iber gute Führung Bon Vollendung de en Dienjtjahr abgel r. 283 Erstes Blatt. ement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 fg, fgebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen bierteljährlich Mt. 1.50. durch Einberufung beilagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) Haushalts oder defische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und de erfolgt. Es weban, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Soten, welche nach Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. eine Prämie glaut efordert, fich unter B eugnisses der Herri etwaigen Sparta er Bürgermeisterei DAY Donnerstag, den 4. Dezember 1902. Gießener 11. Jahrgang. Infectionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Big. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Nenelle Nachrichten ber L. J. zu melden. Leibtaffe Gießen. dụng. mer eine Anzahl arm Rinderheilanstalt zu B Badefur auf Kosten Bewohner des Sp ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifun) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Giren and Umpfung. he folche franten hält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. die Koften felbft beftre bei ihrem Pfarramt 1 melden. Bei der Ein böles Omen. abzugeben, in welchem CB. In der Reichstagssigung vom Dienstag zersprang erden, welche bereits der Reichsboten mag sich in diesem Augenblicke die emacht haben, falls ye aufgedrängt haben, ob diese zersprungene Glocke, = n, die einlaufenden orisches Bild des Reichstags sei. Einst der Stolz des ist das Reichsparlament jetzt zu einer Stätte der 2. J. Arnold. und einer Bescheinten Scenen und zu einem Tummelplage entfesselter Eltern bis zum 15/ enschaften geworden. Einst lauschte die gesamte Nation den. Epäter einlaatung auf die Worte der Erwählten und heute drängt ichtigt werden, falls dime chauluſtige, neugierige Menge zu den Tribünen, sollten. Bemeilt pinit im alten Rom das Volk die Eingänge zum Amphiowie Knaben über 14t umilagerte. Beifall beim Publikum können die Redftalt nicht aufgenommerblichenem Interesse den aufregenden Verhandicht mehr erheischen und wer von den Tribünengästen en folgt, wird gewiß nicht ohne aufrichtiges Bedauern Berschlechterung der Sitten und die Verminderung Leihfaffe Gießen. ansehens feststellen. Es fehlt diesem Reichstage jedes bon Autorität, Ordnung und Zucht. Der Präsident einfach niedergeschrieen; seine Anordnungen werden htet und die unter seiner Leitung gefaßten Beschlüsse en für ungültig erklärt. Besorgt darf man sich wirklich diesen Umständen fragen, wohin das führen soll. ein mal die Grundbedingungen einer geordneten partarifchen Tätigteit, die Anerkennung der Autorität ma Aepfelwein af benten beseitigt und die Mehrheit den Ausschreien einer wild gewordenen Minderheit ausgesetzt ist, erlischt bei dem Anblick derartiger Auftritte allmählich plte die Achtung vor einer Einrichtung, die das Paila feiner Freiheit und seines Selbstbestimmungsrechtes oll. Für die Parlamentarier selbst aber giebt es, wenn inmal auf der schiefen Ebene stehen, kein Halten und Rasten mehr. Tatsächlich haben wir ja auch in den en seit Beginn des verzweifelten Kampfes um die Ausng der Geschäftsordnung allmählich eine staffelweise bollziehende Steigerung der Leidenschaften und eine chle, Warder, Jlimatisch weiter entwickelte Untergrabung der parlamen8 und Kaninchenfelle hen Existenzbedingungen gesehen. Alles, was kundige en Preisen zu kaufen gef vorausgesehen haben, ist buchstäblich eingetroffen, A. Kretschma wenri es noch einige Tage so weiter geht, dann sind Marktplay 22 gewiß Maßnahmen von ungeahnter Tragweite zu ten. Die Parlamentsminderheit glaubt gegen die heit zu fämpfen, schädigt aber in Wirklichkeit die fonezieben durch jede Buchhantionelle Regierungsform. Mögen die Reichsboten be37. Aufl. erschienene Schritten, daß jede andere Glocke zerspringen kann, wie diege des Präsidenten und daß eine kommende Generation störte Nerven unament nicht danken wird, wenn dereinst die alte parents herrlichkeit der siebziger Jahre versunken und die Sexual- System gene Glocke nur noch Mißtöne erklingen läßt. Med.- Rat Dr. Müller über da Zusendung für 1 Mk. in Briefma Curt Röber Braunschwe Kaffee- Abschlag nur in Holland! Holländ.- Compagni für Java- Kaffee- Export Deutscher Reichstag. 229. Sigung. CB. Berlin, 3. Dezember. Der Sturm tobt fort.- der heutigen Sizung präsidierte Graf Ballestrem bar, wodurch alle Gerüchte über dessen RücktrittsabMaastricht 59, Holland aus der Welt geschafft waren. Die Verhandlung versendet Postcolli von unendlich in die Länge und es war fast unmög Pfund echten, garantius der Häufung der Abstimmungen über die nichfeinsten, frisch gebrannte Dinge herauszufinden, worauf es eigentlich ankam. Holländ. Java- Kaffebünen sind überfüllt, auch die Hofloge ist besetzt, verzollt franko in's Has Soften, denn es war eintönig in der Verhandlung. preis für gleiche Qualität the leicht zu erkennende Taktik der Obstruktion geht NB. In Deutschland ist der Laden sind über 38 Positionen Berichte zu erstatten. bus aber leer. Aber die Gäste kommen nicht recht geg. Nachnahme von M destens Mk. 1.40 per Pfund! ( 18 in daß für alle Positionen, über die referiert wird, Der Linten Zurückverweisung an die Kommission und Om Schlußantrag Uebergang zur Tagesordnung, berSpareinlagen mit dem Antrag auf namentliche Abstimmung rden je nach Kündigung tag wird. Jm ganzen sind 38 Referate zu erwarten. 9% verzinzt beim Vorscht ginn der Sigung beantragte Abg. Singer die rein Jüchen, eing. Gen. ng des Antrags Kardorff solange auszusetzen, bis äftsbericht u. Sparbeding her abgelehnt wurde. Es tam hierbei mehrfach zu Schr. Haftpflicht zu Jüchenhaftsordnungskommission darüber befunden habe, nco zu Diensten. Sparen menstößen zwischen dem Präsidenten und den Sonen auch per Post eingedemontraten, die, ebenso wie die Mitglieder der freirden. Orpheum Barielė. Gr. Dorffelly igen Vereinigung, mehrfach in drohender Haltung den Präsidenten losstürmten; im späteren Verlaufe Sung erlebte das Haus auch die Aufführung eines ede fonzerts bei der Sozialdemokratie. Es sprachen nacheinander unter den üblichen Gegenreden die Bejentatter Graf Schwerin- Löwiß, Gamp, Dr. MülMeiningen, Wurm u. a. Jm Verlaufe der Sigung Een auch Staatssekretär Graf Posadowsky und beE: in seiner furzen Rede, daß die verbündeten Regierun erst zum Antrag Kardorff Stellung nehmen würden, 1mu das Haus erst einmal in dessen sachliche Beratung getreten sei. Bürgermeisterei Gießen und solche der Großh. Provinzialdirektion von Oberhessen. Die Politik. Ksengerüchte im Reichstag. > Alle Meldungen über einen geplanten Rücktritt de Grafen Ballestrem sind unzutreffend. Zwar hat der Reichstagspräsident in der Sißung vom letzten Diens tag nur an der Abstimmung über die Zulässigkeit des Antrags Kardorff durch Abgabe eines blauen, auf Stimm enthaltung lautenden Bettels teilgenommen und sich dann entfernt aber lediglich nur zu dem zwecke, sich in seinen Präsidialgemächern von den Strapazen der lezten Tage auszuruhen. Die Pläne der Mehrheit. V Die Mehrheit des deutschen Reichstags sucht unter allen Umständen die zweite Lesung des Zolltarifs noch in diesem Monat zu beendigen, um dann Mitte Januar die dritte Lesung vorzunehmen. Wenn aber die stürmischen Szenen in der seitherigen Stärke wiederholt werden, dann ist an ein Gelingen dieses Planes nicht zu denken. Inbiläum des Schulschiffes„ Stosch“. £ Am Mittwoch blickte das Seekadetten- und Schiffsjungen- Schulschiff Stosch" auf eine 25jährige Tätigkeit zurück, seitdem es zum erstenmal die Reichskriegsflagge hißte. Zur Erinnerung an diesen Tag ist an die Inspektion des Bildungswesens der Marine folgende Allerhöchste Kabinettsordre ergangen: Zum 3. Dezember d. Js., dem Tage, an welchem vor 25 Jahren auf meinem Schulschiffe ,, Stosch" zum erstenmal die Flagge und die Kommandozeichen gesetzt worden sind, entbiete Jch den Offizieren und Mannschaften dieses Schiffes Meinen kaiserlichen Gruß, mit dem Wunsche, daß das bewährte Schiff weiterhin glücklich fahren und erfolgreich seinen wichtigen Aufgaben gerecht werden möge. Wilhelm I. R." Der Etat für die Lehrerkonferenzen. ‡ Da in letzter Zeit den an mittleren Schulen angestellten Lehrern die Vergütung für die Teilnahme an den Konferenzen aus dem für die Volksschullehrer bestimmten Fonds für Kreislehrerkonferenzen bewilligt wurde, so hat der Kultusminister verfügt, daß dieser Fonds nur für Volksschullehrer verwendet werden soll. Englisch- italienische Freundschaft. In dem italienischen Abgeordnetenhause wurde das Ministerium über das Verhalten Italiens zu dem englischen Somalifeldzuge gefragt. Der Minister des Aeußern Prinetti teilte daraufhin mit, daß es England erlaubt worden sei, den Mullah bei seinem etwaigen Uebertritt auf italienisches Gebiet zu verfolgen. Ein höherer italinischer Offizier wird die Expedition begleiten. Die diplomatischen Beziehungen zwischen England und Italien sind also sehr intim. England und die Zuckersteuer. £ Als vor einigen Monaten die Vereinbarungen der Brüsseler Zuckerkonvention bekannt wurden, machten Kenner der Verhältnisse darauf aufmerksam, daß England offenbar die gesamte Zuckerlieferung aus fremden Staaten zurückdrängen und mit künstlichen Mitteln seinen Kolonialzucker begünstigen wolle. Die Kolonien gewähren AusfuhrPrämien und England läßt diesen prämiierten Zucker ohne Strafzoll einführen; für den übrigen Prämienzucker aber tritt der Strafzoll ein. Daß es so geplant ist, wurde dieser Tage im englischen Unterhause bestätigt, wo von der Regierung erklärt wurde, England brauche auf prä miierten Zucker aus seinen Kolonien feinen Strafzoll zu legen und werde es auch nicht tun. Die politischen Zustände in Spanien. £ Dem spanischen Marineminister wurde, weil er ohne Kammergenehmigung zwei Kreuzer erbauen ließ, ein Miß trauensvotum erteilt. Infolgedessen ist eine Kabinetts frisis ausgebrochen, die bei den herrschenden Unruhen und der Unbeliebtheit des Königs sehr bedenklich sind. Vielleicht aber wird diese Krisis durch eine Schließung des Par laments verhütet. Was nun die Unruhen, namentlich der Studenten von Barcelona, anlangt, so erregen sie die höchste Beunruhigung in den politischen Kreisen. In Orense ist ein gewisser Perez Pulgar verhaftet worden, welcher einen Dolch bei sich trug und erklärte, er sei ein Arnachist aus Argentinien und nach Spanien gekommen, um den König zu ermorden. Da er aber nicht die Mittel gefunden habe, nach Madrid zu gelangen, sei er in Orense geblieben. Die Botschaft des Präsidenten Roosevelt. V Der Präsident der Vereinigten Staaten hat in seiner neuesten Botschaft an das Parlament seine persönlichen Anschauungen in temperamentvoller Weise zur Geltung gebracht. Er bekennt sich als einen Vollblutamerikaner, der auf eine moralische und wirtschaftliche Eroberung ausgeht und auch hierfür die Kämpfe nicht scheut. Um Au diesem Ziele zu gelangen, wünscht er in wirtschaftlicher Hinsicht einen geeigneten Zolltarif auf der Grundlage der hohen Sätze des seitherigen Mac Kinley Tarifs und bon Gegenseitigkeitsverträgen, d. h. Verträge, bei denen die Zollerleichterungen von den Vertragsstaaten durch Ge genzugeständnisse einzeln erworben werden müssen. Die großen Erwerbsgenossenschaften will er unter Staatsaufsicht nehmen, aber nur dann bekämpfen, wenn sie eine Monopolstellung mit preistreiberischer Tendenz inne haben. Mit Kuba wünscht er engere Handelsverbindun gen und zuletzt fordert er als bestes Machtmittel des Staates eine starke Landmacht und namentlich eine mäch tige Scewehr. Der englische ,, Daily Telegraph" bespricht diese Botschaft höchst sympathisch und hebt die Interessengleichheit zwischen England und Amerika hervor, die das Band zwischen beiden Nationen immer enger fnüpfe. Kurze politische Nachrichten. * Berlin, 3. Dezember( Hofbericht.) Die Abreise des Kaisers von Groß- Strehliz nach Slawenßiß erfolgte Mittwoch nachmittags 3 Uhr 35 Minuten, nachdem vɔrher im Groß- Strehlizer Schlosse ein Abschiedsdiner stattgefunden hatte, zu welchem die sämtlichen dort weilenden Jagdgäste Einladungen erhalten hatten. Der Jagdaufenthalt des Monarchen bei dem Fürsten zu Hohenlohe, Herzog von Uljest, wird bis Freitag, 5. d. Mts., währen. Tie Breslauer Arbeiterschaft will bei der Ankunft des Kaisers in der schlesischen Provinzialhauptstadt Spalier bilden, um dadurch ihr Einverständnis zu seinen Bemerkungen über den verstorbenen Geheimrat Krupp auszudrücken. * In der Familie des Kronprinzen Friedrich August von Suchsen wird für Anfang Mai 1903 einem freudigen Ereignisse entgegengesehen. * Die russischen Zeitungen drücken in den wärmsten und begeistertsten Worten ihre Sympathien mit der Rede Des Kaisers in Görlitz aus. Die ,, Deutsche Petersburger Zeitung" bezeichnet sie als eine menschlich schöne Handlung und eine wahrhaft befreiende Tat. Die Sozialdemokratie hat eine ganze Anzahl von Tarifabänderungsvorschlägen vorbereitet. * Die Ausgleichsverhandlungen zwischen Desterreich und Ungarn werden angesichts der Möglichkeit, daß der deutsche Zolltarif durchgeht, wieder aufgenommen. * Der ungarische Landesverteidigungsminister wird wahrscheinlich sein Amt niederlegen. * In Rußland sind an einemi Eisenbahnbau des Tonschen Bezirks Ausstände eingetreten, die infolge der Einmischung der Behörden eine immer größere Ausdehnung und schroffere Form annahmen. Zuleßt fam es sogar zu Ausschreitungen, bei denen mehrere Personen durch einen Infanterieangriff getötet bezw. verwundet wurden. * Die französische Kammer hat beschlossen, nur die Hälfte des von Deutschland ausgesezten Betrags für die Ausstellung in St. Louis zu bewilligen in Höhe von 150 000 Francs. * Das englisch- japanische Bündnis wird demnächst durch die Entsendung eines stationären japanischen Geschwaders in die europäischen Gewässer entspre chenden Ausdruck finden. Das aus zwei Schlachtschiffen und einigen kleineren Schiffen bestehende japanische Geschwader würde dann dem englischen Geschwader attachiert werden, um englische Manöver und gemeinsames Arbeiten mit der englischen Flotte zu erlernen. * Da wegen der Seuchengefahr die englischen Häfen für argentinisches Vieh gesperrt sind, so nahm der Senat von Argentinien ein Gesez über verschärfte gesundpolizeiliche Ueberwachungsmaßnahmen an. Nab und fern. W Der Verein fürstlicher Frauen zur Förderung der Sittlichkeit, von dessen Gründung mehrfach berichtet wurde, hat eine neue Kräftigung erhalten. Ja einer in Kassel abgehaltenen Versammlung von Tamen hoher G- burt, unter denen sich die Herzogin Friedrich geodora zu Schleswig- Holstein, die Fürstin- Witwe Luise zu Waldeck und die Landgräfin von Hessen- Philippsthal befanden, wurde der Anschluß an den Verein beschlossen. Ein furchtbares Familiendrama ereignete sich in Berlin. Die junge, hübsche Frau des Buchhalters Körner vergiftete nach einem boraufgegangenen heftigen Streit mit ihrem Gatten sich und ihren 312jährigen Sohn mit Morphium. Die Eheleute Körner lebten sehr unglücklich zusammen. Der schwächliche Mann hatte mehrfach Lunge... blutungen, das letzte Mal vor einigen Wochen. Seitdem bei dem Ehepaar ein junger Arzt als Aftermieter Wohnung genommen hatte, tamen die Zivistigkeiten immer häufiger vor, da Frau. mit ihrem Mieter ein intimes Verhältnis unterhalten haben soll. £[ Eine heitere Glosse zur Humbert- Jagd der frane zösischen Behörden] bringt der Gaulois. Nach einer Beitungsmeldung," schreibt er, sollen, auf Veranlassung des Justizministers, die Humberts endlich ernstlich ge= sucht werden. Andererseits wirb gemeldet, daß die Gläubiger der Frau Humbert der oder den Personen, die ihnen die berühmte Schwindlerbande lebendig oder tot in die Hände liefern würden, eine Belohnung von 100 000 Francs zu zahlen. Dieser Umstand wurde jetzt von einem Advokaten, der einen Raubmörder vergebens vor dem Todesurteil zu retten versucht hatte, in schlauer Weise zu Gunsten seines Klienten ausgenugt. Zwischen den beiben entspann sich nämlich folgender Dialog: Der Advokat: ,, Ich habe alles, was ich konnte, getan, um Sie zu retten, Gougeot."- Gougeot: Und ich bin doch zum Tode verurteilt. Haben Sie benn kein Mittel, mich aus der Patsche zu ziehen, Sie mit Ihrem Mundwerk?" Der Abvotat, nachdenkend: Ihr Gnadengesuch wird sicher verworfen werden. Ich sehe keinen Ausweg." Plötzlich kommt ihm ein Gedanke. So geht's, so geht's! Ich hab' es! Gougeot, Sie sollen leben noch recht lange leben. Es hängt nur von Ihnen ab."- Gougeot, mit augenscheinlicher Befriedigung: Wenn es nur von mir abhängt, ist's schon gemacht. Was hab' ich zu tun?" Der Advokat: Hören Sie. Kurz vor Ihrer Hinrichtung wird man Sie fragen, ob Sie vor Ihrem Tode noch einen Wunsch haben." Gougeot: Weiß ich und ich werde ein Gläschen ,, Feinsten" und eine Zigarre verlangen." Der Advokat: ,, Nein, Sie werden sagen, daß Sie die Humbert suchen wollen!" Gougest: ,, Donnerwetter! Dann sterbe ich sicher an Altersschwäche." - - Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog empfing gestern Mittwoch: den Oberstleutnant Fchen. v. Normann, Kommandeur des Gendarmerie- Distrikts Oberhessen, den Archivdirektor Dr. Freiherrn Schenk zu Schweinsberg, den Notar Kraft von Büdingen, den Rektor der Landesuniversität Gießen Prof. D. Dr. Krüger, den Prof. Dr. Vossius von Gießen, den Prof. Dr. Drude und den Prof. Dr. Fromme von Gießen. ** Der 3 weiten Sammer ist eine Anzahl Regierungsvorlagen zugegangen( auf die noch näher eingegangen werden wird); dieselben betreffen: 1) den Entwurf eines Gesetzes über die Aenderung des Gesetzes, die Erhebung der direkten Steuern vom 29. August 1874 betreffend; 2. einen Gesezentwurf, die Vormerkung streitig" in den Grundbüchern der Provinz Rheinhessen; 3) eine Nachtragsforderung von 12 800 Mt. zu Stapitel 93 Striminalfaffen" des Hauptvoranschlags 1902/03; 4) die Veräußerung von fisfalischen Grundstücken; 5) die Position B b 6 Räte bei den Provinzialdirektionen" der Besoldungsordnung vom 9. Juni 1898. [ Im Bett auf Bergnügungsreisen.] Ein Londoner Blatt erzählt von einem russischen Millionär Baron Hugo Ortliet, der abwechselnd seine Zeit in seinen prächtigen Palästen in Petersburg und Moskau und seinem herrlichen Landgut bei Kasan zubringt, aber immer im Bett. Seit zehn Jahren ist er nicht aufgestanden und hat sich nicht angekleidet. Körperlich fehlt ihm nichts, und trop seiner Größe liefert sein Körperzustand ein Beispiel dafür, daß es nicht immer richtig ist, daß viel körperliche Bewegung zur Erhaltung der Gesundheit nötig ist. Nachdem der Baron alle denkbaren Formen des Vergnü gens erschöpft hatte, legte er sich aus bloßer Langeweile ins Bett, und er ist seit dem Jahre 1892 nicht wieder daraus aufgestanden. Sogar bei seinen Reisen verläßt er das Bett nicht. Dieses wird dann von seinen Zimmern auf einen besonders gebauten Wagen getragen, von dort in seinen Privatsalonwagen, und dann fährt er immer im Sonderzug. In allen anderen Beziehungen ist er ganz vernünftig; er leitet sein großes Besißtum mit der größten Klugheit und mit Scharfsinn und ist glänzend und wißig in der Unterhaltung. Die einzige Besonder heit seines sonst achtbaren Charakters ist sein Widerwillen gegen die Anstrengung des Aufstehens. ,, Warum sollte ich mir die Mühe geben?" fragte er. Wozu muß id, aufstehen? Es gibt sicherlich nichts, was ich nicht ebensogut im Bett machen könnte?" 7 ^ Gefangenen- Transportwagen. Seit 1. Dezember hat unsere Justizbehörde eine w sentliche Besserung im Gefangenen- Transportwesen getroffen, indem sie einen Wag en eingeführt, welcher jeden Montag und Donnerstag an den Bahnzügen verkehrt, um die Gefangenen von und nach der Bahn zu bringen. Die Gendarmen brauchen nun die Gefangenen nicht mehr zu Fuß durch die Stadt zu trans portieren und manche Gelegenheit zum Entspringen ist den Gefangen n dadurch genommen. Herr D.fonom Puth bat die Führnng des Wagens übernommen und sieht man jest ten grünen Eustav" oftmals am Tage durch die Stabt eilen. ** Infolge Verkehrsstörungen auf der Bahnstrecke Berlin- Kassel ist uns das Material zu unsrer Unterhaltungsbeilage ausgeblieben. Nach Eintreffen desselben werden wir die Nummern nachholen. d. Schneestürme. Aus dem Zentrum Deutschlands werden heftige Schneewehen gemeldet. Vom südlichan Harz und aus Thüringen meldet man uns Bertehrsftodungen auf Bahn und Landstraße infolge unüber windlicher Schneehaufen. " Honorarfage su Raffendorftande jebe Die Abficht auswärtig ** ein Wugleidh gu Sto Frankfurt a trage des gemilten des nadhijabrigen ** Schantbetrieb und Gottesdienst. Eim Echanfwirt war auf Grund einer Regierungspolizei Ver Ferner ist bei der Kammer eingegangen eine Vor- ordnung angeklagt und verurteilt worden, welche dem Gaststellung einer Anzahl Wähler der Stadt Offenbach, und Schankwirt verbietet, an Gäft, die nicht zu den Rei betreffend Protest gegen die Wahlmännerwahl daselbst senden gehören, geistige Getränke während des Hauptgottes und eine Vorstellung des Karl Georg Jödf el dienstes zu verabfolgen. Das Kammergericht dagegen sprach zu Grünberg, betr. Protest gegen die Wahlmänner laut Röln. 8'g." den Angeklagten frei, da die Regierung wahl in Azenhain, Groß- Eichen, Merlau und Weickarts- polizei- Verordnung wegen ihrer allgemeinen Fassung ungiltig hain im 6. Wahlbezirk der Provinz Oberhessen. sei. Die Polizeibehörden in Preußen dürfen nur solche Vorschriften erlassen, welche die äußere Heilighaltung de Sonn- und Feiertage betreffen oder gegen die Störung ihrer Feier gerichtet sind. Während des Gottesdienstes fönne ein Schantbetrieb nur dann verboten werden, went der Wirtschaftsbetrieb lärmend und auf der Straße ver nehmbar sei. *[ Ein Eisbergwert,] aus welchem Eis zu Tage gefördert wird, gibt es seit kurzem in Arizona. In die sem öden, wasserarmen und im Sommer unerträglich heißen Staate fennt man schon lange viele tiefe mit Eis gefüllte Schluchten. Die meisten sind aber so schwer zugänglich, daß sie für eine nußbringende Verwertung ihres für Arizona kostbaren Inhalts nicht in Betracht tommen konnten. Eine dieser Eishöhlen jedoch liegt von dem Städtchen Flagstaff, welches eine Eisenbahnverbin dung hat, nur zwanzig Kilometer entfernt, und dort ist das erste Eisbergwert entstanden. Die Höhle, in welcher bereits ein hundert Meter tiefer Schacht versenkt ist, soll regelrecht abgebaut werden, und ihre Eisvorräte sind so groß, daß man alle an der Eisenbahn gelegenen Ortschaften Arizonas dauernd mit Eis versehen zu können hofft. Bisher gab es in Arizona nur fünstlich bereitetes Eis, das für arme Leute unerschwinglich teuer ist. ** Im Monat November 1902 wurden an der hiesigen Universität promoviert: 1. cand. theol. Adolf Bender aus Darmstadt, 2. Gerichtsacceffist Adolf Ostern aus Mainz, 3. Approbierter Arzt May Henius aus Schönfließ, 4. Approbierter Arzt Otto Buchinger aus Gießen, 5. Approbierter Tierarzt Theodor Tiede aus Berlin, 6. Großh. Forstassessor Jakob Weber aus Gießen, Wissenschaftlicher Hilfs lehrer Ludwig Doermer aus Gießen. Theater- Verein. Als 4. Vorstellung wird am Freitag, den 12. Dezember das immer gern gesehene Lustspiel ,, Dr. Klaus" von L'Arronge gegeben werden. Als Gast tritt in der Rolle des Kutschers Lubowski Herr Schmasow vom Kgl. Hoftheater in Kaffel auf, dessen komt die Mitglieder des Theater: Vereins schon mehrfach erheitert hat. ** Unser Gewerbeverein hat von hoch. herziger Seite 10 000 Mt. geftiftet bekommen. Die Summe soll zu einem eventuellen Bau einer neuen Gewerbeschule mit verwendet werden. [ Ein Theaterlöwe] in des Wortes eigentlichster Bedeutung ist jetzt in Jersey City zu schauen. Dort tritt in einem Stücke, das seit einigen Tagen unter dem Titel ,, Die Löwenbraut" zur Aufführung gelangte, ein cd; ter, ganz natürlicher Löwe auf. Die Rolle des Königs der Wüste, der natürlich im Käfig sizt, besteht darin, daß er jedesmal, wenn die ,, Braut" auf die Bühne tritt, ein furchtbares Brüllen hören lassen muß. Und der Löwe spielte seine Rolle so gut, daß der anspruchsvolle Regisseur seine Freude daran haben konnte. Jedesmal, wenn er das weiße Kleid der Braut erblickte, machte er die wildesten Luftsprünge und brüllte, daß die Halle erzitterte. Diese lebenswahre Durchführung der Rolle erschien aber einem Agenten des Tierschußvereins von New Jersey etwas verdächtig. Als pflichttreuer Beamter untersuchte er heimlich den Fall und entdeckte folgendes: Jedesmal, wenn die Künstlerin in der weißen Robe auf die Bühne trat, ließ man durch den Fußboden bes Käfigs einen starken elektrischen Strom hindurchgehen, der die Taßen des Löwen etwas unangenehm fizelte. Der fand natürlich den Scherz nicht nach seinem Geschmack, sprang wild umher und erhob nach seiner Weise Protest. Der Agent des Tierschutzvereins ließ sofort den elektrischen Draht durchschneiden. Seit damals bleibt der Löwe beim Auftreten der ,, Braut" ebenso gleich giltig, wie der Ochse beim Vorübersausen des Schnellzuges. - Blog der ehemaligen Fettbolle Naum für 7500 Super bieten Toge mit daugehörig Tumen entfalten un Mahu beantragt B Die Bewilligung Me übrigen Roften dur * Ser Buitel in an die Adreffe des 2 Bofipodete din groß Drein Bermet: um " Baitrim( Ber burd hie Etabiber eines Bürgermei Bandtagsabgeor Raing einft imm * Cberfadt, 3. Brovinzial- fleg burg fat flere Geftal aufmand von 180 000 Benagbart errichtet wer " Samfabt, 2. teilte den Dienfitne b in Ober- Hamsto ben 400 Mt. angezi Jahren Bud " Brezenheim, Later des Tüncher Lampen und Knochen fate fie auch allem funden, mit der f Sprengforper mit gro rondig abreißend. bie Bebauerns werte de ** Aus Selfen, unfere hessischen B Als fie bon dem G trag zur Witmenta cine private Witwe gründen. Die fobald fich 300 Te nun bis jezt nicht nachtjährigen Ge Landeslehrerbereine ** Einem fürzlich ergangenen Erlasse des Eisenbahn ministers zufolge ist Reisenden, die sich beim Einsteigen in einen Zug im Besize von Plazkarten befinden, denen aber ein nummerirter Plaz im D. Wagen nicht überwiesen werden Station, auf der sie den Bug verlassen, ohne Verzug gegen fann, in Bufunft die Plaztartengebühr von der Rückgabe der bescheinigten Plapfarte oder g'g'n Duttung zurückzuzahlen. Die Nichtbenuzurg ist vom Zugführer auf der Rückseite kurz zu bescheinigen. Die Reisenden sind gegebenenfalls vom Zugführer auf diese Bestimmung auf merksam zu machen und über die weit ren Schritte zu be lehr n. Aus Hessen und Nachbargebieten. Hoch §. Loudorf, 1. Dezember. Im Saale des Herrn Robert Ziegler fand heute unter ſehr reger Beteilig- Leben zu rufen, a Vortrag durch Herrn Prof. Dr. Sonne aus Darm- emer gefunden ha stadt statt. Das von dem Gewerbeverein gewählte Thema„ Die Chemie des menschlichen Lebens" war von Herrn Dr. Sonne aufs sorgfältigste ausgearbeitet und fand daher bei den Hörern großen Beifall. interessant und sehr lehrreich waren hauptsächlich die Vorführungen, in welchen durch Mischaugen und Reib ungen Explosionen zu stande gebracht wurden, sodaß sich der Zuhörer leicht ein Bild von größeren Explosionen machen konnte. Auch wurde in der Fabrikation von Kohlensäure und der Herstellung Farben recht interessantes geleistet, sodaß Jedem, de bei der Sache war, Gelegenheit geboten war, id viel nüßliches für sein Leben und sein Geschäft an zueignen verschiedener w. Aus dem Kre 1900 war der erit geführten Haushalt diefen Lagen wur dieser Kurse begonn darauf Rüdficht ge des Kreises, aus we träge vorliegen, fo tommt. Jm vorig meifterei Abach burd den bevorstehe meifterci Launsbo 6 Bochen und ist r. Klein- Linden, 3. Dez.( Christ bescheerung.) Wie in den Vorjahren, so wird die hiesige Klein finderschule auch am diesjährigen 1. Weihnachts feiertag eine Bescheerung arrangieren, die im Auffage von der Feier entsprechenden Sprüchen 2c. besteht. Da allerdings das Gotteshaus zu solcher Feier gebraudt werden muß, erregt bei den großen vorhandenen Sälen berechtigtes Befremden. Jeder politischen Vereinigung mird ein Privatraum zur Abhaltung von Veriann eine gute religiöse Sache handelt, scheinen die Anfragen lungen zur Verfügung gestellt und hier, wo es sich m bei derartigen Feiern nicht so viel verdient, wie bei negativ ausgefallen zu sein. Natürlich wird ja aud einer Tanzmusik 2c. ** Ueber das Leichenbegängnis für Herrn Stadtpfarrer Dr. Friedrich Grein, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach kurzer, schwerer Krankheit aus einem jungen, hoffnungsreichen Leben geschieden, das am Dienstag nachmittag auf dem städtischen Friedhofe zu Darmstadt stattfand, schreibt die Darmstäder Zeitung Folgendes: Die ganze Trauerfeier gab ein erhebendes und rührendes Zeugnis davon, welche Summe von Liebe und Verehrung sich der Entschlafene während seiner zehnjährigen Amtsthätigkeit in Gießen und in de furzen Zeit seiner hiesigen Wirksamkeit erworben hat. Trotzdem der Regen in Strömen floß, erwarteten Hunderte von Leidtragenden, darunter viele weibliche Mitglieder unsrer evangelischen Gemeinden, auf dem Friedhofe den langen Leichenzug; auch die Mitlgieder des Großherzoglichen Oberkonsistoriums, mit Herrn Prälaten D. Walz an der Spitze, waren nahezu vollzählig erschienen. Die Chorschule, die Grein'schen Konfirmanden und die evangelische Geistlichkeit von Stadt und Dekanat Darmstadt im Ornat gingen dem Sarge voran, dem außer den Angehörigen zunächst Herr Superintendent D. Flöring und Herr Dekan Neuroth, sowie zahlreiche Geistliche von Gießen und aus Oberhefsen, viele Deputationen von Vereinen 2c., zum Teil mit umflorten Fahnen, folgten. Gefang der Chorschüler empfing den Zug am Grabe, an welchem Herr Superintendent D. Flöring, der den jungen Pfarrer vor wenigen Wochen in sein hiesiges neues Amt eingeführt, die Leichenpredigt hielt, in ergreifender Weise die erschütternde Tragik dieses Todesfalles, die schönen mensch lichen Vorzüge und das gesegnete und noch so viel Gr= folge verheißende amtliche Wirken Greins schildernd. Nach vollendeter Grabliturgie folgte eine lange Reihe von Ansprachen. Namens der trauernden evangelischen Gemeinde Darmstadt sprach Herr Stadtpfarrer Velte, im Auftrag des Pfarrkollegiums, des Kirchenvorstandes und der Helferinnen des Kindergottesdienstes drei Kränze am Grabe niederlegend. Als Vertreter des Kirchenvorstandes der Markusgemeinde in Gießen, an der Grein zehn Jahre gewirkt, widmete Herr Gymnasialdirektor Rausch, namens der evangelischen Gesamtgemeinde Gießen Herr Pfarrer Dr. Naumann, im Auftrage der Gießener Stadtverwaltung Herr Bei geordneter Kommerzienrat Georgi dem teuren Entschlafenen, dessen Andenken in seiner ersten Gemeinde nie verlöschen werden, warme, aus innerstem Herzen kommende Worte des Nachruss. Für seinen früheren Gießener Amtskollegen sprach sodann Herr Pfarrer Schlosser, für die Dekanatsgeistlichkeit des Dekanats Gießen Herr Dekan Strad von Leihgestern. Noch viele weitere Kränze, darunter von dem Gießener Evangelischen Arbeiterverein und den Konfirmanden des Verblichenen, wurden am Grabe niedergelegt als sicht bare Zeichen dankbarer Erinnerung für all das Gute, das der verstorbene Seelsorger in der furzen Zeit seines Erdenwallens hat stiften dürfen. Have pia anima! Auf der Station Voroshid stieß der Schnellzug Wien --Budapest mit einem Güterzüge zusammen. Die Maschine und ein Wagen des Schnellzuges wurden stark beschädigt, vier Wagen des Güterzuges vollständig zertrümmert und über den Bahndamm geworfen. Der Zugführer, der Koch, sowie ein Kellner des Schnellzuges wurden schwer, mehrere Passagiere und Bahnbedienstete leichter verletzt. Der Heizer des Schnellzuges wird vermißt. - 110 Jahre alt wurde der Privatier Caspar Gerstl, der eben in Wopfing gestorben ist. Er war der älteste Mann im ganzen Bezirk und hat in drei Jahrhunberten gelebt. - Zwischen den Stationen der Kurst- Charkower Eisenbahn Losowaja fund Sinelnikowo versagt die Wasserverjorgung vollständig. Seit drei Tagen stockt der Verkehr ber Güterzüge. Alle Stationen sind durch Züge und Frachten versperrt. In Losowaja haben sich 2000 beladene und 400 zu beladende Wagen angehäuft. - Der Chicagoer Großlaufmann Armour beabsichtigt, zur Erinnerung an die gemeldete Heilung seiner Tochter burch den Wiener Professor Lorenz eine Anstalt für blut lose Gelentsoperationen mit einem Kapital von drei Millionen Dollars au stiften. An dem vom 26. bis 30. November 1. J. in Darmstadt abgehaltenen Examen für die Kreisamtegehilfen und Kreisamtebureauvorsteher beteiligten sich 13 Herren, darunter 3 von Gießen, 3 von Offenbach, 2 von Lauterbach, 2 von Darmstadt, je 1 von Friedberg, Oppenheim und Alefeld. civis Gendarmerie brachte am Sonntag morgen einen jungen ** Großen Linden, 3. Dez.( Verhaftung.) Die verheirateten Mann von hier nach Gießen zur Haft da selbiger sich gegen§ 176 des bürgerlichen Gese buches vergangen haben soll. Nach Hinterlegung eine namhaften Kaution wurde derselbe jedoch andern Tags wieder auf freien Fuß gesetzt. Butzbach, 2. Dez. Der 13jährige Sohn des Land wirts Georg Kißler 4. in Niederweisel, Schüler der hiesigen Realschule, stürzte gestern Morgen im Hause feiner Eltern erschütterung, daß er am Abend starb. die Treppe herunter und erlitt dabei eine so heftige Gehirn 1903 borgefehen. 2 aus den Nachbarort Anmeldungen nicht d Kirchhain, 3. Friedberg, 3. Dez. In frecher Weise wurde an Samstag in mehreren Wirtschaften hierselbst der Inhalt be die Sammelbüchsen gestohlen. Den Spizbuben fielen übe 100 Mt. in die Hände. Alle Nachforschungen waren bis data resultatlos. ** Dielen Orten des Krei ** Frankfurt a. M., 3. Dez. Die Straffammer ver urteilte den Eisenbahnschaffner Philipp Dstermeier, der mit seiner Ehefrau im Bahnhofsviertel in siner Wohnung ein Absteigequartier" u terhalten hatte, wegen Kuppelei au 1 Jahr Gefängnis. Die Ehefrau, eine geborene Rohler rhielt 4 Wochen Gefängnis. Ostermeier wurde sofort in Haft genommen. " P ** Frankfurt a. M., 3. Dez. Der Aerzteverband für freie Aerztewahl hat den Krankenkassen und dem Medizinch bunde den Vertrag bezüglich der Behandlung der Mitglieder auf den 1. Januar 1903 gefündigt, ba ben Aerzten di Gesunder und Krank Asas Kap Mere Bhrehen B Bef Es wird hierd daß der Binding geliebenen und i vom 1. Januar 19 Der Direttor Akad Freitag, den Geh. Der Einflu den d Eintrittstar und Rüdersden 2 Gollegienbouberto Neuheiten in Manteln. Sa Stapp: n, Anab 2. Sonorarsäge zu niedrig find. Da andrerseits bie Raffenvorstände jede Honorarerhöhung ablehnen, so besteht wagen. Seit 1. Dezember fentliche Befferung im offen, indem sie einen Bogen fangenen von und nach ber rmen brauchen nun die Ges durch die Stadt zu tran ag und Donnerstag an den bie Absicht, auswärtige Aerzte heranzuziehen, wenn nicht noch ein Ausgleich zu Stande fommt. it zum Entspringen ist din des nächstjährigen Gesangswettstreits soll die auf dem Herr D.fonom Buth bet laß der ehemaligen Rosenausstellung zu errichtende Ommen und sieht man j efthalle Raum für 1600 Sänger und Musiker und am Tage durch die Stalt 7500 Buhörer bieten. Die Halle wird auch eine Kaisergen auf der Bahnftud räumen enthalten und soll 177 000 mt. kosten. ol zu unsrer Unterhaltung Ausschuß beantragt bei der Stadtverordnetenversamm ** Frankfurt a. M., 2. Dezember. Nach dem Antrage des gemischten Ausschusses für die Vorbereitung treffen desselben werden m em Zentrum Deutschlan loge mit dazugehörigen Empfangs- und AufenthaltsDer lung die Bewilligung von nur 100 000 Mt., da man bie übrigen Kosten durch die Einnahmen zu decken hofft. Jm Reichstage ist ** Der Kuüttel im Reichstag. gemeldet. Bom füolid an die Adresse des Abg. Ulrich- Offenbach mittels et man uns Berlehrs. Boftpadetes ein großer nüttel angekommen mit dem Landstraße infolge unüber Bermerk: zum Dreinschlagen". ** Bensheim( Bergstraße), 2. vez. Bei der heute b Gottesdienst durch die Stadtverordneten vorgenommene Wahl Finer Regierungspolizei B eines Bürgermeisters wurde der Rechtsanwalt worden, welche dem Gab und Landtagsabgeordnete Dr. Ignaz Frenay aus äft, die nicht zu den Mainz einstimmig gewählt. während des Hauptgets ** Eberstadt, 3. Dez. Der projeftierte Bau einer mmergericht dagegen sprog Brovinzial- Pflegeanstalt für die Provinz StarkenUlgemeinen Fassung ungiltig aufwand von 180 000 mt. soll dieselbe unserer Gemeinde reußen dürfen nur fold benachbart errichtet werden. äußere Heilighaltung de ** Darmstadt, 2. Dez. ober gegen die Etön urteilte den Dienstknecht Heinrich Grund von lleberau, Das Schwurgericht verhrend des Gottesdienst in Ober- Ramstadt einen Strohhaufen b barboten werben, men ben 400 Mt. angezündet hate, gaufen im Berte nd auf der Straße br zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. ** Breßenheim, 3. Dez. Gestern Abend die fichaſe, des Eiſenich Tochter des Tücher Bflegt allen en bethau beim Einſteigen in Rumpen und Anochen gefudit, um sie zu verfaufen habei nicht überm can make hatte sie auch allem Anschein nach eine Dynamitpa'rone ten gebühr van de Sprengförper mit großer Gewalt, bem stinde die linke Hand Bezug gezwollſtändig abreißend. Turch Brandwunden im Gesicht büste - oder gegen Duttung bie Bebauern werte das Augenlicht ein. urg ist vom Zugführer n. Die Reisenden sind weit ren Schritte zu be ** Aus Hessen, 2. Dez. Von Selbsthilfe scheinen diese Bestimmung auf unſere hessischen Volksschullehrer nicht viel zu halten. als sie von dem Eintrittsgeld und dem jährlichen Beitrag zur Witwenkasse befreit wurden, wurde beschlossen, eine private Witwenkasse als Ergänzung der staatlichen zu gründen. Die Privatkasse sollte in Kraft treten, obald fich 300 Teilnehmer gemeldet hätten. Das ist So wellt ein Händler aus Luxemburg hier, der schon| Auftrag, gegen die Plage etwas zu thun und hat dann in einige Waggons angekauft und versendet hat. ** Koffel, 3. Dez. Vom Frankfurter Schnellzug wurde gestern Nachmittag der 64 Jahre alte Bahnarbeiter Ernst Nolte, der mit der Säuberung des Geleises beschäftigt war, überfahren und getötet. Dem Andenken Friedrich Grein's. Er schied von uns! Noch fühlen wir die Wunde, Die dieser Abschied unserm Herzen schluz! Da kommt die bange, shwere Trauerfunde, Er schied von uns! Sein treues Auge brach! Sein Auge bra! Der Wund schloß sich für immer, Der so beredt für seinen Gott gezeugt, Was uns zum Herzen drang- wir hörens nimmer, Aus einem reinen, guten Herzen fam. Die Thräne rinnt! Wer wollt dem Schmerz wehren, Da dieser Liebes- Jünger von uns sched! Der überzeugt, durchbrungen von den Lehren Furchtlos und treu, und fest im Glaub n stand! - " Nun Gott befohlen"- denn es ist Sein Wille! Uns aber bleibt Dein Wesen leuchtend stehn, Wie hoch am Frmament in hehrer Stille Von längst vergangenen Sternen milder Schein. Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. Gießen, 4 Dezember. Am Dienstag bis Abends gegen 8 Uhr verhandelte bag Schwurgericht gegen ben 29 Jahre alten Weißbinbite meister Wilhelm Wasserburg von Bad Nauheim wegen Meineid. Der Angeklagte wurde vom Rechtsanwalt verteidigt. 20 Bengen waren zu hören. Der hatbestaut, auf dem bie Untiage b.ruhte, war furs der folgende: Der frühere befir ben Reftaurateur Strechel, früher in Wann Besizer des Hotel„ Thüringer Hof" in Bad- Nu heim, fein Haus und Geschäft verkauft unter der ausbrüid: lichen Berficherung, dasselbe sei frei von allem Ungeziefer. raus gefressen wurden. Das Kaufobjekt ging am 1. Oftober 1901 in den Besitz des Käufers über und erwies sich sehr bald als derartig von Wanzen überfüllt, daß, wie sich mehrere Brugen drastisch ausbrückten, bie Logiergäste von dieſen Thieren zum Hause Das Haus und Küchenpersonal auf dem blanken Fußboden, weil es in den Betten vor von Riechel, welches in der Mansarde schlief, logierte Nacht& Wanzenstiche keine Ruhe fand. Der frühere Besizer des cbbargebieten. mun bis jetzt nicht der Fal. Deshalb soll auf der " Thüringer Hofes" erhob vor dem Landgericht Gießen nächſtjährigen Generalversammlung des hessischen laffenes Inventar Kiage auf Bahlung, wogegen der Berg gen seinen Nachfolger wegen einer Forderung für überBandes lehrervereins beantragt flagte eine Schabenerfagrechnung Sause auch geweißbindert. Der Angeklagte erklärt selbst gegenüber einem überaus belastenden Beweismat rial, er habe fich damals, als er den Eid geschworen, n cht mehr an die Borgänge, die etwa sieben Monate zurüd lagen, erinnert und erinnere sich auch heute nicht mehr daran, im„ Thüringer Hof" mit Ausnahme in dem einen Mansardenraum Wanzon gesehen zu haben. Den Geschworenen werden die beiden Schuldfragen auf Meineid ev. auf fahrlässigen Falscheid vorgelegt. Das Urteil erfolgte wegen Meineid und wird der Angeklagte unter Einbeziehung einer am 6. November vom Schöffengericht Bad Nauheim wegen Unterschlagung gegen Westerburg erfannten 4wöchentlichen Gefängnisstrafe zu 3 Jahre und 10 Tage Zuchthaus nebst Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre und dauernde Eidesunfähigkeit erkannt. Schöffenger ht. - Gießen, 2. Dezember. Den Vorsiz führt Herr Gerichtsassessor Keller. Ein Einspruch gegen den Strafbefehl wird wegen Ausbleibens des Beschuldigten verworfen. Der Zimmermann Richard Sch. von Gießen ist angeklagt wegen Rörperverleßung. Das Gericht nimmt an, daß der Angeklagte in Notwehr gehandelt hat und spricht ihn deshalb frei.- Der Knecht Ludwig K. von Wesed erhält wegen Rörperver legung, begangen du ch emen Steinwurf, 3 Wochen Gefängnis. Sodann werden drei Personen vorgeführt; zwei Bettler, von denen der e ne mit 2 Tagen haft davon tommt, der andere jedoch mit 4 Wochen Haft und der Ueberweisung an die Landespolizeibehörde bedacht wird. Der dritte von diesen, der Tag öhner Johannes W. von Garbenteich, feine Unterkunft verschafft zu haben. Urteil: 4 Wochen Haft - iſt biſchulbigt, fich troß Aufforderung ber Bolizeibehörde - Hausburſche Heinrich W. zu Gießen, der einem Bäckermeiſter - über 100 Mt. Rundengelder unterschlagen hat, erhält zwei Blaß der Student Otto E. Er ist angeklagt der Sach Auf der Antlagebant nimmt nun Wochen Gefängnis beſchädigung, begangen durch Einschlag'n einer LaternenScheibe. Der Angeklagte will sich auf den Borfall nicht recht erinnern fönnen, da er sinnlos betrunken gewesen sei. Sein Freund, der Student Ph. bekundet, daß jeder von ihnen in einem Café start getrunken hätte und den Shluß hätten 2 Flaschen Seft gebildet. Als die Schusleute erschienen, ge lang es dem Angeflagten zu entfommen, er hatte also noch recht gut laufen können. Der Schaden wurde später gebedt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 50 Mt. Geldstrafe und in die Kosten. Der Knecht Heinrich Dieß von Sichertshausen erhält wegen Körperverlegung eine Woche Gefängnis. - iter sehr reger Betel Leben zu rufen, auch wenn sich noch feine 300 Teils wurde, vom Kläger argliftig verschwi genen Wanzenplage im Tages aufsteht, findet sie das Bett ihres Mannes leer und eins Londorf cin . Sonne aus Dannehmer gefunden haben. Bewerbeverein gewähl w. Aus dem Kreise Wetzlar Im Herbst des Jahres der Übernahme des Hotels das Ungeziefer im Hause war, Hause; es wurde, um nachzuweisen, daß schon gleich nach lichen Lebens" war bo 1900 war der erste der von der Kreisverwaltung ein- also sozusagen mitv- rfauft worden war, vom Bertlagten der tigſte ausgearbeitet und geführten Haushaltungskurse begonnen worden und in Weißbindermeister Westerburg als Beuge angegeben und im großen Beifall. Hid dieſen Tagen wurde für Wißmar bereits der achte Juni d. I. als solcher auch eidlich vernommen. Er bewaren hauptsächlich de dieſer Kurse begonnen. Mit gutem Bedacht hat man sch vor, daß er in den Fremdenzimmern sowohl als auch in Mischaugen und Neb darauf Rücksicht genommen, daß jede Bürgermeisterei den fünf Mansardenzimmern des„ Thüringer Hofes" mit gebracht wurden, sola des Streises, aus welcher dahingehende Wünsche und Anon größeren Gyploſion träge vorliegen, so bald wie möglich an die Reihe gesehen habe. In der Beweisaufnahme ergab sich aber, daß in der Fabrikation bor tommt. Im vorigen Winter wurde für die Bürger- sterburg gleich nach der Uebernahme des Hotels durch ſtellung verschieden meisterei Abbach ein Kursus abgehalten und wird Stiechel die Eheleute auf die Thatsache hingewiesen hat, daß it geboten war, Geiftorci aunsbach berücksichtigt. Derselbe umfaßt gegangen si, daß er, der Angeklagte, um die Thiere un und sein Geschäft hrift befcheerun rd die hiesige Klei hrigen 1. Weihnach ieren, die im Auffag rüchen 2c. besteht. De - solcher Feier gebrauc Dßen vorhandenen Säles politischen Bereinigu haltung von Beriamm und hier, wo es fich im elt, scheinen die Anfragen Natürlich wird ja aud biel verdient, wie bei CIVIS ( Verhaftung) 6 Wochen und ist vom 29. Tezbr 1902 bis 14. Febr. 1903 borgesehen. An demselben können auch Mädchen aus den Nachbarorten zugelassen werden, solange die Anmeldungen nicht die Zahl 24 überschreiten. ** Kirchhain, 3. Dezember. Gegenwärtig ist in vielen Orten des Kreises beträchtlicher Handel in Schafen. Gesunder und Kranke verw uden mi arnhem Vort il Aissare Kapsel Innere Röhrehen MAGGI'S Ausnahme in einem Raume der Mansarde Wanzen nicht schädlich zu machen, einen Teil der Logierzimmer neu getüncht hatte. Der Angeklagte hat dann in Gegenwart von Frau K. und dem Hausburschen, der zu dem Zweck eine St. bleiter berbeiholte, 4 Fremdenzimmer und alle 5 Mansarden äuwe auf das Vorhandensein von Wanzen untersucht, solche auch fonstatiert und vorgezeigt, er erhielt dann den Bouillon- Kapseln Bekanntmachung. tag morgen einen jungendaß der Ziusfuß für alle von unserer Kasse ausnach Gießen zur Ha 5 des bürgerlichen Geig Nach Hinterlegung ei elbe jedoch andern L 13jährige Sohn be weifel, Schüler der hi en im Haufe feiner Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, geliehenen und weiter hia auszuleihenden Kapitali n vom 1. Jauuar 1903 ab auf 4% ermäßiat worden ist. Der Direktor der Spar- und Leihfasse Gießen. Wiener. Akademische Vorträge. bei eine fo heftige Greitag, den 5. Dezember, pünftl. 8 Uhr: ftarb frecher Weise wurde en hierfelbft der Inhall Den Spigbuben fielen Rachforschungen ware Die Straffammer vilipp Dftermeier, her el in finer Wohnung atte, wegen Ruppel u, eine geborene R ftermeier wurde for Der Herztevech faffen und bem Medi Behandlung ber B bigt, ba ben Wer Geh. Hofrat Prof. Dr. Behaghel Der Einfluß des des Schrifttums auf den deutschen Sprachsch. Eintrittskarten sind in der Fe ber'schen, Frees'schen und Rücker'schen Buchhandlung, Studentenkarten beim Collegienhausverwalter zu haben. Zur Saison empfehle Meuheiten in Baby, Mädchen, KnabenMänteln. Kapes, Jadets, Kleidchen, Hüte, Rapp: n, Knaben- Anzüge in großer Auswahl. A. Fangmann, Bahnhofstraße 29. * Sein Abschied. Als die Frau Huber eines auf dem Nachttisch einen Bettel folgenden Inhalts liegen: " Liebe Frau, Du hast in Deinem Wohlthätigkeitsverein bie. her immer für die afrikanischen Wilden gestrickt, während es mir an Strümpfen fehlte. Heute wandere ich nach Afrika aus. Viell icht kommen die von Dir gestridten St.ümpfe mir dort zu gute." Briefkasten der Redaktion. H. R. in Groß- Felda. Annonyme Artikel fönnen nicht berücksichtigt werden. Sonst verwendbar. Besten Dank. Voller Namen erwünscht. P. P. A. Alex 2. wollen Sie Namen angeben. Genügt uns nicht, bitte Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783): für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein Gieken. Vergeßt die hungernden Vögel nicht! à 16 bzw. 12 Pfg. für je 2 Einzelportionen pollständig trinkfertiger Bouillon. Man entferne die paraffinierte Ueberkapsel und löse eines der darin befindlichen Rörchen mit kochendem Wasser auf; die so hergestellte Kraft bezw. Fleischbrühe enthält alle Bestandteile einer natürliche Bouillon und wirkt anregend auf Körper und Geist. Käuflich in Delikateß, Kolonialwaren Geschäften und Droaurien. Man verlange anddrückt ich MAGGI'S Bonillon Kapfeln und weise andere Marken zurück. 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Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betreffend den Kleinhandel mit Kerzen. Wir verfehlen nicht, die Interessenten auf die nachstehend abgedruckten Vorschriften für den Kleinhandel m't Rerzen, die am 1. Januar 1903 in Kraft treten werden, aufmerksam zu machen. Buwiderhandlungen werden nach§ 5 Abs. 4 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs vom 27. Mai 1896 mit Geldstrafe bis 150 Mt. oder mit Haft bestraft. Gießen, den 1. Dezember 1902. Großherzogliches Polizetamt Gießen. Hechler. § 1. Badungen mit Stearin- und Paraffinferzen, sowie mi Kerzen, die überwiegend aus diesen Stoffen hergestellt sint ( Compositionsferzen), dürfen im Einzelverkehre nur in be stimmten Einheiten des Gewichts und unter Angabe de Gewichtsmenge gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten werden. § 2. Als Einheiten für das Rohgewicht der Packungen werden 500 Gramm, 330 Gramm, und für Packungen, bei welchen die einzelne Kerze 25 Gramm oder weniger wiegt, auch 250 Gramm zugelassen. § 3. Das Reingewicht der in den Badungen enthaltenen Rerzen muß bei einem Rohgewichte von 500 Gramm mindestens 470 Gramm, 330 " 305 " " " 250 " 225 " " " betragen. § 4. Auf der Außenseite der Backungen ist sowohl das Roh. gewicht als das Reingewicht in leicht erkennbarer Weise an zugeben. Die Angabe ist in Gramm oder in Bruchteilen von Kilogramm auszudrücken. § 5. Weber das Rohgewicht noch das Reingewicht darf um mehr als 10 Gramm hinter dem angegebenen Betrage zurück bleiben. Bekanntmachung. Betr. Die Ausführung der Gewerbeordnung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Renntnis, daß auf Grund des Ortsstatuts vom 27. Juni 1892 am 7., 14. und 21. Dezember 1. Js., als den drei Sonntagen vor Weihnachten, die Beschäftigungszeit der Handlungsgehilfen 2c. und die Verkaufszeit für das gesamte Handelsgewerbe bis 10 Uhr abends ausgedehnt werden kann. Ferner wird zur Kenntnis der Interessenten gebracht, daß in Ausführung des Reichsgesetzes über die Abänderung der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900 die Vorschriften über die Mindeftruhezeit und Mittagepause der Gehilfen, hrlinge und Arbeiter im Handelsgewerbe teine Anwendung nden haben und die Läden und offenen Verkaufsstellen abends 10 Uhr offen gehalten werden dürfen an folgenden Bochentagen vor Weihnachten: 9. bis 13., 15. bis 20., 22. bis 24. Dezember, sowie am Tage vor Neujahr Mittwoch, den 31. Dezember 1. J8. Gießen, den 30. November 1902. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Winter- Schube und Stiefel sind in großer Answahl eingetroffen und empfehle Damen- Filz Pantoffel m. Ledersohlen von Mt.0.65 an. " " " abgesteppt mit Absatz 1.00 " 1 25, " Leder Bautoffel mit warm. Futter schwarz, braun, rot, von Mt. 2.75 an. Filz Stiefel m. Besatz u. Absatz ,, 2.75 " " P Herren- Pantoffel 0.80 " „ Halbschuhe 375 " " " ,, Echnürstiefel 4.50 " " Schnürstiefel Box Calf 8.00 " " " " 4.50 " Arbeitsschuhe Große Auswahl in allen Sorten Tanz- u. Gesellschaftsschuhen. Marktstr. 9, L. SÜSS, Wettergasse. 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Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht fäumen, feine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Yebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen. leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Kolik' chmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalletden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folge schlechter Berdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Sppetitlosigkeit, unter nervöfer Abspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke lang'am dahin. Kräuter- We n giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwy chsel fräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung. beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten neue Bräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mf. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- finden, klar. Froshausen, Graunfels, Bukbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenSuseck, Allendorf, Grünberg, fich, Hungen, Laubach. Bad- Yauheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuter: wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefrei. Mindestquantum in Engrosversand also drei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarat. Man verlange ausdrücklich Kräuterwein. 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