Nr. 204. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 3. September 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3082. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckeret, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Die Entwickelung der Bevölkerung des deutschen Reichs. Von Prof. Dr. M. B- r, Gießen. I. ( Nachdruck verboten.) auf Preußen Bayern Sachsen 341 Millionen 6,2 " 4,2 " " 1,9 " Elsaß- Lothrigen 1,7 1,1 Hessen " Württemberg 2,2 Baden Bei der Gründung des Reiches( 1871) betrug die Bevölkerung 41 Millionen; sie hat sich also in dem furzen Zeitraum von 3 Jahrzehnten um mehr als ein Die heutigen wirtschaftlichen Zu Drittel vermehrt. Unsere amtlichen statistischen Quellenwerke sind nach Umfang und Preisgestaltung bedauerlicher Weise recht wenig geeignet, fich Eingang in das große Publifum zu verschaffen. Man hat diesem Uebelstand dadurch abzuhelfen gesucht, daß man populär gehaltene statistische Taschenbücher, die sich Jedermann anschaffen fann, auf den Büchermarkt brachte. Ein solches Vorstände müssen unter dem Gesichtspunkte der fortgesetzt gehen verdient gewiß unbedingten Beifall, denn die starken Volksvermehrung betrachtet werden, und man Kenntnis der wichtigsten statistischen Daten der Gegen- wird in der Wirtschaftspolitik der Gegenwart die vorwart gehört heutzutage zum täglichen Rüstzeug jedes ge- aussichtliche Thatsache, daß das deutsche Reich im Jahre bildeten Staatsbürgers. Leider sind aber die meisten 1925 etwa 80 Millionen Einwohner zu ernähren hat, unserer statistischen Taschenkalender recht unvollkommen nicht unberücksichtigt lassen können. ausgefallen und haben deshalb die erwartete Verbreitung nicht gefunden. Das Mißlingen liegt hauptsächlich daran, daß man unterlassen hat, die trockenen und ermüdenden statistischen Daten und Zahlenreihen mit einem furzen orientierten Text zu versehen, das weniger Wichtige sorgfältig von dem Wichtigeren zu scheiden Ueber die Bevölkerungsbewegung in früheren Jahrhunderten haben wir nur ganz algemeine und ungefähre Vorstellungen. Einigermaßen zuverlässige Volkszählungen sind erst Ende des 18. Jahrhunderts vorgenommen worden. Sicher ist jedenfalls, daß die BeJahrhunderts sich mehr wie verdoppelt hat. Durchschnittliche jährliche Zunahme. Jahr Volkszahl 1820 1825 1830 29,5 1835 26,3 Mia. 1,43 Proz. 28,1 1,34 " " 0,98 " " 30,9 0,94 " " 1840 32,8 1,16 " " 1845 34,4 0,96 " " 1850 35,4 0,57 " " 1855 36,1 " 0,40 ff 1860 37,7 0,88 " " 1865 39,7 0,99 " " 1870 40,8 " 0,58 " 1875 42,7 0,91 " " 1880 45,2 1,14 " " 1885 46,9 " 0,70 " 1890 49,4 1,07 " 1895 52,3 1,12 Н " " 1,51 " 0,96 Proz. 1900 56,3 1816-1855 1855-1900 1816-1900 0,99" 0,98" und gleichzeitig da, wo es interessant erscheint, Ver bölferung im heutigen Reichsgebiete im Laufe des 19. Bevölkerung des deutschen Reichs sich um 7,78 Proz. gleiche mit ausländischen Kulturstaaten anzustellen. Die hier zum Abdruck gelangenden statistischen Betrachtungen sollen einen Versuch darstellen, die Hauptzahlen der deutschen Bevolkerungsstatistit in übersichtlicher Gruppierung und mit furzem fritischen Texte wiederzugeben. Wir beschränken uns für diesmal auf folgende Kapitel: Volkszahl; prozentuale Zunahme der Bevölkerung; Auswanderung; uneheliche Geburten; totgeborene; Binnenwanderungen; Ortsgebürtigkeit; Verteilung der Geschlechter; Altersverteilung; Familienſtand; Religion; Berufsstand und Glaubensbekenntnis; Haushaltungen und Wohnhäuser. Wir empfehlen diesen und die folgenden Aufsätze auszuschneiden und aufzubewahren. Durch Aufkleben in ein gewöhnliches Notizbuch kann ohne besondere Umstände ein statistisches Vademekum", das man gelegentlich zu Rate ziehen kann, geschaffen werden. " Das deutsche Reich hatte nach der letzten Volksvom 1. Dezember 1900 561 Millionen Einwohner, davon kamen zählung In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Der Orkan, der noch mit ungeminderter Kraft wütete, hatte die meisten Herren, die heute hier getagt, an der Abreise verhindert. Die Mehrzahl fannten beide Damen, oder die eine von ihnen und so fam der größte Teil derselben sie zu begrüßen und Alix von Wazlaw hielt einmal wieder Hof, wie vor einem Jahr beim Begräbnis in Klaino- während die liebenswürdige Frau von Frohberg auch heute wieder bescheiden in den Schatten ihrer stolzen Cousine zurücktrat. Mit dem Ausgang der Testamentseröffnung zurückzuhalten, erschien allerseits zwecklos- damit war auch ein Gesprächsthema gegeben, das im ganzen das harmloseste erschien.- Man ignorierte die noch nicht offiziell bekannt gegebene Verlobung, aber wenn Frau Alir vorhin überlegte, ob sie nicht besser Witwe blieb, so tam ihr doch jetzt die lockende Aussicht auf den Mitbesitz des Ebernschen Maiorats mehr als ie zum Bewußtsein und zugleich auch die feste Absicht dies Glück nicht allzu teuer zu bezahlen. Wochen waren vergangen für Burkard Frohberg keine leichten, denn Ernst Nepomuk hielt ihm Wort betreffs des Kampfes bis aufs Messer. Thatsächlich laut Testament und Gefeßesparagraphen als Erbe und Besizer von Klaino von den Gerichten des Landes und der Ritterschaft anerkannt, hatte Frohberg doch noch keinen Tag als solcher erlebt, der ihm nicht in irgend einer Weise deutliche Zeichen geliefert von der brennenden Thätigkeit seines Gegners. Mit der wühlenden Geschicklichkeit eines Maulwurfs wußte der Afrikaner" sich aus alten verstaubten Archiven und den Repositorien der Gerichtskanzleien, aus tausend Quellen an die niemand dachte, allerlei Material für seine Angriffe zu sammeln, und so geizig er sonst war, er zeigte, daß er gelernt hatte, sein Geld für seine Zwecke zu verausgaben. Und hinter diesen Eifer fegte er zu gleicher Zeit eine jedes 3ögern überwindende Eile. Es erschien beinahe unglaublich, wie er es verstand, den gemüt lichen Schlendrian, der seither hier geherrscht, aufzuheben und alles in Bewegung zu sehen. Burkard hatte in tief melancholischer Stimmung das Schloß wieder in den früheren Stand seßen lassen und wenn hier und da einer seiner Leute, oder sonst iemand es wagte, auf die Das Wachstum der Bevölkerung in den letzten Dezennien ist ein weit rascheres als um die Mitte dieses Jahrhunderts, überholt aber erst in den letzten paar Jahren das verhältnismäßige Wachstum in der Zeit nach den napoleonischen Kriegen. insbesondere Frankreichs, verglichen ist diejenige DeutschMit der Voltszunahme der romanischen Völker, lands, wie bei den germanischen Völkern überhaupt, im 19. Jahrhundert eine sehr viel stärkere gewesen. Frank reich hat in den letzten Jahren einen so geringen Bevölkerungszuwachs( 0,09 Proz.) zu verzeichnen, daß man von einem Stillstand sprechen darf. Dagegen wird die deutsche Volkszunahme von der englischen noch etwas übertroffen und von derjenigen der Vereinigten Staaten von Amerika, wo eine durchschnittliche Jahreszunahme von 3 Proz. festgestellt worden ist, bei weitem überflügelt. Die prozentuale Bevölkerungszunahme im deutschen Reich geht aus folgender Tabelle hervor: junge Herrin für das stolze Klaino anzuspielen, so wurde er zornig und hieß sie sich um andere Dinge zu fümmern. In seinem Innern sah es trostlos aus. Die jubelnde Freude über den reichen Besit war eigentlich nur ein minutenlanges Vergessen seiner Lage gewesen und gleich darauf nur der eine Gedanke an Maria, und die Unmöglichkeit sie sein zu nennen, ihm klar geworden. Sie beherrschte sein Herz vollständig. Es tamen dann wohl, wie es bei seinem kraftvollen Naturell nicht anders sein konnte, frohere und hoffnungsvolle Stimmungen, aber wie er auch grübelte einen Ausweg sah er nicht, außer, daß Lenette ihn frei gab. Und die? Sie hätte laut aufgelacht, wenn er ihr mit einer folchen Zumutung gefommen wäre. Sie überschwemmte ihn mit Briefen und Telegrammen;- die letzteren unterzeichnete fie„ Deine Lenette" und nur das war das Mittel ihn zu einer Antwort zu zwingen. O, und wie er an Maria dachte in glühender Sehnsucht, an Maria, die troß des mütterlichen Befehls nicht heimkehrte, ia nicht einmal mehr Nachricht von sich gab.- Durch die Zeitung erfuhr man, daß Graf Ernst Nepomuk von Ebern und Alexandra von Wazlaw, geborene Gräfin Ebern, sich verheiratet hatten. Karten empfing niemand, die Ceremonie der Trauung war so nüchtern und poesielos vollzogen wie nur möglich und was in der Braut Augen noch viel schlimmer erschien, so prunklos„ wie eines Besenbinders Hochzeit". Es hatte feine schleppentragende Pagen, feine Ehrenfräulein und fein glänzendes vornehmes Gefolge von Hochzeitsgästen gegeben und wenn sie überhaupt getraut sein und Gräfin Ebern werden wollte, so mußte fie freilich nachgeben. Ernst Nepomuk that es sicher nicht. O, es war ein Standal! Die ganze Gegend sprach davon, daß sie ihre drei jüngsten Kinder, in himmelblauen Sammet gefleidet, mit zur Kirche hatte nehmen wollen, daß aber der " Afrikaner" diese Idee für Verrücktheit erflärt, die Kinder in Die Schulstube geschickt und noch obendrein höhnisch gelacht hätte über solchen„ deutschen Unsinn". " Seine Jungen" hätten auch keine himmelblaue Hosen an und er dachte nicht daran sie mitzunehmen. Ja, der Klatsch beschäftigte sich lebhaft mit den Zuständen yon Schloß Ebernfeld und den Wunderlichkeiten des Majoratsherrn, der seinen Vater noch weit übertraf. Ob es Gräfin Alexandra von Ebern zur Genugthuung ge reichte, daß sie iezt eine der vornehmsten Damen des Landes In den letzten 5 Jahren von 1895-1900 hat die vermehrt. Die entsprechende Zunahme in Preußen be trägt 8,19 Proz., in Bayern 6,13 Proz., in Württemberg 4,07 Proz., in Sachsen 10,88 Proz., in Baden 8,18 Proz. und in Hessen 7,83 Proz. In Preußen haben die geringsten Zunahmeziffern die vorwiegend land. wirtschaftlichen Provinzen Posen, Pommern und Westabnahme( 0,61 Proz) zu verzeichnen. Der Schwerpunkt preußen. Die Provinz Ostpreußen hat zum ersten Male in dem letzten Lustrum eine absolute Bevölkerungsder Bevölkerungszunahme des preußischen Staates in der fraglichen Periode liegt in Brandenburg( 10 Broz.), Berlin( 12 Proz.) und in den industriellen Bezirken von Rheinland( 123% Proz.) und Westfalen( 18 Proz.) Bekanntlich wird das Wachstum der Bevölkerung durch zwei Elemente bestimmt, durch den Ueberschuß der Ersteren bezeichnet man als inneres Wachstum, lettere, Geburten über die Sterbefälle und die Wanderbewegung. sofern der Wanderungsverlust geringer ist als die Zuwanderung, als äußeres Wachstum. Die Voltszunahme des deutschen Neiches ist ledig. lich auf inneres Wachstum zurückzuführen, denn die wur und Herrin eines der schönsten Schlösser, das erfuhr niemand, denn man sah sie nicht. Ihre Kinder wurden wirklich, die Söhne in eine vornehme Erziehungsanstalt, die Tochter in ein Stloster geschickt und ihr blieben zur Gesellschaft nur diese unerzogenen, aber wenigstens gutmütigen Jungen", ihre Stiefföhne, die der Vater felbft in seiner Weise für das Leben schulte", leider ohne Erfolg, benn sie blieben einfältig und gutmütig, wie ihre Mutter es ge wesen.- Zu Frau von Frohberg tam die neue Gräfin Gbern nie. mals in dieser Beit und da fie auch nicht schrieb, wußte man nicht, ob Maria heimfehren, oder fernbleiben würde, wenn die " Jungen" nicht geplaudert. Inzwischen mehrten sich die Verationen des Majorataherrn gegen Burkard und er wehrte sich seiner Haut mit derselben Energie. Was ihn nach und nach erbitterte war die gemeine Dent art, die sich bei allen diesen Animositäten des Afrifaners" berriet, dieses argwöhnische Drängen auf Rechnungsablage, betreffs des Mandats Burfards und die fich mehr und mehr zuspizende Untersuchung wegen des allerdings rätselhaften Verschwindens jener 16 000 Gulden. " Ist es nicht, als hielte er mich für den Dieb?" begann Burkard sich zu fragen. Eine andere Angelegenheit trat aber für den Moment in Burkard hatte den Vordergrund und lenkte ihn davon ab. schon zu des Großvaters Lebzeiten eingesehen, daß der Loden von Klaino sich für eine größere Fabritation von Majoliten eignete; jest war es ſein brennendes Verlangen, diesen Plan zu verwirklichen und eine Reise nach Wien die nächste Folge. aus Er depeschierte an Vetter Joseph, der bon Burkard in der großmütigsten Weise, als bei der Erbschaft beteiligt freien Stücken abgefunden worden und der iezt in seinem geliebten Wien wahrhaft glückselige Tage mit seinem Einfommen verlebte. Ohne Schulden denn die hatte er damals bezahlt als„ tapferer Soldat" und Veteran" mit Sympathie be handelt; ohne Sorgen um das tägliche Brot und in bescheidener Weise den großen Herrn spielend, was wollte man mehr? Er hatte Burkard in diesem Sinne häufig geschrieben und ich in der That dann auch glüdlicher gefühlt, als je in seinem Leben. Aber diese hellen Tage hatten dennoch dunkle Stunden und schlaflose Nächte, die der Leichtsinn wohl hintan hielt, aber niemals ganz verbannen konnte. ( Fortsegung folgt). zäune tönnten hro wenn Ihr Onkel ausfindig blickte sich uns ob er fürchte, die SedenSind Sie vormen, Mensch?" rief mond in entfestem Still, still, um des panelswillen feinen Namen! welche Aussichten sie auf das große Erbe haben würden, für Sie steht viel auf dem Spiele. Ich möchte wissen, Nicht, daß ich wüßte," entgegnete der Andere." uch Daß Met eta Redburn" Tone bereitende Leute, die keine Zeit hatten, sich um wußte rührung fam mit den Bewohnern der kleinen Häuschen, die das alte Haus genannt wurde, nur sehr wenig in Begelegenheiten zu fümmern; von Besuche machen her Hauer nichts, so daß die Herrin der Klause", wie sich an einander reihten. Fräulein Derment Tahe trant werden? den Sie wieder blieb, als ob er den fieberhaften Druck nicht spure. immer den Arm umklammert haltend, der so regungslos strengen," entgegnete Fräulein Derwent rubig ,,, sonst werBin ich frank gewesen fragte Meta matt, noch Es geht Ihnen jetzt besser, aber usa sehr frank. ant ganzen Leibe; der Frost erstarrte Ortes, an ben wir so gänzlich plantos gerathen waren, feylich mit der Gluth des Tages, die nur eine leichte traftirte entuns, benn die feuchte Stätte des erlaubt hatte. anzulegen tommen anzeigen würde; ich aber fürchtete, daß dieser nach Kutscherart ten zwar, daß der Stutscher, den wir zur Rückkehr bestellt, unser Nichtjammervollen Tobes sterben zu müssen, ergriff mich; die Freunde meinDie fürchterliche Angst, in diesem offenen Grabe eines ichlafen ochten Bilanz der Bevölkerung ergiebt auch heute noch, nachdem die Auswanderung so stark zurückgegangen ist, einen Wanderungsverlust; mit anderen Worten: die Boltszahl hätte infolge der natürlichen Volksvermehrung noch stärker anwachsen müssen, wenn dieser nicht eine Mehrauswanderung gegenübergestanden hätte. Was die internationalen Wanderungen anbetrifft, so sind sie statistisch schwer zu fassen. Zuverlässiges wissen wir nur über die überseeische Auswanderung, deren Strom sich, soweit Deutschland in Betracht kommt, vorzugsweise nach Nordamerika ergießt. Die Zahl deutscher Auswanderer über deutsche, belgische, holländische und französische Häfen betrug: auf 1000 Einwohner Jahr 3ohl 1879 35 888 0,80 1880 117 097 2,60 1881 220 902 4,86 1882 203 585 4,45 1883 173 616 3,77 1884 149 065 3,22 1885 110 119 2,36 1886 83 225 1,77 1887 104 787 2,20 1888 103 951 2,16 1889 96 070 1,97 1890 97 103 1,97 1891 120 089 2,41 1892 116 339 2,31 1893 87 677 1,73 1894 40 964 0,80 1895 37 498 0,72 1896 33 824 0,64 1897 24 631 0,46 1898 22 221 0,41 1899 24 323 0,44 1900 22 309 0,40 | burten vorwiegt, während auf dem platten Lande, wo angeblich nach feudal- klerikalem Mythus die sexuelle Sittlichkeit höher steht, als in den Städten, die Zahl der unverheirateten Mütter zurücktritt. Auch diese Annahme vermag vor der Statistik nicht Stand zu halten. Die größte Zahl der unehelichen Beburten kommt auf Bayern rechts des Rheins( 15%), Mecklenburg: Schwerin und Mecklenburg- Strelik( 13%), Ostpreußen, Pommern und Württemberg( über 10%). Von industriellen Ländern haben nur Sachsen mit 12% eine höhere Ziffer der unehelichen Geburten und außerdem von den Großstädten Hamburg mit 112% und Berlin mit 14%. Im übrigen sind die rein agrarischen Provinzen Ostelbiens durch erheblich mehr uneheliche Geburten ausgezeichnet, als die vornehmlich industriellen Rheinlande und Westfalen. In der Rheinprovinz sind noch nicht 4% unehelichen Ursprungs, und Westfalen hat mit 22% die geringste Ziffer von allen deutschen Ländern. Unter dem Reichsdurchschnitt stehen unter anderem die Provinz Hessen- Nassau mit 612% und das Großherzog tum Hessen mit 8%.- Vergleiche mit früheren Perioden ergeben die er= freuliche Thatsache, daß die Zahl der unehelichen Geburten in Deutschland abgenommen hat. Nach Jahrzehnten gemessen war der Jahrdurchschnitt in Prozenten ausgedrückt folgender: 1851-60 11,5% 1861-70 11,5% 1871-80 8,9% preußen am dünnsten besiedelt sind. Das Großherzogtum Hessen gehört ebenfalls zu den stärker bevölkerten Ländern und steht mit der Provinz Westfalen auf fast gleicher Stufe, übertrifft aber die Nachbarprovinz HessenNassau nicht unerheblich. - Vom Standpunkt des Wirtschaftsgeographen aus betrachtet, verdient vor allem auch die Berteilung der Bevölkerung auf Stadt und Land und auf die verschiedenen Größenklassen menschlicher Wohngemeinschaften Beachtung. Die amtliche Statistik arbeitet, was die Wohnsäze anbetrifft, mit 5 Größenklassen: Wohnorte von weniger als 2000 Einwohner bezeichnet sie als plattes Land, Orte von 2000-5000 Einwohner als Landstädte, Orte von 5000-20000 Einwohner als Kleinstädte, Orte von 20 000-100 000 Einwohner als Mittelstädte, und was darüber ist, wird als Großstädte bezeichnet. Am besten läßt sich die Bedeutung der verschiedenen Klassen durch eine Gegenüberstellung der Zahlen aus den statistischen Aufnahmen von 1871 und 1895 beleuchten. Wohnplätze 1871 1895 Zahl Einwohner 3ahr Einwohner Prozentuale Verteilung der Bevölkerung Die Errichtung burg nad dementiert. Ein funft des be polnische Advokat O erörterte. R gleichen Sin Tourg bier eine Unterric Personen t den Vorfi Morge Verwü demoli sehen liek be Landstädte( 2000 bis 5000) 75 3 147 272 146 5 382 474 1716 5 086 625 1783 5 290 669|| 12,4 Städt. Bevölkerung 2428 14 790 798 2644 23 709 905|| 36,1 529 4 588 364 688 6 103 161| 11,2 11,7 4,8 13,3 7,7 10,3 worin gefchloff in die werden 10,1 Strafa 45,4 Matt 28 569 996 63,9 54,6 worin aufzune A minifter Großstädte( 100000 u. mehr Einwohner Mittelstädte( 20000 bis 100 000) Kleinstädte( 5000 bis 20 000 81 968 537 27 6 933 601 1871 1895 1901 22 073 0,39 1881-90 9,3% 1891-1900 9,1%. Höher als im deutschen Reiche ist der Prozentsatz der unehelich Geborenen in Desterreich( 15%) und Schweden( 10%), niedriger in Italien( 7%), England ( 4%), Schottland 82%) Norwegen( 7%), während Ungarn mit 82%, Frankreich und Belgien mit je 9% und Dänemark mit 91% ungefähr den deutschen Reichs durchschnitt erreichen.- Auffallend gleichmäßig in allen deutschen Gauen ist die Zahl der Totgeborenen. Sie beträgt im Reich 3,3%, und zwar ohne irgendwelche erheblichen Unterschiede in den einzelnen Staaten und Provinzen. An der Spize steht, wenn man von dem kleinen SachsenAltenburg absicht, das Großherzogtum Hessen mit 3,7%. Was nun das natürliche Wachstum der Bevölke rung anlangt, so ist im allgemeinen zu beobachten, daß mit zunehmender Geburtenhäufigkeit auch die Sterblichkeitsziffer steigt, weil diese lettere speziell durch die überall große Bedeutung beanspruchende Kindersterblichkeit wesentlich mitbestimmt wird. Auf der anderen Seite steht fest, daß in einer Periode starker und anhaltender Geburtenhäufigkeit, auch wenn die Kindersterblichkeit eine erhebliche bleibt, dank der fortschreitenden Verjüngung der Bevölkerung ein Ueber gewicht der jüngeren lebensfräftigeren Altersklassen sich zeigt, das naturnotwendig ein Sinken der Sterblich keitsziffer zur Folge haben muß. Dank der steigenden Wohlhabenheit, der Ausdehnung hygienischer Einrichtungen, der staatlichen und kommunalen sozialen Fürsorge usw. sind nun, wie unzweifelhaft aus der Statistit hervorgeht, der allgemeine Sterblichkeitsprozentsag, ebenso wie derjenige der Kindersterblichkeit im Speziellen, in der letzten Periode in Deutschland zurückgegangen, und so erklärt sich der steigende Geburtenüberschuß im letzten Jahrzent in der Hauptsache dadurch, daß einer ziemlich konstanten Geburtsziffer eine sinkende Sterblichkeitsziffer gegenübersteht. Diese Thatsache wird durch folgende Tabelle illustriert: Auf 1000 Personen der Bevölkerung kommen jährlich Periode Geborene Gestorbene Geburtenüberschuß 1841/50 37,6 28,2 9,4 1851/60 36,8 27,2 9,0 1961/70 38,8 28,4 10,4 1871/80 40,7 28,8 11,9 1881/90 38,2 26,5 11,7 23,9 13,5 Orie unter 2000 Einwohner( Landbevölkerung)... 26 219 352 Betrachtet man diese Zahlen, so findet man einen solchen Rückgang in der Bedeutung der Landbevölkerung, der ohne weiteres au jensichtlich ist. Die Städte find in ihrer Gesamtheit gewachsen, aber die Landstädte und Kleinstädte nur der absuluten Zahl nach, nicht im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. Das eigentlich Charakteristische ist aber die geradezu rapide Entwickelung der Großstädte. 1871 gab es 8 Städte über 100 000 Ginwohner mit 2 Millionen Seelen oder 5 Proz. der Gesamtbevölkerung, 1895 waren es 27 mit 7 Millionen Seelen und über 13 Proz. der Gesamtbevölkerung und das Jahr 1900 bringt sogar 33 Großstädte mit 9 108 814 Einwohnern und über 16 Proz. der Gesamtbevölkerung. Für den sozialen Aufbau der Bevölkerung sind eine Reihe von weiteren Momenten von grundlegender Bedeutung, in erster Linie das Zahlenverhältnis des männlichen und weiblichen Geschlechts, ferner die Altersverteilung und endlich der Familienſtand. Die Berufsverhältnisse und die sonstige Schichtung nach Einkommen- und Wohlstandsverhältnissen erhalten durch diese Grundelemente der Sozialstatistik erst die richtige Beleuchtung. Darüber bringt ein zweiter Aufsatz Näheres. Mehr als die Auswanderung ins Ausland, die mehr und mehr zurückgegangen ist, interessiert uns der Bevölkerungsaustausch zwischen den verschiedenen deutschen Staaten und Landesteilen untereinander. Es sind dies die sog. Binnenwanderungen, die, nachdem von der Freizügigkeit ein so enormer Gebrauch gemacht wird, von ganz besonderer volkswirtschaftlicher Bedeutung geworden sind. Da Erscheinungen, wie die Sachsengängerei und andere regelmäßig wiederkehrende Abwanderungen ostelbischer Arbeiter nur vom Frühjahr bis zum Spätherbst in Frage kommen, die Volkszählungen aber regelmäßig anfangs Dezember vorge nommen werden, so kann man aus den Gebürtigkeitsziffern wertvolle Schlüsse über den dauernden Bevölkerungsaustausch zwischen den einzelnen Landesteilen machen. Leider ist nicht bei allen Volkszählungen nach der Ortsgebürtigkeit gefragt worden. Wir müssen uns also auf die Volkszählung von 1890, wo eine solche Fragestellung angeordnet war, stützen. Diese Zahlen find natürlich arg veraltet, und gerade in dem letzten Jahrzehnt des verflossenen Jahrhunderts verschärfte sich die sog.„ Landflucht" aus dem Osten und zeitigte die in landwirtschaftlichen Kreisen so lebhaft beklagte „ Leutenot". Nach Ausschluß der hier nicht in Bet.acht kommenden Ausländer( 518510) wurden 1890 bei einer Gesamtbevölkerung von 49 428 470 Seelen 48 909 960 Personen als innerhalb des deutschen Reichs geboren ermittelt und zwar in folgender Verteilung: 1891/00 37,4 In der letzten Periode haben sowohl was die Geburtenzahl als den Geburtenüberschuß anbetrifft, die höchsten Zahlen diejenigen deutschen Landesteile mit vorwiegend polnischer Bevölkerung, nämlich die Provinzen Posen und Westpreußen. Posen hat einen Geburtenüberschuß von 19 pro Mille, Westpreußen von 18 pro Mille, und in beiden Provinzen kommen 43 Geburten jährlich auf 1000 Personen. Die Vermutung liegt nahe, daß in vorwiegend agrarischen Landesteilen der Geburtenüberschuß ein größerer ist, als in industriellen. Diese Annahme wird aber durch die Statistik Lügen gestraft. Der Geburtenüberschuß ist in den rein landwirtschaftlichen Provinzen Ostpreußen, Pommern und Schleswig- Holstein 14 pro Mille, in der industriellen Rheinprovinz 16, in der ebenfalls vorwiegend großindustriellen Provinz Westfalen sogar 19 pro Mille. Zähl= bevölkerung 17 442 450 19 671 432 11 796 078 Osten Westen Süden zusammen|| 48 909 960| 17 598 582| 19 512 408 11 798 970 Von der anwesenden Bevölkerung der vorgenannten Reichsteile sind geboren im Osten Westen Süden 16911916 490 976 39 558 630 792 19 804 551 236 089 55 874 216 881 11 523 323 Buzug und Wegzug aus und nach den anderen Gebieten Buzug Wegzug 530 534 686 666 Osten.. Westen.. 866 881 707 857 Süden.. 272 755 275 647 in% oo der Bevölkerung Wegzug 39,0 36,3 Buzug 30,4 44,1 23,1 23,4 Politische Nachrichten. Werft Die Th Swischenfa Das Kaiserpaar in Posen. Posen, 2. Sept. Pünktlich um 6 Ühr traf der Zug mit dem Kaiserpaar unter Kanonendonner auf dem Bahnhofe in Bosen ein. Behörden hielt das Kaiserpaar seinen Einzug in die festlich Nach der Meldung der militärischen geschmückte Stadt. Am ehemaligen Berliner Thor fand die Begrüßung der Majestäten durch die städtischen Behörden statt. Oberbürgermeister Witting wies in seiner Ansprache auf die verschiedenen Huldbeweise hin, die der Kaiser der Stadt Posen bezeugt habe Nur im Schatten des Reichspaniers und in den Bahnen preußischen Regimentes fönne und werde die Stadt Posen gedeihen. Das Konzept der Rede war, wie üblich, vorher nach Berlin zur Einsichtnahme geschickt worden. Dort ist jede politische Anspielung aus der Nede des Oberbürgermeisters gestrichen worden. In seiner Rede hob Witting u. a. hervor, daß genau vor 100 Jahren Friedrich Wilhelm III. mit der unvergeßlichen Königin Luise in Bosen eingezogen sei. Seitdem habe Posen einen solchen Glanz nicht wieder gesehen, wie in diesen Kaisertagen. Der Kaiser, welcher die Uniform der Garde du Corps trug, dankte dem Oberbürgermeister und schüttelte ihm wiederholt die Hände. In seiner Erwiderung teilte der Kaiser mit, daß er heute eine Kabinettsordre erlassen habe, wonach die Rayon Beschränkung der Stadt Posen in vollem Umfange gefallen sei. Darauf erfolgte die Weiterfahrt des Kaiserpaares unter tausendfachen Hochrufen des Publifums nach dem Generalfommando, wo Cerfle stattfand. Unter den Anwesenden befanden sich auch der Erzbischof von Stablewski und der Weihbischof Lichnowski. Abends war die Stadt festlich illuminiert. Die Einladungen zur Hoftafel haben in Posener Beamtenkreisen einige Mißstimmung hervorgerufen. Man hat sich auf die obersten Be= amtenschichten bis herab zum Rat 3. Klasse beschränkt und nur bei einigen Ober- Regierungsräten eine Ausnahm ge= macht, aber von den Vertretern der wissenschaftlichen Anstalten, der Gymnasien, des Archive, des Museums u. s. w. ist Niemand geladen worden. Im Verhältnis zur Bevölkerung hat also das west liche Deutschland den größten Zuzug, das östliche den größten Wegzug. Mit Süddeutschland ist der Bevölkerungsaustausch der beiden anderen Gebiete weniger lebhaft; auch gleicht sich dort Zu- und Wegzug so ziemlich aus. Was die Volks dichtigkeit anbetrifft, so kamen im deutschen Reiche nach der letzten Volkszählung auf einen Quadratkilometer 104 Personen gegenüber 76 im Jahre 1871. Mit dieſer Volksdichtigkeit bleibt Deutsch land namentlich hinter dem industriereichen Belgien und England, die nahezu doppelt so starf bevölkert sind, weit zurück; aber auch die Niederlande und Italien zeigen höhere Durchschnitte. Frankreich und Desterreich sind dagegen weniger dicht bevölkert wie Deutschland, am geringsten Norwegen und Schweden. Abgesehen von der Stadtprovinz Berlin, den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Lübeck, sind das Königreich Sachsen, die Rheinlande und Westfalen, also solche Gegenden, wo die industrielle Thätigkeit eine Agglomeration der Bevölkerung bedingt, am dichteſten besetzt. In diesen Industriebezirken lebt auf einem Quadratkilometer die drei- bis fünffache Bevölkerungszahl wie im agrarischen Osten, wo beide Mecklenburg, Pommern und OstDer Geburtenüberschuß in der gesamten Monarchie Preußen hält sich mit 14,7 pro Mille über dem Reichsdurchschnitt. Dasselbe ist in Sachsen mit 15,3 pro Mille der Fall. Bayern, Württemberg und Baden stehen mit 10% pro Mille nicht unerheblich unter dem Reichsdurchschnit, und auch Hessen erreicht denselben mit 11,3 pro mille nicht ganz. Den geringsten Geburtenüberschuß hat Elsaß- Lothringen, das sich in dieser Beziehung mehr französischen Verhältnissen nähert. Gewöhnlich sieht man in der Zahl der unehelichen Geburten einen Maßstab der Volkssittlichkeit. Die Nationalökonomie tritt solchen moralisierenden und berallgemeinernden Urteilen nicht ohne weiteres bei, wohl aber erblickt sie in der Häufigkeit unehelicher Geburten den Beweis wirtschaftlicher Mißstände. Im deutschen Reich kommen auf 100 Geburten 9,2 uncheliche, ein recht erheblicher Prozentsaz. Man ist verführt anzunehmen, daß in industriellen Gegenden mit großge werblichem Proletariat die Zahl der unehelichen Ge6 ** Da am 29. Au einer edlen That. 3 Berlin, 2. September. Ein Berliner Blatt hebt besonders hervor, daß die bayrische Gesandtschaft in Berlin im Gegensatz zu den übrigen deutschen Gesandtschaften am Sedantage nicht mehr flaggte. Es sei anzunehmen, daß dieses Verhalten auf generelle Weisung zurückzuführen sei. Ludwig jahr 1909 Zu der Kölner Erzbischofswahl meldet die „ Köln. Ztg." daß u. A. noch als Kandidaten genannt werden Bischof Benzler aus Meh, Domkapitular Schnütgen- Köln, sowie Erzbischof Dr. Nörber- Freiburg. Beginn eröffnung ** gierung Befold foften be hältniffe der 6. Al Bme und 381 Ge 39949. Gen 40482, 4 Gew 9743, 12 35476, 43472, 4 ** Dewaldsg berichtet bortellung Die Fran an:" Der Samstag Hauptbahnh wir aus Blättern er Institute Circus May Monate bi nachher gla Circus in G werden, jo Bejuch fein Gelegenhe Bu fegen. Von Das rief Morgen Der Bah talles un sonderes Elephante ihrem Bug F. Bo Bu empfehl Das Gebel in feiner Mujjel, u zu beförd weiter fei dedt war. h. Bi 10. Septem tattfinden Bahlreid) e gangern finden gul dem Anta besteht au Großherzog fer bebölferten tfalen auf faft proving Heffen geographen aus Berteilung nd Land und fchlicher Wohn tliche Statiftit mit 5 Größen 00 Einwohner n 2000-5000 5000-20 000 000-100 000 über ist, wird Bt fich die Be eine Gegen hen Aufnahmen дет 01 10 Brozentuale Ber teilung ber Bevölkerung 1871 1895 4,8 13,3 74 7,7 10,3 161 11,2 11,7 69 12,4 10,1 05 36,1 45,4 96 63.9 54,6 det man einen ndbevölkerung, Städte find ndstädte und icht im Vertlich Charat wickelung der 190 000 Gin roz. der Ge7 Millionen Slferung und it 9 108 814 tbevölkerung. ung sind eine legender Be erhältnis des mer die Alters: Die Berufs nach Ein chalten durch die richtige ter Aufsatz . traf der Zug uf dem Bahnmilitärischen in die festlich Thor fand die chen Behörden einer Ansprache Der Kaiser der n des Reichsimentes fönne Konzept der Einsichtnahme Inspielung aus n worden. In Jenau vor 100 ßlichen Königin Se Pofen einen en Kaifertagen. Du Corps trug ihm wiederholt der Kaifer mit abe, wonach die ofen in vollem die Weiterfahrt ufen des PubliCertle stattfand ch der Erzbischof nowsti. Abends Einladungen zur einige Mißftim die obersten Be e befchränkt und e Ausnahme ge enfchaftlichen des Museums mer Blatt hebt sandtschaft deutschen Ge hr flaggte nauf generelle hl meldet die baten genannt Domtapitular örber Freiburg. - Die Nachricht, die Neichsregierung habe der Errichtung einer katholischen Fakultät in Straß burg nachzugeben( s. zweites Blatt Seite 1) wird dementiert. Eine Depesche aus Wien sagt: Anläßlich der Anfunft des deutschen Kaisers in Posen veranstalteten hiesige polnische Vereine eine Festlichkeit, wobei der Festredner Advokat Orlowsky die Hakatistenheze gegen die Polen erörterte. Ruthenische und czechische Redner sprachen im gleichen Sinne. Tourgoing, 2. September. Gestern Abend fand hier eine Versammlung zu Gunsten der an welcher 6000 Unterrichtsfreiheit statt, Personen teilnahmen. Der Katholikenführer Buy führte den Vorfiz. Demonstrationen fanden nicht statt. Die Unruhen in Agram haben bis gestern Morgen gedauert. Die Stadt bietet ein Bild trostloser Verwüstung. Hunderte von Kaufläden sind gänzlich demolirt. Die Häuser, in denen Serben wohnten, sehen wie nach einem Bombardement aus. Vormittags ließ der Polizei- Chef Plakate an die Mauern anschlagen, worin er bekannt giebt, daß Abends 7 Uhr alle Lokale geſchloſſen ſein müſſen. Von allen Seiten rückt Militär in die Stadt ein, da weitere Zusammenstöße befürchtet werden. Der kürzlich aus der Belgrad, 2. September. entlassene österreichische Oberleutnant Strafanstalt Matta chich richtete ein Gesuch an den Kriegsminister worin er bittet, ihn als Offizier in die serbische Armee aufzunehmen. Konstantinopel, 2. September. Der Marine- minister verhandelt mit der Kruppschen GermaniaWerft wegen Lieferung eines Küstenpanzers. Die Thronbesteigungsfeier ist ohne jeden Zwischenfall verlaufen. Giessener Cagesneuigkeiten. Pferd und filberplattiertem Geschirr; Der Wagen ist in der hiesigen Wagenbauerei von Louis Kuhne, Afterweg 2, das filberplattierte Geschirr von dem Sattlermeister A He ß II., Marktstraße, hier hergestellt worden. Die nächsten Haupttreffer bestehen aus neun Pferden und Fohlen, sowie landwirtschaftlichen Geräten und praktischen Gebrauchsgegenständen, z. B. Fahrrädern, Nähmaschinen, Schreibtischen, Waschmaschinen, Haus, haltungsgegenständen 2c. Die Verlosung findet an dem Tage nach dem Markte, am 11. September, statt. 8 Die Bahnüberführung vor Kleinlinden hat neuerdings eine Verbesserung erfahren. Der Durchgang ist über dem Fußgängerpfad durch Wellblech gegen die Darüberliegenden, stellenweiſe ſehr lückenhaften Diehlengänge überdacht worden, wodurch nunmehr ein Durchfickern von öligem Maschinenſchmug und ein Herabfallen von Aſche und bergl., was oft Damit erklärte sich der Gatte einverstanden und die für Passanten recht unangenehm war, verhindert ist. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Aus Oberheffen, 2. Sept. Vorsicht ist die Mutter der Weisheit! Das Dörfchen Gambach hat wegen des nicht nennenswerten Auftretens des Scharlach nicht nur keine inquartierung erhalten, die einzelnen Truppenteile mar haren auch auf umwegen um das Dorf herum. Arme Gambacher Mädchen! des Schiffes beugt und sich in Folge der Seekranheit erbricht. Kaum war die Gesellschaft von ihrem Ausflug wieder in Mainz, als der Zeichner eine Vorladung vor das Sühnegericht erhielt und zwar wegen Beleidigung der Frau eines Freundes durch die erwähnte bildliche Darstellung. Im Termin bestritt der Zeichner ganz entschieden, daß er mit der seekranken Frau die Frau seines Bekannten gemeint habe. Der„ gekränkte" Themann mußte zugeben, daß die Zeichnung keine Aehnlichkeit mit seiner Frau habe, aber man habe mit der Zeichnung dennoch seine bessere Hälfte gemeint, er verlange, daß das Sühnegericht den Zeichner zur Zahlung von 5 Mark an die Armenkasse verdonnere. Um allen Weiterungen aus dem Wege zu gehen, erklärte sich der Zeichner bereit, 3 Mk. an die Armenkasse zu zahlen. Ehre der Frau war gerettet! ** Mainz, 2. Sept. Der 22jähr. Kaufmann Wilhelm Haiger aus Worms hatte in seiner Eigenschaft als Kassengehilfe der dortigen Stadtkasse innerhalb dretviertel Jahre nicht weniger als 2768 Mt. unter schlagen und die Quittungsbelege gefälscht. Das Geld will er zur Zahlung von Schulden, die er bei seinem geringen Gehalt gemacht, verwendet haben. Gefängnis. Die Ferienſtrafkammer verurteilte ihn zu 10 Monaten ** In Mannheim wurde am Sonntag Abend 5% Uhr von der elektrischen Straßenbahn ein Mann unbekannten Namens und unbekannter Herkunft überfahren und getötet. Derselbe ist ungefähr 20 bis 22 Jahre alt, 1,60-1,64 Meter groß, trug grauen Anzug, schwarzen Hut, farbiges Hemd, weißes Vorhemd, auf dem rechten Unterarm ist derselbe tätowiert, einen Anfer mit 2 gekreuzten Rudern darstellend; darunter die Buchstaben J. F. 1900. ** m. Gambach, 2. Sept. Die vor einiger Zeit in unserem Orte aufgetretene Scharlachepidemie ist wesentlich im Abnehmen begriffen. Bis jetzt sollen nur noch etwa 8 Krankheitsfälle zu verzeichnen sein. Ein Kind, welches die Nierenkrankheit dazu bekam, ist der tückifchen Serankheit zum Opfer gefallen. Obwohl faſt feine Gefahr mehr zu befürchten ist, kann man jedenfalls doch auf Einquartierung nicht mehr rechnen. Dem in den umliegenden Ortschaften quartierenden Obsthandel. Nach dem Wochenbericht der CentralMilitär ist das Besuchen Gambachs gänzlich untersagt. m. Butzbach, 2. Sept. Mit dem 1. Oktober d. Is. ſtelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M. gestaltete sich wird die hiesige berittene Gendarmeriestation auch in der Woche vom 25. bis 30. August 1902 das Geaufgehoben werden. Aus diesem Anlaß wurde Herr schäft zu einem recht lebhaften. Die Angebote und NachWachtmeister Held von hier nach Friedberg und fragen waren fast gleich groß und erstreckten sich größtenHerr Ebert nach Alsfeld versetzt. An der Stelle teils auf Aepfel und Birnen. Abschlüsse wurden hauptsächder beiden Scheidenden treten die Fußgendarmen Herrlich in Mirabellen und Einmachbirnen gemacht, weniger in Wachtmeister Konradi aus Alsfeld und Herr Diek aus Zwetschen und Reineklauben, welch letztere ziemlich rar find. Die Durchschnittspreise im Laufe der Woche betrugen: Paternheim. Heidelbeeren Mt. 13, Himbeeren Mt. 20, Mirabellen Mr. 16-18, Reineflauden Mr. 18, Frühzwetschen Mt. 10, Frühbirnen Mt. 8-16, Frühäpfel Mt. 10, Pfirsiche Mt. 30, Preißelbeeren Mt. 16-18 per Ctr. ** Marburg, 1. September. Gestern gegen 12 Uhr v. Lich, 2. Sept. Gestern hat hier von schönem Wetter begünstigt die Grummeternte begonnen. In den letzten Tagen waren hier 3 Unglücksfälle zu verzeichnen: Am verflossenen Samstag fiel die ** Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 22, ausgegeben am 29. August d. I, enthält: 1. Deffentliche Anerkennung einer edlen That. 2. Deffentliche Anerkennung einer edlen That. 3. Vorlesungsverzeichnis der Hessischen Ludwigs- Universität zu Gießen im Winterhalb jahr 1902/03( Beginn der Immatrikulation 20. Oktober. Dienstmagd eines hiesigen Metzgers beim Garbenauffam ein sehr elegant gebautes Automobil hier durch, Beginn der Vorlesungen 27. Oftober). 4. Konkurrenz- winden vom Scheunengerüste, wurde bewußtlos aufgeeröffnungen. hoben und ins hiesige Hospital gebracht. Der Arzt ** Das am 1. September zu Ausgabe gelangte Refonstatirte einen leichten Schädelbruch. gierungsblatt Nr. 61 hat zum Inhalt: 1. Gesetz, die Besoldungen der Gendarmen und die Polizeitosten betreffend. 2. Gesetz, die Disziplinarver= hältnisse der Gendarmen betreffend. **( Privattelegram m.) Die heutige Ziehung der 6. Klasse der hess. Landeslotterie ergab: Zwei Gewinne von 5000 Mt. auf Nr. 6537( Mainz) und 38139( Mainz). Gewinne von 3000 Mt. auf Nr. 5741, 8194, 37186, 39949. Gewinne von 2000 Mt. auf Nr. 7232, 20539, 27132, 40482, 46675, 47869, 48429. Gewinne von 1000 Mt. auf 1332, 2848, 3187, 3421, 9743, 12548, 18736, 27381, 28952, 32668, 33762, 35476, 36984, 37095, 37373, 38052, 39094, 39408, 43472, 44797, 45465 und 48438. ** Circus Maximilian, der heute Abend auf dem Oswaldsgarten und nicht, wie uns neulich fälschlich berichtet wurde, auf dem Trieb seine Eröffnungsvorstellung giebt, wird von hier nach Frankfurt gehen. Die Frankf. 3tg." fündigt ihn mit folgenden Zeilen an:" Der Circus Maximilian wird am nächsten Samstag am Hohenzollernplatz, fünf Minuten vom Hauptbahnhof, seine Eröffnungsvorstellung geben. Wie wir aus den Kasseler und Hannoveraner Blättern ersehen, ist der Circus Maximilian ein Institut ersten Ranges. In Hanover hat der Circus Maximilian, trotzdem Albert Schumann zwei Monate hintereinander dort gastirte, unmittelbar nachher glänzende Erfolge erzielt." Wenn dem Circus in Großstädten so günstige Urteile gesprochen werden, so dürfen wir wohl hier einen besonders regen Besuch seiner Vorstellungen erwarten, wo sich selten Gelegenheit bietet, solche Unternehmen im großen Stil zu segen. Von einem Augenzeugen wird uns noch mitgeteilt: Das riesige Zelt des Circus Maximilian wurde heute Morgen auf dem Oswaldgarten aufgeschlagen. An der Bahn konnte man das Ausladen des großen Marſtalles und der fremdländischen Tiere beobachten. Besonderes Aufsehen erregten die 5 großen indischen Elephanten und hinter diesen ein Zwergelephant bei ihrem Zuge durch die Bahnhofstraße. F. Vorsicht vor dem indischen Dickhäuter ist dringend zu empfehlen. Heute mittag wurde Onkel Tom durch das Gebell eines Hundes etwas aufgeregt und packte in seiner Nervosität einen zuschauenden Buben mit dem Rüssel, um ihn in die nächste beste Ecke im Schwunge zu befördern. Glücklicherweise geschah dem Jungen weiter fein Unglück, da die Erde mit dickem Stroh bedeckt war. h. Pferdemarkt. Die Anmeldungen zu dem am 10. September d. J. auf den städtischen Marktanlagen stattfindenden Herbst, Pferde- und Fohlenmarkt laufen zahlreich ein, derselbe dürfte sich daher seinen Vorgängern würdig anreihen. Die Lose( 1 Mk. pro Stück) finden guten Absatz. Die Kommission hat bereits mit dem Ankauf der Gewinne begonnen. Der erste Preis besteht aus 1 viersiẞen eleganten Halbverdeckwagen nebst Heute morgen verletzte sich ein zehnjähriger Junge dadurch schwer am Bein, daß er durch unvorsichtigkeit in eine Sense ftet. Gleichfalls heute morgen stieß einem Mädchen, der Tochter eines hiesigen Landwirtes ein Unglück zu, das einen schlimmen Ausgang hätte nehmen konnen. Sie fuhr auf einem mit einem Pferde bespannten Wagen Hafer nach Arnsburg. Unmittelbar vor dem Hauptthore scheute das Pferd, gelangte aber noch durch die Ginfahrt, dann schlug der Wagen um und schleuderte die Führerin in eine Hecke. Außer einigen Hautabschürfungen im Gesichte hat sie glücklicherweise feine Verlegungen abgesetzt." z. Fellingshausen, 3. Sept. Schon neulich wurde vom Lehrermangel aus hiesiger Gegend geschrieben. Seither verwaltete unser zweiter Lehrer beide Schulstellen hierselbst. Da derselbe am 1. Oktober auf ein Jahr zum Militär geht, und mit diesem Zeitpunkt wieder die erste Lehrerstelle durch Herrn Fr. Wilhelm aus Eschbach, Amt Usingen besetzt wird, so haben wir nach wie vor nur einen Lehrer bei unserer starken Kinderzahl. Er zog Groß- Felda, 1. September.( Ein bedauerlicher Irrtum.) Ein Kaufmann hatte unter jahrelangen geschäftlichen Mißerfolgen zu leiden. sich dieses so zu Herzen, daß ihn die Verzweiflung erfaßte und starb. Seinem Glauben nach war er bedeutend überschuldet gewesen, und jetzt ergiebt sich ein günstiges Vermögensbild. - ** Vom Main, 2. Sept. Im Mainthal ist die Hühnerja gd vorzüglich. Die Hühner sind klein, aber schmackhaft und zart. u. Aus dem Kreise Wezlar, 3. Sept. Ein längst gehegter Wunsch der Lehrerschaft kommt soeben in Erfüllung. Nach einer Regierungs- Verfügung vom 8. August d. J. finden nämlich die Lehrer nunmehr Aufnahme in den Schulvorstand. Wo mehrere Lehrer an einer Schule angestellt sind, ist der erste Stelleninhaber Mitglied desselben. Bisher gehörten nur der Pfarrer, Bürgermeister, Ortsvorsteher und zwei Gemeinderatsmitglieder demselben an. Unter diesen bisher Beteiligten war oft nicht ein einziger, welcher ein Kind zur Schule gehen hatte, mithin auch nicht wissen konnte, wie und in welcher Weise in derselben gearbeitet wurde. ** Montabaur, 2. Sept. In hiesiger Gegend ist der Wildstand ein sehr starter. Rehe und Rotwild werden zahlreich angetroffen. Hackfrüchten großen Schaden an. Das letztere richtet an Halm- und Mainz, 2. Sept. Nach einer Mitteilung der Handelsfammer ist der Fernsprechverkehr zwischen Mainz und Paris gestern eröffnet worden. Mainz, 2. Sept.( Auch eine Beleidigung.) Eine Anzahl Mainzer Herren unternahmen fürzlich einen Sommerausflug und besuchten dabei auch Helgoland. Einer der Herren, ein flotter Zeichner, zeichnete auf dem Schiffe eine Anzahl Ansichtspostkarten, bei welchem er seinen Humor in realistischer Weise zum Ausdruck brachte. Die Zeichnung einer dieser Karten stellt eine Frau dar, wie dieselbe sich über die Brüſtung das für den Fürsten von Schaumburg- Lippe bestimmt war. Neben der Herrenmühle am Pilgrimstein wurde es dem Führer plötzlich heiß unter dem Sig, und als er heruntersprang, machte er die Entdeckung, daß die in dem Behälter unter seinem Siz befindliche Baumwolle durch Kurzschluß in Brand geraten war. Gletch= zeitig erfolgte ein donnerähnlicher Knall. Eine Explosion des Gefährtes, die sehr schlimme Folgen hätte haben können, wurde durch eine an dem Automobil ange Durch einen Eimer brachte Vorrichtung verhindert. Wasser wurde der Brand gelöscht, sodaß der Automobilist seine Fahrt fortsetzen konnte. Kassel, 1. Sept. Die hiesigen Megger haben infolge der mangelnden Zuführung von Schlachtvieh ebenfalls eine allgemeine Erhöhung der Fleischpreise, und zwar um 5 bis 10 Pfg. pro Pfund eintreten laffen. ** Kassel, 2. Sept. Stahl und Nölke, A.-G. für Zündwarenfabrikation, werden wieder, wie in den beiden Vorjahren 10 Proz. Dividende verteilen. ** Aschaffenburg, 2. Sept. Hier wurden an 524 Voltsschülern im Alter von 8-14 Jahren zahnärztliche Untersuchungen vorgenommen. Nur 5 Schüler hatten ein vollständig gesundes Gebiß. Es entspricht das einem Prozentsaz von nicht ganz 1: 100. 4358 8ähne waren fariös,( d. h. unterlagen dem Fäulnisprozeß), 291 ausgezogen. Es waren mithin ungefähr 33 Prozent aller Zähne erkrantt. Vermischtes. * München, 2. Sept. In der vergangenen Nacht feuerte ein auf einer Wiese außerhalb der Stadt in Begleitung eines Mädchens befindlicher Soldat aus Mutwillen einen Revolverschuß ab. Als darauf ein Schuhmann herbeieilte, feuerte der Soldat auch auf diesen, worauf der Schuhmann den Soldaten durch zwei Schüsse tötete. * Ein Telegramm aus Kapstadt meldet, daß ein furchtbares Unwetter über Port Elisabeth_niedergegangen ist. 30 Schiffe sind gestrandet. Zwei Schlepp. dampfer und 18 andere Schiffe erlitten schwere Havarie. Viele Menschen sollen dem Unwetter zum Opfer gefallen sein. - Eine weitere Meldung besagt: Die Dörfer Morne, Rouge, Ajoupa und Boillon wurden zerstört, etwa 1000 Personen getödtet und mehrere hundert verlegt. Eine Flutwelle richtete in Le Carbet große Verheerungen an, ihre Wirkungen wurde noch in Fort de France verspürt, wo eine Panik ausbrach. Die Kreuzer" Suchet" und" Taget" gehen noch Norden ab, um alle dort befindlichen Flüchtigen aufzunehmen. Gestorbene. Am 2. September: Agathe Lauer, geb. Fisch bach, 56 Jahre alt, Wittwe des Rechtsanwalts Ludwig Lauer dahter. Beerdigung findet statt am 4. Sept., borm. 10.30 Uhr, vom Sterbehause, Bahnhofstr. 42 aus ſtatt. Bekanntmachung. Betr.: Die Vergebung der Kultur- und Wegbauarbeiten und Lieferungen im Gießener Stadtwald. Die im Gießener Stadtwald erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, als: a. Herstellung von rajolten Riefen einschl. der Entfernung sollen von Dörnern und Vorwuchs, veranschl. zu 1840.- Mt. b. Aufräumen von alten Gräben, veran Schlagt zu c. Herstellung von neuen Gräben, veranSchlagt zu Neu! Neu! 219. Mt. Amtlicher Teil. d. Blanirarbeiten, veranschlagt zu e. Lieferung von Basaltsteinen, veranschlagt zu 634.40 Mt. 3114. Mt. f. Lieferung von Kleinschlag, veranschlagt zu 1150.- Mt. g. Chauffirarbeiten, veranschlagt zu 2574.- Mt. h. Ausseßen von Steinen, veranschlagt zu 228.60 Mt. Samstag, den 6 September 1902, Vormittags 10 Uhr, im Bürgermeisterei- Gebäude, Zimmer Nr. 15, öffentlich ver163.20 Mt. geben werden. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Kommet, höret, sehet und staunet! Für Jung und Alt hochinteressant! Neu! Gießens erste elektrische Eisenbahn Zug Gießen- Frankfurt vorstellend, 3weite Abteilung: Aufziehen von deutschen, französ. u. österreichischen Truppen verbanden mit einem großen Piano- Orchestrion nebst schöner elektrischer Beleuchtung. 100 Mark Demjenigen, der mir nachweist, daß diese zwei Werke nicht allein von mir erfunden worden sind. Zur zahlreichen Besichtigung ladet ergebenst ein Ph. Schneider, Gasthaus zum Adler. Anwiderruflich nur 3 Tage in Gießen auf dem Oswalds Garten von Mittwoch den 3. bis inkl. Freitag den 5. September Restaurant „ Zur Sonne" 29 Dammstraße 29. Bes. Wilhelm Fischer. Borzügliches Gießener Brauh ausbier. Prima Weine. Gute Küche. Darmstädter Zirkus Maximilian Pferde- Lotterie Mittwoch den 3. September, abends 8.15 Uhr: Brillant- Gala- Eröffnungs- Vorstellung. Donnerstag den 4. September: 2 sensationelle Gala- Vorstellungen. 4 Uhr nachmittags und 8.15 Uhr abends. Die Nachmittags- Vorstellung ist hauptsächlich für die hochgeehrten Besucher der Umgebung eingeschaltet und ist dieselbe ge= nau so reichhaltig ausgestattet, wie die Abendvorstellung. Freitag den 5. September, abends 8.15 Uhr: Gala- Elite- Vorstellung. Billetpreise: Logensiz 3 Mt., num. Sperrsiz 2 Mt., 1. Plaz 1.50 Mt., 2. Platz 1 Mt., Gallerie 50 Bfg. Die Billets find nur am Lösungstage giltig. Kinder unter 10 Jahren u. Militär vom Feldwebel abwärts zahlen an den WochentagsVorstellungen und Matinées folgende Preise: 1 Plazz 1 Mt., 2. Play 60 Pfg., Gallerie 30 Pfg. Die Vorverkaufskaffe ift geöffnet von 10-12 Uhr vormittags und 2-6 Uhr nachm. Kaffenöffnung7Uhr Anfang der Vorstellung präzis 8% Uhr Der Besuch der täglichen Proben, welche um 10 Uhr vorm. beginnen, ist gegen ein Eintree von 30 Pfg. für Erwachsene und 15 Pfg. für Kinder gestattet. An den Tagen, an welchen 2 Vorstellungen stattfinden, wird keine Morgenprobe abgehalten. Der Besuch des Tierzeltes ist ebenfalls gegen ein Entree von 10 Pfg. gestattet, für die Probenbesucher ist der Besuch des Tierzeltes fre.. Hochachtungsvoll Maximilian B., Direttor u. Besizer. Ziehung am 8.Oktober. 1 Los nur 1 Mt. Ziehungsliste u. Porto 20 Pfg. 1 eleg. Wagen, Zweispänner mit 2 Pferden u. compl. Geschirr i. W. v. k. 6000.1 Beitpferd mit Sassel u. Baum i. W. v. circa k. 2000.Erntestricke umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. genannt Garbenbänder, empfiehlt Edgar Borrmann, Eisenhandlung. Gießen. Gießen, am 2. September 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Georgi. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Zufahrt der Alten- Ställe von der Neustadt aus bis auf Weiteres für den Verkehr gesperrt. Has im Topf Täglich frisch 1 Stuhlwagen mit 1 Pferd u. Geschirr Gasthaus zum Löwen. i. W. v. ca. k. 1700.17 Pferde oder Fohlen i. Gesamtw. b. k. 10,300.535 andere Gewinne i. 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September, nachmittags 2 Uhr findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verloosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mk. ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, Juli 1902. " Die Pferdemarktkommission zu Gießen. Jean Kirch, Stadtverordneter. Was ist Naumannia- Seife"? Naumannia- Seife" ist die beste, billigste und dabei praktischste Wasch- Seife, denn sie ässt sich nach Jeder Wasch- Methode gleich gut verwenden und ermöglicht der Hausfrau mit einer Sorte Seife auszukommen! اوو , Naumannia- Seife" ist eine garantirt reine, neutrale Seife, die sich vermöge ihrer soliden Basis viel langsamer verwascht, wie gewöhnliche Seifen und trotzdem vorzüglich reinigt! , Naumannia- Seife" ist für weisse Wäsche, für bunte Wäsche, für Putzzwecke unüber3094 treffbar und kostet nur 12 Pfg das Stück! 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Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen Bufftoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen. leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Solik'chmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Gaspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen Nächten, Kräuter- Wein fiechen oft solche Kranke lang am dahin. giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mk. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, W klar. Fronhausen, Braunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach Bad- Nauheim, Marburg u. f. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräutertoein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefrei. Mindestquantum im Engrosversand also drei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich, schen Kräuterwein. 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