2 Klassen me Darmstädter sfreiheits- Lotterie ntschieden. te Frau, die bei feinen aften gebient hat, eme gum Bügeln oder über Monatsstelle. rebnerstr. 33, 2. St. Heirath vermittel Frau Krämer, feipzig uf. Essigungen: zte Artikel: men, Wasch- Garnituren, Fleischplatten, verfchied. swaren n Breisen. Chemden 2c. 2c. c. 80 per Baar Baar 6.95 per 7.50 per Baar 9 6. Salicylstreupulver. otheken. Salicylvaseline Salicyltalg, Gerlach's Präfervativ ( team. Wundpulver. Fahrradöl Zum shodenastrich empfiehlt in u. SpiritusSen mit Hochglanz rasch trodnend. rben, ade, Pinsel, podenoel. f Bieler, rftstraße 5. Tchenbierhandlung Deinrich Joft Raplandgaffe 10offerirt Aktien Brauerei Gießen, hell, dunkel, ener und Gis Kepfelwein. 942 er 1. Auguft evil. aud ein ordentliches braves mit guten Zeugniffen Jahn, Bismard ftrage 7 Bel eim jr., Hoff, Mainz It man Darmstädter assfreiheits- Loose Nr. 156. Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 9. Juli 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen, wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Von der ersten Kammer. Es liegen heute Berichte verschiedener Ausschüsse des hohen Hauses im Druck vor. In den meisten Fällen wird Beitritt zu den Beschlüssen der Zweiten Dagegen beantragt der Vierte Stammer beantragt. Ausschuß bezüglich des von der Zweiten Kammer angenommenen Antrages des Abg. Möllinger betr. Die Erteilung von Wirtschaftserlaubnissen, dessen Ablehnung, da der Ausschuß der Ansicht ist, daß so lange ein anderer besserer Modus nicht gefunden ist, um der großen Vermehrung von Wirtschaften zu begegnen, die Erteilung von Wirtschaftserlaub nissen an die Bedürfnisfrage geknüpft werden muß. Bezüglich des Beschlusses der Zweiten Kammer betr. die Errichtung von Frrenanstalten in Gießen und Alzey beantragt der Erste Ausschuß der Ersten Kammer den Beitritt, jedoch mit der Maßgabe, daß in Frage la Ziffer 3 die Worte:„ mit der Maßgabe, daß zunächst die Anstalt in Gießen in Angriff genommen und fertiggestellt wird" gestrichen und vor die Zahl bon 120 000 Mt. die Worte:„ je 60 000 Mt. zusammen" eingeschoben werden. Eine durchaus ablehnendehaltung nimmt der Bericht des Zweiten Ausschusses, erstattet von dem Fürften zu Solms- Hohensolms- Lich gegenüber dem von der Zweiten Kammer einstimmig angenommenen Initiativantrag des Abg. Haas- Darmstadt und Genossen, betreffend die Errichtung einer Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Heffen ein. Es heißt darin:„ Der berichtende Staatsausschuß stimmt mit der Staatsregierung darin überein, daß die Frage der landwirtschaftlichen Zwangsorganisation mit einer Landwirtschaftskammer als Leitung noch nicht spruchreif ist, daß sie mit großer Vorsicht behandelt werden muß und daß die preußische Einrichtung durchaus nicht ohne Weiteres als auch für Hessen praktisch angesehen werden kann. Die Form, welche der Abg. Haas und Genossen dem Gedanken der organisierten landwirtschaftlichen Selbsthilfe gegeben haben, zerstreut diese Bedenken nicht, sondern macht dieselben im Gegenteil nur um so größer. Es ist richtig, daß der Entwurf Haas und entsprechend die Vorlage der Zweiten Stammer in wesentlichen Punkten dem preußischen Vorbilde entsprechen, man darf aber nicht verschweigen, daß in anderen mindestens ebenso einschneidenden Bestimmungen eine große und unserer Ansicht nach meist zu Ungunsten der hessischen Vorlage vorhandene Verschiedenheit zu Tage tritt." - Und zum Schluß äußert sich der Bericht:„ Was das Besteuerungsrecht an sich betrifft, so wird eine Zwangsorganisation dasselbe nicht entbehren können. Ob die Höhe von 2 Pfg. in Preußen ist es ein halber Pfennig die richtige Grenze für die Steuerautonomie ist, braucht nicht untersucht zu werden. Unserer Meinung nach wäre die Regierung durchaus im Rechte, wenn sie die Steuerautonomie nicht concedierte, fie stellt eine Antastung der Regierungsrechte dar. Es ist auch weder billig, noch begründet, die Landwirtsschaftskammer darin besser zu stellen, als zum Beispiel unsere Landeskirchen und die Handelskammer. Sturz zusammengefaßt würden es also folgende Punkte sein, die die Annahme des Antrages nach Ansicht des berichtenden Ausschusses verhindern: 1. Die Errichtung der Landwirtschaftskammer durch Gesetz, 2. die Einbeziehung der Forstwirtschaft, 3. die Pflicht der Regierung, das Gutachten der Landwirtschaftskammer einzuholen, 4. die Einführung des gleichen Wahlrechts, 5. die ordentliche Mitgliedschaft von Nichtlandwirten, 6. die unbedingte Steuerautonomie. Der Ausschuß glaubt aus diesen Gründen von einer weiteren Besprechung der einzelnen Artikel absehen zu sollen, umſomehr als er die Gründung einer Landwirtschaftskammer noch nicht für spruchreif hält, und beantragt; Den Initiativanabzulehnen." beschäftigen wird. Es ist dies ja auch bereits vorausgesehen worden, denn schon in der Sigung vom 3. d. Mts. erklärte der Abg. Haas- Darmstadt, in diesem Landtag sei ja keine Aussicht mehr, das Gesez unter Dach zu bringen." Es wäre deshalb auch reine Zeitverschwendung, wenn die Erste Rammer sich noch auf eine Beratung dieser Vorlage hätte einlassen wollen, zumal bei der Haltung der Zweiten Kammer, welche das Ansehen derselben im ganzen Lande schwer geschädigt hat, die Erzielung einer Berständigung im Voraus völlig aussichtslos erſchien. Hiernach wird also bei dem nächsten Freitag erfolgenden Schluß des Landtages ein neues Wahl gesez in dem Verzeichnis der zur Verabschiedung kommenden Geseze fehlen. Dafür trifft aber lediglich die zweite Kammer die Schuld und wird man künftighin die Worte des Abg. Gutfleisch erinnern: Wenn die Zweite Kammer durch die verschiedenen Wünsche eine Uneinigkeit zeige, werde die Erste Kammer nicht annehmen können, das Volk sei für die dirette Wahl nicht reif, sondern die 8weite Kammer sei dies! Das ganze Land wird diesem Urteil des Abg. Gutfleisch zustimmen! Leider foften diese langen, völlig fruchtlosen Debatten, das Land Tausende von Mark an Diäten für die Abgeordneten. Damit ist das„ wertvolle(?) Material für den nächsten Landtag," wie das Ergebnis der Verhandlungen allzu wohlwollend bezeichnet wurde, wahrlich viel zu teuer bezahlt, man muß vielmehr diese Summen als rein hinaus Und dieser„ Erfolg" der geworfenes Geld" bezeichnen. weiten Kammer ist dabei noch lange nicht einmal der schlimmste. * Bei dem nahe bevorstehenden Schluß des Landtages ist es von besonderem Interesse, die Namen derjenigen Abgeordneten zu erfahren, welche infolge Ablauf ihres Mandats ausscheiden. Es sind dies die Abgeordneten der Städte, also die Herren Köhler, Morneweg, Dr. David, HaazMainz, Dr. Gutfleisch, Gundrum, Ulrich, Jöckel, Reinhart, Pennrich. Ferner die Abg. Lang, Dr. Heidenreich, Schönberger, Ohl, Seelinger, Backes, Rau, Jouz, Schönfeld, Binßer; Schmalbach, Weidner, Möllinger, Koch, Dr. Frenay. Es werden hiernach außer in den Städten Darmstadt, Mainz. Gießen, Alsfeld, Offenbach, Friedberg, Worms, Bingen in folgenden Wahlbezirken Neuwahlen stattzu finden haben: Michelstadt, Waldmichelbach, Reinheim, Groß Darmstadt Groß- Gerau, Umstadt, Lorsch Zwingenberg, Darmstadt- Groß- Gerau, Offenbach- Seligenstadt, Bußbach, Grünberg, Lauterbach, Herbstein- Ulrichstein, Laubach- Nidda, Pfeddersheim, Oppenheim- Wörrstadt und Niederolm- Oberingelheim. = In der Kammer werden verbleiben: die Abgeordneten Breimer, Häusel, Ripper, Schlenger, HaasDarmstadt, Euler, Noack, Berthold, Kramer, Horn, Graf Oriola, Weith, Köhler Langsdorf, Leun, Brauer, Korell, Erc, Bähr, Diehl, Pitthan; Schill; Wolff; Molthan, Dr. Schmitt, v. Brentano. Aus Hessen und nachbargebieten. " Nidda, 8. Juli. Der Eisenbahn- Verein Nidda unternahm Sonntag, 6. Juli, von herrlichem Wetter begünstigt, einen Ausflug nach Kloster Arnsburg. a. Marburg, 8. Juli. Der Studentenausschuß für Errichtung einer Bismarcksäule hat einen von der kathol. Studentenverbindung Borussia" gezeichneten Betrag von 25 Mt. zurückgewiesen, weil die betr. Verbindung als aus der aus dem Studentenausschuß verwiesenen Verbindung " Rhenania" hervorgegangenen nicht im Studentenausschuß aufgenommen werden konnten. Der Ausschuß der übrigen Marburger Verbindungen( auch die katholischen Vereine " Unitas" und Thuringia" gehören dazu) bezweckt damit, sich nicht durch Annahme dieses Betrages zur Zulassung der Borussia" zu den zum Besten der Bismarcksäule stattfindenden Festlichkeiten verbindlich zu machen. ** Aus dem Kreise Weglar, 8. Juli. Wie bereits in der Generalversammlung des Landwirt trag Haas und Genossen in der vorliegenden Faſſung das Eterſchaufest an einem Donnerstag und Freitag schaftlichen Vereins am 1. Mai bestimmt worden, soll und zwar am 10. und 11, Juli abgehalten werden. Außer den Staatsprämien werden 1200 Mt. aus Vereins mitte In zu Prämiirungszwecken zur Verfügung gestellt. Im schattig gelegenen Finsterloh wird fich, falls uns der Himmel gütig ist, auch diesmal wieder das Weglarer„ Ochsenfest" zu einem wahren Volksfest gestalten." Der Festzug soll schon gegen 210 Uhr auf dem Festplatz eintreffen. ** Dutenhofen( Streis Weglar), 8. Juli. Auf dem Generalappell des Kriegerverbandes zu Aßlar fand in Vom hessischen Landtag schreiben die Darmstädter„ Neuen Hess. Volksbl.": Die Tagesordnung für die morgen Donnerstag, den 10. Juli, vormittags halb 10 Uhr stattfindende Sigung der Ersten Kammer umfaßt nicht weniger als 70 Gegenstände, worunter sich indessen die Wahlgesezvorlage nicht befindet. Hieraus darf mit Sicherheit geschlossen werden, daß diese Borlage das Haus überhaupt nicht mehr Gegenwart von etwa 64 Kriegervereinen, welche mit über 2000 Mitgliedern vertreten waren, die lleberreichung der vom Kaiser gestifteten Fahnenschleife an 2 Vereine, an den zu Biskirchen und den Dutenhofener statt. Das Kaiser Wilhelm- Regiment zu Gießen stellte die Feſtmusik. * Königsberg, 8. Juli. Der hiesige Gesangverein Liederverein" feiert am nächsten Sonntag sein 20jähriges Stiftungsfest. Er wird alles aufbieten, damit es den eingeladenen Gesangskameraden auf unserer Bergeshöhe gefallen möge. fc. Frankfurt a. M., 8. Juli. Am Holzhausenpart erschoß sich in vergangener Nacht der 28 Jahre alte Karl Beder aus Bornig bei St. Goarshausen, weil ihm seine in Hadamar wohnende Braut abgeschrieben hatte. Der Selbstmörder trug noch 240 Mark bei fich. Frankfurt a. M., 8. Juli. Die Verhandlungen des Deutschen Rabbinerberbandes wurden heute Vormittag im Saal der Loge Karl wieder eröffnet. Eschelbacher- Berlin sprach über das Thema: Was ist für die religiös- sittliche Erziehung der schulentlassenen Jugend zu thun?" Am Schluß seiner Ausführungen schlug der Referent folgende These vor: zur Erhaltung des religiösen Sinnes der Jugend und zur Förderung des jüdischen Wissens empfiehlt der Rabbinerverband die Gründung von Jünglings- und Mädchenvereinigungen, die nach dem Vorbild der bereits in Berlin, Frankfurt, Stutt gart, München und an anderen Orten bestehenden Vereinen eine edle Geselligkeit und einen freundlichen Verkehr der Mitglieder untereinander pflegen, ihnen in der Fremde eine Heimat bieten, durch Unterricht und Vorlesungen über Gegenstände jüdischer Litteratur und Geschichte ihr jüdisches Wissen mehren und die Liebe zur angestammten Religion stärken. In dem Vortrag bon Eschelbacher, der u. A. den Frankfurter Verein rühmend Montefiore derselbe zählt 700 Mitglieder hervorhob, wurde auch der jüdischen Studentenverbindungen gedacht und dabei erwähnt, daß sie im Ganzen auf zionistischer Grundlage stehen. Die Verhandlungen dauern fort. - Darmstadt, 8. Juli. Die 19. Sigung der Ersten Kammer findet am Donnerstag den 10., vormittags 912 Uhr. statt. Sie enthält folgende Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Anfrage des Mitgliedes der Ersten Kammer, Fürften zu Solms- Hohensolms- Lich, betreffend die Erhebung der allgemeinen Kirchensteuer. 3. Beratungen und Abstimmungen u. a. über: Mitteilung der Zweiten Kammer bezüglich der Vorstellung des Fußgendarmen i. P. Dozert in Gießen, die Erhöhung seiner Pension, bezw. Bewilligung einer Verstümmelungszulage betr. Mitteilung der Zweiten Kammer bezüglich der Vorstellung der Gemeinde- und Polizeidiener der Provinz Rheinhessen, der Kreise Heppenheim, Dieburg, Offenbach und Friedberg um Regelung ihrer Dienst. und Gehaltsverhältnisse, sowie bezüglich des Antrags des Abgeordneten Köhler( Langsdorf) hierzu. Vorstellung des Stadtvorstandes von Grünberg, Errichtung einer dritten Irrenanstalt in Hessen heim, den Ankauf von Gelände 2c. zur Errichtung einer dritten Jrrenanstalt in Grünberg betr. Antrag der Abgg. Molthan und Schlenger zu Stapitel 127, Titel 16 des Hauptvoranschlags 1901/02, Errichtung einer dritten Jrrenanstalt bei Gießen betr. Regierungsvorlage wegen Erbauung eines kleinen Wohnhauses für den Gärtner der psychiat. rischen Klinif zu Gießen. Mitteilung der Zweiten Kammer bezüglich des Antrages der Abgeordneten Haas( Darmstadt) und tammer für das Großherzogtum Heſſen betr. Genossen die Errichtung einer LandwirtschaftsBezüglich des Gesezentwurfes die Handelskammern betr. Vorstellung der Handelskammern Worms, Darmstadt, Bingen und Gießen. Mitteilung der Zweiten Kammer bezüglich der Vorstellung des Gemeindevorstandes von Eberstadt ( Kreis Gießen) und Dorf Gill, den Bahnbau Butzbach- ich betr., Mitteilung der Zweiten Stammer bezüglich der Vorstellung der Gemeindevertretung und Einwohner von Birklar, den Bau der Eisenbahn Lich- Butzbach betr.( vom Abgeordneten Köhler- Langsdorf als Antrag überreicht). Die 127. Sigung der Zweiten Kammer der Stände wird am Donnerstag, 10., vormittags 10 Uhr mit folgender Tagesordnung abgehalten. 1. Abstimmung über: 1) Antrag des Abg. Ohl, den Ausbau der Realschule zu Groß- Umstadt zu einer Ober- Realschule betreffend. 2) Vorstellung des Stadtvorstandes zu Groß- Umstadt, Umwandlung der Realschule daselbst in eine Oberrealschule betr. Berichterstatter Abg. Köhler- Langsdorf.) II. Beratung über: 1) Vorstellung des Stadtvor standes von Butzbach, den Ausbau der Real schule daselbst zu einer Oberrealschule betreffend. ( Berichterstatter Abg. Brauer.) 2) Rückäußerungen Erster Kammer. fc. Vom Odenwald, 8. Juli. Im Odenwald wird der diesjährige Ausfall an Heidelbeeren auf mindestens 200 000 Mt. veranschlagt. Hauptsächlich leiden darunter die ärmeren Volksklassen. Weinheim, 7. Juli. Ein bedauerlicher Unglücksfall traf gestern eine hier gastierende Schauspielertruppe. Am Schluß der Nachmittagsvorstellung produzierte sich der Führer im Seillauf und stürzte beim Rücklauf fopfüber zur Erde, daß er bewußtlos, mit schweren Verlegungen ins Spital überführt werden muße. Trotz des Unglückes gab die Familie abends wieder Vorstellung der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe. - Pfeddersheim, 6. Juli. 7000 Mäuse wurden am Donnerstag hier abgeliefert, Stück für Stück für einen Pfennig. Es giebt heuer sehr viele. Hamster findet man nur wenig. fc. Worms, 8. Jult. Im Rhein in der Nähe der Dampfziegelei ertranfen gestern beim Baden 2 Tün chergesellen, Peter Best aus Mettenheim und Alois Hotter aus Oberschneidheim in Württemberg. Bierstein, 8. Juli. Hier wurde am Sonntag einer Biegeunerbande ein vierjähriger Knabe abgenommen, der seinen Eltern in Hannover geraubt worden sein soll. Die Eltern hatten eine Belohnung von 600 Mt. für die Wiederbringung ihres Sohnes ausgesetzt. Die Bande wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen. Die Fürstin von Bierstein nahm den gänzlich verwahrloften Knaben zu sich in's Schloß. Bingen, 7. Juli. Hofmarschall v Seckendorf hat die Burg Rheinstein für den Prinzen Heinrich von Preußen, dem sie von dem verstorbenen Prinzen Georg testamentarisch vermacht worden ist, übernommen. Prinz Heinrich wird in Bukunft zeitweise seinen Aufenhalt auf der Burg nehmen. Bingerbrüd. 7. Juli. Am Samstag wurde zwischen hier und Trechtlingshausen die Leiche eines gutgekleideten und, wie es schien, den besseren Ständen angehörigen älteren Mannes geländet. Die Leiche soll diejenige eines Baseler Banfier& sein, welcher 25,000 Mt. in barem Gelde und Wertpapieren bei sich gehabt haben soll. Vermischtes. * ,, Fräulein Droschkenkutscher" ist die neueste Errungenschaft des Landes, das Anspruch darauf macht, die fortgeschrittenste Gesetzgebung zu befizen und überhaupt in jeder Hinsicht am gründlichsten mit allen alten Vorurteilen gebrochen zu haben. In der neuſeeländischen Stadt Nelson kann sich Jeder das Vergnügen leisten, in einer von zarten Händen gelenften Droschke zu fahren, und es scheint dort nur noch eine Frage der Zeit zu sein, daß auch Pferdebahnen und Omnibusse von dem Ewig- Weiblichen erobert werden. Vor einiger Zeit kaufte sich eine Dame in der erwähnten Stadt eine Droschke und trat frischen Mutes mit ihren männlichen Kollegen in Konkurrenz, die nicht sehr erbaut davon zu sein schienen und sie sofort denuncirten, weil sie versäumt hatte, sich eine Licenz zur Ausübung dieses Berufes zu verschaffen. Diesem lebel wurde aber bald abgeholfen, und Fräulein Droschkenkutscher ist jetzt in jeder Beziehung mit ihren Konkurrenten gleich berechtigt, die nun weiter nichts thun können, als zusehen und ihrem Aerger in nicht allzu lauten guten Wünschen Luft machen. Es ist aber wenigstens zu hoffen, daß die Damen von Neu- Seeland, wenn sie einst auch den hohen Kutscherbock auf dem Omnibus erklimmen, nicht zur besonderen Belustigung der Fahr gäste Pfeife rauchen, wie das teilweise in England üblich ist. * 50 Stunden Pianoforte! Den bisher höchsten Record im Clavierspiel hat ein Scheusal Namens Bancia, Maestro zu Venedig, geschlagen. Dieser Abschaum der Menschheit hatte die Stirn und die Hände", 50 Stunden hinter einander und ohne Pause Clavier zu spielen! Während dieses Actes der Niedertracht trank er, laut B. T.", nur etwas Marsala und eine Tasse Bouillon. Nachher schrieb er noch sein eigenes Siegesbulletin nieder und begab sich nicht etwa zu Bett, sondern- in die Clavierstunde.- Der Maestro selbst dürfte nicht erst verrückt geworden sein, wohl aber seine Zuhörer und die Jury. - Militär und Kunst. Ein Brief, der auf die Engagementspraxis des Hoftheaters in Wiesbaden ein sonder bares Licht wirft, wird jezt bekannt. Danach list in Wiesbaden dem Opernsoufleur Louis Josef Feigel, nachdem er 6 Jahre seinen Dienst versehen, auf Schluß der Saison gekündigt worden mit der merkwürdigen Begründung, daß die Intendantur verpflichtet sei, nur deutsche Reichsangehörige, und zwar Militäranwärter, anzustellen( er ist Desterreicher), und dann hätte man herausge= funden, daß er nicht genügend musikalisch gebildet sei. Üm dieses zu entdecken, hätten die Herren also sechs Jahre gebraucht. Wenn sich Das wirklich so verhält, wie Herr Feigel schreibt, dann dürften sich an die Verpflichtung der Intendantur, nur deutsche Reichsangehörige und zwar Militäranwärter" anzustellen, noch mancherlei Erörterungen knüpfen. Daß die Dienstzeit im deutschen Heere eine besondere Qualification für die Thätigkeit an der Bühne bedeutet, wird den meisten Deutschen, auch wenn sie noch so patriotisch veranlagt sind, eine Ueberraschung sein. Feigel fügt übrigens hinzu, daß er hauptsächlich entlassen worden sei, um den Pensionsfonds zu entlasten, in zwei Jahren wäre er pensionsberechtigt geworden. * Der Kerl lebtia n'och, diese Notiz betr. das amerikanische Duell in Heidelberg ist unbegründet * Der Prozeß gegen die Leipziger Bant währt nun schon 18 Tage und immer noch ist man bei der Beugenvernehmung. Der ehemalige Direktor Exner kommt dabei sehr schlecht weg. " R. Reichenbach i. Voigtl., 6. Juli. Zwei Gesund. beterinnen", ortsfremde, gutgekleidete Frauenspersonen, betraten an einem der letzten Abende in Friesen eine Wohnung, in welcher die Hausfrau frank darniederlag, und begannen mit der Vorführung allerlei religiöser Handlungen nnd phantastischer, abergläubischer Ceremonien, welche die Krante in äußerste Erregung brachten. Sie entfernten sich erst, als ihnen nachdrücklich bedeutet wurde, daß man ihrer Hilfe nicht bedürfe. Tags darauf las man im Reichenb." Tagebl." folgendes Inserat:" Die zwei dreisten Gesundbeterinnen, welche in meiner Wohnung ihren Hofus- Pokus aufführten und bei zweimaliger Namensforderung denselben verweigerten fordere ich hierdurch auf, ihr Schwindelmanöver ja nicht wieder zu ristiren, da ich mit ihnen sofort einen Rohrstockwalzer beginnen werde." Folgt Unterschrift. " Itna, 5. Juli.( Zweifacher Mörder.) Der Raubmörder Schlosser Behnert aus Magdeburg, dem Frau Trödler Harz vorgestern hier zum Opfer fiel, ist gestern Abend in Gotha verhaftet worden. Er hat bereits gestanden, außer der Frau Harz hier auch am 9. Dezember v. J. in Leipzig die Trödlerin Lorry ermordet und beraubt zu haben. Darmstädter Schloßfreiheitslotterie. Im Verhältnis zur Größe des Spielfapitals bietet, wie schon mehrseitig dargethan und festgestellt worden ist, feine andere Gelegenheitslotterie auch nur annähernd ähnliche Gewinnaussichten. Die Loose bekommt man das Zehntel zu 3 Mt., das Fünftel zu 6 Mt., das Halbe zu 15 Mt., das Ganze zu 30 Mt. Ein Kaufmann- Ehrendoktor einer Universität. Die philosophische Fakultät der Universität zu Breslau hat den Kaufmann Max Wiskott, einen Desterreicher, wegen seiner wissenschaftlichen Arbeiten über die Kreuzungsformen der Schmetterlinge zu ihrem Ehrendoktor ernannt. Vae Doktordiplom ist Herrn Wiskott vor einigen Tagen durch den Dekan der philosophischen Fakultät, Professor Dr. Wolf, überreicht worden. * Wahlhumor. Im Inseratenteil eires Blattes in Bayreuth wurde für den Wahltag( 3. Juli) folgendes " Menu" vorgeschlagen: Hugel- Suppe mit Paprifa, Hammelrücken mit Feustel kartoffelsalat, Karthäuserklößchen mit Hagen buttensauce, Günther Staffee mit Butterbemmchen. Hugel( Soz.), Feustel( Bauernbund), Hagen( nat.- lib., Vorstand der Kreisackerbauschule) und Günther( Freis., aus Sachsen) waren die vier Reichstagskandidaten. Das" Menu" trägt also allen Parteien gebührend Rechnung. * De stillir tes Wasser. Apotheker( zum neuen Lehrling):.... Und das ist aqua destillata. Das geben wir den Patienten in ganz verzweifelten Fällen?- wir nämlich ein Recept absolut nicht lesen können!" " wenn * Ein menschenfreundliches Inserat enthält die Zeitung für den Oderbruch; es lautet: Unlieb vers spätet! Jener Herr, der mir am vergangenen Freitag eine Anzahl gefüllter Butten entwendete, wird darauf aufmerksam gemacht, daß dieses Mixtum compositum nicht Fleischertract, sondern Fliegenleim ift. Nach erfolgtem Genuß empfiehlt sich gelöschter Kalt, um Complicationen vorzubeugen. Gustav Saffe." Nr Abonne in's bau Gratisb Oberbe Garten Das Alt Gi Bedeut ungs in der fangrei wesentl berftor bon W daß de abichted Reform wiefen n Bei Projekt oder nad längerem an das P bersich um die der tau der Alt bleibt b an eine faufmä aber ist der wi auf das ung gera einem tro Bantzu fionsfons geftiftet Sang ichwan beamte Alters find b worden. Beitrag Eis. YOR Münchener Bürgerbräu, Production 1880: 30,000 Hectoliter. 1901: 255,000 " Aber wo berloren jein. D1 besteht, " beamten In einer angeregt Brand fenberfid Münchener Loewenbräu, Production 1901: 642,000 Hectoliter, in den bekannten felneren Cafés und Restaurationen in Gießen und Umgebung im Ausschank: Beide Hochfeine Biere sind vielfach mit höchsten Auszeichnungen prämiirt. Durch allwöchentlich einlaufende Eiswagen ist fortwährend ein feiner Stoff bei coulanter Bedienung gewährleistet durch die Biergrosshandlung und Eiskeilerei von Emil Schmall, Hessischer Hof. Gebinde von 20-100 Liter. NNNNNN Eis. ( 933) Telephon 83. NNNNNNNNNN GIESSEN. Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelei Möbelfabrik Carl Stückrath Eis. Balk- und Marmorwerke, Dampßziegelei Aug. Gabriel jr., Gießen. Meine Eiswagen fahren vom 1. Mai ab wieder regelmäßig und bitte ich gütigst Bestellungen in meiner Wohnung, Hessischer Hof" oder im Laden, Frank furterstraße 9 bei Herrn Gg. Adami machen zu wollen. 713) Hoc achtungsvoll Telepioa 83. Emil Samall. Poliklinik für Zahn- und Mundkranke. Wochentags 1-2 Uhr für Unbemittelte unentgeltlich. Privatpraxis: Wochentags 8-7 Uhr. 1290 Sonntags 8-2 Uhr. Schwalm, Zahnarzt, Giessen Bahnhofstr.68 II. Maffenfabrikation. Werke Abendstern. ( 559) - Bahnanschlüsse. Telephon Nr. 84. GGGGG GGGGG HSHSH33| Ein Bauſchreiner Eine gutgehende Wirtschaft mit Spezereigeschäft preiswert zu verkaufen. die Exped. d. Bl. selbständiger Arbeiter, besonders im Treppenbau für dauernde Arbeit sofort gesucht. Näh. in der Exped. d. Bl. 1 noch gut erhaltener Kinderwagen Off. an zu verkaufen. 1120 Neuenweg 60. A sterweg 47, Ederstr. 8, Gegründet 1868. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in polierten und lackierten Möbeln Tischen, Stühlen, Sophas, 3481 AEDGIN Mohrſeſſielu, Teppichen, Gardinen, Dekorationsartikeln 2c. Rohrsesseln, Svezialität: Komplette Schlafzimmer- Einrichtungen. 1070 Billigste Preise. Vollständige Wohnungs- u. Hotel- Einrichtungen. O Eigene Schreiner- und Polster- Werkstätten. 9911919 hat den hier mi wäre be richtung männische Brunde, zelnen B aber ein gefchloffer Bei frage in Wunder Agitatio ent pred follten licher agitiere Handels des Alt würde. Jen herborro taliften, und zwa nifchen nifchen Sieppont abern, 3 bringen.