nf e . ſerbſleißes. Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 18. Sonnabend den 4. März 1854. Amtlicher Theil. eee Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Kalenderſtempel. Zur Beſeitigung von Zweifeln, welche darüber ent— ſtanden ſind, ob die vorſchriftsmäßige Stempeltaxe nur von ſolchen auswärtigen Kalendern, welche im Großherzogthum abgeſetzt werden, zu entrichten, oder ob es den Buch— händlern und Buchbindern überhaupt unterſagt iſt, unge— ſtempelte auswärtige Kalender als Geſchäftsartikel zu führen, bemerke ich Ihnen, daß es nach der Verordnung vom 8. September 1809 den Buchhändlern und Buchbindern ebenſowohl unterſagt iſt, ungeſtempelte auswärtige Kalender abzuſetzen, als ſolche in ihren Läden zum Verkaufe aufzuſtel len. Sie werden hiernach die erforderliche Veröffentlichung ejntreten laſſen. Friedberg den 1. März 1854. Mütter. elbe an die Großh. Bürgermeiſter und Gemeindeeinnehmer des Kreiſes. Betreffend: Den Termin für den Abſchluß und die Einſendung der Gemeinderechnungen für 1853. Das nachſtehende höchſte Ausſchreiben theile ich Ihnen zur Nachricht und Nachachtung hierdurch mit. Friedberg den 1. Marz 1854. er. Das Großherzoglich Heſſiſche Miniſterium des Innern an ſämmtliche Großherzogliche Kreisämter. Wir beſtimmen hiermit in Bezug auf die Gemeinde— rechnungen für 1853 den Termin zum Abſchluß der Bücher allgemein auf den 30. April, zur Ablieferung der Rech— nungen an die Großherzoglichen Bürgermeiſter auf den 31. Mai und zur Einſendung der Rechnungen an die Groß— herzogliche Oberrechnungskammer-Juſtificatur 2. Abtheilung auf den 30. Juni d. J. Wegen der etwa nöthig werdenden Erſtreckung dieſer erweiterten Friſten iſt in den einzelnen Fällen nach den beſtehenden Vorſchriften zu verfahren. Wir beauftragen Sie, die Großherzoglichen Bürger— meiſter und Gemeindeeinnehmer hiernach unter dem Anfügen alsbald zu bedeuten, daß die Nichteinhaltung dieſer Friſten und beziehungsweiſe eine Unterlaſſung der deßfalls zu ma— chenden Anzeigen Disciplinarſtraſen und ſonſtige etwa er— forderliche Zwangsmaßregeln zur Folge haben würde. * 4 Darmſtadt am 10. Februar 1854. v. Lehmann. Bekannt mach ang. Am Dienſtag den 14. März findet kein Geſchäftstag ſtatt, was zur offentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 28. Februar 1854. Großherzogliches Landgericht Hofmann. Der Kleiderſchrank. * Humoreske (Fortſetzung.) „Wenn Sie in den Fall kommen, irgend etwas zu gebrauchen, mein gutes Madamchen, ſo will ich mich Ihnen empfohlen halten,“ ſagte Benſen.„Ich bin der Trödler und Pfänderleiher Benſen aus dem Salzgäßchen, und habe ein ſehr reiches Lager von allem möglichen Hausgeräthe, gebraucht und neu, zu den billigſten Preiſen. Sie werden in mir ſtets einen reellen chriſtlichen Mann finden, der Ihnen im Nothfalle gerne borgt!“ Damit ſteckte er ſein Viergroſchenſtück in die Taſche, bot der Frau gute Nacht, und ſchob ſeinen Karren wieder nach Hauſe.„Ich weiß nicht, die Sache gefällt mir nicht recht,“ ſprach er unterwegs für ſich hin;„die alte Frau hat etwas Sonderbares an ſich! Und warum gab ſie mir ein ganzes Viergroſchenſtück, da ſie doch ſo ärmlich aus— ſieht? Und warum freute ſie ſich ſo über den Schrank? Mich ärgert jetzt, daß ich ihn ſo billig weggeben habe. Der junge Fant hätte mir ſicher auch das Doppelte dafur gegeben— aber das kommt von meiner thöoͤrichten Gut— müthigkeit! Ich werde es mein Lebtage zu Nichts brin— gen. Allein was liegt daran? Der Reichthum allein macht ja nicht glücklich; Amen!“ Eine Viertelſtunde ſpäter hatte er ſeinen Laden ge ſchloſſen, die Lampe ausgelöſcht und die Fenſterläden ver —.. 70 E- ſchloſſen, und ſtieg nun hinauf in ſein Stübchen, wo bald ein Feuerchen im Ofen kniſterte und dieſer eine behagliche Wärme ausſtrahlte. Benſen nahm aus einem Wand— ſchranke einen großen Krug Bier, ein rieſiges Schwarz⸗ brod ſammt Buttertopf und Schlackwurſt, rückte ein Tiſch— chen vor den alten bequemen Großvaterſtuhl am Ofen, und verzehrte in aller Behaglichkeit ſein Abendbrod. Dann ward die lange Pfeife geſtopft, und in den Lehnſtuhl zu— rückgeſchmiegt, blies der Troͤdler die blauen duftenden Wolkchen gegen die Decke der Stube, ſah ſie uber der Flamme der Kerze in wunderliche Bilder und Züge ver— fließen. Nebenbei ſprach er dem Inhalt des Blerkruges wacker zu, und horchte auf das Klopfen des Waſſertopfes im kleinen Oefchen. Als endlich der Krug und die Pfeife leer waren, holte er aus demſelben Wandſchränkchen eine dort verſteckte Flaſche Rum, aus dem Ofen aber ſeinen Waſſertopf, miſchte ſich ein tüchtiges Glas Grog, ſtopfte die Pfeife abermals und blies von Neuem blaue Ringeln in die Luft. Man ſah's dem Alten an: er befand ſich jetzt auf der höchſten Stufe der Behaglichkeit; von ſeinen Zügen war die heuchleriſche Sanftmuth und Demuth verſchwun— den, und ein breites thieriſches Wohlbehagen lagerte da— rauf. Wiederum blickte er in die Ringeln, aber ſeine Phantaſie war nun geſchäftig und verwandelte die Rauch— wölkchen, wenn ſie ſich zertheilten, in allerlei prächtige Kommoden und Betten oder Schränke, von welchen er ungeheure Gewinne erwartete; oder ſie breiteten ſich gar zu kleinen Häuſern aus, die er ſpottwohlfeil kaufen und möbliren und dann um ſchweres Geld zu vermiethen ſich ſchmeichelte. Dann aber, als die tiefer herabgebrannte Kerze nur noch einen trüben Schein über die Stube warf, dünkte es ihn auf einmal, als ob eine große Rauchwolke, welche er ſo eben hinausgeblaſen, ſich in ein großes Himmelbett verwandelte und durch die halbgeöffneten Vor— hänge wähnte er das bleiche Geſicht eines Sterbenden zu ſehen. In dieſem Augenblick machte das Feuer im Ofen ein kleines Geräuſch, weil die Kohlen auf dem Roſte zu— ſammenfielen, und Meiſter Benſen kam es vor, als ſpräche der Sterbende in ſeinem Bette:„Ich habe ihm das Geld angeborgt, Georg; volle dreihundert Thaler! Seinen Schuldſchein habe ich zwar verloren; aber wenn er Dich nicht heimbezahlt, ſo iſt er ein Schurke, und wird es be— reuen, bis zu der Stunde, wo er ebenfalls ſo hülflos auf dem Schragen liegt wie ich!“ Erſchrocken ſprang Benſen aus dem Lehnſtuhl auf und fuhr mit der Hand über die Augen— das Geſicht war verſchwunden.„Unſinn! Thorheiten, Hirngeſpinnſte!“ murmelte der Trödler vor ſich hin, und nahm einen großen Schluck Grog;—„meint denn der Mann, ich müſſe Jedem das Geld wiedergeben, wenn er mir ſagt, er habe es mir angeborgt? Meint er mich mit ſeinem blaſſen Geſicht zu erſchrecken?... Aber horch! was iſt das? Ein Wagen fährt vor dem Hauſe an. Man läutet mir! Wer mag das ſein? verriegelte. Dann ſtellte er die Kerze auf den Pult und ſah der ſpäten Beſucherin forſchend ins Geſicht. Die Frau war ſehr echauffirt und aufgeregt, ihre Augen hatten einen eigenthuͤmlichen Glanz, und ihre Lippen zitterten vor fieberiſcher Ungeduld. Die Frau war hoch und ſtäm— mig gewachſen, einfach gekleidet, und offenbar in einer ganz abſonderlichen Gemüthsbewegung. „Sie ſind Herr Benſen, der auf Pfänder leiht?“ hub ſie an. „Zu dienen,— auch handle ich mit alten Möbeln und Büchern, Glas- und Küchengeräthe, Uhren, Kleidern, Gewehren....“ (Fortſetzung folgt.) 2 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N ⏑˙ιι N Mobiliar-Verſteigerung. Ausbleiben jene Publikation dennoch geſchehen, ſofort das Teſtament als anerkannt betrachtet und vollſtreckt werden wird. Friedberg den 14. Februar 1854. Großherzogl. Landgericht Golzvberſteji gerung (284) Dienſtag den 7. März l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Freiherrl. von Löw'ſchen Wald zu Steinfurth, Diſtrikt Södlerbergstannen: 37 Stecken grobes Kiefern-Prügelholz, (268) Dienſtag den 7. März d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, werden in der Be— hauſung der verſtorbenen Alexander Schmidts Eheleute dahier die zu deren Nachlaß gehören— den Mobilien, beſtehend: in Bettung, Kleider, Weißzeug, Commode, Tiſche, Stühle, Schränke, eine Ziege, ſechs Hühner, circa 2 Malter Kar— toffeln, ſowie ſonſtige Hausgeräthſchaften, öffent— lich meiſtbietend verſteigert, wobei bemerkt wird, daß das Vieh Vormittags ausgeboten wird. Friedberg am 25. Februar 1854. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Ben der. Edietalladung. (282) Zur Publikation des von der ledigen Katharina Schütz zu Oberwöllſtadt errichteten Teſtaments werden, da deren Erben nicht ſämmt— lich bekannt ſind, alle welche deßfallſige Anſprüche zu haben glauben auf Dienſtag den 21. März, Morgens, unter dem Präjudize vorzuladen, daß bei ihrem Hofmann. Holzverſteigerung. Oberförſterei Düdelsheim. (283) Freitag den 10. März l. J. ſollen im Moxſtädter Markwald, Diſtrikt Forſtwald, nach— ſtehende Holzſortimente verſteigert werden: 79½ Stecken Buchen ⸗Scheitholz II. Klaſſe, 7 Eichen⸗. Buchen-Prügelholz, 10„ Eichen— 1 Buchen-Stockholz, 9* Eichen⸗ 1 450 Stück Buchen-Wellen, 500„Eichen-„ 21 Stämme Eichen-Bau-, Werk- und Nutz⸗ bolz von 7-18 Zoll Dicke und von 15-40 Fuß Länge. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft Zahlungs- friſt bis Martini d. J. Die Zuſammenkunft iſt auf genannten Tag, Vormittags 10 Uhr, im Diſtrikt Forſtwald beim Steinbruch. Obermoxſtadt am 25. Februar 1854. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Micke l. 10„ dergl. Stockholz, 1900 dergl. Wellen, 400 Weichholz-Wellen, 11 Kiefern-Stämme S 206 Cubikfuß, 22 dergl. Rüſtraldel und 1600 Stück dergl. Baumſtangen, welche zum Einfriedigen von Gärten zu benutzen ſind, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth den 1. März 1854. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Revierförſter Weigand. erer (285 In dem Möller'ſchen Wirthshauſe zu Erbſtadt wird Dienſtag den 7. März d. J., Vormittags 9 Uhr, verſchiedenes Buchen-Werk⸗ und Brennholz meiſtbietend verſteigert. Windecken den 27. Februar 1854. Kurfürſtl. Heſſ. Rentei daf. Deichmann. Holz⸗Verſteigerung. (286) Dienſtag den 7. und Mittwoch den 8. März, jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, 1100 250 8 1 Sum 5²⁵ bo 15 entlich an! Bemerkt we n ee ee 1 Verſt volſchriſten dis 1. Aug Rodheim 9 0 287) O5 tags 9 Ur 4 des hüfigen kmente meiſtete * 1b 18 D S2 5 —— 0 dei dem do hat eine deu Niedermor! Holze 288) Dan mittags 9 l. 8 Obermorlen, Oi feigett werden Obermörlen et druch (280) Dag 10 Uhr, fol. Salzamte, dun Bedingungen 15 Gerſſe an de bergeben werd Nauheim de Arbe 10 1200) 5 1 Uhr, oll die a. Grmarkung kanren au den 1 werden im Rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Ameiſenhecke, neben der von Friedberg nach Homburg führenden Chauſſee 7 Stecken B ichen⸗Scheitholz, 89„ Etchen⸗„ 38„„ Prügelhbolz, 87 Buchen⸗Stockholz, 187%„ Eichen⸗„ 1 Nadel-„ 164 Stück Buchen- Wellen, 4153 Eichen⸗„ 256 Nadel- 1 17 Stämme Buchen-Werkholz und 525„ Eichen⸗Bau⸗, Werk⸗ und Nutze bolz von 7—25 Zoll Durchmeſſer und 15—65 Fuß Lange, öffentlich an die Meiſtbiete Bemerkt wird, da holz der Anfang geſchſeht, ungefahr die Brenn⸗ und Stammholz zur Verſteigerung kommt, ſowie, daß gegen vorſchriftsmaßige Bürgſcheine eine Zahlungsſriſt dis 1. Aug.J. geſtattet wird. Rodheim am 2. Februar 1854. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Jae g d i. unden verſteigert. ß jedesmal mit dem Brenn und den erſten Tag Halfte Holzverſteigerung. (287) Donnerſtag den 9. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, werden im Schlag XVIII des hieſigen Gemeindewaldes folgende Holzſor⸗ timente mei gert: 57 Stecken E verſteig Eichen⸗Scheitholz, ſtbietend 55/5„Eichen- u. Birken⸗Prügel holz, 41„ Nadel- Prügelholz, 5„ Aopen⸗- und Erlen⸗ Prügelholz, 13½ 5 Eichen⸗Stockh olz, 925 Wellen Buchen-Reisholz, 6495. Birken⸗ und Eichen-Reisholz, 8263½„ Aspen- und Nadel-Reisholz, 9 Wagen, 4 Laſte Allerleiholz, 34 Nadel⸗Stangen, 10 Cubikfuß enthaltend, 4 Eichen⸗Bauſtaͤmme, 266 Cubikfuß ent⸗ haltend. Der Schlag, worin das Holz ſitzt, liegt nahe bei dem Hof Haſſeleck, ſtößt auf das Feld und hat eine bequeme Abfahrt. Niedermörlen den 1. Der Großherzogl März 1854. Bürgermeiſter Holzverſteigerung. (288) Dienſtag den 7. März d. J., Vor⸗ nittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald Obermoͤrlen, Diſtrikt Steinbuhl: 2 Stecken Nadel-Prügelholz, 1750 Birken-Reisholzwellen, 9875 Nadel-„ und 7 Wagen Al lerleiholz, n die Meiſtbietenden an Ort und Stelle ver eigert werden. Obermörlen am 28. Februar 1854. Der Groß herzogl. Bürgermeiſter is. ücht lieferung. 289) Dienſtag den 7. März d. J., Morgens O Uhr, ſollen von dem bieſigen Kurfürſtlichen Salzamte, unter den im Actuariate aufgelegten Zedingungen, 46 Achtel Korn und 24 Achtel Gerſte an den Wenigſtnehmenden in Lieferung tergeben werden Nauheim den 28. Februar 1854. Der Salinen ⸗Inſpector R. Ludwig. Arbeits-Verſteigerung. (290) Donnerſtag den 9. März, Vormittags 10 Uhr, ſoll die ſogenannte Uſinger Straße in ur Gemarkung Ockſtaͤdt in Abtheilungen zum Maniren an den Wenigſtfordernden unter den — 71 bei der Verſteigerung eröffnet werdenden Be— dingungen vergeben werden. Zugleich ſoll das e Die Zuſammenkunft iſt um die Stunde an der Uſinger Straße. beſtimmte Brechen von ungefähr 10 Cublikklafter Steinen Ockſtadt den 1. März 1854. in dem Gemeinde ⸗Steinbruche mit vergeben Der Großherzogl Bürgermeiſter werden. Grödig er. Privat- Bekanntmachungen. * für Auswanderer! Auswanderer werden durch meine befördert über Bremen nach allen Häfen von le Agentur jeden Monat i Amerika mit Segelſchiff und Poſt⸗ Dampfſe chiff. Die Leute erhalten gute Verköſtigung und werden bis Bremen begleitet. Die General-Agentur in Friedber 1 2— G. Fr. Schweitzer. Zum Abſchluß von Ueberfahrts-Verträgen empfiehlt ſich Weigant, conceſſionirter Agent in Hungen. Neg zelmäßige— ne— 2 Befoͤrderung von Auswanderer über * 8 re men 292 den Dreimaſtern ter von Bremen ab am. 8 13. eines jeden Monats. Wir ſind ermächtigt, Verträge frei ab vom bisherigen Wohnorte der Auswanderer und 5 frei ab Friedberg, Butzbach, Gießen und Bre— men mit hinreichender und guter Verköſtigung abzuſchließen und begleiten wir zur Sicherſtellung und Bequemlichkeit der Auswanderer größere Geſellſchaften immer ſelbſt bis Bremen, auch bis Bremerhafen.— Wir werden die Preiſe ſtets auf's billigſte ſtellen und den Grundſatz ſtrengſter Reelität feſthalten. Klaſſe Der Transport bis zur nächſten Eiſenbahnſtation geſchieht durch unſere eigene Fuhren. Amerikaniſches Gold, ſowie Wechſel auf alle Hauptplätze Amerika's geben wir gern ab und ſind wir auch nicht ab zeneigt, auf ſchriftliches Verlangen in den Wohnorten der Auswanderer jede mogliche Auskunft zu geben und 1 trakte abzuſchließen; doch täglich koͤnnen nähere Bedingungen auf unſerm Bu⸗ reau eingeſehen und gut ge Verträge mit uns abgeſchloſſen werden Echzell, im Marz 18534 Gebr. Schwarz conceſſionirte Special-Agenten (293). Die wegen ihrer vorzüglichen Lei iſtungen rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche bei Wimpfen am Neckar wird mit dem Beginn der beſſeren Jahreszeit wieder eröffnet und alle Arten Erzeugniſſe der Linnenweberei ſehr ſchön gebleicht die Elle zu 3 kr., gemangt 10 Ellen u 3. fn wobei die Koſten für Hin- und Rückſendung mit inbegriffen ſind. Aufträge werden angenommen und beſorg Friedberg im März 1854. 5 uard Ruths. Vo rzügliche Linſen! ſtälle, ſammtl n Eichenbolz, auf den Ab— (235) Bohnen, Zwetſchen, Mirabellen und bruch zu verk Gambs, Kirſchen bei* f 0 ſtriktseinnehmer in Altenſtadt. Wilhelm Fertſch. Gr Verkauf von Gebäulichkeiten auf den Ein werthvolles Meſſer Abbruch zu Enzheim.(294) iſt verloren worden. Der redliche (280) Unterzeichneter hat eine große Hofraihe, Finder wird gebeten, daſſelbe gegen eine Be— beſtehend aus einem zweiſtöckigen Wohnhaus, lobnung von einem Thaler an Polizeidiener Scheune, Brennhaus, Obſtdarre und Schwein— Selbert in Friedber g abzugeben. Todesanzeige. (295) Entſernten Freunden und Bekannten widme ich die traurige Anzeige, daß am 26. meine geliebte Gattin Chriſtine, geb. Schleuning, nach langem Leiden in ihrem noch nicht vollen deten 28. Jabre ſanft verſchieden iſt und bitte um ſtille Teilnahme an meinem Schmerze Gleichzeitig ſage ich Allen, die mir bei der Beerdigung der Dahingegangenen ſo liebevolle Beweiſe ihrer Freundſchaft gegeben haben, mei⸗ nen tiefgefühlten Dank. Friedberg den 28. Februar 1854. J. C. Diehl U., Herrenkleidermacher. . Cours de francais. (2960 Moyennaut une méthode naturelle et infaillible à Paide de laquelle, sans le secours aussi long qu' aride et infructu- eux de toute espèce de grammaire, on peut parler, écrire et prononcer le français aussi bien que les Frangçais eux- mèmes, en peu de temps chez H. Kraus, matre de langues licencié, aux eaux de Nauheim. pour empècher chaqu' affluence, je viens en mèeme temps faire part touchant les honoraires que je me fais paqer; savoir: Pour les leçons de chez moi 10 gros de Prusse, pour les legons données à lieu quelconque 15 gros. Ein Logis, (297) im Hinterbau, für eine kleine Familie hat zu vermiethen W. Netz. ider tan feen. (298) Heinrich Möhlings Wittwe iſt Willens ein Viertel Garten auf dem Krämer aus freier Hand zu verkaufen. FSlrohhute (299) werden gewaſchen und neu façonirt bei S. G. Simon jun., putz- und Modehäandlung neben den drei Schwerdtern. Empfehlung. (3000 Unterzeichnete empfiehlt ſich als Kranken⸗ wärterin und bittet bei vorkommenden Fallen ſich ihrer erinnern zu wollen. 5 Friedberg. Kath. Nees, geb. Erhardt. Oeffentliche Einladung. (301) Die allgemeine Viehverſicherungsan⸗ ſtalt zu Hungen, bei wälcher Rindvieh und Pferde gegen vierteljährige Beiträge verſichert werden können, ladet die Viehbeſitzer, welche ge— ſonnen find, der Anſtalt beizutreten, hiermit ein, ihre deßfallſigen Anmeldungen bis zum 15. März d. J. bei dem unterzeichneten Direkto⸗ rium oder bei dem Caſſier der Anſtalt, Herrn 72 e- Weigand zu Hungen, einzureichen, indem ein neues Rechnungsjahr beginnt und das Reſultat der ſeitherigen Verwaltung in Kürze veröffent⸗ licht werden wird. Die Gr. Burgermeiſter werden erſucht, die Viehbeſitzer ihrer resp. Gemeinden hiervon in Kenntniß zu ſetzen. Colnhauſen den 24. Februar 1854. Der Director der Anſtalt: Dr. Gros. Du Sera uf e (802) Der Unterzeichnete beabſichtigt fol⸗ gende Gegenſtände zu verkaufen: einen Wagen mit eiſernen Achſen, ein Pflug, eine Egge, ein Pfuhlfaß, eine Fruchtfegemühle, 40 Centner Grummet, 2 Fuder Gerſtenſtroh, eine gute Fahrkuh und 4 Zuchtſchweine. Friedberg den 1. März 1854. Heinrich Hedderich. Verſtel gerung. (303) Nächſten Montag den 6. d. M., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete in ſeiner Wohnung verſchiedene Wagen- und Pferde⸗ geſchirre öffentlich gegen gleichbaare Zahlung verſteigern. Butzbach den 1. März 1854. W. Engelhard. Holzverſteigerung. (30) Am Donnerſtag den 9. März, Mor⸗ gens 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete in ſeinem unter Niedermoxſtadt gelegenen Boitzheimer Wäldchen: 150 Stecken Buchen-Scheit- und Prügelholz, 20 ſummariſche Stecken Eichen- und Buchen— Werk⸗ und Nutzholz, 9000 Buchen-⸗Wellen, 500 Kiefern⸗„ 100⁰„ Bohnenſtangen, auf ausgedehnten Zahlungs-Credit gegen Bürg— ſchaft verſteigern. Staaden den 1. März 1854. Joſ. Guffanti Sohn. Eine Wohnung (305) im unteren und mittleren Stock des ehemaligen Hermann'ſchen Hauſes iſt zu ver⸗ miethen und kann Ende Juni, oder auf Ver⸗ langen auch gleich bezogen werden. Friedberg. Joh. Bechſtein J. A (306) in mebreren Sprachen, ſowie in an⸗ deren Lehrgegenſtänden, wünſcht ein junger Mann, in hieſiger Stadt, zu ertheilen. Näheres bei der Expedition d. Bl. 9 5 7— Buͤrger-Caſino. (307) Sonntag den 5. März Damencaſino. Auf dem Theater wird gegeben: Die ſchlaue Wittwe. Hierauf 7 Man ſoll den Teufel nicht an die Wand malen. Der Vorſtand Lit err r i ſſchie Anzeige. Für Gartenliebhaber, Gutsbeſter und Gärtner. (308) Im Verlage des Unterzeichneten iſt erſchienen und in allen Buchhand— lungen in Friedberg namentlich in C. Seriba's Buchhandlung, zu haben!: Metzger's Gartenbuch, oder Anleitung zur Erziehung aller Küchengewächſe, O bſtbaͤume und Zierpflanzen. Dritte Auflage. Geheftet Rthlr. 1— oder fl. 1. 48 kr. II. L. Brönner in Frunlefurt d. M. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Invocavit den 5. März. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Meper J. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdieuſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Keller. Frankfurter Cours vom 2. März 1854. Menn 9 38¼½95 e 3 0 2.4 4 Holländiſche 10 fl. Stü 9 43 ½—44 Rand Dagate 8 9 7 38 20 Frankſtücke. Engliſche Souverains Preußiſche Thaler. 8 5 Franken„ 220 ½--—1 Preußiſche Caſſenſcheine„ 1 46¼——f . 1„ 9 25-26 — Fruchtpreiſe. 1. Mrz. 24. Febr. 16. Febr. Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ berg J Mainz heim H. T. fl. kr. f. k. Waizen pr. Malterſ 18 301838—— Korn„„ 13551358 13 30 Gerſte„ 77 11— 111 6111— Hafer 75 5 301 61151—— Polizei ⸗ Taxe. für die Städte Friedberg und Butzbach vom 4. bis zum 10. März. A a Fried⸗Butz⸗ 5 Brod-Preiſe. berg.] bach. ö kr. pf. kr 1 Leib⸗Roggenbrod 4 31 443 . 77 9 191 4„ 75 181 21182 Lth. Lth. — Milchbrod 143 13 — Waſſerweck 1 374 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 13¼ 13 Fleiſch-Preiſe. f 5 1 Ochſenfleiſch 2 2 „Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 9— „Rindfleiſch, gemäſtetes 8 9— „ Kalbfleiſch 6 27 „ gemäſtetes————— „ Schweinenfleiſch 144— 1144 „ Hammellleiſch 10 10 „ Schaaflleiſch 7——— „Wurſt v.blos Schweinen 16— 16— „ Bratwurſt 9 18 3 „Schwartenmagen 18— 118— „Geräucherter Speck 28— 26— „Schinken 19— 20— „Dörrfleiſch 20 20 „ Schweinenſchmalz, 7 ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 22— 20— „[Hammelsfett 161— 16— Die Großberzoglichen Bürgermeiſter Bender. eippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. — 19 N — A! D Kre! an ſämmtlich Betreffend: d Der auf Audienztag win meinden vero Friede An Betreffend: Da Die Großt zuf die Geſtüteſ Sie hiervon, zu ſenntniß ſetze, er Bedeckſcheine kit zu verfahre Störung entſteht * Friedber * Bek Es Wir lacht, daß alten wird. Friedber 1 — 0 — Ole * „Sie hat e Kantors 8 Fremde ungedu „Allerding „Und wel „Wen der