henfe. mb Ausführung und Gewerbe. Fabrit: Betrieben. eit und Dauer. Kunfiftideret. er funftstidere Jum Haus ebre Def en- Hei Caramellen) lät. Genus i serkeit. Nr. 285. Drittes Blatt. Sonntag, den 7. Dezember 1902. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhe ffische Familienzeitung( täglich) Oberheifische Zeitschrift für Landwirtschaft, Cbft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 fg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzei tungelifte No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) Husten un Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und solche der Großh. Provinzialdirektion von Oberhessen für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. - Adami Ritter" ESSEN usburg 14. asen Soffen, pfiehlt In Permanenz. [ Politische Wochenschau.] ( Kriegsstrapazen im Reichstag. Eine politische Gesundheitsregel. Einer, der nicht gesehen wird Vorbereitungen für die Wahl.- Ein geographischer Flicklappen. Scheinreform Wie ein wilder Türke zum zahmen Engländer wird. Mit Zucker gefangen.) In Permanenz, d. h. auf deutsch ohne Unterbrechung, ändl. Ebel, tagt augenblicklich der Deutsche Reichstag. Die SigunRittergaffe 11. gen, die um 10 Uhr vormittags beginnen, werden um Inlagen Mitternacht beendigt und die Abgeordneten, wie auch bie Parlamentsjournalisten werden allen Leiden des Kündigung bi menschlichen Daseins unterworfen. Mittwoch haben sie für's Vaterland gehungert, denn wieder einmal war dem beim Vorschuss ing. Gen. m. un t zu Jüchen. Ge Wirte der Proviant ausgegangen, und endlich haben sie Sparbedingunge derart gefroren, daß der Abgeordnete Brömel schließlich n. Spareinlage seinen Schmerzen über die beiden Leidenstage Luft machte, Post eingesand indem er sich vor Frost in die Hände blies, und besonders über die Eisbeine" Klage führte. Es hat sich da wieder die alte Gesundheitsregel bestätigt: warme Füße, kalten Kopf, heißen Kopf, kalte Füße. Derkauf Möbeln. Better, Und heiß waren die Köpfe in den letzten Tagen, Gelen und Herde ficdend heiß. In der Abendsizung vom Donnerstag beiachen, Antiquitäten spielsweise kam es zu den heftigsten Szenen. Schimpfmpen und nochen worte, wie man sie faum noch in einer Berliner Destille, e ganzer in jedenfalls in keiner Zylinderdestille hören würde, schwirrten nur so im Saale herum und das Gezeter um die gute Erziehung war gewiß eines der unerfreulichsten Kapitel, die je im Deutschen Reichstage vorgetragen wurden. angen. 696 eubergerWw. felle Und gerade das ist auch das Bedauerliche, daß mit der, Jltis, ninchenfelle zu taufen gef tschmar, ftplag 22. ufitwert ne noch sehr gut we, steht zu ber Wolfenaaffe 13. dete Schwäche llut. fämtl. . behand. fiche praft. Erfahrung burg, Geilerftr. 27 -flich. reisgekrönter mac aufte Marke in Flaschen 180, 2,4 -, 5-, 1,80 nison! unscheffenzen der permanenten Tagung des Reichstags auch die Verschlechterung der Sitten und Verkehrsformen in Permanenz erklärt wurde. Es ist hier leicht, Schwarzseherei zu treiben, aber man kann bei der augenblicklichen Lage nicht schwarz genug sehen. Zum ersten Male mußte am Donnerstag ein Mitglied aus dem Hause ausgeschlossen werden, und das Schlimme dabei ist nur, daß ein solches Mitglied nicht persönlich ausgewiesen werden kann. Es gilt als nicht mehr vorhanden, darf aber in der Sizung anwesend sein. Bei einer Wortmeldung wird lediglich an die Ausschließung erinnert und das Wort versagt; der Abg. Singer durfte auch am Donnerstag nicht mehr mit abstimmen. Die Stimmenzähler erschienen beim Einsammeln der Abstimmungskarten überhaupt nicht an seinem Blaze. Gleichzeitig mit der Verschärfung des Tones im Reichstage ist auch die politische Debatte in den Bürgerfreisen in Permanenz verschärft worden. Allenthalben im Reiche gehen Kundgebungen vom Stapel, die sich mit den Vorgängen im Reichstage beschäftigen. Besonders eifrig aber sind die Sozialdemokraten am Werf, die im Tonnerstag allein 27 Massenversammlungen abgehalten haben. So wird in Permanenz den bevorstehenden Reichstagswahlen vorgearbeitet. Bei der Ueberfülle des genannten Reichstagsstoffes stumpft sich allmählich jedes andere Interesse völlig ab; insbesondere wird dem in Permanenz erklärten Sprachenkampfe in Desterreich und dem Unabhängigkeitstampfe in Ungarn nicht mehr diejenige Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdienen. Denn dort haben die herrsaenden Verhältnisse zu einer völligen Lahmlegung des Parlaments geführt. Den Tschechen scheinen diese Zu2.stände gleichgiltig sein, denn sie haben, wie alle MinSerheitsgruppen, ihr Interesse befriedigt, wenn die Mehrheit sich nicht rühren und nicht regen kann, daß aber das Canze der Stillstand des parlamentarischen Lebens ist, fümmert sie nicht. Dagegen haben sich die Deutschen um ein geeignetes Kompromiß umg sehen, das darauf hinausläuft, alle gemischtsprachigen Gebiete in Böhmen zu beseitigen Es soll lediglich heißen ,,, hie Deutsch, hie Böhmisch". Aus diesem Grunde soll das ganze Krongebiet in kleinere Kreise eingeteilt werden, die völlig selbständig ihre eigenen Angelegenheiten regeln. Auf diesen Vorschlag wird und kann die Regiering natürlich nicht eingehen, denn dann würde das einheitliche Kronland Böhmen aus einem Königreich in eine bunte Musterkarte, in einen wahren Flicklappen von kleinen Kronländchen zerstückelt, die Zertrümmerung der Habsburgischen Monarchie würde dann in Permanenz erklärt. hr beliebt. derlagen bei: ni, Mäusburg ben, Bahnhofft Aliceftraße, Seltersweg t, Wiefed, le, Heuchelh... Ler, Langgin , Wigmat inhäuser, Frankfurterfi veg. aschen empfiehlt äußert Jig b.Orbig agnergefelle, seit erft fürglid Bebemann, llung. Off an abt( Oberb.). Entschieden würde sich Ungarn an dieser Entwickelung der Tinge ein Muster nehmen und die Loslösung von der Habsburgischen Monarchie, di augenblicklich eine permanente Frage ist, zu einer akuten Frage werden lassen. Akut ist diese Frage bei den Kronländern des türFischen Großherrn augenblicklich auch, aber sie wird in Permanenz gehalten, weil eine allzufrühe Lösung der Frage mit aller Entschiedenheit die ganze seit Jahrzehnten in Bermanenz schwebende orientalische Frage aufrollen würde. Es ist deshalb auch ganz außer Zweifel, daß die augenblicklichen Reformen durchaus gar keinen Wert haben, denn die Macedonier wollen teine inneren Reformen, sie wollen die Befreiung von der türkischen Oberhoheit und just das können sie nicht erreichen. Mit solchen Freiheitsbestrebungen ist es allerdings manchmal ein eigen Ding. Die Engländer waren feit Nab und Fern. * Der Kaiser als Kapellmeister. Die musikalische Begabung des Kaisers ist allgemein bekannt und der ,, Sang an Aeur im ganzen Lande verbreitet. Bei seiner neulichen Antenyet in Breslau hat sich nun der Kaiser auch als fundiger pelleister gezeigt. Beim großen Festdiner dirigierte er eigenhändig den Vortrag einiger althannöverscher Kavallerie- Parademärsche. Nachdem der letzte Ton verklungen war, gab der Kaiser den Taktstock an den in seiner Begleitung befindlichen äußerst musikkundigen Generalmajor Grafen Cuno v. Moltke ab mit den Worten: ,, So, lieber Moltke, jezt dirigieren Sie mal!" worauf der Graf einige von ihm komponierte Parademärsche dirigierte. Auch am andern Tage besuchte der Kaiser das Korps während der Probe, verweilte eine ganze Stunde dort und dirigierte wiederum einige Stücke selbst. Motorjagd auf Luftballons. Der englische AutomobilKlub hat furz hinter einander zweimal das interessante Experiment veranstalter, inen Luftballon, dessen Ins ssen fingierte Depeschen des englischen Kriegsministeriums zu befördern hatten, durch Automobile verfolgen zu lassen. Das eine Mal wurde der Ballon von den Automobilisten ,, gefangen" genommen, das zweite Mal gelang es ihm, vom Nebel begünstigt, zu entwischen. Die Cektion der Motorzweiradfahrer des Desterreichischen Toming Klub, hat diese Idee aufgegriffen, und setzte sich mit dem Hauptmann Hinterstoißer, dem Leiter der österreichischen militäraeronautischen Abteilung, in Verbindung. Dieser teilte jezt dem Generalsekretär des Desterreichischen TouringKlub, Baron Prochazka, mit, daß Erzherzog Leopold Salvator in liebenswürdiger Weise seinen Ballon ,, cteor" zur Verfügung stelle und selbst an dem Aufstieg teilnehmen werde. Erzherzog Leopold Salvator wird in Begleitung des Hauptmannes Hinterstoißer am nächsten Sonning acht Uhr früh, vom militär- aeronautischen Platz beim Siener Arsenal aufsteigen und sich von den Mitgliedern des Touringklubs auf Motorzweirädern verfolgen lassen. Bunte Chronit. Der Professor an der philosophischen Fakultät der Leipziger Universität Geheimrat Johannes Wislicenus ist gestorben. - Der Marseiller Astronom Giacomini entdeckte einen Kometen, welcher gegenwärtig im Einhornsternbilde nahe dem Aequator und der Milchstraße sich dem nördlichen Sternhimmel nähert. - Die Eisenbahn nach Petersburg ist mit Glaseis bedeckt. Die Telegraphendrähte sind mehrere Werst weit durch das Gewicht des daran hängenden Eises zerrissen. Der Kurrierzug nach Petersburg mußte auf einer Station zwölf Stunden liegen bleiben. □ Bon der Hungersnot in Finland, deren Au bruch wir bereits berichteten, werden jetzt erschreckende Einzelheiten gemeldet. Von dem Notstand sind in erster Linie die Gouvernements leaborg und Wosa betroffen worden. Man kann sich einen Begriff von dem herrschenden Glend machen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß in Suomussalmi im Gouvernement Uleaborg aus Spreu gebackenes Brot als Nahrung dienen muß und in Krynsalmi gleichfalls ein sogenanntes Brot gebacken wird, das aus Spreu und Stroh hergestellt ist. In einigen Gegenden Finlands ist auch der Mangel an Kleidungsstücken groß, der jetzt bei der eingetretenen starken Kälte um so peinlicher sich fühlbar macht. Eine Sammlung von Geldbeträgen im ganzen Reiche ist gestattet worden. Die Spenden werden in der Kanzlei des Gouverneurs von Finland entgegengenommen. Spanische Räuber. Aus Madrid wird gemeldet, Abends wurde zwischen Sraneda und Moril ein Postwagen von sieben bewaffneten und maskierten Banditen angegriffen. Der Postillon und sämtliche Passagiere wurden mit Riemen an die Räder gebunden und ihrem Schicksal überlassen, nachdem die Räuber den Postsack, der zahlreiche Wertpapiere enthielt, an sich genommen hatten. Weniger gewaltsam, aber ebenso gefährlich gehen in Italien die Herren Eisenbahndiebe zu Werke. Aus dem Gepäckwagen eines von Rom kommenden Zuges wurden während der Fahrt mehrere Gepäckstücke entwendet. Man vermutet, daß die Diebe während der Fahrt den Zug bestiegen haben. Bei Acerra wurde eine leere Kiste gefunden, die wertvolle Gegenstände enthalten haben dürfte. Die entwendete Summe beträgt wohl an 20'000 Francs. £ Eine furchtbare Rache haben die Einwohner von Lenorville im Staate Newyork an einem Neger genommen, der dort eine weiße Frau ermordet hatte. Sowie der Mord ruchbar geworden war, trat, wie in solchen Fällen üblich, das Lynchkomitee zusammen und bemäch tigte fick des Mörders. Die freiwilligen Richter banden den Schwarzen an den Leichnam seines Opfers fest und sperrten ihn alsdann so in eine Gefängniszelle, worin er drei Tage und drei Nächte blieb. Der Leichnam, von dem sich der Neger nicht losmachen konnte, zersetzte sich schnell. Der Schwarze brüllte unaufhörlich. Nach 72 Stun ben öffnete man die Zelle und fand, daß der Neger bon Tobsucht befallen war. Daraufhin wurde er mit Revolverschüssen getötet. [ Eine peinliche Ordensgeschichte.] Herr Cadenat, Mitglied des französischen Parlaments, will die Orden besteuern. Mit unerhörtem Cynismus beantragt er, daß Die Steuerbeiträge der Mitglieder der Ehrenlegion in folgenden Proportionen erhöht werden sollen: 75% für die Broßkreuze, 50% für die Großoffiziere, 20% für die Kommandeure, 15% für die Ritter. Die ehrenwerten und perdienstvollen Offiziere des öffentlichen Unterrichts jollen mit einer Nachsteuer von 15% belastet werden, während die Akademie- Offiziere mit 10% Steuerzuschlag babonkommen. Inhaber ausländischer Orden sollen in ihren Steuerbeiträgen um 25% erhöht werden. Die Kammer hat den Antrag Cadenat der Budget- Kommission überwiesen. Die drohende Ordensteuer giebt einem Mitarbeiter der Republique française" Veranlassung, eine Anzahl teils heiterer, teils ärgerlicher Ordensgeschichten zu erzählen. Zu der letzteren Kategorie gehört die Geschichte von der geplanten Dekoration der berühmten Gefanglehrerin Marchesi. Um ihr eine angenehme Ueberraschung zu bereiten, hatte Gounod, ohne sie vorher zu benachrichtigen, für die Künstlerin die ,, akademischen Balmen" gefordert. Eines Tages wurde die Marchesi schriftlich aufgefordert, sich in der Sorbonne einzufinden. Nachdem man sie dort sehr lange hatte warten lassen, führte man sie zu einem ,, hohen Herrn", der, ohne Vorrede und ohne ihr auch nur einen Stuhl anzubieten, sehr von oben herab sagte: Aha, wir wollen also Offizier der Akademie werden, wie jedermann!" ,, Mein Herr," antwortete die Marchesi, die einen solchen Empfang nicht erwartet hatte, ,, ich weiß wirklich nicht, was Sie sagen wollen!"-„ Schön schön! Kennen schon die Redensarten des Nandidaten wider Willen!" Der Künstlerin stieg das Blut zu Gesicht: ,, Mein Herr," sagte sie stolz, ich bin gewöhnt, daß man mir überall, wohin ich komme, einen Stuhl anbietet!"- ,, Oh, empfindlich auch!" scherzte der hohe Herr. ,, Wir haben hier keine Zeit zu verlieren.... Seßen Sie sich also, wenn es sein muß, und antworten Sie mir!" Dann begann er die übliche Litanei herunter zu leiern: Ihre Brofession. Ihre Empfehlungen Sind Sie verheiratet... Haben Sie Kinder?" Beinahe hätte er auch gefragt, ob die Kinder ehelich geboren waren! Frau Marchesi war aufgesprungen und hatte bereits die Tür in der Hand: Ich wiederhole Ihnen noch einmal," sagte sie, ,, daß ich nichts verlangt habe! Aber hätte ich auch etwas verlangt nach einer so unhöflichen Behandlung würde ich mein Gesuch sofort zurückgezogen haben. Adieu, mein Herr!" Die Sache machte großes Aussehen. Das Institut protestierte wie ein Mann, und der Minister schickte, nachdem er seinem Unterbeamten eine riesige ,, Nase" geschenkt hatte, dec Mansl rin direkt die Bolmen, in einem mit Entschuldigungen wattierten Kästchen. - - :][ Eine Kapuzinerpredigt vor den Vanderbilts] und anderen Abkömmlingen der amerikanischen ,, obersten Vierhundert hielt dieser Tage auf der Pferdeausstellung im Madison Sqare Garden die bekannte Temperenzlerin Carrie Nation, die mit Beilen sämtliche Gastwirtschaften der Ver. Staaten zertrümmern will. Sie stellte sich dicht vor der Brüstung der Logen auf, in welcher Frau Alfred Vanderbilt, Reginald Vanderbilt, dessen Verlobte Fräulein Nielson und andere vornehme Besucher saßen, und hielt Tiraden über Sittenlosigkeit und Verderbtheit der Welt. ,, Schämen sollten Sie sich, schämen, ja schämen," schrie die Frau zu den Damen in der Vanderbilt'schen Loge empor. Schämen sollten Sie sich, solche Kleidung zu tragen," Als die Damen in der Loge ihren Abscheu vor der Frau, die sie nicht kannten, nicht berbargen, zeterte Carrie Nation weiter: Ziehen Sie die Kleider aus, sofort ziehen Sie die Kleider aus und kleiden Sie sich sittsam." Der junge Vanderbilt stieg sofort in die Arena herab, redete auf die von der Anstrengung und den wilden Geſtikulationen erschöpfte Frau ein und schob sie von der Loge fort. Kaum hatte sich Carrie Nation erholt, so suchte sie sich ein neues Opfer. Dieses Mal fiel ihr ein Champagner- Agent in die Hände. Sie rief ihm zu, daß er des Teufels Ware verkaufe und verdammt sei, in der Hölle zu schmoren und zu braten. Der Mann war nicht in der Stimmung, sich das Gezeter der entrüsteten Temperenzlerin anzuhören, und lief davon. Carrie Nation begab sich sodann in das Restaurant, welches neben dem Eingang am Madison Square l'egt. An einem Tische saßen vier Herren, die Champagner tranken. Auf die Gäste zustürzen und die Flasche ergreifen, war das Wert eines Augenblicks. Trinken Sie nicht solches Zeug, sonst fahren Sie geraden Wegs zur Hölle," schrie die Alte wie besessen. Wo ist der Mann, der dieses verfluchte Getränk verkauft? Zeigen Sie mir diesen Mann, damit ich ihm sagen kann, was ich von ihm halte." Kaum hatte sie diese Worte gesprochen, als sich auch schon der Gastwirt Billepigue ihr näherte. Ich bin der Mann," sagte er, ,, und ich fordere Sie auf, das Lokal zu verlassen." " Geben Sie dieses schreckliche Geschäft auf!" fuhr ihn Carrie an. Sie fahren zur Hölle und zerstören den Leib und die Seele des Menschen. Schämen Sie sich, schämen Sie sich!" Der Mann schämte sich jedoch ganz und gar nicht, sondern schob sie zur Tür hinaus, nachdem er ihr die Champagnerflasche, mit welcher sie heftig herumfuchtelte, entrissen hatte. Giessener Cagesnenigkeiten. Bei der gestrigen Handelskammerwahl wurden fämt. liche seitherigen Mitglieder wiedergewählt. Das R sultat ist folgendes: Kommerzienrat Hechelheim erhielt 119 Stimmen, Kommerzienrat F. C. B. Koch 117, Herr E. Schmall 112, Herr Sch. Schirmer 110, Herr A. Raz 109, Herr C. W. Nomad 107, Herr Wilh. Zurbuch 106, Herr C. Röhr 102 und Herr E. Baiser 100. Von den übrigen Randidaten erhielt die meisten Stimmen Herr Banfier Grüne wald( 61 Stimmen). Von den ca. 440 Wahlberechtigt n des Wahlbezirkes Gießen Stadt hatten 159 ihr Wahlrecht ausgeübt. 21 Wahlberechtigte ließen ihr Wahlrecht durch ein n Vertreter ausüben. Unter den Wählern befand sich auch eine Frau. Auch in den Wahlbezirken Lich Hungen, Grünberg und Lauterbach wurden die seitherigen Mitglieder der Kammer wiedergewählt. ** Promenadenmusit 12 Uhr Süd- Anlage. Krönungsmarsch von Meyerbeer. Duverture zur Operette Frau Luna" von Linte. Maritana- Walzer von Dellinger. Introduktion und Chor aus Lohengrin von Wagner. ** Wie aus dem Inserat in heutiger Nummer unserer Beitung ersichtlich ist, hält morgen, Sonntag den 7. Dez. die allgemeine Sterbefasse in Gießen ihre diesjährige neralversammlung ab. Die Tagesordnung ist sehr wichtig; es soll u. A. das Sterbegeld erhöht werden. Die Mitglieder mögen sich darum recht zahlreich einfinden. **( Privattelegramm.) Bei der heutigen Biebung der 2. Al. 7. Großherzogl. Hessischen Landeslotterie wurden nachstehende Haupt- Gewinne gezogen: die Prämie von 50 000 mt. auf Nr 7195 nach Darmstadt und Zerbst, 5000 Mt. auf Nr. 7981( Trais) und 71 003 ( Weida und München), 3000 Mt. auf Nr. 91 089( Gotha), 2000 Mt. auf Nr 91 100( Dessau), 1000 Mt. auf Nr. 24 899( Weimar), je 400 mt. auf die Nr. 7995, 58 647, 72 610 und 92 114. ( Ohne Gewähr.) *** Sonderbar! Als gestern Nachmittag Nachbarsleute aus der Wohnung eines alleinstehenden Papierhändleute aus der Wohnung eines alleinstehenden Papierhändlers in der Weftanlage Rauch emporsteigen sahen, und man die Thüre der Wohnung geöffnet, fand man den alten Mann in den letzten At mzügen quer über seinem Bette liegend, vor. Ein hinzugerufener Arzt fonnte nur noch den Tod infolge Rauchvergiftung und erhaltener Brandwunden fonstatieren. Der Verstorbene hatte das Bimmer voll mit Papier gepfropft. Ueber die Entstehung des Feuers liegen sichere Anhalt punkte nicht vor. *** Feuer. Von der Lahnstraße wurde gestern Nachmittag Feuer gemeldet. Der an die Brandstätte beorderte Schuhmann fonstatierte Kellerbrand, welcher durch Stroh entstanden, jedoch weitere Dimensionen nicht angenommen hatte. ** Der Hausschlüssel im Rechtsverkehr. Zu dieser vielumstrittenen Frage macht Rechtsanwalt Dr. Jos f zu Fre burg i. B. in der Deutsch. Juristenztg." einige Bemerkungen, de vielfach interessieren dürften; er schreibt:„ Nach§ 536 hat der Vermieter die vermietete Sache dem Mieter in einem zu dem vertragsmäßigen Gebraud geeigneten Zustande zu überlassen; daher hat er ihm at allen verschließbaren Räumen der Mieiswohnung Schlüssel zu übergeben, ebenso aber auch zur Hausthüre, die den Eintritt in das Haus von der Straße( oder sonst aus dem Freien) ermöglicht(§ 369 8. 1 St.-G.-B.) und unter allen Umständen des Nachts, oft aber, namentlich in großen Städten. auch des Tage, verschlossen ist. Währen aber die Verpflichtung des Vermieters betreffs der erstgedachten Räume sich durch Lieferung je eines Schlüssels erschöpft. entsteht die Frage, wie viele Schlüssel zur Hausthüre der Vermieter zu liefern verpflichtet ist. Mit der Lieferung nur eines Hausthü schlüssels, der etwa nur dem Mieter persönlich zur Benußung dient, ist nach der Verkehrssitte die Verpflichtung des Vermieters nicht erfüllt; der Vermieter fann nicht verlangen, daß des Mieters Hausgenossen den Versuch machen, durch Ziehen der Hausglocke den Einlaß in das Mietshaus zu erlangen, ein Versuch, der, falls Nemand in des Mieters Wohnung einheimisch ist, erfolglos ist. Der Mieter hat also einen Anspruch, daß der Vermieter ihm und seinen Hausger ossen durch Lieferung mehrerer Hausschlüssel den jederzeitigen Eintritt in das Mietsbauz ermögliche. Taraus folgt selbstverständlich nicht die Pfl cht TRAMERICAN FAMILY OIL nur Hier wird garantirt rein Amerikanisches DETROLEUM der Deutsch- Amerikanischen Petroleum- Gesellschaft verkauft! Nebenstehendes Plakat kennzeichnet diejenigen eschäfte, welche nur unser bestes unvermischtes amerikanisches Petroleum führen. Deutsch- Amerikanische PetroleumGesellschaft. des Vermieters, dem Mieter, der vielleicht eine große Anzahl| mehr wie bisher 500 Mart, sondern 200 Mart, erwachsener Hausgenossen hat, eine dieser entsprechende Anzahl von Hausschlüsseln zu liefern; immerhin wird das Verlangen der Lieferung von drei Hausschlüsseln billigerweise gerechtfertigt sein; es ist hierbei zu berücksichtigen, weije gerechtfertigt sein; es ist hierbei zu berücksichtigen, daß der Dienstbote des Mieters einen besonderen Haus Schlüffel nicht wohl entbehren fann." Aus Hessen und Nachbargebieten. *** Lich, 4. Dez. Bei der heute stattgefundenen Handeletammerwahl wurde Herr Brauereibesiger Ihring jun. gewählt. Man kann das Resultat als ein sehr glückliches nennen. E-.C. Ulrichstein, 4. Tez. Wir freuen uns hier, daß Großfelda endlich zur That schreitet und durch Ausarbeitung eines generellen Eisenbahnprojekts Anschluß an Ulrichstein sucht. Wenn man sich aber die vorhandenen Schwierigkeiten sucht. Wenn man sich aber die vorhandenen Schwierigkeiten für gar so gering vorstellt, dürfte man sich dabei einer schweren Selbsttäuschung hingeben, denn in Wahrheit häufen schweren Selbsttäuschung hingeben, denn in Wahrheit häufen sich bei dem gegebenen Terrain Schwierigkeiten an Schwierig feiten. Doch, wie ja f. 8t. die Groß- Pariser ganze deutsche feiten. Doch, wie ja f. 8t. die Groß- Pariser ganze deutsche Armeen verschwinden ließen, so wird es auch hoffentlich den neuen oberhessischen Klein- Parisern eine Leichtigkeit sein, die schwersten technischen Probleme spielend zu lösen!? Wie sie sich freilich mit den Orten Ruppertenrod, Oberohmen, Unterund Oberseibertenrod, Ulrichstein, Helpershain, Feldtrucken, Rebgeshain, Engelnrod, Eichelhain, Eichenrod, Hörgenau und Hopfmannsfeld auseinandersetzen, die nur einen Anschluß nach Mücke suchen, aber keinen in Ehringshausen, schon aus dem Grunde, um den dorugen Dichter nicht aus seiner idyldem Grunde, um den dorugen Dichter nicht aus seiner idyllishen Ruhe zu weiteren Wutausbrüchen zu reizen, das dürfte eine weitere Frage sein. *** Zeilbach, 5. Dez. Gestern Mittag wurde in dem an der Kreisstraße gelegenen Steinbruch von dem Gensdarm Lampe von Ruppertenrod, der weit und breit bekannte Heinrich Becht von Ober- Ohmen, im allgemeinen mit dem Spißnamen, grau Strumpf genannt, ertrunken und eingefroren aufgefunden. Am Dienstag Abend in der Dämmerung ist er von Zeilbach nach Ober- Ohmen gegangen, und burch die Dunkelheit, sowie schlechtes Wetter, sicherlich von der Straße abgekommen und auf diese Weise seinen Tod gefunden. Soziales. 2ähriger Wart zeit 300 Mart, nach 3jähriger 400 Mart und erst nach 4jähriger Wartezeit volle 500 Mart gezahlt werden. Aufgenommen werden sowohl kaufmännische wie technische Beamte von Gruben, Hütten und Fabriken jeder Branche. Anmeldungen werden vom hiesigen Zweigvereine, Vorsitzender Herr Karl Ockel, Riegelpfad 40, jederzeit entgegengenommen. Kleines Feuilleton. Die Homäopathie verglichen mit Heine's Salamiwurst. Auf der Rückkehr von einer nach Südfrankreich unter nommenen Reise traf Heinrich Heine in Lyon mit einem Freunde, einen deutschen Violinisten zusammen, welcher ihm eine ganz große Lyoner Salamiwurst gab, mit der Bitte, sie einem gemeinsamen Bekannten, einem homöo pathischen Arzt in Paris, zu überbringen. Heine bersprach den Auftrag auszuführen und übergab den föst lichen Leckerbissen der besonderen Obhut seiner Frau, welche mit ihm reiste. Aber der Weg war so lang und die Postkutsche fuhr so gemächlich, daß sich allmählich Appetit einstellte und der Poet die Salamiwurst mit sehr prosaischen Augen betrachtete. Sönnten wir nicht ein Stückchen davon kosten?" fragte plöglich die Frau. Kosten wir", antwortete ohne weiteres der Mann. Sie foſteten Beide, und ſo war der erste Schrift zu Die Verbreitu Bernichtung der Salami gethan; und Meile und Meile verringerte sich nun ihre vorher so stattliche Länge. In Paris angekommen, wagte es Heine nicht, das Ueberbleibsel bon der langen Reise, das allerdings immer noch für ein Frühstück genügte, dem Arzt zu senden und doch wollte er auch den Auftrag des Freundes nicht ganz ignorieren. Was machen? Mit einem Mal fam ihm eine prächtige Idee. Er nahm sein Rasiermesser, schnitt ein ganz feines, ideales, fast unsichtbares Blättchen von der Salami, pacte es in einen Bogen Papier und steckte es in ein Coubert samt folgendem Billet: ,, Lieber Doktor! Aus Ihren wissenschaftlichen Untersuchungen ist zu ersehen, daß der millionste Teil einer gewissen Substanz die größten Erfolge erzielt. Ich bitte daher um freundliche Aufnahme des hier beigefügten millionsten Teiles einer Lyoner Salamiwurst, welche mir unser Freund Ernst für Sie übergab. Wenn die Homöopathie eine Wahrheit ist, wird dieses Teilchen bei Ihnen denselben Effekt machen, wie die ganze Salamiwurst. Ihr Heinrich Heine." Aufgebote. Am 27. Nov. Johann Georg Geier, Schuhmacher in Azbach mit Katharine Philippine Henriette Zech dahier. Am 29.: Konrad Momberger, Sergeant dahier mit Katharine Ottilie Ranft in Beuern. Am 1. Dez.: Ludwig Weinrich, Fuhrmann dahier mit Katharine Bernhardt hierselbst. Am 3.: Friedrich Karl Reiner, Eisendreher dahier mit Katharine Volf in Launsbach. Eheschließungen. Am 29. Nov.: Wilhelm Mohr, Spengler dahier mit Mathilde Johanna Marie Helene Jessing hierselbst; Heinrich Hansel, Taglöhner dahier mit Karoline Jungt hierselbst; Johannes Becker, Straßenwärter dahier mit Susanne Teiller hierselbst; Heinrich Menges, Postassistent in Großen- Linden mit Karoline Wilhelmine Luise Wißner dahier. Der Deutsche Gruben- und Fabrikbeamten- Berband mit dem Size in Bochum i. W. tritt in neuerer Zeit wiederholt in den Vordergrund des Interesses. Der Ver. band, der an allen Hauptp äßen Deutschlands und auch an Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Nebenorten durch 250 Zweigvereine mit über 12000 Mitgliedern vertreten ist, hat äußerst segensreich gewirft. Die Sterbefasse fonnte im Laufe dieses Jahres bereits 52 250 Mt. an Hinterbliebene der Mitglieder bezw. Mitglieder selbst zahlen. An Zuschuß zum Sterbegelde wurde aus der Verbandskasse seit Anfang dieses Jahres 7650 Mark, an Unterstützungen für Wittwen und hülfsbedürftige Mitglieder 3816 Marf gezahlt Im Ganzen betrug die gezahlte Summe set Bearündung des Verbandes bis heute an Sterbegeld 339 250 Marf, an Zuschuß zum Sterbegeld 19 475 Mart, an Unterstütz ingsgeldern 22458, Mart. Troß den verhältnismäßig geringen Beiträgen von 70 Bfg. zur Verbands fasse und durchschnittlich etwa 1 Mart pro Monat zur Sterbekasse und den verhältnismäßig großen Leistungen( nach einjähriger Wartezeit im Sterbefalle eines Mitgliedes 500 Mart, im Sterbefalle der Frau eines Mitgliedes 250 Mark Sterbegeld, sowie den alljährlich vor Weihnachten an sämtliche Wittwen und Waisen der verstorbenen Mitglieder ge= zahlten Unterstützungen, die in einzelnen Fällen bereits 90 Mart betrugen, und den Unterstützungen von Fall zu Fall), hat der Verband ein Kapital von rund einer halben Million Mark ansammeln können. Aber nicht allein durch Geldmittel unterstüßt der Verband seine Mitglieder und deren Angehöriger, sondern auch durch eine trefflich eingerichtete und start benußte Stellenvermittelung. Ein eigenes Verbandsorgan verm ttelt den Verkehr zwischen Vorstand und Zweigvereinen. Auf dem leßten Delegirtentage ist be= schlossen worden, daß mit dem 1. Januar 1903 das auf nabmefähige Alter, welches bislang 45 Jahre betrug, auf 40 Jahre heruntergesezt wurde, vom gleichen Zeitpunkte ab wird für die Sterbefasse die Einrichtung getroffen, daß nach einjähriger Wartezeit für neueintretende M talieder nicht Friedrich Magnus Weidengasse 10, Weidengasse 10. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Schuhwaren für Kinder, Damen und Herren. Aechte Petersburger und amerikanische Gummischuhe. Winterschube zu billigsten Preisen. Brennholz. Von heute ab offeriere Prim. Tannen- Brennholz gefchnitten à 1.30 Mr. pro Etc. gebackt à 1.40 Bei 5 Ctr. frei and Haus geliefert. " Andreas Euler. 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Müde und hungrig großen roten Rase die Droguerie von August No II fommend ganze Zentner solch' geräucherter Seetiere fam ich im Schipkapaß an, wo ich der vorzüglichen Bahnhofstraße 59 empfohlen. Dort sollte es schmerz- mitbrachte und wir Kinder uns immer um den größten Speise nebst dem ff. Bier volle Rechte angedeihen ließ. ( Fortsetzung in Nr. 3 des Weihnachtsboten. stillende Mittel geben, doch konnte ich leider nicht zu Teil balgten. Kurz entschlossen trat ich ein. Nach Nach einer gut vollbrachten Nacht beabsichtigte ich, rückgehen, da meine bessere Hälfte mit zwei wilden Acußerung meiner Wünsche waren wir bald einig und Rangen in meiner Eltern Haus auf Präsente warteten. fo zog id) mit lieblich duftenden Badeten beladen nach als alter Musensohn der ehrwürdigen Ludoviciana Als ich im Bostamt 2 Telegramme über mein ver- meinem Absteigequartier zurück. Am Großherzoglichen einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen. Doch zögertes Ausbleiben erledigt hatte, schlenderte ich die Polizeiamt vorbei gelangte ich in den Neuenweg. Rechts hatte ich diese Rechnung ohne den Wirt gemacht. W. Wirsig, Handschuhfabrik. Seltersweg 8. Spezialhaus für Handshuhe, Cravatten, Herrenwäsche, Trikotagen. Anfertigung nach Mass. Wir geben von heute an bis Weihnachten auf sämtliche Waren 20% Rabatt. Meyerhoff& Goslar. Kreuzplatz 13, früher J. Weimersheim Nachfl. arantie Raud Sweller bureau. furt a. M. Terwache Fabraffe 1.1a 7473. Drebben. Berlin. Ferenzen. 22g ruderei, n, Gießen. Fortschritt 56 Wilh. Herbert. Marktplatz 2. Giessen. Spezialgeschäft in modernen und gediegenen Schuhwaren. Marktplatz 2. Stets neubeiten aus den ersten Fabriken. Bestellungen nach Mass werden prompt ausgeführt, ebenso Reparaturen. Grosse Auswahl, Strong reelle Bedienung. Fortschritt Große Gelegenheitskäufe in sämtlichen Artikeln empfiehlt für Weihnachten das Modewarenhaus Carl Nowack. Größtes Spezial- Geschäft für Modewaren in Oberhessen. 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Manufa LL Kirchenpla Zum W Ja SOW halte ich m Papier, Kont Chris Plockstr. 8 Buchbinderei u la. franz. Wall Ia. ital. Hasel Jst. Nürnbg. Le Zwei Weihnachtstage. Gine Strandnovelle von Wilbeim Braunau. 1. Der Weihnachtstag des Millionärs. ( Fortsetzung.) Don Alvarez niďte dem Manne mit dankbarem Blicke zu und das Boot wandte sich nach der, am Ausgang des Hafens gelegenen Batterie. Der Kommandant war zufällig selbst anwesend und so dauerte es denn nicht sehr lange, daß einige schnell gelöste Kanonenschüsse ihre Donner hinaus auf die gewaltige Fläche des Oceans sendeten. Das eigentümliche Mißgeschick, welches den reichen Kaufherrn getroffen, war schnell in aller Munde und hundert Fernröhre blickten nach dem stolz und ruhig dahinsegelnden Schiffe, aber nichts war auf demselben zu bemerken, daß man die Kanonenschüsse weiter beachtet habe, weiter und weiter zog es dahin, die Entfernung zwischen Vater und Kind immer mehr vergrößernd. Fast rasend vor Verzweiflung wandte fich der unglückliche Mann, der von der Brüstung der Batterie hinaus in das Meer geblickt, rückwärts, mit brennendem Auge fich umschauend, ob nirgends eine Hilfe fich ihm darbiete. Lange suchte er vergebens- da flammte es endlich noch einmal wie Hoffnung in demselben auf dort drüben es waren freilich einige tausend Ellen, lag ein kleiner Dampfer mitten im Hafen, dessen schmaler, scharfer Bau und sichtliche Leichtigkeit zu der Annahme berechtigten, daß er wohl zu einer schnellen Verfolgung sich eignen möge. Nach einer Viertelstunde angestrengten Nuderns legte der Kahn mit Don Alvarez an der Seite des Schiffes an, im Nu hatte Letterer das Deck erstiegen und frug den einzelnen, ihn befremdet anblickenden Mann, der droben stand, ob ihm dieses Schiff für einige Zeit zur Verfügung fönne gestellt werden. Der Mann, ein einfacher Matrose, welcher als Wache auf dem Schiffe war zurückgelassen worden, verCarl Stückrath. Reserviert für Möbelfabrik Asterweg 47. Ederstrasse 8. Wo ist der Kapitän?" " „ An Land." ,, Wo kann ich ihn finden?" " Das weiß ich nicht." Don Alvarez war in Verzweiflung. ,, Könnt Ihr die Maschine heizen, Mann, frug er drängend. Wenn es sein muß, ja." " So heizt, ich bezahle Alles, ich bezahle das ganze Schiff. Gilt mein Kind, mein süßer Snabe! Der Matrose zuckte träge die Achseln. „ Hilft nichts," sagte er furz. „ Warum nicht?" frug der unglückliche Vater. " An der Maschine ist eine Triebstange gebrochen-- der Kapitän hat sie an Land geschickt ist erst morgen fertig." Einen verzweiflungsvollen Blick zum Himmel sendend trat der unglückliche Vater zurückschaudernd fab er die Unmöglichkeit, sein Stind einzuholen, Thränen perlten ihm aus den Augen, es war ja heute der Christabend und in seiner Abwesenheit wurde bereits Alles im Hause geschmückt, um das heimkehrende Kind festlich zu empfangen, das Kind, um des willen man sich schon wochenlang vorher auf das Fest gefreut und dort schwamm es, durch einen unglücklichen Run - Für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage empfehle als passende und praktische Weihnachtsgeschenke:** feinsten Qualitäten. Glaçè- Handschuhe. für Herren, Damen und Kinder in Wolle, Morein, Halbwolle und Baum- Handschuhe von den billigsten bis zu den Unterzeuge Wolle, Normalhemden verschiedener Systeme. Jägers zweiseitige Hemden. 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Niemand von der gesamten, zur Abfahrt bereiten Schiffsmannschaft achtete auf die beiden Knaben, welche flink unter das zunächst der schmalen Schiffstreppe in seinen Bändern hängende Don Vighi, daß er unter feinem Preis umkehren und Boot krochen und es sich darunter gemütlich machten, zum Lande zurückfahren fönne. Mit schwerem Herzen als ob sie da die ganze Reise miteinander machen beugte sich der edle Mann der unerbittlichen Notwollten und als sie endlich, weit vom Lande, hervor- wendigkeit und tröstete sich mit der Hoffnung, einem gefrochen famen, da erklärte der Kapitän dem ob der begegnenden Schiffe den fleinen Ausreißer zur Rückkehr Anwesenheit des Knaben auf das Höchste entsetzten ins Vaterhaus mitgeben zu können. Wilhelm Reiber, Möbelfabrik. Giessen. Seltersweg 38. Büffets.- Servirtische. Schreibtische; Schreibsessel. Ruhesessel. Nähtische. B'umentische- u. Ständer. Panelbretter. Kindermöbel. Spiegel. Teppiche. Bettvorlagen. Portiren. Vorhänge. 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Das war der Weihnachtsabend des Millionärs. baum fennt man dort zu Lande nicht, das Weihnachts- Jammernd, trostlos brach die Mutter, als sie die fest fällt unter jenen Breiten in die schönste Jahreszeit, unde vernommen, zusammen und Schluchzen und Blumen und Sträuße ersetzen den Kindern jenes Landes Weinen füllten statt des Weihnachtsjubels des Knaben den bunten Lichterbaum. Als die freudestrahlende die weiten Räume des Hauses. Mutter den nahenden Schritt des Gatten hörte, eilte fie ihm mit glücklichem Lächeln entgegen, um ihm die für den Liebling geordnete Bescheerung zu zeigen, aber. boll Schreckens prallte sie zurück, als die Thür sich langsam öffnete und ihr Mann gebeugten Heuptes und mit gramverzerrten Zügen eintrat, müde bis zum Tode und seinem Weibe gestehen mußte, daß durch seine Unachtsamkeit das Kind auf dem abgefahrenen Schiffe zu Neuheit! 2. Am Strande der Normandie. ,, Horch, ein Kanonenschuß! Noch einer! Ein Schiff treibt dem Lande zu!- Halloh, die Laternen aufge steckt, heute giebt's eine reiche Ernte. ( Fortsetzung in Nr. 3.) Patentschrank. Schont die Kleider und nimmt fast die doppelte Anzahl an Kleidern auf. Zu beziehen von der Möbelfabrik Fr.Schäfer, Groß- Felda. Sämtliche Backzuthaten empfiehlt in bekannter Güte August Noll, Bahnhofstraße 51. Praktisches Weihnachtsgeschenk. Bestellungen auf Gratulationskarten nehmen wir schon jetzt entgegen. zum Neujahr Giessener Verlagsdruckerei. Samstag, 6. Dezember bessische Tägliche Unterhaltungs- Beilage Familienzeitun rein, ,, Wann ſter Sie fie will benn?" Seren ,, Gewiß, Herr!"- behaupten, Ganz gewiß!" and endlich wurde er deshalb zu feinem Johann," begann dieser ,,, waschen Sie die Fen " Jeden Dienstag, Herr.", aben auch am letzten Dienstag gewaschen?" Das sie sind über und über voller ne Stunden daran gekommen Run, sehen Sie die Scheiben einmal an, Johann. meinen, Herr!" Gewiß?" gerufeneines Hauses oder nicht? 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