N 4 Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 12 10. Sonnabend den 4. Februar 1854. N* 2 1 a Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche 8 S 1. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter und Gensdarmerie des Krei— ſes, ſowie den Polizeicommiſſär zu Wickſtadt. getreffend: Die Vornahme der Feuerviſitation fur 1854. Die Feuerviſitation für 1854 werden Sie alsbald pit den beſtellten Feuerviſitatoren vornehmen und die vor— ſhriftsmäßigen Protokolle binnen 14 Tagen einſenden. ſierbei werden Sie namentlich auf alle vorſchriftswidrig ſnutgehabten Feuerungsanlagen achten und für deren Ent— ſrnung ſorgen, zu welchem Ende Aufnahme in die Viſita— tonsprotokolle erfolgen muß. Friedberg den 31. Januar 1854. Müller. NWasſelbe an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Letreffend: 5 Die Errichtung von Provinzial-⸗Schulfonds. Nach einer Benachrichtigung der Großh. Oberſtudien— Tirection ſoll das die rubr. Fonds betreffende Geſetz vom 19. Februar 1853 nunmehr in Ausführung gebracht werden. Nach dem Art. 2 des fraglichen Geſetzes ſind dem Provinzialſchulfonds folgende Mittel zugewieſen 1) von jeder Schule der Provinz ein von der Schulge— meinde zu zahlender jährlicher Beitrag von 2 Gulden; 2) die Erträgniſſe erledigter Schulſtellen, nach Abzug der Koſten der Verwaltung derſelben, inſoweit ſie nicht in eine andere Kaſſe fließen. Die Einnahme unter pos. 1 ſoll zufolge höchſter Ver— ſigung Gr. Miniſteriums des Innern je für 1 Jahr be— uchnet, und für 1854 zum erſtenmale in Rechnungsein— nehme gebracht werden. Es iſt zu dem Ende erforderlich, deß ein Verzeichniß ſämmtlicher Schulen des Kreiſes aufge— ſllt und die Kaſſe, resp. der Rechner angegeben werde, dir zur Zahlung des Beitrags für die Schulgemeinde ver— pflichtet iſt und von mir dazu angewieſen werden wird. Sie wollen daher ein ſolches Verzeichniß ungeſäumt eufſtellen und mir bis längſtens den 4. Februar l. J. ein— ſen den. Beitragspflichtig erſcheinen die Schulgemeinden hin— ſchtlich ſammtlicher definitiv errichteten chriſtlichen und irgelitiſchen wirklichen Elementarſchulen. Friedberg den 28. Januar 1854. een Einladung zur Theilnahme an der Hagelſchaden-Verſicherungs— Geſellſchaft auf Gegenſeitigkeit für das Großherzog— thum Heſſen. Auf die nachdrücklichſten Wünſche des landwirthſchaft— lichen Publikums ſind bekanntlich vor einigen Jahren zur Gründung einer eigenen Hagelſchaden-Verſicherungs-Geſell— ſchaft, d. h. für das Großherzogthum Heſſen ſelbſt, die nöthigen Einleitungen getroffen, insbeſondere die Statuten dazu, nach den ſorgfaltigſten Berathungen, feſtgeſtellt worden. Viele Betheiligungen an dieſer Anſtalt erfolgten und be— ſtaͤtigten die von dem hierlandiſchen wohlerfahrenen General— agenten einer auswärtigen Hagel-Verſicherungs-Geſellſchaft ausgeſprochene Anſicht, daß eine ſolche für unſer Land ſelbſt, nach der Bethelligung bei jener zu ſchließen, immer— hin Lebensfähigkeit haben würde. Es war nur noch das Organ der Geſchäftsführung zu beſtellen. Die Gr. Centralbehoͤrde der landwirthſchaft— lichen Vereine, welcher dieſelde angeſonnen war, hielt ſie aber mit ihrer Stellung unvereinbarlich. Auch glaubte ſie abwarten zu ſollen, ob nicht die zu gleicher Zeit in ſo großer Anzahl zum Geſchäftsbetrieb im Gr. Heſſen zugelaſſe— nen auswärtigen Haͤgelſchaden-Verſicherangs-Geſellſchaften die Gründung einer uͤberflüſſig machen dürften. Nachdem nun aber dieſe Erwartung nicht nur nicht in Er— füllung ging, vielmehr das Verlangen nach einer eigenen für das Großherzogthum Heſſen dermalen nur ein um ſo allgemeineres geworden, erbot ſich der Unterzeichnete, die— ſelbe auf die bereits dazu vorliegende Grundlage ins Leben zu führen und zwar in der Weiſe, daß ihm die Direction der Anſtalt für die nächſten 5 Jahre übertragen werde, nach Alauf derſelben aber die Wahl des Vorſtandes den Betheiligten überlaſſen bliebe. In ſeiner Stellung als Generalagent der Feuer-Ver— ſicherungs-Geſellſchaft„Deutſcher Phönix,“ hat der Unter— zeichnete bereits in allen Bezirken des Großherzogthums Agenten, wodurch es ausführbar wird, dieſe Anſtalt mit möglichſter Koſtenerſparniß zu begründen und auch ſpäter zu leiten. Durch Reſcript Gr. Miniſteriums des Innern vom 10. d. Mts. iſt jenes Anerbieten acceptirt, insbeſondere der Unterzeichnete legitimirt worden, unter Zugrundlegung der vorliegenden Statuten der Hagelſchaden-Verſicherungs— Geſellſchaft für das Großherzogthum, jedoch vorläufig noch unter Mitwirkung der Gr. Centralbehörde der landwirth— ſchaftlichen Vereine, zur Betheiligung an dieſer öffentlich eigenen 238 E einzuladen. Indem dieß hiermit geſchieht, druͤckt der Unter⸗ zeichnete den Wunſch aus, daß die Anmeldungen möglichſt dald erfolgen möchten. Sobald eine genügende, Betheili— gung nachgewieſen iſt, wird zufolge jener Miniſterialver— fuͤgung der definitive Geſchäftsbetrieb der Anſtalt und die Ernennung eines eigenen Gr. Regierungscommiſſars dafür erfolgen. Darmſtadt, den 14. Januar 1854. Carl Hemmerde. Indem die unterzeichnete Stelle das Vorſtehende nach ſeinem ganzen Inhalte beſtätigt, und Diejenigen, welchen der für die Hagelſchaden-Verſicherungs-Geſellſchaft für das Großherzogthum Heſſen vorliegende Statutenentwurf nicht bekannt iſt, auf den Abdruck deſſelben in Nr. 9 der land⸗ wirthſchaftlichen Zeitſchrift von 1849 verweiſ't, kann ſie nur recht ſehr wünſchen, daß das dankenswerthe Anerbieten des Herrn Hemmerde resp. die vorliegende Einladung zur Betheiligung an der Hagelſchaden-Verſicherungs-Anſtalt für das Großherzogthum Heſſen recht vielfachen Anklang finden und ſo die vaterländiſche Landwirthſchaft durch eine laͤngſt gewünſchte, wohlthatige Anſtalt weiter bereichert werde. Je größer jene Betheiligung ausfällt, um ſo ſicherer wird dieſes Ziel erreicht werden. Darmſtadt den 14. Januar 1854. Die Gr. Heſſ. Centralbehörde der landwirthſchaftl. Vereine: v. Bechtold. Zeller. Oeffentliche Nachricht. Die Thätigkeit des landwirthſchaftlichen Vereins fuͤr die Provinz Oberheſſen erſtreckte ſich ſchon ſeit Jahren auf die Verbreitung zweckmäßig anerkannter Sämereien, wie z. B. Oberndorfer Runkelrüben, Rieſenmöhrenſaamen u. ſ. w. Es wurden auch ſeither die nöthigen Bekanntmachungen erlaſſen und die einzelnen Beſtellungen in Ausführung ge— bracht. Nach einer Benachrichtigung des Herrn Präſidenten des landwirthſchaftlichen Vereins für die Provinz Ober— heſſen wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Be— ſtellungen auf ſolche Sämereien auch fuͤr dieſes Jahr bei dem Unterzeichneten oder dem Bezirksvereinsrechner Herrn Ferdinand Frick dahier gemacht werden konnen. Wenn ſolche Beſtellungen jedoch in Ausführung gebracht werden ſollen, muͤſſen dieſe bis zum 8. Februar l. J. an⸗ gezeigt worden ſein. Friedberg den 31. Januar 1854. Der 1. Vorſtand des landwirthſchaftlichen Vereins für den Kreis Friedberg: Müller. Oeffentliche Nachricht. Den nachſtehenden Aufſatz in der landwirthſchaftlichen Zeitſchrift uber den Anbau der Rieſenmöhre im Odenwald betreffend, glaube ich im Intereſſe der Landwirthſchaft und mit Bezug auf das ſeitherige Mißrathen der Kartoffeln zur öffentlichen Kenntniß bringen zu muſſen. Friedberg am 31. Januar 1854. Der Direktor des landw. Bezirksvereins Friedberg: Müller, Regierungsrath. Der Anbau der Rieſenmöhre im Odenwald. (Von Gr. Bürgermeiſter Horn zu Zell, Kr. Erbach.) Der Anbau der Rieſenmoͤhre als Nahrung für Men⸗ ſchen und Vieh iſt in der landwirthſchaftlichen Zeitſchrift des Großherzogthums ſchon mehrmals beſprochen. Von einſichtsvollen Landwirthen iſt die Rieſenmöhre als eins der erſten Erſatzmittel fur die Verminderung des Kartoffelbaues im Odenwald bezeichnet. Deßhalb verdient dieſer nützliche Pflanzenbau recht oft beſprochen und in das Gedächtniß der Landwirthe geführt zu werden. In dem Mumlingthale ſind ſeit 4 Jahren vielfältige Verſuche mit dem Anbau der Rieſenmöhre gemacht worden und es herrſcht daruber nur eine Stimme, daß man auf tiefgründigem Boden,— der vor der Ausſaat des Samens tief gebaut und kräftig gedüngt ſein muß— die ſchoͤnſten Rieſenmöhren mit Erfolg erzielen kann. Da die dermalige Theuerung von Lebensmitteln und die Verdienſtloſigkeit bei der niederen Volksklaſſe ſchon jetzt das Zeichen des Mangels an Setzkartoffeln ꝛc. begründet, ſo dürfte der weit billigere Anbau von Rieſenmöhren, resp. Bezug des Samens dazu, als Erſatz für Steckkartoffeln ꝛc. vielleicht empfehlenswerth ſein.— Einſender dieſes iſt nicht der Anſicht, den Kartoffelbau ganz zu unterlaſſen, ſondern nur ſo lange, als das Gerathen derſelben noch im Zweife— ſteht, ſich nebenbei den Rieſeumöhren und ſonſtigen Knollenl gewächſen etwas mehr zuzuwenden. Zell im Odenwald am 10. Januar 1854. Bekanntmachungen von Be⸗ 2½ Stecken Buchen-, 35% Stecken Birken, 1. Montag, den 6 Februar l. J. hoͤrden. NUN Fruchtverſteigerung. (119) Montag den 6. Februar l. J., Nach⸗ mittags um 2 Übr, werden in bieſigem Rath— hauſe von dem Fruchtvorrathe des Auguſftiner Schulfonds 20 Malter Korn, zweimalterweiſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 25. Januar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender Ein Kapital (107) von 250-300 fl. liegt bei hieſiger Kirchenkaſſe zum Ausleiben bereit. Fauerbach II. den 19. Januar 1854. Der Kirchenvorſtand. Bekanntmachung, detreff.: Brennholzverſteigerung in dem Großh. Domanialwald Burgwald, der Ober— förſterei Oberrosbach. (1360 Mittwoch den 8. Februar d. J. werden in dem oben gedachten Diſtrikte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: „ Stecken Buchen⸗, ½ Stecken Nadel⸗ Scheitholz, 34% Stecken Nadel-, 5 Stecken Aspen- Prügelbolz, 3 Stecken Buchen-, 85 ½ Stecken Birken- und Nadel⸗Stockholz, 1600 Wellen Buchen-, 6100 Wellen Birken, 7333 Wellen Aspen- und Nadel-Reiſerbolz. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige.“ rung: um 9 Ubr im Schlag Nr. X. Oberrosbach den 26. Januar 1854. Der Großb. Oberforſter der Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Holzver fei ger ung. (138) Dienſtag den 7. Februar l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen im Oſſenheimer Wäldchen verſteigert werden: 54 Stecken gemiſchtes Buchen- und Eichen⸗ Prügelholz, 30 Stecken.** 7 Stockbolz, 30 Stecken* 7„„ Reisholz. Forſthaus Beinhards am 29 Januar 1854. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. Holz⸗Verſteigerung. (139) Das unterzeichnete Rentamt ver⸗ ſteigert: in den Diſtrikten„am Straßbeimer Wald, an den Kreuztannen und am Haſſelecker Wege 15 Stecken Eichen- und, 0 Nadel⸗ Scheitbolz; 11 7 6¼%„ Eichen- und i 67„ Kabel.. Prügelholz; 87* Eichen⸗ und a 22 n* Nadel- 0 Stockholz; 2½ Wagen Allerleiholz und 662 Stück Eichen-, 2762— Nadel⸗, 925» Weiden⸗ u. Wellen. 420—Ginſter- Anfang: Vormittags 9 Uhr im Diſtrikt Kam Straßheimer Wald.“ 11. Dienſtag, den 7. Febr. l. J. in den Diſtrikten„am Haſſelecker Weg und an den Kreuztannen⸗ 149 Nadel⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme von 6— 15“ Durchmeſſer und 20— 707 Länge und 56 Nadelſtangen von 3—5“ Durchmeſſer und 20— 45“ Länge. Zuſammenkunft: Vormittags 9 Uhr an der ſ. g. Sandkaute im Diſtrikte„an den Kreuz⸗ tannen.“ Ockſtadt am 27. Januar 1854. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. 0% ſeigert werden Obermotlen Let dolhs auh n mittags 10 Ust der Gemeinde 2 93 Sucke f 63%„ * an den Meſſtoict Der Zuſamn berg. Beienheim D Jagd (118) Dee de deze Gemarke 6300 Stück 3525„ öffentlich mige, Steinfurth Oer Holzderſteilge rungen. (148) Es ſollen öffentlich meiſtbietend ver- fieigert werden: 1) Montag den 6. k M., Morgens 10 Ubr, in dem ſog. Stammheimer Domantalwald, und zwar: a) im Diſtrikt Wilgenbuſch: 23 Stecken Buchen⸗ 3* Cichen Sch eubolzz 6%„ Halnouchen. und Buchen- Prü⸗ g lbolz, „ chen-Prügelbolz und 504 Wellen Buchen 8 50 Reisholz; 84* Eich n. b) im Diſtrikt Hainbach: 1619 Wellen Buchen-Reisbolz, und 2) Dienſtag den 7. k. M., Morgens 10 Uhr, in dem ſog. Haincher Domanialwald, Diſtrikt Herrnbecken: 47 Sucken Buchen- 1* Eichen 9 20 Stecken Buchen ⸗Stockholz und 3450 Wellen Buchen⸗ 150 5 Eichen“ Heldenbergen den 30. Januar 1854. Der Großb. Oberförſter der Obderforſterei Altenſtadt Rumpf. Holzverſteigerung. (14060 Dienſtag den 7. k. M., Vormittags 10 Ubr, ſoll in dem Gemeindewald dahier, Diſtrikt Kunſtbach, nachverzeichnetes Holz. als: 161 Stamme Eichen Bau-, Werk- und Nutz⸗ Prügelholz; Reisbolz. holz= 9322 Cuolkfuß, 39 ¼ Stecken Eichen⸗Scheitholz, 39*„ Prugelbolz, 74 5„ 5438 Wellen Reisbolz öffentlich an Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ Stockpolz, ſteigert werden. Obermörlen den 31. Januar 1854. Der Großberzogl. Burgermeiſter Nie ola i. Holzverſtei gerung. 147 Montag den 6. Februar 1854, Vor- mittags 10 Uor, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Beienbeim: 93½ Stecker Buchen-Scheitbolz, 63 1„ Prugelbolz, 48 0* Stockvolz, 109%„„ Reiſerholz, 6 Stämme Buchen⸗Werkholz= 516 Cu- bikfuß an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt im Diſtrikt Bau⸗ berg. Beienheim den 28 Januar 1854. Der Großper Bürgermeiſter ö Jagdverpachtung. (148) Die der Gemeinde Niederwollſtadt in hieſiger Gemarkung zuſtehende Jagd wird künf-. tigen Mittwoch den 8 d. M., Vormittags 10 Udr, auf bieſigem Rathhauſe nochmals öffentlich meiſtbietend verpachtet. Niederwöllſtadt den 1. Februar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Stoll. 1 Holzverſteigerung. (149) Montag den 6. Februar l. J., Morgens 10 Ubr, ſollen in dem Frhl. v. Löw'⸗ 2 Wald zu Niedermoxſtadt, Diſtrict Löw'ſche 2 2 6300 Stück Buchen⸗Prügelholzwellen und 8825„„ Bohnenſtangen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth den 30. Januar 1854. Oer Ithl. v. Low'ſche Revierfoͤrſter Weigand. — 39„ An die Herren Buͤrgermeiſter derſeni⸗ gen Orte, welche Braunkohlen vom Dor— beimer Bergwerk beziehen. 450 Jod erſuche Sie, in Ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen, daß mein Geſchafts- local nuumehr wieder, und zwar deſtuntto um drulen Stock des Hauſes des Perrin Peimrich Weller, unmatelbar neben dem Domantalrent⸗ amtogebaude, ſich befindet. Ich wa derbole biarbel die Anzeige, daß die Zabl- und Geſchaftetage, wie bei dem Großh. Domanal Rentamt und bei Gr. Diſtrictseim⸗ nehmer Perrn Baäſch, Dunſtags und Donnerstags abgehalten werden. öriedberg den 30. Januar 1854. Der Gr. Bergrentmeiſter Nebhut h. Gebäude-Verſteigerung auf A b⸗ bruch. (1510 Donnerſtag den 23. Februar d. 5 des Vormutags um 10 Ubr, ſollen in Orten⸗ berg die Gebaulichkeuen der Haſtſchen Papiex⸗ muhle daſelbſt, bestehend in emem zwelſtockigen Wohn- und Fabrikgebaude, an der§routwand 82 lang, 37%“ breu, mat Seiteuftufel am Waſſer 50%“ lang, 37% breu; zweiſtockigem Andau 58 ½“ Fuß lang, 33“ 2“ ort, nabſt Stallbau 55“ lang, 18) breit. Da die frube- ren Versteigerungen zum Steheublelden kein gunſtiges Resultat geliefert hau, ſo werden dieſelben auf den Abbruch an Ort und Stelle verſteigert und dei aunehmbatem Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheut, ancerntheus die Ge⸗ baude abgebrochen und in dieſem Sruhlabr die Materialien einzeln zur Verſteigerung kommen. Indem die Gecauden erſt vor 90 Jaßren neu und ſehr ſtark von Cichenbolz erbaut, die Tou; ren, Feuſter, Fußboden dis in den Kehldoden gut unterhalten ud, ſo eignen ſich duüſelben gut zum Aboruch und zum Aufſchlagen. In demſeloen 2 ſollen der Grund und Boden, als: 175[UIKlaster Pofrauhe mit Waſ⸗ ſer fall, 657[◻OKtafter Grabgarten, 1909 UKldt⸗ ule Musiwellen, Kamimader, Pollander, Stampfwerk mu buntem Ciſenwerkt u ſ. w., versteigert werden. Ortenberg den 25. Januar 1804. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Map. den gebordele tmime ter Wuüſen, ſowe Lumpenſchneidet, Verſteigerung von Bauarbeiten. (132) Da bei der am 17. Jauuar l. J. ab gehaltenen Verſteigerung von Da der Kirche zu Concurecuten durch Zuſicherung von Belohnungen ttoß über ſelngeſeßten Beſtunmungen vom Mitbieten abgehalten baden, ſo ſollen auf dem Gemeindebauſe zu Merlau Donnerstag den 9 Februar! Vormutags 10 Upr, dem erwahnten Gebaude vorkommende Zimmerardeit, Schloſſerarbelt und Spengleratbett unter den ruheren Bedin⸗ gun zen anderwen verſtelgert werden. Grünberg den 30. Januar 1854. Das Gr. Kreisbauamt. In Auftrag Gr. Kreisbaumeiſters Reuß, Bauacceſſiſt. udrbeiten an Merlau mebtetre Sielgerex ite den bie * 3 die an Bekanntmachung. (153 Donnerſtag den 9. k. M. ſollen in dem Windecker Burgerwald, Diſtrikt Altenheeg⸗ wald, unweit Eichen, 249 eichene Bau- und Werkholzſtamme von 14 bis 24 Zoll Durch- meſſer, öffentlich meiſtbictend verſteigert werden. Die Verſteigerung beginnt Morgens 9 Uyr an Ort und Stelle Gegen genügende Bürgſchaft wird das Kauf- geld bis Michaeli d. J. creduirt und wird noch demerkt, daß die Eichſtämme an der Chaufſee⸗ die von Elchen nach Hanau führt, liegen. Windecken den 30. Januar 1854. Der Stadtvorſtand les. Holzverſteig erung. (1840 Dienſtag den 7. Februar l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Rodheim, Diſtrikt Alterſchlag: 26 Stecken Buchen⸗Scheltholz, 10 15 7 Prug lbolz, 432%„„ Stockpolz, 425 Stück Buchen⸗Wellen, an den Me ſſtbietenden verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt auf dem Wege oberhalb Köppern nach dem Rodheimer Walde zu. Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmaßige Bürgſcheine eine Zablungsfriſt bis den 1. Au⸗ guſt l. J. geſtattet wird. Rodheim den 30. Januar 1854. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Jae ses ntmacung. (185) Montag den 6. Marz, Morgens 9 Ubr, ſoll auf dem Rathbauſe dahier die zweite Abtheilung der Domanialfrüchte aus der Erndie 1853, namlich: 100 Malter Korn, 60„ Gerſte, 50„ Hafer, neu naſſauiſchen Maaſes, öffentlich verſteigert werden, wozu man Steigliebhaber hiermit ein- ladet. Reichelsheim den 30. Januar 1854. Herzog! Naſſ. Receptur b. Preuſchen. — 9 2 2* Privat ⸗ Bekanntmachungen. Verſchiedene Kapitalien (98) don 200 bis zu 8000 fl. ſinb in Auf⸗ trag zu verleihen dei Jrledberg. Bekan e Jakob Finkernagel. Gaſtwirthſchaftsverpachtung. (97) Meine Gaſtwirteſchaft mit allem dazu geborigem Inventar, ſowie Brauerei und Haus- garten, bin ich geſonnen unter annehmbaren Bedungungen zu verpachten. Friedberg den 18. Januar 1854. Ph. Sieck's Wittwe. Zu vermiethen. (4104 Ein moöblirtes Zimmer mit K t iſt zu vermiethen und kann ſogleich bez wer⸗ den bei g Friedberg. aus der Hand auf 6— 9 Jahre 7 Conrad Diehl auf dem Markt 5 215 8 Hofraithe-Verſteigerung. (126 Unterzeichneter iſt geſonnen wegen Ueberzug nach Friedberg ſein an der Straße nach Friedberg gelegenes ſebr geräumiges W. baus nedſt Seifenfabrik, das ſich durch deſſen Lage zu jedem Fabrik- und Ockor geſchäft ſebr eignet, mit m Ho Scheune, Stallung und/ Morgen anliegen⸗ dem Garten, unter ſehr vortheilbaften Be⸗ dingungen Mittwoch den 15 Februar, Mor⸗ gens 10 Uhr, auf bieſigem Rathbauſe öffentlich meiſtbietend verſteigern zu laſſen und kann bei annebmbarem Gebote die Genehmigung alo- bald ertheilt werden. Fauerbach II. bei Friedberg. Gottſchalk Simon. Ball zu Altenſtadt, (1440 Sonntag den 5. Februar, Anfang Abends 6 Uhr, Entrée 48 kr., wozu böflichſt einladet Heinrich Holzapfel, Gaſtwirth zum ſchwarzen Adler. on⸗ me- raum, gro! 3) Die Auswanderer werden durch meine Agentur vom 15. Februar wieder jeden Monat zweimal befördert, jedesmal den 1. und 15. ab Bremen nach allen Häfen von Amerika mit vollſtändiger Verkoͤſtigung. Die Leute werden von jeder Eiſenbahnſtation zu den billigſten Preiſen und beſten Bedingungen übernommen. Verträge können jeden Tag bei mir abgeſchloſſen werden. Die General-Agentur in Friedberg: G 8. Fr. Schweitzer. Verkauf einer Wollſpinnerei. (150) Dienſtag den 7. März d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, will die Unterzeichnete ihre in Koöppern bei Homburg v. d H. gelegene Müble freiwillig, auf der Gerichtsſtube zu Köppern, an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen. Die Gebäulichkeiten beſteben aus einem ein⸗ ftöckigem Wohnhauſe, einem dreiſtöckigen Müb⸗ lenbau, einer geräumigen Scheune und einem neuen Anbaue. Der dazu gehörige Garten und Grund enthält über/ Morgen. Die Müble wurde bisher zum Betrieb einer Spinnerei be— nutzt, wozu ſie ſich beſonders eignet, und wer- den daber auch mit derſelben die Spinnma— ſchinen, beſtebend aus 2 Drouſſetten und 2 Vorſpinnkrempeln, 1 Mull-Jennp mit 180 Spindeln, 6 Feinmüblen mit je 60 Spindeln, 2 Vorſpinnmuhlen mit 40 und 60 Spindeln, 2 Haspeln, 1 Doublirmaſchine mit 30 Spin- deln, 2 Wölfe, 2 Spublräder, ſowie Waagen, Lampen und ſonſtige Gerathſchaften, ſämmtlich vollſtändig und in gutem Zuſtande, mitver⸗ ſteigert. Mühle wie Maſchinen konnen täglich eingeſehen werden. Köppern den 26. Januar 1854. Louis Foucar's Wittwe. Zu der kt i fe n. (1577) Auf den Verkauf von veredelten Obſt. bäumchen aus Gr. Seminarbaumſchule in jedem Frübjahre und Herbſte, zu billigem Preiſe, macht wiederholt aufmerkſam J. Wahl, Gr. Seminarlehrer. Ein Logis (158) im zweiten Stock iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Karl Rauſch's Wittwe. Verſteigerung. (159) Dienſtag den 6. Februar 1854 läßt Hr. C. F. petſch im Burggute zu Niedererlen⸗ bach freiwillig 2 Pferde, 1 Chaiſe, einige Kühe, 1 Mutterſchwein und Sprenger, Futterſtroh, Spreu, Acker⸗, Ockonomie- und Brennerei-Geräth⸗ ſchaften ꝛc., verſteigern. Die Verſteigerung beginnt Vormittags präcis 9 Uhr. 10— 15 (160) Malter Kartoffeln, per Malter 4 fl., hat zu verkaufen Friedberg. Bernhardt Wagner, Schuhmachermeiſter. Zu de i n en. (1610 Der zweite Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis den 10. März bezogen werden. Chriſtian Hofmann. Anzeige. (162) Nachdem, wie bekannt, den nächſten Sommer das Bad Nauheim von Franzoſen viel— fach beſucht ſein wird, iſt die franzoſiſche Sprache unbedingt nöthig. Ich lebte 12 Jahre in Pa- ris und vermag Unterricht theoretiſch und prak- tiſch der Art zu ertheilen, daß die Lernenden in drel Monaten wohl erfahren ſind. Anmeldungen mit Angabe der Freiſtunden haben bei Herrn Baruch Hecht zu geſchehen, woſelbſt auch der Unterricht ertheilt wird. Diejenigen, welche den Unterricht unbefriedigt verlaſſen, ſind von Zahlung entbunden. Friedberg im Februar 1854. S. Garde. 500 1 5 Patent⸗Wagenſchmiere, (163% in Doſen, als auch in großerer Quan-⸗ tität, iſt gut und billigſt zu haben bei Friedberg. Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. Zu derte (16) Unterzeichneter beabfichtigt zu ver— kaufen: 1) ein braunes Wallachpferd ohne Abzeichen, 6 Jahre alt; 2) ein Paar Fahrochſen, Rothſchecke, 3 Jahre alt, 3) ein gelber Faſelochs, 1¼ Jahre alt, 4) eine ſchöne ſchwarzſcheckige Kuh mit Kalb, 5) desgleichen eine gelbſcheckige Kuh, hoch trächtig. Rodgen am 30 Januar 1854. Conrad Jehner, Oekonom. Ge ſuch. (165) Ein Gut von 80 bis 200 Morgen wird in der Wetterau bald gegen Comptant zu kaufen geſucht.— Briefe franco.— Durch Louis Breidert in Darmſtadt. Noch nie da geweſen!!! (466) Der Unterzeichnete beehrt ſich hiermit einem verehrten Publikum des Ju- und Aus— landes ſeine neu erfundene Decadirma— ſchine, von den erſten Maſchiniſten in Berlin, beſtens zu empfeblen, da dieſe Maſchine ein weit ſchöneres Deſſin hervorbringt als die ſeit— herigen. Per Elle 3 kr. Karl Schmidt, Herrenkleidermacher und Decadeur, Wolfenſtraße bei Wiitwe Göring, vis-à-vis dem Hôtel Trapp. Fett-Griebenkuchen (167) zum Mäſten der Schweine und Füttern der Hunde ſind wieder in größtem Vorrathe zu haben bei Friedberg. Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. Ball des Liederkranzes, (168) Sonntag den 26. Februar d. J. im Trapp'ſchen Saale. Anfang 7 Uhr. Kirchliche Anzeigen. 5. Sonntag n. Epiph. den 5. Febr. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Schneider. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Bernbeck. Frankfurter Cours vom 1. Febr. 1853. fl. 9 37½-c8½ „ 9 59, fl. 10 Piſtolen 1 Friede erf Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 41-¼42 Rand-⸗Ducaten„ 534-35 20 Frankſtücke„ 921-22 Engliſche Souverains.„11 43 Preußiſche Thaler.„ 145% ½¼ 5 Frankenthaler. 1 220 ½ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145%-46% Fruchtpreiſe. 1. Febr. 27. Jan. 26. Jan. Fried⸗ 0 Gerns⸗ berg Mainz heim H. J kr. fl. r Waizen pr. Malter 18 301855—— Koen, 75 14120142714— Gerſte„„ e Hafer 7 7 515 6 81— 1— Gattung. Polizei ⸗ Taxe. für die Städte Friedberg und Butzbach vom 4. bis zum 10. Februar. . 5 Fried⸗Butz⸗ „ Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 2 r kr. pf. I 1 Leib⸗Roggenbrod 4 3 216, 7 9 2 9. 2 11 77 19— 19— Lth. Lth. — Milchbrod 13% 13 — Waſſerweck 1 35. — Gemiſchte(Tafel-) Brod 14 13 leiſch-Preiſe. 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1212 22( „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 9— „ Rindfleiſch, gemaſtetes 8— 9— „ Kalbfleiſch 7— 7— 5„„ gemäſtetes„ „ Schweinenfleiſch 14— 114— „ Hammelfleiſch 9 219— „ Schaaflleiſch 7——— „ Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „ Bratwurſt 19— 18 „Schwartenmagen 18— 118— „Geräucherter Speck 24— 26— „ Schinken 19— 20— „ Dörrfleiſch 20- 120— „Schweinenſchmalz, 2 ausgelaſſen 211 unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 22— 20— „Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Ben de r. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. an ſämmtlic Betreffend! Du Unter Be 19. Januar l. zum Bedecken r mit dem not Adam Marg Bruder des letzt übergehen wird, dieſes Hengſtes dieſen letzteren Friedbe Betreffend: De Es iſt ſei tag nicht eing jedem Tage u Delegenheiten, einmal nothwe aber ſolche Stor ſelbſt die dringe Den zu b Dienstes, au rathliche Ausſc Int. Bl, ud 3 anzuweiſen, dis lichen, daß Wer Fälle ausgener dennoch hierte einen vergeblich Friedbe