iche; Intelligenz-Dlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M II. Mittwoch den S. Februar 1854. Amtlicher Theil. — Das Großherzoglich Heſſiſche 8 1 1 5 Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Landgeſtütsanſtalt— nunmehr die Unterſuchung der als Beſchäler benutzt werdenden Hengſte von Privat- perſonen für 1854. Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung vom 9. Januar l. J. benachrichtige ich Sie, daß der hiernach zum Bedecken von Stuten für 1854 tauglich erkannte und mit dem nöthigen Erlaubnißſchein verſehene Hengſt des Adam Marquard zu Winkel durch Verkauf an den Bruder des letztern Nicolaus Marquard zu Eulsbach übergehen wird, und daß daher das Recht zur Benutzung tieſes Heugſtes zum Bedecken von Stuten für 1854 auf dieſen letzteren übergeht. Friedberg den 30. Januar 1854. MW. n fel ben Betreffend: Den Audienztag bei Gr. Kreisamt. Es iſt ſeither der auf Dienſtag beſtimmte Audienz— lag nicht eingehalten worden, vielmehr ſind die Leute an jedem Tage und zu jeder Stunde erſchienen, um ihre An— zelegenheiten, in denen ein perſönliches Erſcheinen nicht dinmal nothwendig war, vorzubringen, hierdurch ſind eber ſolche Störungen entſtanden, die es unmöglich machten, ſelbſt die dringendſten Geſchäfte pflichtmäßig zu erledigen. Dem zu begegnen, ſehe ich mich, im Intereſſe des Dienſtes, aufgefordert, mit Bezugnahme auf die kreis— zäthlichen Ausſchreiben vom 22. April 1834, Nr. 17. des Int.⸗Bl., und 3. Februar 1839, Nr. 6 des Int.⸗Bl., Sie enzuweiſen, alsbald in Ihren Gemeinden zu veröffent— chen, daß Niemand außer Dienſtags— wirklich eilende Fälle ausgenommen— Gehör finden könne und wer ſich zennoch hierher begibt, es ſich ſelbſt zuſchreiben müſſe, inen vergeblichen Gang gemacht zu haben. Friedberg den 6. Februar 1854. ler. ö an die Gr. Bürgermeiſter und Gensdarmerie des Krei— ſes, ſowie den Polizeicommiſſär zu Wickſtadt. Betreffend: Das Fahren mit Hunden. In obigem Betreffe hat Gr. Miniſtertum des Innern unterm 17. v. M. zur Nr. D. 13,814 von 1853 das Nachfolgende verfügt 1) Wenn auf den Straßen innerhalb der Städte und Dörfer oder auf den Landſtraßen Hunde zum Ziehen gebraucht werden, ſo müſſen dieſelben von einem Führer mit Vermeidung aller Mißhandlung gelenkt werden. 2) Auf den mit Hunden beſpannten Wagen oder Karren dürfen keine erwachſene Perſonen ſitzen. 3) Die mit Hunden beſpannten Fuhrwerke haben die Fahrbahn der Straßen einzuhalten, alſo Fuß- und Reitpfade zu vermeiden, und alle Vorſchriften über das Ausweichen der Fuhrwerke zu beobachten. 4) Als Führer ſind nur Erwachſene oder ſolche Kin— der zuläſſig, welchen die nöͤthige Einſicht und Koͤrperkraft zugeſchrieben werden kann. Es iſt der Localpolizeibehoͤrde vorbehalten, die ihr ungeeignet ſcheinenden Perſonen zu bezeichnen, deren ſich ſofort der Eigenthümer eines ziehen— den Hundes zum Führer nicht weiter bedienen darf, ſowie auch der Localpolizeibehörde zuſteht, die Hunde zu bezeich— nen, welche zum Ziehen gar nicht gebraucht werden ſollen. 5) Wenn die mit Hunden beſpannten Fuhrwerke längere Zeit anhalten, ſo ſind die Führer dafür zu ſorgen verbunden, daß die Hunde nicht gequält werden und die Vorübergehenden nicht beläſtigen. 6) Im Falle einer Zuwiderhandlung gegen dieſe Beſtimmungen ſoll der Eigenthümer des zum Ziehen ge brauchten Hundes mit einer Strafe von 1—5 fl. belegt werden, welche im Falle der Uneinbringlichkeit im Gefäng— niſſe, den Tag zu einem Gulden gerechnet, zu verbüßen iſt. Von der eingehenden Strafe erhält der Denunciant ein Dritttheil als Denunciationsgebühr. Indem ich Sie beauftrage, dieſe Beſtimmungen als— bald in Ihren Gemeinden zur oͤffentlichen Kenntniß zu bringen, weiſe ich Sie zugleich an, nicht allein den Voll zug der gegebenen Beſtimmungen ſelbſten zu überwachen, ſondern auch durch die Polizeioffizianten überwachen laſſen. Friedberg den 1. Februar 1854. MA IIe rn 42 Regulati v über die Anlegung von Malzdarren in Bierbrauereien zur Verhütung von Feuersgefahr. Um die Feuersgefahr moͤglichſt zu verhüten, welche durch fehlerhaft angelegte Malzdarren in Bierbrauereien entſtehen kann, werden hierdurch folgende Vorſchriften er— theilt: g§. 1. Zur Anlage oder Abänderung einer Malzdarre für eine Bierbrauerei iſt zuvor die Erlaubniß des Kreis— amtes einzuholen. a §. 2. Die Feuerung der Malzdarren fur Bierbraue— reien darf nur im Erdgeſchoß, auf geplättetem oder ge— pflaſtertem Boden, nie aber auf dem Gebälke eines Stock— werks aufgeſetzt werden. §. 3. Der aufrechte Kanal, welcher die Verbrennungs- produkte, ſowie die zu erhitzende Luft nach der Darre führt, muß aus einer mindeſtens 5 Zoll dicken Backſteinmauer beſtehen. §. 4. Da, wo dieſer Kanal durch das Gebälke geht, muß letzteres derart ausgewechſelt werden, daß rings⸗ um ein Zwiſchenraum von mindeſtens 5 Zoll verbleibt, welcher mit Backſteinen auszurollen iſt. §. 5. Der Einfeuerungsraum iſt mit einer ſtarken eiſernen Thure zu verſehen. §. 6. Der Rauchkanal unterhalb der Darre iſt an einem leicht zugängigen Ort mit einer dicht ſchließenden Klappe oder einem Schieber zu verſehen. §. 7. Bei Luftdarren ſind die Oeffnungen zum Ein— tritt der kalten Luft mittelſt Kapſeln oder einzuſetzender Steine, am beſten aber vermittelſt Schiebern verſchließbar zu machen, um die Luftzuführung zu dem Darreraum ab— ſperren zu konnen. §. 8. Die Röhren zur Erwärmung der Darre müſſen einen ſolchen Querſchnitt haben, daß die Seiten— flächen oben ſcharfkantig— in einem ſpitzen Winkel zu— laufen, damit nicht Malzkeime darauf liegen bleiben können. §. 9. Wenn die Ausputzöffnungen an den durch die Umfangswände der Darre geführten Erwärmungsröhren außerhalb angebracht werden,— was das Zweckmäßigſte iſt, ſo müſſen die Röhren an den Enden mit Kapſeln ver— ſchloſſen werden. Werden die Erwärmungsröhren aber innerhalb der Darre mit Ausputzöffnungen verſehen, ſo können dieſe ſo— wohl an der unteren Fläche, als auch an den Seiten der Röhren angebracht werden. In letzterem Falle muß jedoch über den Oeffnungen ein dachförmig gebogener Blechſtreifen in möglichſt ſpitzem Winkel dergeſtalt befeſtigt werden, daß an den Hervorragungen der Thuͤrchen oder Schieber, welche zum Verſchließen der Oeffnungen dienen, keine Malzkeime liegen bleiben können. Die Verbindungsſtellen der Röhren und die Thürchen oder Schieber an den Ausputzöffnungen muͤſſen wohl ſchließend gemacht ſein. §. 10. Der Boden des unteren Raumes der Darre muß mit einem Lehmſchlag und einer doppelten, zur Vermeidung durchgehender Fugen ſorgfältig im Kreuzver— band gelegten Backſteinplättung verſehen werden. §. 11. Wenn nicht, was am Zweckmäßigſten iſt, die ganze Darre mit einer ſoliden über Dach gehenden Brand— mauer umgeben und überwölbt wird, ſo iſt doch jedenfalls die ganze Darre mit einer wenigſtens 5 Zoll dicken Back— ſteinmauer zu umgeben. In dieſer Mauer, ſowie überhaupt in der ganze Darre, mit Ausnahme der Decke, darf kein Holz vorkommen. Unmittelbar uͤber dem Drahtgeflechte muß ein mindeſtens 10 Zoll hoher Kranz von Hauſteinen angebracht werden. Die Decke der Darre wird, wenn ſie nicht gewölbt werden kann, zweckmäßig durch ein Stellwerk von Eiſen und darauf gelegte Backſteine gebildet. Sollte aber die Decke aus einem Gebälke beſtehen, ſo iſt daſſelbe mindeſtens gut zu verrohren und zu tünchen. §. 12. Die Decke ſoll nicht unter 8 Fuß von dem Drahtgeflechte entfernt ſein, damit ſie von der Flamme nicht ſo leicht erreicht werden kann. §. 13. Der Schlot zum Abzug des Dunſtes wird am beſten von Backſteinen gemauert; wird derſelbe aber von Borden angefertigt, ſo dürfen dieſe niemals in das Innere der Darre hineinragen. §. 14. Alle Oeffnungen in den Umfangswänden der Darre muͤſſen mit gut ſchließenden eiſernen Thüren ver— ſehen ſein. §. 15. Das Drahtgeflecht iſt auf einen Roſt von ſtarken Eiſenſtäben zu legen und mit Stützen von Eiſen oder Stein zu verſehen. §. 16. Die in den vorhergehenden§8. enthaltenen Vorſchriften ſind bei allen neuen Anlagen von Malzdarren unbedingt zu befolgen und bei Abänderungen beſtehender Anlagen ſoweit als thunlich zu berückſichtigen. Von Amtswegen iſt die Abänderung beſtehender An— lagen nach Maßgabe der vorhergehenden§89. oder der be— ſonders zu gebenden techniſchen Anleitung zu erlangen, wenn dies wegen Feuersgefährlichkeit jener Anlagen als nothwendig erſcheint. §. 17. Diejenigen Bauhandwerker, welche bei An— lage oder Abänderung von Malzdarren die in gegenwär— tigem Regulativ enthaltenen oder nach F. 16 beſonders er— theilten Anordnungen der Polizeiverwaltungsbehörde nicht befolgen, werden mit einer Geldbuße von einem bis zwanzig Gulden beſtraft. §. 18. Die Beſitzer von neu angelegten oder weſent— lich veränderten Malzdarren, welche dieſe eher benutzen, als bis ſolche polizeilich unterſucht und für benutzbar er— klärt worden ſind, verfallen in eine Strafe von einem bis fünf Gulden. Außerdem werden von der Polizeiverwaltungsbehörde die erforderlichen Maßregeln zur Entfernung der vorſchrifts— widrigen Anlagen ergriffen. §. 19. Im Falle der Uneinbringlichkeit einer zuer— kannten Geldſtrafe iſt dieſelbe in Gefüngniß und zwar mit 24 Stunden für jeden Gulden zu verwandeln. Darmſtadt den 26. November 1853. Aus Allerhöchſtem Auftrag: Großherzogliches Miniſterium des Innern. alp ig k. v. Lehmann. Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Im Januar gingen durch Collekte und an Koſtgeld einiger Zoͤg— linge 756 fl. 56 kr. ein; die Ausgabe überſchritt die Einnahme um 3 Heller. Wir ſagen hiermit den herzlichſten Dank für alle Gaben. Gott ſegne unſere Wohlthäter und laſſe es ihnen wohl gehen. Da wir immer noch Aktien à 25 fl. haben, ſo bitten wir uns dieſelben gegen 4 pCt. Zinſen abzukaufen. Es ſind nur noch 61 Stück.— Bei der erſten Aktien-Verlooſung am 14. v. M., im Beiſein Großh. Bürger⸗ meiſters und eines Gemeinderathsmitglieds, wurden folgende 6Nummern gezogen: 187, 257, 13, 83, 55, 84 und ſind mit dem erſten April dieſes Jahrs gegen Rückgabe der Urkunden zahlbar. Friedberg den 1. Februar 1853. J. P. Schäfer, Vorſteher. 19 11 v1, 3 VIII /e, Vid“ In, VI VII 352,/ 44, N, 1X)350, IXI, Il, 10, X. 10/7, 1,4, emarka f Heinrich Sonar, 1 zu glorfadt derte dieſen Grund ſtucke⸗ bönnen. Auf geftellten 2 Ansprüche an ent Vollncpung des g können glauden, binnen 6 Wochen als ſonſt das Theiles für genüg den Kaufbriefen d theilt werden wirt Friedberg den Gebaͤude⸗Verf mühle de güne die ſelben zy berfteign ud Zuschlag ang bäude abgangn Malerialien n 1 Indem die Glan und ſehr ffark vor ren, Fenſter, Kehlboden gut un dieſelben gut zum 1 gut I demselben Ter Voden, als: 173. ſerfall, 657 0 a1 er Bien, or fog Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. NN Mareen. 106) D Das Fürſtlich und Gräfliche Geſammt⸗ zaus Iſendurg hat die nachſtehend verzeichneten in dlürbuche ihm zugeſchriebenen Grundſtuücke: Gemarkung Unterflorſtadt: Flur und Nr. der Grundſtücke 1/8, 11/22, 117183, 1/184, 1/294, 1/299, 11/9, 1½19, 1/128, 11/178, 1½13, 11/283, 117/333, 1/358, 1/361, 1/90, 1½396, 1/10, IV/25, IvV/64, 1v% 6, 1v/ 56, 1v/163, V/20õ, 1 IV/223, 1v/ 269, IV/280, V/ã320, 5335, IV/ã353, IV/366, IV/388, V/ 434, 14 V/I39, v/170, v/I88, vit, 7/227, V. 237, v/õa360, V.364, V/414, 7422 VVA, V/498, V9, v.54, 530, V/535, Vv/563, V/663, V/664, 1/18 VI/33, V/A, V/, vI/79, Vy/82, 71/137, v/162, V/½o8, V/212, VI½36, AA, v/o, V/, v/t59, VI/174, bis, vI/185, VI/205, vI½220, 5/61, vI/ 278, vn, 321, vII324, p77, vII/382, vI/4o3, vII426, 71/36, VI447, vil 486, v,/515, 717531, VII,37, VnJ½133, VII 146, 71/165, VII 179, VI) 206, VII 276, IIS, VIII/306, vu 312, vnJ,J326, VIII)352, IX/ 12, IX/I7, IX/29, IX /A, X/S8A, IX/ 252, IX/ 294, IX/323, IX/348, X/359, IX/465, IX /go, XL/IA4, X43, 4/61, X/), XI, L363, 1,337, 11/52, 1/175, IX/415, X/S3, Gemarkung Oberflorſtadt: Seite und Nr. des Flurbuchs 178/26, 177725, 81/44, 255/15, 399/75, n Joſeph Guffanti Sohn zu Cöln, ſowie an deinrich Konrad und Heinrich Karl Schaubach u Florſtadt verkauft, ohne das Eigenthum an X/218, ieſen Grundſtücken urkundlich nachweiſen zu önnen. Auf geſtellten Antrag werden alle, welche Inſprüche an jene Grundſtücke machen, alſo die Zollziehung des gedachten Verkaufs hindern zu Innen glauben, aufgefordert, jene ſogewiß innen 6 Wochen von heute an hier anzuzeigen, ls ſonſt das Eigenthum des verkaufenden Sheiles für genügend nachgewieſen erachtet und en Kaufbriefen die gerichtliche Beſtätigung er⸗ heilt werden wird. Friedberg den 14. Januar 1854. Großberzogl. Landgericht Hofmann. ebäude⸗Verſteigerung auf den Ab— bruch. 1310 Donnerſtag den 23. A Februar d. J., es Vormittags um 10 Uhr, ſollen in Orten⸗ erg die Gebaäulichkeiten der Haſt'ſchen Papier- nühle daſelbſt, beſtehend in einem zweiſtockigen Vohn⸗ und Fabrikgebäude, an der Frontwand 52“ lang, 37 ½“ breit, mit Seitenflügel am Jaſſer 60¼“ lang, 37 ½ breit; zweiſtockigem Anbau 58½ Fuß lang, 33“ 2“ breit, nebſt Stallbau 55“ lang, 18 /“ breit. Da die frühe⸗ en Verſteigerungen zum Stehenbleiben kein zünſtiges Reſultat geliefert haben, ſo werden v ieſelben auf den Abbruch an Ort und Stelle erſteigert und bei annehmbarem Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheilt, anderntheils die Ge⸗ dude abgebrochen und in dieſem Frühjahr die Materialien einzeln zur Verſteigerung kommen. zudem die Gebäuden erſt vor 50 Jahren neu d ſehr ſtark von Eichenholz erbaut, die Thü⸗ zen, Fenſter, gebordete Fußböden bis in den RKehlboden gut unterhalten find, ſo eignen ſich tieſelben gut zum Abbruch und zum Aufſchlagen. In demſelben Termine ſollen der Grund und Boden, als: 175[Klafter Hofraithe mit Waſ— ſerfall, 657[Klafter Grabgarten, 1509[◻Klaf⸗ ſer Wieſen, ſowie gute Mühlwellen, Kammräder, 2 43„ Holländer, Lumpenſchneider, Stampfwerk mit vielem Eiſenwerk u. ſ. w., verſteigert werden. Ortenberg den 25. Januar 1854. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Ma 9. Leanne von Wnzarbetes. (152) Da bei der am 17. 8 Verſteigerung von Bauarbeiten an der Kirche zu Merlau mehrere Steigerer ihre Concurrenten durch Zuſicherung von Belohnungen trotz den hierüber feſigeſetzten Beſtimmungen vom Mitbieten abgehalten haben, ſo ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Merlau Donnerſtag den 9. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, die an dem erwähnten Gebäude vorkommende Zimmerarbeit, Schloſſerarbeit und Spenglerarbeit unter den früheren Bedin⸗ gungen anderweit verſteigert werden. Grünberg den 30. Januar 1854. Das Gr. Kreisbauamt. Ju Auftrag Gr. Kreisbaumeiſters Reuß, Bauacceſſiſt. Edictalla dung. Die Erben des Anton Kitz II. zu Nie⸗ derrosbach, haben den Nachlaß unter der Rechts⸗ wohlthat des Inventars angetreten. Anſprüche jeder Art an denſelben ſind deßdalb im Termin Dienſtag den 28. Februar d. J., Morgens 10 Uhr, dahier anzuzeigen, gegenfalls ſie bei Regulirung des Nachlaſſes nicht beachtet werden. Friedberg den 28. Januar 1854. Großberzogl. Landgericht Dr. Irle. Januar l. J. ab 169) Edictalla dung. (170) Erb- oder ſonſtige Anſprüche an den geiſteskrank im Hoſpital Hofheim verſtorbenen Philipp Conrad Joſt von hier ſind ſogewiß bis Mutwoch den 8. März d. J. bier geltend zu machen und unter gehöriger Legitimation zu begründen, als ſonſt der Nach⸗ laß den ſich aumeldenden bintereſ⸗ ſenten ausgeantwortet werden wird. Friedberg den 28. Januar 1854. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. bekannten Hofraitbhe⸗Verſteigerung. (1710 Donnerſtag den 9. Februar, Morgens um 11 Ubr, wird in hieſigem. die Hofraithe des Bürgers und Metzge elm Krauch, wie ſolche in dem Intell jenzblatt Nr. 8, Inſerat 83, d. J. näher bezeichnet iſt, einer nochmaligen freiwilligen Verſteigerung mei tend ausgeſetzt mit dem Anfügen, daß bei einer annehmbaren Gebot die Genehmigung erthellt wird Friedberg den 4. Februar 1854. In Auftrag Der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts Bender. Güterverpachtun (172) Montag den 13. Februar d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in hieſigem Rathbauſe auf freiwilligen Antrag der Frau Carl Graff Wittwe dahier deren circa 36 Morgen haltende Güterſtücke im Einzelnen, auf 9 bis 12 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. Die ſtädtiſchen Flurſchützen beſißen Güterver⸗ zeichniſſe und ertheilen auf Verlangen den Pach⸗ tern etwa gewünſcht werdende Auskun Friedberg den 4. Februar 1854. In Auftrag Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Bekanntmachung. (173) Dienſtag den 14. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag ein dem Herrn Louis Braun gehörendes Grundſtück: Gemarkung Ockſtadt: 187 Nr. 22 u. 23 40 Ruthen Garten im Ried in der 16, Gewann, iſt mit 12 Aepfelbäu⸗ men. öffentlich meiſtbietend unter ſehr vorthellhaften Bedingungen verſteigert. Friedberg den 4. Jebruar 1854. In Auftrag: D No O Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Pag. Bekanntmachung. (17 Freitag den 10. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Ratbhauſe ein Stück Wald in der Straßheimer Gemarkung, und zwar: 4% vom Rieſiſchen Haag, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ockſtadt den 4. Februar 1854. In Auftrag: Der Großberzogl. Bürgermeiſter Groöninger. Mobiliar-Verſteigerung. (175) Donnerſtag den 9. und Freitag den 10. d. M., jedesmal des Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Behauſung der Wittwe des Anton Kitz II. dahier nachbenannte Gegen⸗ ſtände erbvertheilungshalber unter den im Ter⸗ min eröffnet werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: 12 2 Pferde, 4 Kühe und 4 Rinder, 2) 3 Maſtſ chweine, 1 großes Mutterſchwein und 5 Sprenger, 3) 5 Schaafe, 3 Gänſe, 8 Hühner und 1 Hahn, 4) etwa 15 Malter Kartoffeln und eine große Quantitat Dickwurz, Heu, Grummet, verſchiedener Gattung Stroh, Spreu und Keil, eine Partie Miſt ꝛc. 6) 1 vollſtändiger Wagen, Pflüge, E igen und ſonſtiges Oekonomie⸗ und Hause 5 99 Igeräthe. Bemerkt wird, daß ſaͤmmtliches Vieh benannten Tag gleich beim Anfang g racht werde. bach den 3. Februar 1854. Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Cunß. am erſt⸗ zur Ver⸗ Der Jagdverpachtung. (1760 Montag den 13. d. M., Vormi— 10 Uor, wird die Feldjagd in hieſiger Gen ar- kung meiſtbietend verpachtet. Oberwoöͤllſtadt den 3 Der Groß! Februar 1854. erzogl. Bürgermeiſter Otte l. Dolzver teig ern ne den 13. Februar J. J., Vor⸗ 10 Ubr, ſoll in thei mer Ge- d, Oberförſterei Hochweiſel, im Diſtr dit Werk- bei der Verſteigerung—— unt ungen öffentlich ver⸗ dem Oſt vald, nachſtehendes Bau⸗, unter den Nut tt olz gemacht werde ſteigert werden Stecken eee nden Bedin 1 Stammholz, „von 30— 60 Durchmeſſer kenſtämme, 46 Cubikfuß del⸗Stangenholz von 15-457 Länge und von 1½—5“ Dicke, 3 Stuck Birken⸗Stangenbolz. Die Herren Bürgermeiſter werden um ge⸗ fällige Vekann tmachung in ihren Gemeinden er— — ſucht. Bemerkt wird, daß die Zuſammenkunft an dem ſogenannten Herrgesſtuhl iſt. Oſtheim den 4. Februar 1854. g Der Großberzogl. Bürgermeiſter Schneider. Bekanntmachung. 1178) Montag den 20. d. M., Vormittags um 10 Ubr, ſoll die Lieferung von: a) 5 Stecken Kiefern⸗Scheitholz und b) 150 Stecken Buchen-Scheitholz J für die Garniſon und das Lazareth dahier, in dem Bureau des Bataillonsverwaltungsraths, nach veränderten Accordsbedingungen, auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtnehmenden ver- geben werden. 5 Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in obengedachtem Bureau einge- ſehen werden können. Friedberg den 4. Februar 1854. In Auftrag: Ramſpeck, Stabsquartiermeiſter. ee g N Privat- Bekanntmachungen. Mobiliar-Verſteigerung. (141) Dienſtag den 14. und Mittwoch den 15. Februar d. J., jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, wollen die Unterzeichneten nachfol⸗ gende Gegenſtände erbvertheilungshalber einer offentlichen Verſteigerung gegen gleichbaare Zah— lung ausſetzen laſſen, als: 1) 4 Pferde und ein Fohlen, 2) 11 Stück Rindvieh, 3) 2 Mutterſchweine, 2 fette Schweine und 4 Sprenger, 4) 200 Malter Kartoffeln, 5) Heu, Grummet, Stroh von allen Gat⸗ tungen, Spreu, Dickwurz, Wägen, Pflüge, Eggen und ſonſtige Oeconomiegeräth— ſchaften. 6) 1200 Stück eichenen Wellen und ſonſtiges Holzwerk. 7) Eine vollſtändige Branntweinbrennerei. Bemerkt wird, daß der Anfang mit dem Vieh gemacht wird. Ockſtadt den 28. Januar 1854. P. C. Seitz'ſche Erben. aur Beachtung! (12) Zwei neue ſtark gemachte Zuläſte ſind zu verkaufen, ſowie kleinere Fäſſer, Waſſerſtän⸗ der, Waſchbütten, Waſſerzüber und dergl. ſtets fertig zu haben bei Koch, Friedberg. 5 Küfer⸗ und Eichmeiſter. Bettfedern und Flaumen, (143) in vorzüglichſter Qualität, Barchent und Zwilliche, ſowie neugefertigte Betten, zu billig geſtellten Preißen, bei Butzbach im Januar 1854. G. D. Sundheimer. aufen (16 Unterzeichneter beabſichtigt zu ver⸗ kaufen: 1) ein braunes Wallachpferd ohne Abzeichen, 6 Jahre alt; 2) ein Paar Fahrochſen, Rothſchecke, 3 Jahre lt. alt, 3) ein gelber Faſelochs, 1¼ Jahre alt, 4) eine ſchöne ſchwarzſcheckige Kuh mit Kalb, 5) desgleichen eine gelbſcheckige Kuh, hoch trächtig. Rödgen am 30. Januar 1854. Conrad Jehner, Oekonom. 44 Mittwoch den 8. Februar Muſikaliſche Abendunterhaltung im Gaſthauſe zu den drei Schwertern, Anfang 5 Uhr, (479) ausgeführt durch die als vorzüglich bekannte Geſellſchaft der Gebrũder Soellner aus Carlsbad, wozu ergebenſt einladen Gebrüder Simon. NB. Dieſelben werden unwiderruflich an dieſem Tage eintreffen. Die Möbelhandlung B. L. Trier in Durmstadi (180) empfiehlt einen großen Vorrath der eleganteſten Möbels, wie Betten, zu den billigſten Preiſen ſowohl zum Verkaufen wie zum Vermiethen. Emanuel- Federn. Plumes Diamant.) (23) Eine ſich ſtets gleichbleibende, für jede Hand paſſende Feder, welche wegen dieſen Eigen⸗ ſchaften und ihrer böchſt geringen Unabuutzbarkeit bereits eine Berühmtheit erlangt hat. Dieſelben ſind verſchiedenartig geſpitzt, fein, mittel und ſtumpf. Die Doſe, enthaltend 100 Stück, koſtet 28 Sgr. Jiaede Feder, welche nicht die deutlich gravirte Firma der engliſchen Fabrik Emanuel F. trägt, iſt als unächt zurückzuweiſen. Hauptniederlage in Friedberg:, Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Die Union, allgemeine deutſche Hagel⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft in Weimar. 180) Die Union iſt begründet auf ein Aktien⸗Kapital von Drei Millionen Thaler, wovon Zwei ein halb Million emittirt ſind. Die Geſellſchaft wird mit dem Beginn des künftigen Frühjahrs Hagel— Verſicherungen zu mäßigen Prämien übernehmen. Die Prämien ſind feſt, ſo daß unter keinen Umſtänden Nach⸗ zahlungen zu leiſten ſind. Dieß zur vorläufigen Nachricht. Darmſtadt am 4. Februar 1854. F. W. Heyer, als Haupt⸗Agent. Friedberg: G. Friedr. Nau.— Laubach: J. Mart. Zöckler, Agenten. Zu der kaufen. (182) Ein mit gutem Eichenholz verſehenes ſchiedener Größe, Ketten und andere Oekono— miebedürfniſſe, ſowie Bettwerk und verſchiedenes zweiſtöckiges Wohnhaus, 29 Fuß lang und 23 Fuß breit, ſoll wegen Bauveränderung auf den Abbruch verkauft werden. Näheres bei Zim⸗ mermeiſter Rupp in Erbſtadt. Verſteigerung. (183) Der Unterzeichnete läßt Donnerſtag den 9. d. M., Vormittags 9 Uhr, 2 Pferde, 6 Kühe, 3 Bullen, Schweine, 4 ſtarke Wagen, Pferde- und Ochſengeſchirre aller Art, Pflüge, Eggen, 1 Walze, 1 Schrotmühle, 1 Kartoffel- mühle, 2 Fegemühlen, Bütten und Fäſſer ver— Hausgeräthe öffentlich dahier verſteigern. Dorheim den 2. Februar 1854. Dr. an Einen Faſelochs, (184 3 Jahre alt, zum Schlachten, hat zu verkaufen Rockenberg. Karl Bullmeper. Ein Schweizer, (1885) welcher mit guten Zeugniſſen verſehen iſt, kann auf Petritag in Dienſt treten. Wo ſagt die Expeditio d. Bl. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. an ſämmtlich Betreffend: Du. Von den 4 netungs⸗Aſſccure ungsſaht 1853 folgende Leue wenigstens ire rufsfähigen, we taugliche zum 1 Anton E 2 Jodanne 3) Sedaſti⸗ 5) Adolpl 6) Johann 7) Heinrich 8) Heinrich 110 Anton 2 12) Abrabam 100 Jehan 10) Johanne 15) Schmaie, 10) Alois S Es hat de tretung dieſer eden derſelben Eigſtandetaſe; Dienſe duzen vom 16.! die Aſſecman wenn ein Nan ſumme bezahlt oder untaugli benannten Leu lun Muſteru ebel oder ein Mllitärdienſ.