rt 2 ed achtbrieft Bindernagel — ze. Felrr' n Sig ritt N anderer. und ſiche⸗ t A tn Au 17 „ und Quclla Ortrang Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M. 8. Sonnabend den 28. Januar 1854. Der Strandräuber. Ein Seebild. Von Arnold Tburnepſſen. Es mögen etwa zehn Jahre her ſein, da wohnte an einer gewiſſen Stelle an der bretagniſchen Küſte eine Bande Wracker oder Strandraäuber, die ſchon ſeit langer Zeit der Schrecken der Seeleute war. Früh und ſpat den unglücklichen Fahrzeugen auflauernd, welche durch die Ungunſt von Wind und Wetter an ihre unwirthliche Küste geſchleudert wurden, kannten dieſe herzloſen Männer kein lieblicheres Wetter als Sturmnächte und gewaltige Fluthen; das Heulen des Orkans war Muſik für ihr Ohr, und der zuckende Glaſt der Blitze war ihnen lieber, als der ſchöͤnſte Maientag oder die freundlichſte Winter— ſonne. Wenn der Sturm um die Felſenmauern ihrer Küſte toste, kamen ſie haufenweiſe heraus, vertheilten ſich über die Klippen und Riffe, verſteckten ſich in die Höhlen, welche des Waſſers unbeugſame Gewalt in die Kuͤſten— felſen geleckt hatte, und harrten mit innerer Spannung und ſchauriger Gier auf den Aublick irgend eines bedrang— ten Schiffes. Ja die Habſucht und die Grauſamkeit und all die wilden Leidenſchaften der Hölle trieben dieſe Un— menſchen ſogar dahin, daß ſie ſich ſchlauer künſtlicher Mittel bedienten, um in ſolchen Sturmnächten die Schiffe in den Bereich der verderblichen Klippen und Riffe zu locken, auf welchen ſie ſcheitern mußten. Sie zündeten falſche Signalfeuer an, welche die bedrängten Schiffe für Leuchtthürme halten ſollten, deren Nähe ſie dann in der trügeriſchen Hoffnung auf einen ſichern Ankergrund ſuchten. Dutzende von Fahrzeugen wurden dadurch alljährlich in's Verderben gelockt. Das Dorfchen Montreaux war beinahe ausſchließ— lich von Leuten bewohnt, welche dieſe Strandräuberei ganz gewerbmäßig betrieben. Das Dörfchen beſtand aus einem Haufen armſeliger Hütten, welche beinahe ausſchließlich aus den Trümmern der an der Kuüſte geſcheiterten Fahr— zeuge erbaut waren; die Bewohner gaben ſich für Fiſcher aus, die aber ſelten in die See hinaus fuhren, um dieſem mühſamen Gewerbe obzuliegen; ja ſie betrieben es höch— ſtens im hohen Sommer oder zu Zeiten, wo anhaltend ſchönes Wetter ihr geheimes, ſchimpfliches Gewerbe nicht ſehr lohnend machte. Es waren im Ganzen etwa dreißig Familien, und ſie betrieben dieſes Gewerbe ſchon ſeit lan— ger Zeit, ja es hatte ſich vom Vater auf den Sohn, von den Muttern auf die Töchter fortgeerbt, denn ſogar die Weiber nahmen Antheil an dieſen Werken der Finſterniß. Es war ein ſchauderhaftes Gewerbe, denn mit der Pluͤn⸗ derung verband ſich der Mord, und nur höchſt ſelten kam Einer von der Mannſchaft der geſcheiterten Schiffe mit dem Leben davon. Man fand immer Leichen genug am Strande, aber wenn ſie auch Spuren des gewaltſamen Todes an ſich trugen, den ſie erlitten hatten, ſo war die Schuld davon leicht auf das Meer und die Felſen zu ſchieben. Das Innere der Hütten des Doͤrfchens zeigte ein buntſcheckiges Ausſehen. Ihre Bewohner waren in alle moglichen Trachten gekleidet, von den eigenthümlichen Ge— wändern britiſcher Seeleute und Matroſen bis zu den Turbanen, Shawls und kurzen Röcken der Lascaren, Ma⸗ laien und anderer Volker des fernen Oſtens. Kiſten und Käſten der Hütten bargen eine manichfaltige Beute, be— ſtehend in Kiſten mit Branntwein- und Liqueurflaſchen, Mehlfäſſern, Truhen mit Werkzeugen, Haufen von Schin— ken und Käſen, ſeltene Waffen, Kompaſſe, Ferngläſer und dergl. mehr und in der Hand der Bewohner ſah man häufig viel Geld, das nicht in Frankreich geprägt worden war. Und dennoch war der Zuſtand der Bewohner von Montreaux nur eine Art glänzenden Elends, denn bei all ihrem unrechtlich erworbenen Reichthum waren ſie ſo ſorg— los und unbedacht um die Zukunft, daß ihnen oft das Allernothwendigſte fehlte,— ſo wahr iſt es, daß unrecht Gut niemals gedeiht. Ein einziger Monat ſchoͤnen Wetters konnte ſie beinahe bis zum Hungertuche herunterbringen, und ſie mußten dann Hab und Gut um jeden Preis mit großem Nachtheil verkaufen. Hiervon machte nur ein einziger Mann eine Aus— nahme, der kein Eingeborner des Dorfchens war, aber ſchon ſeit einer Reihe von Jahren unter ihnen wohnte. Er nannte ſich Pierre Sandeau und war ein Mann von reiferen Jahren und düſterem verſchloſſenem Weſen, der eine beſſere Bildung verrieth und nicht nur hinſicht— lich behutſamer Sparſamkeit, ſondern noch in vielen anderen Stücken eine Ausnahme von den übrigen Fiſchern machte. Sonſt aber that er es ihnen gleich an Habſucht, Grau— ſamkeit, Wildheit und Selbſtſucht; nur war er lauernder, vorſichtiger, ſchlauer und behutſamer als die Anderen, da— bei weniger ungeſtüm und voll erfinderiſchen Scharfſinns, ſo daß er ſich den Uebrigen durch dieſe Eigenſchaften nicht nur ſtets überlegen zeigte, ſondern auch manchmal in drin— genden Augenblicken ſehr nutzbar machte. Dadurch ge— wann er Einfluß unter den Fiſchern, und ward gewiſſer— maßen der Anführer dieſer Bande von Wrackern. Die Hauptquelle ſeines Einfluſſes war aber ſeine Vorſicht; er hatte ſtets einen Vorrath von Lebensmitteln oder 2 230 baarem Geld im Hauſe, und war immer erbötig, gegen eine kleine Vergütung einem ſeiner Kameraden aus Ver⸗ legenheiten zu helfen. In Zeiten der Noth kaufte er die Lebensmittel für Alle auf und vertauſchte ſie gegen das, was die Andern veräußern mußten, oder verkaufte ſie auch auf Kredit. Dadurch war er mit der Zeit reich ge— worden, er beſaß ein geräͤumigeres und beſſeres Haus als die Uebrigen, und hätte leicht ſein Gewerbe aufgeben konnen, wenn er dazu nur Luſt gehabt hatte. Allein er ſchien ſich dabei zu gefallen, und machte niemals Anſtalt, eine ſolche verbrecheriſche Handthierung aufzugeben. Eines Tages indeß verließ er Montreaux und kehrte erſt nach Verfluß von etwa 14 Tagen wieder i ſeiner Reiſe zurück, und zwar nicht allein, ſondern in Begleitung eines jungen, ſanften und ſchoͤnen Mädchens, 5 eines jener unſchuldigen ſüßen Weſen voll ſittlicher Kraft, die einen ſo gewaltigen Einfluß auf die Männer ausüben können. Madeleine Sandeau war achtzehn Jahre alt, hochgewachſen, blühend und ausnehmend hubſch; aus ihrem ſanften Auge leuchtete kindliche Unbefangenheit und der Widerſchein eines hohen, durch ſorgfältige Bildung ge— adelten Verſtandes. Ihr Vater hatte ſie aus der Schule genommen, damit ſie ſeinem Hausweſen vorſtehe, und ſo ſehr verſchieden auch dieſes von demjenigen war, an wel⸗ ches ſie bisher gewohnt geweſen, ſo erfüllte ſie dieſe Pflicht doch leicht und mit natürlicher Anmuth und Gewandtheit. Aber um ſo größer war der Abſcheu des jungen Mäd⸗ chens, als es die Menſchen ſeiner nädſten Umgebung näher kennen lernte. Madeleine machte ihrem Vater un— verhohlene Vorſtellungen über die Lebensweiſe, die er fuͤhrte; aber der alte Mann war kalt und unerbittlich. Bei haufiger Wiederholung von Madeleinen's Bitten und Vorſtellungen ſagte er ihr rundweg, er habe ſie in ſein Haus zurückgebracht, um ihm die Wirthſchaft zu führen, nicht um ihm den Text zu leſen, und gebot ihr ſtrenge, zu ſchweigen. Indeſſen ſah ſie auch bald ſelbſt ein, wie vergeblich jeder Verſuch ſein würde, die Erwachſenen unter den tief— geſunkenen Weſen, in deren Mitte ſie leben mußte, civi— liſiren oder menſchlicher machen zu wollen, und ſie hielt ſich daher an die Kinder. Mit großer Mühe gründete ſie eine Schule, und machte es ſich zur täglichen Pflicht und Lebensaufgabe, nicht allein beſſere Gedanken und Worte, ſondern auch heilſamere Ideen und Grundſätze in die Ge— müther der Jugend dieſer Strandräuber einzuprägen. Sie erſtrebte und gewann die Gunſt der Eltern, indem ſie ſich der Kranken, Alten und Kinder annahm und dieſe ver— pflegte, und durch einige Kenntniſſe in der Medizin, welche ſie am Krankenbett zu einer doppelt willkommenen Erſcheinung machte. Wie und wo ſie dieſe Vertrautheit mit der Heilkunde erlangt hatte, geſtand ſie zwar niemals; aber es machte ſie immer betrübt und ſtille, wenn man ſie hierüber befragte. Wenn eine ſchwarze duͤſtere Nacht einbrach und das ganze Dörfchen auf den Beinen war, dann verſchloß Ma— deleine ſich in ihr Kämmerlein, warf ſich auf die Kniee nieder und betete brünſtig. Nur hie und da ſchlich ſie wohl auf Augenblicke zum Fenſter, blickte hinaus und ſah nach dem Wetter oder horchte in die rabenſchwarze Fin⸗ ſterniß hinein. Wenn ihr Vater von ſolchen Expeditionen zurückkehrte, trat ſie ihm niemals zum Gruße entgegen. Ihr Herz ſträubte ſich gegen den Gedanken, dem Vater unter ſolchen Umſtänden unter die Augen zu treten, und erſt gegen Morgen pflegte ſie zu Bett zu gehen, wiewohl nur ſelten um zu ſchlafen.— Einmal bei einer beſondern Gelegenheit, nach einem kalten widerlichen Tage, brach der Abend plötzlich herein. Schwarze Wolken bedeckten den Horizont wie mit einem Leichentuche, der Wind be— gann mit fürchterlicher Wuth um das Dörfchen herum zu heulen, und Madeleine ſchauderte bei dem Gedanken an das, was dieſe Nacht brachte. Der Sturmwind hatte ſich nämlich kaum erhoben, ſo war Pierre von ſeinem Stuhl am Kaminfeuer aufgeſtanden, hatte eine dichte Seemannsjacke angelegt, einen ſogenannten Südweſter auf den Kopf geſtülpt und ſich bewaffnet, und er ging, nach— dem er noch ein Glas Branntwein hinuntergeſtürzt. Er war der Letzte, der das Dorf verließ; alle Anderen waren ihm vorangegangen, und er fand ſie nun in einer engen Schlucht gelagert, alle ſorgfältig hinter Felſen verſteckt, während an der Sohle der Schlucht ein gewaltiges Feuer brannte. Es war eine kalte, ſtürmiſche Regennacht; aber das kümmerte die Standräuber nicht, denn der Wind wehte hart auf die Küſte und verſprach reichen Lohn für Alles, was ſie während des Harrens auszuſtehen hatten. Ein Mann lag an der Mündung der Schlucht auf der Wache, er hatte ſich unter einem getheerten Segel— tuche verſteckt, um ſowohl vor dem Regen geſchützt zu ſein, als auch um nicht von der See aus geſehen werden zu können, wenn plötzliche Blitze die Klippen der Kuͤſte erhellten. Er hatte einen Nachtgucker in der Hand, mit welchem er den ganzen Horizont durchmuſterte, zwar eine Zeit vergeblich, allein dennoch mit gegründeter Ausſicht auf Erfolg, denn der Wind war zu gut, um ihre Hoff— nungen zu täuſchen, und die Wracker hatten Geduld. Es war fürwahr eine fürchterliche Nacht; das Fir— mament pechſchwarz, kein einziger Stern zu ſehen, noch ein Blick von dem blaſſen Monde. Der Wind heulte durch die Felſen und warf ſein Giſcht und Schaum der Brandung hoch über die Klippen hinaus, welch letztere ubrigens vor der Schlucht ſich zu einem ſchmalen Streifen ſandigen Strandes abplatteten, der der gewöhnliche Schau— platz der dunklen Thaten dieſer Strandräuber war. Eine Strömung verlief von der hohen See aus in dieſe enge Bucht herein, und fuhrte zahlreiche Spieren, Kiſten und Boote herein,— lauter Gegenſtände, welche dieſen Men— ſchen willkommen waren. „Eine Priſe!“ rief der wachthabende Mann plötzlich; ein großer Indienfahrer iſt kaum noch eine Meile von der Kuſte in See; er macht gewaltige Anſtrengungen, um die Landſpitze zu umfahren, aber es geht nicht mehr. Er iſt unſer, Jungens!“ „Gib mir die Fernrohre!“ ſagte Peter aufſtehend und nahm den Nachtgucker.„Meiner Treu! eine präch— tige Brigg!“ fuhr er mit unheimlichem Lächeln fort,— „der koſtbarſte Fang, den wir ſeit mehreren Jahren ge— macht haben. Jean, Du mußſt mit der Kuh hinaus, ſonſt könnt' er uns entkommen!“ Die Kuh war eine ſchändliche Erfindung, welche Pierre ſeine Kameraden gelehrt hatte, und beſtand darin, daß man eine Kuh an einen Pfoſten band und ihr eine ſchwere Schiffslaterne an beiden Hörnern befeſtigte. Die Kuh ward davon ſcheu und lief fortwährend hin und her, und ſuchte von dem Pfahl loszukommen und dadurch ſchwankte die Laterne hin und her und hatte ganz das Anſehen, als wäre es die Laterne eines vor Anker liegen— den Schiffes; denn in ſolchen düſteren Nächten war außer dem Lichte in einiger Entfernung nichts zu ſehen. Durch dieſe Liſt war ſchon manches Schiff in ſein Verderben ge— lockt worden, welches in der Hoffnung, hier einen ſichern Ankergrund zu finden, eingelaufen war. Die Kuh, die ſtets in Bereitſchaft ſtand, ward herbeigebracht, und ihr die Laterne angehängt, worauf die Strandräuber geduldig den Erfolg ihrer ruchloſen Liſt abwarteten. Der Indienfahrer näherte ſich nun offenbar der U 2m, 0 f 1 fille unt — ech 11 darauf. g Fahtzeud — ſchlel leuten d. 01 U 1 0 wa 966 4 lere fall. Stücke 965 Befumtmac * 1 * Hoftalthe A ene! mülags 10 Mr die zum Nachlah gehörende Polten 85 des Jule ge ſchrieben i, 05 öffentlich melee bei annehmd atem defniltde Zuſcle Friedberg de Or. der Verf Hofrat (83) Montag mittags 11 Uhr auf freiwilligen germeifters With zuffehende Hoft in einem neuer und Stallung i nächft dem 2 Virihſchaftsben eignet, öffentlich önnen bis zu Biftzer Verkaufs kingeleitet werdet driedberg de Der Vorf Ein (1010 den 2 Kirchlnß zum Jauetdach 1 5 das Stinſ, driedberg de De Küſte, und alle Verſuche ſeiner wackern Mannſchaft, ihn Die faſt nackten Maſte ſein dunkler Rumpf mit etlichen Laternen unterſcheiden, Fahrzeug auf den Wogen bald ſtieg bald fiel. mal ſchien es unbeweglich zu werden, obſchon es in ſeinen dann fegte eine ge— zu retten, ſchienen vergeblich. des Schiffs und darauf waren nun deutlich zu kleinſten Theilen und Faſern erbebte; waltige Woge über ſein Verdeck. „Es iſt auf Pierre kalt. in Stücke gehen und getrieben werden!“ „Sie ſetzen eben ſtarken Eiſenſtangen, denn wenn halten landete, täuſcht. Allein ſeit dem Miſtralfelſen aufgefahren,“ ſagte „Gut ſo! ehe eine Stunde vergeht, jedes Atom davon an unſern Strand die Boote aus!“ Die Strandräuber griffen nach ihren Waffen, die Mannſchaft wohlbe— dann waren ſie in ihren Hoffnungen ge— Jahren hatte die Bemannung keines ſagte 31 wenn das Auf ein— Immer Strande und wird es der Schlucht hin Schiffes dieſen Theil der Kuͤſte mehr lebendig überſchritten, ſondern jede war durch irgend einen geheimnißvollen Un— fall umgekommen.— Man ſah jetzt drei, offenbar ſtark bemannte Boote der Küſte zu rudern und nach dem ſan— digen Strande vor der Mündung der Schlucht ſämmtlich auf Einen Punkt näher heran, ruderten waren ſie in den kleinen Meeresarm gelangt, der nach herein verlief, und waren bereits Bereich der gewaltigen Sturzwellen, welche ſteuern. Sie waren kaum noch noch immer kamen näher und fünfzig Klafter vom vorwärts. Schon aus dem kaum zuvor ſie noch zu überfluthen und zu ertränken gedroht hatten. Jean. meiſt die Kuh auf Die Strandräuber den Boote keine Möglichkeit mehr See zurückzukehren, denn die Finſterniß war allzu groß loͤſchten jetzt die Laterne aus, welche Hörnern trug, und nun war für die vorhanden, in die hohe (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. Hofraithe⸗Verſteigerung. (82) Montag den 30. Januar d. J., Vor- nutags 10 Uhr, wird in bieſigem Ratbbauſe die zum Nachlaſſe des Michel Deidelberg dahter Zebörende Hofraithe, wie ſoſche in Nr. 83 und 35 des Intelligenzolattes von 1853 näher be⸗ ſchrieben iſt, nochmals unter dem Anfügen Iffentlich meiſtbietend verſteigert, daß nunmehr dei annehmbarem Gebot dem Letztbietenden der definitive Zuſchlag ertheilt werden wird. Friedberg den 18. Januar 1854. In Auftrag Heſſ. Landgerichts: Ortsgerichts Gr. der Vorſteher des Großh. Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (83) Montag den 30. mittags 11 Uhr, wied in bieſigem Ratbbauſe zuf freiwilligen Antrag des Burg jers und Metz⸗ Zermeiſters Wilhelm Krauch dabier die demſelben zuſtehende Hofraithe Pag 2 Nr. 547, beſtehend u einem neuerbauten Wohnbauſe mit Hofraum und Stallung in einer ſebr frequenten Straße lächſt dem Bahnhofe und ſich zum Wirthſchaftsbetrieb und Metzgerei beſonders ignet, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Auch önnen bis zum Verſteigerungstermin mit dem Beſitzer Verkaufsunterhandlungen aus der Hand ingeleitet werden. Friedberg den 18. Januar 1854. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Bender. Januar d. J., Vor- gelegen Ortsgerichts Ein Kapital 107) von 250-300 fl. liegt bei hieſiger Firchenkaſſe zum Ausleiben bereit den 19. Januar 1854. Fauerbach II. Der Kirchenvorſtand. Arbeits⸗Verſteigerung. (118) Montag den 30. l. M., Morgens im 10 Uhr, werden in bieſigem Ratbhauſe für 1854 an den Wenigſtnehmenden verſteigert, als: 1) das Fahren des Kieſes aus dem ſtadtiſchen Antheil der Uſa, 2) das Auswerfen und Meſſen des Kieſes, 3) das Fahren der Steine und des Schutto, 4) das Liefern der Pflocke und 5) das Steinſetzen. Friedberg den 25. Januar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. 1 1 Fruchtverſteigerung. (119) Montag den 6. Februar l. J., Nach- mittags um 2 Ubr, werden in hieſigem Rath— bauſe von dem Fruchtvorrathe des Auguſtiner Schulfonds 20 Malter Korn, zweimalterweiſe meiſtbietend verſteigert Friedberg den 25. Januar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (120 Im Laufe des k. M. Februar wird nebſt direkter Steuer, die Abgabe von Hun⸗ den pro 1834 allbier erhoben. Zahltage ſind Dienſtags und Donnerſtags. — NN Großh. Diſtriktoeinnehmer. Holzverſteigerung. (121 Donnerſtag den 2. Februar l. J., Vormittags 9 Ubr, ſollen in dem Walcdiſteikte Eicherecke bei Ilbenſtadt: 19 Stecken Buchen ⸗Scheitholz, 70.„ Prugelhbolz, 50 1„ Stockholz, 2500 Buchen ⸗Wellen, 6 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 12„„ Prügelholz, 9* 0 Stockholz, 500 Eichen. Wellen. 20 Stamme Eichen⸗Bau- und Werkholz, 1 Stamm Buchen- Werkholz, öffentlich an den Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. Schloß Ilbenſtadt den 24. Januar 1854. Gräflich v. Leiningen ⸗Weſterburgiſche Rentei daſ. Bernhardt. Eichen⸗Bauholz-Verſteigerung. 122 Fr eitag * den 3. Februar d. J., Vormittags 10 Ubr an, ſollen in dem Nauheimer Gemeindewald, Diſtrikt Bauwald, 107 Stamme Eichen Baubolz von 10 bis 40 Fuß lang und 20 bis 30 Zoll mittlerem Durchmeſſer, oͤffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden, wozu Kauf- liebhaber einladet. Nauheim den 25. Januar 1834. f Der Buürgermeiſter Hartmann 3 40. (123) liegen in der Kirchenkaſſe zu Ockſtadt bei dem Kirchenrechner gegen gerichtliche Ver⸗ ſicherung zum Ausleihen bereit. Privat ⸗ von Bekanntmachungen. Ver leigeung. (105) Montag den 6. Februar d. J. Vor- mittags 10 Uhr, laßt Unterzeichneter auf hieſi⸗ gem Rathbauſe ſeine auf der Hauptſtraße gelegene Hofraithe nebſt einem Garten einer frei⸗ willigen Verſteigerung ausſetzen. Die Hofraithe beſteht in einem dreiſtöckigen Wohnhaus mit Ladeneinrichtung, zwei maſiv von Stein er⸗ bauten Nebongebaud n, zwei Scheunen, Stallung für jede Viehg haltung, ſowie vier gewölbten Kellern nebſt großem verſchloſſenem Hofraum mit beſonderer Aus- und Einfahrt. Morgen, 3 Viertel, 13 Ruthen alten Mainzerthor gelegen. Friedberg den 18. Januar 1853 G. Kettinger. Verſchiedene Kapitalien (98) don 200 bis zu 8000 fl. finb in Auf⸗ trag zu verleihen bei Friedberg. Gaſtwirthſchaftsverpachtung. 97) Meine Ferner 1 Garten, am Jakob Finkernagel. Gaſtwirthſchaft mit allem dazu gehorigem Inventar, ſowie Brauerei und Haus⸗ garten bin ich geſonnen unter annehmbaren Bedingungen aus der Hand auf 6— 9 Jahre zu verpachten. Friedberg den 18. Januar Ph. Sieck's Wittwe. Au vermiethen. (1000 Ein moblirtes Zimmer mit Kabinet iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen wer⸗ den bei Friedberg. Conrad Diehl auf dem Marktplatz. Wohnungsveraͤnderung. (112) Meinen bieſigen und Kunden diene zur Nachricht, daß ich meine ſeit⸗ berige nung bei Herrn Heinrich Engel in der Uſergaſſe verlaſſen hade und jetzt dem Herrn auswärtigen Woh Profeſſor Ur. Dieffendach vis-a-vis, in dem geweſenen Scheich'ſchen Hauſe, wohne. Zugleich bitte ich das mir ſeither geſchenkte Vertrauen auch in meiner neuen Wohnung erhalten zu wollen. Friedberg im Januar 1854. W. Fr. Schneider, Herrenkleidermacher. Pferde-Verkauf. (1240 Kommenden Montag den 30. d. M., Vormittags 10 Uor, laſſe ich in Auſtrag im Gaſthauſe zum Einborn dabier zwei gute zug⸗ feſte braune Wagenpferde verfteigern. Gießen den 23. Januar 1854. pilger, prakt. Thierarzt 1. Cl. 50 7 (93) Die Auswanderer werden durch meine Agentur vom 15. Februar wieder jeden Monat zweimal befördert, jedesmal den 1. und 15. ab Bremen nach allen Häfen von Amerika mit vollſtändiger Verkoͤſtigung. lligſten Preiſen und beſten Bedingungen von jeder Eiſenbahnſtation zu den bi Die Leute werden übernommen. Verträge können jeden Tag bei mir abgeſchloſſen werden. Die General-Agentur in Friedberg: G. Fr. Schweitzer. Zu verkaufen. (125) Zwei Eber von/ und 7. Jahren bat zu verkaufen 6 Bruchenbrücken. G. Ph. Michel. Hofraithe-Verſteigerung. (126) Unterzeichneter iſt geſonnen wegen Ueberzug nach Friedberg ſein an der Straße nach Friedberg gelegenes ſehr geräumiges Wohn⸗ baus nebſt Seifenfabrik, das ſich durch deſſen Lage zu jedem Fabrik- und Ockonomie⸗ geſchäft ſehr eignet, mit großem Hofraum, Scheune, Stallung und/ Morgen anliegen, dem Garten, unter ſehr vortheilbaften Be— dingungen Mittwoch den 15. Februar, Mor⸗ gens 10 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigern zu laſſen und kann bei annebhmbarem Gebote die Genehmigung als— bald ertheilt werden. Fauerbach II. bei Friedberg. Gottſchalk Simon. Aufforderung. (427) Alle, die mir von dem Jahre 1853 den Kaufſchilling des zu Niederwollſtadt er- kauften Grummetgraſes noch verſchulden, werden zur baldigen Zablung aufgefordert. Friedberg den 22. Januar 1854. v. Helmolt, Poſthalter. 1000 Gulden, 10 0 0 desgl., (128) liegen gegen gerichtliche Hypothek zu 4% PCt. zum Ausleihen bereit, für Gemeinden 4 pCt. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Gefunden. (120) Auf der Chauſſee zwiſchen Friedberg und dem Nauheimer Stationshauſe wurde am 24. d. M. ein Sack mit Hafer(J. A. gezeichnet) gefunden, und kann gegen Entrichtung der Inſe⸗ ratgebübren zurückgenommen werden bei g Steinfurth. Pachter Conrad Schultheis. Zu ber mieten (130) Ein möbelirtes Zimmer iſt zu ver⸗ miethen und kann den 1. Februar bezogen werden bei Reitz, Bäckermeiſter. Armenverein. (1310 In Gefolge des Beſchluſſes in der Generalverſammlung des Armenvereins ſoll eine Quantität Kartoffeln aus deſſen Mitteln ange- kauft und zur Unterſtützung der hieſigen Armen an dieſe um den Preis von zwei Gulden für das Malter abgegeben werden, weßhalb die— jenigen Unbemittelten, welche auf dieſe Unter— ſtützung glauben Anſprüche zu baben, aufge— fordert, dieſelben bei einem der Mitglieder des unterzeichneten Ausſchuſſes anzumelden. Friedberg den 24. Januar 1854. J. Steinhäußer. C. D. Groß. J. Pfeffer. Ph. Dieffenbach. G. Schmitt. Mayer Hirſch. F. W. Reuß. M. Mondigler. J. Falck. G. Trapp 11. Wepland, Lieutenant. J. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden— anſtalt. Buͤrger-Caſino. (132) Sonntag den 29. d. M. Damen- Caſino. Auf dem Theater wird gegeben: „Der Eheprokurator,“ Poſſe in 2 Akten, hierauf: „Einer muß heirathen,⸗ Luſtſpiel in 1 Akt. Der Vorſtand. iter ar An; e (133) Als beſtes Koch⸗ und Haushaltungsbuch iſt allen Frauen, Haushälterinnen und jungen Mädchen zu empfehlen: 5 In der E. J. Edler'ſchen Buchhandlung in Hanau iſt erſchienen und in allen Buchhandlungen, in Friedberg bei C. Bindernagel, zu haben: Neunte Auflage von Eliſabetha Klarin, die wohlunterrichtete und ſich ſelbſtlebrende Köchin, oder die Kunſt in der kürzeſten Zeit, ohne alle Vorkenntniſſe, auf die vortheil— hafteſte Art billig und ſchmackhaft kochen zu lernen. Ein unentbehrliches Hand— f buch für Hausfrauen und Köchinnen. 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Jan. 19. Jan. Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ berg J Mainz heim fl. kr. f. ff Waizen pr. Malterf 183019 1920— Korn„ 17 1410141514— Geiß„ 5 11125 11 PN Hafer 25 5—1 6 51 5150 Polizei ⸗ Taxe. für die Städte Friedberg und Butzbach vom 28. Januar bis zum 3. Februar. = f Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 5 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod r 21 5 n 41 4 19— 19— Lth. Lth. — Milchbrod I — Waſſerweck 13. — Gemiſchte(Tafel-) Brod 14 13¼ leiſch-Preiſe. Fleiſch Preiſ 1 1 Ochſenfleiſch 12 2112— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 101 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 9— „Kalbfleiſch N77 „ gemäſtetes—- 413 —Schweinenfleiſch 14— 14— „Hammelfleiſch 9 249— „ Schaaflleiſch 7——— „Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 19— 18— „Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 24— 126— „Schinken 194135 20 „ Dörrfleiſch 20— 20— „ Schweinenſchmalz, 1 ausgelaſſen 211— 122 unausgelaſſen 20 20 „Nierenfett 22— 20— „[Hammelsfett 16— 16— Die Großberzoglichen Bürgermeiſter Bender: Seid pee Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. an ſümmtl Betreffend Ich lad Bekanntmachu nder Gemein und auf dieſe Aus dieser Bek Zugleich folgt Cont Jezir keliſte. Nummer Nummer der Gezogene 2822283 2 = S 2 — 10