* eig, n. 17 Nai. ent. 1 Saur. Lranttirche 8 0 OA kirche n * 1854. — i 445 * 4* 1 — 4. * 19 ri 1 tei ſe. „ 1 12588 8 18 — iir 2 + * 1 rr 1*—— Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M. 38. Marguerite Devereur. Erzählung. (Fortſetzung.) Mit banger Ahnung hatte Denis dieſer Zuſammen— kunft entgegen geſehen; er hatte Schlimmes befürchtet: ein Gelübde, ein dem Vater gegebenes Verſprechen, ein langes Hinausſchieben ihrer Verheirathung— dergleichen hatte er ſich vorgeſtellt und darauf war er gefaßt; aber Marguerite die verlobte Braut eines Andern— alle ſeine herrlichen Träume zu Nichts geworden— dieſe glücklichen, mit einander verlebten Stunden jetzt nur bittere Erinne— rungen— das war zu viel! Er weinte wie ein Kind. O, mit welcher Wärme ſtellte er ihr vor, bat er ſie, doch nicht aus irrigem Pflichtgefühl den ſchönſten Regungen des Herzens zu ſpotten, nicht Den, der ſie liebe, nicht ihr eigenes Glück zu opfern. Das einfache Mädchen hörte unter Thränen, aber mit Standhaftigkeit die glühenden Worte an; ſie hatte vernommen, daß ein Verſprechen ge— halten werden müſſe, wenn auch das Herz daruber breche — umſonſt wendete der Liebende alle ſeine Beredtſamkeit an. „O Denis,“ ſagte ſie,„Sie können mich nicht mehr lieben, als ich Sie liebe; ich ſoll einem Andern gegeben werden, aber mein Herz wird ſtets Ihnen gehören. Ich habe den Rath der heiligen Kirche geſucht, und ich wage nicht, ihr ungehorſam zu ſein. Laſſen Sie mich dem Wil— len des Himmels gehorchen. Gott ſchütze Sie, und die heilige Jungfrau wache über Sie für immer! O, ver— laſſen Sie mich jetzt.“ l Noch eine leidenſchaftliche Umarmung, eine Bitte unter Seufzern ausgeſprochen, die ſein Herz zu zerreißen ſchienen, und Denis eilte von ihr weg wie ein Wahnſin— niger. Er ging in ſein Schlafzimmer, ohne ſeinen Vater dieſen Abend zu ſehen. In Nachdenken und Gebet brachte er einige Stunden hin; dann that er in leiſem Geflüſter dem Himmel ein Gelübde; hierauf ſetzte er ſich nieder und ſchrieb: e „Mein geliebter Vater, o tadeln Sie mich nicht uͤber das, was ich thue! Es iſt der Ruf des Himmels, wir müſſen ihm gehorchen. Ich hatte gehofft, Ihnen Ihr Alter durch meinen Beiſtand und meine Geſellſchaft zu erleichtern, aber es iſt mir nicht vergönnt. Ich fliehe, um alle weltlichen Sorgen und Gedanken in den hei— ligen Uebungen und der Strenge eines Kloſters zu be— graben, und mein Leben Gott zu widmen. Ich kann die Urſache dieſes ſchnellen Entſchluſſes nie angeben. Wir wollen uns vor dem Willen des Himmels beugen Mittwoch den 17. Mai 1851. und Einer für den Andern beten. Mögen wir uns in einer beſſeren Welt wiederfinden! Ihr unglücklicher Sohn Denis Leverney.“ Denis packte einige Sachen zuſammen, verſah ſich mit hinlänglichem Gelde fur ſeine Reiſe und floh vor Ta— gesanbruch aus dem Schloſſe. Noch einen traurigen Blick ſandte er nach Devereux' friedlichem Hauſe, das von dem Morgennebel umgeben dalag und um welches die Vögel fröhlich ſangen. Aber in dieſem Hauſe lag, nach einer langen, unter Thränen durchwachten Nacht, die unglückliche Marguerite; der Sturm in ihrer Bruſt hatte ſich noch nicht gelegt. Und ihr troſtloſer Geliebter floh in das Dun— kel eines Kloſters, um durch ein ascetiſches Leben das An— denken an ſeine Liebe und jede Leidenſchaft niederzukämpfen. *. 5* Das Weitere dieſer Geſchichte iſt ſo traurig, daß es nicht kurz und einfach genug erzählt werden kann. Wir haben die Bruchſtücke eines Tagebuchs, das Denis nach ſeiner Ankunft in Rom hielt, vor uns; aber es wäre fre— velhafte Indiskretion, die Leiden dieſes blutenden Herzens der Welt darzulegen. Die ſtrengſte ascetiſche Lebensweiſe, Beten und Faſten, die ſtärkſten geiſtigen Anſtrengungen konnten die Erinnerung an ſie— die Theure, Heißgeliebte nicht bannen. Der alte Leverney, gebeugt durch Alter und Kummer über den Sohn, der für ihn verloren war, lebte nur noch kurze Zeit. Margueritens bleiche, hohle Wange zeugte nur zu deutlich von dem heimlichen Kummer, der an ihrem Herzen nagte. Geſchwätzige Zungen trieben auch wieder ihr Werk:— die Spaziergaͤnge am Fluſſe— Denis' plötzliche Abreiſe— die niedergeſchlagenen Augen des einſt ſo frohen Mädchens— was mochte das Alles bedeuten! Doch die Zeit beſchwichtigte ihren Verdacht; noch vor Ablauf eines Jahres kam Guillaume Beranger zurück, und Marguerite, die den Kampf in ihrem Innern verbarg, ward zum Altar geführt und vermählt. Sie bewegte ſich in dem Kreiſe ihrer Pflichten mit angenommener Heiter— keit, aber mit einer Art mechaniſchen Gehorſams, der dem flüchtigen Beobachter vielleicht entging. Sie hatte ein Kind, ein kleines Mädchen, das ſie auf's Zärtlichſie liebte; aber jeden Abend ſah man ſie längs dem Ufer des Fluſſes wandeln, wo ſie Den gerettet hatte, der beſtimmt war, zu— gleich ihr Opfer und der Zerſtörer ihres Glückes zu werden. Ihr Mann hatte ſich nach einiger Zeit wieder zum Heere begeben, um den neuen Feldzug mitzumachen, und hatte ſeine Frau und ſeine kleine Tochter in Richard's 1350 E. Hauſe gelaſſen. Eines Morgens kam die Nachricht von Richard's Tode. Er war tapfer kämpfend gefallen; der alte Devereux las unter Thränen den Brief, worin ein Kamerad des Gefallenen die traurige Nachricht mittheilte, und ſah mit Kummer, daß ſeine Tochter von dem Verluſt ihres Mannes nicht ſtärker ergriffen war. Wohl trauerte ſie um ihn, denn Guillaume war ſtets freundlich gegen ſie geweſen, er war brav und gut; aber eine ſtarke Aeußerung ihrer Trauer war ihr, die ſtets ernſt, nachdenkend und ſorgenvoll war, nicht möglich: ſo erſchien ihre Theilnahme geringer, ihr Gefühl ſchwächer. i ö Der alte Richard war der Nächſte, der in's Grab ſank. Seine letzten Tage waren glücklicher geweſen, nur das geheimnißvolle Schweigen und die finſtre Traurigkeit ſeiner Tochter hatte den Greis bekümmert. Marguerite Beranger wohnte mit ihrer kleinen Tochter in dem Hauſe des Vaters; ſie pflegten die Blumen, die er ſo ſehr ge⸗ liebt hatte, und gingen jeden Abend zuſammen am Ufer des Fluſſes. (Schiuß folgt.) Kirchenbuchs-Auszug von Friedberg. Monat April. Getraute: 2. Jacob Nikolaus Stamm, hieſiger Bürger und Schrei⸗ nermeiſter, ein Wittwer, und Anna Maria Kunigunde Zanner, des Bürgers und Schuhmachermeiſters zu Kulmbach, im Königreich Baiern, Johann Konrad Simon Zanner eheliche ledige Tochter. a 17. Friedrich Wilhelm Philipp Caspar Jung, hieſiger Bürger und Lehrer an der evangeliſchen Schule zu Mainz, des hieſigen Burgers und Fruchtmeſſers Jo⸗ hann Michael Jung ehelich lediger Sohn, und Eliſa⸗ betha Helena Hatteroth, des hieſigen Bürgers und Handelsmannes Wilhelm Heinrich Hatteroth eheliche ledige Tochter. f i 27. Hermann Philipp Juſtus Lang, Feldwebel im zweiten Bataillon des vierten Großherzoglichen Infanterie⸗ Regimentes, des verſtorbenen Brigadiers der Gens— darmerie Nikolaus Lang dahier ehelich lediger Sohn, und Maria Helena Margarethe Magdalene Edling, des Großherzoglichen Verwalters in Marienſchloß Georg Edling eheliche ledige Tochter. Getaufte: 2. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Muth II. ein Sohn, Heinrich, geb. den 23. März. 8. Eine uneheliche Tochter, Johanna Margaretha, geb. den 25. März. i 16. Dem hieſigen Bürger und Weißgerbermeiſter Jacob Dörr eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 17. März. 16. Dem Feldwebel im zweiten Bataillon des vierten Groß— herzoglichen Infanterie-Regimentes Johannes Kißler ein Sohn, Johann Heinrich Ludwig, geb. den 27. März. 16. 16. 17. 17. 17. 22 23. 23. 23. 27 30. 30. 14. 14. 20. 29. Dem hieſigen Bürger, Gaſtwirth und Oekonomen Georg a Ulrich eine Tochter, Katharina Chriſtina Eliſabethe Karoline, geb. den 31. März. Dem hieſigen Bürger, Maler und Weißbindermeiſter Wilhelm Zimmermann eine Tochter, Katharine, geb. den 25. März. Dem hieſigen Bürger und Baumwollenweber Stephan Finzel ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 5. April. Dem Bürger zu Wiſſelsheim, Kreiſes Friedberg, und Schneidermeiſter Heinrich Walther ein Sohn, Karl Ludwig, geb. den 1. März. Dem Bürger zu Horchheim, Kreiſes Worms, und Ziegler Peter Wendel dahier eine Tochter, Katharine, geb. den 15. März. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Ludwig Ernſt Zöll ein Sohn, Georg, geb. den 16. April. Dem hieſigen Bürger und Kaufmann Johann Daniel Auguſt Fritz eine Tochter, Maria Katharina Eleonore, geb. den 17. März. Dem hieſigen Bürger und Seilermeiſter Georg Franz Dietrich ein Sohn, Heinrich Karl, geb. den 4. April. Dem Unteradjutanten im vierten Großherzoglich en Infanterie-Regiment Friedrich Wilhelm Dähler ein Sohn, Bernhard Balthaſar, geb. den 13. März. Dem Großherzoglichen Profeſſor am evangeliſchen Pre⸗ digerſeminar und Stadtpfarrer dahier Wilhelm Heinrich Seel eine Tochter, Charlotte Eliſabethe, geb. den 6. März. Dem hieſigen Burger und Schuhmachermeiſter Heinrich Volp ein Sohn, Johann Karl Gottlieb, geb. den 20. April. Dem hieſigen Burger und Schuhmachermeiſter Philipp Briel ein Sohn, Adam Chriſtian Friedrich Wilhelm, geb. den 5. April. Beerdigte: Ein ungetauft verſtorbenes Zwillingsſöhnchen des Feld⸗ webels im zweiten Bataillon des vierten Großherzog⸗ lichen Infanterie-Regimentes Johannes Kißler, alt 11 Tage, 1 den 8. April. Johannette Catharina Clara Emilie Rauſch, des hie— ſigen Bürgers und Mehlhändlers Adam Rauſch II. eheliches Töchterchen, alt 8 Monate und 26 Tage, T den 12. April. Anna Eva Kuh, des verſtorbenen hieſigen Buͤrgers und Schuhmachermeiſters Johann Jacob Kuh hinter⸗ laſſene Wittwe, geb. Hofmann, alt 59 Jahre, t den 13. April. Margarethe Helene Amalie Hahn, des hieſigen Bür⸗ gers und Materialiſten Heinrich Hahn eheliches Töch⸗ terchen, alt 3 Jahre, 10 Monate und 19 Tage, 1 den 18. April. Johann Georg Rauſch, Bürger und Säcklermeiſter dahier, alt 68 Jahre, 7 Monate und 11 Tage;„den 27. April. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N MN Edictalla dung. (713) Gegen den abweſenden Conrad Allen⸗ dörfer von Oberrosbach iſt von Peter Blecher I. eine Hypothekforderung von 250 fl. mit Zinſen ausgeklagt, und die Ladung früher ſeinen An⸗ gehoͤrigen bekannt gemacht worden. Da nun der Hypothekenverkauf ſtattgefunden hat und deßhalb eine öffentliche Ladung des Abweſenden geboten erſcheint, ſo wird Conrad Allendörfer hiermit aufgefordert, ſogewiß bis zum Dien⸗ gegen die tag den 13. Juni allenfallſige Einwendungen Forderung ſelbſt und den Verkauf hier vorzubringen, als er ſonſt damit ausge⸗ ſchloſſen und der Verkauf ratificirt werden wird. Friedberg den 26. April 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietalla dung. (675) Der im Jahr 1754 geborene, ſeit lange abweſende Johannes Philippi aus Fauer⸗ bach II., oder ſeine etwaigen Leibeserben werden aufgefordert, Anſprüche an das vorhandene, den Inteſtaterben ſchon früher gegen Caution über⸗ laſſene Vermögen binnen 3 Monaten von heute an hier anzuzeigen, gegenfalls daſſelbe jenen eigenthümlich überwieſen und die geſtellte Cau⸗ tion für erloſchen erklärt werden wird. Friedberg den 26. April 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Editiert de (131) Die im Jahr 1776 geborene, längſt abweſende Anna Catharina Gemecker von Flor⸗ ſtadt oder deren Leibeserben werden aufgefor⸗ dert, Anſprüche an das ſeither curatoriſch ver⸗ waltete Vermögen jener binnen 3 Monaten ſo gewiß bier geltend zu machen, als ſonſt daſſelbe den bekannten Inteſtaterben der Abweſenden ————— ſer dable r! o gewiſe Uucenn 6 dle Nicht aſſe ausge g 990 Pute Sictefurt. 3 ben 1 e Homburg die! (432) Nu 0 labte Welbeid Sie bbamtsaſſftenten f „Chpulrurkunden a U ein Eiuleged laſſe, des! über zuſamt Raten einge D eine Verſch heim No. welche in Jog perdrennt ſein de Auf gestellten! haberin zu dewut⸗ Friedberg den Gioßter pez (432) De Erd. Oufadt haben die fuͤce! 290, 1015 200. auf dem Berg wöldadt, ſodann X Fohmeeſen in der Amosbach verkauft Chzaghümer legiti Aman werden alle dicſe Gtundſtücke dern Anzeige bin au, unter dem R fordert, daß ſonſt richterlch betatigt Oriedberg den Ouzo E d e (153) Audra beftzt ein ihm! deltel erblich zug 96 Kl.! , Johannes hnſchtlich deſſen 1 dd es in 1 502 bezeichn. nicht* nuch vorgelegtem * zu Bruche age Grundfl ue annoch ein Au des bie⸗ 20 Age, „ Ftraers Birgers 4 ter⸗ 4* F det 1 Bur⸗ * 8 Toch⸗ — 418 ben 1 ter 20 6* —— —— eigenthümlich und ohne Caution überlaſſen wer⸗ den wird. Friedberg den 27. April 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. herrn (602) Karl Düringer von Köppern hat ſeine Zahlungs⸗Unfähigkeit angezeigt. Es werden daher alle Diejenigen, welche an denſelben Forderungen zu machen haben, hier— mit vorgeladen, dieſelben im Termin Dienſtag den 23. Mai d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſo gewiſſer dahier anzumelden und zu begründen, als die Nichterſcheinenden von der vorhandenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. Das Präcluſiv⸗Erkenntniß wird nur auf der Gerichtsſtube eröffnet werden. Homburg den 10. April 1854. Landgräfl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Dr. v. Haupt. Edictalla dung. (732) Nach glaubbafter Anzeige hat die ver— lebte Adelheid Steinbrenner, Ehefrau des Haupt- zollamtsaſſiſtenten Steinbrenner zu Frankfurt zwei Schuldurkunden auf Inhaber, nämlich: 1) ein Einlegebüchelchen der hieſigen Spar- kaſſe, des Mathildenſtifts, No. II. 861 über zuſammen 1250 fl. in verſchiedenen Raten eingelegt, 2) eine Verſchreibung der Gemeinde Wiſſels⸗ heim No. 8 über 100 fl. beſeſſen, welche in Folge eines unglücklichen Zufalls verbrennt ſein ſollen. Auf geſtellten Antrag werden alle, welche auf die bezeichneten Urkunden und die darin er— wähnten Capitalien Anſprüche machen, oder jene zu beſitzen behaupten ſollten, zu deßfallſiger Anzeige binnen 3 Monaten von heute an, unter dem Rechtsnachtheil biermit aufgefordert, daß ſonſt die gedachten Urkunden für erloſchen erklärt und die Schuldner ermächtigt werden würden, die Rückzahlung an die Erben der früheren In— haberin zu bewirken. Friedberg den 5. Mai 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietalladung. (732) Die Erben des Peter Carl Seitz zu Ockſtadt haben die ibnen zugeſchriebenen Grund— ſtücke 1 290, 101 Kl. die Haustheiler, IV 197. 286. auf dem Berg in der Gemarkung Ober- wöllſtadt, ſodann XVII 325% 76 Kl. in den Rohrwieſen in der Gemarkung Ober- und Nie- derrosbach verkauft, obne ſich urkundlich als Eigenthümer legitimiren zu können. Auf ihren Antrag werden alle, welche etwa Anſprüche auf dieſe Grundſtücke geltend machen wollen, zu deren Anzeige binnen vier Wochen von heute an, unter dem Rechtsnachtheil hiermit aufge- fordert, daß ſonſt der Kaufbrief über dieſelben richterlich beſtätigt werden wird. Friedberg den 6. Mai 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietalladung. (153) Andreas Michel zu Bruchenbrücken beſizt ein ihm beſcheinigtermaßen nach Loos- zettel erblich zugefallenes Grundſtück: 96 Kl. Acker auf dem Pfaffenrain an Johannes Schneider und Georg Schneider, hinſichtlich deſſen ſich ergeben hat, daß es— während es in dem gedachten Theilzettel mit 11 502 bezeichnet war— im Grundbuch gar nicht eingetragen iſt, indem das Stück 11 502 nach vorgelegtem und anerkanntem Meßbrief der Kirche zu Bruchenbrücken gehört und das obge⸗ dachte Grundſtück mit 11 502 a. im Grund- buche annoch einzutragen wäre. Da Andreas 1351 e Michel und ſein Vater daſſelbe über die Ver— jahrungszeit beſeſſen haben ſollen, ſo werden auf jenes Antrag, alle, welche auf das erwähnte Grundſtück etwa Anſprüche geltend machen könn— ten, aufgefordert, ſolche ſogewiß in 6 Wochen von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt daſſelbe dem Andreas Michel im Mutationsverzeichniſſe, als durch Verjährung erworben, zugeſchrieben, und der von ihm darüber abgeſchloſſene Kauf— vertrag beſtätigt werden wird. Friedberg den 6. Mai 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Bekanntmachung. (15) Montag den 22. Mai l. J., Vormittags 9 or, werden in hieſigem Rathhauſe zwei dem Gr. Hofgerichts⸗Advokaten Trapp III. gehörige, mit Walzen beſaamte und mit fruchtbaren Obſt— bäumen bepflanzte, auf dem Kramer und an dem Judenbegrabniß belegene Aecker, ſowie 5 bis 6 Morgen Wieſen, auf neun Jahre in Zeit— beſtand verliehen. Friedberg den 11. Mai 1854. In Auftrag: Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Schaafpferche-Verpachtung. (755) Donnerſtag den 18. l. Mts., Vor- mittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe 5— 10 Schaafpferche, welche den 22. J. M. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 15. Mai 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Wender. Brod⸗ und Oellieferung. (756) Samſtag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Brods und um 10% Uhr diejenige des Oels für die hieſige Garniſon auf das zweite Halbjahr d. J. auf dem Soumiſſionswege vergeben werden. Die Accordsbedingungen liegen in unſerm Büreau zur Einſicht offen. Friedberg den 15. Mai 1854. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Bekanntmachung. (757) Das Ausweißen der Zimmer in den Caſernen dahier ſoll Montag den 22. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, durch Soumiſſion auf unſerem Bureau, woſelbſt die Accordsbedin— gungen eingeſehen werden können, vergeben werden. Friedberg den 15. Mai 1854. Großherzoglicher Verwaltungs rath des 2. Batalllons 4. Infanterieregiments. Main⸗Weſer⸗Bahn. Section Gießen. (758) Montag den 22. d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſoll auf dem Sections— büreau dahier die bei Erbauung einer Brücke über die Lahn bei Ruttershauſen erforderliche Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 3939 fl., durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Riſſe, Voranſchlag und Steigbedin— gungen liegen auf genanntem Bureau zur Ein— ſicht offen. Gießen am 11. Mai 1854. Der Großherzogliche Sections-Ingenieur Eickemeper. Verſteigerung der Mauermaterialien zur Erbauung eines Schulhauſes zu Butzbach. (789) Montag den 22. Mai, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Butzbach folgende Materialien an die Wenigſtnehmenden öffentlich loosweiſe in Accord gegeben werden. 1) das Brechen von 38 Kubikklafter lager— haften, auserleſenen Mauerſteinen in den Brüchen bei Kirchgöns, Ebersgöns oder Rockenbergz 2) die Beifubr derſelben; 3) das Aufſetzen dieſer Steinez 4) die Lieferung von 193000 Backſteinen von 2¼ Zoll Hohe; 5) die Lieferung von 6200 Rohrſteinen; 6) die Lieferung von 434 Bütten Kalk nach naſſem Maas; 7) die Lieferung von 19 Kubikklaftern reinen Mauerſandes. Die Accordbedingungen liegen hier zur Ein⸗ ſicht offen. Friedberg den 15. Mai 1854. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg feet. Bekanntmachung. (760) Samſtag den 17. Juni, Nachmittags 2 Uhr, ſoll das einſtöckige Wohnhaus des Con- rad Triebert zu Dornaſſenheim in der Gemeinde— ſtube daſelbſt einer wiederholten Verſteigerung ausgeſetzt werden. Reichelsheim den 12. Mai 1854. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Arbeits- Verſteigerung. (761) Freitag den 19. Mai d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen bei dem Gaſtwirth Schall zu Aſſenheim die bei Reparatur des der isr. Gemeinde zuſtehenden Wohnhauſes vorkommenden Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden; 1 Voranſchlage beträgt jede einzelne rbeit: 1) Zimmerarbeit 44 fl. 51 kr. 2) Maurerarbeit 26„54„ 3) Schreinerarbeit 58 30 4) Glaſerarbeit 16 20„ 5) Weißbinderarbeit 88„19 6) Spenglerarbeit 15„ 20„ 7) Kalk⸗, Sand⸗, Backſtein⸗, Dachziegel⸗ und Mauer⸗ ſteinlieferung 75„— Aſſenheim den 12. Mai 1854. Der isr. Vorſt and: H. Simon. N ⏑ν N Privat- Bekanntmachungen. Ein Kap i te (746) von fl. 3500. wird gegen hineeichende Sicherbeit bis Ende Juli d. J. ohne Ver— mittlung geſucht. Näheres auf frankirte Offerten unter P. F. post restante Friedberg. Aeußerſt billig (149) fertige ich Franzen zu Mantillen, ſowie alle Sorten Strickbaumwolle zu her— abgeſetzten Preiſen bei mir zu haben ſind. Joſ. Hoffmann, Poſamentier. Annonce. (762) um mein Lager zu räumen, habe ich zuruͤckge ſetzt: Jaconas auf 16 bis 20 kr. pr. Elle, Wollen mouſſeline auf 34 bis 36 kr. pr. Staab, Kat⸗ tune auf 11 bis 12 kr. pr. Elle, ſämmtlich in feinſter Qualität. Zugleich empfeble ich meinen neuen bedeuten⸗ den Vorratb in Sommerartikeln, bei welchen ich durch ſehr vortheilhafte Einkäufe in den Stand geſetzt bin, äußerſt billige Preiſe zu ſtellen. R. C. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Ein gewandter fleißiger Junge (763) findet in einer hieſigen Handlung Be— ſchäftigung. Wo ſagt die Expedition. 152 e- Deulscher Phöniæ, Verſicherungs-Geſellſchaft in Frankfurt a. M. (71640 Folgendes ſind die Reſultate der in der neunten General-Verſammlung am 29. April 1854 abgelegten Rechnung des Jahres 1853: Grundcapit als eee. Einnahme für Prämien und Zinſen.. 577,847 34„ Total⸗Summe der baaren Reſerven.„ 676,916 46„ Reſerve für noch nicht liquidirte Schäden— 63,893—„ Der Protokoll⸗Auszug und Rechnungs-Abſchluß können von Jedermann bei dem unterzeichneten Bezirks⸗Agenten eingeſehen werden. Zu Verſicherungen lade gleichzeitig ein Friedberg im Mai 1854. H. Hahn, Bezirks-Agent des Deutschen Phönix. II. das geſammte Hausinventar, beſtehend aus:[Haus inventar Montag den 22. Mai und gut gehaltenen Möbeln, Sophas mit Stüh— an den folgenden Tagen, jedesmal Vormittags len, Tiſchen, Betten, Haus- und Küchen⸗ 9 Uhr, meiſtbietend verkauft werden und lade geräthe, Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn, ich Kaufliebhaber hierzu mit dem Anfügen ein, Ein desgleichen in meinem Hinterhauſe, be— ungeſchnittnes Leinen, Kupferſtichen, Bü⸗ daß mit dem Verkauf der Ackerwerkzeuge ſtehend in 2 Zimmern, Küche, Speicher und chern, Jagdgeräthſchaften, Flinten, Büch— Mittwoch den 17. Mai, und mit dem Verkauf Stallung. ſen, einigen Hundert Rehgeweihen, aus⸗[des Viehs dagegen Donnerſtag den 18. Mai, J. A. Menges. geſtopften Vögeln ꝛc., Ein vollffändiges Logis (765) im mittleren Stocke meines Vorder- hauſes iſt zu vermiethen und kann bis im Juli bezogen werden. jedesmal 9 Uhr Vormittags, begonnen wer⸗ Mobiliar⸗Verſteigerung. (739) Donnerſtag den 18. d. M., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, werden in dem Hauſe des und zwar das unter I. aufgeführte Guts— inventar Mittwoch den 17. Mai und an den folgenden Tagen, jedesmal 9 Uhr Vormit⸗ tags; ferner das unter II. aufgeführte den ſoll. Kinzighbeimer-Hof den 8. Mai 1854. Heinrich Koch, für ſich und ſeine Geſchwiſter. verſtorbenen Wirths Chr. Krauch zu Rödgen nachverzeichnete Gegenſtände erbvertheilungs⸗ balber öffentlich gegen gleichbaare Zahlung ver— ſteigert, nämlich: Pferd, fünfjähri 7 e 5 5 fünfjähriger brauner Wallach, durch die Hauptagentur von 1 Rind, 3 Schweine, 3 Sprenger, 5 Schafe mit 5 Lämmer, 2 jährige Hämmel, 1 Trupp Hühner und Enten, 1 Wagen mit Zugehör, 1 Pflug und 1 Egge, Senſen, Hacken, Fäſſer, verſchiedenes Holz werk, ſowie Bettung, Mannskleider, Weiß⸗ zeug, Leinwand und verſchiedene Hausge— Für Auswanderer (766) Expedition den 1. Juni nach New⸗Jork& Baltimore billigſt J. G. Appel in Gießen. Frankfurter Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchafk (767) Der Rechnungs-Abſchluß des Jahres 1853, welcher in der am 26. April d. J. ſtattgehabten General-Verſammlung vorgelegt wurde, ergab folgende Reſultate: Grund capital. fl. 3,000,000— kr. räthſchaften. Einnahmen für Prämien, Leibrenten, Capi⸗ Schwalheim. Der Vormund: kalten, Ziuen s 3 135,480 26„ H. Meyer. Bekanntmachung. 175) Erbtheilungs halber ſoll auf dem Kin— zigheimerhof bei Hanau 1. das geſammte Gutsinventar, beſtehend aus: 1) Vieh, und zwar Die bei der Geſellſchaft auf Lebenszeit Verſicherten ſind mit fünfzi g 3 etch e, Schier Race, 5 ſellſchaf f 5 ſich ſi f. 7z 8 Et 5 n an dem Gewinne betheiligt; bei Verzichtleiſtung auf dieſen Gewinn-Antheil wird 30 1 5 unter denen 50 Schweizer⸗Kreu⸗ die Jahresprämie ſofort um 10 pEt. ermäßigt. 13 Rindern, Die Geſellſchaft übernimmt auch Kapitalien, für welche ſie außergewöhnlich 6 Zugochſen, hohe Leibrenten gewährt. 12 Pferden, 380 Stück veredelten Schafen, 102 Stück Lämmern, derſelben Race, 5 Schweinen, 2) Ackergeräthſchaften: n a Wagen, Pflügen, Eggen, Drillmaſchinen, Milchwagen auf Federn, Geſchirre ꝛec., 3) eine vollſtändige Branniweinbrennerei mit Schwarz'ſchem Apparat, eine Roßmühle, ein vollſtändiges Schmiedewerkzeug, Aepfel⸗ keltern, circa 200 Ohm Fäſſer, eine Par⸗ thie Daubholz und geſchnittene eichene Bohlen, ferner 100 Malter Kartoffeln, 4 Ohm 1822 r Deidesheimer Wein ꝛc., 4) zwei Chaiſen, eine Droſchke, Chaiſenge⸗ ſchirre, Reitzeug, zwei Schlitten nebſt Schellen ꝛc., Ausgaben für Sterbefälle In das Jahr 1854 übertragene Ueberſchuß einſchließlich der Reſerven 33,983 20„ 441,193 28„ Der Protokoll⸗Auszug und Rechnungs-Abſchluß liegen bei dem unterzeich— neten Haupt⸗Agenten, ſowie bei den Bezirks⸗Agenten) zur Einſicht offen und werden gefällige Verſicherungen auf's Prompteſte vermittelt. Gießen den 11. Mai 1854. J. G. Appel, Haupt⸗Agent der Frankfurter Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft. ) in Friedberg bei H. Hahn. „Großkarben bei Bürgermeiſter Zöll. „Vilbel bei H. Bärmann. „Büdingen bei P. Habermann. „Hungen bei Heinrich Rühl. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Cs verfl eine dauernde ihrer Zeit daz qus dem Kind nerte, was ſie dem Schloſſe nabmen Andac nan nicht Ma anze in inbt geſandt waren erſten deiden katholiſchen K wohner des auch Margue wir aus den kannte dem J ken und Geda Heſchichte ihr. wie ſie auf d eile Liebe abz lathet, dem ſie geliebt habe; ganzes Leben einfger Wunſ zu hoͤten und Sie ende ſtet, dem ſie ſo geoffenbar, J traf ihr Obr. und eilte us wieder komm Prieſter ſein Bekannmn 2 Immob 1731) Mont als ki ur, Jumobilen den hier, wie ſolche