4-3immerwohnung im 2 d, Leihgesternerweg 9 per it zu vermieten. Nab.be ach, Grünbergeritr. 10 a mieten. Nr. 182. Zweites Blatt. Freitag, den 8. August 1902. l, möblirtes Bummer in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelAbonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ermel, Bahnhofstraße 38 1. Oktober ev. früher dhe 5- Zimmerwohn Zubehör Gartenanteil ju n. H. Lubliusti, Ede und Steinstraße 41. möbl. Zimmer, part. in Lage per sofort oder vermieten. Nähere Re 4, im Laden Sme rgehende zu vermieten. unmöblirte Afterweg 12. kstraße 30( Ede Stepha Megante 5.Zimmer ung fofort, eb. 1. Oft Lieten. Fr. Kopp um. 5-6-3immerwohr Vorderhaus, ferner wohnung im Nebenb er Lage per 1. Oft. eb. L I bermieten. b. Ludwigstraße 14, II. jährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfs. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Das Bestehen eines deutsch- englischen Geheimvertrages 3-4 Bimmerwohnung nsarde per 1. September ieten. Näb. Göthestr. 54. ferem Neubau Wilhelm 2 haben wir elegante ist im englischen Unterhause vom Unterstaatssekretär des Ausaftewohnungen mit wärtigen Lord Cranborne zugestanden worden. Als Zweck naen perit den ſchönſten dieſes Bertrages wurde von dem Mitgliede Gibson Bowles aten. Wat and füßer die Aufteilung der portugiesischen Besißungen in Afrifa zwischen England und Deutsch land hingestellt. Diese Behauptung ist nicht neu; sie ist e 4, 5, 6 u. 7-3mmer: auch in der deutschen Presse wiederholt aufgetaucht. Daß sie berechtigt scheint, beweist die Verweigerung von Aufklärungen seitens des britischen Staatssekretärs. Desgl. per Ottober uch früher in unferen n Wilhelmstr. 8 u. 10 ent. enstod u. Schneider. 5 Rimmer, Mansarde 1. Oftober zu vermieter Näb. Löberitraße 8 möbl. Zimmer in rubig e Nähe der Kliniken per ft zu vermieten. in der Exped. d. Bl. chstr. 18, God Ter, Balkon, Badezimmer ., Bleichplatz 2c, ist weg: ber ver 1. Oft. zu verm. " Die B. Voltsztg." schreibt dazu: Das deutsche Volk steht diesem Vertrage mit höchstem und berechtigtstem Miß trauen gegenüber, was nach der Abtretung Zanzibars an England nicht verwunderlich ist. " portugiesische Fiebernester zu vermehren; daß uns England aber die Delagoabai überlassen wird, glaubt hier kein Mensch. Hoffentlich wird nach dem Zusammentritte des Reichs tages dem Grafen Bülow Gelegenheit gegeben, sich über möbl. Zimmer im 1 Stod diesen Vertrag zu äußern. Das deutsche Volk hat ein Recht darauf, seinen Inhalt kennen zu lernen. bermieten. . Orbig, Schulstraße 10. either von Herrn BauinEnderes innegehabte ng: Aliceftraße 18 ist ander u vermieten. r Steinweg 23 find zwei rwohnungen nebst Bad, d allem Zubehör, zum Bu bermieten. r. 71. milienlogis, Politische Nachrichten. Berlin, 7. Aug. Zu der Meldung, daß die französische Regierung sich bereit erklärt habe, ihre Truppen aus Shanghai zurückzuziehen, sobald andere Mächte dies Räb ebenfalls thun, erfährt die National- Reitung von unterrichteter Seite, daß die deutsche Regierung auf demselben Standpunkt steht und die Zurückziehung der deutschen Truppen davon abhängig machen würde, daß England, Frankreich und Japan dasselbe gleichfalls thun. nebst Zubehör im mitt: per 1. Juli zu verGrünbergerstraße 22. 3 auch bei Hrch. Faß, erstraße 20. Stübchen ohne Möbel zu verm deustadt 77, I. Stof 5. Auguft eine Wohnung eten. Seltersweg 14 ergerichteter Laden ten. 829 Seltersweg 14. einen Neubauten, ße 29 und 31 find nod nfardenwohnungen mit omfort der Neuzeit ent eingerichtet, vom 1. Juli rmieten. aff, Bismarckstraße 32, II 5- Zimmerwohny mic allem Zubehör, fo er Edladen, elekt. Licht. zu berm. Löwengaffe 27. Großer Laden 1097 er ohne Wohnung zu ber 7. Appel, Löwengaffe 20. ne Wohnung, bestehend au Zimmern u. Kabinett ten Lovengaffe 20 igitrage 37 erite Etage tl. 6 Zi amer, Badezimmer, n, Gartenanteil mit allem ör, per 1. Oftober zu br 7. Näh. Weftanlage 44. meinem erfauften Haufe bergerstraße 5 find Bar sowie Beletage, neu herge 6 Zimmer, Badezimmer u Bubehör, per fofort zu ver ofmann, Websteinstr. 40. ne 5- Zimmerwohnung im Stod mit allem Zubehör Oftober zu vermieten. Ludwigsplay 14 5. Zimmer par 1. Auguft berm. Wetsteinftr, 22, II. nmöbl. Zimmer fofort zu ermieten. Näh. Merkiplak 22 im Laden. Dem Hause Nordaulage 7 he elegante 6-3immer ung mit Bad, Balton und schaftlichkeit", die alle Glieder der Armee gleichmäßig umschlingt; die das„ Volf in Waffen" zu einer einzigen Brüderlichkeit zusammenschließt?... - In der geftrigen Sitzung der Bolltarif Kommission erklärte Staatssekretär Graf Posadowsky, es handle sich doch nicht lediglich um ein CompensationsBeschäft zwischen Landwirtschaft und Induſtrie ſondern um eine Vorlage der verbündeten Regierungen, die sich darnach richten müßten, ob die Säße derart seien, daß ihnen in einem Handelsvertrage freundschaftliche Verhältnisse zu anderen Staaten bleiben oder neue eintreten können. Gendarmen. Die Schwestern nahmen darauf wieder Besitz von dem Schul- Lokal. Die Krönung Eduards VII. findet morgen Samstag abend, 9. d. M. bestimmt statt. Das amtliche Programm für die Feierlichkeiten ist: Die Prozession des Königs und der Königin verläßt den Buckingham- Palast um 11 Uhr. Den Bug eröffnet ein Stabsoffizier zu Pferde an der Spize einer zahlreichen Gardekavallerieeskorte. Dem vergoldeten, und von acht prächtig geschirrten Falben gezogenen Bruntwagen mit dem Königspaare voran reiten der persönliche Stab des Ober- Kommandanten der britischen Armee, die Generale und Flügeladjutanten des Königs, die Offiziere des großen Generalstabes, ferner Prinz Albert von Schleswig- Holstein und der Herzog von Albany. Dann folgen Abteilungen der kolonialen, indischen und englischen Kavallerie. Neben dem Bruntwagen reiten der Herzog von Connaught und sein Sohn Prinz Arthur. Gleich hinter dem Königspaar trägt ein berittener Offizier das Reichsbanner. Dann folgen zahlreiche Wagen mit den obersten Hofchargen. Den Schluß des langen Buges bildet eine starke Eskorte der berittenen Leibgarde- Regimenter. Ueber 25,000 Mann aller Waffengattungen werden vom Buckingham- Palast nach der Westminster- Abtei Spalier bilden, und wohl an 10,000 Schußleute werden für die Aufrechterhaltung der Ordnung unter den erwarteten großen Voltsmassen sorgen. Diejenigen, die Einladungen zu der Krönung in der Westminster- Abtei erhalten haben, müssen spätestens Wie aus Baden geschrieben wird, hat der land- um 1/210 Uhr vormittags auf ihren Pläzen sein. Dann ständische Ausschuß dem Landtage über die Lage wird die Abtei für das Publikum geschlossen. Eine Stunde der badischen Staatsbahnen einen Bericht erstattet, der später erfolgt die Auffahrt der Prinzen und der Prinzessinnen von dem Regierungsblatte in seinem Wortlaut ver- des englischen Königshauses und der nach London gekommenen Wir brauchen unsere Pläße an der Sonne" nicht durch öffentlicht worden ist und u. A. auch interessante Angaben fremden Fürstlichkeiten in acht Brunfwagen mit zahlreicher des der den verschiedenen deutschen Staaten ent Thronfolgerpaares vor den Portalen der Abtei an. hält. Es ergiebt sich daraus, daß die preußischen Eisenbahnangestellten am schlechtesten entlohnt werden. Der persönliche Aufwand auf den Kopf beträgt an direkten Bezügen des Eisenbahnpersonals in Baden 1401, Bayern 1372, Elsaß- Lothringen 1321, Sachsen 1312, Württemberg 1294 und Preußen 1278 Mt. Rechnet man für die Wohlfahrtszwecke bestimmten Ausgaben ein, so werden durchschnittlich an das Eisenbahnpersonal gezahit in Baden 1505, ElsaßLothringen 1432, Sachsen 1418, Bayern 1404, Württemberg 1375 und Preußen 1355 Mk. Die Berliner Volksztg." begleitet die Mitteilung dieser Thatsachen mit der schwer zurückzuweisenden Bemerkung: Für Preußen, das also überall auf der untersten Stufe steht, ist dies Ergebnis um so beschämender, als es seine höheren Eisenbahnbeamten weit besser bezahlt, als andere deutsche Staaten, die Lage der„ niederen" Angestellten also noch schlimmer sein muß, als sie nach den mitgeteilten Durchschnittsberechnungen erscheint nach den mitgeteilten Durchschnittsberechnungen erscheint Gegenüber dem Durchschnitt der deutschen Bahnen ( 1370 Mt. bleibt die Entlohnung des preußischen Eisenbahnpersonals unter Berücksichtigung der Ausgaben für Wohlfahrtszwecke um 15 Mf. pro Kopf zurück; Preußen müßte daher, bei einer Gesamtzamtzahl von ca. 30 000 Angestellten, von vornherein etwa 4 Mill. Mark jährlich mehr an Gehältern usw. zahlen, wenn seine Eisenbahnangestellten durchschnittlich nicht schlechter gestellt sein sollten als diejenigen anderer deutscher Staaten. Wollte Preußen jedoch sein Eisenbahnpersonal ebenso besolden, wie dies in Baden geschieht, so hätte es im Jahre 154 Mt. pro Kopf mehr aufzuwenden, es im Jahre 154 Mt. pro Kopf mehr aufzuwenden, also insgesamt ca. 14 Mill. Mark mehr zu zahlen. Wenn Minister Budde die soziale Lage der Angestellten der preußischen Eisenbahnverwaltung in der That nach Möglichkeit verbessern will, so hat er dazu nur allzu reichliche Gelegenheit. - Zur Ankunft des Königs von Italien in Berln. Der Polizeipräsident von Windheim hat den Magistrat amtlich davon in Kenntniß gesetzt, daß nach einer Mitteilung des Oberhofmarschallamtes der König von Italien am Mittwoch, den 27. August, in Potsdam eintrifft. Am 28. August begibt sich der Staiser mit seinem Gaste nach Berlin, wo feierlicher Einzug stattfinden soll. Das Heiratsprogramm der Regierung. In einer Betrachtung über den Fall Löhning schreibt die Köln. Volks- 3tg.": ... Jedenfalls steht die Regierung vor der Alternative, entweder durch Preisgabe der Hauptbeteiligten" der beleidigten öffentlichen Meinung eine Sühne zu gewähren oder durch konsequente Durchführung der im Löhning'schen Falle maßgebend gewesenen Grundsäge einen großen politischen Sturm zu entfesseln. Will sie z. B. den Vorfall auf den bakatistischen Karren laden, so bleibt ihr nichts übrig, als ein großes, hochnotpeinliches Strafgericht gegen alle hohen Beamten, die sich mißbilligend über die Polenpolitik ausgesprochen haben, und dann wird ein gleiches Verfolgungssystem auch in anderen politischen Fragen eingeleitet werden müssen, wie 3. B. in der Zoll- und Handelspolitik, der Kanalpolitik 2c. Oder will die Regierung den staatlichen Boykott der Feldwebelstöchter aufrecht erhalten, so wird sie das Programm ihrer neuen Heiratspolitit nach ältestem chinesischem Muster entwickeln müssen, damit jeder Beamte genau weiß, wo für ihn die Möglichkeit, Feldwebel- und Subalternbeamtentöchter zu heiraten, anfängt und aufhört. Ob der Finanzminister sich wohl hinreichend flar gemacht hat, welen Suchen er da anschnitt? Er hätte es aber thun müssen, denn„ regieren heißt voraussehen." Wir glauben nicht, daß die Regierung sich zu groß angelegten Kämpfen aufgelegt fühlt, und deshalb können wir die Meinung der Blätter, daß der Finanzminister zurücktreten werde, nicht als unwahrscheinlich bezeichnen. Dies würde nicht das erste Opfer sein, welches die falsche Instradierung unserer Ostmarkenpolitik fordert, ganz sicher aber auch nicht das letzte. Eine ganz und gar verkehrte und unmögliche Politik muß immer von neuem jedem Beamten die Gelegenheit bieten, Fehler zu begehen, Die Festigkeit" thut es allein nicht; le fräftiger man in eine Dornenhecke hineingreift, desto schwerer berlegt man sich. Am ungünstigsten ist bei dem ganzen Handel der Militärstaat gestellt. Der nach vielen Tausenden herzerhebenden Begriffe erhält er jetzt von der„ Kamerad4/2 Der Ausstand der galizischen Feldarbeiter ist nach einer offiziösen Meldung im Abnehmen begriffen; in mehreren Gemeinden haben die Ausgleichsverhandlungen zu einer Einigung geführt. In Ausgleichsverhandlungen zu einer Einigung geführt. In Ubinie( Bezirksgerichtssprengel Radziechow) tamen am Dienstag Ausschreitungen" vor, das Militär stellte die„ Ruhe" wieder her; 15 Verhaftungen wurden vor" genommen. Haag, 7. Aug. Zu dem gestrigen Besuch des Präsi denten Krüger bei Steijn in der Villa Norma wird gemeldet: Krüger trat mit ausgestreckter Hand an das Lager Steijns. Leßterer erhob sich mühsam und reichte seine zitternde Rechte Krüger. Dieser spendete dem Kranken unter Thränen Worte des Trostes und der Ermutigung. Brüssel, 7. Aug. Bis jetzt sind bei der Regierung 14 Concessionsgesuche zur Ausbeutung der Kohlengruben in dem neu entdeckten Becken der Provinz Limburg eingegangen. Bur Rongregationsbewegung in Frankreich. Brüssel, 7. August. Der Independance belge zufolge sind nicht weniger als 12 Schlösser und sonstige große Be ſigungen von französischen Ordensleu'en Belgien erworben worden. Die letzteren gedenken sich dauernd in Belgien niederzulassen. Der liberale Abgeordnete Janson will die Interpellation über die Anhäufung der Kapitalien in den Klöstern und die Massen- Einwanderung französischer Ordens leute in Belgien beim Wiederzusammentritt der Kammer bertreten. - Paris, 7. Aug. Eine Volksmenge von über 500 Personen drang gestern in die Schule von Clermarais sehen waren und überrumpelte die wachthabenden fonftigen ber Neuzeit en zählende Feldwebel- und Unteroffizierstand, welche ein, schlug 23 Thüren ein, die mit dem Amtssiegel vernben Einrichtungen zu ber Näh. Frankfurterftr. 29, - Das Krönungszeremoniell in der Abtei ist mit Rücksicht auf den Zustand des Königs wesentlich getürzt worden. Die Verlesung der zehn Gebote und die übliche Predigt fallen weg. Die Eidesleistung, die Salbung, die Ueberreichung der Sporen und des Schwertes, sowie der eigentliche Krönungsaft werden indes in Gemäßheit des für die Krönung am 26. Juni vorgeschriebenen Programms vollzogen. - Japan in den Fußtapfen Englands. Die im Stillen Ozean liegende Dano- Insel Marcus- Island welche von Amerika wie von Japan begehrt wird, ist von den Japanern besetzt worden. Der japanische Kreuzer Kisagi" landete dort eine Abteilung Marinemannschaften. Bis dahin war der auf Markus Island erwartete amerifanische Capitän Rosehill baselbst noch nicht eingetroffen. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Eine sonderbare Anordnung im Postanweisungs- Verkehr ist vom Reichspostamt getroffen worden. Es wird darüber Folgendes mitgeteilt: Ginem in Hamburg weilenden Kaufmann wurde von seiner Berliner Firma gestern mitgeteilt, daß eine Geldanweisung mit 300 Mt. Hauptpostlagernd für ihn nach Hamburg abgegangen sei. Als sich daraufhin der Kaufmann heute Morgen nach dem Schalter des Hauptpostamtes begab und seine Legitimation borwies, wurde ihm mitgeteilt, daß die Postanweisung bereits in der Nacht eingetroffen sei, daß er aber gleichwohl das Geld noch nicht ausgezahlt erhalten könne, da nach einer Verordnung des Reichspostamtes bei allen postlagernd gesandten Postanweisungen über 200 Mt. erst an der Aufgabestelle telegraphisch angefragt werden müsse, ob das Geld auch wirklich eingezahlt worden sei. Erst nach Eingang einer bejahenden Antwort könne das Geld ausgegeben werden. Als hierauf der Kaufmann bei dem betreffenden Postdirektor vorstellig wurde, erklärte dieser Herr, daß der Beamte sich lediglich an seine Inftruftion gehalten hätte, eine solche Verfügung des Reichspostamts existiere allerdings. Wir haben keine Veranlassung, an der Richtigkeit dieser Angaben zu zweifeln, müssen aber bekennen, daß wir eine Anordnung, auf die so deutlich das Wort von dem befannten grünen Tisch" paßt, kaum jemals vorgefunden haben. Was soll denn mit der Sache bezweckt werden? Der Herr Poſtdirektor gab an, die Verfügung verfolge den Zweck, dem Schwindel und den Betrügereien, die häufig mit postlagernden Bostanweisungen betrieben wurden, vorzubeugen. Sollte das wirklich der Zweck sein? 3 mal 195 Mt. macht beinahe ebenso viel, wie 3 mal 210 Mt., also wer betrügen will, nimmt einfach Mr. 183 1 g 1 a af mehrere Bostanweisungen mit kleineren Beträgen, bei| denen nicht telegraphisch nachgefragt wird, und das war ste um so erzürnter, da August, Plischke beim Dienstantritt heilig beteuert hatte, fein Mannesbild an* Selbstinficierung mit Tuberkelgift. Aus Paris wird berichtet: Dr. med. Barnault, welcher sich am 15. Resultat ist dasselbe. Ferner: Etwa 10 bis 12 Betrugs- sehen zu können. Madame überraschte aber die Züchtige Juli zum zweiten Male mit Rinder- Tuberkeln inficiert ement pre fälle sollen jährlich im Reichspostgebiet vorkommen und eines Abends in der Küche, wo sie einen schmucken hat, um zu beweisen, daß die Theorie Kochs, die Kinder- 16 Haus gebracht wegen solcher Lappalien schafft man eine so erschwerende Behandlungsweise der Postanweisungen? Daß durch solche Verzögerungen mit telegraphischen Nachfragen Zeit- und Geldverluste für die betreffenden Empfänger entstehen können, namentlich z. B. für Reisende, die ihre Route genau vorher festzulegen pflegen, dürfte den maßgebenden Stellen doch klar sein. Nach dieser Erkenntnis wird es sich wohl empfehlen, die zwecklose Verfügung wieder aufzuheben, was wir dem Reichspostamt anheimgeben möchten. Aus Heffen und Dachbargebieten. Alsfeld, 7. Aug. Der Amtsgerichtsdiener Konr. Stieler zu Herbst ein wurde zum Kreisdiener bet dem Kreisamt Alsfeld mit Wirkung vom 16. Aug. an ernannt. tuberkulose sei nicht auf Menschen übertragbar, falsch sei, berichtet nunmehr über seine zweite Infektion und ihre Resultate. Man habe Kaninchen mit Tuberkelgift geimpft, welches den Geschwüren entnommen wurde, die sich an der Infektionsstelle bei Dr. Garnault gebildet hatten. Es traten keine Geschwüre bei den Thüren auf, aber dieselben starben an allgemeiner Tuberkulose. „ Nach meiner Ansicht", fährt Dr. Garnault fort, giebt mir die zweite Inoculation sehr ernste Chancen des Todes. Ich habe die Gewißheit, daß ich bereits in mir den vollkommenen Beweis für den Irrtum des Prof. Stoch trage. Ich habe geglaubt, mich dieser Gefahr aussetzen zu sollen, um so auf Kosten meines Lebens nur den eclatanten Beweis zu liefern, daß mein gegen die Theorie Kochs gerichtetes Buch begründet erscheine." Dragoner mit Braten tractirte. Dem Mädchen wurde gekündigt und dem Dragoner das Haus verboten. Nach 14 Tagen, am vergangenen Sonntag, verwandelte sich die Hartherzigkeit der Madame plöglich in eine milde Gesinnnung. Die Frau Wirtin hatte näm lich einen in ihrem Hause wohnenden Markthändler, welcher wegen seiner Trunksucht und Rauflust bei Niemandem beliebt ist, auf Ermission verklagt, weshalb derselbe am genannten Abend mit mehreren Strolchen gewaltsam in die Wohnung der Wirtin zu dringen versuchte und drohte, dieselbe durchzuprügeln.„ Ach", rief in Todesangst die Bedrohte zu Auguften, wäre doch jetzt Dein Dragoner hier!"" Madame, ick habe ihn hier," sprach freudig Auguste, und im nächsten Augenblick holte sie den Krieger aus ihrer Kammer hervor. Madame erstaunte zwar nicht wenig über diese Entdeckung, aber hier that * Frankfurt 6. August. Der Musketier Stefan schnelle Hülfe Not, um welche sie flehentlich nun den Winler von der 5. Komp. des 166. Inf.- Regts. in Dragoner bat. Der Letztere zog auch sofort blank, Hanau hatte an seinen Hauptmann einen Brief geöffnete die Thür und ohne daß es zu Thätlichkeiten schrieben, in dem er die Behandlung der Mannschaften kam, entflohen die Strolche, als sie den strammen durch die Unteroffiziere schilderte. Der Brief schloß mit Soldaten erblickten, sofort aus dem Hause. Noch an den Worten: Wenn der Hauptmann da nicht demselben Abend feierten die drei Versöhnung. Auguste eingreifen kann, so richte ich ein Schreiben blieb wieder, und zwar mit erhöhtem Lohn, bei der an den Herrn Oberst." Der Angeklagte will nicht Hausbesitzerin, welche ihrem Schußpatron gegen renitente gewußt haben, daß er Beschwerden nur mündlich vor Mieter versicherte, daß von nun an Haus und Küche bringen dürfe. Ferner behauptet er, der Vicefeldwebel für ihn offen ständen, da es sich gezeigt hätte, daß er habe ihm damit gedroht, er( W.) befinde sich innerhalb nicht allein in der Liebe, sondern auch als Beschützer 14 Tagen auf Festung, wenn er einen Unteroffizier gut zu verwenden ist. melden würde. Der Vicefeldwebel stellt in Abrede, daß er jemals etwas derartiges gesagt habe. Der Angeflagte wurde vom Kriegsgericht insgesamt zu vier Wochen strengem Arrest berurteilt. ** Mainz, 7. August. Der Großherzog, der in vergangener Nacht nach London abgereist ist, machte infolge des furchtbaren Unwetters mehrere Stunden im hiesigen Centralbahnhof Halt und setzte gegen Morgen die Reise nach England fort. ** Mainz, 7. August. Der älteste Beamte der ehemaligen Hessischen Ludwigsbahn ist der bei der Güterabfertigung Worms noch thätige Wilhelm Bögel. Seit 1855 ist Bögel„ Eisenbahner"! Vermischtes. * Berlin, 6. August. Im Grunewald bei Paulshorn hat heute früh ein aus München stammender junger Mann namens Adolf Wiegandt seine Gelt ebte und dann sich selbst erschossen. Er tödtete das Mädchen, dessen Persönlichkeit bisher noch nicht festgestellt ist, durch einen Schuß ins Herz, um dann seinem Leben durch einen Schuß in die Schläfe ein Ende zu machen. Heute Nachmittag wurden die Leichen aufgefunden. Infolge eines Automobilunfalles wahnsinnig geworden ist ein junges Mädchen in Berlin. Der Wagen war gegen einen Baum gefahren und das Fräulein mit ihrem Begleiter herausgeschleudert worden. Seitdem flagte es über Stopfschmerzen und jetzt mußte die Unglückliche einer Irrenanstalt überwiesen werden. * Einen Dampfer zu stehlen, dücfte bisher wohl kaum versucht worden sein. Berliner Spizbuben ist es aber geglückt. Der Ruderklub" Wicking" hatte am Montag seinen Trainingdampfer an dem Klubhaus in Nieder- Schöneweide gelassen, als die Mitglieder sich nach Hause begaben. Am nächsten Morgen frnd der Am nächsten Morgen fond der Klub seinen 15 Meter langen Dampfer nicht mehr vor. Wohin das Fahrzeug gebracht wurde, ist noch nicht bekannt. Leipzig, 6. Aug. Der Mörder des Schulmädchens Anna Klein ist heute von der Kriminal- Polizei in der Person des Optikers Wilhelm Grabisch, geboren am 28. Juni 1882 in Leipzig, ermittelt und verhaftet worden. Er hat ein umfassendes Geständnis abgelegt. * Wohl der älteste Lehrer in Deutschland ist der Lehrer Schlie in Toitenwinkel bei Rostock. Er ist 90 Jahre alt und versieht noch immer vorschriftsmäßig seinen Dienst in der gefüllten Klasse. 66 Jahre lang ist er bis jetzt Lehrer gewesen. Mörder ihrer acht Kinder! Die Eheleute Urban in Reifenberg, Sachsen, wurden unter dem Verdacht, ihre acht eigenen Kinder durch Gift bei Seite geschafft zu haben, verhaftet. In vier Fällen wurden die Mordthaten bereits festgestellt. * Der Helfer in der Not. Folgendes reizende Geschichtchen wird aus Berlin erzählt. In der Ritterstraße wohnt eine Wittwe, welche feinem ihrer Dienstmädchen ein militärisches Verhältniß gestattet. Als sie ein solches bei ihrer neuesten Küchenvorsteherin entdeckte, dis) and ot 006 1 * Serenissimus und Serenissima. Aus Karlsruhe wird berichtet: Heute gab hier das Berliner fleine Theater Schall und Rauch" ein Gastspiel im Stadtgartentheater. Aber nicht ohne daß die Censur eingegriffen hätte. Anderwärts wird im Dialog zwischen Serenissimus und Kindermann folgende Szene gesprochen: Serenissimus:„ Warum wird das Drama an meinem Hoftheater nicht gegeben?" Kindermann:„ Die Helden dieses Dramas sind in keiner Weise mit einander verheiratet." Serenissimus:„ So! Nun... und?" Kindermann:" Solche Vorgänge sind an einem Hoftheater ganz unmöglich." Serenissimus:" Beruhigen Sie sich, an einem Hoftheater ist nichts unmöglich. Gratisbeilagen: Oberbeffiche Be Gartenbau, sowi Das Blatt erf * Paris. Die der Seine zugewendete Seite NotreDame- Kirche wurde auf Grund alamirender Nachrichten über eine Senfung der Fundamente fachmännisch untersucht. Thatsächlich bestand eine große Gefahr für einen Teil der Kirche, da die von der Seine umspülten Fundamente arg gelitten hatten. Die Reparaturen wurden sorglich geheim gehalten. Das Publikum glaubte an belanglose Steinmezarbeiten hinter dem hohen Bretterzaum. In Wahrheit aber wurde eine komplizirte Material- Auswechselung vorgenommen. Erst heute wird frei und offen mitgeteilt, daß die Gefahr bestanden hat, aber jetzt behoben ist. Kindermann:„ Durchlaucht geruhen die gestrengen Kunstprinzipien ihrer Durchlaucht der Serenissima zu vergessen." * für O Pol Betersburg Reval, 8. Au - Zur Neval gemeldet bei leicht bewöl geschmückte Da haften Obatione Ausfahrt. Die eine äußerst bera den Verlauf des der Abfahrt en deutschen Wohl Traurige Nahrung. Man hat dieser Tage in Wonarchen- Bufa Oporto die in weiten Streisen peinliche Aufregung ber- fowohl auf der w ursachende Entdeckung gemacht, daß seit Jahren in mehrfach eingehen großem Umfange Fälschungen von Mehl zum Brot- Grafen Bülow ge backen durch starke zusäße von fein vermahlenen Reis- holt den Grafen schalen, Sägeſpänen und Gips stattgefunden haben. Der Mittelpunkt der Fälschung ist das kleine Städtchen bm Kaiser sind d Ovar, südlich von Oporto, von wo aus das schöne Das geftrige Dine Erzeugnis hauptsächlich nach Oporto abgesetzt wurde, es Stunden. Nach ging aber auch nach Lissabon und der Provinz. die Front der vo Einer, der's nicht nötig hat. Aus Tarasp wird und Offiziere ab, berichtet: Die hier weilende Gattin eines Bankdirektors Baron Fredericks traf auf ihrem Spaziergang einen anständig gekleideten trugen. Mit dem! Mann, der ein Schmetterlingsnetz und eine Schachtel hatte Kaiser Wilh mit gefangenen schönen Schmetterlingen trug. Sie großes Intereffe hielt den Unbekannten für einen Mann, der Schmetter- der Ansprache des linge fange, um sie an die Kurgäste zu verkaufen, sprach mar jebe politisch ihn an und ersuchte ihn, er möge ihr für einen zu der Schiffe war Hause weilenden Sohn etliche Exemplare gegen Entgelt früh abgehaltene überlassen. Der Fremde bedauerte, ihrem Wunsche nicht verlaufen. entsprechen zu können, da er nur für sich sammle. Vor ihrem Hotel traf die Dame einen Bekannten, dem sie von dieser Bewegung erzählte, wobei sie sogleich auf den mit dem Fangnez vorübergehenden Mann aufmerksam machte." Ja, verehrte Frau", erwiderte der Bekannte lachend, das glaub' ich wohl, daß der Mann dort feine Schmetterlinge verfaust. Der hat's Gottlob nicht nötig, das ist Lord Rotschild aus London!" Das Opfer eines amerikanischen Duells war, wie nunmehr feststeht, der aus Mehlsack in Ostpreußen gebürtige Ingenieur Reinhold, welcher sich auf der Fahrt nach Landsberg a. B. in einem Abteil 1. Klaſſe des Berliner D- Zuges erschossen hat. Dem Duell liegt angeblich eine Liebesaffaire zu Grunde; ein Freund bewarb sich um die Gunst von Rheinholds Herzensdame, was schließlich die Herausforderung zu einem amerikanischen Duell zur Folge hatte. Das Todesloos traf Reinhold, welcher den Freund gefordert hatte. Diese Angaben werden zum Teil durch einen Brief bestätigt, den Reinhold unmittelbar vor Ausführung der unſeligen That an ſeine in Ostpreußen lebende Wutter gerichtet hat der allezeit mit In diesem Schreiben bittet er die Mutter, sie möge ihm nicht fluchen, wenn er freiwillig aus dem Leben scheide; er sei sich vellständig klar über seine Handlung. Die Herausforderung zum Duell nach amerikanister Art habe er selbst veranlaßt Das Loos, zu sterben, sei ihm zugefallen.... Der junge Mann war, wie jetzt bekannt wird, vom 15. Januar bis Ende Juni ds. Js. als Ingenieur, bei dem Deichbauamt in Kaufehnen angestellt und hatte sein gutes Auskommen. Seit 15. Juli war er in gleicher Stellung bei einer Berliner Deichbaufirma beschäftigt und wohnte in Charlottenburg. Mannes aus, der durch seinen Fleiß und seine Begabung set dieser notwend Seine Vorgesetzten stellten ihm das Zeugnis eines braven Serenissimus:„ Reden wir von etwas Anderem!" Diese Stelle fiel hier in Karlsruhe aus, weil sie von der Censur beanstandet wurde. * Kopenhagen. Der Gothenburger Dom, welcher faum hundert Jahre alt ist, zeigt große Risse und droht einzustürzen. Maßregeln wurden getroffen, um einer Katastrophe vorzubeugen. * Das Kaiserliche Generalkonsulat für Belgien teilt mit, daß zufolge einer Königlichen Berordnung vom 5. Juli d. J. im Jahre 1903 in Brüssel eine Allgemeine Ausstellung von Werken lebender belgischer und nicht belgischer Künstler veranstaltet werden wird. Charleroi, 6. Aug. In Morlanwelz erbrachen Diebe einen Eisenbahnwagen, in welchem sich eine Sendung Dynamit befand und stahlen zahlreiche Dynamit- Patronen. Dynamit zu stehlen, dürfte nicht alle Tage vorkommen. * Venedig, 6. August. Hier herrscht große Erregung, weil heute früh infolge Sturmes der Thurm von San Stefano große Sprünge zeigt. Die umliegenden Häuſer mußten von den Bewohnern geräumt werden. Man will sofort mit der Abtragung des oberen Teiles beginnen. Pferdemarkt„ Gießen Am Mittwoch, den 10. September findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnkatscher Huhn dahier wenden. Auskunft über sonstige Marftangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine and Prämiierung verbunden, für welche 1565 Mk. zur Verfügung stehen. Der Prämiirungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schlenke- Hardthof bei Gießen zu erbitten. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 122 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplaß und zurüc Am 11. September, nachmittage 2 Uhr findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verloosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mt. ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, Juli 1902. Die Pferdemarktkommission zu Gießen. Jean Kirch, Stadtverordneter. noch viel hätte erreichen können. Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen Das Meisterschafts- System zur praktischen und naturgemässen Erlernung der deutschen, französischen, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, holländischen, dänischen, schwedischen, polnischen, russischen u. böhmischen Geschäfts- u. Umgangssprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. 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