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Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 150. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3082. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Die Wiedergeburt der deutschen Genossenschaftsbank. Am Dienstag, den 2. September ds. Js., fand im Sturhaussale zu Streuznach der 43. Genossenschaftstag des Allgemeinen Verbandes der auf Selbsthilfe be= ruhenden deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften. statt. Außer etwa 700 Delegierten von Vorschuß- Vereinen, Landwirtschafts- Banken, Volksbanken, Großeinkaufs- Genossenschaften, BauGenossenschaften, Eisenbahn- Bauvereinen und Consumvereinen aus allen Teilen Deutschlands ist durch Delegierte vertreten: die Deutsche Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius& Co., Commanditgesellschaft auf Aftien( Berlin) und die Zentral- Genossenschaft oftpreußischer landwirtschaftlicher Genossenschaften( Insterburg). Neben dem Anwalt der deutschen Genossenschaften Dr. Crüger: Charlottenburg sah man u. a. den Landschafts- Syndikus Justizrat Geisler- Breslau, Verbandsdirektor Oppermann- Magdeburg, Bankdirektor Thorwart Frankfurt, die sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten v. Elm Hamburg und Herbert- Stettin, die bekannte sozialdemokratische Rednerin Frau SteinbachHamburg, den Direktor des städtischen statistischen Amts, Königl. Rat Proebst- München und den Abgeordneten Dr. Schneider- Potsdam. Nach voraufgegangener Erstattung des Geschäftsberichts durch Dr. Grüger begann nachmittags 5 Uhr unter Vorsitz des Verbandsdirektors Dr. Feldheim- Burg die von Dr. Crüger einberufene Delegierten- Versammlung der deutschen Genossenschaften, die Deutsche Genossenschaftsbank betreffend. Als Erster beschäftigt sich Dr. Grüger eingehend mit der aufgeworfenen Frage, weshalb der Rechenschaftsbericht der deutschen Genossenschaftsbank noch vor dem Genossenschaftstage veröffentlicht worden sei und beantwortet diese Frage dahin, daß gen. Veröffentlichung nötig war, um jedem Vorwurf, es würden lichtscheuende Manipulationen betrieben, entgegen zu treten. Die allerdings beklagenswerten Vorkommnisse bilden jedenfalls feinen Grund, eine Katastrophe, einen Zusammenbruch zu prophezeien. Als er 1898 dem Aufsichtsrat beitrat, seien die Herren Blell, Dr. Schneider 2c. auch erst verhältnismäßig furze Zeit Mitglieder des Aufsichtsrats gewesen. Trotzdem die Deutsche Genossenschaftsbank, seit mehreren Jahrzehnten bestehend betr. ihrer Organisation nicht ganz der Tendenz des deutschen Genossenschaftswesens entsprach, In eigener suche Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) " Das ist er also?" sagte mit gütigem Lächeln die alte Dame, deren Augen so tief melancholisch und doch so zärtlich auf das junge Mädchen blickten, welches, wie eine rechte Tochter, oor ihr niederkniete und ergriffen bat:" Segne Du mich, wer weiß, ob meine Mutter so frohen Anteil an meinem Glücke nimmt." Herr Sordegni beschäftigte sich ganz besonders mit der wunderbaren Fügung, daß die beiden sich in der Markuskirche treffen mußten. Unser Kind", sagte er in seiner schlichten Weise, weinte sehr, daß das Testament bestimmte, was doch, wie sie fagte, unmöglich" sei; da half fein Zureden, fein Bitten, es wollte nicht heim." Er liebt mich nicht! Soll ich mir das noch einmal, deutlicher als es schon geschah, zeigen lassen?" hat es immer wieder betont. So ließen wir die Kleine gewähren. Was Gott zusammenführen will, das leitet er mit allmächtiger Sand doch selbst und zwingt es auf den Weg, den er bereitet hat!" Es wurden schöne glückselige Stunden, die Burkard bei den Sordegnis erlebte; sein Herz, ganz durchflutet von unaussprechlicher Dankbarkeit, verstand den Schmerz dieser guten Menschen und erwies ihnen die vollste Sympathie. Sie hatten ihm ja seine Maria gerettet, sie hatten dem unter dem Einfluß der Mutter so fehr irregeleiteten armen Kinde die Möglichkeit gegeben, seine eigene Natur zu entfalten. " Wie kann ein einziger Tag des Glückes doch einen Menschen fo ganz verändern?" dachte Burkard den kurzen Weg heimgehend| Wie seltsam bringt die Sonne der Liebe in seinem Herzen tausend Keime zur Entfaltung!" Er war sich selbst fremd und neu in seiner überflutenden Seligkeit. Das, ja das war es, was ihm in seinem lichtlosen Leben gefehlt hatte: Es war die Liebe, die schöne, wonnige Liebe, bie er geben durfte und empfing. Wohl tam ihm der Gedanke an Lenette auch ießt, aber Seltsam leicht feste er sich in seiner heutigen Stimmung über ihn hinweg. Sie hat tein Recht an mich!" rief eine überzeugende Stimme in ihm und er glaubte diesem Ruf. Am anderen Morgen, als eben der Kaminheizer bei ihm Feuer gemacht und er sich mit glücklichem Lächeln und ungedul bigem Seufzer überzeugt, daß seine Uhr, die immer zuverlässige! wirklich auch heute treulich ihre Pflicht gethan, daß er aber demzufolge noch mindestens zwei Stunden warten mußte, bis er zu Maria gehen konnte, brachte ihm der Kellner eine Depesche. Sie konnten die neuen Aufsichtsratsmitglieder nicht sofort eine durchgreifende Aenderung treffen. Einerseits konnte von den neuen Aufsichtsratsmitgliedern die Konstituierung einer Untersuchungskommission nur bei fällig aufgenommen werden, andererseits aber mußte der Frage einer eventuellen großen Schädigung der Bank das nötige Gewicht beigelegt werden. Eine offene Handelsgesellschaft und eine Kommanditgesellschaft auf Aktien mit persönlich haftenden Gesellschaftern seien identisch. Durch die nunmehrige Umgestaltung der Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft und durch den Umstand, daß aus den per= sönlich haftenden Gesellschaftern Direktoren werden, wird dem Aufsichtsrat eine Stellung geschaffen, die eine genaue Revision gestatte. Die eingehende Prüfung aller Conten läßt den Vorwurf der Vertrauensseligkeit gegen die neuen Aufsichtsratsmitglieder vollständig wirkungslos abprallen, aber wir waren falsch unterrichtet; eine Unterlage zur Prüfung der Rentabilität der Unternehmungen fehlte den Aufsichtsratsmitgliedern vor allen Dingen. Allerdings hat sich die Genossenschaftsbank in ihr fernliegende Unternehmungen eingelassen, zu deren Leitung man geeignete Persönlichkeiten überhaupt nicht hatte. Die behauptete Bilanzfälschung sei eine Verleumdung. In der Bilanz vorgekommene Fehler dokumentieren in keiner Weise eine Bilanzfälschung, also kann von einer solchen auch keine Rede sein. Der bei meinem Eintritt in den Aufsichtsrat schon bestehende Beschluß, das Aktienkapital zu erhöhen, soll durch mich auch unterstützt worden sein. Weiter fragt man nun, welchen Schutz die Aktionäre haben, wenn sie nicht durch den Aufsichtsrat bor Verlusten geschützt werden. Ich antworte: ein sich selbst aus den idealsten Menschen zusammensezender Aufsichtsrat kann den Aktionären feinen Schutz bieten. Daß die gegnerische Presse das bedauerliche Vorkommnis zu gemeinen Angriffen auf die Schulze- Delitzsch'schen Genossenschaften benützt, ist höchst bedauerlich. Das man sofort bei seinem Eintritt in den Aufsichtsrat mit den weitgehendsten Informationen ausgerüstet sein kann, ist doch unmöglich. Direktor Gmünder- Darmstadt: Dem erst 1898 in den Aufsichtsrat eingetretenen Herrn Anwalt kann ich einen Vorwurf der Pflichtversegung nicht machen, nur den Herrn Siebert und Weill, die die Statuten der Gesellschaft verletzt haben. Auch dem auf seine Millionen ſizenden Herrn Parrisius war in den ersten Nachtstunden beim Postamt eingelaufen, dort aber bis jest liegen geblieben und kam von Klaino. Sein Gutsinspektor, ein ehemaliger Kamerad, telegraphierte ihm: Kommen Sie, wenn möglich, sofort zurück; wunderliches Ereignis in Krapolno; hier eine Frau Mertoni mehrmals nach Ihrer Adresse geforscht." Diese Lenette! Sicher hatte sie erfahren, daß er in Wien gewesen! Der ganze Inhalt der Depesche konzentrierte sich ihm in dieser Nachricht, daß sie nach ihm suchte. War sie ihm längst läftig gewesen, jezt plöglich haßte er sie und fühlte doch etwas wie Furcht in fich aufsteigen. Wie sollte er sich von ihr be freien? Was fonnte er thun? Unruhig liefen seine Gedanken hin und her und daß er sie nicht im Frieden auf Maria richten durfte, erfüllte ihn mit einem plößlichen wütenden Haß gegen dieses Weib, das sich erschlichene Rechte auf ihn anmaßte. Und unterdes sah er zehnmal in liebender Ungeduld nach der Uhr. Er lachte über sich selbst, als ihm plöglich bewußt wurde, daß die Verliebtheit bei ihm dieselben Formen annahm wie bei allen anderen. Ihm tam ein kleines geheimes Erschrecken:„ Ich werde mich doch wohl nicht lächerlich ausnehmen?" dachte er und nahm sich vor, ein bißchen Acht auf sich selbst zu haben. Gerade als er den Hut ergriff um das Hotel zu verlaffen, brachte ihm der Portier eine neue Depesche. Was hieß denn das? Was gab es denn dort? Erstaunt blickte er auf die Unterschrift. Adelsberg war es, der ihn aufforderte:" Nichts darf Ste halten sofort zurück zu kommen. Werde Ihnen entgegenfahren, bitte um Rendezvous. Bei Ihren Damen alles wohl." Gott sei Dank! Burkards erstes Gefühl war Angft um die Mutter gewesen. Was konnte denn da sein? Die Depesche kam von Klaino. Also war Adelsberg dort und doch sicher mit dem Inspektor im Einverständnis." Nichts darf Sie halten-?" Was in aller Welt könnte denn aber wichtiger für ihn sein als seine Liebe, die Nähe der Geliebten? Nichts darf Sie halten! So ruft nur ein Mensch, der von der Dringlichkeit des Rufs überzeugt ist. Abreisen? Jezt? Wo zum ersten Mal das Glüd, ein schier unbegreiflich wonnevolles Glück ihm gekommen? Und das sollte er verlassen? Troß alledem wußte er ganz genau, er mußte reisen und trifft ein Vorwurf.( Beifall). Die Beanstandung eines Wechsels der Genossenschaftsbank in Höhe von 5000 Mark seitens eines Darmstädter Bankhauses wirft auf das Vorkommnis ein recht trübes Licht, andere Banken Ichließen der Wechselbeanstandung an. Direktor Vollborn Eisenach schließt sich dem Vorredner im Allgemeinen an und bedauert nur, daß die maßgebende Presse auf falscher Fährte war mit ihren Schlußfolgerungen. Sein Vertrauen zur Genossenschaftsbank ist in feiner Weise erschüttert. In dieser Weise hinter unserer Bank stehend, wird der Schaden bald wieder gut werden. Direktor Münch Diez kann dem Aufsichtsrat einen Vorwurf nicht ersparen, denn wenn Dr. Crüger sagte: man wußte von schleierhaften Sachen, wie konnte denn da der Aufsichtsrat noch die Ausgabe 113prozentigen Aktien zulassen? Bankdirektor Thorwart Frankfurt a. M.; Den Vorstand kann man feinen Vorwurf machen, da er das Recht, sich ani ndustrielle Unternehmen zu beteiligen, hat. Nur die optimistische Anschauungsweise verdient Tadel. Nutbringende Unternehmungen hätten die Aktionäre gern mitgenommen; vor Unglück fann Niemand. Veranlassung, mißrauisch zu sein, liegt nicht bor. Die Beanstandung des auf 5000 Mt. laufenden Wechsels bei der Darmstädter Bank sei lächerlich. Ein Genossenschafter verlangte in ungestümer Weise seine 464 Mr. betragendes Guthaben.( Heiterkeit). Entgegen jedweder Verleumdung arbeiten die großen Berliner, Frankfurter u. s. w. Banken nach wie vor mit der Genossenschaftsbank, der sicherste Beweis, wie grundlos das angefachte Mißtrauen ist. Direktor Blell- Berlin bemerkt noch, wenn der Vorstand nicht auf der Hut gewesen und die frankenden Unternehmungen weiter existiert hätten, eine der Leipziger Bank ähnliche Katastrophe zu beklagen gewesen wäre. Die weiteren Redner sprachen fast alle zu den Genossenschaftern für Fortbehaltung der Aftien. Direktor Gmünder Darmstadt beantragt zu beschließen: Die Versammlung spricht der deutschen Genossenschaftsbant ihr Vertrauen aus und erklärt, für die Fortentwickelung derselben eintreten zu wollen! Nur der erste Satz gelangt zur Annahme. - Mit dem Wunsche, daß das Vertrauen durch die Be sprechung wieder fest wie ehedem werden möge, schloß der Vorsißende die Versammlung. Maria, Sordegnis stimmten ihm zu. Es handelte sich offenbar um wichtigstes! Sollte Ernst Nepomut etwa in den staubigen Aftenkammern, die er ruhelos durchstöberte, etwas gefunden haben, was Klaino betraf? Und wie sollte Maria sich betreffs ihrer Verlobung zu ihrer Mutter stellen? " Schreibe ihr noch nichts, Maria, lasse mich erst sehen, was es bort giebt!" bat Burkard. Sordegni stimmte ihm nach einigem Ueberlegen zu, obwohl er gegen derartige Verheimlichungen grundsäglich war; nicht so seine Frau; fie meinte, die Mutter habe unter allen Umständen ein Recht auf Benachrichtigung. Und Burkard fand den Mut nicht, ihnen die volle Wahrheit zu gestehen. Maria dachte garnicht an ein Hindernis von seiner Seite und ihn brachte dasselbe um alle innere Freudigkeit. * Die Ereignisse drängten einander. Bei Frau von Frohberg war Lischas Verlobter zum Besuch gekommen, das letzte Mal vor der Hochzeit, wie er mit jubelndem Bachen betonte. Er und Lischa waren unaussprechlich glücklich, ihre Zukunftsaussichten so hell und sonnig, daß das Mutterherz die Freude faum zu fassen vermochte. Wie hatte sich doch in einem furzen Jahre für fle alle bas Leben erhellt! Aus den kleinen engen Verhältnissen traten fie plöglich in so glänzende, wie Mutter und Tochter folche nie für fich geahnt; Burkards Los erschien ebenso beneibenswert, bie ftolze Alexandra, welche damals als Bettlerin auf den Hof von Strapolno einzog, war heute eine der ersten Damen des Landes, was den Rang und die Stellung des Majoratsherrn betraf; und felbft der arme, übergangene Joseph lebte nach stoloniz Berichten froh wie ein Fisch im Wasser, seit ihm das Geld teine Sorgen mehr machte. Sie waren eben daran, behaglich dies Thema weiter auszuspinnen, als ein Reiter auf den Hof geritten fam, ein Bekannter offenbar, denn er grüßte von weitem nach ihren Fenstern. " Das fann doch nicht Abelsberg sein?" rief Stoloniz. Doch jezt sahen fie, er war es und er kam bald darauf, von Lischas Bräutigam empfangen, zu ihnen herein. Sofort aber wußten Mutter und Tochter, daß beide Herren Etwas" hatten, ihre ernsten Mienen verrieten es. " Sie bringen mir doch keine Unglücksnachricht von meinem Sohne?" rief die arme kleine Frau Abelsberg schon ganz entsegt entgegen. Er füßte ihr die Hand, dann Lischa. ( Fortsetzung im zweiten Blatt.) Politische Nachrichten. | ,, Tante Voß" sagt: der Trinkspruch zeige, daß zwischen Rußland und Deutschland und zwischen ihren Herrschern zur Zeit ein herzlicheres Verhältnis besteht als jemals seit dem Regierungs- Antritt des heutigen Zaren, und daß Frankreich keinerlei Aussicht auf russische Unterstützung hätte, falls es Herrn Andree und seinen Freunden gelänge, den Soldaten der Zukunft" gegen das deutsche Reiche mobil zu machen und einen abenteuerlichen Rachekrieg zu beginnen. Dieses Eindruckes werde man sich auch jenseits der Vogesen nicht erwehren können. Zahlreiche Orden wurden verteilt: Es erhielt u. a. der bekannte Mitbegründer des Ostmarkenvereins, von Tiedemann, den Kronenorten 2. Klasse mit Schwertern am Ringe. Dem Oberpräsidenten von Bitter wurde der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat und dem Oberbürgermeister Witting der Charakter als Geheimer Regierungsrat verliehen. - schwerten sich deswegen bei dem Premierminister Sprigg, wurden aber von diesem mit der Begründung abgewiesen, daß er hieran nichts ändern fönne. Das Befinden der Zarin. Birtus, bon be ift, der ihn ein fiebsvorf wird. Der au berwundern, al Das offiziell von dem Leibarzt und Leib- Chirurgen ausgegebene Bulletin über eine Fehlgeburt der Zarin wird nach einer Petersburger Depesche des„ Lokal- Anzeigers" in informirten Kreisen bezweifelt. Es soll sich um einen seltenen Fall von eingebildeter Mutterschaft handeln. Medizinische Fachmänner halten es für unmöglich, daß nachdem der Zustand guter Hoffnung bereits 9 Monate überdauert, also ein normales oder totes Kind hätte geboren werden müssen, eine Fehlgeburt so ungefährlich verlaufen konnte, daß nicht einmal Erhöhung der Temperatur und des Kaiser Pulsschlages bei der Zarin eingetreten wäre. Nikolaus begibt sich am 9. Sept. nach Kursk zu den KaiserManövern und von dort mit seiner Familie nach der Krim, wo dieselbe bis zum Dezember bleibt. Alsdann erfolgt der Gegenbesuch des Zaren beim Könige von Italien. - Das Torpedoboot S. 98 erlitt bei Stagen einen Unfall. Als sich der Unfall ereignete, herrschte schweres Wetter. Ein großer Teil der Besaßung war seefrank, sodaß anfangs allgemeine Verwirrung entstand. Durch Zufall befand sich auf dem Boote ein Arzt, sodaß die schwer Verlegten sofort Hilfe fanden. Es wurde ihnen Nach Anlegung eines das Zeug vom Körper geschnitten. Notverbandes wurden sie auf das Linienschiff Kaiser Wilhelm II. überführt und dort behandelt. Die Posener Kaisertage. Posen, 4. Sept. Um 11 Uhr fand in Gegenwart des Kaiserpaares die Enthüllung des Kaiser Friedrich Denkmals auf dem Wilhelmsplate statt. Zu derselben waren die anwesenden Fürstlichteiten, die Minister, die Generalität, sowie die königlichen und städtischen Behörden geladen. Der Kaiser in Generals- Uniform mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens nahm unter dem Kaiserzelte Aufstellung. Nach dem Gesange des Beethoven'schen Liedes„ Die Himmel rühmen.." hielt der Oberbürgermeister Witting die Festrede. Er sprach von dem persönlichen Wesen und dem friedlichen Wirken Kaiser Friedrichs und spielte darauf auf die nationalen und kon fessionellen Gegensäge in Bosen an. Er schloß mit dem Wunsche, daß sich im Gedächtnis an den Kaiser Friedrich diese Gegensäge ausgleichen möchten. Daran solle stets dieses Denkmal erinnern. Hierauf gab der Kaiser das Zeichen zur Enthüllung, worauf der Ehren- Vorsigende des Komitees, Oberpräsident von Bitter, das Hoch auf den Kaiser ausbrachte, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten. Hierauf erfolgte die Enthüllung. Als Erster legte der Kron prinz, der durch sein liebenswürdiges Wesen in Posen sehr populär geworden ist, einen prachtvollen Kranz am Denkmal nieder unter lauten Zurufen des Publifums. Die Kaiserin sah lächelnd diesem Schauspiele zu. Der Kaiser war bis zum letzten Augenblicke äußerst ernst. Nur als er mit dem Schöpfer des Denkmales, Bildhauer Böse, sich unterhielt, huschte ein Lächeln über seine Züge. Auch der Oberpräsident von Bitter wurde vom Kaiser ins Gespräch gezogen. Die ganze Unterhaltung trug ein liebenswürdiges und intimes Gepräge. Nach dem Vorbeimarsch der Truppen begab sich das Kaiserpaar nach dem Provinzial- StändeHause, um dort einen Ehrentrunk entgegen zu nehmen. Programmäßig schloß sich daran der Empfang im Rathause, wobei dem Kaiser eine in Silber getriebene Plaquette überreicht wurde. Der Kaiser nahm darauf im Rathause Vorträge über die Renovirung des Rathauses und sonstige die Hebung der Stadt betreffenden Fragen entgegen. Der Zustand der bei der Explosion auf dem Torpedoboote S. 98 schwer verwundeten Mannschaften hat sich nach einem Telegramm aus Kiel gebessert. Eine Lebensgefahr ist ausgeschlossen. Es wird völlige Genesung erhofft. | Berlin, 4. Sept. Wie aus Leipzig telegraphtert wird, verurteilte das Kriegsgericht den Leutnant vom 107. Infanterie- Regiment Weiß aus Berlin wegen Fahnenflucht und schwerer Sittlichkeits- Verbrechen zu 13 Monaten Gefängnis und Ausstoßung aus dem Heere. - Paris, 5. Sept. Der Kriegsminister Andree reiſt am heutigen Freitag nach Toulouse, um an den Manövern teilzunehmen. Am 10. Sept. kehrt er nach Paris zurück. Aus Hamburg wird gemeldet: Der gegenwärtig hier weilende Prinzregent Luitpold von Bayern unternahm gestern Nachmittag in Begleitung seines Adjutanten eine Hafen- Rundfahrt zur Besichtigung der neuen Hafen- Anlagen. Der Prinz- Regent bewahrte strengstes Inkognito. Stadt find. Aus n Klein Der rubeftör Geburt, der Ruhe ge megen Haus antworten h man bei ihn wiejen wor dort nicht Anwesend Luft geje bei der V. Berstei fchlechten Wernfeld Schnellzug Der Körp ** Bingen Mart be ** Silbergru Bergmann ** R Benedittin geftern Na Verlegunge Barcelona, 4. Septbr. Mehrere hervorragende farlistische Persönlichkeiten wurden verhaftet, während eine Reihe andere aus Furcht vor Verhaftung geflüchtet sind. Der General- Capitän von Valencia hat geheimen Befehl erhalten, jede karlistische Bewegung in der Provinz Carthagena zu verhindern. -Präsident Roosevels Verletzungen sind nach allen aus New- York eingegangenen Meldungen unbedeutend. Trotzdem wurde die Reise sofort abgebrochen. Prag, 4. September. Dem„ Prago Lidu" zufolge hat der Statthalter angeblich einen geheimen Erlaß an sämtliche Gendarmerie- Kommandos ergehen lassen, worin dieselben aufgefordert werden, über die Gesinnung der am 1. Oftober eintretenden Rekruten des betreffenden Ortes Erhebungen anzustellen und insbesondere nachzu= forschen, ob dieselben zur sozialdemokratischen Partei gehören. " Zu der Beschlagnahme des Dampfers Marcomannia" wird aus Neu- York gemeldet: Die bewaffneten Haiti- Rebellen befinden sich trot des Protestes des deutschen Konsuls noch immer an Bord der Marcomannia, obwohl es unverständlich ist, daß der deutsche Kapitän das Rebellen- Gesindel an Bord duldet, denn die ganze Flotte Firmins besteht aus drei Kanonenboote genannten Holztähnen, die von chemaligen englischen Steuerleuten geführt werden. Uebrigens galt Firmin stets als deutsch- feindlich. Sein Verhalten erklärt sich wohl dadurch, daß sich bisher kein deutsches Die Haitianer wiegen sich in Kriegsschiff gezeigt hat. dem Glauben, daß Amerika dies nicht dulden werde. Nach einer Washingtoner Depesche des Herald sollen die Berater Noosevelts auf eine Annexion Haitis hinwirken. Lienz, 4. September. Auf den Eisenbahnzug mit dem sich Erzherzog Eugen ins Manöver begab, wurde während der Fahrt ein Stein geschleudert, welcher das Fenster des Coupees traf, in dem der Erzherzog Platz genommen hatte. Der Erzherzog blieb unverletzt. Aus Wien wird telegraphiert: Der Zeichner Humbert Diminich, welcher an Italien Pläne von Panzerschiffen geliefert hatte, wurde zu 16 Monaten schwerem Kerker verurteilt. Die Rede des Kaisers im Stadthause machte einen gewaltigen Eindruck. Als diesebe gegen 3 Uhr bekannt wurde, begrüßte man sie überall mit großer Freude, insbesondere in polnischen Kreisen erregte sie allgemeines Aufsehen, umsomehr als der Kaiser entgegen seiner Marienburger Rede äußerte, er beklage es tief, daß ein Teil seiner Unterthanen nicht deutschen Stammes fich nur schwer in unsere Verhältnisse zu finden scheine. Der Grund dürfe in zwei Irrtümern zu suchen sein, einmal in der Besorgnis vor Antastung ihrer Religion und zum zweiten in der Besorgnis, daß die Stammes- Eigentümlichkeiten und Ueberlieferungen ausgelöscht werden sollen. Dem sei jedoch nicht so. Mit sichtlicher Zufriedenheit nahm man zum größten Teile in deutschen Kreisen und auch in der polnischen Bevölkerung die Nachricht entgegen, Jeder könne nach seiner Façon selig werden und Jeder könne stolz auf seine Geschichte und ihre Eigenart sein. Um 12% Uhr traf das Kaiserpaar sowie der Kronprinz, der Reichsfanzler, die Generalität sowie die Spitzen der Behörden im Rathause ein, geführt von dem Oberbürgermeister Witting und dem Stadtverordneten Vorsteher Lewinski. Vom Rathause aus begaben sich die Majestäten und die übrigen hohen Herrschaften nach dem Stadthause, wo der Stadtverordneten- Vorsteher mit sämtlichen Stadtberordneten mit Ausnahme der Polen anwesend war. Das Kaiserpaar besichtigte die neuen Stadterweiterungspläne, welche vom Oberbürgermeister erläutert wurden. Betreffs der Renovierung des alten Stadthauses sprach sich der Kaiser gegen die geplante Bemalung der Façade aus. Nach Beendigung der Besichtigung schrieben sich der Kaiser, die Kaiserin und der Kronprinz mit einer Pfauenfeder in das goldene Buch der Stadt ein, worauf sie nach erfolgter Verabschiedung das Ständehaus berließen. Um 3 Uhr stattete Prinz Ludwig von Bayern dem Rathause einen Besuch ab. Die Kaiserin besuchte nachmittags das Krankenhaus der barmherzigen Schwestern, das Diakonissenhaus und die Haushaltungsschule. Auf ihrer Fahrt durch die Stadt wurde sie überall lebhaft begrüßt. - Japan. In diesem Jahre wurde in Japan das 25jährige japanische Postjubiläum gefeiert, und aus diesem Anlaß fand am 20. Juni ds. Irs. in Tokio eine offizielle Feier des 25. Jahrestages des Beitritts Japans zum Weltpostverein statt. Im Jahre 1900 war bereits in der Schweiz das Jubiläum der Gründung des Weltpostvereins gefeiert worden, dem Japan als das erste aller Länder des Orients beigetreten war. Wien, 4. Sept. Heute Abend begibt sich Ministerpräsident Körber mit dem Finanz-, Handels- nnd Ackerbauminister, sowie einem Fachreferenten nach Budapest, um dort die Verhandlungen über den Zolltarif mit den ungarischen Ministern fortzusetzen. Trotzdem die Differenzen noch be= deutend sind, herrscht in Regierungsfreisen eine äußerst optimiftische Stimmung und es wird versichert, daß die Ausgleichs- Vorlage bis zum Zusammentritt der beiden ReichsVertretungen völlig fertig gestellt sein werde. ** Giessener Cagesneuigkeiten. ( Privattelegramm.) Die heutige Ziehung der 6. Klasse der Hess. Landeslotterie ergab: Ein Hauptgewinn von 30 000 t. auf 35 925 ( Mainz). Drei Gewinne von 10 000 wt. auf 750( Friedberg), 20 930( Friedberg), 26 633( Mainz). Gewinne von 5000 it. auf 7021( Worms), 28 746( Darmstadt). Gewinne von 3000 mt. auf 2223, 7503, 16 269, 19 135, 34 030, 38 025, 41 386. Agram, 4. Sept. Die Verkündigung des Stand rechtes hat die Situation nur mäßig gebessert. Zwar waren bis Abends keine größeren Ausschreitungen zu verzeichnen aber in der Nacht haben außerhalb der Stadt große Bauern- Versammlungen stattgefunden, über deren Beschlüsse Geheimhaltung bewahrt wird. Aus Belgrad wird dazu noch gemeldet: Die Agramer Vorgänge rufen hier große Erregung hervor. Die Blätter fordern die Entfernung aller Kroaten aus dem serbischen Staats- und Privatdienste. Die wenigen in Belgrad befindlichen Kroaten haben sich nach Semlin geflüchtet. In vielen öffentlichen Lokalen fanden kroaten feindlichen Demonstrationen statt. Gin ungenanntes Komitè serbischer Patrioten fordert alle Serben auf, mit den Kroaten kurzen Prozeß zu machen. Die Ansprache des Kaisers an die russischen Offiziere wird eifrig von den Blättern commentiert. Die„ Post" sagt dazu: Diese Ansprache lege vor aller Welt Zeugnis ab, welche herzliche Freundschaft das deutsche und russische Kaiserhaus miteinander verbindet. Daß die Erwähnung dieser Waffenbrüderschaft fein leerer Klang sein soll, gehe aus dem Entschluß des Kaisers hervor, das Rayongesez für Posen aufzuheben. Auch die Unterstützung der„ treuen persönlichen Freundschaft zwischen beiden Monarchen" werde ihren Eindruck auf alle jene Leute nicht verfehlen, die noch immer von unausgleichbaren Gegensätzen in der Charakteren des Kaisers und des Zaren zu reden belieben. Aber auch das gehe aus der Ansprache des Agram, 5. Sept. Das Standrecht hat seine Schuldig. feit gethan. In der ganzen Stadt herrscht völlige Ruhe. Der gestern tot gesagte Hauptmann Wittos lebt noch und soll sich besser befinden. Die Meldung, daß auch in mehreren Provinz- Städten Unruhen strttgefunden haben, wird amtlich dementirt. Gewinne von 2000 Wtt. auf 1874, 2578, 2934, 3892, 16 101, 22 495, 29 867, 44 373, 53 574, 53 828. gefaafft. Ma Glifabetha einen Stab Petroleum im Nu i Flammen. Gewinne von 1000 Mt. auf 5002, 7576, 8794, 9992, 12 961, 16 402, 25 292, 26 073, 31 698, 31 840, 39 085 39 732, 41 974, 47 924, 48 393, 53 881. eilten die und diejen der Bren Kind wu die zur haben B - Der dem Kind entoedt, e ** 28 mannsa spielt hat, haben dür folgendes Als Arzte fa zu. Da Dort bef lich fam jab, und figen, w nicht so der Schu Halfe un ich sofort mitteilte fall beta ** wurde ein r. Zirkus Maximilian war auch gestern wieder bis auf den letzten Plaz beseßt. Die Gallerieen waren überfüllt, und mancher der dort gestanden hat, wird es bedauert haben, daß es noch keine Versicherung für Füße und Hühneraugen giebt. Stürmischen Befall ernteten wieder die Darbietungen des Herrn Edm. Loyal als Jongleur zu Pferde der Akrobaten Gebr. Deite, der Kunstschütze Herr Martens und die indischen Elephanten. Was diese letzteren an Dressur zeigten, war einfach sensationell Wan überlege sich einmal, was für eine unermüdliche Dressur mit Gewalt, List und Güte dazu gehört, ehe ein solcher plumper Dickhäuter wie auf dem Präsentierteller" über die Flaschen marschiert, ehe er tattmäßig rechtes Bein, linkes Wein, Vorderbein, Hinterbein, schließlich noch das Rüsselein hebt, senft, streckt, beugt, den schönsten langsamen Schritt vorführt und nach den sanften Walzerklängen verständnisinnig tanzt. Nah den vier Kolossen fam der Kleine" gehorsam wie ein Schäfchen mit dem Schellenhalsband in die Arena getaufen. Flinte, behende Hunde holländerten im doppelten Tempo zwischen seinen massigen Beinen. Es war erstaunlich, wie hier der große und die kleinen Vertreter des Tierreiches so geschickt zusammenwirkten, ohne sich gegenseitig weh zu thun.- Das meisterhafte Schießen des Herrn Wartens rief beim Publikum solches Erstaunen hervor, daß ich sogar die weisen Worte hörte:" Das ist einfach Schwindel". Der ungläubige Thomas muß aber entweder hochgradig furzsichtig sein oder noch keine Ahnung davon haben, was man durch Uebung erreichen kann. Immerhin muß die Dame, die den Zielring in der Hand hält, wenn sie auch felsenfest von der Treffsicherheit ihres Schüßen überzeugt ist, über eine tüchtige Portion Mut und Ruhe verfügen. noch die vollkommenen, z. Teil sehr originellen Vorführungen ,, Gummimannes". Es steht zu erwarten, daß der old Kopenhagen, 4. Sept. Hier eingelaufenen PrivatMeldungen vom russischen Kaiserhofe zufolge herrscht dort eine sehr gedrückte Stimmung vor. Die Kaiserin- Mutter kehrt morgen nach hier zurück. Desgleichen reisen die übrigen fürstlichen Herrschaften ab. Die Zarin bedarf absoluter Ruhe. Das Befinden der Zarin nahm bisher einen normalen Verlauf. Kaisers hervor, daß beide Staaten gewillt ſeien, ihre zu behandeln, daß sie aber allen polnischen Treibereien entschlossen entgegentreten würden. Die B. N. N." sehen in der Waffenbrüderschaft zwischen den beiden Heeren und in der Freundschaft zwischen den beiden Monarchen die geschichtliche Grundlage bezeichnet, auf der fich lange Zeit hindurch die Freundschaft zwischen den beiden Nachbarstaaten zu einem festen Bande entfalten dürfte. Die„ Deutsche Tagesztg." hofft, daß das Wort von der Waffenbrüderschaft in Rußland richtig verstanden werden möge, so wie es sicher ge= meint geworden sei. Das Ziel solchen Zusammengehen müsse immer die Erhaltung des Friedens sein. London, 4. Septbr. Seit dem 7. Juli wurden, wie aus Capstadt gemeldet wird, 480 Offiziere und 90000 Mann aus Südafrika nach England und den Aus Kapstadt wird beColonien zurückbefördert. richtet, daß die holländischen Farmer der Colonie alle englischen Händler boycottiert haben. Die letzteren be Des Anerkannt seien hier unter and nicht allen Farbe zu Auge für einem Auge Erde blicken Eine Klap Schlangenja ** maren ca wenig Hi war, wa gewichen Wharf, 8 jährige Schweine 23 haft? Fi Frage ist Intereffe. teilte ein gegen die an und dadurch Die Frag rein zibil fchreitend tar näml bahnfistus trages, de weil er d bon ihm forderte Reifenden minifter Sprigg, ung abgewiesen, Birfus, von dessen ausgezeichneten Leistungen jeder überzeugt ist, der ihn einmal besuchte, auch heute Abend bei der Abschiedsvorstellung wieder ein volles Haus erleben wird. Der außerordentlich starke Besuch ist umsomehr zu verwundern, als jeßt weder Studenten noch Militär in der Stadt sind. in. ib- Chirurgen aus Barin wird nach zeigers" in infor um einen feltenen schaft handeln. öglich, daß nach 9 Monate über hätte geboren hrlich verlaufen mperatur und bes väre. - Kaijer cat zu den Kaiser ie nach der Stri dann erfolgt der talien. Andree reist den Manövern Paris zurück. hervorragende aftet, während ftung geflüchtet a hat geheimen ng in der Pro ingen sind nab Meldungen un ort abgebrochen. Des Dampfers Dort gemeldet: efinden sich tro noch immer an verständlich ist, en- Befindel an ins besteht aus n, die von che rden. Uebrigens Sein Verhalten fein deutsches wiegen sich in = dulden werde. es Herald sollen Annexion Haitis n Japan das 25und aus diesem fio eine offizielle apans zum Welts in der Schweiz oftvereins gefeiert Eänder des Drients gkeiten. heutige Ziehung Rt. auf 35 925 auf 750( Fried Mainz). 7021( Worms), 3, 7503, 16 269, 2578, 2934, 3892, , 53 828. 7576, 8794, 9992, 3, 31 840, 39 085 ich gestern wieder llerieen waren übert, wird es bedauert r Füße und HühnerAus Hessen und nachbargebieten. n Klein- Linden.( Nachspiel der Kirchweih.) Der ruhestörende Arbeiter von Gießen, Italiener von Geburt, der am 1. Kirmeßtage von einem Gendarmen zur Ruhe gebracht werden mußte, wird sich auch noch wegen Hausfriedensbruches und Diebstahls zu verantworten haben. Die fehlende Uhr des Wirtes fand - Nachdem er vom Tanzboden verman bei ihm vor. wiesen worden war, begab er sich in die Wirtschaft, um dort nicht geringen Radau zu machen, bis er von einem Anwesenden troz hartnäckigen Widerstandes an die an. * + Professor Virchow hat auch den geftrigen Tag den Umständen nach gut verbracht. Er konnte auf kurze Zeit das Bett mit dem Krankenstuhl vertauschen. Leipzig, 3. September. Im Vororte Schöne feld stürzte heute Nachmittag das innere Gerüst eines im Bau befindlichen Wasserturms ein. Aus den Trümmern wurden 10 Tote, 17 Schwerberlegte und 4 Leichtverlette hervorgezogen. Fast alle Verunglückten sind Familienväter. Zu der Katastrophe wird unter dem 4. September noch gemeldet: Im Laufe der heutigen Nacht ist einer der im Krankenhause zu Leipzig untergebrachten 17 verlegten Arbeiter feinen Leiden erlegen. Der Einsturz des Gerüſtes im Wasserturm zu Schönefeld hat alſo bisher elf Menschenleben gefordert. An dem Aufkommen zweier anderer Arbeiter wird gezweifelt. Die Verlegungen der Verunglückten bestehen hauptsächlich in Wirbel- und Beinbrüchen, sowie in Zerreißungen innerer Gefäße. Luft gesetzt wurde. Eine große Anzahl Zeugen werden Widerstand entgegensetzte, uicht in der rechtsmäßigen General- Anzeigers Arthur Pleißner hatte sich heute vor dem bei der Verhandlung gegen ihn auftreten. v. Lich, 4. Sept. Die heutige GrummetgrasVersteigerung der fürstl. Rentei erzielte wegen des schlechten Graswuchses geringe Preise. ** Bom Main, 4. Sept. Beim Durchlaß zwischen Wernfeld und Harrbach, wurde von einem( Semündener) Schnellzuge ein Italiener überfahren und getötet. Der Körper war förmlich in Stück: zerrissen. ** Aus Rheinhessen, 4. Sept. 8 wetschen gibt es um Bingen herum reichlich. Der Zentner wird mit 9-9.50 Mark bezahlt. ** Holzappel, 4. Sept. Auf der nahen Blei- und Silbergrube wurde durch eine einstürzende Rolle der 19jährige Bergmann Schmidt aus Geershausen getötet. ** Rüdesheim a. Rh., 2. Sept. An dem Neubau des Benediktinerinnenklosters in der Nähe hiesiger Stadt stürzte gestern Nachmittag ein Maurer herunter und erlitt schwere Berlegungen. Er wurde in das Schwesternfrankenhaus ges afft. ** Mainz, 4. Sept. Das 11jährige Mädchen Elisabetha Diezenberger hatte gestern zum Bügeln einen Stahl glühend machen wollen. Es schüttete Petroleum auf die Glut, eine Explosion erfolgte und im Nu standen die Kleider des Mädchens in hellen Flammen. Auf das entschliche Geschrei des Stindes eilten die Mutter und mehrere Hausbewohner herbei und diesen gelang es, die schon halb verkohlten Kleider der Brennenden herabzureißen. Das schwerverletzte Kind wurde nach dem Rochushospitale verbracht. Auch die zur Hilfe herbeieilenden Personen und die Mutter haben Brandwunden an den Händen davongetragen. Der verschluckte kleine Gohn" wurde bei dem Kinde im Rochushospitale mittelst Röntgenstrahlen entdeckt, er saß im Halsschlunde fest. - ** Wiesbaden, 4. September. Ueber eine Schuß= mannsaffäre, die, wenn sie sich wirklich so abgespielt hat, für den betreffenden Schußmann üble Folge haben dürfte, veröffentlicht eine Wiesbadener Zeitung folgendes Eingesandt: Als ich heute Morgen von meinem mich behandelnden Arzte fam, ging ich die Rheinstraße nach den Bahnhöfen zu. Da es mir unwohl wurde, setzte ich mich auf eine Dort befindliche Bank, um mich dort zu erholen. Plötzlich kam ein Schußmann auf die Bank zu, auf der ich saß, und verbot mir auf die schroffste Weise, hier zu sitzen, wobei ich ihm erwiderte, daß ich frank sei und nicht so schnell weitergehen könne. Hierauf faßte mich der Schußmann ohne weiteres an den Hüften, am Halse und stieß mich in der Rheinstraße herum, worauf ich sofort zu meinem Arzt ging und ihm diesen Vorfall mitteilte. Eine Anzahl Zeugen kann mir diesen Vorfall bestätigen. ** Frantfurt, 4. Sept. In der vergangenen Woche wurde eine Anzahl interessanter Reptilien angekauft, so unter andern mehrere Chamäleonen. Diese Tiere sind nicht allein durch ihre bekannte Eigenschaft interessant, die Farbe zu wechseln, sondern sie sind auch imstande, jedes Auge für sich zu bewegen, sodaß sie bald schielen, bald mit einem Auge nach dem Himmel, mit dem andern auf die Erde blicken, was einen äußerst komischen Anblick gewährt. Eine Klapperschlange von seltener Länge wurde der Schlangensammlung zugeteilt. ** Marburg, 4. Sept. Zum heutigen Viehmarkt waren ca. 970 Schweine zugetrieben, dagegen nur wenig Rindvich. Obwohl der Handel ziemlich lebhaft war, waren die Preise gegen den vorigen Markt etwas gewichen. Es kosteten 6 Wochen alte Ferfeln 25-28 Wharf, 8-10 Wochen alte Ferkeln 34-38 Mf., halbjährige Läufer 60-80 Mk. das Paar. Größere Mastschweine wurden zu guten Preisen verkauft. ten wieder die DarOngleur zu Pferde unstschüße Herr anten. Was diese fenfationell Wan müdliche Dreffur mit ein solcher plumper er" über die Flaschen Bein, lintes Beun, h das Rüffelein hebt, gfamen Schritt bor ngen verftanonisinnig Kleine" gehorlam wie in die Arena gelaufen. pelten Tempo zwifchen unlich, wie hier der Terreiches fo gefchidt Jeh zu thun.-Das artens rief beim sich sogar die weifen Del". Der ungläubige furzsichtig sein oder man durch lebung ame, die den Zielring enfeft von der Treff über eine tüchtige - Anerkannt feien bier zu erwarten, daß der iginellen Borführungen Vermischtes. Wann ist eine Verhaftung durch die Polizei statthaft? Für die Entscheidung dieser viel umstrittenen Frage ist ein Spruch der Straffammer in Essen von Interesse. Das Schöffengericht in Gelsenkirchen verurteilte einen Geschäftsreisenden wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu 6 Mark Geldstrafe. Diese an und für sich ganz unbedeutende Sache erhielt erst dadurch eine Bedeutung, weil in der Berufungsinstanz die Frage aufgeworfen wurde, ob zur Erlangung eines rein zivilrechtlichen Anspruches einer Behörde das Einschreiten der Polizeibehörde statthaft ist. Der Reisende war nämlich in Differenzen mit dem Wanner Eisenbahnfiskus gekommen wegen Zahlung eines Fahrgeldbetrages, den der Reisende gutwillig nicht zahlen wollte, weil er der Ansicht war, der Betrag würde zu Unrecht von ihm gefordert. Der dienstthuende Stationsbeamte forderte nun nach vergeblicher Aufforderung an den Neisenden, den Betrag zu zahlen, zwei Polizeibeamte auf, den Reisenden zu verhaften. Als dieser sich weigerte, den Beamten zu folgen, wurde er mit Gewalt fortgeführt und erst am nächsten Morgen nach Feststellung seiner Personalien wieder entlassen. Die Beamten strengten nun noch gegen den Rejsenden das Verfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt Das Gericht kam aber zu der Auffassung, die Forderung des Eisenbahnfiskus sei zivilrechtlicher Natur gewesen. Weigerte sich der Angeklagte, diesen zviilrecht lichen Anspruch der Gisenbahn gutwillig zu zahlen, so konnte die Eisenbahnverwaltung ihren Anspruch nur im Mahnverfahren oder im Prozeßwege mittels Klage geltend machen. Der Stationsassistent hatte mithin keineswegs die Befugnis, gegen den Angeklagten so zu handeln, wie er gehandelt hat. Stand aber dem Stationassistenten dieses Recht nicht zu, dann konnte er auch nicht für befugt erachtet werden, die Polizeibe. amten mit der Verhaftung zu beauftragen. Hiernach waren die Polizeibeamten, als ihnen der Angeklagte Ausübung ihres Amtes, mithin war die Freisprechung des Angeklagten geboten. Gegen diese Entscheidung legte die fgl. Staatsanwaltschaft Berufung ein. Das Oberlandesgericht in Hamm hob dann auch dieses Urteil auf und wies die Sache zur nochmaligen Ver= handlung an die Vorinstanz zurück. Die Strafkammer kam bei der erneuten Verhandlung zu dem Schluß, daß die Polizeibeamten erst dann eine Verhaftung vornehmen dürfen, wenn ſie ſelbſt ſich davon überzeugt haben, daß eine strafbare Handlung vorliegt. Der Angeklagte wurde endgültig abermals freigesprochen. ** Wiesbaden, 5. Septbr. Zu der in diesen Tagen hier stattfindenden 29. General- Versammlung des veutschen und österreichischen Alpen- Vereins waren bis gestern Nachmittag bereits 750 Teilnehmer aus allen Teilen des deutschen Reiches und Oesterreich- Ungarn hier eingetroffen. Aus Anlaß der General- Versammlung hat die Stadt Festschmuck angelegt. Gestern Vormittag tagte im Kurhaus die zweite General Versammlung des unter der Aegide des Alpenvereins stehenden Vereins zum Schuße und zur Pflege von Alpenpflanzen. Den Jahresbericht erstattete Professor Bindel aus Bamberg. Darnach besitzt der Verein zur Zeit 61 Sectionen mit 271 Mitgliedern. Vor Allem erstrebt der Verein geſegliche Bestimmungen zum Schütze gegen die Ausraubung des Edelweiß. Den Verhandlungen wohnte auch der Vorsitzende des Zentral- Ausschusses Professor Ipsen aus Innsbruck bet. ** Wiesbaden, 4. Septbr. Gestern Abend gegen 1/210 Uhr wurde in der Taunusstraße ein 20 jähriger junger Mann verhaftet. Die Ursache hierzu war folgende. Die 16jährige Tochter einer auf dem Römerberg wohnenden Familie hatte sich seit 8 Tagen aus der elterlichen Wohnung entfernt, ohne daß man wußte, wo sie sich herumtrieb. Die acht Tage hatte sie mit dem Verhafteten verbracht und heute wollte das Pärchen von hier abdampfen. Trotzdem sich der Vater alle Mühe gab, den Aufenthaltsort der Tochter zu erfahren, gelang es ihm nicht. Gestern Abend sah er nun das Pärchen und veranlaßte die Verhaftung des jungen Mannes, was natürlich eine große Menschenansamm lung hervorrief. Das Mädchen hatte sich währenddessen wieder in die elterliche Wohnung begeben, von wo es unter dem Gejohl der Zuschauer von dem Vater wieder geholt und nach dem Revier gebracht wurde. * Stuttgart, 4. Sept. Der Gemeinderat beschloß in seiner heutigen Sigung nach längerer Debatte mit 19 gegen 1 Stimme, eine Petition an die königliche Regierung zu richten, dieselbe möge bei dem Bundesrat und dem Reichskanzler dahin vorstellig werden, daß die Grenzsperre aufgehoben werde, damit eine weitere Steigerung der Fleischpreise vermieden würde. - * München, 4. Sept. Die Untersuchungs- Kommission hat die Ursachen für den Einsturz der Kornelius- Brücke nicht festzustellen vermocht. Die ganze Arbeit mußte als tadellos bezeichnet werden. Die Gerüste waren aus gutem Holz hergestellt und vorschriftsmäßig aufDas Gemeinde- Kollegium beschloß heute, geführt. Bundesrat und Reichskanzler zu thun, um die Ein= das Ministerium zu ersuchen, alle Schritte beim führung von Vieh möglichst zu erleichtern und die Einführung der Schweine aus Rußland zu gestatten sowie gegen jede Zoll- Erhöhung auf Fleisch hinzuwirken. Der Antrag auf Aufhebung des städtischen FleischAufschlages wurde abgelehnt. * In Elberfeld beging gestern, am Donnerstag, ein 18 jähriger Kaufmanns- Lehrling Selbstmord durch Sturz von der 107 Meter hohen Müngstener Brücke. Berlin, 4. Septbr. Der Stations- Vorsteher Alte, welcher bei der Großen Berliner Straßenbahn seit längerer Zeit angestellt war und nach Unterschlagung dienstlicher Gelder flüchtig wurde, ist heute morgen in Spandau verhaftet worden. Berlin, 5. Sept. Roosevelt traf wohlbehalten in Oysterbay auf Long Island ein. Er legte den Weg bom Hafen nach Hause zu Fuß zurück. Der Präsident ist absolut unverlegt bis auf einige Schrammen und Beulen. * Berlin, 5. Sept. Die gestrige Berliner Stadtverordneten- Versammlung nahm einstimmig den Antrag an, gemeinsam mit dem Magistrat bei den zuständigen Reichs- und Bundesbehörden wegen der Beseitigung des Einfuhr- Verbotes für Vieh vorstellig zu werden. * Berlin, 5. Sept. In der gestrigen GeneralVersammlung des Vereins ehemaliger Burenkämpfer wurde ein Brief Bothas verlesen, in dem dieser sich bereit erklärt, bei ſeiner Ankunft in Berlin den Berein zu empfangen. Das Patronat über den Verein wird den Buren- Generälen Botha, Dewet und Delarey übertragen werden. Leipzig, 4. Sept. Der Schriftleiter des Leipziger hiesigen Landgericht wegen Majestäts- Beleidigung zu ver antworten. Der Angeklagte soll die That durch einen Artifel in der am 27. Mai ds. Js. erschienenen Nummer dieses Blattes begangen haben, welcher unter der Spitzmarke: " Der jüngste deutsche Rittmeister" die Ernennung des elsässischen Reichstags- Abgeordneten Baron de Schmid zum Rittmeister à la suite des Kürassier- Regiments Graf Goßler zu Deutz behandelte. Es wurde beschlossen, die Verhandlung zu vertagen und weitere Entlastungszeugen, barunter den früheren Redakteur der Leipziger Volkszeitung Stampfer in Friedenau bei Berlin zu laden. * ,, Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei", dachte der nahezu 80 Jahre alte Rentenempfänger . in Gnesen, und da führte er ſeine vierte Frau heim, nachdem ihm bereits drei durch den Tod entrissen worden sind. * Nach einem Telegramm aus Petersburg sind aus dem Gefängnisse zu Kiew elf politische Verbrecher ausgebrochen. Bisher waren alle Nachforschungen nach ihnen vergeblich. Die Regierung legt großes Gewicht auf die Festnahme der Flüchtlinge. * Paris, 4. Sept. Eine furchtbare Feuersbrunst zerstörte in der Charles- Straße eine Musik- Instrumenten- Fabrik. Trotz der angestrengtesten Thätigkeit der Feuerwehr wurden drei angrenzende Gebäude gleichfalls eingeäschert. Der Schaden beläuft sich auf über eine Million Franks. * St. Etienne, 5. Sept. Bis jetzt ist noch keine Entscheidung des Bergarbeiter- Verbandes in der Frage des General- Ausstandes getroffen worden. Am nächsten Sonntag findet eine große Versammlung statt, in welcher die Frage endgültig geregelt werden wird. * Bologna, 5. Sept. Räuber überfielen in der vorbergangenen Nacht den bekannten Grafen Ferdinando Bonmartini in dessen Palais. Sie durchschnitten ihm die Kehle und raubten eine große Summe Geldes. * Brüssel, 4. Sept. Morgen findet hier eine Versammlung der Vorsteher sämtlicher belgischer Tierschutz- Vereine statt, in welcher über Mittel und Wege beraten werden soll, um gegen die Veranstalter des Pferderennens Brüssel- Ostende wegen Tierquälerei gerichtlich vorgehen zu können. * Alcala, 5. Sept. Im hiesigen Strafgefängnis ist unter den Strafgefangenen eine Meuterei ausgebrochen. Es entwickelte sich zwischen diesen, den Gefängniswärtern und den ihnen zu Hilfe eilenden Gendarmen und Soldaten ein förmlicher Kampf, wobei mehrere der Streitenden schwer verlegt wurden. Neueste Nachrichten. ( Privattelegramm.) Professor Dr. Rudolf Virchow ist heute Nachmittag 2 Uhr gestorben. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 15. Sonntag nach Trinitatis, den 7. Sept. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Kirchliche Feier des Sedan festes. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Abschiedspredigt. Die Pfarrgeschäfte für die Markus gemeinde besorgt bom 8. September bis auf Weiteres Pfarrassistent Vogt, Bismardftraße 10. In der Johanneskirche. Kirchliche Feier des Sedan festes. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. An diesem Tage nach allen Gottesdiensten Sammlung zum Besten der Kaiser- Wilhelm- Stiftung für deutsche Invaliden. Batholische Gemeinde. Samstag, 6. Sept. Nachmittags um 4.30 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 7. Sept. 16. Sonntag nach Pfingsten. Schußengelfeft. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. 7 Uhr: Die erste heil. Messe, " " " 1 " 8 Uhr: vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. Die zweite heil. Meffe. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2.15 Uhr: Andacht mit Segen. Gottesdienst der israelitischen Beligionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 6. Sept. Borabend 6.45 Uhr. Morgens 8,30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr Sabbathausgang 7,50 Uhr. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Der die Stadtarmen behandelnde Arzt, Herr Dr. Vol- Stück- Cokes hard ist auf 4 Wochen beurlaubt. Bestellungen für Stadtbesuche Armer sind während dieser Zeit an die Verwaltung der neuen Kliniken zu richten. Gießen, 05. September 1902. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. IV. Georgi.siuo Zirkus Marimilian Heute Freitag den 5. September abends 8% Uhr: Abschieds- Gala- Vorstellung mit vollständigem, unverkürztem und neuem Programm. August Scheevers mit seinem einstudierten Akt: Ein Kellner in höchster Verzweiflung! Menheit! Zum ersten Male! Erftes Amateur- Konkurrenzreiten Neuheit! mit einer Prämie von 50 Mark welche derjenige erhält, der dreimal stehend zu Pferde die Manege umreitet, ohne herunter zu fallen. Reflektanten, welche sich die Prämie erringen wollen, haben sich an der Zirkuskasse zu melden. Außerdem Auftreten fämtlicher Künstler u.Künstlerinnen. in ihren Glanznummern. 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