— Intelligenz-Blatt fuͤr die Oel 5 * Provinz Oberheſſen den Wert 5 13 im Allgemeinen, der den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke N im Beſonderen. U 5 M 85. Sonnabend den 29. Oktober 18538. . 1 N 0 ſeine Pferde noch ſchärfer an. Leider konnte ich gar nichts Stdarf m t icher T 0 41 E thun, um die Burſche zu verhindern, daß ſie Mary Kings— 2 8 g 5 ford's Wohnung ausfindig machten, und da dieß das Apweſens K 8 Großherzoglich Heſſiſche Einzige war, was ich vorerſt befürchten mußte, ſo ſtand Lösch, K re is amt Fried berg ich von weiterer Verfolgung ab, und lenkte meiue Schritte ade für an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter und die Brand— heimwärts. i Lutzbach Experten des Kreiſes Mary Kingsford hielt am folgenden Sonntag ihr .. 5 N Verſprechen und äußerte auf unſer Befragen, ſie finde Betreffend: e e des 2 vom 6. Juni 1853, betr. recht vielen Gefallen an ihrer neuen Stellung. Herr un der Gebäude gegen Feuersgefabr ze. und Frau Morris ſeien ausnehmend freundlich gegen ſie, Dia das rubricirte Geſetz mit dem Tage ſeines er- und Sophia ebenfalls. Ihre Couſine, ſetzte ſie als Aut— ſcheinens im Großherzogl. Regierungsblatte in Wirkſamkeit wort auf einen Blick, den ich nicht unterdrücken konnte, 1 getreten iſt, ſo ſind nun auch die in der demſelben beigefüg- hinzu,— ihre Couſine ſei zwar vielleicht etwas zu frei alten. ten Ausführungsverordnung vorgeſchriebenen Formularien zu und zu muthwillig von Benehmen, aber das beſte Gemüth Brand⸗Verſicherungsdeclarationen ſtatt der früheren zu ge— von der Welt; ein herzensgutes, liebes Madchen. Die brauchen, welche bei Gr. Hauptſtempelverwaltung zu haben zwei Burſche, die ihr nachgeſtellt hatten, hatten ſchon K* und gegen etwa vorhandene ältere Formularien umzutauſchen zweimal den Laden beſucht, wie ich jetzt erfuhr, ſchienen dand ſind, wonach Sie ſich zu bemeſſen haben. aber ihre Huldigungen vorerſt ausſchließlich Sophia Clarke . Friedberg den 26. Oktober 1853. darzubringen, deren Eitelkeit ſich hierdurch nicht wenig 75 de Beauclair, Kreisaſſeſſor. geſchmeichelt fühlte. Die beiden Burſche nannten ſich . 5 Hartley und Simpſon.— Das argloſe junge Mädchen Erinnerungen eines Londoner Polizeibeamten. war noch ſo unſchuldig und unerfahren, daß ſie die War⸗ nungen und Winke gar nicht verſtand, die ich ihr hin— Marg Seis ford warf. Bei'm Abſchiede verſprach ſie mir jedoch, ſie wolle (Fortſetzung.) ſich ſogleich an mich wenden, wenn ihr irgend etwas rnagel. Von da an fiel nichts von Bedeutung mehr vor, Widerliches oder Unerwartetes begegne. — bis wir London erreichten. Sophia Clarke empfing ihre Ich beſuchte den Laden des Conditors ſelber zuweilen Couſine im Bahnhofe von Euſton, und überſchüttete ſie und freute mich immer wahrzunehmen, daß Mary's be— a mit Beglückwünſchungen und Schmeichelein wegen ihrer ſcheidenes freundliches Weſen und ſittſames Betragen in zoch den 30 Ankunft und ihres vortheilhaften Aeußern. Nachdem ich einer ſo ſchwierigen Stellung ihr die Achtung und Liebe Mary Kingsford das Verſprechen abgenommen, daß ſie ihrer Brodherren erworben hatten, welche ſich ſtets mit efic au uns am folgenden Sonntag beſuchen und mit meiner Frau der größten Zufriedenheit und Anerkennung über ſie tr Epelſen und ihrer ehemaligen Jugendgeſpielin Thee trinken wolle, äußerten. Gleichwohl entging mir nicht, daß die Stra— hob ich die beiden jungen Mädchen in ein vakantes Cab pazen und Aufregungen des Londoner Lebens mit der und ſie fuhren fort. Ich hatte den Platz noch nicht ver⸗ ſteten Geſchäftigkeit und dem ſpäten Aufbleiben bald einen lnſch, laſſen, als wenige Schritte hinter mir eine mir bekannt ſehr unheilvollen Einfluß auf die Geſundheit der Armen 1 dünkende Stimme ausrief:„Sputet Euch, Kutſcher, ſonſt ausübten, und mit einer wahren Freude hörte ich eines — verlieren wir ſie aus dem Geſicht!“ Ich drehte mich raſch Tages von meiner Frau, ſie entnehme aus gewiſſen um und ſah nun ein zweites Cab im ſtärkſten Trab fort⸗ Stellen eines Briefes von Mary's Mutter, daß der alte le fahren, dem ich nachrannte. Als ich Lower Seymour Street Weſtlake auf dem Punkte ſtehe, den dringenden Bitten erreichte, ſah ich, daß ich mich weder in dem Eigenthümer ſeines Sohnes nachzugeben und in deſſen Verbindung mit abs für der der Stimme, noch in ſeiner Abſicht getäuſcht hatte. Der Mary Kingsford einzuwilligen. Das holde, zuͤchtige und fangen“ Burſche, dem ich in Rugby die Perücke abgeſchlagen, bog ſeelenvergnügte Ergluͤhen, welches Mary's Geſicht über⸗ ſich mit halbem Leibe aus dem Fenſter des Miethwagens, flog, als ſie meiner Frau dieſen Brief zeigte, ſoll ſehr detnagel. deutete auf das Gefährt, worin die beiden Mädchen ſaßen, beredt und bezeichnend geweſen ſein. N und rief dem Kutſcher zu, er ſolle ſich daſſelbe ja merken Eines Abends ging ich an Morris's Laden vorüber 1 und ihm genau folgen. Der Kutſcher nickte und trieb und bemerkte Simpſon und Hartley darin. Sie erlabten 2 4*— 1 5 3 0 1 8** 2** ö* n 2 . 0 — 140 N—„ * S. nere r 3 2340 e- ſich an gewaltigen Portionen Eiertorte und Confekt, und ſchienen, nach ihren neuen eleganten Anzügen zu ſchließen, eben jetzt recht in der Wolle zu ſitzen. Sie ſchmunzelten und ſchwenzelten mit roher Vertraulichkeit um die beiden Couſinen herum, und ich bemerkte zu meinem Leidweſen, daß Sophia Clarke ihre Artigkeiten und Huldigungen mit dem ſeligſten Lächeln und gewinnendſten Entgegenkommen erwiderte. Aergerlich ging ich weiter und traf in kurzer Entfernung von dem Laden einen Kollegen von der Sicherheitspolizei; dieß brachte mich auf den Gedanken, ob dieſer vielleicht die beiden Subjekte nicht beſſer kenne, daher kehrte ich mit ihm um und zeigte ihm die Beiden. Ein Blick genügte, um ihn dieſe Burſchen erkennen zu laſſen. „Simpſon und Hartley nennen ſie ſich?“ ſagte er, nachdem wir ein Stuͤck weit vom Laden weg waren. „Das ſind nur zwei der vielen alias und Vermummungen, die ſie führen. Ich kann nicht eben ſagen, daß ich die Spitz⸗ buben ſchon genauer kenne; allein da ich die beſondere Weiſung habe, ihre Bekanntſchaft zu kultiviren, ſo hoffe ich recht bald mit ihnen vertrauter zu werden. Daß ſie falſche Spieler, Betrüger und Schwindler ſind, weiß ich bereits; und ich möchte darauf ſchwören, daß ſie hie und da auch zu einem gewagteren und frevleren Gewerbe greifen, wenn ihnen das Glück und die Würfel ungünſtig ſind! „Sie ſcheinen gegenwärtig ſehr bei Kaſſe zu ſein,“ bemerkte ich. „Es ſcheint ſo, und eben darum hab' ich ſie im Verdachte, mit einer Bande in Verbindung zu ſtehen, welche vergangene Woche den jungen Garslade in Jermyn Street kahl rupfte.— Ich will eine Wette eingehen,“ ſetzte mein Freund hinzu, als wir uns verabſchiedeten,— „daß einer der beiden Burſche die Livree der Königin, grau mit gelben Aufſchlägen, an ſich trägt, ehe viele Wochen ins Land gehen! Guten Abend!“ Etwa vierzehn Tage nach dieſer Unterredung wollte ich meinen Kindern ein Vergnügen machen und führte ſie ſammt meiner Frau nach Aſtley's großem Amphitheater, um ihnen den Anblick der verſchiedenen Wunder und Schauſtücke der Kunſtreiterei zu zeigen. Es war gegen Eude Februars, und ein ſchlechtes Wetter, das ſich noch verſchlimmert hatte, wie wir aus dem Theater kamen; es regnete und ſchloßte, bei ſcharfem, ſchneidendem Wind und ſtockdunkler Nacht. Ich mußte mich noch in Scotland Yard“) melden, und ſchickte deßhalb meine Frau und Kin— der in einem Cab nach Hauſe, und nachdem ich noch eine kleine Rauferei in einem benachbarten Branntweinſchanke hatte beilegen helfen, ging ich meines Weges weiter über die Weſtmünſterbrücke. Das rauhe Wetter hatte die Straßen zu ungewöhnlich früher Stunde geleert, ſo daß außer mir kein Fußgänger auf der Brücke zu ſehen war, bis ich ſie halb überſchritten hatte, da ging auf einmal eine weibliche Geſtalt, die bis um den Kopf eingehüllt war und bitterlich weinte, raſch auf der eutgegengeſetzten Seite vorüber. Ich drehte mich um und ſah der ent⸗ ſchwindenden Geſtalt nach; es war eine jugendliche, ſym⸗ metriſche, und nach einer kleinen Pauſe des Zögerns ent— ſchloß ich mich, ihr in einiger Entfernung ſo unbemerkt zu folgen, als ich nur konnte. Das Frauenzimmer eilte unaufhaltſam weiter, bis ſie Aſtley's Lokal erreichte, und ich bemerkte, daß ſie hier plotzlich ſtehen blieb und mit einer Geberde der Verzweiflung die Arme in die Luft warf. Ich beſchleunigte meine Schritte, und als ſie deſſen *) Dem Centralwachthauſe der Londoner Sicherheitspolizei. Anm. d. Red. gewahr wurde, ſtieß ſie einen leichten Schrei aus und ſprang wieder weinend und ſchluchzend davon. Der flüch⸗ tige Blick, welchen ich im Vorübereilen unter der Gas⸗ lampe an Aſtley's Hauſe auf ſie geworfen hatte, rief eine bange Ahnung in mir wach, und ich folgte ihr, ſo raſch ich nur konnte. An der erſten Kreuzſtraße bog ſie hier ein, und ich würde ſie bald eingeholt haben, allein als ich um die Ecke bog, wo ſie verſchwunden war, rannte ich mit vollem Leibe gegen einen ſtämmigen älteren Herrn an, der von der entgegengeſetzten Seite nicht minder eil⸗ fertig herkam als ich. Wegen der Plötzlichkeit des Stoßes und des ſchlüpfrigen Bodens ſtürzten wir alle Beide zur Erde; und bis wir uns wieder erhoben und gegenſeitig angebrummt hatten, war das junge Frauenzimmer, wer ſie auch immer geweſen ſein mochte, verſchwunden, und ein mehr als halbſtündiges Nachforſchen nach ihr ergab ſich als ganz erfolglos. Endlich kam ich auf den Einfall, mich an der einen Ecke der Weſtmünſterbrücke zu verſtecken. Ich mochte etwa zwanzig Minuten lang ungeduldig ge— wartet haben, da ſah ich den Gegenſtand meiner Verfol⸗ gung ſich ſchüchtern und verſtohlen von der entgegenge⸗ ſetzten Seite der Straße her der Brücke nähern. Als ſie meinen Verſteck beinahe erreicht hatte, ſprang ich hervor; ſie erblickte mich, ohne mich zu erkennen, ſtieß einen Aus— ruf des Schreckens aus und flüchtete ſich nach dem Fluſſe hinab, wo eine Menge Balken und Baumſtämme an ein⸗ ander gebunden lagen, welche zuſammen eine Art loſen Floßes bildeten. Ich folgte ihr mit verzweifelter Eile, denn ich ſah, daß es in der That Mary Kingsford war und bat ſie zu halten, indem ich ſie laut beim Namen rief. Sie ſchien mich nicht zu hören, und in einigen Augenblicken hatte das unglückliche Mädchen das Ende des Floßes erreicht. Eine kurze Weile verharrte ſie mit gefalteten Händen am Rande, dann ſtürzte ſie ſich in den düſtern rauſchenden Fluß. Als ich die Stelle erreichte, wo ſie verſchwunden war, konnte ich ſie anfangs wegen ihrer dunklen Trauerkleidung nicht bemerken, dann aber erblickte ich ſie, wie ſie von ihren ausgebreiteten Kleidern noch immer über dem Waſſer gehalten, aber von der Strömung fortgetragen wurde, daß ich ſie nicht mehr er— reichen konnte. Die einzige Möglichkeit, ſie zu erhaſchen, lag noch vor, wenn ich über ein Stück runden Zimmer⸗ holzes hinauskroch, an deſſen Ende ſie voruͤberkommen mußte, weil es weit in den Strom hineinragte. Dieß brachte ich denn mit einiger Schwierigkeit zu Stande; ich legte mich platt auf den Stamm nieder, und verſuchte vergebens mit ausgeſtreckten, krampfhaft gereckten Armen, ſie am Kleide zu erhaſchen. Es blieb nun Nichts übrig, als mich geradezu in den Strom zu ſtürzen, und nach ihr zu tauchen. Allerdings zögerte ich eine Weile, ehe ich dieß that, denn ich trug eine ſehr ſchwere unbehüfliche Kleidung, deren ich mich nicht hatte entledigen können und war nur ein ſehr mittelmäßiger Schwimmer, wie alle Binnenländer. Aber meine Unentſchiedenheit ſchwand raſch; das arme Mädchen, obwohl nur allmählig ſinkend, hatte ſeither keinen Laut hören laſſen noch ſich dem Anſchein nach geſträubt; als ihr jedoch das eiskalte Waſſer bis an die Lippen reichte, ſchien ſie plötzlich zum Bewußtſein ihres entſetzlichen Geſchickes zu erwachen; ſie kämpfte wild mit der verſchlingenden Fluth und rief verzweiflungsvoll und aus Leibeskräften um Hülfe. Ehe man hätte zehn zählen können, hatte ich ſie am Arme gefaßt und ihr den Kopf über das Waſſer gehoben. Kaum aber war dieß geſchehen, ſo war mir, als würden meine Kleider alleſammt zu Blei, ſo ſchnell hatten die dicken Stoffe und hohen Stiefeln das Waſſer eingeſogen. Vergebens bemühte ich mich, auf dieſe Weiſe doppelt gehindert, das Floß wieder zu er⸗ Fraun 05 ** Zumobilia (4526) Jeelg, fütags a die n burgee d Gemarkung a 90g 33 No. 197. „ 1%„. 1 11⁵ U 23. entlich meiflbietend Friedberg den 2 Großb. Der Vorſtehe Bekan (4612 Montag lags um 10 Uhr, sc aaerne dahlet 25 6 Hußeiſen und Gehol hmuchbare Jeuerſch „Alasrohre, Aexte, geichbaare Zahlung n. Dieß den S Friedberg den Ra: Bekar (4648) Monte gachmittags 2 use verſchiedene as: verſchiedene hauchbares Schu Rollen, alte Kette goße Kaufmanns: Jußgewicht, alte g. ine Parthie Gol lͤtend verſteigert. Friedberg den Der Hofraith (1649) Mont durminags 10 Ul a zum Nachlaſſe rende, in der oftafthe öffentlich driedverg di Gt der Vorf Pfän (4683) Nor und die darauf ugs 90 Uhr, WI A. und 27. S ſeagerung ver Als ſſe 9 dervor; enen Aus⸗ dem Fluſſe e an ein⸗ Art loſen r Eile, ſich in den le erreichte, zugs wegen dann aber ten Kltidern tt von der ct mehr er⸗ iu erdaſchen, n Zimmer⸗ zehn zahlen a den Kopf i geſchehen, nt zu Blei, 2nitfeln das nich, auf tder zu k. reichen; die ſtarke Strömung trieb uns in den Fluß hin⸗ ein und ich blickte mich, in unbeſchreiblichem Aae nach irgend einem Mittel um, welches mich aus der ent ſetzlichen Gefahr retten konnte, worin ich ſchwebte. Glück⸗ licherweiſe lag gerade in der Richtung, in welcher die Strömung uns forttrieb, ein großes Barkſchiff an einer ö Gierig griff ich darnach, ſchlan den einen Arm feſt um daſſelbe, und rief nun, ſo heil Kabelkette vor Anker. 341„ weiſe in Sicherheit, mit erneuerter Kraft um Hülfe. Dieſe ſtellte ſich bald ein: ein Vorübergehender hatte die Flucht des Mädchens und mein Nachſetzen beobachtet, und eilte bereits mit Anderen uns zu Hülfe. gebunden, und erreichte uns bald, von meiner Stimme ge⸗ leitet, und binnen Kurzem waren wir wohlbehalten in einer benachbarten Taverne untergebracht. Ein Boot ward los— (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. MN Immobiliar-Verſteigerung. (1525) Freitag den 11. November d. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Bürgers Ludwig Wagenknecht dahier, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 33 No. 197. 9 0 mit Mühle an der a, „ 145„ 3. 192,7 Klafter 98 Ruthen Garten in der 6. Gewann, 23. 928,0 Klafter 472 Ruthen Garten in der 1. Gewann, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28. September 1853. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bern de r. Bekanntmachung. (1612) Montag den 31. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen im Hinterhof der Burg⸗ caſerne dahier 25 Stück Oefen nebſt ſonſtigem Gußeiſen und Gehölz, ſowie 20 Stück noch ſehr brauchbare Feuerſchippen, Feuerkluften, eiſerne Blasrohre, Aexte, Sägen und Sägeböcke, gegen gleichbaare Zahlung meiſtbietend verſteigert wer⸗ den. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 12. Oktober 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1648) Montag den 31. Oktober d. J., Nachmittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe verſchiedene abgängige ſtädtiſche Effecten, als: verſchiedene eiſerne Stempel, eine Parthie brauchbares Schmiedeeiſen, mehrere eiſerne Rollen, alte Ketten, zwei Ackerwaagen, eine große Kaufmannswaage mit 4 bis 5 Centner Gußgewicht, alte gußeiſerne Röhren, alte Fenſter, eine Parthie Goldtreſſen ꝛc., öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. 8 Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (160 Montag den 31. Oktober d..* ag 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des Michel Heidelberg ge⸗ hörende, in der hieſigen Judenſtraße gelegene Hofraithe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Pfänderverſteigerung. 3) Montag den 14. November d. J. N folgenden Tage von Vormit⸗ tags 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die am 26. und 27. September d. J. begonnene Ver⸗ fteigerung verfallener Pfänder der hieſigen „ 115„ — e 7 8— n Pfand. und Leihanſtalt fortgeſetzt. Zur Ver⸗ ſteigerung kommen: Gold, Silber, Kupfer, Weißzeug, Herren⸗ und Frauenkleider c. Bemerkt wird ausdrücklich, daß das Pfand⸗ local vom 10. November bis zum Schluſſe der Verſteigerung geſchloſſen bleibt, weßhalb die Auslöſung und Renovation verfallener Pfänder nur bis längſtens den 9. November d. J ſtattfinden kann. Friedberg den 19. Oktober 1853. In Auftrag der Pfand⸗ und Leihhaus verwaltung: Der Großh. Bürgermeiſter Bender. Immobiliar⸗Verſteigerung. (1630) Montag den 31. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die Immobilien des Bürgers Heinrich Bender dahier, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 77 verzeichnet ſind, nochmals öffentlich meiftbietend verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts Bender. Mobiliar⸗Verſteigerung. (16310 Donnerſtag den 3. November d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Behauſung des verſtorbenen Michel Heidelberg dahier die zu deſſen Nachlaß gehörenden Mo⸗ bilien, beſtehend in Bettung, Kleider, Weißzeug, Tiſche, Stühle, Schränke, Glas und Porzellan, ſowie ſonſtige Hausgeraäthſchaften öffentlich meiſt⸗ bietend gegen Baarzahlung verſteigert. Friedberg am 19. Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Verpachtung. (1682) Freitag den 4. November, Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden auf hieſigem Rathhauſe von den den Georg Groß'ſchen Erben zuſtehen⸗ den Güterſtücken, und zwar 25 Morgen 36 ¼ Ruthen, in Friedberger, Fauerbacher und Ock⸗ ſtädter Gemarkung gelegen, öffentlich verpachtet. Die Verzeichniſſe darüber haben die hieſigen Schützen und können auch bei Kaufmann Groß eingeſehen werden. Friedberg den 27. Oktober 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Verkauf von Obſtbäumchen. (1683) Aus der Baumſchule Gr. Schullehrer⸗ Seminars werden nun wieder jeden Herbſt und jedes Frühjahr mit guten Sorten veredelte Obſt⸗ bäumchen billig verkauft. Friedberg den 25. Oktober 1853. In Auftrag: W a 5 Lehrer am Gr. Schulleher⸗Seminar. Faſelochsverſteigerung. (1684) Donnerſtag den 3. November, Mor⸗ gens 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe ein noch N junger, zum Schlachten ſich eignender Faſel⸗ ochſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach II. den 26. Oktober 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Hole er. 1 Privat- Bekanntmachungen. 18⸗ bis 20,000 Gulden (1615) liegen in Auftrag zum Ausleihen be⸗ reit, wobei bemerkt wird, daß große Güterauf⸗ ſätze zu 4 pCt. gemacht werden können. Friedberg. Jakob Finkernagel. Einen Lehrling (1638) ſucht J. Hoffmann, Poſamentier. Annonce. (1659) Geräumige Magazine, auch als Nie⸗ derlage für getrocknete Häute und Felle ſehr geeignet, bei Spediteur Otto Kolligs, große Gallengaſſe neu No. 4 in Frankfurt a. M. Zur Nachricht! Y (1666) Die erſte Abendunterhaltung des Liederkranzes, wozu ſämmtliche Mitglieder hier- durch eingeladen werden, findet Sonntag den 30. Oktober im Trapp'ſchen Saale ſtatt. Einladung. (16710 Sonntag den 30. Oktober wird bei mir ein Gäns⸗, Euten⸗, Capaun⸗ und Taubenſchießen mit Bolzenbüchſen abgehal⸗ ten. Der Schuß koſtet 3 kr. Für gute Speiſen und Getränke wird beſtens geſorgt. Rödgen. Krauch, Gaſtwirth. 8 (1685 Ein Mädchen, was kochen kann und überhaupt im Hausweſen bewandert iſt, wird geſucht. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Empfehlung. (1686) Zum Verfertigen von Winterſchuhen empfiehlt fich n Friedberg. Wittwe Ewald, wohnhaft bei Stiftsrechner Faatz. Z u oe r mit hen. (1687) Der zweite Stock meines Hauſes ift zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Friedberg den 26. Oktober 1853. G. Kettinger. Einen Faſelochs (1688) von gelbrother Farbe, 3 Jahre alt, welcher bei der dießjährigen landwirthſchaftlichen Preißvertheilung in Echzell den zweiten Preiß erhalten, hat zu verkaufen Wohnbach. Heinrich Lung II. Wohnungsveraͤnderung. (1689) Von heute an wohne ich bei meinem Bruder in dem ehemaligen Jung'ſchen Hauſe nächſt der Stadtkirche und dem neuen Schulhauſe. Dr. Ritzel, Veterinärarzt. W 7 690 r — 9 — 1 . Reiſegelegenheit nach Amerika ü ber Liverpool. Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. E man ue l- Federn. (Plumes Diamant.) (1690) Eine ſich ſtets gleichbleibende, für jede Hand paſſende Feder, welche wegen dieſen Eigen⸗ ſchaften und ihrer höchſt geringen Unabnutzbarkeit bereits eine Berühmtheit erlangt bat. Dieſelben find verſchiedenartig geſpitzt, fein, mittel und ſtumpf. Die Doſe, enthaltend 100 Stück, koſtet 28 Sgr. Jede Feder, welche nicht die deutlich gravirte Firma der engliſchen Fabrik Emanuel F. trägt, iſt als unächt zurückzuweiſen. Hauptniederlage in Friedberg: Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Zu dee g l feen (1691) Mehrere Hundert Winterkobl, Roſen⸗ kohl, ſowie Sellerie, Lauch und Rothrüben ver⸗ kauft Friedrich Lang, Gärtner. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1692) Donnerſtag den 3. November, Vor⸗ mittags 10 Uhr, laſſe ich in meiner Wohnung in der Burg verſchiedene Möbeln, als: Tiſche, Stühle und dergl., ſämmtlich gut gehalten, öffentlich meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigern. Friedberg. Wittwe Heyl, geb. Carl. Zu vermietben. (4693) Ein Familien⸗Logis am Mainzerthor iſt zu vermiethen. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. In der Handwerkerſchule zu Frieddberg (169 beginnt Sonntag den 30 Oktober, Vormittags 11 Uhr, der Unterricht für das Winterhalbjahr in dem bisherigen Schullocale, nachdem eine Vertheilung von Prämien an die⸗ jenigen 6 Schüler ſtattgefunden haben wird, welche ſich im abgelaufenen Schuljahr deren würdig gezeigt haben. Friedberg den 24. Oktober 1853. Der Vorſtand des Localgewerbvereins. I. Zur Beachtung! (1695) Den Mitgliedern des Muſikvereins diene zur Nachricht, daß Sonntag den 6. No⸗ vember l. J. die erſte Abendunterhaltung im Gerlach'ſchen Locale abgehalten wird. Der Vorſtand. Einladung. (1696) Der unterzeichnete beabſichtigt auf bevorſtehenden Kaltenmarkt Dienſtag, als den 1. November l. J., von Nachmittags 2 Uhr an, den Pächtern, Oeconomen ꝛc., Tanzmuſik in ſeinem Saale, und nicht wie ſeither im unteren Stocke, abzuhalten, was hierdurch unter dem Anfügen veröffentlicht, daß derſelbe für gute Speiſen und Getränke, ſowie einer reellen Behandlung und prompte Bedienung beſorgt ſein wird. Das Entrée iſt auf 48 kr. feſtgeſetzt, für welche ein Jeder eine gute Flaſche Wein bekommt. Um zahlreichen Zuſpruch bittet Ortenberg am 24. Oktober 1853. J. Rau, Gaſtwirth. N Fahrgelegenheit auf den Orxtenberger Markt. (1697) Dienſtag den 1. November fährt mein Omnibus Morgens halb 6 Uhr von hier nach Ortenberg und Nachmittsgs wieder zurück. Die⸗ jenigen, welche ſich daran zu betheiligen wünſchen, wollen ſich bei Unterzeichnetem melden. Preis à Perſon 36 kr. Friedberg. Heinrich Waas. (41698) In der Leihbibliothek von Louis Weis Clarkſon, Onkel Tom in England. Fortſetzung von Onkel Tom's Hütte. Das Evangelium der Natur. Gutzkow, Ritter vom Geiſte. Hildreth, Der weiße Sklave, Seitenſtück zu Onkel Tom's Hütte. Linden, Vier Lebenstage. Literariſche Anzeige. (1699) Bei C. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt zu haben: 5 Predigt bei der 10. Jahresverſammlung des Haupt⸗ vereins der Guſtav-Adolf⸗Stiftung im Großherzogthume Heſſen am 22. Juni 1853 zu Worms gehalten von Dr. Karl Zimmermann. (Der Ertrag fließt in die Kaſſe des Worms⸗ Oſthofer Zweigvereins.) Preis 9 kr. Kirchliche Anzeigen. 23. Sonntag n. Trinit. den 30. Okt. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. (Erntefeſt.) Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. (Abendmahl.) Nachmittags: Hr. Candidat Bangel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Daab. Frankfurter Cours vom 26. Okt. 1853. Mfiole n fl. 9 41½-42¼ Friedrichsd'o r„ 9 55½-—56½7 Holländiſche 10 fl. Stücke„ Rand⸗Ducaten„ 5 36-37 20 Frankſtüf ,,„9 23-24 Engliſche Souverains.„11 47 Preußiſche Thaler.„ 145% 5 Frankenthaler„ 2 207 Preußiſche Caſſenſcheine„ 145 ¼—⁵- Fruchtpreiſe. 26. Okt. 14. Okt. 7. Okt. Gattung. Fried⸗ ö Gerns⸗ berg Mainz] heim fl. r. fl. f 8 Waizen pr. Malter 17 3717 19—— err 125212 29—— Gere„„ 101510 1 2155 Hafer„ 40181 4511 430 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Oktbr. bis zum 4. Nobr. . n Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 5 kr. pf.] kr. pi. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1% 2 7 7 8 1 7 3 44„ 7 16 2 152 Lth.“ th. — Milchbrod 12% 143 — Waſſerweck 103 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 13½ 14 Fleiſch-Preiſe. g pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 121 212 2 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 9— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 19— „ Kalbfleiſch 8— 1 8— 1„„ gemäſtetes—*— „Schweinenfleiſch 144— 14— „Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch„ „ Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 19 18 „ Schwartenmagen 18(— 18 „ Geräucherter Speck 24— 26— „Schinken 19— 20— „Doörrfleiſch 20— 20— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21(— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 9 46 ¼½-47 I S0 9— A Kre an ſummtli Betteffend: 2 Hofbuchd des Großherzo welche mit hiſt er das Exem Herausgebers ſante Stammt ſchaffung in heim gebe. Friedl 9 * Betreffend: Nach e Hanau gema ſtiker, Gauke Geſtattung z den Hanauer Ihren Geme alsbald beden Fried! an die Gr. Betreffend; „Nach theilung iſt waldungen durchaus ke angehörigen