Intelligenz-Dlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M5. Mittwoch den 18. Januar 18541. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Maßregeln zur Verhütung heimlicher Auswanderungen. Die in Abdruck nachfolgende Miniſterial-Entſchließung theile ich Ihnen zur ſtrengen Darnachachtung mit. Friedberg den 5. Januar 1854. Müller. Das Großherzogliche Miniſterium des Innern an ſaͤmmtliche Großherzogliche Kreisämter. Unter Hinweiſung auf den Inhalt unſerer Ausſchreiben vom 11. Marz(Nr. 7 des Amtsblatts) 17. Juni und 5. Juli d. J. benachrichtigen wir Sie, daß die Großh. Badiſche Regierung den im Großherzogthum Baden conceſſionirten Auswanderungsagenten verboten hat, Uederfahrtsverträge an Auswanderer aus dem Großherzogthum Heſſen auszu— fertigen, wenn dieſe nicht die amtliche Erlaubniß zur Aus— wanderung nach Amerika oder einem andern überſeeiſchen Lande, beziehungsweiſe einem dahin lautenden Reiſepaß, beſitzen. Dagegen iſt der Gr. Badiſchen Staatsregierung zu— geſagt worden, daß unlegitimirte Auswanderer aus dem Großherzogthum Baden, wenn ſolche von einer Großh. Heſſiſchen Polizeibehörde auf der Durchreiſe betreten würden, in ihre Heimath zurückgewieſen werden ſollten. Wir beauftragen Sie, die Ihnen untergebenen Po— lizeibehörden und Polizeiofficianten hiernach zu bedeuten und ſich ſelbſt darnach zu bemeſſen. Darmſtadt am 27. Dezember 1853. In Verhinderung des Miniſterial-Präſidenten acta v. Lehmann. Regierungsblatt⸗ Auszüge. Nr. 1 vom 7. Januar. 1. Gr. Edikt vom 18. Nov., welches außer den als bleibend bezeichneten Mitgliedern für das Jahr 1854 als außerordentliche Mitglieder des Staatsraths beruft: Präſident Weller, die Gehelmeräthe v. Grolman, v. Hombergk, Frhr. v. Starck, Goldmann, Oberſtudiendirector Dr. Breidenbach, Adminiſtrativ⸗Juſtizhofsdireetor Maurer, Mini⸗ ſterialrath Franck, die Oberappellatlons- und Caſſationsgerichtsräthe v. Heſſe und Schenck.— Ii. Edikt vom 14. Dez., welches zur Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1854 1900 Mann aus- zuheben verordnet.— III. Gr. Verordnung vom 31. Dez., die Ein⸗ führung von Dienſtzeichen für die Gr. Bürgermelſter und Beigeordneten betr., welche beſtimmt: 1) Sämmtliche Großher⸗ zogliche Bürgermeiſter und Beigeordnete tragen in ihrem Amte und bei allen offentlichen Gelegenheiten als Dienſtzeichen ſilberne Me— daillen.— 2) Auf der Vorderſeite der von den Bürgermeiſtern ju tragenden Medaillen befindet ſich das Bruſtbild Sr. K. H. des Groß⸗ berzogs, auf den Medaillen der Beigeordneten dagegen das Groß⸗ berzogliche Wappen. Auf der Rückſeite der Medaillen iſt der Name der betreffenden Gemeinde eingravirt.— 3) Beide Medaillen werden an einem zwei Finger breiten ponceaurothen Bande um den Hals auf der Bruſt getragen. Dieſes Band darf nie ohne die Medaille getragen werden. 4) Die auf Koſten der Gemeindekaſſen ange⸗ ſchafften Medaillen bleiben Eigenthum der Gemeinden.— IV. Be⸗ kanntmachung, Vertheilung des Recrutenbedarfs von 1854 auf die Provinzen betr., wonach Starkenburg 654 Rekruten, Ober⸗ beſſen 744, Rheinheſſen 502, zuſammen 1900 Rekruten zu ſtellen haben. — V. Bekanntmachung Gr. Kriegsminiſteriums vom 31. Dez. wor⸗ nach an die Stelle der bisherigen Waffendirection eine neue Behörde unter der Benennung„Zeugbausdirection“ zu treten habe.— VI. Bekanntmachung Großh. Zolldirectlion vom 16. Dezember, daß das amtliche Waarenverzeichniß zu dem vom 1. Januar 1854 an in Wirkſamkeit tretenden Vereins zolltarif von dem Publikum im Wege des Buchhandels bezogen werden kann.— vII. Dienft⸗ nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt ge⸗ ruht: am 2. April 1853 den penſ. Geh. Staatsrath, wirkl. Geb. Rath Hallwachs, für die Dauer ſeiner ſt denden Verwendung im activen Staatsdienſte, zum Staatsraths zu er⸗ nennen; 10. Oktbr. den Pr 5 n Reinheim Schlöß⸗ mann aus Konig, welchem die Stelle ei Poſtexpeditors daſ. über⸗ tragen worden, in dieſem Amte zu beſtätigen;— 7. Nov. dem evang. Pfarrer und Rector Knabe zu Schlitz die evang. Pfarrſtelle zu Mitaltevde WMitigliede Selters, 3. Dez. dem Rector Wollweber zu Schotten die Recto ratsſtelle zu Butzbach, und am 14. Oez. dem prakt. terinararzte Dr. Ritzel zu Friedberg die Stelle eines Kreisveterinararztes für den Bezirk Gründerg zu übertragen; 16. Dez. den proviſoriſchen Poſt⸗ expeditor Wiegand zu Herbſtein in dieſer Stelle, als Poſtexpeditor daſelbſt, und am 19. Dez. den von den Freiherrn Riedeſel zu Eiſen— bach auf die er Pfarrſtelle zu Stockhauſen präſentirten Pfarr⸗ amtscandidaten S von Eiſenbach für dieſe Stelle zu ſte — 24. Dez. dem Sc ar Rückert zu Rodheim die zweite lehrerſtelle, ſowie dem Schulvicar Jacob Hüfner zu Rodbeim die drüte Schullehrerſtelle daſelbſt zu übertragen.— VIII. Charakter- ertheilungen: am 20. Dez. dem 1. Stadtpfarrer Weis zu Nidda und dem evang. Pfarrer und vormal. D un zu Echzell ca 7 F ecan Pofft als„Kirchenrath.“— IX. Dienſtentlaſſungen: am 6. Dez. wurde der unterm 26. Sept. zum Diſtriktseinnebmer der D.⸗E. Woͤrtſtadt J. ernannte, bis dahin in Ruheſtaud verſetzt geweſene Be⸗ ſeher Mellinger zu Mainz auf ſein Nachſuchen von dieſem Amte wieder entbunden und im Penſionszuſtande belaſſen;— an demſelben Tage Advocatanwalt und Er zanzungsrath am Bezirksgericht zu Alzei Lehne, auf Nachſuchen, aus der Zabl der Advocatanwalte bei dieſem Gerichte entlaſſen.— X. Verſetzungen in den Ruheſtand: am 19. Nov der Portier im Juſtizgebaude zu Mainz und Kanzlei⸗ diener am Bezirksgerichte daſ. Zeltner; am 14. Dez. Kreis⸗ veterinararzt Schenck zu Grünberg.— XI. Geſtorben find: am 7. Juli 1853 penſ. Zollner Hartmann zu Urberach;— 20. Nov evang. Schullehrer Lipp zu Zahmen;— 21. Nov. der Controleur bei der fliegenden Brücke in Worms Zinnkann;— 15. Dez. Kreis- arzt Dr. Müller zu Vilbel;— 26. Dez. Militärpenſtonar Beier zu Aspisbeim. ————— 18„. lig, auf den alten kleinen Gaͤulchen ſitzen, kleine Säbel an der Seite, Piſtolen in den Halftern und am Guͤrtel, und mächtig lange, ſpitze und ſcharfe Lanzen führen, wo— mit ſie die Leute nach Luſt und Liebe gikſen oder auf— ſpießen, und oben in der Luft damit noch allerlei Kunſt— Koſackelches. (Aus der Sinnſtube.) Als in der Spinnſtube einmal die Rede davon war, wie wunderbar es ſich oft füge, daß verborgene Schur⸗ kereien und Spitzbubereien an den Tag kämen, ſagte der Schmiedjacob, das Allerverwunderlichſte dabei iſt und bleibt, daß der liebe Gott meiſt es ſo lenket, daß die Ver⸗ brecher ſelber manchmal mit, manchmal ohne ihren Willen ihre eigenen Ankläger werden müſſen. Mir fallt da eine Geſchichte ein, die ich vor mehr denn dreißig Jahren an der Moſel, wo ich auf meiner Wanderſchaft hinkam, er— zählen gehört habe, und die ſich dort zugetragen hat im Jahre 1814. 8 1 Als die Deutſchen Anno 1814 über den Rhein gin⸗ gen, um Frankreich für die vielen und ſchweren Sünden zu züchtigen, die ſeine Kinder in Deutſchland verübt, und den Napoleon zu ſtürzen, der ſo lange eine Zuchtruthe Deutſchslands, ja der halben Welt geweſen war, da waren auch die Ruſſen dabei. ee Vor keinen Kriegsvölkern hatten aber die flüchtigen franzöſiſchen Soldaten mehr Reſpekt, als ſie Anno 1813, nach der Schlacht bei Hanau, in ſo troſtloſem Zuſtand auf das linke Rheinufer zurückkamen, als vor den Koſacken mit ihren langen ſpitzen Lanzen und ihren kleinen, raſchen zappeligen Gaͤulchen. Die hatten ſie manchmal gegickſt mit ihren Lanzen, und das war noch im friſchen Gedacht— niß. Man vergißt ſo einen Beweis von Liebe nicht ſo leicht!— Sie machten davon ſo gräuliche Erzählungen und Geſchichten, daß die armen Leute auf dem linken Rheinufer nicht anders dachten, als wenn die kommen, ſo ſpießen ſie uns dutzendweis in ihre Lanzen und braten uns wie Wachteln! 5 Dabei erzählten die Franzoſen, die Koſacken ließen nichts liegen, als glühendes Eiſen und Mühlſteine, und ſie verſtünden das Mauſen beſſer, als alle Katzen in der Welt. Ich will nun, fuhr der Schmiedjacob fort, gar kein Lobredner der Koſacken werden, denn wir haben ſie hierzu— lande auch genauer kennen gelernt, als es uns lieb war, und vom Mitnehmen iſt Keiner arm geworden; aber ſo ſchlimm, wie ſie die Franzoſen am Rheine machten, waren ſie nicht.. Sie hielten ſie dort für leibhaftige Teufel, und die Leute zitterten und bebten, wenn Einer das Wort:„Koſack'“ ausſprach. In den Gegenden, wohin der Zug der Heere nach dem 1. Januar 1814 nicht kam, erzählten ſich die Leute die allerentſetzlichſten Geſchichten von den Koſacken. So war es insbeſondere in der rauhen Eifel, wo man noch gar keine von den gefürchteten Ruſſen geſehen hatte. Die Heere waren ſchon in Frankreich, da geſchah es wohl, wenn auch ſelten, daß noch Regimenter Reſerve nachzogen. Die hohe Eifel iſt nun ein vom großen Verkehre der Welt ſo ziemlich abgeſchnittenes, rauhes und armes Land. Eines Tags, es war ſchon nahe am Herbſte des Jahres 1814, kamen plötzlich drei Koſacken in ein Dorf tief in der Eifel geſprengt und riefen nichts als: Wo Burgemeiſter?— Es waren leibhaftige Koſacken, denn die Leute hatten hin und wieder in Trier welche geſehen, und die Andern wußten aus der Beſchreibung, daß ſie keine eigentliche Uniform anhaben, ſondern Keiner wie der Andere gekleidet iſt, aber das wußten ſie, daß ſie weite Hoſen und kurze runde Wämſer haben, und kleine ſchwarze Kappen tragen, die ausſehen, wie ein umgekehrter Waſſerſcheppel; daß ſie Mäntel von Hammelfellen tragen und greuliche, lange Bärte; daß ſie kleine, quackelige Kerle ſind, die, wie bucke⸗ ſtücke machen konnten. Und aufs Haar ſo ſahen die drei Ouartiermacher aus. Die meiſten Leute, beſonders Frauen, Mädchen und Kinder liefen ſchreiend fort und verſteckten ſich eiligſt; einige aber, die die Koſacken am Flitch er⸗ wiſchten, mußten ihnen das Haus des Schöffen zeigen, der ſchier des Todes war vor Schrecken, als er die greu— lichen Koſacken ſah. Er zog aber höflich ſein Käppchen ab und kam ihnen entgegen mit gar tiefen Bücklingen und Kratzfüßen. Ko— ſackt! Koſacki! ſagte der Eine, der am meiſten Deutſch parliren konnte. Ich— ich— kenne die Herren Koſacken ſchon! ſtotterte angſtvoll der Schöffe— und da er wußte, daß ſie abſonderliche Freunde des Schnappſes ſind— ſo ſagte er in aller größter Höflichkeit: Iſt den Herren Koſacken Schnapps gefällig? Und ſeiner zitternden Frau rief er zu: Hol' geſchwind einen Milchtopf voll, denn die haben weite Gurgeln! Der Schöffe war nämlich auch Wirth und verſtand ſich auf das Maaß. (Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs-Auszug von Friedberg. Monat Dezember. Gel aud 26. Friedrich Karl Ludwig Gotthard Franz Adolf Ullrich, hieſiger Bürger und Kammmachermeiſter, lediger Sohn der verſtorbenen Katharina Ullrich, und Friedericke Eleonore Rauſch, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Heinrich Rauſch eheliche ledige Tochter. 26. Ludwig Karl Chriſtoph Emil Winheim, hieſiger Buͤrger und Kaufmann, des Bürgers und Hypothekencommiſſars zu Lich Georg Friedrich Ludwig Winheim ehelich le— diger Sohn, und Margarethe Eliſabethe Ulrich, des hieſigen Bürgers und Oekonomen Chriſtian Ulrich ehe— lich ledige Tochter. 26. Heinrich Schwalm, hieſiger Bürger und Schneider— meiſter, ein Wittwer, und Katharine Schneider, des Ortsbürgers zu Allſtadt, kgl. baieriſchen Amts Alzenau, Conrad Schneider ehelich ledige Tochter. N 26. Johannes Weidner, hieſiger Burger und Lohnbedienter zu Frankfurt a. M., ein Wittwer, und Katharine Blum, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Schnei— dermeiſters Heinrich Blum I. ehelich ledige Tochter. e 25. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Johannes Schwalm eine Tochter, Margarethe, geb. den 27. Nov. 25. Dem hieſigen Bürger und Kaminfegermeiſter Ferdi— nand Frick zwei Söhne, Johannes und Ferdinand Chriſtian, geb. den 14. Nov. 26. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Anton Simmrock eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 15. Dez. Nachtrag vom November. 30. Dem Burger zu Oſthofen in Rheinheſſen und Poſt— conducteur dahier Jacob Conrad eine Tochter, Eliſa— bethe Eva, geb. den 31. Okt. Mekeindigten 2. Ein nach erhaltener Nothtaufe verſtorbenes Söhnchen des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Jo— hannes Reich, geb. den 28. Nov., 1 den 1. Dez. 10 Suſanne 19. terchel, Chriſtial 1 auch E nate un 20. Juliabe Burger alt 80. 21. Frida Bela ll. * beffentl! Die Bi 1 lan Jobanse“ Nederweiſcl babe chaten: 60% pee Ställen, 40%2 3¼ Aa verkauft, vermo lich nickt nach dieſe Legen Fri von ſche Gerichte ſoge w neits ausgefertig beftätigt werden Buß bach den Oeffentli (38) 5 von Gr. Hoig tinen Verſchwer Perſon des La ſelbſt ein C entbehren Oaßert II. opt abſchließt, fortan derungen an den ligen Regulirur Berücksichtigung Vochen dei unte zu bringen. duß bach am Pfandt 06) Da bei Mathe ned. vorne g t Binger cer tlich le⸗ des nch che⸗ Schreider⸗ des . 2 19 10. Anna Margarethe Schͤͤfer, des hieſigen Bürgers und und zu Holzhauſen, kurf. heſſiſcher Hauptmann a. D., Metzgermeiſters Georg Schäfer eheliches Toͤchterchen, alt 56 Jahre und 6 Monate, F den 20 Dez. alt 8 ¼ Jahre, t den 8. Dez. 23. Emmerich Gerhardt, hieſiger Burger und Schneidermeiſter, 18. Andreas Glockengießer, des hieſigen Buͤrgers und alt 31 Jahre, 2 Monate und 24 Tage, den 21. Dez. Oeckonomen Chriſtian Glockengießer eheliches Soͤhn⸗ 24. Heinrich Stein, des hieſigen Bürgers und Schneider— chen, alt 4 Monate, 24 Tage, 1m den 16. Dez. meiſters Friedrich Joachim Gotthard Stein eheliches 19. Suſanne Marie Gerth, des hieſigen Bürgers und Sohnchen, alt 1 Jahr und 2 Monate, t den 23. Dez. Metzgermeiſters Joh. Heinrich Gerth eheliches Toöch⸗ 27. Chriſtiane Charlotte Fried, Wiw. des verſt. Bürgers und terchen, alt 4 Monate und 8 Tage, Fu den 17. Dez. Pumpenmachers zu Frankfurt a. M. Franz Fried, geb. Hen⸗ 19. Chriſtian Fritz, hieſiger Bürger und Bäckermeiſter, rici, alt 62 Jahre, 10 Monate und 23 Tage, den 25. Dez. auch Gemeinderathsmitglied, alt 61 Jahre, 10 Mo- 31. Johannes Vorbach, hieſiger Bürger und Müllermeiſter, nate und 16 Tage, 1a den 17. Dez. alt 62 Jahre, ü den 29. Dez. 20. Juliane Schmidt, Wittwe des verſtorbenen hieſigen Nachtrag vom November. Bürgers und Perrüquters Franz Schmidt, geb. Pauli, 26. Margarethe Weynandt, Wittwe des verſtorbenen hie— alt 80 Jahre, 1 den 18. Dez. ſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Philipp Wey— 21. Friedrich Wilhelm Guſtav Adolf Freiherr Rau von nandt, geb. Möſer, alt 41 Jahre, 1 den 24. Nov. Bekamumiachungen von Be⸗ Bekanntmachung. gen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen find, hoͤrden. NN Oeffentliche Aufforderung. (3) Die Wittwe, Kinder und Enkel des ver. lebten Johannes Maas II.(Kronenwirth) in Niederweiſel baben die nachbezeichneten Liegen- ſchaften: 4%2 Hofraithe in Niederweiſel, als: Wohn- baus, Nebenbau mit Scheuer und vier Ställen, 49/92 3½ Ruthben Garten dabei, verkauft, vermögen aber ihr Eigenthum urkund⸗ lich nicht nachzuweiſen. Etwaige Anſprüche an dieſe Liegenſchaften ſind deßhalb binnen einer Friſt von ſechs Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte ſogewiß anzumelden, als ſonſt der be⸗ reits ausgefertigte Kaufbrief ohne Vorbehalt beſtätigt werden wird. Buß bach den 21. Dezember 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Ebel. Oeffentliche Bekanntmachung. (35) Jobannes Gatzert 11. von Ktrchgöns iſt von Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen für einen Verſchwender erklärt und demſelben in der Perſon des Landwirths Johannes Reitz II. da- ſelbſt ein Curator beigeordnet worden. Hiernach entbehren Rechtsgeſchäfte, welche Johannes Gatzert 11. obne Zuſtimmung dieſes Curators abſchließt, fortan aller Gültigkeit und ſind For⸗ derungen an denſelben, wenn ſie bei der derma⸗ ligen Regulirung ſeiner Vermögensverhältniſſe Berückſichtigung finden ſollen, innerhalb vier Wochen bei unterzeichnetem Gericht zur Anzeige zu bringen. Bußbach am 2. Januar 1854. 5 Großherzogl. Landgericht Ebel. Pfandhaus zu Friedberg. (66) Da bei Ablieferung der im bieſigen Pfandhauſe niedergelegten Pfänder von dem vorhinigen an den gegenwärtigen Pfandhaus- taxator und Pfänderverwahrer ſich folgende Pfänder: Nr. 11766, 11767, 12362, 12580, 12706, 12986, 13016, 13196, 13910, 14023, 14587, 14944, 16141, 16592, 16428, 16925, 16976, 17301, 17357, 17715, 17716, 17718, 17750, 17980, 18071, 18406, 19016, 19499, 19667, 19948, nicht vorfanden, ſo fordern wir hiermit auf, etwaige Anſprüche an dieſe Pfänder durch Vor⸗ zeigung der Pfandſcheine binnen 4 Wochen bei uns zu begründen, indem dieſelben ſpäter nicht mehr berückſichtigt werden können. Friedberg den 5. Januar 1854. Für die Armencommiſſion: K. Baur. Bender. (67) Freitag den 20. l. Mts., Nach- mittags 2 Ubr, werden auf hieſigem Burg- wall: 41 Haufen Reisholz, 59 Stuck Eſchen⸗, Ahorn- und Hainbuchen⸗ Stamme und Stangen, 4 Haufen Stockholz, ſowie circa 8 Centner Heu, öffentlich an den Meiſtdletenden verſteigert. Friedberg den 15. Januar 1834. Großh. Rentamt daf. Grünewald, Großherzogl. Rentamtsvicar. Holzverſteigerung. (68) Freitag den 20. d M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Ge— meinde Florſtadt, Diſtrikt Kirchweg: 1 Stecken Hainbuchen⸗Prügel holz, * 3„ Birken⸗ 1„ Aopen⸗ 7 4„ Kiefern- 5 3000 Stück Buchen- u. Eichen⸗Reisholzwellen, 3000 1 Weichbolz⸗Wellen, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt vor dem Wald bei Wirth Petri. Florſtadt am 13. Januar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Wagner. re teien. (60) Freitag den 20. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Auwald, nachverzeichnetes Holz, als: 97 Eichen⸗Bau-⸗ und Werkbolzſtämme, 36 Stecken Eichen ⸗ Scheitholz, 20„„ Prugelbolz, 29 1„ Stockholz, 700 Stück Wellen, 150„ Kiefern⸗Baumſtangen, 8 Stecken- Prügelbolz und 300 Stück„ Wellen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, mit dem Bemerken, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Zablungsfriſt bis zum vember d. J. geſtattet wird. Aſſenheim den 12. Januar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Schmidt. 11. No- Obligations-Verlooſung. (70) Beider in beutiger Gemeinderatbsſitzung vorgenommenen Verlooſung der Partialobliga— tionen wurde die Nummer 4 und 46, à 100 fl., aus dem bei S. Lindbeimer zu Friedberg im Jahr 1840 gemachten Anleben zur Rückzahlung beſtimmt. Ich bringe dieſes biermit mit dem Anfügen zur offentlichen Kenntniß, daß die Be- träge bis zum 1. April d. J. entweder bei S. Lindheimer in Friedberg oder bei der hleſt⸗ da von dieſem Tage an die Verzinſung aufhört. Büdesheim am 10. Januar 1854. Der Groß berzogl. Bürgermeiſter Ferber. rr Privat- Bekanntmachungen. Zu verkaufen. (37) Eine große Parthie Spreu, Stroh, Futter, Acker- und Oeconomie-Geräthſchaften, auch Rindvieh und Schweine c., ſind bis zum 10. Februar aus freier Hand zu verkaufen dei C. F. Petſch zu Niedererlenbach. Wirthſchaft⸗ u. Bierbrauerei⸗Verkauf. (42) Familien⸗Verhältniſſe halber bin ich ge⸗ ſonnen meine an der Hauptſtraße von Lauter⸗ bach nach Frankfurt gelegene Hofraithe vor der Stadt, verbunden mit Wirthſchaftsgerechtigkeit, einer Bierbrauerei nach baieriſcher Methode, Oeconomie-Gebäude, einen zwei Morgen hal- tenden Garten, verſeben mit drei Felſenkellern und einer Kegelbahn, ſowie ungefähr acht Mor⸗ gen Ackerland nebſt allen Gerathſchaften, unter ganz annehmbaren Bedingungen jeder Zeit aus freier Hand zu verkaufen. Nidda den 1. Januar 1854. J. M. Kretſchmar zum Karlshof. Zu vermiethen. (J) Der mittlere Stock meines Hauſes i zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Jacob Starck. Mobilien-Verſteigerung. (63) Donnerſtag den 19. dieſes Monats ſollen in der Bebauſung der verſtorbenen Georg Schneiders Eheleute dahier unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen folgendes verſteigert wer⸗ den, als: 2 Kühe, 2 Rinder, 1 Ziege, 1 Mutterſchwein mit 7 Ferkel, 1 Sprenger, 2 Schaafc und allerlei Federvieh, 1 einſpänniger Wagen, noch im beſten Zuſtande, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Quantitat Strob, Heu, Grummet und Spreu, obngefähr 20 Malter Kartoffeln, eine Partbie Ruben, mehrere Malter Korn, Gerſte, Hafer u ſ. f., ſodann allerlei Hausrath. Ferner werden diejenigen, in Bezug des In. ventarſchluſſes aufgefordert, welche noch etwaige Forderungen an oben erwähnte Eheleute zu machen baben, ihre Rechnungen binnen 8 Tagen an die Unterzeichneten abzugeben. Niederwoͤllſtadt den 10. Januar 1854. Die Curatoren: Heinrich Kebres. Karl Ludwig Ko 20 e. ö Bekanntmachung. (82) Die im Jahre 1836 gegründete, Allerhoͤchſt beſtätigte Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft hat ſich, 7 5 Ablauf der erſten 17 Jahre ihres Beſtehens, zu einer Reviſion ihres urſprünglichen Geſchaͤftsplans veranlaßt geſehen. Durch die während dieſer Zeit, ſowohl von ihr ſelbſt gemachten, als durch die anderweitig zu ihrer Kenntniß gelangten Erfahrungen, hat ſie die Ueberzeugung gewonnen, daß die Sterblichkeits-Verhältniſſe in Deutſchland, wo es früher an umfaſſenden Mortalitäts⸗Tabellen faſt durchaus mangelte, eine, vorzugsweiſe den jüngern Altersklaſſen bis zum 42ſten Jahre günſtige, Veränderung der bisher von ihr zu Grunde gelegten Praͤmienſätze rechtfertigen und bedingen. Wir haben dieſelben daher dieſer Erfahrung gemäß abgeändert und ſie zugleich, nach dem mehrfach laut ge⸗ wordenen Wunſche des Publikums, für diejenigen Perſonen ermäßigt, welche es vorziehen, ſtatt der Theilnahme an dem Gewinn der Geſellſchaft, lieber vom Anfang der Verſicherung an geringere Prämien zu entrichten. Gleichzeitig haben wir noch zu einigen, mannigfachen Lebensverhältniſſen entſprechenden Modificationen in Beziehung auf die Entrichtung 3 1 der Prämien inſofern Gelegenheit geboten, daß letztere für die erſten 15 Jahre der Verſicherung in von 5 zu 5 Jahren 6 11 ſteigenden oder fallenden und vom 15ten Jahre ab gleichmäßigen Raten entrichtet werden konnen; und endlich Spar⸗ A 0 kaſſen⸗Verſicherungen auch in der Art zugelaſſen, daß das verſicherte Capital vor dem Ablauf der beſtimmten Zeit, bei— dem frühern Ableben des Verſicherten zahlbar wird. Dieſer revidirte Geſchäftsplan, in dem, außer den oben erwähnten Punkten, noch mehrere ſonſtige, theils das A Intereſſe des Verſicherten befördernde, theils die Erleichterung des Geſchäftsverkehrs der Geſellſchaft bezweckende Aende— rungen und Ergänzungen aufgenommen ſind, wird, nachdem er durch die Allerhöͤchſte Ordre vom 31ſten Oktober d. J. N von Sr. Majeſtät dem Könige beſtätigt worden, den von der Geſellſchaft vom 1ſten Januar 1854 ab zu ſchließenden Verſicherungs-⸗Geſchäften zum Grunde gelegt werden und mithin für alle dieſe Geſchäfte die vertragsmäßige Entſcheidungs⸗ Kre 1 norm für ihre und der Verſicherten gegenſeitigen Rechte und Verpflichtungen bilden. an ſümmtl 1 Daß durch dieſen neuen Geſchäftsplan in den Rechten und Pflichten der bis jetzt bei der Geſellſchaft Verſicherten 1 1795 nichts geändert wird, verſteht ſich von ſelbſt. aieſſan. 1 Abdrücke dieſes revidirten Geſchäftsplans, ſowie Antragsformulare können hier in dem Geſchäftslokale der Ge— 5 ſellſchaft und bei jedem ihrer Agenten in Empfang genommen werden. Dodure Berlin im Dezember 1853.— ö„„ 2 277. daſſelbe nicht Direction der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft.— 11 E. Baudouin. Broſe. v. Lamprecht. v. Magnus. Lobeck. amt Gießen! 161 Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. Auſtände ein ö f Friedberg und Laubach den 31. Dezember 1853. Umverſtätsbe 141 Die Agenten der Berliniſchen Lebens, Verſicherungs-Geſellſchaft. geben. G. F. Nau in Friedberg. Zöckler in Laubach. Dabei 1 1 1 Ein vollſtändiges Schmiedegefchirr 7 ainween, i. i 5 Geſuch. zu be (71), ſteht wegen beabſichtigter Auswanderung Ia Stear inlichter Ir,(78) Ein Gut von 80 bis 200 Morgen wird 4 Sie 1 e* S(76) gebe ich wegen allzugroßem Vorrathe[in der Wetterau bald gegen Comptant zu kaufen 3 1 ohnbach. Georg Sittig, billig ab N geſucht.— Briefe franco.— Durch Louis* . fi Schmitedmeiftr. Guſt. Dieffenbach.[Breidert in Darmſtadt. Geſindepraͤmie. 5. bis 600 Gulden R 0 2 1(72) Diejenigen Mitglieder des hieſigen Hülfs⸗ 77) liegen gegen gerichtliche Hypothek zum Eiſenbahn⸗ Frachtbriefe 19 dereines, welche beabſichtigen, für ihre Dienſt. Ausleihen bereit bei(79) ſind ſtets vorräthig bei ö boten die dießjährige Geſindeprämie nachzu⸗ Bauernheim. Joh. Treudt. Friedberg. E. Bindernagel. 1 ſuchen, wollen die betreffenden Zeugniſſe lang⸗ 1 ſtens bis zum Ende des Monates Februar bei 1 g f— Nicks dem Vorfitzenden, Profeſſor Dr. Dieffenbach, S W'᷑̃ 4 d einreichen, widrigenfalls ſie keine Berückſichti⸗ 0 nungsverän erung. D dummer für 1 nd önnen. 22- 2 0 3 0 Ach, di leder en.(So) Zur größeren Bequemlichkeit meiner verehrlichen Kunden wohne ich von udn 11 Dr. Sell. heute an ebener Erde in dem J. Weckerling'ſchen Hauſe neben dem Rathhauſe. due Gäu. 2 2 hülle 0 1 Friedberg den 17. Januar 1854. H. Diehl, Heilgehülfe. um kam ud) Ein e ee ſchwarzer Wachtelhund leben, wenn' ann gegen die Inſeratgebühren in der Blinden— Liter i i 1 Anſtalt zu Friedberg in Empfang genommen 1„ Stic. 1 werden. N. e 10(81) Von der ſammen! I Bekanntmachung. Du e N 5 9 5 a 5 ee„Allgemeinen Muſter zeitung, — 1 dad il 1. ee i een den de. Album für weibliche Arbeiten und Moden, Duarte f. habe ich Nr. 3 bereits ausgegeben. Zu vermiet hen. 5 Bar 0 4785) Ein volfndiges Logis ebener Erde hat Beſtellungen auf das laufende Quartal, ſowie die fruheren Jahrgänge, l ern; al zu vermiethen nehme ich fortwährend an. ain und de Friedberg. G. F. Schweitzer. Friedberg. C. Bindernagel 18 und z 8 3 ö Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. ſchn. 1