N = 1 n e S 2———— 3 Intelligenz fuͤr die Provinz Oberheſſen 8 im Allgemeinen, N den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M100. Mittwoch den 21. Dezember Dies Weihnachtsfeſtes wegen erſcheint den 28. d. M. keine Nummer d. Blattes. Drei Splitter. Aus Joachim Mürat's Leben. Von Fr. Iſ. Proſchko. (Schluß.) Abdul Horem, das war der Name des Korſaren, hatte mehrere Tage in dem Hafen von Neapel zuge⸗ bracht, um ſein Schiff kalfatern zu laſſen. Auf einem Spaziergange am Meeresgeſtade hatte er die herrliche Lauretta erblickt und ſein Gefühl für dieſe ſeltene Schön— heit war ſogleich entbrannt. Nun war ſie durch die Ge⸗ ſchicklichkeit des Mohren in ſeiner Gewalt, und er beſchloß unwiderruflich, ſie ſeinem Harem in Marokko anzureihen. Abdul Horem beſaß einen aufbrauſenden, heftigen Cha⸗ rakter, der ihn öfters zu Grauſamkeiten gegen ſeine Unter— gebenen verleitete. So geſchah es, daß bereits nach ſeiner Abreiſe aus Neapel das Schiffsvolk ſchwierig zu werden begann, und dauerte die Fahrt noch lange, ſo war eine Meuterei des Schiffsvolkes nicht unmöglich. Ein höchſt geringfügiger Umſtand begründete das Verderben Abdul Horem's. N Es war am zweiten Nachmittage nach der Abreiſe des Korſaren von Neapel, als Abdul Horem, müde, noch länger den Schonenden gegen Lauretta zu ſpielen, in's Zwiſchendeck hinabſtieg, um den Befehl zu ertheilen, die Franzöſin in ſeine Kajüte zu führen. An eine Kiſte mit Ballaſt gelehnt, ſtand der Oberbootsmann und ſpielte mit einem kleinen Biſamäffchen, dem er Obſt darreichte. Abdul Horem warf durch die Schnelligkeit, mit welcher er an dem Bootsmann vorüberging, das Aeffchen auf die Erde, welches, der groben Behandlung ungewohnt, dem Korſaren in's Geſicht ſprang und demſelben mit ſeinem langen Schweife ein Paar Schläge auf die Stirn verſetzte. Hier— über ergrimmt, ſchlug Abdul Horem den Hochbootsmann mit geballter Fauſt in's Geſicht, und befahl, das Aeffchen in's Meer zu werfen, den ſich zur Wehre ſetzenden Ober⸗ bootsmann aber an den großen Maſt zu binden und mit Ruthen zu ſtreichen. ö 8 Sch Oberbootsmann ließ ſich auch wirklich auf das Oberdeck führen, als er aber an dem großen Maſte an⸗ gekommen war, riß er ſich von den ihn nur leicht um⸗ gebenden Genoſſen los, ſchwang ſich auf den Vordermaſt, und hatte mit Blitzesſchnelle die venetianiſche Flagge mit dem Löwen des heiligen Markus herabgeriſſen und dafür „Maſte,„und abermals, nein! Horem! Dort ſchwimmen die Rächer herbei, die Du ſelbſt FCE die tuneſiſche Korſarenfahne der Raubſtaaten aufgehißt. Sein ſicheres Auge hatte ihn nicht getäuſcht; vom fernen Horizonte her bewegten ſich nun drei immer größer wer— dende Punkte, die allmählich zu drei ſtarkbemannten Linien— ſchiffen wurden, deren jedes die neapolitaniſche Flagge am Steuer hatte. „Die Flagge, herab, den Löwen hinauf!“ rief der geängſtigte Korſar, der wohl wußte, daß er drei ſo mäch— tigen Gegnern nicht gewachſen ſei. „Nein!“ dönnerte des Hochbootsmanns Stimme am Dein Ende naht, Abdul gerufen haſt!““ Brüllend und mit lautem Jubel beant— wortete das übrige Schiffsvolk die Rede des Hochboots— mannes, der Korſar aber eilte glühenden Zornes das Verdeck hinab zur Pulverkammer. Aber die Meuterer holten ihn noch zur rechten Zeit ein, und knirſchend vor Wuth, wurde er auf dem Verdecke gebunden, ein Gegen— ſtand des Spottes denjenigen, denen er noch kurz vor— her Befehle ertheilt hatte. Indeſſen kamen die Schiffe immer näher. Ein Kanonenſchuß, der die Schiffswand durchbohrt hatte, blieb unbeantwortet, dagegen flatterte am Steuerborde eine weiße Fahne, zum Zeichen, daß die ſonſt ſo furchtloſen, nun gänzlich entmuthigten Korſaren ihr Schiff, ihre Ladung und ihren Führer übergeben. So— gleich wurde die Kanonade auf den Schiffen eingeſtellt und Boote ausgeſetzt, um nähere Erkundigungen einzu— holen. Die drei Schiffe, wovon das größte mit vorzuͤg— licher Pracht ausgeſchmückt war, näherten ſich der Kor— ſaren⸗Fregatte. Kaum ſtanden ſie jedoch ziemlich nahe, als zwanzig Feuerſchlünde des Korſarenſchiffs ihre Kugeln entluden, und die Fregatte, die Verwirrung auf den Linienſchiffen benützend, alle Segel aufſpannte, um die hohe See zu gewinnen. Aber die Nemeſis hatte den treuloſen Räubern ihr Ziel geſetzt.— Zwei Seemeilen vom Kampfplatze wurde der Kranich, ſo hieß die Fregatte des Korſaren, von den drei Neapolitanern eingeholt, und nun begann das Ge— ſchütz zu ſpielen. Eine Stunde lang verhüllte Rauch und Pulverdampf die fürchterliche Kampfesſcene. Das Meer zitterte unter den Rieſenſchlägen der ſchwankenden Schiffe. Das Gebrüll der Korſaren, welche wie Verzweifelnde fochten, verhallte in dem Donner der Geſchütze, und die furchtloſen Ungeheuer des Meeres wichen dem Grimme e N n 2 0 400 e- des Menſchen, dem ſie in ihrer Wuth nicht gleichzukommen im Stande waren. Der Kampf war beendet, der Kranich in den Grund gebohrt, und nur wenige ſeiner Mannſchaft und einige Ballen geraubter Güter auf die beiden Linienſchiffe ge rettet. Abdul Horem war, an den großen Maſt gebunden, welchen er dem Hochbootsmann zugedacht hatte, durch die erſte Kugel getödtet worden. 5** Zu Neapel in einer Taverne am Ufer des Meeres ſaß, das Kinn auf ſeinen Degenknopf geſtützt, ein Offizier der neapolitaniſchen Marine. Sein Gesicht trug Spuren des tiefſten Kummers, und er hörte dem redſeligen Wirthe theilnahmlos zu, als dieſer in breiten Worten die neue Waffenthat des Königs Murat erzählte, welcher erſt Tags vorher in eigener Perſon und auf ſeinem Linienſchiffe, die Möve genannt, ein Korſarenſchiff in den Grund gebohrt hatte, und, mit unermeßlicher Beute beladen, in den Hafen von Neapel eingelaufen ſei.„O! der kann Alles,“ fuhr der redſelige Gaſtwirth fort,„Fechten, Tanzen, Reiten, ein wahrer ritterlicher Held der chevaleresken Zeit.“ „Kann er mir auch meine Gattin wieder geben?“ ſagte der Offizier traurig vor ſich hin. „Gewiß, Signor, tröſtete der Wirth,„wenn es je Einer im Stande iſt, Euch von Eurem Leid, das Euch ſo unverkennbar auf der Stirn geſchrieben ſteht, zu befreien, ſo iſt es unſer König.“ Da trat ein munterer Lazzarone in die Taverne und begehrte eine Flaſche Madeira. Der Wirth, der ohne⸗ hin wußte, daß ein Lazzarone ſelten auf eine Bezahlung dachte, ſchüͤttelte ungläubig den Kopf.„Lacrymä Chriſti, wollte Er ſagen, mein Freund„entgegnete er ſpottend, ſchwieg aber ſogleich, als das Augenpaar des Lazzarone drohend aufblitzte.— Der Marineoffizier aber nahm ein Glas, und reichte es in gutmüthiger Laune dem armen Lazzarone dar.„Trinke,“ ſagte er,„dann wollen wir eine Partie Billard zuſammen ſpielen.“ Der Lazzarone ſah ihn groß an.„Mit Euch,“ rief er,„ſpiele ich nicht, Ihr ſchwingt den Tago nicht ſelten über dem Haupte des Mitſpielenden.“ Der Marineoffizier war betroffen. „Ihr kennt mich?“ rief er. „Ich kenne Euch, Ihr ſeid der Marinekapitän Bollieu, dientet früher als Chaſſeurlieutenant in franzöſiſchen Reihen und ſucht nun Eure Gattin, welche vor drei Tagen auf einem marokkaniſchen Raubſchiff aus Neapel entführt wurde.“— Bollieu war außer ſich vor Ueberraſchung. „Ja, Signor, auch Lauretta ſuchte Euch hier;“ fuhr der Lazzarone fort;„ſie war ſeit jener Scene im ruſſiſchen Eddelhofe, ohne Geld, ohne Hilfe, nach Warſchau ge— wandert, rang drei Monate lang mit einem gefährlichen Fieber und verkaufte ihr letztes Geſchmeide, um Eure Spur nach Neapel zu verfolgen.“ „Und wo iſt ſie jetzt?“ rief Bollieu; der Lazzarone ſchwieg.—„Und wer ſeid Ihr?— Gott!— quält mich nicht länger, ich flehe Euch an!“— „Hm!“ meinte der Lange,„Ihr habt mir da gaſt— freundlich Euer Glas geboten, als ihr glaubtet, ich ſei ein ſo armer Teufel, daß ich mir nicht einmal eine Flaſche Madeira kaufen könne. O! wir Lazzaroni haben auch unſern guten Verdienſt. Nun, ich will Euch entgegen einladen, auch bei mir ein Gläschen Lacrymä, wie der Wirth da mir verhieß, zu trinken; kommt morgen in die Straße Toledo, dort wird ein Freund von mir an der Ecke bei der Säule des heiligen Prokopius auf Euch warten, gebt ihm dieſes verſiegelte Billet, und— das Weitere ſollt Ihr dann bei mir erfahren.“— Bollien wollte noch nach Lauretten fragen, aber der Lazzarone war aus der Taverne verſchwunden. ** * In ſeinem Pallaſte zu Neapel ſtand der ritterliche König Joachim Murat J. in ſeiner prachtvollen Reiter— uniform, welche mit Gold und Silber durchwirkt war, ſo daß der karmoiſinrothe Urſtoff kaum zu erkennen war; am Haupte trug er ein Baret mit verſchiedenartigen Straußfedern geſchmückt und in einen Reiherſtutz mit dia— mantener Agraffe endigend; ein blaues Koller ſchmückte die Bruſt, und enge golddurchwirkte Stiefeletten um⸗ ſchloſſen den fein geformten Fuß. Der ſpaniſche Geſandte hatte eben den Audienzſaal verlaſſen und die Generäle des Königs ſtanden mit entblößtem Haupte um ihn her— um, da trat Macerone, der Vertraute des Königs, herein, und fluſterte Murat einige Worte in's Ohr. Der König lachte und nickte bejahend. Macerone entfernte ſich, und in wenig Augenblicken öffneten ſich die Flügelthüren und der Marinekapitän Bollieu trat in den Saal und ver⸗ neigte ſich vor der Majeſtät. Murat nickte freundlich, und als Bollieu die Augen aufſchlug, glaubte er in der Perſon des Königs leibhaftig die Geſichtszüge des Lazzarone zu erkennen, den er geſtern in der Taverne getroffen hatte. Lächelnd ob der Verlegenheit des Kapitäns, nahm der König das Wort.„Ich ſehe,“ ſagte er,„Ihr habt meiner Einladung Folge geleiſtet, und Ihr kommt nun nebſt mei⸗ nem Freund Macerone, der Euch in der Straße de Toledo erwartete und hieher führte, eine Flaſche Madeira mit mir zu leeren.“ „Wäre es Eurer Majeſtät gefällig,“ ſtammelte Bollieu. N „Ich verſtehe,“ lächelte der König, und darauf wandte er ſich zu den Anweſenden. „Meine Herren,“ ſagte er laut und nicht ohne Rüh⸗ rung,„dieſer Mann hat mich einſt geſchlagen;— nicht mit dem Schwerte in offener Feldſchlacht,“ ſetzte er hinzu, „nein, das würde Murat nicht ungerächt laſſen, mit dieſer ſeiner Fauſt, die ſo gut den Schwertgriff führt, hat Ka— pitän Bollieu mich geſchlagen. Sehen Sie, meine Herren,“ ſetzte er halb bitter hinzu,„ſehen Sie hier den letzten Splitter des Stockes, mit dem Murat, der König von Neapel, geſchlagen wurde.“ Und Murat zog ein Roſa⸗ band aus der Bruſttaſche und hielt dem zu Boden ge— ſchmetterten Bollieu den letzten Splitter der ominöſen Billardſtange hin. Tiefes Schweigen herrſchte im Saale. „Aber,“ fuhr der bewegte Koͤnig fort,„man ſoll es dem Könige von Neapel nicht nachſagen, daß er irgend einen Schlag ungerächt hinnahm. Ja, mein Herr,“ ſagte er zu dem Hauptmann,„der einſtige Marqueur von Cahors, der jetzige Konig von Neapel, hat den Schlag, den ihm der Chaſſeurlieutenant Bollieu mit der Billardſtange er— theilte, nicht vergeſſen. Jetzt iſt der Zeitpunkt, wo er ſein Wort löſen wird.“ Murat winkte, und weit auf ſprangen die Flügel⸗ thüren des Saales, und von ſechs himmelblauen von Gold ſtrotzenden Pagen geleitet traten der königliche Ober— hofmeiſter, der Ceremonienmeiſter und Reichsherold in den Saal und reichten dem König auf einem ſchwarz⸗ ſammtnen Polſter ein Ordensband und das Reichsſchwert geziemend dar. Trompeten ertönten und mit Hoheit ſprach Murat, der König von Neapel:„Mit dieſem letzten, dem Ritterſchlag, als vollſtändige Sühne für den dem armen Marqueur von Cahors ertheilten Schlag,“ ſetzte er leiſer hinzu,„ernenne ich Euch, Hauptmann Bollien, zum Ritter meines Reiches und verbinde Euch —ꝛ.——— um urkunlc Eigen deffentl D 24) Anſp des ubrikaten f Donnerftg bei Meidung d melden. Friedberg! Verſteiger! (4925) Oer mittags 10 Uhr die nachbeſchtiet Ludwig Wagen Gemark— ng. 33 No. „145„ 115„ nochmals öffen Friedberg Der V Bek (4926) Do Vormittags f! hause ein zu! Schleuning ge Gemar Jag. 238 No Sentlich mei 0 riedberg der N Maron hiemit zur Erfüllung aller Pflichten eines ſolchen und da- der König, als ſich der erſte Rauſch des Wiederſehens mit,“ ſetzte er bewegt hinzu,„damit Ihr jede Pflicht an gelegt hatte,„ich habe Dir vergeben.“— Lauretta er— der Hand der Liebe noch leichter erfüllt, will ich Euch kannte Murat und ſchlug beſchämk ihre Augen zu Boden, eine Gefährtin, geben.“ Und Murat winkte wieder, und aber bewegt fuhr der König fort:„Nichts von der Ver— terlic herein ſtürzte Lauretta, die der König ſelbſt aus Korſaren- gangenheit, ſie iſt vorüber; warum ſuchte ich auch Liebe eiter händen auf ſeinem Schiffe, der„Möve,“ dem Tode ent- zu erzwingen! ſeid glücklich, und Graf Bollien führe zum riſſen und nach Neapel geführt hatte.„Lauretta,“ ſagte ewigen Andenken in ſeinem Wappen: die drei Splitter!“ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. XN INN Aufforderung. (1913) Das Eigenthum von dem mit agna⸗ tiſchem Conſenz von dem Hrn. Grafen Ferdi⸗ nand Maximilian zu Jſenburg und Büdingen in Wächtersbach verkauften, in der Gemarkung Bönſtadt gelegenen Grundſtück Flur 1 No. 22, kann urkundlich nicht nachgewieſen werden. Etwaige Eigenthums⸗Anſprüche daran find binnen 3 Monaten geltend zu machen, widri⸗ genfalls der Erwerbtitel den Käufern Karl Friedrich Heimburgs Erben in Bönſtadt im Mutations⸗Verzeichniß zugeſchrieben werden ſoll. Altenſtadt den 28. November 1853. Großberzogl. Landgericht Gil mer. Oeffentliche Aufforderung. Das Ableben des Michel Heidel- berg in Friedberg betreffend. (192) Anſprüche aller Art an den Nachlaß des Rubrikaten ſind Donnerſtag den 12. Januar k. J., Morgens 8 Uhr, bei Meidung der Nichtberückſichtigung anzu⸗ melden. 8 Friedberg den 8. Dezember 1853. Großherzogl. Landgericht 3 Bieren g e 8. Verſteigerung einer Mahlmühle. 25) Dienſtag den 3. Januar 1854, Vor⸗ 5 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Bürgers Ludwig Wagenknecht dahier, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 33 No. 197 Hofraithe mit Mühle an der Uſa, beſtehend in Mühlbau mit Mahlwerk, zwei Neben⸗ häuſer, Scheuer, Schoppen und zwei Ställe, 145„ 3 98 Ruthen Garten in der 6. Gewann an der Uſa, „ 115» 23 472 Ruthen Garten in der 1. Gewann bei der Uſabrücke, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 17. Dezember 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Bekanntmachung. (1926) Donnerſtag den 29. Dezember d. Il, Vormittags 11 Ubr, wird in bieſigem Rath⸗ hauſe ein zur Debitmaſſe des abweſenden Karl Schleuning gehbörender Stall: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 238 No. 55 3 Ruthen in der 18. Ge⸗ wann zwiſchen der Köhler⸗ und Kloſtergaſſe an Heinrich Hanſtein IV., Hofraitheverſteigerung. (1927) Dienſtag den 3. Januar 1854, Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des Michel Heidelberg dahier gehörende Hofraithe, welche im Intelligenzblatt Nr. 85 näher bezeichnet iſt, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 17. Dezember 1853. In Auftrag: Gr. Heſſ. Landgerichts der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Ben der. Holzverſtei gerung. (1928) Donnerſtag den 22. d. Mts., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen in dem Gemeinde— wald der Gemeinde Beienheim naͤchſtehende Holzſorten, als: 90 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 48 „„ Prügelholz, 36„„ Stockholz, 70 5„ Reiſer, 5 Stämme fuß haltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt Bauberg. Beienheim am 14. Dezember 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Muth. Werkholz, 400 Cubik⸗ Verſteigerung von Bauarbeiten. (1929) Dienſtag den 17. Januar 1854, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehaus zu Merlau die durch Erbauung einer neuen Kirche daſelbſt veranlaßten Arbeiten, nämlich: 1) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 2421 fl. 22 fr. 2) Dachdeckerarbeit,„„ 969„ 27„ 3) Schreinerarbeit,„ 1335„ 37„ 4) Schloſſerarbeit,„„ 951% 46„ 5) Spenglerarbeit,„ 70%— an die Wenigſtfordernden verſteigert werden, was man mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß Steigluſtige, welche ihre Concurrenten durch Zuſicherung von Belohnun⸗ gen von dem Mitbieten abzuhalten ſuchen, zur Verſteigerung nicht zugelaſſen werden, oder wenn ſich ein ſolches Verfahren erſt nach er⸗ folgter Uebernahme herausſtellen ſollte, dem Uebernehmer die Arbeit ohne Weiteres abge⸗ nommen und auf ſeine Koſten anderweit in Accord gegeben werden kann. Zeichnungen, Voranſchlag und Verſteige⸗ rungsbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Grünberg den 16. Dezember 1853. Das Gr. Kreisbauamt. In Auftrag Gr. Kreisbaumeiſters: Reuß, Bauaccefſiſt. Privat- Bekanntmachungen. Aecht oſtindiſche ſeidene Foulards⸗Tuͤcher (14823) mit unbedeutenden Druckfehlern, zu ſehr billigen Preiſen bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. (1735) Diejenigen, welche der ſeit dem 1. Januar d. J. eröffneten, mit dem 31. Dezember d. J. zu ſchließenden 7. Jahresgeſellſchaft beizutreten oder Nach— zahlungen auf frühere Einlagen zu leiſten beabſichtigen, laden wir hierdurch ein, ſolches vor Ablauf dieſes Jahres entweder dahier bei dem Hauptbüreau der Anſtalt oder auswärts bei den Herren Bevollmächtigten derſelben!) zu bewerk— ſtelligen. Bis jetzt zählt die Anſtalt 5620 Mitglieder mit 9412 Einlagen und einem effectiven Einlagekapital von 548,182 fl. Bei der mit der Anſtalt verbundenen Depoſitenkaſſe wurden ſeit Anfang dieſes Jahrs bereits 326,900 fl. hinterlegt. Darmſtadt den 31. Oktober 1853. Die Direction der Allgemeinen Rentenanſtalt. *) In Friedberg bei Herrn Heinrich Hahn; in Butzbach bei Herrn Bürgermeiſter Seippel; in Vilbel bei Herrn Geometer I. Cl. Grosholz. Schwarz ſeidene Stoffe und Sammte zu Weſten (1825) billigſt bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. 1 öffentlich meiſtbietend verſteigert. 1 dan Friedberg den 17, Dezember 1853. für del In Auftrag lag, Gr. Heſſ. Landgerichts:. 3 der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts 3 Bender. Schwarz; ſeidene Herren⸗Halsluͤcher, (1796) die nicht abfärben, ungewöhnlich billig bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. 2 765... ². 402 Einladung zum Ueu-Abounement für das am 1. Januar 1854 beginnende Ouartal auf den Mankfurter Anzeiger, nebſt der monatlichen Ertra-Veilage: die Gerichtszeitung. (1930 Der„Frankfurter Anzeiger“ erſcheint täglich außer Montags, bildet ein Organ für den bürgerlichen und geſchäftlichen Verkehr und bietet gleichzeitig eine angenehme, unterhaltende und nützliche Lektüre. Der Inhalt vertheilt ſich: 1) Novellen, Erzählungen, die neueſten und anziehendſten, Gedichte, Miscellen, Schachaufgaben, Räthſel ꝛc. c. 2) Berichte, unparteliſche, über Bühnen⸗ und Coneertleiſtungen, Wiſſenſchaft, Kunſt und Induſtrie. 3) Modeberichte, die neueſten Pariſer, mit Modebild; lithographiſche Abbildung nebſt Erklärung der allerneueſten Muſter von Häkel., Stick⸗, Strick-, Filet⸗ und Bandarbeiten ꝛc. 4)„Was gibt es Neues?“— Täglich eine Rubrik, worunter dem Leſer eine kurze, bündige, aber vollſtändige Rundſchau auf dem Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens gegeben, und ihm dadurch das Durchſehen großer politiſcher Bätter erſpart wird. 5) Coursblatt(pollſtändig) der hieſigen Börſe, die neueſten Handels-, Frucht-, Getreide-, Oel- und Branntwein-Berichte von Frankfurt, Mainz, Friedberg, Heidelberg, Würzburg, Cöln, Neuß und anderen Plätzen. 6) Das Frankfurter Amtsblatt im Auszuge; vollſtändig das Verzeichniß der Aufgebotenen, Getrauten, Gebornen und Verſtorb enen. 7) Inſerate, die bei der bedeutenden Verbreitung des Blattes hier und auswärts guten Erfolg haben müſſen. 8) Gerichtszeitung. Rundſchau intereſſanter einheimiſcher und fremder ſchwurgerichtlichen Verhandlungen, Criminal⸗, Polizei- und Civilfällen. Den Herren Juriſten, Schwurmännern und Kaufleuten beſonders zu empfehlen. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich E. Bindernagel in Friedberg. Empfehlung. (1917) Feinſter Muscat: Lünell, Malaga, Rum de Jamaica, Arae de Batavia, Punſcheſſenz und abgelagerter Pfälzer Weineſſig bei Friedberg. H. M. Hirſchſprung. e dee (1918) In eine kleine Haushaltung dahier wird auf Petritag ein braves Mädchen geſucht, welches kochen und alle Hausarbeiten verrich⸗ ten kann. Havanna⸗Eigarren, 1921) feinſte abgelagerte, direct de— zogen aus der Fabrik meines Bruders auf Havanna. Friedberg. H. M. Hirſchſprung Sn (19310 Zwei vorzügliche lithographiſche Preſ⸗ ſen, nach Engelmann in Paris, und eine Glätt⸗ preſſe mit Rad und Schraube ohne End, welch Letztere ſich wegen ihrer großen Kraftfähigkeit zur Appretur für Tuchfabrikanten als auch zum Auspreſſen von Moſt ꝛc. eignet, ſind billig zu verkaufen. Wo? ſagt die Exped. d. Blts. Neue holländiſche Häringe (1932) und Sardellen, ſowie Rhein⸗ Baieriſche Kaſtanien, ſind wieder ange⸗ kommen und billig zu haben bei Friedberg. Louis Winheim. Verſteigerung (1933) Ein gebrauchter, im beſten Zuſtande ſich befindlicher zweiſpänniger, vierſitzig gedeck⸗ ter Glaswagen nebſt ein Paar neuen Ge— ſchirren bin ich willens Dienſtag den 27. d. M., Vormittags um 11 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Adler dahier, dem öffentlichen Meiſtgebot aus⸗ zuſetzen. Altenſtadt den 18. Dezember 1853. Franz Münch, Sattlermeiſter. Efe lung. (1934) Meine ächten Bremer Tabacke, Bremer⸗ und Havanna-⸗Cigarren bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. Friedberg. Louis Winheim. frorner Glieder. In Stücken mit Gebrauchs- anweiſung à 12 kr. Friedberg. P. F. Schmittner. Fahrpläne (1937) der Eiſenbahnen, Dampfſchiffeꝛc., nebſt einer Eiſenbahn-Routen-Karte, Weſtentaſchenformat, ſind vorräthig bei Friedberg. C. Bindernagel. Eiſeubahn⸗Frachtbriefe (4988) ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. E. Bindernagel. Buͤrger-Caſino. (4935) Sonntag den 8. Januar k. J. Ball im Gerlach'ſchen Saale. Nähere Beſtimmungen liegen im wöchentlichen Caſino zur Einſicht offen. Der Vorſtand. Gutta⸗Percha⸗Firniß 11936) in Töpfen mit Gebrauchs⸗Anweiſung a 18 kr. Mittelſt dieſem neuen, praktiſchen Mittel, welches das Leder vorzüglich conſervirt und geſchmeidig erhält, kann man alles Schuh⸗ werk gegen Naſſe und ſelbſt gegen den alles durchdringenden Schnee und Thau vollkommen waſſerdicht machen. M. Lejeune's Frostballenseiſe. Das beſte und bequemſte Mittel zur Heilung er— Schwarz ſeiden Sammtband en gros et en detail, (1797) zu ſehr billigen Preiſen bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. Eine großt Parthie ſeidene Samml⸗Reſte (1798) von allen Größen zu Hüten und Mantillen, verkauft bedeutend unter dem Preiſe, 5 Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. %%% Paſſendes Weihnachts geſchenk. (19390 Soeben iſt bei G. G. 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Man ſieht daher einer recht beifälligen Aufnahme um ſo mehr entgegen, da es ſachkundige Damen fortwährend für das billigſte und brauchbaxrſte Kochbuch erklärten, welches je um einen ſolchen Preis erſchienen ſei. 2 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. ** * 1 5 5 LI r — 2 Kr an ſämm Betreffend: Dienſt findet die A Ortsbürger Sie n Einſendung Betreffend Ich f laufenden! genen, mit Urſache des wohin ſie d. Mts. Publikation Fri Betreffend Den Dezember beauftrage kation deſſ Fri Die Jahrsnacht hiermit eit genannten ten und d