ge,. egen der teau D N* bi⸗ don dier Nah Schmittnei, ö achtbriefe thig bel Binderuagel Intelligenz-Blat fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M19. Sonnabend den 28. Juni 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Philipp Rullmann in Sta⸗ den wegen Majeſtätsbeleidigung. Wenn ſich der unten näher ſignaliſirte Philipp Rull⸗ mann von Staden in Ihren Gemeinden betreten läßt, ſo werden Sie denſelben feſtnehmen und mir vorführen laſſen. Friedberg den 21. Juni 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Signalement: Alter: 49 Jahre.— Größe 6 Fuß 6 Zoll.— Haare; blond.— Stirne: rund.— Augenbraunen: blond.— Augen: grau.— Naſe: ſtumpf.— Mund: proportionirt. Bart: graulich.— Kinn: rund.— Geſicht: oval.— Geſichtsfarbe: geſund.— Statur: mittel.— Beſondere Zeichen: unter dem rechten Auge eine Narbe. Bekanntmachung. Betreffend: Das Auffinden einer männlichen Leiche im Niddafluſſe. Am 31. Mai d. J. iſt eine männliche Leiche in dem Niddafluſſe bei Ilbenſtadt gelandet, der Name des Verbli⸗ chenen bis jetzt aber nicht ermittelt worden. Ich erſuche daher, unter Bezugnahme auf nachſtehendes Signalement, welches, inſoweit dies bei der bereits eingetretenen Verwe— ſung ermöglichſt war, aufgenommen worden iſt, alle Polizei⸗ und Gerichtsbehörden, die auf Ermittelung des Verunglück— ten abzielenden Notizen mir baldgefälligſt zugehen zu laſſen. Friedberg den 21. Juni 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Sünhn gad e tent; Alter: zwiſchen 30 und 40 Jahre.— Haare: ſchwarz, ziemlich kurz geſchoren.— Backenbart: ſchwach und die Farbe deſſelben nicht mehr recht zu erkennen.— Größe 7 Fuß 2 Zoll.— Statur: ſehr ſtark, unterſetzt. Nei d ung: Blauer Kittel, der keinen Kragen, ſondern nur einen Bund hatte; blaue geflickte Tuchhoſen; blauer Tuchwams mit überzogenen Knöpfen von demſelben Tuche; weiß leinenem guten Hemde, was auf der linken Seite des Bruſtſchlitzes H: B: roth gezeichnet iſt z Halbſtiefel in gutem Zuſtande, ſtark mit Spitz, Kopf⸗ und Plattnägeln beſchlagen; gewebene graue Strümpfe mit weißer Borde und ein baumwollenes weiß und roth carirtes Halstuch, wel— ches ziemlich los um den Hals hing. Miszelle. Jedermann weiß, daß in einer Univerſſtätsſtadt ſo ziemlich alle Leute in dem Punkt ausſtudirt haben, wie ſie den Studenten das Geld aus der Taſche heraus und in die ihrige bringen. Das verſtand aber in einer ſolchen Stadt Niemand beſſer, als ein Kutſcher oder Reitpferdevermiether. Der Menſch war ein ausgeheckter Spitzbube; hatte Kutſchen, die, wer weiß, wie alt waren, und doch ſchwer bezahlt werden mußten, wenn ſie ein Student miethete. Wurde etwas daran zerbrochen, ſo mußten die Studenten ſo viel dafür zahlen, als die alte Schartecke werth war. Miethete Einer ein Pferd, das in der Regel ſteif und blind war, ſo ging's kaum beſſer. Ueberdies ließ er ſich, wenn ein Pferd beſtellt wurde, gleich die Hälfte vorausbezahlen, die er behielt, wenn der Ritt nicht vor ſich ging. Einmal hatte auch eine Geſellſchaft Studenten einen Ritt nach einem benachbarten Luſtorte verabredet, und Einer von ihnen ging zu dem Pferdevermiether und beſtellte ſich ein Pferd zu dem Ritte. Sie müſſen mir aber einen Gulden drauf geben, ſagte der Vermiether. Der Student, der den Menſchen kannte, gab den Gulden, weil er das ſchönſte und beſte unter den ſchlechten Pferden ausgeſucht hatte. Durch das Unwohlwerden deſſen, der die Reitpartie veranlaßt hatte, unterblieb ſie aber. Der Student, der auch ein Schalk war, dachte: Wie kriegſt du nun deinen Gulden wieder? Er ſann eine Weile nach, dann packt er auf und geht zu dem Vermiether. Zeigen Sie mir das Pferd noch einmal, ſagte er. Der Vermiether führt ihn arglos in den Stall, wo das Pferd ſteht, und der Student betrachtet lange das Pferd von allen Seiten ſehr ernſt, dann zieht er einen meſſingenen Maaßſtab aus der Taſche und beginnt das Pferd vom Halſe bis zum Schweife zu meſſen, und wieder zu meſſen. Als er endlich fertig war, ſagte er ruhig zu dem Ver⸗ miether: Haben Sie nicht zwei Sättel bei der Hand? Gewiß, ſagt der, aber wozu? Das wird ſich zeigen, verſetzte der Student; ich Es ſollen nämlich Zwei mochte gerne eine Probe machen. auf dem Pferde reiten, und es iſt lang ich glaube; doch möcht' ich ſicher ſein! Was? ſchrie der Vermiether, Zwei auf dem Pferde reiten? Sind Sie verrückt? Meinen Sie, ich ließe meine Thiere ſo zu Grunde richten? Nein, nun kriegen Sie das Pferd nicht. Das will ich einmal ſehen, ſagte 196 Ee ſtellte ſich zornig. Ich habe das Pferd gemiethet, ohne daß davon die Rede war, habe ich einen Gulden darauf bezahlt! wie ich es benutzen wollte! Ueberdies Hier iſt Ihr Gulden, rief zornig der Vermiether und genug dazu, wie Der Student ſagte: Jetzt iſt's gut. reichte ihm das Geld. nahm es ruhig, ſteckte es ein, und Es war mir nur drum zu thun, aus Ihren Händen meinen Gulden wieder zu erretten. Es reiten! Lachend ging der Student und daß er ſich ſo hatte hat kein Menſch dran gedacht, zu Zwei auf dem Pferde zu der Student ſeines Weges; der Ver⸗ miether aber wollte ſchier berſten vor Aergerniß und Zorn, überliſten laſſen. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S οπιιν Fruchtverſteigerung. (937) Dienſtag den 28. Juni d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armen⸗ fonds dahier circa 40 Malter Korn und 13 Malter Gerſte, zweimalterweiſe öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg am 20. Juni 1853. 5 Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Arbeits⸗Verſteigerung. (91) Dienſtag den 28. Juni d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden auf dem Gemeinde⸗ haus dahier nachſtehend verzeichnete Bauarbeiten wenigſtfordernd veraccordirt: A. Erbauung einer Brücke innerhalb des Orts: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 11 fl. 36 kr. 2) Materiallieferung,„„ 22* 30„ 3) Zimmerarbeit, 1„ 103 48„ 4) Schloſſerarbeit,„„ 4% 12„ B. Erbauung einer Brücke im Schloßhof: Zimmerarbeit, inol. der Liefe⸗ ferung des erforderlichen Hol⸗ zes, veranſchlagt zu 170„ 43„ C. Erbauung von mehreren Kanälen außerhalb des Orts: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 30— Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Verſteigerungstag zur Einficht der Steigluſtigen auf dem Bürgermeiſterei⸗Bureau offen. Stammheim den 14. Juni 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Pauly. Immobiliar⸗Verſteigerung. (952) Montag den 8. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag der Curatoren der Engel⸗ 9 0 Renz dahier deren nachbeſchriebene Immo⸗ bilien: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 62 Nr. 187% die ſog. Hospitalkirche mit Nebenbau an der Uſa neben dem Hospitalhof ſammt Hofraum und Hausgarten, öffentlich meiſtbietend verſteigert, wobei bemerkt wird, daß dieſe Gebäude wegen ihrer vortheil⸗ haften Lage am Uſafluß ſich zu einer Fabrik⸗ und ſonſtiger Geſchäftsanlage eignen. Friedberg den 22. Juni 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Heu- und Grummetgras-Verſteigerung. (953) Dienſtag den 28. Juni d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die dießjährige Heu⸗ und Grummeternte von einer circa/ Morgen haltenden, zur erſten Pfarrei dahier gehörenden Wieſe, in der Ge⸗ markung Ockſtadt öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 22. Juni 1853. 5 Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Güterverſtei gerung. (95) Dienſtag den 5. Juli d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die der Ludwig Keims Wittwe, in den Gemarkun⸗ gen Friedberg und Faverbach II., zuſtehenden Güterſtücke, circa 20 Morgen haltend, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 22. Juni 1853. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Holzmacherarbeit. (985) Dienſtag den 28. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll das Kleinmachen des Brenn⸗ holzes für das hieſige Lazareth auf die Dauer vom 1. Auguſt 1853 bis 31. Juli 1854 auf dem Lazarethbüreau an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Die Bedingungen liegen daſelbſt zur Einſicht offen. Friedberg den 21. Juni 1853. In Auftrag: 6 Hoffmann, Lieutenant. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (956) Montag den 27. d. M., des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſollen auf dem Sectionsbüreau dahier die bei Vergrößerung des Coaksſchoppens im hieſigen Bahnhofe erforderlichen Arbeiten, und zwar: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 25 fl. Zimmerarbeit,„„ 797„ Dachdeckerarbeit,„ 385„ Schloſſerarbeit, 1„ 106 Spenglerarbeit, 1„ 12„ Glaſerarbeit,„ 11 Weißbinderarbeit, 1„89„ durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Riſſe, Voranſchlag und Steigbedingungen können auf genanntem Büreau eingeſehen werden. Gießen den 20. Juni 1853. Der Großh. Sektions⸗Ingenieur An demſelben Tag, Nachmittags um 4 Uhr, werden die an der Straße von Vilbel in der Richtung nach Offenbach vorhandenen Kirſchen öffentlich an die Meiſtbietenden an Ort und Stelle verſteigert. Friedberg den 21. Juni 1853. Das Großh. Heſſ. Kreisbauamt Friedberg Stockhauſen. Gras⸗Verſteigerung. (958) Das diesjährige Heugras von nach⸗ benannten Gräflich Solms⸗Laubach'ſchen Wieſen ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Credit bis Martinitag d. J. bewilligt werden, nämlich: 1 die zu Altenſtadt den 27. d. M. von Morgens 8 Uhr an in der Behauſung 115 Gaſtwirths Herrn Holzapfel daſelbſt un 2) die zu Oberau und Höchſt an demſelben Tage Nachmittags von 2 Uhr an, und zwar zu Heu und Grummet, in der Be⸗ hauſung des Gaſtwirths Herrn Altvater zu Höchſt. Engelthal am 18. Juni 1853. Der Gräfl. Solms⸗Laubach'ſche Rentmeiſter Grupp é. Grasverſteigerung. (959) Montag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde⸗Heugras von circa 60 Morgen Wieſen parcellenweis an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Wohnbach den 21. Juni 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Philippi. Holzverſteigerung. (960) Freitag den 1. Juli l. J., Vormittags 10 Ühr, ſollen in dem Walddiſtrikte Oberforſt, bei Bönſtadt an der Büdinger Chauſſee ge⸗ legen: 92 Stecken Buchen ⸗ Scheitholz, 2 1„ Prügelholz, 109„ Eichen⸗Schälprügel holz, 14„ Buchen⸗Stockholz, 2„ Eichen⸗ 1 1350 Buchen-Wellen, 2404 Eichen⸗Schälholzwellen, 12 T' Deichſeln und 50„ Schlälſtangen, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Schloß Ilbenſtadt den 22. Juni 1853. Gräflich von Leiningen⸗Weſterburgiſche Rentei Bernhardt. Gras verſteig erung. Eickemeyer. Kirſchen⸗Verſteigerung. (95˙7) Künftigen Montag den 27. Juni l. J., Vormittags um 9 Ubr, ſollen auf dem Ilben⸗ ftädter Chauſſeehaus die an den Straßen von Niederwöllſtadt in der Richtung nach Aſſenheim und Kaichen vorhandenen Kirſchen, öffentlich an (961) Montag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll an Ort und Stelle abthei⸗ lungsweis das Gras zu Heu und Grummet auf den Gemeindewieſen öffentlich an die Meiſtbie⸗ tenden verſteigert werden. Ockſtadt den 21. Juni 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. die Meiftbietenden verſteigert werden. Gröninger. Canal/ 500 3 Leerung und 6 Gel 75 10 5 a 5 Slamn 304 Stang auch Eichen, 1 St 0 Nel 6096 Welle 3 Wag 10 Sta Zuſamm Uhr bei der Wee Es wird in den Malz begonnen ur ter auch das feigert. Obetros 9 0 (964) werden in Achtzigmor ungüͤnftiger perſteigert! 37 Ei. G (965) Nachmilte Rödgen! in Wöthei wird, daf der Wieſ Rödge entmei ger Arden. Arbeits⸗Verſteigerung. (962) Montag den 27. d. M. ſoll an Ort und Stelle an der ſog. Neugaſſe ein Ueberfahrts⸗ Canal, beſtehend in Maurerarbeit, ſowie die Lieferung von 3 Bütten Kalk und das Anfahren der Steine und Sand, desgleichen das Aus- weißen des Schulſaals im alten Schulhauſe, an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Ockſtadt den 21. Juni 1853. d Der Großherzogl. Bürgermeiſter Gröninger. Bekanntmachung. betreff.: Holzverſteigerung in den bei Oberros⸗ bach gelegenen Großh. Domanialwal⸗ dungen. (963) Freitag den 1. Juli d. J. werden in den oben genannten Waldungen an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert: Geſchälte Eichen: 6 Stecken Scheitholz, 17%„ Prügelholz, 2522 Wellen Reiſerholz, 25 Stammabſchnitte, 304 Stangen Werk⸗ und Nutzholz, worunter e auch Baumſtützen. g Eichen-, Birken⸗ und Nadelholz: ½ Stecken Prügelholz, 20„ Stockholz, 6096 Wellen Reißerholz, 3 Wagen, 17½ Laſt Allerleiholz, 10 Stangen zu Baumpfählen. Zufammenkunft: Morgens präcis 7ĩ Uhr bei der dicken Eiche an der Saatſchule im Weſterfeldſchenwald. Es wird mit dem Birken⸗ und Nadelreiß holz in den Mainzerhecken und Weſterfeldſchenwalde begonnen und nachher das übrige Holz, worun⸗ ter auch das Scheitholz iſt, im Kellerberg ver⸗ ſteigert. Oberrosbach den 20. Juni 1853. Der Großh. Oberförſter der Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Holzverſteigerung. (964) Montag den 4. Juli, Morgens 9 Uhr, werden in hiefigem Gemeindewalde, Diftrikt Achtzigmorgen, folgende Holzgattungen, wegen ungünſtiger Witterung, nochmals meiſtbietend verſteigert: 37 Eichen⸗Bau⸗ und Nutzholzftämme zu 900 Cubikfuß, 1 Birkenſtamm zu 5 Cubikfuß, 17 Erlenſtämme zu 115 Cubikfuß, 146 Stück Eichen⸗Gerüſthölzer, 95„Erlen⸗„ 225„ Eichen⸗Baumftützen, 28 ½ Klafter Eichen⸗Schälholz, 1„ Buchenholz, 25„ Birkenholz, 2„ Erlenholz, 10„ gemiſchtes Holz, 3500 Stück Schalholzwellen, 2700„ gemiſchte Wellen, größtentheils Buchen. Pfaffenwiesbach den 20. Juni 1853. Der Bürgermeiſter Rupp. Grasverſteigerung. (965) Montag den 27. Juni l. J., des Nachmittags um 2 Uhr, ſoll das der Gemeinde Rödgen gehörige Heugras öffentlich meiſtbietend in Abtheilungen verſteigert werden. Bemerkt wird, daß das Gras durch die Entwäſſerung der Wieſen weit beſſer wie früher iſt. Rödgen am 22. Juni 1853. Der Bürgermeiſter Krau ch g πτι 197 e- 2 — in den Seehafen begleitet. auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Privat- Bekanntmachungen. N UNION.— Reiſegelegenheit nach Amerika N g über Liverpool.— 7 —————j— Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit Heinrich Hahn, Agent. (80 billigſt bei Werkzeuge mit Garantie Schreiner, Zimmerleute, Kuͤfer, Wagner ꝛc., Gebrüder Grödel, neben der Apotheke. zu 15 kr. bei 9660 Schön carirte Ghinghams zu 9 fr. die Elle, Toil de Nord Mayer Hirſch. Friedberg den 24. Juni 1853. (967) Für die wegen ihrer Vorzüglichkeit rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden noch Beſtellungen angenommen und beſorgt. Eduard Ruths. Friedberg. V Dr. Borchardt's aromatiſch⸗medieiniſcher Kräuter⸗Seife on(à 21 kr. pr. Packetchen). Dr. Suin de Boutemard's aromatiſche Zahn⸗Paßſg (à 21 und 42 kr. pr. ½% und ½ Päckchen) Dr. Koch's Kräuter⸗Bonbons (in Schachteln à 18 und 36 kr. Dr. Hartung's Kräuter⸗Pomade und Chinarinden⸗Oel (à Original⸗Glas 36 kr.) (968) habe ich für hiefigen Ort und Umgegend das alleinige Depot und halte dieſe, durch öffentliche Anzeigen in den geleſenſten Zeitungen hinlänglich bekannten und durch ihren Werth im Publikum ſo gut renommirten Artikel fortwährend in friſcher Waare und hinreichender Auswahl vorräthig und bitte nach wie vor um geneigten Zuſpruch. P. F. Schmittner. Italienischer Tafft, (873) zu 2 fl. der Staab, bei 0 Ed. Oehler, Stiftsſtraße 2, Eck der Zeil in Frankfurt a. M. Sandplatten (922) in allen Größen billigſt bei Gebrüder Grödel, am Enggäßchen. Zu vermiethen. (969) Ein vollſtändiges Logis im dritten Stocke meines Hauſes iſt zu vermieten und kann bis den 1. September d. J. bezogen werden. Friedberg. Heinrich Damm. Weineſſig J. Qualit. per Maas 12 kr., ditto II. Qualit. per Maas 6 kr., (970 bei L. Goldmann junior. Ge ſ u ch. (971) Ein junger Menſch ſucht als Haus⸗ lehrer oder Scribent Unterkunft, ſieht aber da⸗ bei nicht auf großes Honorar. Näheres bei Herrn Seminarlehrer Wahl zu Friedberg. Eine halbe Scheuer (972) hat zu vermiethen 5 Philipp Söllner. Schmier⸗Seife 7 kr. pr. Pfund (973) bei L. Goldmann junior. f N 0 ö 2 * 9 ———— ů— Eiſeubahn⸗Frachtbriefe fuͤr den Mitteldeutſchen Eiſenbahn⸗Verband. (97) Nach Ermächtigung Gr. Heſſ. Eiſenbahn-Bau-Direction der Provinz Oberheſſen iſt es mir durch Reſeript vom 17. d. M. geſtattet, die Frachtbriefe für den Mitteldeutſchen Eiſenbahn⸗Verband zu drucken und zu debitiren.— Ich empfehle daher ſolche ſowohl einem verehrlichen Publikum, wie auch den Herren Expedienten auf den Eiſenbahn⸗Stationen der Provinz Oberheſſen zu den bil⸗ ligſten Preiſen. Friedberg im Juni 1853. C. Bindernagel. Zur Beachtung! (975) Circa 50 Stück lange Oelfäſſer von 2 bis 5 Ohm, ſowie mehrere kurze Fäſſer, zu Bütten geeignet, hat zu verkaufen 5 Friedberg. W. Hanſtein. Grasverſtei gerung. (976) Montag den 27. d. M., Mittags um 12 Übr, ſoll das Heu⸗ und Grummetgras auf den Wieſen von dem Erbleihgut der Rudolph Müllers Erben an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der ſog. Kreuzallee. 0 Ockſtadt den 21. Juni 1853. Gröninger. Verlorenes. (977) Vor einigen Tagen wurde ein Pack verſchiedenes Weißzeug auf der Landſtraße von Homburg bis Nauheim verloren. Der redliche Finder wird gebeten, daſſelbe gegen eine gute Belohnung bei Metzger und Wirth Nicolaus Müller zu Friedberg abzugeben. Nicht zu überſehen! (978) In meiner Abweſenheit von Friedberg habe ich mein Decadir⸗Geſchäft nebſt Decadir⸗ Maſchine an Heinrich Sauer übergeben, welcher ſelbiges ſtatt meiner fortbetreibt. Kail Binkert, Decadirer. Auf obiges Bezug nehmend, werde ich von beute an die Elle Tuch zu 3 kr., Bukskin, Caſ⸗ fineit, Tibet und ſonſtige Sommerſtoffe die Elle zu 2 kr. decadiren und bitte um geneigte Auf- träge. Heinrich Sauer, wohnhaft bei Wittwe Windecker, zunächſt der Stadtkirche. * 7 0 2— 2 r Geſchaͤfts-Eroͤffnung. (979) An dem kurheſſiſchen Chauſſeehaus, nahe bei Friedberg, habe ich eine Ziegel, Back⸗ ſtein⸗ und Kalkbrennerei erbaut, weßhalb daſelbſt von heute an Ziegeln, zwei- und dreizöllige Backſteine, ſowie Kalk in beſter Qualität zu an⸗ nehmbaren Preiſen zu haben ſind. Dieſes Ge⸗ ſchäft treibe ich in Verbindung mit meinem Schwiegervater Friedrich Weimann, der es be⸗ reits ſchon 33 Jahre zu Oſſenheim getrieben hat. Das Zutrauen, welches demſelben zu Theil ge⸗ worden iſt, bitte ich auch auf unſere Verbindung übertragen zu wollen. Schwalheim den 20. Juni 1853. Konrad Stamm, Zimmermann. Anzeige. (980) Mittwoch den 6. Juli, Vormittags um 11 Uhr, will Unterzeichneter auf hieſigem Rathhauſe ſeine Hofraithe in Aſſenheim einer freiwilligen Verſteigerung ausſetzen. Dieſelbe beſteht in einem zweiſtöckigen geräumigen Wohn⸗ hauſe mit vier heizbaren Stuben, Hinterbau, nöthigen Stallungen, Scheuer und Garten; ſo⸗ dann ein abgeſondertes, von mir neuerbautes Färbhaus mit allem Zugehör, was auf Verlan⸗ gen eines Kaufliebhabers beigegeben werden könnte und täglich beliebige Einſicht davon ge⸗ nommen werden kann. Afſenheim im Juni 1853. Ludwig Beſt. 6 00 Gulden (981) Vormundſchaftsgelder liegen gegen ge. richtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit bei Oſſenheim. G. Maul. N 7 5 Nauheimer Teichhaus. (982) Sonntag den 26. Juni iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Noſeunfeſt. Oſſenheimer Waͤldchen. (983) Sonntag den 26. Juni Tanzmuſtk zur Verherrlichung des Roſenfeſtes, wozu höflichſt einladet A e hel e. Im Lenz, wo die Blumen und Roſen thun blühen Neu, werden die Herzen voll Liebe für's Wäldchen erglühen. Erfindung von 1852 mit Patent der franzoͤſiſchen Regierung. Unvergängliche Schildpakl⸗Federn für alle Hände nach Belieben brauchbar. Preis 1 fl. 12 kr. das Hundert. (981) Bei allen Fortſchritten der Induſtrie hatte man es noch nicht dahin gebracht, eine tadelloſe Feder anzufertigen. Die Löſung dieſer ſchwierigen Aufgabe iſt dem Hauſe Louy in Paris gelungen. Das Verſpritzen der Tinte und das Zerreißen des Papiers durch die Feder iſt bei dieſer Schildpatt⸗Feder, die dem Gänſekiel an Geſchmeidigkeit nicht nachſteht und jede, auch die ſchnellſte Handſchrift zuläßt, nicht möglich. Was dieſe Feder, außer den bexeits anerkannten Vorzügen, noch beſonders empfiehlt iſt das, daß ſie auf beiden Seiten geſchrieben werden kann. Ein Lager dieſer Feder befindet ſich bei C. Bindernagel in Friedberg. „ Fahrpläne 985) der Main⸗Weſer⸗Bahn, fuͤr den Dieuſt vom 15. Juni ab, ſind vorrä⸗ thig bei Friedberg. C. Bindernagel. Kirchliche Anzeigen. 5. Sonntag n. Trinit. den 26. Juni. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Flick. Nachmittags: Hr. Reallehrer Göhring. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Sartorius. Frankfurter Cours vom 22. Juni 1853. Piſtolen g. 10. N e fl. 9 46-47 Friedrichsd' oer„ 9 56-57 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 54½-55½ Rand⸗Ducaten„ 537-38 20 France„ 9 32¼½-33½ Engliſche Souverains.„11 54 Preußiſche Thaler.„ 145% 5 Frankenthaler„ 221/227 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45 ¼% ½ Fruchtpreiſe. 22. Juni 17. Juni. 17. Juni. Gattung. Fried⸗ Mainz 2 fl. fr.] fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 1240 12 301212 Kern!——4 9 56 915 Gerſte, e 725 6 38 6 50 Hafer„ 7 11—1 41/44 4— Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 25. Juni bis zum 1. Juli. = g Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf.] kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 2131 2 7 7. 71— 61 2 44„ 7 14— 13— Lth. Lth. — Milchbrod 14 — Waſſerweck 14 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 ½ 14% leiſch-Preiſe. Fleiſ 1 Preiſ pf. 5 1 Ochſenfleiſch 121— 12— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 91 29— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 71 2181— „ Kalbfleiſch 6— 6— e, gemäſtetes— 2— „ Schweinenfleiſch 13— 13— „Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 6(——— „ Wurſt veblos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſft 11111 „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 23— 24— „Schinken 17— 17— „ Dörrfleiſch 18— 18— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 20— 18— „ Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeifter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Kr a Betreffen Dien ſindet die Ortsbürge fir die or und Eiuſe dem Terz Fr Dei nahmlos ſei; er he men, me ſammen Verehrun; ſie ſſch di kann ja d ger aus, Schwindel von Allen ſtehen!— fortdauert kündigung Aufrühre ganiſatio blutrothe „Brod ob grägliche Aufruhrs hieß, rü auch Fra