Iwad rl Intelli 9 ur die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. enz-BDlatt M 33. Mittwoch den 27. April 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das Gemeinde-Rechnungsweſen. Um den Stand des Gemeinde-Rechnungsweſens im Kreiſe am Schluſſe des Rechnungsjahres 1852 genau kennen zu lernen und in dieſer Beziehung die Thätigkeit der be— treffenden Lokalbehörden zu überwachen, bin ich veranlaßt, hiermit Folgendes anzuordnen: 1) Die Gemeinde⸗Einnehmer ſollen zur Zeit des Buͤcher⸗ ſchluſſes von dem Jahre 1852(vergleiche Gemeinde— Ordnung Art. 65.) eine Abſchrift des Abſchluſſes der 18521 Gemeinderechnung fertigen und mit ihrer Un⸗ terſchrift verſehen, dem Gr. Bürgermeiſter zuſtellen. 2) Dieſelben haben ferner gleichzeitig mit dem Bücher⸗ ſchluſſe vom Rechnungsjahr 1852 auch ihr Hand⸗ buch von 1853 förmlich abzuſchließen und ſofort einen getreuen Auszug daraus zu fertigen, woraus genau erſichtlich iſt, wie viel bis dahin unter jeder Ordnungs- Nummer eingenommen und ausgegeben worden iſt, und wie viel die Einnahme die Aus— gabe übertrifft, oder das Gegentheil. Der§. 39. der Inſtruktion für die Gemeinde-Einnehmer vom 11. Nov. 1840 iſt hier maßgebend. Dieſer Auszug iſt von dem Rechner dem Bürgermeiſter zu behändigen. 3) Die Gr. Bürgermeiſter haben hierauf: a) die ihnen von dem Gemeinde-Einnehmer zugeſtellten Abſchriften resp. Handbuchs- und Tagebuchs-Aus⸗ zuge mit Rückſicht auf die Bücher deſſelben zu revi⸗ diren und zu beglaubigen; p) unter Beachtung des kreisräthlichen Ausſchreibens vom 1. Auguſt 1841 No. 26 des Intelligenzblattes vermittelſt Vornahme eines Kaſſenſturzes ſich zu überzeugen, ob das Ergebniß derſelben mit der Kaſſe übereinſtimmt, und c) über den Erfolg bis zum 20. Juni l. J. unter Beiſchluß der Auszüge ꝛc. hierher Vorlage zu machen. 4) Werden rückſichtlich der Aufſtellung der Liquidailons⸗ Verzeichniſſe und deren ſorgfältigen Prüfung durch die Ortsvorſtände die beſtehenden Vorſchriften, insbe⸗ ſondere mein Ausſchreiben No. 2. von 1852 bei dieſer Gelegenheit wiederholt eingeſchärft unter dem Anfüͤ⸗ gen, daß die Liquidations-Verzeichniſſe auch von dem Gemeinderath, zum Zeichen ſeiner Billigung, mitun— terſchrieben ſein müſſen. Friedberg den 23. April 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Der verlorengegangene Brief. Ein Lebensbild in Novellenform von C. Baldamus. (Schluß.) Je mehr Herr Dalling von der Schloßherrin ſah, deſto betroffener ward er. Die größten Unwahrſcheinlich⸗ keiten und Unmöglichkeiten ſchwebten ihm vor, und doch konnte er unmöglich ſeine Vermuthungen und Ahnungen für ungegründet halten. Sein Leben war voll andauern— der Muͤhe und Arbeit, in den letzten Jahren voll pein— licher Sorgen und ſchwerer Heimſuchungen geweſen und dieſe hatten ihm manche ſchlafloſe Nacht bereitet. Den⸗ noch hatte er nie eine längere und ſchlafloſere verbracht als dieſe erſte unter dem ſtattlichen Dache, welches ſeine Tochter, ſein Liebling Fanny, nun das ihrer Heimath nannte. Er fühlte, daß er dieſe Ungewißheit über die Perſönlichkeit von Edmund's Mutter nicht einen Tag länger ertragen könnte. Er mußte ſich Gewißheit ver— ſchaffen und wollte die Gelegenheit dazu herbeiführen, wenn ſich eine ſolche nicht von ſelbſt bieten ſollte. Allein die Veranlaſſung hiezu ward ihm ſchon am andern Morgen nach dem Frühſtück geboten, denn die Dame des Hauſes erbot ſich, dem verehrten Gaſt das Gut zu zeigen,— ein Anerbieten, welches er, mit dem gegebenen Zweck im Auge, unverweilt annahm. Schweigend traten ſie ihren Spaziergang an, denn auf Beiden ſchien ein ganz beſon— derer beengender Zauber zu laſten. Endlich hub Herr Dalling mit unſicherer Stimme und erzwungener Faſſung an:„Darf ich mir eine Frage an Sie erlauben, gnädige Frau— eine Frage, die Ihnen vielleicht unceremonibs, ja vielleicht ſeltſam vorkommen mag— haben Sie Ver— wandte, welche den Namen„v. Holz“ führen!“ Er ſah ſie zuſammenbeben, als ſie mit erzwungener Faſſung erwiderte:„Allerdings, Herr Dalling! Es iſt mein elterlicher Familienname, den ich ſelbſt bis zu meiner Verheirathung geführt habe!“ Bei dieſem Geſtändniſſe blieben Beide wie in ſtummem gegenſeitigem Einverſtändniſſe ſtehen und blickten einander ernſt an. Guſtav Wartmann war nun über die Mittagslinie des Lebens hinaus; ſein einſt ſo ſchönes und noch immer intereſſantes Geſicht war tief durchfurcht von Spuren langen Kummers und herber Sorge, und ſeine einſt ſo üppigen Locken waren dünn und grau geworden, während ſeine Zuͤge, die er lange ſo ſehr in ſeiner Ge— walt gehabt, daß ſie niemals ein Zeichen von Ruͤhrung oberflaͤchlicherer Art an den Tag legten, jetzt unter dem Einfluſſe einer heftigen Leidenſchaft zuckten. Eine leichte Röthe überflog Emiliens ſonſt ſo bleiche Wange; ſie ſchöpfte tief Athem und ſetzte endlich mit hörbar zittern⸗ der Stimme hinzu:„Ja, Guſtav Wartmann, ich bin Emilie v. Holz!“ Er gab weder in Wort noch durch Blicke eine Ant⸗ wort, bis Frau v. Schönfeld beinahe überraſcht hinzu⸗ ſetzte:„Aber nicht wahr, Herr Dalling, wir ſehen uns als Freunde wieder? Einen Augenblick lag Guſtav Wartmann's beſſere Natur im Kampfe mit dem Stolz; allein entweder beſaß er jetzt mehr Selbſtbeherrſchung als in früheren Zeiten der feurigen unbedachtſamen Jugend, oder er konnte nicht zürnen noch Rachſucht fühlen angeſichts der freundlichen, ſanften, milden Frau— kurzum, dießmal trat er ſeinen alten böſen Dämon Stolz unter die Füße, und zwang ſich ſelbſt, ihr wenn auch in etwas barſchem förmlichem Tone zu antworten:„Ja, als Freunde, Frau v. Schönfeld. Gewiß ſind wir Freunde, wenn Sie es wünſchen. Ihre Güte gegen meine arme mutterloſe Fanny hat alles Un— recht ausgeglichen, welches einſt Fanny's Vater erdulden mußte. Laſſen wir die Vergangenheit vergeben und ver— geſſen ſein!“ „Nicht doch, mein Freund,“ entgegnete Emilie ſanft, „laſſen Sie uns lieber die Vergangenheit erklären! Herr Dalling, wir ſind Beide nicht mehr jung, und haben uns hoffentlich Beide die unbedachtſame Raſchheit der Jugend abgewöhnt. Wir können aber nicht eher wieder wahrhaft gute Freunde ſein, wie wir ſein müſſen, als bis unſere beiderſeitige Treue uns gegenſeitig klar gemacht worden iſt,— und ich wünſche um Edmund's und Fanny's Willen, daß wir recht gute Freunde würden! Laſſen Sie uns daher Beide frei und kühn reden und ohne Furcht, hüben oder drüben zu kränken. Ich verſpreche meinerſeits, nicht empfindlich zu ſein gegen die Wahrheit, wie ſie auch immer ſein mag!⸗ Herr Dalling betrachtete ſie aufmerkſam, forſchend und bewundernd, während ſie ſo ſprach, und ſagte, als ſie geendet hatte, halb träumend, halb zu ihr gewendet: „Noch immer derſelbe klare geſunde Menſchenverſtand, daſſelbe milde treffliche Gemüth, das ich in meiner Ver— blendung für trügeriſch anſehen konnte! Aber ich bitte um Verzeihung, Madame, und ich verſpreche Ihnen, nicht minder wahr und nachſichtig zu ſein als Sie!“ „So ſagen Sie mir denn unumwunden, Herr Dalling, warum Sie mir niemals meinen letzten Brief beantworteten oder den Empfang der Börſe beſtätigten, die ich Ihnen verfertigt hatte!“ Er bebte zuſammen, wie von einem Schuß getroffen. Der förmliche, kalte, gemeſſene Dalling war verſchwunden, — der leidenſchaftliche glühende Guſtav Wartmann ſtund wieder wie ehedem vor ihr. Ich habe ihn beantwortet, Emilie,— aus der Tiefe und Fülle meiner Seele— und wie glücklich, wie voll dieſe war, vermag ich kaum zu be— ſchreiben.— Ich beantwortete Ihren Brief, aber Sie antworteten mir niemals auf den meinigen, Emilie!“ „Ich verſichere Sie, daß ich niemals einen ſolchen erhalten habe!“ entgegnete Emilie feſt. Einige Minuten vergingen nach dieſer Erörterung, bevor Eines von Beiden ſprechen konnte; endlich aber rief 130 e Herr Dalling:„O wie ſehr habe ich Ihnen Unrecht ge⸗ than, Emilie! In dieſem Augenblick iſt mir als erblicke ich tief unten in einem finſtern Abgrunde das Abbild des Böſen in meinem ganzen Weſen. Ich beginne nachgerade zu glauben, ich habe einen Teufel im Buſen gehegt, und ihn meinen guten Engel genannt. Emilie, wenn ich noch nicht zu alt bin, um mich zu beſſern, ſo ſind Sie das Werkzeug meiner Beſſerung geworden. O ich bitte Sie nicht um Verzeihung, edle großmüthige Frau, denn ich fuͤhle, daß Sie mir ſchon vergeben haben!“ Frau v. Schönfeld begriff, was es den ſtolzen Mann gekoſtet haben mußte, dieſes Zugeſtändniß zu machen, und ſie ſchätzte ihn hoch für dieſe Bemühung.„Wir haben Beide Tadel und Vorwürfe verdient und bedürfen Beide in gleichem Maaße der Vergebung,“ verſetzte ſie.„Allein wir würden vergebens nun die Vergangenheit beklagen; laſſen Sie uns vielmehr darüber freuen, daß unſere alte Freundſchaft auf der feſten Baſis vollkommenen Vertrauens wiederhergeſtellt und durch die Verbindung unſerer theuren Kinder noch mehr verkittet und befeſtigt iſt!“ Statt aller Antwort bot ihr Herr Dalling ſeinen Arm mit der freundlichen und vertraulichen Artigkeit eines alten Freundes, da er Frau v. Schönfeld etwas ange- griffen ſah, und ſie wanderten eine Weile ſchweigend neben einander her. Endlich fragte Frau v. Schönfeld: „Glich Fanny's Mutter ihrer Tochter einigermaßen?“ „Mit nichten, Emilie!“ gab Dalling zur Antwort und ſeine Stimme bebte leiſe;„meine arme ſelige Frie- derike war ſanft und hold, hatte aber wenig Aehnlichkeit mit meiner kleinen Fanny.“ „Und Ihre Ehe war wohl eine glückliche? Das freut mich von Herzen!“ „Ich wäre der undankbarſte Menſch geweſen, wenn ich mich mit ihr nicht glücklich gefühlt hätte,“ war die Antwort;—„und auch die Ihrige, Emilie, war wohl .... Er hielt inne, er wußte nicht weßhalb, während Emilie geſenkten Blickes langſam und leiſe erwiderte: „Ich bin nun ſehr, ſehr glücklich!“ Ein Gefühl innigſter Hochachtung und Bewunderung hielt Herrn Dalling eine Weile ganz ſtumm; dann ſagte er im Tone innigſter, ernſthafteſter Ueberzeugung:„Sie ſind die großmüthigſte, edelſte, erhabenſte Frau, die ich je kennen gelernt habe!“ 5 Frau v. Schönfeld gab keine Antwort; als ſie aber mit einander in's Schloß zurückgekehrt waren, ſagte ſie in ihrem gewohnten freundlichen, ruhig-heitern Tone zu ihm:„Und nun, Herr Dalling, laſſen ſie uns nach Ed— mund und Fanny ſehen, und damit ſie aus unſeren Irr— thümern lernen mögen, daß Vertrauen der beſſere Theil und die Blüthe der Liebe iſt, ſo laſſen Sie uns ihnen nunmehr die Geſchichte von unſerem verloren ge— gangenen Brief erzählen!“— Für die Abgebrannten in Gambach find bei Unterzeichneten bis heute eingegangen: Von H. V. 10 fl.; L. L. 2 fl. 30 kr.; P. W. 1 fl. 30 kr.; N. N. 30 kr.; St.⸗E. D. 1 fl.; Sch. in D. 2 fl. 40 kr.; Fr. Ob.⸗L. W. 1 fl. J. St. 1 fl.; Lehrer Sp. 12 kr. N. N. 12 kr.; N. N. 2 fl.; F. B. 2 fl.; Ungenannt 18 kr. B. Gr. 18 kr.; N. N. 18 kr.; N. B. 12 kx; S Mi. 18 kr.; N. N ir; N St.; 8 h 2 r; N. N. 18 kr.; N. N. 12 kr.; N. N. 6 kr.; Konr. St. 1 fl.; H. K. 12 kr.; H. W. 24 kr.; W. Sch. 18 kr.; L. Na. 12 kr.; L. Gr. 40 kr.; J. W. 1 fl.; durch Hrn. Domänenrath Buß: von Hrn. Forſtmeiſter Winheim in Bingenheim 3 fl. 30 kr.; von K. 3 fl.; zuſammen 37 fl. 14 kr., wofür wir den edlen Gebern herzlich danken. Zugleich bitten wir um weitere Beiträge. Friedberg den 21. April 1853. Der Ausſchuß des Hulfs-Vereins. oeſſentl, nut ace Monate u machen, wid 9 darauf, üchſicht uch dan abe, welche E Zutduſats, noc ſügt werden wi Friedberg (608) Mun mütags um 10 Tünchen der 4 Caſerne, der 706 fl. 36 k 505 fl. 17 kr. an den Wenig werden. Eg n dieſer Arbeiten Weißbindermeif Soumiſſionen, eigen Milltar zu nehmen ſing ſchrift. dem obenbemerf ewähnten Bür läſichen einzuleg Die Voran ind zur Einſi Butzbach d C Ve (641) Mitt mittags um 11 hauſe ein Lade mau und in gut 642) Don um 11 Uhr, ſtadtihes O bäumen be then haltend dim Mainze . Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. NN MM N NN N Garten⸗Verſteigerung. (51 Donnerſtag den 19. Mai d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein dem hieſigen Bürger Emmerich Rauch zu— ſtehender Garten, nämlich: Gemarkung Burg Friedberg: Pag. 254 Nr. 2 155 Ruthen bei der Uſa an Heinrich Salzmann II. und Georg Friedrich Rumpf, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 3. April 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der GEroßberzogl. Bürgermeiſter Bender. Oeffentliche Aufforderung. (603) Johannes Mahl von Ilbenſtadt kann das Eigenthum der von ihm verkauften Hof— raithe 1 72—79 zu Ilbenſtadt, welche er durch älterlichen Anſchlag erworben haben will, ur— kundlich nicht nachweiſen, weßhalb etwaige Be— rechtigte, insbeſondere auch der abweſende Bru⸗ der Georg Mahl, deſſen Aufenthalt unbekannt iſt, hierdurch aufgefordert werden, ihre Anſprüche binnen 3 Monaten von heute an, dahier geltend zu machen, widrigenfalls der Kaufbrief, ohne Rückſicht darauf, beſtätigt und über die Heraus- gabe, welche Georg Mahl, nach Angabe des Verkäufers, noch zu erhalten hat, geeignet ver fügt werden wird. Friedberg den 8. April 1853. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. v. Preuſchen. [Butzbach.] (608) Montag den 2. Mai d. J, des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll das Verſchalen und Tünchen der Decken zweier Ställe in hieſiger Caſerne, veranſchlagt die Zimmerarbeit zu 706 fl. 36 kr. und die Weißbinderarbeit zu 565 fl. 17 kr. auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Es werden daher die zur Uebernahme dieſer Arbeiten luſttragenden Zimmer⸗ und Weißbindermeiſter hierdurch aufgefordert, ihre Soumiſſionen, wozu die Formulare auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungsbüreau in Empfang zu nehmen ſind, verſiegelt und mit der Auf- eit Arbeit betreffend bis zu dem obenbemerkten Termin in das am Eingange erwähnten Büreau's aufgehängte Soumiſſions⸗ käſtchen einzulegen. a Die Voranſchläge und Accordsbedingungen ſind zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 13. April 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Verſteigerung. (641) Mittwoch den 27. April d. 2 Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ pauſe ein Ladentiſch mit Ladeneinrichtung, noch neu und in gutem Zuſtande, öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert. Friedberg am 24. April 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. 1642) Donnerſtag den 28. April, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein ſtädtiſches Grundſtück, Garten, mit Obſt⸗ bäumen bepflanzt, 88,4 Klafter S 45 Ru⸗ then haltend, in der 15. Gewann, zwiſchen dem Mainzer⸗ und dem Fauerbacherthor, an D 131 e- Johannes Walz, auf ſechs Jahre meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 25. April 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. 1000 Gulden (643) Kapitalien, ſowohl getrennt als im Ganzen, liegen gegen gerichtlichen Gütereinſatz bis zum 15. Juli d. J. in der Kaſſe des berdunliner⸗ Schülfonde dahier zum Ausleihen ereit. Friedberg den 24. April 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Be de Fruchtverſteigerung. (644) Dienſtag den 3. Mai d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 60 Malter Korn und 20 bis 30 Malter Gerſte von den Fruchtvorräthen des vereinigten Ar⸗ menfonds dahier, zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 24. April 1853. Der Großherzogl. Bügermeiſter einde. Oeffentliche Bekanntmachung. (645) Der Ortsbürger Conrad Schepp J. zu Pohlgöns iſt von Großherzogl. Hofgerichte der Provinz Oberheſſen für einen Verſchwender erklärt worden, was mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß ihm die Ortsbürger Conrad Schepp V. und Johan- nes Morkel zu Pohlgöns als Vormünder bei⸗ gegeben worden und Rechtsgeſchäfte jeder Art, die Conrad Schepp 1. ohne deren Zuziehung und Zuſtimmung abſchließen ſollte, rechtlich un⸗ gültig find. Butzbach den 18. April 1853. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ebel. Harbordt. Arbeits⸗Verſteigerung. (616) Künftigen Mittwoch den 27. April l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in dem zur Gr. Rentamtswohnung dahier gehörenden Hof die Planirung deſſelben und die Ausfüllung eines hinter demſelben befindlichen Grabens, öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 24. April 1853. Das Großh. Heſſ. Kreisbauamt Friedberg Stockhauſen. Lohrinden-Verſteigerung. (617) Freitag den 29. k. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die in dieſem Jahre aus dem Gemeindewald zum Schälen kommenden Eichenlohrinden, circa 60 70 Centner, von 18jährigem Stockaus⸗ ſchlagbeſtand, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth am 22. April 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter 0 Thönges. Obligations-Verlooſung. (6448) Von den auf den 1. Januar 1853 zur Rückzahlung beſtimmten Partialobligationen ſtehen folgende Nummern noch zurück: von dem Anlehen bei D. Brandt in Hanau Nr. 63= 250 fl. und von dem Anlehen bei S. Lindheimer in Fried- berg Nr. 37= 400 fl., Nr. 78 f 100 fl. Die Beſitzer dieſer Obligationen werden hier⸗ mit aufgefordert die Beträge dafür bei der hie⸗ ſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen, da vom 1. Januar d. J. keine Zinſen vergütet werden. Heldenbergen am 18. April 1853. Der Großh. Beigeordnete Schneider. a Holzverſteigerung im Moxſtädter Markwalde, Oberförſterei Düdels heim. (549) Donnerſtag den 12. Mai d. J., Vor⸗ mittags 8 ½ Uhr, ſollen in dem Moxftädter Markwald, Diſtrikt Rappellochſchlag, nachfolgende Holzſortimente unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffent⸗ lich verſteigert werden: 19 4 Stecken Buchen⸗Scheitholz Ir Qualität, 30 7 19 17 7 57 2 7 2 1„ Prügelholz, 124%„„ Stockholz, 575 Stück Buchen ⸗Wellen, 2000„„Stamm ⸗Wellen, 12 Stämme Buchen⸗Bau⸗, Werk- und Nutz⸗ holz, von 18 bis 23 Zoll Durchmeſſer und 15 bis 35 Fuß Länge, 725 Cubik⸗ fuß enthaltend, 1000 Stück Buchen⸗Bohnenſtangen. Die Zuſammenkunft iſt um genannte Stunde im Diſtrikt Rappellochſchlag beim Ulrichswäld⸗ chen, nahe bei Niedermoxſtadt. Obermoxſtadt am 18. April 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Mickel. Bekanntmachung. (650) Mittwoch den 4. Mai l. J., des Morgens um 10 Uhr, ſollen in dem Langen⸗ hainer Gemeindewald nachfolgende Holzſorti⸗ mente verſteigert werden: 28 Stecken Prügelholz, 11000 Birken⸗ und Buchen⸗Wellen, 1000 Eichen⸗Aſtwellen. Man bittet die Herren Bürgermeiſter der Umgegend um gefällige Veröffentlichung dieſer Verſteigerung. Ziegenberg am 23. April 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Rumpf. Holzverſteigerung. (651) Montag den 2. Mai l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in dem Langenhainer Gemeindewald, Diſtrikt Eichkopf, 120 Eichen⸗ Bauſtämme, welche ſich zu Neubauten eignen, öffentlich verſteigert. Zahlungsfriſt wird bis zu Martini d. J. geſtattet. Ziegenberg am 23. April 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Rumpf. öl oer te i ger ung (6532) Dienſtag und Mittwoch, den 3. und 4. Mai d. J., werden im Gräfl. Solms⸗Rö⸗ delheimiſchen Walde bei Wickſtadt öffentlich meiſtbietend verſteigert: 22 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 18„ Eichen⸗ 5 27 Buchen⸗Prügelholz, 57„» Eichen⸗„ 77¼%„ Buchen-⸗Stockholz, 237%„ Eichen⸗ 0 582„ Buchen⸗Reisholz, eien; 225 Wellen Dorn, 62 Eichen- Bau- und Werkholzſtämme von 6— 19“ Durchmeſſer und 10— 40 Länge, 61 Stück feſte Werkholzſtangen, 125 Cubik⸗ fuß enthaltend, 1825 Stück Nadel⸗Baumſtangen, 2250„ Nadel- und Laubholz⸗Bohnen⸗ ſtangen. Die Zuſammenkunft iſt an jedem der ge⸗ nannten Tage an der Stornbacher Kirche und der Anfang der Verfteigerung präcis 10 Uhr. Forſthaus Beinhards am 24. April 1853. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. NN N 132 Privat⸗ Bekanntmachungen. Für Auswanderer. (823) Für die Expeditionen vom 1. und 15. eines jeden Monats übernehme ich Auswanderer frei ab jeder Eiſenbahn⸗ ſtation 175 auch ab Bremen, je nachdem dies gewünſcht wird, zu den billigſten Ueberfahrtspreiſen nach allen Häfen ikas. g i i Nordamerika J. G. Appel in Gießen, conceſſionirter Hauptagent. Hagelſchaden-Verſicherungs-Geſellſchaft in Erfurt beſtätigt durch Allerhöchſte Cabinets-Ordre, d. d. Berlin am 24. Februar 1848. (613) Dieſe unter Aufſicht des Staates ſtehende Anſtalt, zählte am Schluſſe des letztverfloſſenen Jahres 12535 Mitglieder, mit einer Verſicherungs⸗-Summe von 18,973,070 RNthlr. und iſt gegenwärtig die größte gegenſeitige Hagel-Assecuranz in Deutſchland. Dieſelbe hat im abgelaufenen Jahre an 1077 Beſchädigte 103,179 Nthlr. 20 08 Bec dige ue are a in den acht Jahren ihres Beſtehens zuſammen 560,727 Nthlr. an 46 eſchädigte baar ausbezahlt. f N 9 e die Ain u können diefe Geſellſchaft dem landwirthſchaftlichen Publikum um ſo dringender zur Theilnahme empfehlen, als die überaus raſche Zunahme derſelben am ſicherſten die allgemeine Annerkennung der von ihr befolgten Grundſätze bekundet. 3 b. f Indem wir zu fernerer Betheiligung an dieſem Inſtitut hiermit einladen, bemerken wir noch ergebenſt, daß Statuten, Antrags⸗Formulare ꝛc. bei uns zu haben, und daß wir zu jeder Auskunfts⸗Ertheilung ſehr gern bereit ſind. Im April 1853. Hermann Auffarth in Nauheim. P. Habermann in Büdingen. Auch iſt Hr. Gemeinderechner Heydt in Friedberg zu jeder Auskunfts⸗Ertheilung gern bereit. *Kleeſaamen!!! ich geſonnen mein an der Landſtraße zu Ober⸗ (557) in unübertroffener prima Qualität wollftadt ſſehende Hofraithe nebſt Schmiedebau, i 1 mit allem darin befindlichen Werkzeuge, Don⸗ bei Wilhelm Hertſch ſtag den 28. April, unter den bei er Verſtei⸗ in Friedberg. gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen einer öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen. Ober wöllſtadt den 24. April 1853. Grimmel, Schmied. Lehrlingsgeſu ch. (654) Ein braver junger Menſch kann ſo⸗ gleich in die Lehre treten bei Heinrich Dietz, Buchbinder in Lich. Anzeige. (655) Einem geehrten Publikum bringe ich hierdurch ergebenſt zur Anzeige, daß ich mich Zu verkaufen. (653) Wegen Wohnungs⸗Veränderung bin (826 Regelmaͤßige gute und ſehnelle Auswanderer⸗ Beförderung 0 nach Ameriſa, 8 dahier als praktiſcher Arzt, Wundarzt nnd Ge⸗ illi i burtshelfer niedergel d mei zu ganz e N Preiſen 1 e auch ae rei a abe. 85 6 4 Friedberg am 24. April 1853. Frankfurt a. M., Mainz oder Bieberich. Dr. Hermann Trapp. f 0 8 Gutta⸗Percha⸗Firniß Nähere Auskunft, ſowie bündige Schiffseontraete bei der 6 80h 0 Wa 5 Gebrauchs⸗Anweiſung, 5* 4 r. itte ieſem neuen, praktiſ⸗ Haupt⸗Agentur: Nite, welches das Leber vorzüglich eonon F C 4 Röm hela in Frankfurt a M 0 und geſchmeidig erhält, kann man alles Schuh⸗ 0 0 0 1 5 werk gegen Näſſe und ſelbſt gegen den alles (Briefe franco.) Fahrgaſſe Nr. 1 an der Brücke. durchdringenden Schnee und Thau vollkommen waſſerdicht machen, empfiehlt Friedberg. P. F. Schmittner. Anzeigen fuͤr die Freitags er⸗ ſcheinende Nummer wolle man ſpäte⸗ ſtens bis zum Mittwoch Abend und ſolche für die Dienſtags-Nummer läng⸗ G a mb s, ſtens bis den Sonntag bei der Expe⸗ Gr. Diſtriktseinnehmer in Altenffadt.] dition abgeben. Verkauf von Gebäulichkeiten auf den Abbruch zu Enzheim bei Lindheim. auf den Abbruch zu verkaufen. (38) Unterzeichneter hat: Sämmtliche Gebaude ſind von Eichen- Holz 1) eine hohe Scheuer von 52“ Länge und und gut erhalten. 37“ Breite, worin 2 Ställe und ein Bal⸗ kenkeller eingerichtet find, 2) ein Brennhaus von 35“ Länge, 167 Breite und circa 16“ Höhe, und 3) eine Obſtdörre und Schweinſtälle, Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Fried berg. Das Grof an die Betreffend: 5 Wir haf Aufnahme vo Kaufnoteln derjenigen G durchaus erf ſollen, die f können, jeden Wir m Punkte aufm Ihnen dringeſ 1) Die dig und gra ſtehen(ode bezahlt, nach den. Wenn ein Erbe zw Henrich Ca ſondern es Sie duͤrfe protokolle einſenden, auf Stem Einſicht de die Vorne und einge muß erſt d hörung und den. Bei noch nicht verläſſigen, ſeien. Lee kungen, f Steuerzette blos die 9