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Gratisbellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 3. Juli 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie: ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pf., sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Hessischer Landtag. Darmstadt, 2. Jult. Zweite Lesung der Wahlrechtsvorlage. Bu Artikel 4, in dem das Prinzip der direkten Wahl festgelegt wird, erklärt Abg. Dr. David( Soz.) die Abstimmung über diesen Artikel in der ersten Lesung wäre insofern erfreulich, als dieser Artikel mit 40 gegen 5 St mmen an genommen wurde. Das habe gezeigt, daß der Wunsch in der Zweiten Kammer bestehe, das indirekte Wahlrecht durch das direkte zu erseßen. Die Klarheit, die hier hervorgetreten, suche man aber vergebens in der Abstimmung über die anderer Artikel. Er urd seine Freunde ständen der Vorlage mit einem trockenen und einem nassen Auge gegenüber. Wenn aber auch eine Reihe von Bestimmungen in ihr ihnen nicht gefalle, so sei seine Partei andererseits doch der Meinung, daß, wenn das direkte Wahlrecht im Brinzip angenommen würde, die zweite Kammer dann auch den einzelnen Artikeln tro mancherlei Kautelen zustimmen und somit das Gesetz ihrerseits nicht zu Full bringen sollte. So wurde seine Partei unter allen Umständen für das Gesetz stimmen und zwar auf Grund der Ausschußanträge. Jedenfalls würde aber, wenn das direkte Wahlrecht nicht angenommen würde, die ganze Frage nicht eher zur Ruhe tommen, bis erreicht sei, was er und seine Freunde für richtig hielten. Wolle bie Regierung wirklich im Ernst dem Volte Unruhen ersparen, so möge sie jetzt bei der zweiten Lesung mit etwas mehr Energie für die Vorlage eintreten und sich entgegenkommend erweisen in Fragen, in denen die Mehrheit der Boltsvertretung einig sei. Es gilt, Klarheit zu schaffen über die Freunde und die Feinde des direkten Wahlrechts. Daß die Regierung zu den letteren gehöre, Stellung der Zweiten Kammer zu Gunsten des direkten Wahlrechts würde das Volk sehen, wo die wirklichen Feinde der Vorlage in Wahrheit fäßen. Die erste Kammer solle zeigen, wie sie eigentlich zur Vorlage steht. Die fünf offenen Feinde des direkten Wahlrechts in der zweiten Kammer feien nicht die gefährlichsten für die Vorlage, sondern jene, die diesen fünf bei der Abstimmung über andere Artikel zufielen. Die wirklichen Freunde des direkten Wahlrechts müßten unter allen Umständen verhindern, daß in der zweiten Lesung nicht wieder dieselbe 3 rsplitterung eintritt, wie in der ersten Lesung. Sollte aber unter den 40 Abgeordneten der Zweiten Kammer, die bei der ersten Lesung für Artikel 4 stimmten, heimliche Gegner des direkten Wahlrechts sein, so wäre es besser, daß sie jetzt offen hervorträten und sich als Gegner der Wahlreform be fennten. Es würde jedenfalls dem Ansehen des Hauses nicht förderlich sein, wenn das Volk annehmen müsse, daß hier von einzelnen Abgeordneten in dieser so wichtigen Frage Komödie gespielt werde. Innerhalb dieser Kammer drehen sich die Differenzen um die Wahlpflicht und um die Vermehrung der städtischen Mandate. Wer aber erst einmal für Artikel 4 gestimmt habe, dürfte nicht um dieser beiden Punkte willen die Vorlage ablehnen. Was die Wahlpflicht anlange, so würde sie mit Zeit ja doch eingeführt werden. Aber es sei nicht nötig, daß sie gerade jezt schon beim ersten Wurf tomme. Fur die Freunde der Wahlpflicht liege also, selbst wenn die Wahlpflicht jetzt nicht durchgehe, darin kein Grund, die Vorlage abzulehnen. Sie müßten denn zu Denen ge= hören, die heimlich Gegner des direkten Wahlrechts sind. Was die Vermehrung der städtischen Abgeordneten anlange, so bestehe auch hier fein Grund, um deswillen die Vorlage scheitern zu lassen. Wenn man ehrlich die direkte Wahl wolle, so sei das eine so wichtige Sache des Fortschritts, daß man sie nicht hemmen dürfe, wegen der an sich sehr geringfügigen Vermehrung der städuschen Mandate. Geschehe das aber doch, so laden die betreffenden Abgeordneten den Vorwurf auf sich, daß sie die städtische Bevölkerung als eine Bevölkerung 2. Klasse ansehe. Das könnte nnr die schlimmsten Folgen haben für das ganze Land. Auch für den Kompromißantrag Wolf, der dahin geht, daß nur Mainz, Darmstadt und Offenbach einen Abgeordneten mehr erhalten, würde seine Partei zu haben sein, indem sie vorausseße, daß diese Angelegenheit später doch noch durch ein besonderes Gesetz geregelt werden müsse. Seiner Partei solle man jedenfalls nicht nachsagen fönnen, daß sie mitschuldig set, wenn die fünf ausgesprochenen Gegner des direkten Wahlrechts in der zweiten Kammer auch bei der zweiten Kammer auch bei der zweiten Lesung noch Zuwachs erhielten. Seine Partei stelle also um des willen ihre weiter gehenden Wünsche vorläufig zurück. Er hoffe, daß, wenn die Vorlage scheitere, sie wenigstens nicht in diesem Hause scheitere, sondern in der ersten Kammer. Abg. Köhler- Langsdorf( fr. B.): Er und seine näheren Freunde hätten von Anfang an der Vorlage freundlich gegenübergestanden. Sie wollten nur die Vermehrung der städtischen Mandate hindern, aber er erkläre, daß er für seine Person um deswillen doch nicht das direkte Wahlrecht zu Fall bringen wolle. ( Bravo!) Er bitte deshalb( Redner wendet sich den Nationalliberalen zu), daß Alle für das direkte Wahlrecht eintreten und den Willen des Volkes nun auch wirklich zum Ausdruck brächten. Es sei für ihn zwar eine harte Nuß. der Vermehrung der städtischen Abgeordneten zuzustimmen, aber es sei, wie die Situation liege, ein Muß im Interesse des direkten Wahlrechts. Abg. Schönberger( fr. V.) wendet sich gegen Ausführungen des Abg. Dr. David. Es sei nicht not wendig, daß das direkte Wahlrecht eingeführt werden müßte zugleich mit der Vermehrung der städtischen Mandate. Damit scheine ihm das direkte Wahlrecht nicht zu teuer bezahlt.( hört, hört!) Gr sei der Meinung, daß an der Regierung die Schuld liege, wenn die Vorlage scheitere. Er verharre auf seinem Standpunkt und lehne die Vermehrung der städtischen Abgeordneten ab. Abg. v. Brentano( 3tr.): Dr. David habe teilweise eine ſcharfe Stritik an der zweiten Kammer geübt, aber er fönne sie nicht ganz als unrichtig ablehnen, denn er glaube auch, daß außer jenen fünf noch weitere Gegner der Vorlage in der zweiten Kammer säßen, wenn er ihnen auch nicht Unehrlichkeit vorwerfen wolle. Bei dem Abg. Schönberger führte Reife.( Der Präsident ruft den Redner deshalb zur er seine Haltung zurüd auf Mangel an poluischer Ordnung.) Die Aeußerung des Abg. Köhler- Langsdorf begrüße er mit Freuden. Der Regierung aber fönne man feinen Vorwurf machen. Er erfläre im Namen seiner sämtlichen politischen Freunde, daß sie zwar eine ganze Reihe auch prinzipieller Wünsche in dieser Vorlage nicht verwirklicht sehen, aber trotz dem die Vorlage annehmen würden, so wie sie ist. Man solle im Lande Hessen wenigstens direkten Wahlrechts sind. Er sei überzeugt, daß die erste stammer den Entwurf ablehnen würde, aber die zweite Kammer, die Volkskammer, solle ihr wenigstens die Gelegenheit zu solcher Ablehnung nicht ersparen. die Ablehnung tragen. Das andere Haus möge dann die Verantwortung für Staatsminister Rothe: Bei den einzelnen Artikeln werde für die Regierung noch Gelegenheit gegeben sein, sich im Einzelnen zu äußern, aber dem Abg. Schönberger gegenüber wolle er ausdrücklich erklären, daß die Regierung jede ihrer Forderung ernstlich gemeint habe und nur unter dem Gesichtspunkt gestellt habe, das direkte Wahlrecht zu verwirklichen. Abg Weidner( chriſtl.- soz.): Außer dem Abg. Köhler- Langsdorf würden er und seine Freunde wohl auf dem Standpunkt bleiben, den sie in der ersten Lesung eingenommen haben. Die Kammer solle verzichten auf die Vermehrung der städtischen Abgeordneten, dann würden er und seine Freunde sofort für die Vorlage zu haben sein. Nach längerer Debatte werden Artikel 1 und 2 mit Ausnahme von Position 10 angenommen. Dann kommt es zur namentlichen Abstimmung über Artikel 3, die Vermehrung der städtischen Mandate. Der Antrag Korell, der dahin geht, es bei der bisherigen Anzahl städtischer Abgeordneten zu lassen, also die Zahl 10 statt 15 festzuhalten, wird mit 24 gegen 22 Stimmen abgelehnt. Ebenso abgelehnt wird der Kompromißantrag Wolff, der will, daß Darmstadt, Mainz, Offenbach einen Abgeordneten mehr erhalten. Darauf wird abgestimmt über den Antrag Brentano, der dahin geht, die Regierungsvorlage anzunehmen, also 15 städtische Abgeordnete zu bewilligen. Für den Antrag Brentano stimmen 27, dagegen 19 Abgeordnete. 2/3 Da aber/ Majorität nötig ist, so ist damit die Negierungsvorlage abgelehnt. Das ganze Gesetz ist hiermit ein Torso geworden, da ihm der Artikel 3 fehlt. Das Wahlgesetz ist damit auf die lange Bank geschoben, da über einen neuen Artikel 3 erst wieder abgestimmt werden kann nach Rückäußerung der ersten Kammer. Abg. Dr. Gutfleisch( freis.) ist davon überzeugt, daß die erste Kammer der Vorlage zustimmen würde, wenn die zweite Kammer die Vorlage mit Freuden entgegengenommen hätte. Es gefällt ihm nicht, wenn man der ersten Kammer die Verantwortlichkeit zuschieben wolle. Die Schuld am Scheitern der Vorlage würde vor Allem jenen fünf Gegnern des direkten Wahlrechts der zweiten Rammer zufallen, sowie derjenigen, welche die Vermehrung der städtischen Abgeordneten nicht wollen. Es sei ein Verrat am Volt, wenn diese Vorlage wegen geringer Mein= ungsverschiedenheiten nicht zu Stande käme. Die große Errungenschaft des direkten Wahlrechts müsse man bei den Debatten und bei der schließliten Entscheidung in den Vordergrund stellen. Die Initiative der Regierung sei dabei nicht hoch genug anzuschlagen. Abg. Ulrich( S03.): Seine Partei bringe, wenn sie die Vorlage samt den Rautelen annehme, das größte Opfer, indem sie ein gut Teil ihrer Forderungen aufgebe im Interesse des direkten Wahlrechts, damit das Volk dadurch seine wahre Meinung zum Ausdruck bringen könne. Was die fünf mehr geforderten städtischen Abgeordneten angehe, so verstehe er nicht, daß sich 40 Vertreter vor 15 Städten fürchten können. Abg. Jöckel( nl.): wendet sich mit Heftigkeit gegen die Ausführungen des Avg. Dr. David. Er und seine Parteigenossen wollten ja nicht das direkte Wahlrecht ablehnen, sondern nur diesen Gesetzentwurf, was doch nicht ein und das bg. Wolff: Er habe es nicht für möglich gehalten, dasselbe wäre. daß bei der ersten Lesung dieser Vorlage 40 Abgeordnete für den Art. 4 der Vorlage stimmten; denn nach privaten Aeußerungen, die gefallen waren, hätten es weniger sein müssen, woraus hervorgehe, daß Manche sich den Mantel Freunde des direiten Wahlrechts geworden zu sein. So der Volksfreundlichkeit unhingen, ohne deshalb ehrliche auch nur erklärten sich die zum Teil ganz verrückten Resultate bei den Abstimmungen der e sten Lesung.( Redner wird wegen des Ausdrucks„ verrückt" zur Ordnung ge= rufen.) Diese zweite Lesung" solle Klarheit schaffen. Er werde, wenn es ihm auch schwer falle, für die Bermehrung der städtischen Abgeordneten stimmen im Sinne Regierungsvorlage und nicht nur für seinen eigenen Kompromißantrag. der Abg. Graf Oriola( natl.): Die Nationalliberalen, die auf seinem Standpunkt stünden, se en stets bemüht geweſen, sozialpolitischen und freiheitlichen Forderungen ein offenes Dar zu leihen. Er sei ein aufrichtiger und ehrlicher Anhänger des direkt n Wahlrechts und stehe in gewisser Beziehung auf demselben Standpunkt, wie der Abg. Dr. Gutfleisch in dieser Frage, der ja auch an den Einzelbeschlüssen das direkte Wahlrecht nicht scheitern lassen wolle. Am besten wäre es gewesen, wenn die Regirrung die Frage nach der Vermehrung der städtischen Abgeordneten nicht mit in die Vorlage hineingebracht, sondern einem besonderen Gesezentwurf vorbehalten hätte. So ungern er das thue, würde er jetzt aber doch schließlich für die Vermehrung der städtischen Abgeordneten stimmen. Freilich hätte er nie gedacht, saß zwischen Stadt und Land hervorgekehrt werden würde. daß im hessischen Landtage in so scharfer Weise der GegenAuch aus praktischen Gründen fönne er das bestehende indirekte Wahlrecht nicht als nüglich anerkennen.( Bravo!) Nach einer langen Reihe mehr persönlicher Bemerkungen zwischen einzelnen Abgeordneten, namentlich den Abgg. Jöckel und David tritt man in die Abstimmung über die einzelnen Artikel ein, über deren Ergebnis wir schon berichtet haben. Nächste Sigung morgen 9 Uhr. Dieselbe Tagesordnung. Aus Hessen und Dachbargebieten. g. Krosdorf, 1. Juli. Heute Nacht gegen 1 Uhr ging hier ein schweres Gewitter nieder. Der Blizz schlug in Die Telephonleitung, einen Neubau ein ohne zu zünden. die am Hause vorübergeht, iſt beſchädigt. Zwei Stangen sind zertrümmert. " s. Heuchelheim, 1. Jul. Nachdem am gestrigen Morgen der Durchmarsch des Infanterieregiments Nr. 116 durch unser Dorf erfolgt war, fonnte man bald ein großartiges Schauspiel im unabschbaren Lahnwiesengrunde" beobachten. Bereits mehrere Jahre benutzt das Regiment unmittelbar nach der Heuernte diese große Wiesenfläche zu einer mehr. tägigen Uebung. Unter den Klängen der Regimentskapelle wurde dieselbe gegen 9 Uhr mit dem üblichen Parademarsch geſchloſſen und es erfolgte sofort der Rückmarsch zur Garnison. ** Hungen, 1. Juni. Die Brandkatastrophe auf der Grube Friedrich hat ein weiteres Opfer gefordert. Gestern Nacht verstarb an seinen Brandwunden im hiesigen Kranken ause Louis Steeb aus Steinheim. Familie, Frau und 2 Rinder. Dieser hinterläßt eine V. Frankenberg, 1. Juli. Infolge mutwilliger Jungenstreiche stürzte gestern bei dem Ausfluge einer Schülerklasse aus W. nach der Ruine Kugelburg ein Knabe von einer Beiter in den Burgkeller und erlitt dabei schwere Berlegungen am Hinterkopf, die einer schleunigen ärztlichen Behandlung unterzogen werden mußten. V. Frankenberg i H., 1. Juli. Bei einem beute früh in der Gemarkung Niederaisungen mit starten Regengüssen und Hagel niedergegangenen Gewitter brannten infolge Blisschlag sämtliche Ställe des Gutsbesizer Klöpper nieder, ein Pferd und einige Schweine wurden vom Bl tötlich getroffen, das übrige Vieh schleunigst hinaus ins Freie geschafft. Ein Knecht, welcher ein angebranntes Schwein zu retten versuchte, wurde von diesem so in den Daumen gebissen, daß dieser heute schleunigst amputiert werden mußte. - Bad Nauheim, 1. Juli Kardinal Vaughan von Westminster ist heute zum Kurgebrauch hier eingetroffen und hat " Kaiserhof" Wohnung genommen. im Mainflingen. We en Verdachts eines Ver brechens im Sinne des§ 176 Pos. 3 des Strafges gbuches wurde der etwa 29 Jahre alte Russensteinmacher Andreas R. Klug hier verhaftet. Das Opfer des Wüstlings war ein 5 jähriges Rind. Darmstadt, 1. Juli. Unter dem Vorsitz der Freifrau Heyl zu Herrnsheim aus Worms fand gestern eine Sigung des Landeskomitees für die Errichtung des Großherzogin Alice- Dentmals statt. Dem Komitee stehen 52 000 Mt. zur Verfügung. Die Enthüllung des Denkmals soll im August stattfinden. 2 Bagen und die Lokomotive fielen den Damm herunter. Der Zugführer, der sich durch Abspringen retten wollte, wurde schwer verletzt. 40 Personen leicht. C. Mainz, 1. Juti. Der Kaiser hält am 22. Auguft in Mainz eine Truppenschau ab. Es werden Truppenteile der 21 und 25. Division beteiligt sein. FC. Trebur, 1. Juli Nichdem er um 10 Uhr morgens noch in der„ Linde" vergnügt gefühstückt hatte, erhängte sich sofort darauf der W Berm ister Friedrich Jafobi II. auf dem Speich r. c. Aus dem nördlichen Nassau, 1. Juli. Die Heuerate mar quantitativ und qual tatio чut Die Ernteaussi hten sind für dieses Jahr überhaupt günstig winter and Sommergetreide sowohl wie Futtergewächse it hen gut. ** Von oberhessischen Behörden werd n steckbrief= lich verfolgt: Barbiergebuf Johann Martin Eckhardt aus of wegen Körper eßung von der Staatsanwaltschaft Bießen; Korbmacher Geog Kart Klein aus Leihg st rn wegen Strafvollstreckung von Großh. Amtsgericht Schoiten; Dienstmagd Anna Schmidt aus Saas n wegen Betrugs vom Amtsanwalt und Kaufmann Wuhelm Teitge aus Donnerfeld wegen Betrugs von der Staatsanwaltschaft Gießen; ferner der Korbmacher Georg Karl Klein aus Leigester wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Schotten. ** Obstmarkt und Obstpreise. Das Beshäft war, nach dem Bericht der Frankfurter Centralstelle für Obstverwertung, in der Woche vom 23. bis 28. Juni, recht lebhaft, namentlich in Kirschen. Die Angebote und Nachfragen nach fast allen Obstsorten laufen zufriedenstellend ein. Groß re Abschlüsse mit Ausnahme von Kirschen und grünen Stachelbeeren sind bei der Cntralstelle noch nicht zu verzeichnen. Die Durchschnittspreise betru ien: Erobeeren per Centner Mt. 40, Kirschen Wt. 15 bis 26 grüne StahlA Gemünden, 1. Juli. Infolge Unterspülung eines Bahndammes auf der Strecke Gemünden- Humm ciburg( Unter- beeren Mt. 11, Johannisbeeren Mt. 12, Aprifosen Mt. 30. franten) entgleifte heute Nachmittag ein Personenzug. 11 Hochschulnachrichten. * Das diamantene Dottor- Jubiläum feiert heute( 2. Juli) in Charlottenburg der Altmeister der Strafrechtswissenschaft, Geb. Justizrat Prof. Dr Albert Friedrich Berner. Zwei Menschenalter sind verflossen, seitdem er am 2. Juli 1842 unter dem Rektorat Dictericis, von dem damaligen Dekan Adolf August Friedrich Rudorff zum Doktor beider Rechte romoviert wurde. Berner steht im 84. Lebensjahr. Prof. Juftizrat Dr. Berner fetert am 2. Juli fein diamantenes Doktor jubiläum fetert Brüder Schmidt, Eisenwaren, - Seltersweg 83. Werkzeuge, - Haus- und Küchengeräte. Oefen und Herde. Baubeschläge. Werkzeuge aller Art. V. Sr. Selfische Landes- Lotterie. Biehung IV. Alaffe 2. Duli 1902. e Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 165 art ges ( Ohne Gewähr.) 58 123 80 271 772 76 953 1080 209 325 90 487 51 80 711 17 26 68 91 858[ 2000] 951 96 2136 238 44 62 405 23 32 59 528 617 39 702 23 41 810 940 61 3036 72 143[ 200] 84 220 52 558 76 80 98 635 36 96 4029 127[ 400] 73 229 51 81 381 460 80 508 37 79 608 752 62 63[ 800] 81 84 837 904 75 89 5025 137 70 205 17 43 69 82 99[ 200] 341 415 22 32 92 562 602 [ 200] 704 14 84 97[ 1000] 824 44 91 984 6027[ 300] 38 48 128[ 200] 389 407 79 521 41 69 92: 706 66 828 916 19 22 7011 90 188 89 203 5 416 59 584 681 705 914 65[ 200] 8105 15 53 208 23 86 334 60 62 79 89 477 90 606 749 822 926 9089 105 34 77 201 12 13 43 49 319 84 415 48 77 78 554 78 400] 704 11 64 78 82 858 79 87 917 43 10018 77 84 135 390 98 405 503 679 811 20 61 70 75 924[ 200] 28 30 11045 104 8 99 203 36 49 308 18 497 638 54 759 62 911 33 75 97 12028 38 76 204 26 48 62 92 319 38 56 527 64 624 33 67 721 40 810 62 916 59 13047 88 120 345 402 26 31[ 200] 75 506 18 49 79 663 82 769 92 825 46 60 14018 89 103 72 217 36 45[ 200] 85 92 351 481 90 506 33 38 642 766 837 96 915 60 15144 50 216[ 300] 29 69 328 37 75[ 200] 95 555 73 85 646 69 85 764 77 16075 298 490 94 512 603 89 96 701 35 49 806 20 49 929 17059 62 82 122 24 44 47 85 217 46 332 52 61 91 488[ 200] 554 659 700 841 68 904 6 36 18016 88 227 33 55 304 16 415 565 68 607 42 96 701 15[ 300] 826 66 79 988 19065 68 191 99 249 324 427 47 79 593 642 90 805 43 73 900 20025 51 63 108 60 87 89 283 393 487[ 300] 517 52 633 77 800 18 51 70 83 960 21035 53 108 279 93 417 65 94 501 237 26 51 99 622 72 768 84 926 40 22064 156[ 200] 60 289 454 509 12 625 42 96 710 35 91 98 979 23127 80 479 99 501 13 643 84 759 61 75[ 1000] 830 906 60 24256 367 409 20 51 621 77 702[ 200] 44 66 75 807 14 94 25017 81 157 59 284 884( 200) 97 594 679 704 80 811 48 55 75 89 98 995 26071 102 10 58 70 79 80[ 200] 224 82 90 399 459 529[ 400] 712 18[ 200] 23 24 56 837 83 87[ 200] 27007 13 113 69 84 282 308 4 419 96[ 300] 72 81[ 400] 94 97 509 673 748 50 74 75 76 877 906 11 17 41 56 90[ 10 000] 93 28009 61 65 103 27 46 214 57 98 354 487 621 66 03 661 86 1200] 764 65 95 97 803 29 51 90 952 29082 179 254 63 74 96[ 1000] 323 37 70 437 69 516 68 961 80075 131 41 64 319 30 33 46 426 33 559 63 89 630 32 93 700[ 400] 29 70[ 200] 824 25 46 961 73 95[ 400] 81042 64 96 112 18 48 30 52 68 382 503 9 36 64 609 68[ 300] 885 961 82052 149 294 43 906 20 96 83 36 50 62 406 17 51 61 92 528 74 695 794 859 93 948 58 90 88008 18 36 40 94 110 18 230 64 84[ 20 000 u. e. Pr. v. 55000] 455 6524 547 74 91 627 88 716 837 66 943 84018 81 213 37 371 448 78 882 73 701 58 870 35216 55 73 77 492 501[ 400] 12 47 681 700 98 835 48 86 94098 148 77 200 68 552 73 723 72 76 89 850 64 70 912 35 60 72 87077 1 78 90[ 800] 97 264 341 96 541 67 618 24 80 711 816 960 57 86 88010 11 109 29 36 246 91 326 507 650 702 993 89008 44 65 130 39 33$ 4 [ 2000] 39 64 74 88 313 81 445 607 36 43 744 865 982 40067 90 99 124 31 220 373 444 68 517 58 92 655 750 51 888 46 942 41026 72 109 229 39 343 57 97 459 92 551[ 200] 86 98 648 52 88 72 95 723 65 98 855 59 921 40 96 42004 91 111 255 332 425 576 80 606 [ 5000] 8 25 39 790 953 68 92 43008 74 286 92 337 481 514 50 697 7 47 57 96 871 905 27 93 44024 48 61 91 108 8 343 98 627 794 72 804 6 88 81 976[ 8000] 93 45040 104 35 262 339 405 74 512 61 68 78 89 613 68 74 797 912 ( 200) 67 68[ 300] 81 92 40016 111 75 90 97 302 69 471 514 17 633 68 60 958 47132 248 76 77 410 38 60 504 43 77 606 42 54 67 84 100 78 904 98 48033 40 163 286 374 442 522 640 91[ 800] 764 86 89 ( 800) 966 96 49165 70 398 405 85 71 501 44 50 89 611 27 30 740 47 91 909 10 8 008 190 94 332 488 518 631 83 790 46 903 4 29 68 96 51080 1060088 6 253 79[ 200] 368 467 587 621 806 66 951 54 59 52088 110 80 317 488( 2000) 57 613 45 51 86 768[ 1000] 68 830 97 85 98 927 53006 44 46 48 94 99 112 27 61 234 64 71 377 425 598 665 707 849 54008 7 77 10 19 82 290 39 72 361 529 619 24 174 667 508 14 04 Neuen Bäue 11, staatlich konzessionierte Kollekteur der Großherzogl. 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Da er es aber zu forge Oberhessische Familienzeitung. hatte, um für feine Familie| Sie hungaerte, ſo wurde der Shim Halte zurück die goldene Last In dunkler Seite 4. Nr. 151. Donnerstag, den 3. Juli 1902.