25 828 12 FF * i 17 Intelli enz- fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 88. Sonnabend den 22. Oktober 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes, welche zum ehemaligen Kreiſe Friedberg gehörten. Betreffend: Die Errichtung von Induſtrieſchulen in den Gemeinden des Kreiſes Friedberg. Nach Beſchluß der General-Verſammlung des Mathil— denſtifts vom 10. d. M. ſoll die Summe von 1500 fl. an diejenigen Gemeinden, welche Induſtrieſchulen errichtet ha⸗ ben, nach Verhältniß der Seelenzahl, auch für 1853 ver⸗ theilt werden. Gleiche Summe iſt auch noch für 1852 zur Vertheilung zu bringen. Die wohlthätigen Folgen und ſegensreichen Wirkungen dieſes nützlichen Inſtituts, wodurch insbeſondere Töchtern der Unbemittelten unentgeltliche Ge⸗ legenheit geboten wird, ſich die zu ihrem demnächſtigen Fortkommen erforderlichen Kenntniſſe und Fertigkeiten an⸗ zueignen, ſind zu bekannt, als daß eine weitere Erläute⸗ rung hierüber noch für erforderlich zu erachten iſt. Ich glaube daher auch mit Bezug auf die Ihnen bei der Rundreiſe gemachten Eröffnungen von den Ortsvor⸗ ſtänden gewärtigen zu dürfen, daß Sie dieſen wichtigen Gegenſtand nicht außer Acht laſſen und angelegentlichſt dahin zu wirken zu ſuchen, daß überall mittelſt des Zu⸗ ſchuſſes aus dem Mathildenſtifte Induſtrieſchulen errichtet werden. Binnen 14 Tagen ſehe ich berichtlicher Vorlage entgegen, ob Induſtrieſchulen errichtet ſind, und, wo ſie bereits beſtehen, welchen Fortgang und Erfolg ſie bisher gehabt haben. Friedberg am 15. Oktober 1853. 0 de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Die Geſchwiſterkinder. Eine Geſchichte von W. O. von Horn. (Schluß.) Der Wirth ſah ihn etwas verwundert an. Wie kommen Sie zu der Frage? ſagte er. Der war ſeit Jahren nicht krank, und iſt heute noch, geſund wie ein Fiſch im Waſſer, an mir vorübergegangen. Nun, wenn Sie ſich wundern, daß ich ſo fragte, ſo werden Sie ſich doch nicht wundern, wenn ich frage, ob des Poſtexpeditors Großeltern noch leben? Ja, das iſt etwas Anderes, ſagte der Wirth, denn die ſind Beide tief in den Achtziger; aber ſie ſind noch munter und queck auf den Beinen. Noch am letzten Sonntage gingen Beide in die Kirche mit der ſchönen Fräulein Lorenz! Der alte Freund des Kanzelliſten Wil— ken predigte, der alte Paſtor Müller! Mit der Nennung dieſes Namens fiel ein Stein von der Seele des Obriſten. Jetzt hatte er den Mann ge⸗ funden, der die Großeltern und Lorenz, vor Allem aber ſein Rickchen auf ſeine Wiederkunft vorbereiten konnte. Der Bediente mußte ihm ſeinen weiten Mantel reichen, und, in dieſen gehüllt, verließ der Obriſt das Wirthshaus, wo der Wirth in großer Spannung zurückbleiben mußte, obwohl er gerne ein Bißchen ſpionirt hätte, wo der Fremde hingehe. Fritz, ſo will ich wieder den Obriſten nennen, ging in die Wohnung des Paſtors Müller, den er auch zu Hauſe traf, obwohl der alte Mann im Begriffe ſtand, auszugehen. Müller erkannte ihn nicht; aber wie erſchrack freu— dig der alte Ehrenmann, als er ſich nannte! Nun däm⸗ merte ihm auch die Erinnerung wieder, und bald fand er ſich ganz wieder in ſeine Geſichtszuge. Auch der Paſtor wollte ihm jetzt die Geſchichte mit Franz erzählen, die Fritz ſchon kannte. Statt deſſen berieth ſich Fritz mit ihm über die Vorbereitung aller ſeiner Lieben auf ſein unerwartetes Erſcheinen, weil er davon die nachtheiligſten Folgen fuͤr die beiden Alten und Rickchen befürchtete. Es macht ſich ganz beſonders ſchöͤn, Herr Obriſt, ſagte der Paſtor, denn ich entſinne mich, daß heute Ihrer Groß— mutter drei und achzigſter Geburtstag iſt. O, der Herr leget dem Alter des Gerechten viele Jahre zu! Auch Fritz erinnerte ſich jetzt deſſen, und nachdem ſie Alles verabredet, ging der alte Paſtor zu den Groß— eltern. Er fand die guten Alten recht vergnügt, denn Rickchen hatte ihnen eben erzählt, ſie habe geträumt, Fritz ſei zurückgekommen, und ihre Hoffnung klammerte ſich feſt an dieſen Strohhalm! Auf dem Tiſche ſtand ein herrlicher Strauß blühender Aſtern und ſpäter Roſen. Mit dieſem Strauß und einem Kuchen hatte Rickchen die Großmutter angebunden, und bald darauf kam Herr Lo⸗ renz mit einigen Flaſchen alten Weines. Ja, ſagte Müller, das beſte Angebinde wäre freilich Ihr guter Fritz. Nun, wer weiß, vielleicht wird Rick— chen's Traum noch wahr! Das Mädchen zuckte in freudigem Schrecken zu—⸗ ſammen. Sie blickte forſchend in des Paſtors Angeſicht. Plötzlich ſprang ſie auf und rief: Sie haben Thränen in den Augen, Herr Paſtor! Sie wiſſen etwas! Wohl weiß ich etwas, ſagte gerührt der Paſtor, das nämlich, daß Gott oft über unſer Bitten und Verſtehen an uns thut! Jetzt blickte ihn auch Lorenz fragend an. Iſt es wahr, Herr Paſtor, fragte der betroffen, wiſſen Sie etwas von Fritz. 40 Ja! ſagte kaum ſeiner ſelber mächtig der alte Mann. Da ſprangen ſie Alle von ihren Sitzen auf und um⸗ ringten ihn und riefen: O reden Sie! Reden Sie! 5 „Beruhigen Sie ſich erſt, ſagte er. Was ich weiß, iſt eine ſichere Nachricht, daß er bald kommt! N Sie täuſchen uns! rief Rickchen. Er iſt hier! O mein Traum lügt nicht! mein Herz ſagt mir's. 5 Nun ja denn, ſagte der Paſtor endlich, ja, er iſt hier und wartet nur, bis ich ihm hier die Stätte bereitet habe; aber ich ſehe, er hätte einen Andern, als mich, ſchicken müſſen, und er wiſchte ſich die Thränen ab. Wo iſt er? rief Rickchen ganz außer ſich. a Lieber Lorenz, ſagte Paſtor Müller, ich ſehe, es iſt fuͤr ihn und für Sie kein Wartens mehr. Eilen Sie an den Schwanen. Dort iſt er! Der Paſtor hatte kaum ausgeredet, da pochte es leiſe an der Thüre. Sie hörten's kaum. Und als Lorenz wegeilen wollte, da ſtand vor ihm die hohe Geſtalt eines ſtattlichen Mannes, deſſen Antlitz von der Sonne des Südens ſtark gebräunt war. g Fritz, mein Fritz! rief Rickchen, und lag an ſeiner Bruſt, und der ſtarke Mann, der ſo oft dem Tod ins Angeſicht geſehen in wilder Feldſchlacht, ohne daß er bebte, zitterte jetzt ſo, daß er faſt umgeſunken wäre.— Aber das überſelige Mädchen zog ihn zu den Groß— eltern, und es war ein ergreifender Augenblick, als er ſeine Kniee beugte und die weinenden Alten ihre zitternden Hände ſegnend ihm auf das Haupt legten. Und der Paſtor ſagte: Siehe dieſer, mein Sohn, war todt und iſt wieder lebendig geworden! Das, was nun folgte, können Worte nicht gut be⸗ ſchreiben; aber Ihr, meine lieben Leſer, Ihr fühlet's tief in Euren Herzen. **.* Die Ankunft des Todtgeglaubten erregte die ganze Stadt. Wer ihn gekannt, eilte herbei, ihn zu begrüßen, 2332 E- und freute ſich, wie er ſo glückſelig neben ſeiner, immer noch blühend ſchönen Braut ſaß und ihre Hand in der ſeinen hielt, als fürchte er, ſie nochmals zu verlieren. Am andern Tage ſagte der Bediente: Herr Obriſt, ich meine, mit dem Junggeſellenſtande wird's bald ein Ende haben! Ich will nur einſtweilen Ihre Piſtolen zu⸗ recht machen, um die Ehrenſchüſſe zu thun. Das kannſt du, ſagte lachend der Obriſt, aber er⸗ ſchrecke mir meine lieben Großeltern nicht! Und wirklich, nach etwa vier Wochen traute der alte Paſtor Müller das glückliche, vielgeprüfte und treu erfundene Paar. Das Landgutkaufen gab Fritz fürs Erſte auf, weil er die lieben Großeltern in ihrem häuslichen Weſen laſſen wollte. Lorenz's Haus war geräumig genug für ſie, und ſo konnte die junge Frau auch noch den Vater und die Großeltern pflegen. Als aber dieſe endlich ihr Auge ſanft, wie der Gerechte ſtirbt, im Tode geſchloſſen hatten; als Lorenz ſein Geſchäft an ſeine zwei älteſten Söhne ab— gab, und dem Gatten ſeiner jüngſten Tochter, einem braven jungen Manne, das Haus des unglückſeligen Franz gekauft hatte, wo er ſich ebenfalls ein Geſchäft in Glas und Porzellan errichtete, da kaufte der Obriſt ein Land⸗ gut in der Nähe der Stadt, und ſie zogen dahin, um in der Stille ihres Glückes froh zu werden, und Vater Lo⸗ renz beſchloß ſeine Tage bei ihnen und wiegte ihre lieb⸗ lichen Kinder auf ſeinen Knieen. Von Franz aber muß ich berichten, daß, nachdem eine Menge Zeugen verhört worden waren, zu denen lei⸗ der auch Lorenz und der Obriſt gehörten, der langwierige Prozeß endlich entſchieden wurde. Er bekam lebensläng⸗ liche Zuchthausſtrafe. Stets war er während des Pro— zeſſes frech und ſchamlos geweſen; als er aber unter den Belaſtungszeugen Fritz Wilken, den ſtattlichen Obriſt, er⸗ blickte, da zuckte er in ſich zuſammen, und es war von dem Augenblick an ſein frecher Uebermuth gebrochen. Nur leiſe antwortete er auf die an ihn geſtellten Fragen, und als nach dem Urtheilsſpruche der edle Obriſt zu ihm trat und ihm die Hand mit den Worten reichte: Möge dir Gett vergeben, wie ich dir vergebe, da fielen ein paar heiße Thränen auf die Hand des Ehrenmannes. Möchten es Thränen aufrichtiger Buße geweſen ſein! Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NM NN Bekanntmachung. (4610) Bei dem Auguſtiner Schulfond da⸗ hier ſind 3000 fl. auszuleihen, welche gegen gerichtliche Sicherheit ganz oder auch vertheilt abgegeben werden. Friedberg den 12. Oktober 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Obligations-⸗Verlooſung. (1636) Von den Wörrſtädter Partial⸗Obli⸗ gationen über je Einhundert Gulden, iſt die Nr. 58 zur Auszahlung gezogen worden. Das Geld kann am 31. Dezember 1853, wo der Zinſenlauf aufhört, entweder bei dem Gemeinde⸗ Einnehmer dahier, oder bei dem Handlungshauſe J. Lindheimer in Frankfurt a. M. in Empfang genommen werden. Wörrſtadt am 8. Oktober 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Gro ſch. Bekanntmachung. (1612) Montag den 31. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen im Hinterhof der Burg⸗ caſerne dahier 25 Stück Oefen nebſt ſonſtigem Gußeiſen und Gehölz, ſowie 20 Stück noch ſehr brauchbare Feuerſchippen, Feuerkluften, eiſerne Blasrohre, Aexte, Sägen und Sägeböcke, gegen gleichbaare Zahlung meiftbietend verſteigert wer⸗ den. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 12. Oktober 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Ver ste i ge vue g getragener Montirungsſtücke und ausrangirter Bettteppiche. (1633) Mittwoch den 26. d. M., Vormit⸗ tags um 8 Uhr anfangend, ſoll in der Kloſter— caſerne dahier eine bedeutende Parthie getragene Montirungsſtücke, als: Mäntel, Röcke, Hand⸗ ſchuhe, Spencer, Mützen, wollene Hoſen und Gamaſchen, Unterhoſen, Halsbinden, Hemden, Socken und Schuhe, ſowie ausrangirte Bett— teppiche gegen gleichbaare Zahlung meiſtbietend verſteigert werden.— Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht und zugleich mit dem Erſuchen an die Herren Bürgermeiſter der Umgegend, dieſe Verſteigerung, im Intereſſe ihrer Gemein⸗ den, gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 16. Oktober 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Strohlieferung. (1643) Montag den 24. Oktober d.. Vormittags 11½ Ühr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe die Anlieferung von 1200 Pfund Korn⸗ ſtroh, zur Einwinterung der ſtädtiſchen Obſt⸗ bäume, öffentlich an den Wenigftfordernden verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. Der Großgherzogl. Bürgermeiſter e nid ener. Immobiliar-Verſteigerung. (16A) Montag den 24. Oktober d. 3.5 Vormittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die Immobilien des Bürgers Franz Al⸗ brecht Goll, dermalen zu Oberwöllſtadt, wie ſolche im Intelligenzblatt No. 75 verzeichnet find, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteber des Großh. Ortsgerichts Ben der. Güterverpachtung. (1645) Donnerſtag den 27. Oktober d. J., Nachmittags 2 Uhr, werden in hieſtgem Rath⸗ hauſe die Kanzleidiener Meier'ſchen Beſoldungs⸗ ſtücke am langen Weiher in einzelnen Abthei⸗ lungen nochmals und zwei ſtädtiſche Grundſtücke %%, onnerſt Hofraithe 9) Montas 55 10 lh de zum Nachlaſſe ſirende, in der 9 Hofraithe öffentlich ßriedberg dei Gr. der Vorfte Immobili (1650) Monte Vormütags 11 U. hause die Immobd Bender dahier, n Nr. 77 verzeichne meiſbietend verſtei Friedberg den — der Vo Mobilie 4631) Dorn. Juumittags 9 U Mhauſung des v dahſer die zu deff Allen, beftehend in Ahe, Stühle, S ſowie ſonſtige Dau bittend gegen Bg driedderg ar 6 ite * hi am Ringgraben, auf ſechs 6 i iſt⸗ r d Vero f ſechs Jahre öffentlich meiſt Friedberg den 19. Oktober 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1646) Donnerſtag den 27. Oktober d. J., Vormittags 11 Ubr, wird in der Behauſung des Bürgers Ernſt Falk dabier ein der Stadt Friedberg zuſtehender, zum Schlachten geeigneter fetter Faſelochſe öffentlich meiſtdietend verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter eee Hofraitheverſteigerung. (1647) Donnerſtag den 27. Oktober d. J., Nachmittags 2 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe die ſtädtiſche Polizeidienerwohnung in der Vorſtadt nochmals öffentlich meiſtbietend ver- ſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1648) Montag den 31. Oktober d. J., Nachmittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe verſchiedene abgängige ſtädtiſche Effecten, als: verſchiedene eiſerne Stempel, eine Parthie brauchbares Schmiedeeiſen, mehrere eiſerne Rollen, alte Ketten, zwei Ackerwaagen, eine große Kaufmannswaage mit 4 bis 5 Centner Gußgewicht, alte gußeiſerne Röhren, alte Fenſter, eine Parthie Goldtreſſen ꝛc., öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter n Hofraithe⸗Verſteigerung. (1649) Montag den 31. Oktober d. I., Vormittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des Michel Heidelberg ge⸗ hörende, in der hieſigen Judenſtraße gelegene Hofraithe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Immobiliar-Verſteigerung. (1650) Montag den 31. Oktober d. 3 Vormittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe die Immobilien des Bürgers Heinrich Bender dahier, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 77 verzeichnet ſind, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts Bender. Mobiliar⸗Verſteigerung. (4631) Donnerſtag den 3. November d. J.. Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Behauſung des verſtorbenen Michel Heidelberg dahier die zu deſſen Nachlaß gehörenden Mo⸗ bilien, beſtehend in Bettung, Kleider, Weißzeug, Tiſche, Stühle, Schränke, Glas und Porzellan, ſowie ſonſtige Pausgeräthſchaften öffentlich meiſt⸗ bietend gegen Baarzahlung verſteigert. Friedberg am 19. Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Ben der. Mobiliar-Verſteigerung. (1632) Montag den 7. November d. 8 Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der 1312 2 1— 2333 Ee Anton Suhrada'ſchen Hofraithe dahier die zum Nachlaſſe der verſtorbenen Katharina Göring gehörenden Mobilien, beſtehend in Bettung, Kleider, Weißzeug, Tiſche, Stühle, Schränke, Commode, Glas und Porzellan, ſowie ſonfſige Hausgeräthſchaften öffentlich meiſtbietend gegen Baarzahlung verſteigert. Friedberg am 19. Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Pfänderverſteigerung. (1653) Montag den 14. November d. J und die darauf folgenden Tage von Vormit⸗ tags 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die am 26. und 27. September d. J. begonnene Ver⸗ ſteigerung verfallener Pfänder der hieſigen Pfand und Leihanſtalt fortgeſetzt. Zur Ver⸗ ſteigerung kommen: Gold, Silber, Kupfer, Weißzeug, Herren- und Frauenkleider ꝛc. Bemerkt wird ausdrücklich, daß das Pfand⸗ local vom 10. November bis zum Schluſſe der Verſteigerung geſchloſſen bleibt, weßhalb die Auslöſung und Renovation verfallener Pfänder nur bis längſtens den 9. November d. J. ſtattfinden kann. Friedberg den 19. Oktober 1853. In Auftrag der Pfand⸗ und Leihhausverwaltung: Der Großh. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. 1654) Mittwoch den 26. Oktober, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll die Lieferung einer Quan⸗ tität Kartoffeln, untererdiger Kohlraben und Weißrüven für hieſiges Landes zuchthaus öffentlich dahier verſteigert werden. Marienſchloß den 19. Oktober 1853. Die Verwaltungs⸗Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Secretär. rr Privat- Bekanntmachungen. 18⸗ bis 20,000 Gulden (1615) liegen in Auftrag zum Ausleihen be⸗ reit, wobei bemerkt wird, daß große Güterauf⸗ ſätze zu 4 pCt. gemacht werden können. Friedberg. Jakob Finkernagel. Filzſchuhe und Filzſtiefel (1621) in größter Auswahl zu billigſten Preiſen bei Friedberg. M. Steitz, am Markt. Ein Logis (1623) im Vorderhauſe und eines desgl. im Hinterhauſe, hat zu vermiethen Kilian Ludwig, Spenglermeiſter. Bekanntmachung. (1639) Die Unterzeichneten bringen biermit zur Kenntniß, daß die von dem Arbeitsverein dahier zum Beſten der hieſigen Kleinkinder⸗ Bewahranſtalt veranſtaltete Verlooſung Dienſtag den 25. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier ſtattfinden wird und be— merken zugleich, daß die zur Verlooſung kom— menden Gegenſtände Sonntag den 23. und Montag den 24. d. M. in demſelben Locale ausgeſtellt werden ſollen. Die uns zur Verlooſung noch etwa zugedachten Geſchenke bitten wir vor der Ausſtellung an uns abzugeben. Friedberg den 17. Oktober 1853. Helene Groß. Nanny Schäfer. Eliſe Wahl. Anzeige. (1655) Leere Oelfäſſer, von 1 bis 5 Ohm haltend, bei W. Hanſtein. Zu verkaufen. (1656) Bei dem Unterzeichneten ſind nach⸗ folgende, noch in ſehr gutem Zuſtande ſich befindende Gegenſtände, aus der Hand zu ver⸗ kaufen, als: 1 Kelter mit zwei eiſernen Schrau⸗ ben, 1 Schrotmühle, 1 Malzfege, 1 Bierkühle, eine große Parthie verſchiedener Fäſſer und Büt⸗ ten, als: Achtel-, Viertel⸗„Halb⸗, Ein⸗ und Zweiohm, Zulaſt und Stückfaß, 3 weingrüne Lagerfäſſer mit Thürchen und Meſſingſchrauben, jedes 9 Ohm haltend, 1 Faßwinde, 3 Schrot⸗ ſeile und 1 Küferkärnchen. Bemerkt wird, daß ſich die Fäſſer beſonders zu Regen⸗ und Waſſerfäſſer eignen, indem ſie gepicht find. Friedberg im Oktober 1853. Anton Burck, Bierbrauer, wohnhaft an der Stadtkirche. Ein Logis (1657) im zweiten Stocke meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Friedberg. J. Steinhäußer. Zu vermiethen. (1658) In dem E. Dörr'ſchen Hauſe iſt ein Logis zu vermiethen und kann ſogleich be⸗ zogen werden. Dort. Friedberg. Annonce. (1659) Geräumige Magazine, auch als Nie⸗ derlage für getrocknete Häute und Felle ſehr geeignet, bei Spediteur Otto Kolligs, große Gallengaſſe neu No. 4 in Frankfurt a. M. Z u pep k a he n. (1660) Ein neuer zweithüriger Kleiderſchrank iſt billig zu haben bei Heinrich Rauſch, Friedberg. Schreinermeiſter. Kapitalien (1681) von 100 bis zu 10,000 fl. liegen zum Ausleihen bereit und ſind mehrere beſon⸗ ders für Gemeinden geeignet, welche theils gleich, theils ſpäter empfangen werden können. Friedberg den 18. Oklober 1853. In Auftrag: Johann Philipp Jung. 3 bis 4000 Gulden (1662) liegen bei Unterzeichnetem zum Aus⸗ leihen in Auftrag bereit. Friedberg den 19. Oktober 1883. G. Kei inge r. Ein Flügel (1663) iſt zu verkaufen oder zu vermiethen. Näheres bei Hofſchreiner Pfeffer oder Michael Jung. Zur gefaͤlligen Beachtung. (1664) Es wünſcht Jemand in hieſiger Stadt Privatunterricht in den Realien und den alten Sprachen zu ertheilen. Näheres bei der Expe⸗ dition dieſes Blattes. Faͤſſer-Verkauf. (1665) Alle Gattungen Oel- und Weinfäſſer, von ½ bis zu 4 und 5 Ohm Gehalt, ſind in großer Auswahl zu haben bei Friedberg. Ph. Dan. Küm mich. Zur Nachricht! S (1666) Die erſte Abendunterhaltung des Liederkranzes, wozu ſämmtliche Mitglieder hier- durch eingeladen werden, findet Sonntag den 30. Oktober ſtatt. 1 d; ö* 700. n . 1 — 7 . ö 2 — N. n 85 . N— ———— Reiſegelegenheit nach Amerika 658 g a 5 72 3 über Liverpool.— Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab 5 Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tuͤchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. Photographiſche Portraite. (1667) Für bevorſtehende Weihnachten erlaube ich mir auf mein Atelier auf— merkſam zu machen und empfehle ich daſſelbe für Photographien, Daguerreotipen und Lithographien. Etwaige Aufträge erbitte mir baldigſt, damit mir die gehö— rige Zeit zur Ausführung bleibet. Auf Verlangen können Aufnahmen am hieſigen Platze ſtattfinden. Friedberg im Oktober 1853. Hermann Emden, Photographiſches Atelier, Bockenheimergaſſe No. 9 zur Harmonie in Frankfurt a. M. Leere Fäſſer (1668) in allen Größen, ſowie franzöfiſche und deutſche Tapeten in den neueſten Deſſins, ſind billig zu haben bei Georg Groß. Long⸗ und andere Shawls, (1669) in großer Auswahl, werden am billigſten verkauft bei H. B. Groedel in Friedberg. 2 E i n L a d un g findet Mittwoch den 26. und Donnerſtag den 27. Oktober gutbeſetzte Harmonie⸗ und Tanz⸗ (1670) zur Feier des Laubhüttenfeſtes[ muſtk ſtatt, wozu ich mit dem Bemerken höflichſt nächſten Montag den 24. d. M. Abends einlade, daß für gute Speiſen und Getränke halb 8 Uhr Ball im Gerlach'ſchen Saale beſtens geſorgt ſein wird. dahier. Entrée für Herrn 48 kr. Höllichſt Okarben. Joh. Gaul. ladet hierzu ein Das Comité. D anzmuſik. Einladung. (1673) Sonntag den 23. d. M. iſt bei dem Unterzeichneten Tanzmuſik anzutreffen, wozu (1671) Sonntag den 30. Oktober wird bei höflichſt einladet 8 mir ein Gäns⸗, Enten ⸗, Capaun⸗ und Dorheim im Oktober 1853. eau enſchleßzen mit Bolzenbüchſen abgehal⸗ Conrad Bingel zur Sonne. en. Der Schuß koſtet 3 kr. Für gute Speiſen— 8 und Getränke wird beſtens geſorgt. Sonſt und Jetzt! Rödgen. Krauch, Gaſtwirth. (167) Die guten alten Volksſitten und Tanzmuſik. Gebräuche ſcheinen ſich ebenfalls in der Wetterau (1672) Zur Feier des hieſigen Jahrmarktes zu ändern. Früher wurden auf Kirchweihen 6 Hämmel herausgetanzt; jetzt wird den Haa— fen dieſe Ehre erwieſen— o tempora! o mores!l Literariſche Neuigkeiten. (3675) In C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg ſind neuerdings die nachfolgenden Subſcriptionswerke angekommen und liegen die erſten Lieferungen zur Einſicht auf: J G. Seume's ſämmtliche Werke, per Lief. 14 kr.— Th. Körners ſämmtliche Werke, per Lief. 14 kr.— Engliſche Claſſiker: Gibbons Geſchichte des römiſchen Weltreichs, per Lief. 14 kr.— Franzöſiſche Claſſiker: J. J. Rouſſeau's ſämmtliche Werke, per L. 14 kr. Shakspeare's dramatiſche Werke, überſetzt von Schlegel und Tieck, per Lief. 14 kr. Dieſe anerkannt vortreffliche Ueberſetzung iſt jetzt zugleich die billigſte, da ſie(in 27 Lieferungen erſcheinend) nur fl. 6. 18 kr. koſtet! 22. Sonntag n. Trinit. den 23. Okt. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel, Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Schneider. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Wolf. Frankfurter Cours vom 19. Okt. 1853. Re fl. 9 42½-43½ Ffiedrichsd oer„ 9 56-57 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 50-51 Rand⸗Ducaten. 5„ 537-38 20 Frantfüffe„9 25-26 Engliſche Souverains..„11 47 Preußiſche Thaler.„ 145%% 5 Frankenthaler„220 ½-21 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145% ½ Fruchtpreiſe. 19. Okt. 14. Okt. 7. Okt. Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ berg] Malnz] beim fl. kr. fl. Fr Waizen pr. Malter 171517 19—— Kor, 1165812 29 75 Gerſte„ 72 100 61100 19 Hafer„ 75 41131 41511 4 Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 22. bis zum 28. Oktober. . 1 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach 85 Ir pf. e 1 Leib⸗Roggenbrod 4 55 2 7 05 8— 73 44 1 16— 15 2 Lth. Eth. — Milchbrod 18 13 — Waſſerweck 18% — Gemiſchte(Tafel-) Brod 133¼% 14 leiſch-Preiſe. Fleiſch⸗Preiſe.„ 1 Ochſenfleiſch 121 2 10 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 100 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 9— „ Kalbfleiſch 8— 8— „„„ gemäſtetes— 9 „ Schweinenfleiſch 14— 14— „ Hammellleiſch 5 „ Schaaflleiſch 7——— „ Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „ Bratwurſt 190% 18 „ Schwartenmagen 181— 18— „Geräucherter Speck 24 26 „Schinken 19-120 „ Dörrfleiſch 20— 20— „ Schweinenſchmalz, 5 ausgelaſſen 211— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 1614— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Beide r. Sei pp erk Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Kirchliche Anzeigen. A m Das Kre 8 an ſümmtliche d Behand meinde gaben, Ausſtel Nach einge! die Ausſtelung d Matz 1837 übe: Enrägen der Gen Walderzeugniſſen tringenden Burg bühren im Betra ſihen worden, u für das zu jen (rr. 9 der geda us 2 Kreuzer d der fraglichen B haltung geſchiel Zürgermeiſter g ine Gebühr no nulars anzuſpr düreaukoſten at In Auftra die zu Ihrem u Kenntniß. Friedbe Betreffen A betreffend: Di Zie Eine Ang welche der Stel hfichtigen des Aeich großen ſmungene, ſind Hinweiſung a die Stel von