1 * Ba uch 8 K wen echt. dein, junior 1 850 „ cierun th 1 drauchbar 1 duftrie , eine J dieſer f beiden gel in Zriedberz .— Ins dem . derer. f de reift Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 57. Sonnabend den 23. Juli 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Während des zweimonatlichen Urlaubs des Großh. Domänenraths Buß iſt zum Rentamtsvicar des Rentamts Friedberg der Gr. Oberfinanzkammer-Acceſſiſt Grünewald beſtellt worden. Zur Bekanntmachung in Ihren Gemeinden ſetze ich Sie hiervon in Kenntniß. Friedberg den 18. Juli 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Das öde Landhaus. Ein Reiſeabenteuer. (Fortſetzung.) Sobald der junge Mann fort war, nahm Ruy Gon- zalez ſein früheres einnehmendes Werben wieder auf, und würde wohl bei mancherlei empfehlenswerthen Eigenſchaf— ten, welche beſonders in den Augen einer Dame von Werth ſein mußten, ihr Herz gewonnen haben, wenn es frei geweſen wäre. So wie aber nun die Sachen ſtun— den, wünſchte ſie nichts dringender als ihn loszuwerden, und wartete mit wahrer Spannung auf den Augenblick, wo er ihr durch eine förmliche Werbung Gelegenheit geben würde, ihm ihre Hand zu verweigern, weil ſie hievon allein ein Aufgeben ſeiner Abſichten und ſeine ſofortige Abreiſe erwartete. Allein ob aus Behutſamkeit oder weil er ihre Gedanken errieth, laſſen wir dahin geſtellt,— genug, die erwartete Erklärung ſeinerſeits erfolgte nicht, obwohl er ſeine Aufmerkſamkeiten emſig fortſetzte und den größten Theil ſeiner Zeit lieber in dem Landhauſe des Herrn v. Beaugency, als auf ſeinem eigenen Gute in Catalonien verbrachte. Endlich begann Fräulein v. Beau— gency zu fürchten, er wolle das Ergebniß ſeiner eigenen Wahrnehmungen bei dem nächſten Beſuche des Vetters abwarten, und da ſie vollkommen überzeugt war, daß bei dem nächſten Zuſammentreffen der beiden Nebenbuhler ein Streit unvermeidlich ſeie, ſo beredete ſie den Vater, den Zeitpunkt des Beſuchs des Vetters dießmal zur Reiſe und zum Beſuch bei ihrem Bruder zu benützen. Zugleich ſchrieb ſie an Eugen, entſchuldigte ihre Abweſenheit und bat ihn, in dieſem Augenblicke lieber nicht zu kommen. Freilich hieß all dieß den verhängnißvollen Tag nur hinausſchieben; allein ihr ſchwante einmal ein Unglück und ſie kannte kein anderes Mittel, demſelben vorzubeugen, um ſo mehr als ſie bemerkte, daß ihre Verbindung mit dem Grafen der Wunſch ihres Vaters und ihres Bruders war und daß dieſe Beiden kaum jemals in ihre Heirath mit Eugen willigen würden, weil dieſer noch gar kein Auskommen für ſich beſaß und auch in den nächſten Jahren kaum eine genügende Verſorgung zu gewärtigen hatte. Natürlich war dieſe Wendung der Dinge dem jungen Liebhaber nicht angenehm, und die Reihe des Eiferſüchtig-werdens kam nun an ihn. Anſtatt wegzubleiben, wie Henriette ihn ge— beten hatte, machte er ſich nun mit Kurierpferden auf den Weg mit dem feſten Entſchluſſe, Henrietten und ihrem Vater von ihrem Wohnorte aus nach Catalonien zu fol— gen und mit dem Grafen eine eutſcheidende Erklärung her— beizuführen. Seine Eiferſucht und peinliche Unruhe ward aber beſchwichtigt und jeder Gedanke an Rache ihm vor— erſt unmöglich gemacht, als er bei der Ankunft auf des Oheims Gute dieſen im Todeskampfe, ſeine Geliebte in tiefſter Verzweiflung und den ſpaniſchen Grafen nicht an— weſend fand. Der Antritt der Reiſe war durch Herrn v. Beaugency's plötzliche Erkrankung unmöglich gemacht worden, und der alte Herr ſtarb nach mehrtägigem Kran— kenlager in den Armen ſeiner Tochter, ohne von dem Liebesverhältniß der beiden jungen Leutchen etwas zu wiſſen, und hatte noch mit ſeinem letzten Athemzuge ſeine Tochter gebeten, den Grafen zu heirathen. Der Grund, auf welchen dieſe Bitte ſich ſtützte, ward ſchnell offenbar, als man den Vermögensſtand des Verſtorbenen unterſuchte; er hatte längſt ſchon von ſeinem Kapital gelebt, und von ſeinem in Trümmer gegangenen Vermögen war beinahe Nichts übrig geblieben, als dieſes Landhaus, und ein kleines, darauf ſtoßendes Grundſtück. Dieß war natürlich für das junge Paar eine ſehr unangenehme Enttäuſchung, weil Beide vor dieſer Entdeckung ſich verabredet hatten, binnen ſechs Monaten zu heirathen; Fräulein v. Beau— gency hatte nämlich die Hoffnung gehegt, ihr Erbe werde Beiden ein genügendes Auskommen bieten. Nunmehr konnte natürlich von einer Heirath nicht die Rede ſein, bevor nicht Eugen die Mittel zum Unterhalt für eine Familie hatte. Im damaligen Augenblicke hatte er gar Nichts; er war Advokat ohne Praxis, hatte ſeither nur von dem beſcheidenen Stipendium gelebt, das ihm ſein Oheim reichte, und ſich drei Viertheile des Jahres kuͤm⸗ merlich behelfen muͤſſen, um nur das letzte Viertheil auf dem Gute des Beaugency's zubringen zu können. Und wie viele Zeit mußte vergehen, bevor er nur einigen Ertrag von ſeiner Praxis hoffen konnte! dieſe Ausſichten waren in der That für Beide ganz verzweiflungsvoll. Dieſe Begebenheiten fielen in die erſten Jahre der franzöſiſchen Republik, wo Frankreich mit der halben Welt im Hader lag und der Soldatenſtand das beſte Gewerbe war.„Ich will in die Armee treten,“ ſagte Eugen; ich habe für dieſen Stand immer eine große Vorliebe und das meiſte Talent gehabt, und zudem iſt er in unſeren Zeiten der einzige, durch welchen ein Mann von Muth und Thatkraft raſch vorwärts zu kommen hoffen darf. Als Advokat muß ich vielleicht noch Jahre lang warten, bis ich etwas zu thun bekomme. des Generals Duhamel genau befreundet, und ich weiß, er wird ein gutes Wort für mich einlegen und ſeinen Vater veranlaſſen, daß er mich bald befördert.“ lich hatte Henriette viele Einwendungen gegen dieſen Plan ihres Geliebten, allein dieſer beſchwichtigte ſie alle durch Gegengründe, und ſie ſchieden nach wiederholten Schwüren ewiger Treue; er führte ſein Vorhaben aus, und Henriette blieb mit Roſine und einer älteren Ver— wandten, welche fortan bei ihr wohnen ſollte, zu Hauſe, und ſchlug die Einladung ihres Bruders, fortan bei ihm in Katalonien zu wohnen, aus. den beſtändigen Beſuchen und Artigkeiten des Grafen Gonzalez ausgeſetzt geweſen, während er nun, nach ihres Vaters Tode, ſie doch ſchicklicherweiſe in ihrem eigenen Hauſe nicht beſuchen konnte. ſpäter, daß er ſeine Bewerbung nur bis zu einem ſchick— lichen Augenblick verſchoben hatte; einſtweilen war er der Fürſprache und Unterſtützung ihres Bruders gewiß und zweifelte nicht im Mindeſten, ſeine Werbung angenommen zu ſehen, ſeit der Stand von Herrn v. Beaugency's Ver— mögens angelegenheiten bekannt geworden war. dieſer erwartete günſtigere Augenblick kam, trug ſich eine Begebenheit zu, die ſeine Abſichten weſentlich forderte: Eugen v. Beaugency hatte ſich nämlich aus Begierde, ſich in den Augen ſeines kommandirenden Offiziers aus— zuzeichnen, in einem Treffen mit aller Gluth und Uner— fahrenheit der Jugend in eine unnütze Gefahr geſtürzt, und war ſo ſchon in der erſten Schlacht verſchwunden, an welcher ſein Regiment Antheil nahm......“ (Fortſetzung folgt.) 228 Kirchenbuchsauszug von Butzbach. Monat Juni. Geftftrapeee Keine. Getauft e: Dem hieſigen Bürger und Lederhändler Philipp Hein⸗ rich Heil ein Sohn, Johann Jacob, geb. den 21. Mai. Dem hieſigen Buͤrger und Seifenſieder Johannes Schomber ein Sohn, Johannes, geb. den 15. Mai. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Wilhelm Chri— ſtian Karl Engelhardt Hieronimus ein Sohn, Johann Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Jacob Ron— ſtaͤdt eine Tochter, Henriette Roſalie Johanne Marie Agneſe Margarethe, geb. den 25. Mai. Dem hieſigen Bürger und Apotheker Johann Heinrich Vogt eine Tochter, Sophie Louiſe Auguſte, geb. den Dem hieſigen Bürger und Bierbrauermeiſter Chriſtoph Leſch ein Sohn, Jacob, geb. den 7. Juni. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Georg Heinrich Weigand ein Sohn, Friedrich, geb. den 3. Beerdigte: Nicolaus Lieberich, des hieſigen Bürgers und Kamm— machers Johann Georg Lieberich drittes Kind, zweiter ehelicher lediger Sohn, alt 3 Jahre, 7 Monate und Der Großherzogliche Artillerie-Lieutenant Johann Lud⸗ wig Zahn, alt 21 Jahre, 8 Monate und 28 Tage. Anna Eliſabethe Feeger, der Anna Margaretha Feeger Tochter, alt 9 Monate und 13 Tage. Maria Magdalena Marr, des hieſigen Bürgers und Nachtwächters Conrad Marx eheliche ledige Tochter, alt 1 Jahr und 3 Monate. 2. Zudem iſt mir ein Sohn 5. 5. Natür⸗ Karl, geb. den 20. Mai. 12. 13. Dort wäre ſie nämlich 13. Mai. 19. 5 eig 26. Es zeigte ſich übrigens Juni. 2. Ehe aber 20 Tage. 4. 6. 12. Dies den Intereſſenten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert Bekanmmachungen von Be- mt dg gloen werden. hoͤrden. Steinkohlenlieferung. (1066) Dienſtag den 26. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Ba— taillonsverwaltungsraths dahier die Lieferung von 900 Centner Ruhrerſteinkohlen— Fettſchrot erſter Qualität— auf dem Soumiſſionsweg in Accord gegeben werden. f Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von beute an in obengenanntem Büreau eingeſehen werden können und daß die dieſerhalb eingelegten Soumiſſionen, gleich nach Ablauf oben erwaͤhn⸗ ten Termins, eröffnet werden. Friedberg den 1. Juli 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter Steinkohlenlieferung. 40877) Dienſtag den 26. Juli d. J., des Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in dem hieſigen Militär⸗Verwaltungsbureau die Lieferung von 1500 Centner Steinkohlen, ſogenanntes Fett⸗ ſchrot, erſter Qualität, aus den Ruhrer Stein⸗ kohlenwerken, auf dem Soumiſſionswege in mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lie⸗ ferungsbedingungen in dem obengenannten Bu— reau Vor⸗ und Nachmittags eingeſehen werden können. Butzbach den 9. Juli 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Lieferung von Buchen- und Kiefern— Scheitholz. (1088) Dienſtag den 26. Juli d. J, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 33 Stecken Buchen- und 9 Stecken Kiefern⸗ Scheitholz in dem hieſigen Militär⸗Verwaltungs⸗ bureau auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſt⸗ fordernden in Arcord gegeben werden. Die Lieferungsbedingungen ſind auf gedachtem Bu⸗ reau zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 11. Juli 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Friedberg. (1113) Montag den 25. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Herrn Gaſtwirths Friedrich Netz dahier die bei der Erbauung eines Pfarrhauſes mit Nebengebäuden dahier vorkommenden Arbeiten werden. Die Voranſchläge betragen: 1) für die Maurerarbeit 1262 fl. 52 kr. 2)„„ Steinhauerarbeit 947„ 11 3)„„KZimmerarbeit 1593„ 22„ 4)„„ Dachdeckerarbeit 569 5 31 5)„„ Schreinerarbeit 783„ 35„ 6)„„ Schloſſerarbeit 868„ 7* 7)„„„ Glaſerarbeit 308 7 6„ 8)„„ Weißbinderarbeit 737 14„ 9)„„Spenglerarbeit 67„ 48„ Die Niſſe und Voranſchläge liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Behörde zur Ein⸗ ſicht offen. Friedberg den 16. Juli 1853. 9 Das Großh. Heſſ. Kreisbauamt Friedberg Stockhauſen. Verkauf einer Kirchenuhr. (1120) Die noch in brauchbarem Zuſtande befindliche Kirchenuhr dahier ſoll verkauft werden. Södel am 17. Juli 1853. Für den Kirchenvorſtand: Breidenſtein, Pfarrer. Oeffentliche Aufforderung. (1121) Anſprüche an den, vor den Inteſtat⸗ erben ausgeſchlagenen rein etwa nur 16 fl. be⸗ ace u N nahenden n f Ol M. wel 0 Bela 20) due 15 sol auf f der Domanialft nd in 55 Malter, In 25 alt Ftiedberge den, wozu mg Reichels 3a g (112) Nachmittags im sog. Hi von circa 18 drei Schwer ſteigerung be gungen offen wozu Jagdli Friedbe! Arb (1125) 0 mittags 9 Uh 1) Maurer 2) Zimmer 3) Schrein 4) Schloſſ 5) Weißbi 6) Pflaſtei ſodann die 10 600 S 2 150“ 1 0 in der Beh nehmend v Bauern Je (1126 1 Gemarkun⸗ Rathhauſe Bedingung orhen 1 tragenden Nachlaß des Schuhmachers Konrad Okel II. dabier find Donnerſtag den 18. Auguſt, g Vormittags 7 Uhr, hier anzumelden, gegenfalls Verzicht darauf un⸗ terſtellt und der Nachlaß als herrnloſes Gut behandelt werden wird. Friedberg den 16. Juli 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (1122) Montag den 25. d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Sections— bureau dahier die bei Erbauung des Stations- bauſes auf dem hieſigen Bahnhofe erforderlichen Erdarbeiten, veranſchlagt zu 2528 fl., ſowie die Fertigung des Fundament⸗ und Sockelmauer⸗ werks, veranſchlagt zu 1315 fl., und die Liefe⸗ rung von 555 Bütten Waſſerkalk, durch öffent⸗ liche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Gießen den 18. Juli 1853. Der Großh. Sektions-Ingenieur Eickemeper. Bekanntmachung. (1123) Freitag den 29. Juli, Morgens 8 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rathhauſe der Reſt der Domanialfrüchte aus der vorjährigen Ernte, beſtehend in: 3 Malter, 7 Meſte, 2 Geſcheid Korn, 39* 1„ 3½½„ Gerſte, 2⁵ ier alt Friedberger Maßes, öffentlich verſteigert wer⸗ den, wozu man Kaufliebhaber einladet. Reichelsheim den 16. Juli 1853. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. Jagdverpachtung. (1120 Dienſtag den 16. Auguſt d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll die v. Ritter'ſche Jagd im ſog. Hinterwald, Gemarkung Hof Haſſeleck, von circa 188 Morgen, im Gaſthaus zu den drei Schwertern dahier unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, wozu Jagdliebhaber einladet Friedberg den 20. Juli 1853. In Auftrag: Faatz. Arbeits- Verſteigerung. (1125) Montag den 25. Juli d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen nachſtehende Arbeiten, als: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 24 fl. 35 kr. 15 2) Zimmerarbeit,„ 1 M 12 3) Schreinerarbeit,„ i 4) Schloſſerarbeit, 1„ 43„ 40„ 5) Weiß binderarbeit,* 58 6) Pflaſtererarbeit,„ e ſodann die Anlieferung von Materialien, als: 1) 600 Stück Ruſſenſteine, 2) 150“ Pflaſterſteine, zweite Sorte, 3) 4 Bütten Kalk, 4) ½o Cubikklafter Sand, in der Behauſung des Gaſtwirths Solz wenigſt⸗ nehmend verſteigert werden. Bauernheim den 19. Juli 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Walther. Jagdverpachtung. (11260 Donnerſtag den 28. d. M., des Morgens um 10 Uhr, ſoll die Jagd in hieſiger Gemarkung 2742 Local⸗Morgen haltend, in dem Rathhauſe dahier unter den dabei feſtgeſtellten Bedingungen, meiſtbietend verpachtet werden. Dorheim am 19. Juli 1853. Der Bürgermeiſter Reuß. N 229 e⸗ Privat- Bekanntmachungen. UNION. Reiſegelegenheit nach Amerika pn ü ber Liverpool. Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. Empfehlung von Cigarren. (1094) Feinſte abgelagerte Havanna-Cigarren, direkt bezogen aus der Fabrik meines Bruders auf Havanna, habe ich in friſcher Sendung erhalten und verfehle nicht dies empfehlend zur Kenntniß zu bringen. Friedberg. H. M. Hirſchſprung, Kirchgaſſe, nächſt dem ſtädtiſchen Schulhauſe. Empfehlung. (1031) Von der Regierung als Agent zur Abſchließung von Schifffabrtsverträgen conceſ⸗ ſionirt, bringe ich meine Dienſte den resp. Aus⸗ wanderern zur Empfehlung. Hungen den 3. Juli 1853. Heinrich Rühl. Vorzügliche Glanz-Stärke, (1102) Schmierſeife à 7 kr. pr. Pfd., I. Sorte Weineſſig 12 kr. pr. Maas, II. 1 1 6 77 7 77 bei L. Goldmann junior. Offene Stelle. (1100) Ein geſitteter junger Menſch, der die Spenglerprofeſſion erlernen will, kann ſo⸗ gleich als Lehrling eintreten. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Oe fu ch. (1115) unterzeichneter ſucht einen tüchtigen Schäfer, der wo möglich ledigen Standes iſt. Hof Haſſeleck den 17. Juli 1853. C. Koch. Ein Logis (1127) iſt zu vermiethen und gleich zu be⸗ ziehen bei F. Cordes. Weißrübſamen (1128) verkauft J. Supp. ee eee (1129) für einen einzelnen Herrn, der zu⸗ gleich die Koſt erhalten kann, iſt zu vermiethen. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Zu vermiethen. (1130) Eine Familienwohnung, beſtehend aus 3 Stuben, 1 Kammer, Küche, Keller, Holzplatz, Speicher, ſowie Stallung mit Miſt⸗ platz, habe ich zu vermiethen und kann dieſelbe ſogleich bezogen werden. e e Heinrich Walz, Conditor. Annonce. (1131) Das große Badiſche Anleben von 14 Million Gulden vom Staat errichtet und von den Landesſtänden garantirt, iſt rückzahlbar durch Gewinne von Amal fl. 50,000, 54 mal fl. 40,000, 12mal fl. 35,000., 23mal fl. 15,000. und 5ö5mal fl. 10,000. Die nächſte Verlooſung findet am 31. Au⸗ guſt 1853 ſtatt und erläßt hierzu unterzeichnetes Handlungshaus Actien à fl. 1. 30 kr. unter Zuſicherung prompter Einſendung der Ziehungs⸗ liſte. Jedermann, der Fortuna auf ſolide Art verſuchen will, können wir dieſes Anlehen em⸗ pfehlen. Julius Stiebel& Comp., Banquiers in Frankfurt a. M., Eine freundliche Wohnung (1132) für eine kleine Haushaltung iſt auf der breiten Straße zu vermiethen. Zu erfragen bei der Expedition dieſes Blattes. Ein s ß (1133) hat zu vermiethen Chriſtian Bender, Schloſſermeiſter. Schwarzſeidenes Sammtband (1130 in allen Breiten wieder vorräthig bei Eduard Oehler, Zeil 38 in Frank- furt a. M. Ein Reitge ug (1135) iſt in No. 49 der Ludwigsſtraße zu verkaufen. Em tn. g. (1136 Gute Erbſen zur Stoppel⸗Saat find zu haben bei Jacob May, Fruchthändler in Friedberg. Vorzuͤgliche Zwetſchen, (1137) à Pfund 7 kr., bei Friedberg. Ferdinand Damm. 230 e Hammel⸗ und Zinn ⸗Scheibenſchießen nahe bei Oberrosbach, (1138) welches Sonntag den 24. und Montag den 25. Juli l. J. mit Kugelflinten und Büchſen ohne Stecher auf Stollen ohne allen Vortheil geſchoſſen, bei Unterzeichnetem ſtattfinden ſoll. Für gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik wird beſtens geſorgt werden. Oberrosbach den 18. Juli 1853. Ruppel, Platzmeiſter. Das diesjaͤhrige Großt Schtibenſchießen zu Friedrichsdorf (1139) findet Sonntag den 31. Juli und Montag den 1. Auguſt auf dem neuen Schießplatze dahier ſtatt. Zur angenehmen Unterhaltung der mich beehrenden Gäſte iſt alles aufgeboten, Speiſen und Getränke ſind von bekannter Aechtheit, ſowje die Muſik ausgezeichnet; ich hoffe daher mich eines recht zahlreichen Beſuchs erfreuen zu können. Friedrichsdorf im Juli 1853. E. A. Foucar, zum weißen Thurm. Annonce. (1140) Agenten und Geſchäftsleute, die ſich wegen ihrer Solidität ausweiſen können, kann der Verkauf eines überall gangbaren Artikels gegen ſchöne Proviſion übertragen werden und belieben ſich unter J. D. B. No. 4. franco und Poste restante Frankfurt a. M. zu melden. Wein⸗Eſſig (1141) rein und abgelagert bei H. M. Hirschsprung. Neuer Weißruͤbſaamen 4142) bei ö Friedberg. Ferdinand Damm. Wohnungsveraͤnderung. (1143) Meinen hieſigen und auswaͤrtigen Geſchäftsfreunden zeige ich hierdurch ergebenſt an, daß ich meine ſeitherige Wohnung in der Vorſtadt verlaſſen und nunmehr das von mir erkaufte Wagner'ſche Wohnhaus in der Kirch— ſtraße bezogen habe und bitte das mir ſeither geſchenkte Geſchäftsvertrauen auch ferner mir zuwenden zu wollen. Gleichzeitig verbinde ich hiermit die Anzeige, daß ich in meinem Wohnhauſe im zweiten Stock ein ſchönes vollſtändig möbelirtes Zimmer an einen ledigen Herrn miethweiſe abgeben werde, welches ſogleich bezogen werden kann. Friedberg den 21. Juli 1853. Andreas Rau, Herrnkleidermacher. Verlorenes. (11440 Am verfloſſenen Sonntage, den 17. Juli, iſt auf dem Oſſenheimer Wäldchen eine ſchwarz ſeidene Viſite, mit zweimal Sammet⸗ bändchen beſetzt, verloren gegangen. Der red— liche Finder wird erſucht, dieſelbe bei der Expe⸗ dition dieſes Blattes abgeben zu wollen. 19 0 0 Gulden 115) liegen zum Ausleihen bereit bei Wölfersheim. Joſeph Hecht. Weißrübſa amen (1146) hat zu verkaufen Friedberg. Ph. Sieck's Wtw. 3 u en kan fen, (1147) Ein vollſtändiges Spenglerwerkzeug nebſt einem großen Glasſchrank hat zu verkaufen Friedberg. Carl Rauſch's Wtw. Aufforderung. (11418) Die Unterzeichneten finden ſich, mit Bezugnahme auf das am 1. Januar 1854 ein⸗ tretende Verjährungsgeſetz, veranlaßt, hiermit alle Diejenigen, die ihnen ſeit 2 Jahren und länger ſchulden, aufzuforden, ſogewiß bis zum 1. Oktober dieſes Jahres zu bezahlen, als ſonſt nach Ablauf dieſer Friſt ſogleich amtliche Klage eintreten muß. Friedberg am 18. Juli 1853. Sämmtliche Aerzte und Apotheker. Zaur Beachtung! (1149) Wegen ungünſtiger Witterung wird Montag den 25. Juli das Preiskegelſchieben im Schmidt'ſchen Garten um 3 Uhr fortgeſetzt und beendigt, wozu hoöflichſt einladet Friedberg im Juli 1853. W. Schmidt. Schwalheimer Brunnen. (1150) Sonntag den 24. Juli 5 Harmonie⸗ und Tanzmuſik, wobei vorzüglicher Formkirſchenkuchen in Aus⸗ ſchnitt kommen wird. Henkel. Nauheimer Teichhaus. 11151) Sonntag den 24. Juli iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Bene. Nachkirſchenfeſt im Oſſenheimer Wäldchen. 1152) Sonntag den 24. Juli auf vielfaches Verlangen Harmonie- und Tanzmuſik im Wäld⸗ chen. Unſeren herzlichen Dank an Alle, welche am vorigen Sonntage uns mit ihrem Beſuche beehrt haben. L. Aehle. Kathinka Aehle. Nachkirſchenfeſt. (1153) Sonntag den 24. Juli wird in dem Schloßgarten zu Ockſtadt das Nachkirſchenfeſt gefeiert, wo Harmonie- und Tanzmuſik ſtatt⸗ ſindet. Für gute Speiſen und Getränke, ſowie für guten Kirſchenkuchen nebſt prompter Bedie- nung wird beſtens beſorgt ſein und ladet hierzu höflichſt ein N. Steyer. Kirſchenfeſte auf dem Chauſſeehaus Ilbenſtadt. (115) unterzeichnete beehrt ſich hierdurch anzuzeigen, daß bei ihr während der Kirſchen— ernte jeden Santſtag Nachmittag und Sonntag vorzüglicher Kirſchenkuchen in Ausſchnitt kommt. Für gute andere Speiſen und Getränke, ſowie reelle Bedienung iſt beßtens geſorgt und ladet zu recht zahlreichem Beſuche höflichſt ein Chauſſeehaus Ilbenſtadt im Juli 1853. Gottfried Mörſchels Wittwe. Kirchliche Anzeigen. 9. Sonntag n. Trinit. den 24. Juli. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Flick. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Daab. Frankfurter Cours vom 20. Juli 1853. Pf rdn 9 Friedrichsd'or„9 57-58 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 54-55 Rand⸗Ducaten„5 37-38 20 Frankffül e„ 9 30-31 Engliſche Souverains.„1151 Preußiſche Thaler. 5 Frankenthaler. Preußiſche Caſſenſcheine „ 145 //. ½½ 221 2 „ 1 45%% Fruchtpreiſe. 20. Juli.] 15. Juli.[8. Juli, Gattung. Fried⸗ 1, Gerns⸗ berg Mainz] beim f kr, f kr n Waizen pr. Malter] 12 4013 1(—— or 7 9 30 85311015 Gerſte„ 15 7 10 0 21 810 Hafer„„ I 4105-15 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. bis zum 29. Juli. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 1 kr. pf.] kr. pf. 11Leib⸗Roggenbrod 3 9 2 7. 7, 6 3 ö 6 3 47 5 130% 2 13 lb. Lth. — Milchbrod 104%] 14 — Waſſerweck 114 —Gemiſchte(Tafel-) Brod 15 1 4¼ leiſch-Preiſe. 5 00 e pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 12 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 1 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 71 218— 14 Kalbfleiſch 6 2 6— 4„„ gemäſtetes— 2 „ Schweinenfleiſch 13— 113— „Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 6———ͤ— „Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſt 17— 17— „ Schwartenmagen 16— 16 „ Geräucherter Speck 23— 23— „Schinken 17— 17— „ Dörrfleiſch 18— 18— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21-121— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 18— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeifter Bender Se i pee Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Als mei hung angekon des Dorfes, loſen Hüusch Häuschen w dache ſaß ein Abendlichte. vor Schwach and hatte 1 und We ſie müſſe blü deſchedene! ſei Roſine, Fräuleins ich mich ei werde er 9 lends zu er eine ſchreck das Anerbie nich Henri ich trotz ihr trübt fand Neugier, gehenden, ohne Zwei „Ach, Porte, we Erinnerung ſchichte nu amen Her gebung nie mal ſchlief ſcwere Bü wenn ich! „Sie ſragte ich. „Me aber gleie einander das gerin weiß, daß Stunde