebene Bulletin lautet: Der König hat zwar in der vergangenen Nacht mehrere Stunden geschlafen, fühlte sich aber heute Morgen weniger gefräftigt als gestern. Die Herzthätigkeit ist im Allgemeinen befriedigend. Atem- Beschwerden treten nur teilweise auf und gehen rasch vorüber. Die Nahrungs- Aufnahme ist eine vollkommen genügende. Prinz und Prinzessin Friedrich August sind heute abgereist. Der Beichtvater des Königspaares Prälat Maaz ist heute früh hier angefommen. Breslau, 10. Juni. Der König genehmigte heute über hundert Gnadengesuch e. Die abgebrochene Inspektionsreise des Prinzen Georg wird nicht wieder aufgenommen. Desterreich. Wien, 10. Juni. Die der Regierung nahestehenden Blätter dementiren auf das entschiedenste, daß der Ministerpräsident von Szell aus dem Amte scheiden Iverde. London ankündigen, daß sie bei der Krönung 10,000 Die Königin Alexandra licß durch den Bischof von Gedächtnis- Medaillen verleihen will. Dienstmädchen zum Thee empfangen und ihnen KrönungsLeurberg, 10. Juni. Infolge Intervention des Reichsrats Abgeordneten Glombinski wurde der Streit der Studierenden an der technischen Hochschule beigelegt. Frankreich. Bulgarien. Amerika. Das Repräsentantenhaus genehmigte am Montag das Gesetz gegen die Anarchisten mit 175 gegen 38 Stimmen. Ein welche auf die Ermordung fremder Gesandten und Antrag, aus dem Gesetz die Bestimmung zu streichen, Botschafter die Todesstrafe setzt, wurde abgelehnt. Paris, 10. Juni. Der Gemeinderat nahm gestern mnt 36 gegen 19 Stimmen einen Antrag betreffend die Trennung zwischen Staat und Kirche an. Ferner wurde mit 36 gegen 21 Stimmen der Wunsch ausgesprochen, die Regierung möge die progressive 9 Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachbruck verboten.) Deutscher Reichstag. Berlin, 10. Juni. Das Haus versagt dem Rechtsanwalt Dannenberg als nehmianng zur strafrechtlichen Verfolgung der antisemitischen Bevollmächtigten des Aba. Demmig( frs. Bp.) die GeAbg Raab und Liebermann von Sonnenberg wegen Verleumdung. Es folgt die zweite Beratung des Geseßentwurfes wegen Abänderung des Zuckersteuergesezes. an Abg. Richter( frs. Vp.) befürwortet seinen Antrag, im Falle der Annahine des Kontigentierungs Paragraphen ohne Einschränkung allen Fabriken nach Modalitäten des§ 68 ein Kontingent zuzubilligen. Niemand könne leugnen, daß die Kontingentirung eine Liebesgabe an die bestehenden Zuckerfabriken sei. Man liefert die Rübenbauern auf Gnade und Ungnade den Zuckerfabrifen aus, und das nenne man Bauernschutz?( Sehr qut! links.) soll einem neuen Kartell den Weg bahnen. Jeder aufrichtige Die Kontingentirung Freund des Rübenbaues und der Zuckerindustrie muß prinzipiell gegen die Kontingentierung stimmen. Lebhafter Beifall links. Maniel hat grollend die Dämmerung hereinbrechen sehen, sich selbst eine Arbeit zuzumuthen, wenn es auch nur die des Lichtanzündens ist, hält er unter seiner Würde da hat Edo Finnink mit eintreten müssen was der seinerseits wieder als einen Gunstbeweis nimmt und deshalb ganz siegessicher blickt. Geräuschlos geht Geerteerd hin und her, die frugale Abendmahlzeit zu bereiten, den Thee, welchen sie aufträgt, schenkt sie aber in Tassen, die Maniel mit aus China gebracht hat. Der Alte hat ein Spitzglas daneben und eine Flasche Schnaps, dem spricht er öfter zu, als dem weichlichen Getränk. Ohne eine besondere Aufforderung setzt sich Edo mit an den Tisch, so ist's einmal Sitte auf der Insel. Er zeigt einen gesunden Appetit trog seiner Verliebtheit. Geerteerd weiß faum, was sie thut, sie denkt, es ist noch eine Nacht zu überstehen, dann ist morgen da. - Maniel füllt dem Gaste das Glas, legt die Faust wuchtig auf den Tisch, kneift sein Auge zu und wartet, bis der andere getrunken hat. Ein guter Tropfen, he? fragt er dann. Ja, erwidert Edo, ist aber mit seinen Gedanken wo anders und als Geerteerd eben hinausgeht, deutet er auf ihren verlassenen Play. Maniel Hay! Hm! grunzt der Alte. Wenn's gleich abgemacht sein könnte- Hi! Abg Doerksen( Rp.) will trop prinzipieller Bedenken für die Kontingentirung stimmen, weil das Zentrum gedroht habe, die Konvention abzulehnen, wenn die Kontingentirung nicht angenommen werde. Edo thut einen langen Zug aus seiner Pfeife und sagt dann: Warum ich jeden Tag draußen steh', weißt Du! Maniel nickt gravitätisch. Die Geerteerd fann es auch merken! Abg. Schippel( Soz.) verwirft die Kontingentirung, mit der die Kommission in zweiter Lesung überrumpelt worden sei. Und wenn's Euch beiden nicht recht wäre, so konntet Ihr's fagen lange schon. Eh? - Freunde die Erklärung ab, daß sie für die Kontingentirung Abg. Dr. Becker( 3entr.) giebt namens seiner politischen stimmen werden. Auf eine Anregung des Abg. Müller- Fulda sagt Min sterialdirektor von Moellhausen wohlwollende Prüfung der Eisenbahnfrachtfäße für Zucker zu. Schließlich wird der Antrag Hermes mit großer Mehrheit angenommen, desgleichen den Rest des Artikels 2. die Regierung die Kontingentirung. über die sie lange be= Staatssekretär Frhr. v. Thielmann legt dar, weshalb raten habe, nicht in das Gefeß hineingenommen habe. Sie Nun legt sich der alte graue Schiffer an die Lehne seines Stuhles zurück und streckt die Füße von sich. Wegen meiner fannst Du jeden Tag da herein kommen. Dann macht er eine kleine, bedeutungsvolle Pause, zeigt ein breites Lächeln und spricht gewichtig: Geerteerd hat ihren eigenen Sinn! Oho! macht Edo. Ein Antrag auf Aenderung des Ueberzolles wird abgelehnt. Der Rest des Gesetzes wird unverändert an genommen. Bei dieser Gelegenheit erklärt Staatssekretär Frhr. v. Thielman, daß die Regierung das Saccharingejek in der Fassung der Kommission annehmen werde. Und was Weibsleute sind- murmelt der Alte, ohne den Satz zu vollenden. Edo Finnink zeigt Zuversicht, und als das Mädchen jezt hereinkommt und nach einem Strickzeug faßt und sich seitwärts, wo die dunkelste Ecke ist, niederseßt, bläst er die Backen auf und sagt: Hessischer Landtag. Darmstadt, 10. Juni. ( 3weite Rammer.) Debatte mit 31 neue Vertagun Schmidt, Ulri namentlich die S unterfcheidet fid trages gewünscht Abg. v. Brentano giebt namens seiner Partei eine Erihm und seinen Freunden den Vorwurf des frassesten Bartiflärung ab, die sich gegen die„ Offenb. 3tg." richtet, die Wissen ihm unterstellt hätte. Der Abgeordnete fordert, daß fularismus gemacht hatte und Ausführungen wider besseres der Verfasser jenes Artikels hervortrete, und bezeichnete ihn als infamen Lügner. Staatsminister Rothe will noch einmal in entscheidender Stunde das Wort ergreifen, und aus vollster Ueberzeugung auf den Ernst der Lage hinweisen. Er habe auf die Loyalität der Kammer gerechnet, gegenüber einem vor Ihren hatte schon erklärt, daß man Unmögliches von ihm fordere, schon abgeschlossenen Staatsvertrag. Der Finanzminister Der Finanzminister das Staatsministerium als solches hält sich für verwenn man die Revision des 96er Vertrages verlange. Auch pflichtet, zu erklären, daß es nicht in der Lage sei, in Vertrages einzutreten. eine Revision des 96er Vertrages aus Anlaß dieses Ein Haus habe ich nicht mehr, habe es verkauft,- feit mein Vater bei einem ganz elenden Fischfang ertrunken ist, war keiner da, der drin sein konnte. Nach dieser anstrengenden Rede erholt er sich. Maniel trinkt und antwortet: Es giebt andre Häuſer. Dann reibt Edo die Hände. Einen guten Sparpfennig habe ich auch, leer komme ich nicht. Geerteerd's Nadeln klappern leise und die alte Uhr tickt; dann steht der Matrose auf, legt die beiden Hände mit der Pfeife auf den Rücken und guckt auf Maniel herunter. Mehr weiß ich nicht! Nun will ich eine Antwort. Geerteerd! ruft der Alte und schlägt dabei auf den Tisch. Was giebt's? fragt die ruhig. Edo Jinnink will seine Antwort. Sie heftet erstaunt die schwarzen Augen auf die Männer. Hat er mich was gefragt? Abg. Weidner( chriftl.- soz) giebt längere Ausführungen hin gewandt hat, daß er aus Loyalität gegenüber den durch über seine Stellung zu dem Vertrag, die sich schließlich daden 96er Vertag geschaffenen Zuständen für den Vertrag stimmen will. Edo reißt den Mund weit auf und vergißt ihn zu schließen, dann kommt es ihm wie ein lustiger Spaß vor und er lacht. Maniel aber kennt die Manieren Geerteerd's besser, er flucht und tritt mit dem Fuße gegen einen Stuhl, welchen Edo vorher inne gehabt hat. Eine Antwort will er- ob Du ihn nimmst? Pre der Abg. Göschen Zweite Lefu Berigterstatter ei ungen der Rommi Minifter Thi gelungen ist, ihre Schluß des Landta id gelungen ift, ersten Lesung des weſtehen auch jest veder zu beseitigen wandelt, um die V ligen Entwid bat die Regierung offen, dem Ge augustimmen u rückgezogen wurde und statt dessen ein neuer Vertag= Der Präsident teilt mit, daß der Vertagungsantrag zu Regierung zu ersuchen, mit der preußischen Regierung in ungsantrag eingegangen sei, der beantragt, die hessische Revision der Teilungsziffer des 96 er Vertrages. Verhandlungen einzutreten, vor Allem in Bezug auf eine So! macht das Mädchen gedehnt. Auseinandergesezt habe ich Alles, spricht der Freiwerber und geht auf seinen Play. senkt sie den Kopf und nicht troßig wie sonst, fast demüthig ist Ueber Geerteerd's Gesicht fliegt ein rother Schimmer, dann der Ton, in welchem sie erwidert: Nichts für ungut, Edo Finnint. Greit und Anne warten auf einen Mann! Was geht's mich an? ruft der Matrose. Laß sie warten! Nun steht Geerteerd auf und kommt auf ihn zu. reicht ihm die Hand hin. Sei nicht böse auf mich, ich kann Du sollst der sein, spricht sie und versucht ein Lächeln und nicht Ja sagen. So! entgegnet Edo verblüfft und thut einen mächtigen Zug aus seiner Pfeife. Kannst nicht? Maniel aber schlägt auf den Tisch, daß die Gläser mitsammt der Flasche in's Wanten kommen, und schreit: Kannst nicht? Warum nicht? Das Mädchen steht regungslos und furchtlos vor ihm. Wenn Edo nicht fragt, was geht es Dich an? trotzdem er abgewiesen ist. Ja! bestätigt der Matrose, der ihren Scharfsinn bewundert, Mir ist er recht, ruft Maniel, der wie kein Anderer! Sollst Du ihn freien? fragt Geerteerd. Ich meine, er hat mich gewollt? Jetzt macht Maniel den Mund auf, das ist eine Entgegnung, die ihn schlägt, und er kenn nun weiter. nichts darauf erwidern, als: Deern! Ja, sagt Edo wieder. Dann geht Geerteerd hinaus. Die Männer rauchen und trinken und so mag eine halbe Stunde verstreichen, da kommt das erste Wort aus Edos Munde: Ja- so ist das! Und dann schmunzelt Maniel vergnügt: Einen eigenen Sinn hat sie! worauf Edo aufsteht und gute Nacht sagt. ( Fortsetzung folgt.) des Gesetzes auf a Von Redner enten gegen den füffen. More ließlich seine An Maßnahme gegen Giesse Fleischpreise eubmiffion wurde Breife bon unferen HON. 1.12- Mind 132- Schwein Offerten fanden Frankfurt a. M. Des Hammelfleische meius, Mäusburg neut Offerten i gefordert. BrieftaubenFlechtem Wetter auben von Reg en fehr gutes S orgens 6 1hr 1 ere mittags 11 ben haben alfo 55 Min. durch ten bis 1 1hr len folgenden Eels 1, 7, 8, 10 .Mouling Br zum Abend Bieber 3 Stelle BS inzwischen au elleicht unterwe fibern angefom concurrenglo Coronafahrräder Conitige prima den Eingetquichte, gebrau Boh. Fr. Schan Das Beste BY Yo Dr. Graf& Doll Bieter, gefommen erachtet und er Intereffent n abor ag einer Stontingentier ner für die nächsten amtheit des deutschen Mei Redner der verschiede 14 orlage gesprochen, wirb Kontingentierung mit Stimmenthaltung abg le ie Kommission, die Jude 6 auf 12, vom 1. Ge Finanzminister Gnauth: Wenn man einmal zugeben wolle die Berechtigung eines großen Teiles der in diesen Tagen vorgebrachten Klagen gegen die Eisenbahngemeinschaft, wünschen, daß in Zukunft derartige Slagen immer weniger was wäre dann die Folgerung für diejenigen, welche werden möchten? Da wäre zu folgern, daß gerade diese Leute auch für die Regierungsvorlage eintreten, damit die hessische Regierung der preußischen gegenübertreten fönne und fagen: Troß aller Klagen hält Hessen an der Vertragstreue fest und erwartet dasselbe von Preußen. Abg. Euler( nl.) und Abg. Schill( nl.) traten für den Vertrag ein. Abg. Ulrich meint, einige Abgeordnete hätten hier ge= | Gastwirteversammlung. Die gestern auf" Lonys Bierkeller" tagende Versammlung der hiesigen und bieler auswärtiger Gastwirte war sehr gut besucht. gebung der Kohlensäure an die Unternehmer. Der Hauptpunkt der Tagesordnung betraf die VerIn Betracht kamen die Herren Lenz, Schmall und Meyer.. Dem letzteren wurde die Hauptniederlage für Gießen und Umgegend überlassen. * Der Bauersche Gesangverein beschloß gestern Abend, am nächsten Sonntag eine Tour nach Greiffenſtein, Dianaburg u. f. f. zu unternehmen. Die Abfahrt erfolgt morgens 10 Uhr. In Kagenfurt wird ausgestiegen und von hier aus die Tour zu Fuß fortgesetzt. Amusement. .) beantragt einen eredet, als säßen sie im preußischen Abge- Wir wünschen dem tüchtigen Verein recht viel mofraten die völlige u ordnetenhaus. Er wendet sich gegen die Gefühls.Rheinhaben bittet Die Herabsetzung nen Einnahmeausfall politik, die heraufbeschworen worden sei dadurch, daß der Finanzminister die Vertrauensfrage stellte. Aus sachlichen Gründen sei es wichtig, eine Revision des 96er Vertrages zu verlangen, denn schlechter könne er doch nicht werden das Reich im brze und die Interessen des hessischen Landes lägen mehr in der 100 Mionen ergebe Abg. Jödel ergreift als Berichterstatter das Wort. Er verteidigt Die Maina. Gute Strobernte in Aussicht. Gestern brachte der Schreinermeister Tränkner eine Aehre aus dem Neustädterfeld mit heim, deren Halm die respektable Länge von 2,80 Meter aufwies. e. Der Steg, der hinter dem Lenz'schen Felsenkeller Man hat ihn abgebrochen, weil er durch den hochgeworden war. Hochschulnachrichten. Tübingen. Der Besuch der hiesigen Universität 1524 Studierende gegen 1521 im vorigen Sommerbeziffert sich im laufenden Sommersemester einschließlich 271, fatholische Theologie 182, Rechtswissenschaft 370, semester. Von diesen studieren: evangelische Theologie Naturwissenschaft 144. Von den immatrikulierten Medizin 223, Philosophie 146, Staatswissenschaft 160, Studierenden sind 878 Württemberger; dann folgt Preußen mit 393, Sachsen mit 55, Bayern mit 24, Hamburg mit 15, Baden mit 13 2c. Göttingen. Der Senat der Universität hat jüngst die Immatrikulation von Frauen einstimmig abgelehnt. Dem Sanskriforscher Professor Franz Kielhorn, ist von der Universität Orford die Würde eines Doctor of letters verliehen worden. Freiburg i. Br. hat Herrn Geh. Kirchenrat Prof. Dr. phil. Die rechts und staatswissenschaftliche Fakultät in et theol. Haud zu Leipzig zum Doktor beider Rechte ernannt. An der Universität Leipzig sind z. 8t. 3608 Studenten eingeschrieben. Davon entfallen auf die theolo gische Fakultät 247, auf die medizinische Fakultät 534( incl. 34 Studierende der Zahnheilkunde), auf die juristische Fakultät 1139 und auf die philosophische Fakultät 1688. die Erlaubnis zum Besuch der akademischen Vorlesungen Außerdem haben noch 492 Personen( darunter 53 Damen) -80 Millionen zu red Richtung der Ablehnung, als der Annahme des Antrages die Wieseck überbrückt, ist seit einigen Tagen verschwunden. er Lage fin, einen den Daß der neue Vertrag seinem Inhalte nach irgend wie sich wasserfreien Steg nach der Hammstraße zu überflüssig beiträge zu decken? Gal zum Nachteil des hessischen Landes erwise, sei nirgends des Reichsgedankens be in der viertägigen Debatte erwiesen worden. aten exorbitante Beitrag mit großer Lebhaftigkeit die Vorlage. Man möge sich auf Neckarbahn Vorlage wurde darauf nach längerer Zuckerindustrie einigen. Debatte mit 31 gegen 17 Stimmen angenommen. Der Lerchenfeld stimmt den neue Vertagungsantrag trug die Unterschrift der Abg. vereins statt, die sehr stark besucht war. Zum erhalten, sodaß die Gesamtsumme aller Hörer 4100 beträgt. und erklärt die Kommis Schmidt, Ulrich und Bähr. nehmbar. Dieser Vertagungsantrag unterscheidet dadurch, daß in wohlwollende Prüfung trages gewünscht wird. 11. Schließlich wird de Jeit angenommen, des: es Ueberzolles wird ab wird unverändert alt: t erklärt Staatssekretär ung das Saccharingefe ehmen werde. mer.) Aus Hessen und Nachbargebieten. n. Wezlar, 10. Juni. In der„ Alten Post" fand gestern Abend eine Versammlung des HandwerkerGewerbeausstellung der Zeitungsgifter des 183 Gen im Benugung der auf Anregung des Minstellung unter Preussischer Landtag. Berlin, 10. Juni. Zweite Lesung der Lex Adickes. Berichterstatter ist der Abg. Göschen. Bei§ 1( 8wedbestimmungen) giebt der Berichterstatter eine Uebersicht über die gesamten Aenderungen der Kommission. Minister Thielen begrüßt es, daß es der Kommission gelungen ist, ihre schwierige Aufgabe noch rechtzeitig vor Schluß des Landtags zu vollenden und daß es ihr namentmdtag. Darmstadt, 10. Juni. lich gelungen ist, die Bedenken, die dem Entwurf in der seiner Partei eine ersten Lesung des Gesezes entgegengestellt worden sind, entenb. 8tg." richtet, die weder zu beseitigen, oder abzuschwächen. Solche Bedenken urf des trasfesten Bart bestehen auch jetzt noch, aber da es sich um einen Versuch hrungen wider beffere hanbelt, um die Mißstände zu beseitigen, welche der bauAbgeordnete fordert, daßlichen Entwicklung Frankfurts entgegenstehen, so bat die Regierung ihre Bedenken fallen lassen und beschlossen, dem Gefeßentwurf in der vorliegenden Fassung einmal in entscheidender stimmen und auch auf die Befugnis zur Ausdehnung ete, und bezeichnete ihn 8 vollster Ueberzeugung Er habe auf die n. nüber einem vor Ihr Der Finanzminister iches von ihm forder rtrages verlange. Auch Iches hält sich für ver in der Lage sei, in ges aus Anlaß diefes längere Ausführungen die sich schließlich da t gegenüber den durch en für den Vertrag Vertagungsantrag neuer Vertag beantragt, die heffi ußischen Regierung 96 er Vertrages. Zweck gesammelten Beihilfen, wurden vier Bewohner unserer Stadt vorgeschlagen, von denen zwei der Befleidungs- und zwei der Bau- Industrie angehören. * Darmstadt, 10. Juni. Der Großherzog von Hessen wird sich auf Einladung des englischen Königs nach London begeben. voraussichtlich am 21. d. M. zur Krönungsfeier * geschäfts D. Oppenheimer- Heil hatte wiederholt Frankfurt. Der Inhaber des Herrenkonfektionsin wenigen Tagen ausziehen müssen, und daß er des annoncirt, daß er in wenigen Wochen, dann, daß er unterstelle. Später inserirte er, die Not zwinge ihn, halb sein Riesenlager einem Total- Ausverkauf da stündlich der Befehl zum Auszug fommen könne, ſetzte er den Ausverkauf fünf Monate fort. die Preise nochmals zu reduziren. Auf diese Weise Der Verein der Detaillisten von Frankfurt a. M. hatte, da seine Warnungen unbeachtet blieben, Klage erhoben, die am Samstag zur Verhandlung stand. Der Angefagte behauptete, seine Annoncen hätten der Wahrheit entsprochen, doch fiel die Zeugenvernehmung gegen ihn aus, so daß er es vorzog, dem Urteil durch einen des Gesetzes auf andere Gemeinden verzichtet. Vergleich vorzubeugen Nach dem zu Protokoll ge= Von Rednern der Rechten wurden mannigfache Be- gebenen Vergleich wird der Vertreter des klagenden ließlich seine Annahme in wesentlichen nach Rommissions öffentlichen, der Beklagte erkläre, daß die von ihm gedenten gegen den Entwurf geltend gemacht, doch erfolgte Vereins, Rechtsanwalt Dr. Scheele, ermächtigt, zu verMaßnahme gegen den Alkoholmißbrauch. Morgen: Antrag des Grafen Douglas betr. brauchten Ausdrücke unwahr seien und er sich dadurch des unlauteren Wettbewerbh schuldig gemacht habe. Die Gerichtskosten, die Anwaltskosten der Kläger und die Kosten der Veröffentlichung fallen dem Angeklagten zur Last. Beschliffen. Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, 11. Juni. i. Fleischpreise für unsere Garnison. Bei der letzten Submiſſion wurden der Garnisonsverwaltung folgende Breise von unseren Mezgern abverlangt: Hammelfleisch Ochsenfleisch Mt. D. 1.12 Rindfleisch Mr. 1,10 1,32 Schweinefleisch Mt. 1,35 pro Kilo. Die Cfferten fanden aber seitens der Kommandantur Frankfurt a. M. feine Annahme, mit Ausnahme der bes Hammelfleisches, welche an Meggermeister Malfomejius, Mäusburg übertragen wurde. Für heute sind in Bezug auf eine befferten über die anderen Fleiſcharten ein* Brieftauben- Klub. Das am Sonntag bei sehr ihlechtem Wetter stattgefundene Preisfliegen der auben von Regensburg nach hier hat immer noch haben auf der Mannheimer Landwirtschaftlichen Ausstellung Alzey, 9. Juni. Die heinhessischen Pferdeaussteller bei schärfſter Konkurrenz einen geradezu glänzenden Erfolg erzielt. Das Rheinhessische Stutbuch" hat auf 12 in der Ausstellung zur Konkurrenz tommende Pferde 9 Preise erzielen können. der Neustadt am Samstag Abend in ihrer Kammer zu Bette ü Mainz, 9. Juni. Als sich ein Dienstmädchen in begeben hatte, war es ihr, als höre sie ganz in der Nähe eine Taschenuhr ticken. Mit angehaltenem Atem lauschte sie nun und wurde inne, daß sich das Urgetice unter jedoch der Situation klar. Mit den Worten:„ Ach Gott, ihrem Bet: e befinde. Sofort war sich das resolute Mädchen jetzt habe ich das Wichtigste ja vergessen", sprang sie nach kurzem Besinnen aus dem Bette und zur Thür hinaus, die Herrschaft, deren Sohn sich sofort, mit einem Revolver be" wricht der Freiwerber und sehr gutes Reſultat ergeben. In Regensburg sie hinter sich abschloß Dann benachrichtigte sie ihre gens 6 Uhr 10 Min. aufgelassen, sind die ersten rother = sonst, fast demüthig ist eben haben also die lange Strecke in 6 Stunden eit und Anne warten auf paten bis 1 1hr 33 Min. alle vergriffen. Dieselben 55 Min. durchflogen. Die 12 ausgesetzten Preise en folgenden Brieftaubenzüchtern zu. G. Forbach 351, 7, 8, 10 und 12; J. Schlick Preis 2, 3, 6 und Ronling Preis 4 und 5 und J. Hecker Preis 11. ME zum Abend waren 40 Tauben hier in Gießen ieder zur Stelle; der Rest, die sog.„ Nachzügler" inzwischen auch mit Ausnahme weniger, welche ielleicht unterwegs Malheur gehabt haben, bei den Bern angefommen. atrose. Laß sie warten! t auf ihn zu. versucht ein Lächeln und öfe auf mich, ich taun ut einen mächtigen Zug daß die Gläser mitn, und schreit: Kannst furchtlos vor ihm. Dich an? Scharfsinn bewundert, vie fein Anderer! erd. Ich meine, er hat as ift eine Entgegnung, iter. nichts darauf erSeerteerd hinaus. nd so mag eine halbe Bort aus Edos Munde: gt: Edo aufsteht und gute Gortfepung folgt) and concurrenzlose Coronafahrräder Rennerfolge ausgezeichnete and Dürkopp's Diana billigst. Sonstige prima deutsche Marken schon á Mt. 115 u. 130-. 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Bu vermieten: Möbliertes Zimmer zu verm. 1106 Löwengasse 10 Ein möbliertes Zimmer sofort zu vermieten. 1098 Nordanlage 13, 3. Stock. Möbl. Zimmer zu vermieten. Neueste Nachrichten. Paris, 11. Juni. Die Morgenblätter fommentieren die gestrigen ministeriellen Erklärungen in der Kammer. Tas Programm Combes' sei ein solches der republifanischen Angriffe. größere Präcision der Ausdrücke gewünscht. Er findet, " Petite Republique" hätte eine daß die Erklärung nicht genügeud klar gewesen sei. Brüssel, 11. Juni. Die Königin ist herzleidend. stellt, daß dasselbe in ein solches Stadium getreten ist, In dem gestrigen Confilium der Aerzte wurde festgedaß es zu ernsten Besorgnissen Anlaß gebe. * * New- York, 11. Juni. Ein Cyklon von 2 Meilen Loke- Park im Staate Minnesota niedergegangen. Eine Länge und 2 Meilen Breite ist in der Umgebung von Stirche und 9 Farmen wurden vollständig zerstört. 10 Personen sind umgekommen. öffentlichen ein amtliches Communiqué, wonach die süd** London, 11. Juni. Die heutigen Blätter ver afrikanische Armee während der Jahre 1902 und 1903 noch 30 Millionen Pfund Sterling fosten werde. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. apal Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, jeglicher Art, Dienstboten und Lehrzwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern lingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. 3 bis 6 geöffnet. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von Angebot der Arbeitnehmer: 2 Installateure, 1 Spengler, 1 Glaser, 6 Schlosser. 3 Heizer, 2 Schuhmacher, 1 Schreiner, 3 Hausdiener, 2 Taglöhner, 1 Fuhrknecht, 2 Lauffrauen, 3 Dienstmädchen, 2 Büreaugehülfen. Lehrlinge: 1 Friseur. Nachfrane der Arbeitgeber: SMUSИ. 2 Spengler, 2 Lackierer oder Vergolder, 1 Küfer, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher, 3 Schreinergesellen, 1 Hausbursche, 2 Taglöhner, 3 Lauffrauen, 1 Taglöhnerin. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Friseur, 1 Schlosser. Schloffer. 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