Nr. 182. Erstes Blatt. Avonnement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 8. August 1902. Gießener 11. Jahrgang. Infectionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz berbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Feruſprechauschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Zur Auflösung der Verlobung des Herzogs Siegfried. In beiderseitigem Einverständniß" ist das Verlöbniß zwischen dem Herzog Siegfried in Bayern und der Erzherzogin Maria Annunciata von Desterreich, das seit Mitte Juni dieses Jahres proflamirt war, wieder gelöst worden. Erzherzogin Maria Annunciata, die am 31. Juli ihr 26. Lebensjahr vollendet hat, ist eine Tochter des verstorbenen Erzherzogs Carl Ludwig aus dessen dritter Ehe mit der Infantin Marie Theresia von Portugal, mithin eine Stiefschwestec des präsumtiven Thron folgers in Desterreich- Ungarn und eine Nichte des Kaisers Franz Josef. Mit ganzem Herzen hängt sie an den Pflichten, die ihr als Aebtissin des adligen Damenstifts auf dem Hradschin in Prag obliegen. Herzog Siegfried in Bayern. Maria Annunciata von Denerici. Herzog Siegfried in Bayern der Sohn des vor einem Jahrzehnt verstorbenen Herzogs Maximilian aus dessen Ehe mit der ebenfalls schon heimgegangenen Brinzessin Amalie von Coburg, ist als flotter Offizier mit sportlichen Passionen und Lebemannsgewohnheiten in München bekannt und auch populär gewesen. Die finanziellen Consequenzen seiner Lebensführung machten sich vor einiger Zeit dahin geltend, daß Herzog Siegfried sich genötigt sah, seinen Rennstall aufzulösen und In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Inzwischen hatte er schon gefragt:„ Nun, Warta, sind Ste zufrieden?" Und ganz impulsiv hatte sie geantwortet:" Bufrieden, Vetter Burkard? Gräßlich ist's! ganz gräßlich! Ein Kanarienvogel im Bauer ist ein Freiherr gegen mich!" Er lachte; ach, er war so glücklich sie wiederzusehen, sich so willkommen zu fühlen. Sie hatte bereits ihre Selbstbeherrschung wiedergewonnen; zu viel sagen wollte sie nicht, sie brauchten es nicht alle zu wissen, wie das Brot der Dienstbarkeit ihr so bitter schmeckte. Viel lieber beneidet als bemitleidet zu sein! Ihre Stimme, ihre Augen frohlockten aber, daß sie ihn hier hatte. Wenn sie sich auch im Grunde nicht viel aus ihm gemacht hatte, heute war er ihr wahrhaft lieb und ihre ganze Seele voll Dankbarkeit, daß er gekommen. " Es sieht sich aus der Ferne leichter an, mein Leben, als es ist, Burkard", erzählte sie. Man muß eine Unmasse lernen, vor allem ein Automat zu sein, wenn die Hoheiten es verlangen! Noch mehr muß man vergessen, z. B. daß man selber ein adliges Fräulein ist und seinen Stolz und ein Recht auf Rücksichten hat. Arme, fleine Maria!" sagte er leise- zärtlich. Wie flang das so bitter und herbe was sie sagte. Sofort stimmte sie einen leichteren Ton an. " Natürlich, man hat auch allerlei dafür! Es trifft sich für mich nur sehr ungünstig, daß die Erzherzogin Trauer hat und daß fie und meine Prinzeß hier in Starlsbad zusammenivaren, was der Herr Erzherzog Theobald in Paris verjubelt. O, Sie wundern sich, daß ich dies alles weiß? Lieber Gott, es geht bei so hohen Herrschaften gerade so menschlich zu, wie bei anderen Staubgeborenen! Das hab ich mir früher auch nicht eingebildet. Ueberhaupt! da denkt man Wunder, wie die leben und wie sie hinwegschreiten über alles Ungemach! Pah! Ich bin noch nicht drei Monat hier, aber wenn sie mich auch wegschicken und mich nichts hören lassen von ihren Heimlichkeiten, wie wenn die Luft es fortträgt, so erfährt man's. Und ich bin ja auch nicht auf den Kopf gefallen. Ein Wort der Oberhofmeisterin zu Graf Gorzberg oder gar auch nur zu einer Kammerfrau, und ich habe zu dem Geheimnis einen Schlüssel! Meine Lois'l frisiert mich, fie weiß allerlei, was der eine oder die andere im Vorzimmer, oder bei der Toilette der hohen Herrschaften erlauscht hat. Bom in weiterer Folge sich auch Mitte Januar dieses Jahres auf einige Zeit aus dem aktiven Militärdienst zurück zuziehen. Damals wurde ihm ein einjähriger Urlaub erteilt, den er, wie es hieß, zu einer längeren Reise verwenden wollte, um über verschiedene jugendliche Erfursionen inzwischen Gras wachsen zu lassen. Politische Nachrichten. Zur Kaiserbegegnung in Reval. Die Schiffs- Manöver nahmen gestern bei prächtigem Wetter ihren Fortgang. Zum Diener sind u. A. Bürgermeister Huseck und Ritterschafts- Hanptmann Dellingshausen geladen. Reden sollen nicht gewechselt werden. Aus guter Quelle wird noch gemeldet, daß die Abreise des Kaisers um 6 Stunden verschoben werden soll, weil der Kaiser beschlossen habe, die Stadt zu besichtigen. Nachmittags gedachte der Kaiser heute an Land zu gehen, um selbst die Schießerfolge zu kontrolliren. Aus Petersburg wird noch gemeldet, daß eine Deputation des 85. Wiborg'schen Infanterie- Regiments, dessen Chef der Kaiser ist, nach Reval zur Begrüßung des Kaisers abgereist ist. Ferner hat sich der Admiral Makanow nach Reval begeben, um dem Kaiser seinen Eisbrecher Jermak zu zeigen. Prinz und Prinzessin Heinrich haben heute Vormittag die Reise nach London zu den Krönungsfeierlichkeiten von Riel aus angetreten. Heute begeht König Georg von Sachsen seinen 70. Geburtstag. Das deutsche Volt und ganz besonders die Sachsen haben alle Ursache, demselben an diesem Tage nur das beste zu wünschtn. Wie sein verstorbener Bruder, so hat auch er an dem Werke der Einigung Deutschlands geholfen und ist seitdem ein eifriger Förderer der Interessen des deutschen Reiches geblieben. Der Reichs- Anzeiger" gedenkt in einem besonderen Artikel der Verdienste, die sich der König von Sachsen als erfolgreicher Feldherr um das deutsche Vaterland erworben hat. Privattelegramm. Hannover, 8. Aug. Der ehemalige Oberpräsident v. Bennigsen starb heute Nacht im Alter von 70 Jahren. ( Her v. B. ist bekanntlich der Vater des im Duell erschossenen Landrats v. Bennigsen.) Das Gesundbeten und der preußische Kultusminister. Gegen den Pastor Horst in Mansbach( hessen- stassel ist ein Disziplinarberfahren im Gange, das jetzt von dem preußischen Kultusminister Studt in letzter Instanz zu erledigen ist. Arteg reden sie, vom Mobilmachen und von politischen Dingen, aber auch von ihren Familiengeschäften. Sie haben schrecklichen Aerger, meine Prinzeß sollte den Kronprinzen von X. heiraten; es scheint mir, der hat aber andere Bläne." Und das alles dürfen Sie mir ja nicht verraten, Maria! Ich könnte doch hingehen und es einem Zeitungsreporter er zählen!" mahnte er, aber er lachte sie dabei so glücklich an, daß sie ihm diese Erinnerung nicht übel nahm. Sie war auch viel zu erregt, um sich beeinflussen zu lassen. Ohne daß sie es wollte erfuhr er, daß die Erzherzogin Isabella infolge von allerlei mißlichen Verhältnissen den Hof zu Wien mied und unter dem Vorwande von wirklicher Stränklichkeit die Karlsbader Wasser brauchte, zu einer Jahreszeit, die Maria von Wazlam sehr unpassend nannte;- daß sie und ihre Tochter nahezu wie Nonnen lebten, außer einigen älteren Herren nur gelegentlich mal einen jüngeren Herrn empfingen, und daß Maria selbstredend in Gegenwart ihrer jungen Herrin überhaupt kauni beachtet wurde. ,, Das liegt nicht an den Herren, Vetter Burkard, die beiden Prinzen von M. und der Großherzog von D. waren sehr geneigt, mir auch einmal ein Wort zu gönnen, aber meine junge Soheit wußte unübertrefflich deutlich durch ihre Miene zu sagen, daß ich lediglich als Staffage zu betrachten sei." Wie der beleidigte Stolz Marias nur dazu diente, sie noch schöner zu machen! Burkard von Frohberg erschraf in all seinem Entzücken doch über Marias Bericht. War fie den Erzherzoginnen unsympathisch? Ließ fie es an Bescheidenheit fehlen? Er wagte natürlich nicht einmal, einen solchen Gedanken anzudeuten; fie schien ihn aber zu erraten und mit den heißen roten Wangen und blizenden Augen, die blau waren wie Stahl, neigte sie sich ihm noch näher zu: Mein einziger Freund hier, Burkard, ist der Kammerherr bon Gorzberg. Selbst den gönnen sie mir nicht! Baronesse von Kaiserslautern will ihn fapern, denn eine glänzendere Bartie giebts nicht in ganz Böhmen, und sie ist es auch, welche die beiden Hoheiten gegen mich einnimmt; natürlich revanchiere ich mich und ärgere fie wo ich kann, aber die Thatsache iſt- Maria?! Sie werden doch nicht so wahnsinnig sein?" schrie er auf. daß - Gorzberg " Das weiß ich noch nicht! Einstweilen scheint sein Schwanken beendet; er wäre nicht abgeneigt- Horst hat in seiner Gemeinde bei vielen eine große Erweckung" herbeigeführt, die jetzt statt ins Wirtshaus in die Kirche gehen. Trotzdem ist er zur Strafverseßung, sowie in alle Kosten verurteilt, und wenn er fortfahre, die Mansbacher Bahnen zu wandeln, mit Amtsentsegung bedroht. Er soll sich durch die Art seiner Seelsorge zu dem Patron und den Gemeindegliedern in ein unerträgliches Verhältnis gesezt, der Sektiererei Vorschub_geleistet haben u. dergl. Aus der Apologie, die Herr Stöcker seinem Amtsbruder widmet, seien folgende Säße mitgeteilt: Die eine Stelle des Erkenntnisses ist sehr bezeichnend. Sie lautet also:" Es sei darauf hin gewiesen, daß der Angeklagte bei einem Unglücksfall, bei welchem ärztliche Hilfe nach menschlicher Ansicht unbedingt geboten war, erklären fonnte, ein Arzt sei nicht nötig gewesen: der Heiland heile heute noch Wunden aufs Gebet hin." Die Rekursschrift bemerkt dazu:„ Dieser Mann, zu dem Pfarrer Horst nach der Heilung dies gesagt haben soll, ist ein armer Trinker. Pfarrer Horst weiß nicht mehr genau, in welchem Zusammenhange er mit diesem armen, ungläubigen Manne von Gott als dem Erretter auch in Strankheitsnot gesprochen hat. Aber wenn Pfarrer Horst wirklich dies gesagt haben sollte, so hat er doch nur ganz biblisch geredet. Jedes Buch der Bibel redet von Gott als dem lebendigen Gott, der Gebete erhört... Die Bibel redet doch in dieser Beziehung eine deutliche Sprache, z. B.: 2. Mose 15, 26:" Ich bin der Herr dein Arzt( genauer: der dich heilt). Jaf. 5, 14-15: Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen und der Herr wird ihn aufrichten. Matth. 8, 16. Mart. 16, 17-18: Auf die Stranken werden sie die Hände legen, und sie werden gesund werden. Psalm 103, 3. Psalm 91, 15. Jer. 33, 6. Wenn die Herren im Kirchenregiment diesen Glauben an den Gott der Bibel, der aufs Gebet hin Kranke gesund macht, für überspannt halten, so ist das ihre Sache. Sie haben aber fein Recht, einen Pfarrer zu berurteilen, weil er glaubt und lehrt, was die Bibel klar bezeugt." Man darf mit Recht darauf gespannt sein, wie der preußische Kultusminister auf den eingelegten Refurs entscheiden wird. Herr Studt steht vor einer sehr schweren Entscheidung, die in wissenschaftlicher und fultureller Beziehung von hohem Interesse sein wird. London, 7. Auguft. Der König ertrug die gestrige Reise nach London ohne die geringste Ermüdung. Er hatte eine Es war ihm, als stode ihm das Herz. Und es hieß ia Wahnsinn, tompletter Wahnsinn, was er fühlte und dachte! Er hatte wahrlich nicht Ursache ihr denselben vorzuwerfen. Sie sah ihn dabei übermütig lachend an. Wissen Sie, Burkard, es braucht nur ein ganz klein wenig mehr Freundlichkeit-! Aber ich fann mich noch nicht ent= schließen;-- und doch Er fuhr empor von seinem Sig, sein Gesicht wurde plöglich blaß und finster und zornig seine Miene. Wären Sie nicht so jung, daß Sie taum wissen, was Sie da sagen, Maria- so- so-. Es ist schmählich für ein junges Mädchen, zu sprechen wie Sie; scheußlicher noch, so im Ernst zu denken. Ich weiß, Sie thun es nicht, aber thäten Sie es, Sie wären der Achtung eines braven Mannes unwert!" Ganz zitternd vor Empörung hatte er ihr das alles entgegengeschleudert und sie wechselte die Farbe dabei und sah ihn beinahe furchtsam an. Er aber stand jest wie erschrocken über sich selbst. Ihr banger Blick brachte ihn zur Vernunft. Verzeihen Sie, daß ich mich erhibe, Maria; ich bin wohl ein schwerfälliger Pedant, der feinen Scherz versteht?" lenkte er ein. Da war ihr Tros aber schon wieder obenauf. Scherz habe ich nicht machen wollen!" ſagte fie furz, ,, übrigens bin ich mir ja allein Rechenschaft schuldig und wenn meine Selbstachtung mir bleibt dann- Aber was zanten wir uns um des Kaisers Bart! Erzählen Sie mir von Lischa. Graf Koloniz, der Vertraute unserer Hoheiten, der ewig in ihren Aufträgen unterwegs ist, schwärmt für Lischas goldene Augen und Titianhaare. Er wird allerdings nie ein armes Mädchen heiraten, das ginge sicherlich gegen seine Grundsäße! Aber könnte er sich dazu überwinden, er ist nämlich selbst sehr reich. dann wäre Lischa die Auserkorene." Burkard von Frohberg stugte ein wenig. Seine Mutter hatte ihm andeutend verraten, daß Lischa und Stoloniz sich liebten. Er erschrat für die Schwester bei Marias spöttischen Bemerkungen. Sie aber fragte weiter nach Vetter Joseph, dem Hauslehrer ihrer Brüder, nach den Geschwistern und tausend Dingen, von denen ihrer Mutter Briefe nichts sagten. Sie atmete zuweilen bei seinen Antworten tief auf und dann dachte sie offenbar mit Abscheu oder Widerwillen an das einsame Leben auf dem nüchternen Gutshofe, ihre jezige Situation doch noch vorziehend. ( Fortseßungf olgt.) Nr. 181. feubend auf der Schwelle. regung erinnerte Oberhessische Familienzeitung. Was fagten Ste? fte ftch, Schlummer verlaffen batte, und dämpfte thre Stimme. Daß Jean Bound meinen Mann daß sie ihre Kranke in leichtem Aber mitten in ihrer tiefen Er zerzauste, er Seite 2. für Abend das schwache Licht oben im aim Gesicht, als er den einsamen Weg btn und hereilte, um Abend Wolfen lugen, er füblie wieder die scharfe Luft in ſeinem fah den Mond wieder durch die sich ballenden Digier matte Sichtſchein au beobachten. Nr. 181. Oberhessische Familienzeitung. Zur Kaiserreise. 40... DIE REVALER BUCHT. 2 Anfahrtlinie der 3 4 3 Km Seite 3. Unsere heutige Karte zeigt Lesern bon Reval, unseren westecke fich die Stadt selbst Smilchen den Iniali an deren Süddie Bucht erhebt 11 g 1 a1 gute Nacht, befindet sich bei vorzüglicher Gesundheit und die Wunde ist gut geheilt. Das nächste Bulletin wird am Sonntag ausgegeben. - Die Beteiligung der Beamten an Konsumvereinen hat die Eisenbahnverwaltung in der Schweiz verboten. Die Generaldirektion ist dabei von der Ansicht ausgegangen, daß es unmoralisch sei, wenn Eisenbahnbeamte, die einen Einblick in die diskretesten Bezugsquellen der Kaufleu t'e genießen, diese Kenntnis dann als Verwalter eines Konkurrenzbetriebes, wie es die Konsugenossenschaften thatsächlich sind, auszunuzzen suchen. ab Giessener Cagesneuigkeiten. *** Das Regierungsblatt Beilage Nr. 21, ausgegeben am 6. August enthält: 1. Deffentliche Anerkennung einer edlen That. 2. Ordensverleihungen. 3. Ermächtigung zur Annahme 4. Zulassung zur und zum Tragen fremder Orden. Rechtsanwaltschaft. 5. Dienſtnachrichten. 6. Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchenamts. 7. Ruhestandsverſegungen. 8. Konkurrenzeröffnung. 9. Sterbefälle. ** Das Kreisamtsgebäude am Brandplatz macht sich in seinem neuen Aufpuz wirklich nett und ist zu den anderen Neubauten wie angepaßt. Seit einigen Tagen ist an der Vorderfront eine schwarze Marmortafel angebracht, welche folgende Aufzeichnung in Goldbuchstaben enthält: Hier wohnte - fraglich gewefen jammlung hätte führungen ift Um 6% Uhr m tereffant war, Der Dir mal beantrag einen dritten und wird au Der stehen, nur fällt die Prämie von 200 000 m. in der| Metzger Kreuder war deshalb gezwungen, noch nachträglich 6. Ziehung erst den Gewinnen von 50,000 Mt.( statt die Erlaubniß zur Anlage des Erkers nachzusuchen. Was ihm vorher vielleicht debattelos zugestanden worden wäre, bisher 40 000 Mk.) ab zu. wird ihm jetzt verweigert. Zwar sprechen sich anfangs die Herren Jann nnd Pirr zu Gunsten des Antragstellers aus, stimmen aber später doch gegen sein Gesuch. Architekt wird auf Vorschlag des Bürgermeisters an Stadtarmenfasse eine Buße von etwa 1000 Mark zahlen, da er allein die Schuld an dem unliebsamen Vorkommnis hat. Nochmals die Rübsamensche Scheuer. Konrad Rübsamen hat in der Schwarzlach in seiner Scheuer Lagerräume, Stallung und Wohnung für Arbeiter gebaut, ohne jedoch von der Stadt die Erlaubnis hierzu erhalten zu haben. Sein nachträgliches Gesuch war schon ein mal abgelehnt worden. Ueber sein diesmaliges, denselben Gegenstand betreffendes Gesuch wird debattelos zur Tagesordnung übergegangen. ** Das Verordnungsblatt für die vangelische Kirche des Großherzogtums essen Nr. 7, ausgegeben den 31. Juli, enthält: Bentanus Karl von Senfenberg, geb. 1751, geft. 1800. Er war ein großer Menschenfreund und warmer Patriot. ** Roschat- Quintett. Ueber das Koschat- Quintett, welches 17. August in Steins- Garten auftreten wird, entnehmen wir einem Berliner Bericht folgende wird, entnehmen wir einem Berliner Bericht folgende Zeilen: Der Meister gehört noch heute der kaiserlichen Hofoper an, wie seine vier Gesangscollegen, die Herren Trayler, Fournes, Fochler und Haan als Mitglieder des Wiener Hofopern- Chores ein volltönendes Zeugnis für die künstlerische Güte dieses musikalischen Factors abgeben können Namentlich ist es der edle Ton der Tenorstimme, der bei den Vorträgen des Koschat- Quintetts bedeutsam für deren Gediegenheit ins Gewicht fällt. Am ersten Konzertabend hatte sich allmählich ein äußerst zahlreiches Publikum eingefunden. In den Vorträgen selbst ist Heiteres und Sentimentales sehr angenehm gemischt und ohne freiwillige neue, auf dem Programm nicht vorangezeigte Gesangsspenden geht es bei dem stürmisch- herzlichen Beifalle des entzückten Publikums nicht ab. Aber diese Zugaben werden gern gewährt, da auch der Beifall von Herzen kommt, obwohl der Konzert- Abend sich bedenklich der Mitternacht nähert, bis als vorletzte Nummer das herrliche Verlassen" zu dem himmlischen Sternen emporsteigt. Die Acclamationen für den Meister und seine so fein harmonisch abtönende Sängerschar wollten hier kein Ende nehmen, und das Da capo mußte notwendig geleistet werden. 1) Ausschreiben des Oberkonsistoriums an die evangelischen Kirchenvorstände: Bitte um Unterstützung der Kirchengesangvereine durch die Kirchen gemeinden. 2) Ausschreiben des Oberkonsistoriums an die evangelischen Pfarrämter. Betreffend: Die Vorbereitung der Konfirmation und die gottesdienstliche Er öffnung des Konfirmandenunterricht. 3) Ausschreiben des Großherzoglichen Oberkonsistoriums an die evan gelischen Detanate und Pfarrämter: Bitte um Unterftügung des evangelischen Hauptvereins für deutsche Ansiedler und Auswanderer. 4) Verzeichnis der im 2. Vierteljahr 1901 genehmigten Schenkungen und Vermächtnisse für evangelische firchliche Zwecke. 5) Dienstnachrichten. 6) Aufforderung zur Bewerbung: Zur Wiederbeseßung werden ausgeschrieben die zweite evangelische Pfarrstelle zu Erbach, Def. Erbach. Dem Grafen zu Erbach- Erbach steht das Präsentationsrecht zu; die ev. Pfarrstelle zu Wölfersheim, Def. Hungen; Dem Fürsten zu Solms- Braunfels steht das Präsentationsrecht zu; die ev. Pfarrstelle zu Maar, Dek. Lauterbach; den Ried esel Freiherrn zu Eisennach steht das Präsentationsrecht zu; die ev. Pfarrstelle zu Gräfenhausen, Dekanat Darmstadt. ** Ernennungen. Der Großherzog hat am 6. August den Oberlehrer an dem Wolfgang ErnstGymnasiun zu Büdingen Dr. Jakob Curschmann zum Oberlehrer an dem Herbstgymnasium zu Mainz mit Wirkung vom 15. September an, den Oberlehrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach Dr. Friedrich Roth zum Oberlehrer an dem Gym nasium und der Realschule zu Worms mit Wirkung vom 1. Oktober an ernannt. ** Der israelitische Lehrerverein im Großherzogtum Hessen hält am 17. August seine diesjährige ordentliche Generalversammlung in Frankfurt a. Main ab. Volksschullehrer Rotschild von Worms wird über die Psalmen im Religionsunterrichte" revideren. ** Wohlthätigkeitskonzert. Wir möchten nicht versäumen, unsere Leser nochmals auf das Samstagskonzert zum Besten der Unterſtüßungsbedürf tigen der Primus- Katastrophe aufmerksam zu machen. Da neben den Gesamt- und Einzelchören ( Männerchöre) auch gemischte Chöre, sowie Vorträge des Zittervereins Alpenröschen zu Gehör kommen. Es dürfte sich schon aus diesem Grunde der Besuch des Konzerts lohnen. ** Sonstige Bauten. Wunich ausge richt die Bor Realgymnafium Bürgermeisters Abtrennung für ift derfelben An Damit wa erledigt. Der 2 Die Gärtner Karl und Becker wollen jeder ein Treibhaus errichten.- Louis Troß beabsichtigt, in seinem Garten an der Rodheimerstraße ein weiteren Neubau aufzuführen. - Dr. Reinewald will in der Liebigstraße ein Wohnhaus, Frau Keil in der Schulstraße gleichfalls ein Wohnhaus errichten. Sie alle erhalten ohne Weiteres die Erlaubnis. Der Bauführer Marx ersucht um Genehmigung zur Ausführung eines Fachwerkgiebels in der Wilhelmstraße. Auch hiergegen hat die Versammlung nichts einzuwenden. Ernst Blödner hatte schon einmal die Erlaubnis zum Bau eines weiteren Stockwerks auf sein Haus in der Plockstraße erbeten. Es war ihm jedoch verweigert worden. Da er sich nun bereit erklärt, den Bau massiv zu machen, so wiro das anfangs abgelehnte Gesuch von der Baudeputation befürwortet und von der Versammlung gutgeheißen. Der Klingelbach Punkte zur Erl Aus He ** Großen Turnverein fei und Preisturne ** Lich, 7. fichtlich der 2 gonnen werde Münzenber und so einem entgegentommer Ss. Langebo Die Einleitung unferer Gemein Stimmen waren stimmenden Män mobl cus Unten Wezlar, feierte am M Die hiesigen Po Der Taunus Haus eine Verf diesjährige Zwe Buzbach, 7. erlegte Fabritant ender. soll allmählich ganz aus dem Stadtgebiet herauskommen. Zur Ueberführung von der Eisenbahn bis zur Stephanstraße sind bereits 32,000 mt. bewilligt. Zur Ueberführung von der Stephanstraße bis zur Bruchstraße ist ebenfalls eine Summe festgelegt. Im Ganzen fehlen noch ca. 18,000 wit. Davon ist ein Teil durch private Beiträge gedeckt. Architekt Huhn will einmal 1000 und noch einmal 1760 Mark beisteuern, Herr Seibel 4248 Mt., Herr Hamel 4188 Mt., Herr NauHeimer 500 Mt., Professor Hansen 100 wet. und Professor Strüger ebenfalls 100 Wif. Architeft Huhn hat sich verpflichtet, daß diese Gelder in einem Vierteljahr eingehen. In Summa fino 41,000 Mt. da und fehlen noch 9000 Mt. Die Baudeputation empfiehlt, daß die Stadt hierfür auftomme. Schon aus sanitären Gründen solle man die 9000 Mt. bewilligen.- Stadtv. Krumm meint, die Interessenten hätten ruhig etwas mehr zeichnen können, sodaß die Stadt nicht in den stark in Anspruch genommenen Säckel zu greifen brauche. - Darauf erwidert der Bürgermeister, manche von den Leuten seien dazu nicht in der Lage. Ueberdies müsse auch er seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß der wohl habenste aller Interessenten, Herr Liebmann Reiß jeden Beitrag stritte verweigert. Stadtv. Euler meint unter allge meiner Heiterfeit, was wundere ihn gar nicht.- Schließlich werden die 9000 Mt. bewilligt. - Die Bau ** Darmstadt beffischer 3 felben zweds felben eine W fügung gestellt, deren Assistent Behandlung f Kinder soweit Die Einrichtun ftrumente etc., 6500 trägt der Einrichtung, Be ift die Ausdehr fehen. Die St Der hauptsächlichste Verhandlungsgegenstand des Preußischen Lehrertages, der zu Weihnachten in Magdeburg stattfinden soll, die Besoldungsin Magdeburg stattfinden soll, die Besoldungsfrage, wird infolge eines Beschlusses des geschäftsführenden Ausschusses vorher von den Zweigvereinen durch beraten, damit diese durch die Provinzialverbände bestimmt formulirte Anträge einbringen können. In der Provinz Brandenburg liegen bereits verschiedene hierauf bezügliche Beschlüsse von lokalen Lehrervereinen vor. Sie sind dem Vorstand des Provinzialverbandes übermittelt worden mit der Bitte, sie auf dem Lehrertage zu vertreten. Die brandenburgischen Lehrervereine erheben vornehmlich folgende Wünsche: Erhöhnng des Grundgehalts von 1200 auf 1500 Mt. und der AltersDie Verbreiterung der Nodheimerstraße zulagen auf 200 M.; Anrechnung der freien Dienstist bereits bis zum Feldschlößchen" durchgeführt. Der wohnung mit 300 M. auch auf dem Lande, im übrigen Streis verlangt nun, daß die Stadt einen Teil der Soften vollständig ausreichende Mietsentschädigung; Anrechnung der Landnußung mit dem einfachen Grundsteuerreinertrag zur weiteren Durchführung der Verbreiterung trage, da Die Besoldung für Organiſten- und Kantordienst ist den sie viervon einen erheblichen Vorteil habe. Leistungen entsprechend gesetzlich zu regeln; die Küster- deputation schlägt vor, an den Kosten der Verbreiterung bis zu dem von der Rodheimerstraße nach Heuchelheim dienste sind, als mit der Würde des Lehrers nicht ver- abzweigenden Weg teilzunehmen, sich auf mehr aber einbar, vom Lehramt zu trennen. nicht einzulassen. Stadtv. Krumm ist dagegen, weil allein das Land den Vorteil von der Anlage habe. Die Stadt werde bei allen Gelegenheiten in Anspruch genommen, das müsse aber endlich einmal aufhören. ** Fürsorge für die Chinafrieger. Stadtv. Kirch meint, Krumm konstruiere einen Gegen schlechten Erfahrungen, die im vergangenen Jahre bezüglich der Vermittelung von Arbeit für die zur Entlassung kommen- satz zwischen den Interessen der Stadt und des Landes, der thatsächlich gar nicht vorhanden sei. Das be den ostasiatischen Besaßungsmannschaften gemacht wurden, streitet Krumm. – Der Bürgermeister erwidert auf die haben den preuß schen Kriegsminister v.ranlaßt, an den Aus- Ausführungen Krumm's, die Stadt sei gar nicht in der schiffungs- und Auflösungsorten Vermittelungsstellen zu er= richten, denen durch die öffentlichen Arbeitsnachweis stellen Lage, sich ablehnend zu verhalten. Sie sei gefeßlich zur Teilnahme verpflichtet. Sie fönne gar nicht billiger Berzeichnisse der offenen Stellen zugestellt werden, um auf davonkommen, als nach dem Vorschlag der Bau diese Weise für die Mannschaften schon bei ihrem Eintreffen Deputation. Schließlich wird dann fast einstimmig eine Zahl freier Stellen zur Verfügung zu haben. Wenn man berücksichtigt, mit welch n Schwierigkeiten und mit genehmigt. weichem Zeitverlust die schriftliche Umschau nach Arbeit von den Garnisonpläßen in China aus verbunden ist, so ist im Interesse der Mannnschaften, die zum größten Teil aus Handwerkern und anderen tüchtigen Arbeitskräften sich zuHandwerkern und anderen tüchtigen Arbetskräften sich zusammenseßen, diese Einrichtung mit Freuden zu begrüßen. Auch der hiesige stäotische Arbeitsnachweis nimmt Gesuche um Buweisung solcher Arbeiter entgegen, und es wäre sehr wünschenswert, daß die Arbeitgeber Gießen und Umgebung recht viel Gebrauch von dieser Einrichtung machen würden. Siehe Bekanntmachung des städt. Arbeitsnachweises. ** Das Kaiserabzeichen, das den Leibregimentern des Kaisers für die beste Schießübung ausgesezt ist, ist diesmal nach Stettin, und zwar an die 11. Kompagnie des Grenadierregiments König Friedrich Wilhelm IV.( 1. pommersches) Nr. 2. gefallen. ** Dispens vom Abstinenzgebot für Freitag den 15. August am Fest Mariä Himmelfahrt hat der Papst für den ganzen fath. Erdfreis erteilt. r. Beachtenswert! Dem hessischen Fechtver band für Weisenschutz wurde durch Fräulein Dörschug in dem Restaurant Ludwigsburg die freudige lleberraschung dadurch zu Teil, indem er aus der dort wie in allen Wirtschaften aufgestellten Sammelbüchse 11,50 Mt. entnehmen konnte. Diese Summe ist, weil fie in einer verhältnismäßig sehr kurzen Zeit der Büchse einverleibt wurde, ein seltenes Resultat und wir fönnen dem Fräulein nur unser Kompliment machen und im Interesse der Sache den Wunsch ausdrücken, daß anderswo ähnliche Resultate sich ergeben müßten. ** Der amtliche Plan für die nächste HessischThüringische Staatslotterie( Mitteldeutsche Staatslotterie), liegt jegt gedruckt vor. Danach gelangen 100 000 Lose( bisher 55 000), 40000( 22 000) Gewinne und 7 Prämien( wie bisher) zur Ausspielung. Die Einnahme und Ausgabe balanzieren mit 12 006 000 Mt. ( bisher 6 590 250 Mt.). Es finden wieder 6 Ziehungen statt, nnd zwar die erste am 5. und 6. November, die zweite am 5. und 6. Dezember 1902, die dritte am 6. und 7. Januar, die vierte am 28. Januar, die fünfte am 14. Februar und die sechste vom 4. bis 27. März 1903. In den drei ersten Ziehungen fommen je 3500 ( bisher 2000), in den beiden folgenden je 2000( 1000) und in der letzten 25 500( 14 000) Gewinne zur Ausspielung. Die Gewinne sind teils erhöht, teils vermehrt worden. Die Prämien betragen in den einzelnen Zichungen 40 000 mt.( bisher 30000 ME.); 50 000 mt. ( 40 000 m.); 50 000 mf.( wie bisher); 50000 Mt. ( 55 000 m.); 60 000 mt; 300 000 mt. und 200 000 Mark( wie bisher); die höchsten Gewinne in der ersten und zweiten Ziehung je 20000 Mt.( wie bisher), in der dritten 30 000 M.( 20 000 Mt.), in der vierten 40 000 Mt.( 20 000 Mt.); in der fünften 40 000 Mt. ( wie bisher) und in der sechsten 200 000 Mt.( wie bis her). Bei der letzten Ziehung gelangen 9582 400 mt. ( bisher 5 153 000 Mt.) zur Ausspielung. Die Preise der Lose bleiben unverändert. Die bisherigen Bestimmungen über die Prämien(§ 8 des Plans) bleiben beSihung der Stadtverordneten. Die Gießen, 7. August. Die Sitzung wird kurz nach 5 Uhr vom Bürgermeister Mecum eröffnet. Anwesend sind ferner: Beigeordneter Grüneberg, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Hanau, Heichelheim, Heiligenstädt, Helfrich, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Pirr, Schiele, Schmall, Wallenfels. Entschuldigt sind Beige ordneter Georgi; Gutfleisch, Gafffy, Schäfer, Schaffstaedt. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Bürgermeister mit, daß im Elektrizitätswert eine Turbine gebrochen ist. Der Lieferant sei jedoch ersatzpflichtig. Im Schlachthaus sollen Aborte angelegt werden. Es sind dazu 235 Mt. erforderlich. Stadtv. Hanau sagt, seines Wissens seien sie schon gemacht, obwohl bis jetzt noch nichts genehmig ſet. Die Kosten werden bewilligt. Die Pacht für einige Triebviertel wird etwas heruntergesetzt. Das Kreudersche Haus in der Neustadt ist bekanntlich be inahe vollendet und wird eine wesentliche Verschönerung der, im Uebrigen nicht gerade schönen Straße bilden. Sonderbarerweise hat jedoch der Architekt seiner Zeit vergessen, um Genehmigung des Erfers an der Front des Neubaues einzukommen - Elektrisches. In der Löberstraße soll ein Stabel gelegt werda In dieser Straße haben sich mehrere bereits zur An schaffung einer elektrischen Anlage bereit erklärt, do gegen noch nicht in der Bleichstraße. Diese erhält des halb noch kein stabel. Die Sielbautenlieferungen, soweit sie in ihr Fach schlagen, erhalten auf Vor schlag die Herren Heyligenstaedt und Thiele. St. 1200 zu liche Ausgabe erzieherischen S -Für Erweit - fafje genehmig Zum Ausbau de werden soll, wu welche zum Teil ** Frankfur Sonne" in d 5% Uhr Gro gebäude und St Stuhl des Haupt dhiedene Arbeit fanden, fonnte werden. Mainz, 7. Rheinbeise und tarfem Schaden, welche fehr groß. D Feldern ganze Vom Provinzialsiechenhaus. Als seiner Zeit sich außer Gießen noch einig andere Städte sich um das Siechenhaus bewarben, d machte man vor allem geltend, gegen Gießen spred der Umstand, daß es nicht für die nötige Entwässerung sorgen fönne. Der damalige Oberbürgermeister Gnaut erklärte darauf, die Stadt werde die Kosten zur leitung der Abwässer in eine Grube am Steinbache Weg übernehmen. Sie belaufen sich auf 2700 Mart Bürgermeister Mecum bittet um nachträgliche Gene migung. Stadtv. Hanau fragt an, wie denn de damalige Bürgermeister dazu komme, ohne Einver ständnis der Stadtverordnetenversammlung zu handeln Bürgermeister Mecum antwortet, so viel Recht müs man dem Oberhaupt eines Gemeinwesens ein räumen. Die Errichtung des Siechenhauses wä In Momba ad bollständig abg ** Hochbein handler Miller treue Dien großem filber zugejandi. Jubilarin große Gold geistig wob Betr: Einrich zur Entlassung In der Bremerhafen un Sie fi jammenießen. zum Um diefen Der Königlich Br Die Mannschafter 8 Innern ersucht, diffungstomman auf dem Truppen Stellen einzufend Wir forder gegend, die ihren u beden beabfid Arbeitsnachweis sgiebigen Geb Gießen, 2 gen, no naträglis nachzusuchen. Standen worden ware sprechen fich anfang ften des Antragsteller sein Gesuch.- Da Bürgermeisters an die va 1000 Mart zahlen samen Vorkommnis hat niche Scheuer. Schwarzlach in feine Wohnung für Arbeite ie Erlaubnis hierzu Gesuch war schon Diesmaliges, Denje debattelos zur T uten. wollen jeder ein L bfichtigt, in feinem Bu en Neubau aufzuführe bigstraße ein Wohnba falls ein Wohnhaus eiteres die Erlaubnis. um Genehmigung in der Wilhelmstra g nichts einzuwenden. mal die Erlaubnis sein Haus in der Biot berweigert worden. massiv zu machen, von der Baudeputat mung gutgeheißen. bach ebiet herauskommen. Su is zur Stephanstraße find r Ueberführung von der ist ebenfalls eine Summe ca. 18,000 Wit. Davon e gedeckt. Architekt Huhn 1760 Mart beisteuern, mel 4188 Mt., Herr Nau 100 wit. und Profeffor Huhn hat sich verpflichtet, ahr eingehen. In Summa och 9000 Mt. Die Bau Stadt hierfür aufkomme e man die 9000 t. be , die Interessenten hätte sodaß die Stadt nicht in. Säckel zu greifen brauche eister, manche von dem Ueberdies müsse auch sdruck, das der wohl bmann Reiß jeden Bei Er meint unter allge ar nicht.- Schließli todheimerstraße en" durchgeführt. Das dt einen Teil der Kosten Berbreiterung trage, da: eil habe.- Die Bau ften der Verbreiterung. Caße nach Heuchelheim sich auf mehr aber: umm ist dagegen, weil Don der Anlage habe.. genheiten in Anspru ich einmal aufhören. onstruiere einen Gegen Stadt und des Landes, anden sei.- Das be= meister erwidert auf die adt sei gar nicht in der: en. Sie sei gefeßlich zur Snne gar nicht billiger Vorschlag der Bar o dann fast einstimmi thaus Es sind dazu 235 agt, seines Wissens f ezt noch nichts genehm villigt. ge Triebviertel ſches. fraglich gewesen, wenn Gnauth erst noch eine Versammlung hätte einberufen müssen. Mit diesen Ausführungen ist man einverstanden, auch Herr Hanau. Um 6 Uhr war die öffentliche Sigung, die recht in teressant war, zu Ende. Von den höheren Schulen. Der Direktor des Gymnasiums hatte schon einmal beantragt, an der Vorschule des Gymnasiums einen dritten Lehrer anzustellen. Dieser Antrag wurde Man hat den und wird auch diesmal abgelehnt. Wunsch ausgesprochen, im katholischen Religionsunter richt die Vorschule des Gymnasiums von der des Realgymnafiums abzutrennen. Auf eine Anfrage des Bürgermeisters erklärte Direktor Rausch, er halte die Abtrennung für ganz ungültig. Die Versammlung ist derselben Ansicht. - Damit war die zuerst vorgesehene Tagesordnung erledigt. Der Bürgermeister bringt indessen noch zwei Bunfte zur Erledigung. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Großen- Buseck. Nächsten Sonntag feiert unser Turnverein sein dreijähriges Stiftungsfest mit Schauund Preisturnen. ** Lich, 7. August. Im September wird voraussichtlich der Bau der Nebenbahn Lich- Buzbach begonnen werden. Die Bahn wird an der Burgruine Münzenberg und Kloster- Arnsburg vorbeiführen und so einem vielgefühlten Bedürfnis der Ausflügler entgegenkommen. ss. Langsdorf, 6. August. Gestern wurde hier über die Einleitung des Feldbereinigungsverfahrens in unserer Gemeinde verhandelt und abgestimmt. 165 Stimmen waren dagegen. Die Ehefrauen der ab** stimmenden Männer waren bis auf zwei Ausnahmen wohl aus Unkenntnis des Gesetzes nicht erschienen. Oberpoſtaſſiſtent Petry Wezlar, 7. Juli. Oberpostassistent Petry feierte am Mittwoch sein 25 jähr. Dienstjubiläum. Die hiesigen Bobeamten überreichten ihm ein Präsent. -Der Taunusklub hält am Freitag im Deutschen Haus eine Versammlung ab, in der u. A. über die diesjährige Zweitagstour beraten wird. Buzbach, 7. Aug. Bei einer Treibjagd in Cleeberg erlegte Fabritant Vogt von Butzbach einen starken Sechsender. Darmstadt, 7. Aug. Einer Anregung des Vereins hessischer Zahnärzte folgend hat die Stadt demselben zwecks Einrichtung einer zahnärztlichen Klinik demjelben eine Wohnung in einem städtischen Hause zur Verfügung gestellt, in welchem Mitglieder des Vereins oder deren Assistenten die unentgeltliche zahnärztliche Behandlung sämtlicher die städtischen Schulen besuchenden Kinder soweit dies deren Angehörige wünschen, übernehmen. Die Einrichtung für die Warte- und Operationszimmer, Instrumente etc., Kosten für Plomben etc. in Höhe von Mark 6500 trägt der Verein, während Heizung, Beleuchtung, elekt. Einrichtung, Bedienung etc. bie Stadt zu tragen hat. Später ist die Ausdehnung der Behandlung auf Unbemittelte vorgesehen. Die Stadt hat einmalig für Einrichtung der Wohnung Wit. 1200 zu tragen, während die gleichen Beträge für jährliche Ausgaben vorgesehen ist. Im gesundheitlichen und erzieherischen Interesse ist dieser Fortschritt sehr zu begrüßen. Für Erweiterung der Geschäftsräume der städt. Spartasse genehmigten die Stadtverordneten heute Mt. 8000. Zum Ausbau der Kanalisation, welche sofort begonnen werden soll, wurden Mt. 550,000 in Ausgabe vorgesehen, welche zum Teil schon bewilligt sind. " ** Frankfurt a. M., 7. Aug. Im Gasthaus zur Sonne" in der Bergerstraße entstand heute Abend 5 Uhr Großfeuer, welches ein großes Nebengebäude und Stallungen total einäscherte. Der Dach stuhl des Hauptgebäudes brannte teilweise aus. Verschiedene Arbeiter, die sich in dem Nebengebäude befanden, konnten nur mit Mühe und Not gerettet werden. Mainz, 7. Aug. Heute Nacht wütete in ganz Rheinhessen von 2 bis 3 Uhr ein mit Hagelschlag und starkem Sturm verbundenes Gewitter. Der Schaden, welcher auf den Feldern angerichtet wurde, ist sehr groß. Die Wassermassen rissen auf manchen Feldern ganze Gräben, viele Bäume wurden entwurzelt. In Mombach wurde von einem Hause der Giebel vollständig abgerissen. ** Hochheim a. M., 7. Aug. Eva Merkel bei Weinhändler Müller erhielt gestern( 6. August) für 60jährige treue Dienste von der Kaiserin ein Gebetbuch mit großem silbernen Kreuz nnd eigenhändiger Widmung zugesandt. Die hochselige Kaiserin Augusta verlieh der Jubilarin schon bei ihrer 40jährigen Dienstzeit das große Goldene Kreuz. Die Jubilarin ist körperlich und geistig wohlauf. Bekanntmachung. Betr: Einrichtung eines Arbeitsnachweises für die in diesem Jahr zur Entlassung kommenden Mannschaften der Ostasiatischen Be= satzungs- Brigade. In der Zeit vom 5. Auguſt bis 7. Oktober d. J. kommen in Bremerhafen und auf dem Truppenübungsplatz Nunster in Hannover die Mannschaften der Ostasiatischen Besaßungs- Brigade zur Entlassung, die sich zum großen Teil aus Handwerkern und Arbeitern zusammensetzen. ein Rabel gelegt werde mehrere bereits zur Anlage bereit erflirt, hstraße. Diefe erhält de nlieferungen ,, lagen, erhalten auf aedt und Thiele. alfiechenhaus. außer Gießen noch einig Siechenhaus bewarben end, gegen Gießen spred ür die nötige Entwäfferu Oberbürgermeister Gnca werde die Kosten zur eine Grube am Steinba ufen fich auf 2700 Pla I um nachträgliche Gene ragt an, wie denn zu fomme, ohne Einb nberfammlung zu handel portet, so viel Recht mi ines Gemeinwesens d des Siechenhauses w Um diesen Leuten möglichst schnell Arbeit zu verschaffen, hat der Königlich Preußische Kriegsminister das Groß). Ministeriums des Innern ersucht, die Arbeitsnachweisstellen anzuweisen, dem Ausschiffungskommando in Bremerhafen und dem Auflösungskommando auf dem Truppenübungsplatz Nunster Listen über angemeldete offene Stellen einzusenden Wir fordern deshalb alle Arbeitgeber Gießens und der Umgegend, die ihren Bedarf an Arbeitskräften aus obigen Mannschaften zu decken beabsichtigen, auf, desfallsige Gesuche an den unterzeichneten Arbeitsnachweis bis spätestens 1. Oktober d. J. zu richten und recht ausgiebigen Gebrauch von obiger Einrichtung zu machen. Gießen, 2. August 1902. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Mecum. Kastel, 7. Aug. Ein schwunghafter Viehhandel wird hierorts getrieben, seitdem in Mainz Viehhändler und Megger sich in den Haaren liegen. Thatsächlich werden zahlreiche Handelsgeschäfte abgeschlossen und die verfügbaren Ställe sind besetzt. ** Flörsheim a. M., 7. Aug. Bei dem hier in vergangener Nacht herrschenden Unwetter wurden auf der hiesigen Station fünf Güterwagen aus dem Geleise gehoben. ** Worms, 5. August. Der zur Zeit in Dort mund tagende deutsche Anthropologen- Stongreß wählte Worms zum Kongreßort im Jahre 1903. ** Schmalkalden, 7. Aug. Zwei Schwindler machen momentan die hiesige Gegend unsicher. Dr. Metz und von Hesse nennen sich die Hochstabler, die gewandt und sicher auftreten und angeben, Fabrik bezw. Gutsbefizer in Amerika zu sein. In Mainz und Frankfurt a. M. besonders sollen sie Zechprellereien zc. ausgeführt haben. Vermischtes. * Rom, 7. Aug. In der Provinz Bari sind ernste Unruhen ausgebrochen. In Casano fand ein Busammenstoß zwischen 400 Bauern und der Gensdarmerie statt, wobei 2 Bauern erschossen wurden. Toulon, 7. Aug. Auf der Landstraße Muy wurde ein Radfahrer tot aufgefunden. Derselbe war von einem Automobil überfahren worden. Der Urheber des Unfalls ist unbekannt. Hochschulnachrichten. Halle a. S., 4. August. Der Professor der Medizin Reine both ist heute hier gestorben. Göttingen, 7. August.( Der Sohn eines großen Vaters.) Unter den Teilnehmern an den Verhandlungen der Internationalen Astronomischen Gesellschafft befand sich auch der Sohn des berühmten englischen Naturforschers Darwin, dessen Werke eine neue Abstammungslehre des Menschengeschlechts verbreiteten. Abstammungslehre des Menschengeschlechts verbreiteten. Darwin jr. hat seinen Wohnsiz in Cambridge. Wie verlautet, hat der Kaiser dem an ihn gerichteten Gesuche, der Münsterer Universität seinen Namen beizulegen, nicht entsprochen.- Als Nachfolger von Prof. Eduard Meyer in Halle, der nach Berlin berufen wurde, ist, Prof. Ulrich Wilden in Würzburg ausersehen. Wilcken ist der Begründer und der erste Systematiker der Payrusforschung in Der a. o. Prof. an der Universität Deutschland. Freiberg i. Br. Dr. Eduard Jacobi ist, zum etat mäßigen a. o. Prof. der Dermatologie ernannt worden. Der Staatsrat Dr. med. Alfred von Conta in Weimar beging dieser Tag das goldene Doktorjubiläum. Mit einer Studie Zur Pathologie der Lepra" hat fich der Oberarzt der dermatologischen Klinik, Dr. med. Viktor Klingmüller, an der Universität Breslau als Privatdozent habilitiert. Der Oberarzt der medizinischen Klinik, Privatdozent an der Universität Greifswald Dr. med. H. Lüthie folgt am 1. Oftbr. seinem nach Tübingen berufenen bisherigen Chef Prof. Dr. Ludolf Krehl an die Tübinger Universität. Als Privatdozent für Chirurgie habilitierte sich an der genannten Universität der Assistenzarzt der chirurgischen Poliklinik, Dr. med. Rudolf Klapp, mit einer Austritt vorlesung über: Die Bedeutung der Röntgen- Untersuchung für die Chirurgie".- Der Privatdozent in der theologischen Fakultät Marburg Lic. Joseph Bauer wurde zum außerordentlichen Professor ernannt.- Die Vertretung in der Leitung des ersten chemischen Laboratoriums an der Universität Leipzig nach dem beurlaubten Professor Dr. Johannes Wislicenus wurde den Assistenten Hofrat Dr. Mag Guthzeit, der auch Vorstand der analytischen Abteilung ist, und den außerordentlichen Professoren Dr. Hans Stobbe und Dr. Berthold Rasso w übertragen. Die Vorlesungen wird Prof. Stobbe halten. Neueste Nachrichten. Von der Kaiserreise. Ueber die LandungsManöver, die gestern vor Reval stattfanden, wird depeschiert: Die großen Landungs- Manöver auf der unbewohnten Insel Karloe wurden aufs exakteste ausgeführt. In 10 Minuten war die Insel genommen. Während die Truppen gelandet und die Angriffs- Kolonne formiert wurde, kamen die beiden Monarchen in einem fleinen Kutter, auf den die Kaiser Standarden flatterten, von der" Standard" herübergefahren und nahmen die Ziele in Augenschein. Während ihrer Anwesenheit fand ein Landgefecht gegen Biele am andern Ende der Insel statt. Die beendete Eroberung wurde durch Kanonenschüsse angezeigt, worauf die Monarchen auf den Kutter zurückkehrten. Unterdessen spielte in den Anlagen 0000000000000 der Stadt die Kapelle der Hohenzollern.- Die deutsche Kolonie in Reval sandte an beide Monarchen HuldigungsTelegramme. Der Kaiser und der Bar tauschten zum Zeichen ihrer Freundschaft ihre Admirals- Fangschnüre aus. - Zur Entlobung. Wie man neuerdings wissen will, soll die Ursache zur Aufhebung der Verlobung des Herzogs Siegfried mit der Erzherzogin Annuncita darin zu suchen sein, daß letztere den Wunsch hegt, in ein Benediftiner- Kloster einzutreten. Es sei indessen zweifelhaft, ob Raiser Franz Josef hierzu seine Genehmigung erteilen werde. Der König von Italien wird, nach einem Telegramm des Avanti aus Rom, auf der Hinreise nach Berlin am 26. August als Privatmann die Schweiz durchfahren. Ein Empfang wird also nicht stattfinden. Savona, 7. Aug. In der gestrigen Versammlung der Arbeiter der Stahlwerke wurde der Generalstreit proflamiert. Die Arbeiter durchzogen lärmend die Stadt unter den Rufen: Es lebe der Streit. Sie fordern die Schließung des Etablissements. Polizei- und Militär- Verstärkung ist eingetroffen. Die Lage ist gespannt. Triest, 8. August. Durch die Explosion einer Mine wurde im Steinbruch von Sistiano sieben Personen getötet und zahlreiche verwundet. Brüssel, 8. Auguft. General French ist gestern früh hier eingetroffen. Er nahm nachmittags eine Besichtigung der Schlachtfelder von Waterloo bor. Paris, 8. Aug. 8ur Ausweisung der Schulschwestern in Landerneau langte gestern früh eine Kompagnie Infanterie und 3 Brigaden Gendarmerie an. Die Menge schrie! Hoch die Schwestern, nieder mit dem Ministerium! Die Frauen warfen sich auf die Erde. Ein Schlosser, der nur mit Mühe vor der rasenden Menge geschützt werden konnte, brach die Thüren der Anstalt auf, worauf die Schwestern am Arme der vornehmsten Damen des Städtchens zuerst nach der Kirche und von da nach den Wohnungen der Damen abzogen. Belgrad. Ungefähr 200 Albanesen überfielen die serbische Kirche in Ramilung, zerstörten den Altar, entweihten das Heiligtum und raubten sämtliche silberne Gerätschaften. Dasselbe geschah in einer orthodoxen Kirche. In Prizzren besetzte ein Albanesenführer sämtliche christlichen Wohnhäuser. Der Bandenführer ließ sich mit seinen Leuten von den HausEigentümern verpflegen. Konstantinopel, 8. Aug. Sämtliche Botschafter sind mit der Ausarbeitung eines Reform- Programmes für Maze= donien beschäftigt, welches der Pforte übergeben und dessen Durchführung unter die Kontrolle der Botschafter gestellt werden soll. Um Tripolis. Nach einer Meldung der Politischen Korrespondenz aus Rom hat die englische Regierung in Anerkennung der von Italien beanspruchten Stellung im Mittelmeer dem englischen Mittelmeer- Geschwader die Weisung erteilt, den üblichen Besuch in den tripolitanischen Häfen im Laufe dieses Sommers zu unterlassen. Die italienische Regierung erwartet, daß die übrigen Mächte dem Beispiele Enalands folgen und das genannte Mittelmeergebiet nts in der italienischen Interessen- Sphäre gelegen betrachtet werde. Philadelphia, 8. August. Ein Blitzschlag sette das Zeughaus der Vorstadt Francfurt in Brand. 50000 Patronen explodierten. Glücklicherweise wurde Niemand verlegt. Der Schaden ist sehr bedeutend. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 11. Sonntag nach Trinitatis, den 10. Aug. Gottesdienst.. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmirten der Markus. gemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. erbeten. Beichte und heiliges Abendmah: für die Lukas- und Johannes. gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde Vormittags 11 Uhr Kindergottesdienst für die JohanesgePfarrer Dr. Naumann. meinde. Katholische Gemeinde. Samstag, 9. Aug. Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 10. Aug. 12. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. 7 Uhr: Die erste heil. Messe, " 1 " " vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2.30 Uhr: Andacht. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 9. Aug. Borabend 7,30 Uhr. Morgens 8,30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Schrifterklärung. Sabbathausgang 8,50 Uhr. Reparaturwerkstätte für Pflichtfeuerwehr. Orcheſtrions u. mechan. Muſikwerke FerdinandBauer, Instrumentenmach. Gießen. Kirchstraße. Gießen. Donnerstag den 14. Auguſt d. I., abend3 8.30 Uhr Schönes Instrument zum Verkauf ist in meiner Werkstätte aufgestellt. am Turmhause am Brand: Uebung der 1. 2. 3. 4. Rotte. 00000100000 Gießen, am 8. August 1902. Maculatur- Papier Traber, Branddirektor. abzugeben. ,, Gießener Neueste Nachrichten. glo0000100000 1 1 g 1 a at Gascokes. Infolge Stadtverordneten- Beschlusses vom 10. April d. J. tritt eine Preisermäßigung unserer Gascotes ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stück- Cokes Buß- Cokes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: 1,10 Mr. Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte 1,25 Mr. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 1,30 Mr. In Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückcokes 1,05 Mr. Bußcokes Nr. 1 1,20 Mr. 1,25 Mr. 1,00 Mr. 1,15 Mr. Nußcokes Nr. 2 Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes Nukcokes Nr. 1 Nußcokes Dr. 2 1,20 Mr. Für Cofesabnehmer, welche zwei und mehr Doppel waggons bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Centner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cokes bis zu 6 Centnern - auf die betr. 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