d. ement. dn Frten del Imied le Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 65. Sonnabend den 20. Auguſt 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes und die Gensdarmen. Betreffend: In Unterſuchungsſachen wegen eines am 12. Auguſt zu Salzhauſen verübten Diebſtahls. Am 12. d. M. ſind zu Salzhauſen die unten beſchrie— bene Gegenſtände entwendet worden. Sie werden geeignete Nachforſchungen nach den geſtohlenen Sachen und dem Thä— ter anſtellen und vom Erfolg mir umgehend Nachricht geben. Friedberg den 15. Auguſt 1853. de Beauclair, Klreisaſſeſſor. Beſchreibung der geſtohlenen Sachen: 1) ein Arbeitskäſtchen von Paliſanderholz, ungefähr 15 Zoll lang und 5 Zoll breit, mit ſtählernem Griff und gewölbtem Deckel, der mit Perlmutter eingelegt iſt; 2) eine Fünfzehngulden-Rolle, verſiegelt und T. B. ge— zeichnet; 3) eine Zehngulden-Rolle von Sechskreuzerſtücken; 4) eine Fünfgulden⸗Rolle von Dreikreuzerſtücken; 5) eine Portmonais von braunem Saffian mit Stahl— ſchloß, einen Kronenthaler, vier Gulden, einen preu— ßiſchen Thalerſchein und verſchiedene kleine Münzen enthaltend; 6) 3 Paar Glagehandſchuhe, hellgrüne, hellgelbe und braune; 7) eine goldene Damenuhr von der Größe eines Sechs— bätzners, mit goldenem Deckel und arabiſchen Ziffern auf dem Zifferblatt; 8) ein goldener Haarring mit dem Namenszug„Louise“; 9) ein einfacher goldener Ring mit einem rothen Stein- chen und zwei blauen Perlen; 10) ein goldner Ring, zwei ſich haltende Hände darſtellend. Bekanntmachung. Donnerſtag den 25. Auguſt, dem Namensfeſte Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs, wird kein Zahltag abge— halten, was ich hiermit zur Kenntniß der Intereſſenten bringe. Friedberg am 16. Auguſt 1853. Gr. Rentamt. Grünewald, Rentamtsvicar. Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren-Novelle. Von Charles Nodier. (Fortſetzung.) Ich will meine Lage während der erſten Wochen, welche ich in Thereſens Nähe zubrachte, nicht ſchildern. Sie führte ſo viele Verlegenheiten mit ſich, daß ich bei— nahe nicht begreifen konnte, woher ich die Kraft nahm, ſo lange mich behaupten zu können, wenn ich mich nicht erinnerte, wie ſehr ich befuͤrchtete, daß ſie aufhören möchte. Es war eine Art Trunkenheit, welche alle meine Fähig— keiten verwirrte, und deren ſüßeſte Folge die war, mir möglichſt oft deren Gebrauch geradezu zu benehmen. Bald gedrückt durch das Gewicht dieſer Gemüthsbewegungen, welche jeden Augenblick ſich aufs Neue folgten und die in meinem Herzen ſich vervielfältigten, erlag ich wieder bald einer Erſchlaffung, welche ubrigens nicht ohne Reize war, und welche zu erhalten ich mich äußerſt glücklich fühlte. Aber ein peinlicher Gedanke unterbrach von Zeit zu Zeit dieſen ſchlummer⸗ähnlichen Zuſtand, in den ich mich ver— ſenkt hatte. Thereſe und ihr edelmüthiger Vater waren getäuſcht, ich war nicht das, was ich zu ſein ſchien, und ich nährte eine Leidenſchaft, welche beide eines Tages ver— werfen konnten. Dieſer Gedanke wurde mir immer uner— traͤglicher, ich muß es geſtehen, weil dieſes peinliche Ge— fühl mit der edelſten Empfindung in Conflikt kam, ſo daß ich nur mit Widerwillen darein willigte, als ein anderes Weſen geliebt zu werden, im Frauengewande eine Zärt— lichkeit zu erſchleichen, auf welche ich eines Tages Verzicht leiſten mußte, und ein Herz zu täuſchen, welches mir Alles gab, und welchem ich nichts als einen eingebildeten Gegenſtand, ein eitles Phantom dagegen bot, deſſen äußere Erſcheinung eines Tages verſchwinden und Thereſen durch eine Trennung, ſchlimmer als der Tod, geraubt werden mußte. Denn es iſt weniger hart, ein geliebtes Weſen durch den Tod zu verlieren, als durch daſſelbe getäuſcht zu werden. Ich war deßhalb entſchloſſen, Thereſen Alles zu geſtehen, aber die Schwäche meiner Seele hielt mich immer wieder zurück; ich fürchtete, daß, wenn ſie aufhöre, Antonie, welche nicht mehr für ſie exiſtire, zu lieben, ſie ebenfalls aufhören werde, Adolph zu lieben, den ſie nie gekannt hatte. Ich meinte, warum weiß ich nicht, daß dieſe unſchuldigen Liebkoſungen, welche ich meiner Verklei— dung verdankte, das höchſte Glück meines Lebens aus— machten, und daß ich dieſer auf immer verluſtig würde, ſobald ich ihr mein Geheimniß verrathe. Auf der einen 2 D —— 1 N 8— —— Seite fiel das Bedürfniß, von Thereſen geliebt zu werden, auf der andern aber die gebieteriſche Pflicht, weder The— reſens Freundſchaft, noch das Vertrauen ihres Vaters zu täuſchen, in die Waage; und ſo konnte ich nicht länger ſchwanken. Ich ſuchte daher nach einer Gelegenheit, oder vielmehr ich erwartete zitternd eine, und ſie ließ nicht lange auf ſich warten. Thereſe hatte eine Freundin, welche eine halbe Stunde von dem Hofe entfernt, in einem freundlich gelegenen Schloſſe wohnte, welches man von dem Kreuzberge aus ſehen konnte, und deſſen Baumgärten, die amphitheatraliſch ſich erhoben, eine Terraſſe begränzte, welche mit Kirſch— bäumen bepflanzt war. Am Fuße derſelben breitete ſich ein hübſcher Garten aus, durch welchen das Bächlein floß, welches ein wenig weiter oben aus einem ſchmalen, von jungen Buchen beſchatteten Thälchen kam und die Hügel von Sancy bewäſſerte. Der Fußweg ſchlängelte ſich in tiefem Einſchnitte durch eine enge Schlucht, zwiſchen zwei mäßig hohen Hügeln, die ſich jedoch weithin er— ſtreckten. Einige wenige, zerſtreut liegende Häuſer, welche beinahe alle ſeit dem Kriege unbewohnt waren, eine ver— laſſene Mühle an einem Waſſerfalle, der nun faſt völlig verſiegt, die Ueberreſte einer abgebrannten Hütte, zwiſchen deren geſchwärzten Mauerſtücken der häusliche Herd zu erblicken war, an welchem ſo manche Freuden und Leiden vorübergegangen waren, endlich einige Feldhäuschen, in denen die armen Arbeiter aus den benachbarten Stein— brüchen bei Unwetter Schutz ſuchten, war Alles, was den Blick auf ſich lenken konnte. Dieſer Fußpfad wurde unſer gewöhnlicher Spaziergang, weil Thereſens Freundin ſtets auf halbem Wege uns begegnete. Sie war von adeligem Stande, und hieß Henriette v. F...; obgleich unglückliche Verhältniſſe das Gefühl ihrer Geburt und den Stolz ihres 2 260 E Charakters eher vermehrt als vermindert hatten, ſo war es doch nicht möglich, im Umgange ein einfacheres und anſpruchloſeres Weſen zu finden. Henriette war etwas älter als wir. Ihr Name, ihre Erziehung, ihre Manieren ſchienen ihr eine Ueberlegenheit zu geben, welche ſie ſtets abzulegen ſich bemühte, und die ihr völlig zur Laſt wurde, wenn man ſie bemerkte. Sie beſaß eine Art von Ko— ketterie, welche ſelten ſein muß; es koſtete ſie nur Mühe, einfacher und natürlicher ſich zu geben. Uebrigens war ſie in ihren Gefühlen ſo natürlich, in ihrem ſich Gehen— laſſen ſo freimüthig, daß man ſich ſogleich daran gewöhnte, von ihr ſich geliebt zu ſehen, und daß man leicht begriff, daß Thereſe ſie lieben müſſe. Ihre Freundſchaft für The— reſe war in meinen Augen weitaus ihr größter Reiz; aber ich fühlte doch, daß ein Mann, der Thereſe nie ge— ſehen hätte, durch Henriettens Liebe glücklich werden konnte. Obgleich nicht ſo ſchöͤn wie Thereſe, ſo war ſie nichtsdeſtoweniger ſehr hübſch, wenn auch ihrer Phyſiog— nomie das harmoniſche Ganze fehlte; aber ſelten waren wohl melancholiſchere Züge durch einen Ausdruck ſo ganz beſonderer Fröhlichkeit belebt. Zwar war dieſer Ausdruck ſehr flüchtig, aber er zeigte ſich ſo oft, daß man ihn ohne den Contraſt, den er hervorbrachte, für gewöhnlich hätte halten können. Ihr Blick, der bald vor Fröhlichkeit leuch⸗ tete, dann ſich plötzlich verfinſterte und ſtarr und düſter wurde, ihr häufiges Lachen, auf welches plötzliches Still— ſchweigen, eine duſtere Unbeweglichkeit folgte, und einen auffallenden Wechſel zwiſchen Aufregung und Niederge— ſchlagenheit bildete, machten den Gedanken an dieſe Froͤh— lichkeit läſtig und drückend. Man ahnte unwillkürlich, daß hinter dieſer vorübergehenden Täuſchung, welche ſie ſich machte, ein unglückliches Verhältniß ſich verberge. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S Hofraitheverſteigerung. (1235) Montag den 22. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des iſraelitiſchen Ge— meindevorſtandes dahier die nachbeſchriebene Be⸗ nediet Caſſella'ſche Hofraithe, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 76. No. 60. Wohnhaus mit Hofraithe an Simon Immerod, 5 öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Auguſt 1853. In Auftrag: Der Stellvertreter des Vorſtehers des Gr. Ortsgerichts H. Walz. Oeffentliche Aufforderung. (126) Heinrich Wolf und ſeine Ehefrau Katharina, geborne Weil zu Rockenberg, ent⸗ liehen unterm 25. Oktober 1828 bei Pfarrer Leun in Münzenberg ein Kapital, angeblich 700 fl. zu 4½ pCt. verzinslich, und verpfän⸗ deten hierfür 7 in der Gemarkung Oppershofen gelegene, zu 555 fl. taxirte Güterſtücke. Die Schuld ſoll nach vorgelegter Beſcheinigung ab⸗ getragen worden ſeyn; da jedoch die Original urkunde zum Zwecke der Löſchung des Eintrags nicht beigebracht werden kann, ſo ſind irgend welche Anſprüche an dieſe Hypothek binnen 6 Wochen ſo gewiß dahier geltend zu machen, widrigenfalls deren Löſchung im Pfandbuche verfügt werden wird. Butzbach den 12. Auguſt 1853. Großberzogl. Landgericht Ebel. Muth. iz ö e te ige ag (1254) Montag, den 22. d. Monats, wer⸗ den in den Diſtrikten„Dickerbuſch, Tannenwieſe, an der Straße und längs der Straßheimer Hecken“ an den Meiſtbietenden verſteigert: 2½ Stecken Nadel⸗Scheitholz, 9785 1 Eichen⸗ 2 979„ Nadel-⸗-Prügelholz; 4„ Eichen⸗Stockholz; 1%„ Nadel⸗Stockholz; 4475 Stück e u. Birken⸗ 50 uchen⸗ 7 563„ Nadel- und Backwellen; 500„ Ginſter⸗ 13 Stämme Nadelbauholz von 6 10 Zoll Durchmeſſer und 2570 Fuß Länge und 1395 Stück Nadelſtangen(Baumſtützen, Ge⸗ rüſtſtangen ꝛc.) Die Verſteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr im Diſtrikt„Dickerbuſch.“ Ockſtadt den 13. Auguſt 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt in g erer, Obligations-Verlooſung. (1265) Bei der heute ſtattgehabten Obliga⸗ tions⸗Verlooſung wurde die Obligation No. 58 zu 100 fl. zur Rückzahlung beſtimmt. Der Inhaber derſelben wird aufgefordert, den Be— trag am 1. Oktober 1853 bei Gemeinderechner Haas dahier in Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an keine weitere Zinſen mehr vergütet werden. Fauerbach II. den 8. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter ee Arbeits Verſteigerung. (1266) Montag den 23. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhaus zu Op⸗ pershofen die in dem Schulhauſe daſelbſt vor⸗ kommende Reparaturarbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Der Vor⸗ anſchlag beträgt: 1) Planirarbeit 40 fl.— kr 2) Maurerarbeit 50%„ 3) Dachdeckerarbeit 40„— 4) Schreinerarbeit 16—„ 5) Schloſſerarbeit 5 15„ 6) Pflaſterarbeit 37„ 30„ 7) Für die Lieferung von Pfla⸗ ſterſteinen und Sand 100—„ Oppershofen den 17. Auguſt 1853. Der Großbea Bürgermeiſter e. Bekanntmachung, betreff.: Verſteigerung von Brennholz, ſodann von Heiden und Ginſtern zu Backholz, in den Großh. Domanialwaldungen der Oberförſterei Oberrosbach. (1267) Freitag den 26. d. M. werden an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: Morgens 8 Uhr in den Mainzerhecken und Weſterfeldſchenwald: 2356 Gebund Ginſtern und Heiden zu Back- holz. Zuſammenkunft am dicken Eichbaum nächſt der Saatſchule. Morgens 10% Uhr im Burgwald: 9½ Stecken Birken⸗ und Eichen⸗Stockholz, 30 Wellen dergl. Reiſerholz. Zuſammenkunft auf dem neuen Weg. Oberrosbach den 15. Auguſt 1853. Der Großh. Oberförſter der Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Lieferung von Roggenſtroh. (1268) Die Lieferung des Bedarfs an Rog⸗ genſtroh für das Landeszuchtshaus(eirca 15 Fuder für das laufende und 25 Fuder für das * c um“ rghobſt, ubebbege Erndteäpfel, 60 gaczein an 6. Arbel Montag Mauerſand 5 Unterpaltun den Vicinal außerhalb ſchlagt Ju öffentlich in Act Oſſenheim, Privat Ve 1230) Das Her u che wirthhaus ol Mitte in loco auf.. bietend verpac liegen offen Rector Wer! Echzell d A 41690 Stadt Vüttic looſung am fl. 100,000. Wir empf 1 und verſprech' fen, Juli. B * b (Ju 0 mer, Küche, Jung'ſchn d 9 Ei 4246) 1 259) iu derſahri, verliehen we uit bei Ma ud duͤſter des Still⸗ nächſte Jahr) ſoll im Wege öffentlicher Ver. ſteigerung Mittwoch den 24. d. M., Vormit⸗- tags 10 Uhr, in dem Büreau der Direction vergeben werden. Marienſchloß den 18. Auguſt 1853. Die Verwaltungs-Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Secretär. Frühobſt⸗Verſteigerung. (1269) Dienſtag den 23. d. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde zugehörige Frühobſt, beſtehend in Birnen und Erndteäpfel, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Nauheim am 17. Auguſt 1853. Der Bürgermeiſter Hartmann. Arbeits-Verſteigerung. (1270) Montag den 22. Auguſt, Vormittags um 10 Uhr, werden bei Gaſtwirth Stumpf zu Oſſenheim nachbenannte Arbeiten, als: 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 10 fl. 36 kr. 2) Zimmerarbeit, 1„ 32„ 56„ 3) die Anlieferung von 0,6 Cu- bikklafter Mauerſteinen von Fauerbach, 4) Mauerſand und Kalk, 5) Unterbaltungs-Arbeiten an den Vicinalwegen inner- und außerhalb des Orts, veran- ſchlagt zu„—* öffentlich in Accord gegeben. Oſſenheim den 15. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ko pp. S πι NN a 3 Privat ⸗ Bekanntmachungen. Verpachtung. (1230) Das den Heinrich Schultheiß VI. Kinder zu Echzell gehörige ſogenannte Gemeinde⸗ wirthshaus ſoll Mittwoch den 24. Auguſt d. J. in loco auf weitere vier Jahre öffentlich meiſt⸗ bie tend verpachtet werden. Die Pachtbedingungen liegen offen für Liebhaber bei dem Vormunde Rector Werner daſelbſt. Echzell den 2. Auguſt 1853. Annonce. 1163) Großes garantirtes Anleben der Stadt Lüttich von fl. 7,200,000. Erſte Ver⸗ looſung am 31. Auguſt 1853. Höchſte Prämie fl. 100,000., niedrigſter Gewinn fl. 100. Wir empfehlen Certificate auf das Spiel 1 Obligation f 2. 30. 6 Obligationen 12.— 13„ 5 22.— 27„„ 40.— und verſprechen prompte Zuſendung der Ziehungs⸗ liſten. Julius Stiebel jun.& Comp., Banquiers in Frankfurt a. M. Ein Logis, beziehbar im Oktober, (1241) beſtehend aus drei Zimmern, Kam⸗ mer, Küche, Keller u. ſ. w., in dem ehemaligen Jung'ſchen Hauſe, hat zu vermiethen Philipp Ritzel II., Rothgerber. Ein möblirtes Zimmer (1246) hat zu vermiethen 100 bis 150 Gulden 1259) Vormundſchaftsgeld, welches wegen Mir derjährigkeit der Kinder auf längere Zeit verliehen werden kann, liegt zum Ausleihen be— reit bei Martin Billaſch in Fauerbach II. Ruths. DNION. Reiſegelegenheit nach Amerika 0 über Liverpool. Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. Kölniſche Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft „Colonidi.“ Grund⸗Capital fünf Millionen, 250,000 Gulden. Geſammt-Reſerve Eine Million, 815,350 Gulden. (1271) Nachdem der Herr Chr. Hecht wegen überhäufter anderweitiger Ge—⸗ ſchäfte die Agentur der„Colonia“ für die Stadt Friedberg und deren Um⸗ gegend niedergelegt hat, iſt dieſelbe den Herren P. F. Schmittner und F. Frick übertragen worden. Die Colonia, welcher durch die Großh. Heſſ. Verordnung vom 26. No— vember 1847 die Rechte einer inländiſchen Geſellſchaft verliehen wurden, über— nimmt fortwährend Verſicherungen gegen Brandſchaden auf bewegliche Gegen— ſtände jeder Art, gegen mäßige feſte Prämien und gewährt hierbei noch beſondere Begünſtigungen, worüber die Agenten auf Befragen die gewünſchte Erläuterung geben werden. Darmſtadt im Auguſt 1853. J. G. Kahlert, Generalagent. Unter Bezugnahme auf vorſtehende Bekanntmachung zeigen wir hierdurch an, daß Proſpecte und Formulare zu Verſicherungs-Anträgen jederzeit bei uns unentgeldlich zu erhalten ſind. Auf ſorgfältige und raſche Beſorgung der ange— tragenen Verſicherungen kann man bei uns rechnen, ſowie wir überhaupt zu jeder Auskunft und Auleitung in dieſer Beziehung gerne bereit ſind. Friedberg den im Auguſt 1853. F. Frick, Spezialagent. P. F. Schmittner. Harmonika⸗Lager in Frankfurt am Main, Markt No. 46. (1272! Unterzeichneter empfiehlt ſein wohl aſſortirtes Lager in vorzüglich guten Harmonikaen nebſt Gebrauchsanweiſung zum Selbſtunterricht. Auch ſind für Spielende: Walzer, Polka, Schottiſch u. ſ. w. einzeln vorräthig. NB. Reparaturen werden aufs billigſte beſorgt. Jacob Rieck, Harmonika-Lehrer. Ein Logis (1273) hat zu vermietben Wittwe Weith in der Uſergaſſe. 10 bis 12 Weißbindergeſellen, (12740 ſowie auch Meiſter, können gegen gu— ten Lohn fortdauernde Beſchäftigung erhalten bei Oberwöllſtadt. Philipp Breidenbach, 3 wei Logis, (1275) wovon das eine bis Mitte Septem— ber bezogen werden kann, hat zu vermiethen Jacob Heß in der Metzgergaſſe. era fen (1276) Eine gute Büttenkelter mit Schrau- ben nebſt 30 Ohm Weinfäſſer hat zu verkaufen Weiß bindermeiſter. Philipp Schütz in Ober wöllſtadt. Uauheim. (1277) Bei günſtigem Wetter werden am Freitag den 19. d. M. zur allge⸗ meinen Beluſtigung Olympiſche Spiele, als: Baumklettern, Sacklaufen, fangen ꝛc. c., Wettfreſſen, Sau⸗ zur Aufführung gebracht werden. Für die Sieger ſind bereits angemeſſene Preiße beſtimmt. Es ſteht Jedermann frei, aus dieſem Quell des Vergnügens zu ſchöpfen. Anfang Nachmittags 4 Uhr, vis-A-vis dem Kurhauſe. Nach den Olympiſchen Spielen zur Hoheit des Kurfürſten von Heſſen, Vorfeier des Geburtsfeſtes Sr. Königl. Muſicaliſch⸗Dramatiſche Abendunterhaltung. Die Programme beſagen das Nähere. Das beauftragte Comité. Verloren. (1278) Es iſt eine Brieftaſche mit Schreibtafel verloren gegangen; der redliche Finder wird gebeten dieſelbe gegen eine gute Belohnung an die Expedition dieſes Blattes abzugeben. Neue Sardellen, (1279) bei Friedrich Hilbrecht. Eine Familienwohnung, (1280) wo auf Verlangen auch Stall und Miſtplatz abgegeben wird, iſt zu vermiethen und kann bis den 1. September d. J. bezogen werden bei Engelhardt Lochmann, in der Burg. Fett⸗Griebenkuchen (1281) find vorräthig und billig zu haben bei Siegmund Simon, Seife ⸗ und Lichterfabrikant. Verloren. (1282) Am 15. l. M. wurde zwiſchen Fauer⸗ bach und Friedberg eine ſchwarze Spitzenjacke verloren. Man bittet den Finder um Rückgabe an die Expedition dieſes Blattes gegen eine an⸗ gemeſſene Belohnung. Uniforms-Huͤte für die Herren Geiſtlichen (1283) ſind aus einer der erſten Fabriken unſeres Landes, elegant gearbeitet, zu dem Fabrikpreiße nach Einſendung des Maßes vor⸗ ſchriftsmäßig zu beziehen bei Carl Huppu ch in Friedberg. Zu der kg die n (1284) Eine in ganz gutem Zuſtande fich befindende Kelter nebſt Mahltrog, ſowie eine faſt ganz neue Einrichtung zu einem Specerei⸗ laden, ſteht zu verkaufen bei D. L. May in Großkarben. Einladung. (1249) Sonntag den 21. Auguſt findet von Seiten des Liederkranzes auf dem Schwalheimer Brunnen eine Geſangsunterhaltung ſtatt, wo zu ſämmtliche Mitglieder hierdurch eingeladen werden. Nauheimer Teichhaus. (1285) Sonntag den 21. Auguſt iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie ⸗ und Tanzmufik anzutreffen, wozu 9 2 enkel. Oſſenheimer Waͤldchen. (126) Bei der Gelegenheit des Iſraelitiſchen Feiertags, Samſtag den 20. Auguſt, Tanzmuſik. Sonntag den 21. Auguſt Harmonie⸗ und Tanzmuſik, wozu höflichſt einladet Aehle. Einladung. (1286) Zur Vorfeier des Ludwigstages iſt Sonntag den 21. d. M. bei mir gutbeſetzte Harmonie und Tanzmuſik anzutreffen. Für gute Speiſen und Getranke iſt beſtens geſorgt und ladet hierzu höflichſt ein Okarben. Jo h. Gaul, Gaſtwirth. Tanz muſik. (1287) Bei dem Unterzeichneten iſt Sonn⸗ tag den 21. Auguſt gut beſetzte Tanzmuſik an⸗ zutreffen, wozu er höflichſt einladet. Bönſtadt. K. Wiegand, Gaſtwirth. Nauheim. (1288) In der Nacht vom 13. auf den 14. d. M. brach in der Wohnung eines Gr. Heſſ. Diſtricts⸗Einnehmers in benachbartem Orte Feuer aus, vermuthlich mit Abſicht auf die vom Thäter angefüllt vermuthete Steuerkaſſe, offen⸗ bar durch Brandſtifter angelegt. Dank dem zufällig auf der Durchreiſe begrif⸗ fenen Biedermanne Kaufmann Glockenbring aus Gießen, der zuerſt und zeitig im Entſtehen des Feuers die helle Flammen auflodern ſahe, ſchnell den Kaſſebeamten aus dem Schlafe geweckt, Hülfe herbeigerufen und durch eigene Mithülfe beim bewirkten Erſticken des Feuers, großes Unglück verhütet hat. Gerichtliche Unterſuchung iſt im Gange, wo⸗ bei Hr. Glockenbring weſentliche Angabe zur Ermittelung der ruchloſen Thäter gemacht ha⸗ ben ſoll. Todes ⸗ Anzeige. (1289) Am 5. d. M. verſchied ſanft nach einem kurzen Krankenlager meine innig geliebte Gattin Thereſia Hof, geborne Salvini, in ihrem 68. Lebensjahre. Auswärtigen Verwandten und Freunden dieſe Nachricht mit der Bitte, meinen tiefen Schmerz durch ſtille Theilnahme ehren zu wollen. Gleichzeitig ſage ich noch allen, welche meiner Gattin die letzte Ehre erwieſen und ſie zur Ruheſtätte begleitet haben, meinen innigſten Dank. Oberwöllſtadt den 15. Auguſt 1853. Hof, Gaſtwirth. Kirchliche Anzeigen. 13. Sonntag n. Trinit. den 21. Aug. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Schönfeld. Nachmittags: Hr. Reallehrer Müller. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Bindewald. Nachmittags: Hr. Candidat Bangel. Dienſtag den 23. Auguſt. Jahresfeier des evang. Vereins für innere und äußere Miſſion. Der Gottesdienſt beginnt in der Stadtkirche Morgens 9 Uhr. Frankfurter Cours vom 17. Aug. 1853. N 9 45½-465 Friedrichs or. 929 50 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 53¼—54½ Rand⸗Ducaten..„ 537-38 20 Fränkßückee„9 30½¼--1½ Engliſche Souverains.„11 50 Preußiſche Thaler.„ 145% 74 5 Frankenthaler„1 2217-22 Preußiſche Caſſenſcheine 1„ 1 45% 74 Fruchtpreiſe. 17. Aug. 12. Aug. 11. Aug. Fried⸗ berg 0 fl. kr. fl. kr. J fl.] kr. Waizen pr. Malter 14 55 14571440 Gattung. Mainz Gerns⸗ Korn 775 1020] 948 910 Gerſte„ 7120 71371 730 Hafer 7 7. 4—1 5 11—— Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 20. bis zum 26. Auguſt. S 5 Fried⸗ Butz⸗ Brod⸗Preiſe. berg. bach. 15 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3. 2 7 77 9 1 7 1 5„ 144 214 2 Lth. Lth. — Milchbrod 143% 13%¼ — Waſſerweck 13 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 14% Fleiſch-Preiſe. f pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 121 2112— „ Kühfleiſch, gemäſtetes e „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 218— „ Kalbfleiſch 7— 7— 1„„ gemäſtetes* „ Schweinenfleiſch 13— 13— „ Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 6——— „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſt 17— 17— „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 23— 23— „ Schinken 17— 17— „ Dörrfleiſch 18— 18— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21— 21— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 1 66 — Al 7 4 Kre an die Betteffend: Den in herzogthum ſtehend im 2 vorkommende Rückſicht neh Fried Ueber die men, Feue Ueber verbeſſerten günſtige Ze der großen Paſſing bei riemen aus und keine Guttaperck ie 17 2991 im 24 fl. gen werden von nommen. Ferne Fabrik aut Gichttaffen aus Gutte Uebe percha üb und Land waltungeg