Nr. 207. Erstes Blatt. Samstag, den 6. September 1902. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 150. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Rudolf Virchow+ Professor Dr. Rudolf Virchow ist, wie wir bereits gestern durch Telegramm bekannt gegeben haben, cestern Nachmittag zu Berlin im 81. Jahre seines Lebens verstorben. Die medizinische Wissenschaft trauert an der Bahre eines ihrer größten Söhne. Seit vielen Wochen rang der greife Gelehrte mit dem Tode, dem er so oft mutig ins Antlig geschaut; mit der ihm eigenen Zähigkeit überstand er die ersten Folgen jenes vergängnisvollen Falles, der ihm einen in seinem Alter doppelt gefährlichen Oberschenkelbruch eintrug. Ein langes Krankenlager hat seine Kraft allmählich erschöpft. Noch im vergangenen Jahre konnte Virchow unter dem jubelnden Beifall seiner Zeitgenossen die 80. Wiederfehr seines Geburtstages feiern. Niemand mochte damals ahnen, daß sein Ende so nahe bevorstehe. Auf die ganze, moderne Medizin hat, so wird dem„ B. Lofalanz." geschrieben, niemand einen so entscheidenden Einfluß ausgeübt wie Virchow, den man mit Recht ihren Reformator nennt. Schon in jungen Jahren lenkte er die Aufmerksamkeit auf sich. In dem kleinen pommerschen Städtchen Schivelbein am 13. Oftober 1821 geboren, bezog er im Alter von 18 Jahren als Zögling der militärärztlichen Bildungsanstalt die Berliner Universität. Im Jahre 1843 wurde er zum Doktor promoviert und gleichzeitig Unterarzt am fönigl. Charitee- Krankenhause. Die erste Stellung, in welcher sich ihm Gelegenheit bot, für seine Spezial- Wissenschaft, die pathologische Anatomie, die Lehre von dem Bau und der Beschaffenheit des krankhaft reränderten Körpers und seiner Teile, zu wirken, war die eines Prosektors am Charitee- Krankenhause, die er 1846 anstelle Frorieps erhielt, dessen Assistent er zwei Jahre lange gewesen war. Bald darauf begann er seine ersten Vorlesungen als Privatdozent Die 50 jährige Wiederkehr dieses für die Wssenschaft so bedeutsamen Ereignisses hat er und mit ihm die Berliner Universität, die ihn mit Ausnahme der Jahre 1849 bis 1856, wo er in Würzburg lehrte, den Ihren nannte, vor einigen Jahren feierlich begangen. Fast gleich zeitig damit konnte er auf ein anderes seltenes Jubiläum zurückblicken; war doch gleichzeitig ein halbes Jahrhundert verflossen, seitdem er unter die Redakteure" gegangen. Im Jahre 1847 begründete er mit seinem Freunde Reichardt das später so berühmt gewordene Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für flinische Medizin, gegenwärtig noch immer das vornehmste Organ der medizinischen Litteratur Deutschlands, welches wie der greise Jubilar seiner Zeit selbst schrieb die Fahne der neuen Zeit zu - In eigener Sache Richter. ( Nachdruck verboten.) Roman von L. Haidheim. ( Fortsetzung.) Und das kam Burkard von dieser Frau, der er die umfassendste Gastfreundschaft gewährt, als Netter aus größter Misere. er Seine Mutter und Schwester konnten in ihrer Entrüstung keine Worte finden die Freunde ihnen nicht genug zustimmen beruhigte- er war ganz gelassen und der Glücksschimmer in feinen Augen leuchtete nur um so heller. Kein 3meifel, er hatte neuerdings ein Erlebnis ein schönes! Ueber die nächsten Maßnahmen waren sie sich nicht einig. Koloniz und Adelsberg rieten dem drohenden Angriff zuvor zu fommen! Sie hatten tausend Gründe dafür und ebensoviel praktische Ratschläge, eine solche Sache aus der Luft zu bringen, oder ihr eine Form zu geben, welche dem Publikum ganz unverständlich blieb. Burkard wollte sich dazu nicht verstehen, sondern jezt auf Grund der aufgefundenen Notiz die Diebe oder das anderweitige Verschwinden des Geldes herauszubringen suchen; das sei für ihn die einzig gültige Erledigung der Sache. Ehe aber überhaupt ein Entschluß gefaßt worden, stand in der gelesensten Zeitung jener Gegend eine Notiz von so unverblümter Beschuldigung und in solch' handgreiflicher Deutlichkeit, daß man sogar die Anfangsbuchstaben von Burkards Namen hinzugefügt hatte. Die Abendzeitung brachte ihm diese Veröffentlichung. Aber wie immer war die elende Verdächtigung so auf jede Weise mit Wenn" und" Falls" und sonstigen Schlupflöchern verbrämt, daß sich nicht die" fleinste Handhabe fand, den Schreiber selbst zu faffen. Daß der intellektuelle Urheber fein anderer als der Afrikaner", stand fest wozu hätte er es auch leugnen sollen- bas fiel ihm garnicht ein. Jezt hatte doch Burkards seliges Versenktsein in sein heim liches Glud einen harten Stoß erlitten und als er bann erſt einmal fich zur Abwehr entschloß, griff er auch mit beiden Händen energisch zu.- Unruhe und letbenschaftliche Aufregung war die nächste Folge allerdings auch stolze Genugthuung, denn nicht nur die Standesgenoffen famt und fonders, sondern auch Bürger und Bauern feiner Gegend stellten sich einmütig auf seine Seite.- erst in ihrer vollen Reinheit entfalten und stets unentwegt aufrecht erhalten hat." Virchow hat auf zahlreichen anderen Gebieten die wichtigsten Probleme an der Hand einer bis dahin ungekannten eraften Untersuchungsmethode zu lösen gewußt. Die Lehre von der Entzündung, von der Verbreitung der Krankheit im Körper, von den Geschwülsten, von der Tuberkulose, der Diphtherie und zahlreichen anderen Krankheiten alles dies ist von ihm mit erstaunlichem Scharfsinn und mit einer bis ins Eir zelne gehenden Gründlichkeit dargelegt worden. Dieselbe Gründlichkeit hat ihn auch überall da ausgezeichnet, wo es galt, sein reiches Wissen in den Dienst hygienischer Aufgaben zu stellen. Gerade die öffentliche Gesundheitspflege verdankt ihm manche wesentliche Anregung und Förderung, und wenn Berlin heutzutage in hygienischer Hinsicht zu den ersten Städten der Welt gehört, so verdankt es diese Stellung nicht zum geringsten Rudolf Virchow, den es an seinem 70. Geburtstage durch Verleihung des Ehrenbürgerrechts belohnte. Es sei nur an die riesigen Entwässerungs- und Reinigungsanlagen Berlins erinnert, die für zahlreiche andere Communen vorbildlich geworden sind; sie sind sein eigenstes Werk. Als Mitglied der Baucuratorien übte er nachhaltigen Einfluß auf den Bau der städtischen Krankenhäuser am Frienrichshain und in Moabit, sowie der Irrenanstalt zu Dalldorf; ebenso ist sein Name mit der Gründung des Kaiser und Kaiserin Friedrich- Kinderkrankenhauses eng verknüpft. Das neue Krankenhaus im Norden der Stadt wird seinen Namen tragen. Ebenso bedeutungsvoll für die pathologische Anatomie und Hygiene ist Virchows Einfluß auf die Entwicklung der anthropologischen Forschung gewesen, welcher er jederzeit sein besonderes Interesse entgegengebracht hat. Virchows Wort galt bei seinen Schülern und Zeit genossen als ein Evangelium, und wenn er, was nicht selten geschah, in der Berliner medizinischen Gesellschaft, deren Vorsitz er seit 1871 führte, das Wort nahm, so lauschte die Aerzteschaft in lautloser Stille seinen Ausführungen. Freilich hat es ihm zu gewissen Zeiten nicht an scharfer Opposition gefehlt. Das war z. B. als die erste Entdeckung des Tuberfulins durch Robert Koch die ganze Welt aus den Angeln zu heben drohte. Damals gehörte er zu den ersten, welche den Stab über das neue Mittel brachen, und seine Kritik, von den Anhängern Kochs zuerst energisch angefochten, be= deutete für die Tuberkulin- Schwärmerei den Anfang vom Ende. Man wird vielleicht nicht leugnen können, daß durch jüngere Forschungen, zumal durch die Kochsche Schule, manche von seinen Anschauungen modifiziert und neue Gefichtspuntte geschaffen worden sind; allein, um gerecht zu Aber das räumte die infame Beschuldigung nicht aus dem Wege, im Gegenteil, Ernst Nepomut schien täglich neue Energie aus dem allgemeinen Mißfallen zu schöpfen. Er wußte vor dem Untersuchungsrichter immer neue Details aus Burkard von Frohbergs Leben, die beweisen sollten, wo er, der ganz vermögenslose fleine Gutsbesizer, iene Summe gelassen; billig sind ja diese Damen vom Theater nicht", hieß es in seinen Auslassungen, in anderen geschah der aufopfernden Hingabe" der schönen Freundin Erwähnung, die dem verwundeten Burkard bei Nachod das Leben versüßt-und so ging es Schlag auf Schlag.- Die Standalpresse bemächtigte sich des erwünschten Stoffs. Burkard von Frohberg stöhnte vor hülfloser Wut und mehr als alles andere demütigte ihn der ernste Blick seiner bis dahin nichts ahnenden Mutter, der Liſcha von nun an die Zeitungen vorenthielt. Aber was war das alles für ihn im Vergleich zu seiner namenlosen Aufregung um Marias willen! Glücklicherweise waren die Sordegnis mit ihr weitergereift, um Wochen und Monate in Rom und später am Meerbusen von Neapel zuzubringen fonnte nicht aber jedes Beitungsblatt Herrn Sordegni, der sich die seinigen sicher nachschicken ließ, diese gemeinen Schmähartikel vor die Augen bringen und war der alte Herr nicht welterfahren genug, um nach Abzug aller Ber( eumdung doch auf das Körnchen Thatsache zu schließen?- Wie hatte Burkard Frohberg sich auf seine Korrespondenz mit Maria gefreut und wie elend wurde dies Glück ihm nun vereitelt. * Derjenige, welcher in vergnüglichster Sorglosigkeit jezt dahin lebte, war Graf Joseph Ebern; er war, wie er sich selbst lobend das Zeugnis ausstellte, vernünftig geworden, hatte Geld genug für seine jezige Lebensweise, hatte wieder festen Fuß gefaßt im Kreise junger Aristokraten, sich sogar einzelne Freunde gewonnen und einer derselben hatte ihn vor kurzem eingeladen zu einem längeren Jagdausflug auf dessen Güter in Ungarn. So gut wie jest war es Joseph Ebern nie ergangen und ohne irgendwie erhebliche Einbuße an feinem altgewohnten Leichtsinn sich aufzuerlegen, ohne die Oberflächlichkeit seiner Natur aufzugeben, hatte er doch die Absicht„ vernünftig" zu sein und fand sich wirklich wesentlich ein anderer geworden. Und das verdant ich meinem Vetter Frohberg", sagte er selbu wo irgend die Gelegenheit sich bot. Er hatte felten im Leben rechte Liebe gefannt, für Frohberg empfand er sie und wenn er sich ernstlich geprüft hätte, würde er entdeckt haben, daß er unter dessen Einfluß noch jede Stunde stand. In den Karpathen und bei der höchst interessanten Rundfahrt auf den Celsigen der Freunde seines neuen Freundes las sein, wird man doch wieder zugeben müssen, daß auch diese auf den von ihm gelegten Fundamenten beruhen. Daß er, der allezeit streitbare Rämpe, nicht gewillt war, jeden Einwand ohne weiteres gelten zu lassen, wird man begreifen. Es hat ihm in seinem Leben nicht an Auszeichnungen gefehlt; er ist mit dem Orden pour le mérite deforiert worden, und das Ausland hat es zu keiner Zeit an Ehrungen fehlen lassen; zumal in England fand er stets die begeistertſte Aufnahme, und die französische Regierung ernannte ihn i. J. 1896 durch den Mund seines langjährigen Freundes", des Ministers Berthelot, zum Kommandeur der Ehrenlegion. Als Forscher, als Lehrer der akademischen Jugend, als Herausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften, als Berater bes Medizinal follegiums und anderer behördlicher Institutionen, als Vorsitzender verschiedener Vereine, als Mitglied zahlloser gelehrter Gesellschaften des In- und Auslandes, als Politiker hat er an seinem 80. Geburtstage den wohlverdienten Tribut der Anerkennung eingeheimst. Diese Biel seitigkeit der Ehrungen war der beredteste Ausdruck für die Vielseitigkeit seines Schaffens. Er war ein Genie der Arbeit. - - Virchow war aber auch schon in seinen jungen Jahren ein überzeugter Politiker. Seine politische Offenheit in den Regierungsfreisen verstimmte sehr. Als er später noch stärker in der freiheitlichen Bewegung hervortrat und an die Spite des demokratischen Wahlvereins gestellt wurde, da griff man in Berlin 1849 zu dem Mittel der Absetzung, um ihn un schädlich zu machen. Er erhielt aber sofort seinen Ruf nach Würzburg, und 7 Jahre später erfolgte seine Wiederberufung nach Berlin, wobei er seine besonderen Bedingungen stellen konnte. Semen politischen Grundsäßen ist er treu geblieben, und für sie hat er im preußischen Abgeordnetenhause und später im Reichstage, denen er als Mitglied der von ihm mitbegründeten Fortschrittspartei mit ihm ist der Lette ihrer Begründer dahingegangen und dann der freisinnigen Voltspartei angehörte, nach Kräften gewirkt. Gegen den Eintritt in den Reichstag hat er lange Zeit Bedenken gehabt; erst 1880 entschloß er sich, bei einer Nachwahl die Kandidatur für den dritten Berliner Wahlkreis anzunehmen, und bis zum Jahre 1893 blieb er Mitglied des Reichstags. Sein Hauptwirken aber entfällt auf das Abgeordnetenhaus, dessen Mitglied er seit 1862 ist. Er gehörte hier in der Wahrung der Volksrechte zu den Männern der entschieden sten Opposition und energischsten Rednern. Bei aller Sach lichkeit des Inhalts ist er jeder Zeit ein scharfer Debatter gewesen, und in der Konflitszeit geriet er mit Bismard, dem er unverblümt seine Meinung sagte, bald so hart aneinander, daß Bismarck ihn zum Duell herausforderte. Graf Jofeph Ebern feine Zeitungen. Da hatte er genug 31 thun, seine Rolle als Jäger leidlich zu spielen, sich später zu den Jagddiners frisch zu zeigen und andererseits den Damen den Hof zu machen, als Tänzer sich hervor zu thun, turz aus in allem den Kavalier comme il faut zu machen. Ein anstrengendes, aber unendlich amüsantes, anregendes Leben; und wenn er in stillen Stunden damit seine frühere Hungerleidereristenz verglich, so atmete er hoch auf vor Freude und Stolz. Irgend welche andere Ansprüche an seine Leistungsfähigkeit zn stellen, fiel ihm nicht ein:" Ich bin einmal nicht auf das füglichteitsprinzip zugeschnitten von einem Schinetterling oder Svak fann man nicht verlangen, daß sie Pferdearbeit thun"; damit tröstete er sich selbst. Uebrigens verlangte hier auch niemand, day er sich nüßlich mache, außer im Salon bei den Damen und das that er mit Passion. So ging der Winter hin;- der Frühlingswind schmolz den Schnee und ein neues Leben regte sich in der Statur. Einmal brachte einer dieser Ausflüge Jofeph Ebern nach Agram, ohne Das inten daß er vorher die Berührung dieser Stadi geahnt. im legten Dorfe fivste Unbehagen befiel ihn je näher sie tamen meldete er sich frant und bat, ihn zurückzulassen. Niemand bestritt thm die persönliche Freiheit, man bedauerte ihn herzlich, sorgte möglichst für gute Unterfunft und ein unbeschreiblich langweiliger Tag, mit einem gründlichen, wenn auch sehr verspäteten moralischen Stater betreffs seiner„ Agramer Geschichten", war sein Teil, während die anderen sich amüsierten und spät abends ihn wieder abholten. - Das war aber auch der einzige Schatten, der über ihn in Dieser Zeit in Ungarn fiel, die nun indes zu Ende ging. innerlich sehr gehoben in der eigenen WertDankbar schäßung durch diesen Verkehr mit der ungarischen Aristokratie, bergnügt und leichtherzig wie nur ie, fam Joseph Ebern in Wien wieber an, brennend vor Verlangen seinen dortigen Bekannten von den Erlebnissen in Ungarn zu erzählen.- Vielleicht traf er noch diesen oder jenen; zu Haus mochte er nicht, er war in lezter Zeit an späte Nachtſtunden gewöhnt und es war faum halb zehn Uhr. Noch gab es auf allen Straßen lebhafte Bewegung, und ihm machte es großes Vergnügen, dies Großstadttreiben, das in Wien zu ſehr früher Zeit aufhört, zu beobachten. Langsam schlenderte er von der Oper die Ringstraße entlang. Da war das Hotel Monopol, wo man so vorzügliche Basteten aß; er spürte plöglich Hunger und trat in das mit dem Hotel verbundene Restaurant. ( Fortseßung fo lgt). Mit flinter Hand bereitete sie den Gasherd an, und füllte einen fleinen und Küche, um das Tageslicht einzulallel mit Wasser. zündete den in das Speisezimmer, um die heee 3 unden. Als sie sich dann in langen, durstigen Zügen die reine Morgenluft ein. durch die Halle schritt, öffnete sie die Thür und athmete Wie lieblich und einladen aussah, dachte hourbe ſich mit den Jahren immer höher und höher anhäufen. verrathen fönnen, und als er sich hinreichend erholt hatte, jede Spur zu vertilgen, die Metas Aufenthaltsort hätte leichtert. Die Zeit seiner Krankheit hatten sie benüßt, um für Bruno Esmond und seinen Schuldgenossen Vieles erOhne Zweifer hatte das Berhalten des alten Mannes Cachinrichungen mar jede Auswar von der falls sie ernstlich gemeint seien. was wohl der Gutsherr zu diesen Plänen sagen würde, funge der älteren Dienstboten fragten sich topfschüttelnd, Der Thalfarm der Magnet sei, der ihn hier fessele, und Bald hatte man auch entdeckt, daß Fräulein Bertram in Reise noch nicht zurückgekehrt, und schon muntelte man im Haushalt, daß Hauptmann Gsmond einen Grund für sein langes Verweilen haben müsse. Whit must mie wenig er bei Sei, und buter ab uno tuttige Minuten später mit büsterer auf dem Schreibtisch lag; dann fertigte er den Wildbarsch angelassen, vor dem Schreibtisch im Indessen stand der Latai, den tene die Allee hinunter. Miene Bibliotheksimmer, löste vorsichtig das oberste Löschblatt ab er furz une prüfte aufs Abdruck der Depesche genaueste den deutlich erkennbaren ( Fortsetzung folgt.) Virchow war aber zu verständig, um auf diese Art des Austrages politischer Gegensäße einzugehen. Er hat zu der Minderheit gehört, die nach dem Kriege von 1866 in Nonsequenz ihrer tonstitutionellen Auffassung die Indemnität verweigerten. Die Ueberzeugungstreue und politische Ehrlichkeit Virchows und die sachliche Gründlichkeit, mit der er sich in alle Fragen vertiefte, haben ihm auch die Achtung seiner politischen Gegner erworben. Diese Anerkennung ist namentlich dadurch zum Ausdruck gekommen, daß er seit der Einrichtung der Rechnungskommission des Abgeordnetenhauses deren Vorsitzender geblieben ist, ungeachtet der geringer gewordenen parlamentarischen Vertretung seiner Partei. Er hat die Leitung dieser Kommission, die für die Kontrolle des Staatshaushalts wichtiger ist, als nach außen hin in die Erscheinung tritt, musterhaft geführt und ist immer darauf bedacht geblieben, daß die parlamentarische Kontrolle auch wirklich gehandhabt wurde. Wenn er auch in den letzten Jahren politisch weniger hervorgetreten ist, so ließ er es doch nicht an sich fehlen, wo sein sachkundiges Urteil ins Gewicht fallen konnte. Höfisches Wesen und die Sucht nach Auszeichnung war dem Jubilar jederzeit fremd. Kaiser Friedrich, der ihn hoch schäßte, hat ihm allerdings aus freien Stücken eine solche verliehen. Bei dem 70. Geburtstage Virchows ist ihm feinerlei offizielle Ehrung zuteil geworden. Ihn hat das am wenigsten gefümmert, ihm fonnte die Wertschätzung der ganzen Welt genügen. Was damals versäumt war, ist wenigstens im vorigen Jahre nachgeholt worden. In einem besonderen Handschreiben teilte der Kaser dem Jubilar die Verleihung der großen goldenen Medaille für Wissenschaft mit. Ueber Virchows lezte Stunden schreibt man aus Berlin: Bereits seit Wochen schwankte die Familie zwischen Furcht und Hoffnung und die Berichte von Virchows Krantenlager wechselten in ihrer Färbung schon in der Zeit des Harzburger Aufenthaltes mit einander ab. Die Reise von Harzburg nach Berlin hat nach Ansicht der Angehörigen feinen nachteiligen Einfluß ausgeübt. Der Zustand des Kranten wich bei Nacht merklich von dem in seinen letzten Harzburger Tagen ab. Er schlief viel und zeigte wenig Anteilnahme für die Außenwelt. Bereits in der vergangenen Nacht trat Bewußtlosigkeit ein. Der greise Gelehrte erkannte seine Angehörigen nicht mehr wieder. Am 5. Sept. Vormittags gegen 11 Uhr besuchte ihn noch sein langjähriger Freund, Sanitätsrat Dr. Ruge und verweilte etwa eine Stunde am Lager. Gegen 1 Ühr merkte man das Herannahen des Todes. Der Sohn Virchows, Professor Dr. Hans Virchow wurde telephonisch benachrichtigt. Er traf sofort am Sterbebette seines Vaters ein, bald darauf auch feine Schwiegertochter. Gegen 2 Uhr trat der Tod ein. Außer den Genannten umstanden noch die Frau und die Tochter Johanna das Sterbelager des großen Mannes. Der Tod trat sanft und schmerzlos ein. Ueber den Tag der Beisetzung ist noch nichts Bestimmtes bekannt. nollst - Politische Nachrichten. Giessener Cagesneuigkeiten. M Zirkus Maximilian. Gestern abend gab der Zirkus Maximilian vor einem großen Publikum seine Gala- Elite- Vorstellung, die zugleich für Gießen die letzte war. Wer bisher versäumt hatte, die ersten Tage zu einem Besuche zu benutzen, und zum Schlusse sich doch von der Berechtigung der allseitigen Anerkennung überzeugen wollte, der mußte füglich sagen, daß die Bewunderung, die man den Künstlern hier zollte, nicht übertrieben war. Sie waren ihrer wert. Ja, man wußte nicht, sollte man mehr menschliches Können bewundern oder den eisernen Willen, diese Tierkolosse sich fügbar zu machen. Und dabei war man überrascht, daß in so kurzer Zeit dem Auge eine solche Fülle geboten wurde. Die ganze Vorstellung die in knapp zwei Stunden beendigt war, umfaßte volle 17 Nummern man fonnte faum die Wirkung einer großartigen Leistung bewundern, um gleich wieder durch eine zweite gefesselt zu sein. Das Ganze war ein glückliches Gemisch von Scherz, Wiz und Kunst, aber nie wurde dieses bunte Gewirr, in dem man doch stets eine stramme und sichere Leitung verspürte, unangenehm empfunden. Wir haben bereits an früherer Stelle die großartigen Vorführungen des Herrn Direktors mit seinen Elephanten, des Herrn Manuel Herzog mit seinen Rapphengsten, des Herrn Martens mit seiner wahren Zauberbüchse 2c. erwähnt und können nur bedauern, daß diese treffliche Künstlerschar so schnell Gießen verläkt. Bei einem derartigen Unternehmen aber gilt naturgemäß das Wort„ Zeit ist Geld", und so waren nach der gestrigen Vorstellung die Zuschauer kaum dem Ausgange zugeströmt, da fielen schon die Seiten: wandungen des Zeltes. In einigen Stunden war alles verschwunden und auf dem Wege nach Frankfurt, wo heute Abend bereits die erste Vorstellung stattfindet. ** Privatdozent Dr. Wünsch aus Breslau nahm den Ruf an die hiesige Landes- Universität für klassische Philologie als Nachfolger des ordentlichen Professors Gundermann an. ** Der nächste Vichmarkt findet am 16. und 17. September statt; am letzteren Tage auch Krämermarkt. Am 10. September findet Pferdemarkt statt. ** Die Gründung einer Zentralgenossenschaftskasse für Handwerker des Großherzogtums Hessen darf nunmehr als gesichert gelten, nachdem vor einigen Tagen eine Versammlung von Handwerksmeistern einen Betrag von über 20,000 Mt. als Gründungsfond gezeichnet hat. Um auch dem Kleinhandwerker die Beteiligung zu ermöglichen, ist die Ausgabe von Aktien, jedoch nicht unter 200 Mt. geplant, deren Verzinsung zu 4 p3t. erfolgt. Man rechnet darauf, daß die größeren Gewerbevereine des Landes sich zur Uebernahme von Anteilscheinen bereit finden werden. Sobald der zum Gründungsfond erforderliche Betrag vorhanden ist, wird wohl auch die Regierung das Institut subventionieren. ** Das Braunsteinbergwerk Fernie erstrebt eine vollständige Betriebszentralisation. Die Bureauräume, früher in der Stadt, sind auf das Werk gekommen, ein eigenes Labaratorium, in dem Mangen und Eisengehalt festgestellt werden, ist hier vor Kurzem einge= richtet worden. Der Leiter ist ein Neger. Auch ein Dr. Esch ist im Bau und wird bereits im Oktober bezogen. Der Abgang an Mangenerz ist ein recht guter, täglich werden 40 bis 50 Waggon verladen. Die Drahtseilbahn ist zeitweise Tag und Nacht in Thätigkeit. ** Berichtigung. Wir brachten fürzlich eine Notiz, wonach das Liebert'sche Haus am Asterweg in den Be= sitz des Herrn Dr. Stammler übergegangen sein sollte. Unserm Berichterstatter ist dabei insofern eine Unrichtigkeit unterlaufen, als das Haus nicht in Herrn Dr. Stammlers Besitz, sondern in den des Herrn Direktor Spamer, Wilhelmstraße 19 überging. lichste verlangt. Die Wirkung war denn auch be dem geschmackvollen, glänzenden Vortrag durch schlagend. Für den stürmischen Beifall bedankte sich der Künstler durch eine sehr hübsche Beigabe, die in einem Liede ebenfalls eigener Kompositinn bestand: „ Und kommst du auch nicht mehr zurück." In diesem sehr getragenen, empfindungsvollen Liede konnte der Künstler so recht ausgeben und sein Instrument wirklich singen lassen. Herr Kümmel erntete rauschende Anerkennung nnd mußte sich immer wieder auf dem Podium zeigen. ** Lindenstruth bei Reiskirchen, 5. Sept. Das im vorigen Jahr begonnene neue Schulhaus wird im Herbst eingeweiht und bezogen werden. Die zum 1. nach die an offer friedige zurückzu September Schneiden pi fügen wich Zuwiderha ftrafgefege werden. Gie ** Mainz, 5. September. Kürzlich ging eine Mitteilung durch die Blätter, wonach der Commandeur der 50. Infanterie- Brigade Generalmajor v. Viebahn gleich nach der Mainzer Truppenschau um seinen Abschied nachgesucht haben sollte, weil seine Gefechtsleitung durch den Kaiser eine herbe Kritik erfahren habe. Statt des„ blauen Briefes" hat General v. Viebahn den Noten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub erhalten. usdildo Die Posener Kaisertage. dau 9 Posen, 5. Sept. Es erregt hier Aufsehen, daß sich unter den 34 Ernennungen teine einzige polnische befindet. Von den mit Orden ausgezeichneten sind nur ein verschwindend kleiner Teil Poten. Bei dem gestrigen Besuch der Kaiserin in dem Krantenhause der Eaim herzigen Schwestern hielt der Erzbischof Dr. von Stablewskim Barockstiel gehaltenes Wohngebäude für den Direktor eine Ansprache an die Kaiserin, in der er betonte, daß es eine schöne Eigenschaft des Weibes sei, Barmherzigkeit zu üben und sich der Kranken und Hilfsbedürftigen anzunehmen. Ein Vorbild dieser Frauentugend sei die Kaiserin. Der Eizbischof schloß mit einem Hoch auf diese. Die Führung durch das Krankenhaus übernahm der Weihbischof Dr. von Likowski. Die Kaiserin hatte für jeden der Kranken tröstende Worte und verließ die Anstalt gegen 5 Uhr. Bei dem 7 Uhr stattgehabten Kaiserdiner für die Provinz Posen waren auch eine Anzahl Polen anwesend u. A. Fürst Radziwill und Graf Taczanowski. Heute früh 9 Uhr erschien Prinz Albrecht von Preußen im Rathause und wurde von den städtischen Behörden durch alle sehenswerten Räume desselben geleitet. Heute Nachmittag wird Prinz Friedrich Leopold im Rathause vorsprechen. Um 10 Uhr fuhr die Kaiserin in Begleitung ihrer Hofdame von Gersdorff und eines Adjutanten nach den Arbeiterhäusern an der Flurstraße und zeigte großes Interesse für die Wohlfahrtseinrichtungen. Um 12.05 Uhr trat das Kaiserpaar mit dem Kronprinzen und Gefolge die Rückreise an. Auf dem Wege zum Bahnhofe hatte eine dicht gedrängte Menge Aufstellung genommen, welche die Majestäten stürmisch begrüßte. Auf dem Bahnhofe hatten sich die Spitzen der städtischen und militärischen Behörden zur Verabschiedung eingefunden. Der Kaiser war in vorzüglichster Laune und zog den Oberpräsidenten, den Oberbürgermeister, den Landeshauptmann, den Polizeipräsi denten und den kommandierenden General ins Gespräch, welch letzterem er lächelnd zurief: Wir werden uns wiedersehen. Als sich der aus 10 Salonwagen bestehende Zug in Bewegung setzte, erschollen als letzte Scheidegrüße stürmische und andauernde Hochrufe. Berlin, 5. Sept. Es ist mehrfach die Behauptung aufgetaucht, daß die Militär- Verwaltung sich mit der Ansicht trage, die zur Zeit bestehenden selbständigen Escadrons Jäger zu Pferde zu neuen Kavallerie- Regimentern zu vereinigen. Wie der Lokal- Anzeiger bestimmt versichert, beabsichtigt man an maßgebender Stelle vorläufig feine Veränderung im Rahmen der Kavallerie. Aus Hessen und Nachbargebieten. u. Lollar, 5 Sept. Der Kammermusiker Kümmel der aus Lollar stammt, hat in Darmstadt wieder einen glänzenden Erfolg im großen Konzert gehabt. Die Darmst. 3tg." schreibt darüber: " ** Cassel, 5. September. Die Casseler Jute= spinnerei verteilt in diesem Jahre 12 Prozent Dividende. Neueste Nachrichten. Marburg, 6. Sept. In der vorletzten Nacht erbrachen Diebe das Privat- Institut des Geheimen Medizinalrat Professor Dr. von Behring hier und entwendeten eine wertvolle Münzensammlung. In der Gegend von Homverg, Walsfeld u. s. w. wüteten gestern schwere Unwetter mit Hagel. Taubeneigroße Stücke, fußhoch liegend, zerstörten das Getreide auf dem Felde und die Oosternte. In Mardorf, GroßRapperhausen und Bichhausen brannten Scheuern nieder. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Einen besonderen Glanz erhielt der Konzertabend durch Mitwirkung des Piston- Virtuosen Heren Hofmusiker 2. Kümmel. Herr Kümmel ist Meister seines schwierigen Instruments, das er förmlich singen läßt. Für diesen Künstler giebt es keine Schwierigkeiten. Spielend gelingen ihm die schwierigsten Passagen. Doch hat Herr Kümmel, eben weil er ein echter Künstler und nicht nur ein Virtuose ist, sein gewaltiges technisches Können durchaus in den Dienst des Musikalischen gestellt, dessen inniger und zarter Ausdruck ihm über alles geht. So floß denn sein ganzes, wohl abgerundetes Spiel em= pfindungsvoll und wirklich packend dahin, und man fühlte sich ganz in eine poetische und rein musikalische Stimmung gebannt. Herr Kümmel spielte im ersten Teile ein glänzendes, äußerst schwieriges Konzertstück von Beriot, das ursprünglich für Violine geschrieben ist und von Herrn Kümmel erst für sein Instrument be arbeitet werden mußte. In der zweiten Abteilung trat Herr Kümmel auch als Komponist auf, und zwar mit einer Fantasie- Polka", einent prächtigen Effektstück, das von seinem Interpreten das MögAufgebote. Am 28. Aug. Karl Eugen Sontheimer, Kaufmann mit Caroline Louise Speth in Frantfurt a. M.; am 30. Wuh. Carl Heinrich Jockel, Gerichtsassessor in Lauteroach mt Louise äthchen Staroline Margarethe Paula Avami und Gustav adolf Jung, Gärtner in Niederrao mu Anna Wiacte Wilhelmine amend; am 1. Sept. Johannes Laucht, DienstHeinrich Schmitt, Dachdecker mit Anna Dorothea Katharine fnecht auf Hof Capelle mit Margarethe Fegmeter; Buhem Dietz und Heinrich Way Haife, Ingenieur in Köm ma Euse wahelmine Lehr; am 3. Georg Wilhelm Christian stintel, Konditoreibesizer in Bensheim mit Franziska Sernand. Egeschließungen. Am 30. Aug.: Waldemar Bruno Frank, Schlosser mit Katharine Hohcoach; Phupp Seitz, Weinhändler und Weingutsbenzer in Heidesheim mit Wacie Bischoff und Henrich stoch, Fuhrknecht mit Karone Beaia Schuithels; am 4. Sept. wuhelm Budde, Sergeant in Darmstuot init Wilhelmine Emilie Uebl. Geborene. Am 25. Aug.: Dem weitsühler Pyilipp Schrann Soyn, vem Potassistent Helmann Pyipp Jupes Lang eine Tochter, June; am 28. Dem ez& Ludwig Bicemop] eine Touyter; um 29. dem Tapeziet Johann Faul Henny eine Tochter Slise starouna uno dem Tagiöhner vanasce Gro eine Tochter; am 30. dem Bremser Hemity Linkmann ein Sohn, oem Spenglermester Hools Rooiger ein Soyn Wuheim, dem Taglegner Waheim stuck eine Tochter, Marie Auguste und dem Lotomoticheizer Peter Shaud eine Toter Lima Auguste Wuheim.n.; um 2. Sept. dem Fab.turoeiter Jatob Sucker ein Sohn, Hans Fecomand Tyevour und dem Postboten wilhelm Stein eine Tochter, Starouna Ensaveth; am 5. dem Gerber Ludwig Wuhigause in sogn, Ferdinand starl. Gestorbene. Am 1. Sept. Kari Hinser, 34 Jahre alt, Kaufmann; am 2. Agathe Lauer, geb. Fischoa, 56 Jahre alt, Witime des Rechtsanwa ts Ludwig Lauer; aat 3. Emilie Vomeno, 1 Jahr alt, Tochter des Stationsajputanten Hemrich Bomend. Gestorbene. Am. 5. September: Katharine Bender, geb. Kimmel, 76 Jahre alt, Wittwe des Gärtners Paul Bender, dahier. Beerdigung findet statt am 7. Sept., nachm. 3 Uhr vom Sterbehause, Marburgerstraße 67 aus ſtatt. Marktbericht. Gießen, 6. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter, per Pid. 1.00-1.15 Mt. Hühnereier 1 St. 7-8 Big., Enteneier St. 0-0 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg. Erbsen per Liter 19 Big., Linsen per Liter 32#fa, Tauben per Paar Wt. 0.65-0.80, Hühner per Stud Mt. 1.00-1.40, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-0.90, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänze p. Pfd. per Bfb. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per fo. 70-80 Pfg. Schweine0.60-0.75 Wt., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg, Rindfleisch fleisch gesalzen per fund 0.84 Big, Kalbfleisch per#fd. 68-70 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 3tr. 5 00-7.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 6.00-7.00, Milch per Liter 18 Pfg. MAGGY'S Suppenwürfel Der heutigen Stadtauflage liegt ein Prospekt der Firma Joh. Fr. 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Sept. unit Wilhelmine lipp Schr..na an Sullus Lang kille ig Bvenop eine + aul Denny eine Oner Gauafer ero Linkmann ein Rooiger ein Soyn cine Tochter, Marie Shaud eine Togter D.m Fabuifaroeiter 10 Tyevour und dem Starouna Enfavety; In Sogn, Ferdinand jre alt, Kaufmann; Jahre alt, Witwe 3. Emilie Bomeno, Hemrich Bomend. Bekanntmachung. Die Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wo= Amtlicher Teil. Verdingung von Fuhrleistungen. Das Fahren der städtischen Gießfässer, der Kehrnach die Garten- und Feldbesitzer an ihren Grundbesitz maschine, sowie des Patentkehrichtwagens soll für die an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen ein Beit vom 1. Oktober 1902 bis 30. September 1903 im friedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden, zum 1. März auf 1,25 m Höhe und 0,50 m Breite zurückzuschneiden und im Laufe des Monats wozu Termin auf September die neuen Schößlinge wiederholt zu be= schneiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Stenntniß gebracht, daß anberaumt wird. Die Bedingungen liegen zur Einsicht Strafgesetzes mit Geldstrafe von 1-10 Mark bestraft sind Angebote auf Vordruck bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Montag, den 15 September 1902, Vormittags 10.30 Uhr, Bekanntmachung. In der Zeit vom 31. August bis 6. September 1902 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Geldstück und 1 wollenes Halstuch. verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 goldenes Medaillon. entlaufen: 1 schottischer Schäferhund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feld der Interessenten auf Zimmer No. 2 bei uns offen und stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend werden. Gießen, 4. September 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Beorgi. Mit warmem Interesse hat das deutsche Volk das tapfere Ringen der Buren verfolgt, als sie für die Erhaltung ihrer - Gießen, am 6. September 1902. Das Stadtbauamt J. V. Gerbel. Freiheit stritten. Aber auch jetzt noch befundet es an dem Schicksal der zur englischen Kolonie gewordenen beiden Republiken den gleich regen Anteil. Was wird die Zukunft der Buren sein? Wie werden sich Sieger und Besiegte zusammen finden, um die großen Kulturaufgaben, die einer Lösung dringend harren, zu einem beide Teile zufriedenstellenden Ende zu führen? Wir haben uns entschlossen, diese Weltfrage, an deren Beantwortung das deutsche Volk ein sowohl rein menschliches als auch wirtschaftliches Interesse hat, in der Woche" zu behandeln. Es gilt das ,, nrur Süd- Afrika" ,, Neue wie es sich nach Beendigung des Krieges zu formen beginnt, in fesselnden feuilletonistischen Aufsätzen zu schildern. Zu diesem Zwecke hat sich unser Chef- Redakteur Herr Hugo von Kupffer nach dem ehemaligen Kriegsschauplatz begeben, um objektiv gehaltene Berichte, insbesondere auch über die Lage des Deutschtums in jenen Gegenden, über die Minen- Entwicklung, das Leben und Treiben, die politischen Verhältnisse im neuen Süd- Afrika hierher gelangen zu lassen. Durch diese eigenartige und umfassende Sonder- Berichterstattung zeigt Die Woche" wiederum, daß sie treu festhält in ihrem Bestreben, den von ihr erzielten Erfolg durch stets neue, wertvolle Anziehungsmittel für die Leser weiter auszubauen. Probes nummern der Woche" werden auf Wunsch kostenfrei zugesandt. Hugust Scherl G. m, b. F. Berlin SW. 12. Berliner Lokal- Anzeiger" „ Die Woche" ,,, Der Tag" Die Weite Welt" „ Vom Fels zum Weer" u. s. 10. zu machen. Gießen, 6. September 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Vier Jahreszeiten. Cognac, Sonntag den 7. Septbr. Deutschen und Franz. ärztlich empfohlen, zu haben bet Tanz. 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