ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 92. 2 Mittwoch den 23. November 1853. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die von den höchſtbeſteuerten Grundbeſitzern vorzu— nehmende Wahl von drei Mitgliedern des Bezirksraths im Kreiſe Friedberg betreffend. In Gemäßheit des Art. 11 des Geſetzes vom 10. Februar 1853 wird das nachſtehende Verzeichniß der vier und zwanzig wegen eigenthümlichen oder nutznießlichen Grundbeſitzes im Kreiſe Höchſtbeſteuerten: Monatlicher Steuerbetrag. 2 fl. kr. 1) Herr Graf von Solms Rödelheim Aſſenheim 355 48% 2) Graf von Leiningen-Weſterburg zu Ilbenſtadt 267 48% 3)„ Fürſt Ferdinand zu Solms⸗ Braunfels 233 59¼ 4)„Kammerherr Ludwig Friedrich Wilhelm Freiherr von Wieſenhütten 139 46 ½ 5 Gr. Heſſ. Fiscus 108 52¼ 6) Fürſt Ludwig zu Solms Lich 86 52 7„ Graf von Iſenburg-Wächtersbach 86 45%½ 8)„ Kammerherr und Rittmeiſter Freiherr Löw von und zu Steinfurt zu Florſtadt 74 83175 9)„Graf Otto zu Solms-Laubach 60 98 10)„ Wilhelm Freih. Löw von und zu Steinfurt zu Staden 59 54 ½½ 11) TH“ Kammerherr Wilhelm Hugo Freiherr von Wetzel, genannt von Carben, zu Obermörlen 40 53¼½ 12) das Kugelhaus zu Butzbach 38 54/ 13) das Hospital zum heiligen Geiſt in Friedberg 30 25½ 14) Freifrau Oberſtin Louiſe von Löw von und zu Stein⸗ furt, geb. Diede zu Fürſtenſtein zu Ziegenberg 30 4% 15) Herr Oskar Freiherr von Löw von und zu Steinfurt 29 37 16) LAuguſt Freiherr von Löw von und zu Steinfurt 29 37 15„ Poſtmeiſter Daniel Bender zu Butzbach 23 46 ¼¼ 185 Heinrich Weith II. von Niederwöllſtadt 21 21 19)„ Poſtmeiſter Georg von Helmolt zu Friedberg 19 33 20)„ Johannes Bauſch's Wittwe zu Niederwöllſtadt 19 9 21) Heinrich Conrad Bauſch daſelbſt g 18 527 22)„Georg Stoll J. daſelbſt 18 47 7a 23) die Pfarrei daſelbſt 18 345 24) Herr Adam Pflug daſelbſt 18 18½ hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht, daß die Nachweiſungen, auf welche ſich dieſes Ver— zeichniß gründet, bis zum 1. Dezember 1853 bei dem un⸗ terzeichneten Kreisamte zur Einſicht offen liegen und bei demſelben in Bezug auf Eintrag in das Verzeichniß inner⸗ halb jener Friſt Einwendungen oder Auſprüche unter Vor⸗ legung der nöthigen Urkunden vorgebracht werden können. Es wird ferner angefügt, daß den geſchehenen dem Verzeichniſſe zu Grunde liegenden Ermittelungen zu Folge die Nachweiſung eines Grun d ſteuerbeitrags von mehr als beziehungsweiſe 139 fl. 46 kr., 38 fl. 54 kr. und 18 fl. 18 kr. erforderlich wurde, um gemäß dem Art. 10 des Geſetzes an beziehungsweiſe der erſten Abſtimmung durch 4 Wähler, an der zweiten durch 8 Wähler, an der dritten Abſtimmung durch 12 Wähler Theil nehmen zu können. Friedberg am 19. November 1853. Gr. Kreis amt Friedberg Müller. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Feuerpolizei, insbeſondere das Aufbewahren von Stroh auf den Miſthöfen. Unter Bezugnahme auf das Amtsblatt Gr. Kreisamts Nr. 13. vom Jahr 1843 ſcharfe ich Ihnen die genaueſte Nachachtung und Beaufſichtigung in dieſer Beziehung ein. Sie werden namentlich darauf ſehen, daß in den Höfen Stroh und dergleichen nicht in der Nähe von feuergefähr⸗ lichen Anſtalten, als Brennereien, Waſchküchen, Backöfen, Obſtdörren und dergleichen mehr aufgeſchlagen werden, in⸗ dem ſolches der Feuerordnung§. 10 zuwider und ſtraffällig ſein würde. Ferner haben Sie nachſehen zu laſſen, ob jeder Hausbewohner mit einer wohl verwahrten Laterne verſehen iſt(d. 12 der Feuerordnung) und die ſtrengſte Aufſicht auf die vorgeſchriebene Handhabung von Feuer und Licht, ſowie auf das verbotswidrige Tabaksrauchen(§. 18 gedachter Feuerordnung) üben. Friedberg den 19. Oktober 1853. de Beauclair, Kͤreisaſſeſſor. — Das Duell. Iriſches Lebensbild. Nach einer wirklichen Begebenheit. (Schluß.) 3 Lucy Random ſaß in Trauerkleidern in ihrem Zim— mer; das dunkelnde Zwielicht ſtimmte zur Trauer ihrer Seele; denn die Zeit nahte, wo ein Weſen, das lange bevor es das Licht der Welt erblickte, ſchon eine Waiſe war, die Sorge der Mutter in Anſpruch nehmen ſollte. Sie blickte in die Vergangenheit mit Schrecken, mit Furcht in die Zukunft. Was war ſie, wenn ſie die ſchwere Stunde glücklich überſtanden? Eine Wittwe und Mutter im zwanzigſten Jahre. Verſunken in finſteres Nachſinnen, hörte ſie es nicht, daß die Thür ſich öffnete, bis ſie bei dem ſchwachen Schein des Lichtes eine lange Geſtalt in geringer Entfernung vor ſich ſah. „Wer ſeid Ihr?“ fragte erſchrocken die Trauernde. „William Halligan, Lady; ich komme, um Ihnen ein ewi— ges Lebewohl zu ſagen!“ antwortete leiſe eine tiefe Stimme. „Der Bruder Desjenigen, für den allein dieſes 2 0 We 0 5 f 5 Lee *— ů ů—— 2* — 2 9 e 0 Herz ſchlug und ſchlagen wird?— Die Wittwe heißt Euch willkommen; ſetzt Euch, William!“ „Ich wage es nicht, Lady, denn die Zeit iſt koſtbar. „Wie oft habe ich nach Euch geſandt, William.“ „Und glauben Sie nicht, Lady, daß das leiſeſte Wort von Ihnen mich ſelbſt um Mitternacht hierher ge⸗ bracht haben würde? Aber durch ein geheimes Gelübde gebunden, wagte ich nicht, Sie vor dieſem Abend, wo ich Ihnen Lebewohl ſage, zu beſuchen.“ „Wohin geht Ihr, William?“ b „Das kann nur der Himmel und der Zufall beſtimmen. Das Geld, welches Der, den wir Beide beweinen, mir vermachte, ward ſchon vor Monaten nach Amerika hin— übergeſandt, und dahin reiſe ich, um es einzufordern.“ „Ich bedarf des Schutzes, William; der Elende, der mir meinen Gatten raubte, ritt noch geſtern frech unter meinem Fenſter vorüber.“ 5 „Er wird Sie nicht mehr beleidigen;“ erwiderte William.„Doch die Zeit eilt, und von fuͤnf Minuten kann bei mir Leben und Tod abhangen. Sollte das Kind, deſſen Geburt Sie entgegenſehen, ein Knabe ſein, ſo geben ſie ihm dieß als theures Andenken;“ bei dieſen Worten nahm er unter ſeinem Oberrock eine Flinte her— vor und legte ſie auf den Tiſch;„ſagen Sie ihm, daß derjenige Lauf der Doppelflinte, in welchen ein Kreuz tief eingefeilt, derſelbe iſt, welcher einem Elenden den Tod gab...“ „Wem, um Gotteswillen?“ rief Lucy erſchreckt. „Dem Mörder ſeines Vaters! Und nun leben Sie wohl für immer!“ Er ſiel auf ſeine Kniee, ergriff die Hand der Lady und bedeckte ſie mit Küſſen. Da hörte man ein leiſes ſchrilles Pfeifen unter dem Fenſter.„Es iſt das Zeichen!“, ſagte er.„Möge der Himmel Sie ſegnen und tröſten! Noch einmal, ein Lebewohl für immer!“ Kaum waren dieſe Worte geſprochen, ſo ver— ſchwand er wie er hereingekommen war. Jedermann wußte, daß George Pemberton von Liaume Vaddagh getödtet war; ſein und ſeiner Verbün⸗ deten Glaubensſatz war:„Rache iſt Tugend;“ und ſo iſt ſein Name noch erhalten als der eines Mannes, der „dem Staate einen Dienſt leiſtete.“ Er ging in die Hinterwälder von Illinois, lebte als Jäger und ſtarb in einem Indianiſchen Wigwam. Die Familie Pemberton's iſt ſeit dreißig Jahren er- loſchen; während der Nachkomme des getoͤdteten Robert in glücklichen Verhältniſſen lebt. * * Die Umſtände, unter denen ich Zeuge des erzählten unheilvollen Ereigniſſes ward, waren rein zufälliger Art. Auf einer Reiſe hatte ich in demſelben Gaſthofe, wo der arme Random ſeine Flitterwochen zubrachte, Wohnung genommen, und hatte oft das ſchöne Ehepaar bewundert, das die Natur für einander geſchaffen zu haben ſchien. An dem Abend, wo der ſchändliche Mord ſtattfand— denn Pemberton's Begleiter hatte ein falſches Zeichen gegeben, und Random wurde erſchoſſen, ehe er noch ſelbſt ſeine Piſtole erhoben hatte— war ich in- meinem Schlafzimmer, um Etwas in meinem Anzuge zu verändern, als mit un— gewöhnlicher Haſt die Thür aufgeriſſen ward und das Stubenmädchen hereinſtürzte.„Ach, Herr,“ rief ſie; „kommen Sie herunter, ſchnell um Gottes willen; ſie wollen den ſchönen Herrn erſchießen!“ Ehe ich noch fragen oder begreifen konnte, was das erſchrockene Mädchen meinte, knallte ſchon eine Piſtole im Garten. Ich ſprang an's Fenſter, aus dem ich den Raſenplatz überſehen konnte, und da erblickte ich einen jungen Mann im Todeskampf, gehalten von dem Gärtner und einem Knaben. Ich ſprang die Treppe hinunter, und ſah, wie zwei Männer ihre Pferde beſtiegen und ganz 2365 E- ruhig aus dem Garten ritten; als ich zum Kampfplatz kam, fand ich, daß der arme Random bereits ausgelitten und ſein Leben ausgehaucht hatte. Dreißig Jahre nach dieſem traurigen Ereigniß mar— ſchirte ich mit einer Abtheilung meines Regimentes durch Johnstown, wo wir die Nacht bleiben ſollten, da erhielt ich einen Beſuch vom Squire, der mich zum Eſſen einlud und mir ein Nachtquartier anbot. Beides wurde gern angenommen; denn das Wirthhaus im Dorfe war ſchlecht und überfüllt. Auf meine Erkundigung erfuhr ich, daß der Herr, dem ich gaſtfreundliche Aufnahme verdanken ſollte, der Sohn des unglücklichen Random ſei, den ich zu Eaſt Port hatte erſchießen ſehen; da aber eine Erinne— rung daran ſchmerzliche Empfindungen erregen mußte, ſo ſprach ich nicht davon. Mein Wirth unterhielt mich auf's Freundlichſte; nach dem Abendeſſen ward ich von einem alten Diener mit grauem Haar nach meinem Schlafzimmer begleitet. „Habt Ihr lange in dieſer Familie gedient?“ fragte ich ihn. „Ich habe in Johnstown unter drei Generationen gelebt.“ „Dann habt Ihr wohl viele Veränderungen in der Familie erfahren, John?“ „Ja wohl, viele,“ ſagte der alte Mann;„einige zum Guten, andere zum Schlimmen.“ „Ihr waret noch bei dem Vater dieſes Herrn Random 2 „Ja, ich war bei ihm, dem beſten Herrn, dem ſchön⸗ ſten Manne— er fiel in einem ſchändlichen Duell.“ „Ich ſah ihn erſchießen,“ ſagte ich. Der alte Mann erſtaunte, bekreuzte ſich andächtig und ſprach ein Gebet für den Abgeſchiedenen.„Darf ich Sie nach Ihrem Namen fragen?“ Ich ſagte ihm den⸗ ſelben.„O ich erinnere mich recht gut,“ fuhr er fort. „Sie waren der junge Offtzier, der meinen armen Herrn in den Armen hielt, und den Gärtner und ſeinen Knaben hinſandte, um Aerzte zu holen.“ „Ich bin es, und ich würde Eures Herrn Secundant geworden ſein, wenn ich ſo ſchnell hätte zur Stelle ge— langen können. Aber ſie machten es kurz mit ihm.“ Ja wohl, ja wohl! Aber die Rache des Allmäch⸗ tigen hat ſie ſchwer getroffen.“ „Kam Der, welcher Euren guten Herrn tödtete, früh um's Leben?“ fragte ich. „Kommen Sie in das nächſte Zimmer, Herr, ich will es Ihnen erzählen.“ Er nahm die Lichter vom Tiſch und fuͤhrte mich in ein anſtoßendes Zimmer; es ſchien ein Studirzimmer zu ſein, mehrere Büchergeſtelle, gut beſetzt mit Büchern, ſtanden da, auch ausgeſtopfte Vögel, und über dem Kamin war ein Glasſchrank, den er aufſchloß und aus dem er ein altes Gewehr herausnahm. Ich nahm die Flinte, unterſuchte ſie ſorgfältig; zu ihrer Zeit mußte ſie ohne Zweifel ſehr werthvoll geweſen ſein; ſie war mit Gold und Silber ausgelegt und ſehr ſchön gearbeitet, aber die Läufe waren ſehr kurz. „Dieſe Läufe ſcheinen etwas abgenommen worden zu ſein,“ ſagte ich;„ſeht her, John, ſie ſind ungewöhn⸗ lich kurz!“ „Sie wurden lang genug befunden, um das Werk der Rache auszuführen;“ erwiderte der Alte;„ſehen Sie wohl das Kreuz, Sir?“ „Ja, es iſt tief genug eingefeilt.“ „Durch dieſen Lauf ging die Kugel in ein verruchtes Herz. Möge Gott Deiner Seele gnädig ſein, Liaume Vaddagh! Du nahmſt Dir Zeit zu Deinem Werke, aber Du führteſt es gut aus!“ Der Alte brachte die Flinte wieder an ihre Stelle, verſchloß den Schrank, geleitete mich zu meinem Zimmer, ſagte mir Gute Nacht und verließ mich, um zu ſchlafen — vielleicht auch zu träumen. 5 ume a ö reitag de Vormitl her anzumelden, N Ganugerechte geltend In Falle eines! len die nicht erſche dichlüſſen der, Meh nend angeſehen we Zutzbach den 4. G rc Ebel. Bekan 177A) Conrad A bereits zu A Annika gereist iſt Adern dorthin aus it der Verordnung uch bekannt gema Reichelsheim! 1 Victual (1778) Die Le alen für das Lat Kſehend in circa; 17 Centner 113 4 15 92 60 Maas 2 el im Ganzen „ begeben und zut dn vor dem Oh dangten„Soumt 23. d. M., Abe de Leferungobe kopiantmeiſter Aa rienſcht m den⸗ Abt er fort. einen Knaben Herrn Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Edietalla dung. (1729 Nachdem über das Vermögen des Jacob Schäfer in Rockenberg von Gr. Hofge— an der Provinz Oberheſſen der formelle Toncurs erkannt worden iſt, ſo werden bekannte wie undekannte Gläubiger zur Geltendmachung ihrer Anſprüche, ſowie zur weiteren Beſchluß⸗ nahme auf Freitag den 9. Dezember, Vormittags 10 Uhr, bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe und Annahme des Beitritts zum Beſchluſſe der Mehrheit der er— ſchienenen Gläubiger biermit vorgeladen. Butzbach den 28. Oktober 1853. Großberzogl. Landgericht Ebel. Muth. Edictalla dung. (17162) Gr. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen hat über das Vermögen des Johannes Marguth zu Butzbach, welches nach dem auf⸗ genommenen status um 2049 fl. überſchuldet iſt, den förmlichen Coucursprozeß erkannt. For⸗ derungen jeder Art ſind deßhalb bei Meidung Ausſchluſſes von der Maſſe im Termine Mittwoch den 21. Dezember d. J., Vor- mittags 9½ Uhr, dahier anzumelden, zu begründen und etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen. Im Falle eines gütlichen Uebereinkommens ſollen die nicht erſcheinenden Gläubiger als den Beſchlüſſen der Mehrheit der Erſcheinenden bei⸗ tretend angeſehen werden. Butz bach den 4. November 1853. Großherzogl. Landgericht Ebel. Dr. v. Schmalkalder. Bekanntmachung. (177) Conrad Heß von Reichelsheim, wel- cher bereits zu Anfang dieſes Jahres nach Amerika gereiſt iſt, will mit Frau und zwei Kindern dorthin auswandern, was in Gemaäß⸗ beit der Verordnung vom 24. März 1849 hier⸗ durch bekannt gemacht wird. Reichelsheim den 12. November 1853. Herzogl. Naſſ. Kreisamt v. Preuſchen. Victualien lieferung. (1775 Die Lieferung des Bedarfs an Vic⸗ tualten für das Landeszuchthaus im Jahr 1854, beſtehend in circa: 127 Centner Erbſen, 113„ weißen Bohnen, 7„ Linſen, 38„Reis, 37„ geſchälter Gerſte, 38„ Haldegruͤtz, 53„ Hirſen, 85„ Weißmehl, 47„ Wazzengrütze, 3½„ Nudeln, 16%„ gedoörrten Zwetſchen, 1„ Pfeffer, 92„Butter, ſowie 52 60 Maas Branntwein, ſoll im Ganzen auf dem Soumiſſionswege vergeben und zur Einlage der Soumiſſionen in den vor dem Directorial⸗Bureau dahier aufge⸗ hängten„Soumiſſionskaſten“, Termin bis zum 23. d. M., Abends 6 Uhr, anberaumt werden. Die Lieferungsbedingungen liegen bei dem Gr. Proviantmeiſter Weigel zur Einſicht offen. Marienſchloß den 14. November 1853. Die Verwaltungs⸗Commiſſton. Für die Ausfertigung: Nispel, Secretär. 2369 e- Lieferungen ꝛc. für das Landes zuchthaus im Jahr 1854. (1777) 1. Im Soumiſſionswege ſoll ver⸗ geben und zur Einlage der Soumiſſionen in den vor dem Directorial-Büreau dahier aufge- hängten„Soumiſſionskaſten“, Termin bis zum 28. d. M., Abends 6 Uhr, anberaumt werden: 1) die Lieferung der Reiſerbeſen, 2* 5„Seife und Talglichter, 3)„„ verſchiedener Holzſortimente in Bohlen, 4)„„ von Eichenſcheitholz zu Kü⸗ ferholz, 5)„„des Schmiedegrieſes. II. Im Wege öffentlicher Verſteigerung Dien⸗ ſtag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, 5 anfangend: 10 die Anfuhr von Holzbraunkohlen, 2)„„ des nothigen Sands und Lehms, 3)„ wLeiſtung verſchiedener Fahrten, 4)„ Lieferung von Buchenſcheitholz zu Brennholz, 5)*„ des Ochſen⸗, Schweinen⸗, Kalbe und Hammelfleiſches, 6) das Geſpül und der ſonſtige Abnutzen an Speiſeingredienzien ꝛc. bei der Anſtalts⸗ menage. Die betreffenden Bedingungen können bei Un⸗ terzeichnetem eingeſehen werden. Marienſchloß den 14. November 1853. Die Verwaltungs⸗Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Secretär. [Butzbach] Verkauf getragener Mon- tirung, ausrangirten Reitzeugs ꝛ. (1779) Montag den 28. d. M., des Vor⸗ mittags von 8 bis 12 und des Nachmittags von 1 bis 5 Uhr, ſollen in der hieſigen Reiter⸗ caſerne eine Anzahl getragener Montirungoſtücke, als: Mützen, lederne Pandſchuhe, Sporn, Hemden, Unterhoſen, Socken, Halsbinden, Halb— ſtiefeln und Schuhe ꝛc., ſodann ausxrangirtes Reitzeug und Caſernerequiſitten, wobei viele Bett und Pferdeteppiche, meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigert werden. Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, erſucht man zugleich die Herren Bür⸗ germeiſter der Umgegend, dieſen Verkauf in den unterhabenden Gemeinden geeignet bekannt ma⸗ chen laſſen zu wollen. Butzbach den 15. November 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Oeffentliche Aufforderung. (1789) Die dem Herrn Grafen Ferdinand Maximilian zu Aſenburg und Büdingen zu Wächtersbach in der Gemarkung Rockenberg zuſtehende Grundrente im geſetzlichen Geldan⸗ ſchlage von 46 fl. 21 kr., ſoll nach den deß⸗ falls beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen ab⸗ gelöst werden. Es werden deßhalb alle bei dieſer Ablöſung, bekannte und unbekannte, Betheiligte bierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche bin⸗ nen 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, gegenfalls die Auozahlung des Ab⸗ löſungskapitals an den genannten Herrn Grafen Ferdinand Maximilian zu Aſenburg und Bü⸗ dingen in Wächtersbach geſtattet werden wird. Butzbach den 17. Nobember 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Ebel. Bekanntmachung. (1790) Freitag den 2. k. M., Vormittags 10 Ühr, ſollen in dem Büreau des Bataillons⸗ verwaltungsraths dahier die Schloſſer⸗, Schrei⸗ ner⸗ Spengler, Bürſtenbinder⸗,Sattler⸗,Küfer⸗, Dachdecker⸗ und Glaſerarbeiten, welche in der Garxniſon dahier in dem Jahre 1854, 1855 und 1850 wokormmen, ſowie das Schröpfen erkrank⸗ 5 1 8 — Nd e eee ee e. Dr ter Soldaten, auf dem Soumiſſionsweg an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Accordsbedingungen von heute an in obengenanntem Bureau eingeſehen wer— den können. Friedberg am 20. November 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſterz Brod⸗, Oel⸗, Sohlen- und Fleck⸗ lieferung. (1791) Donnerſtag den 1. k. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird: a) die Brodlieferung auf's 1. Semeſter kom⸗ menden Jahres, b) die Oellieferung desgleichen, und c) die Lieferung der Sohlen und Flecken auf das Jahr 1854, für die Garniſon dahier in dem Bureau des Bataillons⸗Verwaltungsraths, auf dem Sou⸗ miſſionswege an die Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in obengenanntem Bureau eingeſehen werden können. Friedberg den 20. November 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. [Butzbach] Verkauf von Oefen, Ofen⸗ ſteinen ꝛc. (1792) Donnerſtag den 1. Dezember l. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in der hie⸗ ſigen Reitercaſerne 34 Stück Oefen, 16 Stück runde Ofenſteine, 16 Stück hölzerne Ofenthür⸗ chen, 6 alte Fenſter und eine Parthie altes Gehölz, meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigert werden. Butzbach den 19. November 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1793) Samſtag den 25 d. M., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſollen in dem Bureau des hiefigen Lazareths folgende Arbeiten und Liefe- rungen auf die Dauer der Jahre 1854, 1855 und 1856 auf dem Soumiſſionswege an die Wenigſtnehmenden veraccordiret werden: 1) Schneiderarbeit, 2) Schuhmacherarbeit, 3) Sattlerarbeit, 4) Spenglerarbeit, N 5) Schreinerarbeit, 6) Glaſerarbeit, 7) Wagnerarbeit, 8) Schloſſerarbeit, 9) Schmiedearbeit, 10) Küferarbeit, 11) Weiß binderarbeit, 12) Dachdeckerarbeit, 13) Schreibmaterialien⸗Lieferung und 14) Buchbinderarbeit. Die Bedingungen liegen auf dem genannten Bureau zur Einficht bereit. Friedberg den 19. November 1853. Hoffmann, Lieutenant. Faſelochsverſteigerung. (479) Freitag den 25. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde gehö⸗ render Faſelochſe im Rathhauſe dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 20. November 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Schmidt. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1795) Dienſtag den 29. d. M., von Mor- gens 10 Uhr anfangend, werden in der Behau⸗ ſung der Johannes Brodrechts Erben dahier die denſelben zuſtehenden Mobilien, als: —— —— 2370 e- mühle, Tiſche, Schränke, Bettſtellen ꝛe., etwas Kleidung, Betten, Weißzeug und ſonſtiges Hausgeräthe, ſowie auch ein Schloſſerhand⸗ werkzeug, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Schließlich bemerkt man, daß bei der Ver⸗ ſteigerung mit dem Vieh der Anfang gemacht wird. Niederrosbach den 19. November 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Cuntz. * 1) an Vieh: 3 Kühe, 3 Gänſe und 8 Hühner, 2) an Früchte, Nuten und Futterage: etwa 2 Malter Waizen, 1 Malter Korn, 1 Malter Gerſte, 3 Simmer Erbſen, 18 Malter Kartoffeln, 3 Malter gute Brech⸗Aepfel, 1½ Fuder Waizen⸗, 2 Fuder Korn-, 2 Fuder Gerſten⸗ und 1½ Fuder Erbſenſtroh, 8 Cent⸗ ner Heu, 4 Eentner Grummet, 15 bis 20 Körbe Keil und Spreu, 300 Stück Kraut⸗ häupter und 25 bis 30 Körbe Dickwurz ꝛc., 3) an Haus- und Oeconomie- Geräthe: 1 vollſtändiger Wagen, 1 Pflug, 1 Feg⸗ Privat-⸗ Bekanntmachungen. Schwar; ſeidene Herren⸗Halsluͤcher, (1796) die nicht abſärben, ungewöhnlich billig bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. (1735) Diejenigen, welche der ſeit dem 1. Januar d. J. eröffneten, mit dem 31. Dezember d. J. zu ſchließenden 7. Jahresgeſellſchaft beizutreten oder Nach⸗ zahlungen auf frühere Einlagen zu leiſten beabſichtigen, laden wir hierdurch ein, ſolches vor Ablauf dieſes Jahres entweder dahier bei dem Hauptbüreau der Anſtalt oder auswärts bei den Herren Bevollmächtigten derſelben“) zu bewerk⸗ ſtelligen. Bis jetzt zählt die Anſtalt 5620 Mitglieder mit 9412 Einlagen und einem effectiven Einlagekapital von 548,182 fl. Bee der mit der Anſtalt verbundenen Depoſitenkaſſe wurden ſeit Anfang dieſes Jahrs bereits 326,900 fl. hinterlegt. g Darmſtadt den 31. Oktober 1853. Die Direction der Allgemeinen Rentenanſtalt. ) In Friedberg bei Herrn Heinrich Hahn; in Butzbach bei Herrn Bürgermeiſter Seippel; in Vilbel bei Herrn Geometer 1. Cl. Grosholz. Schwarz ſeiden Sammtband en gros et en detail, (1797) zu ſehr billigen Preiſen bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. Emanuel- Federn. (Plumes Diamant.) (1690) Eine ſich ſtets gleichbleibende, für jede Hand paſſende Feder, welche wegen dieſen Eigen. ſchaften und ihrer höchſt geringen Unabuutzbarkeit bereits eine Berühmtheit erlangt hat. Dieſelben ſind verſchiedenartig geſpitzt, fein, mittel und ſtumpf. Die Doſe, enthaltend 100 Stück, koſtet 28 Sgr. Jaoede Feder, welche nicht die deutlich gravirte Firma der engliſchen Fabrik Emanuel F. trägt, iſt als unächt zurückzuweiſen. Hauptniederlage in Friedberg: Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Eine große Parthie ſeidene Sammt⸗Reſte (1798) von allen Großen zu Hüten und Mantillen, verkauft bedeutend unter Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. dem Preiſe Zu ver miethen. (1733) Ein Zimmer mit Kabinet, mit oder ohne Möbel, iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Conrad Diehl, neben Herrn Apotheker Wahl. nA3u verkaufen! 11799) Drei ſchön gebaute, noch nicht ganz 2 Jahre alte Fohlen von guter Race, ſowie eine Jagddroſchke mit Verdeck, noch in gutem Zu⸗ ſtande, ſind billig zu verkaufen. Das Nähere ertheilt Butzbach im November 1853. Jean Marguth, Inſtrumentenmacher. Geſchäftsleute, (1767) die draußen auf dem Lande viel verkehren, viele Bekanntſchaften beſitzen und ſich Vertrauen bewußt ſind, können einen guten Ver⸗ dienſt auf eine leichte Art erlangen. Näheres auf frankirte Briefe bei dem Kauf⸗ mann Ferdinand Weiß in Hanau a. M. Tanzunterricht. (1800) Mit Anfang nächſten Jahres beginnt bei Unterzeichnetem ein neuer Curſus ſeines Tanzunterrichts. Anmeldungen nimmt Pr. Jacob Faatz entgegen. Friedberg im November 1853. H. Mosler. * 0 2* Italieniſche Honig-Seiſe vom Apotheker A. Sperati in Lodi (Jombardei) Stück 5 Sgr.; ½ Stück 2½ Sgr. (1801) wirt belebend und erhaltend auf die Geſchmeidigkeit und Weichheit der Haut, und iſt daher Damen und Kindern, ſowie überhaupt Perſonen von zartem Teint, zum Waſchen und Baden ganz beſonders zu empfehlen. Für Friedberg befindet ſich das alleinige Depot bei P. F. Schmitt⸗ ner, ſowie auch in Butzbach bei Val. Wießler. ö Bekanntmachung. (4802) Donnerstag den 24. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete: 8 Oeconomiepferde, 3 Paar Zugochſen, 3 Wagen, 1 großes Pfuhlfaß, mehrere Pflüge und Eggen, etwa 100 Fuder verſchiedenes Stroh und eine Quantität Dünger, in ſeinem Pachthofe dahier öffentlich verſteiger n. Dorheim den 19. November 1853. Dr. Jaup. Mobiliar-Verſteigerung. (1803 Donnerſtag den 24. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des verſtorbenen H. Gröninger J. dahier nachver⸗ zeichnete Mobilien erbveriheilungshalber einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: 4 trachtige Kühe, 1 Rind, 10 Hämmel, 1 fettes Schwein, 6 Hühner, 3 Gänſe, eine Parthie Heu und Stroh, ſowie verſchiedenes Hausgeräthe. Ockſtadt den 19. November 1853. Die Erben. ef ut (1804) Einige hundert ſchöne Würſing wer⸗ den zu kaufen geſucht. Wo? ſagt die Exped. dieſes Blattes. Dankſagung. (13805) Der Damen-Arbeits⸗Verein bieſiger Stadt hat der Kleinkinder⸗Bewahr Anſtalt abermals ein Geſchenk von Einhun⸗ dert Gulden gemacht. Wir fühlen uns be⸗ rufen, für dieſe hochberzige Gabe mit gerührtem Herzen dem genannten Vereine hiermit öffentlich unſern Dank abzuſtatten. Friedberg im November 1853. Die Commiſſion der Kleinkinder-Bewahr-⸗Anſtalt. 8 Nachruf. 8 (1806) Zum Hingang unſeres guten Di⸗ ftrikt⸗Einnehmers, des Hrn. Bitſch, in ſeinen neuen Wirkungskreis, ſei es uns geſtattet dem Manne echter Humanität, die er während ſeines Hierſeins Allen in ſo reichhaltigem Maße an⸗ gedeihen ließ, ein freundſchaftliches„Lebewohl⸗ nachhallen zu laſſen, wünſchend, daß dieſes mit Gottes reichſtem Segen begleitet ſein moge. Niedermörlen den 17. November 1853. Mehrere Bewohner dahier. Berichtigung der Brodtaxe für die Stadt Friedberg vom 10. bis 25. November 1853. Die Brodtaxe, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 91 bemerkt iſt, wird dahin abgeändert, daß in dem oben angegebenen Zeitraum 4 Pfund Brod 17 ke. 2 9 1 8* 1 5„ koſten, was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 19. November 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ben Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 6 19 Das Kreis 1 ſümmtliche effend: Der in Silteffen 4 Die Enſcheldt Aer die bei demſel — 5 20 12 Vor⸗ und 15 5 — ͤ SEö¼ʃ z J Zugſchwert I Kuſter, K. 2] Brückman 3 J Schmidt, Klees, Ch 0 Weitzel, 9 Stephan, 1 Münk, J aas, At 9] Venzel, 0 Freitag, l Philippi, Schmidt, 0 Becker, J Krämer, 0 Roſenthe 0 Winter, 0 Häuſer, 6 Lee, 5 1 Mayer, 1 Gröning 0 Müller, 1 Wieſenb B Fink, 3 1 Schimpf König, Pfeffer, 34 Sopp, Süß, Somm Gießen