eig 0 Juni Schade otkirche * Acgkirche K Sodabe. n 18803. 16-147 6.87 785⁵9 % 1291 2 16. 24758225 281 1 0— 3 dei ſe. Narri 1 Nalgz] Gern. beim . at. f. kr l 1865 2 6 50 14 N—— 2 dre g und Butzbach m 1. Juli. — rd Buß⸗ 7 bach. kr. f.] kr. 5 r 1 1 1 1 U Jntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 30. Mittwoch den 29. Juni 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Abnahme des Verfaſſungseides. Dienſtag den 5. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, findet die Abnahme des Verfaſſungseides von den jungen Ortsbürgern auf dahieſigem Rathhauſe ſtatt. für die ordnungsmäßige Vorladung der jungen Ortsbürger und Einſendung einer Vorladungsbeſcheinigung, jedoch vor dem Termin, ſorgen. Friedberg den 23. Juni 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Der alte Sergeant. Von Dr. Th. Meyer. (Fortſetzung.) Den erſten Tag hielt ſich Francois ſtill und theil— nahmlos zu Hauſe; war ihm doch gleichgiltig, wer Herr ſei; er hatte ja doch zu Keinem Vertrauen, nur um Na⸗ men, meinte er, handle ſich's, um Namen, die alle zu⸗ ſammen nicht dem einen Namen, den er mit faſt religiöſer Verehrung nannte, von ferne vergleichbar waren. Mögen ſie ſich die Köpfe blutig ſchlagen, die Thoren, herrſchen kann ja doch Keiner von ihnen, ihre Kraft hält nicht län⸗ ger aus, als um eine Höhe zu erklimmen, dann erfaßt ſie Schwindel und ſie ſtürzen wieder in den Staub; Keiner von Allen könnte ohne zu ſchauern auf der Vendömeſäule ſtehen!— Als aber der Kampf am zweiten Tage noch fortdauerte, ja heftiger ward, als die ſchauerlichen Ver⸗ kündigungen, die Drohungen, die frechen Forderungen der Aufrührer bekannt wurden, zugleich eine fürchterliche Or⸗ ganiſation unter ihren Schaaren ſich kundgab, als die blutrothen Fahnen auf den Barrikaden mit den Inſchriften „Brod oder Tod!,„Plünderung und Mordbrand!, in die gräßliche Hölle ſchauen ließen, die unter den Flammen des Aufruhrs kochte und Allem, was Ordnung, Geſellſchaft hieß, rückſichtsloſe Vernichtung ankündeten, da erkannte auch Frangois, daß es ſich nicht mehr um die Anſprüche, Sie werden den Ehrgeiz Einzelner handle, daß ein Größeres in Frage ſtehe, dem auch er, mit all ſeiner Geringſchätzung der Kämpfe der Neuzeit ſich nicht entziehen durfte. Aus ſeines Hauſes Allerheiligſtem langte er die alte treue Muskete herunter, die ſo oft zum Ruhm und Schutz des großen Kaiſers gekracht und unterſuchte ſorgfältig das Schloß daran. Durch alle Nerven ſchien's ihm zu zucken, als er den Hahn ſpannte; ein eignes Feuer blitzte tief aus ſeinen Augen, da ihm das blanke Metall des Laufes entgegen— lachte, ſeine Geſtalt ſchien größer, ſtraffer, kräftiger zu werden, während er den Ladſtock herauszog und prüfend in die Röhre gleiten ließ. Er gab mit wenig Worten Marie ſeinen Entſchluß kund und hieß ſie ruhig zu Hauſe bleiben. Das Mädchen ſah zwar mit bangen Blicken den greiſen Vater von hinnen ziehen, doch war ſie, wie der Alte es nannte, zu wohl an Subordination gewöhnt und kannte des Vaters unbeugſame Entſchlüſſe zu genau, als daß ſie durch Bitten oder Klagen den Abſchied ſich und ihm unnöthig verkümmert hätte. Der Veteran, mit ſeinem Ehrenkreuz vorn auf der breiten Bruſt, eilte durch die Straßen, dem Orte der Gefahr zu; er hatte nicht darnach zu ſuchen. Er war nicht allein, jeder gute Bürger eilte, wie er, dem Verderben, gleichgiltig für das eigene Leben, entgegen, gewaltſam hingeriſſen von der Gefahr, die dem Ganzen, ja einer geheiligten Weltanſchauung und Welt— einrichtung drohte. Männer, Greiſe, Weiber und Kinder, ohne alles Anſehen der Perſon des Standes, drängten ſich mit begeiſterter Todesverachtung, mit dem Siegesmuth der Märtyrer, die mörderiſchen Barrikaden zu erſtürmen. Mißtrauiſch in die getroffenen Vertheidigungsanſtalten, wie der alte Napoleoniſt von vornherein war, ſobald er nur einigermaßen den Umfang des Aufruhrs inne geworden, mußte er doch bald geſtehen, daß er ſich geirrt: eine raſche kräftige Hand ließ ſich in allen Anordnungen er— kennen, ein eiſerner Wille, den gefaßten Entſchluß in vollſtem Umfange durchzuführen, ſowie ein ſeltener Feld— herrnblick, der gleich die Abſicht, die Pläne der Feinde durchſchaute, erzwang dem Veteranen eine Achtung und ein Vertrauen, das er ſchon lange keinem Lebenden mehr zu zollen gewohnt war. Sein Weg hatte ihn nach der Vor⸗ ſtadt St. Antoine geführt, einem der Hauptherde des Auf— ruhrs: der laute Kanonendonner, die häufigen, ununter⸗ brochenen Gewehrſalven hatten ihn hierher gelockt. Schon von ferne drang ihm aus der langen Straße, hinter den düſtern wüſten Barrikaden hervor, die ſich halbe Häuſer hoch thürmten, ein dumpfes Getöſe entgegen, nur theil— weiſe durch die Schüſſe, durch das Geſchrei der Kämpfen— 200 E den und Fallenden, durch die Verwünſchungen der Ver⸗ ſtümmelten grell unterbrochen. Er kletterte über die erſte erſtürmte und zerſtörte Barrikade weg. Heftig wüthete das Gefecht oder eher die Belagerung: links, rechts aus allen Fenſtern der Vorſtadt blitzten Flintenläufe, ſelten nur war daneben eines der wilden, in Verzweiflung gleich⸗ gültigen Geſichter der Empörer zu erblicken, um ſo häu⸗ ſiger aber krachten die Schüſſe von überall her aus den ſichern Verſtecken auf die ſchutzlos ſtehenden Stürmenden. Der alte Soldat, der die blutigſten Schlachten furchtlos mitgeſchlagen, ſtutzte über dieſe Kampfesart, bei der die kühnſte Tapferkeit nutzlos verblutete. Vor ihm thürmte ſich eine zweite Barrikade, Nationaltruppen, Mobilgarden und Linien waren bemüht, dieſelbe zu erklettern, die Ar⸗ tillerie raſtete, ſie hatte ſoeben eine Breſche geſchoſſen. Oben auf der Spitze ſtanden verwegene Geſtalten, die mit Flinten, Säbeln, Piſtolen und Mordinſtrumenten aller Art den furchtbaren Wall vertheidigten, gegen den mit gleicher Unerſchrockenheit die Truppen anſtürmten. Es war ein gräßliches Ringen der Verzweiflung mit der To⸗ desverachtung. Knaben klimmten neben bärtigen ſonnen⸗ verbrannten Kriegern wetteifernd in die Höhe hinan und es war ſchwer, den Tapferſten zu bezeichnen. Da kracht es, wie auf ein Zeichen, aus all den Fenſtern und die rüſtig Andringenden liegen als Leichen auf den Steinen und dem Getrümmer der Barrikade. Unwillkürlicher Schreck erfaßt die Nachdrängenden, ſie ziehn den Fuß zurück, auf den die blutigen Leiber ihrer getroffenen Brüder zurück⸗— taumeln. Von den Todfeinden der menſchlichen Geſell— ſchaft jenſeits gellt ein gräßliches Höllengeſchrei herüber, ein Jubel, wie er nur der Verzweiflung möglich iſt; hier Entmuthigung, Stilleſtehen, Weichen! Das Allerſchreck⸗ lichſte, der Sieg der verruchteſten Anarchie, ſcheint einen Augenblick möglich, dieſer Gedanke ſpricht ſich in den hohlen Geſichtern der Wankenden aus. Da drängt, im peinlichſten Moment der Unentſchiedenheit, ein junger Offizier der Linie voran, mit gezogenem Säbel ruft er die Seinigen zu erneutem Sturm, er ſelber iſt der Erſte, der die blutgedüngte Barrikade erklimmt und geraden Wegs auf die rothe Fahne loseilt, die, einer dürſtenden Tiger⸗ zunge gleich, aus dem ſich verziehenden Pulverdampf wie aus einem gähnenden Rachen hervorlechzt. Jetzt iſt er ſchon oben, eine Anzahl Tapferer iſt ihm nachgedrungen, ſchon ſtreckt er die Hand nach dem Banner des Aufruhrs aus, als ihn ein rieſiger ſchwarzbärtiger Geſelle, der die Fahne vertheidigt, gewaltſam zurückſtößt. Der Offizier gleitet auf dem Trummerhaufen, er fällt, über ſeinem Haupte ſieht er einen Kolben geſchwungen, er iſt ver⸗ loren, da kracht es ihm zur Seite hart am Ohr vorbei, ein Blitz flammt ihm in's Auge und ſein furchtbarer Gegner ſtürzt fluchend rücklings über die Barrikade hinunter, die Fahne mit ſich reißend. Von überall her pfeifen Flinten⸗ kugeln, der Offizier aber muß ſich gleichwohl auf einen Augenblick im heißeſten Gedränge nach ſeinem Retter um⸗ ſehen. Ein alter Krieger mit dem Ehrenkreuz ſteht noch in ſchulgerechtem Anſchlag hinter ihm, es iſt Frangois Lembert, der ihm der Exſte nachgefolgt und den rechten Moment zur Rettung des Tapfern beſonnen benützt hat. Ueberraſcht ſtutzt der Gerettete einen Augenblick, aber weder zu Dank noch Begrüßung iſt es jetzt Zeit, wie von neuer Kampfesluſt belebt erhebt er ſich, ruft:„vorwärts!“ und ſpringt in gewaltigem Sprunge über die Barrikade hinunter auf die feindliche Seite. Dieß Beiſpiel wirkte elektriſch auf Alle; hier, dort kletterten, ſprangen, Dieſer ſchneller, Jener vorſichtiger und langſamer, Mobilgarden, Nationalgarden und Linienſoldaten auf den jenſeitigen Theil der Straße hinunter. Nun ſtutzen ihrerſeits die Empörer, ein heftiger kurzer Kampf entſpinnt ſich, die Truppen aber mehren ſich, die Barrikade wird durch⸗ brochen, weggeräumt und ihre Vertheidiger verfallen der Wuth der Stürmenden, wenige fliehen, nur Einzelne wer— den zu Gefangenen gemacht. Fortwährend iſt der tapfre Offizier vorne, François ſteht, ficht, beinahe immer der Nächſte hinter oder neben ihm, er iſt ganz Soldat, vor⸗ ſchriftsmäßig ladet er, legt an, zielt und ſchießt los, mit der größten Kaltblütigkeit, als ſtände er auf dem Exer⸗ cierplatze. Nur zuweilen entfährt ſeinem verſchloſſenen Munde ein Ausruf, ein Ton, der ſeine wachſende Zufrie⸗ denheit mit dem Muthe, dem Kampfeseifer ſeiner Genoſſen bezeugt; ſeine Bereitwilligkeit, womit er den Anordnungen des Offiziers freiwillig entſpricht, verräth außerdem noch ſtillſchweigend ſein Vertrauen in die militäriſchen Kenntniſſe deſſelben. f (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edictalla dung. (982) Anſprüche jeder Art an das Vermögen des Salomon Hammel in Oberrosbach, über welchen Concurs erkannt worden, ſind Mittwoch den 10. Auguſt, Morgens 8 Uhr, bei Vermeidung des ſtillſchweigend erfolgenden Ausſchluſſes dahier anzuzeigen und zu begründen. Friedberg den 9. Juni 1853. Großh. Hefſ. Landgericht Hof mann. Dr. Irle. Edietalla dung. (9310 Franz Georg Küſtrams Wittwe, Maria Katharina, geb. Scheer aus Friedberg, iſt am 15. Januar d. J. dahier kinderlos verſtorben und ihr in Amerika wohnender Bruder Hart⸗ mann Scheer als geſetzlicher Erbe bezeichnet worden. Da Friedrich Georg Kordes dahier den geringen Nachlaß für Auslagen und aus einem Schenkungsvertrage in Anſpruch nimmt, ſo wird der vorgenannte Hartmann Scheer resp. deſſen Kinder, oder wer ſonſt Erb⸗ und andere Anſprüche an den Nachlaß zu haden glaubt, aufgefordert, dieſe binnen drei Monaten dahier geltend zu machen, gegenfalls der Nachlaß dem Friedrich Georg Kordes überwieſen werden wird. Friedberg den 5. Juni 1853. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Irle. Oeffentliche Ladung. (986) Konrad Roth von Florſtadt, geboren am 15. Juni 1783, deſſen Aufenthaltsort un⸗ bekannt iſt, wird hiermit aufgefordert, fich bin⸗ nen 3 Monaten von heute an bei dem unter⸗ zeichneten Gerichte zu melden, widrigenfalls er für verſchollen erklärt und ſein Vermögen den als Erben aufgetretenen Perſonen überantwortet werden würde. Friedberg am 20. Juni 1853. Großherzogl. Landgericht Hofmann. Braunkohlen⸗Verkauf.& (893) Auf dem Gr. Dorheimer Braunkohlenbergwerk können nunmehr trockene Braunkohlen⸗ klötze von Reihen aus der diesjährigen Förmerei, auch fortwährend Klötze von Haufen und Schoppen, ſowie ſog. Holzkohlen bezogen werden. Die Preiſe der Klötze ſind 11 Kreuzer für den Centner für die von Reihen und Haufen, 12 Kreuzer für die aus den Schoppen, wobei 14 Klötze für 1 Centner gerechnet werden. Die ſog. Holzkohlen koſten 14 Kreuzer der gemeſſene Centner. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird für die bis Ende September d. J. bezogenen Braunkohlen, jedoch nur bei Abnahme von mehr wie 25 Centner Credit zur Zahlung bis Ende Dezember d. J. gegeben. Denjenigen indeſſen, welche noch Zahlungen für Braunkohlen aus einer früheren Creditperiode an die Gr. Bergkaſſe zu Friedberg zu leiſten haben, kann, bevor ſie ihre Schuldigkeit berichtigt haben, kein weiterer Credit gegeben werden. Beſonders zu bemerken iſt noch, daß ſämmtliche Geſchirre, welche von dem Gr. Dorheimer Braunkohlenbergwerk Kohlen abholen, bei der Kurfürſtl. Chauſſeegelderhebungsſtätte Nauheim und beladen auch auf allen Gr. Heſſ. Chauſſeen von Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit find. Dorheimer Bergwerk den 13. Juni 1853. Das Gr. Heſſ. Bergamt Dorheim ag 5 Gr. Bergmeiſter. 50 öffentlich al werden. Schloß“ bräſic vo 963) 0 in den obe bietenden d 6 S * — 1 192) entſteht, ihrer Ve die Miltg ſind zu h „ dtangoig n rechten nußt hat ie. 45 Ader vorwärts! ,, die Ba Darrifkade 1 diel wirkte 8 auf dem Exer⸗ derſchloſſener dende Zufrie, einer Genoſſen 201 e- Braunkohlen⸗Verkauf. (987) Auf der Fürſtlichen Weckesheimer Braunk ohlen⸗Grube iſt der Braunkohlen⸗Verkauf der dießjährigen Förmerei wieder eröffnet worden.— Der Preiß der Kohlenklöße, welche von den Reihen bezogen werden, iſt bis auf Weiteres 9 kr. und der Preiß der ſogenannten Holzkohlen 14 kr. für den Centner.— Bei Abnahme von mindeſtens 25 Centner und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird, wie im verfloſſenen Jahr, Credit bis Ende März kommenden Jahrs unter den bekannten 3 Zahl⸗ terminen(Ende September und Dezember l. J. und März 1854) geſtattet. Weckesheimer Grube am 22. Juni 1853. Fürſtliche Bergverwaltung F. Storch. Holzverſteigerung. (960) Freitag den 1. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Walddiſtrikte Oberforſt, bei Bönſtadt an der Büdinger Chauſſee ge⸗ legen: N 1 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 32„„ Prügelholz, 109„ Eichen⸗Schälprügelholz, 14„ Buchen ⸗Stockholz, 2„ Eichen⸗ 5 1350 Buchen⸗Wellen, 2404 Eichen⸗Schälholzwellen, 12» Dieichſeln und 50„ Schälſtangen, öffentlch an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Schloß Ilbenſtadt den 22. Juni 1853. Eräflich von Leiningen⸗Weſterburgiſche Rentei Bernhardt. Bekanntmachung, betreff.: Holzverſteigerung in den bei Oberros⸗ dach gelegenen Großh. Domanialwal⸗ dungen. (963) Freitag den 1. Juli d. J. werden in den oben genannten Waldungen an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert: Geſchälte Eichen: 6 Stecken Scheitholz, 17%„ Prügelholz, 2522 Wellen Reiſerholz, 25 Stammabſchnitte, 304 Stangen Werk⸗ und Nußholz, worunter auch Baumſtüßzen. Eichen⸗, Birken⸗ und Nadelholz: ½ Stecken Prügelholz, 20„ Stockholz, 6096 Wellen Reißerholz, 3 Wagen, 17½ Laft Allerleiholz, 10 Stangen zu Baumpfählen. Zuſammenkunft: Morgens präeis 7¼ Uhr bei der dicken Eiche an der Saatſchule im Weſterfeldſchenwald. Es wird mit dem Birken⸗ und Nadelreißholz in den Mainzerhecken und Weſterfeldſchenwalde begonnen und nachher das übrige Holz, worun⸗ ter auch das Scheitholz iſt, im Kellerberg ver⸗ ſteigert. Oberrosbach den 20. Juni 1853. Der Großh. Oberförſter der Oberförſterei Oberrosbach Bing mann. Arbeits⸗Verſteigerung. (988) Samſtag den 9. Juli l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen an Ort und Stelle die an der Kirche und an der Pfarrhofraithe zu Steinfurth nöthigen Bauarbeiten öffentlich an den Wenigſinehmenden verſteigert werden. 0 Nach den Voranſchlägen betragen dieſe Ar⸗ beiten: 1) Maurerarbeit 27 fl. 38 kr. 2) Steinhauerarbeit 8— 3) Schreinerarbeit 20„ 58, Die Voranſchläge liegen bei dem Unterzeich⸗ neten zur Einſicht offen. Steinfurth den 25. Juni 18653. Der Kirchenvorſtand. Für denſelben: Textor, Pfarrer. Holzverſteigerung. (989) Montag den 4. Juli l. J., Vormittags 9, Uhr, ſoll in dem Gemeindewald zu Nieder⸗ mörlen nachſtehendes Holz in den genannten Schlägen einer öffentlichen Verſteigerung aus⸗ geſetzt werden: 1) im Schlag Nr. X: 2079 Wellen Aspen⸗, Weiden⸗ und Tannen⸗ Ausputzholz, 2) im Schlag Nr. XI: 1375 Wellen Aspen⸗, Weiden⸗ und Tannen⸗ Ausputzholz, 3) im Schlag Nr. XII: 775 Wellen Aspen⸗, Weiden⸗ und Tannen⸗ Aus putzholz, 4) im Schlag Nr. XIV: ½ Stecken Nadelholz 12 Stück Lerchen⸗Wellen 13„ Nadel⸗* 1 Laſt Allerleiholz, 5) im Schlag Nr. XIV: 1 Nadelſtamm, 17 Cubikfuß enthaltend, 3 Nadelſtangen, 10 7„ 6) im Schlag Nr. XI und XII: 63 Gebund Ginſtern zu Backholz, 7) im Schlag Nr. V, VI, VII und VII: 1944 Gebund Ginſtern zu Backholz. Die Zuſammenkunft if bei dem Forſthaus Winterſtein, präcis 9 Uhr. Niedermörlen den 26. Juni 1853. Der Hebe e Bürgermeiſter e y. Windfall; Privat⸗ Bekanntmachungen. Die Hagelſchäden-Verſicherungs-Geſellſchaft „ERES“ in Magdeburg (192) verſichert alle Ernten der Felder, der Gemuͤſe⸗, Obſt⸗ und Weingärten gegen Schaden, der durch Hagelſchlag entſteht, nach den Beſtimmungen ihres Statuts; ſie gewährt durch das Prinzip der Gegenſeitigkeit und Oeffentlichkeit in ihrer Verwaltung nicht allein die größte Sicherheit, ſondern ſtellt auch billige Prämien. Die Einrichtungen dieſer Geſellſchaft fanden in dem letztverfloſſenen Jahre einen ſo allgemeinen Anklang, daß ſich die Mitgliederzahl, Die Statuten der Geſellſchaft, ſind zu haben bei Friedberg den 22. Mai 1853. wie das verſicherte Capital gegen das Jahr 1851 um mehr als das Doppelte geſteigert hat. ſowie Auskünfte über die Erforderniſſe zur Aufnahme und die nöthigen Formulare H. Hahn, Agent der Hagelſchäden-Verſicherungs-Geſellſchaft„Ceres.“ Geſchaͤfts-Eroͤffnung. (979) An dem kurheſſiſchen Chaufſſeehaus, nahe bei Friedberg, habe ich eine Ziegel-, Back⸗ ſtein⸗ und Kalkbrennerei erbaut, weßhalb daſelbſt von heute an Ziegeln, zwei- und dreizöllige Backſteine, ſowie Kalk in beſter Qualität zu an⸗ nehmbaren Preiſen zu haben ſind. Dieſes Ge⸗ ſchäft treibe ich in Verbindung mit meinem Schwiegervater Friedrich Weimann, der es be⸗ reits ſchon 33 Jahre zu Oſſenheim getrieben hat. Das Zutrauen, welches demſelben zu Theil ge⸗ worden iſt, bitte ich auch auf unſere Verbindung übertragen zu wollen. Schwalheim den 20. Juni 1853. Konrad Stamm, Zimmermann. 6 0 0 Gulden (981) Vormundſchaftsgelder liegen gegen ge. richtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit bei Oſſenheim. G. Maul. Aufforderung. (990) Schon vor ſehr geraumer Zeit ſind 2 Hüte Melis⸗Zucker und ein neues Oefchen in meinem Hauſe abgeſtellt worden, ohne daß mir bis jetzt die Eigenthümer dieſer Gegenſtände bekannt geworden ſind oder auch nur die ge— ringſte Nachfrage darnach geſchehen wäre. Ich fordere daher die Eigenthümer der fraglichen Waaren⸗Gegenſtände auf, ſolche längſtens inner⸗ halb 14 Tagen, gegen Erſatz der Koſten, bei mir abzuholen. Ilbenſtadt den 22. Juni 1853. Gottfried Haas. 202 Caisse pulernelle, (Vaͤterliche Kaſſe) Geſellſchaft zur gegenſeikigen Lebensverſicherung in Paris, Rue Richelieu 110, unter Autoriſation der Ordonnanz vom 9. September 1841 und des Decrets vom 19. März 1830. 3242 Policen 7,187,009 Fr. 62 C. 5,048,937„ 19„ Die Caisse paternelle erhielt während des Jahres 1852: im Betrage von e 8 9 davon wurden in demſelben Jahre einkaſſirt. 5 (991) ** 9** Im Ganzen waren am 31. Dezember 1852 unterſchrieben 96,491,936„ 78„ davon einkaſſirt 5 a 8... e 42,981,519„ 58„ und verwandelt in 4½ pCt. Renten, welche an Zinſen aufbringen 2,070,492„—„ In den Monaten Januar, Februar und März 1853 erhielt die Geſellſchaft 700 neue Subſciptionen im Betrag von 1,574,570„ 32„ Die Einnahmen während dieſer drei Monate betrugen.. 25,490,133„ 53„„ Die Totalſumme der Subſcriptionen war daher am 31. März 1853 98,066,513„ 10„ und die der Einnahme 8 5 5 5 9 8. 45,471,653 ½„ verwandelt in 4½ pCt. Renten, die an Zinſen aufbringen. 2,177,044„—„ f Die eingezahlten Prämien werden ſtatutengemäß in 4½ pCt. Renten angelegt, welche nicht vor der Zeit der Vertheilung veräußert werden können. ö Welch großes Vertrauen die Kaſſe genießt beweiſen die vorſtehenden Zahlen, und daß eine ſo große Gegenſeitigkeit außerordentliche Vortheile bietet, bedarf keiner Erörterung. i Von der Caisse paternelle dazu ermächtigt, empfehle ich meine General-Agentur zum Abſchluß von Verſicherungen und mache namentlich Eltern, welche ihren Kindern ein Vermögen ſichern wollen, welches denſelben im 21. Lebensjahre ausbezahlt wird, darauf aufmerkſam, daß durch jährliche kleine Einzahlungen dies Ziel erreicht wird. Nähere Auskunft ertheilt Herr J. Hanau in Friedberg, und ſind bei demſelben Statuten, Tarife ꝛc. zur Ein⸗ ſicht zu haben. Darmſtadt den 20. Juni 1853. ö Der General-Agent der Caisse paternelle: 5 Max Ettling. Einladung zum Abonnement auf das dritte Quartal 1853 des Frankfurter Anzeigers. Abonnementspreis für Frankfurt 45 kr. und 18 kr. Stempel(laut Geſetz vom 3. Mai 1853) per Quartal; für auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemäß des Regulativs, mit unbedeutendem Poſtaufſchlag. Alle Poſtaͤmter nehmen Beſtellungen an. (992) Der„Frankfurter Anzeiger“ bringt Erzählungen, Novellen, Gedichte, Miscellen, Schach-, Rechnen⸗, Räthſel⸗, ꝛc. Aufgaben; Pariſer Modebericht mit Modebildz das Allerneueſte in Häkel⸗, Stick⸗, Strick⸗, Filet⸗ und Band⸗ arbeiten mit Abbildungen; populär⸗wiſſenſchaftliche Abhandlungen; für Künſte und Handwerke zeitweiſe lithograpbirte Abbildungen der neueſten Möbelgarnituren; Polizei⸗Chronik; Feuilleton für Theater und Concert; täglich(unter der Rubrik:„Was gibt es Neues?“) eine kurze, bündige, aber vollſtändige Rundſchau auf dem Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens, wodurch dem Leſer das ſehr oft unerquickliche Durchſehen großer politiſcher Zeitungen erſpart wird; ein vollſtändiges Coursblatt der hieſigen Börſe, Getreide-, Oel⸗ und Branntwein⸗Berichte; das Frankfurter Amtsblatt im Auszug. Inſeraten kann bei der großen Verbreitung des„Frankfurter Anzeigers der beſte Erfolg garantirt werden. vorkommenden amtlichen Verſteigerungen müſſen laut ſtadtgerichtlichem Decret in dieſem Blatte bekannt gemacht werden. Probeblätter ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel in Friedberg. Wöchentlich, 1 lithographirte Wird täglich, außer Montags, eilage. ausgegeben. Die hierorts Ju berka uf e y. (993) Ein Kühlſchiff, 9 Ohm haltend, ſteht zu verkaufen bei C. Altmannsperger. Zu verkaufen. (99) Ein altes Klavier ſteht zu verkaufen. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Müller⸗Wagen und Chaiſe. (995) Ein ſehr gut gehaltener Frachtwagen mit breiten Rädern, der ſich ganz vorzüglich zu einem Müller⸗Wagen eignet, ſodann ein leichtes einſpänniges Chaischen, ſtehen billig zu verkau⸗ fen. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Anzeige. (996) Auf der v. Lersnerſchen Ziegelhütte dahier find von jetzt an unausgeſetzt vorzüg⸗ lich gut gebrannte Ziegeln, das Tauſend gegen Baarzahlung zu 8 fl. 30 kr., zu haben. Obererlenbach den 22. Juni 1853. N Reinicke. Ein vollſtändiges Schmiedegeſchirr (997) hat zu verkaufen Schmiedemeiſter Grimmel in Oberwöllſtadt. Eiſenbahnfrachtbriefe (998) ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. E. Bindernagel. Anzeigen für die Freitags er⸗ ſcheinende Nummer wolle man ſpäte⸗ ſtens bis zum Mittwoch Abend und ſolche für die Dienſtags-Nummer läng⸗ ſtens bis den Sonntag bei der Expe⸗ dition abgeben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Du Textor a Vorſiß it bachiſche derſelben Indem Gemeind miſſion g Ein bon ande hatte ſich wollte ſick haft pfiffe achtete me Offizier h auf dem Er ſah ſee Kugel hat Geſechtes ſelber unt mörderſch ſeiner W den Ver forttrug, genannte