i f 9. Seife rati in Lon 2 Sf. Wee dalten dubern, bn ſom ode Intelligenz-Blatt ee Provinz Oberheſſen 10 Get i i dl. im Allgemeinen, f e 14 den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke 61 5 im Beſonderen. 8 9A. Mittwoch den 30. November 1853. 5 1 8 Das Großherzoglich Heſſiſche ſes Friedberg vorgebrachten Reclamationen, welche 5 feu 1 Irrkigern. Kreis S 50 heren Entſcheidungen abändern resp. beſtätigen, theile i 7 Treisamt Fried berg Ihnen zur Nachricht und unter de Empfehlung mit, die 7 Intereſſenten darnach zu bedeuten und das Erforderliche in Ihren Acten zu wahren. Die Enſcheidungen des Rekrutirungs⸗Raths von 1853, Friedberg am 17. November 1853. ber die bei demſelben von den Militärpflichtigen des Krei— de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Nr eri an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. N gdetreffend: Der im Jahr 1853 abzuhaltende Rekrutirungsrath in 7 der Provinz Oberheſſen. Entſcheidung 5 f Wohnort. Frühere Entſcheidung. des Recrutirungsraths— Vor⸗ und Zunamen. IL Re r ü; 1 Zugſchwerdt, Joh Heinrich] Münzenberg untauglich beim Eintreffen in Dienſt 18531 untauglich II. Conſcriptionspflichtige de 1335: Kuſter, Konrad Ilbenſtadt tauglich untauglich Brückmann, Wilhelm, da ſelbſt tauglich untauglich Schmidt, Georg Friedberg tauglich tauglich Klees, Chriſtoph daſelbſt tauglich tauglich 9 Weitzel, Eduard Leopold Bönſtadt tauglich tauglich ö Stephan, Wilhelm Weckesheim zweifelhaft untauglich tauglich 1 Münk, Jakob, Oberwöllſtaͤdt tauglich relativ tauglich Haas, Abraham Bönſtadt tauglich tauglich Wenzel, Karl Martin Butzbach tauglich tauglich Freitag, Joh. Ernſt daſelbſt tauglich tauglich Philippi, Johannes Maibach zweifelhaft untauglich tauglich Schmidt, Joh. Martin Södel relativ tauglich tauglich Becker, Johannes Münſter tauglich tauglich J Krämer, Lorenz Nierdermörlen zweifelhaft untauglich tauglich Roſenthal, Nathan Niederweiſel tauglich untauglich Winter, Konrad daſelbſt tauglich untauglich Häuſer, Philipp daſelbſt tauglich untauglich 18 Klee, Heinrich Chriſtian Wölfersheim tauglich temporär untauglich 19 Mayer, Herz Wohnbach tauglich untauglich 20 Gröninger, Georg Ockſtadt tauglich tauglich 21 Müller, Chriſtian Münzenberg tauglich tauglich 15⁵³ 28 Wieſenbach, Wilhelm daſelbſt tauglich untauglich 26 Fink, Joh. Eberhard Steinfurt zweifelhaft untauglich tauglich 27 Schimpf, Jacob Niederweiſel tauglich tauglich 32 König, Wilhelm Obermörlen Franz König 1. brachte für ſeinen Sohn ins Depot nach Art. 17 No. 1 Wilhelm beim R.⸗R. Depotanſpruch vor e 5 5 fei i inrich Pfei ü i er Depotanſpr J i 0 33 Pfeifer, Kaspar daſelbſt Sohn ae Pfeifer für ſeinen ba, Sehn dee. e 5 n. 1 ˖. aden ee e eee 5 34 Sopp, Philipp daſelbſt be e Sopp für ſeinen ſpätete Vorbringung picht gunmigend entschuldigt auch der Reclamant vermögend iſt, einen Stellver⸗ 8 8 g treter fur ſeinen Sohn zu ſtellen 35 Süß, Johannes Beyenheim desgleichen Heinrich Süß für ſeinen 15 an ruch wird als verſpätet vorgebracht, Sohn Joßauefz Sanne e Stagaden heimathsb ti d ist j Sommer, Joh. Philipp Staaden daher in die Lien von 1883 pe zum Nachlooſen zuzulaſſen. Erhielt beim Nachloo ſen die No. 107 B. Gießen den 5. November 1853. Der Gr. Rekrutirungs Rath der Provinz Oberheſſen er. gez. Küſch l An Dieſelben. Betreffend: Die Lungenſeuche in Büdesheim. Mit Bezug auf das Ausſchreiben vom 3. November benachrichtige ich Sie weiter, daß ſich die Lungenſeuche nur in den Ställen des Freiherrn von Edelsheim zu Büdesheim gezeigt hat und daß bis jetzt keine Anzeigen vorliegen, wo— nach ſich die fragliche Seuche weiter verbreitet hätte. Friedberg am 16. November 1853. de Beauclair, Klreisaſſeſſor. Ehrlich währt am Lüngſten. (Aus der Spinnſtube.) Es iſt himmelſchreiend, ſagte eines Abends der Schmiedjacob, wie die Leute gleich Alles über Bauſch und Bogen zuſammenwerfen, wenn ſie einmal von einem Spitz— buben geprellt werden! Dann heißt's gleich: Es gibt keine Ehrlichkeit mehr unter den Menſchen! Da kann ich mich immer fürchterlich ärgern, wenn ich ſo ein unbeſon— nenes, unbedachtes Wort höre! Geſtern ging mir's wie— der einmal ſo, und ich wollte eben dem, der das ſagte, den Kopf waſchen, als es ein Anderer übernahm durch die Erzählung einer Geſchichte, die er erſt kürzlich erlebt hatte. Die müßt Ihr uns doch auch wiedererzählen, ſagte Nachbar Veit. Warum nicht? war des Schmiedjacob's Antwort. Ihr wißt, ich war geſtern in der Stadt. Als ich meine Geſchäfte abgemacht hatte, ging ich in den goldenen Pflug, um ein halb Schöpplein Wein zu trinken und mich dadurch zu meinem Heimgange zu ſtärken, denn die alten Knochen wollen nicht mehr recht fort und der Stelz— fuß iſt auch keine Dampfmaſchine, die unſer Einen fort— zieht, wie auf der Eiſenbahn. Da ſaßen, weil es Sonntag Nachmittag war, eine große Anzahl Bürger an den Tiſchen und thaten, was ich auch thun wollte, nur im Generalmarſch und Sturm— ſchritt mitunter. Wie es da ſo geht— der erzählt Dies, der Andere Das. Erzählt auch Einer, wie ihm ein Schneider das Tuch zu einem neuen Rocke vertauſcht, das gute, was er ihm gegeben, verkauft und ſchlechteres dagegen gekauft und ein Erkleckliches dadurch profitirt habe. Da wurde denn der unehrliche Meiſter tüchtig durch eine ſcharfe und wohlverdiente Hechel gezogen, und der, dem es paſſirt war, ſagte: Ja, liebe Freunde, es gibt heutzutage keine Ehrlichkeit mehr in der Welt, und das Sprüchlein:„Ehrlich währt am Längſten“ muß ausge— ſtrichen werden! Viele ſtimmten gleich ohne Weiteres bei. Wie geſagt, mir lief ſchon die Galle über und ich wollte eben drein fahren, da erhob ein alter, wohlgeklei— deter Mann, deſſen ſchneeweißes Haar gewiß eine Krone der Ehren war, die auf dem Wege der Gerechtigkeit er— worben worden war, ſeine Stimme und ſagte: Man ſollte doch nicht gleich ſo das Kind mit dem Bade zum Fenſter hinausſchütten! So wird das Vertrauen nur mehr getödtet, deſſen wir in der Welt ſo ſehr bedürfen. Wie Eine Schwalbe keinen Sommer bringt, ſo macht auch Ein Spitzbube noch nicht, daß alle Menſchen Spitz— buben ſind. Ich muß da eine Geſchichte gegen Eure ſetzen, die in meiner Nachbarſchaft vor etwa vierzehn Tagen ſich ereignet hat. Ich ſehe, Ihr kennt ſie Alle nicht, ſonſt würdet Ihr einem ſo ungerechten Verdammungsurtheile nicht ſo, mir nichts, dir nichts, beigeſtimmt haben. Ihr Alle, oder doch Viele von Euch kennen den armen Schreiner Büttner in der Langgaſſe. Der Mann hat neun lebendige Kinder, von denen nur das älteſts, ein Mädchen, durch Nähen etwas zur Erhaltung der Fu milie beiträgt. Er iſt heruntergekommen, weil er eilen großen und koſtbaren Holzvorrath ſich nicht anſchaffeh kann und auch früher nicht konnte, obwohl er einer unſerer geſchickteſten Schreiner iſt und ebenſo dauerhaft als ge— ſchmackvoll arbeitet. Ueberdies haben die ſogenannten Möbelmagazine die armen, kleinen Meiſter faſt nur auf die Reparatur- und Bauſchreinerei herabgedrückt. Wie geſagt, der Mann iſt ſo arm, daß er oft Tage lang kein Brod für ſich und ſeine armen Kinderchen hat, die dennoch nicht betteln gehen, ſondern lieber den ſchwarzen Hunger leiden. Das hat man ſo gar nicht gekannt, wie es eben durch die Geſchichte herausgekommen iſt. Der Rath Völker, den Ihr Alle kennt, iſt ein alter, curioſer Kautz. Er iſt ſteinreich; aber er hat ſein Haus noch möbelirt, wie er es vor ſechs und vierzig Jahren einrichtete, als er ſich verheirathete, Die alten Möbel werden immer wieder geflickt, ge— leimt und ausgeſpannt. Wie auch ſeine Töchter jammern, er iſt nicht zu bewegen, daß er neue kaufe. Dieſe Möbel haben mir treu gedient, ſagt er; wie undankbar wäre es, wenn ich ſie jetzt in die Rumpelkam⸗ mer ſtellte? Mein Landesherr läßt mich, der ich auch ein altes Stück Möbel bin, im Amte, ſo lange er mich brauchen kann. Seinem Beiſpiele folge ich. Dankt er mich einmal ab, ſo wird gleich das ganze Haus neu möblirt. Bis dahin ſollen dieſe Geräthe, die mit mir alt geworden ſind, mir dienen. Ueberdies, ſagt er, iſt mir ſo heimlich in ihrer Nähe. Sie haben, wie treue Freunde, Glück und Unglück mit durchgemacht. Und wie der Arzt an mir flickt, daß die alte Hütte zuſammenhält, ſo ſoll der Schreiner an den alten Geräthen ſo lange flicken, als er es vermag. Nun hat der alte Herr einen Seeretär oder ſo ein Schreibpult, wie man es vor etwa achtzig Jahren machte, das er von ſeinem Vater noch ererbt hat, Der hat ſein ganzes Leben vielleicht daran geſchrieben und er nun auch. Oben hat es ein Schränkchen und zu beiden Seiten Schubladenreihen. Unten zieht man das Schreibe— brett heraus und dann rollt ſich eine runde Walze zurüch, die das Innere öffnet. Ganz unten ſind große Schub— fächer, wie an einer Commode. In dieſem uralten Geräthe hat nun ſchon gar lange Zeit ein Holzwurm ſeine Wohnung genommen, der Tag und Nacht unermüdlich an ſeiner Zerſtörung arbeitet. Der Rath hat ſtarkriechende Dinge hineingelegt; aber der Zerſtörer hat ſich nicht daran gekehrt. Er hat auch verſucht es auszuſchwefeln, um den Feind ſo zu tödten, das hat auch nicht verfangen wollen. ö Da läßt er denn vor etwa vierzehn Tagen den ehr— lichen Schreiner Büttner kommen und klagt ihm ſeine Noth, und ſagt ihm, daß, wenn er ihm das liebgewordene Schreibepult rette, den Zerſtörer tödte und das zernagte Holzwerk wieder herſtelle, er ihm fünfzehn Thaler geben wolle. Es begreift ſich leicht, daß der alte Herr, der des Mannes Noth kannte, ihm zugleich eine Wohlthat wollte zufließen laſſen. Büttner beſieht ſich das Pult und ſagt dann beſchei— den, wie er iſt: Herr Rath, da alte Liebe nicht roſtet, ſo muß man auch den Gegenſtand zu ſchätzen und zu erhalten ſuchen. Ich will's verſuchen. Gelingt's, ſo ſoll's mich doppelt freuen, weil ich Ihnen etwas Angenehmes er— weiſe und ein ſehr ſchönes Stück Geld verdiene, was mir, bei meinen neun geſunden Miteſſern, wahrlich Noth thut. Glaub's wohl, ſagte der Rath, und damit er mit Luſt und Liebe dran geht, will ich ihm gleich fünf Thaler 2376 0 ſtzt der Racker Dieſe W zu erſczen, t auszuſprechen ſührt; denn d Händen zu zer Mit geh' ohne den ganz der Freude ſe Behauſung de kehrt dann zu er genauer n ſtecktes, heiml in ſolchen Di. erſtaunt er, al angefüllt ſieht Faſt zit — hbellglaͤnzet Bekanntm. * E di (1762) Gr. heſſen hat über Narguth zu Bu Igommenen ste f, den förmliche AMungen jeder Uusſchluſſes von Mittwoch den f mi wier anzumelde Vorzugsrechte 90 Im Fale eir blen die nicht Leſchlüſſen der helend angeſebe Butzbach de Ebe Oeffent (1789) Di Maximilian z. achtersbach — 2 2 5 . Ein alter A bein Hu wierzig Jahre der geflickt, g. Mer jammern „ agt er; wi de Aumpelkan ich auch ei auge er mie Dankt e t Haus ger die mit mir al gte er, iſt mir i c ttue teure Ind wie der 25 enhält, ſo ſolf lange flicken, alt cinen Secretaſf etwa achtzig och ererdt hal geſchrieben um und zu beiden n das Schreibe de Dalze zurüch große Schub, con gar langs amen, der Tag arbeitet. 0„elend Untin elch Er hot Feind ſo zu Tagen den ehr⸗ agt ibn feine: b biebgewordene es zernagte Taler geben bert, der des that wolle t dann beſcht⸗ yt roſtet, ö ud zu erhalt Vorſchuß geben, zumal er ja auch J 0 N f h Jemand haben mu der ihm das Schreibepult in ſeine Werkſtatt tragen hüt Der arme Büttner nimmt mit hei 5 heißem Danke das Geld und geſteht dem alten Herrn mit Thränen, daß er und ſeine Familie ſeit geſtern Abend keine Brod im Hauf n Mund voll rod im Hauſe gehabt hätten. e Nun wird das Pult geholt, und d a holt, er Rath ſagt zu ſeiner kreuzbraven Frau: Schick' mir gleich ae 8 an Eßwaaren, was du auf- und losbringen nuſt. Das geſchieht getreulich und nicht mit knickernder Hand, und mit dem Schreibepult kommt Segen und Freude in den Kreis der darbenden Familie. Da nun der Meiſter an Arbeit keinen Ueberflu macht er ſich gleich dran, und nimmt das B50 ander, um den Sitz des mörderiſchen Holzwurmes zu ent— decken. Es gelingt ihm zu ſeiner Freude, den Feind in einer Seitenwand aufzufinden, gerade unter der Walze, zu deren Seite innen wieder zwei Reihen kleiner Schub— laden herablaufen, die die Walze, wenn ſie verſchloſſen wird, ebenfalls deckt. Zwiſchen dieſen Reihen Schubläd⸗ chen iſt eine Niſche, und in der linken Wand dieſer Niſche ſitzt der Racker. Dieſe Wand heraus zu nehmen und durch eine neue zu erſetzen, iſt nun die Aufgabe, die ich aber hier leichter auszuſprechen im Stande bin, als ſie der Meiſter aus— führt; denn die ganze Geſchichte droht ihm unter den Händen zu zerbrechen. Mit gehöriger Vorſicht gelingt es ihm indeſſen doch, ohne den ganzen Bau des Schreibpultes zu zerſtören. In der Freude ſeines Herzens wirft er auf der Stelle die Behauſung des verhaßten Holzwurms in den Ofen und kehrt dann zu der Lücke zurück; aber wie erſtaunt er, als er genauer nachſieht! Da iſt ein außerordentlich ver— ſtecktes, heimliches Schubfach, an das er, obwohl Kenner in ſolchen Dingen, hier nicht gedacht hätte. Noch mehr erſtaunt er, als er das Schubfach mit lauter kleinen Rollen angefüllt ſieht! Faſt zitternd ergreift er eine davon; öffnet ſie und — hellglänzendes Gold leuchtet ihm in die Augen!— 2377. Welch' ein Reichthum! rief er aus— und welche Armuth! mußte er, an ſich und die Seinen denkend, hin— zuſetzen. Da flüſterte ihm der Verſucher ins Ohr: Der alte Nath wußte und weiß es nicht. Er hat doch genug, und es thut ihm nicht wehe, es zu entbehren. Du koönnteſt dadurch dich und deine Familie glücklich machen. Behalt's! Tauſend Andere hätten ſich vielleicht nicht lange beſonnen und wären der Verſuchung anheimgefallen. (Schiuß folgt.) Die Contraſte des Bühnenlebens. In einer preußiſchen Provinzialſtadt(Poſen) ſtirbt kürzlich der Director des Theaters. Die Garderobieère, aus Trauer, betrinkt ſich. Sie will eine Treppe hinun⸗ terſteigen und bricht ſich den Hals. Während der eine Todte im Hintergebäude der Bühne ruht, der andere Leich— nam im Blute ſchwimmend gefunden wird, ſpielt die Truppe unter Gelächter des Publikums die Poſſe:„Wenn Leute kein Geld haben. Kann es ein ſchauerlicheres Bild der Tragikomödie des Bühnenlebens geben? Die ſocialen Mephiſtos. Wie jedes Glas einen Ton hat, durch deſſen Angabe im fortgeſetzten Crescendo man es ohne Berührung zuletzt ſprengen kann, ſo ſuchen ſchlaue Menſchen jeder ihnen be— gegnenden Perſönlichkeit durch Ergründung des geheimſten Zusammenhangs ihrer geiſtigen Textur ſogleich als ſiegreiche Meiſter beizukommen. Warnung. (In Vorzimmern zu bedenken.) Hüte dich, in einer dir gemeſſenen Friſt zu viel ſagen zu wollen! Du willſt die kurze Zeit vielleicht vor einem Großen und Mächtigen) nutzen, willſt gern vollſtändig ſein, ganz erſchoͤpfen und erſcheinſt— geſchwätzig. Die Gele— genheit, ſo kurz am Kragen gefaßt, läßt dich anders er— ſcheinen als du biſt. In ſolchen Fällen iſt Schweigen, wie ſo oft, die beſſere Beredtſamkeit. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edictalladung. (1762) Gr. Hofgericht der Provinz Ober⸗ beſſen hat über das Vermögen des Johannes Marguth zu Butzbach, welches nach dem auf⸗ genommenen status um 2049 fl. überſchuldet iſt, den förmlichen Coucursprozeß erkannt. For⸗ derungen jeder Art ſind deßhalb bei Meidung Ausſchluſſes von der Maſſe im Termine Mittwoch den 21. Dezember d. J., Vor⸗ mittags 9½ Uhr, 5 dahier anzumelden, zu begründen und etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen Im Falle eines gütlichen Uebereinkommens ſollen die nicht erſcheinenden Gläubiger als den Beſchlüſſen der Mehrheit der Erſcheinenden bei⸗ tretend angeſehen werden. Butzbach den 4. November 1853. Großherzogl. Landgericht Ebel. Dr. v. Schmalkalder. Oeffentliche Aufforderung. (1789) Die dem Herrn Grafen, Ferdinand Maximilian zu Yſenburg und Büdingen zu Wächtersbach in der Gemarkung Rockenberg zuſtehende Grundrente im geſetzlichen Geldan— ſchlage von 46 fl. 21 kr., ſoll nach den deß⸗ falls beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen ab⸗ gelöst werden. 5 Es werden deßhalb alle bei dieſer Ablöſung, bekannte und unbekannte, Betheiligte hierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche bin⸗ nen 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, gegenfalls die Auszahlung des Ab⸗ löſungskapitals an den genannten Herrn Grafen Ferdinand Maximilian zu Jſenburg und Bü⸗ dingen in Wächtersbach geſtattet werden wird. Butzbach den 17. Nobember 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Ebel. Brod⸗, Oel⸗, Sohlen- und Fleck⸗ lieferung. (1790) Donnerſtag den 1. k. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird: a) die Brodlieferung auf's 1. Semeſter kom⸗ menden Jahres, bp) die Oellieferung desgleichen, und c) die Lieferung der Sohlen und Flecken auf das Jahr 1854, für die Garniſon dahier in dem Bureau des Bataillons⸗Verwaltungsraths, auf dem Sou⸗ miſſionswege an die Wenigſtnehmenden lin Ac⸗ cord gegeben. r dN ede r** Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in obengenanntem Bureau eingeſehen werden können. Friedberg den 20. November 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. [Butzbach] Verkauf von Oefen, Ofen— ſteinen ꝛc. (1792) Donnerſtag den 1. Dezember l. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in der hie⸗ ſigen Reitercaferne 34 Stück Oefen, 16 Stück runde Ofenſteine, 16 Stück hölzerne Kaminthü⸗ ren, 6 alte Fenſter und eine Parthie altes Gebölz, meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigert werden. Butzbach den 19. November 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1790) Freitag den 2. k. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Büreau des Bataillons⸗ verwaltungsraths dahier die Schloſſer-, Schrei⸗ ner⸗,Spengler⸗,Bürſtenbinder⸗„Sattler⸗„Küfer⸗, Dachdecker- und Glaſerarbeiten, welche in der Garniſon dahier in dem Jahre 1854, 1855 und 1856 vorkommen, ſowie das Schröpfen erkrank⸗ ter Soldaten, auf dem Soumiſſionsweg an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Accordsbedingungen von heute an in obengenanntem Bureau eingeſehen wer— den können. Friedberg am 20, November 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (188) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß im Laufe des Monats März 1854 in den Rockenberger Markwaldun⸗ gen circa 219 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 37„„ Prügelholz, 1868 Stück Buchen⸗Wellen, zur Verſteigerung kommen werden. Gießen den 26. November 1853. Das Gr. Forſtamt v. Buſeck. Holzboer kauf. (1835) Auf dem Gräfl. Solms⸗Rödelbei⸗ miſchen Bergwerk bei Bauernheim ſollen Mitt⸗ woch den 7. Dezember l. J., Vormittags um 10 Uhr, über 70 Stecken Brennholz und 5 Haufen Zimmerſpähne, meiſtbietend verkauft werden, wozu man Kaufliebhaber hiermit ein⸗ ladet. Oſſenheim am 27. November 1853. Der Bag Bergrentmeiſter . Nee Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ge ſu ch. (1838) Eine tüchtige Haushälterin, welche ſchon auf mehreren großen Gütern conditionirte und die beſten Zeugniſſe aufweiſen kann, ſucht eine Stelle. Das Nähere bei der Expedition dieſes Blattes. Geſchäftsleute, (767) die draußen auf dem Lande viel verkehren, viele Bekanntſchaften beſitzen und ſich Vertrauen bewußt ſind, können einen guten Ver⸗ dienſt auf eine leichte Art erlangen. Näheres auf frankirte Briefe bei dem Kauf⸗ mann Ferdinand Weiß in Hanau a. M. V Dr. Borchardt's arom. med. on Kränter⸗Seife(à 6 Sgr. pr. Packetchen) zur Verſchönerung und Verbeſſe— rung des Teints und erprobt gegen alle Haut⸗ unreinheiten; Dr. Suin de Bontemard's arom. 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