* und — * un u. Von Obſt⸗ 5 dez. e Ge⸗ 1 2 Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 30. Sonnabend den 15. April 1851. Des Oſterfeſtes wegen erſcheint naͤchſten Mittwoch keine Nummer dieſes Blattes. Amtlicher Theil. —— Oeffentliche Nachricht. Die ſtatutenmäßig in der Woche nach Oſtern ſtatt findende General-Verſammlung des Mathildenſtifts kann eingetretener Hinderniſſe wegen nicht abgehalten werden und wird demnächſt der Termin veröffentlicht werden. Die Großherzoglichen Bürgermeiſter der betheiligten Gemeinden, ſowie die übrigen Mitglieder des Mathilden— ſtifts werden hierdurch hiervon in Kenntniß geſetzt. Friedberg am 11. April 1854. Der Großherzogliche Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathildenſtifts Müller, Regierungsrath. Marguerite Devereur. Erzählung. (Fortſetzung.) Eines Tages ging er in Gedanken verſunken, eine Straße hinab in der Nähe ſeiner Wohnung, um einen ſeiner Freunde aufzuſuchen, als ſeine Aufmerkſamkeit durch einen kleinen Hund angezogen wurde, der offenbar ſeinen Herrn verloren hatte, und in der größten Gefahr war, von einem heranrollenden Wagen überfahren zu werden. „Das kann zu einer kleinen Galanterie führen,“— rief er aus;—„ein ſo hübſches Hündchen hat gewiß eine ſchöne Herrin— aber wenn auch nicht, ich muß es retten!“ Er ſprang vom Trottoir, lief hinzu, riß den Hund weg, konnte aber doch nicht verhindern, daß das Rad des leichten Wagens das eine Hinterbein deſſelben verletzte; er nahm das ſchreiende Thier auf den Arm und wollte eben die Wunde unterſuchen, als er von einem alten Manne, ehrwürdigen Anſehens und in der Kleidung eines Abbé, angeredet wurde:„Empfangen Sie meinen wärm— ſten Dank, junger Mann, fur Ihre Güte und Freundlich⸗ keit. Dieſer kleine Hund gehört mir; ich kaufte ihn kürz— lich auf dem Lande, wo ich mich aufhielt und wo er mir leicht folgte, ohne daß ich zu fürchten hatte, ihn zu ver— lieren. Dieß iſt ſein erſter Tag, wo er in der Stadt auf der Straße iſt, und es wuͤrde ohne Sie ſein letzter ge— weſen ſein. Meine Wohnung iſt hier in der Nähe, und ich weiß, daß die Ihrige auch nicht weit entfernt iſt. Wenn ich Sie nicht anderer Geſellſchaft entziehe, ſo lade ich Sie ein, mit mir zu gehen, damit ich das Vergnügen haben kann, Ihnen abermals zu danken.“ Denis erwiderte, daß er mit großem Vergnügen die Einladung annehme; ſie gingen nun mit einander und unterhielten ſich über gleichgültige Gegenſtände, bis ſie zur Wohnung des Abbé's gelangten, die, wie er mit Ver— wunderung ſah, der ſeinigen gegenüber war. Sie gingen hinein, das verwundete Bein des Hündchens ward ver— bunden, und der ehrwürdige Geiſtliche, der die Annehm— lichkeiten des Lebens nicht verſchmähete, bewirthete Denis mit einem Glaſe ausgeſuchten Weines, den er kürzlich zum Geſchenk erhalten hatte. „Sie ſind Student und würden vielleicht gerne meine Bucher ſehen?“ ſagte der Abbé. Denis nahm dieß Anerbieten gerne an. Es war eine ſchone Sammlung von Büchern, nicht blos in fran— zoͤſiſcher Sprache; eine ausgewähltere Bibliothek von klaſſiſchen Autoren fand ſich vielleicht nicht in einem Pri— vathauſe in Paris, es fehlten auch nicht die berühmteſten engliſchen, deutſchen und italieniſchen Schriftſteller. „Sie ſind alle zu ihrer Dispoſition,“ ſagte der Abbé, „zum Leſen ſowie zum Nachſchlagen; denn ich weiß, daß Sie ſtudiren; Ihnen mag wohl manchmal ein Buch fehlen, und Sie ſcheuen ſich vielleicht, die öffentlichen Bibliotheken immer zu benutzen.“ „Sie ſind allzu gütig,“ erwiderte Denis; aber wie wiſſen Sie, daß ich Student bin, und daß ich— was keineswegs immer daraus zu folgern iſt— viel ſtudire?“ »Sie wohnen mir gegenüberz, ſagte der alte Mann, „vielleicht kennen Sie mich nicht. Ich habe mich zuletzt einige Zeit auf dem Lande aufgehalten, und wenn ich hier bin, lebe ich ſehr eingezogen und ſtill. Sie ſind län— ger als ein Jahr in Paris. Ich habe Sie lange beob— achtet, und ich bin dem Zufall ſehr dankbar, der mir Ihre Bekanntſchaft verſchafft hat; ſo kann ich Ihnen ſagen, was Sie, wie ich überzeugt bin, ruhig von einem Manne, der viel älter iſt als Sie, anhoͤren werden: „Ich habe Sie ſeit Monaten nahe beobachtet; Ihre Erſcheinung intereſſirte mich; ich habe keine ältere Perſon in Ihrem Zimmer bemerkt: haben Sie irgend Jemand, auf deſſen Urtheil, Rath oder Leitung Sie ſich ſtützen?— 2 118„ ich glaube nicht. Ich kann ganz klar aus dem Kommen Ihrer Kameraden und aus den Stunden, die Sie halten, abnehmen, daß Sie, wenn Ihre Studien, Sie nicht be⸗ ſchäftigen, in einem Strudel von Fröhlichkeit und Zer⸗ ſtreuung leben. Und ich ſehe noch mehr: Ihrem Geſichte leſen, ö e glücklich macht, und daß, ſo ſehr Sie auch Geſchmack an der Aufregung finden mögen, die Ruhe nach derſelben ein Leiden fur Sie iſt. Wohnung zurückkehren, e ſo oft bis Tagesanbruch?— und was bedeutet Ihr raſt⸗ loſes, oft ſtundenlanges Aufundabgehen in Ihrem Zimmer? Es iſt nicht Alles, überzeugt.“ a 4 Denis war erſtaunt, aber nicht beleidigt. zahlte dem alten Manne ohne Rückhalt ſein vergangenes Leben— ſeine jetzigen Gefühle— ſeine wahren Wünſche; wie er durch Umſtände verhindert, durch Verſuchung vek⸗ führt ſei. Er bat um ſeiuen Rath und versprach ernſtlich, daß er demſelben folgen wolle. „Machen Sie junger Freund,“ ſagte der Abbé,„Sie werden ſie viel- leicht nicht ſo leicht halten können; und es iſt nicht mein Wunſch, Sie an irgend eine beſondre feſſeln, ſondern ich hoffe bloß, daß es mir gelingen werde, Sie zu bewegen, Ihre jetzige Lebensweise aufzugeben.“ Das Uebrige mitzutheilen; es ergibt ſich aus dem, was Denis that. Auf den Rath des Abbe's verließ Denis für einige Zeit Paris und verfolgte beharrlich die Studienweiſe, die derſelbe ihm vorgezeichnet hatte. mäßig auch mit ſeinem neuen Freunde und Berather. In einer Woche erhielt er am gewohnten Tage keinen Brief; wie es Gränzaufſehern Johann Kaspar Werner eheliche ledige Tochter. Get aufte: Dem hieſigen Bürger, Barbier und Heilgehülfen Hein⸗ rich Diehl II. ein Sohn, Heinrich Conrad, geb. den Dem hieſigen Bürger und Rothgerber Philipp Hanſtein ein Sohn, Johann Friedrich, geb. den 17. Febr. Bürger und Schreinermeiſter Paul Jo- Dorothea Willibaldine, geb. Dem hieſigen Bürger und Buchhändler Karl Emil Scriba ein Sohn, Friedrich Philipp, geb. den 2. Febr. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Franz Albrecht Ruppel II. ein Sohn, Franz Joſeph, geb. den 26. Dem hieſigen Bürger und Schreiner Johann Karl Schneid ein Sohn, Martin, geb. den 17. Febr. Dem hieſigen Bürger, Metzgermeiſter und Gaſtwirth Johannes Heinrich Waltz III. ein Sohn, Johann Heinrich Tobias, geb. den 26. Febr. Dem hieſigen Bürger und Kaufmann Jean Huber ein Sohn, Emil, geb. den 25. Febr. 2. Febr.(zu Mainz) ein unehelicher Sohn, Karl, geb. Be er digte Konrad König, ein gleich nach der Geburt und em⸗ verſtorbenes eheliches Söhnchen des hieſigen Bürgers und Oekonomen Konrad Konig; ich kann auf 1. daß dieſe Lebensweiſe Sie nicht 9. Febr. 5. Wenn Sie um Mitternacht in Ihre warum brennt dann ihre Lampe 5. Dem hieſigen ſeph Falck eine Tochter, den 5. Febr. ſein ſollte— davon bin ich 7. Er er⸗ 12. Febr. 12. 16. nicht ſo raſch Verſprechungen, mein 17. Lebensweiſe zu Den den 29. Jan. der Unterredung brauchen wir nicht 5. pfaugene Nothtaufe Er correſpondirte regel— i 1 den 4. März. 5. Heinrich Rauſch, des verſtorbenen hieſigen Buͤrgers und noch eine Woche verſtrich, ohne daß er eine Zeile empfing. daß der Abbé des Schreibens überdruüſſig geworden, oder daß er krank ſei, oder daß er die Haupt⸗ 20. ſtadt verlaſſen habe; er eilte daher nach Paris, und fand Er fürchtete, ſeinen Freund— todt. (Fortſetzung folgt.) Spenglers Karl Rauſch Jahre, 5 Monate und 20 Tage; f den 4. Marz. Johann Heinrich Oberländer, hieſiger Bürger und Huf⸗ ſchmied, alt 63 Jahre und 20 Tage; t den 18. März. 20. Johannes Binz, eheliches Söhnchen, alt 9 hieſiger Bürger und Taglöhner, alt 71 Jahre und 10 Monate; 1 den 19. Marz. Kirchenbuchs⸗Auszug von Friedberg. Monat März. Ge traute: 5. Johann Heinrich Renner, Bürger und Schneidermeiſter zu Gießen, ein Wittwer, und Johannette Anna Maria des geweſenen Großh. Brigadiers bei den Werner, 29. Heinrich Gillmann, ſtorbenen Bürgers und Handarbeiters zu Steinfurth Chriſtian Gillmann Schneidergeſell dahier, des ver⸗ ehelicher lediger Sohn, alt 29 Jahre, 2 Monate und 2 Tage; f den 27. März. 28.(zu Petterweil) Wittwe des ver nermeiſters Konrad Strauß, geb. Flick, alt 68 Jahre und 23 Tage; 1 ü den 25. März. Eleonore Henriette Louiſe Strauß, ſtorbenen hieſigen Bürgers und Schrei⸗ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. R Bekanntmachung, betreff.: Holzverſteigerung im Großherzoglichen Domanialwald Burgwald, der Ober⸗ förſterei Oberrosbach. (856) Donnerſtag den 20. und Freitag den 21. d. M. wird das nachverzeichnete Holz der öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbie⸗ tenden ausgeſetzt: 1½ Stecken Birken⸗Scheitholz, 1% Stecken Buchen-, 49% Stecken Birken⸗, 7 ½% Stecken Nadel⸗, 10½ Stecken Aspen⸗ Prügelholz, 1 Stecken Buchen-, 101 Stecken Birken⸗/ 7 Stecken Nadel-, 8 Stecken Erlen⸗ Stockholz, 2350 Wellen Buchen⸗, 9975 Wellen Birken⸗ und Eichen-, 5625 Wellen Erlen⸗, Aspen⸗ und Nadel⸗Neisholz, 1 Eichen ⸗ und 1 Fichten ⸗Stammabſchnitt, erſterer 14 Zoll und 13 Fuß—, und letzterer 7 Zoll und 31 Fuß Durchmeſſer und Länge. An jedem der beiden Tage kommt ungefähr die Halfte des Quantums, die beiden Stamm. abſchnitte am erſten Tag zum Aus gebote, womit jedesmal Morgens präcis 8 Uhr im Schlag Nr. X. des Burgwaldes begonnen wird. Oberrosbach den 7. April 1854. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Main⸗Weſer⸗Bahn. (530) Die Kleeerndte auf dem Gebiete der Bahn ſoll auf die Dauer des Jahres 1854 in einzelnen Looſen an den Meiſtgebenden öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt: Mittwoch den 19. April Morgens 8 Uhr auf der Station Vilbel, für die Gemankung daſelbſt. Donnerſtag den 20. April Morgens 8 Uhr auf der Station Großkarben, für die Gemar⸗ kungen Kloppenheim, Okarben und Nieder⸗ wöllſtadt. Freitag den 21. April Morgens 8 Uhr auf der Station Friedberg, für die Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II. und Bruchen⸗ brücken. Friedberg am 4. April 1854. Der Großherzogliche Bahn-Ingenieur Hochgeſand. Oeffentliche Bekanntmachung. (577) Chriſtian Müller von bier iſt von Gr. Hofgericht für einen Verſchwender erklärt und als ſolcher unter Curatel geſtellt worden, was mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht wird, daß fortan nur mit den beſtellten Cura- toren, Michael Jung und Karl Müller dahier, Rechtsgeſchafte gültig abgeſchloſſen werden kön⸗ nen und Forderungen an Chriſtian Müller bin⸗ nen 4 Wochen dabier anzuzeigen ſind, widrigen⸗ falls dieſelben bei der Vermögensregulirung nicht berückſichtigt werden. Friedberg den 7. April 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen, Landrichter. Landgerichts ⸗Aſſeſſor. —— 2 SS&= 31 9 2 pol (881) 4 Vormütags Gemeinde we zachfehendte 24 Si iſtnllc n Das Bre ſolz zuletzt Die Zu des Walde Oberto Oroßherzo⸗ pol 682) A Ahr, ſo bald, Diftr 110 St 138 6000 Ta (871) nilie wi de Lehr Jwei 683) Jagdderpachtung. (878) Dienſtag den 25. d. M., Nachmittags 1 Ubr, ſoll die Feldjagd in der Gemarkung Oppersbofen auf wetere 3 Jahre auf dem hie figen Rathhauſe offentlich verpachtet werden. Oppereboſen am 10. Apel 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oppershofen We 4. Arbeitsverſteigerung. (879) Freitag den 21. April, Nachmittags 1 Ubr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Sta— den verſchiedene Reparaturarbeiten an dem iora— elitiſchen Gemeindehauſe daſelbſt an den Wenigſt— nehmenden vergeben werden und betragt der Voranſchlag: 1) Zemmerarbeit. 2) Maurcrarbeit 88 10„ 3) Steinbauerarbeit 18 40„ 4) Schreinerarbeit 98 5) Glaſerarbeit, 24„—„ 6) Weißoinderarbeit 36 21 7) Schloſſerarbeit 10„ 1 Neferung von 15 Bütten Kalk und 2000 Backſteine. Staden den 9. April 1854. Der israelitiſche Vorſtand: Straus. Bekanntmachung. (880) 35 bis 40,000 Fichten-Pflänzlinge, per Tauſend 1 fl., konnen aus dem Wolfers⸗ deimer Gemeindewald abgegeben werden. Wölfersheim den 13. April 1834. Der Großberzogliche Bürgermeiſter Allwohn. Holzverſteigerung. (881) Dienſtag den 18. April l. J., des Vormittags um 8 Ubr, ſoll im Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt große Johannishecke, nachſtehendes Holz, als: 24 Stecken Eichen⸗Scheitbolz, 8„„ Prügelbolz, *„ Stockbolz, 2088 Wellen Eichen⸗Reiſerholz, 70„ Nadelbolz und 75 Stämme Eichen- Bau- und Werkholz von 4163 Cubikfuß, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Das Brennkrolz wird zuerſt und das Stamm⸗ polz zuletzt verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt vor dem Eingang des Waldes oberbalb des Straßheimer Hofs. Oberrosbach den 12. Aprel 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Ble cher. Holzverſteigerung. (882) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 9 Ubr, ſollen in dem Langenhainer Gemeinde- wald, Diſtrikt Filzbart: 110 Stecken Tannen⸗Prügelholz, 138„„ Stockholz, 6000 Tannen- und gemiſchte Wellen, öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt in der Maibacher Straße an der Filzbart. Ziegenberg den 12. April 1854. Der Großherzogliche Bürgermeiſter Rumpf. n Privat- Bekanntmachungen. Gießen. (871) Ein junger Menſch von braver Fa⸗ milie wird unter annehmbaren Bedingungen in die Lehre geſucht. Chriſtian Georg, Kunſt⸗ und Handelsgartner. Zwei tüchtige Weißbindergeſellen (883) finden l bei Zimmermann, Maler und Weißbindermeiſter. 2 119* Abſchrift. (664) Die Unterzeichneien danken hiermit Ihrem Freunde und Begleiter C. Schwarz von Echzell für die ſich für unſer Fortkommen gegebene Muhe und empfehlen oben Genannten allen Auswanderern aufs beſte, namentlich da wir geſehen haben, wie es den nicht durch Prn. Schwarz expedirten Auswanderern ergangen hat. Bremerhaſen den 3. April 1854. Karl Eiſch von Lich, Karl Kolonius von Wächtersbach, Philipp Buch von Lich, Ph. J. Vogt von Lich, Heinrich Dietz von Lich, Johannes Greif von Biſis, Reinhard Schneider von Leidhecken, Kon- rad Schafer von Wohnbach, Friedrich Reuß von Lich, Joh. Fourier von Mel— bach, Anion Kalſen von Melbach. Die Unterſchriebenen ſagen hiermit dem Hrn. Agenten Karl Schwarz von Echzell, obgleich wir mit einem andern Agenten, welcher uns nicht begleitete, Accord abgeſchloſſen hatten, für die uns zu Theil haben werdende Unterſtußung unſern verbindlichſten Dank und empfehlen den— ſelben allen Auswanderern aufs beſte. Bremerhafen den 3. April 1854. L. Wagner mit Familie, Theodor Schnei— der, Ph. Malkomeſius mit Schweſter von Gießen Es wind hiermit beſcheinigt, daß das die Ab⸗ ſchrift von dem wirkuchen Original iſt. Echzell am 9. Apru 1854. Der Großherzoguche Bürgermeiſter Stoll Abſchrift. (565) Es iſt unſere Schuldigkeit, unſern Agenten, den Herrn Schwarz von Echzell, für ſeine uns wäprend der Relſe nach Bremen ge— leiſteten Dienſte unſern warmſten und herzlich⸗ ſten Dank auszusprechen, da derſelbe mit vieler Liebe und Aufopferung unermüdet dafur Sorge geiragen hat, uns jede mogliche Bequemlichkeit zu verſchaffen, und uns gegen alle Nachtheile zu ſchußen. Wir haben geſehen, wie andere Auswanderer um das ihrige gekommen ſind, haben bei Agenten bezahlt und mußten in Bremen wieder bezahlen; unſer Agent hatte ſo geſorgt, daß unſere Reise ohne Aufenthalt fort ging; hier in Bremen liegen viele 1000 Men⸗ ſchen, und wir reiſen gleich ab. Wir ſchreiben dieſes, damit die Auswanderer ſich auch an unſern lieben Agenten Schwarz wenden, bei dem ſind ſie ſicher. Bremen deu 1. April 1854. Geweſener Forſtwarth Schmidt v. Wohn⸗ bach, Conrad Lißfeld v. Obbornhofen, Georg Biwowarneck v. Wohnbach am erſten April 1854 in Bremen, Gottfried Mades, Johs. Morbach, Jacob Decke bach, Reinhard Schneider, Johs. Hankel und Johs. Greif v. Biſſes, Charlotte Rau v. Biſſes, Konrad Ritz v. Efolter- bach, Georg Karl Momberger v. Rodheim. Georg Biwowarneck beſcheinigt dem Herrn Schwarz noch mit der ganzen Geſellſchaft, daß er uns ſer gut bewird hat, die andere aber ihre Leute ſer ſchlecht. Es wird hiermit beſcheinigt, daß das die Abſchrift vom wirklichen Origmal iſt. Echzell am 9. April 1854. Der Großherzogliche Bürgermeiſter Stoll. eng. (570) Dienſtag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr, will der Unterzeichnete in ſeiner Wohnung mehrere Stück- und Zulaſtfaſſer, geeichte Fla⸗ ſchen und Gläſer, Tiſche, Schränke und ein Kegelſpiel, öffentlich meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigern laſſen. Friedberg im April 1854. Fr. Neßz. Mobiliar-Verſteigerung. (544) Wegen meiner Abreiſe nach Amerika will ich Dienſtag den 18. April d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, nachfolgende Gegenſtände, als. 1 Beliſtelle, 6 polirte Stühle, 3 Tiſche, 1 Backtrog, 1 Bank, 2 Oefen, J Kleiderſchrank, 15 Stahlſtiche-Porträts, 3 gute Hobelbänke, 1 neue Kloppſäge, 4 Schraub böcke, eine Paurthie Keblhobel, 1 großes Schneidzeug, beſonders geeignet zum Schneiden von Hobelbankſchrau— ben, und ſonſteges Schreinerhandwerkzeug, ſowie auch noch verſchieden. Hausgeräthſchaften, einer offentlichen und meiſtbietenden Verſteige⸗ rung ausſetzen. Melbach am 4. April 1854. A. Klingelfuß, Schreinermeiſter. Kapitalien (580 von verſchiedenen Größen bis zu 18000 fl., am liebſten in den Kreiſen Vilbel und Friedberg, große Gutereinſatze zu 4 pt., ſind in Auftrag auszuleihen bei Friedberg. Jakob Finkernagel. Mobiliar-Verſteigerung. (586) Dienſtag den 18. April, Morgens 9 Uhr anfangend, will Unterzeichneter in ſeiner We nachſtehende Mobilien, als: Kleiderſchrank, 1 Kommod, 1 Küchenſchrank Bettſtellen, Tiſche, Stühle und ſonſtige Haus⸗ geräthſchaften, 3 bis 4 Malter Kartoffeln, meh⸗ rere Gattungen Strob, 24 Gebund Flachs, ſo⸗ wie eine Parthie Miſt, öffentlich meiſtbietend verſteigern laſſen. Bruchenbrücken. Andreas Michel. Mobiliar-Verſteigerung. (586) Dienstag den 25. April, Vormittags 9 Uhr, will der Unterzeichnete wegen Erbver⸗ theüung nachſtehende Gegenſtände, als: Pferde, Rindvieh, Schweine, mebrere Wagen, Pflüge, Eggen, für 4 Pferde Wagen-⸗ und Ackergeſchirre, Ketten, Faſſer, Bütten, Heu, Grummet, Kartoffeln, Branntwein und ſon⸗ ftige Occonomiegeräthſchaften, einer offentlichen Verſteigerung ausſetzen. Ilbenſtadt. Johannes Bell. Portland Cement, von F. B. White& Sons in London, (587) von vielen Sachverſtändigen als das beſte anerkannt, der doppelt ſo viel Sandzuſatz verträgt, als der deutſche. fl. 14.— per Tonne von circa Brutto 430 bei Georg Schepeler in Frankfurt a. M. 135— 20000 fl., (88 à 4½ pCt., habe gegen reellen Inſatz ganz oder vertbeilt zum Ausleihen in Auftrag B. T. Biſchoff zu Hanau, beeidigter Senſal. Zu e fen, (889) Eine friſchmelkende Kuh hat zu ver⸗ kaufen Friedberg. Philipp Sieck's Wittwe. Zn eee mies (5900) ein Logis im zweiten Stock und kann ſogleich bezogen werden bei K. Rauſch's Witwe. Ein möblirtes Zimmer (391) hat zu vermiethen Friedberg. Fr. Kautz. Ein Pelzkragen, (892) der nach dem am 6. d. M. gehaltenen Concert des Neuen Muſeums im Local zu⸗ rückgelaſſen wurde, kann gegen Entrichtung der Einrückungsgebühren bei dem Secretär des Vereins in Empfang genommen werden. ————————— 2 120 (886) Für die wegen ihrer vorzüglichen Leiſtungen rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche bei Wimpfen am Neckar werden fortwährend Aufträge angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1854. Eduard Ruths. Die Union, allgemeine deutſche Hogel-Verſſchrunge⸗Geſelſchaft elmar. Grundkapital 3 Millionen Thaler, (wovon 2% Millionen in Aktien emittirt ſind). (6807) Dieſe Geſellſchaft verſichert gegen Hagelſchaden Boden⸗ J erzeugniſſe aller Art, wie Halmfrüchte, Hülſenfruͤchte, Oelgewächſe, Han— edelsgewaͤchſe u. ſ. w. f Dem Verſicherten ſteht es frei, ſeine Bodenerzeugniſſe ganz oder theilweiſe verſichern zu laſſen. Die Prämien ſind feſt, ſo daß unter keinen Umſtänden Nachzabzahlungen zu leiſten ſind. Die Verſicherungen können ſowohl auf ein als auf mehrere Jahre geſchloſſen werden. 8 Bei Verſicherungen auf fünf Jahre iſt den Verſicherten ein Antheil von zwanzig Prozent an der für dieſe Periode ver- bleibenden Dividende zugeſichert, ohne daß ſie darum zu dem etwaigen Verluſte beizutragen haben. Die Schäden werden ſchnell und loyal regulirt. 1 Jede weitere Auskunft kann bei den unterzeichneten Agenten em— 2 pfangen und der Abſchluß von Verträgen eingeleitet werden. Friedberg und Laubach im März 1854. Die ügede n; Georg Friedrich Nau in Friedberg. Johann Martin Zöckler in Laubach. Immobiliar-⸗Verſteigerung. 7 i (893 Mittwoch den 19. l. M., Morgens Tanzmusik zu Fauerbach II.. um 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete in dem hie⸗ 595) am zweiten Oſterfeiertag, wozu hoͤf⸗ ſigen Rathhauſe: lichſt einladet Nie ien. 2) einen Bauplatz, 20 U◻◻Klafter enthaltend, 217. 1 0 in der Weedgaſſe, unter demſelben befin⸗ P h 1 l l p p l 8 G ar te n. det ſich ein ſehr guter Keller mit Kreuz⸗(996 Ich beehre mich hierdurch anzuzeigen, gewölbe, 40 Fuß lang und 20 Fuß breit, daß den erſten Oſterfeiertag meine Garten⸗ auch iſt der ganze Platz mit einer Mauer wirthſchaft eröffnet wird und lade zu güligem umgeben; ſodann Beſuche freundlichſt ein. b) ſeine ſämmtliche Aecker und Gärten in Friedberg den 12. April 1854. hieſiger Gemarkung, worüber die ſtädti⸗ G. Philippi. ſchen Flur⸗ und Gartenſchützen Verzeich⸗ 1 niſſ beßhen, e Einladung. öffentlich freiwillig an den Meiſtbietenden ver-(5977) Am zweiten Oſterſeiertag d. J. iſt ſteigern. 5 bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmufik Friedberg am 8. April 1854. anzutreffen, wozu freundlichſt 109555 N . J. Ko ch. Nauheim den 12. April 1881. Einladung. D. Fritz. 2 52 0 zweiten und dritten Oſterfeiertag Zur Nachricht. Großes Bolzbüchſenſcheibenſchießen 2 2 ſtatt, 1055 ich 1 1 0 Sauen 125 für 898 Mittwoch den 19. n Getränke beflens geſorgt iſt, und Donnerſtag den 20. Steinfurth den 11. 7 9 dſs. Mts. ſind jüdiſche Ro ſenbecker, N Gaſtwirth. Feiertage. Kirchliche Anzeigen. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. 1. Oſtertag. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Bangel. Nachmittags: Herr Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Meper II. 2. Oſtertag. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Namittags: Hr. Candidat Decker. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Kraus Vom 1. Ostertage an und weiter den Sommer hindurch beginnt der Vormittagsgottesdienſt wieder um 9 Uhr. Frankfurter Cours vom 12. April 1854. Piſtole, fl. 9 37-38 Friedrich,,„10 5-6 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 45½-46% Rand⸗Ducaten n. 7„ 532-33 20 Frankſtücke„ 924-25 Engliſche Souverains..„11 44-46 Preußiſche Thaler.„ 1467 5 Frankenthaler„ 22021 ¼ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 146-47 Fruchtpreiſe. 12. April 7. April 110. Mrz. Gattung. Fried⸗ berg fü rt eff: s. fle kr⸗ Waizen pr. Malter 1815 17 50—— Korn„ 75 13145132514— Gerſte„ 75 111— 110 36110— Hafer„„ 7 6—1 61311—— Polizei ⸗ Taxe. für die Städte Friedberg und Butzbach. vom 15. bis zum 21. April. 2 Fried⸗ Butz ⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 25. pf. e 1 Leib⸗Roggenbrod 44 21 42 2 77 75 9 1 9 1 1 7 7. 18 11181 — Lth. Lth. — Milchbrod 13 13% — Waſſerweck 13% — Gemiſchte(Tafel-) Brod] 14 14 7/. leiſch-Preiſe. 5 5 1 pf pf. 1 Ochſenfleiſch 13— 12 2 „Kühfleiſch, gemäſtetes nie „ Rindfleiſch, gemäſtetes r „ Kalbfleiſch 6— 6— 17„ 1 gemäſtetes——1l—— „ Schweinenfleiſch 14— 114— „Hammellleiſch 10— 10— „ Schaaffleiſch 7515 „Wurſt veblos Schweinen 16— 616— „Bratwurſt 19— 18— „Schwartenmagen 18— 118— „ Geräucherter Speck 28— 126— „Schinken 19— 20— „ Dörrfleiſch 20 28 „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen e unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 22— 20— „[Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 1 2 B Betreffend Der Auſſaz w. allgemeine! Bürgermei angehörige nachen. Fr 10 Zut Geſundt gelber ſalinirten, geachtet ſſchen Zei ſlaͤdter 3e deren fer Farb nt Schwe Bekannt binnen 6 0 ſonſt N herzeichnig zugeſchned ligt werder driedb, U Oeff 99)