123 Nr. 154. Erstes Blatt. Montag, den 7. Juli 1902. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie, ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. dis Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten Nr. 153. Oberheffische Familienzeitung. Seite 2. Sahre alt. Bor ungefähr fehn Jahren Erin in Viktoria geboren, wo feine Eltern viele als ferbar berlacht, von seinen Freunden feinem wahren Licht sehen lassen und war von seinem Feinde cr ciner ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung desi ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen danded it is a mai 1001 narod,& adzor inngs) schiltis Tafia spilombon and do ale doing 3881 fiat dlot Gießen, 7. Juli 1902. P. P. Am Samstag mußten wir zu unserm Bedauern verschiedene wichtige Lokal- Notizen, sowie Sprechsaal" zurückstellem, weil in lezter Stunde der Inseraten- Andrang so stark war, daß es mit dem besten Willen nicht anders zu machen war. Wir bitten daher die verschiedenen Herren Einsender um Entschuldigung. Zugleich möchten wir unsere geehrten Herren Inserenten höflichst bitten, größere Inserate möglichst am Tage vorher einzusenden. Es ist unser Bestreben die„ Gießener Neueste Nachrichten" zu einer Zeitung zu gestalten, von der die Gießener Bürgerschaft sagen muß: Der Inhalt ist wirklich interessant; nicht mit großen langweiligen Artikeln, in Artikeln, die tein Mensch liest, wollen wir unsern gesch. Lesern dienen, sondern uns mit solchen Begebenheiten und Lesenswerten Arbeiten, welche die Gießener auch wirklich lesen. Von allen Seiten wurde uns schon Anerkennung zuteil; wir entnehmen dies hauptsächlich aus der stets wachsenden Abonnentenzahl und den sich fortwährend mehrenden Inseraten Aufträgen.ds? Wir danken allen Denjenigen, die uns bis jeßt darin unterstüßt haben und geben die feste Versicherung, unser Möglichstes zu thun, die „ Gießener Neueste Nachrichten" nicht zu einem Großstadtblatt, wohl aber zu einer Zeitung zu gestalten, die jeder Leser mit Befriedigung aus der Hand legt und, was die Hauptsache ist, mit Spannung erwartet. Zur Wahlrechtsvorlage. Das Schicksal der Vorlage der Regierung betreffend Einführung der direkten Wahlen zum Landtag ist besiegelt und zwar, wie wir zu unserer Freude gestehen, in einem weite Streise, insbesondere die Landbevölkerung, durchaus befriedigenden Sinne. Die direkte Wahl, diese alte Forderung eines jeden, nur einiger maßen liberal denkenden Mannes, ist angenommen; die Wahlpflicht ist abgelehnt und die Zusammensetzung der Kammer bleibt vorerst unverändert. es ist nicht der Neid gegen die Städte, was manche Abgeordnete bewogen hat, gegen die Vermehrung der städtischen Abgeordneten zu stimmen; es ist die einfache, nackte Thatsache, daß troßdem heute nur 10 Abgeordnete aus städtischen Wahlkreisen in der Zweiten Kammer figen, ferner noch 12 weitere Abgeordnete aus den größeren Städten als Vertreter von Landbezirken gewählt sind. Diese Erwägung ist bei den Beratungen fast vollständig ignoriert worden. Außer den zwei Darmstädter Vertretern sigen noch weitere 6 Darmstädter, außer den zwei Mainzer Vertretern noch weitere 4 Mainzer, ebenso ein weiterer Offenbacher, als Landbezirk- Vertreter in der Kammer und daß die Erste Kammer in der Hauptsache aus Stadtvertretern besteht, ist ebenfalls nur wenig berührt worden. Die städtischen Interessen sind also mehr wie genügend vertreten, dabei ist nicht außer Acht zu lassen, daß die Vertreter der Städte mit wenigen Ausnahmen studierte oder besser durchgebildete oder wie die Sozialdemokraten, schlagfertigere Männer sind. Wenn auch ein Abgeordneter sich als Vertreter des ganzen Landes fühlen soll, so kommen doch viele Fälle vor, wo der eigene Wahlkreis ganz besonders in Betracht kommt und wo dessen besondere Interessen, wie bei der Plazzfrage der Errichtung staatlicher Anstalten, bei Erbauung von Bahnen 2c., vertreten werden müssen; deshalb halten wir die gegenwärtige Wahlkreis- Einteilung für eine durchaus genügende und freuen uns, daß die Zweite Stammer in letzter Stunde noch ein Wahlgesetz unter Dach und Fach gebracht hat, was sich die Erste Kammer hüten wird zu vereiteln. Wir sind so gut Deutsch gesinnt, wie jeder Andere, der sein Deutsches Vaterland liebt; wir halten unser hessisches Volt für völlig reif, sich seine Vertreter für den Landtag selbst zu wählen und es wird, wenn die direkte Wahl, die ja auch die Regierung als die richtigere anerkannt hat, Gesetz wird, deshalb unserem Lande gewiß nicht schlechter gehen! Politische Nachrichten. - Der Kaiser tritt heute Montag von Travemünde aus seine Nordlandsreise an. -König Georg von Sachsen hat eine außerordentliche Sigung des sächsischen Landtages mit einer Thronrede eröffnet. - Der ehemalige Präsident des Reichstages Freiherr v. Buol Berenberg ist gestern in Baden- Baden gestorben. Geboren wurde er am 24. Mai 1842 zu Zizenhausen bei Stockach in Baden, studierte in Freiburg, München und Heidelberg Jura und wurde 1870 Richter in Mannheim. Im Jahre 1898 wurde er zum Oberlandesgerichtsrat ernannt, nahm aber im folgenden Jahre aus Gesundheitsrückfichten seine Entlassung. Er hat während seiner alleradle 10 ploche Hochachtungsvoll 010100.00& smisi mal sal nomadsing in Redaktion und Erpedition.oosde mi diodo potem me dings nur kurzen Präsidentschaft Festigkeit und Gerechtigkeit bewiesen. Namentlich die kleinen Parteien und die parlamentarischen Einspänner, die unter seinen Vorgängern oft genug mundtot gemacht wurden, haben jedenfalls das schnelle Ende seiner Präsident schaft bedauert. Mit ihm ist ein persönlich hochehrenschaft bedauert. Mit ihm ist ein persönlich hochehrenwerter und überzeugungstreuer Politiker aus dem Leben geschieden, dem nicht nur seine Partei, sondern Leben geschieden, dem nicht nur seine Partei, sondern auch seine politischen Gegner ein ehrenvolles Andenken bewahren werden. Der Staatssekretär des Reichs- Marine- Amts, Vize- Admiral v. Tirpik hat sich auf Urlaub begeben. Die Vertretung in den laufenden Geschäften hat der Vize- Admiral a cd übernommen. Sack 916 Zum Studium der Tierarzneikunde werden nach dem Beschluß des Bundesrats fortan nur Abiturienten der Gymnasien, Real- Gymnasien und Ober- Realschulen( die letzteren ohne die für Mediziner vorgeschriebene Nachprüfung im Lateinischen) zugelassen werden. Die neue Bestimmung tritt vom 1. April 1903 ab in Kraft. - Kapitän Reichskanzler Graf v. Bülow wird von Kiel aus sofort seinen Sommer- Urlaub antreten und sich nach Norderney begeben. Ebenso tritt der Staatssekretär des Auswärtigen, Frhr. v. Richthofen, jezt seinen SommerUrlaub an. Beide werden nach Berlin zurückkehren, wenn der König von Italien im August hier zum Besuche des faiserlichen Hofes eintrifft. zum Tode des ertrunkenen Tode des ertrunkenen leutnants Rosenstock von Rhöneck wird uns noch folgendes geschrieben: Durch die Blätter geht soeben die Meldung, daß der englische König das heldenhafte Verhalten dieses Kapitäns sehr gelobt habe, weil er die Engländer zuerst in das Rettungsboot bringen ließ. Wie man aber jetzt allmählich erfährt, hat der todesmutige Befehlshaber noch viel mehr gethan. Nicht nur hat er die 3 eng lischen Lords zuerst in das Rettungsboot steigen lassen, er hat ihnen sogar noch obendrein als 2. Rettungsmittel seinen eigenen Rettungsgürtel und die von zweien seiner Maschinisten gereicht, obwohl er wußte, daß er dadurch sich und diesen seinen Leuten den sicheren Tod bereite. Und die 3 englischen Lords haben diese That ohne Widerspruch, als etwas ganz Selbstverständliches hingenommen. Wir meinen, aus diesem ihrem Verhalten spricht einmal eine ganz unglaubliche Feigheit im Angesichte des Todes, dann aber auch zeugt es von sehr wenig Nächstenliebe, wie man es eben nur von einem Engländer erwarten kann. Dresch Graf Pückler Klein Tschirne sprach gestern in öffentlicher Versammlung über seine legte Gerichtsverhandlung. Der Saal war schon lange vor Eröffnung so überfüllt, daß die Polizei die Thüren schließen ließ. Graf Pückler erging sich überaus scharf über die Art seiner Behandlung durch das Glogauer Gericht aus. Er erklärte, wenn das Reichsgericht das Gericht aus. Er erklärte, wenn das Reichsgericht das Urteil bestätigen sollte, werde er, wenn er aus dem Gefängnis entlassen sei, weiter dreschen". Schließlich erfolgte die Auflösung der Versammlung als der Redner die Söhne des Lichts und der Gnade" aufforderte, sich zu einer festen Phalany zusammen zu scharen und alles niederzuwerfen, was jüdisch ist." Auf der Straße kam es zu einigen Sistierungen. " " Schwerin. Auf der Station Buehow fuhr am Samstag ein von Neubrandenburg- Rostock kommender Bug dem dort nach Rostock ausfahrenden Schnellzug in dag die Flanke. Ein Wagen stürzte um, andere Wagen wurden beschäftigt. 11 Personen wurden schwer verletzt. Arzt und Krankenkasse. Königsberg, 4. Juli. In der heutigen Sigung des deutschen Aerztetages wurden u. A. folgende Anträge einstimmig angenommen: 1. Mitglieder von Krankenkassen sollen die Hilfe eines jeden Arztes anrufen können, der im Bezirk thätig ist und sich auf die vereinbarten Bedingungen verpflichtet hat. 2. Die gegenseitigen Leistungen zwischen den Aerzten und Krankenkassen sollen vereinbart werden von Kommissionen, die zu gleichen Teilen von den Aerzten des Bezirks und Delegierten der Krankenkassen gebildet werden. Deutschland hat sein Geld von China. Entgegen den verschiedensten Nachrichten, wonach China fich weigere, die Kriegs- Entschädigung in Gold zu zahlen, meldet ein Privattelegramm, daß China die auf Deutschland entfallende Rate von 5,600,000 Mr., doch richtig in Gold bezahlt hat. Deutschland und Amerika. * Leipzig, 4. Juli. Der amerikanische Botschafter am Berliner Hofe, Mr. White hielt aus Anlaß der Feier des amerikanischen Unabhängigkeitstages hier eine längere Rede Roosevelt. über Politik und Ideen des gegenwärtigen Präsidenten Von besonderen Interesse für Deutschland war die Bemerkung des Botschafters über die Vorliebe des Präsidenten Roosevelt für deutsches Wesen und deutschen Geift. Mr. White erklärte, Präsident Roosevelt habe zu einem seiner nach Europa fahrenden Freunde gesagt, ich habe von jeher eine Liebe und Verehrung für Deutschland und wenn ich dies sage, so wissen Sie, daß ich dies auch so meine. Alle die Roosevelt kennen, wissen, daß kein anderer Präsident so völlig erfaßt hat, was Deutschland der Zivilisation gegeben hat und noch immer giebt. Belgien. Der Ausschuß zur Reform der belgischen Artillerie beschäftigt sich gegenwärtig mit dem Studium von drei Geschüßarten. Es handelt sich um die Krupp'schen die Cockerill'schen und die französischen Schnellfeuer- Geschüße des Werkes von St. Chamond. - Die französische Regierung hat nunmehr die Schließung sämtlicher Kongregationen, welche sich den Vorschriften des neuen Vereins- Gesezes nicht unterworfen hatten, vollzogen. London, 5. Juli. Heute fand das Königsmahl für 1/2 Million von Londoner Armen statt. Es waren dazu alle öffentlichen Hallen, zahlreiche Exerzierräume und ähnliche Gebäude in Anspruch genommen. Außerdem waren in öffentlichen Parts 380 große Belte aufgeschlagen. Stahezu ber alle der größeren Festveranstaltungen wurden von schiedenen Mitgliedern der tgl. Familie besucht. Bei allen wurde die Botschaft des Königs an den Lord mayor_verlesen, in welcher er bedauert, nicht persönlich unter seinen Gästen weilen zu können. Die Leibärzte erklären König Eduard für außer Gefahr befindlich. Die bulgarische Regierung droht der Pforte mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Ein amerikanisches Geschwader wird demnächst einer Einladung des Prinzen Heinrich folgend, zum Besuch in Kiel eintreffen. Alle infolge des Burenkrieges verfügten Einschränkungen des telegraphischen Verkehrs für Telegramme von und nach Zanzibar, den Seychellen, Mauritius, Madagaskar, Britisch Ostafrika, DeutschOstafrika, Mozambique und Lourenzo Marquez sind anfgehoben worden. Nr. 153. Kleines Feuilleton. Oberhessische FamiHenzeitung. Seite 3. dann werden Sie Wenn fie anfangen zu fie spielen wollen, arbeiten; we spielen haben auch Thränen, meinen. mit ihnen Dann und Der Aufstand in China nimmt nach den aus Port Arthur einlaufenden Rachrichten immer mehr zu. Elf Provinzen sind davon erfaßt. Die gegen die Aufrührer entsandten Regierungstruppen gehen zu den Boxern über. Der Aufstand bezweckt die Entfernung der Euröpäer, hauptsächlich der Missionare. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog empfing am Samstag im Clarencehouse( St. James- Palast zu London) eine Abordnung des deutschen Militär- Vereins in England, dessen Protektor er ist. Die Abordnung überreichte eine Adresse. * Die Erfte Kammer tritt am 10. Jult zu einer voraussichtlichen ein bis zweitägigen Beratung zu sammen. Ehrenjungfrauen unter Borantritt der Musikkapelle einen Umzug auf dem Festplatz und begab sich dann auf den zum Spielen reservierten Tanzboden. Nach Beendigung der verschiedensten Spiele bekamen die Kleinen, die ihre Sache gut gemacht hatten, ein kleines Geschenk. Auch im übrigen war für Abwechselung genügend Sorge getragen. Gegen Abend begann ein flottes Tänzchen. Wirkungen von irgendwelchen Belang nachweisen können. Professor Liebreich hat eine Reihe von Tierexperimenten angestellt, welche die Harmlosigkeit des Salzes darthun. Das Präservesalz erhalte dem Fleisch die frische, rote Farbe und macht es ansehnlicher und appetitlicher. Auf unsichere Beobachtungen einzelner Gutachten hin dürfe man nicht eine seit Jahren eingeführte und als brauchbar befundene Ernährungsmethode unterbinden. ** Schwimmverein. Nachdem wir vor etwa 14 Tagen Gelegenheit hatten im Voltsbad den Frankfurter Schwimmverein zu bewundern und uns davon zu überzeugen, zu welchen erstaunlichen Leistungen man es auch in der Schwimmfunst durch methodische Schulung und Uebung bringen fann, hatten sich einige junge Herren gefunden, die diesem edlen Sport reges Interesse entgegen brachten. So tam Beratung zusammen über die Gründung eines Schwimmman denn am Samstag Abend im Hotel Schüß zu einer vereins in Gießen. Herr Dunge Frankfurt legte in einer längeren Rede, Zweck, Ziel und Vorteile solcher Schwimmvereinigungen dar. Die Versammlung beschloß daraufhin einstimmig als Schwimmverein Gießen" schon über 30 Mitglieder an. Viele hochgestellte Beamte ins Leben zu treten. Dem Schwimmverein gehören bis jetzt und Bürger u. A. auch Geheimrat Prof. Dr. Onken haben sich mit in die Liste der unterstützenden Mitglieder eingeschrieben. ** Der Provinzialdirektor, Herr Geh. Nat Hermann bon Bechtold ist gestern Nachmittag infolge eines Schlaganfalles im Alter von 66 Jahren 4 Monaten aus diesem Leben geschieden. Mit ihm ist ein grader und vortrefflicher Charakter, ein liebenswürdiger Herr und ganz besonders ein umsichtiger Beamter aber auch ein erfolgreiches Leben dahin gegangen. Wer den alten Herrn noch dieser Tage so munter die Gartenstraße dahingehen sah, glaubte nicht, daß er sobald das Zeitliche segnen würde. Geboren war er am 6. März 1836 zu Darmstadt als Sohn des nachmaligen Minister präsidenten Friedrich von Bechtold. Seiner Ehe mit Carolina geb. Engelbach entstammt ein Sohn, der jezt Kreisamtmann in Friedberg ist. * Geh.- Nat Professor Dr. Onten hatte infolge eines erlittenen Schlaganfalles seine Vorlesungen an der Universität eingestellt. Glücklicherweise hat sich der hochverdiente Lehrer sehr schnell wieder soweit davon erholt, so daß er schon in den nächsten Tagen seine Lehrthätigkeit wieder aufnehmen kann. ** Prof. Dr. Beling hat den an ihn ergangenen Ruf als Strafrechtslehrer nach Tübingen ange: " - παιδεία Wirten Mai bon einer Gewehr der Schu Limb und berid ftable be Buchthau Es ist deutscher furt a. anfall bruchsbie Weife Di berdingte Geld und fich nun München den ander ** Weber den Begriff des Betriebsunfalles auf dem Wege nach und von der Arbeit kommen immer noch wichtige neue Gesichtspunkte zur Geltung. So hat jezt das Reichsversicherungsamt einen Arbeiter, der ein Betriebsgerät mit sich führte, das er auftragsmäßig nach der Arbeitsstätte zu schaffen hatte und dabei verunglückte, die Unfallrente zugeKläger mit dem ziemlich schweren Gerät auf der Schulter sprochen. In der Begründung wird ausgeführt, wie der den Weg nach seiner auf freiem Felde belegenen Arbeitsstätte angetreten habe und in Folge Glatteises gefallen sei. Nach der Natur der Sache müsse daher angenommen werden, daß das Tragen des schweren Gerätes, sowie die dadurch bedingte Belastung und Behinderung des einen Armes eine wesentlich mitwirkende Ursache für den Sturz gewesen ist. In Folge des Zusammentreffens zweier Umstände, der Zweckbestimmung des Weges und Einflusses des Gerätes auf den Sturz, sei der Unfall unbedingt als bei dem Betriebe erfolgt anzusehen. Der Zweck des Vereins ist, junge Leute zu einem strammen, den Forderungen der Gesundheit entsprechen. den Schwimmen methodisch auszubilden. Es soll also keiner sich dadurch vor dem Beitritt in den Verein zurückschrecken lassen, daß er vielleicht noch kein hervor ragender Schwimmer ist oder noch gar nicht schwimmen Jahresbeitrag ist so niedrig, daß jeder junge Mann fann im Gegenteil im Gegenteil er soll es lernen. Der beitreten kann. Für jüngere Mitglieder wird eine besondere Zöglingsabteilung eingerichtet. Nächsten Donnerstag abend hat der Verein im Hotel Schütz seine erste gesellige Zusammenkunft und wer Lust und Interesse am Verein hat, ganz gleich ob er aktiv oder als unterstüßendes Mitglied der Sache dienen will, ist freundlichst für diesen Abend eingeladen. rn. Zur Feier seines 50. Geburtstages gab Herr Fabrikant Fried. Krogmann seinen sämt Itchen Arbeitern am Samstag abend im oberen Saale des Schipkapaß" ein kleines Fest. Bei einem opulenten Mahl vergnügte man sich bis gegen Mitternacht. Der erste Arbeiter Herr Otto sprach dem Jubilar in einer wohlgelungenen Ansprache die Glückwünsche und Anerkennung seiner Mitarbeiter aus, worauf Herr Krogmann mit bewegten Worten dankte. Die ganze Feter legte Zeugnis ab von dem guten Einvernehmen, das hier erfreulicherweise zwischen Arbeitgeber und Arbeitern besteht. Die ganze Feier zeugte aber auch ferner, daß ein Geschäft durch gute Arbeiter zu Ansehen und Aufschwung gelangen fann. * Finanzeramen. Dem im Frühjahr dieses Jahres zu Darmstadt abgehaltenen Finanzeramen 1. Kategorie unterzogen fich 68 Kandidaten, von welchen nur 29 die Prüfung bestanden. Von hier bestanden mit gutem Erfolg die Herren Emil Kinkel, Gustav Mosig und Hermann Noll. * ** Aus Hessen und Nachbargebieten. P. Großen Linden, 6, Juli. Gestern verunglückte auf dem Thonwert Hüttenberg der Arbeiter Velten aus Leihgestern. Derselbe wurde von der Transmission erfaßt und nach Gießen gebracht. Man zweifelt an seinem Aufkommen. herumgeschleudert. Schwerverletzt wurde er in die Klinik Aufsehen erregt in Gießen ein Vorkommnis, welches zu beweisen scheint, daß bei der hessischen Regierung der Groll über die vor einigen Jahren erfolgten Angriffe Herman Schillers auf das System„ Knorr Soldan" auch über das Grab hinaus fortbesteht. Der Nachfolger Schillers und jezige Leiter des Gymnasiums Geheimrat Schädel hat nämlich, so wird der Frff. 8tg." von hier geschrieben, einem Antrage seines Lehrerkollegiums gegenüber unter ausdrück licher Berufung auf die Regierung es rundweg abgelehnt, der Theilnahme der Anstalt, die der Verstorbene über 20 Jahre lang mit seltener Auszeichnung geleitet hatte, durch die Uebersendung eines Kranzes offiziellen Ausdruck zu verleihen. mind Durch Kabinets- Ordre ist bestimmt worden, daß die Rekruteneinstellung, soweit deren Festsetung noch vorbehalten war, bom 21. bis 23. Oktober d. J. zu erfolgen hat. ** Die neue Fahne des Vereins Edelweiß", welche am letzten Sonntag anläßlich des 10. Stiftungs. festes geweiht wurde, ist für die nächsten Tage im Schaufenster des Herrn Fuhr, Sonnenstraße, aus gestellt. Wir erhalten folgendes Schreiben betr. den Passus " Jugendfest" in legtem Stadtverordnetenbericht: Verehrl. Redaktion! ** Aus Darmstadt wird uns gemeldet, daß der offizielle Landtagsschluß am Freitag, den 11. Juli stattfindet. Die P. Großen- Linden, 6. Juli. Auf dem Gauturnfest des Gaues Hessen in Buzbach errang unser hiesiger Turn- Verein im Musterriegenturnen, Zöglingsturnen den 2. Preis. Musterriege der Turner den 6. Preis. 24 Riegen turnten. Möge dies unserem Verein ein Ansporn sein, mit ersten Preisen heimzukehren. Reid tag unfer jebe Stra Empfang auch nich fieht zum feinen M 11 Jahre diefes Ma stellungsh fehr gelob gefchloffen am Sam zahlreicher gute Fre bereitwill Die off ginn des ftatt. G bis auf Reich od k. Garbenteid, 7. Juli. In unserm sonst so stillen Orte hatte sich am Samstag und Sonntag eine große Anzahl Festgäste zur Feier des 25jährigen Stiftungsfestes des Gesangvereins Frohsinn eingefunden. Schon am Samstag veranstalteten die drei hiesigen Gesangvereine Frohsinn, Liederblüte und Viktoria eine kleine Vorfeier. Der Hauptfesttag war am Sonntag, nicht weniger als 14 auswärtige Gesangvereine waren vertreten. So fonnte sich denn am Musit durch den Ort bewegen. Auf dem Festplatz angeNachmittag ein recht stattlicher Festzug mit Vorreitern und kommen wurde die Ve sammlung durch den Präsidenten begrüßt. Die Festrede hielt darauf Herr Pfarrer Sommerlad. Hierauf wurde dem Jubilarverein eine von Jungfrauen gestiftete Fahnenschleise überreicht. An die offizielle Feier schloß sich ein flotter Tanz, der bis tief in die Nacht hinein die Festteilnehmer in lustigster Stimmung zusammenhielt. Der Besuch von Fremden war sehr stark. Heute schließt das Fest mit nochmaligem Festzug, Tanz und Volksbeluftigungen E. Aus dem Ohmthale. Nunmehr ist die Heuernte in hiesiger Gegend beendet und besonders gut in unserem Thale ausgefallen. Wie uns geschrieben wird, hat die Gemarkung Bürgeln unter all den Gemeinden den reichsten Ertrag und besten Erfolg. ** Marburg, 6. Juli. gestern den Bürgermeister a. D. Dichaut aus Schrecksbach Die Straffammer verurteilte im Kreise Ziegenhain wegen Amtsvergehens zu 100 Mart Geldstrafe. Dickhaut hatte sich von Alters- und Unfallrenten eine Gebühr von 20 Pfg. für die Beglaubigung der Quittungen geben lassen. Dies ist nicht erlaubt. * Die Blizgefahr hat sich in Deutschland gegenüber der ein halbes Jahrsundert zurückliegenden Zeit nahezu versechsfacht, woran, neben zahlreichen anderen Dingen, wohl namentlich die ausgedehnten Abholzungen eine Schuld tragen. Gerade die Nähe von Wald vermindert, besonders in wasserreicher Umgebung, die mit den Gewittern verbundenen Gefahren. Die eigentüm lichen Erscheinungen, daß wir den Blizz früher bemerken als den Donner, erklärt sich bekanntlich aus der weitaus größeren Geschwindigkeit, mit der sich das Licht gegenüber dem Schall fortpflanzt. Am gefähr lichsten sind die Gewitter, die sich in der Luft schnell vorwärts bewegen, und bei denen das Geräusch des Donners fast unmittelbar dem Aufblizen folgt. Ein einfaches Mittel zu bestimmen, in welcher Entfernung sich ein Gewitter befindet, besigt man in dem Messen der Zeitabstände zwischen Blizz und Donner nach Sefunden. Beträgt dieser Unterschied z. B. 22 Sekunden, so kann man annehmen, daß das Gewiter eine Meile entfernt ist. Auf jede Sekunde des Zeitabstandes entfällt eine Entfernung von etwa 340 Meter. Der größte derartige Zeitraum, der btsher beobachtet wurde, war 1% Minute; das Gewitter stand mithin über einer Gegend, die ungefähr 242 Kilometer entfernt war. Wenn man auf den Sekundenanzeiger der Uhr blickt, fann man auch deutlich wahrnehmen, mit welcher Geschwindigkeit das Gewitter sich nähert oder abzieht. Die Fortbewegung der Gewitter ist eine sehr verschiedenartige, die Schnelligkeit schwankt zwischen 10 und 80 Kilometer in der Stunde; im Durchschnitt wird sie auf 40 Kilometer geschätzt. Das ist etwa die gleiche Geschwindigkeit, mit der ein Güterzug oder ein Schnelldampfer modernster Art fährt. In Nr. 153 Ihres geschäzten Blattes schreiben Sie mir in einem Bericht über die Verhandlungen in der Stadtverordnetenfigung vom 4. d. M. bezüglich des Jugendfestes die Aeußerung zu: Nein, nicht die Kinder und ihre Eltern sind es, die den Zwie spalt hervorgerufen haben, sondern einzig und allein die Lehrer der Höheren Mädchenschule." Ich habe diese Aeußerung nie gethan und bitte den Irrtum in der nächsten Nr. Ihres Blattes gefälligst berichtigen zu wollen. Gießen, 7. Juli 1902. Achtungsvoll Jann. Turnjach Herr Pr Bugbac den We Leibesüb der schön aufmerti Kranzreig Anaben bo dem große nicht berge zündenden lungene Kaffel, 2. Juli. Wegen angeblicher Schädi gung des Eisenbahnfiskus um dreißig Pfennige in Verbindung mit Urkundenfälschung hatte sich der 34 jährige Landwirt Heinrich Schöne= wolf von Hasselbach vor hiesigem Schwurgericht zu verantworten. Am 12. Januar hatte Sch. auf der Station Hasselbach eine Fahrkarte 3. Kl. nach Fürstenhagen für 30 Pfg. gelöst. Er konnte aber dann den fragl. 3ug nicht benutzen. Statt nun die Fahrkarte zurückzugeben und sich den Betrag wieder erstatten zu lassen, benutzte Sch. dieselbe Fahrkarte am 20. Februar zu der gleichen Streckenfahrt. Um aber die Ungültigkeit der Karte zu vertuschen, hatte er den Eindruck des Lösungstages umgeändert. schon beendet war, wurde die Fälschung entdeckt. ZuErst, als die Fahrt nächst mußte Sch. eine Geldstrafe von 6 Mark zahlen und dann wurde noch ein Verfahren wegen Urkundenfälschung und Betrugs gegen ihn eingeleitet. Die Geschworenen bejahten die Hauptschuldfrage, jedoch nur unter der Vorausseßung, daß die Eisenbahnfahr karte eine Privaturkunde ist; die übrigen Schuldfragen werden verneint, die mildernden Umstände aber bejaht. Der Gerichtshof verkündete sodann die Freisprechung des Angeklagten, weil die Fälschung einer Privaturkunde nach§ 267 des Str.-G.-B. nur strafbar sei, wenn sie zum Beweise von Rechten und Rechtsverhältnissen von Erheblichkeit ist; das sei aber von den Geschworenen nicht ausgesprochen worden. Frankfurt a. M., 6. Juli. Der hiesige Landwirtschaftliche Verein beabsichtigt vor dem mit Brämiierung verbundenen großen Herbstpferdemarkt im Oktober, im August einen Arbeitspferdemarkt abzuhalten. ** Radrennen. Bei dem gestrigen Rad- Rennen flegte bei dem ersten Fahren( 2000 m) A. Hahn-!! Vorsicht bei Annahme von Goldstücken. Als KonGießen 1. Ehrenpreis( Vorsprung 100 m.), A. Rhein- furrenten unserer deutschen Goldstücke treten seit einiger Zeit länder- Launsbach 2. Ehrenpreis( Vorsprung 70 m), die österreichischen Behn- und Zwanzig- Kronenstücke auf, die E. Seipp- Gießen dritter( Vorsprung 50 m), A. Schaum- wegen ihrer Aehnlichkeit in Größe un Prägung mit den Klein- Linden vierter( Vorsprung 40 m). Im Haupt- deutschen Goldstücken sehr leicht verwechselt werden können. fahren( 3500 m) B. Tenter Frankfurt erster( Vor- Da das Kronenstück nur einen Wert von 8.55 Mr. und sprung 250 m), A. Schaum- Klein- Linden zweiter( Vor- das Zwanzig- Kronenstück einen solchen von 17.10 Mt. hat, sprung 200 m), E. Wilde- Weilburg dritter( Vorsprung so bringt die Annahme eines österreichischen Goldstückes 160 m), N. Bendum- Marburg vierter( Vorsprung 130 m). einen nicht unerheblichen Verlust mit sich. p. Der Maschinenbauergesangberein p. Das Präservesalz der Mezger. Die Frage, ob der feierte gestern nachmittag auf der Liebigshöhe ein wohl Busaß von Präservesalz zum Hackfleisch gesundheitsschädlich gelungenes Sommerfest mit Mufit, Tanz und Spielen. ift oder nicht, beschäftigt bekanntlich seit Monaten weite Stadttheater. Morgen Dienstag und übermorgen Kreise. Die Gerichte sind in ihren Entscheidungen bald zu Mittwoch finden die beiden ersten Operetten- Gastspiele einer Verurteilung bald zu einem Freispruch der angeklagten im Abonnement seitens des Ensembles vom Emser Megger gelangt, mit Rüdsicht darauf, daß die gerichtlichen Sturtheater statt. Zur Aufführung fommen, wie schon Sachverständigen selbst verschiedener Ansicht in dieser Anangezeigt, die Operetten- Nobitäten„ Die Puppe" gelegenheit sind. Der bekannte Berliner Pharmakologe, ( am Dienstag) und„ Die Landstretcher"( am Beh. Medizinalrat Prof Liebreich nahm in der Mittwoch Hoffentlich läßt der Besuch der Vor- Sigung der Berliner medizinischen Gesellschaft ganz ent stellungen nichts zu wünschen übrig. schieden die Methode der Fleischkonservierung durch Zusatz r. Auf der Schönen Aussicht herrschte gestern Nach- von Präservesalz in Schuß. Die Anschauung, daß der mittag wieder ein buntes Leben und Treiben der Wohl- Busaz von schwefligsaurem Natron unter allen Umständen thätigkeitsverein Contentia feierte Sommerfest. Gegen schäbliche Folgen nach sich ziehe, sei vollkommen unhaltbar. 5 Uhr machte eine große Kinderschaar mit festlich geschmückten Man habe weder bei Menschen noch bei Tieren nachteilige Mittwoch. -- das in de anderen Nachmittag auf der Rückkehr von London hier ein und fuhr Groß- Gerau, 6. Juli. Der Großherzog traf heute direkt nach Schloß Wolfsgarten. entriß d den Feft berging und Frü Beit zur Viel waren all 168. Inf ganze Bil wechslung Bußbacher mitglieder fried, Chr Heinrich war die richtern vereine d berg, We Biede Marburg Gemünd Großen Leibgefte welde g einen je Marburg Nieder- M Wollstad Lauterba Reinheim, 6. Juli. Bei einer Felddienstübung zwischen hier und Ober- Ramstadt schoß sich der Dragoner Schloffer vom 23. Dragonerregiment aus Morchhheim eine Blazpatrone in den Unterleib. Der Schwerverletzte wurde per Bahn nach dem Garnisonlazareth in Darmstadt gebracht. Main wurde dieser Tage ein großes Vereinsfest gefeiert, - Vom Main, 4. Juli. In einem Städtchen am ein Keller- Kontrolleur erschien, der sein Amt so zu dem neben vielen anderen auswärtigen Gästen auch heim; je Arbeiterbe bon Buzb und der teilung. wurde ftanden in jo eratt t Bor Beginn aber herzlic und der G und rühmt Turnerftab geleiftet. angetreten. Turnverein Damenriege Turnverein weifen tim experimenten darthun. Da rote Farbe und f unsichere Be man nicht eine befundene Erfalles auf dem зи mer noch wichtige jest bas Reichs Betriebsgerät mit Arbeitsfatte Unfallrente age eführt, wie ber auf der Schulter nen Arbeitstätte fallen fei. Rad men werden, doj dadurch bedingte 8 eine wesentlich ift. In Folge Swedbestimmung f den Sturz, fei be erfolgt anzu gebieten. berunglückte auf Belten aus Leib ssion erfaßt und er in die Alinit nem Aufkommen. Gauturnfest des ger Turn- Berein 2. Preis. Die Riegen turnten. ein, mit erften fonft so stillen ine große Anungsfestes bes n am Samstag Fine Frohsinn, - Der Haupt 14 auswärtige sich denn am Vorreitern und Feftplay ange Präsidenten be crer Sommerlab. Jungfrauen geoffizielle Feier in die Nacht ung zusammen start. Heute Canz und Volts Die Heuernte in unserem Thale die Gemarkung en Ertrag und ner verurteilte Schredsbach zu 100 Mart - und Unfalllaubigung der Lubt. er Schädi m dreißig undenfälschung rich Schöne hwurgericht zu Sch. auf der nach Fürften Ser dann den die Fahrkarte ieder erstatten te am 20. Fe aber die Unden Eindruck e die Fahrt entdeckt. Zu Mark zahlen gen Urfunden geleitet. Die age, jedoch nur nbahnfahr Fübrigen Schuld Umstände aber ann die Frei die Fälldung Str.- 6-8. nur on Medten und das sei aber jen worden. Landa irtschaft tämiierung ber ber, im Auguft crzog traf beute hier ein und fuhr enftübung wien Dragoner Gloffer Sheim eine Blo perlegte wurde per mftabt gebracht m Städtchen am ereinefeft gefeiert gen Gäften aud ber fein Amt fo nachdrücklich besorgte, daß er zum Schlusse bei sechs| M.- T-.V. Gießen Wirten Wein beanstandete und die Fässer versiegelte. Turnverein Lauterbach Mainz, 6. Juli. Gestern ging ein Unteroffizier, der von einer Schießübung tam, durch die Schustergasse. Das Gewehr trug er am Riemen. Plößlich ging dasselbe los; der Schuß ging glücklicherweise in die Höhe. Limburg a. d. L., 6. Juli. Aus Niederbrechen wird uns berichtet: In München wurde wegen Einbruchsdiebstahls der von hier gebürtige Georg Eisenbach zu 12 Jahren Buchthaus, seine Ehefrau zu 7 Jahren Buchthaus verurteilt. Es ist dies das Pärchen, das in einer ganzen Anzahl deutscher Städte Gastrollen gab, so u. A. in Kassel, Frankfurt a. M., Würzburg, wo sie den s. 3. berichteten Raubanfall auf die Freiin v. Truchse ß ausübten. Außer Einbruchsdiebstählen beging das saubere Pärchen noch in der Weise Diebstähle, daß sich die Ehefrau als Dienstmädchen verdingte und dann am selben Tage unter Mitnahme von Gelb und Geldeswert verschwand. Georg Eisenbach hat sich nun vergangene Nacht in seiner Belle erhängt. Von München aus sollten die Verbrecher zur Aburteilung nach den andern Städten gebracht werden. 29. Gauturnfest in Bukbach. Von unserem n.- korrespondenten. Reicher Jubel und große Begeisterung hat seit Samstag unser liebliches Städtchen, unser Bußbach befangen, jebe Straße, jedes Haus tönnte man sagen, hat sich zum Empfang der Turner festlich geschmückt und warum denn auch nicht. Buzbach, als echtes und rechtes Turnerstädtchen, sieht zum zweiten Male das Turnfest des Gaues Hessen in seinen Mauern, und zwar auf demselben Plage, als vor 11 Jahren, im Jahre 1891, auf dem Viehmarktplaze. Auch dieses Mal hat der landwirtschaftliche Kreisverein seine Ausstellungshalle zur Festhalle ausschmücken lassen und, nicht zu sehr gelobt, das Ganze macht auf die fremden Turner ein geschlossenes Ganze, einen guten Eindrud. Der Anfang des Festes, am Samstag Nachmittag begann mit dem Eintreffen zahlreicher auswärtiger Turner und Gäste, denen gute Freiquartiere von Seiten der Bürgerschaft in bereitwilligster Weise zur Verfügung gestellt waren. Die offizielle Eröffnung fand am Abend mit Beginn des Fest kommerses statt. Schon lange vor Beginn desselben war die Halle bis auf des letzten Plaz gefüllt, ohne Unterschied, ob Reich oder Arm, alle erfüllte helle Begeisterung für die Turnsache. Nach der üblichen Begrüßungsrede, welcher Herr Professor Wamser im Namen des Turnvereins Buzbach in packender Weise sich entledigte, ging er auf den Wert des Turnens wie auf den der geregelten Leibesübungen über. Die praktischen Anwendungen all der schönen Ratschläge und Ermahnungen wurden den aufmerksamen Hörern, nachdem durch einige wohlgelungene Aufführungen, darunter ein recht imposanter Kranzreigen der Mädchen und ein Schwerterreigen der Knaben vor Augen geführt. Als gute Hessen wurden in dem großen Festjubel auch unser Kaiser( und Großherzog nicht vergessen. Herr Lehrer Storch war es, welcher mit zündenden Worten das Hoch auf beide Fürsten ausbrachte, das in der luftigen Halle tausendstimmig wiederhallte. Am anderen Morgen, dem Festsonntag, entriß der Weckruf die mitunter noch nicht so lange ruhenden Festteilnehmer dem er quickenden Schlaf. Der Vormittag verging nach einer angenehmen Berstreuung beim Konzert und Frühschoppen in der Festhalle, und Igar bald wurde es Zeit zur Aufstellung des Festzuges. Viele auswärtige Bruder- Vereine und die von Gießen waren alle in corpore erschienen, fein Wunder auch, daß das ganze Bild des Umzuges ein sehr malerisches und abwechslungsvolles war. Eröffnet wurde der Zug durch die Buzbacher Radfahrer, die Feuerwehr und die Musik vom 168. Inf. Regt., diesen folgten 2 Chaisen mit den Ehren mitgliedern des festgebenden Vereins, den Herren Gg. Seyfried, Christ. Weichardt, Gottfr. Köppler, Jakob Rumpf 4, Heinrich Forbach und Heinr. Braun; hinter den Wagen war die Reihenfolge nach dem Gau- Ausschuß, den Kampfrichtern und dem Ehrenkomitee für die einzelnen Turnvereine dann folgende: Biedenkopf, Friedberg, Homberg, Kirchhain Marbach, Marburg( At. T.-V.), Marburg( T.-V.), Nidda, Gemünden, Gedern, Gießen( M. T.-V.), Gießen( T.-V.), Großen- Buseck, Grünberg, Heuchelheim, Klein- Linden, Leihgestern, Launsbach, Lich, Lollac, Rodheim, Staufenberg, Weglar, Wieseck( mit eigener Snaben- Musiffapelle, welche gleichmäßig gekleidet und mit sog. Burenhüten einen sehr schönen Eindruck machten), Bad Nauheim, Marburg, T.- Gem.), Schotten, Gerdorf, Hungen, Nieder- Weisel, Ansbach, Ober- Mörlen, Schlik, NiederWöllstadt, usingen Langgöns, Friedberg, Alsfeld, Lauterbach, Griedel( mit Damenriege) und Wolfersheim; jezt folgten noch der Kriegerverein, der evang. Arbeiterverein, der Gesangverein Orpheus, alle drei von Buzzbach und den Schluß bildeten die Schuljugend und der Turnverein Bußbach mit seiner Damenabteilung. Bald nach dem Eintreffen auf dem Festplat wurde zu den Freiübungen aufmarschiert. 296 Mann standen in 16 Reihen und bemühten sich, die lebungen so eraft wie möglich auszuführen. Vor Beginn derselben richtete der Bürgermeistee in furzer aber herzlicher Weise einen Willkommengruß an die Turner, und der Gaubertreter Helm- Gießen dankte für diesen Gruß und rühmte die Feststadt daran anschließend als eine wahre Turnerstadt, die stets der Sache so manchen treuen Dienst geleistet. Nach Beendigung der Freiübungen wurde zum Vereinswettturnen angetreten. Das Ergebnis davon ist folgendes: Turnverein Schlit 1. Preis m. 32/12 Punkt. " Damenriege Bußbach Turnverein Weglar Nieder- Weisel( Bögl.) 2. " " 321/12" 3. 3111/12 " " " 4. 31/12 " " " " Beglar( 8ögl.) 5. 31/12 " " Bad Nauheim 6. 31/12 " 1 " " 56 Turnverein Griedel at. ať. " " 7. 30% " " 8. 30% Н " " " " Bad Nauheim( 8ögl.) 9. Großen- Linden Lollar 30712 " " " 10. 30% " " " 11. 30 " " 1 " " " Gießen( an 2 Pferd.) 12. 30 " п " 1 " Usingen Großen- Linden 13. 29/12 " " " 14. 28/12 " " " 15. 287/12 " " Н 16. 285/10 " " 17. 28/12 " " " 18. 281/19 " " " " " Gießen( 8ögl.) 19. 28 " " " " Buzzbach Wieseck 20. 21. 271/19 Н " " 26 " " " " " Friedberg Marburg Marburg, Spielriege recht gut. Bu bemerken ist noch, daß sämtliche Riegen, welche in Wettbewerb traten, mit einem Preis bedacht werden konnten. Die Preisverteilung erfolgte am Abend gegen 9 Uhr unter großem Andrang in der Festhalle durch Gauturnwart Will Marburg Die nach derselben aufgeführten Festspiele fanden gleich wie am Vorabend brausenden Beifall. Vermischtes. Bremen. Der hiesige Photograph Voigt wurde heute mit Frau und zwei Kindern in seiner Wohnung halbverwest aufgefunden. Seit Samstag war das Haus verschlossen und wurde heute Mittag von der Polizei geöffnet. Es liegt Gasvergiftung bor; da das Geschäft Voigts schlecht ging, nimmt man Selbstmord an. * Drentwede.( Vierlinge). Dem Häusling Dickmannschen Ehepaar im nahegelegenen Schmolte wurden vier Kinder, zwei Knaben und zwei Mädchen, geboren, die gleich nach der Geburt starben. * Die altbekannte rote Zugführertasche, das Erkennungszeichen des zugführenden Beamten bei den zur Personenbeförderung dienenden Zügen, soll nun auch bei den Staatseisenbahnen verschwinden. An deren Stelle tritt ein roter breiter Lederriemen mit Schnalle und Signalpfeife, welcher gleich der bisherigen Tasche über Schulter und Brust getragen wird. ⚫ In dem Millionenkonkurs des Fürsten Ludwig zu Salm- Kyrburg auf Schloß Benneberg wird in diesem Monate eine Abschlagszahlung von 1½ Proz. an die Gläubiger stattfinden, wozu ungefähr 17,500 Mart vorhanden sind. Die zu berücksichtigenden Forderungen betragen 1,141,450 Mt. * Ein Eisenbahnzug durch einen Cyklon umgestürzt. Wie uns aus Bombay gemeldet wird, wurde in der Nähe von Rampur- Hat ein Eisenbahnzug durch einen Wirbelsturm umgeworfen. 13 Personen wurden getötet, 15 Bassagiere, darunter eine eueopäische Dame, erlitten Berlegungen. " " * Eßt Pferdesleisch. Dem Vorurteil gegen Pferdefleisch" möchte die agrarische D. Tagesztg" zu Leibe gehen. Sie schwärmt platonisch für den Genuß von Pferdefleisch und stellt sogar die fühne Behauptung auf, daß das Pferdefleisch in Frankreich in den besten Kreisen" genossen wird. Die nationalsoziale Beit" bemerkt dazu wißig: Woher dem Blatt diese Kunde kommt, wissen wir nicht. Jedenfalls erinnern wir uns nicht, in Paris im Pavillon d'Armenonville oder bei Ledoyen oder auch nur in den Bouillons Duval Côtelette de cheval auf die Speisekarte vermerkt gefunden zu haben. Aber sei's drum! Wir wollen einmal diese Behauptung gutgläubig hinnehmen, und wenn wir in Zukunft wieder von der Zunahme der Pferdeschlachtungen in Spandau oder in Chemnitz lesen, da werden wir nicht mehr an Fleischnot und Arbeiterdürftigkeit denken, sondern uns freuen, daß die rückständigen Deutschen sich endlich dem verfeinerten Geschmack der„ besten Kreise" Frankreichs zu nähern beginnen. Wir freuen uns dessen im Interesse der Kultur im Allgemeinen wie in dem der Landesfultur im Besonderen. Wie viel Fleisch brauchten wir weniger zu importiren, wenn alle alten deutschen Gäule verzehrt würden! Der Gedanke ist für Jeden, der auf dem Gedanken der„ Heimathpolitit" und des Schutzes der nationalen Arbeit" steht, von geradezu berauschender Großartigkeit. Was bringt heute ein altes, abgerackertes Roß? Höllisch wenig. Was kann es bringen, wenn das Pferd- notabene das alte Pferd, denn gerade " Debundja Scipio Wete Hafen " für seine Verspeisung pläbirt bas bündlerische Blatt- erst zum Nationalgericht der Deutschen geworden ist? Ein ganz anständiges Sümmchen. Wir können es daher nur mit Genugthuung begrüßen, daß man, wie wir nach dem Artikel der Deutschen Tagesztg." als zweifellos annehmen, in den Kreisen ihrer Redakteure, der Bundesredner, der Vorsitzenden und Vertrauensmänner des Bundes, furz überall da, wo man zur Heimathpolitik" des Bundes schwört, mit der praftischen Propaganda für das Pferdefleisch vorgehen will. Beispiele sind Riesen", sagte der Leiter der Deutschen Tagesztg.", bestellte seine bisherigen Fleischlieferanten ab und ernannte den ersten Berliner Roßschlächter zu seinem Hoflieferanten. Dulce et decorum est pro patria edere. Welch stolzes Gefühl, nicht blos Vorkämpfer, sondern auch Voreffer seines Volkes zu sein. Hottehüh hurra! M. * Einen merkwürdigen Seb ftmord beging in Ettlingen( Baden) der im dortigen Schlachthause beschäftigte Taglöhner Joseph Boch. Er verwendete eine Schlachtmaste mit Patronen. Um die Entladung herbeizuführen, mußte er mit einem Glipfel auf den Stift des Instrumentes schlagen. Den Hammer selbst hielt seine Hand noch im Tode krampfhaft umspannt. Imand 19 mmol * Eine neue große Tropfsteinhöhle ist in der Nähe von Schwelm entdeckt worden. Jägern fiel es auf, daß einige Dachshunde bei der Fuchsjagd ungewöhnlich lange in den Löchern blieben. Beim Nachgraben fand man einen weiten Höhlengang. Bis jetzt fonnte man aber der Lehmmassen wegen noch nicht weiter als ca. 70 Meter vordringen. denen der Dechenhöhle an Schönheit nichts nachgeben. Die Tropfsteingebilde sollen Das Waldfeft des Bogelsberger Höhen- Klubs auf dem Hoherodskopf, 6. Juli 1902. Von ganzem Herzen laß' dich loben, Du schöner Tag im Hessenland, Dem hoch im Vogelsberg da droben Mein Sehnen stets war zugewandt! Von Nebeln wochenlang umhangen Boß Hoherodskopf so viel Naß, Daß jedermann gedacht voll Bangen: ,, Berregnet wird uns nun der Spaß!" Doch Pessimisten sei's zum Aerger, Den Trübsalsgrüblern allzumal Für meine lieben Vogelsberger Füllt heut die Sonne Berg und Thal, Und durch die grünen Buchenhallen Rauscht ein Willkommen warm und mild, mil Das gilt den frohen Menschen allen, ihmelzu Die jetzt im Wald versammelt sind.is 1 isto sid vik OVE Suksoinuits and tii siste Wohl hat verlernt das lust'ge Wandernd Des Achtzigjähr'gen müder Fuß, sie Doch schickt der Alte gern euch andern Zum Feste seinen wärmsten Gruß. Gar oft gewinnt in stillen Träumen Ein Heimatbild in mir Gestalt; dinise Dann weil ich unter schatt'gen Bäumen Bei euch Jim lieben Oberwald. sisi@ 196 D'rum laßt auch heut' mit sanftem Tritten Im Geist mich nehmen meinen Gang Und lauschen mich in eurer Mitte Des Festes wunderschönem Klang! ' s ist fraglich, ob der Sänger wieder gull Im nächsten Jahr sich findet ein; mi Doch wird das lezte seiner Lieder Das Lob der alten Heimat sein. Wer kennt nicht die Schußmarte ,, Kaffee: Ontel"? Dieselbe schüßt die vortreffliche Pfeiffer& Diller's m Kaffee- Essenz in Dosen. Ein Versuch wird Sie hochbefriedigen. Unsere Pflanzungen in Kamerun. 10 100 Nigeria ( br) 400 Tschad See Die Entwickelung unserer Plan Zungen in Kamerun Franz - Tibati Kongo me Bibundy Buca anierun Dechethäuser Pflanzungen Pfl. Victoria Yaunde Buea puana Soppo B, Limba Bonia dicombe Regierungsiana Bota Hafen Reservate Хакавне Victoria 5 Km 10 15 Neue Buea Strasse Feldbahn( im Bau Burmeister, Berlin σ Meanja Pokoke Lisoka Exona New Toget Holyko Bonfamba Kamerun Munono Gesellschaft Mbinga Bimba Wie in der alten Zeit geht aud) jezt noch die Kolonisation von der Küste in das Innere des Landes. Das Gleiche trifft auch für unsere beste Kolonie Kamerun zu. So sehen wir denn in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Kamerun die meisten Plantagen längs der früfte ange siedelt. Unsere Starte führt unseren Lesern diesen Distrikt bor Augen. Die Plantage der Gesellschaft Viktoria" ist besonders hervorgehoben, einmal weil diese Gesellschaft bet weitem die bedeutendste ist, zweitens aber auch, weil sie bie rührigste ist. So hat diese Gesellschaft in aller Stille einen Bahnbau unternommen, der freilich in erster Linie dem Transport ihrer Kakao- Produkte dienen soll, andrerseits aber auch zum Transport von Lebensmitteln und Menschen nach dem Regierungsfiz Buca bestim.nt und so namentlich für die dort stationierte Schutztruppe von der größten Bedeutung ist. Dazu kommt, daß die bis 40 Kilometer von der Küfte entfernt liegenden Ortschaften in unmittel bare und schnelle Verbindung mit den Hauptorten gebracht sind. Zweifellos werden die übrigen Gesellschaften dem Beispiel der„ Viktorta" schnell folgen, und so wird Kamerun verhältnismäßig schnell in den Besitz eines Tertiärbahnnetes gelangen, während unsere anderen Kolonien mit den Eisenbahnen nicht recht zu stande kommen. Nr. Sielban Gießen. Bum Sielbau der Provinzialhauptstadt Gießen sind Arbeiten und Lieferungen für das Hauptabflußsiel, den Hauptsammler A. und den Regensammler W. 2. losweise getrennt oder insgesamt zu vergeben. 250 Die Ausschreibung umfaßt: Los 1. Die Arbeiten und Lieferung der nicht bauseitig beschafften Materialien für das Hauptabflußsiel, den Hauptsammler A. die Unterführung bei der Eisenbahnbrücke, den Düder unter der Wieseck, insgesamt etwa 1200 m Mauerfiel Profil 50/75 bis 156/195 824 m Thonrohrkanäle von 25-40 cm Durchmesser einschließlich aller besonderen Bauwerke, Spül- und Einsteigschächte. L08 2. Die Arbeiten und Lieferung der nicht bauseitig beschafften Materialien für den Regensammler W. 2 insgesamt etwa 2500 m Cementrohrkanäle von 20 bis 90 cm Durchmesser einschließlich der Spül- und Einsteigschächte. Bedingungen und Angebotformulare ausschließlich der Beichnungen tönnen gegen porto- und bestellgeldfreie Einsendung von 1.50.Mt. für das Los durch das Sielbauamt Großh. Bürgermeisterei Gießen Zimmer Nr. 6 be zogen werden. Ebendaselbst liegen sowohl die Zeichnungen wie sonstige Verdingungsunterlagen während der Dienststunden zur Einsicht auf. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmid Darmstadt, Mühlstraße 60. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift: ,, Angebot auf Herstellung von Sielbauten" bis zum 24. Juli d. I. nachmittags 3 Uhr bei dem Siels bauamt einzureichen, woselbst die Eröffnung der eingelaufenen Angebote im Beisein etwa erschienener Bewerber am genannten Termine erfolgt. Die Angebote tönnen auf die einzelnen Lose sowie auf die Gesamtleistung erfolgen. 1370 Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, am 5. Juli 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Verdingung. Die nachstehenden Unterhaltungsarbeiten an städtischen Schulen sollen Betr.: Die Regelung des gewerblichen Lehrlingswesens. Wir bringen hierdurch in Erinnerung, daß alle Lehrlinge, welche innerhalb des Großherzogtums eine handwerksmäßige Ausbildung erhalten, bei dem Sekretariat der unterzeichneten Kammer anzumelden sind: In gleicher Weise ist der etwaige Austritt eines Lehrlings aus der Lehre unter Angabe des Grundes anzuzeigen. Mittwoch, 9. Juli d. J. Borm. 11½ Uhr öffentlich verdungen werden. | Bekanntmachung. Wegen Verheiratung unseres feßigen Hausmädchens fuchen Wir bringen hierdurch zur öffent: wir für die häuslichen Arbeiten in lichen Kenntnis, daß in der Zeit vom 8. August bis 20. September schule ein anderes unserer KleinkinderMädchen, d. Js. voraussichtlich keine Situngen der Stadtverordnetenver: das baldigst in se'nen Dienst ein a) Weißbinderarbeit: Schulhaus in der Neustadt, Stadt- sammlung abgehalten werden. Dringliche, die Beschlußfassung treten könnte. Anmeldungen wolle fnabenschule, Stadtmädchenschule, der Stadtverordneten Versamm man an den Unterzeichneten richten Höhere und erweiterte Mädchenschule, lung erfordernde Angelegenheiten oder an die Schwestern in der KleinRealgymnasium und Realschule und sind daher spätestens bis 25. d. finderschule selbst. Mts. bei uns vorzubringen. Gewerbeschule. Gießen, 5. Juli 1902. Realgymnasium und Realschule.- Großh. Bürgermeisterei Gießen. Höhere und erweiterte Mädchenschule. Mecum. Realgymnasium und Realschule. Stadtknabenschule. b) Schreinerarbeit: c) Tapezierarbeit: d) Terrazzoarbeit: e) Pflasterarbeit: Realgymnasium und Realschule. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2- Schreibftube zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 30. Juni 1902. 1345) Das Stadtbauamt. Schmandt. Maurerarbeit. unterlagen in der Blockstraße soll Die Herstellung von 250 qm Klinkerpflaster auf BetonDonnerstag, 10. Juli d. J., Vorm. 112 Uhr öffentlich verdungen werden. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, find bis zum genannten Termine einzureichen. Zuschlagsfrist 18 Tage. Gießen, 1. Juni 1902. Das Stadtbauamt. Schmandt. Bekanntmachung. biszweds Anschlusses einer weiteren Maschine ist Sonntag, den 6. d. M. von morgens 8 Uhr bis nachmittags 6 Uhr die Stromabgabe unterbrochen. Gießen, 5. Juli 1902. asdnodies Städt. Elektrizitäts- Werk Gießen. NT11 sporind puido J. V. 1367 Reiß. Havanna- Eck in Giessen. Bahnhofstrasse 50 Bekanntmachung. verschämte Arme ohne Unterschied Gießen, im Juli 1902. Der Vorstand der Bleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Ein zuverlässiges braves Mädchen Schillerstraße 16, part. Aus der Stiftung der Friedrich Tertor Eheleute sollen am 23. per 15. Juli oder 1. August gegen September 1902 240 Mr. an fog. guten Lohn gesucht. der Religion in Gaben von nicht unter 50 Mark vergeben werden. Anmeldungen hierzu haben bis zum 1. Auguft bei dem Armenamt zu erfolgen. Gießen, 3. Juli 1902. Diegrmen- Deputation der Stadt Gießen Mecum. Verdingung von Gärtnerarbeit. Die zur Anlage und Unterhaltung des Schmuckhofes im neuen Friedhof erforderlichen gärtnerischen Arbeiten ſollen auf Grund Beſchluſſes lung öffentlich verdungen werden, der Stadtverordneten Versammwozu Termin auf Montag den 14. Juli d. Is., vormittags 11.30 Uhr anberaumt wird. Plan und Bedingungen zur Einsicht der Intereſſenten bei uns auf Zimmer Nr. 2[ In den neuen Bäuen 43] während der Dienst: formulare daselbst erhältlich. Die stunden offen und sind Angebot Angebote sind bis zum genannten Termin schriftlich und verschlossen bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 5. Juli 1902. Das Stadtbauamt. Schmand t. . Bekanntmachung. 91 In der Zeit vom 28. Juni bis 5. Juli 1902 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1Vorstecknadel, 1Spazierstock, 1 Tasche mit BadegegenSuche per 1. Auguſt evil. auch später ein ordentliches braves Mädchen mit guten Zeugnissen. Frau H. Hahn, Bismardstraße 7. in älteres tüchtiges Mädchen sucht Stelle bei einem einzelnen Herrn oder älterem Ehepaar. Näh. Dammstraße 22, I. Student erteilt Privatunterricht in Latein und Französisch. Erfolg sicher. Offert. unter 00251 an die Erped. dieser Zeitung. Schönes Logie, 2 Zimmer, Küche u. s. w. Seltersweg Nr. 2 sofort zu vermieten. 3u erfragen im Uhrengeschäft. Kleine Wohnung 1363 zu vermieten. B. Wolf, Bahnhofstraße 32. Eine schöne 3: bis 4- ZimmerOff. wohnung in der Näge Ludwigsplatz oder Grünbergerstraße mit Preisangabe unter 5. 5 an baldigst zu mieten gesucht. die Exped. dieses Blattes. Schöne, frdl. 5- Zimmerwohn. per 15. Sept, eventl. 1. Oft., zu berm. Bismarckstraße 6. Möblirtes Zimmer für einfachen Herrn sofort zu ver: mieten. 1373 Dammstraße 22, I. Stoď. Städtisches Abonneme in's Haus Gratisbeil Oberbeffif Gartenbay Das B für Aus Aus! geftern zw gezahlt; e Die Ernte jahren i. Ba des 18. Ar meifterei b ung eines heim wünfd gäfte bon und im I Gemeinder welche für Bedeutung Fran * bom 1. Juli ordnung üb richten F im Falle de teftament den Ortsger Schlachthaus. errichtet we Ochsenfleisch 50 Pfg. heute u. morgen. stände, 1 Umhängetragen für Kinder, 1 weißleinener Beutel Der Verkauf des Fleisches findet mit Inhalt und 1 Fahrradlaterne. während der Marktzeit in der großen Die Anzeige ist spätestens 4 Wochen nach dem Ein- d bezw. Austritt auf vorgeschriebenem Formular durch die Lehrmeister zu bewirken. Die Jnnungen haben für ihre vis- à- vis d. Hotel Großherzog v. Hessen und Hotel Schüß, empfiehlt verloren: 1 filb. Uhr. 1 Bie- Schlachtviehalle statt. Mitglieder am 1. Januar und 1. Juli 1. J. ein Ver- dem geehrten Publikum la. la. Cigarren und Cigarretten aus nur zeichnis der ein- und ausgetretenen Lehrlinge ebenfalls auf vorgeschriebenem Formular bet dem Sekretariat einzureichen. Diese Anmeldungen müssen außer dem Namen und genauer Adresse des Lehrmeisters enthalten: a) Vor- und Zunamen, Geburtsort, Tag und Jahr der Geburt, sowie Wohnung des Lehrlings, b) Bezeichnung des Handwerks, in welchem der Lehrling auszubilden ist, c) Beginn und Dauer der Lehrzeit. Formularien fönnen unentgeltlich von dem Sefretariat der Kammer bezogen werden. best renommierten Fabriken. Spezialitäten in Sumatra, Mexico und Vorstenland- Cigarren in billigen und besseren Qualitäten. Oberhemden fertig und nach Maak empfi hlt Aug. Waag. Seltersweg 60. Gleichzeitig machen wir wiederholt darauf aufmerksam, daß gemäß§ 126 b der G.-O. die Lehrverträge schriftlich abzuschließen sind, sowie daß die Lehrmeister die Ver- Die Flaschenbie rhandlung pflichtung haben, der Handwerkskammer auf Erfordern S den Lehrvertrag einzureichen. von Heinrich Jost - 10 Kaplansgasse 10 offerirt - Wir haben ein Lehrvertragsformular festgestellt, das allen gefeßlichen Bestimmungen entspricht, und dürfte es fich empfehlen, nur dieses zu benutzen. Das Formular Bier der Aktien- Brauerei trägt den Stempel der Kammer und wird von dem Sekretariat für 10 Pfg. das Stück abgegeben. Die Nichtbefolgung der ordnungsgemäßen An- und Abmeldungen und die Unterlassung des Abschlusses eines schriftlichen Lehrvertrags zicht gemäß den§§ 108 n und 150a G.-D. Geldstrafen bis zu 20 Mt. nach sich. Gießen, hell, dunkel, 942 Pilsener und Eis. Pr. Aepfelwein. PEPPERERET EEEEE Tüchtiger Sattlergeselle Weißbinderarbeit. Die zur äußeren Herstellung des Hauptsteueramtsgebäudes m.Lagerhaus erforderliche Weißbinderarbeit soll unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 auf dem Submissionsweg zipfel und 1 seid. Schaal. Entlaufen ist: 1 schottischer SchäferBrodpreise hund und junger Jagdhund. vom 6. Juli bis 20. Juli 1902 Die Empfangsberechtigten der Der hiesigen Bäcker gefundenen Gegenstände belieben Kg. ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, 5. Juli 1902. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Vögel, bergeben werden. Die nötigen die auch in der Gefangenschaft geUnterlagen liegen auf unserem fund u. sangeslustig bleiben, sichert Bureau zur Einsicht offen und allein unser bewährtes Doge futter können daselbst auch Angebots in Originalpackungen. Verkauf bei formulare gegen Entrichtung der Selbstkosten in Empfang genommen werd n. Angebote sind bis zum 15. d. Mts., vormittags 10 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofret an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, 5 Juli 1902. Großh. Hochbauamt. Reuling. Schotts Weinstube Bahnhofstraße. Täglich frische Gebrüder Berdug. Bahnhofstraße 27, Lindenplay 12. Zu beziehen durch jede Buchhandlung ein 37. Aufl. ersehienene Schrift des Med.- Rat Dr. Müller über das gestörte Nerven und Sexual- System Freizusendung für 1 Mk. in Briefmarken 52] Curt Röber. Braunschweig. Offene Stellen: Ein Buchdruckerlehrling, männische Ausbildung zu Theil wird, auf sofort oder sehr gut erhalten, preiswert zu ver- später gesucht. Erdbeer- Bowle. dem eine gründüche fachFahrrad, 1 Tafelbrod 2 1 Weißbrod 2 1 Schwarzbrod 2 3 " " gelten für d wie für die * Offe von Dr. durch eine E befchäftigter Darmita Hejjen ift Pfg. Großherzog 28 56 26 52 24 1902 finde 48 72 Lohr Der auswärtigen Bäcker: 1 WeißbrodbeiL. Steinmüller( Gr. Linden) W. Steinmüller( Langgön8) 24 L. Schmidt Gr. Linden W. Fabel ( Wieseck) und Heinrich Weber ( Heuchelheim.) W. Weißel Lang göns u. 2. Steinmüller 0125 Karl Post Wieseck 26 Steinmüller zum Besud Darm Damm- M wurde in brechen be die Nacht die beiden Messerstich ab, warfen machten fi tommen. Speyer wu s Aus Probing R " 2 L. ( Gr. Linden) W. Steinmüller[ VangGöns) lichen Mäu 48 diefer Plag Gemeinden bernichtet. Jakob haben 21 " du Die Kammer wird die Befolgung der Vorschriften für das Lehrlingswesen durch einen von ihr eingesetzten Ausschuß für das Lehrlingswesen und durch von ihr er sofort gesucht. Sattlermeister Grün. nannte Beauftragte überwachen lassen. Letzteren ist niederwalgern bei Marburg. Wo? Zu erfr. in der Erp. d. Br. Gießener Neueste Nachrichten.de kaufen. während der Betriebszeit der Zutritt zu den Werkstätten und Unterkunftsräumen sowie den sonst in Betracht Tommenden Räumlichkeiten zu gestatten und Auskunft über alle Gegenstände zu geben, welche für die Erfüllung ihres Auftrages bon Bedeutung sind(§ 94c der G.-O.) Darmstadt, 24. Juni 1902. Handwerkskammer zu Darmstadt. Jean Falk, missda Vorsitzender. Engelbach, Sekretär. Bekanntmachung. Dienstag, 8. Juli cr., nachmittags 5 Uhr soll die Kirschenernte von den Bäumen auf dem Trieb an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Busammenkunft an dem Schüßenhaus. Gießen, 4. Juli 1902. a1378 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. In dem früher Lindenstruth'schen Hause Tiefenweg 13, sind auf 1. August zu vermieten: 1. eine größere Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Kammer, Speicher, Keller, Werkstätte und gedecktes Holzlagerplätzchen, 2. eine fleinere Wohnung von 2 Zimmern und Küche, 3. ein mehrstöckiges Lagerhaus im hinteren Hof. Gießen, 3. Juli 1902. 1377 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. L. Schmidt( GroßLinden) W. Fabel ( Wieseck Appel, Krofdorf W. Weißel( LangGöns) Heinrich Weber Heuchelheim. u. L. Steinmüller ( Gr. Linden) 50 im) hafi Karl Post Wieseck 52 1 Schwarzbrod bei L. Schmidt mid L. Steinmüller ( Groß. Linden) w. Steinmüller W. pisälled.bnden Weißel( Langgöns) 0000000010000000 Geschäftsverlegung! pu. Heinrich Weber @m) basi Heuchelheim 2 J.Kd. Belte, KirchMit Heutigem verlegte ich mein Uhren- und Optisches Geschäft nach" Göns und Jakob Selteroweg 2 im Hause des Herrn Kaufmann Adolf Geiße. tend 22 10 Appel Krofdorf 42 20 d bei L. Schmidt u. bad L. Steinmüller med apdi dum die Indem ich jetzt über bedeutend größere Lokalitäten verfüge, habe ich mein Geschäft bedeuvergrößert und bin im Stande, allen Anforderungen gerecht zu werden. Karl Ramstock, Uhrmacher und Optiker. Seltsweg 2, re ( Gr. Linden) W. Steinmüller u. W. Weißel( vanggons) Gustav Jakoby Seltersweg2.( Altenbused) Karl oooooooo10000000 Kinderwagen, Sportwagen wegen vorgerückter Saison billigst. August Kilbinger. Post[ Wieseck] und Heinrich Weber Heuchelheim J. Appel, Krofdorf 44 u. Ernst Christ Wieseck 46 3 W. Fabel und Karl Post( Wieseck) u. Gustav Jakoby ( Alten- Bused) 66 Ernst Ehrist Wiesed69 Der Brodverkäufer. Dieselben Preise wie bei den biesigen Bäckern. Gießen, den 4. Juli 1902. Großh. Polizeiamt Gießen. mhdno Sechler Mainz Beteiligung unter ande berein und Ruderverein Weglar, H Gonsen bat fid ga über den Freiban an das Kr Fleisch, wel gesundheitss Armen zu b * Worm legten Feuer Seiler gez fände im Fe Einwohnern energiid die angeregt. r. Worm beitspfle einberufen un marsch Dres Herr Mann Silometer la in 26 Stu Schlafpause, nehmern an bon. Das V