wenn man SO im Vorbeugung baurat Hofe zu einem nz anderes, em ,, Associé Ite. efieber etwas ofs- Entwürfe in Darmstadt ann hier die en Genesung halten, doch sein. ein endliches priationsexpropriirte -Bahnhofsund Viehen, langen hier S. Nr. 151. Erstes Blatt. Donnerstag, den 3. Juli 1919 Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg. in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich).do Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. 1902. Gießener 97808050 Jud bin nik 11. Jahrgang. Jusertionsvreis: Die einspaltige Petitieile für Gießen wie, ganz Oberbeffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. H Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten für 1891 zur einleben. ieben Muien der Erinner ticher Huhn. r Studenten die Tonart dem immer originellite borgebracht er flajjijden glieder des Cote Wenzel Stallchen" ach in die ersuchte er Dorzuzeigen. fund dann Jen um und empfing die Gelächter. im bald in nte Lied an gertija. tlieb, bin er nicht lange, wieder nach Universitäte I. Dir, daß Du it, aber fage Stadt Gießen zur weiteren ründung einer inde angekauft cher ami, bie erten Händen." er Kracheburg tenweg 60000 eingeschlagen. ntſtuck haben er Straße ab das machte er föftlich 20 Sinfchäßungshren zu 2 Jarf, tagiert. ct, man glaubt Veranlagung t- Gelände hier Fannst Du dod furrent werden. überschüffigen canzulegen und ciationeippel in ir, studiere die je, ganz Deine r der tagierendas Studium ten Studenten icht das Vers n zu habenExpropriations Didh, und was im Philofophen brum gehab im Café Ebel ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung -am ind ( Gießener Zeifung) alstons für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. sid * Berlin, 2. Juli. Eine polizeiliche Haussuchung fand gestern in der Druckerei des hiesigen Bolenblattes Dziennit Berlinsti, sowie in der Privatwohnung des Herausgebers des Blattes statt. Sämtliche Exemplare des im Verlage bes Blattes erschienenen Sokel- Liederbuches sind auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. In der 8olltarif Commission hofft man die erste Lesung des Tarifs am 8. August fertig stellen zu fönnen. Sodann soll eine zweiwöchentliche Bause eintreten und die zweite Lesung gegen den 22. August beginnen. Man will durchschnittlich 25 bis 30 Positionen täglich zur Erledigung bringen. Die Germanisirung in Bosen. * Berlin, 3. Juli. Nach Meldungen aus Bosen antworten jezt in Wreschen ein großer Teil der Schultinder deutsch in der Religionsstunde, da die Kinder in Masse den Eltern durch Militär genommen und in ZwangsErziehung gegeben werden sollen. Zur Förderung des Deutschtums. Die Regierung hat den Professor der NationalDekonomie an der Berliner Universität Dr. Ernst von Halle zu einer auf mehrere Monate berechneten Informations- Reise nach Posen entsandt. Prof. von Halle ist mit eingehenden Special- Studien über das wirt schaftliche und geistige Leben in der Provinz Posen betraut, als deren Ergebnis neue Anregungen für die Förderung der deutschen Arbeit und des deutschen Gemeinlebens im Often, sowie für die zweckmäßige Verwendung des neuen Ansiedelungsfonds erwartet werden. * Die Entschuldung des ländlichen Grundbesizes. Ueber die Durchführbarkeit von Maßregeln zur Entlastung hoch verschuldeter landwirtschaftlicher Befizungen hat der preußische Landwirtschaftsminister den Oberpräsidenten eine Denkschrift überreicht. Nach ihr sollen die Oberpräsidenten mit den Landwirtschaftskammern, mit den landschaftlichen Kreditanstalten, den provinzial( fommunal-) ftändischen Grundkreditanstalten, sowie mit den Provinzialhilfskassen in Verhandlung treten und sie zu einer Aeußerung darüber auffordern, ob sie eine Schuldentlastung in der erörterten Art für durchführbar und im öffentlichen Interesse wünschenswert erachten. Im Falle der Bereitwilligkeit werden sie sich darüber zu äußern haben, in welcher Weise die zur Ablösung der Nachhypotheken erforderlichen Mittel aufzubringen sind. Daneben fommt als wichtiges Mittel der Schuldentlastung die stärkere Pflege der unkündbaren AmortiGeerteerd. Novelle von E. Vely. 38] 8. ( Nachdruck verboten.) Gut, daß die Race aussterben will, sagen die Insulaner, wenn sie an Maniel Hay's Hause vorbeigehen, wo Geerteerd hinter den geschlossenen Läden schwer frank liegt, lange Wochen ohne Bejinning. Maniel Hay sitzt an dem einen Fenster, er seine hölzerne Meergöttin am deutlichsten sieht, und öffnet es, wenn all die klugen Frauen mit Rathschlägen und Hausmitteln kommen, aber zu ihr läßt er nur Eine Reick. duvar TUD Daß die ihm jezt über die Schwelle geht, ist freilich nicht zum Verwundern, weil er ihr den„ Jo" wiedergebracht hat. In der Achtung der Insulaner ist Maniel darum aber nicht höher gestiegen- einander auf dem Meere beizustehen, ist Seemanns Pflicht und Gesez. Einmal ist Reich nach ihrem Krankenbesuche an Maniel's Stuhl getreten und hat ihm ihr stilles Gesicht zugewandt, mit einem Lächeln drauf. Bin nicht mehr von Nöthen, Maniel Hay! Oho- oho! Kannst's glauben. Er hat die Pfeife a aus dem Munde genommen und nach dem Schlafraum der Tochter gedeutet. wo Fahrzeug abgetafelt- was? Hätte doch am Ende Einen 2) on drüben holen sollen. eini Reich hatte ihren Kopf geschüttelt, sie will vorsichtig mit gerihrer Nachricht sein. δεξ Glaube auch nicht an Medizin, brummt der Alte. Er hat aufstehen wollen, aber eine seltene Kraftlosigkeit n scheint ihm in die Beine gefahren, er kann's nicht. 910 sationshypothek in Betracht, wobei es besonders darauf ankommen wird, die jetzt vielfach mangelhaften Beſtimmungen über die Amortisation im Sinne einer wirklichen Schuldentilgung wirksam zu verschärfen. König Georg von Sachsen hat sich als Hüter der Evangelischen erklärt. In der Diöcesen- Versammlung der Ephorie Dresden- Land teilte Consistorialrat Benz mit, König Georg habe ihm die Versicherung gegeben, daß es die evangelische Kirche unter seiner Regierung ebenso haben solle wie unter seinem Vorgänger. Das sollen", habe der König hinzugefügt, nicht bloß Worte, sondern auch Thaten sein. Verlassen Sie sich auf mich." Die Wiedereinbringung der Kanalvorlage in der nächsten Tagung des Landtags ist sicher. Die in Betracht kommenden technischen Dienststellen seien bereits beauftragt worden, die noch notwendig erscheinenden Vervollständigungen der Vorlage, namentlich in Bezug auf die Frage der Kompensationen in beschleunigter Weise zu bewirken. " * München. Der Lokal- Anzeiger meldet aus München: Der bayrische Kultusminister Dr. Landmann, gegen den die Universität so auffällig, demonstrirt hatte, hat heute Mittag dem Prinz- Regenten seine Entlassung eingereicht, die jedoch nicht angenommen wurde. London, 3. Juli. Der gestern Abend erlassene Krankheitsbericht lautet: Der König wahrte denselben stetigen Fortschritt. stetigen Fortschritt. Der örtliche Schmerz ist geringer. Die Tage werden mit mehr Behaglichkeit zugebracht. Die Krönung des englischen Königs wird durch die Vertagung eine Aenderung erfahren und soll besonders einen mehr religiösen Charakter tragen, während die Festlich feiten weniger geräuschvoll gefeiert werden sollen. So wird die Zahl der Eingeladenen vermindert werden und man wird sich auf diejenigen Persönlichkeiten beschränken, welche mit dem englischen Hofe verwandt oder eng befreundet sind. Die Festlichfeiten sollen bereits während der Krankheit des Königs stattfinden, da der König denselben wegen der damit verbundenen Ermüdung doch nicht beiwohnen könne. Zur Erkrankung König Eduards. Nach dem„ Standard" wird im Unterhause bereits die Möglichkeit erwogen, daß eine Krönungsfeier noch während der laufenden Tagung also etwa in der dritten August- Woche stattfinden könne. d Am nächsten Samstag werden eine halbe Million Arme Londons gespeist. 1500 Künstler werden durch VorArme Londons gespeist. 1500 Künstler werden durch Vorträge die verschiedenen Gesellschaften unterhalten. Einige Diners werden auch von den verschiedenen Mitgliedern der - 1 Ganz allein wird mir schwer fallen, Reid, sagt er. Erst das Weib drüber bin ich hin aber nun auch die Deern. Seine Lippen zucken, doch Reich schreit zu gleicher Zeit auf. Was meinst Du denn? Sie ist nicht todt, sie wird wieder m Maniel schließt sein eines Auge, legt die Pfeife nieder und wiederholt: Sie wird wieder- dann ist es ein paar Minuten still um die Beiden und endlich fragt er, zweifelnd und leise: Reick woran willst Du's wissen? Elend genug ist sie! Dadran, erzählt die Wittwe, daß Du nun allein die Pflege übernehmen mußt. Sie hat mich erkannt und weggeschoben Zeichen. - | föniglichen Familie besucht werden. Jedenfalls werden auch die Majors der verschiedenen Bezirke den Essen beiwohnen. Die Freudenfeuer um London waren infolge des Regens fein großer Erfolg. Ungefähr 40 Feuer waren von dem großen Rade aus sichtbar. Die Bevölkerung Londons, die zu Tausenden durch die Straßen zog, war enttäuscht, da keinerlei Illumination stattfand. Die erste offizielle Teilnahme der Königin an einer öffentlichen Funktion seit der Operation des Königs gestaltete sich zu einer großen Ovation für die Königin, die in halb- Gala umgeben von der königl. Familie und sämtlichen anwesenden föniglichen Gästen der Parade beiwohnte. Die Königin sah sehr wohl aus. Es heißt, die Königin werde am Samstag der Speisung von 14 000 Armen in Fulham beiwohnen, zu welcher unter großen Belten 21 Meilen Tische und 5 Meilen Bänke aufgestellt sind. and bit golot Spanien. sid( bi maddielk Die Regierung hatte gestern über 100 von Nonnen und Schwestern geleitete Schulen schließen lassen, weil dieselben sich den gesetzlichen Vorschriften der Regierung nicht gefügt hatten. * Bern, 2. Juli. Der Senat der Berner Universität hat beschlossen, er bedauere aufs lebhafteste,„ daß die Rede, welche Professor Vetter als Abgeordneter der Universität Bern bei der Feier des Germanischen Museums zu Nürn berg gehalten hat, derart war, daß sie Anlaß zu beklagens werten Mißverständnissen geben fonnte." Seither hat Professor Vetter seine Demission als Universitätsprofessor eingereicht. 6* Paris, 2. Juli. Morgen Freitag beginnt in der Kammer die große Debatte über die Schließung der congregatistischen Schulen. Der Cabinetschef soll beabsichtigen, bei dieser Gelegenheit eine wichtige Erklärung über die religiöse Politik der Regierung abzugeben. Man befürchtet ernste Zwischenfälle. * Dr# 100l sid Der König von Italien reist am 19. Juli über Berlin nach Petersburg, wo er am 13. Juli ankommt, drei Tage daselbst verbleibt, um dann direkt nach Italien zurückzukehren. Es ist noch fraglich, ob die Königin ihren Gemahl begleiten wird. Dagegen wird Prinetti ihn begleiten. * Die Neapeler Polizei erhielt Befehl zwei Anarchisten Namens Boni und Serriet zu verhaften, die eines Complotts gegen den Sultan verdächtigt sind. China zahlt nicht. Die chinesische Regierung weigert sich, die Julirate der Entschädigungssumme anders als zum Wechselkurse vom 1. April 1901 zu bezahlen. England schlägt jezt vor, China die Zahlung der Kriegsentschädigung bis Allgemach schreitet Geerteerd's Genesung fort, Vater Maniel entwickelt eine Art Talent zur Krankenpflege, das auch bisher unentdeckt an ihm geblieben ist. Bald sitzt das bleiche Mädchen neben ihm am Fenster, endlich kann sie im Hause schaffen, als das Frühjahr kommt, in das Vorgärtchen gehen. Nur gegen das Meer und den Strand zeigt sie Widerwillen, und wenn Dorfleute in die Nähe des Hauses kommen, schlüpft sie hinein. Sie fragt nicht, was sich an jenem Abend und während ihrer Krankheit ereignet hat und Maniel ist nicht redselig, hat selbst noch nicht einmal Friz West's Name genannt. - Daß er zur Dämmerstunde oder in aller Morgenfrühe gelegentlich Unterredungen mit Reick hat, verschweigt er ihr auch. verzürnt ist sie auf mich, das ist ein gutes Nun nickt Maniel auch, das leuchtet ihm ein. Der Kopf ist klar, spricht Reick weiter, nun helfen wir den Kräften nach. Aber sehen darf sie mich nicht. Nein! Sie lächelt wieder auf das faltige Gesicht des Mannes, der ihr Todfeind gewesen ist, herunter. Kannst doch noch Hochzeit erleben Maniel Hay! und auch Enkel, je! macht er, Freier sind rar- Frizz West hat sich auch gleich davon gemeldet und ist ohne Lebewohl weg. Reic daß dies Aufheiterungsmittel nicht verfangen will ist ja auch an der einen Freudenbotschaft genug für einen Tag gewesen - Ihr Jo ist bald nach jenem Sturmabend wieder mit einem Engländer fort und nun hat Reick die Erfahrung machen müssen, daß die blonde Meerie doch auch die Mutter nicht verleugnet es jizen jezt in Talke Möllers Hause Zwei, die seufzen und klagen. Ab und an hört Geerteerd, wie sich die Leute zurufen, als die Badezeit kommt, daß es ein wahrer Segen ist mit den Fremden, die in Haufen herbeiströmen. Auch davon Reid, sieht sie nichts, als einige Gestalten aus der Ferne ihre nächste Nachbarin, hält ja immer ihr Haus frei von Fremden. An einem September- Nachmittag, als Vater und Tochter vor der Thür ſizen, Geerteerd immer der Schwelle am nächsten, fonnt eine ungewohnte Grſcheinung auf bag Haus zu, ber Postbote, und der Brief, welchen er abzugeben hat, ist an Fräulein Geerteerd Hay adressirt. pusm Das Mädchen zeigt teine Neugier, obwohl es diese den Boten so wichtig dünkende Thatsache vernommen hat, leider's auch, daß der Vater das Schreiben in der Hand hin und her dreht und nach allen Seiten besieht. Das soll mich aber wundern, sagt er endlich. Mach's nur auf! entgegnet Geerteerd, die auch mit dem Alten geduldiger geworden ist seit ihrer Krankheit. ( Sortiebung folgt.) Schreiner über. Der Preis beträgt 40 000 Mt. 1910 in Silber zu geftatten wegen der großen Verluste,| Morgenspaziergang nach dem Philosophenwald unter| heute durch Kauf an Herrn Mezgermeister Friedrich die es in Folge der Entwertung des Silbers zu ertragen habe. Ein offenes Sendschreiben an den Kaiser veröffentlicht Professor Lehmann- Hohenberg in der neuesten Nummer seiner Zeitschrift„ Voltsanwalt". Professor Lehmann beklagt darin, daß sich in der Umgebung des Kaisers leine Männer befinden, die über das nötige biologisch technische Wissen verfügen, um gemäß der Anregung des Kaisers die Deutschen deutsch zu erziehen. Er entwirft dann weiter ein nicht sehr schmeichelhaftes Bild von den Rathgebern des Kaisers: Deine jezigen Minister und Geheimen Räte fönnen das nicht machen; ja, sie sind nicht einmal imstande, die Dinge zu sehen, wie sie sind, und leisten somit nicht das, was das Volk von ihnen erwarten darf. Ein Schreiben von mir an den Herrn Reichskanzler Grafen v. Bülow, hat nicht die Beachtung gefunden, die ich erwartete. Ich will mir nun nicht länger den Weg zum Dhr meines Fürsten versperren lassen. Zehn Jahre bemühe ich mich bereits darum, und das zeigt, daß es nicht so ist, wie es sein sollte. Auch spreche ich nicht als Einzelner, sondern ich bringe einen Notschrei des deutschen Volkes vor Dein Ohr, der bislang an dem Walle Deiner Beamten verhallte." Und zum Schlusse sagt Professor Lehmann: " Höre also die Stimme des Volkes, erkenne die Wahrheit, berufe Männer in Deinem Rat, die hier zu helfen verstehen, und werde zu einem Erfüller sozialer Gerechtigteit! Gott erleuchte und erhalte Dich zum Segen des deutschen Volkes!" Giessener Cagesneuigkeiten. nahm, erzählte uns, daß er auf dem Schlachtfelde" nicht weniger als 203 leere Bierfässer von verschiedener beträchtlicher Größe gezählt habe. Wenn man daraus den allgemeinen Kazenjammer berechnen wollte, o weh!! Im allgemeinen fann man mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden sein. Unangenehme Zwischenfälle, die sich bei solchen großen Festen kaum 3wischenfälle, die sich bei solchen großen Festen kaum vermeiden laſſen, tamen unseres Wissens nicht vor. Auf ein an unseren Landesfürsten abgesandtes Telegramm ging heute morgen an Herrn Bürgermeister Mecum per Draht folgende Danfantwort ein: Bürgermeister Mecum Gießen. Se. Königliche Hoheit der Großherzog lassen der zur Feier der Immatrikulation des tausendsten Studenten gestern stattgehabten Festversammlung für aufmerksame Begrüßung bestens danken und wünschen der alma mater Ludoviciana auch für die Zukunft von Herzen bestes Gedeihen. Römheld, Geh. Kabinetsrat. * Das Prädikat Professor wurde dem Oberlehrer Th. Schaumann am hiesigen Realgymnasium verliehen. - * Das diesjährige Manöver des 18. Armeekorps wird, wie wir schon berichteten in den Kreisen Hanau, Gelnhausen, Frankfurt a. M., Höchst, Obertaunus, der Provinz Oberhessen bis Gießen hin abgehalten werden. Am Schluß desselben wird Artillerie und Infanterie das Dorf Nüddigshausen, welches zu den Gemeinden gehört, die von dem Militärfisfus als Uebungsplatz für das 18. Armeekorps angekauft wurden, in Brand schießen. Eine Anzahl Dörfer werden auf diese Weise vom Erdboden verschwinden. Der llebungsplatz liegt in der Nähe von Gießen. Buttergese ß. Seit dem 1. Juli darf Butter, welche in 100 Gewichtsteilen weniger als 80 Gewichtsteile Fett, oder in ungesalzenem Zustande mehr wie 18 Gewichtsteile Wasser enthält, gewerbsmäßig nicht mehr verkauft oder feilgeboten werden. *** Der ordentliche Professor der klassischen Philo logie an unserer Univerſität Dr. G. Gundermann hat nommen. Er wird sein neues Amt mit Beginn des Wintersemesters antreten. ** Landeslotterie. Bei der gestern stattgehabten Bei der gestern stattgehabten Ziehung der 4. Klasse der Hessischen Landeslotterie wurden folgende Nummern gezogen: 55 000 Mt. Prämie und 20 000 Mt. Hauptgewinn fielen auf Nr. 33284 nach Gießen. 10 000 Mt. auf Nr. 27990 nach Mainz. 5000 Mt. auf Nr. 42605 nach Darmstadt. 3000 Mt. auf Nr. 44975 nach Worms. 2000 Mt. auf Nr. 1858 nach Bingen, Nr. 39234 nach Worms, Nr. 52438 nach Mainz. 1000 Mt. auf Nr. 5797, 400 Mt. auf Nr. 4127, 9578, 23775, 29296, 52766. 26523, 27481, 30709, 30995, 35501.300 Mt. auf Nr. 4763, 6027, 15216, 18715, 20487, 27436, 31668, 200 Mt. auf Nr. 3143, 5291, 37190, 45968, 48892. 5602, 6128, 7965, 9924, 13431, 14235, 15373, 17488, 22156, 24702, 25384, 26180, 26718, 30770, 41551, 45912, 48691, 51279, 26887.- An dem Hauptgewinn von 75 000 Mt. ist auch ein hiesiger Schriftseßer beteiligt, der mit zwei Verwandten ein Achtel- Los gespielt hatte. r. Ein stattlicher Zug bewegte sich gestern Abend um 5 Uhr durch die festlich geschmückten Straßen unserer Stadt.. Drei Spizenreiter im Vollwichs ritten boran. Es folgten dann eine Reihe Wagen, die u. a. Magnificenz Prof. Dr. Hansen und Herrn Bürgermeister Mecum zum Festplatz brachten. An die Wagen schloß fich der imposante Zug der Studentenschaft an. Nachdem sich die Testteilnehmer an den Tischen niedergelassen, ertönte Trompetensignal und Herr Bürgermeister Mecum erschien als erster Redner auf der Tribüne. Seine sicher gegebenen Worte flangen in ein Hoch aus auf unserem Kaiser und Landesfürsten. Herr Rektor Dr. Hansen als nächster Redner gab seine Freude über das schöne Verhältnis zwischen Stadt und Universität Ausdruck und stattete im Namen der letzteren der Stadt den Dant ab. Seine Worte wurden vielfach mit Beifall unterbrochen. Am Schluße stellte er dem Publikuni noch den 1000 sten Studenten stud. med. Simons vor. Als Folgenden hörten wir den Präses der Hasso- Rhenania reden, der in seine Worte die gute Aufnahme der Studentenschaft seitens der Bevölkerung hervorhob u. daraufhin einen Salamander reiben ließ. Auf dem Festplatz entwickelte sich bald ein reges Leben und Treiben. Die belegten Brode und das Die Bedienung durch Freibier mundeten vorzüglich. Die Bedienung durch die Soldaten war ausgezeichnet man brauchte nicht Hunger und Durst zu leiden. Meistens konnte leider nur ein kleiner Teil der etwa 5000 föpfigen Menge hören und auch dieser nur unvollkommen, da natürlich der Menschenmenge entsprechend ein ziemlicher Lärm war. Bis 11.30 Uhr vergnügte man sich so bei Gesang Tanz urd Mufit. Dann fam der Heimmarsch mit Lampions. Es gewährte einer wundervollen Eindruck, die endlose Reihe buntfarbiger Ampeln aus dem Walde heraus zur Stadt ziehen zu sehen. Als die letzten gerade die neue Kaserne passierten, langten die ersten bereits auf dem Ludwigsplatz an. Heute sieht es auf dem gestern so froh belebten Festplatz wüst und öde aus. Ein Freund unseres Blattes, der heute in der Frühe einen 34] Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachdrud verboten.) 1- - - Sie a. Notte zum Genehmigun leiftung n. Bob Schmiedeme geftellten richtung un M Friedrich S Nähe der mochten if * Nie beging be bon hier Sunde aufn Erdbeeren. Die Erdbeere ist diejenige Frucht, die sich am meisten beeilt, auf dem Tisch zu erscheinen, um schon durch ihr verlockendes Rot jezt allgemein zum Genusse einzuladen, durch ihren würzigen Geschmack zu ergößen und zu erfrischen. ist der bunt bemalte Herold, der das baldige Erscheinen des herrlichen Sommers mit seiner von nun an stets zunehmenden Fruchtfülle verkündet, sie ist die Frucht, die nicht nur zur angenehmen Befriedigung zarten Geschmackes dient, sondern auch gesundheitlich durch allgemeine blutreinigende und appetitanregende Wir fung sich ausgezeichnet. Alle Fruchtsäfte sind das beste Mittel gegen brennenden Durst an warmen Tagen. Man sollte sie zu diesem Zwecke mit Wasser gemischt vielmehr anwenden. Die Erdbeeren speziell sind ein vorzügliches Mittel gegen Rheumatismus, der bekanntlich mit besonderer Hartnäckigkeit festen Fuß im Körper faßt. Schon der berühmte Naturforscher Linne hatte gefunden, daß Erdbeeren vortrefflich gegen Rheumatismus wirken. Der reine Instinkt führte ihn auf diese Früchte, nachdem er verschiedene ärztliche Mittel umsonst angewandt hatte. Am meisten wirken die Erdbeeren gleich des Morgens reichlich genossen. Berlin hat einen derartigen Umfang angenommen, daß es zur Durchführung einer ordnungsmäßigen und ist, in der Aufschrift der nach Berlin gerichteten Briefe außer dem Postbezirk( N., N. O. W. usw,) auch die Nummer des Post amts anzugeben, von dem die Berlin N. W. 6). Selbstverständlich muß die Aufschrift Briefe bestellt oder abgeholt werden( z. B. Berlin W. 9, auch die Angabe der Straße, der Hausnummer, des Adresse muß also beispielsweise lauten: * Am nächsten Sonntag veranstaltet der Wohlthätigkeitsverein„ Contentia" wieder ein Sommerfest auf der schönen Aussicht. Bis jetzt waren sämtliche Veranstaltungen der Contentia in diesem Jahre sehr gut besucht und wohlgelungen. Hoffen wir, daß auch das Festprogramm für nächsten Sonntag, das den früheren an Reichhaltigkeit nichts nachgiebt, wieder zahlreiche Freunde und Freundinnen findet. Was nügt's? antwortet Maniel, mit dem einen Auge ist mir's doch schwer. g. Im Etablissement Orpheum fonzertieren bis zum 15. Juli allabendlich 5 Damen und 2 Herren. ** Volksbad. Im Juni wurden verabreicht 10 737 Bäder gegen 8502 im Mai 1902 und 10 606 im Juni 1901, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 390 Bäder gegen 315 im Mai 1902 und 393 im Juni 1901. Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad 4593 Männer, darunter 601 zu 10 Pfg. 1418 Frauen, 319, 10 Wannenbäder 1. Kl. 299 Mäner, 143 Frauen. 2. Kl. 855 Geerteerd hat ein leises, ungläubiges Lächeln, sie hat's nie ergründen können, ob das Auge der Vorwand ist für die Lesensund Schreibens- Unkundigkeit des Alten. 682 " Dampf- und Heißluft, sowie Massage zusammen: 143 Männer, 31 Frauen. Brausebäder 2039 Männer, 143 Männer, 31 Frauen. 534 Frauen. Die Personenwage wurde von 280 Personen benutzt. Das Bad von 11 Personen besichtigt. -* Besitzwechsel. Das kürzlich von Herrn H. Winn erworbene Leosche Besitztum am Seltersweg 73 ging ihm in der That lieber geworden war, als er's gestehen will, auch nicht mehr zu schreiben, aber er setzt doch hinzu: Was will er denn? Sie liest mit monotoner Stimme: Seit jenem Abend, liebe Geerteerd, ist's mir schlecht er= gangen in meinem Gemüthe- ich habe nicht rechte Ruhe finden können, weil ich keine rechte Auslegung für das Ereigniß hatte. Eins nur habe ich gleich gefühlt, daß die alten Wünsche begraben werden müßten schnell und ohne Abschied bin ich fortSo nimmt sie den Brief. Ein glänzendes weißes Blatt gegangen, es war wohl das Beste für uns Beide. fällt ihr daraus entgegen, von dem liest sie ab: ,, Helene Fromming und Fritz West." Das bedeutet wohl gar- macht Maniel und sieht sie an und stockt dann wieder.-- Sie nicht. Das ist eine vornehme Art, wie man den Leuten sagt, daß die Beiden einander heirathen wollen- ist hier einmal unter Badegästen vorgekommen! erklärt Geerteerd mit ruhiger Stimme. Gefällt mir nicht! antwortet Maniel, wobei es dem Mädchen überlassen bleibt, sich zu denken, daß er die Art oder die Thatsache meint. Er dampft ziemlich gewaltig, spuckt aus, räuspert sich und sagt: Wenn das auch schon vornehm thut. 11 Geerteerd's Garn hat sich verwickelt, sie braucht nicht zu antworten. Wenn's Einer angab, daß er das Leuchtfeuer just an dem Abend vernachlässigt hat, konnt's ihm schlimm gehen, grollt der Seemann. An dem Abend, murmelt Geerteerd und wird plötzlich blaß. Maniel scharrt mit dem Fuße. Da liegt ja noch was Schriftliches. - Der Briefverkehr in Gebäudeteils und des Stockwerks enthalten. Die An Herrn Kaufmann Wilh. Schulze in Berlin N. W. 6. Albrechtstr. 7, Hinterhaus, 3 Treppen links Das von der Postverwaltung herausgegebene Verzeichnis der Straßen und Pläge Berlins, das an allen Bostschaltern eingesehen werden kann, ergiebt des näheren, zu welchem Bestellpostamt jede Straße und ieder Plaz in Berlin gehört. Leicht ist mir's nicht geworden, Geerteerd, und den lustigen Friz haben die Leute gar nicht wieder erkennen können. Keiner hat erfahren, warum, aber was mich ängstigte, war der Gedanke, daß eine Anklage kommen könnte. So ungerecht sie gewesen wäre, ich hätte sie erdulden müssen. Die Augst ist nun endlich von mir genommen und ich bin im guten Brot und habe keine Klage mehr. Meine alte Mutter will's aber nicht mehr leiden, daß ich so allein bin in der Fremde, und hat für mich nach einer rechtschaffenen Frau gesehen. Auf Umwegen habe ich von Ihrer Genesung gehört auch die meinige zeigt Ihnen beifolgendes Blatt. Mit Grüßen und Ihr Frizz West." Wünschen für Sie und Vater Maniel Donnerwetter, fällt Maniel ein, wenn ich mehr als das Letzte davon verstanden habe, so soll mich ein Hai lebendig schlucken! Geerteerd antwortet nicht. Aus Hessen und Nachbargebieten. wo er an e Trieb befrie über ihn w wurde mit gebracht. fchaft zur U zurechnungs tt. Wor Turnfest.) ab: Empfan A Herborn( Dill), 30. Juni. Auf dem heute abge= haltenen 7. diesjährigen Warft waren aufgetrieben 344 Stüd Kindvich und 619 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Ochsen 1. Qual. 69-72 Wt., 2. Qual. 67 bis 69 Mt., Kühe und Rinder 1. Qual. 60-65 Mt., 2. Qual 54-57 Mt. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fosteten Ferkel 60-75 Met, Läufer 85-110 Mt. und Einlegsweine 120-150 Mt das Paar dit Wenn's an eine Stadtjungfer wäre, die möchte sich was herauslesen! poltert der alte Seebär wieder. Da hebt das Mädchen sein blasses Gesicht und sagt leise: Ich hab's verstanden, Vater, Alles, wie's gemeint ist. Maniel zieht dicke Wolken aus seiner Pfeife und brummt nach einer Weile aus denselben heraus: Nun, so sag's, daß ich auch klug werde. Sie nicht. Sobald ich's kann, Vater!" seinetwegen brauchte der Fremde, der Das scheint ihm auch recht und sie reden nicht mehr darüber. Das Mädchen hebt das Blatt empor. Das ist ein Brief!- So ein Brief - - - von Fritz West! flüstert sie. - Geerteerd sieht in die sinkende Sonne. Ja, sie hat es immer gewußt, daß einmal eine Stunde kommen müsse, die so etwas wie eine Beichte bringen würde; aber so lange die Sonne scheint, geht das nicht, die Dämmerung muß ihre Züge verschleiern, meint sie. - Sie blickt den alten Vater an und fragt sich dann wieder: Muß man beichten? Muß ein Anderer mitwissen, woran man genug selber zu tragen hat? Er trägt ja auch und sie? sie hat erst nicht besser sein wollen, als die Mutter und ist dann auch in des Vaters Fußtapfen gegangen. - Es muß wohl so sein, wie Talke gesagt hat: es ist im Blute kann sich Eins dagegen wehren? - Sie kann den Blick nicht vom Vater wenden. Er sitzt so ruhig und behaglich da, hat früher immer so gesessen- und doch lastet etwas auf seiner Seele. - Sie legt das Strickzeug neben sich, rückt ein wenig näher an ihn heran, ohne daß er's merkt, und dann sagt sie halblaut: Mich däucht, Vater, ich habe von Deiner Art in mir! Er stößt ein Knurren aus; sie weiß nicht, ob Zorn oder Selbstgefälligkeit die Ursache davon sind. Von meiner Art, wiederholt er. Sie wundert sich, daß er nicht darob erschrickt freilich, er weiß ja nicht um ihre That. Damals, mit dem Seehund wirft er hin, hab' ich's auch denn Deiner gesagt und dann kommt es nach: Ist gut Mutter Art- - - Er schweigt, sie auch sie hängt beschämt den Kopf tief auf die Brust. Ihre Haare hast Du und ihre Augen auch, spricht Maniel, sonst nichts ist gut.- - Sie möchte in den Boden sinken, es jammert sie in diesem Augenblick um den alten, gläubigen Mann, den sie hat verlassen wollen, wie es ihre Mutter gethan. Hab's überwunden, murmelt Maniel, ist lang her. ( Fortseßung folgt.) Nachmittags Fefttommers Kreisleitung Gesangsvort 3. Aug.: V turnen. Na 1 Uhr: Abn marsch zu de Turner, even Abends 8 Montag, 4. richtsfizung. mittags 1 U Festplate. gerichtsfigung Gemeinschaftli mittags 2 Up ringen. Abe offizieller S e. Alz Masern in Kinder sind f. Fra tische Verein Bersammlung mit den Dem Stadtverordn entschieden fich der Vere hatte eine die Berein gerich c. Rai hier der Bil rühmten Ra fchweig. * Eine regtigteit war Gegensta richt in da entschiedenen Landgraf vo Brendel stebten zu hörigen Scha Brendel star langte in 21 gemeinschaftlic Rechtsnachfolg daß fie ihre Gemeinde D Als das Gr berlangte die lichen Eigenti bud eingetrag einverstanden, fagten. Es f Schaft die Ein aniprucht. Gefellihaft m rechtsfähig be nicht aber b in Anspruch faffung gela Reihe von Schäferei- Ge ihre Rechte der ersten In antrag erfann Ref Bürzburg für Kirchennachgefucht u Kultusministe an Objeftion hatte. Der D Bolytechnitun einen Huf no Würzburg Immatrifula Muwecjität 12 lierte, 18 fi Hat geg Friedrich E. des 18. en in den Söcft, ießen hin Den wird gsbaufen, bon dem emeelorps ne Anzabl oden ber Nähe von uli darf cals 80 Buftande gewerbsverden. diejenige Tisch zu Rot jezt hren wür Jen. Sie Erscheinen an ftets Die Frucht, ng zarten lich durch ende Wir das beste en Lagen. gemischt I find ein er bekannt: im Körper innè hatte heumatis auf diese ittel um= die Erdehr in enommen, Bigen und gend nötig ten Briefe auch die n dem die erlin W.9, Aufschrift mmer, des Iten. Die Open lints Dene Ver an allen giebt des Craße und eten. heute abge 344 Stüd Slt für Fett 2. Qual 67 -65 Mt., 2. -Auf dem er 85-110 ar fie hat es nüffe, die so To lange die ihre Süge sich dann issen, woran uch- und die Mutter ngen. at: es ist im Er fist fo effen- und 1 wenig näher gt fie halblaut: mir! ob Zorn oder meiner Art, rob erschrickt ab' ich's auch denn Deiner den Kopf tief pricht Maniel, fie in diefem en fie hat ver 8 ber Bung folgt) a. Wolfhagen, 30 Juni. Der Wahl des Kämmerers Notte zum Bürgermeister hat die Regierung abermals ihre Genehmigung versagt. n. Bodenheim, 30. Juni. Eine respektable Kraftleistung vollführte infolge einer Wette ein hiesiger junger Schmiedemeister. Derselbe hob einen neuen, gerade fertig gestellten Wagen im Gewichte von 635 gr. ohne jede Vorrichtung und gewann so die Wette glänzend. Mainz, 2. Juli. Der 16jährige Formerlehrling Friedrich Kirchner ertrant gestern Abend beim Baden in der Nähe der Mainspiße. 3 Genossen, die dabei waren, mochten ihm nicht zu helfen. ber* Nierstein. Ein abscheuliches Sittlichkeitsverbrechen beging der 29 Jahre alte unverheiratete Ranzenberger von hier. Nachbarsleute wurden durch das Bellen der Hunde aufmerksam und begaben sich in dessen Stall, wo er an einem Tiere( Ziege) seinen widernatürlichen Trieb befriedigte. Lange dauerte es, bis man Herr über ihn wurde; denn er biß und schlug die Leute. Er wurde mit Stricken gebunden hinter Schloß und Niegel gebracht. Am anderen Tage war die Staatsanwaltschaft zur Untersuchung hier, die ihn, da er nicht ganz zurechnungsfähig sein soll, aus der Haft entließ. tt. Worms, 2. Juli.( 26. Mittelrheinisches Turnfest.) Samstag, 2. August. Von vormittags 10 Uhr ab: Empfang der ankommenden Kampfrichter und Turner. Nachmittags 4 Uhr: Kampfgerichtssigung. Abends 7 Uhr Festtommers in der Festhalle, Uebergabe des Festes an die Kreisleitung, turnerische Aufführungen, Marmorgruppen, Gesangsvorträge der vereinigten Gesangvereine. Sonntag, 3. Aug. Von 7 bis 11 Uhr: Vereins- und Musterriegenturnen. Nachmittags 1/21 Uhr: Aufstellung des Festzuges. 1 Uhr: Abmarsch. Nach Ankunft auf dem Festplatz: Aufmarsch zu den allgemeinen Stabübungen, Turnen der älteren Turner, event. Fortseßung des Vereinsturnens, Turnspiele. Abends 8 Uhr: Verkündigung der siegenden Vereine. Montag, 4. Aug., morgens 6 Utr: Weckruf, Kampfge= richtssißung. 7 Uhr: Beginn des Einzelwetiturnens. Nach mittags 1 Uhr: Festbankett in der Festhalle und auf dem Festplaße. Dienstag, 5. August, morgens 7 Uhr: Rampfgerichtssigung. 8 Uhr: Beginn des Wettfechtens. 12 Ugr: Gemeinschaftliches Mittagsmahl in der Festhalle. Nachmittags 2 Uhr: Fortsetzung des Wettfechtens und Wettringen. Abends 7 Uhr: Verkündigung der Sieger, dann offizieller Schluß. e. Alzenau, 2. Juli. In Mömbris grassiren die Masern in schreckenerregender Weise. Zahlreich blühende Kinder sind der Seuche zum Opfer gefallen. f. Frankfurt a. M., 2. Juli. Der sozialdemokratische Verein nahm in einer gestern Abend abgehaltenen Versammlung eine Resolution an, worin ein Zusammengehen mit den Demokraten und Freisinnigen bei den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen, wenigstens für den 1. Wahlgang, entschieden abgelehnt wird. Für die Stichwahlen begielt sich der Verein einen Beschluß vor. Die demokratische Partei hatte eine diesbezügliche Anfrage an den sozialdemokratischen Verein gerichtet. c. Rassel, 2. Juli. Im besten Mannesalter starb hier der Bildhauer Jean Echtermeyer, ein Bruder des berühmten Kasseler Bildhauers Karl Echtermeyer in Braunschweig. Eine alte Servitut. Eine alte Schäferei- Gerechtigteit, deren Ursprung ins Mittelalter zurückreicht, war Gegenstand eines bei dem hiesigen Oberlandesgericht in der Berufungsinstanz verhandelten und nunmehr entschiedenen Rechtsstreits. Im Jahre 1622 übergab der Landgraf von Hessen- Homburg der Familie von Brendel 300 Morgen Land in der Gemeinde Oberstedten zur Benutzung und mit dem Recht, die ihr gehörigen Schafe darauf weiden zu lassen. Die Familie von Brendel starb im Jahre 1786 aus und dieses Recht ge= langte in 21 Loosen an 18 verschiedenen Personen, die es gemeinschaftlich als eine Gesellschaft und in der Person ihrer Rechtsnachfolger bis auf den heutigen Tag derart ausüben, daß sie ihre Schafe auf sämtlichen in der Gemarkung der Gemeinde Oberstedten belegenen Grundstücken weiden lassen. Als das Grundbuch für diese Gemeind: angelegt wurde, berlangte die Oberstedtener Schäferei- Gesellschaft von sämtlichen Eigentümern, daß ihr Recht als Servitut im Grundbuch eingetragen werden solle. Die Meisten waren damit einverstanden, während die Uebrigen ihre Einwilligung versagten. Es tam zum Prozeß, in dem die erwähnte Gesellschaft die Eintragung ihrer Gerechtigkeit im Grundbuche beansprucht. Das Landgericht wies die Klage ab, da es die Gesellschaft wegen ihrer mangelnden Organisation nicht als rechtsfähig betrachtete, mithin nur die einzelnen Mitglieder, nicht aber die Gesellschaft als solche das Servitut für sich in Anspruch nehmen fönnte. Bu einer andern Rechtsauf faffung gelangte das hiesige Oberlandesgericht. Aus einer Reihe von Thatsachen erblickte es in der Oberstedtener Schäferei- Gesellschaft eine organisierte Realgenossenschaft, die ihre Rechte nach Außen hin vertreten fönne. Das Urteil der ersten Instanz wurde aufgehoben und nach dem Klageantrag erkannt. Akademische Nachrichten. Rektor und Senat der Universität Würzburg haben beim Staatsministerium des Innern für Kirchen- nnd Schul- Angelegenheiten ihre Entlassung nachgesucht und protestieren gegen das Vorgehen des Kultusministers, welcher ihnen Befangenheit und Wiangel an Objektivität in einer Sache Chroust vorgeworfen hatte. Der Dozent für höhere Mathematik am Züricher Polytechnikum Herr Professor Dr. Minkowski gat einen Ruf nach Göttingen erhalten und angenommen. Würzburg. Nach dem endgiltigen Abschluß der Immatrikulation beträgt die Frequenz der hiesigen Universität 1244 Studenten, nämlich 1207 Immatrifulierte, 18 Hörer und 19 Hörerinnen. Die Frequenz hat sich gegen die letzten Semester etwas gehoben, | wenn auch die frühere Ziffer noch immer nicht erreicht ist. Der Ausfall betrifft hauptsächlich die medizinische Fakultät. Sie zählt 462 Studenten oder, da 41 Pharmazeuten und 25 Zahnärzte mitgezählt Im Winter 1888/89 waren find, 396 Studenten. dagegen 984 Mediziner hier immatrikuliert. Vermischtes. * Stuttgart, 2. Juli. Gestern ist in Boehmenfirch, Amt Geislingen ein Brand ausgebrochen, bei welchem 12 Häuser eingeäschert wurden. Das Feuer, welches sehr rasch um sich griff, soll durch spielende Kinder entstanden sein. * Düsseldorf, 30. Juni. In der vergangenen Nacht wurden zwei hiesige Polizeibeamte verhaftet, welche in stark berauschtem Zustande auf den Straßen wüste Skandale verursachten und mit dem blanken Säbel auf das Bublifum einschlugen. Auch ihrer Verhaftung setzten Beide unter Benutzung der Waffe heftigen Widerstand entgegen. * Wien, 2. Juli. Heute fand zwischen dem Abg. Berger und einem Burschenschafter ein Säbelduell statt, wobei im vierten Gange Berger das rechte Ohr abgeschlagen wurde. Die Ursache des Duells soll politischer Natur sein. * Budapest, 2. Juli. Der Juwelier Alexander Erdei wurde in der vergangenen Nacht in der Nähe des Volksplazes ermordet und gräßlich verstümmelt aufgefunden. Der in seinem Besitz gewesenen Baarbetrag von 2400 Kronen und Juwelen im Werte von 2000 kronen sind geraubt worden. * Die heilige Kindheit. Unlängst hat ein Herr Kapian Kromer die Karlsruher dadurch in Harnisch gebracht, daß er sich über die ausgeschnittenen Kleidchen der Schulmädchen entrüstete Nunmehr weist der dortige Volksfreund den gestrengen Herrn auf das nachstehende Gedicht eines Freiburger Dichters hin, das sich in dem Werkchen Dannezapse us em Schwazwald" von August Ganther( Stuttgart, Verlag von Bonz u. Komp.) 3. Auflage findet. Es ist betitelt: D' heilig Kindheit. D'r Pfarrverweser fummt in d' Schuel; ' r macht e finschder G'sicht. ' 8 Meerröhrli legt' r uf d'r Stuhl; Das git e böse G'schicht! Herrschaft, wie ferchde d' Büewli sich! Sie merke d'' widderwolf'. " „ Pfui", rüeft' er, pfui an! Schämmen üch! Ihr sin e suwers Volk! Mit Maidili, poz Höllebrand, Hen ihr jo badet gescht! Du bisch d'rbi bi gsi, Ferdinand! G'stand's, oder' s git Arrescht!" " Jo", sait d'r Ferdili,„ i bin D'r bi g'si; doch i ha Nit g'wißt, daß Maidli drunder sin ' s het feins e Röckli g' ha." " Ja", fügt der Volksfreund bei, so ist die Kindheit und darum soll man diese Kinder nicht ganz unnüberweise auf Dinge aufmerksam machen, an die das unschuldige Kindergemüt sonst gar nicht denkt." Ausstellung Düsseldorf. Die erste Million zahlender Besucher wird in den nächsten Tagen voll werden. Bei der Ausstellung des Jahres 1880 wurde werden. der millionste Besucher von der Ausstellungsleitung festlich empfangen und es wurde ihm eine wertvolle goldene Uhr überreicht. Bei der diesjährigen Ausstellung beabsichtigt die Ausstellungsleitung denjenigen zahlenden Besucher, auf den die Nummer 1000 000 fällt, in gleicher Weise zu ehren. * Die Leiche des Kommandanten des untergegangenen Torpedobotes S 42 wurde gestern Abend beim Operriff treibend gesehen. Das Stationsschiff„ Sirius" ist heute früh ausgegangen, um nach der Leiche, die außerhalb des Fahrwassers trieb zu suchen. - * Vater und Sohn. Ein vierundzwanzigiähriger Studiosus der Chemie flagte bei dem Landgericht zu Wiesbaden gegen seinen Vater, einen Fabrifbesizer, auf Zahlung fortlaufender Alimente von monatlich 500 mt, weil er seine Studien noch nicht vollendet ha e und darum nicht in der Lage sei, den Unterhalt für sich und seine Familie er ist verheiratet und Vater eines Kindes zu erwerben. Der Anspruch in der beantragten Höhe sei den Vermögensverhältnissen des Vaters, der ein Einkommen von jährlich 100,000 Mt. befize, angepakt. Der Beklagte wandte ein, daß sein Sohn durch eigenes Verschulden in Notlage geraten sei und durch unmoralisches Verhalten die Ansprüche an ihn nach§ 1611 B.-G.-B. nur insoweit erheben fönne, als sie den notdürftigsten Lebensuntechalt betreffen. Für diese Behauptungen gibt der Vater eine Reihe von Thatsachen an, u. A. daß der Sohn eine sittlich tiefst hende Frau geheirathet habe, einen lüderlichen Lebenswandel führe und Betrügereien verübte, ja in Wiesbaden, was sittliche Verkommenheit anlange, zu einer typischen Persönlichkeit geworden sei. Der Sohn denke nicht ernsthaft daran, seine Studien zu vollenden, sondern wolle ba en trat den Ausfüh ungen des Beklagten bei und be= ihn schon zu Lebzeiten beerben. Das Landgericht zu Wiesw.lligte dem Kläger durch einstweilige Verfügung nur 60 Warf monatlich. Auf Zureden des Präsidenten, ber dem w.lligte dem Kläger durch einstweilige Verfügung nur 60 Beklagten vorstellte, daß sein Sohn möglicher Weise auf die Bahn des Verbrechens gelange, wenn derselbe mittellos ſei, verstand dieser sich in der Berufungsinstanz vor dem hiesigen Oberlandesgericht, im Wege des Vergleichs ohne hiesigen Oberlandesgericht, im Wege des Vergleichs ohne eine Präjudiz für den Hauptprozeß damit zu schaffen, 150 Mart monatlich bis zur rechtskräftigen Entscheidung an den Sohn zu zahlen. * Luccheni im Kerker! Luccheni, der Mörder der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, muß so lesen wir in Genfer Blättern- seit einiger Zeit besonders streng überwacht werden, da er sich in einem Zustande großer Erregung befindet und die Gefängnisbeamten | wiederholt angegriffen hat. Der Direktor des„ Eveche", ( fo heißt das Genfer Gefängnis) hat daher angeordnet, daß der gefährliche Mensch nicht mehr von einem, sondern von mindestens zwei Kerkermeistern überwacht werden soll. Wie nötig diese Vorsichtsmaßregel war, zeigte sich erst vor einigen Tagen. Zwei Kerkermeister traten gegen 6 Uhr Abends in Lucchenis Zelle, um ihm seine Nation Suppe zu bringen. Luccheni verlangte gebieterisch seinen Strohsack für die Nacht, der während des Tages immer aus der Zelle entfernt wird. Die Gefängnisbeamten erklärten, daß sie zuerst den anderen Sträflingen die Abendsuppe bringen müßten; wenn das geschehen sei, werde er seinen Strohsack erhalten, Luccheni lärmte und tobte nun wie ein Wahnsinniger in der Zelle und setzte fortwährend die elektrische Glocke in Bewegung. Als dann einer der Wächter zurückkehrte, um dem Skandal ein Ende zu machen, stürzte sich Luccheni auf ihn und zerkragte ihm das Gesicht. Man mußte den rasenden Menschen fesseln und in einen finsteren Keller werfen. † Auf der Jagd erschossen wurde in Bayern der Privatier Steigerwald aus Basing von dem Mühlenbesizer Gerl aus Habach. St. war telegraphisch herbeigerufen, da sich in seinem Jagdbezirke Hochwild zeigte. Die beiden trafen sich im Walde und hielten sich gegenseitig für Wilderer. Steigerwald legte auf Gerl an. Dieser kam ihm aber zuvor und streckte ihn nieder. Kann eine Zeitung beleidigt werden? Vor kurzem hat der österreichische oberste Gerichtshof die Frage, ob eine Zeitung ein taugliches Objekt einer Ehrenbeleidigung sein kann, verneint. In Anfnüpfung an dieses Urteil untersucht der Staßburger Strafrechtslehrer Prof. Dr. F. van Calker in der Dtsch. Juristenztg." die Frage, ob die Zeitung Objekt der Beleidigung sein kann. Er geht davon aus, daß das Rechtsgut der Ehre als Objekt der Beleidigung in dem Anspruch auf Achtung besteht, der einem jeden Gliede der Rechtsgemeinschaft zukommt, und daß nach geltendem( deutschen) Recht nicht nur der einzelne Mensch, sondern auch die Gesamtpersönlichkeit beleidigungsfähig und vom Rechte gegen Beleidigungen geschützt ist. Der Verfasser fährt dann fort: Auch die Zeitung" ist eine Gesamtpersönlichkeit- natürlich nicht das einzelne Zeitungseremplar, das ein Produkt bestimmter Thätigkeiten, Ware und Sache ist, wohl aber das Zeitungsunternehmen, und dieses wird regelmäßig gemeint, wenn man sich kritisch, lobend oder tadelnd gegen eine bestimmte Zeitung wendet. Die Eigenart dieser Kollektivperson besteht darin, daß eine Anzahl einzelner Personen Verleger und Redakteure in der Weise zu einer Einheit zusammengeschlossen sind, daß sie ihre geistige Arbeit nach einem einheitlichen Plan, einem einheitlichen Zweck, nämlich der Herstellung der Zeitung widmen. Eine Zeitung hat eine bestimmte ,, Richtung", sie verfolgt politische, wirtschaftliche, religiöse, wissenschaftliche Zwecke, sie hat ihre Freunde und Gegner. Verleger und Redakteure bilden zwar ein jeder für sich einen Teil dieser Einheit; aber die Einheit kann als solche, auch wenn sämtliche Teile wechseln, ihre Eigenart, ihre besondere Stellung in der Gemeinschaft bewahren. Und aus der Thatsache dieser selbstständigen Stellung und Bedeutung ergiebt sich ein selbstständiger Anspruch der Zeitung auf Achtung und giebt sich die Möglichkeit einer Verlegung dieses Anspruches: die Zeitung fann beleidigt werden." " Die Anerkennung, daß auch die Zeitung eine Ehre haben und gegen die Verletzung ihrer Ehre gerichtlichen Schutz beanspruchen fann" so schließt der Artifel ,, bedeutet keineswegs, daß die Zeitung gegen jede Beschimpfung die Gerichte anrufen wird. Je stärker sie sich vielmehr in ihrer Stellung fühlt, desto weniger wird sie der Anschauung sein, zu diesem Schutzmittel greifen zu fönnen aber wird ihr die Notwendigkeit benehmen, in anderer Weise d. h. gleichfalls durch Beschimpfung des Gegners, sich Genugthuung zu verschaffen. So wird meines Erachtens die Anerkennung der Beleidigungsfähigkeit der Zeitung in veredelndem Sinn wirken; sie wird es der Zeitung erleichtern, im Kampf der Anschauungen ein treuer Freund und ein vornehmer Gegner zu sein. Büchertisch. TertausDas Schaumweinsteuergeseß. gabe mit Einleitung, Anmerkungen und Sachregister, herausgegeben von der Zeitschrift" Der Weinkenner". Berlin 1902. Ph. Brand u. Co. Preis 50 Pf. Das neue Schaumweinsteuergesetz tritt befanntlich am 1. Juli dieses Jahres in Kraft. Die vorliegende Ausgabe, veranstaltet von der Redaktion der in den Kreisen der Weinkonsumenten wohlbekannten Zeitschrift„ Der Weinkenner", dient sowohl den Interessen der Juristen, wie denen der Laien und dürfte bei ihrer Handlichkeit und der Knappheit der Darstellung gern benutzt werden. Welch gute Gewinnaussichten die Darmstadter Schloßfreiheitslotterie bietet, ergiebt folgender Vergleich: Die befannte große deutsche sogen. Wohlfahrtslotterie, eine viel größere Lotterie als die Schloßfreiheitslotterie, gewährt den Teilnehmern nur Gewinne von zusammen 575 000 Mt. die Darmstädter Schloßfreiheitslotterie bietet dagegen, trog einer weit geringeren Einnahme für ihre Lose, als sie von der Wohlfahrtslotterie erzielt wird, 844 770 Mt. Gewinne. Die Lose bekommt man das Zehntel zu 3 Mt., das Fünftel zu 6 Mt. das Halbe zu 15 Mt., das Ganze zu 30 Mt. Gestorbene. in ( 1328) walled Am 1. Juli: Christian Werner, 69 Jahre alt, Schreinermeister hier. Inventur- Ausverkauf. Um meine grossen Waren- Vorräte zu reduzieren, habe ich mich entschlossen, auf sämtliche Verkäufe einen Nachlass von 15% für die Zeit vom 25. Juni bis 15. Juli zu gewähren. Der Verkauf findet nur gegen Cassa statt. 107 Marktplatz 16. Fried. Teipel. Derdingung. Die nachstehenden Unterhaltungsarbeiten an städtischen Schulen sollen Mittwoch, 9. Juli d. J. Vorm. 11½ Uhr öffentlich verdungen werden. a) Weißbinderarbeit: Schulhaus in der Neustadt, Stadtfnabenschule, Stadtmädchenschule, Höhere und erweiterte Mädchenschule, Realgymnasium und Realschule und Gewerbeschule. b) Schreinerarbeit: e) Tapezierarbeit: d) Terrazzoarbeit: e) Pflasterarbeit: Realgymnasium und Realschule. Höhere und erweiterte Mädchenschule. Realgymnasium und Realschule. Stadtknabenschule. Vergebung von Dachdeckerarbeit.] Maschinenbauer- Gesang- Verein Gießen. Die zur Umdeckung von zwei Dächern auf Domanialhof- Schiffenberg nötige Dachdeckerarbeit nebst Materiallieferung wird hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Ver= gebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und können lettere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. siegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Angebote sind bis zum 8. Juli 1. J., vormittags 10 Uhr, verZuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, 30. Juni 1902. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Reuling. Gascokes. Infolge Stadtverordneten- Beschlusses vom 10. April d. J. Realgymnasium und Realschule. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der tritt eine Dienstftunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2- Schreibstube zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote auf - Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Buschlagsfrist 3 Wochen. 1345) - Gießen, 80. Juni 1902 Das Stadtbauamt. Schmandt. Maurerarbeit. 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Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, find bis zum genannten Termine einzureichen. In -Buschlagsfrist 18 Tage. Gießen, 1. Juni 1902. Das Stadtbauamt. Schmandt. Steins Garten. Donnerstag, den 10. Juli 5. Abonnements- Concert. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg. Krauße, Großh. Musikdirektor. Ausverkauf 1bon Roisdorfer Natürliches kohlenſaures Tafelwaſſer Hervorragend durch ungemein lieblichen, angenehmen Geschmack und leichte Verdaulichkeit. Solange der Vorrat reicht zu Waggon- Preis: fleine Flaschen zu 8 Pfg., große " 12 " " Bei Abnahme von 10 Flaschen frei ins Haus. 9 Größe Nr. 1. etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 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