Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M68. Mittwoch den 31. Auguſt 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Zetreffend: Das Gewerbe der Bauhandwerker und Pfläſterer. Das nachſtehende Ausſchreiben Gr. Oberſteuerdirection en die Gr. Steuer⸗Commiſſäre, theile ich Ihnen nachſtehend ſur Nachricht unter der Aufforderung mit, nicht eher Patent zuszufertigen, bis dem Geſetze genuͤgt iſt. Friedberg den 20. Auguſt 1853. de Beauclair, Klreisaſſeſſor. An ſämmtliche Gr. Steuer-Commiſſäre. Es ſind Zweifel darüber entſtanden, ob zu den Bau— andwerkern, welche nach der Verordnung vom 14. Sep⸗ tember 1841 eine Prüfung beſtanden haben müſſen, ehe und ſevor ſie zum Betriebe ihres Gewerbes berechtigt ſind, auch lie Möbelſchreiner und Ebeniſten gehörten. Zur Beſeitigung dieſer Zweifel eröffnen wir Ihnen, daß, da weder die Verordnung vom 14. September 1841, loch das Regulativ vom 27. Auguſt 1845 einen Unterſchied zwiſchen Bau- und Möbelſchreinern oder Ebeniſten macht, zielmehr an beiden Orten ſtets nur ganz allgemein von Schreinern geſprochen wird, eine ſolche Unterſcheidung aller Begründung entbehren würde, und Sie ſich daher auch beim Biſiren von Patenten für Möbelſchreiner oder Ebeniſten tdesmal darüber zu vergewiſſern haben, ob der durch die Verordnung vom 14. Oktober 1841 vorgeſchriebenen geſetz— lichen Bedingung Genüge geleiſtet worden iſt. Darmſtadt den 9. Auguſt 1853. Für die Ausfertigung Meiſenzahl. if Seither ſind noch Brandverſicherungs-Deklarationen tuf das alte Formular eingelangt. Mit Rückſicht auf das Feglement vom 6. Juni eröffne ich Ihnen, daß keinerlei alte ſormularen mehr zu gebrauchen ſind und daß ſich ſtrenge nach dem Geſetze und dem Reglement vom 6. Juni d. J. hei den Ihnen obliegenden Arbeiten zu bemeſſen iſt. Friedberg den 25. Auguſt 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Bekanntmachung. Betreffend: Das Papierformat zu den Akten der Gr. Behörden. Es iſt ſeither bei den, an die unterzeichnete Behörde, eingelangten Eingaben nicht immer die Bekanntmachung des Gr. Geheimen Staatsminiſteriums vom 16. Jan. 1840 beachtet worden. Indem daher dieſe Bekanntmachung nach— ſtehend wiederholt in Abdruck mitgetheilt wird, bemerkt man zugleich, daß alle Eingaben, welche nicht auf das hiernach vorgeſchriebene Größenpapier eingereicht werden, zur Um— ſchrift auf daſſelbe zurückgeſendet werden. Friedberg am 25. Auguſt 1853. Gr. Kreisamt Friedberg de Beauclair. Bekanntmachung, das Papierformat zu den Acten der Großh. Behörden betreffend. Es iſt in neuerer Zeit häufig vorgekommen, daß bei den Miniſterien und ſonſtigen Behörden Eingaben von be— deutend größerem Formate, als in der Bekanntmachung vom 7. Oktober 1808 und ſpäteren Miniſterial-Verfuͤgungen vorgeſchrieben iſt, einlangen. Da hierdurch nicht allein das Regiſtriren erſchwert wird, ſondern auch der Nachtheil ent— ſtehen muß, daß dergleichen Eingaben leicht zerriſſen oder ſonſt dem Verderben ausgeſetzt werden, ſo findet man ſich veranlaßt, allgemein hierdurch zu verordnen, daß die an die betreffenden Miniſterien und ſonſtigen Behörden gerichteten Berichte, ſowie alle Vorſtellungen und ſonſtigen Eingaben auf gutes ſtarkes, nicht zu feines Papier von dem vorgeſchriebenen Format— 13,3 Zoll(geſetz⸗ liches Maas) lang und 8,2 Zoll breit— zu ſchreiben ſind, widrigenfalls die Behörden oder Privaten, von welchen die Eingaben herrühren, die Rückgabe derſelben, um ſolche auf Papier von dem vorgeſchriebenen Format umzu⸗ ſchreiben, zu gewärtigen haben. Dieſe Anordnung findet übrigens auf diejenigen Ein— gaben keine Anwendung, welche auf das in der Provinz Rheinheſſen eingeführte Stempel papier geſchrieben werden müſſen. Darmſtadt am 16. Januar 1840. Großh. Heſſ. Geheimes Staatsminiſterium du Thil. v. Hofmann. Prinz 0 *** 2 . Wa N 22 NN 2 3 8 * . — N ———— Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren⸗Novelle. Von Charles Nodier. (Fortſetzung.) „Theure Thereſe!“ rief ich aus,„wie ungerecht biſt Du, und wie wenig würdeſt Du mich im Verdachte haben, daß ich Dir dieſen Adolph vorziehen möchte, deſſen Name mir entwiſcht iſt, wenn ich Dich mit ihm bekannt machte! Was ſage ich! mußt Du ihn nicht am Ende kennen ler⸗ nen, damit Du ihn um ſeiner ſelbſt willen liebſt/ damit Du ihm wenigſtens verzeiheſt, ſo lange ſtatt eines Andern geliebt worden zu ſein!“—„Es liegt hierin etwas, er⸗ widerte Thereſe,„was ich nicht verſtehe, etwas das, ich weiß nicht warum, mich befremdet und erſchreckt. Laſſe mich nicht in dieſer Ungewißheit; denn ſie iſt viel pein⸗ licher, als wirklicher Kummer.“—„Thereſe, Du weißt nicht, daß mein Glück von einem einzigen Worte abhängt! Ich kann Alles verlieren oder Alles gewinnen, denn mein ganzes Leben liegt in Deiner Liebe, die Du mir viel⸗— leicht entziehen wirſt; übrigens bin ich es meinem Gewiſſen ſchuldig, dieſes Wort auszuſprechen, welches unwiderruflich über mein... über Dein Schickſal ent⸗ ſcheiden wird, und wenn ich auch wegen Deines Zornes oder Deiner Gleichgültigkeit ſterben ſollte, ſo ſterbe ich doch wenigſtens Deiner Achtung würdig.“—„Sprich es aus.“—„Ich bin nicht Antonie, ſondern Adolph!“ flüſterte ich, fiel ihr zu Füßen, und ergriff ihre Hände, die ſie mir aber entzog; ſie ſtieß einen lauten Schrei aus und entfloh. Ich brauche wohl nicht zu ſagen, daß dieſes Ge⸗ ſtändniß mit einem Male unſer ganzes Verhältniß änderte; von dieſem Augenblicke an betrachtete mich Thereſe nicht anders als mit ſcheuen Blicken, wie wenn ſie bange hätte, einen Feind in mir zu finden, und als ob ſie den Ge⸗ fühlen mißtraute, die ich ihr einflößen könnte. Der ſo naive und vertraute Ausdruck ihrer Züge war ernſt und finſter geworden. Häufig, wenn meine Augen den ihrigen begegneten, und dieſe ſo zu ſagen durch die Gewalt, welche eine heftige Liebe auf die Perſon ausübt, welche ſie ein⸗ flößt, nöthigten, auf mir haften zu bleiben, erweckte die Wolke des Schmerzens, welche ſie umſchleierte, eine Art von Bedauern und Bangigkeit in mir. Zwar machte es mich glücklich, ihr Leben zu beſchäftigen, und ſogar in ihrem Herzen eine annähernde Idee von den Stürmen, welche in meinem Herzen tobten, zu erwecken; aber der Gedanke, daß es für ſie ein Unglück ſein könnte, mich zu lieben, brach mir manchmal faſt das Herz, welches The⸗ reſens Kummer nicht zu widerſtehen vermochte; die Ge⸗ fahren, die ich ſchon beſtanden, hatten mir nie ſo viele Unruhe bereitet, als mein Glück. Ich wünſchte wohl, daß Thereſe bewegt würde, und doch zitterte ich vor dem Gedanken, daß ſie leiden könnte. Ich vermied daher ſorg— fältig, oder glaubte wenigſtens Alles zu vermeiden, was ſie an unſere gegenſeitige Stellung und an das, was ich ihr von meiner Liebe geſagt hatte, erinnern konnte. Ich brannte vor Ungeduld, mit ihr allein zu ſein, und wünſchte mir doch jedesmal Glück, wenn eine dritte Perſon auf unſeren Spaziergängen und bei unſeren Geſprächen zu⸗ gegen war; und ſobald dieſe Perſon dann da war, wünſchte ich wieder, daß ſie ſich entfernen möchte, obgleich ich feſt entſchloſſen war, Thereſen nichts zu ſagen, und ihre Ruhe zu ſchonen. Wenn wir allein blieben, vermehrte ſich noch ihre Zurückhaltung, und ſie hielt ſich behutſam entfernt, um ja in keine Berührung mit mir zu kommen; auch paſſirte ihr dieß nur aus Verſehen, in Augenblicken der Zerſtreuung, oder bei einer unwillkürlichen Bewegung, die 272 C ſie machte. rück, und ihre Miene wurde noch nachdenklicher. gegen, der nur auf dieſe Zufälligkeiten rechnete, welche ſelten genug vorkamen, gab mir alle Mühe, ſie öfter her⸗ beizuführen, weil ſie mein einziges Glück ausmachten. Mit welcher Aufmerkſamkeit belauſchte ich in ihren Augen jede ihrer Abſichten, um jeder ihrer Bewegungen zuvorzu⸗ kommen, ſie zu überraſchen, und dadurch eine glückliche Ungeſchicklichkeit herbeizuführen, welche meine Hand mit der ihren, meinen fer mit ihrem Fuße, meinen Mund mit ihrem Halſe oder ihrer Schulter in Berührung zu bringen! Wie oft habe ich, unter dem Vorwande, ihr eine Blume ihres Gartens zu überreichen, oder um ihre Arbeit aufzu⸗ heben, welche ſie hatte fallen laſſen, bei der Berührung ihrer zitternden Hand gebebt, deren leichte Berührung in Dann zog ſie ſich aber ſtets noch weiter zu⸗ allen meinen Adern das Gefühl einer unausſprechlichen Luſt erweckte! Zwiſchen ihrem Zimmer und dem ihrer Großmutter lag ein ſchmaler Gang, den ſie alle Augen⸗ blicke paſſirte und in dem ich mich jedesmal aufhielt, ſo oft ich hoffen konnte, daß ſie kommen werde, weil ſo wenig Raum für zwei Perſonen da war, daß ſie unmög⸗ lich vorbei“ konnte, ohne mich zu berühren; und während ſie ſich näherte, ſammelte ich innerliche Kraft, um die Wonne dieſer raſchen und köſtlichen Berührung ertragen zu können. Dieſer Zufall erſchien mir als eine Gunſt, weil ich mir einbildete, daß ſie ihn vermeiden oder einen andern Weg einſchlagen könnte, und weil es mir nicht möglich ſchien, daß eine ſolche Bewegung ſich nicht auch ein wenig der Perſon mittheile, die ſie hervorbrachte. Ich kam zu einer Art von Gewißheit, daß ein weibliches Weſen, von dem man gehaßt wäre, keinen ſolchen Ein⸗ druck auf den Mann machen könne, den ſie im Vorbei⸗ gehen berühre, ſo heftig er ſie auch lieben möchte, oder daß ſie wenigſtens nicht der Art an ihm vorüberſtreife. Auch bemerkte ich, daß ihre Stimme nicht mehr dieſelbe war, wenn ſie mit mir ſprach, und war ſo ſehr überzeugt, daß die Liebe, welche ſo viele Geheimniſſe beſitzt, auch einen Ton, eine Melodie beſitze, die ihr eigen ſind, ſo daß, wenn ſie das Wort an mich richtete, um mir die gleichgültigſten Dinge zu ſagen, ich vor Freude bebte, als wenn dieſe Dinge einen völlig andern Sinn hätten, als ſie hineinlegte, als wenn ich mich mit ihr uber einen Schlüſſel verſtaͤndigt hätte, der mir das Räthſel ihrer Sprache löste. Dieſer Zuſtand war ſo unnatürlich, dieſes Geheimniß ſo leicht zu durchdringen, daß meine Verklei⸗ dung nicht einmal mehr mich beruhigte, und daß die Be⸗ weiſe ihrer Freundſchaft, welche Antonien galten, mir eben ſo viele Unruhe machten, als wenn ſie an Adolph gerichtet geweſen wären. Uebrigens erweckten ſie ſogar auch meine Eiferſucht, und ihre Zuvorkommenheit in Ge⸗ genwart Anderer quälte mich nicht weniger, als ihre Kälte, wenn wir allein waren. Ich fühlte das Bedürfniß, entweder weniger oder mehr geliebt zu werden. Meine Stellung war eine durchaus falſche; ich war für Thereſe Adolph, wenn man uns ſah, weil ſie dann keine Gefahr darin erblickte, mich ſehen zu laſſen, was ſie empfinde; wenn wir uns aber wieder unter uns befanden, war ich es nicht mehr. Dieſer Gedanke war ſo peinlich, daß zu Zei⸗ ten, wenn er mich ſo recht drückte, ich faſt eine völlige Gleichgültigkeit vorgezogen hätte; häufiger aber zog ich doch vor zu dulden. Unter allen Orten, an denen ich meinen Kummer zu verbergen liebte, war mir keiner lieber, als Thereſens Garten, und in dieſem Garten der Felsblock, auf dem ſie geſeſſen hatte, als ich ihr das Geſtändniß abgelegt hatte, welches ſie von mir entfernte. Sobald ſie dieſes bemerkt hatte, kam ſie weit ſeltener dahin, aus Furcht mir daſelbſt Ich da⸗ Bek annum * Oeffent (4264) 0 Kolparna, gebo liehen unter Leun in Münze 700 fl. zu 4% deten hierfür 7 il galcgene, zu 985 Shuld soll nach gelagen worden lande zum Zw cht beigebracht wa Anſprüche Pocen ſo gewi Aoigefalls der valſogt werden u Büßdach den Edie 4200) Dee Henich Eler I Krausch, von Di ſelben unter det angetreten. Die biger nicht argeb jenigen, welche i laßmaſe glauden dieſelben im Ter den 2 1 ode hier ge mn denselben ar Hungen der 1 + 9 Bei (129 U terflorſtadt sel beide gemeint neue Hppoth ommiſſär 9 meiſer dias iſt derſelbe z rückfchtlich a die Unterpfar Juvorzu, Juckliche Hand N mit Wund mit 2 273 zu begegnen, oder ſtellte ſich wenigſtens, als ziehe ſie einen weiten Umweg vor, um in einer entfernten einſamen Allee auf und ab zu gehen, in der ich ſie nur durch die Räume zwiſchen den dichten Gebüſchen und Bäumen hin— durch ſehen konnte. So dauerte es nun ſchon mehrere Wochen, und ich befand mich eines Tages wieder in meiner halb liegenden Stellung auf der Bank, das Ge⸗ ſicht mit meinen Händen bedeckt, als ich weibliche Finger ſanft, jedoch mit einer Art befehlender Ueberlegenheit ſich auf meinen Hals legen fühlte, als ob die Beſitzerin der— ſelben mir damit hätte vorſchreiben wollen, ſie nicht an⸗ zuſehen, weil ſie mir Dinge zu ſagen habe, die ſie in Verlegenheit ſetzten. Ich erkannte Thereſen im Augen⸗ blicke, und blieb ſchluchzend unbeweglich, weil ich gerade geweint hatte, als ſie kam. Sie begann und unterbrach aber mehrmals den Satz, den ſie ſich zuſammengedacht hatte, und erklärte mir endlich mit bewegter Stimme, daß wir uns trennen müßten. Ihr Vater, welcher mich noch immer für ein Mädchen hielt, glaubte ein Mittel gefunden zu haben, mich wieder zu meinen Verwandten oder zur Armee zu bringen, bei der ſie ſich befanden, und welcher ich mit ihnen hätte folgen ſollen. Er ſchmeichelte ſich, jedenfalls mich außer den Bereich der Nachforſchungen und Verfolgungen ſtellen zu können; er erwartete mich in Mans, und ein Brief, welcher durch einen vertrauten Mann(denſelben, der mich nach Sancy geleitet hatte) gekommen war, hatte dieſe Nachricht enthalten. Nach dieſem glaubte Thereſe mir einigen Troſt ſchuldig zu ſein; ſie war auf meine Verzweiflung gefaßt, und als ich, ganz außer Stand, mich aufrecht zu erhalten, meinen Kopf auf den Stein zurückſinken ließ, ſchloß ſie mich in ihre Arme und nannte mich bei meinem Namen Adolph.— „Adolph!“ ſagte ich,„o mein Gott! bin ich doch wenig⸗ ſtens Adolph für Dich?“—„Adolph, mein Adolph l,, antwortete ſie.—„Adolph!“ rief ich, aufſpringend, er⸗ hob mich und riß das Band, welches meine Haare zu⸗ ſammenhielt, ab;„Thereſens Adolph? Nimm Dich in Acht, denn dieſes Wort iſt ein unwiderrufliches Band, eine Verbindlichkeit für's ganze Leben.“—„Für's ganze Leben!“—„Du liebſt mich alſo 2,— Sie ſah mich mit beſtürzter Miene an; ihre Lippen waren blaß, ſie zitterten; ihre Geſichtszüge waren gänzlich verändert.„Ob ich Dich liebe!, ſagte Thereſe.— Ich glaubte zu ſterben, und wie ſüß wäre es geweſen, damals zu ſterben! Aber der Wille ihres Vaters war Geſetz, und ſo war den andern Tag Alles für meine Abreiſe bereit. Unſer Lebewohl ſollte der ſchönſte Augenblick unſeres Lebens ſein, denn ſie hatte verſprochen, mich bis auf den Gipfel des Berges zu be— gleiten. (Fortſetzung folgt.) Bekanmmachungen von Be- nicht mir Veffugung 6 orden. Flurbuchs eingetragen 5. Beiziehung der Orts Oeffentliche Aufforderung. Unterflorſtadt zu erganzen, (1264) Heinrich Wolf und ſeine Ehefrau Katharina, geborne Weil zu Rockenberg, ent⸗ liehen unterm 25. Oktober 1828 bei Pfarrer Leun in Münzenberg ein Kapital, angeblich 700 fl. zu 4½ PCt. verzinslich, und verpfän⸗ deten hierfür 7 in der Gemarkung Oppershofen gelegene, zu 555 fl. taxirte Güterſtücke. Die Schuld ſoll nach vorgelegter Beſcheinigung ab⸗ getragen worden ſeyn; da jedoch die Original⸗ urkunde zum Zwecke der Löſchung des Eintrags nicht beigebracht werden kann, ſo find irgend welche Anſprüche an dieſe Hypothek binnen 6 Wochen ſo gewiß dahier geltend zu machen, widrigenfalls deren Löſchung im Pfandbuche verfügt werden wird. Butzbach den 12. Auguſt 1853. Großberzogl. Landgericht Ebel. Muth. Edictalladung. (1290) Die Erben der verſtorbenen Johann Heinrich Eller IV. Wittwe Katharine, geborne Krauſch, von Birklar, haben den Nachlaß der⸗ ſelben unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Dieſelben können aber die Gläu⸗ biger nicht angeben und werden daher alle die⸗ jenigen, welche irgend Anſprüche an dieſe Nach⸗ laßmaſſe glauben bilden zu können aufgefordert, dieſelben im Termin den 21. September l. J Morgens 10 Ubr, ſogewiß hier geltend zu machen, als ſie ſonft mit denſelben ausgeſchloſſen werden. Hungen den 26 Juli 1853. Großh. Heſſ. Landgericht das. Hoffmann. Limpert. Bekanntmachung. (1291) Für die Gemeinden Ober⸗ und Un⸗ terflorſtadt ſollen, zunächſt aus den früheren, für beide gemeinſchaftlichen Hypothekenbuche, eigene neue Hypothekenbücher errichtet werden. Commiſſär hierfür iſt der vorhinnige Bürger⸗ meiſter Freſenius zu Langgöns beſtellt und es iſt derſelbe namentlich auch angewieſen worden, rückſichtlich aller derjenigen Hypotheken, in denen die Unterpfänder entweder nicht Unter Bezeich⸗ fehlt, Hypothekenbuche ihre gutfindende den, ſich deßhalb worden. nung der Gemarkung in der ſie liegen, oder der Pag. und find, dieſen Mangel unter gerichte von Ober⸗ und in die neuen Hypothenbücher zu bewirken. Dem⸗ gemäß werden alle Diej a) Schuldurkunden mi Gemarkungen Ober- beſitzen, die noch gar nicht im Hypotheken⸗ buche eingetragen b) Schuldurkunde mi enigen, welche t Unterpfänder aus den ſind, oder welche t Unterpfänder beſitzen, bei denen entweder nicht angegeben iſt, ob ſie in Ober⸗ oder Unterflorſtädter Gemar⸗ kung liegen, oder bei denen die Bezeich⸗ nung nach Pag. und aufgefordert, jene Urk Wochen, von heute an, unden ſogewiß binnen 6 bei dem genannten Com⸗ miſſare in Florſtadt vorzulegen, damit das Er⸗ forderliche wegen demnächſtigen Eintrages im gewahrt werden könne, auch Mitwirkung zu vollſtändiger und richtiger Bezeichnung der Unterpfänder in dem neuen Hypothekenbuche als ſie ſonſt die Nachtheile, welche daraus, daß beſtehende Pfandrechte in buch entweder gar nicht, o Bezeichnung der Unterpfänder eingetragen wer⸗ ſelbſt beizumeſſen haben, Niemanden in Anſpruch nehmen und namentlich einen Vorzug, einem etwaigen ſpäteren, in dem neuen Hypothekenbuche gläubiger gegenüber, nicht anſprechen können. Friedberg den 8. das neue Hypotheken⸗ der nicht mit richtiger eingetragenen Pfand⸗ Auguſt 1853. Gr. He Obligations Verlooſung der Gemeinde Rodenbach. (1253) Bei der heute ſtattgehabten Verloo⸗ ſung iſt No. 27 über 100 fl. rückzahlbar ge⸗ Inhaber dieſer Partial⸗Obligation wird hiermit g bis zum 1. November l. J. bei der Gemeindekaſſe dahier oder bei dem Handlungshauſe Hrn. Samuel Friedberg in Empfang zu nehmen, indem von da an keine weitere Zinſen vergütet werden. Rodenbach den 4. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Hetterich. aufgefordert, den Betra Grummetgras⸗Verſteigerung. (1315) Das Grummetgras von 6 Morgen Anthell an der fiscaliſchen Markwieſe zu Bauern⸗ heim wird Freitag den 2. September l. J., f Vormittags 11 Uhr, im Solz'ſchen Wirthshauſe zu Bauernheim ver⸗ ſteigert. Ockſtadt den 24. Auguſt 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein' ſches Rentamt Angerer. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1325) Dienſtag den 13. September d. J., Vormſttags 11 Uhr, wird in hiefigem Rath⸗ hauſe die ſtädtiſche Poljzeidienerwohnung in der Vorſtadt dahier, beſtehend in halbem Wohn⸗ hauſe mit gewölbtem Keller, Höfchen und Gärt⸗ chen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 24. Auguſt 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Stroh lieferung. (1326) Montag den 5. k. Mts., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 600 Gebund Kornſtroh in die Betten der ledig ca⸗ ſernirten Mannſchaft dahier, in dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths auf dem Sou⸗ miſſionsweg an den Wenigfinehmenden in Ac⸗ cord gegeben. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbe⸗ dingungen von heute an in obengenanntem Büreau eingeſehen werden können. Friedberg den 23. Auguſt 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Obderquartiermeiſter No. des ſofort den Uebertrag und Unterflorſtadt No. des Flurbuchs eintreten zu laſſen, „Landgericht Hofmann. Faſelochsverſteigerung. (1327) Donnerſtag den 1. September d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Oſſenheim gebörender Faſelochſe, ſchlachtbar, in hieſiger Bürgermeiſterei öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oſſenheim den 268. Auguſt 1853. Der Großhberzogl. Bürgermeiſter Ko p p. Lindheimer zu Bekanntmachung. (1328) Freitag den 2. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll die hieſige Feld und Waldjagd auf 6 Jahre an den Meiſtbietenden auf meinem Büreau öffentlich verpachtet werden. Münſter den 24. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter An ſchicks. Grummetgras-Verſteigerung. (1329) Das diesjährige Grummetgras von nachbenannten Freiherrl. v. Löw'ſchen Wieſen ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Credit bis Martini d. J. bewilligt werden, und zwar: I. zu Niedermockſtadt von 20 Morgen: Mittwoch den 31. d. M., Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Schöhl daſ.; II. zu Bauernheim von 9 Morgen: Donnerſtag den 1. September d. J., Vor⸗ mittags 8 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Höres daſ. und III. zu Florſtadt von 90 Morgen: An demfelben Tage, Nachmittags 1 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Wagner daſelbſt. Florſtadt den 26. Auguſt 1853. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Grummetgras-⸗Verſteigerung. (1830) Freitag den 2. September l. J., des Mittags um 1 Uhr, ſoll das Grummetgras von 3 Morgen Gemeinde-, von 4 bis 5 Mor⸗ 274 E- gen Pfarr- und 4½ Morgen herrſchaftlichen Schäfereiwieſen auf dem Rathhauſe zu Oberros— bach öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 27. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeister Blecher. Grummetgras-Verſteigerung. (1331 Freitag den 2. k. M., des Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſoll das der hieſigen Ge— meinde gehörige diesjährige Grummetgras von circa 5 Morgen Wieſen auf der Gemeinderaths⸗ ſtube dahier meiſtbietend verſteigert werden. Niederrosbach den 27. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Cuntz. Bekanntmachung. (1332) Bei der diesjährigen Verlooſung der Schwalheimer Kirchen- Obligationen ſind die Nummern 14, 20, 30, 46, 58, 81, 82, 106, 111, 114, 136 und 148 gezogen worden, welche am 1. Januar 1854 zurückgezahlt werden. Schwalheim am 18. Auguſt 1853. Das Presbyterium daſelbſt Engel. Grummetgras⸗-⸗Verſteigerung. (1333) Donnerſtag den 1. September l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, ſoll das der Gemeinde Florſtadt zuſtehende Grummetgras von eirca 180 Morgen Wieſen, meiſtbietend verſteigert werden. Florſtadt am 27. Auguſt 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Wagner. Grummetgras-Verſteigerung. (1334 Donnerſtag den 1. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das Grummetgras der hieſigen Gemeinde in Abtheilungen bei Gaſt⸗ wirth Walther verſteigert werden. Bauernheim den 24. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Walther. Grummetgras⸗Verſteigerung. (1335) Donnerſtag den 1. September d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll das Gemeinde-Grum⸗ metgras in Abtheilungen bei Gaſtwirth Schäfer meiſtbietend verſteigert werden. Oſſenheim den 24. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ko pp. Grummetgras-Verſteigerung. (1336) Freitag den 2. September d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, ſoll auf Ort und Stelle das hieſige Gemeinde⸗-Grummetgras öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Bönſtadt den 27. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Geibel. Privat⸗ Bekanntmachungen. D 8 K 2860 wirkt belebend und erhaltend auf die Geſchmeidigkeit und Weich⸗ 5.. Italieniæche 8 2 heit der Haut, und iſt daher Damen und Kindern, ſowie überhaupt Per⸗ 5 Kück ſonen von zartem Teint, zum Waſchen und Baden ganz beſonders zu em⸗ pfehlen. Für Friedberg befindet ſich das alleinige Depot bei P. F. Schmittner. — DNIOVN. Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab Friedberg jeden Mittwoch. 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