Nr. 256. Erstes Blatt. Montag, den 3. November 1902. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Grattabellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie gang Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Big. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Der künftige Wahlkampf. CB Alle Welt flagt über die langen Reden, die augen blicklich im Reichstage gehalten werden, ohne daß damit aber auch nur der geringste Einfluß auf die Abstimmungen ausgeübt wird. Denn darüber sind sich die Abgeordneten je nach ihrer Parteizugehörigkeit schon bei Einbringung der Zolltarifvorlage flar gewesen, ob sie bei der einen Position mit Ja und der anderen mit Nein stimmen sollen, und Fälle, wie in der Mittwochsizung, sind selten. Damals hat bekanntlich der Abg. Sittart am Schluß der Debatte über die Viehzölle erklärt, daß er, obgleich ursprünglich ein Freund der Viehzölle, durch die Harthörigkeit des Landwirtschaftsministers gegen die Teuerungsklagen ein Gegner von Grenzzoll und Grenzsperre geworden sei. Seine Kollegen, die in den Wandelgängen des Reichstags die Ereignisse des Tages besprechen, hatten für diese Darstellung nur ein vielsagendes Lächeln. Sie wiesen auf die stark industrielle Bevölkerung des Sittartschen Wahlkreises in der Nähe von Aachen hin und meinten, daß auch die heftige Gegnerschaft der Wähler gegen Zoll und Sperre der Ueberzeugung des Herrn Sittart etwas nachgeholfen habe. Demnach ist es also zweifelhaft, ob irgend eine Parlamentsrede den ehemaligen Viehzollsaulus in einen Zollpaulus verwandelt hat, und man wird überhaupt mit der Laterne nicht ein einziges Exemplar unter den Parlamentariern auftreiben können, bei dem die gehaltenen Reden irgend eine Wirkung hatten. Bei der Linken verfolgen sie den Zweck, die Frist bis zu dem Ablauf der Periode ohne positives Ergebnis verstreichen zu lassen, das Zentrum und die Rechte aber sind nicht minder eifrig mit dem Worte. Sie bezwecken damit offenbar einen Einfluß auf die Wähler, damit der bevorstehende Wahlkampf auch einen günstigen Verlauf nehme. Die Linke sucht ihr Ziel zu erreichen, indem sie den Zolltarif scheitern läßt, um mit der Parole des Kampfes gegen die Kornzölle die Scharen der Wähler um sich versammeln zu können, und die Rechte hält ihre Reden für einen verschärften Schutzzoll, um der landwirtschaftlichen Bevölkerung ihren Eiser für deren Interessen zu beweisen und handgreiflich zu zeigen. In der dritten Lesung, wenn diese überhaupt noch erlebt wird, und nach Erledigung der entscheidenden Paragraphen des Zolltarifgesezes werden bei der Rechten und beim Zentrum, wenn sich genug Aftenmaterial an Wahlreden aufgesammelt hat, die Reden um so fürzer werden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß in dieser Situation die Sozialdemokratie den günstigsten Plaz einnimmt. Indem sie die freihändlerische Politik der Freisinnigen übernahm, bedroht sie deren Wahlkreise und sammelt auch in den Wahlkreisen der übrigen Parteien mit dem Kampf gegen die Kornzölle einen Teil der Wähler um sich. Denn das ist das charakteristische Merkmal der augenblicklichen politischen Lage, daß vom Zentrum ab nach rechts kein einheitlicher Standpunkt zur Zolltariffrage mehr vorhanden ist. Und nur zu dem Zwecke, eine endgiltige Spaltung der verschiedenartigen Richtungen zu verhüten, reden die Herren vom Zentrum und von rechts zum Fenster hinaus. Aber auch dieser Zweck wird faum erreicht werden, denn die Verhandlungen werden bei den häufigen Wiederholungen allmählich so uninteressant, daß sie außer den Zeitungskorrektoren kaum noch jemand liest. Dieser Zweck wird auch erreicht, wenn die Vorlage angenommen werden sollte, denn dann bietet ber Rückblick auf die Abstimmung den reichsten Agitationsstoff. Die parlamentarischen Wortgefechte, die jetzt in der Bolltariffrage noch stattfinden, sind Agitationsreden für den Wahlkampf. Die Politik. Vom Hofe des Kaisers.K Nachdem der Kaiser gegenüber dem inzwischen nad Kopenhagen zurückgekehrten Kronprinzen von Dänemark jeinen Pflichten als Gastgeber in einer anerkannt herzlichen und aufmerksamen Weise genügt hat, nahm er in den letzten Tagen die Regierungsgeschäfte mit großer Energie wieder auf. Er empfing nacheinander die Oberpräsidenten der Provinzen Brandenburg und Hannover, bie Herren von Bethmann- Hollweg und Dr. Wenzel. Lezterem gegenüber soll er besonders betont haben, daß ihm ber Mittelkanal nach wie vor sehr am Herzen liege. Weiterhin waren der Staatssekretär des Reichsmarineamtes b. Tirpitz und der Chef des Marinekabinetts v. SendenBibran zum Vortrag befohlen; er nahm außerdem die Rapporte seiner Leibregimenter entgegen. Was den Besuch des Kaisers in England anlangt, so will König Eduard ihn diesmal besonders glanzvoll gestalten; er hat deshalb eine Reihe hervorragender diplomatischer, politischer und militärischer Persönlichkeiten, ferner den englischen Botschafter in Berlin Sir Frank Lascelles und den deutschen Botschafter in London Grafen Wolff- Metternich an sein Hoflager nach Sandringham gelaben Die jüngsten Verlobungs- Gerüchte. Eine Nachricht, die mit dem dänischen Besuch zu sammenhängt, wird in den Kreisen der Diplomatie und des Hochadels sehr lebhaft besprochen. Danach soll eine Verlobung des deutschen Kronprinzen mit der Prinzessin Thyra von Dänemark geplant sein, um nunmehr, nachdem durch die Ehe des Kaisers mit der ehemaligen Prinzessin von Schleswig- Holstein bereits die sogenannte Augustenburger Frage erledigt ist, auch dem dänischen Königshause gegenüber die Schleswig- Holsteinische Frage durch einen Liebesbund zu einem versöhnenden Abschluß zu bringen. Die Nachricht trägt indes ebensosehr den Stempel der willkürlichen Mutmaßung an der Stirne, wie die früheren Verlobungsgerüchte, die auf eine englische Prinzessin und die Schwester des jugendlichen Herzogs von Koburg hindeuteten. Wir glauben, daß der Kronprinz einstweilen noch nicht an eine Ehe denkt, und das hohe Elternpaar wird ihm ,, die goldene Freiheit" gewiß noch gerne gönnen. Grundloser Krisenlärm. Der Empfang eines wohlgelittenen Oberpräsidenten bei dem Kaiser hat in denjenigen Kreisen Berlins, die das Gras wachsen hören, Anlaß zu Mutmaßungen über einen bevorstehenden Ministerwechsel gegeben; insbesondere wurde behauptet, daß die Stellung des Landwirtschaftsministers von Podbielski erschüttert sei. Wie wir hierzu positiv erfahren, sind alle diese Mutmaßungen reine Erfindung. Herr von Podbielski ist noch immer persona gratissima beim Kaiser und es liegt auch kein Anlaß zu einem Wechsel vor. Fürstliche Hausgesehe und ihre Wirkung. Das Dementist dec Nachricht von einer bevorstehenden Verlobung des Großherzogs von Hessen schnell gefolgt; Meldungen aus Darmstadt treten dem Gerücht sogar mit großer Entschiedenheit entgegen. Die geschiedene Gattin des Großherzogs, die in Koburg residiert, ist übrigens, wie neuerdings bekannt wird, durch ihre Ehe aus dem koburgischen Herrscherhause ausgetreten und auch die Scheidung hat diese Rechtswirkung der geschlossenen Ehe nicht aufgehoben. Demgemäß genießt sie in Koburg nicht mehr die dem Herrscherhause garantierte Steuerfreiheit. Ihr Einkommen ist auf 120 000 Mark festgesezt worden. Die Großherzogin Viktoria Melitta gehört jetzt zu den Höchstbesteuerten des Herzogtums. Ebenfalls aus dem fürstlichen Stande ausgeschieden ist die ehemalige Kronprinzessin von Desterreich durch ihre Ehe mit dem Grafen Lonyay. Auf die österreichische Erzherzoginnen- Würde hat sie freiwillig verzichtet; aus dem belgischen Königshause ist sie durch einen Machtspruch ihres Vaters ausgeschlossen. Auch diese Sachlage hat eine Rechtswirkung gehabt. Die Gräfin schrieb sich nämlich dieser Tage in das Fremdenbuch eines Hotels in Meran als Gräfin Bogrod ein. Die Behörde eröffnete ihr aber, daß ihr nach Verlust des Fürstenränges ein Incognito nicht mehr zustehe. In Südafrika bereitet sich etwas vor. D Zur bevorstehenden Reise Chamberlains nach Südafrika berichten die Londoner Blätter, aus Lissabon verlaute, Chamberlain habe den Wunsch ausgesprochen, Laurenço Marques zu besuchen, und es sei ihm die Versicherung gegeben worden, daß er auf portugiesischem Gebiet herzlich willkommen sei. Da auch der portugiesische Gesandte in London in legter Zeit einen sehr geschäftigen Verkehr mit dem Auswärtigen Amt unterhielt, jo vermutet man, daß die Delagoabai an England übergeht. Kurze politische Nachrichten. * Derbayerische Generals hut wird endgültig burch den Helm ersetzt. Nur der Prinzregent hat für sich und sein Gefolge die alte Kopfbedeckung vorbehalten. * In Genua kam es durch einen Angriff der Sozialbemokratie gegen die Redaktion des demokratischen Blattes zu einem Volksaufstand. * Zwischen dem C tan und dem König von Serbien sind Freundschaftskundgebungn ausgetauscht worden. * General De wet ist nach Südafrika abgereist. * Die englische Regierung erteilte die Ermächtigung zur Bildung eines Freiwilligen Korps für Transvaal. * In Pretoria te eie Smission zur Prüfung der für Verluste im südafrikanischen Kriege gegen die Regierung erhobenen Schadenersatz- Ansprüche eingesetzt. * Die koreanische Regierung hat am Pekinger Hofe eine Gesandtschaft eingerichtet. Die Koreaner haben bei ihrer Audienz europäische Uniformen getragen, um damit darzutun, daß sie nicht mehr Untertanen des Kaira von China seien. Vermischtes. [ Ein Glücklicher.] Bei einem großen Feuer in der Stralauer Straße zu Berlin mußte die Frau des Portiers Laurenz mit ihrem vierjährigen Söhnchen Hans flüchten. Sie stürzte aber auf der Treppe bewußtlos zusammen. Der Kleine kam in der Dunkelheit zu Falle, fiel die Treppe hinab und gelangte bis zum Hofe. Hier tropfte ihm aber flüssiges Zinn von der Dachrinne auf den Kopf und die pände, so daß er, halb betäubt, die Treppe wieder empɔrfroch. Die Feuerwehr rettete die beiden und brachte jie nach der Unfallstation und später nach der Feuerwache, um ihnen Sauerstoff einzuflößen. Als der fleine Hans bon den Aerzten verbunden wurde, lächelte er und gab auf bie erstaunte Frage des Arztes die Antwort:„ Ich freue mich so, daß ich mit der Feuerwehr gefahren bin." Blückliche Kindheit! A[ Süddeutschland zur Sec.] Das Interesse für die beutsche Kriegsflotte ist in Süddeutschland nach den ,, M. N. N." nicht viel geringer als an unseren Seeküsten, doch ist der Unterschied zwischen der Anzahl von jungen Leuten, welche die einzelnen süddeutschen Staaten zur Marine abgeben, ein ziemlich großer. Die Zahl der Süddeutschen, Die gegenwärtig den Mannschaften der kaiserlichen Marine angehören, beträgt 2764. Davon stammen 1737 aus ElsaßLothringen, 477( wie neulich schon erwähnt) aus Bayern, 310 aus Baden und 240 aus Württemberg. Besonders auffallend ist die große Anzahl von Reichsländern, die ihrer Militärpflicht auf der See genügen. [ Das neue Badezimmer der Zarin.] In Petersburg spricht man gegenwärtig viel( natürlich so leise als möglich) von einem wunderlichen Einfall der Zarin: sie hat das Arbeitszimmer Aleranders II., das bis jebt gewissermaßen als eine historische Reliquie, im alten Zustande erhalten worden war, in ein Badezimmer umwandeln lassen. In biesem Zimmer unterschrieb einst Alexander II. das Manifest, das lange ich Millionen Sklaven die Freiheit gab. ,, Wie " auch noch leben mag, eine schönere Handlung werde ich nie mehr vollführen können," hatte Alexander damals mit berechtigtem Stolze ausgerufen. Und er sprach den Wunsch aus, daß man alle Gegenstände, die sich in jenem feierlichen Augenblicke in dem Zimmer befanden, unberührt lassen und ihm selbst ein anderes Arbeitszimmer einrichten möge. Seit vierzig Jahren hatte niemand das peiligtum anzutasten gewagt. Und nun sind auf Befehl Der jungen Kaiserin die Dokumente und die historischen Erinnerungen, die sich in dem Zimmer befanden, in die Speicher gebracht worden. Die kaiserliche Bibliothek in Petersburg hat Schritte getan, um wenigstens die historischen Schriftstücke zu retten. Ob sie Erfolg hatte, wird nicht gejagt. Das seltsame Vorgehen der Zarin findet natürlich nirgends Billigung. Die Wasserheilkunst ist gewiß eine schöne Sache," sagt man, aber man darf die Liebe zum Wasser nicht so weit treiben, daß man aus einem geschichtlich merkwürdigen Raume ein Badebassin macht." )[ Der furchtsame Sultan.] Kein Tourist, der nach Stambul kommt, versäumt es, den großen Bazar zu be suchen, wo man vor allem hübsch damascierte und nach orientalischer Mode inkrustierte Waffen kaufen kann. Es sind übrigens eher Spielsachen als wirklich brauchbare Wassen, da sie für den Ernstfall wenig praktisch gearbeitet sind. Trotzdem hat Abdul Hamid, der Zitterer auf dem Throne, auch diesen Waffenhandel für gefährlich erklärt; er duldet vorläufig noch den Verkauf von Säbeln und Dolchen, aber der Verkauf von Feuerwaffen ist von jetzt an ſtreng berboten. Der türkische Polizeiminister hat den Waffenhändlern befohlen, innerhalb einer Frist von acht Tagen alle Feuerwaffen abzuliefern, die sie noch auf Lager haben. Das Rundschreiben sagt: gegen Bezahlung abliefern", aber der Händler, der sich einfallen ließe, auch nur einen Pfennig zu verlangen, fände bald auf Staatskosten Bension in dem köstlichen Zaptieh- Gefängnisse, aus welchem man manchmal wieder herauskommt, manchmal aber auch nicht. £[ Der böse Neger.] Dieser Tage stand in einem texanischen Städtchen ein Mann vor Gericht unter der Anflage, einen Neger in mörderischer Weise angegriffen zu haben, indem er ihm dreimal mit einer Hacke auf den Kopf schlug und ihn schwer verlette. Sein Verteidiger sagte wörtlich: ,, Ein Schlag mit einer noch so schweren Waffe auf den Kopf eines Niggers kann nicht ein Angriff mit der Absicht des Tötens sein, denn es ist allgemein be kannt, daß ein solches Instrument dem Schädel eines Niggers nichts anhaben kann. Wenn der Rigger behauptet, er sei schwer verleßt, so erinnere ich nur an die bekannte Berlogenheit dieser Rasse, und wenn zwei Aerzte der Ansicht Ausdruck gegeben haben, der Nigger sei tatsächlich berlegt- mun, dann spricht es nur für das Komödiantentalent dieses schwarzen Unholds, daß er sogar zwei weiße Aerzte irreführen konnte." Die Geschworenen waren durch biese furze, aber gehaltvolle Verteidigungsrede überzeugt und sprachen den Angreifer frei. *[ Die Sprechleistungen von zwei bis dreijährigen Kindern.] Herr Gale, Professor an der Universität von Minnesota, bat an seinen drei Kindern psychologische Bedeffen Einrichtung dem Heinen Miethause Kindergefchrei von verschiedenen Stimmen kündigteach. zahlreiche dem an. finden Der Derr, velcher sich stelltemenpfleger gemacht hatte. fürlich nicht wissen können, aber die Seele war es, welche zwerghaft und etwas vermachien war, bas hatte er naBilde, welches sich sting von Nicht, daß er diese Seele igh er als Mister Moor vorer zu ermarto tte denn fast von einem mit angegebene Stunde der Rückfunft einzuhalten. seiner Stube Licht brennen, waße ie wirtin forgie. finster geworden, von der Straße aus sah er schon in Bolizeiagent etwas mitzuteilen habe. Er beeilte sich, die stimmten Abendstunde zurück sein würde, falls ihm der worden wäre, halteten sich befassenden Arzte vorgeführt seing hatte zuhause hinterlassen, daß er zu einer bee er nichts erfahren fönnen. Es war Qui Sie," zukünftigen in den ich Sie nicht Rachmittagsgefahren." einmal an." ,, So! getroffen hätte, so wäre schnellzug nach Paris gefeßt, und wenn sche Gegend kämen. Na, ich gratuliere sehr!" Herrn Schwiegerpapa ten Sie es nicht erwarten, daß wir in diese paradiesiDante, lieber Freund, nachher stoßen wir drüben Also verlobt haben Sie sich, drum also tonn ich jezt an Bord zum Diner natürlich frit inrenger ' hiß: i wenn itan selbst eine leise, Bemertung, von Wort mer hochaufgerichtete unite Dur rechte pern fieben, teine Verlegenheit, tein Und hier tuation beherrscht hätte. Frauen gesagt, ihn einembe aus der Rolle fallen, ohne der Wim zurechtwiesen, er dennoch die Gesichtchen, Vor ihm stanb er nicht mit ihrem ovalen, schönen den führ feingeschnittenen, aber energischen Mund, und den seiden obachtungen gemacht, die sehr interessant sind, aber bi große Schwierigkeiten geboten haben müssen. Es han Belte sich darum, in Erfahrung zu bringen, wie viel Borte( durchschnittlich) ein zwei bis dreijähriges Kini täglich sprechen kann; dann, welche Worte das Kind am häufigsten spricht; dann wie groß die Zahl der einsil bigen Worte in der Kindersprache ist, u. s. w. Gales Knaben sprachen täglich durchschnittlich 8992 bezw. 9290 und 10 507 Worte. Das ist eine ganz großartige Leistung: man denke nur an die Anstrengungen des Gehirns, des Kehlkopfs u. s. m. Der jüngste von den drei Sprößlingen bes Gelehrten heißt Samuel oder Sammy. Das Wort, bas er als zweijähriges Kind am häufigsten sprach, wai sein Kosename Sammy, den er unter 9290 Worten 1057 Mal hören ließ. Dann kam: Papa", 350 Mal täglich, während er ,, Mama" nur 193 Mal sagte. Das tam aber nur daher, weil der Vater ihn an den Untersuchungslagen" auch nicht eine Minute verließ. Die anderen Worte, die sehr häufig gesprochen wurden, waren: ,, das" 226 Mal; ,, da" 151 Mal;" nein" 292 Mal( während„ ja" nur 104 Mal gesagt wurde); ,, ich will" 204 Mal; ,, Dick" Borname des älteren Bruders) 148 Mal; ,, in" 145 Mal; au" 147 Mal. " Z ▲ Ein Dampfer mit 500 Leichen untergegangen. Nach einem Telegramm des ,, Daily Expreß" aus Melbourne ist der englische Dampfer ,, Ventuor" auf der Fahrt nach China bei Neu- Seeland untergegangen. Die Mannschaft wurde gerettet. Der Dampfer hatte 500 Särge mit Chinesen, die in China begraben werden sollten, an Bord, 460 Gärge waren mit je 10 Pfund Sterling versichert. Bekanntlich glaubt der fromme Chinese, daß er in fremder Erde keine Ruhe finden könne, und die Verwandten lassen deshalb, wenn irgend angängig, die Leichen teurer Toten nach dem Lande der Mitte zurücktransportieren. Jeder Chinese, der ins Ausland geht, nimmt sich ein Säckchen heimischer Erde mit, um im Fall seines Todes darauf gebettet zu werden, wohlhabende Leute führen sogar ihren Sarg mit sich. Auch der„ Sühneprinz" Tschun hatte, als er wegen der Ermordung des deutschen Gesandten von Ketteler in Berlin um Verzeihung bat, einen prachtvoll geschmüdten Sarg bei sich. V Hallesches Universitätsjubiläum. Unter Teilnahme des Kultusministers Dr. Stadt, der akademischen Körperschaften und Behörden wurde Sonnabend die 400 jährige Gedenkfeier der Gründung des älteren Zweiges der ver einigten Friedrichs- Universitäten Halle- Wittenberg abge halten. In der Aula fand ein Festakt statt; der gegen wärtige Rektor der Universität Prof. Haupt hielt die Ge denkrede, in der er als Pflanzstätte der Geistesfreiheit die Universität Wittenberg pries. An den Festakt schloß sich die Einweihung des neu erbauten Universitätsgebäudes an. Der Kultusminister Dr. Studt verficherte in einer Ansprache die Universität der ferneren Förderung seitens des Kaisers und verkündete eine Anzahl Ordensauszeichnungen. A Die Berhaftung des Frl. Augspurg in Weimar, die wir mitteilten, gewinnt durch eine amtliche Bekanntmachung im Inseratenteil der Weimarischen Zeitung" ein gänzlich verändertes Aussehen. Danach erklärte Frl. Augspurg u. a.:,,Eigentlich habe sie den Schußmann mit hergebracht und nicht der Schußmann sie; der Vorfall tomme ihr gerade recht, sie brauche solches Material, bamit der Paragraph( sie nannte einen Paragraph des Strafgesetzbuches) falle, sie gehe an den Reichstag, ihr Name sei kein unbekannter, ihr stünden fast alle Zeitungen zur Berfügung; wir hätten einen Fall Berlin, Köln, Münhen, Wiesbaden gehabt und nun hätten wir auch einen Beimar." So lange Frl. Augspurg nicht beweisen kann, daß dieser Bericht unwahr ist und das ist unserer Meinung nach bei dessen amtlichem Charakter ausgeschlossen - - darf sie sich über das, was ihr zugestoßen, nicht beichweren. Ihr ist nur das geworden, was sie gewollt hat. K) Der Reichskanzler im Posener Goldenen Buch. In das aus Anlaß der Kaisertage beschaffte ,, Goldene Buch der Stadt Posen" hat sich jetzt auch Graf v. Bülow mit folgenden Worten eingezeichnet: Möchten die schönen Posener Kaisertage, welche den Anlaß zu dieser Einzeichnung gegeben haben, den Ausgangspunkt einer stetig fortschreitenden, gedeihlichen Entwickelung der Stadt bilDen. Mit der Versicherung, daß es mir von hohem Wert gewesen ist, die dortigen Verhältnisse persönlich kennen zu lernen, und daß mir der Besuch in Posen immer in angenehmster Erinnerung bleiben wird, bin ich des Magistrats sehr ergebener Graf v. Bülow, Reichskanzler." 1001 * Ein pflichtvergessener Don Juan. Großes Auffehen erregt in allen Kreisen Agrams die Enthüllung eines dortigen Blattes über das seinerzeitige Verschwinden eines Ulanen- Oberleutnants, der in den vornehmsten Kreisen der Gesellschaft verkehrte. Der Offizier hatte sich in seiner früheren Garnison mit einem vornehmen bürgerlichen Mädchen verlobt, doch die Verlobung plößlich abgebrochen. Der Vater des Mädchens flagte nun den Offizier an wegen Bruches eines ihm in ehrenwörtlicher Form gegebenen Heiratsversprechens. Der Offizier wurde in Untersuchung gezogen, dabei ergab sich, daß der Offizier schon in zwei Fällen ähnlich gehandelt hatte. Er wurde zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt. Es gelang ihm jedoch, aus der Haft zu entkommen und nach Serbien zu entfliehen. Dort trat er in die Armee ein. Dieser Tage tam nun von jenem Offizier ein flehentliches Schreiben an seine dritte verlassene Braut, worin er sie bittet, ihm zum Ehebunde die Hand zu reichen. Als Antwort erhielt er die Verlobungsanzeige der jungen Dame.- Abgefaßte Mädchenhändler. In Temesvar wurden mehrere Personen verhaftet, welche den Export junger Mädchen nach den Balkanländern, besonders aber nach Bosnien und der Herzegovina, gewerbsmäßig betrieben hatten. Ein Polizeikorporal hörte weinende Stimmen aus einer Kammer des berüchtigten Hauses der Frau Fannh Hanacsek. Er ließ die Tür öffnen und fand in der Kammer drei junge Mädchen, welche die Hanacsek seit drei Tagen unter Schloß hielt, weil sie sich weigerten, nach Mostar zu reisen, um dort die ihnen von der Hanacsek versprochenen guten Bosten" anzutreten. Die Untersuchung stellte fest, daß die Frau und drei ihrer Helfershelfer schon mehrere Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren unter dem Vorwande, ihnen gute Dienstpläge zu ver schaffen, nach Bosnien gebracht hatte. Die Duchoborzen. Schon seit einiger Zeit hatten in Manitoba( Canada) eingewanderte Russen, die der so. genannten Duchoborzen- Sette angehören, Anzeichen einer religiösen Wahnsinnsepidemie gezeigt. Jezt ist diese unter den sonderbaren Schwärmern zum vollen Ausbruch gekommen. Tausende von ihnen ziehen im Lande umher und predigen. An 500 wälzen sich wie heulende Derwische in religiöser Ekstase den ganzen Tag auf der Prärie herum. Sie haben ihre Frauen und Kinder im Stich gelassen und die Behörden müssen sich nun derselben annehmen. Viele Kinder sind schon gestorben. Die Duchoborzen haben die Auswanderungsagenten der Regierung gezwungen, mit ihnen zu marschieren, und die gesamte berittene Polizei bei Yorkton ist aufgeboten worden; auch Militär wird zweifellos aufgeboten werden müssen. Die Duchoborzen leisten bekanntlich weder Eid noch Kriegsdienste, verwerfen das Priestertum, Sakramente und jede äußere Kirche überhaupt und leugnen auch die Dreieinigkeit und die Gottheit Christi. ** Bunte Chronit. Im Alter von 61 Jahren ist Geh. Sanitätsrat Prof. Dr. Eugen Hahn, der bekannte Chirurg und Direktor der chirurgischen Station am Berliner städti schen Krankenhaus Friedrich hain gestorben. Ein Herzschlag hat dem Leben des weit über die Grenzen des Deutschen Reiches, bekannten Arztes ein jähes Ende bereitet. - Auf der Tecklenborgschen Schiffswerft zu Bremen lief der 8250 Registertons große Doppelschraubendampfer des Norddeutschen Lloyd Roon" vom Stapel. Die Taufe vollzog Frau Senator Buff- Bremen. In Kassel wurde ein großer Pretiosen- und Uhrendiebstahl in dem Uhrengeschäft von Debus durch eine Cinbrecherbande ausgeführt. Eine bedeutende Anzahl von Uhren, Schmucksachen und Juwelen wurde von den Dieben durch eine Einbrecherbande ausgeführt. Eine bedeutende Anzahl von Uhren, Schmudsachen und Juwelen wurde von den Dieben erbeutet. Auf der Grube Glaskopf bei Daaden stürzten vier Bergleute infolge Hängenbleibens des Förderkorbes in den Schacht. Zwei sind tot, der Dritte schwer verletzt, während der Vierte mit dem Schrecken davon gekommen ist. - In Selz im Elsaß ist die Mäuseplage so stark aufgetreten, daß sich die Schulbehörde veranlaßt sah, die Oberklasse der Knabenschule zur Mäusejagd zu beurlauben. Täglich ziehen die Knaben unter Führung des Feldhüters hinaus zur Jagd und erhalten für je 100 zur Strecke gebrachten Tiere 60 Pf. aus der Gemeindekasse vergütet. Wie behauptet wird, sei dieses ,, Waidwerk" lohnend. - -In Wanzleben bei Magdeburg explodierte der Dampfkessel der dortigen Zuckerfabrik, wobei sieben Personen schwer und einige Personen leicht verlegt wurden. Der Schornstein ist eingestürzt. Der Sachschaden ist bedeutend. - In Prag wurde der ehemalige Kassenbeamte der Wenzelstasse festgenommen, der für 27 000 kronen Lose versezt hatte. Der ungetreue Direktor Böhm der Sparkasse in Arad, von dessen Defraudationen wir meldeten, ist ebenfalls verhaftet worden. Beim Bau der Infanterie kaserne in Czenstochau stürzten drei Mauern ein, während 130 Arbeiter daran beschäftigt waren. Bisher wurden 15 Tote festgestellt, 38 sind schwer verletzt, 18 Persen werden noch vermißt. Im Frühjahr 1903 soll eine Pariser Messe zum ersten Male veranstaltet werden und alle Neuigkeiten in Pariser Industrieartikeln, sowie die modernsten Toiletten zeigen. Infolge der Einführung neuer Kommunalstenern zog zu San Cataldo in Sizilien ein Hausen von über zehn tausend Einwohnern vor das Rathaus und schrie: ,, Nieder mit dem Gemeinderat!" Die Gendarmerie wollte den Haufen zersprengen, wurde aber mit Steinwürfen empfangen. Die Gendarmen gingen darauf mit blanker Waffe vor und verwundeten zahlreiche Demonstranten. -Der Vorsitzende des Gesundheitsamtes in San Francisco erklärt, man brauche sich über die auch von uns gemeldeten Bestfälle nicht zu beunruhigen, es sei aber unmöglich, in der Chinesenstadt gute Gesundheitsverhältnisse herzustellen, außer, wenn man das ganze Viertel völlig niederreiße; die Chinesenstadt müßte von ihrer Bevölkerung verlassen und dann verbrannt werden. Heinrich Rickert+. In dem Landesdirektor Heinrich Rickert, dessen Ableben durch den Draht gemeldet wird, ist einer der ältesten Abgeordneten des Reichstages und preußischen Landtages zwar nicht an Lebensalter, aber an parlamentarischer Anciennität, heimgegangen zum ewigen Frieden. Er hat ein Alter von 69 Jahren erreicht. Geboren am 25. September 1833 zu Puzig, besuchte er das Gymnasium zu Danzig; dann studierte er in Breslau und Berlin Jura. Seine eigentliche öffentliche Wirksamkeit begann er als unbesoldeter Stadtrat in Danzig. Von dieser Stadt wurde er auch als Abgeordneter für Land- und Reichstag gewählt und zwar 1870 als Mitglied des Abgeordnetenhauses und 1874 als Reichstagsabgeordneter. Seitdem gehörte er ununterbrochen den Parlamenten an. Ursprünglich bekannte er sich zur nationalliberalen Partei. Als im Jahre 1879 Fürst Bismarck die Zollumkehr einleitete, trennte er sich von dieser und bildete mit dem Freiherrn v. Stauffenberg, v. Fordenbeck, Bamberger und anderen die Secession, die sich vier Jahre später mit der alten Fortschrittspartei zu der sogen. Deutsch- Freisinnigen Partei vereinigte. Auch von dieser trennte er sich im Jahre 1893 und bildete mit seinen Gesinnungsgenossen die Freisinnige Vereinigung, deren anerkannter Führer er war. Der Anlaß zu dieser neuen Spaltung war bekanntlich die Flottenvorlage, die er im Interesse unseres Handels befürwortete und förderte. Im Jahre 1876 wurde er zum Landesdirektor der damals noch nicht getrennten Provinz Preußen gewählt. Er legte aber 1878 sein Amt nieder, als die Provinz in Ost- und Westpreußen zerfiel und sein Wirkungskreis sich einengte. Rickert war vielleicht nicht der beredteste Parlamentarier, aber ein reiner, ideal angelegter Charakter, dent auch diejenigen, die sich nicht zu seinen politischen Anschauungen bekennen, ein ehrendes Andenken bewahren werden.. Gedenktafel für den 4. November. 1847. Der berühmte Komponist Felix MendelssohnBartholdy( Lieder ohne Worte) † zu Leipzig. 1850. Der schwäbische Dichter Gustav Schwab zu Stuttgart. 849 Me Giessener Cagesneuigkeiten. ** Professor Fuhr ist, wie man schon lange voraussab, nun zur ewigen Ruhe eingegangen. Sein Tod war ein sehr schmerzlicher. Der Verstorbene hat in seinem letzten Willen hinterlassen, daß man ihn in aller Ruhe beerdigen möge. Unsere Landesuniversität hat mit ihm wohl einen seiner befähigsten Professoren verloren. ** Der Großherzog hat am 29. Oktober den Oberlehrern Dr. Ferdinand Wamser am Ludwig Georgs- Gymnasium zu Darmstadt, Dr. Jakob Klassert am Herbstgymnasium zu Mainz, Dr. Georg Greim am Realgymnasium zu Darmstadt und Dr. Karl Schnellbächer an der Realschule zu Heppenheim, den Charakter als Professor verliehen; ferner dem Maschinenmeister Wilhelm Diehlmann zu Nidda, in Diensten der Buchdruckerei von Ludwig Cloos daselbst, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für treue Arbeit“. ** Das„ Militär- Wochenblatt" bringt heute die Meldung: v. Besser, Oberstleutnant und Kommandeur des Garde- Jäger- Bataillons, ist unter Versetzung zum 1. Großh. Hess. Infanterie-( Leibgarde-) Regiment Nr. 115 mit der Führung dieses Regiments beauftragt. ** fäfteget erft in de der Firm ** 2 dor de Reftaura mit Vorf so zahl über de der nod auf gefa folgende 2. Borf, 6.Wiegne Beifigende § Su der Jag auf der f und von fehr gut intereffant geftrigen folgenden Jägerhaus preis, Ma 2. und Bes. G. Demet bo 2. und G Riebelbad mann- Son Schliefer Schmod, B preis, Mous Bef. Förster Paradies 3 dörfer Gi lobende Erw Walhall, Bef Jagerhaus 1. Direktor Spät fanden auf auf Dachs, preis. ** Der Die Beförderung bon frischge= schossenem Wild auf der Eisenbahn betrifft eine Bekanntmachung der Eisenbahnverwaltung. Nach dieser darf von den Jägern nach der Jagd gleich mitgenommenes Wild nicht als Reisegepäck angesehen werden. Es muß vielmehr dafür an den Gepäck- Abfertigungsstellen stets die volle Gepäckfracht gezahlt werden, ohne Anrechnung von Freigewicht. Einzelne leicht zu tragende Stücke Kleinwild in Jagdtaschen 2c. mit in den Wagen zu nehmen, ist den Jägern erlaubt, falls die Mitreisenden dadurch nicht belästigt werden. Das Wild muß aber unter allen Umständen gut berpackt sein; es darf noch nicht ,, riechen" und die Schußstellen müssen so gut verbunden sein, daß kein Blut aussichern fann. ** Gießener Volfsbad. Im Oktober wurden 7560 Bäder verabreicht gegen 7291 im September 1902 und 8714 im Oktober 1901 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 261 Bäder gegen 260 im September 1902 und 300 im Oktober 1901. Der Besuch im einzeln hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3979 Männer darunter 682 zu 10 Pfg. 924 Frauen 267 10 " Wannenbäder 1. I. 240 Männer 75 Frauen 2. I. 514 367 " Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 120 Männer 19 Frauen. Brausebäder 1123 Männer, 199 Frauen. Die Personenwage wurde von 180 Personen benugt, das Bad von 11 Personen besichtigt. ** Verschwunden. Seit Freitag ist ein Student der klassischen Philologie von hier verschwunden, wahrscheinlich in der Absicht, sich das Leben zu nehmen. Derselbe erlitt vor einiger Zeit bei einem Radsturz einen Schädelbruch. Der junge Mann fürchtete nun jedenfalls daß er früher oder später in eine Anstalt untergebracht werden müßte. Um diesem Schicksal aus dem Wege zu gehen, hat er diesen verhängnisbollen Schritt gethan. Nachforschungen sind bereits eingeleitet, jedoch ohne Erfolg. ** Zum Stiftungsfest des Männergesangvereins Weglar hatte der hiesige Gesangberein Heiterkeit" am gestrigen Sonntag auch eine Abteilung zusammengestellt und zur Teilnahme nach Wetzlar gesandt. Die dort verlebten Stunden sollen recht angenehm verlaufen sein. Jubiläum. Am I ßten Samstag waren es 25 Jahre, seit die Herren Julius Bräutigam von hier und Wilhelm Wacker aus Wieseck, ersterer als Werkmeister, letterer als Magazinier, bei der Firma J. Rothschild hier beschäftigt find. Eine allezeit forrekte Behandlungsweise seitens des Arbeitsgebers, gewissenhafte Pflichterfüllung seitens der Arbeitnehmer haben hier ein Verhältnis geschaffen, wie es angenehmer nicht gedacht werden kann und das am Jubiläumstage eine ganz besondere Weihe in Form flingender Anerfennungen an die Jubilare erhielt. m. Geschäftsvergnügen. Die Angestellten der Firma Adolf Baer feierten gestern Nachmittag im Restaurant Leib- Philosophenwald ihr diesjähriges Personalfest, wozu auch Freunde und Bekannte Einladungen erhalten hatten. Bei gemeinschaftlichem Kaffee, dem abwechselnd Tanz und fomische Vorträge folgten, verliefen die Stunden in sehr gemütlicher Stimmung. Die ganze Feier zeugte von einem mehr familiären Verhältnis zwischen Chef und Angestellten. n. Fette Kälber. Zwei besonders schwere Kälber, wie sie in dem Gewicht nach Angabe der Beamten des städtischen Schlachthauses ihres Wissens noch nie in Gießen vorgekommen sind, hat der Metzgermeister Louis Schneider in der Neustadt vorige Woche geschlachtet. Die Tiere, 3-4 Wochen alte Saugfälber, hatten pro Stück 78 Kilogramm Lebendgewicht oder 65 Kilogramm Schlachtgewicht, fie entstammten einem Stalle in Reimershausen bei Gladenbach. Unsere Metzger bekommen gewöhnlich in unserer Gegend keine Kälber über 40 Kilogramm Schlachtgewicht schwer, so daß die Tiere, welche Herr Schneider heute zum Verfauf bringen wird, mit Recht die Bezeichnung Riesenfälber verdienen. Vor dem Kollegienhause in der Ludwigstraße brennen seit einigen Abenden 2 mächtige Bogenlampen, die Freitreppe vor dem Eingang des Hauses taghell erleuchtend. Vor dem Modewaren- und Seidenhause von Nowack am Seltersweg, entlang den Geschäftsräumen sind seit gestern ebenfalls mehrere Bogenlampen angebracht, die während der abendlichen Gegeftern, So ab. Nach des Vereins Berein hat Ueberschuß Aus ** Lolla Germant Schwan" ci haltung bei bemerkt richt erteilt antlingende gab das R Daneben n bestens geg Stimmung ** Hung wird hier ei bereins mit lichen im ** But auch der hi der Sonntag 9 Uhr und v. Lich aftive Tu gefchloffen, Turniport läufig auf K Gro fingen wäh dhaft des S Feuer. Feuer wurd und des Un Betroffene 3 ** Sub martt be Biehmar war sehr ging recht wieder ein fteiner Ma das Paar reiten. lange voraus in Tod war ein n feinem legten Rube beerbigen hm wohl einen Oktober den am Ludwig ob klaffert Org Greim Dr. Karl Heppenheim, ferner dem zu Nidda, in loos dafelbft, Enfchrift für gt heute die Kommandeur erfezung zum ment Nr. 115 cagt. friidges abn betrifft Itung. Nach d gleich mit * angesehen 1 Gepäck- Abacht gezahlt Ginzelne gdtaschen 2c. Jern erlaubt, tigt werden. en gut berdie Schuß fein Blut rden 7560 1902 und tt auf den September Olgt berteilt: zu 10 Pfg. зи 7 10 5 Frauen 7 " ge zusammen en. Personen be ein Student nden, wahr zu nehmen. ein Radsturz fürchtete nun In eine An em Schidjal verhängnisind bereits rgesang ngberein ch eine Abnahme nach unden sollen Daren es 25 igam bon erfterer als der Firma Eine allezeit beitsgebers, rbeitnehmer angenehmer biläumstage angender An nder Firma im Restaurant onalfeft, wozu halten hatten. Ind Tanz und unden in febr agte ben rine Angeftellten. were falber, Beamten des nod nie in eggermeister e Woche geSaugtälber, gewicht oder imten einem bach. Unfere Gegend feine it schwer, so Tute zum Verhnung Wiefen in der Ludwig. nächtige Bogen ng des Hauses en- und Seiden tang den Ge ehrere Bogen Sendlichen Ge schäftszett das Straßenbild des unteren Seltersweges erst in das rechte Licht rücken. Beide Anlagen sind von der Firma Mar Weißbäcken ausgeführt. dor des Turnvereins in ſeinem Vereinslokal ** Am vergangenen Samstag hielt der Sänger Restaurant Wigandt seine erste Generalversammlung mit Vorstandswahl ab. Der 1. Vorsigende begrüßte die so zahlreich erschienenen Sänger und stattete Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr, nach diesem kann der noch junge Verein stolz sein auf seine Leistungen Die Vorstandswahl ergab auf gefanglichem Gebiete. folgende Reſultate: 2. Friedrich, 1. Vors., C. Bonarius, 2. Vorf, H. Piper, Staffierer, A. Eger, Schriftführer, C. Wießner, Bibliothekar, K. Kaufmann und H. Benner, Beisitzende. - | 55 bis 60 mr. bis 62 Mt., geringerer Sorte kosteten das Paar 45 bis 50 Mt. bis 53 Mr. Einlegeſchweine, die weniger aufgetrieben, gingen das Paar mit 130 bis 140 Mt. Der Krämermarkt im Orte war sehr stark mit Verkaufständen besetzt, und das ſhr schöne Weiter hatte ab. zahlreiche Besucher herzugeführt. ** Ober- Breidenbach. Hier wurde verg. Woche ein Kind geboren, welchem Augen und Nase fehlte; es ist natürlich sehr bald verstorben. Den Leichnam überließ man der Universität Gießen. ** Alsfeld, 1. November. Georg Leim, Johannes Gebauer, Georg Grundberger, Heinrich Koch 12., Heinr. Müller 1. und Gerhard Jakob Planz von Alsfeld wurden als Wiesenvorstandsmitglieder für die Gemeinde Alsfeld eidlich verpflichtet. ** Bei den diesjährigen Herbstkontrollversamm lungen im Kreise Alsfeld haben zu erscheinen alle zum Meldeamt- Bezirk Alsfeld gehörigen: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve.( Kleiner Dienstanzug: Müße, Waffenrock oder Ueberrock, Achselstücke, lange Hosen oder hohe Stiefel beliebig bei schlechter Witterung Paletot.) 2. Reservisten, sowie die zur Disposition der Truppenteile und der Ersatzbehörden Entlassenen aller Waffen. 3. Diejenigen, der Landwehr 1. Aufgebots_angehörigen Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungsbefehl zum Erscheinen bei der Herbstkontrollversammlung zugegangen ist. § Hundesport. Die großen Herbstschliefen, welche der Jagdhundklub Gießen und Umgegend gestern auf der schönen Aussicht veranstaltet hatte, war von Jägern und von anderen Zuschauern; darunter sogar viele Damen, sehr gut besucht. Die Veranstaltung verlief auch überaus interessant und kann der Verein mit dem Erfolg des gestrigen Sports zufrieden sein. Die Schliefen nahmen folgenden Verlauf: Jugendschliefen: Waldmann vom Jägerhaus, Ees. C. Isermann- Sondershausen 1. und Ehrenpreis, Mar vom Paradies, Bes. C Blum- Frankfurt a. M., 2. und Ehrenpreis. Neulingsschliefen: Moriß, Bes. G. Korndörfer Gieken i. und Ehrenpreis, Dewet vom Jägerhaus, Bes. C. Isermann- Sondershausen, 2. und Ehrenpreis. Junto Wartburg, Bes. Förster WeberRiedelbach i. T. und Dewet vom Jägerhaus, Bes. C. Isermann- Sondershausen, 3. und Ehrenpreis. Offene Schliefen: Jupp, Bes. L. Benner- Gießen, und Schmock, Bes. Alb. Rübsamen Gießen, 1. und Ehrenpreis, Maus vom Jägerhaus, Bes. Karl Blum, und Männe, Bes. Förster Mehl- Bellashof, 2. und Ehrenpreis, Max vom Baradies 3. und Ehrenpreis, Moriz, B.,& Korn- Am 10. November 1902, Vormittags 9 Uhr dörfer Gießen und Wildfang von der Klause hochlobende Erwähnung. Siegerschliefen: SchlupferWalhall, Bes. Dr. Steffens- Schliersee und Cronje vom Jägerhaus 1. und Ehrenpreis. Sigurb's- Bastian, Bes. Direktor Epäter- Leipzig, 2. und Ehrenpreis. Diese Schliefen fanden auf Fuchs statt. In lezten, dem Siegerschliefen auf Dachs, erhielt Sigurds- Bastian einen Ermunterungspreis. = ** Der Konsumverein für Gießen und Umgegend hielt gestern, Sonntag, fine erste Generalversammlung ab. Nach dem Bericht des Geschäftsleiters über die Lage des Vereins wurde dieselbe as sehr günstig hingestellt. Der Verein hat im verflossenen Jahre einen wenn auch fleinen Ueberschuß erzielt und die Mitgliederzahl hat sich vermehrt. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Lollar, 3. November. Der Gesangberein , Germania" hielt gestern im Restaurant Zum Schwan" eine vorzüglich vorbereitete Abendunter haltung ab. Dirigent Henkelmann, der nebenbei bemerkt, nicht weniger wie 6 Gesangvereinen Unterricht erteilt, hatte die Sängerschar zu einigen besonders anklingenden Liedern eingeschult und der gestrige Abend gab das Resultat in ganz wunderschöner Weise wieder. Daneben wurden fomische Vorträge verschiedener Art bestens gegeben, sodaß die Besucher in fröhlicher Stimmung den Abend verbrachten. ** Hungen, 3. Nov. Morgen, Dienstag, 4. November, wird hier eine größere Versammlung des Hessischen Pfarrvereins mit der Tagesordnung Der Vorsiz des Geistlichen im Schulvorstand" stattfinden. " ** Butzbach, 1. Nov. Wie der Friedberger, so geht auch der hiesige Gemeinderat für eine einheitliche Regelung der Sonntagsruhe vor. Die Geschäftszeit ist von 8 bis 9 Uhr und Mittags von 11 bis 3 Uhr vorgeschlagen. v. Lich. Hier haben sich einige Herren, ehemals aktive Turner zu einer Männerriege zusammen geschlossen, um wöchentlich an einem Abend dem edlen Turnsport zu huldigen. Der Uebungsabend ist vorläufig auf Montag festgesetzt. K Groß- Felda, 3. November. Gestern nachmittag fingen während einem Tanzvergnügen in der Gastwirt schaft des Herrn Völzing die Kleider einer Tänzerin Feuer. Man war aber schnell und besonnen, das Feuer wurde von Festteilnehmern erstickt, sodaß die Betroffene zum Glück nur mit dem Verlust des Kleides und des Unterrockes davon gekommen ist. ** Ruppertenrod, 31. Oft. Unsern gestrigen Herbstmarft begünstigte wundervolles Spätherbstwetter. Der Viehmarkt, der außerhalb des Ortes abgehalten wurde, war sehr stark mit Jungschweinen befahren. Der Handel ging recht flott bei lebhafter Nachfrage. Die Preise zeigten wieder ein Anschwellen gegenüber denjenigen des Ulrich steiner Marktes und des" allmarktes" zu Grünberg. Für das Paar Ferkel erster Sorte bezahlte man im Durchschnitt = Die Ersazreservisten haben bei der Herbstkontrollversammlung nicht zu erscheinen. Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Kontrollpflichtigen anzutreten haben. A. Zu Nieder- Ohmen. 20 Min. am Bahnhof, für die Bewohner von Azenhain, Bernsfeld, Elpenrod, Ermenrod mit der Herrnmühle, Flensungen mit Mücke, Hainbach, Ilsdorf, Kirschgarten, Lehnheim, Merlau mit der Herrnmühle und Trippmühle, Nieder- Ohmen mit Ober- Grubenhof, Ober- Ohmen mit der Lackmühle und Rahnmühle, Ruppertenrod mit der Nikolausmühle, Wettsaasen. B. Zu Kirtorf. Am 11. November 1902, Vormittags 9 Uhr 30. Minuten auf dem Marktplag, für die Bewohner von Appenrod, Arnehin, Bernsburg, Dannenrod mit NeuUlrichstein, Erbenhausen, Gleimenhain, Heimertshausen, Kirtorf, Lehrbach mit Schmitthof, Ober- Gleen, Ohmes, Ruhlkirchen, Wahlen. C. Zu Oher- Breidenbach. den Kreisbaumeister Kämpfer und erstreckt sich auf die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsanlagen und der zweckmäßigen und rechtzeitigen Ausübung der Beund Entwässerung der Wiesen. Der Unterricht wird unentgeltlich erteilt, und die Teilnehmer erhalten für Zeitversäumnis sogar noch eine Entschädigung von zwei Mark täglich. vorsteher dieser Gemeinden zu richten. Anmeldungen sind an den Gemeinde-r. Marburg, 2. Nov. Der Verein kurhessischer Tierärzte hielt heute hier seine 37. Jahresversammlung ab. Auf sein Nachsuchen hielt der Geh. Med.- Nat Professor von Behring einen Vortrag über Entstehung und Bekämpfung der Rindertuberkulose. Der berühmte Forscher steht hinsichtlich der Uebertragbarkeit der Nindertuberkulose auf den Menschen auf dem entgegengesetzten Standpunkt als der Geh. Med. Nat Korb in Berlin, der sie bekanntlich bestreitet. v. Behring gab in seinem Vortrag den Nachweis der Uebertragung: er habe die Erfahrung gemacht bei Hühnern, die durch den Genuß tuberkulöser Rindereingeweide erkrankt waren. Ebenso seien die von Tieren stammenden Bakterien frankheiterregend beim Menschen, ja Rindertuberkeln könnten sogar auf den menschlichen Organismus noch ansteckender wirken als menschliche Bakterien. Aus dem Gerichtssaal. Schöffengezicht. Gießen, 31. Oktober. Bekanntlich war der ehemalige Redakteur Reuter bon der antisemitischen Volkswacht in 2 Instanzen wegen Beleidigung des Handelsmannes Balin- AltenBusck zu einem Monat Gefängnis verurteilt, weil er einem Artikel Aufnahme gewährte, in dem behauptet war, B. habe einen bei demselben vorgekommenen Einbruchsdiebstahl fingiert, um von der Versicherung bei der er gegen Einbruch versichert gewesen die Ersatzsume zu erhalten. Durch die Verhandlung gegen Reuter war offenkundig geworden, daß der Landwirt Arnold 5. von Beuern den Artikel gegen Balin verfaßt hat und wurde nun auch gegen diesen das Strafverfahren und zwar bon Amtswegen eingeleitet. Arrold stand am Freitag dieserhalb vor den Schöffen. Der Amtsanwalt beantragte gegen Reuter 4 Monat Gefängnis, das Urteil lautete jedoch nur auf 80 Mark Geldstrafe, welche derselbe auch sofort anerkannte. Interessant war die Bekundung der Zeugen Neuter, wonach er den Artikel gegen Balin weder gelesen noch redigiert hat, sondern nur die nominelle Verantwortung dafür übernahm. N. erklärte, daß thatsächlich zur damaligen Zeit der Verleger Hirschel bereits die Redaktion der Volkswacht übernommen hatte und daß dieser den Arnoldschen Am 11. November 1902, Nachmittags 2 Uhr Artikel auch redigiert und aufgenommen habe. Handelsauf dem Brunnenplay, für die Bewohner von Groß- Felda, Kestrich, Klein- Felda, Nieder- Breidenbach, Ober- Breidenbach, Romrod, Schellnhausen, Storndorf, Strebendorf, Vadenrod, Windhausen, Zeilbach mit der Burgmühle und Queckbörnerhof. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu er= scheinen. Stöcke, Schirme, Pfeifen und Zigarren sind vorher wegzulegen. Die Militärpapiere( Paß mit eingeflebter Kriegsbeorderung und Führungszeugnis) müssen zur Stelle sein. Sämtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. r. Wetzlar. Am 1. Dezbr. 1902 wird im preußischen Staat eine außerordentliche Viehzählung kleineren Umfangs stattfinden. Wie in früheren Jahren so sollen auch diesmal wieder solche Personen zu diesem Zählgeschäft beauftragt werden, die sich demselben ohne Anspruch auf eine Vergütung unterziehen, namentlich die Staats- und Gemeindebeamte der einzelnen Bezirke, insbesondere die Lehrer werden dazu herangezogen. Vergütungen an die Zähler können aus der Staatsfasse nicht beansprucht werden. o. Vom Hüttenberg. Der Kriegerverein zu Hochelheim feierte in diesen Tagen sein 30jähriges Stiftungsfest und zugleich beging auch Herr Gemeindevorsteher Schieferstein sein 25jähriges Jubiläum als Vorsitzender des Vereins. Der Feier wohnte auch Herr Bürgermeister Hard t- Großrechtenbach bei, welcher als langjähriger Leiter der Kontrollversammlungen im Kreise Wetzlar eine weithin bekannte Persönlichkeit ist. ** Aus dem Hüttenberg, 30. Oftbr. Auch für die Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim soll Anfangs November behufs besserer Ausbildung der Wiesenwärter und Landwirte ein viertägiger Kursus im Wiesenbau abgehalten werden. Die Unterweifung geschieht durch J. G. F. mann Balin resp. dessen Anwalt soll beabsichtigen nun auch noch gegen Hirschel Strafantrag wegen Beleidigung zu stellen. Wichtig für alle Besucher der Düsseldorfer Ausstellung! " Wenn Sie im Kaffeehaus Zur schönen Aussich" waren, so werden Sie sich erinnern, daß dort der Kaffee ausgezeichnet schmedte; es wurden oft bis 7000 Portionen an einem Tage abgegeben! Der Kaffe bestand aus einer Mischung von halb Bohnenkaffee und halb Kathreiner's Malzkaffee! Verwenden Sie auch zu Hause die gleiche Mischung, sie ist vorzüglich und sehr bekömmlich! Gestorbene. Am 3. November. Dr. Ferdinand Fuhr, 49 Jahre alt, Professor dahier. Wird nicht hier beerdigt. Am nächsten Mittwoch beginnt die Ziehung der Hessisch- Thüringischen Staat lotterie. Spiellustige dürfen also nicht länger mit dem Looskauf säumen. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruderei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gieken. Ein braver Junge mit guten Schulfenntnissen, welcher Mittwoch, den 5 Nov. a. c. Luft hat, Buchdrucker zu werden fann in die Lehre treten. Albin Klein, Gießener Neueste Nachrichten. Friedrich Teipel Mar t 16. Hauptübung. empfiehlt Corlets in cirka 50 verschi denen Sorten von den billigsten bis zu den feinsten Facons. Hygienische Reform- Corsetts, Gradehalter Antreten um 8 Uhr abends am Sprisenhaus. Das Kommando. Offene Stellen: für Damen u. Kinder, Schuhmachergeselle Frack- Corsetts a la Colombe. Extra Anfertigung nach Maß prompt. fofort gesucht. Löwengaffe 20. 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Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 1. November 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Amtlicher Teil. Bekanntmachung, waffen und die zur Landwehr II. Aufgebots überzuführenden Wehrleute, Bei den am 4., 5. und 6. November 1902 im Befreiungsgesuche sind durch das Hauptmeldeamt Hofe der alten Kaserne am Brandplat stattfindenden einzureichen und müssen behördlich beglaubigt sein, fönnen Herbst- Kontrolversammlungen aber nur im dringendsten Notfall genehmigt werden. haben aus der Stadt Gießen zu erscheinen: am 4. November, Vormittags 9 Uhr Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu er scheinen, Stöcke, Schirme, Pfeifen und Bigarren sind vorher wegzulegen. Die Militärpapiere( Baß mit eingeklebter Kriegs. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve, sowie beordnung und Führungsatteſt) müſſen zur Stelle ſein. sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1895 und 1896 eingetreten sind. am 4. November, Nochmittags 2 Uhr: Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in deu Jahren 1897 und 1898 eingetreten sind. am 5. November, Bormittags 9 Uhr: Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1899, 1900 und 1901 eingetreten sind. Bei unterzeichneter Behörde sind zwei Schußmannsstellen am 5. November, Nachmittags 2 Uhr: mit einem Anfangsgehalt von je Mt. 1320, steigend jährlich Sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der Ersatzum je Mt. 30, bis zum Höchstgehalt von je Mt. 1800, am behörden entlassenen Mannschaften der Infanterie, sowie jämt 15. Januar 1903 zu besetzen. liche Reservisten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld- und Geeignete Bewerber wollen sich unter Vorlage selbst- Fußartillerie, Pioniere, Eisenbahn Telegrapt, en und Luft geschriebener Gesuche, denen die Militärpoptere, sowie schiffertruppen. Führungszeugnisse anznschließen sind, bis spätestens am = 10. Dezember 1. Js. melden und vormittags zwischen 10 und Sämtliche Reservisten des Trains( einschließlich Kranfenträger) 12 Uhr vorstellen. Gießen, den 1. November 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Kriegerverein. am 6. November, Vormittags 9 Uhr: Sanitäts- und Veterinärpersonals, Büchsenmachergehülfen, Defonomiehandwerker, Marine- Mannschaften, sowie zur Disposition der Truppenteile entlassenen Mannschaften der SpezialMonatsversammlung bemorgen 1870 Mittwoch, den 4. 1. Mts., abends 19 Uhr im Vereinslokal:( Feidel) Vortrag des Herrn Leutnant D. R. Keller über die nationale u. soziale Bedeutung des Heeres. Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Hauptübung der freiwill. Feuerwehren. den 5. u. 6. November Hess. Thür. Staatslotterie. Ziehung 1. Klasse. Loose à 1/8 1/4 1/2 1/1 Mk. 3.50. 7. 14. 28. empfiehlt die staatlich konzess onirte Kolleftur von Rich. Buchacker, Giessen, Neuenbäue 11. Sämtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgeſetz. Gießen, am 31. Oftober 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.. Bekanntmachung. werden hiermit aufgefordert, zur Bekämpfung der ObstbaumDie Besitzer von Obstbäumen der Gemarkung Gießen schädlinge sämtliche Obstbäume bis Mitte November gehörig abfroßen und mit Kalfmilch, gelöschtem Kalk, der mit viel Wasser verrührt ist, bestreichen zu lassen. Gießen, 2. November. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. G. J. J. Mittwoch, den 5. Nov. Abends 8 Uhr Hauptübung Das Kommando. Dirigent. Ein'in der Musik vollständig bewandeter Herr welcher einem gut gestellten Gesangverein auf dem Ein großes unmöblirtes Zimmer zu vermieten. Stephanstraße 12. Hübsch möbl. Zimmer ( ganz rubig) billig zu vermieten. Grünbergerstraße 3a. II. St. ins Haus Gratisbe Oberheff Gartenb Das = Abend u angrif Büterhal Gift be Anficht, de plägen un Fönnen, da Eine derarti un bon fo die bon Hund und sonstig leiden, daß gebeten, der m Eichweg Nr. 2 ist eine Wohnung mit 6 Zimmern, Pferdestall und Burschenzimmer ber sofort 3 vermieten. Näh. Schiffenbergerweg 55. Schreinermiter Heinzerling. Versteigerung.| Bekanntmachung. ande( in der Nähe Gießens) mit öbliries Zimmer zu ber Dienstag, den 4. Novbr. d. I nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 da hier( Bieters Saal) gegen Par: Antreten der G. F. F. und F. G. F. am Mittwoch den 5. November a. c. pünkt- zahlung; lich 8 Uhr auf Oswaldsgarten. Traber, Branddirektor. Heff. Thür. Staatslotterie. Loose zu Originalpreises. 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