dan zotkirche Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M24. Mittwoch den 23. März 1853. D Des Oſterfeſtes wegen erſcheint naͤchſten Mittwoch keine Nummer dieſes Blattes. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Abnahme des Verfaſſungseides. Mit Bezug auf mein Amtsblatt Nr. 2 von 1852 benachrichtige ich Sie hiermit, daß Dienſtag den 5. April d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier die Abnahme des Verfaſſungseides ſtattfindet. Sie werden da⸗ für ſorgen, daß die jungen Ortsbürger erſcheinen und Vor- ladungsbeſcheinigung bis zum 30. d. M. anher einſenden. Die bei der Abnahme des Verfaſſungseides am 4. Januar d. J. nicht erſchienenen jungen Ortsbürger werden Sie auf dieſen Tag ebenfalls und zwar bei 1 Rthlr. Strafe vorladen und gleichfalls Beſcheinigung einſenden. Friedberg den 16. März 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. An Dieſelben. Betreffend: Maßregeln zur Verhütung der heimlichen Auswanderungen. Nachſtehendes höchſte Ausſchreiben, ad D. No. 2623, wovon Ihnen heute unter Couvert ſchon ein Exemplar zu⸗ geſendet worden iſt, werden Sie zur Kenntnißnahme Ihrer Gemeindeangehörigen bringen und jeden Aus wandernden darnach bedeuten. Friedberg den 17. März 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Das Gr. Heſſ. Miniſterium des Innern an ſämmtliche Gr. Kreisämter. Da fortwährend Großh. Unterthanen, hauptſächlich zur Umgehung der Militärdienſtpflicht oder in der Abſicht, ihre Glaͤubiger zu benachtheiligen, ohne Beachtung der über das Auswandern beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften, ſomit ohne vorher eingeholte Dimiſſorialien und Paͤſſe auswan⸗ dern, ſo haben wir uns veranlaßt geſehen, an die Regie⸗ rungen der benachbarten Staaten das Erſuchen zu richten, die Anordnung zu treffen, daß alle Großh. Heſf. Unter⸗ thanen, welche in deren Landen auf der Reiſe nach den Seehäfen zur Einſchiffung in überſeeiſche Länder betroffen werden und ſich nicht im Beſitze einer förmlichen Urkunde über ihre Entlaſſung aus dem dieſſeitigen Unterthanenver— bande und eines auf deren Grund ertheilten Reiſepaſſes; ſolche aber, welche nicht auswandern, ſondern bloß nach überſeeiſchen Ländern reiſen wollen und ſich nicht im Beſitze des zuletzt erwähnten Reiſepaſſes befinden, welcher aus— drücklich auf die Reiſe in überſeeiſche Länder lautet, zur Fortſetzung ihrer Reiſe nicht zugelaſſen, ſondern in ihre Hei— math zurückgewieſen werden. Damit nun dieſſeitige Unter⸗ thanen den hiermit für ſie, wenn ſie ohne jene Legitimation reiſen, verbundenen Nachtheilen ſich fernerhin nicht mehr ausſetzen mögen, beauftragen wir Sie, dieſe Anordnung in geeigneter Weiſe zur allgemeinſten Kenntniß Ihrer Bezirks— angehörigen zu bringen und vor Auswanderungen und Reiſen ohne die geſetzliche Auswanderungserlaubniß, reſp. den oben erwähnten Reiſepaß, zu verwarnen. Darmſtadt den 11. März 1853. v. Dal wigk. Zimmermann Der verlorengegangene Brief. Ein Lebensbild in Novellenform von C. Baldamus. (Fortſetzung.) Ihre Ehe ward eine ſehr glückliche. Friederikens Liebenswürdigkeit und Gutmüthigkeit hielten die Probe, und in den gewöhnlichen Vorkommniſſen des Lebens er⸗ ſetzte ihr geſunder Menſchenverſtand zum größten Theil das, was ihr an ſchärferem Urtheile abging. Guſtav fühlte vielleicht hie und da einen ſtillen Seufzer aufſteten und dachte wohl auf Augenblicke an Emilie v. Holz, wenn er fand, wie wenig ſeine Frau mit dem hochfliegenden poetiſchen Schwung ſeines Geiſtes Schritt hielt, wenn ſie die Angelpunkte einer Streitfrage nicht gehörig zu wür⸗ digen wußte, oder ihn mit hausbackenen kleinen Sorgen um Küche und Keller oder ihre Toilette unterhielt. Aber er bekämpfte dann alsbald das in ihm aufſteigende Miß⸗ behagen, denn Friederike war ſo herzensgut, ſo ohne Falſch, ſo uneigennützig und ohne alle Selbſtſucht, daß man ſie nothwendig ebenſo ſehr lieben als achten mußte. Kurzum, Guſtav Wartmann war ein glücklicher Mann und war ſich— was noch überraſchender iſt— deſſen auch be⸗ wußt. Als er, nach zwanzigjähriger glücklicher Ehe, ſeine gute treue Friederike zu Grabe geleiten mußte, fühlte er in der That ihren Verluſt ſchmerzlich. Ihm war— wie dieß in ſolchen Augenblicken einem zärtlichen Herzen ſtets begegnet— als habe er ihr niemals Gerechtigkeit wider⸗ fahren laſſen, als habe er ſie nie ſo geliebt, wie es ihre ſeltene, überſchwengliche Herzensgüte verdiente. Und doch konnte man ſich keinen rückſichtsvolleren, aufmerkſameren Gatten denken, als er geweſen war, und Friederike hatte ihn noch vor ihrem Ende geſegnet und ihm für das zwanzigjährige Glück gedankt! Und er vergegenwärtigte ſich nun Tag und Nacht, wie unendlich werthvoller und beſſer ihr ſchlichter Verſtand bei der großen Gutmüthigkeit und ihrer liebevollen ſtillen Anmuth geweſen war, als alle hohe Bildung, Poeſie und aller Geiſt, der je ſich in die ſchönſte leibliche Geſtalt gekleidet. Dabei war es ihm nicht eben leid, daß ſeine älteſte Tochter Fanny— ſeine hübſche muntere Fanny— nicht allein anmuthig und ſchön, ſondern auch geſcheidt und witzig war; vielmehr war er in der That ſehr ſtolz auf Fanny. Er liebte zwar alle ſeine Kinder herzlich, allein Fanny war doch vorzugsweiſe ſein Augapfel, ſeine rechte Lebensfreude. Er hatte Emilie v. Holz faſt ganz vergeſſen, und wenn er ihrer je gedachte, ſo geſchah es eher mit Gleichgültig— keit, als mit vergebender Verſöhnlichkeit. Er hatte ſeit ihrer vermeintlichen Verheirathung nichts mehr von ihr gehört, da er ſchon zuvor den Umgang mit ihren Ver— wandten abgebrochen, und es gefliſſentlich vermied, je Erkundigungen uber ſie anzuſtellen. Somit hatte er auch von ihrer wirklichen Verheirathung mit Herrn v. Schön⸗ feld noch Nichts vernommen, und ſie war für ihn ſo gut wie verſchollen.— Mittlerweile war Emiliens Ehe nicht ſo glücklich geweſen, wie die ihres früheren Geliebten. Herr v. Schönfeld war ein eigenſinniger, jähzorniger und despo— tiſcher Mann von ſehr gemeiner Denkungsweiſe. Er zankte beſtändig um Kleinigkeiten, brach ſtets Anlaß zum Hader vom Zaume, und konnte Tagelang über irgend einen kleinen Verſtoß gegen die Etikette ſich ſtreiten, durch welchen er ſich gekränkt oder zurückgeſetzt wähnte. So war ſeine Frau inmitten all des Pomps und Glanzes, der ſie umgab, ein ſehr unglückliches hülfloſes Geſchoͤpf. Gar häufig in Stunden der Einſamkeit und Schwermuth kehrten ihre Gedanken zu den kurzen ſchönen Tagen ihrer Jugendliebe zurück, und ihre Seele weidete ſich in der Erinnerung an jene Scene auf dem Balkon, wo Guſtav und ſie mit verſchlungenen Händen und übervollen Herzen in den ſinkenden Stern und die anbrechende Morgenröthe geblickt und geliebt, gefühlt, gedacht hatten, als wären ſie nur Ein Herz und Eine Seele,— bis ihr die Gegen— wart nur wie ein Fiebertraum und die Vergangenheit allein wie Wahrheit und Wirklichkeit erſchien. Sie konnte wenigſtens damals nicht von ihm hintergangen worden ſein, denn er hatte ſie geliebt. Sie fragte ſich, ob ſie ihm nicht vielmehr Unrecht gethan, ob nicht ein Mißver— ſtändniß vorgewaltet habe, irgend ein noch unerklärter Zwiſchenfall? Er hatte ſie ja gewarnt vor ſeiner ſtolzen eiferſüchtigen Gemüthsart, und ſie fühlte nun wohl, daß ſie ihm hätte ſchreiben und eine Erklärung verlangen ſollen. So hatte ſie ihr Glück mit Füßen getreten und ihr Schick⸗ ſal verdient. Dann aber erinnerte ſie ſich, daß ſolche Gedanken für ſie— die Gattin des Herrn v. Schönfeld J unſchicklich, ſündhaft ſeien, und die Vorwürfe ihres Gewiſſens hierüber machten ſie noch unglücklicher. Aber Emilie beſaß große Charakterſtärke und hohen Rechtsſinn; und in dieſen ſtillen inneren Kämpfen entwickelte ſich zu⸗ erſt die Tiefe und Stärke ihres Charakters. Theilweiſe 94 E- um ihre Gedanken von Gegenſtänden abzulenken, die ihrer Ruhe gefährlich werden konnten, theilweiſe in Folge eines natürlichen inneren Dranges ſuchte ſie ihre geiſtigen Gaben emſig weiter auszubilden, während ihr Herz reichen Erſatz fand in der Liebe zu ihrem Söhnchen und der Sorge für ihre zahlreichen, nicht ſämmtlich ſo glänzend verheiratheten Geſchwiſter, welche mit unbeſchreiblicher Innigkeit an ihr hingen. So erlernte ſie die ſchwere Aufgabe:„zu dulden und ſtark zu ſein und ihrem Looſe die heiterſte Seite ab— zugewinnen; ſie war ſich bewußt, zwar eine traurige Gattin, dafür aber auch eine um ſo weiſere und geprüftere zu ſein, und wußte, daß Weisheit durch kein Opfer zu theuer erkauft wird. f Frau v. Schönfeld war etwa fuͤnf Jahre verhei— rathet geweſen, als ihr Gatte ſtarb. Sein Teſtament bezeugte, daß wenn er ſie auch bei Lebzeiten unglücklich gemacht hatte, er doch nicht unempfindlich gegen ihren wahren Werth geweſen war, denn er überließ ihr nicht nur ein ſehr ſchoͤnes Witthum, ſondern auch die alleinige Verwaltung ihres namhaften Vermögens. In der kind— lichen Liebe und der allmähligen geiſtigen Entwickelung ihres kleinen Sohnes fand die arme Emilie endlich ihr Glück, in welches ſich natürlich auch manche trübende Elternſorge mengte. Sie liebte den Knaben über Alles, aber ihre Liebe war von ſo weiſer und unſelbſtſüchtiger Art, daß ſie ihn nicht verhätſchelte, während ihre mütter— liche Liebe ihr zum weitern Sporn ward, ihren eigenen Geiſt und Charakter zu veredeln. Es beſeelte ſie der edle Ehrgeiz, dem Knaben nicht blos leibliche Mutter, ſondern auch die Schöpferin und Bildnerin ſeines Gemuths und Charakters zu ſein. (Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs-Auszug von Friedberg. Monat Februar. Se Keine. Get aufte: 5. Dem hieſigen Bürger und Gaſtwirth Ludwig Conrad Theobald ein Sohn, Ludwig Conrad, geb. den 12. Jan. 6. Dem Bürger in Niederorka, dermalen an der Main— Weſer⸗Bahn dahier angeſtellt, Tobias Artz ein Sohn, Johann Konrad Karl, geb. den 22. Januar. 6. Dem Bürger zu Butzbach und Aktuariatsgehülfen da— hier Johann Chriſtian Hagemann ein Sohn, Johann Adam Heinrich, geb. den 16. Januar. 13. Dem hieſigen Burger und Spenglermeiſter Karl Frick ein Sohn, Karl Friedrich Chriſtian, geb. den 25. Jan. 13. Dem hieſigen Burger und Kaufmann Wilhelm Hein⸗ rich Fertſch ein Sohn, Wilhelm Valentin, geb. den 18. Januar. 20. Dem Ortsbürger zu Kaulſtoß und Bahnwärter auf der Main-Weſerbahn Johannes Vierheller ein Sohn, Karl, geb. den 3. Februar. Bie ezridiigtien; 1. Johannes Köhler, Feldwebel im vierten Gr. Heſſ. Infanterieregiment, alt 41 Jahre, 3 Monate und 25 Tage, 7 den 30. Jau. 2. Georg Ludwig Gebhardt, emeritirter Oberpfarrer und geiſtlicher Inſpektor zu Rodheim, alt 80 Jahre, 4 Monate und 14 Tage, 1 den 30. Jannar. 3. Antonie Margarethe Johanna Anna Hanſtein, des hieſigen Bürgers und Rothgerbermeiſters Philipp Han⸗ ſtein Töchterlein, alt 5 Monate und 6 Tage, 5 den 2. Februar. N P—— 4 Bekanmn 96 Die een feigerung den lechmöble 8 urt d. 1 3. Nachm att. 8 Hombur Oeffe 2 Vo Ghnatn 57/525 dre 157% 00 auf Rein he eingetragen, gung dem deim, dwel ausſchlie⸗ Ueberſchrei Zu dem 6 weiſung ni ſprliche an binnen eine gewiß anzu ſur Ueberſch kunde ausge Buß bac B. uu)? Nachmittag dahier erfo an den 2 Steigliebh— Friedbe 2 fiscali 5 ſchen Ftüch Welden Mi 11 Ar, in zu Vußdat fleigert: 1 Malt ter E Jriedb Der Gr. 9 Eichen (446) waldungen * 10. 11. 12. Tage, t den 10. Februar. 13. Katharina Lochmann, des hieſigen Bürgers und Bäcker— meiſters Johann Engelhardt Lochmann Töchterlein, alt 8 Monate und 22 Tage, f den 8. Februar. Heinrich Lang, des hieſigen Buͤrgers und Schuhmacher— meiſters Johann Hartmann Ludwig Lang lediger Sohn, 25 alt 17 Jahre, 10 Monate und 26 Tage, 1 den 9. Febr. Konrad Ockel, des hieſigen penſionirten Gr. Feldwebels Konrad Ockel lediger Sohn, alt 34 Jahre und 22 Johannes Kunzelmann, des Bürgers zu Lampertheim Heinrich Kunzelmann lediger Sohn, alt 19 Jahre, 7 Monate und 12 Tage, t den 11. Februar. 9 95 Es- 23. Februar. 25. 23. Eliſabetha Katharina Walz, geb. Kitzel, des weiland hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Johann Heinrich Walz hinterlaſſene Wittwe, alt 91 Jahre, 3 Monate und 15 Tage, 1 den 21. Februar. 5. Chriſtoph Bender, des Feldwebels im 2. Bataillon des 4. Großh. Infanterieregiments Stephan Bender Söhn— lein, alt 2 Jahre, 3 Monate und 12 Tage, 7 den Marie Eliſabethe Seitz, geb. Bauer, des Feldwebels im 2. Bataillon des 4. Gr. Infanterieregiments Joſeph Seitz Ehefrau, alt 31 Jahre, 3 Monate und 27 Tage, 1 den 23. Februar. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN NN Bekanntmachung. (398) Die auf Mittwoch den 16. d. M., Nachmittags 3 Uhr, anberaumt geweſene Ver⸗ ſteigerung der in Gonzenheim gelegenen Erb⸗ leihmühle des H. J. F. Minoprio von Frank⸗ furt a. M., findet erſt Mittwoch den 20. April 5 J., Nachmittags 3 Uhr, in der Mühle ſelbſt att. Homburg den 10. März 1853. Landgräflich Heſſiſches Juſtizamt Dr on Oeffentliche Aufforderung. (412) Von nachſtehenden Holzwerken Gemarkung Rockenberger und Oppershofer Markwald: 157/625 drei Mark ein und ½ Pferd⸗Theil Holz im gemeinſchaftlichen Markwald auf Reinhard Münzner und Conſorten eingetragen, gehören laut vorgelegter Beſcheini⸗ gung dem Heinrich Alles in Wölfers⸗ heim, zwei Pferd⸗Theile oder eine halbe Mark ausſchließlich, und er hat deßhalb deren Ueberſchreibung auf ſeinen Namen beantragt. Zu dem Ende und weil die vorgelegte Nach⸗ weiſung nicht überall genügt, ſind etwaige An⸗ ſprüche an die vorbezeichnete halbe Mark Holz binnen einer Friſt von 2 Monaten dahier ſo gewiß anzumelden, als ſonſt die beantragte und zur lleberſchreibung erforderliche gerichtliche Ur⸗ kunde ausgefertigt werden wird. Butzbach den 11. März 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Ebel. Bekanntmachung. (Au) Nächſten Donnerſtag den 24 d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll die für das Arreſthaus dahier erforderlich werdende Wäſche für 1853 an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Steigliebhaber werden eingeladen. Friedberg am 18. März 1853 i Gr. Heſſ. Kreisamt Friedberg de Beauc lair. Verſteigerung fiscaliſcher Früchte zu Butzbach. (445 Von dem Vorrathe der 185 21 fiscali⸗ ſchen Früchte auf dem Speicher zu Butzbach werden Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 11 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe zu Butzbach in kleineren Parthien öffentlich ver⸗ ſteigert: 1 Malter Waizen, 50 Malter Korn, 16 Mal⸗ ter Gerſte und 12 Malter Hafer Friedberg den 11. März 1853. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß. Eichenlohrinde⸗Verſteigerung. (4460) Die Eichenlobrinden in den Domanial⸗ waldungen des Reviers Oberrosbach, Forſtes Friedberg, von der Erndte des Jahres 1853, ſollen Mittwoch den 6. April d. J., Vormittags 10 Uhr, zu Friedberg in dem Trapp'ſchen Gaſt⸗ hauſe öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Der Materialbetrag derſelben iſt abgeſchätzt: a) in dem Diſtriet Frauenwald zu 487 Centner, von 20jährigem Beſtand, p) in dem Diſtrict Burgwald zu 680 Cent-⸗ ner von 27 jährigem Beſtand, c) in dem Diſtrict Kellerberg zu 309 Cent⸗ ner, von 18 bis 25jährigem Beſtand und 42jährigen Laßreideln. Nachgebote werden nicht angenommen und der definitive Zuſchlag wird ſogleich ertheilt, wenn ½ des Abſchätzungspreißes geboten werden. Die übrigen Bedingungen werden vor der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht, können aber auch vor⸗ ber auf dem Büreau der unterzeichneten Behörde und dem des Gr. Revierförſters Bingmann zu Oberrosbach eingeſehen werden. Der Gr. Förſter Schnauber zu Winterſtein und die Gr. Forſtwarte Blecher zu Oberrosbach und Schlitz zu Niedermörlen ſind angewieſen den Kaufliebhabern, die Schläge, in welchen die Rinden geerndtet worden, auf Verlangen vorzu⸗ zeigen. Rodheim den 17. März 1853. Das Gr. Heſſ. Forſtamt Friedberg Rübſamen. Holzverſteigerungen. (447) In den geſammtherrſchaftlichen Wal⸗ dungen bei Burggräfenrod ſollen von der dies⸗ jährigen Holzerndte öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden: 4) Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 9 Ühr, die der Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſchen und Weckbecker'ſchen Seite gehörigen /, be— ſtehend aus: 4 Stecken Birken-Prügelholz 16 17 Eichen⸗ 7 10 1 Lärchen⸗ 1 18„ Buchen-⸗Stockholz, 1„ Eichen⸗„ 8„ Leärchen⸗Stockholz, 5250 Wellen Buchen-Reis holz, 100„ Obſtbaum⸗„ 8850„ Eichen⸗ 5 200„ Birken⸗* 650„ Aopen⸗ 700„ Lärchen⸗ 350 Lärchenſtangen, von 2—5“ mittlerem Durchmeſſer und 21—35“ Länge. 2) Donnerſtag den 31. d. M., Vormittags 10 Uhr, das dem Fiseus gehörige, und aus der Hälfte des vorbemerkten Holzes beſtehende übrige ½. Heldenbergen den 20. März 1853. Der Gr. Heſſ. Revierförſter des Reviers Altenſtadt Rumpf Holzverſtei gerung. (448) Dienſtag den 29. März l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, follen in dem hieſigen Wald- diſtrikt Eicherecke: 51 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 2„ Prügelholz, 12„„ Stockholz, 10„ Eichen ⸗Scheitholz, 8 1„ Prügelholz, 1 1„ Stockholz, U„ Erlen-⸗Prügelholz, 1125 Stück Buchen⸗Wellen, 225 TEichen⸗„ 132„ Birken⸗„ 160 17 Erlen⸗ 17 25 2 Fichten⸗ 17 2 Stämme Buchen⸗Werkholz, 3 Stämmchen Eichen. 90 Stück Deichſeln, 50„ Lengwieden, 5 1 Lärchen⸗Stämmchen, öffentlich an den Meiſtbietenden unter den bei der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingun⸗ gen verſteigert werden. Schloß Ilbenſtadt den 19. März 1853. Gräflich von Leiningen⸗Weſterburgiſche Rentei Bernhardt. Ne Privat- Bekanntmachungen. Ein Theodolit (426) ohne Höhenmeſſer, von G. Siener in Darmſtadt(No. 49), ſteht billig zu ver⸗ kaufen bei Friedberg den 16. März 1853. C. Bindernagel, Vater. Empfehlung. (442) Meinen hieſigen und auswärtigen Ge⸗ ſchäftsfreunden mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß meine Ziegel-, Backſtein⸗ und Kalk⸗ brennerei den 19. d. M. wieder ihren Anfang nimmt und daß jede Woche friſche Waare bei mir zu haben iſt, und bitte ich etwaige Beſtel⸗ lungen immer 8 Tage vorher bei mir machen zu wollen. Butzbach im März 1863. Joh. Saüerbier UI Anzeige 1425) Naſſauer Eiſen, gedrehte und unge⸗ drehte Achſen in beſter Qualität, Tannenflos⸗ holz, Diehlen, Gyps, Schrotmühlen, fertige Oecconomiewagen, ſelbſt fabricirte Wagen⸗ Hemmen, Kartoffelmühlen und Dickwurzreib⸗ maſchinen, ſind ſtets zu billigen Preiſen vor- räthig bei Gebr. Schwarz in Echzell. 7FFFE CTC Anzeige. (49) Ich bringe hiermit zur öffent⸗ lichen Kenntniß, daß ich meinen Wohnſitz in Friedberg genommen habe und em⸗ pfehle mich zugleich der hieſigen Umgegend als Geometer bei vorkommender Ver⸗ meſſung. Lautz, Geometer. Soden S ο AD D Eine große Parkbie Scidͤenſammk⸗Reſte (450) von allen Größen, verkauft bedeutend unter dem Preis. f Eduard Oehler in Frankfurt a. M., Zeil, Eck der Stiftsſtraße. Sfrohhüte (401) für Damen und Herren, Knaben und Mädchen, von der neueſten Fagon und in vielerlei Arten, zu den bei uns bekannten außergewöhnlich billigen Preißen, empfehlen wir in großer Auswahl. Eine ſehr geübte Modiſtin(Putzmacherin), welche wir engagirt ha⸗ ben, ſetzt uns in den Stand allen Anforderungen in dieſem Fache genügend zu entſprechen.— J. Fürth ſeel. Erben Regelmäßige Btfoͤroͤcrung von Auswanderer uͤber von Bremen ab am 1. und 15. jeden Monats. (437) Wir ſind ermächtigt, Verträge frei ab Gießen und Bremen mit hinrei⸗ chender und guter Verköſtigung abzuſchließen und wird bei größeren Transporten ein Coducteur bis Bremerhafen entweder in der Perſon des Hauptagenten Herrn J. G. Appel in Gießen oder von uns ſelbſten beigegeben. Wir werden 5 Preiſe ſtets aufs billigſte ſtellen und den Grundſatz ſtrengſter Reellität dabei eſthalten. Wir erbieten uns zugleich, größere Transporte von hier bis Gießen ohne Vergütung zu übernehmen und verbinden damit die Anzeige, daß im 18511 Jahre 37493 und im verfloſſenen Jahre 58551, alſo 21058 Auswanderer mehr im letzten Jahre in Bremen eingeſchifft ſind, als im Jahre zuvor, woraus ſich ergiebt, daß die Vortheile für die Auswanderer in Bremen immer mehr Aner— kennung finden. Die näheren Bedingungen können täglich bei uns eingeſehen und gültige Verträge mit uns abgeſchloſſen werden. Echzell im März 1853. Gebrüder Schwarz, conceſſionirte Agenten. Aecht oſtindiſche ſeioͤrne Foulards⸗Tuͤcher (451) mit unbedeutenden Druckfehlern, zu herabgeſetzten Preiſen bei Eduard Oehler in Frankfurt a. M., Zeil, Eck der Stiftsſtraße. Gartengeſäms (4520 aller Art, beſter Qualität und billig⸗ ſtem Preiſe, zu haben bei Gärtner Steyer in Ockſtadt. Bekanntmachung. (453) Durch heute geſchehene Verlovſung ſind die Nummern 22, 27 und 47 der Actien der hieſigen Caſinogeſellſchaft rückzahlbar geworden. Die Herren Inhaber derſelben belieben die Be träge nach Ablauf dreier Monate unter Zurück⸗ gabe der noch nicht fällig gewordenen Zins⸗ coupons, gegen Quittung bei der Caſſe der Geſellſchaft in Empfang zu nehmen. Von dem 18. Juni d. J. an hört deren Verzinſung auf. Friedberg den 18. März 1853. Die Vorſteher der Geſellſchaft. Eine Kapuze (450 von ſchwarzer Seide mit violettem Umſchlag wurde am vergangenen Sonntag auf der breiten Straße verloren. Der Finder wolle dieſelbe gegen eine Belohnung an die Expedition dieſes Blattes zurückgeben. Zu verkaufen. (455) Das Auguſt Seibert'ſche Wohnhaus, in der Ludwigsſtraße gelegen, iſt aus freier Hand zu verkaufen. Die näheren Bedingungen können bei Kreisbote Seibert entgegen ge⸗ nommen werden. Verſtei gerung. (450) Mittwoch den 30. März d. J., von Morgens 9 Uhr an, werden auf freiwilligen Antrag des Hrn. Actuar Degen zu Windecken in deſſen Wohnung mehrere Mobilien— und unter dieſen auch eine einſpännige Droſchke mit Glasverdeck, ſowie ein einſpänniges Pferdege⸗ ſchirr— öffentlich meiſtbietend verſteigert. M. Lejeune's Frostballenseife. (457) Das beſte und bequemſte Mittel zur Heilung erfrorner Glieder. In Stücken mit Gebrauchsanweiſung à 12 kr., empfiehlt Friedberg. P. F. Schmittner. AA (458) Am Abend des nächſt bevorſtehenden zweiten Oſterfeiertags, d. i. den 28. d. M., findet in dem Locale des hiefigen Caſinos Da⸗ mengeſellſchaft ſtatt. Friedberg den 19. März 1853. Die Vorſteher der Geſellſchaft. j Hübſcher weißer Zucker (459) im Hut 16% pr. Pfd., ditto im Pfund 17 kr., neue Roſinen L. Goldmann junior. Erfindung von 1852 mit Patent der franzöſiſchen Regierung. Unvergängliche Schiloͤpall⸗Federn für alle Hände nach Belieben brauchbar. Preis 1 fl. 12 kr. das Hundert. (460) Bei allen Fortſchritten der Induſtrie hatte man es noch nicht dahin gebracht, eine tadelloſe Feder anzufertigen. Die Löſung dieſer ſchwierigen Aufgabe iſt dem Hauſe Louy in Paris gelungen. Das Verſpritzen der Tinte und das Zerreißen des Papiers durch die Feder iſt bei dieſer Schildpatt⸗Feder, die dem Gänſekiel an Geſchmeidigkeit nicht nachſteht und jede, auch die ſchnellſte Handſchrift zuläßt, nicht möglich. Was dieſe Feder, außer den bereits anerkannten Vorzügen, noch beſonders empfiehlt iſt das, daß ſie auf beiden Seiten geſchrieben werden kann. Ein Lager dieſer Feder befindet ſich bei C. Bindernagel in Friedberg. Kirchliche Anzeigen. Gründonnerſtag. Gottesdienſt in der Burgkirche Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Charfreitag. Gottesdienſt in der Stadtkirche Vormittags: Hr. Candidat Hof. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. (Abendmahl.) Nachmittags: Hr. Candidat Schönfeld. “Anzeigen für die Freitags er⸗ ſcheinende Nummer wolle man ſpäte— ſtens bis zum Mittwoch Abend und ſolche für die Dienſtags-Nummer läng⸗ ſtens bis den Sonntag bei der Expe⸗ dition abgeben. 90 „ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkelt von C. Binderna gel in Friedberg. Be Heinri näher deſcht iſt, wiewo wollte, bis ſcheinlichkeit Es m über das 2 in Echzell horde zur Nid Der einen bl. ein brau eine halt einen ro eine Ho eine ruſſ ein Pag ein Pag Auch aus den ligions⸗G Al. Juni.“ hier, e leute 5 Tochte 4. Janus ein S 14. Dem eine? 15. Dem eine? 8. Febru Grode