Igntelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. W. 31. Sonnabend den 22. April 1851. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Verwendung arſenikhaltiger Farben zu Anſtrich und Ta— peten für Zimmer. Der in Nr. 80 der Darmſtädter Zeitung abgedruckte Aufſatz wird nachfolgend zur Belehrung und Warnung zur allgemeinen Kenntniß gebracht, und den Großherzoglichen Bürgermeiſtern noch beſonders aufgetragen, die Gemeinde— angehörigen in geeigneter Weiſe hierauf aufmerkſam zu machen. Friedberg den 13. April 1854. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Mu ker. Zur Belehrung und Warnung über die der Geſundheit ſchädliche Verwendung grüner und gelber arſenikhaltiger Farben auf groben(nicht ſatinirten) Tapeten und zu Zimmeranſtrichen.— Un⸗ geachtet ſchon früher wiederholt in der Großherzoglich Heſ— ſiſchen Zeitung Nr. 177 vom 28. Juni 1845 ꝛc., der Darm- ſtäadter Zeitung Nr. 331 vom 29. November 1853, wie in anderen öffentlichen Blättern vor dem Gebrauche gifthal— tiger Farben zur Auskleidung der Zimmerwände namentlich mit Schweinfurter Grün gewarnt worden iſt, ſo ſind doch dieſe Mahnungen ſeither nicht ſelten aus Unkenntniß über— ſehen worden. Nach dem Gutachten der Medicinalbehörde iſt insbeſondere den mit lebhaft grüner Farbe, als: Schwein— furter Grün, Mitisgrün, oder Wiener Grün be— deckten ordinären wohlfeilen Tapeten zu mißtrauen, welche ſogar ſchon beim Aufkleben neuer oder beim Abnehmen alter Tapeten den Arbeitern Entzündung und Geſchwulſt der unbekleideten Körpertheile(Geſicht, Arme, Hände) er— zeugten und namentlich bei Verwendung in Schlafzimmern für die Bewohner ſchon in manchen Fällen bedeutend in— nere Krankheitszuſtände zur Folge hatten, gleichwie dies auch bei bloßem Anſtrich von dumpfen Schlaf- und Wohn— zimmern der Fall ſein kann, wenn ſolche feucht und nicht täglich vollſtändig gelüftet werden können. Wenn auch bei gut geleimten feinen(ſatinirten) Tapeten, auf welchen die Farben ungleich feſter gebunden ſind, ein ſolcher Nachtheil weit weniger zu befürchten ſteht, ſo iſt bei ihrer Verwen— dung doch immer Vorſicht zu empfehlen.— Ein leichtes Vorprüfungsmittel in der Hand eines Jeden iſt übrigens das Verbrennen eines Stückchens ſolcher Tapeten oder einer Meſſerſpitze voll von der angeſtrichenen Wand abgeſchabter Farbe über der Flamme eines Lichtes. Entwickelt ſich da— bei ein weißlicher nach Knoblauch riechender Rauch, ſo iſt ſtarker Verdacht auf arſenikhaltige Farbe vorhanden. Am ſicherſten wird man indeſſen verfahren, wenn man eine ſolche Tapete ſeinem Ortsapotheker zur Prüfung übergibt. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. SNN NN Edicetalla dung. (8160 Die Stadt Friedberg beſitzt beſchei— nigtermaßen ſeit undenklichen Zeiten in der 6. Gewann in der Uſaer Vorſtadt ein jetzt an die Verwaltung der Main-Weſer⸗Bahn verkauftes 17 Klafter 6 Schuh haltendes Grundſtück, das im Flurbuche nicht eingetragen iſt und in ſol⸗ ches nach dem vorgelegten Meßbriefe unter No. 20/0 einzutragen ſein würde. Etwaige Anſprüche auf dieſes Grundſtück ſind binnen 6 Wochen ſogewiß hier anzuzeigen, als es ſonſt der Stadt Friedberg im Mutations⸗ verzeichniſſe als durch Verjährung erworben zugeſchrieben und der Kaufbrief darüber beſtä— tigt werden wird. Friedberg den 23. März 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. (399) Die Erben der verlebten Wilhelm Gorr erſter Eheleute von Münzenberg wollen nachſtehende in Münzenberg gelegene Hofraithe: I, 1006 61 UKlafter ꝛc. Hofraithe an Jacob Wagner, 2%„ des alten Flurbuchs, I, 1007 103[◻OKlafter Grasgarten, ſtößt auf den Haingraben, % des alten Flurbuchs, veranſchlagen, vermögen aber ihr Eigenthum urkundlich nicht nachzuweiſen. Etwaige Anſprüche an vorbezeichnete Liegenſchaften ſind deßhalb binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem un- terzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden, als ſonſt der Anſchlags Contract ohne Vorbehalt beſtätigt werden wird. Butzbach am 12. April 1854. Großherzogliche Landgericht Butzbach Ebel. eych tee: iges g. (335) Von den 1853r Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: 1) zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hof, Mittwoch den 26. April d. J., Vormittags 10 Uhr, von dem Speicher daſelbſt: 1 Malter Waizen, 47 Malter Korn, 18 Malter Gerſte und 9 Malter Hafer; 2) zu Friedberg in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum, Freitag den 28. April d. J., Vormittags 10 Uhr: a) von dem Speicher zu Friedberg: 8 Malter Waizen, 77 Malter Korn und 27 Malter Gerſte; b) in Stammheim lagernd: 20 Malter Hafer. Friedberg den 7. April 1854. Großberzogliches Rentamt Friedberg. In Erledigung der Rentamtmannsſtelle: Grünewald, Finanz⸗Acceſſiſt. Fruchtverſtei gerung. (600) Dienſtag den 2. Mai d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 36 Malter Korn und 27 Malter Gerſte von den Fruchtvorräthen der milden Stiftungen, zwei- malterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. April 1854. Der Großherzogliche Bürgermeißer Bend e. ungefähr (601) 0 Fruchtverſteiger ung ie 1853r Fruchtvorräthe des Großherzoglichen 1) von dem Speicher zu Nidda auf dem Rathhauſe a„ Bingenheim bei Gaſtwirth 122 en. Rentamts Nidda kommen: daſelbſt, Wilhelm Winter daſelbſt, N 0 57 in nachſtehenden Terminen, jedesmal Morgens um 10 Uhr, zur öffentlichen Verſteigerung: l a Verſteigert werden Ordn.⸗] Von dem Speicher 1 8 2—— Rr zu der Waizen] Korn Gerſte Hafer Verſteigerung 1854.[ Pur. Wir. Wir. Mir. 1 Nidda Donnerſtag den 20. April 750 24 15 19 2 Bingenheim Freitag den 21. April 11 83 80 24 3 Nidda Donnerſtag den 11. Mai—— 24— 19 4 Bingenheim Freitag den 12. Mai 11 83 80 24 5 Nidda Donnerſtag den 15. Juni— 24— 19 6 Bingenheim Freitag den 16. Juni 11 83 80 24 7 Nidda Montag den 3. Juli— 24— 19 8 Bingenheim Dienſtag den 4. Juli 11 83 80 24 Bingenheim den 12. April 1854. Großherzogliches Rentamt Nidda Won. Edietal ladung. (602) Karl Düringer von Köppern hat ſeine Zahlungs⸗Unfähigkeit angezeigt. Es werden daher alle Diejenigen, welche an denſelben Forderungen zu machen haben, hier⸗ mit vorgeladen, dieſelben im Termin Dienſtag den 23. Mai d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſo gewiſſer dabier anzumelden und zu begründen, als die Nichterſcheinenden von der vorhandenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. Das Präcluſiv⸗Erkenntniß wird nur auf der Gerichtsſtube eröffnet werden. Homburg den 10. April 1854. Landgräfl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Dr. v. Haupt. Immobiliar-Verſteigerung. (608) Donnerſtag den 27. April d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des hieſigen Bürgers Heinrich Bender, als: Gemarkung Friedberg: Pag. u. No. 89,1 Hofraithe mit Grund und Boden in der Vorſtadt zum Garten ſammt einer damit verbundenen Holzbe— rechtigung, 827/18 9,8 Ruthen Wieſe im Ried, 827/50 13,1 Ruthen desgleichen, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert: Friedberg den 19. April 1854. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts der Vorſteher des Großherzoglichen Ortsgerichts Bender. Immo biliar„Verſteigerung. (60) Donnerſtag den 1. Juni d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Bürgers und Schneidermeiſters Konrad Gail, als: Gemarkung Friedberg: Pag u. No. 86/l 20,9 Klaſter— 10,8 Rth. Hof⸗ die nachbeſchriebenen Immobilien des Wirths Peter Decher dahier, nämlich: Gemarkung Friedberg: Pag. u. Nr. Flur No. 34/200 11 263 48¼ UIKlftr. Hofraithe in der Stadt, 103/2 II 264 38% UOKlafter Grab⸗ garten in der Stadt, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. April 1854. Zu Auftrag Großherzoglichen Landgerichts der Vorſteher des Großherzoglichen Ortsgerichts Bender. Bekanntmachung. (606) Die unterm 11. und l dem Obermörler Gemeindewald abgehaltene Holzverſteigerung iſt genehmigt und der erſte Fahrtag auf Montag den 24. d. M. beſtimmt. Die Gr. Bürgermeiſter werden erſucht im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen dieſes gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Obermörlen am 19. April 1854. Der Großherzogliche Bürgermeiſter Nicolai. Die Eichen⸗Bauſtämme eignen ſich größten⸗ theils fur Schreiner und Küfer, und da die Aechthelt des Holzes von den Handwerkern be⸗ reits längere Zeit anerkannt iſt, ſo bedarf es einer weiteren Anpreiſung nicht. Haſſelborn den 15. April 1854. Der Bürgermeiſter Schmidt. Holzverſteigerung. (609) Im Diſtrikte Straßheimer Wald, Schlag Nr. 9, werden, jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert: J. Montag, den 24. d. M. 92 Stämme Nadelbauholz von 6— 11“ Durchmeſſer und 13-40“ Länge; 16 Stämme Eichenwerkholz von 6— 7“ Durchmeſſer und 2025“ Länge; 291 Stück Eichen-, Birken-⸗ und Nadelſtangen von 2½ 5“ Durchmeſſer und 10-307 Länge. Sodann kommen noch 31 ſummariſche Stecken Brennholz Sortimente, die in verſchiedenen Diſtrikten liegen zum Ausgebot. 11. Dienſtag den 25. d. M. 45 Stecken Eichen⸗, Birken⸗„ Scheitholz; 20 1 60„ Nadel⸗ 12„ Buchen-, 360„ Eichen- u. Birken Prügel⸗ 35 7 Nadel- und holz; 10„ Aspen⸗ 27„ Eichen,, 8„ Birken⸗ u. Stockholz; 25„ Nadel- 1788 Stück Buchen-, 12813„ Eichen- u. Birken⸗ u. un u. 3512„ Nadel- u. Aspen⸗ 155 Laſt Allerleiholz. Ockſtadt am 11. April 1854. Freiherrl. Rentamt Angerer. Holzverſteigerung. (620) Dienſtag den 25. d. M. und nöthigen⸗ falls den folgenden Tag kommt in dem Gräven⸗ Verſteigerung: Bekanntmachung. (607) Dienſtag den 25. d. M. ſollen in dem Windecker Bürgerwald, Diſtrikt Altenheegwald, unweit Eichen, 270 Eichen-Bau⸗ und Werkbolz⸗ ſtämme von 12 bis 24 Zoll Durchmeſſer, die nach der letzthin abgehaltenen Verſteigerung weiter gefällt worden ſind, öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Die Verſteigerung be⸗ ginnt Morgens präcis 9 Uhr an Ort und Stelle. Gegen genügende Bürgſchaft wird das Kauf⸗ geld bis Michaeli d J. creditirt und wird noch bemerkt, daß die Eichſtämme, welche ſich wegen ihrer Feſtigkeit und Fehlerloſigkeit auch beſon— ders zu Eiſenbahnſchwellen eignen, an der Chauſ⸗ ſee, die von Eichen nach Hanau führt, liegen. Windecken den 18. April 1854. Der Stadtvorſtand Dei e tz raithe, beſtehend in halbem Wohn⸗ hauſe, getheilt mit Karl Ferro, 16 Klafter 8,2 Rth. halbes Gärtchen bei der Hofraithe, ge⸗ theilt mit Karl Ferro, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 19. April 1854. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts der Vorſteher des Großherzoglichen Ortsgerichts Bender. Immobilien⸗Verſteigerung. (605) Donnerſtag den 1. Juni d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 86/1 Bekanntmachung. (608) Freitag den 28. d. M., des Vormit⸗ tags 11 Uhr, wird in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Jungenwald a, b und e: 29 Eſchen⸗Bauſtämme von 1540 Cubikfuß, 4 Buchen⸗Werkholzſtämme von 80 Cbkf., 29 Stück Buchen-Achſen, 18 Klafter Eichen-Scheit- und Prügelholz, „„ Küferholz, 5„ Buchen-⸗Scheit- und Prügelholz, 34„Erdſtöcke und 800 Stück Wellen, ½ Klftr. Hainbuchen⸗Holz zu Mühlkämmen, a. im Diſtrikt Hardt: 66 Eichen⸗Bauſtämme von 1833 Cubikfuß, 22% Klafter Eichen⸗Holz, 12„ Stockholz, p. Diſtrikt Dietrichshaag a und b: 43 Eichen⸗Bauſtämme von 2852 Cubikfuß, 44% Klafter Eichen⸗Holz, 6˙„ Birken-Holz, 35%„ Stockholz, 600 Stück gemiſchte Wellen, 650„ Ginſter-Wellen, 340„ theils Eichen⸗„Buchen⸗ und Birken⸗ Gerüſthölzer. Der Anfang iſt im Diſtrikt Hardt und ſitzt das Holz ganz bequem zur Abfahrt nach der Wetterau. Grävenwiesbach den 8. April 1854. Der Bürgermeiſter N Wick Holzverſteigerung. (611) Montag und Dienſtag den 24, und 25. April d. J, Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Beien— heim: 242½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 141%„„ Prügelholz, 123„„ Stockholz, 182 1„ Reiſer, 19 Stämme Buchen-Werkholz von 15 bis 22 Zoll Durchmeſſer und 15 bis 45 Fuß Länge, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. verſteigert. Den erſten Tag wird das Scheit, Prügel wiesbacher Gemeindewald folgendes Gehölz zur Rothenftoß Niedet! Gtoßhees rer 130 J n ite 1 Zusammen Bodemod. Bodenre Die Groß! Privat Zwe (614) und ein N Iriedbe Ba 615) ff Itiedbe (616) 1 a zu vern Ae de. 100 . f 5 Sud 8 und Stammbolz und den zweiten Tag das Stockbolz und die Reiſer verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt Bauberg. Beſienbheim am 14. April 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterel Beienheim Muth. Holzverſteigerung. (612) Freitag den 28. d. M., des Vormit— tags präcis 9 Uhr, ſoll in dem Niederros. dacher Gemeindewald, Diſtrikt 1. Pfahlgraben, das nachverzeichnete Holz, als: 17 Stecken Nadel-⸗Prügelbolz, 6%„„ Stockholz, 5750 Wellen Bir ken-Reiſerholz, 6281„ Weiden- u. Nadel-Reiſerholz, 10 Läſte Allerleiholz, 400 Stück Nadelbolz⸗Nutzgärten, 60 Gebund Weiden-Nußreiſer, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt oberhalb des ſog. Rothenſtoßes am Hübnerpfad präcis halb 9 Uhr. Niederrosbach den 19. April 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederrosbach Cun ß. Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförſterei Hochweiſel. (613) Freitag den 28. April d. J. werden in den Diſtrikten Griebesbecke, Cam vorderen und mittleren Köppel) mittlerer und hinterer Koppel, verſteigert: a. Brennholz: 9 Stecken Nadel-⸗Scheitbolz, 14„„ Prügelbolz, 11725 Gebund Buchen⸗Reisholz, 1575„ Nadel⸗„ b. Bau- und Werkbholz: 3 Stück Eichen⸗Stammholz mit 78 Cbkfuß, 26„ Buchen⸗ 1 e e 6„ Erlen„„ 3„ Birken⸗„ 8 113 Nadel-„„ 1099„ 165„„ Stangenholz- 542 14 Birken 1 1 Zuſammenkunft des Morgens 8 Uhr in Bodenrod. Bodenrod den 18. April 1854. 5 Die Großherzogliche Oberförſterei Hochweiſel Bindewald, Oberförſter. 2* 2 1 5 Privat ⸗ Bekanntmachungen. 0 mieten. 8610 Zwei möblirte Zimmer, welche ſogleich bezogen werden können, hat zu vermiethen Friedberg. Heinrich Gerth. en (80 von verſchiedenen Größen bis zu 18000 fl., am liebſten in den Kreiſen Vilbel und Friedberg, große Gütereinſätze zu 4 pCt., ſind in Auftrag auszuleihen bei Friedberg. Jakob Finkernagel. = 15— 20000 fl., (5887 à 4% pCt., habe gegen reellen Inſatz ganz oder vertbeilt zum Ausleihen in Auftrag B. T. Biſchoff zu Hanau, beeidigter Senſal. Zwei moderne Glas⸗-Erker, (614) à 60 Zoll breit, nebſt Vorſtellläden, und ein Nußbaumſtamm, zu verkaufen. Friedberg. Eduard Ruths. Backſteine und Kalk (615) ſind ſtets im Vorrath bei Friedberg. Peter Wendel. Gin do g (616) welches ſogleich bezogen werden kann hat zu vermiethen 3 5 Adam Schleuning. 2 123 e. Abſchrift. (364) Die Unterzeichneten danken biermit Ihrem Freunde und Begleiter C. Schwarz von Echzell für die ſich für unſer Fortkommen gegebene Mühe und empfehlen oben Genannten allen Auswanderern aufs beſte, namentlich da wir geſehen haben, wie es den nicht durch Hrn. Schwarz expedirten Auswanderern ergangen hat. Bremerhafen den 3. April 1854. Karl Eiſch von Lich, Karl Kolonius von Wächtersbach, Philipp Buch von Lich, Ph. J. Vogt von Lich, Heinrich Dietz von Lich, Johannes Greif von Biſis, Reinhard Schneider von Leidhecken, Kon— rad Schäfer von Wohnbach, Friedrich Reuß von Lich, Joh. Fourier von Mel— bach, Anton Kaiſer von Melbach. Die Unterſchriebenen ſagen hiermit dem Hrn. Agenten Karl Schwarz von Echzell, obgleich wir mit einem andern Agenten, welcher uns nicht begleitete, Accord abgeſchloſſen hatten, für die uns zu Theil haben werdende Unterſtützung unſern verbindlichſten Dank und empfehlen den— ſelben allen Auswanderern aufs beſte. Bremerhafen den 3. April 1854. L. Wagner mit Familie, Theodor Schnei— der, Ph. Malkomeſius mit Schweſter von Gießen Es wird hiermit beſcheinigt, daß das die Ab— ſchrift von dem wirklichen Original iſt. Echzell am 9. April 1854. Der Großherzogliche Bürgermeiſter Sto l Abſchrift. (565) Es iſt unſere Schuldigkeit, unſern Agenten, den Herrn Schwarz von Echzell, für ſeine uns während der Reiſe nach Bremen ge— leiſteten Dienſte unſern wärmſten und herzlich— ſten Dank auszuſprechen, da derſelbe mit vieler Liebe und Aufopferung unermüdet dafür Sorge getragen hat, uns jede mögliche Bequemlichkeit zu verſchaffen, und uns gegen alle Nachthelle zu ſchützen. Wir haben geſehen, wie andere Auswanderer um das ihrige gekommen ſind, baben bei Agenten bezahlt und mußten in Bremen wieder bezahlen; unſer Agent hatte ſo geſorgt, daß unſere Reiſe ohne Aufenthalt fort ging; hier in Bremen liegen viele 1000 Men— ſchen, und wir reiſen gleich ab. Wir ſchreiben dieſes, damit die Auswanderer ſich auch an unſern lieben Agenten Schwarz wenden, bei dem ſind ſie ſicher. Bremen den 1. April 1854. Geweſener Forſtwarth Schmidt v. Wohn— bach, Conrad Lißfeld v. Obbornhofen, Georg Biwowarneck v. Wohnbach am erſten April 1854 in Bremen, Gottfried Mades, Johs. Morbach, Jacob Decke— bach, Reinhard Schneider, Johs. Hinkel und Johs. Greif v. Biſſes, Charlotte Rau v. Biſſes, Konrad Ritz v. Efolter⸗ bach, Georg Karl Momberger v. Rodheim. Georg Biwowarneck beſcheinigt dem Herrn Schwarz noch mit der ganzen Geſellſchaft, daß er uns ſer gut bewird hat, die andere aber ihre Leute ſer ſchlecht. Es wird hiermit beſcheinigt, daß das die Abſchrift vom wirklichen Original ift. Echzell am 9. April 1854. Der Großherzogliche Bürgermeiſter Soo Lehrlingsgeſuch. (617) Ein junger Menſch von braven El— tern, welcher die Sattler- und Tapezierprofeſſion erlernen will, kann unter annehmbaren Bedin— gungen in die Lehre treten bei oe, Sattler und Tapezier in Nidda. Ge ße i (618) Ein Burſche, welcher gut mit Pferden umgehen kann und in land wirthſchaftlichen Ar— beiten erfahren iſt, wird in Dienſt geſucht. * Anzeige. D (354) Der Unterzeichnete conceſſionirte Auswanderungs-Agent empfiehlt ſich unter Zuſicherung reeller und prompter Behandlung zum Abſchluß von Ueber— fahrts-Verträgen nach allen Häfen Amerikas. Friedberg im März 1854. H. Hahn. 7 Packetſchifffahrt vermittelſt Dampf- und Segelſchiffen; 5 2 8 zwiſchen f 5 8 8 Bremen und Amerika. 619 Das Rheder- und Handlungshaus E. J. Wichelhausen& Comp. in Bremen befördert große geräumige, für Paſſagiere bequem eingerichtete Schiffe nach Newyork und Baltimore am 1. und 15. eines jeden Monats, außer— dem werden auch noch Schiffe nach allen anderen Häfen von Amerika und Australien expedirt, Waaren in billigſter Fracht übernommen, Wechſel auf Amerika und Auszahlungen von Geldern prompt und gut beſorgt. Näheres, ſowie bündige Ueberfahrtsverträge durch die eoneeſſionirte General⸗Agentur von A. W. Herff zu Frankfurt, jetziges Comptoir am Main nächſt der Brucke. * 15 75 Auswanderer nach Amerika (620) befordere ich auf das Pünktlichſte wöchentlich einmal über Liverpool und alle vierzehn Tage über Bremen zu den billigſten Preiſen. Zugleich bemerke ich, daß auch ſichere Fahrbillets für die Eiſenbahn von New-York nach allen Stationen bei mir gelöſt werden konnen. Reichelsheim im April 1854. Wilhelm Gros, conceſſionirter Hauptagent. 124 e- Anzeige und Empfehlung. (621) Mit Bezugnahme auf meine Anzeige vom 1. Januar d. J. mache ich meinen geehrten Geſchaͤftsfreunden die ergebenſte Mittheilung, daß ich Herrn Hermann Schimpff, durch ſeine frühere Thätigkeit in meinem Hauſe wie durch ſeine ſpäͤteren Stellungen beſtens empfohlen, fuͤr mein Geſchäft gewonnen und demſelben unter Ertheilung der Procura die Leitung des Geſchäfts übertragen habe. Indem auch Hr. Vogt meinem Geſchäfte verbleibt, glaube ich von dem gemeinſamen regen Wirken beider Herren die erfreulichſten Reſultate erwarten zu dürfen und hoffe durch pünktlichſte Ausführung aller dem Geſchäfte freundlichſt zugewandten Aufträge das fruher allſeitig geſchenkte Vertrauen und Wohlwollen bald wieder gewonnen zu ſehen. Meine Buchhandlung empfehle ich daher zur Beſorgung aller literariſchen Erſcheinungen, welche in möglichſter Bälde verſchrieben werden koͤnnen, ſoferne dieſelben nicht vorräthig ſein ſollten und bitte um gefäl— lige Aufträge für meine Buch- und Steindruckerei, deren pünktlichſte und billigſte Ausfuhrung die Sorge meines Geſchäftsführers ſein wird. Friedberg. Erneſtine Bindernagel, geb. Helmolt. Kölniſche Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchafk Colonia. (622) Folgendes ſind die Reſultate der in der am 3. April d. J. ſtattgehabten General-Verſammlung abgelegten Rechnung fuͤr das Jahr 1853: Gange Dogg lden 1,965,143„ Sar. Prämien-Einnahme für 1853 1 391,274 Zinſen-Einnahme 893„138,507 1,5297841„ Die am 31. Dezember 1853 laufende Verſicherungs-Summe betrug 709,454,312 Gulden. Vollſtändige Abſchlüſſe liegen bei den Unterzeichneten zur Mittheilung an Jeden, der ſich für die Anſtalt intereſſirt, bereit. Friedberg den 15. April 1854. Die Special⸗ Agenten: P. F. Schmittner, F. Frick. Zwei Wagnergeſellen (626) finden ſogleich Arbeit bei Wilhelm Hanſtein, Wagnermeiſter in Friedberg. Soong rung. (623) Am Donnerſtag den 27. April, Mor- gens präcis 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete in ſeinem unter Niedermoxſtadt gelegenen Boitz— heimer Wäldchen: 97 Stecken Buchen⸗Scheitholz J. Qualität, Veieſſd e n 56 1„ Prügelholz,(627) Ei i T i 5 5 8 17 75 527) Ein buntſeidenes Taſchentuch wurde in 2450 Stück A n hiefiger Stadt oder deren nächſter Umgebung 2075 w 5 ſtwellen, verloren. Der redliche Finder erhält eine an— 7„ Werkhbolzſtämme(Buchen u. Eichen) e 4 5 1 Stecken Eichen⸗ Scheitholz, gemeſſene Belohnung von Domänenrath Buß. 1„„ Prügelholz, 8 2 25 Stück„ Auwelen 5 Gartenkugeln meiſtbietend auf Credit bis 11. November a. e.(628) empfiehlt in dem beliebten weiß ver⸗ vergeigern. ſpiegelten ſtarken Glas von 18 Zoll Durch⸗ Staden den 15. April 1854. Joſ. Guffanti Sohn. Anzeige. (62 Unterſchriebene zeigt hiermit an, daß ſie das auf ihren Namen bisher geführte Gerber— geſchäft ſeit April d. J. aufgegeben hat. Hiermit warnt ſie Jedermann, irgend Einem auf ihren Namen etwas zu borgen, da ſie für nichts haftet. Friedberg am 19. April 1854. Eliſabethe Hanſtein. Ein ſeidenes Sonnenſchirmchen, (625) an Herrn Kammerdirector Geyger in Aſſenheim adreſſirt, wurde in Friedberg oder auf dem Wege nach Aſſenheim verloren. Der Finder wolle daſſelbe an die Expedition dieſes Blattes abgeben. 5 meſſer den Herren Gartenbeſitzern Carl Bender, Zeil, neben der Konſtablerwache in Frankfurt a. M. Leſeverein zu Friedberg. (629) Um ungeſäumte Rückgabe folgen⸗ der No 2 22,,„i,, 110, 145, 170, 174, 175, 185, 198 an Hrn. Tſt. L. Speckhardt bittet Göring. Unſere Gartenwirthſchaft (30) wird künftigen Sonntag den 22. eröffnet werden, wozu ergebenſt einladen Gebr. Simon. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Quaſim. den 23. April. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: fällt aus. Frankfurter Cours vom 20. April 1854. Piſtolen fl. 9 38-39 eee,„10 6-7 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 45½-46½ Rand⸗Ducaten. 8„ 5 32-33 20 Frankſtücke„ 925 ½--—6 Engliſche Souverains.„11 44-46 Preußiſche Thaler..„ 146/47 5 Frankenthaler 8 2 Preußiſche Caſſenſcheine., 147¼ 50 Fruchtpreiſe. 19. April 14. Aprilf— Mrz. Gattung. Fried⸗,[Gerns⸗ berg Mainz heim fl. fr. H. tr. ff. ſ tr. Waizen pr. Malter 180241815— Korn„ 55 1441013351—— Gerſte„ 75 111— 10334—— Hafer 5 61301 61331—— Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 22. bis zum 28. April. S Fried⸗Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 13 2 7 7 9 1 9 1 „„ 18 2 — Lth. Eth. — Milchbrod 103 13% — Waſſerweck 1 3% — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 14% Fleiſch-Preiſe. pf 5 1 Ochſenfleiſch 13— 13— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 10— „ Rindfleiſch, gemäſtetes, 8— 9— 77 Kalbfleiſch 6 2 6— „„„ gemäſtetes———(—— „ Schweinenfleiſch 14— 114— „ Hammelfleiſch 10 2110— „ Schaaflleiſch 7—4—— „Wurſt veblos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 19 1 1 „Schwartenmagen 18— 118— „ Geräucherter Speck 28— 26— „Schinken 19— 20— „ Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, 855 ausgelaſſen 222 Runausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 22— 20— „[Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender: Seip pd e Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. kection v nipnahme 91 vor der ein Ge vor Sd licht bei werden, in das n zember 1 der Gew auch für und bis Vetrieb muß, we das komm! nachtrag Gewert abdechal weil ay ſteht. Steuer niederl mation Reclan wann g gelt, kommer Folge 0 6 Fall m.