Iſchaft ei Millionen landen Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 4 12. Sonnabend den 11. Februar Amtlicher Theil. —— öVnö—— Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Stellvertretungs⸗Aſſecuranz⸗Anſtalt für das Muſte⸗ rungs- und Ziehungs jahr 1853. Von den aus dem Kreiſe Friedberg in der Stellver— tretungs⸗Aſſecuranz-Anſtalt für das Muſterungs- und Zie— hungsjahr 1853 verſicherten Militärdienſtpflichtigen, haben folgende Leute Marſchnummern gezogen, oder es fallen wenigſtens ihre Looſe in diejenigen 20 Procent der Auf— rufsfähigen, welche zum Erſatz für Ausbleidende und Un— taugliche zum Aufrufe beſtimmt ſind: 1 Anton Schöpf von Pohlgöns, 2) Johannes Kuhl von Munſter, 3) Sebaſtian Leißner von Friedberg, 4) Wilhelm Koſt von Niederwöllſtadt, 5) Adolph Crößmann von Friedberg, 6) Johann Peter Schneider von Oſtheim, 7) Heinrich Winter von Hochweiſel, 8) Heinrich Rohn von Wohnbach, 9) Eduard Trapp von Friedberg, 10) Wilhelm Schudt von Bruchenbrücken, 11) Anton Trommershauſen von Kirchgöns, 12) Abraham Haas von Bönſtadt, 13) Johann Friedrich Schmidt von Aſſenheim, 14) Johannes Loh von Niederweiſel, 15) Schmaie, genannt Georg Hirſch von Friedberg, 16) Alois Seitz von Ockſtadt. Es hat demnach die Aſſecuranz-Anſtalt für die Ver— tretung dieſer Leute zu ſorgen und zu dieſem Behufe für jeden derſelben die vorgeſchriebene Vertretungsſumme zur Einſtandskaſſe zu bezahlen, inſofern dieſelben wirklich zum Dienſte aufgerufen werden. Nach§. 11 der Verordnung vom 16. Juli 1851(Regierungsblatt No. 20) hat jedoch die Aſſecuranzeaſſe die Vertretungsſumme zurückzuerhalten, wenn ein Militärpflichtiger, für welchen ſie die Vertretungs— ſumme bezahlt hat, vor dem Anfang ſeiner Dienſtzeit ſtirbt oder untauglich wird. Wenn ſich daher unter den oben genannten Leuten ſolche befinden, welche nach der vorjah⸗ rigen Muſterung geſtorben ſind, oder welche ſeitdem ein Uebel oder ein Gebrechen erhalten haben, welches ſie zum Militärdienſt augenſcheinlich untauglich machen würde, 1854. J. bei oder wenn einer dieſer Fälle bis zum 1. April d. 2 dem einen oder dem andern dieſer Leute eintreten ſollte, ſo erwarte ich hierüber von Ihnen unverzügliche Anzeige. Friedberg den 8. Februar 1854. Müller. 8 an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes und den Polizei— commiſſär zu Wickſtadt. Betreffend: Die Vertilgung der der Landwirthſchaft ſchädlichen Vögel. Unter Berückſichtigung Ihrer in rubricirtem Betreff geſtellten Anträge, verfüge ich andurch, daß jeder Beſitzer eines bewohnten Hauſes für das laufende Jahr drei Sper— linge zu liefern hat. Zur Vollziehung des Art. 11 der Verordnung vom 7. April 1839 gebe ich Ihnen daher auf, ein Regiſter der Lieferungspflichtigen anzufertigen und im Uebrigen Alles dasjenige anzuordnen, was die Ihnen mit— getheilten Ausſchreiben Großh. Miniſteriums vom 8. April 1837 und 6. Januar 1845 vorſchreiben. Indem ich Sie noch darauf aufmerkſam mache, daß nach letzterem ſich die Lieferungszeit nur bis Ende März erſtrecken darf, ſpreche ich gleichzeitig die Erwartung aus, daß Sie nach Ablauf dieſer Friſt vorſchriftsmäßige Vor— lage machen. Friedberg den 8. Februar 1854. Wü ßer. Der Straudräuber. N Ein Seebild. Von Arnold Thurnepſſen. (Fortſetzung.) Auf einmal drängte ſich eine weibliche Geſtalt durch die beiſammenſtehende Gruppe der Wracker und näherte ſich dem Feuer, an welchem Pierre Sandeau ſtand. Sie ſchien zu dieſen Leuten zu gehoren, allein als ſie dem alten Anführer etwas leiſe in's Ohr flüuͤſterte, machte ihre Stimme den rauhen Mann erbeben. „Vater, was thuſt Du hier?“ fragte Madeleine in leiſem feierlichem Tone. „Thörin, was kümmert das Dich? Wie kommſt Du hierher?“ erwiderte Pierre, verblüfft und zornig zugleich. „Ich komme, um Mord und Todtſchlag zu verhüten!“ ſagte ſie.„Bedenke, Vater, was ihr thun wollt! Hier kommen fünfzig Mitmenſchen heran und ſuchen Rettung ihres Lebens und ein Obdach, und ihr wollt ihnen den Tod geben! „Das iſt kein Platz für Dich, Madeleine!“ rief der Alte barſch.„Geh' heim, Mädel, und laß Dich nicht wieder bei Nacht außer dem Hauſe ſehen!“ „Fort, Madeleine! geh' Deiner Wege!“ riefen nun auch die Anderen zornig. „Ich gehe nicht von der Stelle!“ rief Madeleine; „ich will hier bleiben und Euch zuſehen, wie Ihr Eure Frevelthat verübt, ich will ſie mir in mein Gedäͤchtniß und Gemüth tief einprägen, um Euch Tag und Nacht in die Ohren rufen zu können, daß Ihr Mörder ſeid.— Vater,“ fuhr ſie mit feierlichem Tone fort,—„wenn Du Deine Hand heute Nacht mit dem Blute eines einzigen Menſchen beſuldelſt, ſo bin ich Dein Kind nicht mehr. Lieber will ich dann betteln und auf Händen und Füßen durch die Welt kriechen, als noch länger das Brod des Verbrechens eſſen!“ „Nehmt das Mädel fort, ſonſt ſollt Ihr's bereuen, Pierre!“ ſagte einer der Männer, der noch wilder und roher ausſah als die Uebrigen. „Geh', mein Kind, ich bitte Dich, geh!“ fluͤſterte Pierre ihr ſanfter zu, während die Strandräuber in einem Haufen nach dem Strande hinunter eilten, wo die Boote eben anlegen wollten.»Ich gehe nicht! ich weiche Dir nicht von der Seite!“ rief Madeleine und klammerte ſich an die Kleider ihres Vaters an. „Laß mich los!“ rief Pierre, den Anderen nacheilend, und zerrte ſeine Tochter mit ſich. In dieſem Augenblick unterbrach eine fürchterliche Begebenheit den Kampf zwiſchen Vater und Tochter. Ein Mann ſtand aufrecht im vorderſten Boot und leitete den Kurs deſſelben. Als die Jollen kaum noch zwei Klafter vom Strande entfernt lagen, erblickte dieſer Mann die Strandräuber, wie ſie in einem Haufen zum Meere her— unterzogen.—„Es iſt, wie ich es erwartet hatte!“ rief er mit ſeiner lauten gellenden Stimme;„gebt Feuer, und ſchießt all die Schurken nieder!“ Ein Kugelhagel aus Piſtolen, Flinten und Musketen begrüßte auf Piſtolenſchußweite den Schwarm der Strand— räuber, als ſie ſich auf ihre Beute ſtürzen wollten. Ein lauter gellender Schrei des Schreckens und Entſetzens be— kundete, wie gut dieſes Feuer getroffen hatte. Die eine Hälfte der elenden Räuber blieb ſchwer getroffen auf dem Platze, die andre Hälfte floh nach allen Seiten. Unter denen, die zur Flucht unfähig waren, befand ſich Pierre Sandeau. Madeleine kniete über ihn nieder, der, von mehreren Kugeln getroffen, zuſammengeſunken war und zuckend am Boden lag. Haſt Recht gehabt, Mädel!“ ſtöhnte er;„ich ſehe es nun ein, wo es zu ſpaät iſt, und fühle wohl, daß ich es verdient habe.“ „Siehſt Du wohl, Vater, wie ſich die Unthat lohnt?“ rief Madeleine ſchluchzend;„aber dennoch iſt es beſſer, hier ſchwer verwundet zu liegen, als ſich die Hände im Blute eines dieſer ſo wunderbar geretteten Matroſen be— ſudelt zu haben!“ »Sprichſt Du ſo, Weib?“ fragte eine laute Stimme hinter Madeleinen;„dann gehörſt Du offenbar nicht zu der Bande. Ich kenne ſie aus alter Zeit, und auch ihre Mordhoͤhle in der Schlucht hier! darum war ich auch wohl gerüſtet zu ihrem Empfang, als mich mein Unſtern zwang, hier einzulaufen!“ 46 e Madeleine blickte auf und ſah um ſich her mehr als fünfzig Männer, drei Frauen und einige Kinder. Der Gedanke an das entſetzliche Blutbad, welches die Strand— räuber unter dieſen armen Schiffbrüchigen angerichtet haben würden, wenn der Schiffsherr ſich nicht vorgeſehen hätte, machte ſie von Neuem ſchaudern. „He da, gutes Mädchen,“ hub der fremde Seemann an,„wir frieren, und ſind durchnäßt und hungrig; kannſt Du uns nicht irgend ein Obdach anweiſen?“ „O ja, aber Ihr müßt dann einige von Euren Leuten hergeben, daß ſie meinen Vater tragen, der am Tode liegt!“ „Da hat er nur, was er verdient!“ verſetzte der Seemann;„indeſſen will ich mich um Deinetwillen ſeiner annehmen!“ „Allerdings habe ich geerntet, was mir gebührte; aber es hätte nicht von Deiner Hand kommen ſollen, Jacques!“ verſetzte Pierre Sandeau laut in einem ſelt— ſamen, tiefbewegten Tone. „Gerechter Gott, was für eine Stimme iſt das!“ rief der fremde Seemann. „Du wirſt es bald erfahren,“ war die Antwort; „thu' nur, um was Deine Schweſter Dich gebeten hat, dann können wir bald behaglicher mit einander plaudern!“ (Schluß folgt.) A Uu fr uf. Die evangeliſche Gemeinde Friedbergs beſitzt in ihrer Stadtkirche ſeit ihrer kunſtmäßigen Wiederherſtellung ein Denkmal deutſcher Baukunſt, deſſen erhebender Schönheit überall die gerechte Bewunderung gezollt wird. Dieſe Kirche birgt aber in ihrem Inneren einen Schatz altdeutſcher Kunſt, der durch ſeinen dermaligen traurigen Zuſtand des Verfalls den erhabenen Eindruck des Ganzen ſtört; es iſt dies die im Chore der Kirche ſtehende Ruine des früheren Tabernakel's, welches nach dem Urtheile Sachverſtaͤndiger dem berühmten Kraft'ſchen Tabernakel in der Kirche zu St. Lorenz in Nürnberg würdig zur Seite ſteht, wenn es nicht noch durch Feinheit der Arbeit daſſelbe übertrifft. Soll nun etwa dieſes prächtige Kunſtwerk, weil es für unſern Gottesdienſt keinen Zweck und Nutzen hat, gänzlich zerſtört, oder abgebrochen und an kunſtſinnigere Fremde überlaſſen werden?— Soll es ſeinem endlichen Verfalle ruhig entgegengehen, und die Kunde ſolcher Ver— nachläſſigung durch die in die Wetterau kommenden Frem— den weithin verbreitet werden?—— Beides wird der Kunſtſinn und Patriotismus der Gemeinde nicht dulden wollen; daher bitten wir Alle, die ſich fuͤr den Gegenſtand intereſſiren, zu einer Beſprechung über Mittel und Wege der Erhaltung dieſes herrlichen Kunſtſchatzes Sonntag den 12. Il. M., Nachmittags 3 Uhr, im Rathhausſaale ſich einfinden zu wollen, und ſehen bei dem wohlbekannten Sinne unſerer Mitbürger für Alles, was ihre Vaterſtadt betrifft, einer recht zahlreichen Betheiligung entgegen. Friedberg den 1. Februar 1854. A. Bender. J. Falck. D. A. Fritz. C. Groß. H. Sahl. J. P. Schäfer. G. Schmidt. F. Schwabe. W. Seel. Dr. Sell. W. A. Simon. J. Stein⸗ häußer. C. Wahl. H. Waltz II. h 167 Nr— öffentlich mat n Baingungen var Frledberg de für die Garn ſon dem Burcau des Mach veränderten 4 Soumiſfioneweg beben werden. Dieß den Intt * Jruch te 186) Montag Auge um 2 Ur, Won dem Fonds 60 Malter zzweimalterweiſe a dtiedberg der Ert dolzee IId Data Mogan 0 Uhr a Gemeine falh Sog 40„ Wffentlic ddt Wehrhain An Jaſelog 18s) Montag 1075 5 2 ſfealtg att Okarben 0 6 Der r , n er* De Strand, t Ste 1 N 1 5 Atte 7 Sch Schaß ** * 5 36 3 Ubr, Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. NX NN Güterverpachtung. (172) Montag den 13. Februar d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in hieſigem Ratbbauſe auf freiwilligen Antrag der Frau Carl Graff Wittwe dahler deren circa 36 Morgen haltende Güterſtücke im Einzelnen, auf 9 bis 12 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. Die ſtädtiſchen Flurſchützen beſitzen Güterver— eichniſſe und ertheilen auf Verlangen den Päch⸗ krn etwa gewünſcht werdende Auskunft. Friedberg den 4. Februar 1854. In Auftrag: Der Vorſteher des Großb. Ortsgerichts 4 Bender. Bekanntmachung. 173) Dienſtag den 14. Februar d. J., Sormittags 11 Ubr, wird in hieſigem Rath- gauſe auf freiwilligen Antrag ein dem Herrn douis Braun gebörendes Grundſtück: Gemarkung Ockſtadt: Hag. 187 Nr. 22 u. 23 40 Ruthen Garten im Ried in der 16. Gewann, iſt mit 12 Aepfelbäu⸗ men bepflanzt, entlich meiſtbietend unter ſehr vortheilhaften Bedingungen verſteigert. Friedberg den 4. Februar 1854. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Bekanntmachung. 1178) Montag den 20 d. M., Vormittags im 10 Ubr, ſoll die Lieferung von: a) 5 Stecken Kiefern⸗Scheitholz und d) 150 Stecken Buchen⸗Scheitholz r die Garniſon und das Lazareth dahier, in ſem Bureau des Bataillonsverwaltungsratbs, lach veränderten Accordsbedingungen, auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtnehmenden ver- teben werden. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen ur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen don heute an in obengedachtem Bureau einge- ben werden können. Friedberg den 4. Februar 1854. In Auftrag: Ramſpeck, Stabsquartiermeiſter. Iruchtverſtei gerung. 186) Montag den 22. Februar, Nachmit⸗ gs um 2 Ubr, werden in bieſigem Rathhauſe en dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armen⸗ bnds 60 Malter Korn und 20 Malter Gerſte, weimalterweiſe an den Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg den 8. Februar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. polzverſtei gerung. 11870 D enſtag den 14. Februar l. J., FTorgens 10 Uhr anfangend, werden in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Pfubl: 6000 Stück Kiefern ⸗Wellen, 4000„„ Bohnenſtangen, Hentlich verſteigert. Wehrheim den 3. Februar 1854. Der Bürgermeiſter c Jager. Zaſelochs-Verſteigerung. (188) Montag den 13. Februar, Vormittags 11 Uhr, ſoll ein der bieſigen Gemeinde gehö⸗ tender Faſelochs auf dem Rathhauſe dahier öffentlich verſteigert werden. Okarben den 6. Februar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Heu fel. 2 47„* Bekanntmachung. (189) In dem Domanial⸗Walddiſtrikt Ju- deneiche, der Oberfoͤrſterei Grünberg, welcher ganz nahe bei der von Grünberg nach Friedberg und der von Laubach nach Lich fübrenden Staats- ſtraße und etwa 5 Minuten von dem Heſſen— brücker Hammer entfernt gelegen iſt, werden Montag den 13. Februar: 324 Fichtenbauſtamme von 6231 Cubikfuß, die faſt ſammtlich zu Streckholz tauglich ſind, und 223 Fichtenſtangen von 1317 Cubikfuß, die ſich zu Wagnerholz eignen, ſodann Dienſtag den 14. Februar 14 Stecken Kiefern⸗Scheitholz, 50 5 Eichen⸗Prugelholz, 88 U Kiefern-Prugelbolz, 47„ Kiefern⸗Stockbolz, 3800 Wellen Eichenreisbolz und 270 Stecken Kiefern- und Fichtenreisholz, öffentlich verſteigert Die Zuſammenkunft findet an jedem dieſer Tage des Morgens 10 Uhr in dem genannten Diſtrikte ſtatt. Grünberg den 6. Februar 1854. Der Großb. Oberfoͤrſter Hoffmann. Für Bäcker. (190) Durch den Ankauf der Philipp Tho⸗ mas'ſchen Hofraithe iſt die hieſige Gemeinde in Beſitz eines Backhauſes gekommen; es kann deßwegen ein Backer mit guten Zeugniſſen ver⸗ ſeben, ſowobl ledigen als verheiratheten Stan— des eine gute Beſchaftigung finden, indem jetzt nur eine Bäckerei dahier beſtebt. Luſttragende hierzu können ſich bei dem Un⸗ terzeichneten perſönlich melden, wo ganz genaue Auskunft hierüber ertheilt wird. Fauerbach II. den 8. Februar 1854. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Holler. rr 4* Privat- Bekanntmachungen. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1410 Dienſtag den 14. und Mittwoch den 15. Februar d. J., jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, wollen die Unterzeichneten nachfol⸗ gende Gegenſtande erbvertheilungshalber einer offentlichen Verſteigerung gegen gleichbaare Zah- lung ausſetzen laſſen, ale 1) 4 Pferde und ein Fohlen, 2) 11 Stück Rindvieh, 3) 2 Mutterſchweine, 2 fette Schweine und 4 Sprenger, 4) 200 Malter Kartoffeln, 5) Heu, Grummet, Stroh von allen Gat⸗ tungen, Spreu, Dickwurz, Wägen, Pflüge, Eggen und Oeconomiegerath⸗ ſchaften. 6) 1200 Stück eichenen Wellen und ſonſtiges Holzwerk 7) Eine vollſtändige Branntweinbrennerei. Bemerkt wird, daß der Anfang mut dem Vieh gemacht wird. Ockſtadt den 28. Januar 1854. P. C. Seitz'ſche Erben. Patent⸗Wagenſchmiere, (163) in Doſen, als auch in größerer Quan- tität, iſt gut und billigſt zu baben bei Friedberg. Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. 8 12 Hofraithe-Verſteigerung. (126 Unterzeichneter iſt geſonnen wegen Ueberzug nach Friedberg ſein an der Straße nach Friedberg gelegenes ſehr geräumiges Wobn⸗ baus nebſt Seifeufabrik, das ſich durch deſſen Lage zu jedem Fabrik- und Ockonomte-⸗ geſchäft ſehr eignet, mit großem Hofraum, S ſonſtige Scheune, Stallung und ½ Morgen anliegen dem Garten, unter ſehr vorthellhaften Be— dingungen Mittwoch den 15. Februar, Mor- gens 10 Ubr, auf hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigern zu laſſen und kann bei annehmbarem Gebote die Genehmigung als bald ertheilt werden. Fauerbach II. bei Friedberg. Gottſchalk Simon. Verkauf einer Wollſpinnerei. 1156) Dienſtag den 7. März d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, will die Unterzeichnete ihre in Koöppern bei Homburg v. d H. gelegene Mühle freiwillig, auf der Gerichtsſtube zu Köppern, an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen. Die Gebäulichkeiten beſtehen aus einem ein⸗ ſtöckigem Wohnhauſe, einem dreiſtöckigen Müh⸗ lenbau, einer geräumigen Scheune und einem neuen Anbaue. Der dazu gehörige Garten und Grund enthält über/ Morgen. Die Mühle wurde bisher zum Betrieb einer Spinnerei be⸗ nutzt, wozu ſie ſich beſonders eignet, und wer⸗ den daher auch mit derſelben die Spinnma⸗ ſchinen, beſtehend aus 2 Drouſſetten und 2 Vorſpinnkrempeln, 1 Mull ⸗ Jenny mit 180 Spindeln, 6 Feinmühlen mit je 60 Spindeln 2 Vorſpinnmuhlen mit 40 und 60 Sp ndeln, 2 Haspeln, 1 Doublirmaſchine mit 30 Spin⸗ deln, 2 Wolfe, 2 Spuhlräder, ſowie Waagen, Lampen und ſonſtige Gerathſchaften, ſammtlich vollſtändig und in gutem Zuſtande, mitver⸗ ſteigert. Mühle wie Maſchinen konnen täglich eingeſehen werden. g Köppern den 26. Januar 1854. Louis Foucar's Wittwe. Zu vermiethen. (161) Der zweite Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis den 10. März bezogen werden. Chriſtian Hofmann. Fett-Griebenkuchen (167) zum Mäſten der Schweine und Füttern der Hunde ſind wieder in größtem Vorrathe zu haben bei Friedberg. Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. Ein Schweizer, (185) welcher mit guten Zeugnlſſen verſehen iſt, kann auf Petritag in Dienſt treten. Wo ſagt die Expeditio d. Bl. Mobiliar-Verſteigerung. (1910 Donnerſtag den 16. Februar, Morgens 9 Uhr anfangend, wollen die Unterzeichneten nachfolgende Gegenſtände erbvertheilungshalder einer offentlichen Verſteigerung ausſetzen laſſen, als: 10 zugfeſte Pferde, 2) 5 Stück Rindvieh, 7 5 3) 2Mutterſchweine, wovon das eine Ferkel hat, 1 5 4) 4 fette Schweine, 5) 2 große und 1 kleinen Eber, 6) 2 Sprenger, 7) eine große Parthie Heu, 8) 20 Fuder Roggen- und Waizenſtrob 9) 1 Wagen, Pflüge, Eggen und ſonſtige Oekonomtegeräthſchaften, mehrere Eichen⸗ Werkbolzſtamme. Bemerkt wird, daß der Anfang mit dem Vieh gemacht wird. Rodheim v. d. H. den 7. Februar 1854. Balthaſer Holl's II. Erben. Empfehlung (192) Zettel, Einſchlag-Maſchinen⸗Garne ſind am billigſten zu haben in Friedberg dei H. B. Groedel. 2 48 e Ball des Liederkranzes (493) Sonntag den 26. Februar d. J. im Trapp'ſchen Saale, mit freiem Eintritt für die Mitglieder des Vereins. Zugleich werden, um mehrſeitigen An— fragen zu entſprechen, die Vereinsmitglieder gebeten,§. 13 der Statuten des Liederkranzes gefälligſt zu beachten. Anfang des Balls um 7 Uhr. Die Union, allgemeine deutſche Hagel⸗Verſicherungs⸗Geſellſehaft in Weimar. As) Die Union iſt begründet auf ein Aktien-Kapital von Drei Millionen Thaler, wovon Zwei ein halb Million emittirt ſind. Die Geſellſchaft wird mit dem Beginn des künftigen Frühjahrs Hagel⸗ Verſicherungen zu mäßigen Prämien übernehmen. W Die pr a 40 58 ſind feſt, ſo daß unter keinen Umſtänden Nach⸗ zahlungen zu leiſten ſind. Dieß zur vorläufigen Nachricht. Darmſtadt am 4. Februar 1854. F. W. Heyer, als Haupt⸗Agent. Friedberg: G. Friedr. Nau.— Laubach: J. Mart. Zöckler, Agenten. Abendunterhaltung des Muſikvereins (200) Sonntag den 19. Februar im Ger⸗ lach'ſchen Saale. Der Vorſtand. Buͤrger-Caſino. (2010 Sonntag den 12. d. M. findet Damen⸗ caſino ſtatt. Auf dem Theater wird gegeben: rang. (19) Vorzüglich gute Bettzwilche, Bettbarchend, Federleinen Tiſch- und Bettdecken, ächte Bielefelder- und Lederleinewand, ſowie Meubledamaſte und Vorhangszeuge ſind in ſchönſter Aus- wabl vorräthig und empfiehlt ſolche zu ſehr billigen Preiſen Kirchliche Anzeigen. Sonntag Septuageſ. den 12. Febr. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Klein. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Candidat Kraus. Frankfurter Cours vom 9. Febr. 1853. ies fl. 9 37-38 Friedrichsd'or. 34 8„ 9 50,fl. 10 1 Holländische 10 fl. Stücke[„ 9 42¼-43¼ Rand⸗Ducaten„5 34-35 a„ 9 21-22 Engliſche Souverains. 11 43-5 Preußiſche Thaler..„% 145% Frankenthaler„ 220—¼½ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 46-7 Fruchtpreiſe. 8. Febr. 3. Febr. J 2. Febr. Gattung. ied⸗. g. chlen⸗ Mainz hein fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 17451819—— enn„ 14414] 2414 Gerſte„ 65 104011171115 af 77 5 10 5571 530 Polizei ⸗ Taxe. für die Städte Friedberg und Butzbach vom 11. bis zum 17. Februar. Mayer Hirsch.„Der reiſende Studen t⸗= 5 d p. 0 Fried⸗ Butz⸗ 7 oder: 8 rod ⸗Preiſe. berg. bach. 2 Zur Nachricht!. das Donnerwetter. N kr. pf. kr. pf. (195) Aechtes naſſauer Eiſen und Achſen, ob- een ſchon aufgeſchlagen, jedoch noch zu dem alten 1 Leib⸗Roggenbrod 4431 4 Preis, ſowie neue vollſtändige Wagen, von hie— Literariſche Anzeige. 2 75 9 2 9 ſigen Handwerkern gefertigt, ſtets vorräthig und 9 75 19— 118— billigſt zu haben bei 5 1 Lth. Lth. Emanuel Friedberger in Echzell. Alphabetiſches Verzeichniß—. e l 8 103 5 2— Waſſerwe 7 5 8 1 5 9 1 ee 55 0 ſämmtlicher Städte, Flecken, Dör⸗— Gemiſchte(Tafel-) Brod 14 137 n fer 99 Großherzogthums Heſſen Fleiſch-Preiſe. 8 1 (497) Ein vollſtändiges Logis, gleicher Erde, von Rabenau, fortgeſeßt von Klöß. 1 Ochſenfleiſch 121 2112— welches in einem viertel Jahr bezogen werden(202) Die ſeitber eingetretenen vielfachen„ Kühfleiſch, gemäſtetes 10- kann, hat zu vermiethen Veranderungen der Landgerichts⸗, Steuerbezirke,„ Rindfleiſch, gemäſtetes 81 Heinrich Formhals, Schuhmachermeiſter, Dekanate u. ſ. w. veranlaßten die Verzögerung„ Kalbfleiſch 11 75 auf der breiten Straße. des Erſcheinens dieſes Buches.— Es geſchah„„„ gemäſtetes. 5. dies im Intereſſe der Subſeribenten, da andern.„ Schweinenfleiſch 14 214144 3 u m er miethen. falls ſchon jetzt viele Rubriken ganz unbrauch—„ Hammelfleiſch 9 21 30 (198) Ein Logis gleicher Erde, beſtehend in bar geworden waren.„ Schaaflleiſch 7— 4 Zimmern, Kammer, Küche, Keller und Holz- Nachdem nun aber die in Kürze ſtattfindende„ Wurſt v.eblos Schweinen 16— 16— platz ſteht zu vermiethen und kann bis zum neue Eintheilung der Medieinalbezirke geſchehen„Bratwurſt 19— 18— 1. April bezogen werden. ſein wird, beginnt der Druck ſofort unter mög—„Schwartenmagen 18— 118— Friedberg im Januar 1854. lichſter Beſchleunigung.„ Geräucherter Speck 24— 26— Friedrich Schäfer, Meſſerſchmied. Mit Rückſicht auf die Sachlage bleibt der]„Schinken 19— 20— 8 1 Subſcriptionspreis von 1 fl. 12 kr.— auf„Doörrfleiſch 20— 20— Zu verkaufen oder zu verpachten. dieſes, jedem Beamten und Geſchäftsmann faſt]„ Schweinenſchmalz, 3 (199) Ein ſchön geſchloſſener Garten mit unentbehrliche Buch— noch bis zu Ende des ausgelaſſen 21 Obstbäumen, ungefähr/ Morgen haltend, in[Monats Februar l. J. beſtehen, und bemerken Runausgelaſſen 20— 20 der beſten Lage im Burgfeld, ſodann mebrere[wir, daß ſpäterder Ladenpreis von 1 fl. 48 kr.„Nierenfett e 1 2 am Ellernweg find an richtige Zins- eintritt. g„Hammelsfett 161— 11615 zähler aus der Hand zu vergeben. Darmſtadt im Januar 1854. Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Friedberg. Carl Ferro. G. Jonghaus'ſche Hofbuchhandlung. Ben* 9 1 e i 15 e l. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C Bindernagel in Friedberg. Bei Verkde⸗ ziksverein aus kur Schüler, we haben von den ö Feldſcha und den Schüle. ſind jedem zwei Mrämien zuerka Die übri glich auch ſie licht beruͤckſicht und die Mittel Findet de FNſchutzen ſta ufnuen ſich au dige vonzugswe Zur Aus Preht i der 9 eins, zadinand den Schi I an dieſe, zu di Inden 0 empfehle id; eine kräftig warte auch, de öffentlich Ane derſelden imm deren Feldſchu der Behoͤrden nach Verdieng