ammlun Nr. 282. Zweites Blatt. en Breuz in Giovanement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., pflege und Unterfti im Felde). 8 biefigen Zweigvereint 8 er I. 3., abends Café Ebel auptversammlung ergebe nung: ätigkeit des Zweigvereins Anträge von Seitenb Vereinsmitglieder. er 1902. reins vom Roten gerich, chtsdirektor. as Nach Schmidt. ins Haus gebracht 60 Pfg., burch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 3. Dezember 1902. Gießener 11. Jahrgang. Infectionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und solche der Großh. Provinzialdirektion von Oberhessen weg 18. Schatzgräber am Meeresgrund. Modeware geldenke - Ein Wunder moderner Technik. ( Nachdruck verboten.) Wunderbare Aussichten in die Zukunft eröffnet uns eine Erfindung, die man seit Jahrhunderten angestrebt hat, und die jetzt, wo man sie schon nicht mehr erhofft hat, Wahrheit werden soll. Wie Kapitän Nemo, der Held bess bekannten Verneschen phantastischen Romans ,, 20 000 Meilen unterm Meer", wird man die Tiefen des Meeres durchspähen und die Fluten nach allen Richtungen Wollwa durchqueren können. Die Schäße, die das raubgierige -feine Geschenkat Meer verschlungen, werden vor unseren Augen offen liegen, und das Wasser wird seine Beute wiedergeben müssen, die es seit Jahrtausenden verborgen hält. renfoden. rencravatten, Kry 8. Unterzenge ve huzem ein Unterseeboot zur Wiedererlangung unterDer italienische Ingenieur Guiseppe Pino hat vor gegangener Schiffe und Ladungen erfunden, das in seimer Art ganz einzig ist und den Wünschen langer Zeiten gerecht zu werden scheint. Der junge Erfinder hat am Golf von Genua in Gegenwart der Behörden erfolgreiche Versuche gemacht, bei denen es ihm gelang, bis zu einer Tiefe vor 90 Metern hinunterelle von n Firmen, swahl in Gros Ausma fel von 40 Bia- teigen und in weniger als zehn Minuten ein in den Schnür- u. Schat und gebohrtes Schiff an die Oberfläche zu bringen. Taucher können höchstens in einer Tiefe von 30 Metern usleitende. arbeiten, wegen des starken Wasserdruckes, der bei 40 che Gummisch etern 4 Kilogramm pro Quadratzentimeter beträgt. rühmten Trivino aber kann in seinem Boote dem stärksten WasserCiefel. bruce Widerstand leisten und in jeder beliebigen Tiefe arbeiten. Das eiförmige Boot ist ganz aus Stahl ge= bant. Um arbeiten zu können, hat Pino einen mechanischen Arm erfunden, der, ganz wie ein Menschenarm, 15 Neuenbär iede Bewegung ausführen kann. Das Boot ist schon in einer Tiefe of 150 Metern erprobt worden. Der Erfinider ist mindestens 140 Mal hinabgestiegen und hat bei 130 Metern arbeiten können. Zwei Personen fönnem in dem Boote zwölf Stunden hintereinander ar, Schuhla bel 7 eiderschränke, Berbeiten: en, Bettstellen, k ble in schöner Ane ger, Spiegel, Gard fiehlt als prattis Von dem Schiffe aus kann man durch besonders Das Boot steigt mit einer Schnelligkeit von 3.50 Metern in der Sekunde herunter und herauf. Man kann es bei jeder beliebigen Tiefe sofort stehen bleiben lassen. Auf dem Meeresgrunde fährt es mittels eines wunderfonstruierte Scheiben die Gegenstände ganz genau sehen. er, Möbelfabriken berwerts, das von einer elektriſchen Schraube Bewegung gesetzt wird, wie ein Wagen umher. Die Leute, die sich im Boote befinden, bleiben mittels des ss- Felda. öbelwerden schnellstens an Telephons in ununterbrochener Verbindung mit der Großer heller hen, wie bedeute kann aus dieser Beschreibung leicht ermit oder ohne Wohnung der unterseeischen Arbeit löst. verkehrsreicher Lage per i später zu vermieten. Pinos Erfindung ist, die das Problem Pino hat aber noch einen anderen wunderbaren Mäh. Neuſ warat erfunden, den er„ Hydroskop" nennt: mit Hilfe Daselbst find zwei, dieses Apparates fann man an der Oberfläche des Meeres Ladenschränke mit genau die Gegenstände sehen, die sich in irgend einer und Schiebtbüren u ber Tiefe befinden, sie photographieren und sie dann ohne 3-4- Zimmerwol große Ausgaben und mit der größten Leichtigkeit wiederIII Stod, fofort zu verm langen. Ein Versuch dieser Art wurde vor kurzem im Näb. Marburger Mittelmeere gemacht. Die Resultate sind fast unglaubPleine Familienwoh ich. Ein Wasser- Volumen von 15 000 kubikmetern über fort zu vermieten. iner Meeresgrundfläche von 1500 Metern Umfang wurde Näb. Tiefenwed glänzend beleuchtet, daß man alle Gegenstände im Oreusplay 6 11 Std Basser und auf dem Meeresgrunde genau sehen konnte. 3- Zimmerwohna dabei war der Apparat sehr klein und einfach, während Rüche per fof. eb. später die Instrumente, die zu industriellen Zwecken konstruiert Näh. Südanlage 10 b ber den dürften, viel stärker und größer und dabei nicht eräumige Manfarden sehr viel kostspieliger sein werden. zu vermieten. Der Wert seiner Erfindungen für Kunst, Wissenschaft Näb. Südanlage Nr. und Leben läßt sich gar nicht abschäzen. Man muß sich chöne Wohnung, bor Augen halten, welche unermeßlichen Schäße und nebft Küche, fofortkunstwerke das gierige Meer im Laufe der Zeiten an Näh. Wallthorstraße sich gerissen hat, daß ganze Erdteile mit ihren Kulturen 2 feine möbl. 3 Intergegangen sind. Jeden Monat scheitern durchschnittEmil Bender, Neuf bier eröffnet die Erfindung ganz neue Bahnen. In der zu vermieten. Kirchenplas II Stod, Bimmer lich 180 Schiffe, deren Bergung zumeist unmöglich war. zten Versammlung der Schiffsbautechnischen Gesellshaft war von der Möglichkeit der Hebung des unterdie Rede, und dem Kaiser wurde ein interessanter Verjch vorgeführt. Wie ungemein würde dieser Plan durch und Zubehör er gegangenen deutschen Kriegsschiffes ,, Großer Kurfürst" Durg Perfestug Банритани Bedff Jahren gchables Erfindung erleichtert! Durch sie wird es uns meinem Hause Aftermoglich, selbst Schäße aus dem Altertum wieder zu Equilaterat Doriaco hegt neuerdings die Absicht, den Meeresgrund fofort oder fpäter zu Ummer auch eine Orunberpecie monia Schlachtf Rindfleis Sage zu bringen. Der als Mäcen bekannte Fürst von in der Nähe der Insel Delos nach altgriechischen Kunstwerffen abschürfen zu lassen. Wenn er sich Pinos Erfindrung dienstbar macht, so wird seinem genialen Blan ider Erfolg nicht mangeln. Daß die Erfindung in der Schiffsbautechnik eine Mevcolution bedeutet, steht außer Frage. Die Kabellegung wird ebenso leicht sein, wie das Durchschneiden der KaHeute und ein Kriegszeiten. Unterseeboote und Torpedoboote ampor.1 dürfte Pinos Hydroskop ganz unnötig machen, denn der Kommandeur eines Kriegsschiffes wird sie genau sehen und, bevor sie Schaden angerichtet haben, in den Grund bohren können. Auch die Handelsmarine wird aus dieser Erfindung großen Nußen ziehen können, denn der Kapitän eines Schiffes wird nicht nur den Meeresgrund, sondern sogar den Kiel seines eigenen Schiffes sehen fönnen. Er wird daher klippen und Sandbänke vermeiden und etwaige Schäden am Schiffe sofort finden und ausbessern können. Für die Taucher und die Fischer wird der Apparat natürlich gleichfalls von großer Bedeutung werden; die Zahl der Fische in den unteren Meerestiefen ist so groß, daß sie dem Ingenieur Pino, als er in seinem Boote unten war, fast den Ausblick raubten. Was soll man noch von den unermeßlichen Schäßen sagen, die im Meere begraben sind? Von den Korallenbänken, den Schwammfeldern, den Perlmuscheln u. s. w.? Die Zoologie und die Botanik werden durch die Erfindung mit viel geringerer Mühe größeren Aufschluß erhalten, als durch die kostspieligen Planktonfischereien, die das Interesse der gesamten gebildeten Welt erregten. Man kann sich kaum eine wunderbarere Erfindung denken. Wie ein Traum klingt's, und doch ist es Wahrheit! In Nacht und Eis, Leiden eines prinzlichen Nordpolfahrers. ( Nachdruck verboten.) Das mit großer Spannung erwartete Buch des Herzogs der Abruzzen, des Vetters des Königs von Ita lien, über seine Nordpolreise auf der Stella Polare" ist bei Ulrich Hoepli in Mailand erschienen, und die italienischen Blätter bringen lange Auszüge aus dem Werke. Interessant ist die Schilderung, die der Herzog von dem Lagerleben während der langen Polarfahrt entwirft. Am 8. September 1899 hatte sich das Schiff in der Teplitz- Bai, wegen des starken Druckes der Eisschollen, mit Wasser gefüllt und mußte verlassen werden; man schlug an der Küste ein Lager auf. In diesem Lager, unter dem unaufhörlich niederrieselnden Schnee, in der tiefen, entweder vom Monde erleuchteten oder vom Nordlicht schwach erhellten Nacht brachten die kühnen Nordpolfahrer den langen Winter hin. Das Lager bestand aus zwei Zelten. In einem wohnten auf der einen Seite der Herzog, die Offiziere Cagni und Querini und der Arzt Cavalli, auf der anderen Seite die norwegischen Offiziere. Das andere Zelt war für die Mannschaft eingerichtet worden. Die Zeiteinteilung war ganz so wie an Bord des Schiffes; man führte ein geregeltes Leben wie in einer Pension. Um 7 Uhr erhob man sich vom Lager; um 8 Uhr erstes Frühstück, von 9 bis 12 Arbeitszeit; um 12 Mittagessen; dann wieder Arbeit bis 5; um 6,30 Uhr Abendbrot; um 10 Uhr ins Bett. ,, Während die Stunden des Tages," schreibt der Herzog ,,, mit ihren verschiedenen Beschäftigungen schnell genug vergingen, war der Abend lang. Nach einigen Monaten waren die Gesprächsstoffe erschöpft, und um nicht immer dasselbe zu wiederholen, sprach man wenig." Am 15. Oftober sah man zum letzten Male die Sonne untergehen; am 20. November war von Licht keine Spur mehr vorhanden und man bemerkte keinen Unterschied zwischen Mittag und Mitternacht. Die Polarnacht hatte begonnen; und während draußen in großen Flocken der Schnee fiel und der Schneesturm wütete, arbeitete man in den Zelten eifrig, um für die Fortseßung der Nordpolfahrt im Frühling, bei Wiederkehr des Lichtes, alles Erforderliche fertig zu machen; und wenn das Wetter es erlaubte, arbeitete man auf dem Schnee und auf dem Eise an der Ausbildung der Hunde". Während einer dieser ,, Unterrichtsstunden" ereignete sich der Unglücksfall, der den Herzog zwang, die Leitung der Expedition seinem Begleiter Cagni zu überlassen. In seinem Berichte über die Gesundheitsverhältnisse während der Ueberwinterung erzählt der Arzt Cavalli, daß der Herzog, leicht gekleider und die Hände mit dünnen Handschuhen bedeckt, das Lager verlassen hatte, um eine Stifahrt zu unternehmen. Unterwegs traf er seine Gefährten, welche die Hunde unterrichteten, und schloß sich ihnen an. Durch die guten Eisverhältnisse verlockt, entfernte man sich weiter als sonst vom Lager. Nach einer halbstündigen Schlittenfahrt sahen sich der Herzog und seine Begleiter plößlich von einer dichten Schneewolfe eingehüllt, die, wenn das überhaupt möglich war, die Luft noch mehr verdunkelte; sie entschlossen sich zur Rückkehr, indem sie darauf bauten, daß die Hunde den Weg zum Lager finden würden; aber der Schnee hatte die Schlittenspuren bedeckt; die Hunde liefen mit rajender Schnelligkeit, da sie sich auf dem Rücken einer offenbar schräg abfallenden Eisscholle befanden. Auf dem ersten Schlitten standen der Herzog, Cagni und der Führer Betigar, die plöglich den Schlitten halten ließen und uk weitergingen; sie hatten aber faum zwanzig Meter zurückgelegt, als sie merkten, daß das Eis zu einem Abgrund führte. Sie drehten sich um und wollten die Gefährten warnen; aber es war umsonst; die Hunde liefen im Galopp auf das Licht zu, das Betigar in der Hand trug, und zwei Schlitten mit den vorgespannten Hunden stürzten von einer Höhe von mehr als 7 Meterи in die Tiefe und rissen den Herzog und Cagni mit sich. Die Gefährten brachten ihnen zwar sofort Hilfe; aber sie mußten noch drei Stunden, in Finsternis und Sturmesbrausen, kämpfen, che sie das Lager erreichten. Cagni hatte einen Handschuh verloren, und der Zeigefinger seiner rechten Hand war erfroren; der Herzog, dessen linker Handschuh geplaßt war, kam in noch schlimmerem Zustande im Lager an: je zwei Glieder des Mittelfingers und des Ringfingers seiner linken Hand waren erfroren. Die beiden Finger, von einem aschfarbenen Weiß, waren hart wie Stein, man tat alles mögliche, um sie zu retten; aber nach zwanzig Tagen mußte Dr. Cavalli zur Amputation schreiten. Der Mittelfinger verlor zwei Drittel des letzten Gliedes und der Ringfinger ein Drittel. Cagni's Verleẞtung war weniger schwer; er fam mit dem Verluste des Nagels und der Fingerhaut davon. Von der Kälte, welche die Nordpolfahrer auszuhalten hatten, kann man sich kaum einen Begriff machen; wer das Zelt verließ, hatte bald eine Eismaške vor den Augen; einem Manne waren eines Tages die Augen völlig zugefroren, so daß man ihn wie einen Blinden ins Zelt führen mußte, wo er am warmen Ofen die Sehkraft wiedererlangte. Die Hand, die ohne Schuß Metallsachen berührte, empfand einen Schmerz wie bei einer Brandwunde, und ein weißlicher Streifen zeigte die Stelle an, die mit dem Metall in Berührung gekommen war. Wahrlich, zu bewundern sind die Männer, die im Dienste der Wissenschaft immer wieder furchtlos ihr Leben einseßen, um den Wall von Eis und Schrecken, hinter dem sich das Geheimnis des Nordpots so hartnäckig birgt, dock endlich siegreich zu überwinden. Nab und fern. :| Das beschlagnahmte Kriegsschiff. Aus Genua wird gemeldet, daß dort ein türkisches Kriegsschiff, die ,, Massudije" von der Firma Ansaldo gepfändet worden ist. Statt des Halbmondes weht von seinem Heck die italienische Trifolore. Der Sultan hatte die 1885 erbaute ,, Massudije" nach der Ansaldoschen Werft in Sampierdarena bei Genua gesandt, damit sie ein modernes Gewand erhalte. Das hat sie schon seit fast einem Jahre nach allen Regeln moderner Technik bekommen, dagegen die Firma Ansaldo kein Geld. Im Gegenteil mußte sie in letzter Zeit noch den die Arbeit übernehmenden türkischen Offizieren ihren Sold auszahlen. Jezt wurde ihr aber die Sache zu bunt und sie ließ durch den Gerichtsvollzieher die Massudije" solange als gute Prise erklären, bis die Türkei die rückständigen Raten zahlt. In Kiel wurde übrigens vor gar nicht langer Zeit auch einmal ein türfisches Kriegsschiff wegen Proviantschulden mit Beschlag belegt. ▲ Eine Brandkatastropch wird aus Montreal in Kanada gemeldet. In Rat Portaga am Woodssee wütet eine furchtbare Feuersbrunst, der bereits Lagerbestände von 25 Millionen Kubikfuß Bauholz, eine Schiffswerft, sechs Dampfer, zwei Segelschiffe, elf Wohnhäuser sowie mehrere Lagergebäude zum Opfer fielen. Frauen und Kinder ziehen sort, um sich in Sicherheit zu bringen, während die Männer den noch unversehrten Teil der Stadt zu retten suchen. ) Eine furchtbare Aetherexplosion, durch die eine große Anzahl Personen teils getötet, teils schwer verwundet wurden, fand in dem russischen Orte Troßno im Gouver nement Pstow statt. Dort huldigen fast alle Bewohner, Männer, Frauen und sogar Minderjährige, dem Aethergenuß. Der Aether wird, mit Wasser verdünnt, mit Spiritus vermischt oder auch in unvermischter Gestalt, teils als Rausch, teils als Arzneimittel getrunken. Der Kampf der Behörden gegen dieses Laster ist zu keinem positiven Resultate geführt, im Gegenteil, es wird mit jedem Jahre allgemeiner und verbreiteter, und es ist beinahe selbstverständlich, daß bei Hochzeiten und ähnlichen Festlichkeiten die Gäste mit Aether bewirtet werden. Der Aether wird von den Bauern teils aus Pstow, teils aus Petersburg, Riga oder Reval eimerweise bezogen und in großen Quantitäten in den Bauernhäusern aufbewahrt. Dieses führte zu der erwähnten erschütternden Katastrophe. Ein Bauer in Troßno feierte die Hochzeit jeines Sohnes. Er hatte zu diesem Tage zwei Eimer Mether tommen lassen. Als das Bauernhaus bis auf den legten Plaz gefüllt war, begann er den Aether in Flaschen zu gießen. Plötzlich erfolgte eine heftige Explosion, und es wurden sechs Kinder getötet; ein Erwachsener wurde lebensgefährlich und vierzehn andere wurden mehr oder minder schwer verlegt. Bekanntmachung. - Samstag, den 29. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen im Bürgermeistereigebäude Zimmer Nr. 15 acht städtische Pläße zum Verkauf von Christbäumchen meistbietend verpachtet werden. - Gießen, den 26. November 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Bei der gegenwärtig herrschenden falten Witterung sehen wir uns veranlaßt, auf die nachstehend abgedruckten Bestimmungen des Lokal- Reglements betr. die Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen und Bläge, sowie die Reinhaltung der Kanäle in der Provinzialhauptstadt Gießen vom 10. November 1879 zu verweisen mit dem Bemerken, daß die Schuhmannshaft zur Ueberwachung angewiesen worden ist. Gießen, 19. November 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Betreffend Die Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen. § 5. Zur Winterzeit gelten noch weiter folgende Bestimmungen. a) Sobald Glatteis entsteht, muß, soweit die Hofraithen Amtlicher Teil. scheint, aufeisen und mit Asche oder Sand bestreuen zu lassen. e) Bei eintretendem Thauwetter sind nach Aufforderung der oft und Logis haben und sich über gute Führung dud Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der Jahre kann nur dann im letzten Dienstjahr abgesehen ir. 283 nement preis: in Gi Baus gebracht 60 Big., jabrlid Lokalpolizeibehörde ohne Verzug die Straßen, öffentliche werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum atisbeilagen Oberbeff Bläge und insbesondere Floßrinnen aufeisen, fehren und Militär, durch Auflösung des Haushalts oder du erbeffiche Zeitschrift f Schnee und Eis alsbald von den Straßen entfernen zu Gründung eines eigenen Hausstands erfolgt. Es werde artenbau, fowle bie Gießen lassen. hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach d f) Das Fahren mit kleinen Schlitten und das Schleifen auf vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glaub öffentlichen Plägen und Fußpfaden ist untersagt. Wenn Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter B Siesem Verbote zuwider dennoch Schleifen entstehen, so lage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrsch find diejenigen, welchen die Reinigung überhaupt obliegt, über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkasse auf Auffordern der Polizeibehörde verbunden, die Schleifen buchs bei unserer Kasse oder der Bürgermeisterei de entweder mit Sand oder Asche tüchtig bestreuen, oder Wohnorts bis zum 15. Dezember 1. 3. zu melden. aufhauen zu lassen. Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener. :) Beim Schneefall muß längs der Hofraithen mit Einschluß der Höfe, Gärten und sonstigen Grundstücken auf dem Bankete, oder wo fein solches vorhanden ist, auf der Straße ein 3 bis 4 Fuß breiter Pfad rein gekehrt und dies bei fortdauerndem Schneefall so oft als nötig wiederholt werden. h) Schnee und Eis darf aus dem Innern der Hofraithen nicht auf die Straße gebracht werden, ohne daß für augenblickliche Wegschaffung gesorgt wird. § 6. Bekanntmachung. Dab Blatt erfdeint an all 24 Im nächsten Jahre soll wieder eine Anzahl ar me trophulöser Kinder in der Kinderheilanstalt zu B Nauheim behufs Gebrauchs einer Badekur auf Kosten be Sparkasse untergebracht werden. Sparkasse untergebracht werden. Es ergeht daher an diejenigen Bewohner bes Spa für Oberhe tassenbezirks Gießen, welche solche franten Rinthält alle amild Cin böl CB. In der Reichstagsfi reinen mehr Die Reinigung derjenigen Straßen und Bürgermeistereien werden gebeten, die einlaufenden Moriches Bild des Reichst es ist das Reichsparlame Für Befolgung der rorstehenden Bestimmungen sind bei haben, aber nicht in der Lage find, die Kosten selbst bestreite mit Einschluß der Höfe, Gärten und sonstigen Grund- Privatgebäuden, Gärten, Höfen oder sonstigen Grundstücken zu können, die Aufforderung, sich bei ihrem Pfarramt obr der betreffenden Bürgermeisterei zu melden. Bet der stücken an der Straße oder an öffentlichen Bläßen liegen, die Eigentümer derselben oder diejenigen, welche der Polizeimeldung ist ein ärztliches Beugnis abzugeben, in welchem be Der Fußpfab, ober, wenn fein Juppias vorhanden, behörde desfalls als deren Stellvertreter bezeichnet werden notwendigteit einet Babetur beſcheinigt ſein muß. Es fönn gröfidenter froimagi bie Strapt dei big breite bett mit Aiche and alb bei öffentlichen Gebäuden, Gärten, Höfen oder sonst gen Grund- aut foldig et bor berüdlichtigt werden, welche bereits in der Reichsonian, geniülgenb beſtreut werden. Entſteht das Glatteis zwiſchen ſtilden die Vorsteher, Verwalter, Pächter oder sonstige Ber- unsere Kosten eine Babefur burchgemacht haben, falls be aufgehen lange menn 7 Uhr Morgens und 9 Uhr Abends, so muß sogleich, fonen, welchen die Reinigung 2c. überhaupt übertragen ift, ärztlicherseits für notwendig gehalten wird. längstens mit Ablauf der ersten halben Stunde nachher, atteinen, wozu nach Scenen und in Gimi entſieht es aber in der Nacht, bis 7½½ Uhr Morgens feine Werbindlichkeit beſteht, ferner bie Reinigung ber öffent der Mittellofigteit ber betreffenden Eltern bis zum 15, Debaten e gurite er b) Un den auf die Straße gehenden Dachkandeln, Gossen- lichen Plätze und Brücken, soll auf Koſten des Fistus, resp. zember 1. 38. hierher einzusenden. Später einlaufende tung auf die Worte her steinen und sonstigen Ableitungen des Wassers nach der der Stadt geschehen, soweit sie in deren Eigentum stehen. Meldungen können nur dann berücksichtigt werden, falls redit ſchauluftige, neugieri Straße 2c. muß das auf den Straßenpflastern oder Fußzeitig angemeldete Kinder ausfallen sollten.- Bemexft wibt im alten Ron das o pfaden angesezte Eis auf Aufforderung Großherzoglicher| noch, daß Kinder unter 3 Jahren, sowie Knaben über 14 und der umfagerte. Beifall bein Bolizeiverwaltung aufgebauen und weggeschafft werden. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, Mädchen über 15 Jahre in die Anstalt nicht aufgenommen erblichenem Intereffe d c) Außerdem ist bei Frostwetter dafür zu sorgen, daß das daß auch im laufenden Jahre eine Prämiirung von werden. etwa vom Innern der Hofraithen ausgeschüttete Wasser Diensboten des Sparkassenbezirks stattfinden soll. Gießen, den 24. November 1902. nicht durch die Floßrinnen auf die Straße laufen kann. Prämien fönnen von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten Der Direktor der Spar- und Leihfasse Gießen. d) Vor den öffentlichen Brunnen ist, so oft es nötig er- lim engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft| Wiener. gestreut werden. Bekanntmachung. Jean Dern& Co., Giessen Gegr. 1883. Bureau und Lager: Westanlage 31, Telephon 21. Inhaber: Oskar Gutmann. Gegr. 1883. Cementwaren-Fabrik und Lager: Frankfrtstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikeln, Ferd. Nennstiel Möbelhandlung. Blockstraße 8. Polster- und Kastenmöbel, poliert und ladiert in jeder Preislage. Specialität: Betten- und Polstermöbel in eigener Anfertigung. Nebernahme vollständiger Ausstattungen. PFLEGE DEIN HAAR 胃 Pflege Dein Baar JAVOL Das Brote für die Saare. Pomade, Oel und schädliche Essenzen dürfen nicht auf die Kopfhaut gebracht werden. 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