triefe ernagel ob ſie Deiner unwerth iſt! Intelligenz-VBlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 75. Sonnabend den 2. September 18533. Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren-Novelle. Von Charles Rodier. (Fortſetzung.) Seit der Zeit, daß ich von meinen Handlungen mir Rechenſchaft abzulegen im Stande war, hatte ich nie zu beten verſäumt; es war indeſſen Nacht geworden. Man wußte, daß ich bei Thereſen wachen werde; man hatte daher die Nachtlampe und die nöthigen Arzneimittel her— beigebracht. Ich wollte mich für mein Gebet ſammeln, aber ich war eine Zeitlang unruhig, weil ich neben einem weiblichen Weſen lag. Mein Herz ſchlug heftig und wies den Gedanken als entheiligend zurück.— O Gott! ſprach ich zu mir ſelbſt, du lieſeſt in meiner Seele, und weißſt, Dieſe Worte beruhigten mich wunderbar, und verwandelten den Schauder, den das erſte Gefühl über dieſen Schein eines Fehlers in mir erweckt hatte, in Vertrauen. Ich rückte noch näher gegen The⸗ reſe. Ihre Füße waren kalt wie Eis; ich erwärmte ſie mit meiner Hand. Sie ſchlief ſehr unruhig und das leiſeſte Beben ihrer Glieder entging mir nicht. So war ich doch gleich bei der Hand, ihr Hülfe zu leiſten. Sie warf oft den Kopf mit Lebhaftigkeit hin und her, indem ſie jedes— mal einen leichten Schrei ausſtieß, und einige undeutliche Sylben ausſprach. Mein rechter Arm lag ſeit mehreren Stunden unter ihrem Halſe. Anfangs hatte ich einige Unbequemlichkeit gefühlt, dann ſchlief er ein und zuletzt fühlte ich ihn gar nicht mehr. Dieß war eine Art Vor— geſchmack des Todes; und der Tod iſt ſo wenig! Wenn er mich ſo ganz gefaßt hätte, wenn ich hätte aufhören können zu ſein, ohne dadurch aufhören zu müſſen in der Nähe von Thereſens Körper zu ſein, ſo würde mich die Vernichtung um dieſen Preis nicht erſchreckt haben. Als ich gewahr wurde, daß ſie allmälich erwache, entfernte ich mich behutſam von ihr, damit ſie nicht inne werde, wie nahe ich ihr geweſen ſei und ihre unſchuldige Seele nicht beunruhigt werde.—„Biſt Du es?“ fragte ſie.—„Ja,“ antwortete ich, ſie küſſend.—„Iſt es ſchon Tag?“ fuhr ſie fort. Auf dieſe Frage war ich nicht gefaßt, daher zer— riß ſie mir das Herz.—„Noch nicht völlig,“ antwortete ich mit einer Verwirrung, deren Grund ſie wohl begriff. —„Ich will,“ ſagte ſie,„daß Du Dich mit dieſem Ge— danken vertraut machſt, und daß Du meine Irrthümer ebenſo mit kaltem Blute verbeſſerſt, als wenn ſie Dir keinen Zeitraum in's Gedächtniß riefen, der vorüber iſt und nie wiederkehren wird. Ich ſelbſt habe beim Er⸗ wachen beinahe dieſem Gedanken nachgegeben. Ich ſah Dich nicht, aber Du berührteſt mich, Du warſt es, ja Du, und ſo habe ich jeden andern Gedanken, als fremdartig für mein Leben, vergeſſen. Unter den Geſchöpfen Gottes gibt es viele Weſen, welche fühlen und nichts ſehen; und doch beklagen wir ihr Unglück nicht, weil wir dieß als ihrer Gattung eigenthümlich betrachten. Würden wir aber ein Weſen, welches des Vortheiles des Geſichts be— raubt wäre, dem es aber vergönnt wäre, durch die Augen eines Geſchöpfes ſeinesgleichen zu ſehen, welches es liebt und das ſich ſeiner annimmt, nicht für außerordentlich begünſtigt auf dieſer Erde halten? Was liegt überhaupt daran, daß ich ſehe, da Du, die ſtärkere und größere Hälfte meines Seins, ſiehſt, um uns Beide führen und uns das Leben erhalten zu können?“— Ich bemerkte an dieſer Ueberſpannung der Gefühle und Geſpräche, daß ſie eine Folge vom Fieber ſei, und drückte meine Lippen auf ihre Finger, um ihr zu verſtehen zu geben, daß ich ihr mit Vergnügen zuhöre, und daß das, was ſie ſage, ganz mit meinen Gedanken übereinſtimme.—„Es iſt doch ein ſonderbarer Handel um die Liebe,“ fuhr ſie fort,„ein Handel, in dem der, welcher am meiſten gibt, ſtets der Begünſtigſte iſt; darum bewundere die Gnade, welche Dir das Glück gewährt hat, Du wirſt immer Alles unter uns Beiden ſein, und ich werde nichts, durchaus nichts ſein!“—„Da täuſcheſt Du Dich,“ antwortete ich, indem ich ihr zu Liebe auf die Träume ihrer Phantaſie einging, „denn Du wirſt doch ſtets der Gedanke ſein, der uns Beide beleben wird, und ich werde nichts als der Körper ſein, der gehorcht.“— Dieſer Gedanke gefiel ihr ſehr.— „Dieß iſt Deines Herzens würdig,“ ſagte ſie.„Es wird nur eine Seele und ein Körper da ſein; aber die Seele biſt doch Du, denn ich fühle, daß die meine ganz in Deine übergegangen iſt, und daß ich außer Dir keine habe... Gott verzeihe mir es, mein Freund! aber nur er ver— möchte es, uns Eines dem Andern wieder zu geben, wie wir waren. Es ſcheint allerdings, daß es hier aus iſt, und daß er uns, wie Du geſtern ſagteſt, für das zu— künftige Leben aufſpart. Ich habe in dieſer Richtung einen merkwürdigen Traum dieſe Nacht gehabt.“ Sie be— merkte, daß ich in Erwartung lauſchte und lächelte.— „Du hältſt nicht viel auf Träume, nicht wahr?“ Ich drückte ihre Finger wieder, die noch immer in die meini— gen geſchlungen waren.—„Denke Dir,“ fuhr ſie fort, „ich war wieder ſo, wie Du mich das erſte Mal geſehen haſt. Ich war mit Henrietten zu einem ſchönen Feſte ge— laden(ich hatte ihr von Henrietten nichts geſagt), und in unſerer Geſellſchaft befanden ſich zwei Offiziere. Einer derſelben warſt Du. Ich betrachtete Dich mit Erſtaunen, wie Dein Geſicht kriegeriſch und ſchrecklich geworden war, ohne daß es aber deßhalb ſeinen ſanften Ausdruck ver— loren hatte, um deſſen Willen ich Dich liebte; denn es blieb Dir noch immer der zärtliche Blick, die Schüchtern— heit Deines Lächelns, und ich freute mich, ein ſo beſchei⸗ denes und doch ſo ſtolzes Herz gerührt zu haben. Der andere Offizier mußte Mondyon ſein. Ich ſah ihn unge⸗ fähr, wie Du mir ihn beſchrieben haſt, bald heiter, bald widerſpenſtig, ſchmollend und aufgebracht, aber werth ein wenig von meinem Adolph geliebt zu werden. Wir waren voll der ausgelaſſenſten Luſtigkeit, wie arme junge Leute, die ſich für glücklich halten, und die glauben, das Glück ſei eine dauerhafte Sache. Plötzlich erhob ich meine Augen auf Henrietten, weil ſie ſang. Ich erſtaunte und erſchrack; denn ſie war blaß, ſo krank, ſo traurig gekleidet. Ach! wenn Du ſie ſo geſehen hätteſt! Von Erſchrecken ergriffen kehrte ich mich nach Euch um; aber Mondyon und Du hatten ganz ſtiere, unbewegliche, erloſchene Augen. Ihr glichet jenen von Gyps oder von Wachs boſſirten Bildern, denen zur vollſtändigen Täuſchung nur Bewegung und Leben fehlt. Ihr lebtet aber nicht, denn Du ſahſt mich nicht an, oder ſchienſt mich nicht zu ſehen; und es war abſcheulich anzuſehen, weil Eure Köpfe nicht mehr zu Euren Körpern zu gehören ſchienen, und nur wie durch einen blutigen Streifen damit zuſammen zu hängen ſchienen.“ Nachdem Thereſe mir dieß erzählt hatte, war ſie ſehr erſchöpft. Vergebens ſuchte ich die Gedanken, die ſie quälten, zu zerſtreuen; weil ſie mich ſelbſt verfolgten, da⸗ rum gab ich mir wenigſtens Mühe, ſie glauben zu machen, daß ich ruhig ſei, obgleich meine Stimme bewegt war und zitterte. Endlich war es Tag geworden; Thereſe 300 e- ſehen war, nämlich der eines Muthes, der vom Schmerz aufgezehrt zu werden beginnt, einer Geduld, die unter dem Gewichte der täglichen Duldungen bricht, von körper⸗ licher Kraft, welche mit den Aufopferungen der Seele nicht mehr gleichen Schritt zu halten im Stande iſt, und die ſich nur noch einen Augenblick aus Begeiſterung für die Tugend, und jenes Gefühl des Glaubens, den man heut zu Tage Fanatismus nennt, aufrecht erhält. Sein Gang war unſicher, und wie er ſich ſo auf die Dielen des Getäfels ſtützte, denn er war ſehr ermüdet, ſehr krank, ſchien es, als wenn er ſeit langer Zeit nur darum an bewohnte Orte komme, um die Tröſtungen ſeines Berufs dahin zu bringen. Seine Kleider kündigten keinen Prieſter der geächteten Religion an. Sie waren eine Miſchung von verſchiedenen Stücken, welche zuſammen einen Anzug bildeten, der eigentlich demjenigen fremd iſt, welcher ihn trägt, und den er nur der Mildthätigkeit verdankt. Ich ging über die Schwelle des Zimmers und blieb außen ſtehen; und ſo kam mir aus dem Innern nichts als ein dumpfes, verwirrtes Gemurmel zu, das ich aber gern hörte, weil es mir wenigſtens die Nähe zweier Perſonen bewies. Die ganze Dienerſchaft hatte ſich auf die Kniee niedergeworfen; die Großmutter hatte ſich auf ihrem Lehnſtuhle mitten unter ſie hereinrollen laſſen, und da ſie nicht niederknieen konnte, weil ihre Beine bewegungslos waren, ſo neigte ſie ſich auf ihre gefalteten Hande herab, und flehte mit Thränen und Schluchzen den Beiſtand Gottes an. Ich fühlte, wie meine Kräfte mich verließen, und glitt daher mit der Hand an dem Thürpfoſten herab, an den ich mich gelehnt hatte, und als ich auf den Knieen war, hielt ich mich mit aller Kraft an demſelben feſt, in⸗ dem ich meine Stirne an ihn hatte einen Beichtiger verlangt, und ich wünſchte, daß ſie ſich mit einem Manne unterhalte, der Einfluß auf ihren Geiſt habe, in der Hoffnung, daß ihr daraus einiger Troſt erwachſe. Ein Geräuſch, welches ich von Außen hörte, über. Gern hätte ich ein Gelübde verkündigte mir, daß er angekommen ſei. Ich benachrich⸗ tigte Thereſen, öffnete die Thüre und ſetzte mich neben dieſelbe. Der Prieſter trat, ohne mich anzuſehen, herein. Er war ein Mann von kleiner Geſtalt und gewöhnlichen Geſichtszuͤgen, der höchſtens 36 Jahre zählte, obſchon ſeine Haare ſpärlich und gebleicht waren. Es lag in ſeinen Zügen ein ſonderbarer Ausdruck, der peinlich anzu⸗ den Hohlkehlen einklammerte. Gottes müßten einen Augenblick auf der kleinen Meierei Sancy verweilen und meine Seele befinde ſich ihm gegen⸗ drückte und meine Finger in Ich meinte, die Blicke de gethan, aber ich weiß nicht, welche geheime Eingebung mir ſagte, daß es nicht angenommen werde, und daß heute kein Tag zu Ver⸗ ſprechungen, ſondern ein Tag der Aufopferung ſei. Ich konnte mi hinausgegangen wa ch nicht erheben, als bis der Prieſter r; er wiſchte ſich eine Thräne ab. (Schluß folgt.) Bekamumachungen von Be⸗ hoͤrden. MN Immobiliar⸗Verſteigerung. (1237) Montag den 10. Oktober d. I, Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Bürgers Franz Albrecht Goll dahier, dermalen zu Oberwöllſtadt, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 660. No. 38. 178,9[◻OKlafter 91 Ru⸗ then Acker im Lachenfeld an Johannes Supp, Ein Stall mit Höfchen in der Stadt neben Heinrich Hanſtein IV., öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Auguſt 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Stellvertreter des Vorſtehers des Gr. Ortsgerichts H. Walz. Verſtei gerung der Pfand⸗ und Leih⸗Anſtalt zu Friedberg. 1383) Montag den 26. September d.. anfangend und die darauf folgenden Tage, von Vormittags 9 bis 12 Uhr und Nachmittags 2 bis 5 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelösten oder renovirten Pfänder, beſtehend in: Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Herren und Frauenkleider, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Gleichzeitig werden die Schuldner der hieſigen Leih⸗Anſtalt hiermit aufgefordert, ihre bis jetzt resp. bis zum Verſteigerungstermin verfallenen Pfänder auszulöſen oder zu renoviren, widrigen⸗ falls deren Verſteigerung ſtattfindet. Die Aus⸗ löſung und Renovation findet nur an den hierzu beſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag ſtatt. Während den Tagen der Pfänderverſteigerung bleibt das Pfandlocal geſchloſſen, auch werden Steigerer, welche noch aus früheren Verſteige⸗ rungen mit Zahlungen im Rückſtand find, nicht zugelaſſen. Friedberg den 5. September 1853. Für die Pfandhausverwaltung: Der Großherzogl. Bürgermeifter Bed e Edictalla dung. 1456) Anſprüche aller Art an den Wirth Nikolaus Schilling von Beienheim, über deſſen Vermögen Concurs erkannt worden iſt, find Mittwoch den 19. Oktober, Vormittags 9 Uhr, bei Meidung ftillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe, dahier anzuzeigen. Nicht perſonlich erſchienene, oder ordnungs⸗ mäßig vertretene, Gläubiger werden an die, von den erſchienenen im Termin gefaßt wer⸗ denden Beſchlüſſe in jeder Beziehung für ge⸗ bunden erachtet. Friedberg den 8. September 1853. Großherzogl. Landgericht Hofmann. v. Preuſchen. Verpachtung der Kurwirthſchaft zu Bad Nauheim. (4458) Dienſtag den 11. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll die Kurwirthſchaͤft beim Soolbade zu Nauheim für die nächſten zwei Jahre, unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen, welche auch vorher bei Kurfürſtlicher Badeinſpection daſelbſt einzuſehen ſind, öffentlich verpachtet werden. Bewerber um dieſe Wirthſchaft haben ſich ſowohl über ihre Qualification zum Wirthſchafts⸗ belriebe, als auch über ihre Cautionsfähigkeit genügend auszuweiſen. Nauheim den 13. September 1853. Kurfürſtlich Heſſiſches Salzamt: K. Engelhard. F. Schreiber. R. Ludwig. O beſt⸗Verſteigerung. (1460) Montag den 26. d. M., Vormit⸗ dieführige, Nahe 1 00 Mit“ 8900 werden Bergrentamt 1 5 . beſtimmt. Friedberg d dor 10 K W e thaler Wald, Holzſortimente baare Zahlung 42 Stecken 81„ 3027 Stück Engelthal Der Gräf Bel 1182) mittags um! Bataillons. V. Stroh aus Mannſchaft, öffentlich verſſ Dieß den Friedberg Dar! (1483) 8 aug rangirte g armſtadt un Reitpferde in! an den Meiſſb' man mit dem er Perſonen die Kniee Auf ihren Und da 8 iind da ſee wegungslos net herab, lags, ſoll das der Gemeinde Nauheim zuſtehende diesjährige Obſt, beſtehend in Aepfel, Birnen, Zwetſchen und Nüſſen, abtheilungsweiſe an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang wird im Burggarten gemacht. Nauheim am 17. September 1853. Der Bürgermeiſter Hartmann. Obſt⸗ Verſteigerung. (1462) Das diesjährige der Gemeinde Röd⸗ gen zuſtehende Obſt, beſtehend in Aepfel und etwas Birnen, wird Mittwoch den 28. d. M., von Nachittags 1 Uhr anfangend, in Abthei⸗ lungen meiſtbietend verſteigert. Indem die be⸗ kannte Qualität keine Beirrung bedarf, ſo wird nur bemerkt, daß es etwa eine Quantität von 200 Malter Aepfel iſt. Rödgen am 17. September 1853. Der Kurfürſtl. Bürgermeiſter Krauch. Bekanntmachung. (1479) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß von Anfang des Monats Oktober l. J. der ſeither auf Montag fallende Zahltag auf Dienſtag verlegt worden iſt.— Donnerſtag wird nach wie vor Zahltag abge— halten.— Man erſucht die Gr. Bürgermeiſter dieſes in ihren resp. Gemeinden auf ortsüb⸗ liche Weiſe veröffentlichen zu laſſen. Friedberg den 19. September 1853. Großherzogl. Rentamt Grünewald, Großherzogl. Rentamtsvicar. (1480) Mit Bezug auf vorſtehende Bekannt⸗ machung werden auch die Zahltage bei dem Bergrentamt auf Dienſtag und Doͤnnerſtag beſtimmt. Friedberg den 21. September 1853. Nebhut h, Gr. Bergrentmeiſter⸗Vicar. ee. (1181) Künftigen Montag den 26. d. M., von Morgens 9 Uhr an, werden in dem Engel⸗ thaler Wald, Diſtrikt Eichelzipfen, nachfolgende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend gegen baare Zahlung verſteigert: 42 Stecken Eichen⸗Schälholz II. Claſſe, 81 1 7„ III. 1 3027 Stück dergl. Wellen. Engelthal am 19. September 1853. Der Gräfl. Solms-⸗Laubachiſche Rentmeiſter Grupp é. Bekanntmachung. (1482) Donnerſtag den 29. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Bataillons⸗Verwaltungsraths dahier das alte Stroh aus den Betten der ledig caſernirten Mannſchaft, parthieweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 21. September 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Darmſtadt und Butzbach. (1483) Freitag den 23. d. M. ſollen 48 ausrangirte Reitpferde in der Reitercaſerne zu Darmſtadt und Montag den 26. d. M. 22 Reitpferde in der hieſigen Reitercaſerne öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden, welches man mit dem Bemerken zur öffentlichen Kennt⸗ niß bringt, daß ausländiſches Gold in Zah⸗ lung nicht angenommen wird. Die Verſteigerung beginnt in beiden Garni⸗ ſonen des Vormittags um 10 Uhr. Butz bach den 21. September 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartierme iſter. 2301„. Bekanntmachung. (148) Wegen der begonnenen Chauſſirung des Weges von Niedermörlen nach Stein— furt kann derſelbe vor Ablauf eines Vierteljahrs nicht befahren werden, was man hierdurch zur allgemeinen Kenntniß bringt. Niedermörlen den 19. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Dey. Aepfel⸗Verſteigerung. (1485) Dienſtag den 27. d. M., von Mor- gens 9 Uhr an, ſollen die hieſigen Gemeinde⸗ Aepfel, circa 800 Malter, in kleinen Abthei⸗ lungen an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber einladet Schwalheim den 17. September 1853. Der Bürgermeiſter Reimer. O bſt⸗Verſteigerung. (1486) Donnerſtag den 29. d. M., des Mittags um 12 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde⸗ obſt, beſtehend in Aepfel, Birnen und Zwetſchen, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver⸗ ſteigert werden. Dorheim am 19. September 1853. Der Bürgermeiſter Re u ß. Aepfel⸗ Verſteigerung. (1487) Mittwoch den 28. September d. J., Vormittags um 9 Uhr, wird an Ort und Stelle die diesjährige Aepfelernte in der Gemarkung Ockſtadt, circa 170 Malter, an den Meiſtbie⸗ tenden unter den bei der Verſteigexung eröffnet werdenden Bedingungen verſteigert. Die Zu⸗ ſammenkunft iſt an der ſog. Seen. Ockſtadt den 21. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Gröninger. Aepfelverſteigerung. (1488) Montag den 26. d. M., Nachmit⸗ tags um 1 Uhr, ſollen die der hieſigen Gemeinde gehörende Aepfel unter den vor der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Beienheim den 20. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Muth. O bſt⸗Verſteigerung. (1489) Dienſtag den 27. d. M. ſoll das der Gemeinde Fauerbach J. zugehörige Obſt, beſtehend in circa 50 Malter Aepfel und etliche Partien Zwetſchen in einzelnen Abtheilungen meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach 1. den 20. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Philipps. Aepfel ⸗Verſteigerung. (1490) Dienſtag den 27. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen die hieſigen Gemeindeäpfel, circa 200 Malter, an Ort und Stelle in Ab⸗ theilungen gegen gleichbaare Zahlung verſteigert werden. Soedel am 20. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Rei tz. Aepfel⸗Verſteigerung. (1491) Montag den 26. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen die der Gemeinde Maibach ge⸗ hörigen Aepfel, circa 240 Malter, öffentlich an den Meiſtbietenden unter den bei der Verſtei— gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Gr. Bürgermeiſter werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Maibach den 20. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter n p. Abtragung von Partial-Obligationen. (1492) In der heutigen Gemeinderathsver⸗ ſammlung wurde beſchloſſen, die letzten Partial⸗ Obligationen von dem Anlehen von 25,500 fl. bei dem Hauſe Lindheimer auf den 31. Dezem⸗ ber d. J. abzutragen, und zwar: No, 3 mit 500 fl., g„ 33 9 400„ Zugleich werden die Inhaber dieſer Partial. Obligationen aufgefordert, dieſe Beträge bis zu dieſem Tage bei der hieſigen Gemeinde⸗ kaſſe in Empfang zu nehmen, indem keine wei— teren Zinſen vergütet werden. Soedel den 20. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Reitz. NN NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. F äſſex verkauf. (1472) Mehrere neue 2 bis 6 Ohm hal⸗ tende Fäſſer hat zu verkaufen Karlshof bei Nidda. J. Kretzſchmar. Weinflaſchen, Weinglaͤſer und Weinſtutzer, (1469) billigſt bei L. Goldmann junior. Möbel⸗Verſteigerung. (1476) Dienſtag den 27. September und die folgenden Tage, Morgens 9 Uhr anfangend, will der Unterzeichnete wegen Wohnungsverän⸗ derung folgende Möbel öffentlich an den Meiſt⸗ bietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigern laſſen: 25 Betten, mit Sprungfederrahmen und Roßhaarmatratzen, 9 Canapees, jedes mit 6 Stühlen, 2 Canapees mit Stroh- und Rohrſtühlen, 1 Ruhebett, 3 Seſſel, 5 Schreibcommode, 2 Secretäre, 14 Com- mode, 9 Conſulchen, Kleiderſchränke, 3 Glasſchränke, 9 runde und Klappentiſche, 19 Nachttiſche, 24 diverſe Spiegel, 18 Waſchtiſche, mehrere mit Wachstuch über⸗ zogene kleinere Tiſche, Arbeitstiſchchen für Damen, ſowie eine Partbie Glaswerk, Porcellain, Weißgeräth, Vorhänge, Teppiche, Sopha- und Bettvorlagen. Obige Sachen können während drei Tagen vor der Verſteigerung angeſehen werden. Joh Martin Fiſcher, neben den 4 Jahrszeiten in Homburg. Zaur Beachtung! (1493) Reſter Leinwand von vorzüglicher Qualität ſind billig zu haben bei Friedberg. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe 244. Anzeige. 11494) Aechte öſterreichiſche einfarbige und karirte Pferdeteppiche, ſowie Mäntel, ſind ſo eben friſch angekommen bei Mayer Schwarz. Zu verkaufen. (1495) Zwei geeichte Zulaſtfäſſer in gutem Zuſtande, ſowie auch diesjähriger reiner Bie nenhonig, billig zu haben bei Friedberg. Sal. Schwab. Zwetſchen, (1496) welche zu Honig nicht gebraucht werden können, ſucht zu kaufen C. Altmannsperger. 4 10 ö — — K DN ION. 2 NMeiſegelegenheit nach Amerika über Liverpool.— Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, a b Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. In den drei Schwertern. Gold⸗ und Silherwaaren Perg (1497) in den neueſten und geſchmackvollſten Muſtern habe ich wieder in großer Auswahl vorräthig, und ſichere ich meinen verehrlichen Kunden ſowohl det gefälliger Abnahme, wie auch bei vorkommenden Reparaturen äußerſt billige Preiſe zu. L. Hanau, Goldarbeiter und Uhrmacher in den drei Schwertern. Gegen Hühneraugen, (1498) ſicheres Mittel um dieſelben ſchnell und ſchmerzlos zu vertreiben; in Schachteln 4 18 kr. Fliegenthee in Packeten, à 7 kr. Die einfache Abkochung von dieſem für Jedermann durchaus unſchädlichen Thee reicht auf lange Zeit hin, um die ſo läſtigen Fliegen ſchnell und ſicher zu vertilgen. N Aecht Perſiſches Inſektenpul⸗ ver à Fl. 18 kr. 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Es ſcheint aber doch nicht ſo gefährlich geweſen zu ſeyn und erklären deßhalb dieſe Anfrage in ge⸗ dachtem Artikel für eine frivole Verläumdung, ſo lange der Herr Einſender nicht gerichtlich nachweist, daß man faſt nirgends hier in Fried⸗ berg gutes ausgebackenes Roggenbrod findet. Dem Publikum aber diene zur Erläuterung wo⸗ her es kommt, daß das Brod jetzt ſchwärzer iſt und nicht ſo ſchnell trocknet. Die Brodpreiſe werden nach dem Preiſe des Korns fixirt; wenn aber die Preiſe des Korns und Waizens nicht viel differiren, ſo nehmen wir manchmal ein Dritttheil, auch bisweilen halb Waizenmehl zum Brod, woher dieſes natürlich weißer wird als von purem Korn und auch ſchneller trocknet. Bei der großen Differenz der jetzigen Preiſe aber iſt es nicht möglich daß man, ohne Schaden zu leiden, viel Waizenmehl nehmen könnte, und jeder Hausvater, der ſeine eigene Frucht zu Brod backt, kann bezeugen, daß Roggenbrod wenigſtens etliche Tage bedarf, um trocken zu werden. Warum aber das fragliche Weißbrod nicht ſo weiß iſt, hat einzig ſeinen Grund darin, daß der Waizen ſchon etliche Jahre nicht ſo gut iſt als ſonſt und deßhalb auch ſo kein helles Mehl daraus gewonnen wird, was auch jeder Sachverſtändige bezeugen muß. Die hieſigen Bäcker. Kirchweihfeſt zu Bauernheim. (4501) Nächſten Sonntag und Montag, den 25. und 26. d. M., wird das hieſige Kirch⸗ weihfeſt gefeiert. Für gute Speiſen und Ge⸗ tränke, ſowie Tanzmuſik, werde ich beſtens ſorgen. Bauernheim den 21. September 1853. Conrad Solz, Gaſtwirth. Hammel⸗ und Zinn⸗Scheibenſchießen bei Oberrosbach. (1502) Da das am 24. und 25. Juli d. J. abgehaltene Scheibenſchießen wegen ungünſtiger Witterung nicht beendigt werden konnte, ſo ſoll daſſelbe nächſten Sonntag den 25. September nochmals abgehalten und beendigt werden. Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik findet hierbei ſtatt. Oberros bach den 21. September 1853. Georg Ruppel. Das Nachkirchweihfeſt zu Ockſtadt (1503) wird nächſten Sonntag als am 25. September in dem bieſigen Schloßgarten bei gut beſetzter Tanzmuſik gefeiert und ladet hier zu alle Freunde des geſelligen Vergnügens höflichſt ein N. Steyer. (150) In C. Scriba's Buch⸗ handlung in Friedberg iſt angekom⸗ men und zu haben: Die Spinnſtube fuͤr 1854. Preis 45 kr. Kirchliche Anzeigen. 18. Sonntag n. Trinit. den 25. Sept g Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche 1 Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: fällt aus. i Frankfurter Cours vom 21. Sept. 1853. Piel fl. 9 44-45 Friedrichsd orn. Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 51-52 Rand⸗Ducaten. 4.„ 537½-—38½ 20 Frankſtücke„ 927½8½ Engliſche Souverains..„11 48 Preußiſche Thaler.„ 145 ¼/ 70 5 Frankenthaler„ 221/½ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145%— 75 Fruchtpreiſe. 21. Sep. 16. Sep. 2. Sept. Fried⸗ Gerns⸗ berg heim H re fl. kr. Waizen pr. Malter 14 5014 43— C e 97 102510 2410— Gerſte„ 75 8 24 1132 8 15 Safer 44—1 4521 430 * Gattung. Mainz Polizei- Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 24. bis zum 30. September. S 5 Fried⸗ Buß ⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 314 21„ 7 716 17 44„ 1 14 214— Lth. Lth. — Milchbrod 143% 1/4 — Waſſerweck 114 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 14¼ů h] 14 leiſch-Preiſe. Fleiſch- Preiſ 1 1 Ochſenfleiſch 121 2112— „Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 9— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 18— „Kalbfleisch 8— 8— 5„„ gemäſtetes n „ Schweinenfleiſch 14— 14— „Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaffleiſch 77 „ Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „ Bratwurſt 19— 18— „Schwartenmagen 181.— 18 „Geräucherter Speck 24— 26— „Schinken 19— 20— „ Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 20 20— „ Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel⸗ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von E. Bindernagel in Friedberg. Am 2 Oda Krei dbetrefſend: 8 Nach eine nden die Sitz vinz Oberheſſen zu Gießen Ste Geſchafts und Reclamanten, alle Bezirke de den ſiund, an Recrutirungs kommen, wa hörigen ander Vorged 31. Oktober 1. November J. 7 3. 7 J.„ Sie he bekannt zu 1 Jahrs gehör ziell von J unten folgt, freiem Will daſelbſt Recl Unterſuchunt Tage, der n ſtimmt iſt, Kreisamts einem ver germeiſter al allen ſonſtig mitteln(Zeu vorſtände, doch, da fi beeidigt ſein bei der letzte Corps als u. definitiven E lichkeit bei d