1 8 9 2 N den Er eſterreich nige von Konigl. agelegen⸗ u Fa⸗ sbe⸗ zuver — 2——— Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M17. Sonnabend den 26. Februar 1853. Der verlorengegangene Drief. Ein Lebensbild in Novellenform von C. Baldamus. (Fortſetzung.) Emilie v. Holz war die älteſte Tochter des Oberſts v. Holz, der einer alten ſtolzen Adelsfamilie angehörte, die ſeit mehr als einem Jahrhundert der Krone Preußen eine Reihe der tüchtigſten Offiziere geliefert hatte. Dieſes Bewußtſein hatte dem Oberſten, der ſonſt allgemein für einen billigen gerechten Mann galt, einen gewiſſen ſchroffen Familienſtolz gegeben, welcher ſich um ſo unbeſchränkter aͤußerte, als er verhältnißmäßig arm war, denn Armuth verbindet ſich— mit Ausnahme einiger wenigen, ſeltenen, bevorzugten Geiſter, die den wahren Werth des Menſchen— lebens und das wahre Weſen des Menſchenwerthes richtig beurtheilen— in der Regel entweder mit Stolz oder Ge— meinheit. Unter verhältnißmäßiger Armuth verſtehe ich natürlich nur die Unzulänglichkeit des Vermögens bei Manchen zur Geltendmachung ihres Standes. Der Oberſt war penſionirt, und lebte in einer Provinzialhauptſtadt im öſtlichen Theile des Reiches, wo es ihm wirklich ſchwer war, von der kargen Penſion mit ſeinen ſſeben Kindern und ſeiner Gattin anſtaändig zu leben und den außeren Aufwand zu beſtreiten, welchen er ſeiner Geburt und ſeinem Range ſchuldig zu ſein glaubte. Emilie war zwei Winter hindurch die gefeiertſte Schöne der Provinzial— hauptſtadt geweſen, und die Bewunderung, die ihrer Schönheit und ihrem anmuthigen Weſen allenthalben ge⸗ zollt wurde, hatte in den Herzen ihrer Eltern die Hoff⸗ nung angeregt, ſie möchte früher oder ſpäter durch eine vortheilhafte Verbindung den Glanz der Familie wieder herzuſtellen beſtimmt ſein. Allein im Buche des Schick⸗ ſals war dies anders beſtimmt; während eines Beſuches in Berlin hatte Emilie im Hauſe von Verwandten den jungen Guſtav Wartmann kennen gelernt, und ſeine an⸗ genehme Perſönlichkeit und feinen Manieren, ſeine geiſt— reiche Unterhaltung und die Aufmerkſamkeit, welche er ihr ſchenkte, hatten raſch einen Eindruck auf Gefühle bei Emilien gemacht, die zwar empfänglich, aber ſtolz, und deßhalb noch unangeſchlagenen Saiten zu vergleichen waren. Guſtav Wartmann war der Sohn eines reichen Großhändlers, hatte mit Auszeichnung als Freiwilliger im Befreiungskriege gedient und war nach dem Frieden mit Offiziersrang und mit einem Orden verabſchiedet worden, um wieder dem Berufe ſeines Vaters zu folgen. Es war etwas Ritterliches, Kräftiges in ſeinem Charakter, welches des Eindrucks auf Frauenherzen nicht verfehlen konnte. Die romantiſche Gluth und Innigkeit, womit er ſeine Neigung zu Emilien ausdrückte, der Enthuſiasmus, den er für alles Große, Schöne und Gute an den Tag legte, rief in Emilien die ganze verborgene Poeſie ihres Weſens wach. Von Natur aus begabt mit lebhafter Einbildungs— kraft, und ſelbſt voll leidenſchaftlicher Zärtlichkeit, nur ſchüchtern und mißtrauiſch, hatte ſie bisher aus einer in— ſtinktmäßigen Ahnung, daß ſie entweder mißverſtanden werden oder Mißbilligung erfahren würde, ihre tieferen Gefühle ſorgſam in ſich verſchloſſen. Dieß hatte ihrem Charakter einen Grad von Bedächtigkeit und Zurückhaltung aufgeprägt, welcher weit uber ihre Jahre ging. Als ſie aber dieſelben Gefühle und Empfindungen, die ſie ſeither beinahe für unerlaubt und tadelnswerth gehalten, noch mächtiger und unbeſchränkter an einem weit ſtärkern Ge⸗ müthe und kühnern Geiſte als der ihrige zu Tage treten ſah, da gab ihr Herz dem kräftigeren Gegner Antwort und der verhaltene Strom der Leidenſchaft ſprengte ſeine Feſſeln. Sie liebte, ward geliebt und fragte Nichts mehr nach ihrer Beſtimmung. Guſtav warb um ihre Hand bei den Eltern, und erhielt endlich deren Einwilligung, natür— lich nicht ohne einiges Zoͤgern und Widerſtreben von Seiten des Oberſten v. Holz, welcher nur ungern die Luftſchlöſſer zertrümmert ſah, die er ſo lange auf ſeine ſchoͤne Tochter und für dieſelbe gebaut hatte. Es koſtete ihn Mühe, ſich mit dem Gedanken zu verſöhnen, ſie als Gattin eines Bürgerlichen, eines Kaufmanns, wenn auch von guter Familie und den wünſchenswertheſten äußeren Glücksum⸗ ſtänden zu ſehen. Allein der gute Ruf, die rühmliche militäriſche Bravour und die perſönlichen Vorzüge und günſtigen Ausſichten des jungen Freiers entſchieden den Oberſt endlich zu deſſen Gunſten. Ueberdieß hing Emilie mit unausſprechlicher Innigkeit an ihm, und dieß war der mächtigſte Beweggrund für das Vaterherz des alten ariſto⸗ kratiſchen Oberſten. Guſtav empfing bei einem Beſuche bei Emiliens Eltern deren Einwilligung, aber es war verabredet, daß die Vermählung erſt im kommenden Früh⸗ jahre ſtattfinden, daß Emilie den Herbſt und Winter bei ihren Eltern zubringen ſollte. Inzwiſchen beſchloſſen die Liebenden, ſich für die Trennung durch einen möglichſt leb⸗ haften Briefwechſel zu entſchädigen, und beim Abſchiede, als Emilien nach kurzem Beſuch in der Hauptſtadt wieder in die Heimath zurückkehren ſollte, fluͤſterte ihr Guſtav noch in dem Augenblicke, da er ſie in den Wagen hob, die Worte zu:„Ich bitte Dich, ſchreibe mir recht oft, meine ſüße Emilie, denn ich kann nicht glücklich oder ruhig ſein, wenn ich nicht von Dir höre oder an Dich ſchreibe, und wenn Du mir meine Briefe lange nicht be⸗ antworteſt, wirſt Du mich recht unglücklich, ja vielleicht gar eiferſüchtig machen!“ Sie antwortete ihm nur durch eine ſtumme Geberde, und der Poſtwagen entführte ſie dem Geliebten: die arme tiefergriffene Emilie lehnte ſich, halb glücklich, halb betrübt, in den Wagen zurück und erleichterte ihr Herz durch heftiges Weinen. Guſtav aber, auf welchen nicht minder heftige Gemüthsbewegungen eindrangen, ſuchte das Freie und erging ſich im Thier⸗ garten; er rannte wie beſeſſen, aber dennoch war ihm, als ob ſeine ganze Umgebung ihn heute kälter, nüchterner, langweiliger anblicke als jemals zuvor. Dann ſtürmte er nach Hauſe, in ſein Comptoir und ſuchte ſich durch Arbeit zu zerſtreuen, aber auch dieſe wollte ihm in ſolcher Stimmung nicht glücken.(Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs-Auszug von Friedberg. Zuſammenſtellung von 1852. Im Jahre 1852 wurden in der hieſigen chriſtlichen Gemeinde geboren: 125 Kinder, und zwar 59 männlichen und 66 weiblichen Geſchlechts, darunter 8 todtgeborne und 10 unehelich geborne. Geſtorben ſind,: 100 Perſonen, und zwar 16 Män⸗ ner und 19 Frauen, 12 männliche und 11 weibliche Per⸗ ſonen ledigen Standes, und 42 Kinder, nämlich 18 Knaben und 24 Mädchen. Getraut wurden: 30 Paare. Confirmirt wurden: 47 Knaben und 33 Mädchen. Monat Januar 1833. Getraute: 30. Heinrich Jennewein, Fabrikarbeiter, Bürger zu Worms, ehelicher lediger Sohn des verſtorbenen Wormſer Bür— gers und Handarbeiters Simon Jennewein, und Maria Schneider, eheliche ledige Tochter des verſtorbenen hie— ſigen Büͤrgers und Schieferdeckers Lorenz Karl Schneider. Getaufte: 1. Dem hieſigen Bürger und Schloſſermeiſter Heinrich Rumpf ein Sohn, Conrad, geb. den 23. Dez. 1852. 2. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Heinrich Mül— ler III. eine Tochter, Margaretha Jakobine, geb. den 14. Dez. Dem Gr. Major a. D. Georg Karl Friedrich Schä— fer ein Sohn, Johann Franz Friedrich Heinrich, geb. den 12. Dez. 2. Dem hieſigen Bürger und Zinngießer Joſeph Boretti ein Sohn, Engelhard, geb. den 25. Dez. 9. Dem hieſigen Bürger und Goldarbeiter Simon Stein— häuſer eine Tochter,, Anna Dorothea Chriſtina Eliſa— betha, geb. den 13. Dez. 16. Dem hieſigen Bürger und Müllermeiſter Ludwig Wa⸗ genknecht eine Tochter, Anna Barbara Maria Katha— rina, geb. den 3. Januar. 16. Dem Oberfeldwebel im 2. Bataillon des 4. Gr. Inf. Reg. Johannes Scharmann eine Tochter, Marie, geb. den 31. Dez. 16. Dem hieſigen Bürger und Pumpenmacher Heinrich Ben⸗ der eine Tochter, Anna Katharina, geb. den 11. Dez. 66 e- 23. Eine uneheliche Tochter, Johannette Friederike, geb. den 11. Jan. 23. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Muhl ein Sohn, Eberhard, geb. den 26. Dez. 23. Dem hieſigen Bürger und Rechnungspraktikanten Jo— hann Jakob Faatz ein Sohn, Karl Adam Nikolaus, geb. den 9. Jan. 30. Dem hieſigen Bürger und Kammermachermeiſter Philipp Karl Kiefer ein Sohn, Wilhelm Joſeph, geb. den 4. Jan. 30. Dem hieſigen Bürger und Drehermeiſter Jakob Starck eine Tochter, Maria Katharina Anna, geb. den 20. Jan. 23.(Zu Gießen.) Dem hieſigen Bürger, dermalen Schloſ— ſer in der Werkſtatt der Main-Weſer⸗Eiſenbahn zu Gießen, Ernſt Karl Wilhelm Renker ein Sohn, Georg Friedrich, geb. den 15. Jan. Nachtrag zu 1852. i 26. Dez. Dem Bürger zu Oberwöllſtadt und Schreiner, dermalen Inſaſſen dahier Philipp Veith III. eine Tochter, Katharina, geb. den 8. Dezember. Beerdigte: g 2. Jakob Philipp Rohmann, eheliches Söhnchen des Hein— rich Rohmann, Steinhauers und Bürgers zu Dorn— diel, Kreiſes Dieburg, alt 7 Monate, Fu den 31. Dez. 8. Johannette Schmidt, des hieſigen Bürgers und Kürſch— nermeiſters Philipp Schmidt eheliches Töchterchen, alt 2 Jahre, 6 Monate und 28 Tage, 7 den 5. Jan. 8. Gottlieb Becker, des verſtorbenen Bürgers zu Rodheim Kreiſes Vilbel und Kammmachers Michael Becker ehe— licher lediger Sohn, alt 17 Jahre, den 6. Jau. 11. Marie Chriſtiane Fritz, des verſtorbenen hieſigen Buͤr⸗ gers und Kaufmanns Johann Philipp Fritz eheliche ledige Tochter, alt 21 Jahre, 7 Monate und 3 Tage, T den 9. Jan. 14. Anna Margaretha Schott, geb. Heun, des verſtorbenen Ortsbürgers und Oekonomen Joh. Georg Schott zu Melbach, Kreiſes Friedberg, nachgelaſſene Wittwe, alt 65 Jahre, 3 Monate und 8 Tage, 1 den 12. Jan. 17. Eliſabethe Finkernagel, des hieſigen Bürgers und Bar— biers Jakob Finkernagel eheliche ledige Tochter, alt 21 Jahre, 8 Monate und 7 Tage, 7 den 15. Jan. 17. Katharina Guſtram, geb. Scheer, des zu Frankfurt am Main verſtorbenen Georg Franz Guſtram, Buͤr— gers zu Coblenz, hinterlaſſene Wittwe, alt 77 Jahre, 1 den 15. Jan. 18. Joh. Ludwig Lang, hieſiger Bürger und Schuhmacher— meiſter, alt 71 Jahre, 2 Monate, 1 den 16. Jan. 27. Juliane Weckerling, des hieſigen Bürgers und Maurer— meiſters Johannes Weckerling eheliche ledige Tochter, alt 18 Jahre, 7 Monate und 14 Tage, 5 den 25. Januar. 27. Katharina Kram, geb. Söllner, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Friedrich Kram Ehefrau, alt 66 Jahre und 6 Monate, 7 den 25. Jan. 29. Chriſtian Petri, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Schmiedemeiſters Philipp Petri ehelicher lediger Sohn, alt 17 Jahre und 12 Tage, r den 27. Jan. 30. Martane Hennemann, des weiland Pfarrers und geiſt— lichen Juſpektors Ernſt Hennemann zu Kirchlothheim eheliche ledige Tochter, alt 77 Jahre, 1 Monat und 3 Tage, 7 den 28. Jan. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. c N ν e νν Güter ⸗Verſteigerung. (270) Dienſtag den 1. März d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des hieſigen Bürgers Peter Lebeau circa 68 Morgen Acker⸗ land und Wieſen, in den Gemarkungen Fried⸗ berg und Fauerbach II., öffentlich meiſtbietend verſteigert. Die Flurſchützen der betreffenden Gemarkungen beſitzen Verzeichniſſe der verſteigert werdenden Güter und find zur Ertheilung etwa gewünſcht werdender Auskunft beauftragt. Friedberg den 19. Februar 1853. In Auftrag: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bien deer 120 öffentlich meiſtb zriedbetg. Bek (260) Nan inte 1 N zu 0 ge Cill Safe fad Moſenthals 3 Eiſenbahndamr peiſteigett. Friedbeig Mobi (271) Oer mittags 9 Ubr gers Anbros nachlaß der beſtehend in öffentlich meiſt Friedberg Bek (272) Mi um 10 Uhr bonsverwaltur 400 Gebund auf dem Sou menden in Ac din Intereſſen nicht, daß die an in oben ge den können. Iriedberg Bek (278) Dat Aranlaßt, im U. dgl. aus d fen wol n, a Bfkannmmachu duch No. 43 u. 44 Ockſtadt d Ireiher — 0 8 D * N 15 N enn 2 17 1 Güter verſtei gerung. (120) Dienſtag den 15. März, Morgens um 11 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe nach— ſtehende in bieſiger Gemarkung liegende zwei Grundſtücke meiſtbietend verſteigert, als: Pag. 447 Nr. 11 186 Ruthen= 363 ◻Klftr. im Großgalgenfeld beim Oachs— pfad an Wilhelm Reuß Jun., gibt 37 kr. Tilgungsrente, Pag. 666 Nr. 56 231 Ruthen— 454[◻Klftr. im Lachenfeld, die Steinritſch, an Wilhelm Reuß Jun., gibt 57 kr. Tilgungsrente. Friedberg den 26. Januar 1853. In Auftrag: Großb. Heſſ. Landgerichts Der Großherzogl. Bürgermeiſter Wen deer. Immobiliar⸗Verſteigerung. (268) Montag den 28. Februar d. J., Vor- mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Ratbhauſe auf freiwilligen Antrag des ledigen Michael Reul dahier die demſelben zuſtehenden Immo— bilien, als: Pag. 13 Nr. 77 Hofraithe, beſtehend in halbem Wohnhaus und halbem Gärt— chen an Karl Quandt, „ 48 60 Ruthen Garten zwiſchen dem Riedgraben, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. Februar 1853. In Auftrag: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ben de r. Bekanntmachung. (269) Montag den 28. Februar d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe zu Folge eingelegten Nachgebots, circa 435 UEKlafter ſtädtiſches Gelände, der Theil des Roſenthals zwiſchen dem Uſaberg und dem Eiſenbahndamm, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 19. Februar 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender Mobiliar⸗Verſteigerung. (2710 Donnerſtag den 3. März d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, wird in der Hofraithe des Bür⸗ gers Ambros Oberländer dahier der Mobiliar⸗ nachlaß der Heinrich Schleunings Wittwe, beſtehend in Kleider, Bettung, Holzwerk ꝛc. oͤffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. Februar 1853. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (2712) Mittwoch den 2. k. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Bürcau des Batall⸗ lonsverwaltungsraths dahier die Lieferung von 450 Gebund Kornſtroh zum Füllen der Betten auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nach⸗ richt, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in oben genanntem Bureau eingeſe hen wer⸗ den können. Friedberg den 19. Februar 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (278) Das unterzeichnete Rentamt ſieht ſich veranlaßt, im Intereſſe Derjenigen, welche Holz u. dgl. aus den herrſchaftlichen Waldungen kau⸗ fen wollen, auf die, im Abdrucke nachfolgende, Bekanntmachung vom 19. Mai 1852(Intell.⸗Bl. No. 43 u. 44) wiederholt aufmerkſam zu machen. Ockſtadt den 19. Februar 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. „ 269 2 67 E. (Abdruck.) Bekanntmachung. 0 In Gemäßheit der hier beſtehenden Dienſteinrichtung wird von den Unterzeichneten bekannt gemacht, daß die Verkäufe von Holz u dgl. aus den Freihl. v. Franckenſtein'ſchen Waldungen nur zum Dienſtkreiſe des unterfer— tigten Rentamtes gehören, und Kaufsliebhaber ſich deßhalb nur an daſſelbe zu wenden haben. Ockſtadt den 19. Mai 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt A n ß Der Freiherrl. v. Franckenſtein'ſche Oberförſter Harth. Bekanntmachung. (2810) Diejenigen, welche zur herrſchaftlichen Forſtkaſſe längſt fällige Holzgelder ſchulden, werden an endliche Zahlung mit dem Beiſatze erinnert, daß Forſtrechner Eret angewieſen iſt, alle Rückſtände, die nicht bis zum 10. März l. J. berichtigt ſind, einzuklagen. Ockſtadt den 20. Februar 1853. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt An ee. Bekanntmachung. (292) Die am 1. Februar 1853 im Mox⸗ ſtädter Markwald, Diſtriet Kirchwald, abgehal— tene Holzverſteigerung iſt genehmigt und der erſte Fahrtag auf den 28. d. M. feſtgeſtellt worden. Obermoxſtadt den 28. Februar 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Mickel. Holzverſteiger ung im Diſtrikt Lärchen, Moxſtädter Markwald, Revier Düdelsheim. (293) Dienſtag den 1. März d. I., von Morgens 10 Uhr an, ſollen folgende Holzſor— timente zur Verſteigerung kommen; 1) Brennholz: 12 Stecken Buchen⸗Scheltholz, —„ Oainbuchen-⸗Scheitholz, 14„ Eichen-„ *„ Kiefern⸗ 1 3% Eichen⸗Prügelholz, 11*„ Stockholz, 1½%„ Kiefern⸗„ 100 Stück Buchen⸗Wellen, 675„ Eichen-„ 350„ Kiefern-„ 2) Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz: 26 Eichen⸗Stämme von 10—20 Zoll mittl. Durchmeſſer und bis 40 Fuß Lange, 1025 Cubikfuß enthaltend, 1 Kiefern⸗Stamm von 15 Zoll Durchmeſſer und 20 Fuß Länge, 35 Cubikfuß enthaltend. Die Zuſammenkunft iſt an genanntem Tag, Vormittags 10 Uhr, im Diſtrikt Lärchen bei Heegheim. Obermoxſtadt am 18. Februar 1853 Der Großherzogl. Bürgermeiſter Mickel. Stammholz⸗Verſteigerung im Vonbäuſer Gemeindewald, Diſtriets Kohl⸗ wieſenwald,; Revier Düdelsheim (29) Montag den 28. Februar d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen 96 Eichen⸗Stämme von 15 bis 32 Zoll mitt⸗ lerem Durchmeſſer und 5 bis 70 Fuß Länge, 9687 Cubikfuß enthaltend, öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet zur angeführten Stunde im Holzſchlage ſtatt. Vonhauſen den 21. Februar 1853. Der Großberzogl. Bügermeiſter Weinel. Holzverſteigerung zu Kaichen. (295) Donnerſtag den 3. März d. J., Vor⸗ miltags von 8 Uhr an, werden in dem hieſigen Gemeinde- Kiefernwäldchen, Diſtrict Heide, öffent⸗ lich verſteigert: 160 Stecken Kiefern⸗Prügelbolz, 68 5 Stcockholz, 3350 Stück Kiefern-Wellen, 310„„ Stangen von 4 Zolk 8 Durchmeſſer, 800„„ Stangen von 2 Zoll Durchmeſſer. Kaichen den 21. Februar 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Hahn. Holzverſteilgerung in den Gr. Domanialwaldungen des Revi Hochweiſel, Forſtamts Friedberg. 51 296) Donnerſtag den 3. Ma. Morgens 8 Uhr, werden in den 8h 31 ſel folgende Nadelholzſortimente verſteigert: 3 Stecken Scheitholz, 5 163„ Prügelholz, 114„ Stockholz, 4175 Wellen Reisholz, 780 Stück Nadel⸗Stamm⸗ und Stangenholz = 3677 Cubikfuß von 2—12½“ mittlerem Durchmeſſer und 10 bis 64“ Länge, ſowie 2 Obſtbäume mit 16 Cubikfuß. Bemerkt wird noch, daß gegen Bürgſchaft bis Martini d. J. ein unbeſchränkter Eredit be willigt wird. Bodenrod den 17. Februar 1853. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Hochweiſel Bin dewald. Holzverſteigerung. (297) Dienſtag den 1. und Mittwoch den 2. März, jeden Tag Morgens 8 Uhr an⸗ fangend, ſollen in hieſigem Gemeindewalde Dienſtag den 1. März: 60˙f. Stecken Buchen⸗Scheitholz, 49„„ Prügelholz, 39 11 17 Stockholz, 121 5„ Reiſerholz, 51„ Eichen⸗Scheitholz, 40„„ Prügelholz, 44%„„ Scockholz, 83*„ Reiſerholz, Mittwoch den 2. März: 110 Eichen⸗Bau⸗, Werk- und Nutzholzſtämme, 11009 Cubikfuß enthaltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft ift am Eingange des Waldes an der Hohenſtraße. Wölfersheim den 21. Februar 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter A ll wohn. Ho lz deer ſte iger un g. (298) Freitag den 4. März d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden im Oſſenheimer Wäldchen verſteigert: 3 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 2„„ Aſtprügelbolz, 40„„ Durchforſtungsprügelholz, 16„„ Stcockholz, 9„ Eichen-⸗Stockholz, 56„ Buchen⸗Reisholz, 9⁴„ Eichen⸗ 1 Forſthaus Beinhards am 23. Februar 1853. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (299) Die Materiallieferung für das Haupt⸗ magazin in Gießen iſt in Nr. 48. Art. 408. der Darmſtädter Zeitung ausgeſchrieben und liegt das Bedingnißheft auf dem Büreau des Gr. Materialverwalters zur Einſicht offen. Gießen den 21. Februar 1853. Die Gr. Magazins⸗Commiſſion. Fruchtverſteigerung. (300) Mittwoch den 2. März l. J, Vor⸗ mittags um 11 Uhr, werden auf dem Rath⸗ hauſe dahier: 25 Malter Korn, 25„ Gerſte, 27„ Hafer, von der Kirchenfrucht meiſtbietend verſteigert werden. Dornaſſenheim den 23. Februar 1853. Der Kirchenvorſtand: Friedr. Baper. Holzverſteigerung. (301) Dienſtag den 1. März, Vormittags um b Uhr, ſollen im Burggräfenröder Gemein⸗ dewald: Diſtrikt Unterwald: 68 78 Stamme Eichen⸗Bau- und Werkholz, 7500 Cubikfuß enthaltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Bemerkt wird, daß ſich vorzügliche Bauſtämme bis zu 340 Cubikfuß dabei befinden und Zab⸗ lungsfriſt gegen Bürgſcheine bis den 1. Sep⸗ tember 1853 geſtattet wird. Burggräfenrod den 22. Februar 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Mo ſcheroſch. Benachrichtigung. (302) Die am 14., 15. und 16. d. M. ab⸗ gehaltene Holzverſteigerungen in dem gemein⸗ heitlichen Auwald ſind genehmigt worden. Dauernheim den 19. Februar 1853. Der Grobherzogl. Bürgermeiſter Weith. Privat- Bekanntmachungen. Des Koͤnigl. Preuß. Kreisphyſikus Dr. Koch's K RAUTER- BONBONS. Preis einer großen Schachtel: 36 kr., einer kleinen 18 kr. 5 (303) Dieſe aus den vorzüglichſt geeigneten Kräuter⸗ und Pflanzen⸗Säften mit einem Theile des reinſten Zuckerkryſtalls zur Conſiſtenz gebrachten Kräuter-Bonbons können als ein probates Hausmittel gegen trockenen Reizhuſten und Verſchleimung, Beklemmungen, Heiſerkeit, Grippe und andere katarrhaliſche Uebel gewiſſenhaft empfohlen werden. Sie werden in allen dieſen Fällen lindernd, reizſtillend und beſonders wohltbuend auf die gereizte Luftröhre und ihre Veräſtelungen einwirken, den Auswurf ſehr erleichtern, und durch ihre mildnährenden und gärkenden Beſtandtheile die afſficirten Schleimhäute in den Bronchien wieder kräftigen. zeugniſſen zu vermeiden. Dr. Koch's Kräuter⸗Bonbons, von denen in Friedberg nur bei Herrn P. F. Schmittner öfter friſche Zuſendungen eintreffen, ſind in längliche Schachteln gepackt, deren weiße mit brauner Schrift ge⸗ / druckten Etiquetts das nebenſtehede Siegel führen, worauf man geſälligſt achten wolle, um leicht mögliche Verwechſelungen mit ähnlich benannten Er⸗ 4000 Gulden (237) ſind gegen ſichere Hypotheken auf Gü⸗ ter auszuleihen. Directe frankirte Anerbietungen beſorgt die Expedition dieſes Blattes. Korn ⸗Verſteigerung. 1304 Dienſtag den 1. k. M., Vormittags 10 Uhr, läßt die Vormundſchaft über den min⸗ derjährigen Ferdinand Kopp 29 Malter Korn, zu Friedberg lagernd, bei Gaſtwirth Herrn Hart⸗ mann Walz daſelbſt öffentlich verſteigern. Obererlenbach und Obereſchbach am 21. Februar 1853. Ohmeis, Domainenverwalter. Himmelreich, Bürgermeiſter. Zu dermiet hen (305) Mein Logis im erſten Stock, 5 heiz⸗ bare Zimmer nebſt allen ſonſtigen Erforderniſſen einer Familienwohnung iſt mit dem 1. April zu vermiethen. H. Weller, zum deutſchen Haus. Zum Ausleihen. (306) Ein Kapital von 600 fl., ein desglei⸗ chen von 500 fl., kann gegen 5 pCt. Zinſen und. Sicherheit ausgeliehen wer⸗ den bei Friedberg. Joſeph Strauß. Zu dera (307) Einen Eichenbauſtamm von 38“ Länge und 33“ Durchmeſſer, ſowie eichene Bohlen, hat zu verkaufen Chr. Müller in Florſtadt. Zur Beachtung! (308) Strohhüte zum Verändern, Waſchen und Färben werden angenommen und billigſt beſorgt. Friedberg den 22. Februar 1853. J. Menges. Ein Logis (309) hat zu vermiethen J. Starck, Dreher W Zaur Beachtung! (3100 Unterzeichneter beachſichtigt ſeine in der Mitte der Stadt, Ludwigsſtraße No. 52, gele⸗ gene Hofraithe, welche ſich zum Betriebe eines jeden Geſchäfts eignet, aus freier Hand zu ver⸗ kaufen. Friedberg den 23. Februar 1853. Adam Feiling. 5 Anzeige. (8110 Man ſieht ſich veranlaßt, das aus⸗ wandernde Publikum im Großherzogthum Heſſen darauf aufmerkſam zu machen, daß die Generalagenten zur Beförderung von Auswan⸗ derern im Churfürſtenthum Heſſen, Her⸗ zogthum Naſſau und Frankfurt a. M. ſolchen Geſetzen, wie ſie zu Gunſten der Aus⸗ wanderer in unſerem Lande beſtehen, nicht un⸗ terworfen, namentlich iſt von denſelben keine . für die Erfüllung der Verträge ge⸗ leiſtet. Schöner weißer Zucker (812) im Hut 16½ kr. per Pfund, im Pfund 17„ Stearin⸗Lichter Prima 28 kr. Goldmann junior. Theater⸗Nachricht. (813) Sonntag den 27. Februar 1853: Die Tochter des Gefangenen, oder: Ein Urtheil Friedrich des Großen, Schauſpiel in 4 Acten, und einem Vorſpiel: Der Verrath, von Dr. Lenz.— Dienftag den 1. März 1853: Zopf und Schwert, hiſtoriſches Luſtſpiel in 5 Aufzügen, von Karl Gutzkow. Wilhelm Kern. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Oculi den 27. Februar. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: Hr. Candidat M. Köhler. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Gottwerth. Frankfurter Cours vom 23. Febr. 1853. Piftolenn fl. 9 44½--—½5½ Friedrichsd ar„ 9 56-57 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 52½—53½ Rand⸗Ducaten„ 537-38 20 Frankſtü cke„9 29-30 Engliſche Souverains.„11 54 Preußiſche Thaler.„ 145% 5 Frankenthaler„ 221-2 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145%% Fruchtpreiſe. 23. Febr. 11. Febr. 16. Febr. Gattung. Fried⸗ 1, Gerns⸗ berg Mainz heim fl. fr l Waizen pr. Malterſ 104010 25—— Korn 17 81108568— Gerſte„„ 5 401 5 20 610 De 3—1 358 315 Polizei ⸗ Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 26. Februar bis zum 4. März. g Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 1 28 75 577 3 4 705 111 311 2 Lth. Lth. — Milchbrod 15 1 5 — Waſſerweck 115% — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 145¼[15% leiſch-Preiſe. 5„.. 1 Ochſenfleiſch 121— 124— „Kühfleiſch, gemäſtetes 9— 18— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 „Kalbfleiſch 7— 6— . gemäſtetes———— „ Schweinenfleiſch 13— 13— „Hammefllleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 6——— „Wurſt v.blos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſt 17— 17— „ Schwartenmagen 164— 16— „Geräucherter Speck 23— 24— „Schinken 17— 17— „Dörrfleiſch 18— 18— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 18— „ Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiffer Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkett von C. Bindernagel in Friedberg. d er II — A Kr an Betreffend; Sie n. Gemeinden, bakliſe d nanns Eins Friel Es ſi ernannt wor Griedel: Wilhe Maibach: germeiſter ſſeither Niederwo Hein Dieſes wird Frie Am Betreffend: Da bringt hiern lilums, daf Friedberg. zu der neue gen thönern Beſtelunger ſendung übe lichen Hand nage, deren theuer käme