Intelligenz uͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 31. Mittwoch den 20. April 1853. Amtlicher Theil. Oeffentliche Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dem Kaufmann Heinrich Hahn von hier, unter Ein— ziehung der ihm früher ertheilten Conceſſion als Unteragent für den Hauptagenten Appel in Gießen, die nachgeſuchte Conceſſion zur Uebernahme einer Unteragentur für den Hauptagenten Heinrich Zitz in Mainz, Behufs der Beför— derung von Auswanderer nach Amerika über Liverpool durch die Schiffsbefrachter Carl Hill und Comp. zu Liverpool, ertheilt worden iſt. Friedberg den 14. April 1853. Großh. Kreisamt Friedberg de Beauclair. Der verlorengegangene Drief. Ein Lebensbild in Novellenform von C. Baldamus. (Fortſetzung.) „Ich habe es gethan, ich habe ihr all dieß und noch mehr geſagt, und ſie— hat mich abgewieſen!“ „Dich verſchmäht, beſter Edmund? Das thut mir in der That leid; aber ich ſehe nicht ein, wie ich Dir darin helfen kann!“ „Und doch dürfte ich noch nicht alle Hoffnung auf⸗ geben, wenn Sie meine Werbung befürworten wollten, liebſte Mama! Fräulein Dalling ſagt: Sie haben ſie mit ſoviel Güte überhäuft, die ſie niemals abtragen kann; Ihre Liebe und Wohlwollen ſeien ihr über Alles theuer, und ſie ſei entſchloſſen, ſich derſelben würdig zu beweiſen, ſie wolle daher nicht das Mittel ſein, die Hoffnungen, Wünſche und Pläne zu durchkreuzen, welche Sie etwa für die Zukunft Ihres Sohnes hegen möchten! Sie ſeye nach Vermögen, Bildung und Rang keine Parthie für mich. Sie wollte mich nicht hören, als ich vor wenigen Mi⸗ nuten im großen Rebengange mit ihr reden wollte, ſon⸗ dern lief mir wirklich davon und verbot mir auf das Be⸗ ſtimmteſte, ihr zu folgen. Und doch kenne ich ſie als ſo offen und aufrichtig, daß ſie, wenn ſie für mich ganz gleichgültig ware, mir dieß unumwunden zu verſtehen ge⸗ geben haben würde, ohne Ihrer zu erwähnen, liebe Mama!— Und nun ſprechen Sie, was halten Sie da⸗ von? was wollen Sie thun?“ „Das ſollſt Du ſogleich hören,— laß uns nur zu⸗ erſt Fräulein Dalling aufſuchen!“ j ů——ð 2—— 7—— Sie gingen mit einander in den Garten hinab und brauchten nicht lange zu ſuchen, denn ſie ſahen ſie ſchon von weitem mit heftigen Schritten in dem beſagten Reben— gange auf- und niedergehen, wo ſie offenbar einen ſchweren innern Kampf kämpfte. Sobald ſie Mutter und Sohn erblickte, ging ſie ihnen raſch entgegen, zwar mit hoch erglühendem Geſicht, aber mit ſtolzem offenem Weſen. Bevor Frau v. Schönfeld ſie noch angeredet, ſagte Fanny: „Glauben Sie mir, gnädige Frau, ich verdiene Ihre Vor— würfe nicht. Erſt heute Morgen habe ich Herrn v. Schönfeld's Gefühle für mich kennen gelernt, und ſie haben mich aus allen meinen Himmeln geſtürzt. Theuerſte, gütigſte Freundin! lieber hätte ich die größten Qualen er— tragen, wenn nur dieß mir nicht begegnet wäre!“ Fanny war heftig aufgeregt, Frau v. Schönfeld da— gegen beobachtete die gewohnte Milde und äußere Ruhe, ergriff die Hand des jungen Mädchens und ſagte begüti⸗ gend:„Beruhigen Sie ſich, ich bitte Sie, liebe Fanny; ſein Sie überzeugt, daß ich Ihnen die Neigung meines Sohnes für Sie nicht zum Vorwurf mache!“ „Ich danke Ihnen, gnädige Frau! Sie laſſen mir wenigſtens Gerechtigkeit widerfahren!- „Aber ich mache Ihnen etwas Anderes zum Vor— wurf!“ fuhr Frau v. Schönfeld fort;»ich tadle Sie wegen der Urſache, die jetzt Ihr Auge ſo funkeln macht und Sie Ihre Freundin mit einem ceremoniöſen Titel an⸗ reden läßt. Ich mache Ihnen Ihren Stolz zum Vor⸗ wurf, welcher Sie hart, ungerecht und lieblos von mir denken ließ! Böſe Fanny, wo hätte ich Ihnen je Grund gegeben, mich für herzlos oder weltlich zu halten? Wiſſen Sie nicht, daß alle Liebenden einander gleich ſind vor Gott, und daß wenn es ein edles Ding iſt um's Geben, es für ein großmüthiges Herz aus demſelben Grunde auch ein Vergnügen ſein muß, zu nehmen, zu empfangen? Sind Sie zu ſtolz, um etwas von uns anzunehmen, liebe Fanny, oder haben Sie die Hand meines Sohnes ausge— ſchlagen, weil Ihnen ſeine Neigung mißfiel/ Fanny ſchluchzte nun laut.„Verzeihen, vergeben Sie mir!“ rief ſie laut.„Ich bekenne meinen Fehler; ich ſehe nun ein, daß was ich für ein Gefühl der Pflicht hielt, zum Theil Stolz war. O, Frau v. Schönfeld, Si würden mir vergeben, wenn Sie nur wüßten, wie elend ich mich ſelbſt durch jene Antwort gemacht habe!“ „Wie? wollten Sie— könnten Sie ſich wirklich dadurch unglücklich machen?“ rief Edmund.„Ich flehe Sie an, theuerſte Fanny, wiederholen Sie dieſes Bekennt —— 3 0 niß, und geſtehen Sie mir, daß Sie mir nicht gleichgültig, daß Sie jetzt glücklich ſind!“ 5 Frau v. Schönfeld erwiderte dem weinenden Mäd⸗ chen mit ihrem gewinnendſten Lächeln:„Ich will mehr thun als Ihnen vergeben, liebe Fanny, wenn Sie nur meinen Sohn lieben wollen! Würden Sie denn nicht gerne uns Beide glücklich machen?“ 5 Fanny warf nur einen raſchen Blick auf Edmund und flog dann Frau v. Schönfeld an den Hals, welche ihr die Arme freundlich entgegenbreitete. Und als die mütterliche Freundin ſie mit inniger Liebe an dieſes treue zärtliche Herz drückte, flüſterte ſie hörbar„Meine Mutter!— unſre theure Mutter!“ Darauf ergriff Frau v. Schönfeld Fanny's Hand, legte ſie in die ihres Sohnes und ſprach mit ſichtlicher Rührung:„Mache nur meinen Edmund glücklich, Fanny, und alle Dankbarkeit zwiſchen uns Beiden wird auf meiner Seite ſein. O meine Kin⸗ der! wenn Euch Euer künftiger Friede lieb iſt, ſo glaubet an einander und vertrauet Euch felſenfeſt in trüben wie in ſchönen Tagen; der Himmel ſegne Euch!“— Sie war ſchon nach dem Schloſſe umgekehrt, da wandte ſie ſich noch einmal um und fragte launig:„Nun, Fanny, darf ich den Wagen abbeſtellen?“ und Edmund ſetzte hinzu: „Wirſt Du morgen abreiſen?“ Fanny's Thränen waren kaum trocken und es lag tieferer Purpur als je auf ihren Wangen, aber ſie ver⸗ ſetzte ungeſäumt mit ihrem gewohnten raſchen Witze: „Das hängt ganz von Ihnen ab und von der Art der Behandlung und Unterhaltung, durch welche Sie mich zur Verlängerung meines Beſuchs verlocken!“ N Edmund ſah wohl, daß er mit Fanny nicht fertig werden konnte, wo es ſich um raſche Antworten oder Scherze handelte; nahm daher zum Ernſte ſeine Zuflucht und ſagte:„Wenn es ebenſo in meiner Macht ſteht, als in meinem Willen, Dich zur Verlängerung Deines Aufent— halts zu veranlaſſen und Dir denſelben angenehm zu machen, ſo würdeſt Du gewiß gerne fuͤr alle Zeit bei uns bleiben, meine ſüße Fanny!“ — aK Wir müſſen nun einige Monate überſpringen. Das friſche Grün und die Blüthenpracht des Frühlings waren vergangen und hatten der uͤppigen Fülle und Reife des Sommers Platz gemacht. Die Obſtbäume beugten ſich nun unter der Laſt ihrer Früchte, die Rebe ließ ſchon ge— färbte Trauben blicken, und in den dunklen Schatten der Wälder woben ſich bereits einzelne buntere Farbentöne des Laubſchmucks. Es war an einem Septembernach⸗ mittag; das milde Licht der niedertauchenden Herbſtſonne badete die grauen Thürme des Schloſſes Schönfeld in ſeinen bleichen goldenen Strahlen, und ruhte wie lächelnd, wie ein Scheideblick auf den Gipfeln der ehrwürdigen Eichen und Ulmen, die das Schloß umgaben; ſpielende Lichtſtrahlen fielen durch den ſchwarzen Schatten auf die Raſenplätze herab, auf welchen einige Stücke Rothwild ſich unter den Bäumen gelagert hatten, und die Droſſeln flogen zwitſchernd durch die Rebengärten, als ein Reiſe— 122 e wagen durch das gothiſche Spitzbogenthor fuhr, welches den Eingang zum Park bildete, und dem Schloſſe zu rollte. Im Reiſewagen ſaßen Edmund und Fanny, die Neuver⸗ mählten, welche eben von ihrer Hochzeitsreiſe zurückkehrten, und bei ihnen ein älterer Mann hoch in den Fünfzigen — ein ſchönes ernſtes Angeſicht voll Verſtand, doch über⸗ flort von einer gewiſſen, mit Stolz gepaarten Wehmuth. Es war Herr Dalling, welchen wir früher unter dem Namen Guſtav Wartmann kennen gelernt haben. Er war von Frau v. Schönfeld durch die Neuvermählten dringend eingeladen worden, das junge Paar auf der Rückkehr in die 1 begleiten. Der Reiſewagen hielt nun vor dem Schloßportale und auf die Schwelle trat ein edles 2e bild,— die Herrin des Schloſſes. Das volle Abendlicht fiel auf ihre Züge und Geſtalt, ihr Gewand von ſchwarzer glänzender Seide, über dem ſie nur einen leichten Ueber⸗ wurf von feinen Spitzen trug. Die Freude und Rül N i hrun des Wiederſehens hatte ihr Geſicht verklärt, und doch 5 eine leiſe Wehmuth noch ihren Schleier über die noch immer ſchönen Züge. Das hellbraune Haar über der heitern freien Stirn zeigte ſchon die erſten Silberſtreifen, und eben dieß verlieh ihr noch einen beſonderen, Matronen⸗ ähnlichen Reiz, welcher ſie faſt beſſer kleidete, als die ſinnige blühende Schönheit der jungfräulichen Tage. Nach— dem ſie raſch, aber mit inniger Wärme ihre Kinder um⸗ armt, wandte ſie ſich an Herrn Dalling und hieß auch ihn auf's Herzlichſte in Schönfeld willkommen. Er bebte zuſammen beim Ton dieſer weichen ernſten Stimme, die ihm beinahe mit zauberiſcher Macht Scenen und Bilder wieder in's Gedächtniß rief, welche ſeither in grauer Ferne geruht hatten, verdunkelt und getrübt, geſchwächt durch eine lange Reihe von Jahren mit ihren Erlebniſſen und Sorgen. Er blickte Frau v. Schönfeld in's Geſicht, und ein neues Wunder trat ihm entgegen in dem Blick ihrer großen braunen Augen voll Ernſt und Herzensgüte, und die weiche feingeſchnittene Hand, die in der ſeinigen lag, ſchien ihn wie mit altbekanntem Drucke zu umfahen, erſchien ihm wie eine, die er oft gedrückt und die vor Entzücken immer in der ſeinigen gezittert. Was konnte die Schuld daran tragen? Wie konnte er ſich das deuten? Träumte er etwa?— Aus dieſem Sinnen weckte ihn der Ton derſelben Stimme, die von Anfang an ſchon ſeine Aufmerkſamkeit erregt hatte.„Wir müſſen ſo raſch wie möglich mit einander bekannt zu werden ver— ſuchen, und uns um unſerer Kinder willen vertragen lernen, Herr Dalling!“ ſagte Frau v. Schönfeld. „Das wird nicht ſchwer werden,“ entgegnete Dalling mit einer Verbeugung;„ich habe ſchon aus meiner Tochter Schilderung die Baronin Schönfeld lieben und hochachten gelernt! (Schluß folgt.) Für die Abgebrannten in Gambach find bei der Expedition dieſes Blattes ferner eingegangen: Von N. N. f fl. 30. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (568) Die Klecerndte auf dem Gebiete der Bahn ſoll auf die Dauer des Jahres 1853 in einzelnen Looſen an den Meiſtgebenden öffent⸗ lich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt: Mittwoch den 27. April Morgens 8 Uhr auf der Station Vilbel, für die Gemarkung da⸗ ſtadt. Donnerſtag den 28. April Morgens 8 Uhr auf der Station Großkarben für die Gemarkun⸗ gen Kloppenheim, Okarben und Niederwöll— Freitag den 29. April Morgens 8 Uhr auf der Station Friedberg, für die Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II. und Bruchenbrücken. Friedberg am 8. April 1853. Der Gr. Bahn⸗Ingenieur Fruchtverſteigerung zu Friedberg. 867) Der Reſt der 18521 fiscaliſchen Früchte ſelbſt. des hiefigen Speichers, beſtehend in circa 118 Malter Korn und 27 Malter Gerſte, wird Dien⸗ ſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum dahier öffent⸗ lich verſteigert. Friedberg den 6. April 1853. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. 5 Oeffentliche Aufforderung. (603) Johannes Mahl von Ilbenſtadt kann das Eigenthum der von ihm verkauften Hof⸗ raithe 1 72— 79 zu Ilbenſtadt, welche er durch älterlichen Anſchlag erworben haben will, ur⸗ kundlich nicht nachweiſen, weßhalb etwaige Be⸗ Hochgeſand. Freitag 5810 0 0 werden/ 17 J) Malkeralbe 4 Mechanikus Fertigung waage ne 5 Gußeiſenli 34 Steir 34 Kohl 34 guße lopſe Decke 6) Lieferung! einſatzſtei Thon, v Darmſtar Voranſchläge, ſtet können von eingeſehen wer wozu die For nehmen ſud, 4 demſelben be Buß bach d Immobi (604) Dienſt mittags 11 Uhr die dem hiefiger zuſtehenden Inn Gemarku Pag. 42 Nr. 23 191„ nochmals öffent fügen verfteigert 623) Für ſtation oder Nordamerika 87) in 2 8 rechtigte, insbeſondere auch der abweſende Bru⸗ per Georg Mahl, deſſen Aufenthalt unbekannt iſt, hierdurch aufgefordert werden, ihre Anſprüche binnen 3 Monaten von heute an, dahier geltend zu machen, widrigenfalls der Kaufbrief, ohne Rückſicht darauf, beſtätigt und über die Heraus— gabe. welche Georg Mahl, nach Angabe des Verkäufers, noch zu erhalten hat, geeignet ver. fügt werden wird. Friedberg den 8. April 1853. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. v. Preuſchen. [Butz bach.] (581) Freitag den 22. April d. J., des Vor⸗ nuttags um 10 Uhr, ſollen auf dem Militär— Verwaltungsbüreau dabier die in Folge der Einführung der Steinkohlenfeuerung in hieſiger Caſerne erforderlichen Arbeiten und Liefe— rungen auf dem Soumiſſionswege vergeben werden, nämlich: veranſchlagt zu fl. kr. 1) Maurerarbeit 128— 2) Steinhauerarbeit, 61 6 3) Schloſſerarbeit(wobei die Lie⸗ ferung von 34 geſchmiede⸗ ten Kohlenſchaufeln und 34 Schürhaken) 27288 4) Mechanikusarbeit, beſtehend in Fertigung einer Steinkohlen⸗ waage nebſt Gewicht 26 30 5) Gußeiſenlieferung, und zwar: 34 Steinkohlenöfen 441 13 34 Kohlenkaſten 70 50 34 gußeiſerne Einſatzkoch⸗ töpfe mit Handhaben und Deckeln 95 18 6) Lieferung von 165 Stück Ofen⸗ einſatzſteinen von feuerfeſtem Thon, von F. Schneider in Darmſtadt beziehbar 12 12 Voranſchläge, Accordsbedingungen und Mu⸗ ſter können von heute an auf gedachtem Büreau eingeſehen werden und ſind die Soumiſſionen, wozu die Formulare daſelbſt in Empfang zu nehmen find, verſiegelt und mit der Aufſchrift „ Arbeit ꝛc. betreffend“, in das vor demſelben befindliche Käſtchen einzulegen. Butzbach den 11. April 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Immobiliar⸗Verſteigerung. (604) Dienſtag den 26. April d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die dem hieſigen Bürger Franz Albrecht Goll zuſtehenden Immobilien, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 42 Nr. 247 Hofraithe als Wohnhaus an Philipp Holler, „ 191» 13 79 Ruthen Garten am Gäß⸗ chen an Friedrich Netz, nochmals öffentlich meiſtbietend unter dem An⸗ fügen verſteigert, daß nunmehr bei annehmbaren 123 e- Geboten den Letztbietenden der Zuſchlag ſofort ertheilt werden wird. Friedberg den 17. April 1853. In Auftrag Gr. Heſſ, Landgerichts Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Vermiethung einer Wohnung in da— hieſiger Burg. (605) Die in dem Thurme an dem zweiten hinteren Burgthore dahier befindliche Wohnung, beſtehend in einer Stube und einem Vorplatze, wird Donnerſtag den 21. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, in dem Geſchäftszimmer des Unterzeich⸗ neten auf unbeſtimmte Zeit, vom 1. Juli d. J. an, anderweit vermiethet. Friedberg den 16. April 1853. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Buß Lohrinden-Verſteigerung. (606) Freitag den 22. d. M. ſollen auf dem Gemeindehaus zu Obbornhofen, des Mit⸗ tags 12 Uhr, 70 bis 80 Centner Lohrinde öffent— lich verſteigert werden. Obbornhofen den 12. April 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Schmid. Verſteigerung von Eichen-Werkholz im Altenſtädter Gemeindewald. (607) Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Eichwald, 1 Stamm Eichen-Werkholz von 26“ Durchm. und 34 Länge= 180 Cubik⸗ fuß Inhalt, welcher ſich ganz vorzüglich zu einem Wellbaum für Müller eignet, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Altenſtadt den 13. April 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Kxeu de r. [Butzbach.] (608) Montag den 2. Mai d. J, des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll das Verſchalen und Tünchen der Decken zweier Ställe in hieſiger Caſerne, veranſchlagt die Zimmerarbeit zu 706 fl. 36 kr. und die Weißbinderarbeit zu 565 fl. 17 kr. auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Es werden daher die zur Uebernahme dieſer Arbeiten luſttragenden Zimmer- und Weißbindermeiſter hierdurch aufgefordert, ihre Soumiſſionen, wozu die Formulare auf dem hiefigen Milltär-Verwaltungsbüreau in Empfang zu nehmen find, verſiegelt und mit der Auf⸗ eff. Arbeit betreffend“ bis zu dem obenbemerkten Termin in das am Eingange erwähnten Büreau's aufgehängte Soumiſſions⸗ käſtchen einzulegen. Die Voranſchläge und Accordsbedingungen ſind zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 13. April 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Privat⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (609) Die Inhaber der Partial. Obligationen der Gemeinde Altenſtadt aus dem Anlehen vom Jahre 1 7 zwar von der „101 „ 104 4 1 107 werden hiermit aufgefordert, gegen Rückgabe der Zinscoupons ihre Zinſen von dieſen Capi⸗ talien vom Jahre 1852 innerhalb vier Wochen bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen, da nach Ablauf dieſes Termins wegen dem eintretenden 18521 Rechnungsbücherſchluß die Auszahlung mit Schwierigkeiten verbunden iſt. Altenſtadt den 12. April 1853. Der Gemeindeeinnehmer Mörſchel. Fruchtverſteigerung. (6107 Donnerſtag, den 21. d. M., werden, unter Vorbehalt herrſchaftlicher Genehmigung, 40 Malter Waizen, 100 fl., 200„ Korn, 20„ Gerſte und 160 Hafer im Wirthshauſe zum Hirſch dahier an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt, den 16. April 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Holzverſtei gerung. 8113 Montag und Dienſtag, den 25. und d 7 jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, werden im Diſtrikte„unterer Theil des Straß⸗ heimer Waldes,(ſ. g. Almeh) an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert: 5 Eichenbauholzſtämme von 12— 17“ Durchmeſſer und 20— 40“ Länge; 1 Nadelbauholzſtamm von 8“ Durchm. und 30“ Länge; 29 Eichenwerkholzſtämme von 5½— 9“ Durchmeſſer und 15— 307 Länge; 89 Stück Eichen⸗ und Birkenſtangen von 3—5“ Durchm. u. 20—30/ Länge; 50 Gebund Buchen-Reisholz(Erbſen⸗ reiſer); 84 Stecken Buchen Eichen-, Birken⸗ Nadel. und Weiden ⸗Scheitholz; . 1 464„dergl. Prügelholz; 51„ dergl. Stockholz und 14,913 Stück dergl. Wellen. Am erſten Tage kommt das Stamm⸗, Stan⸗ gen⸗ und Reisholz, ſowie ein Theil des Brenn⸗ holzes(200 Nummern) am zweiten Tage der Reft des Brennholzes(300 Nummern) zum Ausgebot. Ockſtadt den 16. April 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Mi eee er. Für Auswanderer. Nordamerikas (523) Für die Expeditionen vom 1. und 15. eines jeden Monats übernehme ich Auswanderer frei ab jeder Eiſenbahn— ſtation oder auch ab Bremen, je nachdem dies gewünſcht wird, zu den billigſten Ueberfahrtspreiſen nach allen Häfen J. G. Appel in Gießen, Klee ſaamen Jin unübertroffener prima Qualität 111 9 2 0 bei Wilhelm Lertſch in Friedberg. conceſſionirter Hauptagent. Vorzügliche Zwetſchen. (891) L. Goldmamm junior. 5 i e each te (6120 47 Ruthen Garten in der Köhlergaſſe Das Nähere bei Friedberg Ernſt Philippi 124 Hagelſchaden-Verſicherungs-Geſellſchaft in Erfurt beſtätigt durch Allerhöchſte Cabinets-Ordre, (613) Dieſe unter Aufſicht des Staates Mitglieder, mit einer Verſicherungs-Summe von 13,978,070 Nthlr. und iſt gegenwärtig die gegenſeitige Hagel-Assecuranz in Deutſchland. f S J pf. Entſchädigungen und in den acht Jahren ihres Beſtehens zuſammen 26 Sgr. an 4608 Beſchädigte baar ausbezahlt. Wir die Unterzeichneten können dieſe Nthlr. 20 Sgr. d. d. Berlin am 24. Februar 18485. größte Dieſelbe hat im abgelaufenen Jahre an 1077 Beſchädigte 103,179 Geſellſchaft dem landwirthſchaftlichen Publikum um ſo dringender zur Theilnahme empfehlen, als die überaus raſche Zunahme derſelben am ſicherſten die allgemeine Annerkennung der von ihr befolgten Grundſätze bekundet. Indem wir zu fernerer Betheiligung an dieſem Inſtitut hiermit einladen, bemerken wir noch ergebenſt, daß Statuten, Antrags⸗Formulare ꝛc. bei uns zu haben, und daß wir zu jeder Auskunfts-Ertheilung ſehr gern bereit ſind. Im April 1853. Hermann Auffarth in Nauheim. P. Habermann in Büdingen. Auch iſt Hr. Gemeinderechner Heydt in Friedberg zu jeder Auskunfts⸗Ertheilung gern bereit. Auf Oſtern (576) mehrere Sorten 46r Rheinweine, rheiniſchen Branntwein, Weineſſig und Bienenhonig, zu billigen Preiſen bei Sal. Schwab in Friedberg. 16140 Die gegen Kopfleiden aller Art vielfach bewährten Kechten Ohren-AMlagnete (à Paar mit Gebrauchs⸗Anweiſung in eleg. Carton 1 Thlr.), ſowie die mit vielem Nutzen gegen Schreib⸗ krampf, Zittern und Schwäche in den Händen anzuwendenden Goldberger'ſcheu thermo electriſchen Finger- Vinge ca Stück mit Gebr.⸗Anw. Prima: 1 Thlr., Secunda: 20 Sgr., ſind ſtets ächt zu ha⸗ ben bei 4 Friedberg. P. F. Schmittner. Kleeſaamen 1615) von der 18521 Erndte, beſter Qua⸗ lität, das Pfund zu 15 kr., hat zu verkaufen Oeconom Hammel zu Staden. Erfindung von 1852 mit Patent der franzöſiſchen Regierung. Unvergängliche Schildpatt⸗Federn für alle Hände nach Belieben brauchbar. Preis 1 fl. 12 kr. das Hundert. 46160) Bei allen Fortſchritten der Induſtrie hatte man es noch nicht dahin gebracht, eine tadelloſe Feder anzufertigen. Die Löſung dieſer ſchwierigen Aufgabe iſt dem Hauſe Louy in Paris gelungen. Das Verſpritzen der Tinte und das Zerreißen des Papiers durch die Feder iſt bei dieſer Schildpatt⸗Feder, die dem Gänſekiel an Geſchmeidigkeit nicht nachſteht und jede, auch die ſchnellſte Handſchrift zuläßt, nicht möglich. Was dieſe Feder, außer den bereits anerkannten Vorzügen, noch beſonders empfiehlt iſt das, daß ſie auf beiden Seiten geſchrieben werden kann. Ein Lager dieſer Feder befindet ſich bei C. VBindernagel in Friedberg. 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Die Erpedition der Ueuen illuſtrirten Beitſchrift.(Fr. Schäffer.) Beſtellungen auf das 2., ſowie das verfloſſene Quartal nimmt an gute und ſchnelle „Beförderung Ae eee Friedberg. C. Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. ſtehende Anſtalt, zählte am Schluſſe des letztverfloſſenen Jahres 128388 ſpettion vom und Neufadt 90. Februar, 5 bett.— 4 füt 1853. fethenigen de Rabbinats 5 einen Gulder 5) Umlagen gonsgemeint Lindenfels. Veſtreilung: Wimpfen für nachrichten. am 51. Dez. Aubitz den den von def evang. Sch bart bon O Marrer Dr. übertragen; von ihm bek wieder einzu ſtadt zum Mi und dem thien aſſeſſor, Medi Stelle eines? nungsprobate ſecretär; 24. Rüthen bei! Wernhard 2 übertragen; Lehnhofs Ge rium der Fi ſterium des hofes; den Sg zu Aeſſiſt Mer num der Fin trolebüreau etatsmäßige dection unter Febr. dem S rerſtelle daß cher zum vor Charakter ch. egierunger nennen der Großher Unteradftgr bei der Wa Rabenau in ihn beſtandz 10 Spun Oberl.