Nr. 131. Erstes Blatt. Dienstag, den 10. Juni 1902. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg., sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3022. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Kleine politische Nachrichten. Minister krisis in Preußen. Die Erklärung des preußischen Ministerpräsidenten im Landtage bezüglich der Zollfrage steht in vollem Einverständnis mit sämtlichen preußischen Ministern, Zwischen dem Grafen Bülow und Herrn v. Podbielski existiert also keinerlei Meinungsverschiedenheiten in der Bollfrage, mithin fann von einer partiellen Minister frisis keine Rede sein. Die Königin Wilhelmine von Holland trifft heute Dienstag Nachmittag auf der Station Balduinstein ein und wird sich von dort aus nach Schloß Schaumburg begeben. Der Stuttgarter Straßenbahnstreit hat die endgültige Aussperrung bon 101 Ausständigen durch die Direktion zur Folge. Die anderen sind wieder in den Betrieb eingestellt worden. Die Regierung hat an die zweite Kammer eine Vorlage gelangen lassen betr. die Aversionirung bes Portos. Zum Befinden des sächsischen Königs, dessen Bild der Leser beistehend findet, liegen folgende Meldungen vor: Meinst Du? König von Sachsen. FW Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachdrud verboten.) Meerie kann ihre Freude schlecht verbergen, sie sagt halblaut: - Die Reick hat gewartet- Tag um Tag Sonst Keiner? fragt Jo Toben in demselben Tone, wie er am Morgen zu Geerteerd gesprochen hat. Alle wohl! fällt Greit ein, die als besonders redefertig gilt. Da schlägt die Schwarze eine helle Lache auf. Greit, von mir aus warte erst, bis ich Dir Auftrag gebe, daß Du für mich sprichst! Dann wendet sie sich und geht raschen Schrittes dem westlichen Thurm zu. Die Mädchen sehen einander an. Ahoi! fällt Jo Toben ein, mit der ist kein Spaßen. Segel auf und davon. Dir gilt's! antwortet Anne und Meerie Möllers blaue Augen suchen die des Burschen und sie sagt zaghaft: Sie ist besonders! - Da nickt der Matrose eifrig und während dem Mädchen, das seinen freundlichen Ausdruck auf ihre Art deutet, wieder die Röthe kommt, jetzt er hinzu: Da hast Du Recht, von Euch kann teine ihr nachthun das war schon immer so. Scht nur, wie das dahin segelt, dahin schießt, wie eine Möwe. Greit meint: Habe gedacht, ihr ständet gut zusammen. Darauf giebt der Heimgekommene feine Antwort, er sicht Geerteerzch, wie sie rasch ausschreitet, es ist ein Anämpfen gegen den scharfen Wind, welcher ihr die Gewänder eng an die Glieder preßt und ihre ebenmäßigen Glieder zeigt. Dann stößt er einen leisen Möwenschrei aus und eilt geradeswegs wieder den Dünen zu. Sie sind nun alle am Strande versprengt. Der fremdländische Leuchtthurmwächter ist ostwärts geschritten, Edo Finnint and Clas Duwe rauchen ihre Pfeifen auf einer kleinen Sand Sibyllenort, 9. Juni. Das Befinden des Königs| Königin weilt während des Tages am Krankenbette ihres Gatten. Für bedenklich gilt, daß der König trop leidlicher Nachtruhe auch während des Tages häufig in Schlaf verfällt. ist noch dasselbe wie Jam Samstag. Trotzdem geben sich die Aerzte nicht allzugroßen Hoffnungen hin, da der kleinste Zwischenfall sofort eine Katastrophe herbeiführen kann. Es handelt sich um Herzschwäche, die im Verein mit dem als unheilbar diagnostizierten Blasenleiden den Krankheitszustand des greisen Königs verursachen. Prinz Friedrich August der zukünftige König ( s. nebenstehendes Bild) und Gemahlin haben ihre Ab200 Prinz Friedrich Augnst von Sachsen. reise deswegen hinausgeschoben, weil während der heutigen Nacht der König eine Zeit lang besinnungslos wurde. Der Zustand besserte sich jedoch bald. Der König schläft den größten Teil des Tages, während die Nacht ihm wenig Ruhe läßt. Heute früh erledigte er eine Reihe Regierungsgeschäfte. In der nächsten Umgebung des Königs hegt man nach den neueren Beobachtungen die Hoffnung, daß der hohe Kranke die Atemnot und Herzschwäche überwinden werde. Der König ist sich der Schwere seiner Erkrank ung wohl bewußt. Gleichwohl nimmt er regen Anteil an den Ereignissen in seinem Lande. Die Lage ist immerhin noch sehr ernst. * Berlin, 10. Juni. Das Schwächegefühl des hohen Patienten ist nach wie vor sehr groß. Die insel, weiche das zurückweichende Meer um sie her gebildet hat. Die drei Mädchen stehen, wo Jo Toben, um dessenwillen Meerie Möllers an den Strand gekommen ist, sie verlassen hat, und gucken einander an. Dente, aus Euch wird ein Paar, sagi Anne. Zartes Minnewerben und Stücksichten sind die Inselschönen nicht gewöhnt. Sie sehen sie auch nicht von den heimkehrenden Männern gegen ihre Weiber. Die wollen in der kurzen Zeit, wo sie mit den Ihrigen leben, nicht viel mehr, als mit der Pfeife am Herde sisen oder Tabak kauend am Strande liegen. Ernst und schweigsam sind sie alle. Meerie hat aber eine Empfindung, als müsse ein Werbender sich noch anders gebahren. Sie blickt auf ihre Füße, die, obwohl sie kleiner von Gestalt ist, doch nicht die Zierlichkeit der Geerteerd's haben. Seick denkt dran, flüstert sie etwas verschämt. Dann macht's bald aus zum November kommt der Pastor, um Hinrich Kersens Zwillinge zu taufen- kann Euch auch zusammen geben. O! sagt Meerie halblaut, die beiden Gefährtinnen denken nicht darüber nach, ob eine Hoffnung und ein Wunsch in dem Laut liegen, oder eine Abwehr. Dann treten die Drei den Heimweg an. Geerteerd ist zornerfüllt vorangeschritten. Es freut ſie, daß sich der Wind heftiger aufgemacht hat und ihre heißen Wangen kühlt und daß aufstäubende Wassertropfen sie negen. Sie hat in den Dünen nicht zum ersten Mal auf dem gleichen Platze auf Jo Toben gewartet. Wenn er ein schlechtes Gedächtniß hat, sie kann noch gut zurückdenken, was vor zwei Jahren gewesen ist. Und nun kommt er und sagt zu Meerie und Greit dasselbe, womit er sie am Morgen begrüßt hat. Sie stößt halblaute Reden aus, die der Wind ihr von den Lippen nimmt sie möchte, der brächte sie gleich zu des Burschen Ohren. Nun ist sie an dem alten, festen Thurm, der schon zwei und ein halbes Jahrhundert dem Meereswüthen getrost hat Italien. Rom, 9. Juni, In dem heute Vormittag abgehaltenen Confiftorium überreichte der Papst den Kardinalen Martinelli, Freiherr v. Strzbinski und Puzina den Kardinalshut. Deutscher Reichstag. ( 189. Sigung vom 9. Juni.) Der Abg. Bayer Donauwörth( Centrum) ist gestorben. Das Andenken desselben wird in der üblichen Weise geehrt. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Lesung des Gefeßentwurfes betr. dieAufhebung des Dittatur- Paragraphen. Die Annahme in dritter Lesung erfolgt ohne jede Debatte. Es folgt die zweite Beratung der 8uder- Borlage ( Convention und Zuckersteuer- Gesez). Die Kommission be= antragt Annahme der Convention, sowie Annahme des Buckersteuer- Gesezes mit der Abänderung, daß die Ver brauchsabgabe statt auf 16, wie die Vorlage es will, auf anfänglich 12 Mt. und vom September 1905 ab auf -10 Mart herabgesetzt werden soll; zweitens soll die Kontingentierung, welche in der Vorlage ganz beseitigt worden ist, wieder hergestellt werden. werben. Die Beratung erstreckt sich zunächst auf die Convention. Abg. Wiemer( freis. Volksp.) lehnt den Vorschlag des Abgeordneten Grafen Karig, welcher die Vorlage noch einmal an eine Rommission zurückgegeben wissen will, ab. Mit der Convention seien seine Freunde einverstanden, nicht aber mit den Zuckersteuer- Beschlüssen der Kommission. Abg. Müller- Fulda( Zentrum) bedauert, daß Deutschland zu den Beratungen der Convention nicht auch Sachverständige nach Brüssel gesandt habe, sondern nur Bureaukraten. Andere Staaten hätten in dieser Beziehung anders gehandelt. Der Ueberzoll müsse in Höhe von 6 Fr. zum allermindesten festgelegt werden nnd werde taum ausreichen, denn es sei unzweifelhaft, daß der Kolonial- Bucker auf dem Wasserwege ganz billig hierher fommen werde.( Lebhafte Rufe: Hört, hört.) Er sei überzeugt, daß ein großer Teil seiner Freunde der Convention die Zustimmung wird versagen müssen, wenn nicht das Zuckersteuer- Gesez so abgefaßt wird, daß die Landwirschaft vor Schaden behütet wird Abg. Bernstein( Soz.) erklärt, seine Freunde stünden grundsäßlich der Convention freundlich gegenüber, aber der Wert der Convention sei durch die Beschlüsse der Kommission - und das letzte Ueberbleibsel des früheren Dorfes ist. Sie geht bis an die Spitze der Dammbefestigung das Meer ist zurückgetreten und setzt sich dort nieder. Da kommt hinter dem viereckigen Unterbau des Thurmes Jo Toben hervor er ist jenseits der Dünen ihr nachgeeilt und früher als sie an der Stätte gewesen, von welcher er weiß, daß es ihr Lieblingsplay. Geerteerd, ruft er, und aus seinen ehrlichen Augen blickt ein freudiger Schein. Sie hat ein Gefühl von Genugthuung, daß er da ist, aber ihm zeigen, daß dem so ist, leidet ihr Stolz nicht. Nur halb wendet sie den dunklen Kopf und spricht kein Wort. Er athmet noch hastig nach dem raschen Laufen. Nun, kannst Du mir's sagen. Er bricht ab nach den Worten, sucht ihren Blick und setzt dann hinzu: Ob es Dir recht ist. Was? entgegnet sie und verschränkt die Arme über der Brust. Daß ich wieder da bin, Geerteerd dann tritt er näher heran und beugt sich nieder. Hier hört es keiner. Sie lacht kurz auf. Reick nicht! Jo denkt gar nicht über den Sinn nach. Warst eilig am Morgen Reick rief nach Dir! Ist eine einsame alte Frau und hat lange gearbeitet. Um Geerteerd's Lippen zuckt es wieder. diesmal fehlt Du bist nicht allein gesund wieder da Keiner. Er beachtet ihren ersten Einwurf nicht. Er sagt zu den letzten Worten: Weil ich der Letzte gewesen bin Keine Antwort; er harrt noch ein Weilchen geduldig, bann sagt er: Ich bin meiner Mutter ihr Einziger! Sie thut, als hasche sie nach einer Möwe, die beinah über ihren dunklen Scheitel gestreift ist, und erwidert: Maniel Hay seine Einzige bin ich. ( Fortsetzung folgt.) Taiche. Dreißig Pfund reiner Gewinn. Ronnten wir mebr erwarten?" tomisch ernsthafte Weise den Kopt. Flint nahm die Pfeife aus dem Munde und schüttelte auf bic: nur ein fleiner Teil diefer bundertdreißig Pfund besteht in „ Die Gründe nun, warum ich so vorwärts bränge, find eines Ladenjiinglings getragen haft, bis Du die Grenze fiir warte, bis Du die Uniform eines Reiters und die Schürze geflovit, ausgelesen, aufgebaut oder Ochsen getrieben hast, Jahre hier draußen gewefen bist, warte. bis Du Steine rechnung gemacht hat. Warte mit dem Heimweh, bis Du zehn jedes krankhafte Gefühl bei iemand, der eine folche Abs Kleines Feuilleton. fommen dadurch hat. Mamens Blank, der ein ziemlich einträgliches Ginihr Handwerk bequemer und weniger gefahrvoll zu das ist die neueste Erfindung, um den Verbrechern nach Memperf * Ein Eisenbahn ustunftsbüreau für Verbrecher, Dies ist die Spezialität eines Engländers Früher floh der Verbrecher sp daß es machen. Nebenbuhler in der Mutter Liebe Der magisce gewandelt wird. ganze Welt der Chefreuden feinen fleinen Schultern trägt. Zauber, durch welchen ein Haus in ein Heim Gin Miniaturatlas, der bon nicht gun Gin Chesorgen auf zurückschicken fann. Natur pünktlich präsentirter Wechsel, welchen man des Lebens. - Gine aufgebrochene Knospe am Baume Förderer der schönsten Eigenschaft her Selbitlosi der zum Andersteuer- Gesetz für die Sozialdemokraten so herabgestimmt worden, daß auch sie es sich noch sehr überlegen würden, ob sie der Convention zustimmten. Seine Partei werde den in der Kommission abgelehnten Antrag auf völligen Wegfall der Verbrauchs- Abgaben wieder einbringen und falls dieser abgelehnt werde, selbstverständlich für die Steuersäße also für die der niedrigst vorgeschlagenen Steuersäße also für die der Kommission stimmen. Abg. Graf Limburg- Stirum( fons.) erklärt, seine Freunde stimmten gegen die Convention. Staatssekretär Graf Posadowsky bittet das Haus dringend, die Convention anzunehmen. Er bittet dringend, alle Anträge abzulehnen, welche die Steuer unter den Satz der Vorlage ermäßigen wollten und höchstens den Antrag anzunehmen, welcher die Verbrauchs- Abgabe auf 14 Mart festseßen wolle. Direktor im Auswärtigen Amt von Köller legt noch ausführlich dar, daß von den deutschen Levollmächtigten auf dec in ernationalen Zuckerkonferenz in Brüssel Alles geschehen sei, was habe geschehen können, um das Interesse Deutschlands und der deutschen Zucker- Industrie zu wahren. Abg. Röside- Kaiserslautern( Bund der Landw.) behauptet, daß mit der Convention das Zucker- Kartel tot gemacht werden soll. Gerade in der Zucker- Industrie sei das Kartell eine Notwendigkeit. Abg. Paasche( natl.) erklärt für sich und den größten Teil seiner Freunde, daß sie für die Convention eintreten würden. Alle dagegen gerichteten Bedenken seien doch nur gegen Kleinigkeiten gerichtet und nicht gegen das große Brinzip. Abg. Gamp( Reichsp.) erfläit ebenfalls, die große Mehrheit seiner Freunde werde für die Convention stimmen. Abg. Hahn( Bund der Landw) stimmt gegen die Convention. Die Lage der deutschen Zucker- Industrie fönnte mit Annahme der Convention nur eine ungünstigere werden. Abg. Barth( freis. Ver.) wendet sich gegen den Vorredner und erklärt, daß seine Freunde für die Convention eintreten würden. Die agrarisch- klerikale Mehrheit dürfe die Convention nicht ablehnen.( Lebhafter Beifall und Unruhe) und zwar im Interesse der Zucker- Industrie selber. Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antis.) ist gegen die Convention. Nunmehr wird der Artikel 1 der Convention mit großer Mehrheit angenommen. Auch der Rest der Convention gelangt zur Annahme. Morgen 11 Uhr Fortsetzung der Beratung der Zucker fteuer- Vorlage. Preussischer Landtag. | Dieselbe lautet: Kameraden, Brüder, Landsleute! Wir danken Euch herzlich für den Heroismus und für die Hinopferung von so Vielem, was Euch teuer und lieb war. Wir danken Euch für den Gehorsam und die treue Pflichterfüllung in Allem, was dem Afrikander volke zur Ehre und zum Ruhme gereicht. Wir raten Euch allen, Euch in den Frieden zu schicken, Euch ruhig und friedfertig zu verhalten und der neuen Regierung Gehorsam und Achtung zu erweisen. Von den Vertretern beider Staaten ist eine Kommission ernannt zur Beschaffung von Geldmitteln u. s. w. für die Witwen und Waisen, deren Gatten und Väter thr Leben ließen im Kampfe für Freiheit und Recht und die in unserer Geschichte ewig fortleben werden. Wir sprechen unser inniges Mitgefühl denen aus, welche trauern, und bitten Gott, daß er ihnen Kraft geben möge, das Kreuz zu tragen. Auch unsern Weibern und Kindern möchten wir unsern Dank aussprechen, die so tapfer Opfer ge= wir unsern Dank aussprechen, die so tapfer Opfer gebracht und bitteres Leid getragen haben, jetzt, da der Friede geschlossen ist, wenn auch nicht ein Friede, wie wir ihn ersehnten. Lasset uns da verharren, wohin Gott uns geführt hat. Mit gutem Gewissen fönnen wir erklären, daß zwei und einhalb Jahre lang das Volf den Kampf in einer Weise führte, wie es die Geschichte bisher faum fannte. Laßt uns nun einander die Hände reichen für einen anderen großen Kampf, der vor uns liegt, für die geistige und soziale Wohlfahrt des Volkes. Lasset uns allen bitteren Gefühlen entsagen, laffet uns vergessen und vergeben, auf daß die tiefen Wunden heilen mögen. Christian De Wet begiebt sich auf seine Farm, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Während des ganzen Krieges sei er nicht ein einziges Malge= troffen worden, auch sei sein Pferd nicht verletzt worden, während sein Adjutant zweimal verwundet und demselben 6 Pferde unter dem Leibe erschossen worden seien. Berlin, 9. Juni. Das Haus nahm heute die Novelle zum Berggesetz in dritter Lesung an. Auf der morgigen Tagesordnung steht die lex Adickes und der Antrag betr. innere Kolonisation. Die Kommission des Abgeordnetenhauses, zur Beratung des Gesezentwurfs, betc. Ausführung des Schlacht vieh und Fleischbeschaugesezes nahm nach längerer Debatte§ 1 an, der die amtliche Untersuchung auf Trichinen für Schweine und Wildschweine vorschreibt,§ 2 bestimmt, daß rohes oder zubereitetes Schweinefleisch beim Uebergange aus anderen Bundesstaaten nach Preußen auf Trichinen untersucht werden muß, sofern es zum Genusse für Menschen bestimmt und noch nicht der amtlichen Trichinenschau unterlegen hat. Ausgenommen soll sein geschmolzenes Fett, Fleisch in luftdicht verschlossenen Büchsen oder ähnlichen Gefäßen, Würste und sonstige Gemenge aus zerkleinertem Fleische, sowie das zum Reiseverbrauch mitgeführte Fleisch." Hier wurde die Ausnahme des Büchsenfleisches und der Bürste gestrichen. Engländer und Buren. Schalk Burger und Botha haben eine Botschaft, datiert vom 31. Mai an alle Offiziere, Beamte und Burghers, die bis zum Tage ihre Pflicht gegenüber dem Lande und Volfe treu erfüllt haben, erlassen. 7] Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachdrud verboten.) Gönnst Du mir nicht, daß ich da bin? fragt er dumpf. Dir schon! Reid nicht. Mädchen! Daß der gutmüthige Bursche erschricht, macht ihr Spaß. Reich nicht, wiederholt sie. Ist Wittwe an die zwanzig Jahr, vertheidigt er. Sind viele jünger um ihre Männer gekommen. Hart ist's aber! ruft der Matrose. ** Rotterdam, 10. Juni. Präsident Krüger ließ die Flagge des Transvaal- Freistaates von der Villa Oranjelust in Utrecht niederholen, erkannte somit äußerlich die englische Souveränität über die südafrikanischen Republiken an. Schalk Burger erklärte einem Vertreter des„ Natal Mercury", daß Präsident Stein für den Frieden gewesen sei und nur wegen seiner Krant heit nicht an der Friedens- Konferenz teilgenommen habe. Sie deutet auf's Meer. Wer einen Schiffer nimmt, muß wissen, was sein fann! - gebäudes am Schiffenbergerweg. 9) Baugesuch des M. Levi;' hier: Geländeabtretung für den Seltersweg. 10) Ausbau des Riegelpfad; hier: Kaufvertrag mit Maurermeister Pfaff. 11) Beschaffung von Fußbodenöl. 12) Straßenunterhaltung; hier: Lieferung von Pflastersteinen. steinen. 13) Reinigung und Heizung der Schulbarade am Hamm. 14) Arbeiten auf dem neuen Friedhof. 15) Erneuerung des Rahmens um die Pritsche der Lastwage am Neustädterthor. 16) Freilegung des Lagerhauses von Bär u. Wettehahn auf der Margaretenhütte. 17) Den Steg über den Oberhessischen Bahnhof. 18) Veranlagung zur Einkommen steuer; hier: Remuneration der Schußmannschaft für die Personenstandsaufnahme. 19) Vertrag zwischen Theaterdirektion Kruse und Wirt Jakob Nol, Stadttheater betr. 20) Voranschlag der Realschule und des Realgymnasiums für 1903/04. 21) Reklamation gegen die Anlage eines Bleichplages hinter der Wiesen. Straße. 22) Lagerplatz für die Sielbaumaterialien. 23) Verpachtung von Lagerplägen auf der Margaretenhütte. 24) Geländeerwerb von August Schlesinger; hier: Mietvertrag betr. die Wirtschaft. 25) Fluchtlinienplan für die Marburgerstraße. 26) Fluchtlinienplan für eine Verbindungsstraße zwischen Frankfurter und Bahnhofstraße. * Brüssel, 9. Juni." Petit bleu" berichtet, der Friede sei nur durch falsche Vorspiegelungen und Verschweigen einer ganzen Reihe von Thatsachen herbeigeführt worden, welche sobald sie den Buren zur Kennt nis fämen, eine Umwälzung unter denselben veranlassen würden. Er nickt, dem Wort läßt sich nicht widersprechen. Wie sie eine kurze Zeit Beide geschwiegen haben, meint er: Jedes Mädchen will wieder einen Schiffer. Präsident Krüger hat es abgelehnt, auf einem englischen Dampfer nach Südafrika zurückzukehren, dagegen das Angebot der Königin Wilhelmine, die Rückfahrt auf einem holländischen Kriegsschiffe anzutreten, angenommen. Sie sieht einem Taschenkrebs zu, der zwischen die Steinrigen eingeklemmt ist, ihm kommt's vor, als habe sie seine letzte Bemerkung gar nicht gehört. Er denkt dann an den weißen Stopf seiner Mutter, mit einem jungen Gesicht hat sie schon immer diesen Greisenschmuck gehabt, und noch einmal macht er einen Versuch, für sie zu sprechen bei dem schwarzhaarigen Mädchen mit den großen, dunfien Augen und den heißen, rothen Lippen. Der Vater ist ihr ertrunken in's Haus gebracht jie hat keinen Andern je genommen. - und Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, 10. Juni. ** Für die fommenden Donnerstag, den 12. Juni Nachmittags 4 Uhr stattfindende Sigung der Stadtverordneten liegt folgende Tagesordnung vor: 1) Mitteilung. 2) Nachlaß der Frau C. Hensel Wwe. Zuwendungen die an dahier; Auf dem Eiland ist an Mannsleuten kein Ueberfluß, sagt Geerteerd. Stadt Gießen. Sadiendorf Bießen; Unterblagun Eaglobner Unterfchlagu Bärtner Ar trugs bon de Karl Friedri aus Prenzla 34 Frieb wegen Betr Das Regierungsblatt, ausgegeben am 7. Juni enthält u. A.: die Bekanntmachung den Gehalt des Rabbiners zu Alzey betreffend und eine Uebersicht der bom Ministerium des Innern für das Etatsjahr 1902/03 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Kommunalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Friedberg. 3) Feldbereinigung rechts der Lahn; hier: Meliorationspläne. 4) Auslosung der zur Rückzahlung kommenden Obligationen der Anlehen vom Jahre 1890 und 1892. 5. Baugesuch der Firma Büttner u. Damm für die Ederstraße; hier: Dist ens. 6. Baugesuch des Albert Rahnefeld für die Schanzenstraße; hier: Dispens. 7) Baugesuch des Otto Schaaf für den Seltersweg. 8) Gesuch der Firma Kaufmann u. Co. dahier um Verlängerung der Frist zur Erbauung eines VorderJo hustet. mit ihr ist nie fertig zu werden, sie hat noch Ueber immer einer Bedanken mehr als andere Menschen. sein braunes" Gesicht steigt eine Röthe, so strengt er sich an und endlich hat er noch eine Gegenrede. 3. Sie hat ein Haus darauf seh'n sie mehr, als nach dem Weibe drin. Der Wind hat Geerteerd eine Flechte losgerissen, nun hat sie erst mit dem Ordnen zu thun. Dann stößt sie einen leisen Möwenschrei aus. Jo ist geärgert und zornig sagt er: Reid ist meine Mutter. Gewiß. Was weißt Du von ihr? Der wunderliche Schein leuchtet aus ihren Augen, als sie aufblickt. Warum hat sie Feindschaft auf mich? u. Tur halle an de General bon über Turnern wa ber Antrag beantragt ben für die Folge Ferner war b der Hand des geftalten, daß M Die am nächsten Sonntage auf unserem Sport plaze stattfindenden großen Radrennen haben in allen Nummern eine solche starke Besetzung gefunden, deß Vorläufe gefahren werden müssen. Es haben die besten deutschen Amateure gemeldet und werden fich darauf hin sehr interessante und heiße Kämpfe ent wideln. Sehr interessant wird sich das Hauptfahren gestalten, da zu diesem Rennen verschiedene Motore als Schrittmacher gemeldet sind, welche für ein sehr scharfes Tempo sorgen werden. Hierzu liegt auch die Meldung des überaus erfolgreichen Rennfahrers Herrn Georg Drescher Mainz bor, welcher in letzter Zeit alles abfertigte, was sich ihm gegenüberstellte. Da derselbe nun zum ersten Male in dieser Saison auf erftKlaffige norddeutsche Fahrer trifft, so ist zu erwarten, daß man hier ein Rennen sieht, wie es wohl noch selten hier der Fall war. Wir kommen auf die Einzelheiten noch zurück, möchten nur noch einmal auf das Festprogramm hinweisen in unserer legten Sonntagsnummer, hauptsächlich auf das sich dem Rennen anschließende große Gartenfest auf der Hardt- Terrasse, welches bei vollständig freiem Eintritt stattfindet, ebenso auf das Frühschoppen- Konzert im Restaurant Royal, dem Clubheim der„ Wanderer" G.-R.-G., zu welchem der Vorstand vom Gau 9 des Deutschen Radfahrer- Bundes seine Mitglieder noch besonders eingeladen hat. Jo ballt beide Fäuste in den Taschen. Feindschaft? stammelt er verwirrt, jetzt ist er rathlos. Der Krebs hat sich herausgearbeitet, sie greift ihn und schleudert ihn hinüber in's Meer. Jezt bist Du stumm, wie ein Bütt, lacht sie schadenfroh und sieht ihm voll in's Gesicht. Nein sagen kannst Du nicht бази. Er weiß sich im größten Sturm mehr Selbsthülse zu leisten, als jetzt diesem Mädchenkopf gegenüber Rath. Und doch ist sie es, die Geerteerd allein, die auf der weiten Fahrt in ferne Länder seine Gedanken beschäftigt hat. Die Fremden, beginnt er nach einer Weile, magst Du jetzt leiden Sie bleibt schweigfam. Saßest in den Dünen und der vom Thurm neben Dir! Nicht eine Entgegnung; geduldig fügt er hinzu: Und Edo Finnink geht nach Dir. Auch das fordert zu keiner Antwort heraus. Immer tiefer ist die Ebbe, allerlei Seegethiere auf dem Sande, dem heimischen Element entzogen. So hülflos ist dem Jo zu Sinn. Da kommt ihm aber plöglich ein Gedanke. Er tritt ganz nahe an das Mädchen hin und sagt: Sonst hast Du mehr gewußt, wenn Du meinethalben in die Dünen gekommen bist.. * Eine Rettungsfamilie. Sehr merkwürdig ist die Thatsache, daß in einer Gießener Familie mehrere trinken gerettet haben. Im Jahre 1886 rettete der Sergeaut Mitglieder sich befinden, die alle schon Menschen vom ErSeine Braut, jebige Freund den Musketier Philippi aus Wagenborn von dem Tode des Ertrinkens in der Lahn. Frau, holte ihre Schwester aus der Lumda fast zur selben Beit. Die Tochter Freunds, eine elfjährige Schülerin, rettete vor 2 Jahren in Lollar ein Mädchen. Und die Schwiegermutter hat vor Kurzem den Sohn des Hüttendirektors in Lollar gerettet. Magst jetzt mit Meerie Möllers gehen. Das ist doch wenigstens eine Erwiderung, dumm ist Jo nicht, daß er nicht fühlt, daß Eifersucht bei und so * Von oberhessischen Behörden werden sted brief Iich verfolgt: Schreinergeselle Ignaz Marbao aus Ems wegen Sachbeschädigung vom Amtsanwalt zu Friedberg; Arbeiter Hermann Richter aus wart teilt. Gagungen b Stimmen ab Abänderunge h. Schli mehr auf T derfelben Mu wie der F Anlage ift Witteldeutfchla Gießen zahlrei lebung mad find diesmal Geerteerd wach ist. Und da kommt ihm der Muth und e beugt sich zu der Sißenden nieder, legt ihr beide Hände auf die Schultern und während ihr Athem ihn streift, sagt er: Die soll ich aber Dich will ich! So aufrichtig ist sein Ton, so innig sein Blick, daß Geer teerd fühlt, er spricht die Wahrheit. Wenn Du lügst! ruft sie aber doch und ihr Gesicht bleib düster. Deern! kommt es entrüstet von seinen Lippen. Da ist sie plötzlich eine Andere und reckt nun auch di Arme in die Höhe und zieht ihn herab und blickt ihm in di Augen. Jo Toben! Geerteerd! Sagit das nicht zum ersten Mal! Er fängt ihre Hand, die sie wie drohend gegen ihn ge hoben hat. Gilt's den Schwur? fragt sie. Deern – was damals gewesen ist, ist heute. Ich bi drum an Land- Wenn Du ligst Geerteerd! Sie legt ihren Kopf gegen seinen Arm. Geglaubt und gewartet habe ich- flüstert sie. Er streicht über das seidenweiche Haar. Hast es ja versprochen gehabt. - Landw einberufene J jährigen Dien bung foll zeig Dienfzeit ** Bom fügung de in Sie schüttelt sich plöglich wie vor einem bösen Gedanken. Die Andern sind hellhaarig und blauäugig und geduldi Anne Nün ihr Schaz hat eine genommen, die reicher war. It meinem Blut ist keine Geduld Was fümmert den Matrosen Anne Rün's Ungetreuer, nu ist er endlich so weit, daß er ihren Kopf gegen seine Brut drücken kann. Wie willenlos läßt sie's geschehen, aber ihre roth Lippen murmeln dabei: Ich bin Maniel Hay sein Kind! ( Fortfegung folgt.) Defterret Bewegung bierten feit ihr So hatte im Tepliz in Ende April 13 bauptstadt wa gelisch geworde insgesamt 1370 evangelijden S Pfarrei. Heb evangelijchen find im Bezir Bilar Göttert, thätig ist, bon 70 Berfonen g feither nicht nicht bekannt * Der regen blüht, gemacht werd Goldregens fta grachta ift, d oder gar teine Aus Fe S. Grint Beidig, der der goldene berzog fein Bi Außerdem gin Herrschaften G V Beglar hausen, welche tellt demnäch men gehört Nauhei fehr, daß fie, garnichts von genießen fönnen der fiblen Witt Gießener, der in Friedber Vormittags 11 Friedberg un eine gemeinid Der neu err Darmstadt t ein Referat geburt, wie lofigteit glei * Weilba Frobfinn", eben am Land Brozeß we hafften Fabn ift. Bei Geleg Bingitfeier Bartet, die a Bon der Geg Fabne abgeno Es entspann blutige Röpfe Folge bat. * Frankfur Beipräches aftsmann bl 34 Boden. G Ticher, Doch b 9) Baugejudy des für den Selters her: Kaufvertrag m affung bon Fußboden Lieferung von Bilaite zung der Schulbara dem neuen Friedho um die Britsche d 16) Freilegung ttebahn auf de eg über den Obe ung zur Einkomme Schußmannschaft f Vertrag zwij irt Jakob No g der Realschule u 04. 21) Reflamati es hinter der Wie Sielbaumateri auf der Marg uit Schlesing tschaft. 25) Flu e. 26) Fluchtlinien zwischen Frankfurte gegeben am 7. Ju Eng den Gehalt nd eine Uebersicht für das Etatsja zur Beftreitung& neinden des Kreise auf unserem Sport brennen haben in Belegung gefunden üffen. Es haben et und werden f heiße Kämpfe& das Hauptfah verschiedene Mot welche für ein seh terzu liegt auch di Rennfahrers Herr in legter Zeit all rstellte. Da derje er Saison auf e trifft, so ift ennen sieht, wie war. Wir tomm möchten nur na binweisen in unse ächlich auf das f e Gartenfest auf k ändig freiem Gint hschoppen- fonzert im der Wander and vom Gau 9 Fine Mitglieder m " Sehr merkwürdig i h Bener Familie m schon Menschen vom 1886 rettete der Ser Wagenborn von Seine Braut, j er Lumba faft zur fel ne elfjährige Schüler ein Mädchen. Und di den Sohn des Hütten en werden stedbrie elle Ignaz Warbad ing bom Anal rmann Ridtet au mt ihm der Muth und legt ihr beide hande a em ihn ftreift, fagt er: ich! nnig fein Blid, daß G doch und ihr Gesicht ble einen Lippen. e und recht nun aud erab und blickt ihm in al! wie drohend gegen 泖 efen ist, ist heute. 39 feinen Arm. Geglaubt che Haar. bor einem bösen Geb und blauäugig und ged nommen, die reicher war Anne Rin's Ungetreuer, hren Kopf gegen feine ie's gefchehen, aber ihre Maniel Hay fein Kindl Cortegung fol Koblenz, 8. Juni. Wegen barbarischer Miß Sachsendorf wegen Betrugs von der Staatsanwaltschaft| Betroffene für die Folge einer elektrischen Entladung Gießen; Johannes Alder aus Herisau wegen hält, die seinen Körper während des Telephongesprächs Unterschlagung von der Staatsanwaltschaft Gießen; getroffen hat. Er hat deshalb die Reichspost auf eine Taglöhner Johannes Sauer aus Kefenrod wegen lebenslängliche von 1800 mt. pro Jahr verklagt. Unterschlagung vom Amtsanwalt zu Büdingen; Gärtner Anton Seydel aus Spiegelberg wegen Betrugs von der Staatsanwaltschaft Gießen; Taglöhner Karl Friedrich Wilhelm Boppmann, gen. Huth zu Friedberg; Reisender Emil Bäck er aus Barmen aus Prenzlau wegen Körperverlegung vom Amtsanwalt vegen Betrugs von der Staatsanwaltschaft Gießen. u. Turnverein. Die gestern Abend nach der Turnhalle an der Rordanlage einberufene außerordentliche Generalversammlung des Turnvereins war bot über 80 Mitgliedern besucht. Von 27 älteren Turnern war in einer früheren Generalversammlung ber Antrag auf Sagungsänderung gestellt. Es war beantragt den Vorstand, der aus 15 Mitglieder besteht, für die Folge nur aus 12 Mitglieder zusammenzusetzen. der Hand des 1. Turnwartes liegt, in der Weise zu gestalten, daß sich in dieselbe der 1. mit dem 2. Turnan den wart teilt. Der Antrag, eine Aenderung an den Sagungen vorzunehmen, wurde mit 43 gegen 39 Stimmen abgelehnt. Zu einer Beratung der einzelnen Abänderungsanträge kam es daher nicht. h. Schliefplay. Der Verein Hundesport wird nun= mehr auf Tertors- Hardt einen Schliefplaz anlegen, in berfelben Ausdehnung und nach der gleichen Methode, wie der Frankfurter Schliefplag. Die Frankfurter Anlage ist die beste derartige Einrichtung in ganz Mitteldeutschland. Landwehrübung. Seit Samstag sieht man in Gießen zahlreiche Landwehrleute, die hier eine 12 tägige Die ergangenen Gestellungsbefehle lebung machen. sind diesmal besonders zahlreich, weil die zur llebung einberufene Jahresklasse die erste ist, die nach der zwei jährigen Dienstzeit ausgebildet wurde. Die Landwehrübung soll zeigen, ob sich auch hier die zweijährige Dienstzeit bewährt. ** Vom Hessischen Hilfsausschuß zur Unterstützung der evangelischen Bewegung in Desterreich wird uns geschrieben, daß die evang. Bewegung in Desterreich auch in diesem Jahr, den bierten seit ihrer Entstehung, ungeschwächt weitergeht. So hatte im ersten Viertel dieses Jahres die Pfarrei Teplig in Böhmen 124 llebertritte, Komotan bis Ende April 131, Graz 130. In der steirischen Landesbauptstadt waren bis Anfangs Mai insgesamt ebangelisch geworden 1387 Personen, in Turn( Böhmen) Graz plant den Bau einer zweiten insgesamt 1370. evangelischen Kirche und die Errichtung einer zweiten Pfarrei. Ueberall finden ganze Scharen von Altevangelischen wieder den Anschluß an ihre Kirche. So sind im Bezirk Judenburg( Steiermark), wo jezt Herr Vikar Göttert, früher in Darmstadt, unermüdlich thätig ist, von demselben im letzten halben Jahr bereits 70 Personen gefunden worden, die in der Gemeindelifte feither nicht aufgeführt, überhaupt als Evangelische nicht bekannt waren. * Der Goldregen blüht. Zur Zeit, wo der Goldregen blüht, fann gar nicht genug darauf aufmerksam gemacht werden, daß die hübschen gelben Blüthen des Goldregens start gifthaltig sind, und daß es daher sehr gefärlich ist, diese Blüthen in deu Mund zu nehmen oder gar fleine Kinder damit spielen zu lassen. Aus Hessen und nachbargebieten. Dem Gemeinderechner s. Grüningen, 9. Juni. Leidig, der am Sonntag mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit feierte, verlieh der Großherzog sein Bild mit eigenhändiger Namensunterschrift. Außerdem gingen dem Jubelpaar von vielen hohen Herrschaften Glückwünsche zu. V Weylar, 10. Juni. Die Drahtstifte- Fabrik AlbsDie Drahtstifte- Fabrit Albshausen, welche bis vor kurzem noch 100 Leute beschäftigte, stellt demnächst ihren Betrieb gänzlich ein. Das Unternehmen gehört zum Verband Deutscher Drahtstiftefabriken. Nauheim, 9. Juni. Die meisten Badegäfte bedauern sehr, daß sie, gezwungen die hiesige Kur durchzumachen, so garnichts von der Schönheit der Nauheimer Kuranlagen genießen fönnen. Die Terrassenkonzerte fann man wegen der fühlen Witterung überhaupt nicht besuchen, wie uns ein Gießener, der in Nauheim Heilung sucht, mitteilt * Friedberg, 9. Juni. Mittwoch den 11. Juni, Vormittags 11 Uhr, soll im Saale des Hotel Trapp eine gemeinschaftliche Conferenz der beiden Dekanate Friedberg und Kodheim stattfinden. An derselben will ber neu ernannte Superintendent Petersen von Darmstadt theilnehmen und Direktor D. Weiffenbach ein Referat über die Frage liefern: Ist die Wiedergeburt, wie biele neue Secten behaupten, der SündTofigkeit gleichzusehen. * Weilbach, 8. Juni. Der hiesige Gesangverein Frohsinn", der sich im vorigen Jahre entzweite, führt eben am Landgericht zu Wiesbaden einen interessanten Brozeß wegen der vor einigen Jahren neu angeschafften Fahne, auf deffen Ausgang man sehr gespannt ift. Bei Gelegenheit des 25jährigen Stiftungsfestes am 2. Pfingstfeiertage wurde die Fahne von der einen Bartet, die auch das Fest gab, im Festzuge getragen. Von der Gegenpartei wurde jedoch den Anderen die Fahne abgenommen, wobei dieselbe total zerrissen wurde. Es entspann sich dabei ein heißer Kampf, bei dem es blutige Stöpfe gab, was ein gerichtliches Nachspiel zur Folge hat. * Frankfurt. Während eines Telephon= gespräches mit Karlsruhe verspürte ein hiesiger GeSchäftsmann plößlich einen Schlag und sang bewußtlos zu Boden. Er erholte sich zwar nach einiger Zeit vieder, doch blieb eine leichte Lähmung zurück, die der P. Calbach b. Büdingen, 9. Juni. Leider ist Lehrer Koch, der sich in seiner beinahe 5jährigen Thätigkeit in unserer Gemeinde allgemeine Achtung und Liebe er= worben hat, nach Trumstadt versetzt worden. handlung von Schulkindern in nachweißlich sieben Fällen fantern ein& her aus Calenborn, Pris Cochem, vor der Straffammer und wurde zu einem Monat Unmensch Kinder mit Gefängniß verurteilt. Der Unten hatte bie Rinne hit der Faust das Kinn geschlagen, an den Ohren in die Höhe gezogen und fie auf kantigen Hölzern fnieen lassen, wobei ihnen Holztafeln auf den Kopf gelegt wurden, worauf andere Kinder sich sezen mußten. Schlangenbad, die Perle des Taunus, erhält all" Deutsch" - mählich eine ihrer hehren Schönheit würdige Fassung. Der Engländer nennt Schlangenbad ein faires Bad, der Franzose findet es chif und der Deutsche auf gut begriffen, führte doch 1901 ihm 400 Sturgäste mehr zu begriffen, führte doch 1901 ihm 400 Sturgäste mehr zu denn 1900. Wer einmal hier weilt, fehrt wieder, wie einst die Kaiserin Augusta, Königin Isabella von Spanien und früher die russische Zarin, deren Lieblings. bad Schlangenbad war. Die diesjährige Saison berſpricht glänzend zu werden, weshalb ein auserwähltes Bergnügungsprogramm vorgesehen wurde, u. a. Gartenfeste, Konzerte und Kurtheater unter Leitung des Hofschauspielers Schreiner vom Wiesbadener Hoftheater, * Schlangenbad, 8. Juni. Nach ihrem Aufenthalt auf Schloß Schaumburg wird die Königin Wilhelmine von Holland einige Zeit hier zubringen. Die geschiedene Großherzogin Viktoria Melita von Hessen wird in einigen Wochen zur Kur in Langenschwalbach eintreffen. * Bei einem Brande der Scheune des Eisenbahnbeamten Scheerer in Wörsdorf kam der 80jährige Vater desselben in den Flammen um. * Bodenheim, 9. Juni. Am Samstag berendete einem Landwirte ein Pferd. Bei der Section fand sich ein Darmstein im Gewichte von 720 Gramm vor. * Geheimrat Prof. Virchow wird sich nach Beendig ung seiner Stur in Teplik zur völligen Wiederherstellung seiner Gesundheit nach Harzburg begeben. * Gera. Der Gemeinderat beschloß, Leichenzüge innerhalb des Stadtgebietes nicht mehr zuzulassen. Sie dürfen nur von der Leichenhalle oder von der Friedhofstapelle aus beginnen. Bei leberführs ung einer Leiche nach einem Friedhof oder nach einem Bahnhofe dürfen, außer der Bediennungsmannschaft Bahnhofe dürfen, und vier Gersonen zu Fuß oder in einem geschlossenen Wagen folgen. Das Nachfahren weiterer Wagen mit Kränzen ist verboten. Hochschulnachrichten. Die Münchener Polytechnische Hochschule hat im Sommersemester 2738 eingeschriebene Besucher. Dabon find 193 Russen. Nun ist seit einem Jahre eine lebhafte Agitation gegen die Russen im Gange gewesen, man hatte sich beschwert, daß sie den Einheimischen die Plätze wegnehmen, und das Kultusministerium hat, wie die Frankfurter 3tg." sagt, Ausnahmebestimmungen gegen die Russen erlassen. Sie dürfen sich erst später als die andern Studierenden immatrikuliren lassen und Pläge in den Hörsälen erst belegen, wenn die andern belegt haben. Es scheint, da spielt auch etwas Politif mit. Wegen 193 unter 2738 brauchte man fein so großes Geschrei zu machen. Zum Professor für innere Medizin an der Universität Basel wurde der derzeitige Direktor der inneren Abteilung des städtischen Spitals in Dresden, Dr. Wilhelm His, ein geborener Basler, ernannt. Er erfetzt den nach München berufenen Prof. Dr. F. Müller. - In Marburg habilitirte sich in der philosophischen Fakultät der Kaiserliche Regierungsrat im Patentamt Professor Dr. Arnold Neissert als Privatdozent mit einer Antrittsvorlesung über ,, bergleichende Betrachtungen über die Syntesen des Alizarins und des Indigos. Nach vorläufiger Feststellung sind im laufenden Semeſter in Marburg immatrikulirt 1362 Studierende( 1054) Semester ( 1231). Davon sind aus dem vorigen geblieben 686, neu immatrifulirt 676. Die theologische Fakultät zählt 148 Studierende( 91, 117), dazu 13 durch Erlaubnis des Rettors zum Hören von Vorlesungen berechtigte Personen, Sa. 161, die jucistische 413( 318, 363) und 6 Hörer, Sa. 419, die medizinische 210( 203, 239) und 10 Hörer, Sa. 220, die philosophische 591( 473, 481) und 37 Hörer, Sa. 628. Kunst und Wissenschaft. 8um Jubiläum des Germanischen Museums in Nürnberg werden dort große Vorbereitungen getroffen. Der Kaiser trifft dazu mit ein, außerdem Prinz regent Luitpold, Prinz und Prinzessin Leopold, sämtliche bayerische Staatsminister, der Rönig von Württemberg und der Großherzog von Baden. der Großherzog von Baden. Auch zahlreiche wissenschaftAuch zahlreiche wissenschaftliche Institute und Körperschaften werden vertreten sein. So die fönigl. preuß. Akademie der Wissenschaften in Berlin, die Akademie der Wissenschaften zu München, die Universität Erlangen, die Universität München. Von außerbayerischen Universitäten entsenden Vertret r Freiburg i. Br., Gießen, Von Halle a. S., Heidelberg, Marburg, Straßburg. außerhalb der Grenzen des Reiches liegenden Universitäten werden Basel und die deutsche Universität zu Prag vertreten sein. Eine großartige Stiftung hat der Rentier Karl Faber in München, ein Sohn des verstorbenen Großindustriellen Johann Faber in Nürnberg( Bleistiftfabrit) errichtet, indem gleichen Teilen dem Germanischen Museum in Nürn berg und dem bayrischen Nationalmuseum in München schenkungsweise stiftete. Vermischtes. Berlin, 9. Juni. Heute Nachmittag gegen 4 Uhr sind aus dem Zuchthause Moabit drei in der Abteilung für Simulanten internierte Gefangene ausgebrochen. Im ganzen hatten den Fluchtplan etwa 10 Gefangene verabredet. Sie schlugen den ihnen entgegentretenden Aufseher der Abteilung nieder. Mittelſt einer Leiter gelang es Dreien über die Gefängnismauer zu entkommen. Einer der Flüchtlinge wurde alsbald bon den ausgeschickten Gefängnisbeamten am Lehrter Güterbahnhofe erwischt. Neue Unglüdsbotschaften aus Martinique. Der Mont Belé macht sich wieder in unheimlicher Weise bemerkbar. Starke Eruptionen des Vulkans verbreiteten Angst und Schrecken auf der Insel. Aus Fort de France wird beAusbruch des Mont Pelé. Fort de France blieb vier Stunden in Dunkelheit gehüllt. Das Gelände von Morne Rouge wurde mit heißem Schlamm bedeckt. Bahlreiche Fischer werden samt ihren Booten vermißt. Der Inhalt eines Briefes aus Martinique besagt, daß Scenen enthüllt. die Ausgrabung der Leichen in St. Pierre aus den Trümmern der großen ersten Katastrophe herzzerreißende An einer Stelle fand man eine Gruppe von Leuten, die offenbar auf der Straße in Unterhaltung begriffen waren, als der Tod sie ereilte. In einem Hause stieß man auf eine Leiche, deren Haut abfiel, sobald man fie berührte. In einem anderen Hause grub man eine Gruppe aus; ein Mann saß an einem Bult und eine junge Frau hatte ihren Arm um seinen Nacken geschlungen, während ein junger Mann offenbar Schuß suchend seine Knie umflammert hielt. Ganze Schaaren von Leute sind mit der Leichen= berbrennung beschäftigt. Sie tragen mit Carbol getränkte Taschentücher um Mund und Nase. Die Ver brennung geht in folgender Weise vor sich. Man häuft Reisigbündel über den Leichen an, gießt dann Betroleum darüber und setzt das Ganze in Brand. Man verbrennt die Leichen, wo man sie findet. Frankfurter Opernhaus. Dienstag, 10.: Die Jüdin. Beginn 7.30 Uhr. Mittwoch, 11.: Figaros Hochzeit. Donnerstag, 12.: Mignon. Samstag, 13.: Lohengrin. Beginn 6.30 Uhr. Sonntag, 15.: Bar und Zimmermann. H Beginn, wenn nicht anders bemerkt 7 Uhr Frankfurter Schauspielhaus. Dienstag, 10. Alt Frankfurt. Mittwoch, 11.: Die Jäger". Donnerstag, 12.: Die Räuber. Freitag, 13.: Robert und Bertram. Samstag, 14. Die Jäger. Sonntag, 15., 3.30 Uhr: Viel Lärm um Nichts. 7 Uhr: Die Logenbrüder. Neueste Nachrichten. * New- York, 10. Juni. Aus Kingston wird gemeldet, daß ein neuer Ausbruch des Soufrière erfolgt ist. Die ganze Insel war in dichte schwarze Wolken gehüllt. Die erneute Thätigkeit des Mont Pelee hält an. Die Aufregung der Bevölkerung steigt immer mehr. * London, 10. Juni. Das Kriegsamt veröffentlichte gestern Abend eine Verlustliste, worin über einen Kampf berichtet wird, welcher vier Tage nach dem Friedensschluß bei Vereenigung stattgefunden hat. Die Lifte giebt inen verwundeten Offizier an. * London, 10. Juni. Nach einer Meldung aus Shanghai hat die chinesische Regierung auf ihre Forderung, die Bollgebühren in Gold einzuziehen verzichtet und die Verhandlungen über die Herabjegung der Tarife wieder aufgenommen. Briefkasten. Neugieriger aus der Neustadt. Kaiser fährt bei seinen Reisen durchaus nicht auf Staatskosten, sondern bezahlt die Fahrten auf der sondern die Ertrazüge Eisenbahn; allerdings nicht nach einzelnen Fahrkarten für so und soviel Personen, werden nach der Anzahl der Achsen berechnet. R. Z. in Lollar. Der§ 616 des B. G.-B. bestimmt: Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, daß er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird. Da sie nun als gewerblicher Arbeiter jedenfalls 14 tägige Kündigung haben, dürfte ein Zeitraum von 16 Tagen als verhältnismäßig erheblich angesehen werden und Ihnen somit ein Anspruch auf Lohnzahlung nicht zustehen. Marktbericht. Gießen, 10. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt tofteten Butter per Bfb. 90-1.10 mt. Hühnereier St. 5-6, Enteneier, St. 6-7 Gänseeier 1 St. 10-12 Pfg., Käse per St. 5-7 Pfa., Erbien per Liter 19 Pfg., Linsen per iter 32 Pfa.. Tauben per Baar Mt. 0.75 bis 1.00, Hühner per Stick Mr. 1.00-1.50, Hahnen, per Stüd 1,20-1.80, Enten per Stüd 2.40-2.60, Enteneier 6-7, Gänse p. Bfd. 0.60-0.75 Wt., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Pfg. Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pf. 70-80 Bfg. Schweine fleisch gejalzen per Pjund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfund 66-70 3,00-4,00 m., 3wiebeln per 3t. Mt. 7.00-7.50, Milch per Liter 18 Pfg. Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 3tr. Grosse Rad- Rennen auf dem Sportplatz an der Hardt am Sonntag, den 15. Juni nachmittags 3.30 Uhr. Heugras- Versteigerung der Stadt Gießen. Montag, 16. und Dienstag 17. Juni 1902, jedesmal vormittage 9 Uhr beginnend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof meistbietend versteigert werden und zwar: Montag, 16. Juni 1902. a. an Ort und Stelle von den Wiesen der Neustadt sowie von einem Gras- und Kleeftück auf dem Seltersberg, b. am Neuenwegerthor von den Wiesen im Heegstrauch c. an Ort und Stelle vom Friedhof( Abteilung 1-8), von den Anlagen vor dem Friedhof und von den Wiesen im Rußland, d. im Philosophenwald, nachmittags 2 Uhr, von den Wiesen im Fürstenbrunnen, im Wieseckthal und von 2 Hospitalwiesen, sowie 2 Pfarreiwiesen in der Gemarkung Wieseck, und um 5 Uhr von ca. 16 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, 17. Juni: e. von den Ochsenwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch, f. nachmittags 2 Uhr von den Wiefen in der Gemarkung Rödgen, g. nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Altenbused, h. nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großenbused. Die Zusammenkunft ist am 16. Juni am Neustädterthor, am 17. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Gießen, 9. Juni 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung von Weißbinderarbeit. Die zur Herstellung verschiedener Räume in der zufünftigen Universitätskanzlei bezw. in dem früheren Schubecker'schen Hause in der Bismarckstraße nötige Weißbinderarbeit nebft Materiallieferung wird hierdurch unter Hinweis auf dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zu Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und sind die Angebote bis der Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, 9. Juni 1902. zum 11. b. Mts., vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechen976] Großh. Hochbauamt Gießen. Reuling. Das Beste BYROLIN Für die Haut BYROLIN- SEIFE Von Aerzten glänzend begutachtet. 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