M Nee fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 102. Sonnabend den 31. Dezember Von den erſchienenen Regierungsblättern ſind zu publieiren: Nr. 46 sub 2, 47 sub 1, 48 sub 4, 49 sub 1, 50 sub 2, 3, 4, 5, 51 sub 1, 52 sub 1, 3, 53 sub I, 54 0, 55 sub 1, 2, 3, 4, 5. Friedberg am 28. Dezember 1853. Großherzogl. Kreisamt Friedberg Fa Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Vertilgung der der Landwirthſchaft ſchädlichen Vögel. Unter Verweiſung auf die Verordnung vom 7. April 1837 fordere ich Sie auf, nach Vernehmung mehrerer ein— ſichtsvollen Landwirthe und der Feldgeſchworenen Ihrer Ge— meinden darüber zu berichten, ob die vorgeſchriebene volle Zahl, oder eine geringere Anzahl von Sperlingen im nächſten Jahr zu liefern, oder ob die Lieferung in Ihren Gemeinden ganz zu unterlaſſen ſei. Ihren berichtlichen Vorlagen ſehe ich innerhalb 14 Tagen unfehlbar entgegen. Friedberg den 21. Dezember 1853. Müller. B k a n nt ma ch un. g. Für die neugebildete Diſtriktseinnehmerei Friedberg be— ginnt mit dem 1. Januar 1854 folgende Geſchäftsordnung: 1) Die Zahltage werden gleich jenen bei Gr. Rentamt und Gr. Bergkaſſe auf Dienſtag und Donnerſtag in jeder Woche feſtgeſetzt und werden die gewöhnlichen Arbeitsſtunden eingehalten. 2) Die beiden erſten Zahltage jeden Monats ſind aus— ſchließlich für die Bewohner der Stadt und Burg Friedberg beſtimmt, in den hierher zugetheilten Ort⸗ ſchaften aber werden die Local Erhebungstage jeden Monat beſonders ausgeſchrieben und auf ortsübliche Weiſe bekannt gemacht. 3) Alle Steuern und andere fiscaliſchen Gelder von Pflichtigen aus Gemarkungen innerhalb der Diſtrikts- einnehmerei Friedberg können ſtets zuſammen bezahlt werden. Die Patente werden bei Gelegenheit der Januars-Erhebung ausgegeben. 1 4) Auszahlungen auf Anweiſungen können nur an der Kaſſe geleiſtet werden und iſt 5) meine Wohnung im Dr. Renziſchen Hauſe in der Burg, rechts des Eingangs gleicher Erde, das Ge⸗ ſchäftszimmer die erſte Thüre links. Die Bewohner der Stadt und Burg Friedberg mache ich insbeſondere aufmerkſam, ſich an den beiden erſten für ſie beſtimmten Zahltagen jeden Monats recht zahlreich ein— zufinden, weil ſie ſonſt an den folgenden Tagen bei all zu ſtarkem Zudrang, nicht auf ſchnelle Abfertigung rechnen können. Der Gr. Diſtriktseinnehmer 3e Das that eine muthige Frau. (Aus der Spinnſtube.) (Schluß.) Der Räuber in der Kammer ſtand einen Augenblick außer aller Faſſung da. Er war überliſtet, das ſah er ein, und ſeine Lage war allerdings bedenklich, denn die Förſterwohnung war neu erbaut, Alles ſtark gemacht und die Kammer hatte nur Ein Fenſterlein, das aber ſechs Fuß vom Boden war. Zu entkommen war da nicht anders, als durch die Thüre. Er fluchte, tobte, raſ'te, drohte mit Mord und Brand, aber als er endlich ſah, daß Alles vergeblich ſei, hielt er ſich ruhig, weil er wußte, daß er nicht im Stiche gelaſſen werden würde. Bald darauf klopfte es leiſe erſt, dann ſtärker und heftiger an der Hausthür. Ihr Mann war das nicht, das erkannte die Föͤrſterin; darum hütete ſie ſich wohl, zu öffnen, ſondern begab ſich in das zweite Stockwerck, wo gerade über der Thüre ſich die Vorrathskammer befand. Als ſie das Fenſter öffnete, ſah ſie hier ein vierſchrote— riſches Weib an der Thüre ſtehen, die mit wilden Worten und Geberden Einlaß begehrte, da ſie, wie ſie gewiß wiſſe, ihren Mann befreien müſſe, der in dem Hauſe ge— fangen ſei. Wenn ſie nicht gutwillig öffne, ſo werde ſie Gewalt gebrauchen, ſagte das ungefüge Weib und zog bei dieſen Worten eine gewaltige Axt unter ihrer Schürze heraus. Oeffne, rief ſie, ſonſt ſchlage ich die Thuͤr ein und dann koſtet es dich aber auch das Leben! Was ſollte das arme einſame Weib machen? Ein Nothgeſchrei half nichts, denn das nächſte Dorf lag viel zu weit von der Stelle weg, und ringsum ſchloß der dichteſte Hochwald die Förſterwohnung ein. Da warf ſie ſich auf ihre Kniee und betete heiß und inbrünſtig um Rettung in dieſer großen Noth. — rr—— N Die heftigſten Hiebe mit der Axt gegen die Thür, riſſen ſie von den Knieen auf. Das raſende Weib drunten war daran, ihre Worte und Drohungen zu verwirklichen. Was ſoll ich thun? fragte ſich die Frau in der größten Seelenangſt. f Da blickte ſie auf allerlei Geräthe, das hier herum ſtand und lag. Wirf es ihr auf den Kopf! dachte ſie, und ge— dacht, gethan; aber das Weib wich geſchickt jedem Wurfe aus, und ehe die Förſterin ſich zu einem neuen rüſtete, that ſie wieder Hiebe in die Thüre, daß das ganze Haus zitterte. Jetzt ergriff die Förſterin ein ſcharfes Hackmeſſer und ſchleuderte es ſo geſchickt, daß ſie dem Weibe drunten eine Wunde in die rechte Wange und Schulter beibrachte, aus der das Blut hervorſtrömte. Einen Augenblick erſchrack das Weib, und der Schmerz ließ ſie aufhören, aber dann ſprang ſie wieder mit der größten Wuth gegen die Thür und ſchwur, ſie wolle mit eignen Händen der Förſterin den Strick um den Hals legen und ſie hinter ihrer Thüre aufhängen. f Kalter Schauder durchrieſelte das geängſtete, junge Weib. In der Stube war nichts mehr, was ſie mit Er— folg hätte hinabſchleudern können. Sie eilte deßwegen hinab. Als ſie in den Hausgang kam, fielen die Hiebe des raſenden Weibes hageldicht auf die Thür und mit ſolchem Erfolge, daß die Thüre bereits zerſpalten war und nur noch der Eiſenbeſchlag und die Querleiſten einen wirkſamen Widerſtand zu leiſten fähig waren. In wenigen Minuten war die Thüre zertrümmert. Und was dann? Es iſt eine jener ſeltſamen, ja wunderbaren Erſchei— nungen, daß oft mit der Größe der Gefahr auch der Muth in der Menſchenſeele wächſt. So war es hier bei einer ſchwachen, hülfloſen Frau, die ſich nie eine ähnliche Lage hätte träumen laſſen. Als die junge Frau in das Zimmer zurück trat, zeigte ſich ihr eine neue Gefahr. Der eingeſchloſſene Räuber, der ſich anfänglich in ſeiue Lage gefuͤgt zu haben ſchien, der aber nur auf die nahe Hülfe von Außen gewartet hatte, war durch die ſchreiende Stimme ſeines Weibes, durch die männlich kräftigen Schläge, die ſie mit der Axt gegen die Thuͤre führte, und die dem Klange nach zu urtheilen, von Erfolg begleitet waren, aufs Neue ermuthigt worden, an der Kammer⸗ thuͤre ſeine Kraft zu verſuchen. Durch die kräftigen Tritte hatte er es bereits auch ſo weit gebracht, daß das Thür— ſchloß abgeſprengt war und nur noch der Riegel die Thüre hielt. Lange konute auch er nicht mehr Widerſtand leiſten, und dann ſtand die unglückliche Frau zwiſchen beiden furchtbar erbitterten Menſchen, und ihr Loos war ſicher der martervollſte Tod. Jetzt galt es, das Letzte zu wählen und Leben gegen Leben zu vertheidigen. An der Wand hing ihres Gatten geladene Doppelflinte. Feſt enſchloſſen, Leben und Habe bis zum letzten Augenblicke muthig zu vertheidigen, riß ſie die Doppelflinte herab und eilte in die Hausflur, wo ſie ſich der Thüre gegenüber ſtellte, und die Hähne des Gewehres ruhig ſpannte und die Flinte anlegte, um zum Schuſſe bereit zu ſein. Noch immer hackte das raſende Weib draußen an der ſich zerſplitternden Thür. Eben führte ſie einen ver— zweifelten Hieb und ein großes Stück der Thüre brach durch, und das Weib machte Miene, ſich durchzudrängen. Halt! rief die Förſterin. Thuſt du einen Schritt herein, ſo ſchieß ich dich nieder! Wart', Racker, rief das vor Wuth ſchäumende Weib, ich will dir für das Schießen bald gethan haben, und drängte ſich gewaltſam durch die Oeffnung herein. Da zielte die Förſterin, und die Kugel fuhr dem Weibe durch den Kopf, daß ſie lautlos vor die Thüre zurückſchlug. 410 e- Jetzt eilte die Förſterin in die Stube und ſtellte ſich mit geſpanntem Hahne der Kammerthüre gegenüber, die in dieſem Augenblick auf den letzten Tritt des Räubers aus den Angeln fuhr und ſchief gegen das davor ſtehende Bett fiel, ſo daß der Räuber in der Kammerthüre mußte ſtehen bleiben. Zurück! rief die entſchloſſene Förſterin ihm zu. Thuſt du nur noch einen Schritt, ſo iſt die zweite Kugel in deiner Bruſt, wie die erſte dein Weib eben an der Thüre niedergeſtreckt hat. Todtenbleich ſtarrte ſie der Räuber an. Iſt es wahr? fragte er. Du haſt den Schuß gehört! ſagte die Förſterin, und die Artſchläge ſind zu Ende, ihr Brüllen hat aufgehört. Willſt du mehr?— Der Räuber ſtand wie angefeſſelt an der Stelle. Der Tod ſeines Weibes war gewiß, der ſeine ebenſo ſicher, wenn er ſich rührte. In dieſer Lage rathlos, rührte er ſich nicht von der Stelle, und bie Förſterin ſtand feſt und richtig im Anſchlag.— In dieſem Augenblicke hörte man Jemand rufen und laufen. Ein Hund bellte— es 111 der Förſter, der ſich mit einigen Holzhauern eiligſt nahte. Er hatte heimkehrend, plötzlich eine unbeſchreibliche Unruhe bei dem Gedanken an ſeine Frau gefühlt, die er ſo allein gelaſſen hatte. Die Angſt wuchs, je mehr er ſich dem Theile des Waldes näherte, der ſein Forſthaus umgab. Jetzt war es ihm, als habe er einen dumpfen Schuß in der Richtung ſeines Hauſes gehört. Er eilte, ſo ſehr er konnte. Wie er ſo dahin lief, ſah er zwei Holzhauer, die aus dem Dorfe kamen, um an ihre Arbeit zu gehen. Kommt mit! rief der Förſter; in meinem Hauſe iſt ein Unglück geſchehen! Sie folgten ihm. Schon an der Thüre, die zer⸗ trümmert war, und an der des Weibes Leichnam lag, er— kannten ſie die Wahrheit der ſchrecklichen Vermuthung des Förſters. Um hereinzukommen, mußten ſie die Thüre vol— lends einſchlagen, denn die Förſterin wich nicht von ihrem Poſten. Bald war das geſchehen; aber mit welcher Angſt riß der Förſter die Stubenthüͤr auf, und mit welcher Freude erblickte er noch lebend ſein heldenmüthiges Weib! Jetzt ließ ſie ermattend die Arme ſinken, und der Räuber war wenige Minuten ſpäter von den drei Män— nern gefeſſelt. Einer lief ins Dorf zurück. Bald kamen die Leute, holten den Leichnam und den Räuber, um ihn nach der Stadt zu führen. In Folge der richterlichen Unterſuchung ſtellte es ſich heraus, daß der Räuber und ſein Weib zu den gefähr— lichſten Verbrechern gehörten, die, mehrerer Mordthaten bezüchtigt, aufs Eifrigſte von der Polizei verfolgt wurden, denen es aber bis jetzt gelungen war, allen Nachforſchun— gen zu entgehen. Das ruchloſe Weib des Räubers, noch wilder und grauſamer wie er ſelbſt, hatte ſeinen Lohn durch die Hand der wackern Frau gefunden, der Räuber fand ihn durch die Hand des Scharfrichters. Die Angſt und entſetzliche Aufregung warf das junge Weib zwar auf das Krankenlager, aber bald vermochte ſie wieder ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das Ereigniß bewirkte indeſſen, daß dem einſam wohnenden Förſter ein tüchtiger Jägerburſche beigegeben wurde, damit die Frau deſſelben nicht mehr allein in dem Forſthauſe zu ſein brauchte. — Bekannt Oeffe! 240 2 (een Donne dei Meidun melden. Friedbe Vetſteig (4925) 0 mittags 10 die nachbeſch Ludwig Wa Geme Pag. 33 N. „145 „115 nochmals 8 Friedbe De Ho 4927) mittags 1 die zum N gehörende Nr. 85 na meiſtbieten Fried d 8 956 mittags ein ſehr öffentlich bare 30 Niede N 411„ er, Kirchenbuchsauszug von Butzbach. ** Monat November. 1. Bert igt e.: Johann Steffen, Corporal in der 6. Schwadron des mußte ran; Garde⸗Regiments-Chevauxlegers dahier, alt 24 Jahre 27. Karl Philipp Ermold, Bürger und Gaſthalter zu Ofen— und 5 Monate. Thuſt fenbach, mit Marie Louiſe Lind dahier. 13. Louiſe Marie Eliſabethe Seulburger, des verſtorbenen 1* e e hieſigen Bürgers und Gaſtwirths zum grünen Baum Thuͤre 6. Dem hieſigen Bürger und Bäckermeiſter Adam Wendel en. 1 N eine Tochter, Johanne Sophie Wilhelmine, geb. den f Jahre, 8 5 0 1 3 Iſt es 6. Okt. 19. Juliane Schild, geb. Kolter, des verſtorbenen hieſigen 10. Ein unehelicher Sohn, Heinrich, geb. den 6. Nov. Bürgers und Schuhmachermeiſters Jakob Schild hin⸗ und 13. Eine uneheliche Tochter, Eliſe, geb. den 11. Nov. terlaſſene Wittwe, alt 55 Jahre und 14 Tage. ehört 20. Dem hieſigen Burger und Fuhrmann Conrad Weiß 22. Chriſtoph Hufnagel, Caſernenwärter zu Butzbach, alt 2 ein Sohn, Johann Georg, geb. den 7. Nov. 60 Jahre, 5 Monate und 13 Tage. Stelle 27. Dem hieſigen Bürger und Juſtrumentenmacher Bern- 26. Adam Schmidt, des hieſigen Bürgers und Häfner⸗ ebenſo hardt Marguth ein Sohn, Georg Friedrich Bernhardt, meiſters Carl Schmidt eheliches Söhnchen, alt 2 Mo— rührn geb. den 14. Nov. nate und 2 Tage. 10 bn Bekanntmachungen von Be⸗ 9 horden. Braunkohlenverkauf. 1957) Mit dem 31. Dezember d. J. ſchließt die ſeitherige Creditperiode und es wird für die vom 1. Januar bis 30. Juni 1854 gegen vorſchriſtsmäßige Bürgſchaft bezogenen Braunkohlen NN Oeffentliche Aufforderung. Das Ableben des Michel Heidel⸗ berg in Friedberg betreffend. (19240 Anſprüche aller Art an den Nachlaß des Rubrikaten find Donnerſtag den 12. Januar k. J., Morgens 8 Uhr, dei Meidung der Nichtberückſichtigung anzu⸗ melden. Friedberg den 8. Dezember 1853. Großherzogl. Landgericht 3. B.: Be ren ge 8. Verſteigerung einer Mahlmühle. vom hieſigen Bergwerke, Credit zur Zahlung bis Ende September 1854 geſtattet. der Braunkohlenklötze iſt 11 Kreuzer à Centner. Der Preis Schließlich werden die Großh. Herren Bürgermeiſter erſucht, ihre Ortsangehörigen bei Ausfertigung von neuen Bürgſcheinen darauf aufmerkſam machen zu wollen, daß nur dann die Einlage eines neuen Bürgſcheins ſtattfinden kann, wenn etwa früher eingelegte Bürgſcheine bezahlt ſind und daß dieſe Bezahlung jedesmal durch Quittung nachgewieſen werden muß. Bauernheimer Bergwerk den 31. Dezember 1853. Gräfl. S. R. Bergverwaltung i e ee e ee e (1938) Dienſtag den 3. Januar 1854 wer⸗ den in den Diſtrikten„längs der Straßheimer Hecken“ und„am Straßheimer Wald- 15 Stecken Eichen⸗ und Bekanntmachung. (1960 Freitag den 6. Januar 1854, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll der Brodbedarf der Dor⸗ heimer Bergknappſchaft bis Oſtern 1854 auf dem Soumiſſionswege vergeben werden. Die 92 Dienſtag den 3. 54, Vor⸗ 5 5 n ee eee 1%% dee Geſgeheellenper des Urteilen eingehen en hleſig 5„5„ en⸗ 5 Int geſehen .. Bürgers 5%„ Buchen- 5 werden. Die Soumiſſionen müſſen ſchriftlich Gemarkung Stadt Friedberg:„ Birken⸗ Prügelholz; verſiegelt und frei, ſowie mit der Aufſchrift Pag. 33 No 197 Hofraithe mit Mühle an der 6/„ Eichen⸗ and„Brodlieferung betreffend“ verſehen, längſtens l 5 Üſa, beſtehend in Mühlbau 1%„ Nadel⸗ bis zu dem oben bemerkten Termine an unter⸗ 1 ert., el Me 13„ Eichen⸗Stockholz; zeichnete Behörde abgegeben werden, indem häuser, ene Schoppen 7550 Stück Buchen⸗ ſpäter einlaufende nicht berückſichtigt werden. und zwei Ställe, 9937„ Eichen⸗ Wellen und Die Eröffnung derſelben erfolgt in Gegenwart 445„ 3 98 Ruthen Garten in der 775'„Asopen⸗- und der etwa erſchienenen Soumittenten. 6. Gewann an der Uſa 675„ Nadel⸗ Dorheimer Bergwerk 115„ 23 472 Rutben Garten in der 2% Wagen Allerleiholz b den 28. Dezember 1853. N 25 577 an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Das Großh. Heſſ. Bergamt Dorhbeim 1. Gewann bei der Uſabrücke, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 17. Dezember 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Ben dee Hofraitheverſteigerung. (1927) Dienſtag den 3. Januar 1854, Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hleſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des Michel Heidelberg dahier gehörende Hofraithe, welche im Intelligenzblatt Nr. 85 näher bezeichnet iſt, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 17. Dezember 1853. In Auftrag: Gr. Heſſ. Landgerichts der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Die Verſteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr im Diſtricte„am Straßheimer Wald. Diejenigen, welche in Auftrag ſteigern wollen, haben ſich durch Vollmacht auszuweiſen. Ockſtadt den 27. Dezember 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt neee Holzverſteigerung. (1959) Dienſtag den 3. Januar k. I., von Vormittags 9 Uhr an, wird bei dem Gaſtwirth Möller zu Erbſtadt folgendes Gehölze aue dem Erbſtädter Staatswalde, Schlag Tiefeſee, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert, als: rr 1 Eichen⸗Abſchnitt, für Wagner, von 24 Fuß Länge und 8 Zoll Durchmeſſer, 9 Buchen⸗Abſchnitte, für Wagner, von 12 Jäger, Gr. Bergmeiſter. Obligations⸗-Verlooſung. (1961) Bei der dieß jährigen Verlooſung iſt Nr. 54 à fl. 100. gezogen worden. Der Be— ſitzer wolle den Betrag vom 1. Januar 1854 an bei dem Bankhauſe Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. erheben laſſen. Wolfsheim den 1. November 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Hottum. Holzverſteigerung. (1962) Donnerſtag den 5. Januar 1854, Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Zimmet, nachſtehendes Holz meiſtbietend verſteigert werden: 11 Stecken Buchen-⸗Scheitholz, bis 41 Fuß Länge und 13 bis 17 Zoll 12% f„ Prügelholz, 3 N 5 ace f f 1475 Wellen„Reisholz, Faſelochs-Verſteigerung. b) Brennholz. 83„ Dorh⸗ 15 (19506) Dienſtag den 3. Januar k. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe ein ſehr ſchwerer gemeinheitlicher Faſelochſe öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich⸗ baare Zahlung verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 28. Dezember 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Sto ll⸗ 47 Klafter Buchen⸗Scheitholz, 7„ Aſtprügelholz, 7 Eichen⸗Stammprügelholz, 13% Schock Buchen⸗Zopfreis und 17½ Klafter grüne Laubholz⸗Erdſtöcke. Windecken den 24. Dezember 1853. Kurfürſtlich Heſſiſche Renterei Deichmann. Ilbenſtadt den 27. Dezember 1853. 9 Der Großherzogl. Bürgermeiſter Z3 wier. 26 O0 Gulden (1963) liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwoͤllſtadt den 28. Dezember 1853. Hildebrand, Kirchenrechner. JJ...„„ ee e Dee 1 Nee n 2 NN 412 e Braunkohlenverkauf. (1964) Für die Braunkoblen, welche vom 1. Januar bis 31. März 1854 von dem Großh. Dorheimer Braunkohlenbergwerk gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft und unter den hierbei zu be⸗ obachtenden bekannten Bedingungen bezogen werden, wird eine Zahlungsfriſt bis Ende Juni 1854 geſtattet. Die Preiße der Braunkohlen ſind, bis Weiteres hierüber veröffentlicht wird, die ſeitherigen, nämlich für die von Haufen 11 kr. per Centner und für die aus Schoppen 12 kr. per Centner, wobei 14 Stück Klötze für einen Centner gerechnet werden. Alle Geſchirre, welche auf dem Gr. Dorheimer Braunkohlenbergwerk Kohlen holen, ſind bei der Kurfürſtl. Heſſ. Chauſſeegelderhebungsſtätte Nauheim und beladen auch auf allen Großh. Heſſ. Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit. Dorheimer Bergwerk den 28. Dezember 1853. Das Großherzogl. Heſſ. Bergamt Dorheim ä tg ep Gr. Bergmeiſter. Privat- Bekanntmachungen. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. (1735) Diejenigen, welche der ſeit dem 1. Januar d. J. eroͤffneten, mit dem 31. Dezember d. J. zu ſchließenden 7. Jahresgeſellſchaft beizutreten oder Nach⸗ zahlungen auf frühere Einlagen zu leiſten beabſichtigen, laden wir hierdurch ein, ſolches vor Ablauf dieſes Jahres entweder dahier bei dem Hauptbüreau der Anſtalt oder auswärts bei den Herren Bevollmächtigten derſelben“) zu bewerk— ſtelligen. Bis jetzt zählt die Anſtalt 5620 Mitglieder mit 9412 Einlagen und einem effectiven Einlagekapital von 548,182 fl. Bei der mit der Anſtalt verbundenen Depoſitenkaſſe wurden ſeit Anfang dieſes Jahrs bereits 326,900 fl. hinterlegt. Darmſtadt den 31. Oktober 1853. Die Direction der Allgemeinen Rentenanſtalt. *) In Friedberg bei Herrn Heinrich Hahn; in Butzbach bei Herrn Bürgermeiſter Seippel; in Vilbel bei Herrn Geometer 1. Cl. Grosholz. Empfehlung. (1917) Feinſter Muscat⸗Lünell, Malaga, Rum de Jamaica, Arae de Batavia, Punſcheſſenz, und abgelagerter Pfälzer Weineſſig bei Friedberg. H. M. Hirſchſprung. Ge ſ u ch. (1918) In eine kleine Haushaltung dahier wird auf Petritag ein braves Mädchen geſucht, welches kochen und alle Hausarbeiten verrich⸗ ten kann. Zu ver miethen. (1945) Der mittlere Stock meines Hauſes iſt ganz oder getheilt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Friedberg am 21. Dezember 1853. Heinrich Engel in der Uſagaſſe. Wechſel auf New⸗York, (1922) kurze Sicht zu billigem Cours, bei J. André in Offenbach a. M. Näheres durch Chriſt. Hecht in Friedberg. Num de Jamaica!!! (1947) Arac de Batavia und feinſte Punſch⸗Eſſenzen bei 8 Wilhelm Fertſch. Verloren. 11965 Eine Botenfrau, die ſolche erſetzen muß, hat am verfloſſenen Samſtag von hier nach Dorheim 2 fein gehäkelte Kappen ver⸗ loren. Der redliche Finder wird gebeten ſolche gegen eine Belohnung bei Carl Huppuch ab⸗ zugeben. Friedberg am 27. Dezember 1853. Zu vermiethen. (4966) Ein Logis im zweiten Stocke bei Karl Rauſch's Wtw. An zeig e. (1967) Die Unterzeichnete beabſichtigt das Geſchaft ihres ſeligen Mannes, des Herren- kleidermachers Gerhard, fortzuführen und hier⸗ mit ebenfalls das Decatiren von Tuch zu ver⸗ binden. Indem ſie dieß hierdurch anzeigt, bittet ſie zugleich das demſelben geſchenkte Vertrauen auf ſie überzutragen und überzeugt zu ſein, daß ſie durch gute und billige Arbeit ſolches zu rechtfertigen ſich beſtreben werde. Dorothea Gerhard, Wittwe. Anzeige. (1968) Einem geebrten hieſigen und aus⸗ wärtigen Publikum mache ich die ergebene An⸗ zeige, daß ich in meinem dem neuen Schul⸗ hauſe gegenüber gekauften Hauſe nebſt meinem Saamenhandel auch einen Mehlhandel etablirt habe. Ich werde mich beſtreben, das Zutrauen meiner geehrten Abnehmer durch billige und reelle Bedienung zu erwerben. Friedberg im Dezember 1853. M. Jung. Nr. 143 (1969) bat den Nähſtein von Steinhauer Erb gewonnen. Buͤrger-Caſino. (14970) Sonntag den 1. Januar findet Damencaſino ſtatt. Auf dem Theater wird gegeben: „Die lebendig todten Eheleute,“ nach dieſem „Schildwache, Tod und Teufel.“ Der Vorſtand. 1 1** N.„ 2 1 Kirchliche Anzeigen, * Neujahrsfeſt 1881. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Doſch. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Bernbeck. Frankfurter Cours vom 28. Dez. 1853. Pifetnü fl. 9 39½-40% Fbiedtches ds?!„ 9 58¼—b59 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42¼-—4½ RNand⸗Ducaten„ 5 35-36 20 Frunknunte„ 9 20-21 Engliſche Souverains.„11 42 Preußiſche Thaler.„ 145%½/—/ 5 Frankenthaler 8„ 220% Preußiſche Caſſenſcheine.„% 145 ½/ ½1 Fruchtpreiſe. 28. Dez. 23. Dez. 22. Dez. Gattung. Fried⸗, Gerns⸗ berg Mainz heim 5 fl. kr fl. kr f. kr. Waizen pr. Malter 18 3018 134(—— Korn 77 13125 13 1712 30 Gerſte 77 10— 10 61020 Hafer, 77 4301 51511 5 30 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 31. Dez. bis zum 6. Jan. 1854. — 4 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * tr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 4 142 2„ 7 8 2813 4 5 e Lth. Ltb. — Milchbrod 1 — Waſſerweck 1377 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 13% 13 ½ leiſch-Preiſe. 7 ſch 9 0 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 12% „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10 19 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 888 „ Kalbfleiſch 7— 48— „„„ gemäſtetes„„ „ Schweinenfleiſch 14— 14— „Hammellleiſch 9 29— 1 Schaaffleiſch r „Wurſt v.blos Schweinen 16— 16— „ Bratwurſt 19— 18 „Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 24— 426— „Schinken e „ Dörrfleiſch 20— 20 „Schweinenſchmalz, 75 ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 120— „ Nierenfett 22— 20— „Hammelsfett 16(— 16 Die Großherzoglichen Bürgermeiſte Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 4 6