jung. Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M. 48. Sonnabend den 24. Juni 1851. Der Juwelier von Straßburg. Eine Geſchichte. (Fortſetzung.) Manon war ſiebzehn Jahre alt geworden, als ſich eine Begebenheit zutrug, welche für ihren Vater und ſie von wichtigen Folgen war. Ein bedeutender dringender Auftrag nöthigte Lenoir, einen Gehülfen in ſeine Werk— ſtatt aufzunehmen. Er that es nur ſehr ungern, allein die feine und kunſtvolle Arbeit, die er zu liefern über— nommen hatte, konnte nicht anders in gehöriger Zeit aus⸗ geführt werden; auch mußte der Auftrag unter ſeinen eigenen Augen ausgeführt werden, und es zog eine ziem⸗ lich bedeutende Strafe nach ſich, wenn er nicht rechtzeitig ausgeführt wurde. Am Gelde aber hing Stephan Lenoir mit ungeheurer Gier und Zähigkeit— es war ihm das Liebſte und Theuerſte auf der Welt, und er wußte ſelber noch nicht, wie hoch er es ſchätzte. Er hatte ſich ein hübſches Summchen erſpart, und da er nur wenige wirk⸗ lich koſtbare Ausgaben zu machen hatte, wie die meiſten Menſchen, welche Geld die Fulle haben, ſo mehrte ſich ſein Kapital bei ſeinem Fleiß und ſeiner genügſamen Le⸗ bensweiſe von Tag zu Tage. Das Geld ſelber hatte dadurch einen Werth für ihn bekommen, und ſeine leiden⸗ ſchaftliche Vorliebe für daſſelbe, welche bisher noch keinerlei wahrnehmbare Veränderungen in ſeiner väterlichen Liebe zu ſeiner Tochter zu Stande gebracht hatte, ſchien eher aus dem Wunſche, ſein Kind dereinſt gut verſorgt zu ſehen, entſprungen zu ſein. Wie dem aber nun auch ſey, genug, Stephan fühlte bei dieſem Anlaſſe gar keine Luſt, einen Auftrag abzulehnen, welcher ihm einen hübſchen Gewinn abzuwerfen verſprach, ſondern bekämpfte lieber ſeine frühere Abneigung gegen den Gedanken, einen Frem— den in ſein ſtilles Hausweſen aufzunehmen, und ſtellte auf einige Wochen einen Gehülfen ein. Dieſer Gehülfe war ein junger Landsmann von ihm, welcher zur Erweiterung ſeiner Kunſtfertigkeit ſich auf Reiſen befand. Bertrand Lafont war zwar kein bild⸗ ſchöner junger Mann, aber doch ziemlich hübſch, und wußte durch ſein beſcheidenes verſtändiges Weſen ſtets allmählich die Gunſt und das Vertrauen ſeiner Umgebung ſich zu gewinnen. Mehrere Wochen lang war er? kanon's tägliches Gegenüber bei Tiſche, oder ſah ſich auch wohl zu anderen Tagesſtunden auf einige Zeit allein mit ihr. Die Folge davon war eine gegenſeitige Neigung, welche zwiſchen den Beiden entſtand. Eines Tags, als Stephan's Abweſenheit ſie uner— ———ũ—d—— —.— wartet bei Tiſche allein ließ, faßte ſich Bertrand den Muth, Manon beinahe ſeine Liebe zu geſtehen, und fand ſich nicht abgewieſen oder entmuthigt von dem naiven unſchuldigen Gegenſtande derſelben. Es zeigte ſich jedoch keine weitere Gelegenheit mehr zu einer Verſtändigung zwiſchen Beiden, bis beſondere Umſtände eintraten, welche Manon's Aufmerkſamkeit nothgedrungen nach einer andern Seite hinlenken mußten. Manon entging es nicht, daß ſeit Bertrand's Ein⸗ tritt in den Dienſt ihres Vaters mit dem alten Lenoir eine unverkennbare Veränderung in Benehmen und Stim— mung vor ſich gegangen war. Wenn er Morgens auf⸗ ſtand, erſchien er ſo verſtört und aufgeregt, als ob er gar nicht geſchlafen oder eine ganz ſchlechte Nacht verbracht habe. Sein Ausſehen überhaupt war krankhaft und er⸗ ſchöpft, und Abends blieb er Stundenlang im ſtummen Hinbrüten ſitzen, als ob ihm die unangenehmſten Dinge durch den Kopf zögen. Erſt in ſpäter Nacht legte er ſich dann ſchlafen, und Manon wähnte oft, ihn mitten in der Nacht noch herumlaufen zu hören, wann bei ihr der erſte Schlaf ſchon vorüber war. Anfangs ſchrieb ſie dieſe Er— ſcheinungen der außergewöhnlichen Anſtrengung und Sorge zu, die auf ſein korperliches Wohlbefinden verſtimmend einwirke, und ſie drang liebevoll in ihn, doch ſeiner Ge⸗ ſundheit beſſer zu pflegen und ſich mehr Ruhe zu gönnen. Solcher gute Rath aber ward von ſeiner Seite immer mürriſch und faſt mit Härte abgewieſen. Dieß mußte ihr um ſo mehr auffallen, als ihr Vater, der ihr ſonſt ſtets mit der größten Zärtlichkeit begegnet war, zum erſten Mal eine ſolche Sprache gegen ſie fuͤhrte, und die ſanfte Manon vergoß darob im Stillen manche Thrane. Ihr Schmerz ward um ſo großer, als ihr Vater von Tag zu Tag immer ſchlimmer wurde. Wenn er das Zimmer ver— ließ oder ausgehen mußte, ſo ſah ſie, wie er verſtohlen unruhige und ſogar argwöhniſche Blicke auf Bertrand und ſogar auf ſie ſelber warf. Die Urſache eines ſolchen Be— nehmens konnte Manon nicht errathen, oder wenn ſie auch auf irgend einen vermeintlichen Grund verfiel, ſo erſchien er ihr wenigſtens nicht wichtig genug, um ſolche Wirkungen hervorzubringen. (Fortſetzung folgt.) Miszelle. Ein alter Mann, der noch in den ſechzigern Vater wurde, betrachtete das neugeborene Söhnchen, um Familien— Aehnlichkeiten zu entdecken.„Ich finde keine andere Aehn⸗ lichkeit,“ rief er endlich,„als den kahlen Kopf!“ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S 0 Fer urchtverſteigerung. (918) Montag den 28. Juni, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathbauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds dahier 60 Malter Korn und 3 Malter Gerſte, zweimalterweiſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Gras⸗Verſteigerung. (970) Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Übr, ſoll das Heugras der Gemeinde Ilben⸗ ftadt in Abtheilungen auf Ort und Stelle meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Ilbenſtadt den 19. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 wier. Main ⸗Weſer⸗Bahn. (971) ODonnerſtag den 29. Juni l. J. Nach- mittags 3 Uhr ſollen auf dem hieſigen Bahn⸗ bofe folgende Arbeiten zur Erbauung des Fried⸗ berger Stationshauſes öffentlich verakkordiret werden. 1) Maurerarbeit, Arbeitslohn veranſchlagt zu 2480 fl. 43 kr. 2) Steinhauerarbeiten=„ 4193„ 02„ 3) Zimmerarbeiten„„ 2696„ 37„ 4) Spenglerarbeiten„„ 105„ 48„ Die nähern Angaben liegen auf dem Ge⸗ ſchäftszimmer des Unterzeichneten zur Einſicht bereit. Friedberg den 20. Juni 1854. Der Großherzogliche Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Holzverſteigerung. (972) Dienſtag den 27. Juni, Morgens 10 Ühr, werden im hieſigen Gemeindewald: Diſtrikt Achtzigmorgen: 150 Klafter gemiſchte Erdſtöcke meiſtbietend verſteigert. f Pfaffenwies bach den 20. Juni 1854. Bürgermeiſter Ru p p. Holzverſteigerung. (913) Montag den 26. d. M., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Freiherrl. v. Löw'ſchen Wald dahier, Diſtrikt Eichwald: 3475 Stück Eichen⸗Lohholzwellen, 1825„ verſchiedene Laubholzwellen, 4 Stecken Eichen⸗Prügelholz, 26 dergl. Deichſeln und 2 Eichen⸗Stämme S 21 Cubikfuß öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth den 21. Juni 1854. 5 Der Freiherrl. v. Löw'ſche Revierförſter Weigand. Gras-⸗Verſteigerung. (97) Montag den 20. d. M., Vormittags 10 Ühr, ſoll im Rathhauſe dahier das Heugras von den hieſigen Gemeindewieſen in Abthei⸗ lungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach II. den 20. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Holler. Aufforderung. (975) Nach Beſchluß des Gemeinderaths da⸗ bier ſollen die fehlenden Parzellengrenzſteine in den Gewannen Holzfeld, am Brückweg, am Holzberg, an und vor der Mark, durch den Bauernheimer Weg ziehend, am Schram und obig dem Schram, rechts und links der Dor⸗ heimer Hohle, am Hollwaſen und obig dem Hollwaſen, am Hirſchenrain, obig dem Hirſchen⸗ rain, hinter dem Ringgraben, am Knorrdorf und in der Ellach, ſowie überhaupt im Ganzen 206 e diesjährigen Brachfeld, auf Koſten der betref⸗ fenden Parzelleneigenthümer erneuert werden, und werden dieſelben deßhalb aufgefordert et⸗ waige Einwendungen hiergegen bei dem unter⸗ zeichneten Bürgermeiſter binnen 14 Tagen vor⸗ zubringen, widrigenfalls nach dem Beſchluß des Gemeinderaths verfahren und demnachſt die Koſten auf die betreffenden Gutsbeſißer ausge⸗ ſchlagen und von denſelben erhoben werden. Fauerbach II. den 17. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Holler. Heugras Verſteigerung. (976) Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das Gemeinde ⸗Heugras in der Beumbach in Abtheilungen öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Oberwoöllſtadt den 20. Juni 1854. Großherzogliche e Oberwöllſtadt Diel. Gras-⸗Verſteigerung. (977) Montag den 26. d. M., des Mittags 2 Uhr, ſoll das der Gemeinde Rödgen gehörige Heugras auf Ort und Stelle unter den be⸗ kannten Abtheilungen verſteigert werden. Rödgen im Juni 1854. Der Bürgermeiſter Krauch. Heu- und Grummetgras-Verſteigerung (978) für d. J. von den Gemeindewieſen zu Schwalheim Mittwoch den 28. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr, bei günſtiger Witterung auf Ort und Stelle. Schwalheim am 21. Juni 1854. Der Bürgermeiſter Reimer. Jagdverpachtung. (979) Freitag den 21. Juli d. J, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehaus da⸗ bier die der Gemeinde Stammheim zuſtehende Jagd, beſtehend in der ganzen Gemarkungs- grenze von Stammheim, eine Fläche von circa 2400 Morgen Normalmaas, mit Ausnahme der fiscaliſchen Waldungen, öffentlich meiſtbietend 9 6 45 0 in 100 unter den vor der Verſteigerung eröffnet wer⸗ denden Bedingungen auf weitere ſechs Jahre verpachtet werden. Stammheim den 20. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Stammheim Pauly. Chauſſir- und Pflaſterarbeit. (980) Samſtag den 1. k. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindehauſe zu Wohnbach nachſtehende Arbeiten unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen an die Wenigſtnehmenden veraccordirt werden, als: a) Chauſſirarbeit an dem Vicinalweg von Wohnbach nach Berſtadt, circa 160 Klftr. lang, veranſchlagt zu 1 fl. 20 kr. per laufende Klftr., b) Pflaſterarbeit an den Straßen im Ort, circa 36[Klftr., veranſchlagt zu 1 fl. 45 kr. per UIKiftr. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes im Intereſſe der arbeitenden Claſſe öffent⸗ lich bekannt machen zu laſſen. Villingen den 21. Juni 1854. A— . G. Pfarrer, Bauaufſeher. Heugras⸗ Verſteigerung zu Obermörlen. (981) Von 28 Morgen herrſchaftl. Wieſen in hieſiger Gemarkung ſoll das Heugras Montag den 26. Juni d. J., präcis 9 Uhr früh, an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt bei der Oelmühle. Gegen Bürgſchaft wird Zah⸗ lungsfriſt bis Martini a. b. geſtattet. Obermörlen den 19. Juni 1854. Freiherrliche Rentei⸗Kaſſe daſelbſt Riedel. Fruchtverkauf. (982) Es ſind hier noch einige Quantitäten Korn und Hafer aus der Hand zu verkaufen. Ockſtadt am 22. Juni 1854. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Braunkohlen⸗ Verkauf. (810) Vom 12. d. M. an werden auf dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwerk bei Dor⸗ heim Braunkohlenklötze von der diesjährigen Formerei von Reihen, Haufen und Schoppen, ſowie auch ſog. Holzkohlen abgegeben. Die Preiſe der Klötze ſind die ſeitherigen, nämlich 11 Kreuzer für die von Reihen und Haufen und 12 Kreuzer für die aus Schoppen per Centner, wobei 14 Klötze für einen Centner gerechnet werden; die Holzkohlen koſten der gemeſſene Centner 14 Kreuzer. Bei Abnahme von 25 Centner und darüber wird für die bis zum 30. September d. J. bezogenen Kohlen gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft ein Credit zur Zahlung bis zum 31. De⸗ zember d. J. geſtattet. f Sämmtliche Geſchirre, welche auf dem Dorheimer Bergwerk Kohlen abholen, ſind bei der Kurfürſtlich Heſſiſchen Chauſſeegelderhebungsſtätte Nauheim und beladen auch auf allen Groß⸗ herzoglichen Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit. Dorheimer Bergwerk den 6. Juni 1854. Großherzogliches Bergamt Dorheim s 583) Vom 19. Juni ab erſcheint mit Ausnahme der Sonn⸗ und Feſttage täglich: Frankfurter neue Zeitung. Dieſes Blatt wird ſich darauf beſchränken, die Vorgänge der Zeit ohne ermüdende Wiederho⸗ lungen zu referiren, es Jedem überlaſſend, ſich die Noten zum Text nach eigner Art und Denk⸗ weiſe ſelbſt zuzurichten. Die Frankfurter neue Zeitung widmet den größeren Theil ihres Raumes der Aufnahme von commerziellen und gewerblichen Anzeigen und Inſeraten aller Art und wird in jedes Frankfurter Haus gegen den Stempel und Trägerlohn in einem Exem⸗ plar unentgeldlich abgegeben. Der Erfolg der möglichſt geſicherter. nur den halben Inſeratbetrag. Der Inſeratpreis f 6 kr. feſtgeſtellt. Gleichzeitig beauftragte und Frankfurt berechneten Anzeigen iſt hierdurch ein ür die Petitſpaltzeile oder Raum iſt vorläufig auf eränderte Wiederholungen binnen 8 Tagen koſten Auswärtige Abonnenten erhalten unſer Blatt für fl. 1. 12 kr. vierteljährlich exelusive Poſtaufſchlag Inſerate von Auswärtigen finden ſoforte Aufnahme, wenn der Betrag hier an⸗ gewieſen oder die Entnahme durch Poſtvorſchuß geſtattet wird. Die Medaction der Frankfurter neuen Peitung. Wilhelm Küchler. 5 — — 8 ren, d 4 Die Exped. 3 u (987) eine Eiſeub (9880 seat C. Bind und wel fünf Komm ein runder eine nußde tannene große und ein ein⸗ Ul nen Ach Friedberg Sub (990) fon an lohnende 3 (991) Cn einem Wolt zwei Wohnſ Garten, hat Landwirt (993) Ein lichted, daß de ledernen Kapp 2 Nag ni eben ein Jeg ſchen, un untertan Aehnlichleh; ſchafllichen! Aus der g ſotialen Ez kann man borgen, ihre Ka 8 Landes— nennt man flegel. 992) f ellere Sche eimer en. (946) Ein vollſtändiges geräumiges Logis im mittleren Stocke meines Hauſes iſt zu vermie— then und kann ſogleich bezogen werden. Friedrich Staubi, dem Bahnhofe gegenüber. Ein Logis (984) bat zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden M. Bauer. Ein freundliches Zimmer (985 nebſt Cabinet, mit Möbel, zu vermietben. Friedberg. Ed. Ruths. Eine Ladeneinrichtung, (986) insbeſondere: Schränke mit Glasthü⸗ ren, Ladentiſch, Glaserker ꝛc., iſt zu verkaufen. Die Exped. d. Blts gibt nähere Auskunft. Zu e ern (987) eine halbe Scheuer bei Fr. Hanſtein, Glaſermeiſter. Eiſenbahn⸗Frachtbriefe (988) ſind ſtets vorräthig in C. Bindernagel's Buchhandlung. Zu ver hauen. (989) Bei Unterzeichnetem find nachſtehende, ſich im beſten Zuſtande befindende Gegenſtände billig zu verkaufen: acht Kleiderſchranke, worunter drei eichene, ein Sopha nebſt ſechs gepolſterten Stühlen und zwei Seſſeln, fünf Kommode, worunter 2 kleine, ein runder nußbaumener Tiſch, eine nußbaumene, eine eichene und mehrere tannene Bettſtellen, große und kleine Kiſten, ein ein- und zweiſpänniger Wagen mit eiſer⸗ nen Achſen, desgleichen ein gebrauchter. Friedberg. Salomon Schwab. Subſeribentenſammler (990) können vom nächſten Monat an lohnende Beſchäftigung finden durch C. Seriba's Buchhandlung in Friedberg. erkaufen. (991) Ene Ziegelhütte mit zwei Brennöfen, einem Wölb⸗ und einem Hafnerofen, nebſt zwei Wohnhäuſern, Scheuer, Stallung und Garten, hat freiwillig zu verkaufen Jacob Richter, Zieglermeiſter in Niederweiſel. Landwirthſchaftliches. Sociales. Sprachliches. (Eingeſendet.) (993) Ein Flegel iſt bekanntlich ſo einge- richtet, daß der Kolben an den Schaft mit einer ledernen Kappe befeſtigt iſt, welche letztere von dem Flegel nie abgenommen wird, ſo lange er eben ein Flegel iſt.— So gibt es auch Men- ſchen, die die Kappe(oder den Hut) nie her⸗ unterkriegen können und wegen dieſer ihrer Aehnlichkeit mit dem oben genannten landwirth⸗ ſchaftlichen Geräthe heißt man ſie auch Flegel. Aus der großen Maſſe Derer, die auf dieſen ſocialen Ehrentitel gegründeten Anſpruch baben, kann man nun auch noch eine Anzahl beraus— ſortiren, Diejenigen, welche z. B. auch dann ihre Kappe nicht abthun, wenn der Fürſt ihres Landes grüßend an ihnen vorüberfährt; ſolche nennt man im geſellſchaftlichen Leben Sorten- flegel. Ob es deren wirklich gäbe?——— Schönſten Dank (992) für die blühenden K... ö... I. Der heitere Scherz hat freudig überraſcht und wie gewünſcht der jungen Frau Pf. n ein frohes Lächeln abgewonnen. Dürfte man recht bald auch die freundlichen Geberinnen mit ähn⸗ lichen Hausfreunden in erſehnte Nüh⸗ rung verſetzen können! 8 207 135. Jahrgang. f Einladung Auflage 4000. zum Tägliche Ausgab albſührl. Ab 115 auer Mena Ahonnemenf v Se 2 fl. 30. auf das Fukelligenz⸗Blattf der freien Stadt Mankfurt verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hieſigen Staatsbehörden, für das Semeſter vom 1. Juli 1854 an. (994) Das Intelligenz⸗Blatt is das verbreitetſte und geleſenſte Blatt in hieſſger Stadt und Umgegend, und eignet ſich deßhalb ganz vorzüglich zu Inſeraten aller Art. Der Inſertionspreis für die geſpaltene Zeile in Garmondſchrift beträgt 3 kr., für die ganze Zeile 6 kr. en der Inſerate wird durch die Eiſenbahnen für die Umgegend Frankfurts bedeutend erhöhet. Das Amtsblatt wird dreimal wöchentlich, als: Dienſtags, Donnerſtags und Samſtags, mit dem Intelligenz-Blatte ausgegeben, und bringt die neueſten amtlichen Verordnungen, das Verzeichniß der täglich Aufgebotenen, Copulirten, Geborenen, Verſtorbenen, die Polizei— Taxen ꝛc. ꝛc. zuerſt und im Original-Abdruck. 1 Das Kaleidoskop, welches jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag mit dem Intelligenz Blatte erſcheint, enthält: Beiträge zur Tagesgeſchichte Frankfurts; Neueſte Nachrichten, Zeitungsauszüge, wodurch diejenigen Leſer, welche einen ſchnellen Ueberblick zu haben wünſchen, ſtets von dem Wichtigſten, welches ſich in der Politik und in Frankfurt ereignet, Nachricht erhalten; Kunſt-, Literatur-, Mode- und Theater-Notizen; Aſtronomiſche Notizen, Bürger- Aufnahmen, Eiſenbahn- und Dampfſchifffahrten⸗Tabellen und Anzeigen, Fruchtmarkt-Berichte und Fruchtmarktpreis⸗ Tabellen, Courſe der Staatspapiere, Wechſel und Geldſorten(täglich?) nach dem Coursblatte des hieſigen Wechſel⸗Syndicats; als Extra-Beilage in jedem Semeſter: Poſtenlaufliſten für Perſonen, Briefe und Päckereien; Angabe der Eröffnungsſtunden der bieſ. Anſtalten und Sehens würdigkeiten, neuausgeſtellte Gegenſtände des hieſ. Städel'ſchen Kunſt-Inſtituts und Kunſtvereins; Theater- Anzeigen; Serien-Nummern der gezogenen Staatslotterie-Anlehen, die Angabe der höheren Ge⸗ winne der hieſ. Stadt⸗Lotterie; Artikel von allgemeinem Intereſſe, Nachrichten von neuen Exfin⸗ dungen; Begebenheiten vermiſchten Inbalts; auch zuweilen etwas Poetiſches, Räthſel ꝛc. Das Feuilleton für Gegenſtände der Technik, Land-, Garten- und Hauswirtbſchaft liefert dahin zweckende Artikel. Dreimal wöchentlich erſcheinen im Intelligenz-Blatte„Ueberblicke der Er⸗ eigniſſe im Gebiete der politiſchen und materiellen Intereſſen“, die der Tages- geſchichte zur Folie dienen. Der letzte Jahrgang hat die Stärke von 7160 Seiten in Quarto. „) Der Abonnementspreis für Auswärtige erleidet nach dem neuen Poſtregulativ nur geringen Poſtaufſchlag, und bitten wir, Beſtellungen bei der dem Beſteller nachſtgelegenen Poſtanſtalt vor Ende Juni zu machen, um com⸗ pletter Exemplare gewiß zu ſein. 8 4 Frankfurt a. M., im Juni 1854. Die Redaetion. Bekanntmachung. (938) Herr Emil Wilhelmj dahier, welcher die E. Bindernagel'ſche Buchhandlung ſammt der mit ſolcher verbundenen Buch- und Steindruckerei vom 1. Januar 1849 bis dahin 1854 für ſeine Rechnung gepachtet hatte, hat ſeine ſämmtliche Buchausſtände an Herrn Theodor Ebenau zu Frankfurt a. M. abgetreten und dieſer hat mich mit deren Einkaſſirung beauftragt. Ich erſuche hiernach, unter dem Bemerken, daß mit Gultigkeit nur an mich Zahlung geleiſtet werden kann, und daß Herr Eben au nur die an mich geſchehen— den Zahlungen anerkennt, ſowie daß die früher von Hrn. Wilhelmj ertheilten Vollmachten hiermit widerrufen werden, ſämmtliche Schuldner des Hrn. Wil— helm; innerhalb der nächſten 14 Tage um ſo gewiſſer Zahlung an mich leiſten zu wollen, als ich dem mir ertheilten Auftrag entſprechend, mit Ablauf der be— merkten Friſt, gegen die Säumigen zu klagen genöthigt ware. Friedberg den 10. Juni 1854. Ludwig Seyd, Gr. Hofg.-Advocat. 9 * Ausgezeichnete Tapeten! (639) Unterzeichneter erlaubt ſich einem verehrlichen Publikum ſein reichhaltiges Tapetenlager in einer Auswahl von mehr als 600 der verſchiedenſten Sorten nach dem neueſten Geſchmacke, ſämmtlich von beſter und unſchädlicher Farbe und vorzüglichſtem Papier, zu auffallend billigen Preiſen anzuempfehlen. Muſterkarten gebe ich gerne zur Einſicht ab. Friedberg. Louis Weis. Todesanzeige. (995) Am 18. d. M. ſtarb zu Darmſtadt unſer theurer Gatte, Vater und Schwiegervater, der Geometer Carl Bindernagel. Nach einem thätigen, vielgeprüften Leben von 78 Jah⸗ ren verließen ihn allmählig ſeine Kräfte. Freun⸗ den und Verwandten widmen dieſe Trauerkunde Darmſtadt und Friedberg. — 208 6 Zu vermiethen. (9966) Ein möblirtes Zimmer mit Kabinet hat zu vermiethen Philipp Sieck's Wittwe. Zu der m et hen. (997) Der zweite und dritte Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen. J. Müller, Küfer. Kirchliche Anzeigen. 2. Sonntag n. Trinitatis den 25. Juni. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Bernbeck. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Die Hinterbliebenen. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Das Tuch-Lager geen f. Sec bie von g T—— (998) Frankfurter Cours vom 22. Juni 1854. O A 5 S 1 N t K 9 t t Pisleen 1 fl. 9g 35½-36½—— 8 befindet ſich von heute an 2 Friedrichsdtor 410 829 ½ Neue Kräme 7, neben der neuen Börſe Jau ien S,, 9 24-35 N 4 Rand⸗Ducaten[„ 533-34 2 Frankfurt a. M. 20 Frankflücke.„ 926-27 Engliſche Souverains.„11 44-46 2 Preußiſche Thaler.„ 147½¼ 7 S 0 0 b a d I a II h E Im. 5 Frankenthaler„ 220½-1 a Preußiſche Caſſenſcheine.„ 147/74 N. A rums der Inn ſhließung S. miſſariat Her (831) Jeden Ta Fruchtpreiſe. 21. Juni 16. Juni— Mrz. 8 f bach“ erhalte 7 2 Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ inen kath der Kurkapelle unter Leitung des Herrn berg] Mainz] heim arne E fl. tr. ff. tr.] fl. kr. meinden des Edmund Neumann. Gaben vn dale 10 540 5 142 100 f en N NN e N NN N Nee 5 S N„ 7 1 1 5. f ieee eee gar 2% l e 7 5 2 0 0 1—— Kr. Oppenhe 5 Bezirksgericht 8 Die Union, 9 9 b 2 Anna Maria, 25 8 für die Städte Friedberg und Butzbach 1 fen, Bann? 8 Höfen, Bann vom 24. bis zum 30. Juni. allgemeine deutſche 8 4 vorgeſchriedene 7 takterertheil Hagel⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft— fe 2 in Weimar. Prob- Preiſe. berg. deo, 85 Grundkapital 3 Millionen Thaler, An endred- dem n 2(wovon 2 ½ Millionen in Aktien emittirt ſind). 1 Gerſtenmehl e 55(507). Dieſe Geſellſchaft verſichert gegen Hagelſchaden Boden⸗ 8 1„ 20 1 2 2 2 erzeugniſſe aller Art, wie Halmfrüchte, Hülſenfruͤchte, Oelgewächſe, Han⸗ 52 1(gemiſcbtes Brodlraſebrop) 2 2 delsgewächſe u. ſ. w.. g 2/ Korn⸗u./ Walzenmehl 6 16 Dem Verſicherten ſteht es frei, ſeine Bodenerzeugniſſe ganz oder 2 2 ee 12 11121 Eines theilweiſe verſichern zu laſſen. 4 e 24224 12 mung und d 8025 Die Prämien ſind feſt, ſo daß unter keinen Umſtänden 2— Milchbrod 149 1% bade f 8 b 257 23 utend ſd Nachzahlungen zu leiſten ſind. A Gaſſerweck 137 mit irgend 5 Die Verſicherungen können ſowohl auf ein als auf mehrere 8]— Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 13¼ 13¼ rief um Jahre geſchloſſen werden. 2 ene Preiſe. pf. pf. die* 2 Bei Verſicherungen auf fünf Jahre iſt den Verſicherten 2 1 Kußſteiſc, gemäßetes 15 2 5 12 10 2 ein Antheil von zwanzig Prozent an der für dieſe Periode ver⸗ 8„Rindfleiſch, gemäſtetes 9— 9„meine t 8 9 F ohne daß ſie darum zu dem etwaigen 8„ e* 2.— könnteſt, w. 8 erluſte beizutragen haben.„ let—* 1 145 Die Schäden werden ſchnell und loyal regulirt. 2 h 11 211——— 2 Jede weitere Auskunft kann bei den unterzeichneten Agenten em— f„ Wurſt v blos Schweinen 1 416 25 Thra K 5 5 l„ 5 5 57 nen u pfangen und der Abſchluß von Verträgen eingeleitet werden.„ Bratwurſt 20— 18— würde 8 Friedberg und Laubach im März 1854.„ Schwartenmagen 20— 18—* Die Agenten:„Geräucherter Speck 28— 28— 0 Der 5 2 5 f N 5 Schinken 20— 20— ann erwik 8 Georg Friedrich Nau in Friedberg. 3„ Schema 4 dan ic! a 2 72 7 0 e.— 8 85 Johann Martin Jöckler in Laubach. 8 e eee ee 895 7 SNN e e 4 2 N 28 8 NN NM N N SNN D 0 Nierenfett 22 5 20 8 en 222 No. A der Nauheimer Kur- und Badeliſte wurde ausgegeben. 8 e ee, el 4 6 1 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. n, daß