4 achtbriefe Bindernagel. —— Jntelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M. 6. Sonnabend den 21. Januar 1854. ä„C6 ö Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche 1* 4* 4* Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Vollziebung des Rekrutirungsgeſetzes, insbeſondere die Form der Protokolle über die Depotanſprüche. Dadurch, daß viele von Ihnen bei Aufnahme von Depotanſpruch Protokollen im Eingange des Protokolls daſſelbe nicht vorſchriftsmäßig ausgefüllt haben, wodurch Unannehmlichkeiten entſtanden ſind, hat ſich Großh. Kreis— amt Gießen veranlaßt geſehen, zur Vermeidung dergleichen Anſtände ein neues Formular zu entwerfen und ſolches dem Univerſitätsbuchdrucker Brühl J. zu Gießen in Verlag zu geben. Dabei hat daſſelbe den Wunſch ausgeſprochen Sie anzuweiſen, der Gleichförmigkeit wegen Ihren Bedarf von dorten zu beziehen. Indem ich dieſes hiermit thue, wünſche ich, daß Sie ſich der neuen Formulare bedienen mochten. Friedberg am 19. Januar 1854. e ee Koſackelches. (Aus der Sinnſtube.) (Fortſetzung.) Nicks Schnapps! rief der Koſack. Raſch, raſch, Quartier für tauſig Koſack! Ach, du gerechter Gott! rief der Schöffe, tauſend Koſacken hierher! Die eſſen uns Alle im Frühſtück auf! Ihre Gäule verzehren unſer Bischen Heu und Stroh, dann kann unſer armes Vieh den Winter vom Winde leben, wenn's es fertig bringt! Die umherſtehenden Bauern entfärbten ſich vor Schrecken und ſchlugen die Hände über dem Kopfe zu— ſammen! Der Koſack aber blieb wie der Kuckuck auf Einer Leier. Er ſtampfte mit dem Fuß und ſchlug an ſeinen Säbel, daß es greulich raſſelte, und rief: Hurtik! raſch! Quartier für tauſig Koſack mit Gaul und Offizier! Die Beiſchöͤffen kamen gelaufen und immer mehr Bauern; aber Niemand wußte Rath. Aus den Dach— luken und durch die Thürritzen lugten Weiber und Mäd— chen und zitterten wie Espenlaub im Winde vor den Ko— ſacken, die grundhäßlich waren, und zitronengelb im Ge— ſichte. Ein Handelsjüdchen aus der Gegend, das dazu kam, hörte der Geſchichte ruhig zu. Die Koſacken wurden un— geduldiger und wilder. Einer nahm eine Piſtole und ſchüttete Pulver auf die Pfanne.— Der Schöffe erſchöpfte ſeine Beredſamkeit, um den Koſacken zu beweiſen, daß ſo viel Raum gar nicht in dem Dorfe ſei; aber die verſtanden ihn nicht und die Sache ſtellte ſich allgemach drohender und ſchlimmer. Die Ko— ſacken verſtanden keinen Spaß, das wußte man und ſie blieben auf ihrer Kuckucksleier. Da trat das Juͤdchen vor und ſagte leiſe zum Schöffen: Nu, Gotteswunder, Herr Schöffe, in Eurer Haut möcht' ich auch nicht ſtecken! Am End' ziehen ſie ſie Euch über die Ohren und Schöffe ſeid Ihr am Längſten geweſen. Es iſt Kriegszeit, und das wilde Kriegsvolk iſt Herr. Mai, wenn ſie Euch die Haut abgezogen haben, dann kräht kein Hahn darnach. Soll ich Euch à gute Rath gebe? Ach, wenn du den weißt, rief der Schöffe, Mau— ſchelche, wann ich der's vergeſſe, ſo ſoll— Nur ſtill, flüſterte der Jude. Ihr wißt, Unſeräner kummet weit herum uf ſei'm Handel, und hört dies und das. Ich hab' gehört, daß ſe ämol zu Kochem, drunte an der Moſel, auch ſo à ganz Schwaderönche Koſacke kriege ſollte. Was haben ſe gemacht? Se haben de Quartiermächer ͥ ſchoͤn Stickelche Geld in die Hand ge— drückt. Da ſind ſe fortgeritte uf än ander Dorf. Nu, was frogt Ihr dernoch, wo ſie einfalle, wann Ihr ſie vom Hals habt?— Mauſchelche, rief der Schöffe, Gott ſoll dir's ver— gelten! Das iſt ein prächtiger Rath! Aber wie kommt unſer Einer ihnen bei? Nicks mehr, wie das? lachte das willen ſchun beikumme! Der Schöffe berieth mit den Beiſchoͤffen und Bauern und ſie fanden den Rath des ehrlichen Mauſchelchen un— übertrefflich. Er ſagte zu Mauſchel Mach's fertig, Mauſchelche, du ſollſt auch noch ein Trinkgeld, ein gut Zaſſeras kriegen! Mauſchel zog ſein Kappchen ab und trat mit aller— lei Verbeugungen zu dem Koſacken und ſagte Mai, Herr Koſack, Herr Offezier, wollt' ich ſage, habe ſe än Einſehens! Das Dorf is arm und viel zu klein vor ſo viel Herren Koſacken mit ihre Gaulcher. Was liegt Ihne dran— nemme Se ſo à Trinkgeldche und reite Se üf aͤn ander Dorf. Es iſt noch früh am Tag! Dabei machte der Jude ſo mit dem Daumen und E 7 — Juͤdchen. Ich r — — 22 E Zeigefinger, wie wenn man Geld zählt und ſah den Ko⸗ ſacken zuckerſüß an. Der Koſack verſtand aber keinen Spaß, riß eine Piſtole aus dem Gürtel und ſpannte den ahn. * Der Jude faßte mit beiden Händen ſeine Ohren und that einen ganz verwunderlich flinken Sprung hinter die Bauern, die aber blitzſchnell auseinander ſtoben und den Juden blosſtellten. N Au wai geſchrie! Herr Koſack, Herr Offezier! ſchrie der Jude, ich hab' Fra und Kinnercher a ganz Dutzend! Erbarme Se ſich! Excellenz habe Se ein Einſehens! Der Koſack ſteckte die Piſtole wieder ein. Und wieder nahte er ſich ihm kriechend höflich und ſagte: Ich rede ja nit vor mich, Herr Offezier! Ich bin nit von hier! aber die arme Leut' dauern mich. Thun Se än Uebriges. Wie viel wollt Ihr gebe? fragte er halblaut den Schöffen. Hundert Gulden! flüſterte der, denn darüber hatten ſich die Bauern ſchon verſtändigt. Nicks hundert, tauſig Koſack! Quartier! rief der Koſacke, der das Wort Hundert gehört hatte und es mißverſtand. Ein lautes Wehklagen der Bauern begleitete dies Wort. Mai, Se habe's nicht recht verſtande, Excellenz, ſagte der Jud, näher tretend, und machte wieder mit Daumen und Zeigefinger. Hundert Gulden Trinkgeld für Sie, wann Se ſich aus'm Staub mache! Jetzt ſchien erſt der Koſacke den Juden zu verſtehen. Er ſchüttelte den Kopf und ſagte: Nicks Hundert, ſo viel Guld, ſo viel Koſack! Au wai, ſchrie der Jude, er will tauſend Gulde! Ach, ſagte mit Entſetzen der Schöffe, ſo viel haben wir nicht! Der Jude hatte ſich einmal der Sache angenommen und das verſprochene Zaſſeras wollte er auch nicht da— hinten laſſen, daher ließ er ſich nun auf ein förmliches Handeln ein, wobei Koſack und Jude ſich au Zähigkeit überboten. Nach einem Herumzackern von faſt einer Stunde wurde endlich Mauſchelche und der Herr Koſack um fünf hundert Gulden einig. Sie wurden ſchnell zuſammenge— legt, den Koſacken übergeben, die nun auch ſich den Schnapps ſchmecken ließen und dann in ſauſendem Ga— loppe davon jagten. Die Bauern freuten ſich unendlich, daß ſie mit Huͤlfe des Juden die Koſacken ſich vom Leibe geſchafft und lachten ins Fäuſtchen, daß nun wahrſcheinlich Eins der benachbarten Dorfer die Einquartirung der entſetzlichen Koſacken bekäme. Frauen und Mädchen krochen aus ihren Verſtecken hervor, und die Muthigern unter ihnen, die ſie heimlich anzuſehen gewagt, machten nun ganz erſtaunliche Schilderungen von ihnen. In Summa, es wurde an ſel— bigem Abend in dem Dorfe mehr gelogen, als ſonſt in einem Vierteljahr. 6 (Schiuß folgt.) Kirchenbuchsauszug von Butzbach. Monat December. Getraute: Keine. Getaufte: 4. Dem Ortsbürgrr und Nagelſchmied zu Kirchbrombach Jacob Straub dahier ein Sohn, Conrad, geb. den 14. November. 4. Ein unehelicher Knabe, Georg Heinrich, geb. den 20. November. 11. Ein unehelicher Knabe, Emil, geb. den 26. Novbr. 11. Dem hieſigen Bürger und Häfnermeiſter Johann Phi⸗ lipp Schmidt II. eine Tochter, Anna Chriſtine, geb. den 20. Novbr. Beerdigte: 6. Johann Heinrich Wilhelm Fix, des Schauſpieldirectors 2 Fir Söhnchen, alt 3 Jahre, 2 Monate, 7 age. 6. Katharine Eliſabethe Seulburger, geb. Rübſamen, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Gaſtwirths im grünen Baum Wilhelm Seulburger hinterlaſſene Wittwe, alt 69 Jahre, 9 Monate und 3 Tage. 22. Ernſt Meißner, des hieſigen Bürgers und Schuh machermeiſters Ludwig Meißner fünftes Kind, dritter ehelicher lediger Sohn, alt 23 Jahre, 3 Monate und 3 Tage. 27. Johann Jacob Leyerzapff, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Jacob Leyerzapff ehelicher lediger Sohn, alt 73 Jahre, 3 Monate und 21 Tage. 29. Kunigunde Marie Margarethe Diehl, geb. Seyfried, des zu Münſter verſtorbenen Gr. Heſſ. Pfarrers Jo— hann Ernſt Ludwig Diehl hinterlaſſene Wittwe, alt 74 Jahre, 5 Monate und 13 Tage. f Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. d ν N Hofraitheverſteigerung. (49) Dienſtag den 24. Januar d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Metz⸗ germeiſters Heinrich Hetterich dahier die dem⸗ ſelben zuſtehende Hofraithe: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 37 No. 219 2/183 Hofraithe, als: Wohn⸗ haus mit Stallung und Hofraum neben Chriſtian Stadelmann und Joh. 2 5 1 Philipp Gerths Wittwe, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 11. Januar 1854. In Auftrag: Der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts Bender. Immobiliar-Verſteigerung. (18) Montag den 6. Februar 1854, Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Bürgers Peter Mann dahier, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 60 No. 326 b. Hofraithe, als: Wohn⸗ haus, Stall, Schoppen und Kegelbahn, an Jo— hannes Weckerling, Pag. 236 No. 44 87 Ruthen Hausgarten auf dem Haugk, theilt mit Joh. Weckerling und Con⸗ ſorten, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 21. Dezember 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. FIruchtverſteigerung. (48) Dienſtag den 24. l. M., Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds von der Ernte von 1853 60 Malter Korn und 20 Malter Gerſte, zweimalterweiſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 11. Januar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (82) Montag den 30. Januar d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des Michel Heidelberg dahier gehörende Hofraithe, wie ſolche in Nr. 83 und 85 des Intelligenzblattes von 1853 näher be⸗ ſchrieben iſt, nochmals unter dem Anfügen öffentlich meiſtbietend verſteigert, daß nunmehr bei annehmbarem Gebot dem Letztbietenden der definitive Zuſchlag ertheilt werden wird. Friedberg den 18. Januar 1854. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Grummel 2 Cage ud Gerälhſchaſten. I Bauer! 1 et Borg olg? % Nen Ihr, ſolen 18. ſolgende Holger werden 42 Stuchen 167½„ ol Stüc 12 Erlen 1 Eichen Bemerkt wird nahe an det S eine ſiht gute A iſt bei dem Ott Nieder mor! lich meiſtbictend Niedetwoll — Holze (J) Dienstag 10 Uhr, wird ſchn Oeinharde Siecken 0 8 12 4 Lärche, 2 meſſer N Jorſthaus 8 1 1— —— * Hofraithe-Verſtetgerung. (83) Montag den 30. Januar d. J., Vor- mittags 11 Ubr, wird in bieſigem Ratbbauſe auf freiwilligen Antrag des Burgers und Meß germeiſters Wilhelm Krauch dabier die demſelben zuſtehende Hofraitbe Pag 2 Nr. 547, beſtehend in einem neuerbauten Wohnhauſe mit Hofraum und Stallung in einer ſehr freguenten Straße nächſt dem Bahnhofe gelegen und ſich zum Wirthſchaftsbetrieb und Metzgerei beſonders eignet, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Auch konnen bis zum Verſteigerungstermin mit dem Beſitzer Verkaufsunterbhandlungen aus der Hand eingeleitet werden. Friedberg den 18. Januar 1854. In Auftrag: Der Vorſteber des Großh. Ortsgerichts Bender. Bekanntmachung. (84) Dienſtag den 24. d. M., Vormittags 9 Ubr anfangend, will Konrad Keller dahier folgende Gegenſtande freiwillig verſteigern laſſen, als: 1 Pferd, 1 Kuh, 1 Rind, 1 Mutterſchwein mit 10 Ferkel, Stroh, Heu und Kleeheu, Grummet und Spreu, Wagen, Pflug und Egge und ſonſtige zur Oekonomie gehörige Geräthſchaften. Bauernbeim den 18. Januar 1854. Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Walther. iner ig erung. (85) Montag den 23. d. M., Vormittags 9 Üdr, ſollen auf den bieſigen Gemeindewieſen folgende Holzſortimente meiſtbietend verſteigert werden: 42 Stecken Erlen⸗ und Weiden⸗Scheitholz, 167/„„ Stockßolz, 3201 Stück„ Wellen, 12 Erlen ⸗Stämme, 1 Eichen⸗Stamm. Bemerkt wird hierbei noch, daß das Holz nahe an der Staateſtraße liegt und deßbalb eine ſehr gute Abfuhr hat. Die Zuſammenkunft iſt bei dem Ort Niedermorlen. Niedermörlen den 18. Januar 1854. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Dep. Jagdverpachtung. (86) Montag den 23. d. Mts., Vormittags um 9 Ubr, ſoll auf bieſigem Rathhauſe die der Gemeinde Niederwoöllſtadt in hieſiger Ge⸗ markung zuſtehende Jagd unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffent- lich meiſtbietend verpachtet werden. Niederwöͤllſtadt den 18. Januar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Stoll. Holzverſteigerung. (87) Dienſtag den 24. d. M., Vormittags 10 Ubr, wird im Grafl. Solms ⸗Rodelheim'- ſchen Beinhardswalde verſteigert: 4 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 12„ Larchen⸗ 50„ Eichen⸗Prügelholz, 45*„ Stockholz, 11„ Lärchen⸗„ 70 Stecken Eichen⸗Reisholz, 800 Wellen Eichen- u. Nadel⸗Reisbolz, 16 Eichen⸗Stämme von 6-18“ Durchmeſſer und 15— 25“ Länge, 4 Lärchen⸗Stämme von 9—16“ Durch- meſſer und 25—40“ Länge. Jorſthaus Beinhards am 16. Januar 1854. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. Holzverſteigerung. (S8) Donnerſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, ſollen im Gräfl. Solms⸗ 2 23„ Rödelheim'ſchen Walde bei Wickſtadt verſteigert 43 Stämme Eſchen⸗Bau⸗, Werk- und werden: Nutzholz, 6 Stecken Buchen Scheitholz, 1½ Stacken Eichen Scheitholz, 146„„ Prügelholz, r 12„ Eichen.. 475 Wellen„ Reisholz, 86„ Buchen-⸗Stockholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. 271 5„ Neloholz, Zuſammenkunft und Anfang Vormittags 9 7„ Eichen⸗ 5 Uhr im Buſchwald. 50 Wellen Dorn, Niederwoöllſtadt den 18. Januar 1854. 4 Buchen-Werkholzſtangen, 13 Cubikfuß Der Großberzogl. Bürgermeiſter enthaltend, Stoll. 37 Fichten-Werkholzſtangen, 56 Cubikfuß Fruchtverſteigerung. entbaltend, 0(90) Dienſtag, den 24. d. M., Nachmittags 50 Stück Fichten ⸗Baumſtangen, 2 Uhr, werden, unter Vorbehalt gutsherrlicher 1000„ Buchen-Bobnenſtangen. Geneßmigung,. Forſthaus Beinhards am 17. Januar 1854. 40 Malter Waizen, Der Gräfl. Revierforſter 200„ Korn, Hartmann. 150„ Gerſte und g 150„Hafer Holz⸗Verſteigerung. im Wirthsbauſe zum Hirſch dahier an den (89) Mittwoch den 25. d. M. ſoll in den Gemeindewaldungen dahier, Diſtrikte Forſter— wald und Buſchwald, nachverzeichnetes Holz, als: Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt am 17. Januar 1854. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt n geen Privat- Bekanntmachungen. Gebr. Born in Erfuri ihre empfehlen Gemüse-, Feld- und Blumen- Sämereien, verschiedene Mnollen und Pflanzen. (56) Insbesondere empfehlen Herren den als etwas ganz ausgezeichnetes. sle den Ockonomen Riesen- Roggen Zur Bequemlichkeit für alle Diejenigen, welche die Herren Gebrüder Dorn in Erfurt mit Aufträgen auf selbst erzeugte Sämereien ete, beehren wollen, haben dieselben Unter zeichneten beuuftragt, die Bestellungen Gelder anzunehmen. porto dafür trifft demnach die resp. Abnehmer nicht, nur dasjenige für die Zusendungen, was auch niedrig sein wird, weil stets mehrere Sendungen zusammen expedirt werden. Gewiss wird diese Erleichterung Anerkennung finden und zu reich- haltigen Aufträgen veranlassen. Cataloge stehen gratis zu Diensten. Die Zufriedenheit ihrer geehrten Abnehmer zu erwerben, die Producenten streben. Nauheim im Januar 1854. und sondern Ist das Ziel, wonach f Herm. A uf farth. Reiſegelegenheit nach Amerika. 490) Für die Herren Schiffsrheder und Schiffseigener J. Lemaitre und W. Finlay in Mainz und Havre befordere ich im kommenden Monat Februar viermal, den 1., 12., 20. und 28., Auswanderer ab Havre, von Mainz über Kehl, Strasburg und Paris nach New-York und New⸗ Orleans, prompt und ſicher gegen billige Preiße. Irrländer werden als Paſſagiere bei dieſen Reiſegelegenheiten nicht aufgenommen, was ich zur Entfernung eines ſich verbreiteten irrigen Gerüchts hierher bemerke. G. F. Nau, conceſſionirter Agent zu Friedberg. r (37) Eine große Parthie Spreu, Stroh, Futter, Acker- und Oeconomie-Geraäthſchaften, auch Rindvieh und Schweine ze., ſind bis zum 10. Februar aus freier Hand zu verkaufen dei C. F. Petſch zu Niedererlendach. Zu vermiethen. (80 Der mittlere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Jacob Starck. Zur Beachtung. (31) unterzeichneter iſt geſonnen ſein Wirths⸗ und Speiſehaus in der Burg, in dem ſeit 20 Jahren das Geſchaft mit beſtem Erfolge be— trieben wurde, unter ſehr vortbeilbaften Bedin- gungen aus der Hand zu verkaufen oder auch die Wirthſchaft allein vom 1. Februar dieſes Jahres an zu verpachten. Friedberg im Januar 1854. G. F. Schweitzer. —̃—— —ͥͤ— 2 24 e- (92) Die in einem Theile der heutigen Nr. auf Sonntag den 22. Jan. angekündigte Muſikaliſche Abendunterhaltung, von dem Quartett der Herren Gebr. Herz aus Darmſtadt, findet einge— tretener Hinderniſſe vorerſt nicht ſtatt. — 5 7 L. C. Trapp Uachfolger. 8 1 4 80 i 198 (93) Die Auswanderer werden durch meine Agentur vom 15. Februar wieder jeden Monat zweimal befördert, jedesmal den 1. und 15. ab Bremen nach allen Häfen von Amerika mit vollſtändiger Verkoͤſtigung. Die Leute werden von jeder Eiſenbahnſtation zu den billigſten Preiſen und beſten Bedingungen übernommen. Verträge können jeden Tag bei mir abgeſchloſſen werden. Die General-Agentur in Friedberg: G. Fr. Schweitzer. — Anzeige. (62) Zettel⸗ und Einſchlaggarn in allen Nummern und Farben iſt wieder in bekannter Qualität und zu den möglichſt billigſten Preiſen bei Unterzeichnetem zu haben. N Friedberg. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe 244. Bekanntmachung. (J] Zu Heldenbergen bei Herrn Schloſſer— meiſter Trierweiler iſt ein vollſtändiges Schmied und Schloſſerwerkzeug mit einem neuen Blas— balg zu verkaufen. eee 75) Ein vollſtändiges Logis ebener Erde hat zu vermiethen 0 0 Friedberg. G. F. Schweitzer. Ia Stearinlichter ör, (76) gebe ich wegen allzugroßem Vorrathe billig ab Guſt. Dieffenbach. 5 bis 600 Gulden (77) liegen gegen gerichtliche Hypothek zum Ausleihen bereit bei Bauernheim. Joh. Treudt. italien. (9110 Ich habe 10,000 fl. zu 4½ pCt. Zinſen zur Anlegung auf große Hypotbeken, welche jedoch/ in liegenden Grundſtücken enthalten müſſen, in Auftrag. Marcus Slilrauß in Vilbel. 120- 130 Zentner (95) Eichen⸗Lohrinden hat zu verkaufen Friedberg. Ernſt Philippi. ned tau fen. (96) Mehrere hundert Fuß reine, ausgetrock— nete eichene Bohlen ſind zu verkaufen bei Wölfersheim im Januar 1854. Polizeidiener Appel. Gaſtwirthſchaftsverpachtung. (97) Meine Gaſtwirthſchaft mit allem dazu gehörigem Inventar, ſowie Brauerei und Haus— garten, bin ich geſonnen unter annehmbaren Bedingungen aus der Hand auf 6-9 Jahre zu verpachten. Friedberg den 18. Januar 1854. Ph. Sieck's Wittwe. Verſchledene Kapftalfen (98) von 200 bis zu 8000 fl. ſind in Auf trag zu verleihen bei Friedberg. Jakob Finkernagel. 1000 fl. Curatelgeld, 600 fl. desgleichen, (990) zum Ausleihen bei Glaſermeiſter Weckerling. Lehrlingsgeſuch. (1000) In eine frequente Colonialwaarenhand⸗ lung wird ein Lehrling geſucht. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Mit geſottenen Faſtenbrezeln (1010 empfiehlt ſich. W. Reu ß. ZH erkaufen. 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Ferner 1 Morgen, 3 Viertel, 13 Ruthen Garten, am alten Mainzerthor gelegen. Friedberg den 18. Januar 1853. G. Kettinger. Kirchliche Anzeigen. 3. Sonntag n. Epiph. den 22. Jan. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Daab. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: Hr. Candidat Ritſert. —* Frankfurter Cours vom 19. Jan. 185 tele gs fl. 9 37-38 Fee„ 9 58+½—ÿ&9½ Holländiſche 10 fl. Stücke[„ 94%42 Rand⸗Ducaten. 5„ 534-35 rede,,„ 92122 Engliſche Souverains. 1143 Preußiſche Thaler. 1 145% ragten 220 ½ Preußiſche Caſſenſcheine. 1 1 45%ö% Fruchtpreiſe. 18. Jan. 13. Jan. 22. Dez. Gattung. Fried⸗ j Gerns⸗ berg Malnz heim g fl.] kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 1939 1939 Gerſte„ i ene Wafer, 125 6 „Polizei Dag für die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis zum 27. Januar. Korn„, 75 1449149 15 D! Fried⸗Butz⸗ 3 Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 85 kr pf. I 1[Leib-Roggenbrod 11 21„— 92 1414„— 19— 19— Lth. — Milchbrod 10 1 9 — Waſſerweck 3 —Gemiſchte(Tafel- Brod 163¼%[ 13¼ Fleiſch-Preiſe. f 1 Ochſenfleiſch 12 5 12 2 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 9— „ Rindfleiſch, gemaſtetes 8— 1 9— „ Kalbfleiſch 7 1 7 „„„ gemäſtetes. „Schweinenfleiſch 14— 14— „ Hammelfleiſch 92190 „ Schaaflfleiſch 7——— „ Wurſt v.blos Schweinen 16— 16— Bratwurſt 19— 418— „» Schwartenmagen 18— 118— „Geräucherter Speck 24— 26— „Schinken 19— 20— „ Dörrfleiſch 20— 20— „ Schweinenſchmalz,* ausgelaſſen 22 unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 22— 20— „[[Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel⸗ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. A Kren an ſammtli Betreffend a— Sie wert und Bedechſchen Ftlede Be Am 9. d zwischen Frank do'r entkommt Der Gel und hatte 21 metallene Kne Ich 1 entkommenen anzustellen un Nachricht zu g Gießen Be In Ge Innern vom! Kennmiß gebt Y deinri hegt, Yin Gr. 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