* d. ee — dichsdorf veißen. Arg Thurm auter: Seife n Paſig nden: Oel Nan, Friedberg Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 39. Sonnabend den 30. Juli 1853. Amtlicher Theil. Einladung. Sämmtliche Mitglieder des ehemaligen landwirthſchaft⸗ lichen Bezirks⸗Vereins des Kreiſes Friedberg, welche dem jetzigen Kreiſe Friedberg angehören, ſowie alle Freunde der Landwirthſchaft, werden hierdurch zur Beſprechung verſchie⸗ dener wichtiger Gegenſtände auf Samſtag den 6. Auguſt d. J., Nachmittags 2 Uhr, auf das hieſige Rathhaus ein⸗ geladen. Hierbei ſpreche ich den Wunſch aus, daß ſich die Herrn Bürgermeiſter an dieſer Verſammlung betheiligen möchten. Friedberg den 22. Juli 1853. Gr. Kreisamt Friedberg de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Ex nem ungen. Zu Bürgermeiſtern und Beigeordneten wurden weiter ernannt: Beienheim: ſeitheriger Bürgermeiſter Muth zum Bürger⸗ meiſter; Heinrich Schönwolf zum Beigeordneten. Friedberg: ſeitheriger Bürgermeiſter Bender zum Bürger— germeiſter; Beigeordnete Philipp Preuſſer zum erſten Beigeordneten; Hoftapezier Johannes Falk zum zweiten Beigeordneten. Florſtadt: Gemeinde-Einnehmer Wagner zum Bürgermeiſter; Heinrich Chriſtian Merz zum Beigeordneten für Nie⸗ derflorſtadt; ſeitheriger Beigeordneter Faß zum Beigeordneten für Oberflorſtadt; Hauſen: ſeitheriger Bürgermeiſter Spaar zum Bürger— meiſter; Chriſtoph Schraub zum Beigeordneten. Niederrosbach: Simon Cunz II. zum Bürgerweiſter; Heinrich Simon II. zum Beigeordneten. Niederweiſel: ſeitheriger Bürgermeiſter Haub zum Bürger⸗ meiſter; ſeitheriger Beigeordneter Geibel zum Beigeordneten. Obermörlen: Anton Nikolai zum Bürgermeiſter; Joſeph Schweitzer zum Beigeordneten. Oppershofen: Gemeinde-Einnehmer Johannes Weil zum Bürgermeiſter; 5 ſeitheriger Beigeordnete Peter Rolly zum Beigeordneten. Oſſenheim: ſeitheriger Bürgermeiſter Kopp zum Bürger⸗ meiſter; ſeitheriger Beigeordneter Stumpf zum Beigeordneten. Oſtheim: Beigeordnete Johannes Schneider III. zum Bür⸗ germeiſter; Jakob Winter II. zum Beigeordneten. Staden: ſeitheriger Bürgermeiſter Opper zum Bürgermeiſter; Heinrich Hammel zum Beigeordneten. Wiſſelsheim: Georg Huber zum Beigeordneten. Wölfersheim: ſeitheriger Burgermeiſter Allwohn zum Bür— germeiſter; ſeitheriger Beigeordnete Heinrich Peter Dorſch zum Beigeordneten. Wohnbach: ſeitheriger Bürgermeiſter Philippi II. zum Bür⸗ germeiſter; Conrad Lung II. zum Beigeordneten. Dieſes wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht. Friedberg den 26. Juli 1853. Gr. Kreisamt Friedberg de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Das öde Landhaus. Ein Reiſeabenteuer. (Fortſetzung.) „Denken Sie ſich meinen Schrecken, Madame!“ fuhr Roſine fort und kehrte ihr runzelvolles Geſicht nach mir um, welches noch unter der Erinnerung jenes Entſetzens zuckte.„Ich glaubte, ich müſſe in den Boden ſinken! Einen Augenblick ſtand ich ganz wie verſteinert, dann be— gann ich in meinen Taſchen zu ſuchen.„Wo mag nur der Schlüſſel ſein?“ ſagte ich und that als ob ich ihn ſuche, aber mein Geſicht verrieth mich und meine Stimme bebte ſo, daß er mich durchſchaute. Ich bin überzeugt, er wußte von dieſem Angenblicke an Alles, denn er blickte mich ſcharf an, wobei ſein Geſicht erdfahl wurde; dann ſagte er mit ruhiger tiefer Stimme zu mir:„Es liegt nichts an dem Fächer; ich werde einen andern nehmen! Aber Du biſt krank, Roſine; Du haſt Philipp's Fieber geerbt; Du mußſt Dich ſogleich zu Bett legen. Komm her, ich will Dich ſelber auf Dein Zimmer führen!“— „Ich bin nicht krank, Herr Graf!“ ſtammelte ich; allein er kehrte ſich nicht an meine Einwendung, faßte mich mit eiſerner Fauſt am Arm und zerrte mich die Treppe hin— auf— ich ſage: zerrte, denn ich hatte kaum Kraft genug, auf den Füßen zu ſtehen und er mußte mich eher fortziehen als fuͤhren. Als er mich in mein Zimmer ge— bracht hatte, ſagte er in ſehr bedeutſamem Tone:„Er— innere Dich, daß Du in Gefahr ſtehſt. Wenn Du nicht ſehr vorſichtig biſt, wird das Fieber Dir ſehr verhängniß— voll werden. Lege Dich zu Bette und halte Dich ganz ſtill, bis ich wieder nach Dir ſehe, oder Du wirſt den Morgen nicht mehr erleben!“ Damit drückte er die Thüre zu und verſchloß ſie hinter ſich; ich hörte noch, wie er den Schlüſſel herauszog und die Treppe hinunterging. Dann muß ich ohnmächtig geworden ſein, denn als ich wieder zu mir kam, war es beinahe ſtockfinſtere Nacht, ich lag am Boden und konnte mich anfangs auf gar Nichts beſinnen. Als meine Erinnerung nach und nach wieder— kehrte, kroch ich in's Bette, druckte mein Geſicht tief in die Kiſſen und ließ meiner Angſt und meinem Schmerz in Thränen und Seufzern den Lauf, denn ich liebte meine Gebieterin, Madame, und Herrn Eugen, und ich ahnte, daß ihnen Beiden ein großes Unglück bevorſtand. Ich er— wartete, der Graf werde das Kloſett erbrechen, und Einer von ihnen oder alle Beide werde erſchlagen werden, und ich zweifelte dann nicht, daß dieß bei ihrem jetzigen Zu—⸗ ſtande auch der Gräfin das Leben koſten würde. Sie können ſich alſo denken, was für eine Nacht ich zubrachte, Madame; bald weinte, bald horchte ich, aber ich konnte nichts Ungewöhnliches hören, und begann endlich zu fürchten, der Kampf habe ſtattgefunden, während ich ohn— mächtig dagelegen habe. Aber wie hatte er geendet? Ich hätte eine Welt darum gegeben, wenn ich es gewußt hätte; allein ſo war ich hier auf meiner Stube, eine Ge— fangene, und mußte fürchten, mein Loos noch ſchlimmer zu geſtalten, wenn ich Lärm mache! „Sehen Sie, Madame, mir war als wolle der Mor— gen gar nicht anbrechen; endlich aber ging die Sonne auf und ich hörte die Leute im Hauſe munter werden. Auch war mir, als hörte ich ein ungewöhnliches Geräuſch und Herumrennen, eine ungewohnte Geſchäftigkeit im Hauſe, das Rollen von Wagen, den Hufſchlag von Pfer— den im Hofe, wie wenn man den Wagen herausführe. Wohin wollte meine Herrſchaft wohl gehen? Ich konnte mir's zwar nicht denken, aber im Ganzen war ich doch zufrieden damit, weil ich mir einbildete, das Zuſammen— treffen und die Erklärung habe nun ſtattgehabt und der Graf wolle das Haus verlaſſen, was mich unter dieſen Umſtänden nicht befremden konnte. Ich bildete mir ein, er habe um ihretwillen Eugen geſchont, und in dieſem Glauben ward ich noch beſtaͤrkt durch meinen Herrn, welcher gleich nachher in mein Zimmer kam und ſagte: „Deine Gebieterin iſt verreist, weil ich fürchtete, ſie moͤchte Dein Fieber erben. Du ſollſt ebenfalls aus dem Hauſe geſchafft werden, ſobald ich es für paſſend halte; einſtweilen erinnere Dich, daß Dein Leben davon abhängt, daß Du 236 e- Dich ruhig hältſt!“ Er ſtellte mir einen Laib Brod und eine gefüllte Waſſerflaſche auf den Tiſch und ging, die Thüre wieder hinter ſich verſchließend. Ich geſtehe, trotz meiner Anhänglichkeit an Herrn Eugen dauerte mich doch auch der Graf unwillkürlich! Wie ſehr hatten ihn die Er— lebniſſe dieſer einzigen Nacht entſtellt! Seine Wangen waren hohl, die Augen tief eingeſunken, ſeine Züge ver⸗ zerrt und verſtört, und ſeine Geſichtsfarbe ganz die einer Leiche. Es war für ihn gewiß auch ein tödlicher Streich, denn ich wußte, er liebte meine Gebieterin leidenſchaftlich. Dieſer Tag, Madame, verging mir ruhiger als ich erwartet hatte; als aber mein Geiſt etwas ruhiger ward wegen meiner Gebieterin, begann ich einigermaßen an mich ſelbſt zu denken, und fragte mich betroffen, was denn der Graf mit mir vorhabe. Mir ſchwante, daß er mich wo⸗ möglich nicht mehr mit ihr zuſammenbriugen würde, und dieß allein war mein größter Kummer; dann kam mir der Argwohn, er wolle mich vielleicht irgendwo auf Lebenszeit einſperren, vielleicht in ein Kloſter oder in ein Irrenhaus! — Kaum war dieſe Idee gekommen, ſo wuchs ſie in mir immer mehr heran, bis ſie mich vor Entſetzen beinahe wahnwitzig machte, und ich faßte den Entſchluß, auf die Gefahr hin meinen Hals zu brechen, in der Nacht den Verſuch zu machen, ob ich nicht durch das Fenſter ent⸗ ſpringen könne. Es lag an der Seite des Hauſes, und war nicht ſehr hoch; überdieß befanden ſich unter dem⸗ ſelben Blumenbeete von weicher Erde, welche die Gewalt meines Falls brachen. Ich dachte, wenn ich das Bettzeug zuſammenbinde, den ſo gebildeten Strick an einer eiſernen Stange befeſtige, welche das Gartenfenſter theilte, und mich daran herablaſſe, ſo müſſe ich den Boden wohlbe⸗ halten erreichen. Ich war ein kleines Geſchöpf, und ob⸗ wohl die getheilte Fenſteröffnung nicht weit war, bot ſie doch Raum genug, um mich durchzulaſſen; und als Alles ruhig und nach meiner Schätzung Jedermann im Hauſe zu Bette war, machte ich den Verſuch und dieſer gelang. Ich mußte nur die paar letzten Ellen hinabſpringen und ſank bis über die Knöchel in den weichen Boden ein; allein daran lag mir Nichts— ich war frei, gab Ferſen⸗ geld und lief aus Leibeskräften zu meiner Mutter, welche in der Nähe in einem kleinen Häuschen wohnte,— ſehen Sie dort drüben, jenſeits der Straße. Und nachdem ich ihr erzählt, was mir begegnet war, brachte ſie mich zu Bette und wir verabredeten, wenn irgend Jemand komme und ſich nach mir erkundige, ſo ſo ſolle ſie nur ſagen, ich liege am Fieber darnieder und könne Niemanden ſprechen. Ich wußte wohl, daß man mit Tagesanbruch mich ver— miſſen, weil der Graf mich ohne Zweifel in meinem Zim⸗ mer aufſuchen würde, und überdem mußte man ja die Bettlaken vor dem offenen Fenſter hängen ſehen. Schluß folgt.) Mobil! 170) Dien Aftags 2 Uhr, uud wegen W Würger Chriſt Vopuung ver dals: Tiche, ellen, Fäſſer, Peri, ſowie ſo Ich meiftbieten Friedberg Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. I ⏑ Oeffentliche Aufforderung. 1169) Johannes Nau aus Hauswurz iſt dahier arretirt worden, weil folgende Gegen— ſtände, die er von einem ihm unbekannten Manne erkauft haben will: ein Paar graue Buckskin⸗ hoſen mit ſchwarz und weißer Borde, eine Ca— ſimirſhawl mit gewirkten Streifen und Franſen, ein weißer gehäkelter Kanapeeſchoner mit weißen Franſen, eine braune gedruckte Kinderſchürze, zwei farbige Schmutzkittelchen für Kinder von Baumwollenzeug, ein Bieberunterröckchen für Kinder, ein wollenes blau und rothes kleines Halstüchelchen, ein farbiges altes Taſchentuch, ein carrirtes baumwollenes Halstuch mit Fran⸗ ſen, ſieben verſchiedene Mannshemden, theils von Leinwand, theils von Shirting, Alle noch gut, gezeichnet: J: R; P. N; J. Di n ihm gefunden worden ſind. Es iſt zu ver— muthen, daß dieſe Gegenſtände entwendet wor— den und insbeſondere ſcheinen die verſchiedenen Namenszeichen auf den Hemden darauf hinzu— deuten, daß die Entwendung bei einer Wäſcherin geſchehen ſein möge. Alle, welche Auskunft hierüber zu geben ver— mögen und insbeſondere die Eigenthümer der verzeichneten Gegenſtände, werden aufgefordert, ſchleunige deßfallſige Anzeige bei dem unter- zeichneten Gerichte zu machen. Friedberg den 25. Juli 1853. Großherzogl. Landgericht Hofmann. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1157) Montag den 1. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag der Heinrich Briels Wittwe deren nachbeſchriebene Hofraithe, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 48 No. 284 Hofraithe, als: Wohnhaus, Scheuer und Ställchen, an Adam Schleuning und Jo— hannes Windecker, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 23. Juli 1853. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Immobiliar-Verſteigerung. (952) Montag den 8. Auguſt d. J., Vor⸗ Det? Be (1170) Gewerbſteuer fudet den 3 an und den in dem hiefi Skuer⸗Com: alle hieſigen Vohnungs⸗ ergeben hat ſtgeben ſollt dem oben be das Nöthige wird, da ſpäl ligkeiten ver. Friedber St 1172) mittags um bieſigen daz bund Rogge an den Wi Die Beding Offen. Friedber 1 (1173) in der Kirch zum Augleihe u der ie in mir den beinahe eb, auf die der 73 I 8 lacht den er ent⸗ es, und unter dem⸗ * die Gewalt das Bettze ver eng eiker eiſernen welle, und mittags 11, Uhr, werden in bleſigem Rathhauſe au freiwilligen Antrag der Curatoren der Engel 120 Renz dahier deren nachbeſchriebene Immo en: Gemarkung Stadt Friedberg: Pig. 62 Nr. 187% die ſog. Hospitalkirche mit Nebenbau an der Uſa neben dem Hospitalhof ſammt 4 b Hofraum und Hausgarten, oͤfentlich meiſtbietend verſteigert, wobei bemerkt wrd, daß dieſe Gebäude wegen ihrer vortheil— haften Lage am Uſafluß ſich zu einer Fabrik⸗ und ſonſtiger Geſchäftsanlage eignen. Friedberg den 22. Juni 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Jagdverpachtung. (412) Dienſtag den 16. Auguſt d. I., Nachmittags 2 Uhr, ſoll die v. Ritter'ſche Jagd in ſog. Hinterwald, Gemarkung Hof Haſſeleck, un circa 188 Morgen, im Gaſthaus zu den diei Schwertern dahier unter den bei der Ver⸗ ſhigerung bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, dozu Jagdliebhaber einladet Friedberg den 20. Juli 1853. In Auftrag: Faatz. Mobiliar⸗Verſteigerung. 4170 Dienſtag den 2. Auguſt d. J., Nach⸗ rittags 2 Uhr, werden auf freiwilligen Antrag und wegen Wohnſitzveränderung des hieſigen Lürgers Chriſtian Friedrich Wagner in deſſen Vohnung verſchiedene Mobiliar⸗Gegenſtände, as: Tiſche, Stühle, Commode, Schränke, Bett⸗ ſellen, Fäſſer, Bütten, Porcellain und Glas⸗ berk, ſowie ſonſtige Hausgeräthſchaften, offent⸗ ich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 27. Juli 1853. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Ben dee r. Bekanntmachung. 4171) Die Regulirung der Perſonal- und Zewerbſteuer für die Stadt Friedberg pro 1854 indet den 3. Auguſt von Nachmittags 2 Uhr m und den 4. Auguſt von Morgens 7 Uhr an a dem hieſigen Rathhauſe durch den Großh. Steuer⸗Commiſſär ſtatt. Es werden deßhalb ale hieſigen Einwohner, bei denen ſich eine Vohnungs⸗ oder Gewerbeveränderung bereits ergeben hat oder noch bis Ende dieſes Jahres rgeben ſollte, hiermit aufgefordert, dieſes in dem oben bemerkten Termin anzuzeigen, damit ſas Nöthige in dem Steuercataſter gewahrt Bird, da ſpätere Reclamationen nur mit Schwie⸗ rigkeiten verbunden find. Friedberg den 27. Juli 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Stroh⸗ Lieferung. (1172) Dienſtag den 2. Auguſt d. J., Vor⸗ nittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des zieſigen Lazareths die Lieferung von 100 Ge⸗ und Roggenſtrob auf dem Soumiſſionswege in den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Die Bedingungen liegen daſelbſt zur Einſicht offen. Friedberg den 25. Juli 1853. In Auftrag: Hoffmann, Lieutenant. 1200 Gulden (1173) liegen, ſtückweiſe oder im Ganzen, in der Kirchenkaſſe zu Büdesheim, Kreis Vilbel, zum Ausleihen bereit. Rappolt, Pfarrer. * Schaafpferche-Verpachtuug. (1174) Montag den 1. August d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaafpferche, welche den 3. Auguſt ihren Anfang nehmen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 27. Juli 1853. f Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (1175) Freitag den 5. Auguſt, Vormittags um 9 Ühr, ſollen in der Behauſung der An⸗ dreas Hinkel II. Wittwe in Vilbel nachſtehende Gegenſtände, als: 3 vollſtändige Keltern, 23 Stückfäſſer, 5 Zulaſt, 4 Zweiohmfäſſer, mehrere verſchiedene kleinere Fäſſer, einige Bütten, 2 Schrotleitern, 2 Butten, 2 Eicher, 1 Brenke, 1 Trichter und 1 Meſ⸗ ſingkrahnen, öffentlich freiwillig meiſtbietend verſteigert werden. Vilbel den 26. Juli 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Hinkel. Grasverſteigerung. (1170) Künftigen Montag den 1. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rath⸗ hauſe das Gras in der gemeinheitlichen Wim⸗ bach von 4 Morgen 81 Klafter in drei Abthei⸗ lungen, öffentlich an die Meiſtbietenden verſtei⸗ gert. Niederwöllſtadt den 27. Juli 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Stoll. Bekanntmachung, betreff.: abermalige Holzverſteigerung in dem Gemeindewald der Gemeinde Ockſtadt. (1177 Da die am 21. Juli I. J. abge⸗ haltene Holzverſteigerung in den drei Schlägen No. 2, 4 und 5 die Genehmigung nicht erhalten hat, kommt Montag den 1. Auguſt nachſtehen⸗ des Holz nochmals zur Verſteigerung: 1. In dem Schlag No. 2: 16 Stecken Eichen⸗Stockholz, 538 Stück Eichen- und Birkenwellen. II. In dem Schlag No. 4.: 425 Stück Buchen⸗Reisholzwellen, 3062„ Eichenwellen. III. In dem Schlag No. 5.: 1% Stecken Kiefern⸗Prügelholz, 900 1„ Stockholz, 2575 Stück Eichen- u. Birken⸗Reißholzwellen, 75„ Kiefernwellen. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteigerung iſt präcis 9 Uhr am ſog. Kuhtränksbrunnen. Ockſtadt den 26. Juli 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Gröninger. Bekanntmachung, betreffend Holzverſteigerung in dem Gemeinde⸗ wald der Gemeinde Obermörlen. (1178) Donnerſtag den 4. Auguſt l. 8 werden in den Diſtrikten Forſtgarten und Kunſt⸗ bach des obengenannten Waldes an die Meiſt- bietenden öffentlich verſteigert: 73% Stecken geſchältes Eichen Scheitholz, 327„ 1„ Prügelholz⸗ 24312 Wellen geſchältes Eichen⸗Reisholz, 8 Wagen 16 Läſte Schlagabraum, 42 geſchälte Eichen⸗Stangen zu Werkholz, 2225 9„„zu Baumſtützen. Zuſammenkunft im Diſtrikt Forſtgarten präcis 8 Uhr. Obermörlen den 27. Juli 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Reg i. Verſteigerung. (41179) Mittwoch den 3 Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Wagner zu Lich die Lieferung von 18 Stück eichenen War⸗ nungspfählen in das Baumagazin zu Grünberg unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. Grünberg den 25. Juli 1853. Großh. Kreisbauamt. In Verhinderung des Gr. Kreisbaumeiſters Poſeiner II. . N Privat- Bekanntmachungen. 30 0 0 0 Gulden (1114 ſiegen zum Ausleihen auf Kaufſchil⸗ linge ſowohl als auch auf gute Obligationen in Auftrag bereit bei Friedberg. Jakob Finkernagel. Annonce. (11310 Das große Badiſche Anlehen von 14 Million Gulden vom Staat errichtet und von den Landesſtänden garantirt, iſt rückzahlbar durch Gewinne von Amal fl. 50,000, 54 mal fl. 40,000, 12mal fl. 35,000., 23mal fl. 15,000. und 55mal fl. 10,000. Die nächſte Verlooſung findet am 31. Au⸗ guſt 1853 ſtatt und erläßt hierzu unterzeichnetes Handlungshaus Actien à fl. 1. 30 kr. unter Zuſicherung prompter Einſendung der Ziehungs⸗ liſte. Jedermann, der Fortuna auf ſolide Art verſuchen will, können wir dieſes Anlehen em⸗ pfehlen. Julius Stiebel jun.& Comp., Bangquiers in Frankfurt a. M., Ein Logis (1133) hat zu vermiethen Chriſtian Bender, Schloſſermeiſter. Schwarzſeidenes Sammtband (113) in allen Breiten wieder vorräthig bei Eduard Oehler, Zeil 38 in Frank⸗ furt a. M Wohnungsveraͤnderung. (1143) Meinen hieſigen und auswaͤrtigen Geſchäftsfreunden zeige ich hierdurch ergebenſt an, daß ich meine ſeitherige Wohnung in der Vorſtadt verlaſſen und nunmehr das von mir erkaufte Wagner'ſche Wohnhaus in der Kirch— ſtraße bezogen habe und bitte das mir ſeither geſchenkte Geſchäftsvertrauen auch ferner mir zuwenden zu wollen. Gleichzeitig verbinde ich hiermit die Anzeige, daß ich in meinem Wohnhauſe im zweiten Stock ein ſchönes vollſtändig möbelirtes Zimmer an einen ledigen Herrn miethweiſe abgeben werde, welches ſogleich bezogen werden kann. Friedberg den 21. Juli 1853. Andreas Rau, Herrnkleidermacher. Weißrübſamen (1128) verkauft Ein Logis (1129) für einen einzelnen Herrn, der zu⸗ gleich die Koſt erhalten kann, iſt zu vermiethen. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. J. Supp. Verſtei gerung. (1160) Montag den 1. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, ſollen zwei hellbraune, achtjährige Wagenpferde des Herrn Grafen von Reventlou in Ziegenberg öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. (1180 238 Ee Soolbad Nauheim. Sonntag den 31. Juli Flora Feſt. Hurſt, zum Kurhaus. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. NI OX. Heinrich Hahn, Agent. Das dies jaͤhrige Große Scheibenſchießen zu Friedrichsdorf 139) findet Sonntag den 31. Juli und Montag den 1. Auguſt auf dem neuen Schieß platze dahier ſtatt. 5 Zur angenehmen Unterhaltung der mi ch beehrenden Gäſte iſt alles aufgeboten, Speiſen und Getränke ſind von bekannter Aechtheit, ſowie die Muſik ausgezeichnet; ich hoffe daher mich eines recht zahlreichen Beſuchs erfreuen zu können. Friedrichsdorf im Juli 1853. C. A. Foucar, zum weißen Thurm. Kirchliche Anzeigen. 10. Sonntag n. Trinit. den 31. Juli. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Sellheim. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Decker. Frankfurter Cours vom 27. Juli 1853. 5 9 5 Piſtolen.. 45-46 e,, 9 57-58 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 53¼-54½ Rand⸗Ducaten„ 537-38 20 Franzfüce„ 9 29-30 Engliſche Souverains. 11 50 Preußiſche Thaler.„ 1 45%% 5 Frankenthaler„ 2217-22 Preußiſche Caſſenſcheine 5„ 145%% Fruchtpreiſe. 27. Juli. 15. Juli. 8. Juli. Gattung. Fried⸗ berg fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 13— 13 1—— Koen, 7 9 221 8531015 Gerſte„ 77 7 1247 21 810 Hafen, 4651 5—151— Mainz Polizei ⸗ Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 30. Juli bis zum 5. Auguſt. Weißrübſaamen (1181) bat zu verkaufen Friedberg. Philipp Engel. Bäckermeiſter. Ein junger Menſch (1182) kann die Spenglerprofeſſion erlernen bei J. Windecker in Butzbach. Zur Beachtung! (1183) Weiße und blaue Strickbaumwolle verkauft äußerſt billig M. Grödel, Juden⸗ ſtraße Nr. 195 in Friedberg. Ein Logis (11840 im zweiten Stock iſt zu vermiethen bei J. Steinhäußer. Ein Logis (1185) ebener Erde, welches ſich zu jedem Geſchäft eignet, iſt zu vermiethen und kann bis zum Oktober bezogen werden bei Wilhelm Netz. Ge ſ uch. (11860 Ein ordentliches ſolides Mädchen, welches mit bürgerlichem Kochen umzugehen verſteht, wird in Dienſt geſucht. Das Nähere zu erfragen bei der Expedition dieſes Blattes. Ein vollſtändiges Logis (1187) iſt zu vermiethen bei T h. Becker. Neue holländiſche Vollhäringe (1188) bei Wilhelm Fertſch. Kirſchenfeſte auf dem Chauſſeehaus Ilbenſtadt. 11154) Unterzeichnete beehrt ſich hierdurch anzuzeigen, daß bei ihr während der Kirſchen⸗ ernte jeden Samſtag Nachmittag und Sonntag vorzüglicher Kirſchenkuchen in Ausſchnitt kommt. Für gute andere Speiſen und Getränke, ſowie reelle Bedienung iſt beßtens geſorgt und ladet zu recht zahlreichem Beſuche höflichſt ein. Chauſſeehaus Ilbenſtadt im Juli 1853. Gottfried Mörſchels Wittwe. Nachkirchweihfeſt zu Obermörlen. (1189) Sonntag den 31. Juli iſt bei mir gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzu⸗ treffen. Für gute Speiſen und Getränke nebſt prompter Bedienung iſt beſtens geſorgt, wozu höflichſt einladet Je ph Je cel k. zu goldenen Hirſch. Nachkirchweihfeſt zu Obermörlen. (1190) Zu dem nächſten Sonntag den 31. Juli ſtattfindenden Nachkirchweihfeſte erlaube ich mir, unter Empfehlung meiner beſtens einge⸗ richteten Gaſtwirthſchaft, zu Harmonie⸗ und Tanzmuſik freundlichſt einzuladen. Obermörlen. Jean Jöckel, zum weißen Schwanen. — Fried⸗Buß⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 2132 20„ 7 66 3613 . 77 13 213 2 Lth. Lth. — Milchbrod e 14 — Waſſerweck 1 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 14% 14% leiſch-Preiſe. Fleiſch⸗Preiſ 19 11 1 Ochſenfleiſch 1212112— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 9 219— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 2181— „Kalbfleiſch 6 2 6— e gemäſtetes. „ Schweinenfleiſch 13— 13— „Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 6——— „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „Bratwurſt 17— 17— „ Schwartenmagen 161— 160 „Geräucherter Speck 23— 23.— „Schinken 17— 17— „ oörrfleiſch 18— 184— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21(— 21— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 20— 18— „ Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter B een See e Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binderna gel in Friedberg. — . — 2 Kr an die E Betreffen! Den Erlaß Gr. O. B. D. entlich g pfehlung der Mac Mitwirki Fr Die Gr. Wi und Gew Friedberg züglich de gen Jahr tragen S Werk übe §. 13 en ſeher-Can fordert hal Als e beſtimmt Da polizeibehi amter Fri geſetzt un De