Igntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 3. Mittwoch den 11. Januar 1854. D.„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ erſcheint jeden Mittwoch und Samſtag. Der Abonnementspret bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt, bei der Expedition 1 ee Taxisſchen Verwaltungsbezirke gehörigen Poſtämtern nach der neueſten Verfü Durch die ſehr ſtarke Auflage des„Intelligenzblattes“ finden Anzeigen der verſchledenſten Art „, welcher ſtets Jahr 40 kr.— bei allen zum Fürſtl. Thurn und zung pr. Jahr Ifl. 30 kr. und pr. Semeſter 43 kr. die vortheilhafteſte Verbreitung. Die Einrückungsgebühren betragen für die geſpaltene Petitzeile, oder deren Raum 2 kr., die beiden erſten Zeilen zuſammen aber werden mit 7 kr. und ein Beleg mit 2 kr. berechnet. Friedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. Amtlicher Theil. — annt machung, die Entrichtung des Brief- Beſt betreffend Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 25. Juni d. J., die Frankirung der Correſpondenz durch Marken betreffend, wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom 1. Januar 1854 an das Beſtellgeld für durch Marken frankirte gewöhnliche(nicht recommandirte) Briefpoſtſendungen nach denjenigen Orten des Kurfürſtenthums Heſſen, des Großherzogthums Heſſen, des Herzogthums Naſſau, des Groß— herzogthums Sachſen-Weimar-Eiſenach(das Amt Allſtadt ausgenommen), des Herzogthums S. Coburg⸗Gotha, des Herzogthums S. Meiningen— Hildburghauſen, der Oberherrſchaften der Für— ſtenthümer Schwarzburg-Sondershauſen und Schwarzburg⸗Rudolſtadt, der Fürſtenthümer Reuß älterer und jüngerer Linie, der Fürſten— thümer Lippe⸗Detmold und Schaumburg-Lippe, des Landgrafthums Heſſen-Homburg und nach der freien Stadt Frankfurt a. M., an welchen ſich Poſtanſtalten befinden, mit ¼ Silbergroſchen resp. 1 Kreuzer(je nach der am Orte der A uf g abe gel⸗ tenden Münzwährung) für jede ſolche Briefpoſtſendung ebenfalls durch Marken entrichtet werden kann. Die Entrichtung der Beſtellgebühr für Correſpondenzen nach andern Poſtorten und nach Landorten kann dagegen auch fernerhin nicht durch Marken ſtattfinden. Auf den Adreſſen der betreffenden Briefpoſtſendungen iſt unter die für das Beſtellgeld beſtimmte Marke deutlich und in die Augen fallend das Wort„Beſtellgeld“ zu ſchreiben. Frankfurt a. M. den 21. Dezember 1853. General-Poſt-Direction. Dörnberg.»dt. Kolle. — Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg 0* 7 an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung im Jahr 1834. Die Muſterung für dieſes Jahr wird im Monat Mai d. J. vorgenommen werden. Sie werden daher alsbald die Vorarbeiten beginnen und bis zum 5. Februar d. J. die ganz vollſtändig aufgeſtellten Liſten hierher einſenden. Gegen diejenigen, welche dieſen Termin nicht einhalten, müßte mit Strafe vorgegangen werden, was ich nur be— klagen könnte und in welche unangenehme Nothwendigkeit zu ſetzen Sie mir hoffentlich keine Veranlaſſung geben werden. Sie werden bei dieſem Geſchäfte genau nach den Vorſchriften der Verordnung über Ausführung des Rekru— tirungsgeſetzes vom 30. April 1831,§5. 6—14 verfahren. Zu den Auszügen der Geiſtlichen über die 1834 gebornen Dienſtpflichtigen ſind nur die vorgeſchriebenen gedruckten Formularien, welche Sie den Geiſtlichen zuzuſtellen haben, zu gebrauchen; auch haben Sie darauf zu ſehen, daß hin— ſichtlich dieſer Auszüge die unter dem Formular II. zur Verordnung vom 30. April 1831 in den Bemerkungen unter ſolchen gegebenen Vorſchriften genau beachtet und das Pfarr— amtsſiegel dieſen Auszügen beigedruckt werde; bei ſich er— gebenden Mängeln haben Sie die Verbeſſerung zurückzugeben. Ueber die bei Ihnen angebracht werdenden Anſprüche auf Depotverſetzungen haben Sie die Protokolle genau nach dem Formular V. aufzunehmen und ſich nur gedruckter Formularien zu bedienen, die Vorſchriften der§§. 18—31 der Verordnung ſorgfältig zu beobachten, auch dahin zu Auszuge alsbald zur ſorgen, daß den auf Seite 4 des Protokolls von den Geiſt— lichen auszuſtellenden Beſcheinigungen über die Familien verhältniſſe der das Depot Anſprechenden das Dienſtſiegel beigedruckt werde. Dieſe Protokolle über Depotanſprüche ſind nach§. 28 vor deren Offenlegung und noch vor der Einſendung der Ortsliſten zur Prüfung an mich einzuſenden 10 e Die Summe, welche der Ortsvorſtand bei Beurthei— lung der Frage: ob der Depotanſprechende zur Stellung eines Einſtehers vermögend genug iſt, zu Grunde zu legen hat, iſt auf 178 fl. beſtimmt worden. Ich mache Sie auf die Beſtimmung des§. 10. pos. 6 beſonders aufmerkſam, wonach Sie diejenigen Dienſtpflich— tigen, welche durch die Sinne nicht wahrnehmbare Fehler angeben, wie z. B. Schwerhörigkeit, Kurzſichtigkeit, fallende Sucht u. ſ. w. beſonders anzuweiſen haben, ſich deßfalls genügende Zeugniſſe von Schullehrern, Geiſtlichen, Ge⸗ meindevorſtänden u. ſ. w. zu verſchaffen und dieſe bei der Muſterung mitzubringen. Nach§. 40 der Verordnung muͤſſen alle Conſcrip— tionspflichtigen bei der Muſterung perſönlich erſcheinen, gegenfalls ſie als dem Geſetze ausgewichen angeſehen und zum Zuerſtmarſchiren beſtimmt werden. Außer den im Jahr 1834 Gebornen müſſen auch die— jenigen, welche bei der vorigen Muſterung als temporär untauglich, als unterm Maas, oder aus andern Gründen zur nächſten Muſterung verwieſen wurden, in die vorer— wähnten Gemeindeliſten eingetragen werden und folgt zu dem Ende nachſtehend das Verzeichniß derſelben. Friedberg den 8. Januar 1853. Ni Verzeichniß der von der Muſterung 1853 zur Muſterung 1854 verwieſenen Milltaͤrpflichtigen. Kere i free eg: —— 2 S Geſchlechts- und Vornamen der —.——. n g S5 2 Dienſtpflichtigen. Wohnort. Be me run 88 8 8 Geſchleck tsnamen. eee ee 5 eſch 5 f D S 85 eſchlech V 189 Heß Heinemann Munzenberg temporär untauglich. 299 Schn eider Pbilipp Peter Oſtheim desgleichen. 10⁵ 351 Klee Heinrich Chriſtian Wölfersheim desgleichen vom Rekrutirungsrath erkannt. 41 Seeger Daniel Jacob Butzbach zum erſtenmal unterm Maas, noch Wachsthum verſprechend. 62 Klein Johannes Wilhelm Florſtadt desgleichen. 115 Boller Johannes Gambach desgleichen. 166 Kopp Joh. Heinrich Langenbain desgleichen. 247 Schneider Anton Obermörlen desgleichen. 257 Haag Karl Adolph Oberrosbach desgleichen. 317 Sulzbach Konrad Rockenberg desgleichen. 331 Stern Abraham Staaden desgleichen. 343 Weis Joh. Jacob Steinfurt desgleichen. 344 Huber Friedrich Wiſſelsheim desgleichen. 323 Geller Johannes Södel Nach Art. 18 b. auf ein Jahr zurückgeſtellt. 359 Schnarr Joh. Georg Wohnbach desgleichen. Gießen den 29. Dezember 1853. Gr. Kreisamt Gießen Küchler. Der Ehrenpunkt. Erzählung eines Engländers. (Fortſetzung.) Die Paſſagiere waren mittlerweile halbangekleidet auf's Verdeck geſtürzt, und Alle hatten im erſten wilden Schreck den Kopf verloren, da ſie Alle wußten, daß wir viel Schießpulver an Bord hatten. In dem Augenblick, wo die Boote an die Steuerbordſeite unſeres Barkſchiffes anlegten, drängten ſich die Männer, ſowohl Weiße als Farbige, mit wahnwitziger Haſt den Weibern und Kin— dern voran, offenbar unbekümmert darum, wen ſie auf dieſe Weiſe aufopferten, wenn ſie nur ſelber in das ret— tende Aſyl der Boote gelangen und dem unter ihren Füßen drohenden feurigen Vulkan entrinnen konnten. Allein Kapitän Starkey trieb ſie Alle mit Hülfe der vier athletiſchen Seeleute, die er ſich hierzu auserwählt, ſcho— nungslos zurück.„Zurück, zurück!“ rief er;„hier gilt die Reihe wie bei einem Leichenzuge— erſt die Frauen und Kinder, dann die älteren Männer! Geleitet Senora Ar— guellas hinunter, dann die junge Dame dort, ihre Tochter; hurtig, hurtig!“ Als Dona Antonia, mehr todt als lebendig, in's Boot hinuntergelaſſen werden ſollte, brach mit dem Ge— räuſch einer Exploſion plötzlich eine hohe Flammenſäule durch die geſprengte Klappe der Hauptlucke. Die er— ſchreckten Paſſagiere ſtießen ein wildes Jammergeſchrei aus und ſtemmten und drängten und traten ſich mit ent— ſetzlicher Heftigkeit beinahe zu Boden in ihrem Bemühen, die Fallreepstreppe zu erreichen. Dupont zwängte ſich mit der Energie eines Wahnſinnigen durch das Spalier der Matroſen und drängte Antonia ſo plötzlich und ſo ſehr nach vorne, daß ſie ohne die äußerſte Aufbietung der her— kuliſchen Kraft des Kapitäns hätte in's Meer ſtuͤrzen müſſen. „Zurück, unmännlicher Feigling! Zurück, Schuft!“ brüllte Kapitän Starkey in furchtbarer Aufregung ob der Gefahr der jungen Dame, ergriff nach einer Weile Dupont wild beim Kragen, deutete mit der Piſtole in der andern Hand auf die Floſſen einiger Haie, die im hellen Glaſt der Flamme nur wenig Armslaͤngen vom Schiffe ſichtbar wurden, und ſagte dann:„Sehen Sie'mal dorthin, Senor! und Ihr, Jungens! laßt Jeden in's Waſſer fallen, der ſich vordrängt, ehe die Reihe an ihn kommt!“ „Sehr wohl, Sir!“ war die mechaniſche Antwort. Dieſe fürchterliche Drohung ſtellte ſogleich die Ord— nung wieder her. Die farbigen Weiber und Kinder wur— den zunächſt eingeſchifft und das Boot ſchien gefüllt. „Stoßt ab!“ lautete das Kommandowort;„das Boot geht gerade tief genug für Eure Sicherheit!“ Da ließ ſich ein Ruf, ſchwach wie das Weinen eines Kindes, aus dem Boote vernehmen; der Kapitän hörte und ver— ſtand ihn augenblicklich.—„Haltet noch einen Augen⸗ blick!“ rief er;„laßt Senor Arguellas hinunter, und dann tummelt Euch, daß Ihr fort kommet!“ Das nächſte Boot ward ebenſo raſch beladen; die farbigen Männer, Jung und Alt, bis auf Einen, und die drei Amerikaner füllten es. „Sie ſind ein edler Junge!“ rief Mr. Desmond und ſuchte des Kapitäns Hand zu ergreifen,—„und ich war ein Thor, daß ich.... ———— 1 lun: 3e Nſteßen Blick zu! hart ben Schiffe 1 yhier bringen ließ mich mit noch lich, am Nu höchſtens ten uns es führt den zur die bie jeboch 0 ſchwarmen Schiff nicht an Bord i erſchien ale noch immer Diener im Boot herun Schrei der im nachſten See gewor Euch Euer haltung a Waſſer, un dem nun laſſen hatte der Hand b Bekannm 2 11„ „Fort, fort!“ rief Starkey;„hier iſt kein Ort und keine Zeit zu faden Komplimenten!“— der Befehl zum Abſtoßen war ſchon über des Kapitäns Lippen, als ſein Blick zufällig auf mich fiel, der ich ſtarr vor Schrecken hart hinter ihm mich an die Plankenverkleidung des Schiffs lehnte.—„Halt noch einen Augenblick!“ rief er; „hier iſt ein Junge, deſſen Gewicht Euch keinen Schaden bringen wird!“ damit nahm er mich mit beiden Armen, ließ mich ſachte in's Boot hinuntergleiten und fluſterte mir noch zu:„Lebe wohl, Ned; grüße mir Deine Eltern herzlich, falls ich ſie nicht wiederſehen ſollte!“ Nun war nur noch das kleine Boot übrig, welches höchſtens acht Perſonen ſicher faſſen konnte, und wir frag— ten uns bebend, wie es außer den beiden Matroſen, die es führten, noch den Lieutenant Arguellas, Mr. Dupont, den zurückgebliebenen farbigen Mann, den Kapitän und die vier anderen Matroſen tragen ſollte? Sie wurden jedoch Alle, mit Ausnahme Starkey's, raſch eingeſchifft. „Kann das Boot noch Einen tragen?“ rief Starkey herab, und obwohl ſeine Stimme noch ſo feſt und ent— ſchloſſen war wie ſein Geſicht, ſo entging mir doch nicht, daß es aſchfahl geworden war trotz ſeiner muthigen Ent— ſchloſſenheit. „Wir müſſen und wollen es probiren,“ tönte es vom Boote herauf,„da Sie es ſind; aber wir ſind als— dann überfüllt, zumal da die verdammten Haie uns um— ſchwärmen!⸗ „So wartet noch einen Augenblick— ich kann das Schiff nicht verlaſſen, ſo lange noch Eine lebende Seele an Bord iſt!“ Er ſchritt haſtig nach dem Vorderdeck und erſchien alsbald wieder an der Fallreepstreppe mit dem noch immer bewußtloſen Korper von Lieutenant Arguellas Diener im Arm, den er nun über die Schiffsſeite in's Boot heruntergleiten ließ. Die im Boot ſtießen einen Schrei der Entrüſtung aus, aber es half ſie Nichts, denn im nächſten Augenblick ward das Tau des Boots in die See geworfen, und der Kapitän rief:„Nun rudert, wenn Euch Euer Leben lieb iſt!“ Vom Inſtinkt der Selbſter— haltung angetrieben, griffen die Ruder ſogleich ins Waſſer, und das Boot entfernte ſich vom Schiffe. Nach— dem nun Alle außer ihm das brennende Fahrzeug ver— laſſen hatten, blickte Kapitän Starkey, die Augen mit der Hand beſchattend, begierig in der Richtung der Kuͤſte hinaus. Sodann rief er das vorderſte der Boote an und ſchrie herüber:„Wir müſſen ſchon lange vom Strande aus bemerkt worden, und es müſſen Lootſenboote ausge— laufen ſein, obſchon ich noch keines ſehe. Wenn Ihr Einem begegnet, ſo ſagt ihm, es möge ſich tummeln, dann darf ich noch einige Hoffnung auf Rettung hegen!— Der ganze Auftritt, dieſe lange Agonie, zu deren Schil— derung aus dem Gedächtniſſe und aus der Erinnerung der Uebrigen ich ſo viele Worte machen mußte, ſoll, wie mich Mr. Desmond ſpäter verſicherte, nur acht Minuten gedauert haben, von dem Augenblicke an, wo Senora Ar— guellas in's Boot gehoben wurde, bis zu dem, wo das letzte Boot von dem unglückſeligen ſchoͤnen Barkſchiffe „Neptun“ abſtieß. In meinem ganzen Leben werde ich die ſchaurig— ſchöͤne Erhabenheit des Schauſpiels nicht vergeſſen, wel⸗ ches das flammende Schiff darbot,— der einzige Gegen— ſtand, den wir in der grenzenloſen beengenden Dunkelheit erkennen konnten, welche den Ocean deckte,— ein Ein— druck, welcher natürlich noch gehoben wurde durch den entſetzlichen Gedanken an die pflichttreue Ergebung und Entſagung des heldenmüthigen Mannes, ohne deſſen Feſtig⸗ keit und Geiſtesgegenwart wir Alle einem ſichern Tode ge⸗ weiht geweſen wären. Wir waren kaum dreihundert Ellen von dem brennenden Wrack entfernt, als das Feuer, welches allenthalben durch das Verdeck ſchlug, auch das Tackel— werk und die wenigen ausgeſetzten Segel ergriff und uns in feurigen Zügen die vollſtändigen Umriſſe der Barke und ihrer ganzen Tackelage aus ſicherer Ferne bot. Um die vorhin ausgeſprochene Hoffnung nicht ganz unmöglich zu machen, war Kapitän Starkey bis an's Ende des Bugſpriets hinausgegangen, nachdem er zuvor Klüver— und Fockſegel den Winden preisgegeben. Hier war er eine kurze Weile vor den Flammen ſicher; aber was war dieß Anderes, als eine bloße Verlängerung des bittern Todeskampfs 2“ (Schluß folgt.) Die erzwungene Redlichkeit. Wenn ſich unedle Naturen entſchließen müſſen, endlich ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen, pflegen ſie gewöhnlich noch ein Extraſtückchen ihres Charakters als unverlangtes Agio mit daraufzugeben. Bekanntmachungen von Be⸗ na rd babe hoͤrden. NX Pag. 262 Nr. 11 4,6 Gemarkung Bur Garten auſern ſollen nachbezeichnete Ar⸗ i der Verſteig n 1 Friedberg: Klftr.— 2% Rut 7 * zwiſchen Oeffentliche Aufforderung. und Orlochsgraben am Weg Uhr auf dem Bahndofe zu Fried (3) Die Wittwe, Kinder und Enkel des ver—„ 262„ 13 38,9 Klftr.— 20 Rutben 1) Das Brechen von 50 Klafter Mauerſteinen lebten Johannes Maas II.(Kronenwirth) in Kappesgarten am Graben ber⸗ in dem füiscaliſchen Bruche bei Ockſt Niederweiſel baben die nachbezrichneten Liegen⸗ ziehend, neben Wer 2 ren dieſer Steine ſchaften: Ooſtbäumen, bof zu Friedberg. 4%2 Hofraithe in Niederweiſel, als: Wohn⸗„ 263„18 30,9 Klftr.= 15% Rutben) Das Graben und Durchwerfen von 35,0 baus, Nebenbau mit Scheuer und vier in der Köhlgewe Klafter Mauerſand in der Grube bei dem Ställen, des Grabens mit Obſtb 8 ſe, mit dem T 49%92 3½ Ruthen Garten dabei,„ 264„ 23 19,0 Klftr.- 9 Rutben port d verkauft, vermögen aber ihr Eigenthum urkund— in der Köblgewann an Joſeph 4) Die 300.000 lich nicht nachzuweiſen. Etwaige Anſprüche an Ströblein ſtoßend, ung dieſe Liegenſchaften find deßhalb binnen einer„ 269„ 49 124,6 Klftr.- 64 Rutben noerwaltung Friſt von ſechs Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte ſogewiß anzumelden, als ſonſt der be— reits ausgefertigte Kaufbrief ohne Vorbehalt beſtätigt werden wird. Butzbach den 21. Dezember 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Ebel. Güterverſteigerung. B (19) Dienſtag den 17. Januar d. J, Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe der Frau Geheimen-Kirchen⸗ ben, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 3. am kleinen Obrloch am Gra⸗ mit Bäumen, auf freiwilligen Antrag deren Erben In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Main⸗Weſer⸗Bahn. (20) Zur Erbauung von gefertigt werden. en 20. Januar, Vormittags 9 Jahnpofe zu Vilbel: on 150 Klafter Mauer- fiaͤcaliſchen Steinbruche am z ſowie 6) das 8 n dieſer Steine auf den Bahn⸗ bofe zu Vilbel. Friedberg den 2. Januar 1854. Der Großh. Sections-Ingenieur der Sectionen Friedberg und Vilbel Hochgeſand. Grabſtück ein offenes öffentlich Januar 1853 en der. Stations- und 3 ——— Oeffentliche Bekanntmachung. (38) Johannes Gatzert II. von Ktrchgons iſt von Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen für einen Verſchwender erklart und demſelben in der Perſon des Landwirths Johannes Reitz II. da ſelbſt ein Curator beigeordnet worden. Hiernach entbehren Rechtsgeſchäfte, welche Johannes Gatzert II. ohne Zuſtimmung dieſes Curators abſchließt, fortan aller Gültigkeit und ſind For— derungen an denſelben, wenn ſie bei der derma⸗ ligen Regulirung ſeiner Vermögensverhältniſſe Berückſichtigung finden ſollen, innerhalb vier Wochen bei unterzeichnetem Gericht zur Anzeige zu bringen. Butzbach am 2. Januar 1854.. Großherzogl. Landgericht Ebel. Verſteigerung von Bauarbeiten. (36) Dienſtag den 17. Januar 1854, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Ge— meindebaus zu Merlau die durch Erbauung einer neuen Kirche daſelbſt veranlaßten Arbeiten, nämlich: 1) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 242 fl 22 kr. 2) Dachdeckerarbeit,„„ 969„ 27„ 3) Schreinerarbeit,„1335 37„ 4) Schloſſerarbeit,„„ 95146„ 5) Spenglerarbeit,* i an die Wenigſtfordernden verſteigert werden, was man mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß Steigluſtige, welche ihre Concurrenten durch Zuſicherung von Belohnun— en von dem Mitbieten abzuhalten ſuchen, zur Wgegerung nicht zugelaſſen werden, oder wenn ſich ein ſolches' Verfahren erſt nach er— folgter Uebernahme herausſtellen ſollte, dem Uebernehmer die Arbeit ohne Weiteres abge— nommen und auf ſeine Koſten anderweit in Accord gegeben werden kann. Zeichnungen, Voranſchlag und Verſteige⸗ rungs bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Grünberg den 16. Dezember 1853. Das Gr. Kreisbauamt. In Auftrag Gr. Kreisbaumeiſters: Re u 5, Bauacceſſiſt. rr Privat- Bekanntmachungen. Zu de klau fein (37) Eine große Parthie Spreu, Stroh, Futter, Acker- und Oeconomie-Geräthſchaften, auch Rindvieh und Schweine ꝛc., ſind bis zum 10. Februar aus freier Hand zu verkaufen bei C. F. Petſch zu Niedererlenbach. V Dr. Borchardt's arom. med. on Kräuter⸗Seife(à 6 Sgr. pr. Packetchen) zur Verſchönerung und Verbeſſe— rung des Teints und erprobt gegen alle Haut— Unreinheiten; Dr. Suin de Bontemard's arom. Zahn⸗ Paſta(in packchen zu 6 und 12 Sgr.) das Beſte zur Cultur und Conſervation der Zähne und des Zahnfleiſches; des Königl. Preuß. Kreis⸗Phyſikus Dr. Koch's Kräuter⸗Bonbons(in Original- Schachteln zu 10 u. 5 Sgr.) be— währt gegen Huſten, Heiſerkeit, Grippe, Ka— tarrh ꝛc.; Dr. Hartung's Chinarinden⸗Oel(à 10 Sgr. pr. Flaſche) zur Conſervirung und Ver⸗ ſchönerung des Haarwuchſes, und Dr. Hartung's Kräuter⸗Pomade(a 10 Sgr. pr. Krauſe) zur Wiedererweckung und Stärkung des Haarwuchſes 88 befindet ſich für Friedberg das alleinige Depot bei P. F. Schmittner, ſowie auch in Butzbach bei Val. Wießler. — 12 Canarienvogelshähnchen (89) bat zu verkaufen Chr. Engel auf dem Markt. Verſteigerung⸗ (40) Montag den 16. Januar, Vormittags um 10 Uhr, will Unterzeichneter nachfolgende Gegenſtaͤnde einer offentlichen Verſteigerung aus— Stadt, verbunden mit Wlirthſchaftsgerechtigkeit, einer Bierbrauerei nach bateriſcher Methode, Oeconomie-Gebäude, einen zwei Morgen hal- tenden Garten, verſehen mit drei Felſenkellern und einer Kegelbahn, ſowie ungefähr acht Mor— gen Ackerland nebſt allen Geräthſchaften, unter ganz annehmbaren Bedingungen jeder Zeit aus freier Hand zu verkaufen. ſetzen laſſen: Nidda den 1. Januar 1854. Pferd, M. Kretſchmar Kuhe, zum Karlshof. einſpännigen Wagen, A n 3 e ö g e 1 2 1 1 Egge, N(43) Den Bewohnern Münzenbergs 1 Fan ene und der Umgegend theile ich hierdurch Meldach. A. Kaiſer. mit, daß ich mich in obiger Stadt als practiſcher Arzt und Geburtshelfer nie— dergelaſſen habe. Meine Wohnung iſt bei Herrn Schneidermeiſter Faber im zweiten Stocke. Münzenberg den 5. Januar 1854. Dr. Koch aus Gießen. Eiſeubahn⸗Frachtbriefe (4 ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. C. Bindernagel. Ju der kaum fem (A1) Ein fünfjähriges ſtarkgebautes, fehler⸗ freies braunes Wallaͤchpferd, Birkenfelder Race, nebſt ſammtlichem Plerdegeſchirr und ein noch neuer einſpänniger Wagen, ſteht aus freier Hand zu verkaufen. Wo? ſagt die Exped. d. Blts. Wirthſchaft- u. Bierbrauerei-Verkauf. (42) Familien-Verhältniſſe halber bin ich ge— ſonnen meine an der Hauptſtraße von Lauter— bach nach Frankfurt gelegene Hofraithe vor der tee ei ches anz Billiges illuſtrirtes Kamilienblatt! (45) Mit dem 1. Januar 1854 beginnt in vergrößertem Formate und mit vermehrten Illuſtrationen der 2te Jahrgang der in Leipzig bei Ernſt Keil erſcheinenden Zeitſchrift Die Gartenlaube. Redigirt von Ferdinand Stolle. Publikum und Kritik haben dieſes Blatt allgemein als eins der beſtredigirten, unterhal⸗ tendſten, belehrendſten und im Verhältniß zu der brillanten Ausſtattung auch als eins der billigſten hingeſtellt. Wir verweiſen auf die Deutſche Allgemeine Zeitung Nro. 286, die der Gartenlaube auf dem Gebiete der Journaliſtek einen der erſten Platze einräumt; auf die Magdeburger Zeitung, Beiblatt Nr. 49, die es kaum begreifen kann, wie für den Quartalpreis von 10 Ngr. ein Blatt geliefert werden kann, das mit den Erzählungen der beſten deutſchen Novelliſten, mit Beiträgen von den in der Wiſſenſchaft ſo hochgeſtellten Männern wie Bock und Roßmäßler und mit den prachtvollſten Iluſtrationen geziert iſt; auf das Frankfurter Journal Nr. 248, das der Gartenlaube geradezu den hervorragendſten Plat unter allen neueren Zeitſchriften zuerkennt; auf die Jahreszeiten, Hamburger, Braunſchweiger und Dresdener Blätter die das ſchöne Streben unſers Blattes und die brillante Ausſtattung mit Lob überſchütten. Auch im Jahre 1854 wird die Gartenlaube ihren Leſern bieten: Gute Novellen und Erzählungen von anerkannten deutſchen Autoren, wie L. E. Willkomm, Monecke 1.(keine Ueberſetzungen) 5 Schilderungen aus 1 leben und der Sittengeſchichte— Belehrende Exläuterungen zu den Begebenheiten und Perſönlichkeiten des Tages.— Biographien und Lebensſkizzen hervorragender Zeitgenoſſen. — Populär⸗naturwiſſenſchaftliche Mittheilungen von den bekannten Naturforſchern Bock und Noßmäßler und andern tüchtigen Autoren.— Beiträge zur Kenntniß des menſch⸗ lichen Korpers und einer vernünftigen Geſundheitslehre.— Briefe aus der Gewerbswelt. — Originalberichte über Amerika und deſſen Zuſtände.— Blätter und Blüthen, beſtehend aus den intereſſanteſten Notizen aus dem Bereiche der Erfindungen, Phyſik, Literatur aller Länder, Geſchichte ꝛc. Mit vielen prachtvollen Illuſtrationen. Die Gartenlaube iſt ein achtes Familienblatt, das auf populaire und gemüthli i Unterhaltung und Belehrung bietet, wie kein anderes.. e a Preis vierteljährlich 10 Ngr. oder 36 kr. C.-Mze. Zu geneigten Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel in Friedberg. (6) Die Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg nimmt noch Beſtellungen an auf b das erſte Quartal der Allgemeinen Muſterzeitung. Album fuͤr weibliche Arbeiten und Moden. Preis 54 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Die Bo zwichen ibn unter uns e mäßige Ruder mit tiefer An nung, den a ließ ſich ein! luſtig beantwe des Herz woll bar dahinter e „Was f im Bug des Der N dort auf dem Ich ſpra aller Kraft, d erſten Boot, „Oho, d und Stimme „Hurrah denn beiden Boote ugeſpannt, 0 Ewa eine J hem, blieb esche, wie Thel unſers rel Jh en zu beſchrein, gange befam Gedanken de