2 irc es 10524 lung. Punſcheſſenz amaica⸗Run ade, chineſ Malaga en, neuc bol , Stearin achslichter Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M99. Sonnabend den 17. Dezember 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Gr. Localpolizeibeamte des Kreiſes. Betreffend: Das Mitnehmen ſchulpflichtiger Kinder auf Reiſen,— hier insbeſondere das von der Königlich Bayeriſchen Staatsregierung hierüber erlaſſene Verbot. Das Königlich Bayeriſche Staatsminiſterium des In— nern hat die Koͤnigliche Regierung der Pfalz angewieſen, ſammtliche Paßpolizeibehörden zu beauftragen, das Reiſen ſchulpflichtiger Kinder, oder ſolcher, welche die⸗ ſes Alter noch gar nicht erreicht haben, mit Kleinhändlern, Schauträgern und ähnlichen Individuen nicht mehr zu geſtatten und ſomit die Aus— ſtellung der Reiſelegitimationen auf dieſe nicht auszudehnen. In gleicher Weiſe ſollen auch auswärtige Individuen der fraglichen Kategorie behandelt, resp. denſelben den Ein— tritt in den Regierungsbezirk verwehrt werden. Sie haben ſich hiernach zu bemeſſen und Inländer der bezeichneten Art, welche in die bayeriſche Pfalz reiſen wollen, auf dieſe Beſtimmungen aufmerkſam zu machen. Friedberg am 8. Dezember 1853. M nl lde k. Das ſel bee an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Abgabe von Vieh⸗ und Dungſalz. Nach F. 10. des Regulativs über die Abgabe von Vieh⸗ und Dungſalz, Nr. 15. des Regierungsblatts vom l. J., ſollen die Landwirthe ihren ganzen Jahres be⸗ darf zum voraus und zwar im Laufe des Monats Januar eines jeden Jahres bei den Gr. Bürgermeiſter ihres Wohn⸗ orts anzeigen. Damit die Landwirthe ihren Bedarf hier⸗ nach zeitig beſtellen und ſie ſomit nicht in Nachtheil kom⸗ men, werden Sie in Ihren Gemeinden dieſe Beſtimmung veröffentlichen. Auch werden Sie über die vorſchriftsmä⸗ ßige Anmeldungen das geführte Regiſter gleich nach Ablauf des Monats Januar an den betreffenden Salzmagazins⸗ Verwalter einſenden und am Jahresſchluß über die empfan⸗ gene Formularien mit dem Salzmagazins⸗ Verwalter Ab⸗ rechnun egen. N 52 25 175 am 12. Dezember 1853. Müller. — Drei Splitter. Aus Joachim Mürat's Leben. Von Fr. Iſ. Proſchko. (Fortſetzung.) Der Kriegsrath war auseinander getreten, und Bollieu zur Kugel verurtheilt. Dichte Flocken ſchwammen in den Lüften auf das Gefilde herab und bedeckten die ſtarre Erde mit einem Leichenkleide. Das Lager glich einer Schneehügelſtadt, die Gezelte waren dicht nebenein⸗ ander gereiht und zum Theile aus Pelzwerken errichtet, die man in einem ruſſiſchen Dorfe, durch welches der Zug gekommen war, aufgehäuft gefunden hatte. Längs einer halbzerbrochenen Kirchhofsmauer marſchirten vier Grena⸗ diere, in ihrer Mitte Hauptmann Bollieu. Am äußerſten Ende wurde Halt gemacht und Bollieu machte ſich bereit, die letzte Kugel zu empfangen. Schon richteten die Gre— nadiere ihre Mündungen gegen die Bruſt des Verurtheil— ten, der Wachtmeiſter hob den Säbel, da bog Murats Adjutant, Macerone, um die Mauerecke und winkte den Grenadieren einzuhalten. „Sie haben Pardon erhalten,“ ſagte er kurz und trocken zu dem Verurtheilten.—„Den ich nicht mehr zu hoffen wagte,“ erwiderte Bollieu.„Gott ſei's gedankt, ſo ſterbe ich doch auf dem Bette der Ehre! aber wem danke ich es?“ Der Adjutant zuckte die Achſel:„Mir unbewußt,“ entgegegnete er kalt und nahm dem Chaſſeur, der ihm gefolgt war, den Degen aus der Hand, welchen er Bollieu überreichte.„Hier Ihren Degen zurück. Morgen, ſo lautet meine Ordre, haben Sie ſich zur zweiten Bri— gade auf der Straße nach Warſchau zu begeben, Adieu! Doch bald hätte ich vergeſſen,“ ſetzte Maceroni, ſich er— innernd hinzu,„hier dieſes Etui übergab mir Einer der Herren Generäle im Kriegsrath, der ihnen beſonders wohl zu wollen ſchien. Leben Sie wohl!“ Der Adjutant ging und Bollieu eilte ſich ſeiner Truppe anzuſchließen, welche, den Vortrab bildend, die Straße nach Warſchau einſchlug; ſeine Gedanken kreuzten ſich ſeltſam. Er ſuchte Laurettens Schickſal zu erfahren, aber Niemand wußte von ihr. Der Edelhof war kurz nach des Hauptmanns Gefangennehmung in Flammen aufgegangen und Bollieu, welcher Lauretta in Warſchau zu finden hoffte, folgte mit ſchwerem Herzen ſeiner Es— kadron. In einem Weiler an der polniſchen Grenze er— innerte er ſich plötzlich ſeines Etui's und oͤffnete es neu— gierig;— auf violettem Sammt lag— ein Splitter einer Billardſtange. — 8 Nn 5 N 1 7 0* N 9 7* 1*. N 0*— 1 — Ar r 2.— W 3 Pn* n— — 5 n 4. Durch die Straßen von Neapel zog die fünfzigtau— ſend Mann ſtarke Nationalgarde. Alle Plaͤtze und Straßen waren von Menſchen gefüllt. In allen Kirchen der Stadt wurden Anſtalten zur Feier des großen Landespatrons, des heiligen Januarius, gemacht. Eine beſondere Leb— haftigkeit aber herrſchte am ſonnigen Meergeſtade. Un— ter den unzähligen Kähnen, Gondeln und Schiffmühlen ragte ein großer venetianiſcher Kauffahrer hervor. Ma— jeſtätiſch flatterte auf ſeinem Maſte der Löwe des heiligen Markus und die Schiffsleute rollten Ballaſt von dem Hafendamme hinab, um ihn auf den ſchwankenden Flößen in das Schiff zu bugſiren. Am ſonnigen Verdecke des Dreimaſters ſtand der gebräunte Schiffsherr in einen feinen perſiſchen Kaftan gehüllt, auf dem Haupte eine venitianiſche Mitra und dichte, blaue Wolken aus ſeinem Bambusrohe vor ſich wirbelnd. Dabei ſchlürfte er von Zeit zu Zeit aus einer blauen Schale von venetianiſchem Glaſe, welche ihm ein dicker Mohr kredenzte.„Mis ra,“ nahm der Kauffahrer das Wort und blinzelte wohlgefällig über den Quai hinüber;„Misra, ſiehſt Du das Mädchen auf dem Quai, lieblicher als die Sterne Arabiens, an— muthsreicher als die Koͤnigin im Harem des Kalifen?“ Misra nickte, und auf das Geſtade zu eilten zwei ſchlanke Geſtalten mit ſuchender Geberde.„Geh', wirf Dich in's Boot, Misra,“ herrſchte der Kauffahrer dem Sclaven zu,„und forſche, was die Liebliche mit ihrem Blicke zu erſpähen ſucht.“ Der liſtige Venetianer hatte ſich nicht verrechnet, der Mohr erfuhr bald aus dem Munde der Einen der beiden Geſtalten, daß ſie ein Schiff ſuchten, um nach Livorno zu ſegeln, wo die Eine ihren Gatten zu finden hoffe.„Recht, Signora, ſagte der Mohr,„wir lichten am nächſten Morgen die Anker, und ſind die Winde nur halb günſtig, ſo ſind wir in zwei Tagen an Ort und Stelle.“ Die ältere der beiden Frauen nickte mit dem Kopfe und der Mohr bahnte eine Straße durch die dichte Volksmenge und führte ſeine ſchöne Beute den Hafen hinab, bis in die Gegend, wo das Schiff ſeines Herrn vor Anker lag Der Schiffsherr ließ ſogleich Südfrüchte und ſüßen Wein auf das Verdeck bringen, und muſterte mit italieni— ſchen Feuerblicken die beiden ſchlanken Frauengeſtalten. Er bot alle Redekünſte auf, die beiden Damen zu bewegen, ſich zu entſchleiern. Vergebens, die Aeltere unterhandelte mit ihm um den Preis der Ueberfahrt nach Livorno, und als ſie hierüber ohne Schwierigkeit einig geworden waren, ſchützte ſie Müdigkeit vor, welche ſie nöthigte, ſogleich um eine abgeſonderte Kajüte im Schiffsraume zu bitten. Dort angelangt, warf ſich die jüngere der beiden Frauen auf das Lager, um ihren heißen Thränen freien Lauf zu laſſen. „Ach, Anna,“ rief ſie ſchmerzvoll,„wann wird endlich das Unglück müde werden, mich zu verfolgen! Aus den friedlichen Fluren der ſtillen Heimath geleitete es mich in die rauhen Steppen des Moskowiterlandes und wieder an die lachenden Ufer der Veſupſtadt.“ „Geduld, Signora,, entgegnete die Andere,„auch das Unglück ermüdet endlich, den Dulder zu verfolgen und erſieht ſich andere Opfer; denkt Ihr leidet.... „Schuldig,“ fiel Jene ein,„wohl habe ich mein Schickſal verdient, und die Nemeſis vergilt den obgleich minder ſchweren Treuebruch, denn ich folgte ja doch nur dem Zuge meines Herzens, und Lauretta wird auch dann nicht verzweifeln, wenn es ihr nie wieder gelänge, ihren Gatten zu finden.“ „Faſſet Muth,, tröſtete Anna;„in Livorno trefft Ihr Kapitän Bollieu ſicher; er ſteht im Dienſte des Kö— nigs von Neapel, und eine Namensverwechslung iſt ja 2396 nicht leicht denkbar.“ Indeß hatte die Jüngere ihren Schleier abgelegt. Da vernahmen die beiden Frauen ein Geräuſch an der Schiffswand, als ob ein Ballen auf den Bretterboden gefallen wäre. Sie ſchracken zuſammen, faßten ſich jedoch ſchnell wieder und legten ſich unausge— kleidet auf die beiden in der Kajüte aufgeſpannten Hänge⸗ matten. Indeß ſaß der Schiffsherr ſinnend und von Zeit zu Zeit ſein langes Bambusrohr vom Munde entfernend, in ſeiner mit orientaliſchem Luxus verzierten Kajüte. Selt— ſame Gedanken durchjagten ſein Gehirn.— Die beiden Frauenbilder hatten den, Eindruck auf ſein, für jede Schön— heitsform empfängliches Herz nicht verfehlt. „Was ſoll's?“ rief er brummend, als der liſtige Mohr in ſeine Kajüte trat. „Ali ſei gelobt,“ rief der Kleine voll liſtiger Scha⸗ denfreude.„Herr, was birgt Euer Schiff für zwei Edel— ſteine in ſeinen Tiefen. Fatime, die hohe, vor welcher der Prophet im Staube lag, iſt nicht zu vergleichen dieſen Perlen....“ „Schweig',“ rief der Kaufherr,„Deine Zunge iſt ſtets ſchneller, als Dein Auge.“ „Mein Auge,“ entgegnete der Mohr geheimnißvoll, „hat ſo eben die Blume des Lebens, die Sonne der Klar— heit geſehen, und wäre Dein Diener nicht von der Tonne, die ihm zum Stützpunkt bei ſeinem verwegenen Unter— nehmen diente, herabgefallen....“ „Genug,“ rief der Kaufherr,„mein Entſchluß war gefaßt, ehe ſie mein Schiff betraten, dieſe lieblichſten aller Frauenbilder, rufe ſie, rufe ſie, Mis ra!“ Der Mohr ſprang pfeilſchnell in die Kajüte. Der Schiffsherr folgte ihm auf dem Fuße nach und trat mit ihm zugleich in die Kajüte der beiden Frauen. Mit zu⸗ vorkommender Höflichkeit erſuchte er dieſelben, ihm zu folgen, und ſchien zufrieden, als die Aeltere, die er auch für die Schönſte hielt, bereit war, in ſeine Kajüte zurück⸗ zukehren. Dort ergeiff der Venetianer ein kleines Pfeif— chen und kaum wirbelte der Ton deſſelben durch die Lüfte, als auch ſchon ein reges Leben auf dem Schiffe begann. Eine Trommel ertönte am Oberdecke, bärtige und wild— ausſehende Männer kamen zwiſchen dem Tauwerk und, auf den Schiffstreppen zum Vorſchein und füllten Augen⸗ blicks das den Sonnenſtrahlen ausgeſetzte Verdeck, die Maſten knarrten, das Tauwerk rollte herum, und ſtarke Segel entfalteten ſich vor dem Winde. „Signora,“ ſagte der Schiffsherr,„das Schiff lichtet ſo eben die Anker und wir werden eher die hohe See ge⸗ winnen, als Ihr hofft; ich freue mich, zwei ſo herrliche Blumen in meinem Schiffe zu ſehen, legt doch den Schleier ab, Signora,“ ſetzte er höflich hinzu,„ich bin ein Freund der Schönheit!“ Betroffen wich Anna zurück vor dem vertraulichen Tone des Schiffsherrn. Dieſer aber, der ſeine Derbheit nicht länger zügeln konnte, griff mit roher Hand nach dem Schleier, und zog ihn vom Geſichte der Zurücktretenden. Wie erſtaunte er aber, als ein beinahe häßliches Geſicht einer bereits ein halbes Jahrhundert überſchreitenden Zofe ihm entgegenſtarrte; dieſe Täuſchung brachte ihn aus der angenommenen Schmiegſamkeit. Fluchend eilte er die Treppe hinab in die Kajute, wo Lauretta, ſchön wie eine dem Meer ent— ſtiegene Venus, ſchlummerte.„Dieſe war's,“ rief er mit lauter Stimme,„die ich am Meeresgeſtade ſah, und auf deren Hereinlockung der Mohr ausgeſandt war, ja!“ Doch bald merkte er, daß er zu viel geſprochen hatte; ohne je— doch aus der Faſſung zu kommen, ſagte er kaltblütig: „Wozu die Maske, Signora, Ihr ſeid nun einmal fur meinen Harem beſtimmt und geht mit mir nach Marokko, wohin 0 wild. 1 0 nit ſul aun au e gen 1 gewin, den f hecken die det Schiff. Meeres p! — Bekallll Mai! (4901 Wecchen wart laſſormirüng dem Soume J. die Ves 453/ (wa 474 0 ſowis 1467 l. die Anf. 3 fein pal 3 fein ho 39 or Ul. die Lief, 3 fein mü vergeben wer Die Bidir dem Bureau hofe dahier; die Submiſſ Aufſchriſt„ chen find. Den Geb ſind die beizuſch genannten ber l J., Gießen A 6913 tiſchem Con nand Maxi in Wächter Bönſtadt g. kann urkun Etwaige binnen 3 J genfalls da Friedrich g Mutatiops⸗ Altenſt Sg (91) die hieſige Pfund beſf an den W don man fügen j Doumuſſio lch led 2 in der Wa — 22 3 D Iöinih wohin ſo eben der Steuermann die Straße bezeichnen wird.“ „Heilige Madonna!“ rief die erſchrockene Anna, „wir ſind in den Händen eines Korſaren!“ Lauretta erbleichte, aber ſie faßte ſich ſchnell. Sie ſprang zur Thür der Kajüte, rief Annen 1 8 mir!“ und wollte der Schiffsleiter zueilen, um den Quai Aber der Korſar ſetzte das kleine Pfeifchen an den Mund und gellend antworteten von allen Ver— decken die Pfeifen der Hochbootsmänner, die Trommeln der Schiffsleute, und das Schiff flog hin auf dem blanken zu gewinnen. 2397 e- leichten Aether durchſchneidet, bis es, ein ſchwarzer Punkt am äußerſten Ende des Horizontes, dem Auge entſchwebte. Lauretta und ihre Zofe hatten die ſchöne Kajüte mit einem kleinen Gemache im untern Schiffsraume vertauſcht. Ein kaltes Lächeln war Alles, was der rohe Korſar ihren „Folge Meeresſpiegel, wie der Adler mit ſeinen Schwingen den flehentlichen Bitten entgegenſetzte; er verbot es jedoch ſtrenge, den beiden Frauen läſtig zu fallen, und trieb ſeine Leute bloß zur erhöhten Thätigkeit an, um ſo bald als möglich ſeinen Raub im ſichern Vaterlande zu bergen. Aber die Winde hemmten die Flugkraft ſeiner Segel und er befand ſich am zweiten Tage nach der Abfahrt noch immer an der neapolitaniſchen Küſte. (Schiuß folgt.) Bekamumachungen von Be⸗ hoͤrden. N Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1901 Zur Uniformirung der Bahn- und Weichenwärter nach dem Reglement über die Uniformirung der niederen Civildiener ſoll auf dem Soumiſſionswege I. die Lieferung von 453% Ellen ordinärem und 19½ Ellen etwas feinerem grauen Tuch, 474 Ellen Caſſenet von derſelben Farbe, ſowie von 146 ½ Ellen ordinärem dunkelblauen Tuch, II. die Anfertigung von 3 feineren und 66 ordinären Uniforms⸗ paletots, 3 feineren und 66 ordinären Uniforms⸗ hoſen, ſowie von 39 ordinären Uniformsröcken, III. die Lieferung von 3 feineren und 66 ordinären Uniforms⸗ mützen, vergeben werden. Die Bedingungen liegen von heute an auf dem Bureau des Materialverwalters im Bahn⸗ hofe dahier zur Einſicht offen, an welchen auch die Submiſſionen verſchloſſen und mit der Aufſchrift„Uniformirung betreffend“, einzurei⸗ chen ſind. Den Geboten über die Lieferung der Tücher ſind die Muſter mit Angade der Breite derſelben beizuſchließen. Die Eröffnung erfolgt auf dem genannten Bureau Mittwoch den 21. Dezem⸗ ber l J., Vormittags um 9 Uhr. Gießen am 8. Dezember 1853 Die Gr. Magazins-Commiſſion. Aufforderung. (3913) Das Eigenthum von dem mit agna⸗ tiſchem Conſenz don dem Hrn. Grafen Ferdi⸗ nand Maximilian zu Jſenburg und Büdingen in Wächtersbach verkauften, in der Gemarkung Bönſtadt gelegenen Grundſtück Flur 1 No 22, kann urkundlich nicht nachgewieſen werden. Etwaige Eigenthums-Anſprüche daran ſind binnen 3 Monaten geltend zu machen, widri— genfalls der Erwerbtitel den Käufern Karl Friedrich Heimburgs Erben in Bönſtadt im Mutatiops⸗Verzeichniß zugeſchrieben werden ſoll. Altenſtadt den 28. November 1853. Großberzogl. Landgericht Gil mer. Stearinlichter-Lieferung. (191) Der Bedarf an Stearinlichter für die hieſige Synagoge pro 1854, in circa 100 Pfund beſtehend, ſoll auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſtfordernden vergeben werden, wo⸗ von man die betreffenden Intereſſenten mit dem Anfügen in Kenntniß ſetzt, daß die deßfallſigen Soumiſſionen verſiegelt und mit der erforder⸗ lichen Ueberſchrift verſehen, längſtens bis zum 2 Januar 1854. Vormittags 11 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten, woſelbſt auch die Lieferungsbedingungen nebſt Probe der zu liefernden Lichter eingeſehen werden können, portofrei einzureichen ſind. Friedberg den 14. Dezember 1853. Der Vorſtand der isr. Religionsgemeinde Mayer Hir ſch. Mobiliar-Verſteigerung. (1915) Donnerſtag den 22. l. M. und des folgenden Tags, jedesmal Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in der Behauſung des Kon— rad Jacobi 11. dahier die zu deſſen Nachlaß gehörende Mobiliar-Gegenſtände, als: 1) zwei Kühe, 1 Rind, 2 Schaafe, 1 Maſt⸗ ſchwein, 5 Gänſe und 4 Hühner, 2) ein Karrn, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Frucht- fegemühle, 1 Pfuhlfaß und ſonſtige Oeco— nomiegeräthe, 3) eine Parthie Heu, Grummet und ver— ſchiedene Sorten Geſtröh, einige Malter gute Brechäpfel, Kartoffeln, Dickwurz und Rüben, 4) verſchiedenes Hausgeräthe, als: Tiſche, Schränke, Bettladen, Stühle ꝛc., 5) ein vollſtändiges Glaſer- und Metzger- handwerkzeug, 6) eine Parthie Werk- und Brennholz, ſowie etwas Dünger, unter den im Termin bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Niederrosbach den 14. Dezember 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Cuntz. Privat- Bekanntmachungen. Neue holländiſche Häringe, ſowie Rhein⸗Baieriſche Kaſtanien!! (4890) ſind wieder angekommen und billigſt zu haben bei H. Hahn. Empfehlung. (1909) feinſte Arac⸗Punſcheſſenz, Tafel Liqueure, Jamaica⸗ Rum, Gewürz⸗Chocolade, chi⸗ neſiſchen Thee, friſche Malaga⸗ Citronen, Roſinen, neue hollan⸗ diſche Vollhäringe, Stearin⸗, Chaiſen⸗ und Wachslichter bei W. Hanſtein in Friedberg. Magd ⸗Geſuch.“ (1905) Eine mit guten Zeugniſſen verſehene, in Hausarbeit hinlänglich erfahrene, arbeitsſame Hausmagd wird als ſolche auf Petritag auf ein benachbartes Gut, gegen guten Lohn, ge⸗ ſucht. Näheres bei der Redaktion dieſes Blattes. Braunſchweiger und Uelzener Flachs!! 1885) in vorzüglicher Qualität und ſehr billig bei H. Hahn. en (1916) Am 10. d. M. hat ſich ein brauner, langhäriger Hübnerhund, am rechten Vorder⸗ lauf etwas getiegert, auf den Namen Diane hörend, verlaufen. Wer denſelben an Polizei diener Seibert abliefert, erhält eine Belohnung. Punſch-Eſſenzl! 1893) mit ganz vorzüglichem Rum und Arac bereitet, iſt billigſt zu haben bei H. Hahn. Empfehlung. (1917) feinſter Muscat⸗Lünell, Malaga, Rum de Jamaica, Arae de Batavia, Punſcheſſenz und abgelagerter Pfälzer Weineſſig bei Friedberg. H. M. Hirſchſprung. Sahne. (1918) In eine kleine Haushaltung dahier wird auf Petritag ein braves Mädchen geſucht, welches kochen und alle Hausarbeiten verrich⸗ ten kann. Enpfehlung. 4919) Meine ſehr verſchiedene Kin— derſpielſachen bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung und gebe ich ſolche zu ſehr billigen Preiſen. Friedberg im Dezember 1833. W. May, Uſagaſſe. Mobiliar-⸗Verſteigerung. (1920 Dienſtag den 27. und Mittwoch den 28. d. M. läßt der Unterzeichnete in ſeiner Be— hauſung nachfolgende Gegenſtände, als: eine Parthie Fäſſer und Bütten von verſchie⸗ dener Größe, worunter 3 Lagerfaſſer, 9½ Ohm haltend, mit Thürchen und Meſſing⸗ ſchrauben, eine Obſtkelter mit eiſernen Schrau— ben, eine Schrotmühle, zwei Schnellwagen, Schrotſeiler, eine Parthie Daubholz, Brauerei, Küfer⸗ und Kellergeräthſchaften, Tiſche, Stühle, Bänke und ſonſtige Gegenſtände, öffentlich meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigern. Friedberg im Dezember 1853. Anton Burck, Küfer⸗ und Bierbrauermeiſter an der Stadtkirche. Havanna⸗Eigarren, (1921) feinſte abgelagerte, direct be— zogen aus der Fabrik meines Bruders auf Havanna. Friedberg. H. M. Hirſchſprung —— 11 * 1 e*** a 0— neee NN l 2 423000 Wechſel auf New⸗Nork, (1922 kurze Sicht zu billigem Cours, bei J. André in Offenbach a. M. Näheres Glaſermeiſter Weckerling.[ durch Ch riſt. Hecht in Friedberg. Acchk oſtindiſche ſeident Foularös⸗Tuͤcher (1823/ mit unbedeutenden Druckfehlern, zu ſehr billigen Preiſen bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. Goldleiſten (1883) empfiehlt in ſchönſter Auswahl und wird das Einrahmen von Bildern, Spiegeln ꝛc. billigſt beſorgt bei 5 Friedberg. Lonis Weis. Carl Scriba's Buchhandlung in Friedberg (1903) empftehlt zu dem bevorſtehenden Weihnachtsfeſte ihr reichhaltiges Lager in allen Zweigen der Literatur. Alle vorzüglicheren Werke aus den verſchiedenen Fächern ſind entweder vorräthig oder können auf Be— ſtellung ſchnell beſorgt werden. Namentlich macht ſie aufmerkſam auf die als Feſtgeſchenke ſo beliebten Cabinetsausgaben der neueren Dichter in eleganten Einbänden; Neue Ausgaben deutſcher Claſſiker; Erbauungsſchriften, Predigten; Bildungs⸗ ſchriften für das weibliche Geſchlecht; Romane und Erzählun⸗ gen; wiſſenſchaftliche Werke aller Brauchen; Jugend⸗ ſchriften und Bilderbücher aller Art, die in großer Auswahl vorräthig ſind. 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Malter 17 201759—— Korn„ 13 2013 7112 20 Gerſte„„ 102010 511010 Hafer N 75 41351 5 351—— Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 17. bis zum 23. Dezember. = 5 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 4 2„ 15 Ss 44„ 1 17 200 U th. Lth. — Milchbrod 1 9 1 30 — Waſſerweck 137 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 13¼ 13¼½ Fleiſch-Preiſe. f 1 pf. 5 1 Ochſenfleiſch 1212 „Kühfleiſch, gemäſtetes h „ Rindfleiſch, gemäſtetes 89 „ Kalbfleiſch 8— 8— „„ 1 gemäſtetes————— „ Schweinenfleiſch 14— 14— „Hammellleiſch 91— 9— „ Schaaflleiſch 7——— „Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 19— 18—. „Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 24— 26— „Schinken 19— 20— „ Dörrfleiſch 20— 20— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 22— 20— „Hammelsfett 16— 16— 5 Großherzoglichen Bürgermeiſter een de v. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Abdul hatte mehrere bracht, um Spaziergange Lauretta erbli heit war ſogl. ſchicklichkeit de unwiderruflich Abdul Horen rakter, der ih gebenen verle Abreiſe aus begann, und Meuterei de⸗ geringfügiger Horem's. Es we des Korſare länger den Zwiſchendeck Franzöſin in Ballaſt gelel einem kleine Horem war dem Bootsn welches, der in's Geſicht Schweife eit über ergrimt mit geballte in's Meer 5 bootsmann Ruthen zu Der! Oberdeck fü gekommen gebenden G und hatte 5 dem Löwen